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#gewohnheiten — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #gewohnheiten, aggregated by home.social.

  1. Bearbeitet:

    Heizkosten sparen ohne Umstellung
    #gewohnheiten #heizkosten #heizsystem #methode #problem #ratespiel #temperatur

    fortschrittsanzeige.de/heizkos

    Sind Ihre Heizkosten in letzter Zeit gestiegen? Oder ist es das klassische Problem: Die Wohnung ist eiskalt, wenn Sie nach Hause kommen, oder sie ist viel zu heiß, wenn Sie eigentlich schon längst unterwegs sind?

    Die meisten Menschen versuchen, ihr Hei

  2. Heizkosten sparen ohne Umstellung
    #gewohnheiten #heizkosten #heizsystem #methode #problem #ratespiel #temperatur

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    Sind Ihre Heizkosten in letzter Zeit gestiegen? Oder ist es das klassische Problem: Die Wohnung ist eiskalt, wenn Sie nach Hause kommen, oder sie ist viel zu heiß, wenn Sie eigentlich schon längst unterwegs sind?

    Die meisten Menschen versuchen, ihr Hei

  3. Dieser Artikel untersucht verschiedene Gewohnheiten und Verhaltensweisen von gelassenen Menschen. Einige davon sind z.B. das Ignorieren von Nachrichten, das Setzen von Termin-Limits, das Üben von Geduld und Atemtechniken, die Akzeptanz der Unkontrollierbarkeit des Lebens, das Führen einer "To-Don't-Liste" und die Akzeptanz von Makel und Unvollkommenheit.#GelasseneMenschen, #Gewohnheiten, #Verhaltensweisen, #Lebensakzeptanz, #MakelUndUnvollkommenheit #psychotHHerapie

    bit.ly/3S2IjR6

  4. Was macht ihr als erstes wenn ihr eure Konsole startet?

    Habt ihr ein festes Ritual wenn ihr eure Konsole startet oder entscheidet ihr spontan je nach Spiel und Stimmung? Manche checken erst Stats oder Einstellungen andere springen direkt rein. Was macht ihr immer zuerst und hat sich das über die Zeit verändert?

    Diskutiert mit
    pixelgorillas.de/threads/was-m

    #Gaming #Konsole #Gewohnheiten

  5. Diese Studie untersucht Gewohnheiten gelassener Menschen, darunter: Nicht sofort auf Nachrichten reagieren, ein Limit für Termine setzen, Unsicherheiten aushalten, Kontrolle loslassen, eine Liste von Dingen führen, die nicht gemacht werden müssen und Makel akzeptieren.#Gelassenheit #Gewohnheiten #MentalHealth #Selbstfürsorge #Persönlichkeitsentwicklung #psychotHHerapie

    bit.ly/3S2IjR6

  6. Der Artikel behandelt sechs Gewohnheiten entspannter Menschen: Nachrichten ignorieren, ein Termin-Limit setzen, Abwarten und Atmen üben, Kontrolle als Irrglaube erkennen, eine To-Don't-Liste führen und Macken akzeptieren.#EntspannteMenschen, #Gewohnheiten, #TerminLimit, #ToDontListe, #MackenAkzeptieren #psychotHHerapie

    bit.ly/3S2IjR6

  7. Meine Gewohnheiten sind wie Kaugummi unterm Schuh: klebrig, nervig und schwer loszuwerden
    Also geht es dann immer barfuß weiter :)

    #klosopholie #gewohnheiten #kaugummi #GewohnheitenEntsorgen #barfuß #barfußschuhe #lebenswert #leben

  8. Die Studie untersucht, wie Gelassenheit erreicht werden kann, abseits von Yoga und Meditation. Sie listet sechs Gewohnheiten auf, darunter das Ignorieren sofortiger Reaktionen auf Nachrichten, Selbstbeschränkung bei Terminen und Akzeptanz von Unkontrollierbarkeit.#Gelassenheit #Studie #Gewohnheiten #Selbstbeschränkung #Akzeptanz #psychotHHerapie

    bit.ly/3S2IjR6

  9. Back in Business, ein kleiner Rückschlag & was in diesem Jahr so alles im Kalender steht

    Es geht wieder weiter. Seit etwas mehr als zwei Wochen bin ich wieder in Laufschuhen unterwegs, wenngleich das auch mit bisher mindestens einem Rückschlag verbunden war. Nach 6 Wochen gab meine Ärztin ihr OK für die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten und so begann ich, mit zunächst kurzen Distanzen, wieder zu laufen. Dabei bleibt es weiterhin beim Streakrunning, auch wenn der Unfall ja leider nach etwas über einem Jahr den ersten Streak gekillt hat.

    Dann geht es jetzt eben von vorne los. Ich schaue da zwar immer wieder recht neidisch auf meine Frau, die langsam auf 1300 Tage Streakrunning zugeht, aber hey, es ist jetzt so wie es ist. Da muss ich wohl durch.

    Kurz zum erwähnten Rückschlag. Ende letzter Woche bin ich etwas unvorsichtig unter der Schranke zu unserem Dienstgelände hindurch. Normalerweise macht die Wache das Ding auch hoch wenn ich komme, diesmal haben die das wohl verpennt. Und bei dieser Aktion bin ich dann auf etwas morgendlichem Eis weggerutscht und habe den Adduktoren ein wenig zuviel Spannung gegeben. Das wirkte dich auch auf das Becken aus, das noch immer nicht zu hundert Prozent schmerzfrei ist. Und damit begann der Tanz.

    Einen Tag später entwickelte sich das zu einem formidablen Schmerz im Leistenbereich und ich befürchtete schon, in die Rettungsstelle zu müssen. Also Vollbremsung, den ganzen Tag Ruhe und viel Eispackungen. Tags darauf habe ich den Lauf dann auf reinen Streakerhalt beschränkt, der obendrein sehr, sehr langsam war. Bloß keinen Druck auf Leiste und Becken bringen. Das Vorhaben fürs Wochenende, ein tag in der Sauna, musste ohnehin ausfallen, da ich gerade erst ein frisches Tattoo habe und so mutzte ich das Wochenende zur Erholung und Schonung.

    Mit Erfolg offenbar, denn zwei tage später war der Schmerz wieder auf dem ursprünglichen Level. Ja, immer noch da, aber eben undramatisch und so, dass berechtigte Hoffnung besteht, ihn irgendwann auch loszuwerden. So eine Prellung kann sich ja gern mal zwei bis drei Monate hinziehen. Also gebe ich mich keiner Hoffnung hin, in den nächsten Tagen und Wochen plötzlich wieder schmerzfrei zu sein.

    Was der Kalender im Frühjahr bereithält!

    Es geht jetzt also mit angezogener Handbremse weiter, also zunächst kurze Distanzen, die erst nach und nach gesteigert werden. Ende März steht nämlich das erste große Event an. Und da will ich ja fit sein. Es geht und dem Prag Halbmarathon, der ja letztes Jahr schon gebucht, dann aber wegen heftigem Fieber ausfallen musste. Und dieses Jahr will ich die Startplätze und Bahntickets nicht schon wieder umsonst gekauft haben. Außerdem war es ja ein echtes Abenteuer, die Startplätze zu bekommen. Das soll ebenfalls nicht umsonst gewesen sein.

    Kurz vorher steht noch ein kleiner Lauf an. Hier um die Ecke geht es von Falkensee nach Spandau. Der Lauf der Sympathie bringt 10 Kilometer auf die Uhr und hier wollten wir schon lange mal mitlaufen. Und dieses Jahr habe ich tatsächlich mal daran gedacht, Startplätze zu buchen. Damit sind dann im Frühjahr wenigstens zwei Veranstaltungen im Kalender. Mehr geht auch nicht, denn wir haben jede Menge Wochenenden, an denen wir quer durch die Republik reisen, um Freunde zu treffen. Und das ist zumeist nicht mit Laufen verbunden. Eine Rehamaßnahme steht außerdem ins haus, auch das verbraucht viel Zeit.

    MSR oder nicht MSR, das ist hier die Frage!

    Und Ende Mai steht dann die Mecklenburger Seen Runde an. 300 Kilometer mit dem Radl um die Müritz. Auch hier hatte ich vergangenes Jahr einen Startplatz und so wie schon beim Halben in Prag musste auch dieser verfallen. Allerdings aus rein gesundheitlichen Gründen. Tja, und dieses Jahr? Ich weiß es nicht genau. Bis Ende Mai ist noch viel Zeit und ich hoffe, bis dahin wieder aufs Rad zu kommen. Denn aktuell, das wird sich jeder denken können, ist genau das nicht drin. Das Becken schmerzt noch zu sehr und da sind 12 Stunden und mehr im Sattel einfach nicht machbar.

    Stell dir ein Rad-Event vor, bei dem jeder Mensch Wachstum erlangen wird. Persönliches und sportliches. – Mecklenburger Seen Runde – Unsere Mission

    Aber ich bin wild entschlossen, denn dieses Rennen ist wirklich ein echtes Highlight. Die Strecke ist phänomenal, die Verpflegungspunkte (hier Depots genannt) einzigartig und die Stimmung riesig. Außerdem fahre ich da für gewöhnlich, und so ist es auch dieses Jahr geplant, mit einer echt tollen Kollegin. Letztes Jahr musste sie die 300 km allein machen und im auf und ab der Hügel, im stets wechselnden Wind und bei zwangsläufig auftretender Müdigkeit ist es einfach besser, wenn man zu zweit ist. Da will ich sie natürlich nicht schon wieder hängen lassen. Wir werden also sehen.

    Und dann noch so?

    Klar, die Generalprobe Ende August und der Marathon Ende September stehen im Kalender. Aber bis dahin ist noch viel Zeit. Ich werde mal schauen, ob wir dieses Jahr wieder in Potsdam zum Schlösserlauf kommen. Und zusätzlich nach netten kleinen Volksläufen in der Gegend Ausschau halten. Wenn da jemand Vorschläge hat, immer her damit. Ich schaffe es nämlich irgendwie immer, diese Läufe erst dann zu bemerken, wenn die Leute hier aus der Gegend bei Instagram davon berichten.

    Aber, das haben die letzten zwei Jahre gezeigt, ich lege mich mal nicht zu früh auf Dinge fest, die weiter als 3 bis 6 Monate entfernt sind. Allzu schnell kann sich alles verändern und plötzlich platzen alle Pläne. Auch wenn ich natürlich hoffe, dass es jetzt gesundheitlich mal ein paar Jahre lang stabil bleibt. Wir werden sehen. 🙂

    #Gesundheit #Gewohnheiten #Halbmarathon #MecklenburgerSeenRunde #Mimimi #Prag #Tagebuch #Training
  10. Back in Business, ein kleiner Rückschlag & was in diesem Jahr so alles im Kalender steht

    Es geht wieder weiter. Seit etwas mehr als zwei Wochen bin ich wieder in Laufschuhen unterwegs, wenngleich das auch mit bisher mindestens einem Rückschlag verbunden war. Nach 6 Wochen gab meine Ärztin ihr OK für die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten und so begann ich, mit zunächst kurzen Distanzen, wieder zu laufen. Dabei bleibt es weiterhin beim Streakrunning, auch wenn der Unfall ja leider nach etwas über einem Jahr den ersten Streak gekillt hat.

    Dann geht es jetzt eben von vorne los. Ich schaue da zwar immer wieder recht neidisch auf meine Frau, die langsam auf 1300 Tage Streakrunning zugeht, aber hey, es ist jetzt so wie es ist. Da muss ich wohl durch.

    Kurz zum erwähnten Rückschlag. Ende letzter Woche bin ich etwas unvorsichtig unter der Schranke zu unserem Dienstgelände hindurch. Normalerweise macht die Wache das Ding auch hoch wenn ich komme, diesmal haben die das wohl verpennt. Und bei dieser Aktion bin ich dann auf etwas morgendlichem Eis weggerutscht und habe den Adduktoren ein wenig zuviel Spannung gegeben. Das wirkte dich auch auf das Becken aus, das noch immer nicht zu hundert Prozent schmerzfrei ist. Und damit begann der Tanz.

    Einen Tag später entwickelte sich das zu einem formidablen Schmerz im Leistenbereich und ich befürchtete schon, in die Rettungsstelle zu müssen. Also Vollbremsung, den ganzen Tag Ruhe und viel Eispackungen. Tags darauf habe ich den Lauf dann auf reinen Streakerhalt beschränkt, der obendrein sehr, sehr langsam war. Bloß keinen Druck auf Leiste und Becken bringen. Das Vorhaben fürs Wochenende, ein tag in der Sauna, musste ohnehin ausfallen, da ich gerade erst ein frisches Tattoo habe und so mutzte ich das Wochenende zur Erholung und Schonung.

    Mit Erfolg offenbar, denn zwei tage später war der Schmerz wieder auf dem ursprünglichen Level. Ja, immer noch da, aber eben undramatisch und so, dass berechtigte Hoffnung besteht, ihn irgendwann auch loszuwerden. So eine Prellung kann sich ja gern mal zwei bis drei Monate hinziehen. Also gebe ich mich keiner Hoffnung hin, in den nächsten Tagen und Wochen plötzlich wieder schmerzfrei zu sein.

    Was der Kalender im Frühjahr bereithält!

    Es geht jetzt also mit angezogener Handbremse weiter, also zunächst kurze Distanzen, die erst nach und nach gesteigert werden. Ende März steht nämlich das erste große Event an. Und da will ich ja fit sein. Es geht und dem Prag Halbmarathon, der ja letztes Jahr schon gebucht, dann aber wegen heftigem Fieber ausfallen musste. Und dieses Jahr will ich die Startplätze und Bahntickets nicht schon wieder umsonst gekauft haben. Außerdem war es ja ein echtes Abenteuer, die Startplätze zu bekommen. Das soll ebenfalls nicht umsonst gewesen sein.

    Kurz vorher steht noch ein kleiner Lauf an. Hier um die Ecke geht es von Falkensee nach Spandau. Der Lauf der Sympathie bringt 10 Kilometer auf die Uhr und hier wollten wir schon lange mal mitlaufen. Und dieses Jahr habe ich tatsächlich mal daran gedacht, Startplätze zu buchen. Damit sind dann im Frühjahr wenigstens zwei Veranstaltungen im Kalender. Mehr geht auch nicht, denn wir haben jede Menge Wochenenden, an denen wir quer durch die Republik reisen, um Freunde zu treffen. Und das ist zumeist nicht mit Laufen verbunden. Eine Rehamaßnahme steht außerdem ins haus, auch das verbraucht viel Zeit.

    MSR oder nicht MSR, das ist hier die Frage!

    Und Ende Mai steht dann die Mecklenburger Seen Runde an. 300 Kilometer mit dem Radl um die Müritz. Auch hier hatte ich vergangenes Jahr einen Startplatz und so wie schon beim Halben in Prag musste auch dieser verfallen. Allerdings aus rein gesundheitlichen Gründen. Tja, und dieses Jahr? Ich weiß es nicht genau. Bis Ende Mai ist noch viel Zeit und ich hoffe, bis dahin wieder aufs Rad zu kommen. Denn aktuell, das wird sich jeder denken können, ist genau das nicht drin. Das Becken schmerzt noch zu sehr und da sind 12 Stunden und mehr im Sattel einfach nicht machbar.

    Stell dir ein Rad-Event vor, bei dem jeder Mensch Wachstum erlangen wird. Persönliches und sportliches. – Mecklenburger Seen Runde – Unsere Mission

    Aber ich bin wild entschlossen, denn dieses Rennen ist wirklich ein echtes Highlight. Die Strecke ist phänomenal, die Verpflegungspunkte (hier Depots genannt) einzigartig und die Stimmung riesig. Außerdem fahre ich da für gewöhnlich, und so ist es auch dieses Jahr geplant, mit einer echt tollen Kollegin. Letztes Jahr musste sie die 300 km allein machen und im auf und ab der Hügel, im stets wechselnden Wind und bei zwangsläufig auftretender Müdigkeit ist es einfach besser, wenn man zu zweit ist. Da will ich sie natürlich nicht schon wieder hängen lassen. Wir werden also sehen.

    Und dann noch so?

    Klar, die Generalprobe Ende August und der Marathon Ende September stehen im Kalender. Aber bis dahin ist noch viel Zeit. Ich werde mal schauen, ob wir dieses Jahr wieder in Potsdam zum Schlösserlauf kommen. Und zusätzlich nach netten kleinen Volksläufen in der Gegend Ausschau halten. Wenn da jemand Vorschläge hat, immer her damit. Ich schaffe es nämlich irgendwie immer, diese Läufe erst dann zu bemerken, wenn die Leute hier aus der Gegend bei Instagram davon berichten.

    Aber, das haben die letzten zwei Jahre gezeigt, ich lege mich mal nicht zu früh auf Dinge fest, die weiter als 3 bis 6 Monate entfernt sind. Allzu schnell kann sich alles verändern und plötzlich platzen alle Pläne. Auch wenn ich natürlich hoffe, dass es jetzt gesundheitlich mal ein paar Jahre lang stabil bleibt. Wir werden sehen. 🙂

    #Gesundheit #Gewohnheiten #Halbmarathon #MecklenburgerSeenRunde #Mimimi #Prag #Tagebuch #Training
  11. Unser Gehirn ist formbar – jede kleine neue Entscheidung bahnt einen neuen Pfad. Aus einem Trampelpfad kann eine vierspurige Autobahn werden.
    Übung:
    1️⃣ Such dir EINE Mikro‑Gewohnheit (z.B. morgens tief atmen statt Handy).
    2️⃣ Stell dir 30 Sek. lebhaft vor, wie du das tust.
    3️⃣ Mach es direkt – und wiederhole es ein paar Tage.
    Im Yoga heißt das Kaivalya: innere Freiheit. Du bist nicht deine Muster – du kannst sie jeden Tag neu schreiben.
    #Neuroplastizität #Gehirn #Gewohnheiten #Yoga #Kaivalya

  12. Ein Artikel diskutiert über sechs Gewohnheiten gelassener Menschen: Ignorieren von Nachrichten, Setzen von Termin-Limits, Üben von Abwarten und Atmen, Akzeptieren des Kontrollverlusts, Führen einer "To-Don't"-Liste und das Akzeptieren eigener Macken.#GelasseneMenschen, #Gewohnheiten, #NachrichtenIgnorieren, #KontrollverlustAkzeptieren, #ToDontListe #psychotHHerapie

    bit.ly/3S2IjR6

  13. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  14. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  15. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  16. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  17. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  18. Moin Moin in die neue Woche 💫
    Tag 6 der Challenge: Ich übe weiter meine 3 Atemzüge und mein Mantra. Noch klappt es nicht in jeder Situation – aber ich bemerke es immer öfter und hole sie nach. Genau so entsteht neue Gewohnheit: Schritt für Schritt, unperfekt und lernend.
    In welchem Bereich deines Lebens darfst du wieder Schüler:in sein – neugierig, offen, unperfekt?
    Und was ist dein ein kleiner Mini-Schritt heute? 💚
    #Achtsamkeit #Lernen #Gewohnheiten #Mindfulness #Selbstfürsorge #Atemübung

  19. Dieser Artikel untersucht die Gewohnheiten von gelassenen Menschen: Sie reagieren nicht sofort auf Nachrichten, setzen sich ein Termin-Limit, üben Abwarten und Atmen, akzeptieren, dass Kontrolle ein Irrglaube ist, führen eine To-Don't-Liste und lieben Macken.#Gelassenheit #Gewohnheiten #TerminLimit #Achtsamkeit #ToDontListe #psychotHHerapie

    bit.ly/3S2IjR6

  20. Neue Gewohnheiten brauchen etwa 2–3 Monate. Deine Superkraft dafür aus der Yogapraxis: Abhyasa (dranbleiben) & Vairagya (gelassen loslassen).
    Willst du also im neuen Jahr etwas Neues etablieren, leg los und freue dich über deinen Anfängergeist und ein Frühjahr mit neuen Erfahrungen und Gewohnheiten.

    Welche Mini-Gewohnheit willst du heute säen?

    #Gewohnheiten #Yoga #Mindset #Routine

  21. RE: sueden.social/@BlumeEvolution/

    Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Erlebe, dass kluge Menschen hier auf #Mastodon & auch in der #Politik & #Journalismus den Begriff erneuerbarer #Friedensenergien verstehen.

    Aber warum wurde es dann bisher in #Medien kaum aufgegriffen?

    Ich beobachte, dass sog. #Massenmedien 1. ihre Kundschaft nicht „überfordern“ & 2. deren #Gewohnheiten nicht herausfordern möchten. Nenne die Folge von Floskel-Verfestigung nicht nur zu #Energie „mimetisches Einschlafen“.

    Ginge auch so: energiewinde.orsted.de/koepfe-

  22. RE: sueden.social/@BlumeEvolution/

    Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Erlebe, dass kluge Menschen hier auf #Mastodon & auch in der #Politik & #Journalismus den Begriff erneuerbarer #Friedensenergien verstehen.

    Aber warum wurde es dann bisher in #Medien kaum aufgegriffen?

    Ich beobachte, dass sog. #Massenmedien 1. ihre Kundschaft nicht „überfordern“ & 2. deren #Gewohnheiten nicht herausfordern möchten. Nenne die Folge von Floskel-Verfestigung nicht nur zu #Energie „mimetisches Einschlafen“.

    Ginge auch so: energiewinde.orsted.de/koepfe-

  23. RE: sueden.social/@BlumeEvolution/

    Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Erlebe, dass kluge Menschen hier auf #Mastodon & auch in der #Politik & #Journalismus den Begriff erneuerbarer #Friedensenergien verstehen.

    Aber warum wurde es dann bisher in #Medien kaum aufgegriffen?

    Ich beobachte, dass sog. #Massenmedien 1. ihre Kundschaft nicht „überfordern“ & 2. deren #Gewohnheiten nicht herausfordern möchten. Nenne die Folge von Floskel-Verfestigung nicht nur zu #Energie „mimetisches Einschlafen“.

    Ginge auch so: energiewinde.orsted.de/koepfe-

  24. RE: sueden.social/@BlumeEvolution/

    Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Erlebe, dass kluge Menschen hier auf #Mastodon & auch in der #Politik & #Journalismus den Begriff erneuerbarer #Friedensenergien verstehen.

    Aber warum wurde es dann bisher in #Medien kaum aufgegriffen?

    Ich beobachte, dass sog. #Massenmedien 1. ihre Kundschaft nicht „überfordern“ & 2. deren #Gewohnheiten nicht herausfordern möchten. Nenne die Folge von Floskel-Verfestigung nicht nur zu #Energie „mimetisches Einschlafen“.

    Ginge auch so: energiewinde.orsted.de/koepfe-

  25. RE: sueden.social/@BlumeEvolution/

    Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Erlebe, dass kluge Menschen hier auf #Mastodon & auch in der #Politik & #Journalismus den Begriff erneuerbarer #Friedensenergien verstehen.

    Aber warum wurde es dann bisher in #Medien kaum aufgegriffen?

    Ich beobachte, dass sog. #Massenmedien 1. ihre Kundschaft nicht „überfordern“ & 2. deren #Gewohnheiten nicht herausfordern möchten. Nenne die Folge von Floskel-Verfestigung nicht nur zu #Energie „mimetisches Einschlafen“.

    Ginge auch so: energiewinde.orsted.de/koepfe-

  26. Erstaunliche Gesamtentwicklung, eigentlich viel zu wenig Zeit für alles und nichts & ein durchgelaufenes Jahr

    Was soll es denn zu bestaunen geben? Richtig, die Gesamtentwicklung, sozusagen. Denn der Rücken, er hält. Jetzt schon seit 374 Tagen, was gleichbedeutend damit ist, dass auch der Runstreak so lange hält. Im vierten Quartal 2024 lief ich noch weitgehend an Krücken. Deshalb hatte ich seinerzeit auch alle Laufvorhaben für 2025 gestrichen.

    Die Verbindung aus moderner Medizin und Physiotherapie lässt mich seither trotz Osteochondrosis intervertebralis jeden Tag laufen und das mit aktuell konstanten 17 Kilometern. Und ja, mir ist schon klar, dass ich das hier schon öfter erwähnt habe, ganz besonders in den seltenen Beiträgen in diesem Jahr. Aber hey, ich staune da immer noch. Jeden Tag aufs neue.

    Und am 21. Dezember war es dann auch so weit, dass ich ganze 365 Tage erreicht hatte, also ein volles Jahr täglich in Laufschuhen unterwegs war. Damit ist nun auch eine Registrierung des Streaks bei der Streak Runners International, Inc. möglich, wo ich dann auf Platz 104 der deutschen Streaker landen sollte. Also zumindest der dort registrierten.

    Vorhaben für das nächste Jahr

    In diesem Jahr kamen ja durch die Absagen der geplanten Veranstaltungen nicht viel zusammen. Ich lief die Generalprobe und den Berlin Marathon. Fertig. Der Halbmarathon in Prag, der sogar schon bezahlt war, fiel aus und andere Veranstaltungen, wie bspw. der Potsdamer Schlösserlauf waren komplett vom Radar verschwunden und somit war ich – oder besser, waren wir – auch nicht dabei. Das soll sich aber in 2026 ändern.

    Halbmarathon Prag

    Prag steht wieder auf dem Programm. Es war zwar ein echter Akt, dort Startplätze zu bekommen. Das Buchungssystem von runczech.com war komplett überlastet und die Startplätze in der preiswertesten Kategorie, hatte ich dann zwar irgendwann im Warenkorb, als aber endlich der Checkout erreicht war, waren die komplett überbucht. Und damit ging der Tanz von vorne los. Bis dann die Startplätze endlich im Sack waren. Damit steht dieser Termin also schon fest.

    Kleine Nettigkeit am Rande: Normalerweise ist der Halbmarathon Prag am ersten Aprilwochenende, ebenso wie auch der in Berlin. Und so hatte ich möglichst früh, quasi auf Verdacht, ein Hotelzimmer direkt an der Karlsbrücke gebucht. Das war zwar teurer als üblich, aber so ist das ja an diesen speziellen Wochenenden. Auch die Hoteliers wissen, wann viel Übernachtungsbedarf vorliegt. Aber 2026 ist es anders, der Halbmarathon findet ein Wochenende früher statt. In Berlin übrigens ebenso.

    Und so habe ich schnell, quasi direkt nach Bekanntgabe des Termins, die Buchung storniert und neu gebucht. Und war dabei schneller als das Hotel, denn ich bekam das Zimmer deutlich preiswerter, als es dann einige Stunden später wurde, nachdem sich die Änderung unter den Hotels herumgesprochen hatte.

    MSR 300

    Dann hatte ich den Rennsteiglauf auf dem Schirm, aber da passt das Timing leider nicht. Wir treffen uns an diesem Wochenende mit Freunden aus England. Und das dann auch noch in Frankfurt, also quasi am anderen Ende der Republik. Somit wird das nichts, außerdem ist mir da die Mecklenburger Seenrunde zu nah dran, an der ich dann auch wieder mitfahren möchte. Denn auch bei der habe ich 2025 meinen Startplatz verfallen lassen, da ich mir nicht sicher war, ob mein Rücken die 12 Stunden auf dem Fahrrad mitmacht.

    Potsdamer Schlösserlauf, Generalprobe, Berlin Marathon

    Aber der besagte Schlösserlauf in Potsdam soll unbedingt ins Programm, ebenso der Lauf der Freundschaft von Falkensee nach Spandau. Und dann wird mal geschaut, was sich noch so an netten Läufen mitmachen lässt, bevor dann wieder Generalprobe und Marathon anstehen. Denn die beiden werden definitiv mitgenommen.

    Der Mauerweglauf steht allerdings nicht auf dem Programm. Ich habe zwar noch eine Rechnung mit diesem Lauf offen, schließlich will ich endlich mal unter 24 Stunden finishen, aber das geschieht frühestens 2027. Und das aus einem einfachen Grund: Dann geht es nämlich wieder im Uhrzeigersinn um Westberlin herum. Und diese Richtung liegt mir deutlich mehr.

    Noch ein paar weitere Gedanken zum Streakrunning

    Kommen wir doch mal direkt auf das Streakrunning zu sprechen. Sascha, Host des Trailrunning-Podcast, hatte letztes Jahr so etwa 10 Tage nach mir damit angefangen und das, was zunächst als einmonatiges Experiment geplant war, deutlich länger durchgezogen. Inzwischen hat er aber die Segel gestrichen und die Beweggründe dafür recht ausführlich in seinem Blog dargelegt. Seine Gründe sind dabei durchaus nachvollziehbar und verständlich. Ja aus seiner Sicht sogar sehr vernünftig. Aber Streakrunning ist für jeden etwas anderes.

    Bei mir hat es nichts mit Disziplin zu tun, aber sicher ein Stück weit mit Routine. Dranbleiben? Ja, vielleicht auch das. Aber dann eher in dem Sinne, dass es etwas im Kopf bewirkt. Man ist über sich selbst staunt und über das, was man zu leisten imstande ist. Was mich im Grunde schon so lange begleitet, wie ich in Laufschuhen unterwegs bin. Der dicke alte Mann, der ich mal war, hätte kein Wort geglaubt, wenn man ihm damals erzählt hätte, dass er mal 165 Kilometer am Stück laufen gehen wird. Und dann noch ein zweites Mal. Tja, und dann erstmal ein ganzes Jahr und länger jeden Tag laufen? Der hätte mir einen Vogel gezeigt.

    Meine Frau ist ja schon etwas länger im Streakrunningbusiness unterwegs, deutlich über 1000 Tage lang. Auch bei ihr hatte es zunächst – unter anderem – gesundheitliche Gründe, die sie zum Laufen brachten. Und irgendwann ergab es sich, dass sie tatsächlich jeden Tag die Schuhe schnürte. Seinerzeit noch ohne Blick auf Dinge wie Streakrunning. Dass es so etwas gibt, war mir selbst bewusst, ihr hingegen noch nicht. Allerdings hatte sie im Gegensatz zu mir auch noch nicht das Buch von Lutz Balschuweit gelesen, dem ich schon ziemlich lange auf allen möglichen sozialen Medien folge.

    Das Buch ist übrigens echt lesenswert. Lutz beschreibt darin seinen Weg (und den seiner Frau Anja) von einem echten Schwergewicht mit akutem Bewegungsmangel hin zu einem Täglichläufer, der lange Zeit jeden Tag einen Halbmarathon gelaufen ist. Also betrachtet das hier als dringende Buchempfehlung. Ebenso wie natürlich die enorm tollen Krimis des Spandauer Autors Maik Bischoff.

    Kein Jahresrückblick

    Das Jahr ist ja fast durch und mal abgesehen von der Tatsache, dass ich ja auf ein Jahr Streakrunning zurückblicke, wäre das quasi der beste Zeitpunkt, auch mal ganz normal auf das Jahr zu schauen. Aber hey, wir haben uns dieses Jahr schlicht daran erfreut, dass die Gesundheit stabil blieb und tägliches Laufen drin war. Deshalb verschwanden auch die üblichen Laufevents weitgehend aus dem Fokus und abgesehen von Generalprobe und Berlin Marathon fielen keine großen Läufe und Medaillen an.

    Also lasse ich das mit dem Rückblick einfach sein, denn nach vorn schauen, ist ja sowieso viel besser. 🙂

    P.S. Das Beitragsbild hat Google Gemini gebaut. Und die KI war nicht »I« genug, sauber abwärts zählen zu lassen. Gemini ließ sich ums verrecken nicht dazu bewegen, einfach nach links sauber abwärts zu zählen.

    #Buchtipp #Gesundheit #Gewohnheiten #Streakrunning #Tagebuch #Training #Veranstaltungen #Wettkampf
  27. @Elischeva91

    Ich vermute, das liegt an den #Gewohnheiten, #Privilegien & ewigen #Wachstumsversprechen, die der #Fossilismus vor allem für Männer bereithielt. Ich habe doch ehrlich gesagt auch die Erfahrungen im #Irak & Jahre der inneren Arbeit gegen die #Reaktanz gebraucht, bevor ich zum #Solarpunk - Denken gefunden habe. Es ist ein schmerzhafter #Paradigmenwechsel , der auch die eigenen Identitätserzählungen fordert. Himmel, ich liebte jahrelang #TopGun ! 🙏🤔🙌

  28. @stefanmuelller @CCitiesOrg

    Auch die Bürger handeln nicht immer faktenbasiert siehe zB Frankfurt. #Emotionen #Gewohnheiten Status sind (leider?!) ebenfalls wichtige Antriebe. Mehr #Gemeinwohl gibt es nur wenn noch mehr Menschen ihren #Handabdruck vergrößern und oder sich #zivilgesellschaftlich engagieren. #ADFC #VCD Bürgerbegehren Forderungen an die Verkehrsbehörde. Schön wäre eine #Plattform wo Materialien bereitgestellt sind oder Hilfe geboten wird. Vieles gibt es schon aber verstreut

  29. Der fünfte Band der ROOTS-Booklet-Serie ist erschienen. Er beschäftigt sich mit einem ganz wesentlichen Aspekt menschlichen Verhalten: Gewohnheiten. Wie entstehen sie? Welche Funktionen erfüllen sie? Warum sind sie so schwer zu ändern?

    Insgesamt 12 Kolleg:innen, die bei ROOTS promovieren, haben sich dem Thema aus ganz unterschiedlichen fachlichen Richtungen genähert.

    Das Booklet ist beim Verlag #SidestonePress erschienen und online frei verfügbar.

    Alle Infos: uni-kiel.de/de/cluster-roots/d
    #Gewohnheiten #Archäologie #Linguistik #Philologie #Archäometrie #Geschichte
    #ROOTSBooklets

  30. Ein haltender Streak, ein Rekord zur Generalprobe und ein wenig Marathonvorbereitung

    Über 250 Tage Zeit der nun, mein aktueller Runstreak. Jeden Tag laufen gehen und dabei, zumindest derzeit, im Schnitt 15 Kilometer abspulen. Angefangen hatte es ja quasi mit „therapeutischem Laufen“ und sollte mich wieder zurück in den Sport bringen. Und so ergab es sich, dass ich damit einfach weiter gemacht habe.

    Anfang April war dann der Halbmarathon in Prag geplant. Startplätze hatten wir, das Hotel war gebucht und die Bahntickets klargemacht. Und dann kam eine böse Erkältung mit hohem Fieber. Prag fiel damit aus. Aber um den Streak zu halten sind wir trotzdem gelaufen. Nur die notwendigen 1,6irgendwas Kilometer, also eine Meile, und das auch nur extrem langsam. Ich weiß, das ist ganz böse unvernünftig. Aber das ist Streakrunning ja irgendwie auch. Und wir haben es ohne bleibende Schäden überstanden. 😉

    Zum Glück konnten wir wenigstens das Hotel noch stornieren, aber Bahntickets und Startplatzkosten waren in den Sand gesetzt. Und die wirklich wunderschöne Medaille gab es damit auch nicht. Schade, schade. Aber nächstes Jahr gibt es einen neuen Versuch.

    Die Startplätze zu bekommen war dabei ein echtes Geduldspiel. Direkt nach Eröffnung des Verkaufs haben die Server von Runczech die Segel gestrichen. Der Ansturm war wohl zu heftig. Und so brauchte ich glatte zwei Stunden über gefühlte tausend Reloads, bis endlich die zwei Startplätze im Sack waren. Dabei legen dann zunächst noch zwei aus der ersten Welle im Einkaufskorb. 55 Euro pro Person sollten die kosten. The, aber bis es endlich klappte, war die erste Welle überbucht. Und so ging der Tanz noch einmal von vorn los, bis ich dann endlich mit der zweiten Welle für 77 Euro pro Person erfolgreich war.

    Die Generalprobe 2025

    Durch den Ausfall des Halbmarathons in Prag war ja schonmal eine Medaille im Eimer. Und im Verlauf der Wochen und Monate stellten wir dann fest, dass wir wegen meiner gesundheitlichen Situation im letzten Quartal 2024 irgendwie alles verdrängt hatten, was mit Laufveranstaltungen zu tun hatte. Und damit auch das obligatorische „Medaillensammeln“. Ja okay, ganz so schlimm ist es eh nicht, aber hin und wieder etwas Metall ist schon ziemlich cool.

    Und dann stand die Generalprobe an. Die machen wir eigentlich immer mit. Schon allein weil meine erste Teilnahme an einem „Volkslauf“ ebenda stattgefunden hatte. Damals war es noch der Sportscheck RunBLN. Aber Zeitpunkt und Strecke wurden vom SCC übernommen und so findet das jetzt unter anderem Namen statt. Für meine Frau ist das auch ein recht cooler Lauf, denn seinerzeit, als sie noch sehr kurze Strecken lief, war der Viertelmarathon in Steglitz ihr erklärtes Trainingsziel, auf das sie monatelang beharrlich hingearbeitet hatte. Dass sie inzwischen beinahe täglich diese Strecke läuft, hätten wir seinerzeit allerdings nicht gedacht.

    Wie dem auch sei, als SCC-Mitglieder können wir da sowieso mitlaufen, also haben wir uns angemeldet. Am Tag des Rennens selbst hatten wir dann irgendwie nur sehr eingeschränkt Lust, aber wir waren uns sicher, dass die Lust noch mit dem Lauf kommen wird.

    Und so war es dann auch. Für mich lief es richtig gut los und ich hatte auf den ersten Metern ein richtig gutes Gefühl, dass bei Kilometer 1 durch die Ansage der Pace von 4:35 min/km direkt bestätigt wurde. Erstaunlicherweise konnte ich die Pace dann auch halten und so lief ich für mich einen Streckenrekord. Jippie! Und meine Frau tat es mir dann gleich, auch sie ist in Rekordzeit gelaufen. Und zack, hatte sich der Tag echt gelohnt. 🙂

    Der Marathon steht an

    Nun bin ich ja in letzter Zeit durch das Streakrunning selten Distanzen über 22 Kilometer gelaufen, aber die Anmeldung zum Marathon habe ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Es ist ja immerhin der Marathon in der Heimatstadt. Ich bin allerdings guter Dinge, dass ich das Ding durchhalten werde. Und durchhalten reicht völlig, in Sachen Zielzeit habe ich da ohnehin keine großartigen Ambitionen. Einfach gemütlich ins Ziel kommen, das ist die Devise.

    #Gesundheit #Gewohnheiten #Halbmarathon #Laufstrecke #Mimimi #Prag #SCCBerlin #Tagebuch #Training #Wettkampf

  31. Ein haltender Streak, ein Rekord zur Generalprobe und ein wenig Marathonvorbereitung

    Genau 260 Tage dauert der nun, mein aktueller Runstreak. Jeden Tag laufen gehen und dabei, zumindest derzeit, im Schnitt 15 bis 16 Kilometer abspulen. Angefangen hatte es ja quasi mit „therapeutischem Laufen“ und sollte mich wieder zurück in den Sport bringen. Und so ergab es sich, dass ich damit einfach weiter gemacht habe.

    260 Tage lang, jeden Tag laufen gehen. Und kein Ende in Sicht.

    So ganz passt das zwar nicht damit überein, dass ich noch eine Rechnung mit dem Mauerweglauf offen habe – ich will schließlich die 24 Stunden unterbieten – denn jeden Tag laufen verhindert, wirklich lange Distanzen zu schaffen. Aber mal schauen, ab Ende Oktober will ich mal sehen, ob sich sonntags wieder die Runde über Sacrow schaffen lässt. Nächstes Jahr dann vielleicht den Mauerweglauf mit einer Staffel machen und 2027, wenn wieder die für mich bessere Richtung ansteht, ein neuer Versuch. Wir werden sehen.

    Halbmarathon in Prag

    Anfang April war dann der Halbmarathon in Prag geplant. Startplätze hatten wir, das Hotel war gebucht und die Bahntickets klargemacht. Und dann kam eine böse Erkältung mit hohem Fieber. Prag fiel damit aus. Aber um den Streak zu halten sind wir trotzdem gelaufen. Nur die notwendigen 1,6irgendwas Kilometer, also eine Meile, und das auch nur extrem langsam. Ich weiß, das ist ganz böse unvernünftig. Aber das ist Streakrunning ja irgendwie auch. Und wir haben es ohne bleibende Schäden überstanden. 😉

    Zum Glück konnten wir wenigstens das Hotel noch stornieren, aber Bahntickets und Startplatzkosten waren in den Sand gesetzt. Und die wirklich wunderschöne Medaille gab es damit auch nicht. Schade, schade. Aber nächstes Jahr gibt es einen neuen Versuch.

    Die Startplätze dafür zu bekommen war dabei ein echtes Geduldspiel. Direkt nach Eröffnung des Verkaufs haben die Server von Runczech die Segel gestrichen. Der Ansturm war wohl zu heftig. Und so brauchte ich glatte zwei Stunden über gefühlte tausend Reloads, bis endlich die zwei Startplätze im Sack waren. Dabei lagen dann zunächst noch zwei aus der ersten Welle im Einkaufskorb. 55 Euro pro Person sollten die kosten. Tja, aber bis es endlich klappte, war die erste Welle komplett überbucht. Und so ging der Tanz noch einmal von vorn los, bis ich dann endlich mit der zweiten Welle für 77 Euro pro Person erfolgreich war.

    Die Generalprobe 2025

    Durch den Ausfall des Halbmarathons in Prag war ja schonmal eine Medaille im Eimer. Und im Verlauf der Wochen und Monate stellten wir dann fest, dass wir wegen meiner gesundheitlichen Situation im letzten Quartal 2024 irgendwie alles verdrängt hatten, was mit Laufveranstaltungen zu tun hatte. Und damit auch das obligatorische „Medaillensammeln“. Ja okay, ganz so schlimm ist es eh nicht, aber hin und wieder etwas Metall ist schon ziemlich cool.

    Und dann stand die Generalprobe an. Die machen wir eigentlich immer mit. Schon allein weil meine erste Teilnahme an einem „Volkslauf“ ebenda stattgefunden hatte. Damals war es noch der Sportscheck RunBLN. Aber Zeitpunkt und Strecke wurden vom SCC übernommen und so findet das jetzt unter anderem Namen statt. Für meine Frau ist das auch ein recht cooler Lauf, denn seinerzeit, als sie noch sehr kurze Strecken lief, war der Viertelmarathon in Steglitz ihr erklärtes Trainingsziel, auf das sie monatelang beharrlich hingearbeitet hatte. Dass sie inzwischen beinahe täglich diese Strecke läuft, hätten wir seinerzeit allerdings nicht gedacht.

    Wie dem auch sei, als SCC-Mitglieder können wir da sowieso mitlaufen, also haben wir uns angemeldet. Am Tag des Rennens selbst hatten wir dann irgendwie nur sehr eingeschränkt Lust, aber wir waren uns sicher, dass die Lust noch mit dem Lauf kommen wird.

    Und so war es dann auch. Für mich lief es richtig gut los und ich hatte auf den ersten Metern ein richtig gutes Gefühl, dass bei Kilometer 1 durch die Ansage der Pace von 4:35 min/km direkt bestätigt wurde. Erstaunlicherweise konnte ich die Pace dann auch halten und so lief ich für mich einen Streckenrekord. Jippie! Und meine Frau tat es mir dann gleich, auch sie ist in Rekordzeit gelaufen. Und zack, hatte sich der Tag echt gelohnt. 🙂

    Der Marathon steht an

    Nun bin ich ja in letzter Zeit durch das Streakrunning selten Distanzen über 22 Kilometer gelaufen, aber die Anmeldung zum Marathon habe ich mir trotzdem nicht entgehen lassen. Es ist ja immerhin der Marathon in der Heimatstadt. Ich bin allerdings guter Dinge, dass ich das Ding durchhalten werde. Und durchhalten reicht völlig, in Sachen Zielzeit habe ich da ohnehin keine großartigen Ambitionen. Einfach gemütlich ins Ziel kommen, das ist die Devise.

    Außerdem ist in Berlin, auch wenn die flache Strecke ja oft als bestzeitentauglich angesehen wird, das ganze Drumherum viel wichtiger. Die Stimmung an der Strecke, die Menschen und die gute Laune, darum geht es bei diesem Marathon. Und das kann man auch mit langsamer Pace genießen. So. 🙂

    Mimimi

    Jammern muss ich dann auch noch. Im Juli, wir waren gerade für drei Wochen im Urlaub in Italien, begann mein linkes Sprunggelenk Stress zu machen. Das machte längere Läufe entlang der Etsch, wo wir eine tolle Laufstrecke gefunden hatten, teilweise echt zur Qual und so musste ich einige Tage die Distanzen deutlich kürzen. Vom Sprunggelenk zog es sich dann auf das rechte Außenband herüber. Aber irgendwie legte sich das dann von selbst.

    Und kaum war es alles wieder gut, muss wohl die Bestzeit zur Generalprobe das rechte Bein verärgert haben, denn seither schmerzt der Soleus beim Anlaufen ganz mächtig. Im oberen Bereich ist er dabei arg verhärtet, was also wieder jede Menge Arbeit für meinen Physiotherapeuten bedeutet. Aber zum Glück kommt der Schmerz eben nur kurz beim Anlaufen (und beim normal Gehen) und nervt nicht während des Laufes. Aber hey, lieber das, als wieder an Krücken gehen … 🙂

    #BMWBerlinMarathon #Gesundheit #Gewohnheiten #Halbmarathon #Laufstrecke #Marathon #Mimimi #Prag #SCCBerlin #Streakrunning #Tagebuch #Training #Wettkampf

  32. "Leute sind schlechter gelaunt, schneller gelangweilt, je mehr sie ihr Smartphone nutzen und durch irgendwelche Timelines scrollen."

    Erklärt vielleicht, warum sich hier so viele eine längere Pause gönnen.

    Gerade bei Talk mit Thees im Radio gehört. Ich schaue gleich mal, wie der Mensch heisst, der das gesagt hat.

    [edit: Zu Gast ist Henning Beck, Neuro- und Gehirnwissenschaftler]

    #Routinen #Gewohnheiten #Belohnungszentrum

  33. @rootsandcalluses
    Mache ich genauso, mit der App "Habits". Wenn ich 3 Sachen am Tag "richtig" gemacht habe, bin ich zufrieden. Letzte Woche gab es nur den Sonntag, an dem ich mal **gar nix** gemacht hatte, das fand ich OK 😊
    #habits #gewohnheiten #tagebuch

  34. Aber nur bis zum Nachbarort!

    Oder: Es ist nie zu spät, alte Gewohnheiten zu ändern.

    Eine Geschichte, ein Ziel. Aber der Reihe nach. Wir beginnen mit einer Geschichte aus meiner Vergangenheit.

    Mein Großonkel – Bauer aus Leidenschaft.

    Mein Großonkel war Bauer. Damals Vollerwerbsbauer. In meiner Kindheit hatte er noch Schweine, später „nur“ noch Rinder. Das waren seine Tiere, um die hat er sich gekümmert. Selbst im Winter hat er die Kühe an die Leine genommen und ist mit ihnen spazieren gegangen. In den Nullerjahren – ich weiß nicht mehr genau, wann – nahmen seine gesundheitlichen Probleme überhand; schlussendlich eine Staublunge zwang ihn dazu, seine Arbeit zu beenden.

    Es folgte eine Phase der Erholung, eine zeitlang war er außerhalb des Haus nur mit einer Sauerstoffflasche anzutreffen. Er hat stark abgenommen und so wie ich gehört habe, ging ihm die Arbeit doch sehr ab – der Sinn hat ihn plötzlich gefehlt. Als wir dann Schafe bekommen haben, hat er dann wieder etwas gehabt, das er täglich besuchen und füttern konnte. Aber seine Arbeit fehlte ihm.

    Seine Tochter hat uns dann einmal eine Anekdote erzählt, die mich bis heute beschäftigt: Um körperlich nicht abzubauen, haben sie ihm einen Hometrainer gekauft. Wenig überraschend hat er allein die Vorstellung, sich auf ein Fahrrad zu setzen, erst einmal komplett von sich gewiesen und in den Raum gestellt, dass diese Anschaffung Geldverschwendung war. Das Thema war also vom Tisch – der Hometrainer blieb aber stehen.

    Eines Tages – nach dem Abendessen – stand der Großonkel wortlos auf und verschwand. Zunächst dachte sich niemand etwas dabei – später haben sich dann doch alle Sorgen gemacht und wollten gerade nach ihm suchen, als er wieder gekommen ist. Auf die Frage, wo er denn jetzt gewesen sei, hat er nur trocken geantwortet: „im Nachbarort.“

    Die Auflösung: Er hat sich auf den Hometrainer gesetzt und hat sich seine Tour visualisiert. Er hat die Kilometer auf dem Hometrainer in seinem Kopf „nachgespielt“ und ist die Straße gefahren, die er zuvor viele Male mit seinen Landmaschinen gefahren ist. SO hat es für ihn funktioniert. Und so wurde es für ihn eine feste Gewohnheit – eine alltägliche Fahrt mit einem neuen Gefährt.

    Der Doktor, der die Geschichte dann natürlich mitgeteilt bekommen hat, hat dann aber gewarnt davor, zu weit zu fahren: Er soll bloß nicht weiter als bis zum übernächsten Ort fahren. An die Warnung hat er sich gehalten.

    Ich weiß nicht, ob er durch dieses Training Zeit gewonnen hat. Ich weiß aber: Er hat sich in seinem Alter (er musste zu dem Zeipunkt schon gut über 70 gewesen sein) noch etwas neues angetan und mit alten Gewohnheiten gebrochen.

    Wenn er das mit 70 kann, kann ich das mit 40 auch.

    So langsam machen sich in meinem Alter auch Abnützungserscheinungen bemerkbar. Mein tägliches Pensum an Bewegung hat sich auf den Arbeitsweg und anfallende Arbeiten im Haus reduziert. Meine Essgewohnheiten haben sich in der Pandemie nicht gebessert und haben sich danach nur langsam normalisiert. Und gerade in den letzten Monaten, als ich wieder begonnen habe, häufiger Blut spenden zu gehen, wurde mir zusätzlich ein Problem vor Augen geführt, das ich so nicht am Schirm hatte: Bluthochdruck.

    Alles in allem einige Signale, um mit alten Gewohnheiten zu brechen, würde ich sagen.

    Vor einigen Wochen habe ich für mich einen Plan skizziert, wie ich meine Gewohnheiten ändern könnte. Dieser Plan beinhaltet amüsanterweise einen Hometrainer. Und da der in der Firma steht, in der ich arbeite, muss ich keine neuen Wege einplanen – nur meine Gewohnheiten leicht ändern.

    Der Plan:

    Der Plan ist relativ simpel: Ich fahre recht früh in die Arbeit. Statt einem direkten Start in den Arbeitstag werde ich die erste Stunde für eine Runde auf dem Hometrainer reservieren und dann in den Arbeitstag sparen.

    Nur bis zum Nachbarort?

    Wie weit komme ich? Wie weit komme ich in einem Monat? Wie weit komme ich in einem Jahr?

    Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Aber diese Gewohnheit sollte auch wieder kommen. Da der Hometrainer natürlich brav mitschreibt, kann ich die zurückgelegten Kilometer auch zu einer fiktiven Route zusammenfassen. Wo ich starten werde, weiß ich noch nicht ganz genau – wo es endet, auch nicht. Zwischen 18 und 250 Tagen soll es dauern, bis sich eine Gewohnheit manifestiert hat. Wieviel ich brauche, steht noch nicht fest.

    Meine Motivation liegt täglich neben mir, die andere Motivation rotiert im Nachbarraum im Bett. Ich weiß nicht, ob ich Lebenszeit dadurch gewinne. Ich weiß aber, dass ich es auf jeden Fall versuchen muss.

    #gesundheit #gewohnheiten #hometrainer

  35. Aber nur bis zum Nachbarort!

    Oder: Es ist nie zu spät, alte Gewohnheiten zu ändern.

    Eine Geschichte, ein Ziel. Aber der Reihe nach. Wir beginnen mit einer Geschichte aus meiner Vergangenheit.

    Mein Großonkel – Bauer aus Leidenschaft.

    Mein Großonkel war Bauer. Damals Vollerwerbsbauer. In meiner Kindheit hatte er noch Schweine, später „nur“ noch Rinder. Das waren seine Tiere, um die hat er sich gekümmert. Selbst im Winter hat er die Kühe an die Leine genommen und ist mit ihnen spazieren gegangen. In den Nullerjahren – ich weiß nicht mehr genau, wann – nahmen seine gesundheitlichen Probleme überhand; schlussendlich eine Staublunge zwang ihn dazu, seine Arbeit zu beenden.

    Es folgte eine Phase der Erholung, eine zeitlang war er außerhalb des Haus nur mit einer Sauerstoffflasche anzutreffen. Er hat stark abgenommen und so wie ich gehört habe, ging ihm die Arbeit doch sehr ab – der Sinn hat ihn plötzlich gefehlt. Als wir dann Schafe bekommen haben, hat er dann wieder etwas gehabt, das er täglich besuchen und füttern konnte. Aber seine Arbeit fehlte ihm.

    Seine Tochter hat uns dann einmal eine Anekdote erzählt, die mich bis heute beschäftigt: Um körperlich nicht abzubauen, haben sie ihm einen Hometrainer gekauft. Wenig überraschend hat er allein die Vorstellung, sich auf ein Fahrrad zu setzen, erst einmal komplett von sich gewiesen und in den Raum gestellt, dass diese Anschaffung Geldverschwendung war. Das Thema war also vom Tisch – der Hometrainer blieb aber stehen.

    Eines Tages – nach dem Abendessen – stand der Großonkel wortlos auf und verschwand. Zunächst dachte sich niemand etwas dabei – später haben sich dann doch alle Sorgen gemacht und wollten gerade nach ihm suchen, als er wieder gekommen ist. Auf die Frage, wo er denn jetzt gewesen sei, hat er nur trocken geantwortet: „im Nachbarort.“

    Die Auflösung: Er hat sich auf den Hometrainer gesetzt und hat sich seine Tour visualisiert. Er hat die Kilometer auf dem Hometrainer in seinem Kopf „nachgespielt“ und ist die Straße gefahren, die er zuvor viele Male mit seinen Landmaschinen gefahren ist. SO hat es für ihn funktioniert. Und so wurde es für ihn eine feste Gewohnheit – eine alltägliche Fahrt mit einem neuen Gefährt.

    Der Doktor, der die Geschichte dann natürlich mitgeteilt bekommen hat, hat dann aber gewarnt davor, zu weit zu fahren: Er soll bloß nicht weiter als bis zum übernächsten Ort fahren. An die Warnung hat er sich gehalten.

    Ich weiß nicht, ob er durch dieses Training Zeit gewonnen hat. Ich weiß aber: Er hat sich in seinem Alter (er musste zu dem Zeipunkt schon gut über 70 gewesen sein) noch etwas neues angetan und mit alten Gewohnheiten gebrochen.

    Wenn er das mit 70 kann, kann ich das mit 40 auch.

    So langsam machen sich in meinem Alter auch Abnützungserscheinungen bemerkbar. Mein tägliches Pensum an Bewegung hat sich auf den Arbeitsweg und anfallende Arbeiten im Haus reduziert. Meine Essgewohnheiten haben sich in der Pandemie nicht gebessert und haben sich danach nur langsam normalisiert. Und gerade in den letzten Monaten, als ich wieder begonnen habe, häufiger Blut spenden zu gehen, wurde mir zusätzlich ein Problem vor Augen geführt, das ich so nicht am Schirm hatte: Bluthochdruck.

    Alles in allem einige Signale, um mit alten Gewohnheiten zu brechen, würde ich sagen.

    Vor einigen Wochen habe ich für mich einen Plan skizziert, wie ich meine Gewohnheiten ändern könnte. Dieser Plan beinhaltet amüsanterweise einen Hometrainer. Und da der in der Firma steht, in der ich arbeite, muss ich keine neuen Wege einplanen – nur meine Gewohnheiten leicht ändern.

    Der Plan:

    Der Plan ist relativ simpel: Ich fahre recht früh in die Arbeit. Statt einem direkten Start in den Arbeitstag werde ich die erste Stunde für eine Runde auf dem Hometrainer reservieren und dann in den Arbeitstag sparen.

    Nur bis zum Nachbarort?

    Wie weit komme ich? Wie weit komme ich in einem Monat? Wie weit komme ich in einem Jahr?

    Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Aber diese Gewohnheit sollte auch wieder kommen. Da der Hometrainer natürlich brav mitschreibt, kann ich die zurückgelegten Kilometer auch zu einer fiktiven Route zusammenfassen. Wo ich starten werde, weiß ich noch nicht ganz genau – wo es endet, auch nicht. Zwischen 18 und 250 Tagen soll es dauern, bis sich eine Gewohnheit manifestiert hat. Wieviel ich brauche, steht noch nicht fest.

    Meine Motivation liegt täglich neben mir, die andere Motivation rotiert im Nachbarraum im Bett. Ich weiß nicht, ob ich Lebenszeit dadurch gewinne. Ich weiß aber, dass ich es auf jeden Fall versuchen muss.

    #gesundheit #gewohnheiten #hometrainer

  36. Aber nur bis zum Nachbarort!

    Oder: Es ist nie zu spät, alte Gewohnheiten zu ändern.

    Eine Geschichte, ein Ziel. Aber der Reihe nach. Wir beginnen mit einer Geschichte aus meiner Vergangenheit.

    Mein Großonkel – Bauer aus Leidenschaft.

    Mein Großonkel war Bauer. Damals Vollerwerbsbauer. In meiner Kindheit hatte er noch Schweine, später „nur“ noch Rinder. Das waren seine Tiere, um die hat er sich gekümmert. Selbst im Winter hat er die Kühe an die Leine genommen und ist mit ihnen spazieren gegangen. In den Nullerjahren – ich weiß nicht mehr genau, wann – nahmen seine gesundheitlichen Probleme überhand; schlussendlich eine Staublunge zwang ihn dazu, seine Arbeit zu beenden.

    Es folgte eine Phase der Erholung, eine zeitlang war er außerhalb des Haus nur mit einer Sauerstoffflasche anzutreffen. Er hat stark abgenommen und so wie ich gehört habe, ging ihm die Arbeit doch sehr ab – der Sinn hat ihn plötzlich gefehlt. Als wir dann Schafe bekommen haben, hat er dann wieder etwas gehabt, das er täglich besuchen und füttern konnte. Aber seine Arbeit fehlte ihm.

    Seine Tochter hat uns dann einmal eine Anekdote erzählt, die mich bis heute beschäftigt: Um körperlich nicht abzubauen, haben sie ihm einen Hometrainer gekauft. Wenig überraschend hat er allein die Vorstellung, sich auf ein Fahrrad zu setzen, erst einmal komplett von sich gewiesen und in den Raum gestellt, dass diese Anschaffung Geldverschwendung war. Das Thema war also vom Tisch – der Hometrainer blieb aber stehen.

    Eines Tages – nach dem Abendessen – stand der Großonkel wortlos auf und verschwand. Zunächst dachte sich niemand etwas dabei – später haben sich dann doch alle Sorgen gemacht und wollten gerade nach ihm suchen, als er wieder gekommen ist. Auf die Frage, wo er denn jetzt gewesen sei, hat er nur trocken geantwortet: „im Nachbarort.“

    Die Auflösung: Er hat sich auf den Hometrainer gesetzt und hat sich seine Tour visualisiert. Er hat die Kilometer auf dem Hometrainer in seinem Kopf „nachgespielt“ und ist die Straße gefahren, die er zuvor viele Male mit seinen Landmaschinen gefahren ist. SO hat es für ihn funktioniert. Und so wurde es für ihn eine feste Gewohnheit – eine alltägliche Fahrt mit einem neuen Gefährt.

    Der Doktor, der die Geschichte dann natürlich mitgeteilt bekommen hat, hat dann aber gewarnt davor, zu weit zu fahren: Er soll bloß nicht weiter als bis zum übernächsten Ort fahren. An die Warnung hat er sich gehalten.

    Ich weiß nicht, ob er durch dieses Training Zeit gewonnen hat. Ich weiß aber: Er hat sich in seinem Alter (er musste zu dem Zeipunkt schon gut über 70 gewesen sein) noch etwas neues angetan und mit alten Gewohnheiten gebrochen.

    Wenn er das mit 70 kann, kann ich das mit 40 auch.

    So langsam machen sich in meinem Alter auch Abnützungserscheinungen bemerkbar. Mein tägliches Pensum an Bewegung hat sich auf den Arbeitsweg und anfallende Arbeiten im Haus reduziert. Meine Essgewohnheiten haben sich in der Pandemie nicht gebessert und haben sich danach nur langsam normalisiert. Und gerade in den letzten Monaten, als ich wieder begonnen habe, häufiger Blut spenden zu gehen, wurde mir zusätzlich ein Problem vor Augen geführt, das ich so nicht am Schirm hatte: Bluthochdruck.

    Alles in allem einige Signale, um mit alten Gewohnheiten zu brechen, würde ich sagen.

    Vor einigen Wochen habe ich für mich einen Plan skizziert, wie ich meine Gewohnheiten ändern könnte. Dieser Plan beinhaltet amüsanterweise einen Hometrainer. Und da der in der Firma steht, in der ich arbeite, muss ich keine neuen Wege einplanen – nur meine Gewohnheiten leicht ändern.

    Der Plan:

    Der Plan ist relativ simpel: Ich fahre recht früh in die Arbeit. Statt einem direkten Start in den Arbeitstag werde ich die erste Stunde für eine Runde auf dem Hometrainer reservieren und dann in den Arbeitstag sparen.

    Nur bis zum Nachbarort?

    Wie weit komme ich? Wie weit komme ich in einem Monat? Wie weit komme ich in einem Jahr?

    Lange habe ich hier nichts mehr geschrieben. Aber diese Gewohnheit sollte auch wieder kommen. Da der Hometrainer natürlich brav mitschreibt, kann ich die zurückgelegten Kilometer auch zu einer fiktiven Route zusammenfassen. Wo ich starten werde, weiß ich noch nicht ganz genau – wo es endet, auch nicht. Zwischen 18 und 250 Tagen soll es dauern, bis sich eine Gewohnheit manifestiert hat. Wieviel ich brauche, steht noch nicht fest.

    Meine Motivation liegt täglich neben mir, die andere Motivation rotiert im Nachbarraum im Bett. Ich weiß nicht, ob ich Lebenszeit dadurch gewinne. Ich weiß aber, dass ich es auf jeden Fall versuchen muss.

    #gesundheit #gewohnheiten #hometrainer

  37. Psychologen identifizieren 7 vermeintlich normale Gewohnheiten als Warnsignale für psychische Probleme. Dazu zählen u.a. die Verantwortung für das Glück anderer, vermiedene Probleme, häufige Stimmungsschwankungen und Prokrastination.#Psychologie #Gesundheit #Gewohnheiten #Warnsignale #PsychischeProbleme #psychotHHerapie

    bit.ly/42LNquP

  38. Nehmt euch doch bitte alle mal wichtig 😁

    Jede:r einzelne kann einen Unterschied machen.

    #change #gewohnheiten

  39. Studien zeigen die vielfältigen #Beweggründe von Menschen, die sich #pflanzlich ernähren. Wie steht es um die Bereitschaft von #Fleischesserinnen u. #Fleischessern, ihre #Gewohnheiten zu ändern?
    shorturl.at/GD52d F: Pixabay CC

  40. Es ist ein GeW.I.N.n... zu wissen (und zu kommunizieren) was Du brauchst!

    Die What I Need Übung (W.I.N.-Manual) eignet sich super, um gut für Euch zu sorgen und zugleich neue #Gewohnheiten zu etablieren.

    Als kurze schriftliche Reflexion ist es perfekt für regelmässige persönliche #Retrospektiven, auch im beruflichen Kontext. 📈

    Alles was ihr braucht sind Stift und Papier und 15-20min Zeit. ✍

    Mein neues Video erklärt die Solo-Variante in 5min: youtu.be/mjYXAzzR3qc

    #BusinessJournaling

  41. 💡 Habits sind weit mehr als automatisierte Abläufe, sie prägen unseren Alltag und sollen unsere Produktivität steigern. Doch wie verlässlich sind die populären Konzepte à la „Atomic Habits“?

    In meinem neuesten LinkedIn-Artikel werfe ich einen kritischen Blick auf die populärwissenschaftlichen Vorstellungen über #Habits und diskutiere, warum sie oft nicht ausreichen, um nachhaltige Veränderungen zu erzielen.

    Interessiert? Lies den Artikel und erfahre, was die Wissenschaft wirklich dazu sagt.

    ➡️ linkedin.com/pulse/habits-mehr

    #Produktivität #Selbstmanagement #Verhaltensänderung #Gewohnheiten