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#kurden — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #kurden, aggregated by home.social.

  1. @rosaluxstiftung

    Wie der Dank an die #Kurden aussieht, haben wir ja nach ihrem Kampf gegen die Taliban gesehen. Sie wurden und werden weiter bekämpft.

    #rojava

  2. Im Januar verstärkten Angriffe von Al-Qaida- und IS-nahen Kräften auf Aleppo, die sich gegen die Kurden richteten, tiefe Befürchtungen um das Schicksal Rojavas. Mit Unterstützung der Türkei übernahmen Extremisten Städte und Gefängnisse mit tausenden Dschihadisten und umzingelten Kobane. Gleichzeitig sagte EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen der Übergangsregierung in Damaskus 6,2 Millionen Euro Soforthilfe zu.

    Trotz dieser Gefahr leistete die Bevölkerung Rojavas Widerstand, und weltweit entstanden Demonstrationen und politischer Druck gegen die Unterstützung dschihadistischer Kräfte. Rojava zeigt, wie demokratischer Konföderalismus, Frauenbefreiung, Basisorganisationen und genossenschaftliche Wirtschaftssysteme trotz Konflikten gesellschaftliche Stabilität, Selbstverwaltung und kulturelle Zukunftsperspektiven stärken können.

    Voices of Resistance: Rojava and the Middle East

    Workshop mit Pirtukxane

    Sonntag, 14 Uhr, Raum 1

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Rojava #IS #AlQaida #Aleppo #Kurden #Türkei #Extremismus #Kobana #EU #EuropäischeUnion #Syrien #Selbstverwaltung #Zukunftsperspektive #Anarchismus #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  3. Schon mitten im Krieg?

    Donald Trump hat den Iran angegriffen und mit inkompetenter Kriegsführung seines “Kriegsministers” Hegseth versucht, aus der Luft einen Systemwechsel im Iran herbeizubomben.  Im Iran stützt sich das Mullah-Regime auf etwa 1 Million Männer – 200.000 fanatische Elitekrieger der Revolutionsgarden, die ökonomisch existenziell mit dem Regime verflochten sind, etwa 200.000 weitere Freischärler und 600.000 reguläre Soldaten des Militärs. Das Regime hat sich gesellschaftlich tief eingegraben und ist darauf vorbereitet, jeden getöteten Repräsentanten des Regimes schnell zu ersetzen. Und es führt einen strategisch lang überlegten und geplanten Wirtschaftskrieg gegen nahezu die gesamte Menschheit. Zwei von ihrer eigenen Hybris getriebene Selbstüberschätzer namens Donald Trump und Benjamin Netanjahu wurden von ihrer Egos dazu verleitet, einen Krieg zu beginnen, der in einen Flächenbrand münden könnte.

    Dieser Krieg ist und bleibt völkerrechtswidrig, auch wenn die Morde des Regimes an zehntausenden eigenen Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls eine brutale Verletzung des Völkerrechts sind. Aber um einzugreifen, hätte es eines Beschlusses des UN-Sicherheitsrats bedurft, Auch wenn diesen Beschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit Putin und Xi durch ein Veto verhindert hätten, wäre es nicht wie jetzt ein massiver Schlag gegen jedes internationale Recht gewesen.  Als Ignorant von Recht und Gesetz jedoch behauptet Trump einfach, dass er doch gar keine andere Alternativen hahabt hätte und tritt die Wirkung des Völkerrechts und die UNO wie die Demokratie in die Tonne.

    Einzig erfolgreiche Regimewechsel: 2. Weltkrieg und Bosnien/Herzegowina

    Das fast 50 Jahre lang einzige Beispiel für einen erfolgreichen Systemwechsel durch Krieg war der 2. Weltkrieg, mit dem von einer systemübergreifenden Allianz beendeten Kriegsterror Nazi-Deutschlands und Japans ein Regimewechsel zur Demokratie von außen durchgesetzt wurde. Dieser Krieg kostete 60 Millionen Tote und führte zur Gründung der UNO, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und begründete die heutige  internationale Ordnung  und gewisse gemeinsame Mindeststandards von Zivilisation. Bosnien/Herzegowina ist ein positives Beispiel, wo das Völkerrecht mit großen Anstrengungen durchgesetzt, Kriegsverbrecher vor den internationalen Gerichtshof gestellt wurden und heute Versöhnung und demokratische Verfassung herrschen. Der Irak-Krieg und seine Folgen erwies sich als ebensolches Desaster, wie Afghanistan, Libyen und möglicherweise auch Syrien, wo sich die IS-Nachfolger mit Unterstützung von Erdogans Türkei ein freundliches Gesicht aufgesetzt haben, aber weiterhin die Kurden und Drusen verfolgen.

    Gibt es eine gemeinsame Strategie der USA und Israels?

    Offensichtlich ist es so, dass Israel eine Strategie des Regime Change im Iran betreibt, Donald Trump jedoch dieses Ziel gar nicht teilt. Wie anders ist der Aufruf der US-Regierung an die Revolutionsgarden zu verstehen, dass ihnen, den systematischen Mördern und Folterern, Menschenrechtsverletzern und Frauenunterdrückern von Trump Amnestie, Freiheit von Verfolgung und Verurteilung ihrer systematischen Verbrechen versprochen wird. Das ist ein nachträglicher Schlag ins Gesicht für Roosevelt und die Alliierten durch Trump. Hätten sie so gehandelt, hätte es in Deutschland weder Nürnberger Prozesse, noch eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und in Japan keine Demilitarisierung gegeben. Ganz abgesehen davon, dass eine solche weiter in ihren Strukturen nicht veränderte Macht des Regimes auch für Israel keine Sicherheit auf Dauer bedeuten würde.

    Brüder im Ungeist auf beiden Seiten

    Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Trumps Ansammlung von Machos und Autoritaristen, die einem ganz ähnlichen Denken über Frauenrolle, Gewalt und Folter, Recht und Gerechtigkeit anhängen, wie das iranische Mullah-Regime, solch ein Angebot macht. Hinzu kommt, dass Trump und seine Komplizen im Amt dabei öffentlich angebliches “Christentum” heucheln, ähnlich, wie die iranischen Menschenschinder schamlos den Islam für ihre Zwecke instrumentalisieren. Es liegt nache, dass Trump überhaupt kein Problem darin sähe, wenn – wie in Venezuela – eine seinen Interessen willige Person oder Gruppe den iranischen Machtapparat übernähme und in den Dienst der USA und  der Ölkonzerne stellte.

    Das US-Wahlrecht wird eingeschränkt

    Der MAGA-Clique an den Hebeln der Macht in Washington ist nun im Kriegsverlauf offensichtlich klar geworden, dass steigende Ölpreise, steigende Düngemittelpreise, die vor allem afrikanische Staaten bedrohen werden, steigende Inflation und damit Zinsen eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft sind, und die Machtphantasien Trumps und seiner Handlanger bei den Midterm-Wahlen der USA im November ihre Träume zum Platzen bringen lassen könnten. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen,  nach Meinung mancher pessimistischer Analysten sogar so gut wie sicher, dass diese “Midterms” keine freien Wahlen mehr sein werden. Laut  “Spiegel” liegt bereits ein Paket von Gesetzesänderungen bzw. Dekreten auf dem Schreibtisch Donald Trumps, mit dem die Briefwahl praktisch abgeschafft, die Zahl der Wahllokale drastisch reduziert und die Stimmabgabe an Reisepässe – ein Dokument, das in den USA nur ein geringer Teil der Bevölkerung überhaupt besitzt – gebunden und in trump-freundlichen Staaten weitere Wahlkreise zugunsten der Republikaner zugeschnitten werden sollen.

    Israel verfolgt den ultimativen Systemwechsel

    Benjamin Netanjahu dagegen hat offensichtlich von langer Hand vorbereitet mit dem Krieg einen Plan verfolgt, im Iran einen Systemwechsel durchzusetzen und gleichzeitig die blutigen Hilfstruppen des Iran, Hamas, Hisbollah und die Huthis sowie möglicherweise noch die schiitischen Milizen im Irak, die bisher nicht angegriffen wurden, zu zerschlagen, um die seit 47 Jahren verfolgte Strategie des schiitischen Terrorismus zur Vernichtung Israels zu beenden. Er zumindest verfolgt bei seiner mörderischen Strategie das Ziel, die Würdenträger und Köpfe des Regimes zu vernichten. Und damit glaubt er, auch die in diesen Köpfen existierenden Ideologien ausrotten zu können. Dass er stattdessen den Hass, den die Ideologen der iranischen Schiiten verbreiten und den die sunnitischen Nachbarn in geringerem Umfang teilen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt schürt und vertieft, scheint ihm dabei nicht in den Sinn zu kommen. Dabei waren der Mossad und die israelische Außenpolitik früher einmal wesentlich klüger. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit der israelischen Botschaft Ende der 80er Jahre in der Universität Bonn, als der Gesandte auf die Frage, warum der Mossad z.B. den Chef der Al Fatah Jassir Arafat oder Dr. Habasch, Kopf der palästinensischen Befreiungsfront, nicht umbringe, dass man das grundsätzlich nicht tue, weil man dadurch ja das Denken der Organisation nicht ändere und nur noch mehr Haß ernte. Netanjahus Strategie, wenn er überhaupt eine hat, ist also so sinn- wie aussichtslos. Dass Militär und Geheimdienst dies allerdings so mittragen, lässt auch tief blicken, was die innere Verfasstheit des heutigen Israel anbelangt.

    Straße von Hormus beschützen?

    Nun hat sich Trump vergangene Woche an die westlichen und arabischen Verbündeten gewandt, gemeinsam mit militärischen Mitteln die Straße von Hormus zu sichern bzw. sich an der an der militärischen Sicherung zu beteiligen. Der Bundeskanzler hat diesem Ansinnen eine klare Absage erteilt, ebenso wie die Außenbeauftragte der EU. Wie lange aber wird dies angesichts der Rolle, die die USA im Ukrainekrieg als Waffenproduzent und -Lieferant spielt, strategisch durchzuhalten sein?  Trump wird, das ist absehbar, die Ukraine als Geisel benutzen, um Europa zu Zugeständnissen zu erpressen. Sein Schritt, Russland von den Ölsanktionen auszunehmen, ist bereits ein erster Schritt hierzu, den sein Bruder im Geiste, Wladimir Putin gebührend gefeiert hat. Geht in einigen Wochen die Weltwirtschaft aufgrund der Folgen eines eskalierenden Konflikts erst auf dem Zahnfleisch, wird die Erpressbarkeit Europas immer größer, es sei denn, es gelänge, durch völlig neue Rüstungsansstrengungen für preiswerte Anti-Drohnenwaffen den Ausfall der US-Patriot- und anderer -Abwehrsysteme zu kompensieren. Auf Kosten der Ausgaben für Sozialsysteme und einer steigenden Inflation, versteht sich.

    Innepolitische Eskalationsgefahren in Europa

    Es ist bei der derzeitigen Eskalationsgeschwindigkeit des Krieges micht auszuschließen, dass Europa schon mitten in diesem Krieg steckt. Wir haben es – außer an der Tanksäule und im Heizungskeller – nur noch nicht gemerkt. Die Aktivitäten des antidemokratischen Trump-Clans und seiner Unterstützer unter den Tech-Oligarchen werden anhalten. Musk, Bezos und Zuckerberg stellen ihre asozialen Plattformen schon heute für massenhafte Verbreitung der Lügen von Antidemokraten wie der AfD, des Front National zur Verfügung. Rubio, Vance und Hegseth unterstützen offen Viktor Orban und Vicos Blockade des 90 Milliarden-Kredits für die Ukraine. Und Putins Trolle im Internet betätigen sich als Befeuerer von Legenden und systematischer Desorientierung politischer Debatten. Zudem zeigt sich erschreckend und alarmierend, wie weit bereits die organisierte Zusammenarbeit von EVP als größter demokratischer Fraktion im EU-Parlament mit den organisierten Rechtsextremisten, zu denen auch die AfD gehört, gediehen ist. Die von CSU-Mann Müller eingeräumte Chatgruppe ist nur die Spitze des Eisberges. Gleichzeitig betreibt die EVP mit dem “Omnibus-Gesetz” die Aushöhlung der Bürgerrechte, insbesondere des Datenschutzes zugunsten der US-Tech-Konzerne. Und tut genau das Gegenteil dessen, was Kanzler und CDU/CSU in Deutschland verbal fordern, nämlich Resilienz gegen die US-Tech-Oligarchen.

    Trumps 48 Stunden-Ultimatum eskaliert unnötig

    Donald Trump hat gestern Nacht die nächste Eskalation im Irankrieg gezündet, indem er drohte, die Förderanlagen des Iran zu bombardieren, wenn diese nicht innerhalb von zwei Tagen die Straße von Hormus freigeben. Ob er sich und anderen damit einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich. Politische Erfahrung sagt zum einen, dass Ultimaten dazu da sind, sie verstreichen zu lassen, weil sie den Drohenden selbst in Zugzwang bringen. Zum anderen haben doch die iranischen Islamisten bereits angekündigt, in diesem Fall die Ölfelder der arabischen Nachbarn angreifen zu wollen. Trumps inkompetenter Clan ist unfähig zu erkennen, dass der Iran nur einen Vorwand sucht, diesen Schritt der Eskalation zu gehen und den USA in der islamischen Welt den Schwarzen Peter der Schuld an der Eskalation zuzuschieben. Das Heft des Handelns liegt dadurch wieder in der Hand des Terrorregimes in Teheran. Entweder man entscheidet sich, wie schon früher, für eine kleine Variante des “weiter so” und gibt scheinbar klein bei, lässt ein paar Schiffe durch und erreicht dadurch Verhandlungen, die sich hinziehen können und gewinnt dadurch Zeit. Ober man lässt es auf iranischer Seite auf eine ohnehin gewollte Eskalation ankommen. Das Regime im Iran hat nichts zu verlieren und kann diesen Krieg mit seiner Million Menschen unter Waffen noch lange weiterführen.

    Trumps und Netanjahus völlige Fehleinschätzung der Lage

    Der Iran hat genug Militär, die Kurden zu überfallen, den Irak mit Hilfe der schiitischen Milizen und Teilen der Regierung zu destabilisieren, die Kurden und andere Minderheiten zu schikanieren, ja sogar den USA Bedingungen für Verhandlungen zu stellen, weil sich die USA und ihre Verbündeten, was völlig offensichtlich ist, nicht mit Bodentruppen in einen langen Krieg mit dem Mullah-Regime mit offenem Ausgang begeben wollen. Israel wiederum hat das Interesse, den Krieg zu eskalieren, um seine Angriffe auf die Hisbollah, Hamas, Huthi und auf Syrien so lange wie möglich fortzusetzen – jedenfalls solange sie sich dabei auf die Solidarität der USA stützen können. Die wiederum könnte schnell brüchig werden, wenn Trump seine Chancen bei den Wahlen schwinden sieht.

    Für Europa außenpolitisch brandgefährlich

    Zwar hat Merz ebenso wie Starmer und Macron dem Hilferuf Trumps vorerst eine Absage erteilt. Aber dieser spielt schon die beleidigte Leberwurst und wird – in völliger Verkennung von Artikel 5 NATO-Vertrag – in absehbarer näherer Zukunft die Verbündeten mit dem Ukraine-Konflikt erpressen. Die destabilisierende Wirkung, die dieser Krieg auch auf die Länder Afrikas, Südamerikas und in Fernost ökonomisch haben wird, und heute bereits hat, ist nicht absehbar. Die beruhigenden Worte von Merz, das dies “nicht unser Krieg sei” könnten sich schnell als zu kurz gesprungen erweisen. Was, wenn die Lage im Nahen Osten eskaliert und die USA sich doch zu einer Intervention mit Bodentruppenm entschließen und China dadurch die Gelegenheit gekommen sieht, ihre Ambitionen gegenüber Taiwan in scheinbarer Gunst der Stunde umzusetzen?  Die Unfähigkeit der Trumpisten, die politischen Handlungen und insbesondere den Krieg von Ende her zu denken, könnte bestenfalls ihm das Genick brechen, schlimmstenfalls einen dritten Weltkrieg entfachen. Seit der Kuba-Blockade 1962 schlittert der hochgerüstete Planet wegen der Hybris autokratisch handelnder Politiker in seine bislang gefährlichste Krise.

  4. Schon mitten im Krieg?

    Donald Trump hat den Iran angegriffen und mit inkompetenter Kriegsführung seines “Kriegsministers” Hegseth versucht, aus der Luft einen Systemwechsel im Iran herbeizubomben.  Im Iran stützt sich das Mullah-Regime auf etwa 1 Million Männer – 200.000 fanatische Elitekrieger der Revolutionsgarden, die ökonomisch existenziell mit dem Regime verflochten sind, etwa 200.000 weitere Freischärler und 600.000 reguläre Soldaten des Militärs. Das Regime hat sich gesellschaftlich tief eingegraben und ist darauf vorbereitet, jeden getöteten Repräsentanten des Regimes schnell zu ersetzen. Und es führt einen strategisch lang überlegten und geplanten Wirtschaftskrieg gegen nahezu die gesamte Menschheit. Zwei von ihrer eigenen Hybris getriebene Selbstüberschätzer namens Donald Trump und Benjamin Netanjahu wurden von ihrer Egos dazu verleitet, einen Krieg zu beginnen, der in einen Flächenbrand münden könnte.

    Dieser Krieg ist und bleibt völkerrechtswidrig, auch wenn die Morde des Regimes an zehntausenden eigenen Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls eine brutale Verletzung des Völkerrechts sind. Aber um einzugreifen, hätte es eines Beschlusses des UN-Sicherheitsrats bedurft, Auch wenn diesen Beschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit Putin und Xi durch ein Veto verhindert hätten, wäre es nicht wie jetzt ein massiver Schlag gegen jedes internationale Recht gewesen.  Als Ignorant von Recht und Gesetz jedoch behauptet Trump einfach, dass er doch gar keine andere Alternativen hahabt hätte und tritt die Wirkung des Völkerrechts und die UNO wie die Demokratie in die Tonne.

    Einzig erfolgreiche Regimewechsel: 2. Weltkrieg und Bosnien/Herzegowina

    Das fast 50 Jahre lang einzige Beispiel für einen erfolgreichen Systemwechsel durch Krieg war der 2. Weltkrieg, mit dem von einer systemübergreifenden Allianz beendeten Kriegsterror Nazi-Deutschlands und Japans ein Regimewechsel zur Demokratie von außen durchgesetzt wurde. Dieser Krieg kostete 60 Millionen Tote und führte zur Gründung der UNO, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und begründete die heutige  internationale Ordnung  und gewisse gemeinsame Mindeststandards von Zivilisation. Bosnien/Herzegowina ist ein positives Beispiel, wo das Völkerrecht mit großen Anstrengungen durchgesetzt, Kriegsverbrecher vor den internationalen Gerichtshof gestellt wurden und heute Versöhnung und demokratische Verfassung herrschen. Der Irak-Krieg und seine Folgen erwies sich als ebensolches Desaster, wie Afghanistan, Libyen und möglicherweise auch Syrien, wo sich die IS-Nachfolger mit Unterstützung von Erdogans Türkei ein freundliches Gesicht aufgesetzt haben, aber weiterhin die Kurden und Drusen verfolgen.

    Gibt es eine gemeinsame Strategie der USA und Israels?

    Offensichtlich ist es so, dass Israel eine Strategie des Regime Change im Iran betreibt, Donald Trump jedoch dieses Ziel gar nicht teilt. Wie anders ist der Aufruf der US-Regierung an die Revolutionsgarden zu verstehen, dass ihnen, den systematischen Mördern und Folterern, Menschenrechtsverletzern und Frauenunterdrückern von Trump Amnestie, Freiheit von Verfolgung und Verurteilung ihrer systematischen Verbrechen versprochen wird. Das ist ein nachträglicher Schlag ins Gesicht für Roosevelt und die Alliierten durch Trump. Hätten sie so gehandelt, hätte es in Deutschland weder Nürnberger Prozesse, noch eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und in Japan keine Demilitarisierung gegeben. Ganz abgesehen davon, dass eine solche weiter in ihren Strukturen nicht veränderte Macht des Regimes auch für Israel keine Sicherheit auf Dauer bedeuten würde.

    Brüder im Ungeist auf beiden Seiten

    Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Trumps Ansammlung von Machos und Autoritaristen, die einem ganz ähnlichen Denken über Frauenrolle, Gewalt und Folter, Recht und Gerechtigkeit anhängen, wie das iranische Mullah-Regime, solch ein Angebot macht. Hinzu kommt, dass Trump und seine Komplizen im Amt dabei öffentlich angebliches “Christentum” heucheln, ähnlich, wie die iranischen Menschenschinder schamlos den Islam für ihre Zwecke instrumentalisieren. Es liegt nache, dass Trump überhaupt kein Problem darin sähe, wenn – wie in Venezuela – eine seinen Interessen willige Person oder Gruppe den iranischen Machtapparat übernähme und in den Dienst der USA und  der Ölkonzerne stellte.

    Das US-Wahlrecht wird eingeschränkt

    Der MAGA-Clique an den Hebeln der Macht in Washington ist nun im Kriegsverlauf offensichtlich klar geworden, dass steigende Ölpreise, steigende Düngemittelpreise, die vor allem afrikanische Staaten bedrohen werden, steigende Inflation und damit Zinsen eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft sind, und die Machtphantasien Trumps und seiner Handlanger bei den Midterm-Wahlen der USA im November ihre Träume zum Platzen bringen lassen könnten. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen,  nach Meinung mancher pessimistischer Analysten sogar so gut wie sicher, dass diese “Midterms” keine freien Wahlen mehr sein werden. Laut  “Spiegel” liegt bereits ein Paket von Gesetzesänderungen bzw. Dekreten auf dem Schreibtisch Donald Trumps, mit dem die Briefwahl praktisch abgeschafft, die Zahl der Wahllokale drastisch reduziert und die Stimmabgabe an Reisepässe – ein Dokument, das in den USA nur ein geringer Teil der Bevölkerung überhaupt besitzt – gebunden und in trump-freundlichen Staaten weitere Wahlkreise zugunsten der Republikaner zugeschnitten werden sollen.

    Israel verfolgt den ultimativen Systemwechsel

    Benjamin Netanjahu dagegen hat offensichtlich von langer Hand vorbereitet mit dem Krieg einen Plan verfolgt, im Iran einen Systemwechsel durchzusetzen und gleichzeitig die blutigen Hilfstruppen des Iran, Hamas, Hisbollah und die Huthis sowie möglicherweise noch die schiitischen Milizen im Irak, die bisher nicht angegriffen wurden, zu zerschlagen, um die seit 47 Jahren verfolgte Strategie des schiitischen Terrorismus zur Vernichtung Israels zu beenden. Er zumindest verfolgt bei seiner mörderischen Strategie das Ziel, die Würdenträger und Köpfe des Regimes zu vernichten. Und damit glaubt er, auch die in diesen Köpfen existierenden Ideologien ausrotten zu können. Dass er stattdessen den Hass, den die Ideologen der iranischen Schiiten verbreiten und den die sunnitischen Nachbarn in geringerem Umfang teilen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt schürt und vertieft, scheint ihm dabei nicht in den Sinn zu kommen. Dabei waren der Mossad und die israelische Außenpolitik früher einmal wesentlich klüger. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit der israelischen Botschaft Ende der 80er Jahre in der Universität Bonn, als der Gesandte auf die Frage, warum der Mossad z.B. den Chef der Al Fatah Jassir Arafat oder Dr. Habasch, Kopf der palästinensischen Befreiungsfront, nicht umbringe, dass man das grundsätzlich nicht tue, weil man dadurch ja das Denken der Organisation nicht ändere und nur noch mehr Haß ernte. Netanjahus Strategie, wenn er überhaupt eine hat, ist also so sinn- wie aussichtslos. Dass Militär und Geheimdienst dies allerdings so mittragen, lässt auch tief blicken, was die innere Verfasstheit des heutigen Israel anbelangt.

    Straße von Hormus beschützen?

    Nun hat sich Trump vergangene Woche an die westlichen und arabischen Verbündeten gewandt, gemeinsam mit militärischen Mitteln die Straße von Hormus zu sichern bzw. sich an der an der militärischen Sicherung zu beteiligen. Der Bundeskanzler hat diesem Ansinnen eine klare Absage erteilt, ebenso wie die Außenbeauftragte der EU. Wie lange aber wird dies angesichts der Rolle, die die USA im Ukrainekrieg als Waffenproduzent und -Lieferant spielt, strategisch durchzuhalten sein?  Trump wird, das ist absehbar, die Ukraine als Geisel benutzen, um Europa zu Zugeständnissen zu erpressen. Sein Schritt, Russland von den Ölsanktionen auszunehmen, ist bereits ein erster Schritt hierzu, den sein Bruder im Geiste, Wladimir Putin gebührend gefeiert hat. Geht in einigen Wochen die Weltwirtschaft aufgrund der Folgen eines eskalierenden Konflikts erst auf dem Zahnfleisch, wird die Erpressbarkeit Europas immer größer, es sei denn, es gelänge, durch völlig neue Rüstungsansstrengungen für preiswerte Anti-Drohnenwaffen den Ausfall der US-Patriot- und anderer -Abwehrsysteme zu kompensieren. Auf Kosten der Ausgaben für Sozialsysteme und einer steigenden Inflation, versteht sich.

    Innepolitische Eskalationsgefahren in Europa

    Es ist bei der derzeitigen Eskalationsgeschwindigkeit des Krieges micht auszuschließen, dass Europa schon mitten in diesem Krieg steckt. Wir haben es – außer an der Tanksäule und im Heizungskeller – nur noch nicht gemerkt. Die Aktivitäten des antidemokratischen Trump-Clans und seiner Unterstützer unter den Tech-Oligarchen werden anhalten. Musk, Bezos und Zuckerberg stellen ihre asozialen Plattformen schon heute für massenhafte Verbreitung der Lügen von Antidemokraten wie der AfD, des Front National zur Verfügung. Rubio, Vance und Hegseth unterstützen offen Viktor Orban und Vicos Blockade des 90 Milliarden-Kredits für die Ukraine. Und Putins Trolle im Internet betätigen sich als Befeuerer von Legenden und systematischer Desorientierung politischer Debatten. Zudem zeigt sich erschreckend und alarmierend, wie weit bereits die organisierte Zusammenarbeit von EVP als größter demokratischer Fraktion im EU-Parlament mit den organisierten Rechtsextremisten, zu denen auch die AfD gehört, gediehen ist. Die von CSU-Mann Müller eingeräumte Chatgruppe ist nur die Spitze des Eisberges. Gleichzeitig betreibt die EVP mit dem “Omnibus-Gesetz” die Aushöhlung der Bürgerrechte, insbesondere des Datenschutzes zugunsten der US-Tech-Konzerne. Und tut genau das Gegenteil dessen, was Kanzler und CDU/CSU in Deutschland verbal fordern, nämlich Resilienz gegen die US-Tech-Oligarchen.

    Trumps 48 Stunden-Ultimatum eskaliert unnötig

    Donald Trump hat gestern Nacht die nächste Eskalation im Irankrieg gezündet, indem er drohte, die Förderanlagen des Iran zu bombardieren, wenn diese nicht innerhalb von zwei Tagen die Straße von Hormus freigeben. Ob er sich und anderen damit einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich. Politische Erfahrung sagt zum einen, dass Ultimaten dazu da sind, sie verstreichen zu lassen, weil sie den Drohenden selbst in Zugzwang bringen. Zum anderen haben doch die iranischen Islamisten bereits angekündigt, in diesem Fall die Ölfelder der arabischen Nachbarn angreifen zu wollen. Trumps inkompetenter Clan ist unfähig zu erkennen, dass der Iran nur einen Vorwand sucht, diesen Schritt der Eskalation zu gehen und den USA in der islamischen Welt den Schwarzen Peter der Schuld an der Eskalation zuzuschieben. Das Heft des Handelns liegt dadurch wieder in der Hand des Terrorregimes in Teheran. Entweder man entscheidet sich, wie schon früher, für eine kleine Variante des “weiter so” und gibt scheinbar klein bei, lässt ein paar Schiffe durch und erreicht dadurch Verhandlungen, die sich hinziehen können und gewinnt dadurch Zeit. Ober man lässt es auf iranischer Seite auf eine ohnehin gewollte Eskalation ankommen. Das Regime im Iran hat nichts zu verlieren und kann diesen Krieg mit seiner Million Menschen unter Waffen noch lange weiterführen.

    Trumps und Netanjahus völlige Fehleinschätzung der Lage

    Der Iran hat genug Militär, die Kurden zu überfallen, den Irak mit Hilfe der schiitischen Milizen und Teilen der Regierung zu destabilisieren, die Kurden und andere Minderheiten zu schikanieren, ja sogar den USA Bedingungen für Verhandlungen zu stellen, weil sich die USA und ihre Verbündeten, was völlig offensichtlich ist, nicht mit Bodentruppen in einen langen Krieg mit dem Mullah-Regime mit offenem Ausgang begeben wollen. Israel wiederum hat das Interesse, den Krieg zu eskalieren, um seine Angriffe auf die Hisbollah, Hamas, Huthi und auf Syrien so lange wie möglich fortzusetzen – jedenfalls solange sie sich dabei auf die Solidarität der USA stützen können. Die wiederum könnte schnell brüchig werden, wenn Trump seine Chancen bei den Wahlen schwinden sieht.

    Für Europa außenpolitisch brandgefährlich

    Zwar hat Merz ebenso wie Starmer und Macron dem Hilferuf Trumps vorerst eine Absage erteilt. Aber dieser spielt schon die beleidigte Leberwurst und wird – in völliger Verkennung von Artikel 5 NATO-Vertrag – in absehbarer näherer Zukunft die Verbündeten mit dem Ukraine-Konflikt erpressen. Die destabilisierende Wirkung, die dieser Krieg auch auf die Länder Afrikas, Südamerikas und in Fernost ökonomisch haben wird, und heute bereits hat, ist nicht absehbar. Die beruhigenden Worte von Merz, das dies “nicht unser Krieg sei” könnten sich schnell als zu kurz gesprungen erweisen. Was, wenn die Lage im Nahen Osten eskaliert und die USA sich doch zu einer Intervention mit Bodentruppenm entschließen und China dadurch die Gelegenheit gekommen sieht, ihre Ambitionen gegenüber Taiwan in scheinbarer Gunst der Stunde umzusetzen?  Die Unfähigkeit der Trumpisten, die politischen Handlungen und insbesondere den Krieg von Ende her zu denken, könnte bestenfalls ihm das Genick brechen, schlimmstenfalls einen dritten Weltkrieg entfachen. Seit der Kuba-Blockade 1962 schlittert der hochgerüstete Planet wegen der Hybris autokratisch handelnder Politiker in seine bislang gefährlichste Krise.

  5. Schon mitten im Krieg?

    Donald Trump hat den Iran angegriffen und mit inkompetenter Kriegsführung seines “Kriegsministers” Hegseth versucht, aus der Luft einen Systemwechsel im Iran herbeizubomben.  Im Iran stützt sich das Mullah-Regime auf etwa 1 Million Männer – 200.000 fanatische Elitekrieger der Revolutionsgarden, die ökonomisch existenziell mit dem Regime verflochten sind, etwa 200.000 weitere Freischärler und 600.000 reguläre Soldaten des Militärs. Das Regime hat sich gesellschaftlich tief eingegraben und ist darauf vorbereitet, jeden getöteten Repräsentanten des Regimes schnell zu ersetzen. Und es führt einen strategisch lang überlegten und geplanten Wirtschaftskrieg gegen nahezu die gesamte Menschheit. Zwei von ihrer eigenen Hybris getriebene Selbstüberschätzer namens Donald Trump und Benjamin Netanjahu wurden von ihrer Egos dazu verleitet, einen Krieg zu beginnen, der in einen Flächenbrand münden könnte.

    Dieser Krieg ist und bleibt völkerrechtswidrig, auch wenn die Morde des Regimes an zehntausenden eigenen Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls eine brutale Verletzung des Völkerrechts sind. Aber um einzugreifen, hätte es eines Beschlusses des UN-Sicherheitsrats bedurft, Auch wenn diesen Beschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit Putin und Xi durch ein Veto verhindert hätten, wäre es nicht wie jetzt ein massiver Schlag gegen jedes internationale Recht gewesen.  Als Ignorant von Recht und Gesetz jedoch behauptet Trump einfach, dass er doch gar keine andere Alternativen hahabt hätte und tritt die Wirkung des Völkerrechts und die UNO wie die Demokratie in die Tonne.

    Einzig erfolgreiche Regimewechsel: 2. Weltkrieg und Bosnien/Herzegowina

    Das fast 50 Jahre lang einzige Beispiel für einen erfolgreichen Systemwechsel durch Krieg war der 2. Weltkrieg, mit dem von einer systemübergreifenden Allianz beendeten Kriegsterror Nazi-Deutschlands und Japans ein Regimewechsel zur Demokratie von außen durchgesetzt wurde. Dieser Krieg kostete 60 Millionen Tote und führte zur Gründung der UNO, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und begründete die heutige  internationale Ordnung  und gewisse gemeinsame Mindeststandards von Zivilisation. Bosnien/Herzegowina ist ein positives Beispiel, wo das Völkerrecht mit großen Anstrengungen durchgesetzt, Kriegsverbrecher vor den internationalen Gerichtshof gestellt wurden und heute Versöhnung und demokratische Verfassung herrschen. Der Irak-Krieg und seine Folgen erwies sich als ebensolches Desaster, wie Afghanistan, Libyen und möglicherweise auch Syrien, wo sich die IS-Nachfolger mit Unterstützung von Erdogans Türkei ein freundliches Gesicht aufgesetzt haben, aber weiterhin die Kurden und Drusen verfolgen.

    Gibt es eine gemeinsame Strategie der USA und Israels?

    Offensichtlich ist es so, dass Israel eine Strategie des Regime Change im Iran betreibt, Donald Trump jedoch dieses Ziel gar nicht teilt. Wie anders ist der Aufruf der US-Regierung an die Revolutionsgarden zu verstehen, dass ihnen, den systematischen Mördern und Folterern, Menschenrechtsverletzern und Frauenunterdrückern von Trump Amnestie, Freiheit von Verfolgung und Verurteilung ihrer systematischen Verbrechen versprochen wird. Das ist ein nachträglicher Schlag ins Gesicht für Roosevelt und die Alliierten durch Trump. Hätten sie so gehandelt, hätte es in Deutschland weder Nürnberger Prozesse, noch eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und in Japan keine Demilitarisierung gegeben. Ganz abgesehen davon, dass eine solche weiter in ihren Strukturen nicht veränderte Macht des Regimes auch für Israel keine Sicherheit auf Dauer bedeuten würde.

    Brüder im Ungeist auf beiden Seiten

    Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Trumps Ansammlung von Machos und Autoritaristen, die einem ganz ähnlichen Denken über Frauenrolle, Gewalt und Folter, Recht und Gerechtigkeit anhängen, wie das iranische Mullah-Regime, solch ein Angebot macht. Hinzu kommt, dass Trump und seine Komplizen im Amt dabei öffentlich angebliches “Christentum” heucheln, ähnlich, wie die iranischen Menschenschinder schamlos den Islam für ihre Zwecke instrumentalisieren. Es liegt nache, dass Trump überhaupt kein Problem darin sähe, wenn – wie in Venezuela – eine seinen Interessen willige Person oder Gruppe den iranischen Machtapparat übernähme und in den Dienst der USA und  der Ölkonzerne stellte.

    Das US-Wahlrecht wird eingeschränkt

    Der MAGA-Clique an den Hebeln der Macht in Washington ist nun im Kriegsverlauf offensichtlich klar geworden, dass steigende Ölpreise, steigende Düngemittelpreise, die vor allem afrikanische Staaten bedrohen werden, steigende Inflation und damit Zinsen eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft sind, und die Machtphantasien Trumps und seiner Handlanger bei den Midterm-Wahlen der USA im November ihre Träume zum Platzen bringen lassen könnten. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen,  nach Meinung mancher pessimistischer Analysten sogar so gut wie sicher, dass diese “Midterms” keine freien Wahlen mehr sein werden. Laut  “Spiegel” liegt bereits ein Paket von Gesetzesänderungen bzw. Dekreten auf dem Schreibtisch Donald Trumps, mit dem die Briefwahl praktisch abgeschafft, die Zahl der Wahllokale drastisch reduziert und die Stimmabgabe an Reisepässe – ein Dokument, das in den USA nur ein geringer Teil der Bevölkerung überhaupt besitzt – gebunden und in trump-freundlichen Staaten weitere Wahlkreise zugunsten der Republikaner zugeschnitten werden sollen.

    Israel verfolgt den ultimativen Systemwechsel

    Benjamin Netanjahu dagegen hat offensichtlich von langer Hand vorbereitet mit dem Krieg einen Plan verfolgt, im Iran einen Systemwechsel durchzusetzen und gleichzeitig die blutigen Hilfstruppen des Iran, Hamas, Hisbollah und die Huthis sowie möglicherweise noch die schiitischen Milizen im Irak, die bisher nicht angegriffen wurden, zu zerschlagen, um die seit 47 Jahren verfolgte Strategie des schiitischen Terrorismus zur Vernichtung Israels zu beenden. Er zumindest verfolgt bei seiner mörderischen Strategie das Ziel, die Würdenträger und Köpfe des Regimes zu vernichten. Und damit glaubt er, auch die in diesen Köpfen existierenden Ideologien ausrotten zu können. Dass er stattdessen den Hass, den die Ideologen der iranischen Schiiten verbreiten und den die sunnitischen Nachbarn in geringerem Umfang teilen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt schürt und vertieft, scheint ihm dabei nicht in den Sinn zu kommen. Dabei waren der Mossad und die israelische Außenpolitik früher einmal wesentlich klüger. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit der israelischen Botschaft Ende der 80er Jahre in der Universität Bonn, als der Gesandte auf die Frage, warum der Mossad z.B. den Chef der Al Fatah Jassir Arafat oder Dr. Habasch, Kopf der palästinensischen Befreiungsfront, nicht umbringe, dass man das grundsätzlich nicht tue, weil man dadurch ja das Denken der Organisation nicht ändere und nur noch mehr Haß ernte. Netanjahus Strategie, wenn er überhaupt eine hat, ist also so sinn- wie aussichtslos. Dass Militär und Geheimdienst dies allerdings so mittragen, lässt auch tief blicken, was die innere Verfasstheit des heutigen Israel anbelangt.

    Straße von Hormus beschützen?

    Nun hat sich Trump vergangene Woche an die westlichen und arabischen Verbündeten gewandt, gemeinsam mit militärischen Mitteln die Straße von Hormus zu sichern bzw. sich an der an der militärischen Sicherung zu beteiligen. Der Bundeskanzler hat diesem Ansinnen eine klare Absage erteilt, ebenso wie die Außenbeauftragte der EU. Wie lange aber wird dies angesichts der Rolle, die die USA im Ukrainekrieg als Waffenproduzent und -Lieferant spielt, strategisch durchzuhalten sein?  Trump wird, das ist absehbar, die Ukraine als Geisel benutzen, um Europa zu Zugeständnissen zu erpressen. Sein Schritt, Russland von den Ölsanktionen auszunehmen, ist bereits ein erster Schritt hierzu, den sein Bruder im Geiste, Wladimir Putin gebührend gefeiert hat. Geht in einigen Wochen die Weltwirtschaft aufgrund der Folgen eines eskalierenden Konflikts erst auf dem Zahnfleisch, wird die Erpressbarkeit Europas immer größer, es sei denn, es gelänge, durch völlig neue Rüstungsansstrengungen für preiswerte Anti-Drohnenwaffen den Ausfall der US-Patriot- und anderer -Abwehrsysteme zu kompensieren. Auf Kosten der Ausgaben für Sozialsysteme und einer steigenden Inflation, versteht sich.

    Innepolitische Eskalationsgefahren in Europa

    Es ist bei der derzeitigen Eskalationsgeschwindigkeit des Krieges micht auszuschließen, dass Europa schon mitten in diesem Krieg steckt. Wir haben es – außer an der Tanksäule und im Heizungskeller – nur noch nicht gemerkt. Die Aktivitäten des antidemokratischen Trump-Clans und seiner Unterstützer unter den Tech-Oligarchen werden anhalten. Musk, Bezos und Zuckerberg stellen ihre asozialen Plattformen schon heute für massenhafte Verbreitung der Lügen von Antidemokraten wie der AfD, des Front National zur Verfügung. Rubio, Vance und Hegseth unterstützen offen Viktor Orban und Vicos Blockade des 90 Milliarden-Kredits für die Ukraine. Und Putins Trolle im Internet betätigen sich als Befeuerer von Legenden und systematischer Desorientierung politischer Debatten. Zudem zeigt sich erschreckend und alarmierend, wie weit bereits die organisierte Zusammenarbeit von EVP als größter demokratischer Fraktion im EU-Parlament mit den organisierten Rechtsextremisten, zu denen auch die AfD gehört, gediehen ist. Die von CSU-Mann Müller eingeräumte Chatgruppe ist nur die Spitze des Eisberges. Gleichzeitig betreibt die EVP mit dem “Omnibus-Gesetz” die Aushöhlung der Bürgerrechte, insbesondere des Datenschutzes zugunsten der US-Tech-Konzerne. Und tut genau das Gegenteil dessen, was Kanzler und CDU/CSU in Deutschland verbal fordern, nämlich Resilienz gegen die US-Tech-Oligarchen.

    Trumps 48 Stunden-Ultimatum eskaliert unnötig

    Donald Trump hat gestern Nacht die nächste Eskalation im Irankrieg gezündet, indem er drohte, die Förderanlagen des Iran zu bombardieren, wenn diese nicht innerhalb von zwei Tagen die Straße von Hormus freigeben. Ob er sich und anderen damit einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich. Politische Erfahrung sagt zum einen, dass Ultimaten dazu da sind, sie verstreichen zu lassen, weil sie den Drohenden selbst in Zugzwang bringen. Zum anderen haben doch die iranischen Islamisten bereits angekündigt, in diesem Fall die Ölfelder der arabischen Nachbarn angreifen zu wollen. Trumps inkompetenter Clan ist unfähig zu erkennen, dass der Iran nur einen Vorwand sucht, diesen Schritt der Eskalation zu gehen und den USA in der islamischen Welt den Schwarzen Peter der Schuld an der Eskalation zuzuschieben. Das Heft des Handelns liegt dadurch wieder in der Hand des Terrorregimes in Teheran. Entweder man entscheidet sich, wie schon früher, für eine kleine Variante des “weiter so” und gibt scheinbar klein bei, lässt ein paar Schiffe durch und erreicht dadurch Verhandlungen, die sich hinziehen können und gewinnt dadurch Zeit. Ober man lässt es auf iranischer Seite auf eine ohnehin gewollte Eskalation ankommen. Das Regime im Iran hat nichts zu verlieren und kann diesen Krieg mit seiner Million Menschen unter Waffen noch lange weiterführen.

    Trumps und Netanjahus völlige Fehleinschätzung der Lage

    Der Iran hat genug Militär, die Kurden zu überfallen, den Irak mit Hilfe der schiitischen Milizen und Teilen der Regierung zu destabilisieren, die Kurden und andere Minderheiten zu schikanieren, ja sogar den USA Bedingungen für Verhandlungen zu stellen, weil sich die USA und ihre Verbündeten, was völlig offensichtlich ist, nicht mit Bodentruppen in einen langen Krieg mit dem Mullah-Regime mit offenem Ausgang begeben wollen. Israel wiederum hat das Interesse, den Krieg zu eskalieren, um seine Angriffe auf die Hisbollah, Hamas, Huthi und auf Syrien so lange wie möglich fortzusetzen – jedenfalls solange sie sich dabei auf die Solidarität der USA stützen können. Die wiederum könnte schnell brüchig werden, wenn Trump seine Chancen bei den Wahlen schwinden sieht.

    Für Europa außenpolitisch brandgefährlich

    Zwar hat Merz ebenso wie Starmer und Macron dem Hilferuf Trumps vorerst eine Absage erteilt. Aber dieser spielt schon die beleidigte Leberwurst und wird – in völliger Verkennung von Artikel 5 NATO-Vertrag – in absehbarer näherer Zukunft die Verbündeten mit dem Ukraine-Konflikt erpressen. Die destabilisierende Wirkung, die dieser Krieg auch auf die Länder Afrikas, Südamerikas und in Fernost ökonomisch haben wird, und heute bereits hat, ist nicht absehbar. Die beruhigenden Worte von Merz, das dies “nicht unser Krieg sei” könnten sich schnell als zu kurz gesprungen erweisen. Was, wenn die Lage im Nahen Osten eskaliert und die USA sich doch zu einer Intervention mit Bodentruppenm entschließen und China dadurch die Gelegenheit gekommen sieht, ihre Ambitionen gegenüber Taiwan in scheinbarer Gunst der Stunde umzusetzen?  Die Unfähigkeit der Trumpisten, die politischen Handlungen und insbesondere den Krieg von Ende her zu denken, könnte bestenfalls ihm das Genick brechen, schlimmstenfalls einen dritten Weltkrieg entfachen. Seit der Kuba-Blockade 1962 schlittert der hochgerüstete Planet wegen der Hybris autokratisch handelnder Politiker in seine bislang gefährlichste Krise.

    Über Roland Appel:

    Roland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @[email protected]

  6. Familienfest und politische Kundgebung - Kurden aus ganz Deutschland treffen sich in der Bonner Rheinaue zum Neujahrsfest Newroz.#WDR #Newroz #Kurden #Bonn #Frühlingsfest #Frieden #Syrien #NRW
    Warum 15.000 Menschen in die Bonner Rheinaue kommen
  7. Die kurdische Frage

    linx.rosalux.de/die-kurdische-

    > Die #Kurdinnen und #Kurden
    – eine Gemeinschaft, verteilt auf vier Länder.

    Seit der #Staatsgründung von #Syrien, #Türkei, #Irak und #Iran
    kämpft die #kurdischeFreiheitsbewegung für #Demokratie und #Selbstbestimmung.

    ...Hintergründe der kurdischen Frage, die Bedeutung Kurdistans,
    die Rolle Deutschlands und den demokratischen Konföderalismus als Lösungsansatz – sowie dessen Umsetzung in der demokratischen #Selbstverwaltung in #Rojava.

    #Kurdistan #FrauLebenFreiheit #Selbstverwaltung #Kultur #Deutschland #Politik

  8. Die kurdische Frage

    linx.rosalux.de/die-kurdische-

    > Die #Kurdinnen und #Kurden
    – eine Gemeinschaft, verteilt auf vier Länder.

    Seit der #Staatsgründung von #Syrien, #Türkei, #Irak und #Iran
    kämpft die #kurdischeFreiheitsbewegung für #Demokratie und #Selbstbestimmung.

    ...Hintergründe der kurdischen Frage, die Bedeutung Kurdistans,
    die Rolle Deutschlands und den demokratischen Konföderalismus als Lösungsansatz – sowie dessen Umsetzung in der demokratischen #Selbstverwaltung in #Rojava.

    #Kurdistan #FrauLebenFreiheit #Selbstverwaltung #Kultur #Deutschland #Politik

  9. Wie USA den Revolutionsgarden helfen

    Die Geschichte hat bisher kein Beispiel dafür geliefert, dass ein Regime mittels Luftkrieg besiegt oder gar beseitigt werden kann. Hätten die Alliierten sich darauf beschränkt, ab 1942 Hitlerdeutschland nur zu bombardieren, – vielleicht wären die Nazis heute noch an der Macht? Wir wissen es nicht, aber es ist nicht auszuschließen, weil Bomben nicht entnazifizieren. Die aktuelle Entwicklung im Iran deutet darauf hin, dass das Regime noch einen Zahn zulegt. Die Revolutionsgarden, 200.000 Mann stark und hochgerüstet, Wirtschaftsprofiteure und ideologische Elitetruppe der Mullah-Diktatur, haben den Sohn Ali Chameneis zum neuen Religionsführer vorgeschlagen und offensichtlich damit ihren Einfluss ausgeübt.

    Auch Ali Chamenei, von Israel und den USA getöteter Mullah, war auf Druck der islamischen Revolutionsgarden zum Nachfolger des Revolutionsführers Chomeini durchgesetzt worden – weil er ein Hardliner und korrupter Häscher ist, Moschar Chamenei ist ein ebensolcher Hardliner, wie sein Vater. Religiös qualifiziert ist er nicht, denn sein Studium ist eher die eines “Mullah light” – das spielt aber in diesem korrupten Regime offensichtlich keine Rolle, weil es den religiösen Heuchlern nicht um Allah, sondern um Geld geht, – und das haben der Chamenei-Clan und der Trump-Clan gemeinsam – einen Kopf wirtschaftlich führender Oligarchien aufgrund familiärer Bindungen an die Macht zu bringen. Die Chamenei-Familie wird auf ein Vermögen von vielen  Milliarden Dollar geschätzt, die Bonzen und Führungskräfte der Revolutionsgarden liegen knapp dahinter. Es liegt also auf der Hand, dass der bisherige Kriegsverlauf keine wirkliche Verbesserung der Verhältnisse für die iranische Zivilbevölkerung bringt, die bis in die Mittelschicht nach wie vor hungert.

    Keine Fortschritte für demokratische Strukturen

    Das gewaltsame Regime gräbt sich ein und weiss, dass es mit dem Rücken zur Wand steht. es wird also zum einen alle Möglichkeiten nutzen, um zu überleben und wenn nicht, versuchen, größtmöglichen Schaden im Untergang anzurichten. Darin bestehen enge Prallelen zum Untergang des NS-Regimes. Viele Fragen sich heute in den Medien, wie Donald Trump mehr demokratische Strukturen im Iran schaffen wolle. Wieso sollte er? Sein Vorgehen in Venezuela hat deutlich gemacht, dass ihm völlig egal ist, wer anstelle von Maduro die Macht ausübt – wenn sie geschmeidig ist, auch seine sozialistische Stellvertreterin. Würde sich – was nicht zu erwarten ist – der Khamenei-Sohn als geschmeidig gegenüber den Interessen der USA erweisen, hätte er eine echte Überlebenschance.

    Willkür und Unseriosität Trumps ist das Kernproblem

    Die Unzuverlässigkeit Trumps, der sich einen Dreck darum schert, dass nur der Kongress einen Kriegseinsatz der USA beschließen kann und nicht der Präsident per Dekret, und seine Launen machen ihn sogar als Kriegspartner unberechenbar. Trump interessieren keine Details, das hat er in den jüngsten Pressekonferenzen wiederholt deutlich gemacht. Etwa die Frage der Verantwortung für hunderttausende Kurdinnen und Kurden, die schon im Irak und in Syrien unter Eisatz ihres Lebens für die Demokratie und für ihre vermeintlichen eigenen Rechte gekämpft haben. Sie kämpften auf Seiten der USA und Russlands gegen den Islamischen Staat. Ohne die YPG-Milizen wäre der IS in Syrien nicht besiegt worden.  Zum Dank wurden sie anschließend durch Erdogan verfolgt, von Trump, Biden und wieder Trump verraten und verkauft. Im Zuge der Eroberung Syriens durch die herrschenden Islamisten und auf Initiative Erdogans, der die USA nichts entgegensetzten, wurden und werden die Kurden als nützliche Idioten des Westens benutzt. Sie haben den IS-Terror bekämpft und diese Leute inhaftiert, um erleben zu müssen, wie die neue syrische Regierung unter Duldung der USA die IS-Terrorlager mit mindestens 30.000 IS-Terroristen und ihren Familien freilässt.

    “Gespräche” der USA mit den Kurden?

    Im Nordirak, das darf nicht vergessen werden, sind seit dem Irakkrieg die beiden wichtigsten kurdischen Familien, die Barsani- und die Talabani-Clans vor Erdogan nur durch ihre eigene Bewaffnung sicher. Sie werden seit Jahrzehnten auch durch Deutschland, insbesondere Nordrhein-Westfalen unterstützt und dort sind auch Bundeswehrsoldaten stationiert, die sie ausbilden und für eine gewisse Sicherheit sorgen. Auch Deutschland kann so leicht zum Ziel iranischer Anschläge werden. Wenn es nun “Gespräche” zwischen den Kurden über die Nutzung ihrer Stützpunkte für Aktionen der USA gegeben hat, wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ausgelotet, inwieweit Kurden gemeinsam mit ihren Geschwistern jenseits der iranischen Grenze bereit wären, als Bodentruppen in die Kämpfe gegen den Iran eingreifen zu wollen. Nach den Erfahrungen in Syrien mit der Zuverlässigkeit der USA und vor allem Trumps sollte es ihnen eine Lehre sein, sich für deren Ziele instrumentalisieren und im wahrsten Sinne den Hals riskieren zu lassen. Ohnehin finden die Kurden auch in den “Übergangsplänen” des feinen Herrn Pahlevi als Minderheit ohne Rechte sowieso nicht statt.

    Kein kurdisches Kanonenfutter für Trumps Regime-Vabanque

    Es bleibt zu hoffen, dass es den Kurden erspart bleibt, in den Krieg gegen das Mullah-Regime gezwungen zu werden. Denn die Kurden beiderseits der Grenzen sind zwar verhältnismäßig gut ausgebildet, ihre Bewaffnung eher in die Jahre gekommen, aber ihre Zahl und Ausrüstung ist den hochgerüsteten und fanatischen Revolutionsgarden, die neben der iranischen Armee mit über 200.000 Kämpfern mit modernsten Waffen den gefährlichsten Gewaltfaktor iranischer Bodentruppen darstellen, keineswegs ebenbürtig. Ihre Anführer wissen das, abr wissen das die US-Amerikaner, wenn sie Druck ausüben? Hier könnte übrigens die Bundesregierung unterstützend tätig werden. Denn die Bundeswehr ist in Erbil im Nordirak in einem internationalen Ausbildungslager stationiert und am jordanischen Flughafen  Al Asrak in Jordanien stehen sechs Eurofighter der Bundeswehr mit dem Auftrag, ein Wiedererstarken des IS aufzuklären. Beide Standorte wurden  am Wochenende vom Iran aus beschossen. Die Bundeswehr war laut Führungskommando nicht unmittelbares Ziel der Angriffe. Ein guter Grund nicht nur vor Ort, sondern auch auf diplomatischen Wegen auf die USA einzuwirken. Und nicht nur stumm dabei zu sitzen, wie Friedrich Merz, wenn Trump den spanischen Ministerpräsidenten mit Drohungen überzieht.

     

  10. #Bildungsfernsehen
    #Selbstverwaltung #Demokratie

    IS-Häftlinge frei
    - Die gefährliche Lage in Nordsyrien

    #IS #Türkei #Militzen #Genozid #FrauLebenFreiheit #Syrien #Kurdistan #EU #USA

    ndr-progressive.ard-mcdn.de/pr

    IS-Häftlinge frei - Die gefährliche Lage in Nordsyrien

    24.02.2026 ∙ #Weltbilder#NDR

    Für die #Kurden steht alles auf dem Spiel:
    ihr Traum von einem autonomen Selbstverwaltungsgebiet, politischen Institutionen, Militär.

    Video: bis 24.02.2028

    ardmediathek.de/video/Y3JpZDov

  11. #Bildungsfernsehen
    #Selbstverwaltung #Demokratie

    IS-Häftlinge frei
    - Die gefährliche Lage in Nordsyrien

    #IS #Türkei #Militzen #Genozid #FrauLebenFreiheit #Syrien #Kurdistan #EU #USA

    ndr-progressive.ard-mcdn.de/pr

    IS-Häftlinge frei - Die gefährliche Lage in Nordsyrien

    24.02.2026 ∙ #Weltbilder#NDR

    Für die #Kurden steht alles auf dem Spiel:
    ihr Traum von einem autonomen Selbstverwaltungsgebiet, politischen Institutionen, Militär.

    Video: bis 24.02.2028

    ardmediathek.de/video/Y3JpZDov

  12. #Bildungsfernsehen
    #Selbstverwaltung #Demokratie

    IS-Häftlinge frei
    - Die gefährliche Lage in Nordsyrien

    #IS #Türkei #Militzen #Genozid #FrauLebenFreiheit #Syrien #Kurdistan #EU #USA

    ndr-progressive.ard-mcdn.de/pr

    IS-Häftlinge frei - Die gefährliche Lage in Nordsyrien

    24.02.2026 ∙ #Weltbilder#NDR

    Für die #Kurden steht alles auf dem Spiel:
    ihr Traum von einem autonomen Selbstverwaltungsgebiet, politischen Institutionen, Militär.

    Video: bis 24.02.2028

    ardmediathek.de/video/Y3JpZDov

  13. Die kurdische Frage und der demokratische Konföderalismus - L!NX | was sonst

    linx.rosalux.de/die-kurdische-

    > Die #Kurdinnen und #Kurden

    – eine #Gemeinschaft, verteilt auf vier #Länder.

    Seit der #Staatsgründung von #Syrien, #Türkei, #Irak und #Iran kämpft die #kurdischeFreiheitsbewegung für #Demokratie und #Selbstbestimmung.

    Wir beleuchten die Hintergründe der kurdischen Frage, die Bedeutung Kurdistans,
    die Rolle Deutschlands und den demokratischen Konföderalismus als Lösungsansatz – sowie dessen Umsetzung in der demokratischen #Selbstverwaltung in #Rojava.

    #Kurdistan #kurdischeFrage
    #FrauLebenFreiheit #demokratischeSelbstverwaltung #Deutschland #Politik #Kultur #Gesellschaft

  14. #Syrien #Kurdistan #EU #USA #IS #Türkei

    #arte #28Minuten #Politik #Bildungsfernsehen

    arteptweb-a.akamaihd.net/am/pt

    28 Minuten

    Europa und der Krieg / Syrien: Kommt der IS zurück?
    (22.01.2026)

    46 Min.

    Verfügbar bis zum 27/04/2026

    Sendung vom 22/01/2026

    ... Syrien: Wiederaufleben des IS:
    Mit der gewaltsamen Rückeroberung bestimmter Zonen übernimmt die Regierung in Damaskus wieder die Verwaltung der Lager für Gefangene des IS.

    (1): Leugnung des Krieges: Ist Europa blind gegenüber der Realität?...

    (2): Syrien: Muss man sich Sorgen über ein Wiederaufleben des Islamischen Staates machen?
    Seit mehreren Tagen führen die syrischen Streitkräfte eine Offensive gegen die Syrischen Demokratischen Kräfte, die vorwiegend aus Kurden bestehen, in den von ihnen kontrollierten Gebieten im Nordosten des Landes. Mit der gewaltsamen Rückeroberung bestimmter Zonen übernimmt die Regierung in #Damaskus wieder die Verwaltung der Lager für Gefangene des Islamischen Staates und deren Angehörige.

    Bislang waren die #Kurden für diese Lager zuständig, nachdem sie im Kampf gegen den IS eine zentrale Rolle gespielt hatten.

    Nach Angaben des #US-Außenministeriums werden dort 9.000 mutmaßliche IS-Kämpfer festgehalten, darunter etwa ein Drittel Ausländer.

    arte.tv/de/videos/125544-107-A

    Außerdem: Xavier Mauduit über die Geschichte der ältesten bekannten #Höhlenmalerei, einer mit Schablone gemalten Hand, die in #Indonesien entdeckt wurde,
    und
    #MarieBonnisseau über die Kampagne „#Toomuch?“ der Kunststofflobby, die #Kunststoffverpackungen wieder salonfähig machen will.

    Land #Frankreich
    Jahr 2026
    Herkunft ARTE #F

  15. #ANF Messerangriff auf #Kurden in #Leipzig

    In der Straßenbahn in Leipzig haben zwei Männer aus mutmaßlich antikurdischen Motiven am Montagabend einen Kurden beleidigt und bedroht. Im weiteren Verlauf seien sie ihm aus der Bahn gefolgt und hätten ihn außerhalb mit einem Messer mehrfach verletzt. deutsch.anf-news.com/rojava-sy

  16. JA: Welche Rolle spielt dieser antikurdische Rassismus heute?

    DJ: Er ist zentral. Die Vorstellung, man könnte mit gemeinsamen Kämpfen wie etwa gegen den #IS dauerhaft Vertrauen und politischen Zusammenhalt schaffen, hat sich als Illusion erwiesen. Zahlreiche #arabischeMilizen, die jahrelang an der Seite der #Kurden gekämpft hatten, wechselten später problemlos die Fronten und beteiligten sich an türkischen Militäroperationen gegen #kurdischeGebiete. Heute wird diese Haltung von islamistischen Akteuren gezielt instrumentalisiert. Kurdische #Autonomiebestrebungen werden als »zionistisch« diffamiert. Schon früh kursierte der Vergleich, ein Kurdistan sei ebenso illegitim wie ein angebliches »Judistan«. Diese Rhetorik ist tief verankert und wirkt bis heute fort.

    Für viele Kurdinnen und Kurden ist dies ein Schock. Trotz enormer Opfer mit über 13.000 Gefallenen im Kampf gegen den #IS hat sich an ihrer grundlegenden Situation nichts verbessert. Im Gegenteil: Viele erleben derzeit sehr deutlich, dass sie weiterhin als Fremde betrachtet werden.

    JA: Können Sie die aktuelle Lage in Syrien seit Januar kurz und verständlich zusammenfassen?

    DJ: Nach der Machtübernahme durch Ahmed al-Sharaa und die von ihm geführten HTS-Strukturen wurden zunächst mehrheitlich arabische Gebiete unter Kontrolle gebracht. Die kurdischen Regionen im Nordosten blieben zunächst außen vor. Eine Ausnahme bildeten die kurdischen Stadtviertel Scheich Maksud und Aschrafiyya in Aleppo, historisch gewachsene Viertel mit hunderttausenden Bewohnern. Im Frühjahr 2025 wurden Abkommen zwischen den SDF und der neuen Übergangsregierung geschlossen, die Autonomie und eine begrenzte Integration vorsahen. Diese Zusagen wurden jedoch im Verlauf des Jahres schrittweise ausgehöhlt. Ab November nahmen #Desinformation, Drohungen und offene Gewalt deutlich zu.

    Im Januar 2026 eskalierte die Situation. HTS-nahe Kräfte drangen in die genannten Viertel in #Aleppo ein, es kam zu Drohnenangriffen, Schusswaffengebrauch und massiver Gewalt gegen Zivilisten. Mehr als hundert Menschen wurden getötet, schätzungsweise 150.000 bis 200.000 vertrieben. Viele wurden entführt, ihr Verbleib ist auch aktuell noch ungeklärt. Ganze Viertel wurden faktisch ethnisch gesäubert. Parallel dazu desertierten arabische Einheiten aus den SDF. IS-Gefängnisse gerieten unter islamistische Kontrolle, zahlreiche Kämpfer kamen frei. Die #kurdischeSelbstverwaltung hat seither rund sechzig Prozent der Gebiete verloren, die sie im Kampf gegen den IS erobert hatte.

    JA: Internationale Medien übernehmen häufig die Angaben der syrischen Armee. Wie glaubwürdig sind diese Informationen?

    DJ: Man muss fragen, wer in dieser Situation etwas zu gewinnen oder zu verlieren hat. #DieKurden verlieren derzeit Territorium, Sicherheit und ihre #Existenzgrundlage. Es gibt keinen rationalen Grund, diese Lage zu überzeichnen. Die Gewalt ist dokumentiert, vielfach georeferenziert und häufig von den Tätern selbst aufgezeichnet worden. Die #HTS-Kräfte und ihre Verbündeten dokumentieren ihre Taten offen, legitimieren sie religiös und versuchen zugleich, Zweifel an der Wahrheit zu säen. Dieses Muster ist aus anderen Konflikten bekannt. Ein »Both-Sides«-Narrativ greift hier nicht. Die historische Bilanz islamistischer Herrschaft ist eindeutig. Menschen fliehen – oder sie sterben.

    Auffällig ist dabei auch der Blick aus dem Nahen Osten selbst. Während für Palästinenser oft ein hohes Maß an Verständnis aufgebracht wird, begegnet man Kurden nicht selten mit der Frage, warum sie sich nicht »mit ihren Brüdern« arrangieren könnten. Niemand würde sich über ein Jahrhundert hinweg einem derart umfassenden, gewaltsamen und verlustreichen Kampf aussetzen, hätte es eine realistische Alternative zu einem sicheren, würdigen und friedlichen Leben gegeben. Verschwörungserzählungen, nach denen kurdische Autonomiebestrebungen Teil geheimer westlicher Strategien seien, halten einer biografischen oder historischen Prüfung nicht stand. Unabhängig davon, ob man auf die Türkei, den #Iran, den #Irak oder #Syrien blickt.

    Das Leben als kurdischer Mensch ist unter den bestehenden staatlichen Ordnungen für viele unerträglich. Vor diesem Hintergrund erscheint Autonomie nicht als ideologisches Projekt, sondern als die einzige verbleibende politische Lösung.

    Geopolitische Randfrage geworden

    JA: Internationale Agenturen berichten von weiterem Beschuss trotz offiziell verkündeter Waffenruhe. Welche Akteure könnten ein Interesse an einer Fortsetzung der Kämpfe haben?

    DJ: In erster Linie die #Türkei, die seit Jahren jede Form kurdischer Autonomie zu verhindern sucht. Auch #dieVereinigtenStaaten haben ein Interesse an stabilisierten »Fakten vor Ort«, um sich vollständig aus Syrien zurückziehen zu können. Für #Europa steht vor allem die Abschottung im Vordergrund. Syrien ist geopolitisch zur Randfrage geworden. In diesem Machtvakuum bleiben die Kurden weitgehend allein zurück. Diese Deutungen werden heute maßgeblich in einschlägigen Thinktanks produziert
    2/

  17. mena-watch.com/anerkennung-kur

    »Die kurdische Autonomie ist nicht an sich gescheitert – gescheitert ist ihre Anerkennung«

    Im MENA-Talk spricht Jasmin Arémi mit der Politikwissenschaftlerin Dastan Jasim über die Lage der Kurden nach dem Sturz des Assad-Regimes, die Verschiebung von Machtverhältnissen in Syrien und die Folgen einer geopolitischen Gleichgültigkeit.

    " Jasmin Arémi (JA): Frau Jasim, Sie kommen aus einer kurdischen Familie mit einer sehr politischen Geschichte. Können Sie zu Beginn Ihren fachlichen und persönlichen Bezug zu #Syrien und insbesondere zu den kurdischen Regionen skizzieren?

    Dastan Jasim (DJ): Ich komme aus einer kurdischen Familie, meine Eltern sind als politische Flüchtlinge nach #Deutschland gekommen. Mein Vater war im Widerstand gegen Saddam Hussein aktiv, meine Mutter stammt aus #Halabdscha, jener Stadt, in der 1988 der große Giftgasanschlag verübt wurde. Politische Gewalt und Konflikte waren daher von Beginn an Teil meiner Lebensrealität.

    Ich selbst bin in Deutschland geboren, habe aber früh viel Zeit in #Kurdistan verbracht und dort die politischen Debatten um die kurdische Frage intensiv miterlebt. Dieses transnationale Aufwachsen hat mein Interesse zunächst akademisch, später auch beruflich geprägt. Als ich 2013 mein Studium begann, verschärfte sich die Lage erneut dramatisch. Mit dem Auftreten des sogenannten Islamischen Staates (#IS) im Jahr 2014 wurde ein Raum, in dem sich #Kurdinnen und #Kurden zuvor grenzüberschreitend bewegt hatten, zu einem transnationalen Kriegsgebiet.

    Parallel erlebte ich in Deutschland innermigrantischen #Rassismus sowie die Kriminalisierung der kurdischen #Freiheitsbewegung. Es wurde deutlich, dass die Konflikte, vor denen meine Eltern geflohen waren, auch hier fortwirken. In meinem Studium habe ich mich deshalb auf sicherheitspolitische Fragen und politische Soziologie in den vier Teilen Kurdistans konzentriert. Ich habe längere Zeit vor Ort geforscht, unter anderem an der American University in Sulaimaniyya. Daraus entstand schließlich meine Doktorarbeit, eine vergleichende Analyse der kurdischen politischen Kultur in allen vier Teilen Kurdistans.

    Neues Machtgefüge

    JA: Nach dem Sturz des #Assad-Regimes im Dezember 2024 hat sich das Machtgefüge in #Syrien neu geordnet. Wie hat sich seitdem die Stellung PKK-naher Gruppen innerhalb der kurdischen Bewegung und gegenüber Damaskus verändert?

    DJ: Personelle und ideologische Überschneidungen gab es immer. Die PKK war von Beginn an transnational organisiert und die Schriften #AbdullahÖcalans bilden bis heute eine zentrale ideologische Grundlage vieler Institutionen in Nordostsyrien. Entsprechend gibt es auch Kommunikation zwischen dem #PKK-Zentrum in #Kandil und den Akteuren vor Ort.

    Zugleich hat sich mit der Gründung der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) im Jahr 2015 Entscheidendes verändert. Die #SDF mussten zunehmend eigenständig agieren, militärisch, politisch und organisatorisch. Militärisch bedeutete das einen grundlegenden Lernprozess. Während die PKK-Guerilla auf den Krieg in den Bergen und mobile Operationen spezialisiert ist, kämpften Volksverteidigungseinheiten (#YPG) und SDF in flachen Gebieten und Städten, häufig ohne schwere Waffen. Erst die Luftunterstützung durch die Vereinigten Staaten veränderte die Kräfteverhältnisse.

    Hinzu kam die gezielte Öffnung der SDF für arabische, assyrische und #aramäischeGruppen. Ziel war der Aufbau einer multiethnischen Streitkraft. Dafür wurden zahlreiche Ausnahmen gemacht, etwa bei Wehrpflicht oder der #Selbstverwaltung in mehrheitlich arabischen Regionen wie #Manbidsch oder #Raqqa. Es war klar, dass ein klassisches PKK-Kaderprinzip dort nicht tragfähig gewesen wäre.

    Die zugrunde liegende Idee einer »demokratischen Nation« sah vor, dass unterschiedliche Gruppen ihre #Autonomie behalten, sich aber politisch koordinieren. Dieses Projekt ist letztlich an einem Faktor gescheitert, dem tief verankerten antikurdischen #Rassismus in Teilen der arabischen Bevölkerung. Seine Wurzeln reichen bis in die syrische Baath-Zeit zurück, als Kurden systematisch vertrieben und Araber angesiedelt wurden. Über Jahrzehnte hinweg wurde die Existenz der #Kurdinnen und #Kurden propagandistisch infrage gestellt.

    1/

  18. #b2301

    Aufruf

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

    ANF | Karawane aus Europa nach Kobanê startet

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Mit einer Auto-Karawane von Europa bis nach Kobanê will die aus unterschiedlichen Gruppen und Organisationen bestehende Initiative dem Aufruf aus der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) folgen, in die Region zu kommen ...

    Ein Konvoi wird am Freitag 23. Januar, aus Hannover losfahren.
    Startpunkt ist Kornstr. 17, 30167 Hannover morgens um 8 Uhr, wobei lautstarke #Solidaritätsbekundungen vor Ort die Gruppe losschicken sollen.

    Zeitgleich wird die Karawane in Köln starten. Aus #Deutschland wird sie sich bis Samstag auf den Weg nach Wien machen.

    In Wien werden die beiden Konvois mit denen aus Süd- und Osteuropa zusammentreffen und sich gemeinsam auf den Weg nach Kobanê machen, um sich dort dem Widerstand gegen den Islamismus anzuschließen. ...

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    Die Initiative lädt öffentlich dazu ein, sich der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ anzuschließen
    oder
    sie anderweitig zu unterstützen. ❗

    In dem offiziellen Aufruf heißt es hierzu wörtlich:

    „Wir rufen alle auf,
    sich in ihren Städten zu versammeln und unsere Karawane nach Kurdistan zu begleiten.

    Alle können selbstverantwortlich in ihren Regionen Menschen einladen und zusammen trommeln, um an der #Karawane teilzunehmen oder sie auf anderen Wegen zu unterstützen. ❗

    Wir brauchen die #Unterstützung von jeder #Gemeinschaft in jedem #Dorf und jeder #Stadt in #Europa.

    Das bedeutet❗ #Logistik, #Essen, #medizinischeVersorgung, #Autos #Busse und #LKWs zu #organisieren.

    Kommt mit eurem Umfeld in den #Austausch, um auf die #aktuelleLage aufmerksam zu machen und #Maßnahmen zu ergreifen.

    ❗Sorgt für #Medienberichterstattung, plant #Demonstrationen und
    #Pressekonferenzen an Orten, an denen wir vorbeikommen,
    und
    schließt euch uns an den Treffpunkten der Konvois an.
    Wir wollen allen unseren Willen kundtun.
    Diese #Initiative gehört allen Menschen - wir wollen unsere gesamte kreative und demokratische Kraft einsetzen.“ (...)

    Vorläufige Routenplanung

    Route 1 – Nord- und Ostdeutschland

    Hannover – 23. Januar, Kornst. 17, 30167 Hannover
    morgens um 8 Uhr Start des Autokonvois nach Kassel – Berlin – Leipzig (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 2 – Süddeutschland

    Köln – Pressekonferenz und Kundgebung 22. Januar; 23. Januar morgens Start des Autokonvois nach Frankfurt a.M. oder Darmstadt – Zürich (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 3 – Südeuropa (Frankreich, Italien, Griechenland)

    Marseille – Turin – Mailand – Padua – Wien

    Route 4 – Osteuropa

    Polen – Slowakei – … – Wien

    #FrauLebenFreiheit
    #Frau #Leben #Freiheit

    #Routenplanung

    #Route1 #Norddeutschland #Ostdeutschland

    #Kornst17 #Hannover #Start #Autokonvois #Kassel #Berlin
    #Leipzig (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien

    #Route2 #Süddeutschland

    23. Januar #Start #Autokonvoi #Köln #FrankfurtaM #Darmstadt #Zürich (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien.

    #Route3 #Südeuropa (#Frankreich #Italien #Griechenland)

    #Marseille #Turin #Mailand #Padua #Wien

    #Route4 #Osteuropa
    #Polen #Slowakei #Wien
    #VerteidigungderMenschlichkeit #Karawane #Europa nach #Kobanê #Rojava #Syrien #DemokratischeSelbstverwaltung #Proteste #Nordsyrien #Ostsyrien #Massaker #Krieg #syrischeÜbergangsregierung #IS #Demokratie #Selbstverwaltung #DAANES #Kurden #Kurdistan
    #SolidaritatMitRojava
    #anderweitigunterstützen

  19. Angriffe auf Zivilisten in Aleppo

    In den in der Syrischen Großstadt Aleppo attackierten Truppen der Übergangsregierung die autonomen und großenteils kurdischen Stadtteile Şêxmeqsûd, Eşrefiyê und... mehr

    radiocorax.de/angriffe-auf-ziv

    #Aleppo #Help #Help–HilfeZuSelbsthilfe #KloseZuber #Kurden #kurdisch #Syrien

  20. Jin Jiyan Azadî
    – Die Errungenschaften der #Frauenrevolution

    (Fotobroschüre) | #BlackMosquito

    black-mosquito.org/de/jin-jiya

    > #Ausstellungskatalog zur gleichnamigen #Ausstellung

    Heft, 28 Seiten, Format 15 cm x 29,7cm

    "Vor mehr als 12 Jahren begab sich die kurdische Bevölkerung im Norden Syriens mit der sogenannten #Rojava-#Revolution auf den Weg ein demokratisches Gesellschaftsmodell umzusetzen.

    Über die Jahre bauten sie ein demokratisches Rätesystem nach den Ideen des Demokratischen Konföderalismus auf.
    In diesem organisiert sich nun die #Gesellschaft auf allen Ebenen selbst. Die Menschen der Region schufen aus ihrer Vielfalt verschiedenster sozialer, kultureller und religiöser Gruppen eine gemeinsame Kraft und gründeten zusammen die heutige Demokratische Selbstverwaltung der Region Nord- und Ostsyrien.

    Seit Beginn haben #Frauen im gesamtgesellschaftlichen Neuaufbau eine Vorreiterinnenrolle gespielt.

    Die Befreiung der #Frau wurde in das Zentrum des Kampfes für ein freies Leben, eine freie Gesellschaft und ein friedliches Zusammenleben gestellt. So etablierten die Frauen ein autonomes Frauensystem als Teil der #Selbstverwaltung und die Rojava-Revolution wurde als #Frauenrevolution bekannt.

    Die #Broschüre und Ausstellung „Jin Jiyan Azadî – die Errungenschaften der Frauenrevolution“ wurde zusammen von Kongra Star (Nord- und Ostsyrien), dem Europakomitee der Stiftung der Freien Frau Syriens (#WJAS) und Women Defend Rojava [womendefendrojava.net] erarbeitet.
    Sie wirft mit ihren aussagekräftigen Bildern und Texten einen Blick in die verschiedenen Lebensbereiche, in denen die Frauen der Region ihre selbstverwalteten Strukturen aufgebaut haben.

    Kongra Star (www.kongra-star.org) wurde 2005 als Konföderation der #Frauenorganisationen Rojavas gegründet und repräsentiert die Stimme der #Frauenbewegung.

    Die Stiftung der Freien Frau Syriens (wjas.org) wurde 2014 aufgebaut als eine unabhängige #Nichtregierungsorganisation, die basierend auf der Analyse der Situation von Frauen, #sozialeProjekte umsetzt.

    Women Defend Rojava ist eine Kampagne die 2019 ins Leben gerufen wurde und weltweit #Aktivistinnen vereint, die die Ideen der Frauenrevolution verteidigen und verbreiten. Die Kampagne wurde aus Rojava selbst ins Leben gerufen zu einer Zeit, als der türkische Staat seine Drohung Teile Nord- und Ostsyriens zu annektieren durch eine Kriegsoffensive in die Tat umsetzte. (www.womendefendrojava.net) "

    #FrauLebenFreiheit
    #JinJiyanAzadî
    #Kurden #Kurdisten #Syrien

  21. Sorry Herr #Wadephul,

    aber die #Türkei ist keine Demokratie und ein Sultanat brauchen wir nicht in der EU.
    Mit #Orban und #Ungarn haben wir schon eine Autokratie in der #EU.

    Aber die Türkei hat #Daesh potentiell unterstützt, Korruption ist an der Tagesordnung und die #Kurden werden systematisch unterdrückt.
    Genau wie die Opposition.

    zdfheute.de/politik/ausland/tu

  22. Falls jemand Zweifel hatte, dass die neue Regierung in #Syrien was anderes sind als islamistische Halsabschneider: #Daesh -Drohnen starten von Stellungen regierungsnaher Truppen gegen #Kurden. #Rojava deutsch.anf-news.com/rojava-sy

  23. Die Selbstauflösung der PKK verstehen: Was bedeutet das für den Nahen Osten?

    Am 12. Mai 2025 gab die Kurdische Arbeiterpartei (Partiya Karkerên Kurdistanê, PKK) nach mehr als vier Jahrzehnten bewaffnetem Kampf gegen die türkische Regierung ihre Auflösung bekannt. Dies geschah unmittelbar nach einem Aufruf des inhaftierten #PKK-Führers Abdullah #Öcalan, die Organisation aufzulösen. Am 11. Juli nahmen PKK-Kämpfer an einer Zeremonie teil, die die Entwaffnung symbolisierte. Was bedeutet dies für die kurdischen Befreiungsbewegungen und für den Nahen Osten im Allgemeinen?

    In der folgenden #Analyse geht eine kurdische feministische Aktivistin auf der Grundlage ihrer über zehnjährigen politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der kurdischen Befreiungsbewegung diesen Fragen nach. Die Autorin Soma.r wuchs im Iran auf und lebt in der kurdischen Diaspora. Sie steht in engem Kontakt zu weiblichen Aktivistinnen und ist weiterhin aktiv in der Bewegung engagiert.

    Einleitung Eine Gruppe von PKK-Kämpferinnen hat sich am 11. Juli 2025 in der Jasna-Höhle in der autonomen kurdischen Region des Irak symbolisch entwaffnet. Der Ort hat eine tiefe historische und politische Bedeutung: 1923 diente er als Zufluchtsort und Kommandozentrale während der britischen Kolonialangriffe. Im selben Jahr wurde die Jasna-Höhle zu einer geheimen Druckstätte für Bangî Haq („Ruf der Wahrheit“), die erste revolutionäre kurdische Zeitung, die vom Journalisten Ahmad #Khwaja gegründet wurde. Diese Tat verband antikolonialen Widerstand, politischen Kampf und Untergrundjournalismus miteinander.

    Ein Jahrhundert später ist die Entwaffnung an diesem Ort keine #Kapitulation, sondern eine politische Aussage, die durch die Jahrhunderte hallt. Sie zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nutzt Erinnerung als Strategie. Mit der Wahl von #Jasna erinnern uns die Kämpfer daran: #Revolutionen mögen ihre Form ändern, aber ihre Wurzeln reichen tief. Wo einst das Imperium Schweigen forderte, druckten kurdische Stimmen die Wahrheit. Wo nun die #Waffen niedergelegt werden, könnten neue Kämpfe entstehen – verwurzelt in derselben Erde, aber geprägt von neuen Vorstellungen.

    Dieser Akt gewinnt angesichts der jüngsten Ereignisse noch mehr an Bedeutung. Nur zwei Tage zuvor war Abdullah Öcalan, der legendäre PKK-Führer, in einer Videobotschaft wieder aufgetaucht – seiner ersten seit 1999 –, in der er das Ende des bewaffneten Kampfes forderte und einen endgültigen Wandel hin zu einer demokratischen Politik drängte. Dieser Moment lädt nicht nur zum Gedenken ein, sondern auch zur Interpretation: Wie vollzieht eine #Guerillabewegung, die einst gleichbedeutend mit bewaffnetem Widerstand war, durch symbolische Akte einen politischen Wandel?

    Um die Selbstauflösung der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu verstehen, muss man sich die Breite ihrer sozialen Basis vor Augen führen, die mehrere Millionen Menschen umfasst. Seit Öcalans Inhaftierung im Jahr 1999 hat sich die kurdische Bewegung in der Türkei über ihre Guerilla-Wurzeln hinaus zu einem komplexen politischen Projekt entwickelt, das in verschiedenen städtischen und ländlichen, säkularen und religiösen, kurdischen und nicht-kurdischen Bevölkerungsgruppen verwurzelt ist – wobei das #Proletariat nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Sie agiert heute über eine hybride Struktur, die einen bewaffneten Flügel in #Qandil mit einem breiten zivilen Netzwerk aus Gewerkschaften, Kommunen, legalen Parteien, #Frauenorganisationen, Medien und transnationalen Solidaritätsplattformen verbindet. Ihre politische Praxis ist gleichzeitig territorial und transnational, legal und illegal, militarisiert und zutiefst sozial. Zu den transformativsten Veränderungen zählt der Aufstieg der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung (KWLM), die die Emanzipation der Geschlechter als symbolischen und strategischen Kern neu positioniert hat. In Öcalans Briefen werden das #Rojava-Projekt und die wachsende Rolle der #KWLM durchweg als die bedeutendsten Errungenschaften der PKK in der Gegenwart hervorgehoben.

    In einer bedeutenden Entwicklung für die kurdische politische Landschaft kündigte die PKK nach ihrem 12. Kongress ihre Auflösung an. Diese Entscheidung wurde durch eine Reihe von Dialogen geprägt, die im Oktober 2024 unter Beteiligung von Abdullah Öcalan (über seinen Neffen und die Delegation der Partei für Gleichheit und Demokratie der Völker) initiiert wurden und durch Äußerungen des Vorsitzenden der Nationalistischen Aktionspartei (Milliyetçi Hareket Partisi, #MHP), Devlet #Bahçeli, einer rechtsextremen, ultranationalistischen Partei in der #Türkei, ausgelöst wurden. Öcalan betonte die Notwendigkeit, die Kurdenfrage von einem bewaffneten Kampf zu einer demokratischen Politik zu überführen, und erklärte, er sei in der Lage, diesen Wandel zu führen, wenn die Bedingungen dies zuließen.

    Als Reaktion darauf begann die PKK interne Konsultationen und erklärte sich bereit, unter der Leitung von Öcalan einen Kongress einzuberufen. Am 27. Februar 2025 veröffentlichte Öcalan einen offiziellen „Aufruf zu Frieden und einer demokratischen Gesellschaft“, in dem er die PKK aufforderte, ihre bewaffneten Aktivitäten einzustellen und Verantwortung für eine friedliche Lösung zu übernehmen. Daraufhin erklärte die PKK am 1. März einen einseitigen Waffenstillstand. Darauf folgte der 12. Kongress der Organisation, auf dem die Entscheidung zur Auflösung der PKK und zur Beendigung ihres bewaffneten Kampfes offiziell verabschiedet wurde. aus der Führung sowohl der PKK als auch der Partei Freier Frauen in Kurdistan (#PAJK).1

    Öcalans strategische Vision wurde in der Mai-Ausgabe (Nr. 521) von #Serxwebûn, der offiziellen Monatszeitschrift der PKK, näher ausgeführt. Diese letzte Ausgabe enthielt das vollständige 20-seitige Dokument, das Öcalan dem Kongress vorgelegt hatte, sowie einen vier Punkte umfassenden Brief an die Delegierten, in dem er den politischen Rahmen für den Übergang zu einer friedlichen und demokratischen Phase der kurdischen Bewegung skizzierte. Mit der Ankündigung des Endes ihrer ununterbrochenen 44-jährigen Geschichte erklärte die Zeitschrift: „Alles ist bereit für einen neuen und stärkeren Anfang.“

    In seinem Brief vom 27. April skizziert Abdullah Öcalan eine transformative Vision für die Zeit nach der PKK, die sich auf demokratische Nation, ökologische und kommunale Ökonomie und demokratische Modernität als Alternative sowohl zum kapitalistischen #Nationalstaat als auch zum realen #Sozialismus konzentriert. Er schlägt eine demokratische Gesellschaft als politisches Programm für die neue Ära vor – eine Gesellschaft, die nicht darauf abzielt, den Staat zu erobern, sondern autonome, basisdemokratische Strukturen wie Kommunen zu schaffen. In diesem Rahmen werden Konzepte wie demokratischer Sozialismus, #Kommunalismus und regionaler #Konföderalismus sowohl für die kurdische Befreiung als auch für einen umfassenderen regionalen Wandel von zentraler Bedeutung. Öcalan bezeichnet dies als eine neue Form des Internationalismus und fordert alle Akteure auf, Verantwortung für dessen Verwirklichung zu übernehmen, da ein Erfolg in Kurdistan seiner Meinung nach Auswirkungen auf die gesamte Türkei, Syrien, den Irak und den Iran haben könnte.2 Die Texte in dieser Ausgabe – darunter Reden, Resolutionen und Kongressdokumente – spiegeln den Versuch wider, den strategischen Horizont der Bewegung neu zu definieren.

    Öcalans jüngster Aufruf zur Auflösung ist nicht ohne Präzedenzfälle, da die PKK seit langem zwischen bewaffnetem Kampf und Verhandlungen schwankt. Dieser Moment signalisiert jedoch einen tieferen ideologischen Wandel: Seit 2004 hat sich die Bewegung über die Kurdistan Democratic Communities Union (#KCK) – ein Dachverband, der die PKK umfasst, aber in dem aktuellen Auflösungsplan auffällig fehlt – um den „demokratischen Konföderalismus“ herum neu strukturiert.

    Die Bedeutung des Begriffs „Auflösung“ bleibt höchst unklar. Bedeutet er das Ende der PKK, eine bloße Umbenennung oder einen taktischen Wandel im Rahmen einer längerfristigen politischen Anpassung? Noch entscheidender ist die Frage, was die Auflösung einer Struktur, die historisch gesehen bewaffneten #Widerstand und #Mobilisierung an der Basis miteinander verflochten hat, für die antistaatlichen und antikolonialen Kämpfe in der Region bedeutet.

    Selbst innerhalb der PKK gibt es unterschiedliche Interpretationen. Zagros #Hiwa, Sprecher für Außenbeziehungen der KCK, erklärte im Sterk TV, dass die Resolutionen ein Ende des bewaffneten Konflikts – nicht die Entwaffnung – fordern, und stellte die Durchführbarkeit angesichts der 100 Meter Entfernung zwischen türkischen #Soldaten und Guerillakämpfern in Frage. Andere sind anderer Meinung. Amir Karimi vom iranisch-kurdischen Ableger der PKK erklärte: „Diejenigen, die am härtesten gekämpft und am meisten erlitten haben, haben das größte Recht, über #Frieden zu sprechen.“ Der Sprecher des türkischen Parlaments, Numan #Kurtulmuş, stellte den Prozess hingegen als Teil einer nationalen Anstrengung dar, sich gegen imperialistische Zersplitterung zu wehren:

    „Der Irak und Syrien sind zersplittert, der Libanon ist unregierbar geworden. Libyen, Sudan und Somalia wurden geteilt. Diese Länder sind zu Schlachtfeldern geworden, die von Stammes-, ethnischen und religiösen Spaltungen angeheizt werden, und einige wurden durch terroristische Organisationen zerschlagen. Wir hätten passiv wie eine „gelbe Kuh“ darauf warten können, dass wir als Nächste auseinandergerissen werden, oder wir Türken, Kurden und alle anderen hätten uns vereinen können, um diese imperialistische Agenda zu besiegen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und sind entschlossen, gemeinsam voranzuschreiten.“
    Es überrascht nicht, dass dieser Aufruf zu Spaltungen, Unsicherheit und einem breiten Spektrum an Reaktionen unter kurdischen Aktivist*innen geführt hat. Hier werden wir diese Fragen aufgreifen, indem wir die historische Entwicklung der PKK im Zusammenhang mit Friedensprozessen analysieren und die weiterreichenden Auswirkungen ihrer Auflösung für zeitgenössische antistaatliche, antikapitalistische und dekoloniale Bewegungen untersuchen.

    Wir beginnen mit einem kurzen Überblick darüber, wie revolutionäre Gewalt durch den bewaffneten Kampf in der kurdischen Bewegung entstand und wie dieser Verlauf mit einer Reihe gescheiterter Friedensinitiativen verflochten war, die oft neue Kriegszyklen hervorbrachten. Dann wenden wir uns der Kernfrage zu: Warum hat die PKK eine einseitige Entwaffnung beschlossen? Wir werden diese Entscheidung im Zusammenhang mit den sich wandelnden politischen Dynamiken auf regionaler, nationaler und globaler Ebene untersuchen. Abschließend werden wir über die Risiken, Unsicherheiten und strategischen Kalküle nachdenken, die mit diesem Schritt verbunden sind, und mit einer geschlechterspezifischen Lesart schließen, die die Rolle der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung bei der Gestaltung sowohl der Grenzen als auch der Möglichkeiten dieses Prozesses in den Vordergrund stellt.

    Die kurdische Tortur von staatlicher Gewalt und Staatenlosigkeit

    Wie die PKK am 12. Mai 2025 erklärte:

    "Die PKK entstand als Befreiungsbewegung gegen die Politik der Leugnung des kurdischen Volkes, die im Vertrag von Lausanne und in der türkischen Verfassung von 1924 verankert war."
    Von einer anerkannten imperialen „Nation“ wurden die Kurden zu „ethnischen Minderheiten“ in Staaten, die sie unterdrückten, assimilierten und auslöschten. Obwohl sie fast 40 Millionen Menschen stark sind – 20 % der Bevölkerung der Türkei – sind die #Kurden nach wie vor das größte staatenlose Volk der Welt, das von politischer und kultureller Anerkennung ausgeschlossen ist. Die staatliche Unterdrückung hat oft genozidale Formen angenommen: Bei der #Anfal-Kampagne im Irak (1987–1988) wurden 180.000 Kurden getötet; die Entnationalisierungspolitik #Syriens in den 1960er Jahren machte Zehntausende staatenlos; Der #Iran stellt militärische Angriffe auf kurdische Regionen als „#Dschihad“ dar, und die Türkei verbot lange Zeit die Begriffe „Kurde“ und „#Kurdistan“ und bezeichnete Kurden als „Bergtürken“. Allein der Krieg zwischen der PKK und dem türkischen Militär hat über 40.000 Menschenleben gefordert, in einem größeren Kontext kurdischer Konflikte, in denen seit den 1960er Jahren mehr als 250.000 Menschen getötet wurden.

    Die türkische Republik wurde auf dem Völkermord an den #Armenier​n und der Leugnung der kurdischen Identität aufgebaut, die beide dazu dienten, ein homogenisierendes nationalistisches Projekt durchzusetzen. Die PKK entstand in den 1970er Jahren als direkte Reaktion auf dieses ausgrenzende Regime. Ihre Opposition war nicht nur militärischer, sondern auch kultureller und politischer Natur, wie Leyla #Zana​s parlamentarischer Eid von 1991 symbolisiert („Ich leiste diesen Eid für die Brüderlichkeit des türkischen und kurdischen Volkes“) – auf Kurdisch –, für den sie zehn Jahre im Gefängnis verbrachte.

    Heute verbindet der türkische #Imperialismus internen #Kolonialismus mit regionaler neoimperialer Expansion. Seit 2016 setzt #Ankara islamistische Milizen wie die „Syrische Nationalarmee“ (#SNA) in #Nordsyrien (#Afrin, al-Bab, #Azaz, #Jarablus, #Idlib) ein. Diese Milizen ermöglichen es der Türkei, Krieg zu führen und gleichzeitig eine neo-osmanistische Agenda der Zwangsarabisierung, #Islamisierung und demografischen Manipulation voranzutreiben. Mit Versprechungen von Gehältern bis zu 2500 Dollar werden junge Menschen angelockt, die von nur wenigen Dutzend Dollar leben, wodurch Krieg zu einer prekären Beschäftigung wird.

    Seit 2015 hat die Türkei mehrere Operationen gestartet – #Euphrat-Schild, #Olivenzweig, Friedensquelle –, um kurdische Gebiete zu besetzen, die Bevölkerung zu vertreiben und #Plünderungen, #Massengewalt und ethnopolitische Umgestaltungen zu ermöglichen. Die Luftangriffe im #Irak auf #Qandil und #Sinjar haben sich intensiviert, ohne dass die internationale Gemeinschaft nennenswert reagiert hätte. Dieses Kriegsmodell – privatisiert, prekär und transnational – hat sich auf #Libyen (2019–2020), #Aserbaidschan (2020), #Jemen, #Niger und #Pakistan ausgeweitet. Mit dem türkischen Geheimdienst verbundene paramilitärische Netzwerke wie die Sultan-Murad-Brigade operieren aus kurdischen Dörfern wie #Sinara in der Nähe von #Afrin.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Making Sense of the PKK’s Self-Dissolution von Soma.r, 13. Juli 2025 bei @CrimethInc @crimethinc_de

    #CapitalismIsADeathCult #Anarchismus

  24. Auflösung der PKK: Der lange Abschied vom Avantgardismus

    Dieser Schritt spiegelt eine umfassendere strategische Vision wider, die Geschlechtergleichstellung, #Pluralismus und lokale #Demokratie umfasst.

    Die offizielle Ankündigung der Auflösung der PKK hat bei den #Kurden in der Türkei und ihren internationalen Unterstützern gemischte Reaktionen ausgelöst. Allerdings hat sich dieser Schritt über Jahre hinweg abgezeichnet und kommt für langjährige Beobachter der kurdischen Bewegung und Leser der Theorie des demokratischen #Konföderalismus von Abdullah Öcalan nicht überraschend. Die Wende hatte sich bereits vor Monaten angekündigt und bedeutet eine strategische Neuausrichtung, die einer umfassenderen Vision von Autonomie jenseits von #Staat, #Partei und bewaffnetem #Kampf entspricht.

    Die PKK wurde 1978 gegründet und begann 1984 einen bewaffneten Kampf für die #Autonomie der Kurden. Die Türkei reagierte mit harter militärischer Unterdrückung, und beide Seiten verstrickten sich in einen blutigen Konflikt, der Jahrzehnte andauerte. Im Laufe dieses Krieges wurden zwischen 40.000 und 50.000 Menschen getötet, darunter #Zivilisten, PKK-Kämpfer, türkische #Soldaten, #Polizisten und #Dorfwächter. Die 1990er Jahre waren besonders brutal und geprägt von weit verbreiteten Dorfbränden, #Zwangsumsiedlungen von bis zu 3 Millionen Menschen und systematischen #Menschenrechtsverletzungen. Trotz mehrerer Versuche, einen #Waffenstillstand zu erreichen und #Friedensgespräche aufzunehmen, eskalierte die Gewalt immer wieder – #insbesondere nach dem Scheitern der #Verhandlungen im Jahr 2015, als erneute städtische Kämpfe in Städten wie Cizre und Sur zahlreiche Opfer forderten.

    Seit der Festnahme von #Öcalan im Jahr 1999 hat sich die kurdische #Freiheitsbewegung allmählich von traditionellen Modellen des bewaffneten #Avantgardismus, des nationalistischen Statismus und der stalinistischen Rigidität abgewandt. Während die PKK ihre Streitkräfte – insbesondere in den Bergen des irakischen Kurdistans – aufrechterhielt, rückte in ihrer ideologischen Ausrichtung der soziale Wandel zunehmend vor die militärische Konfrontation.

    Dieser Wandel fand seinen strukturellen Ausdruck in der Gründung der Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK) Anfang der 2000er Jahre: einem Dachverband von Organisationen mit dezentralem und horizontalem Charakter. Die #KCK umfasst ein breites Spektrum von Gemeinschaften, politischen #Parteien, #Bürgerinitiativen, Komitees und #Basisorganisationen in der Türkei, #Syrien, #Irak und #Iran. Sie ist ein bewusster Schritt weg vom starren, zentralisierten Modell der #Avantgardepartei hin zu einer vernetzten Struktur, die auf direkter Beteiligung und lokaler #Autonomie basiert.

    In der Türkei ist die KCK politisch aktiv und koordiniert kulturelle, soziale und kommunale Initiativen. Sie hat erfolgreich Kommunalwahlen gewonnen und Kandidaten in Bürgermeisterämter gebracht. Der türkische Staat hat darauf mit anhaltender #Repression reagiert, darunter #Massenverhaftungen von mutmaßlichen „KCK-Mitgliedern“ in den letzten zehn Jahren.

    In dieser neuen #Weltanschauung schrumpft der Raum für eine hierarchische Parteistruktur wie die PKK stetig. Öcalans Aufruf vom Februar 2025, die PKK offiziell aufzulösen, wurde von Vertretern der #Kongra-Gel, dem gesetzgebenden Organ der KCK, unterstützt, die behaupteten, dieser Schritt markiere den Beginn einer breiteren #Demokratiebewegung, die #Frauen, #Arbeiter und #Umweltaktivisten einbeziehe und damit besser mit dem Rahmenkonzept der Demokratischen Modernität im Einklang stehe.

    Der demokratische Konföderalismus wurde zuerst innerhalb der PKK formuliert und dann – am deutlichsten sichtbar – in Rojava umgesetzt. Wo die PKK einst zur ethnischen Polarisierung innerhalb der Türkei und sogar unter den Kurden beitrug, betont das Rojava-Modell nun den Übergang zu Pluralität, #Feminismus und Dezentralisierung. Seit über einem Jahrzehnt widersteht die Region türkischen Invasionen, #ISIS-Offensiven, der Feindseligkeit des Regimes und der internationalen Vernachlässigung und treibt gleichzeitig die soziale und politische #Revolution voran. Wie die #Zapatisten, deren Einfluss in der gesamten Bewegung deutlich zu spüren ist, haben kurdische Kader die Idee des bewaffneten Kampfes neu definiert und entmystifiziert. Im Zentrum dieses Paradigmas steht die „#Jineologie“ – die „Wissenschaft der Frauen“ –, die die Befreiung der Frauen als Grundlage jedes sinnvollen revolutionären Prozesses betrachtet.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages: PKK dissolution: The long goodbye to vanguardism by Blade Runner, via freedomnews.org.uk vom 19. Mai 2025

    #Kurdistan #Türkei #Turkey #Rojava #PKK

  25. Die #Kurden sind dann auch mal im neuen Jahr angekommen 😆 #Newroz

    Frohes Neues!

  26. Türkei - Was die Festnahme des Erdogan-Rivalen Imamoglu bedeutet

    Türkische Behörden haben den Erdogan-Rivalen Imamoglu festgenommen. Kritiker sehen darin den Versuch, die Wahlchancen der Opposition zu schwächen.#SYRIEN #Demokratie #Flüchtlingsabkommen #Mittelmeer #Kurden #AKP #CHP #Europarat
    Festnahme von Erdogan-Rivale Imamoglu - was dahintersteckt

  27. Die kurdisch geführten SDF-Streitkräfte im Nordosten Syriens haben sich mit den neuen Machthabern in Damaskus auf eine Eingliederung in staatliche Institutionen geeinigt. Beobachter sprechen von einem historischen Abkommen.#Damaskus #Kurdistan #Kurden #Syrien #SturzvonBascharal-Assad
    SDF-Streitkräfte im Nordosten: Syriens Führung einigt sich mit Kurden
  28. Eine weitere Lektüre vom Comic-Salon letzten Jahres und leider wieder sehr aktuell: "Kobane Calling" von Zerocalcare. Der italienische Zeichner erzählt von seinen beiden Reisen nach #Kobane und in andere kurdische Gebiete, in der Türkei, nach #Rojava und im Irak. Er berichtet mit einem persönlichen Blick vom Kampf gegen den IS / Daesh und dem Freiheitskampf der #Kurden darüber hinaus, dabei auch aus Trainingslagern der #PKK im Kandilgebirge und über moderne gesellschaftliche Veränderungen unter schwierigsten Bedingungen.
    Ein sehr lesenswertes Buch, dabei unerwartet - doch meist auf zynische Weise - humorvoll. Zeichnerisch solide umgesetzt. #Zerocalcare #Kobanecalling #Comic #Comics

  29. Was ist eigentlich #kurdisch?
    Selbstverständnis, politische Organisierung und Herausforderungen einer der größten Bevölkerungsgruppen im Nahen Osten 👇 #Kurden #Kurdistan
    rosalux.de/news/id/3112

  30. Wiederaufbau in Syrien - Außenministerin Baerbock: Türkei muss Angriffe gegen Kurden beenden

    Außenministerin Baerbock im Interview: Sie fordert Konsequenzen von der EU gegen Angriffe der Türkei gegen Kurden in Nordsyrien.#TÜRKEI #Kurden #SYRIEN #VERTREIBUNG #Neuaufbau #Völkerrecht #Flüchlinge #Angriffe
    Baerbock zu Syrien: Türkei muss Angriffe gegen Kurden beenden

  31. Syrien - Türkei gegen Autonomie: Zukunft der syrischen Kurden ungewiss

    Nach Assads Sturz greifen pro-türkische Milizen autonome kurdische Gebiete in Nord-Syrien an, Zehntausende fliehen. Droht dort der nächste Krieg?#Ausland #Russland #Kurden #Rojava #Milizen #HTS #Dschihadisten #ISRAEL
    Sturz von Assad: Was bedeutet das für die Kurden?

  32. Wot? Wie büdde?

    Wieso @Bundesregierung / @AuswaertigesAmt ??

    Was bitte haben WIR denn in einer #Krise zwischen einem #FolterRegime, #Islamisten, #Kurden, der #Türkei, den #USA, dem #Iran, #Russland & #Israel zu bieten? Ha?

    Gut, wir haben #Syrer & #Syrerinnen.

    Aber wat willst'e machen? Die hier als Geiseln festhalten?

    Face it: Wir haben NULL #Einfluss & so is auch besser.

    wiwo.de/politik/deutschland/na

    .,

  33. What do German media write about the prison sentence of a #Kurd from the Kurdish Freedom Movement if they don't find any criminal offences? "He organised, coordinated and made propaganda" :)
    And for that he should get 4 years in prison. Welcome to #Germany!
    #PKK #Kurdistan #Kurden #Kurdish

  34. CW: iran pol

    RT by @DastanJasim: #Erdogan-Freund und Ex-Nationalspieler #Mesut #Özil zeigt stolz sein #Nazi-Tattoo der faschistischen Grauen Wölfe (Flagge mit drei Halbmonden und Wolf). Es ist eines der schlimmsten Hass-Symbole und steht für Hass auf und Verbrechen an #Aleviten, #Kurden, #Juden und #Christen.…

    Source: bird.trom.tf/TobiasHuch/status

  35. Ich #wars, ich hab die #Juden vergast, die #Kurden gekillt, ich habe die #Araber bombardiert, ich hab kleine Kinder #gefickt, während sie um Gnade flehten, die Todesfelder, das war ich, [...] ich saug dir deine Scheißaugen raus und schick sie an deine #Mutter in einer Schachtel, und wenn ich gestorben bin, such ich dich heim in Gestalt deines Kindes, nur fünfzigmal schlimmer und so verrückt wie alle, #Scheiße, ich werde dir das Leben zur #Hölle machen ICH STEIGE #AUS STARREN SIE MICH NICHT SO AN

  36. Die Türkei macht für den Bombenanschlag in Istanbul die PKK und die YPG verantwortlich und bombardiert kurdische Stellungen. Ob die Türkei dabei das Völkerrecht bricht, ist Erdogan anscheinend egal, meint Erkan Arikan.
    Meinung: Völkerrecht bleibt ein Fremdwort für Präsident Erdogan | DW | 26.11.2022
    #Erdogan #Syrien #Kurden #IslamischerStaat #PKK #Irak #Abdi #YPG #Istanbul #Türkei
  37. Selahattin Demirtas, Ex-Vorsitzender der pro-kurdischen Partei HDP, sitzt seit über vier Jahren in einem türkischen Gefängnis. In einem Interview mit der DW zeichnet er seinen Blick auf die politische Lage in der Türkei.
    Selahattin Demirtas: "Ich werde meinen politischen Kampf fortführen" | DW | 08.12.2020 #Türkei #SelahattinDemirtas #HDP #Kurden #RecepTayyipErdogan #AKPBülentArinc #BeratAlbayrak #PKK #CHP #IYIPartei #DevletBahceli #MHP #EkremImamoglu
  38. Die Staatsanwaltschaft forderte ihre Freilassung. Dennoch muss die Kölner Sängerin Hozan Cane weiterhin in der Türkei im Gefängnis bleiben. Sie ist nicht die einzige Deutsche. Die Bundesregierung schweigt.
    Türkei: Kölner Sängerin weiter im Gefängnis | DW | 03.09.2020
    #Politik #HozanCane #Türkei #Menschenrechte #Kurden #Erdogan #Jusitz