#kolonialismus — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #kolonialismus, aggregated by home.social.
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Ach, wieder was gelernt❗
".. Im Gegenteil, es gab vielfach »Türkenhoffnung« bei den armen Bewohnern der christlichen Länder.
Es hatte sich herumgesprochen, dass es im Osmanischen Reich fast so etwas wie eine Sozialfürsorge gab: Der Sultan – und nach seinem Vorbild auch andere Angehörige der Oberschicht – stifteten Moscheen, Krankenhäuser, Karawansereien, Schulen und sorgten auch für deren Unterhalt.
Belegt ist, dass in den Krankenhäusern Juden, Christen und Muslime gleichermaßen beherbergt und behandelt wurden.
Die Türken galten deshalb nicht wenigen Zeitgenossen nicht als Gefahr, sondern ihre Gesellschaft eher als Alternative zu der in den sozial längst nicht so entwickelten Ländern unter den Päpsten und den Kaisern.
Das traf auch auf die ideologische Ebene zu. Berühmt ist der Kampfschrei verfolgter Lutheraner: »Lieber Türckisch als Päpstisch.«
Riesiger Apparat
Für ihre Propaganda stand dem Papsttum und den Kaisern ein riesiger Medienapparat zur Verfügung, womit sie schließlich Erfolg hatten.
Es ist kein Zufall, dass der Begriff »Propaganda« seinen Ursprung in der päpstlichen Heiligen Kongregation für die Verbreitung des Glaubens von 1622 hat – also des Glaubens, den das Papsttum verbreitet sehen wollte.
Die Predigten in den vollen Kirchen, die antitürkischen Zeichen in Numismatik und Heraldik, das Schauspiel, die Dichtung, die Vielzahl an Flugschriften, die darstellende Kunst – überall wurde über die Jahrhunderte hin gezielt antitürkisch argumentiert. Und diesem " ...
#Medien".. #Europa in seiner Genese immer ein Kriegsruf.
Ein Kampfbegriff – geprägt von einem zivilisatorischen Überlegenheitsgefühl, befördert durch eine rasche bürgerlich-kapitalistische Entwicklung, gestärkt durch immerwährende propagandistische Lügen, durch Raubexpansion, #Kolonialismus und christliche Mission.
https://www.jungewelt.de/artikel/530958.ideologieproduktion-immer-ein-kriegsruf.html
> Jahrhundertelanger Verunglimpfungsfeldzug: Michael Wengraf über die »Türkenkriege« als Motor für die Genese moderner Propaganda •
Foto: Zentralbibliothek Zürich/Wikimedia Commons
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Ach, wieder was gelernt❗
".. Im Gegenteil, es gab vielfach »Türkenhoffnung« bei den armen Bewohnern der christlichen Länder.
Es hatte sich herumgesprochen, dass es im Osmanischen Reich fast so etwas wie eine Sozialfürsorge gab: Der Sultan – und nach seinem Vorbild auch andere Angehörige der Oberschicht – stifteten Moscheen, Krankenhäuser, Karawansereien, Schulen und sorgten auch für deren Unterhalt.
Belegt ist, dass in den Krankenhäusern Juden, Christen und Muslime gleichermaßen beherbergt und behandelt wurden.
Die Türken galten deshalb nicht wenigen Zeitgenossen nicht als Gefahr, sondern ihre Gesellschaft eher als Alternative zu der in den sozial längst nicht so entwickelten Ländern unter den Päpsten und den Kaisern.
Das traf auch auf die ideologische Ebene zu. Berühmt ist der Kampfschrei verfolgter Lutheraner: »Lieber Türckisch als Päpstisch.«
Riesiger Apparat
Für ihre Propaganda stand dem Papsttum und den Kaisern ein riesiger Medienapparat zur Verfügung, womit sie schließlich Erfolg hatten.
Es ist kein Zufall, dass der Begriff »Propaganda« seinen Ursprung in der päpstlichen Heiligen Kongregation für die Verbreitung des Glaubens von 1622 hat – also des Glaubens, den das Papsttum verbreitet sehen wollte.
Die Predigten in den vollen Kirchen, die antitürkischen Zeichen in Numismatik und Heraldik, das Schauspiel, die Dichtung, die Vielzahl an Flugschriften, die darstellende Kunst – überall wurde über die Jahrhunderte hin gezielt antitürkisch argumentiert. Und diesem " ...
#Medien".. #Europa in seiner Genese immer ein Kriegsruf.
Ein Kampfbegriff – geprägt von einem zivilisatorischen Überlegenheitsgefühl, befördert durch eine rasche bürgerlich-kapitalistische Entwicklung, gestärkt durch immerwährende propagandistische Lügen, durch Raubexpansion, #Kolonialismus und christliche Mission.
https://www.jungewelt.de/artikel/530958.ideologieproduktion-immer-ein-kriegsruf.html
> Jahrhundertelanger Verunglimpfungsfeldzug: Michael Wengraf über die »Türkenkriege« als Motor für die Genese moderner Propaganda •
Foto: Zentralbibliothek Zürich/Wikimedia Commons
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(🧵2/3) Das Kunstwerk erinnert an den #Widerstand der kolonisierten Bevölkerung und soll Besucher*innen zur Reflexion über die koloniale Geschichte und deren Nachwirkung anregen.
Es nimmt Bezug auf ein Gefängnis in #Kamerun das von der Deutschen Kolonialmacht errichtet wurde Dort wurde Rudolf Manga Bell 1914 inhaftiert und später durch Erhängung hingerichtet.
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(🧵2/3) Das Kunstwerk erinnert an den #Widerstand der kolonisierten Bevölkerung und soll Besucher*innen zur Reflexion über die koloniale Geschichte und deren Nachwirkung anregen.
Es nimmt Bezug auf ein Gefängnis in #Kamerun das von der Deutschen Kolonialmacht errichtet wurde Dort wurde Rudolf Manga Bell 1914 inhaftiert und später durch Erhängung hingerichtet.
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(🧵2/3) Das Kunstwerk erinnert an den #Widerstand der kolonisierten Bevölkerung und soll Besucher*innen zur Reflexion über die koloniale Geschichte und deren Nachwirkung anregen.
Es nimmt Bezug auf ein Gefängnis in #Kamerun das von der Deutschen Kolonialmacht errichtet wurde Dort wurde Rudolf Manga Bell 1914 inhaftiert und später durch Erhängung hingerichtet.
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Gestern war es so weit: Wir haben Richtfest für das Manoka #Denkmal gefeiert. Die Initiative Gedenkort #Afrikaviertel - zu der auch die grüne Bezirksbürgermeisterin @dianasiebert gehört - hat sich seit Jahren für die Umbenennung der ehemaligen Gustav-Nachtigal-Str. und die Errichtung eines kolonialkritischen Denkmals eingesetzt. (🧶1/3)
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Gestern war es so weit: Wir haben Richtfest für das Manoka #Denkmal gefeiert. Die Initiative Gedenkort #Afrikaviertel - zu der auch die grüne Bezirksbürgermeisterin @dianasiebert gehört - hat sich seit Jahren für die Umbenennung der ehemaligen Gustav-Nachtigal-Str. und die Errichtung eines kolonialkritischen Denkmals eingesetzt. (🧶1/3)
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Gestern war es so weit: Wir haben Richtfest für das Manoka #Denkmal gefeiert. Die Initiative Gedenkort #Afrikaviertel - zu der auch die grüne Bezirksbürgermeisterin @dianasiebert gehört - hat sich seit Jahren für die Umbenennung der ehemaligen Gustav-Nachtigal-Str. und die Errichtung eines kolonialkritischen Denkmals eingesetzt. (🧶1/3)