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#artetv — Public Fediverse posts

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  1. Ich komme in englischen #Krimis im #TV damit klar, dass sie auf der falschen Seite fahren. Aber DASS SIE IMMER AUF DER FALSCHEN SEITE INS AUTO STEIGEN, MACHT MICH KOMPLETT VERRÜCKT!!! 🤪🤯😳
    #artetv #happyvalley #UK

  2. Todd Haynes – „Vergiftete Wahrheit“ (2019)

    Hollywood kann so viel mehr als Eskapismus – das beweist dieses leise, aber unglaublich wütende Justizdrama von Todd Haynes über einen der größten Umweltskandale der US-Geschichte. Mark Ruffalo spielt einen Anwalt, der gegen den Chemiekonzern DuPont kämpft – und gegen die Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit. Ein Film, der nicht beruhigt, sondern noch immer auch nachhaltig verstört. Und der so noch lange nach dem Abspann weiterarbeitet… (ARD, Wh.)

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  3. John Badham – „Saturday Night Fever“ (1977)

    Ich bin tatsächlich immer noch überrascht davon, wie viel dieser Film zu bieten hat. Mehr als nur Discokugeln, weiße Anzüge, die ikonischen Bee Gees und das dumme Grinsen von John Travolta jedenfalls. Hinter der glitzernden Oberfläche des globalen popkulturellen Phänomens meiner eigenen frühen Jugend verbirgt sich tatsächlich ein erstaunlich düsteres, fast schon zynisches Porträt der verlorenen jungen Arbeiterklasse im Brooklyn der 70er-Jahre. (ARTE, Wh.)

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  4. Éric Toledano, Olivier Nakache – „Heute bin ich Samba“ (2014)

    Nach dem internationalen Erfolg von „Ziemlich beste Freunde“ (2011) sind Olivier Nakache und Eric Toledano nicht einfach mit einem weiteren Film für das Wohlfühlkino zurückgekommen, sondern mit noch mehr Härte. Sie behalten dabei ihren Ton zwischen Komödie und Drama und beleuchten die unmenschlichen Mechanismen von Bürokratie, Ausgrenzung und prekärer Arbeit im Moloch der Metropole Paris. Das ist ein Film, auf den die Welt damals gewartet hat, und einer, den die Welt auch heute noch braucht! Mit Omar Sy, Charlotte Gainsbourg und Tahar Rahim. (ARTE, Wh.)

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  5. Peter Bogdanovich – „Nickelodeon“ (1976)

    Ein Film, der eigentlich viel weniger ein nostalgisches Werk über die Stummfilmzeit als ein popkultureller Kommentar darüber ist, wie sich ein Filmemacher einer Ära nähert, an deren Mythologisierung er selbst vielleicht den größten Anteil hatte. Eine cinephile Zeitkapsel von Peter Bogdanovich und ein Lieblingsfilm mit Ryan O’Neal, Burt Reynolds und Tatum O’Neal. (ARTE, Wh.)

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  6. Todd Haynes – „Vergiftete Wahrheit“ (2019)

    Hollywood kann so viel mehr als Eskapismus – das beweist dieses leise, aber unglaublich wütende Justizdrama von Todd Haynes über einen der größten Umweltskandale der US-Geschichte. Mark Ruffalo spielt einen Anwalt, der gegen den Chemiekonzern DuPont kämpft – und gegen die Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit. Ein Film, der nicht beruhigt, sondern nachhaltig verstört. Und der noch lange nach dem Abspann weiterarbeitet… (ARD, Wh.)

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  7. Bob Dylan – „Shadow Kingdom“ (2021)

    Auf ARTE ist Verlass, wenn es darum geht, zuverlässig den Soundtrack für die Feiertage zu liefern. Gut abgehangene Aufzeichnungen historischer Konzerte, immer auch durchmischt mit aktuellen Produktionen neueren Datums. Dabei handelt es sich in der Regel um eingekaufte, zuvor schon auf Datenträgern oder auf Streamingplattformen veröffentlichte Versionen, deshalb meistens signifikant gekürzt im Vergleich zu den Originalen. (ARTE, Wh.)

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  8. Joel Coen, Ethan Coen – „The Big Lebowski“ (1998)

    Ein Film, der versehentlich aus einem Paralleluniversum in die Kinos gefallen ist. Zu schräg für den Mainstream, zu bekifft für klassische Krimikonventionen und viel zu liebevoll gegenüber all den kaputten Männern darin, um noch als Satire durchzugehen. Die Coen-Brüder haben ihren eigenen amerikanischen Kosmos aus Verlierer:innen, Hochstapler:innen und Menschen, die einfach nur irgendwie durch den nächsten Tag kommen wollen, um einen Protagonisten erweitert, der heute noch wahrscheinlich mehr Anhänger hat, als der amtierende Präsident der USA. (Oder irgendeiner seiner Vorgänger.) Mit Jeff Bridges, John Goodman, Steve Buscemi, Julianne Moore. (ARTE, Wh.)

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  9. Sidney Lumet – „Network“ (1976)

    DER KLASSIKER über die Verwandlung von Journalismus in kapitalisierbare Erregung. New Hollywood ist hier keine Stilphase, sondern der Krisenmodus des US-Kinos, der endlich seine eigenen Macht- und Produktionsbedingungen sichtbar gemacht hat. Ein Film, der Fernsehen als Institution beschreibt, die Wahrheit nur noch als Nebenprodukt von Quote und Eskalation kennt. Was bei Sidney Lumet 1976 noch wie Überzeichnung gewirkt haben mag, liest sich heute doch wie eine frühe Betriebsanleitung des Medienkapitalismus (nicht erst) unter Trump. Sie dürfen diesen Film deshalb unter keinen Umständen verpassen! (ARTE, Wh.)

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  10. Samúel Bjarki Pétursson, Gunnar Páll Ólafsson – „Reykjavík Fusion“ (Serie, 2025)

    Eine nordische Thriller-Serie, die ihren Sog aus Atmosphäre zieht, aus Blicken und dem Gefühl, dass unter jeder glatten Oberfläche bereits etwas fault. Diese ARTE-Koproduktion aus Island macht aus Reykjavík keinen Sehnsuchtsort aus Nordlicht, Designlampen und heißen Geysiren, sondern eine vibrierende, leicht heruntergekühlte Bühne für Begehren, Macht und still eskalierende Konflikte. Im Zentrum steht die Gastronomie: Eine Küche als Labor sozialer Hierarchien, Kochen als eine Form von Kontrolle, Hingabe und verdeckter Gewalt. Geschmack ist hier nie unschuldig. Mit Ólafur Darri Ólafsson und Hera Hilmar. (ARTE, Neu!)

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  11. Georg Tressler – „Das Totenschiff“ (1959)

    Das ist vielleicht bisher das seltenste Fundstück unter all den Wiederholungen anlässlich des Todes von Mario Adorf. Die Geschichte eines Schiffes, auf dem Identität zur Ware wird und der Mensch zur austauschbaren Ressource. Lange bevor das Wort Globalisierung überhaupt im Umlauf war, hat dieser Film schon von einer Welt erzählt, in der Herkunft, Papiere und Bürger:innenrechte nicht naturgegeben sind, sondern willkürlich und jederzeit entzogen werden können. B. Traven, der Autor des Romans wusste genau, wovon er schrieb. (ARTE, Wh.)

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  12. Judy Landkammer, Philipp Fussenegger – „Teaches of Peaches“ (2024)

    Ein Körper als Bühne, als Waffe, als Meme lange bevor es das Wort überhaupt gab. Merrill Beth Nisker, besser bekannt als Peaches, hat Pop nie als Konsensveranstaltung verstanden, sondern als Dauerprovokation gegen Scham, gegen Norm, gegen das, was „geht“. Dieser Dokumentarfilm greift genau dort rein: mitten in diese rohe, manchmal widersprüchliche, oft radikale Selbstinszenierung. Und er macht das nicht geschniegelt, sondern mit einer Energie, die sich eher nach Backstage-Schweiß als nach Hochglanz anfühlt. (ARTE, Neu!)

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  13. Billy Wilder – „Zeugin der Anklage“ (1957)

    Gerichtssäle sind im Kino ja immer auch Bühnen. Als Orte der Inszenierung, kunstvoller Rhetorik und Macht über die Narrative. Genau deshalb funktionieren sie so gut als Filmraum. Wer spricht überzeugender? Wer kontrolliert die Blicke? Wer schreibt womöglich die Geschichte eines Verbrechens um? Dieser ewige Klassiker des Genres von Billy Wilder gehört wohl zu den elegantesten Antworten auf all diese Fragen. Mit einer glatt unglaublichen Marlene Dietrich. (ARTE, Wh.)

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  14. Pola Beck – „Der Russe ist einer, der Birken liebt“ (2022)

    Ein wirklich großer Film, dem es gerecht würde, ihn zu lieben, auch wenn er es uns nicht wirklich einfach macht. Denn die Geschichten von Mascha, erzählt von Regisseurin Paula Beck und ihrer Hauptdarstellerin Aylin Tezel, ergeben keine lineare Heldinnenreise, sondern erzählen von Flucht und einer Suche nach Heimat und Identität. (ZDF, Wh.))

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  15. Alfred Hitchcock – „Die Vögel“ (1962)

    Die Natur schlägt zurück. Ich glaube, auf den Konsens können wir uns irgendwie einigen. So lautet auch die bequeme Lesart dieses Films von Alfred Hitchcock. Das ist ein Horror, als würden wir hier in 119 Minuten dem ökologischen Gleichgewicht beim Umkippen zusehen können. Doch für mich ist diese Geschichte viel weniger eine Parabel als eine echte Zumutung. Und weil es vermutlich immer noch Menschen gibt, die diesen Film noch nicht gesehen haben, schreibe ich mir das hier nochmal von der Seele. (ARTE, Wh.)

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  16. Chris Kraus – „15 Jahre“ (2023)

    Fünfzehn Jahre im Knast – das ist die Langstrecke. Nach verbüßter Schuld sucht eine Frau einen Neustart. Doch der Film interessiert sich nicht für Neuanfänge als Feelgood Erzählung. Chris Kraus setzt dort an, wo Institutionen behaupten, ihre Arbeit sei getan. Gefängnismauern verschwinden zwar, doch die Mechanismen bleiben. Das Ganze spielt im Sumpf zwischen Fürsorge, Kunst und Castingshows, zwischen der Chance auf Freiheit und der auf Revanche. Mit einer überragenden Hannah Herzsprung in einem Cast aus der ersten Liga. (TV-Premiere, ARTE)

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  17. Terry Gilliam – „12 Monkeys“ (1996)

    Zeitreisen sind bei Terry Gilliam kein Versprechen auf Rettung, sondern eine Form von Gewalt. Erinnerung ist brüchig und die Zukunft bereits kontaminiert. Die Gegenwart ist ein kaum haltbarer Zustand. Das ist keine Science-Fiction der technischen Möglichkeiten, sondern eine Dystopie über eine Kontrollgesellschaft und über die Unmöglichkeit, Wahrheit gegen Institutionen durchzusetzen. Mit Bruce Willis, Brad Pitt und Madeline Stowe. (ARTE, Wh.)

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  18. Jean-Pierre Jeunet – „Die fabelhafte Welt der Amélie“ (2001)

    Die (westliche) Welt hat diesen Film geliebt. Er war ja auch ein globales Wohlfühlversprechen: Montmartre als begehbares Diorama, Paris als innerer Zustand, Einsamkeit als verspieltes Rätsel. Doch unter all dem Zuckerguss bleibt bei mir ein Unbehagen, das sich nicht einfach wegwischen lässt. Denn Amélie mischt sich ein. Systematisch. Heimlich. Mit Methoden, die wir heute Stalking nennen würden – wären sie nur nicht so umwerfend hübsch ausgeleuchtet. Mit Audrey Tautou und Mathieu Kassovitz. (ARTE, Wh.)

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  19. York-Fabian Raabe – „Borga“ (2021)

    Das lang erwartete Spielfilmdebüt von York-Fabian Raabe erzählt die Geschichte von Kojo, eines jungen Ghanaers, der in den Westen geht, um zurückkommen, als ein Mann, der es als „Borga“ zu Wohlstand gebracht hat. Das Wort aus der Heimat steht für jene, die es angeblich geschafft haben – ein Synonym für Wohlstand, der allerdings auf einem rein imaginären Fundament steht. Dieser Film eines weißen Deutschen über einen „Afrikaner“, weiß aber, anders als die meisten anderen, genau, wovon er spricht. (ARTE, Wh.)

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  20. York-Fabian Raabe – „Borga“ (2021)

    Das lang erwartete Spielfilmdebüt von York-Fabian Raabe erzählt die Geschichte von Kojo, eines jungen Ghanaers, der in den Westen geht, um zurückkommen, als ein Mann, der es als „Borga“ zu Wohlstand gebracht hat. Das Wort aus der Heimat steht für jene, die es angeblich geschafft haben – ein Synonym für Wohlstand, der allerdings auf einem rein imaginären Fundament steht. Dieser Film eines weißen Deutschen über einen „Afrikaner“, weiß aber, anders als die meisten anderen, genau, wovon er spricht. (ARTE, Wh.)

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  21. York-Fabian Raabe – „Borga“ (2021)

    Das lang erwartete Spielfilmdebüt von York-Fabian Raabe erzählt die Geschichte von Kojo, eines jungen Ghanaers, der in den Westen geht, um zurückkommen, als ein Mann, der es als „Borga“ zu Wohlstand gebracht hat. Das Wort aus der Heimat steht für jene, die es angeblich geschafft haben – ein Synonym für Wohlstand, der allerdings auf einem rein imaginären Fundament steht. Dieser Film eines weißen Deutschen über einen „Afrikaner“, weiß aber, anders als die meisten anderen, genau, wovon er spricht. (ARTE, Wh.)

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  22. York-Fabian Raabe – „Borga“ (2021)

    Das lang erwartete Spielfilmdebüt von York-Fabian Raabe erzählt die Geschichte von Kojo, eines jungen Ghanaers, der in den Westen geht, um zurückkommen, als ein Mann, der es als „Borga“ zu Wohlstand gebracht hat. Das Wort aus der Heimat steht für jene, die es angeblich geschafft haben – ein Synonym für Wohlstand, der allerdings auf einem rein imaginären Fundament steht. Dieser Film eines weißen Deutschen über einen „Afrikaner“, weiß aber, anders als die meisten anderen, genau, wovon er spricht. (ARTE, Wh.)

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  23. York-Fabian Raabe – „Borga“ (2021)

    Das lang erwartete Spielfilmdebüt von York-Fabian Raabe erzählt die Geschichte von Kojo, eines jungen Ghanaers, der in den Westen geht, um zurückkommen, als ein Mann, der es als „Borga“ zu Wohlstand gebracht hat. Das Wort aus der Heimat steht für jene, die es angeblich geschafft haben – ein Synonym für Wohlstand, der allerdings auf einem rein imaginären Fundament steht. Dieser Film eines weißen Deutschen über einen „Afrikaner“, weiß aber, anders als die meisten anderen, genau, wovon er spricht. (ARTE, Wh.)

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  24. Claude Miller – „Das Verhör“ (1981)

    Noch so ein Film, der sich auf ewig in meinem Kinogedächtnis festgesetzt hat. Reduziert auf das absolute Minimum, mit einer komplexen psychologischen Handlung, war das ein Werk, das mir für alle Zeit bewiesen hat, wie wenig es braucht, einen großen Film zu schaffen. Hier zählt nur die Geschichte, die überragenden Darsteller:innen und das Auge und Timing des Regisseurs. (ARTE, Wh.)

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  25. Wolfgang Becker – „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997)

    Es ist es immer schön, diesen Film wiederzusehen. Eine Zeitreise, für die, die alt genug sind, sich zu erinnern. Und ein wilder Trip für die, deren Eltern damals nächtelang durch die Straßen der gerade eben wieder „Hauptstadt“ gerannt sind, um sich zu verlieben… so, liebe Kinder, hat das damals funktioniert… vor Tinder und dem Internet. (ARD, Wh.)

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  26. Wolfgang Becker – „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997)

    Es ist es immer schön, diesen Film wiederzusehen. Eine Zeitreise, für die, die alt genug sind, sich zu erinnern. Und ein wilder Trip für die, deren Eltern damals nächtelang durch die Straßen der gerade eben wieder „Hauptstadt“ gerannt sind, um sich zu verlieben… so, liebe Kinder, hat das damals funktioniert… vor Tinder und dem Internet. (ARD, Wh.)

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  27. Wolfgang Becker – „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997)

    Es ist es immer schön, diesen Film wiederzusehen. Eine Zeitreise, für die, die alt genug sind, sich zu erinnern. Und ein wilder Trip für die, deren Eltern damals nächtelang durch die Straßen der gerade eben wieder „Hauptstadt“ gerannt sind, um sich zu verlieben… so, liebe Kinder, hat das damals funktioniert… vor Tinder und dem Internet. (ARD, Wh.)

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  28. Wolfgang Becker – „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997)

    Es ist es immer schön, diesen Film wiederzusehen. Eine Zeitreise, für die, die alt genug sind, sich zu erinnern. Und ein wilder Trip für die, deren Eltern damals nächtelang durch die Straßen der gerade eben wieder „Hauptstadt“ gerannt sind, um sich zu verlieben… so, liebe Kinder, hat das damals funktioniert… vor Tinder und dem Internet. (ARTE, WH)

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  29. Wolfgang Becker – „Das Leben ist eine Baustelle“ (1997)

    Es ist es immer schön, diesen Film wiederzusehen. Eine Zeitreise, für die, die alt genug sind, sich zu erinnern. Und ein wilder Trip für die, deren Eltern damals nächtelang durch die Straßen der gerade eben wieder „Hauptstadt“ gerannt sind, um sich zu verlieben… so, liebe Kinder, hat das damals funktioniert… vor Tinder und dem Internet. (ARD, Wh.)

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  30. Nikolaj Coster-Waldau – „Suicide Tourist“ (2019)

    Der Däne ist, spätestens seit seiner Rolle als „Jaime Lannister“ in der Blockbuster-Serie „Game of Thrones“ (2011-2019), ein auch international hochgeschätzter Charakterdarsteller. Tatsächlich hätte er wohl auch einen großen Komiker in sich. Das deutet er in den ersten Szenen dieses Nordic-Noir-Dramas wenigstens an. Der Rest des Filmes ist allerdings ganz und gar nicht komisch. (ARTE)

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  31. Todd Haynes, Mark Ruffalo – „Vergiftete Wahrheit“ (2019)

    Hollywood kann so viel mehr als Eskapismus – das beweist dieses leise, aber unglaublich wütende Justizdrama von Todd Haynes über einen der größten Umweltskandale der US-Geschichte. Mark Ruffalo spielt einen Anwalt, der gegen den Chemiekonzern DuPont kämpft – und gegen die Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit. Ein Film, der nicht beruhigt, sondern nachhaltig verstört. Und der noch lange nach dem Abspann weiterarbeitet… (ARD, Wh)

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  32. Die übertünchte Vergangenheit der Deutschen – „Geraubtes Wirtschaftswunder“ (2024)

    Kein gemütlicher Geschichtsabend mit Schwarzweißaufnahmen und Nachkriegsromantik, sondern eine filmische Abrissbirne, die den Putz der Selbstgerechtigkeit von der Wand der Republik schlägt. Dietrich Duppel und Historiker Thomas Schuhbauer rollen das deutsche Nachkriegsnarrativ auf, als wäre es ein schlecht geklebtes Plakat: darunter kleben Blut, Enteignung, Profite. (ARTE, Neu)

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  33. Es war einmal 2050 – „Everything Will Change“ (2022)

    Kein Dokumentarfilm, kein Science-Fiction, kein Spielfilm, kein Märchen. Was wir hier haben, ist ein Hybrid. Agitprop-Kino. Und die Mission dieses Films ist es nicht weniger als die Welt zu retten. Doch ist das nicht unweigerlich zum Scheitern verurteilt, wenn kein Mensch ihn sieht? Bitte sehen Sie sich das an, erzählen Sie anderen davon! (ARD, Wh)

  34. John Sturges – „Der Adler ist gelandet“ (1976)

    Der Krieg gegen den Faschismus als Abenteuerspielplatz für Nachmittage mit der Familie: „Der Adler ist gelandet“ gehört zu jener Sorte von Filmen, die die mörderische Logik des Zweiten Weltkriegs in elegante Uniformen, straffe Handlungsbögen und hochkarätig besetzte Rollen verpackt haben. Michael Caine als deutscher Offizier, charmant, kühl, fast wie ein Popstar im falschen Kostüm. Donald Sutherland stolpert irisch-komisch durch die Kulissen, Robert Duvall trägt Augenklappe und preußischen Ernst. Alles ist zugleich zu viel, zu wenig, und vor allem, zu glatt. Furchtbar! (ARTE)

  35. Todd Haynes, Mark Ruffalo – „Vergiftete Wahrheit“ (2019)

    Hollywood kann so viel mehr als Eskapismus – das beweist dieses leise, wütende Justizdrama über einen der größten Umweltskandale der US-Geschichte. Mark Ruffalo spielt den Anwalt, der gegen den Chemiekonzern DuPont kämpft – und gegen die Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit. Ein Film, der nicht beruhigt, sondern verstört. Und der noch lange nach dem Abspann weiterarbeitet… (ARD/One)

  36. John Wayne – „Der Marshal“ (1969)

    Western sind kein Ort für Zweifel. Das Genre lebt von der Klarheit, und sei es unter Staubwolken und Blei. Dieser Film passt in diese Schablone und ist doch eigentlich größer. Die Geschichte ist simpel genug, um in jede Pulp-Anthologie der 50er zu passen. Aber die Verfilmung trägt eben die Patina der Zeit, in der der klassische Studio-Western schon auf der Zielgeraden war. New-Hollywood stand schon vor der Tür, doch Hathaway blieb noch bei der alten Rezeptur. (ARD)

  37. Wim Wenders – „Pina“ (2011)

    Pina Bausch ist gestorben, während dieser Film vorbereitet wurde. Zurück blieb ihr Ensemble, das ohne sie weitergetanzt hat, als wäre jeder Schritt zugleich Erinnerung und Aufstand. Auf der Leinwand wird ein Raum geöffnet, in dem nur Körper sprechen. Eine Feier der Bewegung, die mehr sagt, als alle Worte können, und die den Tod und das Andenken der großen Choreografin transformiert. (ARTE)

  38. Franziska Hartmann – “Monster in Kopf” (2023)

    Franziska Hartmann und Christina Ebelt waren schon 2019 in “Sterne über uns” eine gute Kombination. Vier Jahre später haben beide sich wieder für einen Film zusammengetan. Und wieder steht eine Frau im Mittelpunkt einer Geschichte, die wir so nicht oft im Fernsehen zu sehen bekommen. (ZDF, Wh)

  39. Cher, Nicolas Cage – „Moonstruck“ (1987)

    Ich begegne romantischen Komödien grundsätzlich mit Misstrauen – zu oft sind sie süßlich, affirmativ, geschlechterpolitisch ein Desaster. Dieser Film ist all das. Und dennoch liebe ich jeden Moment dieses Films. Norman Jewisons New Yorker Operettenmärchen aus dem Jahr 1987 ist eine Ode an das Begehren im Alter, an die Lächerlichkeit des Herzens, an die Unlogik der Gefühle. Er ist altmodisch, glaubt an die große Geste, den Sturm und den Vollmond – und erlaubt seinen Figuren, komplett zu überziehen. Das ist einfach herrlich! (ARTE)

  40. John le Carré – „Der Spion, der aus der Kälte kam“ (1965)

    Die erste Verfilmung eines Romans von le Carré, ein Monsterklassiker und ganz sicher kein Film, der einfach zu konsumieren, abzunicken und wieder zu vergessen ist. Vielleicht, weil er nicht vorgibt, etwas zu enthüllen, sondern nur zeigt, was ohnehin jede:r weiß – wenn wir denn hinsehen wollen: dass die Welt der Geheimdienste schmutzig ist, und dabei, sich von innen heraus aufzufressen. (ARTE)

  41. Andreas Dresen – „Halbe Treppe“ (2002)

    Ein Film, der die Zwischentöne ausspricht. Kein Drama, kein Plot, keine große Wendung. Sondern nur beobachtendes Aushalten, tastendes Erzählen über vier Menschen in Frankfurt (Oder), in der Peripherie Deutschlands, irgendwo in der Provinz, mit Bratwurstbude und Mittelstandsgrauen. Ein stilles Meisterwerk, das durch seine Form und die radikale Nähe zu seinen Figuren Maßstäbe gesetzt hat – formal wie inhaltlich. (ARTE)

  42. Peter Meister – „Das schwarze Quadrat“ (2021)

    Ist das Kunst, oder kann das weg? Ich bin der letzte, mich in eine solche Diskussion einzumischen. Ob eine Komödie, zumal eine deutsche, aber funktioniert, oder nicht, das merke ich selbst. Hier gelingt es mal ziemlich gut, dem Traum(a)schiff einen Spin zu geben, den wir so noch nicht gesehen haben. Schuld daran sind Elvis, Bowie & unter anderen, Sandra Hüller. (ZDF, Wh)

  43. Quentin Tarantino – „Death Proof“ (2007)

    Vielleicht der am meisten unterschätzte Film in Quentin Tarantinos Filmografie – und einer der unbequemsten. Ich habe ihn lange ignoriert, abgetan als stilisierte Gewaltorgie ohne Tiefgang. Doch beim Wiedersehen hat er sich mir ganz anders gezeigt: als wütender, feministischer Rachefilm, der den männlichen Blick nicht einfach nur spiegelt, sondern seziert – und schließlich vernichtet… (ARTE)

  44. Claire Denis, Juliette Binoche – „High Life“ (2019)

    Ein Film, der sich dem Publikum nicht anbiedert, sondern mit einer fast schon trotzig-poetischen Strenge seine eigene Welt errichtet – irgendwo zwischen den Sternen, in der Kälte des Alls, aber durchsetzt von einer schmerzhaft irdischen Menschlichkeit. Dass Claire Denis sich ausgerechnet dem Science-Fiction-Genre zugewendet hat, war auf den ersten Blick überraschend. (ARTE)

  45. Todd Haynes, Mark Ruffalo – „Vergiftete Wahrheit“ (2019)

    Hollywood kann so viel mehr als Eskapismus – das beweist dieses leise, wütende Justizdrama über einen der größten Umweltskandale der US-Geschichte. Mark Ruffalo spielt den Anwalt, der gegen den Chemiekonzern DuPont kämpft – und gegen die Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit. Ein Film, der nicht beruhigt, sondern verstört. Und der noch lange nach dem Abspann weiterarbeitet… (ARD/One)