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#anarchismus — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #anarchismus, aggregated by home.social.

  1. Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)

    Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.

    Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeiter​n und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.

    Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.

    (...)

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    #Attentat #OtD #OurHistory #McKinley

  2. Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)

    Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden. Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeiter​n und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus. Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.

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    #Attentat #OtD #OurHistory #McKinley

  3. Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)

    Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.

    Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeiter​n und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.

    Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.

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    #Attentat #OtD #OurHistory #McKinley

  4. Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)

    Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.

    Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeiter​n und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.

    Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.

    (...)

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    #Attentat #OtD #OurHistory #McKinley

  5. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

    🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.

    📆23. September 2026
    🕑16:00 Uhr
    📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
    🫰Teilnahmegebühr: 9 €
    Anmeldung: bildungswerk-bayern.de/muenche

    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  6. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

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    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  7. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

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    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  8. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

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    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  9. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

    🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.

    📆23. September 2026
    🕑16:00 Uhr
    📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
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    Anmeldung: bildungswerk-bayern.de/muenche

    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  10. Anarchismus: Die lange Geschichte einer politischen Utopie

    Ein nettes Einführungs-Feature von Deutschlandfunk Kultur mit Infos zur FAU und unserer Vorgänger:innenorganisation der FAUD

    deutschlandfunkkultur.de/wer-i

    PS: Wir sind wesentlich mehr als 1800 Leute und der Verfassungsschutz wirklich keine seriöse Quelle die pressetechnisch geächtet gehört.

    #Anarchismus #Anarchie #Gewerkschaft #Bakunin #Syndikalismus #Utopie #Produktion #Demokratie #Wirtschaft #Berlin #Leipzig #FAU #FAUD #CNT #Anarchosyndikalismus #Verfassungsschutz #Kollektivbetrieb #Kollektiv #Eventmanagement #IT

  11. Kriminelle Anarchie in Minnesota oder: Gedankenverbrechen und fadenscheinige Anklagen

    Ich hatte diesen ganzen Beitrag eigentlich schon für euch für heute geschrieben. Darin ging es darum, wie sehr ich Bücher liebe. Es ging darum, dass ich dieses Jahr noch nicht genug Romane gelesen habe, darum, wie sehr ich Hörbücher liebe, aber dass es eine ganz besondere Freude ist, die ganze Welt dazu zu zwingen, einen Gang herunterzuschalten, damit man in einem Sessel sitzen und Belletristik lesen kann, die mit Tinte auf Papier gedruckt ist.

    Aber ich kann die Welt nicht immer dazu bringen, langsamer zu werden, und gestern wachte ich mit einer SMS aus Minneapolis auf. „Die ICE hat meine Straße abgesperrt. Sie führen eine Razzia im Haus meines Nachbarn durch.“

    Es dauerte nicht lange, bis ich ein Video von einer der Festnahmen sah – von einem Mann namens Isaac, dem Verschwörung zur Behinderung der Strafverfolgung vorgeworfen wird. Er wurde aus seinem Haus geführt, hielt den Kopf hoch und nannte den Nachbarn, die herausgekommen waren, um ihn zu unterstützen, ruhig seinen Namen und seine Daten.

    Die Bundesbehörden scheinen entschlossen zu sein, diesen Mann und vierzehn weitere Personen mit der ganzen Härte des Gesetzes zu bestrafen. In der 94-seitigen Anklageschrift sind 276 Vorwürfe aufgeführt. (Ich werde nicht direkt darauf verlinken, da sie auf einer .gov-Website gehostet wird, aber sie ist leicht zu finden. Ich habe nach „Anklageschrift gegen 15 aus Minneapolis“ gesucht.) Der Gruppe werden alle möglichen Straftaten vorgeworfen, von denen fast keine etwas beinhaltet, was ein Laie als kriminell ansehen würde – denn ihnen wird Verschwörung vorgeworfen.

    Kurz gesagt (und ich bin kein Anwalt): Eine Verschwörung liegt vor, wenn zwei oder mehr Personen zusammenkommen und sagen: „Wir sollten das folgende Verbrechen begehen.“ Wir haben Meinungsfreiheit, daher ist es an sich nicht illegal zu sagen: „Was wäre, wenn wir ein Verbrechen begehen würden?“ Sobald jedoch eine dieser Personen „offene Handlungen“ (einschließlich ansonsten legaler Handlungen) zur Förderung der Verschwörung vornimmt, wird daraus eine kriminelle Verschwörung, und alle sind strafbar. Wenn du und ich in einem Raum wären und ich sagen würde: „Wir sollten Süßigkeiten aus Automaten klauen“, und du später Baupläne eines Automaten nachschlagen würdest, könnte der Staat einen Fall wegen Verschwörung gegen uns vorbringen – obwohl es legal ist, über ein Verbrechen zu reden, und es legal ist, Informationen nachzuschlagen.

    Das ist – aus Sicht des Staates – eine fantastische Gesetzeslücke, um Verhaltensweisen strafrechtlich zu verfolgen, die ansonsten verfassungsrechtlich geschützt wären.

    Es gibt also diese 94-seitige Anklageschrift mit 276 nummerierten Vorwürfen gegen Mitglieder einer Gruppe namens DAMN (Direct Action Minnesota; ich stehe den meisten Namen von Protestgruppen sehr kritisch gegenüber, aber verdammt, der ist gut), und fast jeder dieser Vorwürfe ist einfach nur eine Beschreibung dessen, was zur Organisation von Protesten dazugehört. Die Regierung behauptet, dass sie ihre Aktionen über Signal koordiniert haben. Die Regierung behauptet, dass sie Schutzschilde in einem Pick-up transportiert haben. Die Regierung behauptet, dass sie Überprüfungsverfahren genutzt hätten, um festzustellen, wem man vertrauen könne. Die Regierung behauptet, dass sich viele von ihnen selbst als Anarchisten bezeichnet hätten. Die Regierung behauptet, dass sie Blockaden am Whipple Building organisiert hätten, dem Hauptquartier ihrer Besetzung der Twin Cities.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes „Criminal Anarchy in Minnesota or: Thoughtcrime and flimsy cases“ von Margaret Killjoy, 17.Juni 2026

    #CapitalismIsADeathCult #Anarchismus #Minnesota #ICE #Antirepression #Solidarität #Antifa #Minneapolis15

  12. Deserteure – sie wollen nicht töten, sie wollen nicht sterben, sie haben Angst, sie wollen nicht gehorchen und sich nicht schikanieren lassen. Ihnen sind Manneszucht und Männerbünde zuwider, sie wollen ihre Verantwortung und Selbstbestimmung nicht aufgeben, sie wollen nicht für ein Regime und ein Ziel kämpfen, das sie ablehnen.

    Franz Nadler und Rolf Cantzen zeichnen eine herrschaftskritische Geschichte der Deserteure.

    Deserteure – eine herrschaftskritische Geschichte

    Sonntag, 12 Uhr, Raum 2

    Buchvorstellung und Diskussion mit Franz Nadler und Rolf Cantzen

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Deserteure #Krieg #Armee #Selbstbestimmung #Anarchismus #Gewissen #Widerstand #Flucht #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  13. Vortrag zur Anarcho-syndikalistischen Jugend Stuttgart

    Am 24. Januar kamen rund 40 Leute ins #Stadteilzentrum #Gasparitsch, um Martin #Veith zu hören – von 17 bis 70 war alles dabei. Veith war selbst bei der Anarcho-Syndikalistischen Jugend (ASJ) aktiv und hat mit „Eine Revolution für die Anarchie" ein #Buch über die Geschichte der Gruppe geschrieben.

    Die #ASJ existierte von 1990 bis 1993 im Großraum #Stuttgart und stand der #FAU nahe. Als syndikalistische #Jugendorganisation setzte sie auf #Selbstorganisation und direkte Aktion – also darauf, Verbesserungen nicht über Parteien oder große Apparate zu erreichen, sondern durch eigenes Handeln am Arbeitsplatz und im Alltag. Die Gruppe beteiligte sich an 1.-Mai-Demonstrationen, Kampagnen und Aktionen in der Stadt.

    Die frühen 90er waren auch eine Zeit, in der #Neonazis massiv auf den Straßen präsent waren – #Rostock-#Lichtenhagen, #Mölln, #Solingen sind nur die bekanntesten Beispiele für die rassistische Gewalt dieser Jahre. In #Stuttgart und Umgebung stellte sich die ASJ diesem Problem entgegen und engagierte sich antifaschistisch.

    Der Abend war ein schönes Wiedersehen für viele Ehemalige aus der syndikalistischen Bewegung – und gleichzeitig ein guter Austausch zwischen den Generationen. Danke an Martin Veith und das Institut für Syndikalismusforschung!

    Quelle: Bericht bei der FAU Stuttgart

    @anarchism #FreieArbeiterInnenUnion #AnarchoSyndikalismus #Anarchismus

  14. Eine Kritik der Strategie der Massenmobilisierung

    In der Literatur zu sozialen Bewegungen geht es bei der Strategie der #Massenmobilisierung um eine Reihe von Strategien, die auf riesigen #Versammlungen, massiver physischer Präsenz und symbolisch-materiellem Druck der #Bevölkerung basieren, um die politische Ordnung zu knacken. Bei dieser Strategie wird die Ansammlung von Menschen mit der Ansammlung von Macht gleichgesetzt, und man geht davon aus, dass die Unterdrückungskräfte angesichts einer sehr großen Menschenmenge machtlos oder zögerlich werden.

    Diese Annahmen werden aber mittlerweile stark kritisiert. Es ist klar, dass eine große Menschenmenge eine symbolische Funktion haben kann, um die Moral der #Demonstranten zu stärken, aber eine große Menschenmenge bedeutet nicht automatisch mehr Macht. Politische #Macht braucht eine effektive und flexible #Organisation und #Struktur, Taktiken und Strategien; eine große #Menschenmenge lässt sich nicht so einfach lenken, und die Umstände können unerwartete und unkontrollierbare Auswirkungen auf sie haben.

    Da diese Taktik mit minimaler Ordnung funktioniert und sich auf die Anzahl der Menschen sowie kollektive Emotionen und Gedanken stützt, können selbst kleine Störungen (informativ, kommunikativ, physisch-psychologisch usw.) einen Dominoeffekt auslösen, den Zusammenhalt zerstören und letztendlich zum Scheitern der gesamten Taktik führen. Andererseits teilen viele Menschen kein klares gemeinsames Ziel, keine einheitliche Vorstellung vom nächsten Schritt und keine gleiche Risikobereitschaft.

    In #Krisenzeiten führt diese #Heterogenität zu Verwirrung und Uneinigkeit. Aus strategischer Sicht muss eine effektive Kraft in der Lage sein, rechtzeitig die Richtung zu ändern, anzuhalten, voranzukommen und sich zurückzuziehen. Eine Massenbewegung ist jedoch in unterschiedlichem Maße zustimmungsabhängig, die Entscheidungsfindung verläuft langsam, emotionale Reaktionen werden verstärkt, sodass diese Strategie nur eine geringe Flexibilität aufweist und nur einmal angewendet werden kann.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des englischsprachigen Reposting: "A Critique of the Mass Mobilization Strategy" des persischen Textes «نقد استراتژی میدان میلیونی von Daikatuo.

    Mit Dank an @gorekhaa G.R.K. für die Information.

    #Anarchismus #Kritik #Iran #massenmobilisierung

    @anarchism

  15. Kein Diskurs mit Rechten - Eine postanarchistische Kritik postfaschistischer Teilnahme an Diskursen

    "Warum wir mit Rechten keinen Diskurs führen sollten – eine steile These? Oder eine bittere Notwendigkeit? Wir tauchen heute tief in eine postanarchistische Kritik ein, die unsere gewohnten Vorstellungen von #Debatte und #Toleranz auf den Kopf stellt."

    In der heutigen Folge von "Kolkrabe of Doom" widmen wir uns einem Thema, das polarisiert: Der Ausschluss rechter Positionen aus dem demokratischen #Diskurs. Wir analysieren die fließenden Übergänge zwischen #Konservatismus und #Faschismus, beleuchten den Begriff der "repressiven Toleranz" nach Herbert #Marcuse und diskutieren, warum eine Bühne niemals neutral sein kann. Ist "No Platforming" Zensur oder notwendiger Selbstschutz?

    Zum Beitrag.

    (Danke an @sternentau für den Tipp!

    #Anarchismus #NazisKeineBasisBieten #naziskeinebühnegeben #Antifaschsimus #Debatte

  16. Ein Schleier oder: Halloween und Wahlnacht

    In der #Halloween-Nacht träumte ein enger Freund von mir von einem #Bürgerkrieg. Er träumte davon, verzweifelt in verwüsteten Städten nach seinen Freunden zu suchen.

    In der Halloween-Nacht träumte ich das auch. Ich träumte davon, in einer Stadt zu leben, in der man einen ballistischen Helm tragen musste, um nach draußen zu gehen, und in der man für jede Autofahrt einen Konvoi und Beobachter brauchte. Es ist nicht ungewöhnlich für mich, von #Krieg und #Apokalypse zu träumen, um das klarzustellen. In der Nacht danach fielen Asche und Papier vom Himmel, während ich einen ganz normalen Stress-Traum hatte, in dem ich als Erwachsener plötzlich wieder in der Highschool festsaß.

    Aber diese Träume verbreiten sich, so wie sich ganz neue Ängste ausbreiten.

    Letzte Nacht sind natürlich andere Ängste zurückgegangen. Ein #Sozialist wurde mit überwältigender Mehrheit zum #Bürgermeister der größten Stadt der #USA gewählt. Ich bin skeptisch gegenüber Politikern, wie die meisten Leute wohl wissen. Ich bin skeptisch gegenüber dem System, das selbst die leidenschaftlichsten Linken zu korrumpieren scheint, und ich bin skeptisch gegenüber Mamdanis Fähigkeit, seine Versprechen einzuhalten. Was mich nicht skeptisch macht, ist die #Wahlbeteiligung. Was mein anarchistisches Herz erwärmt, ist zu sehen, wie Menschen im ganzen Land beweisen, dass offener #Faschismus, wenn schon nichts anderes, zumindest unpopulär ist.

    Bitte hol dir deine Wahlnachrichten nicht von mir. Ich denke immer noch, dass das, was wir den Rest des Jahres tun, mehr über uns aussagt als das, was wir in der Wahlkabine tun. Aber ich bin dankbar zu sehen, dass, solange unsere demokratischen Institutionen zusammenhalten, „alle hungern lassen, Menschen entführen und alles zerstören” ein verlierendes Programm für politische #Parteien ist.

    Trotzdem träumen wir unsere Ängste.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes A Veil or: halloween and election night von Margaret Killjoy / @margaret vom 5. November 2025

    #zohranmamdani #mamdani #NewYork #Election #Anarchismus #Wahlen @anarchism #Trump

  17. Wieviel Metal steckt in der Vergangenheit? Oder: Über Opfer, Horror und Geschichte

    Die Druiden, die gebildete #Philosophen​klasse der alten #Kelten, haben nichts aufgeschrieben. Sie hätten es tun können – einige Kelten waren gebildet und schrieben in gallischer Sprache entweder mit dem griechischen oder dem römischen Alphabet –, aber sie taten es aus Prinzip und Gewohnheit nicht.

    Nun, eigentlich wissen wir nicht genau, warum sie es nicht taten, weil sie es uns nicht gesagt haben, weil kein einziger Druide jemals etwas aufgeschrieben hat. Julius #Caesar, der damit beschäftigt war, #Gallien (das heutige #Frankreich) zu unterwerfen und zu überfallen, meinte, dass die #Druiden nichts aufschrieben, weil sie dachten, dass das Aufschreiben von Dingen das Gedächtnis schwächt.

    Es dauerte 19 oder 20 Jahre #Ausbildung, um Druide zu werden, wodurch sie über umfassende Kenntnisse in #Recht, #Zeremonie​n, #Konfliktlösung und der Bewegung der #Himmelskörper verfügten.

    Wahrscheinlich lernten sie auch, wie man Menschen opfert, aber darüber sind sich #Historiker weniger sicher. Wahrscheinlich opferten sie Menschen, indem sie sie unter anderem in riesigen Statuen aus Stroh oder Weidengeflecht lebendig verbrannten, aber das wissen wir nicht mit Sicherheit.

    Die meisten zeitgenössischen Schriften über Druiden wurden von ihren Feinden verfasst, die nach einer moralischen #Rechtfertigung für die Eroberung Galliens suchten. Ich habe allerdings meine eigene Theorie, warum sie nie etwas aufgeschrieben haben. Eine Theorie, mit der ich mich vielleicht irre. Ich glaube, sie haben nichts aufgeschrieben, weil das Festhalten von Gesetzen und bewährten Praktiken auf Papier diese unveränderlich macht.

    Ich bin mir sicher, dass sich die Lehren der Druiden in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden, in denen sie lebten, verändert haben. Obwohl sie wahrscheinlich über ein Gedächtnis verfügten, das uns, die wir uns auf das Schreiben verlassen, in Erstaunen versetzen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zwischen den Generationen keine subtilen oder radikalen Veränderungen gab – und ich vermute, dass dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass die Druiden keine Angst hatten, hier und da Veränderungen zuzulassen und sich den Umständen anzupassen.

    Einige Historiker vermuten zum Beispiel, dass die Kelten schon vor der Erklärung Roms, sie seien böse #Barbaren, die einer ordentlichen Eroberung bedürften, von #Menschenopfer​n abrückten.

    Es ist möglich, dass die #Kelten, als überwältigende Legionen aus dem Süden in Gallien und #Britannien einfielen, aus Verzweiflung begannen, sich wieder ihren alten Bräuchen zuzuwenden. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir wissen nicht viel darüber, was sie dachten, weil sie nichts aufgeschrieben haben.

    Wir wissen nicht, ob sie Menschen lebendig in Weidenmännern verbrannten. Wir wissen nicht, ob die Iren ihrem #König die Brustwarzen abschnitten und ihm dann an #Samhain die Kehle durchschnitten, wenn er seine Arbeit schlecht machte. Wir wissen nicht, ob heilige #Frauen in einen ekstatischen Zustand verfielen, eine von ihnen zerfleischten und mit dem zerteilten Körper ihrer Freundin in den Händen herummarschierten. Wir wissen nicht, ob die Kelten dreißig Meter tiefe Löcher gruben, nur um Menschen zu fesseln und hineinzuwerfen. Wir wissen nicht, ob „Woodhenge” (man stelle sich Stonehenge vor, nur aus Holz) durch die Opferung eines dreijährigen Jungen geheiligt wurde.

    Die vielleicht wichtigste Frage, die mir beim Studium der Geschichte für meinen #Podcast bleibt, ist: „Wieviel Metal war die Vergangenheit?” Hat Lady #Bathory zur Hautpflege in Jungfrauenblut gebadet? Haben #Astrologen in europäischen Städten des Spätmittelalters #Kinder geopfert, wurden bei schwarzen Messen Unschuldige getötet? Haben irische Könige bei ihrer Krönung wirklich mit Pferden gevögelt? Gab es im mittelalterlichen #Irland #Nudistenkulte, die in Höhlen lebten?

    Wenn man über #Europa hinausblickt, werden diese Fragen noch fragwürdiger. Was haben die Menschen getrieben? Wo liegen die Grenzen menschlichen Verhaltens?

    Denn wenn wir diese Fragen stellen, wirken zwei konkurrierende gesellschaftliche Kräfte. Zunächst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es meist diejenigen waren, die diese Anschuldigungen erhoben, die sie auch niederschrieben. Es sind Gerichtsakten, päpstliche Untersuchungen und #Kriegspropaganda, die alle Übel der antiken und mittelalterlichen Welt katalogisieren.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "How Metal Is the Past? or: on sacrifice and horror and history" von @margaret / Margaret Killjoy vom 29. Okktober 2025

    #Geschichte #History #Geschichtsschreibung #Anarchismus #Wickerman @anarchism

  18. 🚩🚩🚩🏴🏴🏴Today, in a few minutes: from 6 a.m. to 10 p.m., Radio Dreyeckland (Germany) broadcasts live and with great passion as part of A-Radio. Tune in and get informed from an anarchist perspective. English spoken🏴🏴🏴🚩🚩🚩

    Live stream: stream.rdl.de/rdl

    🏴🏴A-Radio? What's that?🚩🚩

    "The Anarchist and Anti-authoritarian Radio Network is defined as a platform for networking and coordination of anarchist radio projects from different countries."

    a-radio-network.org/

    #aradionetwork #aradioberlin #rdl #anarchisms #anarchismus #antiauthority #antiauthoritarian #antiautoritarisme #antiautoritar #deutschland #leipzig #berlin #freiburg #slowenien #slowenia
    #ljubljana #ljubjana #usa #antifa #unitedstates #radio #radiobubble #radiobursts #live #livestream #LiveStreamers #livestreaming #ausbruch #sonntag #sonntagabend #southamerica #greece #italy #italia #spain #espana #thessaloniki #Chile #Kurruf
    #CrnaLuknja #crna #frequenzA #thefinalstrawradio #wien #parias #athen #Kilavo #RadioLibertaire #Anarres #dissidentislandradio #island #islandia
    #RadioParasita #volos

  19. Jeder von uns ist ein unvollkommener Genosse oder: Eine Armee von Verlierern kann nicht verlieren

    1887, nach einem der dramatischsten und ungerechtesten #Prozess​e in der Geschichte der USA, stieg ein deutscher #Einwanderer und Spielzeugmacher namens George #Engel in #Chicago auf das Schafott. Seine Hinrichtung war alles andere als öffentlich – das #Gefängnis war mit Maschinengewehren umzingelt, für den Fall, dass #Anarchisten oder ihre Verbündeten beschließen sollten, den Ort zu stürmen, um ihre gemarterten Genossen zu befreien.

    Drei weitere Männer waren mit ihm dort. Einer war sein Freund Adolph #Fischer. Ein weiterer, Albert #Parsons, sprach Englisch statt Deutsch. Der andere Mann war jedoch August #Spies (ausgesprochen „Speez“, wie ich gehört habe).

    Dieser verdammte Kerl.

    Engel hasste Spies. Sie hatten seit über einem Jahr nicht mehr miteinander gesprochen. Sehen Sie, damals gab es in Chicago mehr als eine deutschsprachige anarchistische Zeitung. Engel und Fischer arbeiteten für „Der Anarchist“, die radikale Zeitung, die sich dafür einsetzte, dass Einzelpersonen und kleine Gruppen direkte Aktionen gegen den #Kapitalismus durchführen sollten. Spies arbeitete für die gemäßigte Zeitung „Arbeiter-Zeitung“, die sich für den Aufbau einer #Massenbewegung einsetzte, mit der die kapitalistische Ordnung gestürzt werden sollte.

    Für den Staat spielten ihre Differenzen keine Rolle, er legte ihnen allen die Schlinge um den Hals. So starben die Männer, die wir als die #Haymarket-Märtyrer kennen und aus deren Andenken ein Großteil der modernen #Arbeiterbewegung hervorgegangen ist.

    Keiner von uns in unseren Bewegungen, die für eine bessere Welt kämpfen, ist ein perfekter Mensch.

    Albert Parsons ist vielleicht der berühmteste der Haymarket-Märtyrer, vielleicht (und zu Unrecht) weil er derjenige war, der in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Vielleicht auch, weil er mit einer der berühmtesten #Gewerkschaftsorganisatorin​nen der Geschichte verheiratet war, der unsterblichen #Lucy Parsons, die jahrzehntelang öffentlich und lautstark an ihn erinnerte, während sie Arbeiter zum Handeln aufrief.

    Ihre Ehe war illegal – Albert war weiß, Lucy schwarz.

    Albert Parsons ist durch seine Arbeit und sein Martyrium eine der wichtigsten Figuren nicht nur in der Geschichte des #Anarchismus, sondern auch in der Geschichte der #Arbeiterbewegung. Er verbrachte auch Jahre seines Lebens als Soldat der #Konföderierte​n, was oft vergessen wird. Er wurde nicht eingezogen, sondern meldete sich freiwillig. Tatsächlich log er bei seiner Anmeldung, was sein Alter anging, denn er war noch ein Kind, als er loszog, um für eines der schlimmsten Systeme zu kämpfen, die die Welt je gesehen hat.

    Ich sage das nicht, um den Mann oder sein Andenken zu verunglimpfen, sondern um zu sagen: Keiner von uns ist ein Engel.

    Wenn es in der Geschichte einen klareren Weg der Erlösung für einen ehemaligen Konföderierten gibt, habe ich ihn nicht gefunden. Er war buchstäblich ein Kind, als er in den #Krieg zog, und vielleicht ist das einzige entscheidende Merkmal, das Kindheit von Erwachsensein unterscheidet, dass wir Kinder für ihre Handlungen nicht moralisch verantwortlich machen.

    Nach dem Krieg widmete Albert Parsons sein Leben dem Kampf gegen alles, wofür die #Konföderation stand, und wurde regelmäßig angegriffen (unter anderem wurde er einmal angeschossen), weil er sich für die Registrierung schwarzer Wähler in #Texas einsetzte. Nachdem er und Lucy nach Chicago gezogen waren (wo ihre Ehe trotz der Zugehörigkeit zum Norden rechtlich nicht anerkannt wurde), hatten sie genug von der Sinnlosigkeit reformistischer Politik, genug davon, mit anzusehen, wie ihre Genossen von rechten #Milizen und der #Polizei erschossen wurden, und begannen, sich mit den überwiegend aus Einwanderern bestehenden anarchistischen #Sozialisten zu organisieren.

    Als dann 1886 jemand bei einer Arbeiterkundgebung eine #Bombe auf die Polizei warf (zwei Tage nachdem die Polizei bei einer anderen Kundgebung das Feuer eröffnet und mehrere Menschen getötet hatte), setzte die Polizei die #Rechtsstaatlichkeit außer Kraft, um alle Anarchisten in der Stadt zu verhaften. Die #Repression richtete sich vor allem gegen die Herausgeber der Zeitungen, so dass Albert untertauchte und sich bei einem gemäßigteren sozialistischen Freund auf einer Farm in einiger Entfernung versteckte.

    Als Albert jedoch erkannte, dass den Anarchisten, insbesondere den ihm bekannten #Zeitungsredakteur​en mit Migrationshintergrund, die Todesstrafe drohte, stellte er sich, um sich solidarisch mit ihnen vor #Gericht zu verantworten.

    Wahrscheinlich tat er dies, weil er glaubte, dass sie vor Gericht gewinnen würden, da er noch immer Illusionen über die #Gerechtigkeit des #Rechtssystems hegte. Es gab keine Beweise dafür, dass einer von ihnen die Bombe geworfen hatte. Keiner von ihnen wurde überhaupt beschuldigt, die Bombe geworfen zu haben. Sie wurden wegen der Herausgabe von Zeitungen vor Gericht gestellt und gehängt.

    Wenn ich ehrlich bin, hätte ich Albert Parsons wahrscheinlich nicht gemocht. Alles, was ich über ihn oder von ihm gelesen habe, lässt mich glauben, dass er ein übereifriger Aktivist war, der sich selbst in den Mittelpunkt stellte und bei Versammlungen nie den Mund hielt.

    Wir müssen uns nicht mögen, um solidarisch zu sein, denn der Staat hat kein Problem damit, uns Seite an Seite am #Galgen stehen zu lassen.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes Each of Us Imperfect Comrades or: An Army of Fuckups Cannot Lose, von Margaret Killjoy vom 15. Oktober 2025

    #CapitalismIsADeathCult

  20. 77 Jahre und zwei Jahre oder: Über Palästina

    Ich bin um 3 Uhr morgens aufgewacht und hab mein Handy gecheckt, weil ich nicht immer die Person bin, die ich sein will, und nicht immer die Gewohnheiten hab, die ich haben will. Ich bin aufgewacht, hab mein Handy gecheckt und gesehen, dass ein weiteres Schiff der Hilfsflotte für #Palästina in internationalen Gewässern vom israelischen #Militär abgefangen wurde. Ich sah, dass Menschen, die ich kenne und die ich kennen könnte, entführt worden waren und dass sie allem Anschein nach derzeit von israelischer Seite gefoltert werden.

    Ich konnte nicht mehr einschlafen.

    Ich gehe davon aus, dass ihr alle bereits auf die Hilfsflotten aufmerksam geworden seid, Schiffe voller mutiger Menschen aus aller Welt, aber falls nicht, dann tut dies bitte. Jedes Mal, wenn ein Aktivist entführt wird, gibt es konkrete Aufrufe zum Handeln.

    Ich schreibe nicht viel über Palästina, obwohl ich in den letzten zwei Jahren fast jeden Tag darüber nachgedacht habe. Ich schreibe nicht darüber, weil ich nicht die Stimme bin, auf die die Leute in dieser Frage hören sollten. Ich mache mir Sorgen, vielleicht mehr als ich sollte, dass ich in der Diskussion zu viel Raum einnehme.

    Aber ich weiß ein paar Dinge.

    Ich weiß, dass es seit 77 Jahren (und länger) #Völkermord und Widerstand in Palästina gibt und dass es jetzt seit zwei Jahren eine dramatische Eskalation in #Gaza gibt. Es lohnt sich, diese ganze Geschichte und die Gegenwart zu verstehen, vor allem, wenn du Sympathie für den #Zionismus hast oder in deinem Kopf Zionismus mit Judentum verwechselst.

    Ich habe einen Teil dieser Geschichte bereits in meinem Podcast behandelt, darunter Diskussionen über die israelische und internationale Solidarität mit den Palästinensern und die lange Geschichte der Hungerstreiks. Der Zionismus war bewusst ein Siedlerkolonialprojekt (denn das waren keine Schimpfwörter für die Europäer zu der Zeit, als der Zionismus Ende des 19. Jahrhunderts seinen Anfang nahm), und die ersten zionistischen #Siedlungen in Palästina schufen eine #Gesellschaft (und vor allem eine #Wirtschaft), die völlig losgelöst von den bestehenden Menschen und der #Kultur der Region war. Ich schreibe „die ersten zionistischen Siedlungen” und nicht „die ersten jüdischen Siedlungen”, weil Juden schon immer in Palästina gelebt haben, auch ziemlich aktiv im 19. Jahrhundert vor dem Zionismus.

    Das Osmanische Reich hat religiösen Minderheiten zwar keine vollen und gleichen Rechte gewährt, aber es war wesentlich freundlicher zu Juden als Europa. Als die #Juden 1492 von der Iberischen Halbinsel vertrieben wurden, waren es die #Osmanen, die sie aufnahmen. Auch schwule Männer flohen aus Europa ins Osmanische Reich, weil die muslimische Gesellschaft #Homosexualität wesentlich toleranter gegenüberstand als das christliche Europa. (Das Osmanische Reich verdient eine eigene Kritik, auf die ich in meinen Episoden über den Widerstand gegen den Völkermord an den #Armeniern ausführlich eingegangen bin.

    Ich glaube nicht, dass ich es so gut ausdrücken kann wie die jüdischen #Antizionisten, und wahrscheinlich hast du in den letzten Jahren schon oft darüber gelesen, aber wir dürfen niemals, niemals zulassen, dass #Judentum oder Jüdischsein mit Zionismus gleichgesetzt werden. Das ist genau das, was sowohl Zionisten als auch #Antisemiten (und die gar nicht so seltenen antisemitischen rechten christlichen Zionisten) wollen.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages 77 years and two years or: On Palestine von @margaret / Margaret Killjoy vom 08. Oktober 2025

    #Anarchismus #Israel @israel @palestine @gaza @GlobalSumudF @globalsumudflotilla

  21. Nepalesische #Anarchisten über den Sturz der Regierung: Ein Interview mit Black Book Distro

    In Nepal eskalierte Anfang September 2025 eine #Protestbewegung als Reaktion auf #Polizeigewalt zu einem spontanen #Aufstand, der mit der #Brandstiftung des #Parlament​s und einer Reihe von #Regierungsgebäude​n, #Polizeistation​en, #Parteizentrale​n und #Villen von #Politiker​n gipfelte. Innerhalb von anderthalb Tagen war #Premierminister Khadga Prasad Oli geflohen und die Regierung war zusammengebrochen. Aber der Sturz einer Regierung ist nur die erste Phase eines viel längeren Kampfes; inmitten dieser #Unruhen konkurrieren #Monarchisten, #Neoliberale und #Radikale um die Zukunft Nepals. Um ein klareres Verständnis für den #Hintergrund des Aufstands und die Dynamik innerhalb desselben zu bekommen, haben wir Black Book Distro interviewt, ein anarchistisches #Kollektiv und eine #Bibliothek in #Kathmandu.

    Der Aufstand in Nepal ist Teil einer Reihe von Aufständen, die Asien in den letzten Jahren erschüttert haben. Wir können die Spuren der Funken vom Sturz des Präsidenten von Sri Lanka im Jahr 2022 bis zum Aufstand in #Bangladesch im Jahr 2024 und dem Aufstand in #Indonesien im August 2025 verfolgen, ganz zu schweigen vom anhaltenden Bürgerkrieg in #Myanmar.

    Seit dem Sturz der nepalesischen Regierung sind auch auf den #Philippinen heftige #Proteste ausgebrochen. All dies ist eine Reaktion auf die weit verbreitete wirtschaftliche Not und das Versagen der Versprechen der Politiker. Die #Komplizenschaft der institutionellen kommunistischen Parteien bei dem #Massaker, das den Aufstand ausgelöst hat, sollte alle angehenden Revolutionäre daran erinnern, dass es unmöglich ist, die Probleme des #Kapitalismus allein durch die Gewalt des Staates zu lösen – selbst wenn man „kommunistisch” im Namen seiner Partei hat.

    Die Herausforderungen, die der Kapitalismus für die Menschen mit sich bringt, erfordern radikalere Veränderungen, als sie mit #Polizeiausrüstung und politischen Vorschlägen in den Machtzentralen erreicht werden können.

    Ebenso sollte dieser Aufstand Politikern und #Polizisten auf der ganzen Welt zu denken geben, die glauben, sie könnten ungestraft plündern und terrorisieren. Heute mag das Geld, das sie erhalten, sie vor den Folgen ihrer Handlungen schützen – aber morgen ist alles möglich.

    Keine dieser Revolten hat bisher alle ihre Ziele erreicht, aber während Menschen auf der ganzen Welt mit #Oligarchie und staatlicher #Unterdrückung zu kämpfen haben, bietet jede von ihnen Lehren.

    Wie ein Kommentator in den sozialen Medien es ausdrückte: „Nur ein junger Mann, der die Haut des Feindes trägt.“

    Stell dein Projekt vor. Wer bist du und was machst du?

    Wir sind Black Book Distro, ein anarchistisches Kollektiv und eine Bibliothek mit Sitz in Kathmandu, Nepal, die sich der Radikalisierung durch Aufklärung über die Geschichte der #Linke​n sowie der aktiven Beteiligung an Volkskämpfen und Bewegungen widmet, die wir für mit unseren Zielen vereinbar halten (die Proteste der Generation Z, die Meter-Byaj-Bewegung,1 die Guthi-Bewegung2). Wir sprechen zu euch als anarchistische Bewegung, die unter der Unterdrückung eines gescheiterten und korrupten kommunistischen #Regime​s und #Kongress​es steht.

    Gib uns einen kurzen Überblick über die sozialen Bewegungen und Kämpfe in Nepal in den letzten ein oder zwei Jahrzehnten. Was waren die wichtigsten Anliegen, die zu den Unruhen in der #Bevölkerung geführt haben?

    Nach der maoistischen Revolution hat Nepal mehrere Wellen sozialer, wirtschaftlicher, geografischer und politischer Umbrüche erlebt. Zu den wichtigsten Problemen gehören die weit verbreitete #Kasten​diskriminierung, eine tödliche Epidemie des #Menschenhande​ls mit #Wanderarbeiter​n, die durch den Mangel an Möglichkeiten im eigenen Land angeheizt wird, regelmäßige #Grenzkonflikte mit unseren atomar bewaffneten Nachbarn und eine politische #Korruption, die so dreist ist, dass sie zu einem erschreckend starken Wiederaufleben monarchistischer Gefühle im Land geführt hat.

    Zu den #Volksbewegung​en für Veränderungen gehörten der Kampf der #Madhesh um Rechte und Würde, Proteste gegen die Korruption in der #COVID-Ära unter dem Motto „Enough Is Enough” (Genug ist genug), nationalistische Streitigkeiten über Grenzgebiete wie #Lipulekh, die #Hungerstreik​s von Dr. KC für eine bessere #Gesundheitsinfrastruktur, der Widerstand gegen räuberische #Hypothekenzinsen und die Verteidigung der #Gemeinschaftsflächen des Volkes der #Newar.

    Diese Kämpfe werden von einem komplexen sozialen Gefüge angetrieben, das immer noch von #Patriarchat, #Kastenwesen und #Religion geprägt ist, während gleichzeitig verfassungsrechtliche Bemühungen um Repräsentation, #Meinungsfreiheit, wirtschaftliche Freiheit und #Föderalismus unternommen werden. Die wichtigsten politischen Organisationen sind die #Kongresspartei, maoistische und marxistisch-leninistische Parteien sowie royalistische Fraktionen. Darunter gibt es unabhängige Jugendgruppen, linke Räume und indigene Gemeinschaftsgruppen.

    Historisch gesehen wurden die meisten Proteste von den großen politischen Parteien angeführt oder beeinflusst, obwohl spontane Jugend- und #Basisinitiativen zunehmend unabhängig agieren (einschließlich des jüngsten Aufstands der „Generation Z“).

    Heute wurden scharfe Munition gegen #Zivilisten, darunter auch #Kinder eingesetzt. Wir waren an vorderster Front. Wir haben gesehen, wie viele Menschen erschossen wurden.“

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews mit Black Book Distro, 22.09.2025, bei @CrimethInc

    #Insurrection #Nepal #Uprising #Revolt #CapitalimsIsADeathCult #Maoismus #Anarchismus

  22. @thefinalstrawradio @abcbelarus

    A great show and an important topic. I find the local and international perspectives particularly enriching. I myself was in prison for a while and precisely because I am familiar with the situation in prisons, I experience it as painful not to be able to change anything structurally.

    When friends and comrades suddenly find themselves behind bars, I experience it particularly painfully today, as a former left-winger.
    Sometimes I feel exhausted, but the (care) work must also be done.

    Practical solidarity is essential: writing letters, visits, demonstrations and talking again and again about what is going on behind the thick prison walls.

    A little advertising at the end: on October 26th there will be live broadcast here from Freiburg (south west of Germany), in connection with the A-Radio Days.

    Solidarity and warm greetings.

    #prison #solidarity #abc #anarchistblackcross #abcbelarus #belarusian #freedomforall #prisoners #prisonabolition #prisonersolidarity #aradioberlin #aradionetwork #freiburg #thursday #ThursdayMorning #thursdaypost #usa #russia #uk #unitedkingdom #anarchism #anarchismus

  23. ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?

    Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.

    In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.

    ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?

    Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.

    ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?

    Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.

    Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.

    ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?

    Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.

    ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?

    Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.

    Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.

    ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?

    Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.

    Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…

    ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?

    Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.

    Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk

    Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo

  24. Atamansha. Das Leben von Marusya Nikiforova

    Die ukrainische Anarchistin Maria Nikiforova (1885 - 16. September 1919) wird manchmal mit Jeanne d'Arc verglichen. Wie diese stammte sie aus bescheidenen Verhältnissen und wurde auf unwahrscheinliche Weise zu einer grausamen Militärführerin, die von ihren eingeschworenen Feinden gefangen genommen und heute vor 103 Jahren hingerichtet wurde. Und wie Jeanne war sie eine Fanatikerin, die ihre Ziele auf gewalttätige und rücksichtslose Weise verfolgte.

    Aber es gibt keinen Kult um Maria #Nikiforova. Es gibt keine Bücherregale in irgendeiner Sprache, die ihrem Leben gewidmet sind. Obwohl sie in den russischen Revolutionen von 1917 und dem anschließenden #Bürgerkrieg eine herausragende Rolle spielte, wurde sie aus der sowjetischen #Geschichtsschreibung dieser Zeit praktisch getilgt. In einem in der #Sowjetunion veröffentlichten biografischen Wörterbuch der Russischen #Revolution, das Hunderte von Namen enthält, wird sie nicht erwähnt, sondern nur ein paar Dutzend #Frauen. Es gibt Einträge zu den bolschewistischen Heldinnen Alexandra #Kollontai, Larissa #Reissner und Inessa #Armand, aber keine dieser Frauen hatte ein unabhängiges militärisches Kommando wie Nikiforowa.

    Es gibt keine wissenschaftliche Biografie über Maria Nikiforowa, keine #Geschichtsschreibung über ihr Leben, die nur aktualisiert und möglicherweise neu interpretiert werden müsste. Das liegt zum Teil daran, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens im #Untergrund verbrachte: Sie schloss sich mit 16 Jahren einer anarchistischen Terrorgruppe an und war eigentlich nur zwei Jahre lang (1917-1919) "über der Erde". Daher gibt es nur sehr wenige Dokumente, die ihre Aktivitäten belegen, und fast keine Fotos. Für einen Terroristen kann es tödlich sein, erkannt zu werden, und so war es auch für Nikiforova am Ende. Die Berichte über ihr Leben, die es gibt, finden sich in der Regel in der #Memoirenliteratur oder in der #Belletristik. Die meisten dieser Berichte sind feindselig gegenüber Nikiforova und stellen sie als abstoßend und böse dar.

    Nikiforowa war Ukrainerin und ihre Aktivitäten in der Russischen Revolution und im Bürgerkrieg fanden größtenteils in der #Ukraine statt, aber sie wurde von ukrainischen Historikern weitgehend ignoriert. Sie war #antinationalistisch und konnte, wie die ukrainische anarchistische Bewegung im Allgemeinen, nicht in eine nationalistische #Geschichtsperspektive eingeordnet werden.

    Selbst Autoren, die mit dem #Anarchismus sympathisieren, haben sie in der Regel vernachlässigt. Obwohl sie eng mit dem berühmten Bauernanarchisten Nestor Makhno verbunden war, wird sie in Büchern über #Makhno kaum erwähnt. Dabei war Nikiforowa 1918 bereits als anarchistische #Atamansha (militärische Anführerin) in der ganzen Ukraine berühmt, während Makhno noch eine eher obskure Figur war, die in einem provinziellen Hinterland agierte. In den Werken von Peter #Arshinov, Volin und Paul Avrich kommt sie nicht vor. Alexandre #Skirdas Buch "Nestor Makhno, le cosaque libertaire" erwähnt sie zwar, widmet ihr aber nur einen Absatz in einem Werk von 400 Seiten. Ausnahmen von der Regel sind Makhno selbst und sein ehemaliger Adjutant Victor #Belash. In seinen Memoiren (die nur 22 Monate der Revolution und des Bürgerkriegs umfassen) berichtet Makhno als Augenzeuge von einer Reihe dramatischer Ereignisse, bei denen Nikiforova eine führende Rolle spielte. Belash, dessen Arbeit aus den Akten der sowjetischen Geheimpolizei gerettet wurde, präsentiert ebenfalls Primärquellenmaterial über sie.

    Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion besteht in #Russland und der Ukraine ein großes Interesse daran, die "weißen Flecken" in ihrer Geschichte zu füllen. Makhno und Nikiforova haben von diesem Interesse profitiert: Es wurden viele Bücher über Makhno und einige Aufsätze über Nikiforova veröffentlicht. Die Archive haben einige solide Informationen geliefert; so gibt es zum Beispiel Nikiforowas Dienstakte, da sie einst Mitglied der Roten Armee war. Allmählich zeichnet sich ein klareres Bild ihres Lebens ab, und es ist möglich, eine einigermaßen zuverlässige Erzählung zu erstellen, auch wenn viele Unklarheiten bestehen bleiben.

    Die folgende Skizze von Nikiforovas Leben basiert hauptsächlich auf Sekundärquellen, die in den letzten zwei Jahrzehnten auf Russisch und Ukrainisch veröffentlicht wurden.

    Mehr in Meiner Übersetzung der Broschüre Atamansha: The Story of Maria Nikiforova, the Anarchist Joan of Arc (Black Cat Editions, Canada 2007) ===> Atamansha. Das Leben von Marusya Nikiforova

    #Geschichte

  25. 🖤 Anarchistische Tage in Freiburg✊

    Vom 24.07.2025 bis zum 28.07.2025 finden in Freiburg die Anarchistischen Tage statt. Es wird verschiedene Workshops geben. Darunter beispielsweise einen zur Sicherheitskultur in politischen Gruppen. Ebenso eine queer-anarchistische Analyse von Patriarchat und Staatsfeminismus. Ab er auch etwas darüber, wie Menschen in Gefängnissen Briefe geschrieben werden können, oder auch zur Abschaffung von Gefängnissen.

    Für @RDL sprach ich im Vorfeld der A-Tage mit Cosmo aus der Orga-Crew.

    rdl.de/A_Tage_Freiburg_Vorabin

    #anarchismus #freiburg #montag #FreiburgImBreisgau #abolitionismus #gefängnis #gefangnis #jva #Knast #queer #feminismus #PatriarchatAbschaffen #patriarchat #kufa #vortrag #kts

  26. Hierzulande praktisch unbekannt und wie viele Revolutionäre der Commune la Paris vergessen und verdrängt.

    Elisée Reclus: Fünf Ebenen sozial-ökologischer Praxis

    Seine überzeugende und realistische revolutionäre Vision zeigt die Voraussetzungen für eine befreite Welt

    Elisée Reclus (1830–1905) war einer der bedeutendsten #Geografen seiner Zeit, eine wichtige Figur des anarchistischen politischen Denkens und ein lebenslanger #Revolutionär, der eine aktive Rolle in der Pariser #Kommune und der Ersten Internationale spielte. Für einen politischen Denker des 19. Jahrhunderts war er außergewöhnlich, weil er sich sein ganzes Leben lang nicht nur für die soziale #Revolution engagierte, sondern auch für radikale #Ökologie, gegen #Patriarchat und für die #Gleichberechtigung von #Frauen, gegen #Rassismus und #Kolonialismus sowie gegen #Speziesismus und für #Tierschutz.

    Am bekanntesten ist Reclus für sein Werk „Neue Universelle Geographie“, ein 20-bändiges, 18.000 Seiten starkes Werk, das als größte #Einzelleistung in der Geschichte der #Geographie gilt. Reclus gilt weithin als Begründer der Sozialgeographie. Sein letztes #Werk, „Humanité et Terre“ (Menschheit und Erde), war eine 3500 Seiten umfassende Synthese aus Geographie, Geschichte, Anthropologie, #Philosophie und #Sozialtheorie und ist sein nachhaltigster Beitrag zum modernen #Denken. Das Werk beginnt mit der Aussage, dass „die Menschheit die Natur ist, die sich ihrer selbst bewusst wird“, und ist eine umfassende Darstellung der gesamten Geschichte der #Menschheit und der Erde sowie eines gemeinsamen planetarischen Schicksals, das sich durch ein tiefes Verständnis des großen Verlaufs der #Geogeschichte offenbart.

    #Reclus' Geschichte der Menschheit und der Erde hat zwei Dimensionen. Die eine ist seine Darstellung des Prozesses der #Selbstverwirklichung des Menschen in dialektischer Wechselwirkung mit der #Natur. Er zeigt, wie das natürliche Milieu die menschliche Entwicklung prägt, während die Menschheit gleichzeitig zur Entfaltung und Blüte der natürlichen Welt beiträgt. Er zeigt, dass der Inhalt der Geogeschichte eine #Dialektik zwischen den schöpferischen Kräften der Freiheit und den einschränkenden Kräften der Herrschaft ist. Seine Idee, dass alle Phänomene der Geschichte sowohl progressive als auch regressive Aspekte enthalten und dass jede Tendenz sorgfältig analysiert werden muss, ist eines seiner einflussreichsten Konzepte.

    Reclus zeigt, dass der historische Fortschritt vom Wachstum der gegenseitigen Hilfe (l’entr’aide) und der sozialen Zusammenarbeit abhängt – Ideen, die seinen jüngeren Kollegen #Kropotkin stark beeinflusst haben. Reclus behauptet, dass die vollständige Selbstverwirklichung der Menschheit in der Natur von einer sozialen Revolution abhängt, die mutualistische Praktiken in einer freien, egalitären, anarchistisch-kommunistischen Gesellschaft verwirklicht. Außerdem meint er, dass das Schicksal der Erde davon abhängt, ob die Menschheit soziale Institutionen und Praktiken aufbauen kann, die eine tiefe Sorge um die Natur und alle Lebewesen auf dem Planeten zeigen.

    Die andere Seite von Reclus' #Weltgeschichtsdarstellung konzentriert sich auf die lange Geschichte der #Herrschaft. Er kritisiert den zentralisierten bürokratischen Staat und den industriellen Kapitalismus ziemlich heftig, sieht aber andere Formen der Herrschaft nicht als untergeordnete Bereiche. Er war ein radikaler #Feminist und ein vehementer Gegner der männlichen Dominanz sowie ein glühender Gegner aller Formen von Rassismus und der eurozentrischen Herabwürdigung indigener Kulturen. Er war ein früher Kritiker der ökologischen Zerstörung durch rücksichtslose #Industrialisierung und technologische #Rationalisierung und prangerte bereits in den 1860er Jahren die Zerstörung alter Wälder an. Darüber hinaus war er ein unermüdlicher Verfechter des ethischen #Vegetarismus und der humanen Behandlung von Tieren.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung der Analyse von John P Clark: Elisée Reclus: 5 levels of social-ecological practice, 5. Juli, via @freedomnews / freedomnews.co.uk

    #Anarchismus

  27. Remember Walt Whitman

    Heute in der Geschichte der Arbeiterbewegung - 31. Mai 1819: Der Dichter Walt Whitman wurde geboren. Whitman brachte 1855 seinen ersten und berühmtesten Gedichtband, Leaves of Grass, auf eigene Kosten raus. Er wurde wegen seiner Sinnlichkeit als obszön kritisiert. Während des Bürgerkriegs meldete er sich freiwillig in #Krankenhäusern, um Verwundete zu pflegen. Viele glauben aufgrund seiner Schriften, dass Whitman schwul oder bisexuell war, obwohl dies von einigen Historikern bestritten wird. Oscar# Wilde traf Whitman 1882 in den Vereinigten Staaten und sagte dem Aktivisten für #Homosexuellenrechte George Cecil #Ives, dass Whitmans sexuelle Orientierung außer Frage stehe: „Ich habe noch immer den Kuss von Walt Whitman auf meinen Lippen.“ Whitman wird von vielen als Amerikas erster und größter #ichter angesehen. Er inspirierte viele, die nach ihm kamen, darunter Ezra #Pound, Langston #Hughes, #Kerouac, #Ginsberg, F#erlinghetti, Gary #Snyder und June #Jordan.

    Whitmans Engagement für #Solidarität inspirierte viele #Linke der späten 1800er und frühen 1900er Jahre, darunter Emma #Goldman und die #WW, die Kopien von Whitmans Gedichten in Form des Little Blue Book an ihre Mitglieder verteilte. Bartolomeo #Vanzetti, Elizabeth Gurley #Flynn und Ralph #Chaplin bezeichneten Whitman ebenfalls als ihre #Inspiration. Er inspirierte auch den kubanischen Dichter und Revolutionär José #Martí sowie Pablo #Neruda und Jorge Luis #Borges.

    Via: trueten.de

    Quelle: kolektiva.social/@MikeDunnAuth @MikeDunnAuthor #Literatur #Anarchismus #LBTQIA

  28. Die Waldbrände werden kommen: Ein Interview mit Toby Shone

    Der ehemalige politische Gefangene redet über seinen Anarchismus, das 325-Projekt und den Widerstand gegen die physischen und mentalen Gefängnisse, die uns alle umgeben.

    Du hast kürzlich über die Wichtigkeit von Solidarität und Verbindungen zwischen Gefangenen und ihren Unterstützern draußen gesprochen. Kannst du uns Beispiele für diese Art der gegenseitigen oder kollektiven Stärkung im Kampf gegen die ständige Unterdrückung durch das Gefängnis nennen?

    Kurz bevor ich 2024 freigelassen wurde, gab es im C-Flügel des HMP Garth in Leyland, wo ich festgehalten wurde, gewaltsame Zellendurchsuchungen durch eine Spezialeinheit der Gefängniswärter, die als National Search Team bekannt ist. Das #NST übernahm den Trakt mit Hunden und Schutzausrüstung. Die #Razzia fand Zelle für Zelle statt, begleitet von sinnloser Brutalität. Wir wurden zu zweit mit Handschellen gefesselt und in einen verschlossenen Nassraum gebracht. Einige Gefangene wurden geschlagen, misshandelt und viele unserer Sachen wurden zerstört. Einige der Jungs wehrten sich, überschwemmten ihre Zellen, schlugen gegen ihre Türen oder spielten aus Protest laut Musik. Am nächsten Tag weigerte sich der ganze Trakt, nach der morgendlichen Freistunde in die Zellen zurückzukehren. Als lautstarker und unkontrollierter Mob forderten wir die sofortige Rückgabe der beschlagnahmten Sachen, den Ersatz der beschädigten Sachen und verurteilten die Gewalt. Das führte dazu, dass die Wärter zurückwichen. In diesem Moment konnten die Wärter nichts machen, weil wir alle zusammen und ohne Anführer handelten. Am Ende der Mittagspause war der Streik vorbei.

    Ähnliches erlebte ich, als einer der Gefangenen aus Depressionen oder Hoffnungslosigkeit heraus ums Leben kam. Demonstrationen vor den Gefängnissen, in denen ich festsaß, waren ebenfalls ein starkes Erlebnis, das sowohl die Wärter als auch uns beeindruckte. Vor allem, wenn Feuerwerkskörper den Nachthimmel erhellten und die Genossen draußen kämpferisch waren. Ich fand, dass sich die anderen Gefangenen in diesem weitgehend systemfeindlichen und kriminellen Umfeld im Allgemeinen gegenseitig unterstützten. Immer wenn ich verlegt oder in eine andere Zelle gebracht wurde, kamen die Jungs aus der Zelle, um zu sehen, ob es mir gut ging und ob ich etwas brauchte. Ich half anderen bei ihren #Gerichtsverfahren oder bei der Gefängnisverwaltung und versuchte, gemeinsame Interessen und Subversives zu finden. Wir versuchten, uns gegenseitig zu unterstützen, und wenn ich ein Problem hatte, brachten die Jungs auch ihre Forderungen vor. In den meisten Gefängnissen des Landes gibt es jeden Tag Verweigerungen und Proteste gegen die Bedingungen und die Behandlung. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich während meiner Haft von Verweigerungen der #Gefängnisarbeit und #Streiks gehört habe. Das ist sehr verbreitet, ebenso wie das Klettern auf die Netze, die die Treppenabsätze trennen, um gegen die Behandlung und die schlechten Bedingungen zu protestieren.

    Als ich hörte, dass Genossen draußen revolutionäre Solidarität leisteten, spürte ich unsere Kraft innerhalb des Gefängnisses, das kann ich sagen. Von den Berichten über die direkten Aktionen im Fall #Adream in #Chile, #Frankreich, #Italien, #Indonesien und auf der ganzen Welt bis hin zu den #Telefonaktionen, die ich aus dem Gefängnis heraus zu Treffen von Genossen draußen durchführen konnte, spürte ich die Wärme der Genossen. Auch das Wissen um die zensierten Briefe und Bücher, die #Solidaritätsfonds und #Benefizveranstaltungen war großartig.

    Für Leser, die 325 nicht kennen: Was kannst du uns über das Projekt und seinen Inhalt sagen?

    325 ist ein anarchistisches Netzwerk für Gegeninformation und direkte Aktion. Im November 2020 hat die niederländische Anti-Terror-Polizei auf Anfrage ihrer deutschen und englischen Kollegen den Server nostate.net geschlossen, auf dem die Website von 325 gehostet wurde. Die Website war eine langjährige Informationsplattform für allgemeine Nachrichten, Berichte, Kommuniqués, Publikationen, Veranstaltungshinweise usw. Die Website deckte hauptsächlich #Europa, #Lateinamerika und #Südostasien ab. 325 ist auch ein #Printmagazin, das unregelmäßig erscheint, und das Kollektiv hat Dutzende von Publikationen herausgebracht, darunter den Newsletter Dark Nights, der eine eigene Website hat.

    Im Laufe der Jahre hat sich 325 an einem sich entwickelnden partizipativen internationalen Netzwerk beteiligt, das auf direkter Aktion und der Unterstützung von Gefangenen basiert und Raum für verschiedene Strömungen anarchistischer, antikapitalistischer und zivilisationskritischer Gruppen bietet. In den letzten Ausgaben des Magazins hat sich der Schwerpunkt der Analyse etwas auf die tiefgreifenden neuen industriellen Veränderungen in #Produktion und #Technologie verlagert, wie künstliche Intelligenz, #Biowissenschaften und #Automatisierung. Das Archiv der 325-Website ist ein wichtiges Dokument des sozialen und bewaffneten revolutionären Kampfes über mehrere Jahre hinweg in Europa und international. Das Projekt begann 2003 und wird fortgesetzt.

    Ich hab den Begriff „Anti-#Psychiatrie“ zum ersten Mal in 325 gesehen. Es gibt viel zu sagen über die Schnittpunkte dieser Agenda mit dem Anarchismus, aber du könntest uns auch einfach erzählen, warum ihr es damals für wichtig gehalten habt, das Thema anzusprechen.

    Das war eine gemeinsame Entscheidung, die aus verschiedenen Einflüssen auf die frühe Gruppe in Brighton entstanden ist. Ich kann unsere Erfahrungen mit veränderten Bewusstseinszuständen und dem Zusammenbruch auferlegter sozialer Konditionierung erwähnen. Einige aus unserer ursprünglichen Gruppe hatten Erfahrungen mit psychiatrischer/psychologischer Kontrolle und geschlossenen Einrichtungen, und wir alle interessierten uns für den Einsatz der Psychoanalyse zur politischen Unterdrückung, für die Arbeit von Wilhelm #Reich, R. D. #Laing, das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK) und die anarchistische Analyse der Beziehung des Individuums zur postindustriellen Gesellschaft.

    Unser Genosse aus der Schweiz, der in den 2000er Jahren an einem frühen Anti-Zivilisations-Netzwerk in Europa beteiligt war, verfasste das Anti-Psychiatrie-Manifest „Reclaim Your Mind: An Urgent Message for all those who have or are in danger of being labelled mentally ill“ (Befreit euren Geist: Eine dringende Botschaft an alle, die als psychisch krank eingestuft wurden oder davon bedroht sind), das in der ersten Ausgabe des Magazins „325“ veröffentlicht wurde. Obwohl es im Kollektiv im Laufe der Jahre unterschiedliche Perspektiven zu diesem Manifest gab, ist die allgemeine Position, dass die Gesellschaft #Pathologie fördert und dass Medikalisierung letztendlich schädlich ist, ebenso wie Inhaftierung. Bei der Anti-Repressions-Versammlung, die im März letzten Jahres vom Anarchist Black Cross #ABC im #Cowley Club in #Brighton organisiert wurde, hat ein Genosse aus #Schweden beschrieben, wie Genossen von den Behörden statt ins Gefängnis in psychiatrische Einrichtungen gesteckt werden, um ihre Fälle aus der #Öffentlichkeit zu nehmen und sie wegen ihrer anarchistischen Ideen zu einer medizinischen „Behandlung“ zu zwingen.

    Das war eine Taktik, die das National Security Team und die Anti-Terror-Polizei während meiner Inhaftierung und nach meiner Freilassung unter Auflagen gegen mich angewandt haben. Es ist sehr wichtig, das anzusprechen, weil solche Kontrollen von diesen Behörden routinemäßig eingesetzt werden und sie versuchen werden, sie wo immer möglich gegen Anarchist*innen und die radikale Linke anzuwenden.

    Die #Gesetzgebung schränkt den Spielraum für gewaltfreie Ausdrucksformen von Unzufriedenheit immer weiter ein, mit härteren Strafen für Störungen durch Massen oder sogar kleine Gruppen und mit polizeilichen Befugnissen zur Auflösung gewaltfreier Menschenansammlungen. #Während die Organisatoren des Climate Camps präventiv durchsucht wurden, konnten die rechtsextremen Angriffe im letzten Sommer nicht verhindert werden. Wie kommt es, dass der britische Staat mitten in einer globalen faschistischen Machtübernahme so besessen von den Krümeln des Widerstands von unten ist?

    Nun, wir dürfen den kleinsten Ausdruck von #Dissens und #Rebellion niemals unterschätzen, denn sie alle haben Macht. Wenn das Regime die Funken nicht erstickt, wird es zu einem #Flächenbrand kommen. Auch wenn ich mit den Positionen des bürokratischen Teils der meisten dieser Gruppen nicht übereinstimme, freue ich mich über ihre Erfolge und wünsche mir, dass sie sich zu einer revolutionären Bewegung entwickeln. Alle wirksamen Proteste werden auf #Unterdrückung stoßen. Aus dem #Gefängnis habe ich im Fernsehen die Eskalation der Sachbeschädigungen gegen #Waffenfirmen, die mit Israel Geschäfte machen, während des andauernden Völkermords in #Gaza, die Sperrung von #Autobahnen und die Zerstörung von #Barclays-#Banken gesehen. Die radikale #Linke, #Ökologen und #Anarchisten sind im Grunde die einzige #Opposition in Großbritannien.

    Seit sie am 18. Juni 1999, dem Globalen Aktionstag, von antikapitalistischen #Ausschreitungen mit Schäden in Millionenhöhe überrascht wurde, hat sich der Staat zum Ziel gesetzt, die soziale Bewegung zu manipulieren und in eine Sackgasse zu führen. Die Frage nach der Taktik und Energie innerhalb der Bewegung, nach Aktionen kleiner Gruppen und Massenprotesten, die eine echte Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen könnten, indem sie Situationen schaffen, die außerhalb der Kontrolle aller liegen – das erfordert unsere Bereitschaft, uns zu organisieren und unsere Kämpfe zu vernetzen, das ist unsere Herausforderung. Wenn wir eine #Revolution wollen, erfordert das kontinuierliche #Subversion und #Aufstände. Dieses System ist auf #Krieg, #Mord und #Völkermord ausgerichtet, es wird nicht durch #Wahlen oder# Proteste allein gestoppt werden können. Der britische #Staat war schon immer Teil der globalen faschistischen #Machtübernahme, das #Regime bereitet sich ständig auf städtische #Unruhen, #Terrorakte, individuelle und #Massenaufstände vor. Die Genoss*innen, die oft Teil der #Untergrundgruppen sind, kommen in der Regel aus der sozialen Bewegung, und deshalb investiert der Staat viel Zeit und Energie, um herauszufinden, wer Teil dieser Bewegungen ist und in welche Richtung sie sich entwickeln.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Wildfires will begin: An interview with Toby Shone von Elizabeth Vasileva erschienen bei @freedomnews am 1. Juni 2025

    #Anarchismus #Anarchism #Knast #Solidarität #Britannien #England #Psychatrie

  29. Heute wurde die Nazidemo "Gemeinsam für Deutschland" erfolgreich verhindert 🔥. Da überall antifaschistischer Gegenprotest und an mindestens drei Stellen gleichzeitig Blockaden stattfanden, konnte die Nazidemo erst fast eine Stunde verzögert starten. Tausende Antifaschist*innen begleiteten die Demo mit "siamo tutti antifascisti" und "Nazis raus" Rufen 🏴🚩.

    Sie versuchten dennoch über eine Ausweichroute in die Stadt zu kommen, doch der Ludgerikreisel wurde von so vielen Gegendemonstrant*innen blockiert, dass die Nazidemo wieder umdrehte und zum Bahnhof zurück lief.

    Danke an die tausenden Menschen die heute ein Zeichen für eine offene Gesellschaft und gegen Nazipropaganda gesetzt haben.

    "Say it loud - say it clear, refugees are welcome here! Nie wieder Faschismus!"

    #solidarischgegenrechts #klarekante #nazifrei #polizeigewalt #gegenrechts #refugeesarewelcome #keinvergebenkeinvergessen #erinnernheissthandeln #keinenmeter #keinenmeterdennazis #demo #mahnwache #protest #münster #muenster #faschismus #pazifismus #friedenschaffenohnewaffen #antifa #antifams #161 #antifaschismus #anarchismus #gegendenveteranentag #noafd #gemeinsamfuerdeutschland #ms3105 #nonazisMS

  30. 🏴🚩 Als Teil des Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ rufen mit dazu auf, sich an den morgigen Demos gegen den Naziaufmarsch in Münster zu beteiligen. Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen den Faschismus setzen 🖤♥️ und gegen die rechte Initiative protestieren! ✊

    @keinenmeterms
    "4 Kundgebungen:
    📣 13.00 Uhr Servatiiplatz
    📣 14.00 Uhr Ludgerikreisel/Gleis 22/Hauptbahnhof

    Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ aus Münster hat für den 31.5. mehrere Protestversammlungen gegen die rechte Initiative "Gemeinsam für Deutschland" angemeldet, welches an diesem Tag in Münster aufmarschieren will.

    "Es ist das gleiche Spektrum, das bereits im Januar in Münster aufgelaufen ist. Eine Mischung aus Verschwörungsideolog*innen, Antisemit*innen, extrem rechten Parteien, jungen Neonazis und Reichsbürger*innen“, ordnet Bündnissprecher Carsten Peters die Versammlung der Initiative „Gemeinsam für Deutschland“ ein. „Dagegen stellen wir uns auch diesmal. Es darf keinen Platz für die extreme Rechte geben, egal in welchem Gewand sie auftritt, das werden wir am 31.5. wieder sehr deutlich klar machen.“

    "Auch wenn die Inhalte teils krude und wirr erscheinen mögen: Auf diesen Demos treffen sich überzeugte Gegner*innen unserer Demokratie - von klassischen Nazis bis hin zu angeblich Friedensbewegten.“ ergänzt seine Kollegin Liza Schulze-Boysen, „Was sie eint ist der Wunsch nach einem gemeinsamen Feindbild und einfachen Lösungen; was sie wollen ist Autokratie – wir werden Ihnen auch dieses Mal einen Strich durch die Rechnung machen.“

    Ähnlichen Aufrufen der Initiative „Gemeinsam für Deutschland“ waren in diesem Jahr in Düsseldorf und zuletzt in Dortmund mehrere Hundert Personen gefolgt, darunter viele junge Neonazis und Anhänger*innen der extrem rechten AfD. Das Keinen Meter Bündnis hat am 31.5. mehrere Versammlungen in direkter Nähe zur Route des extrem rechten Aufmarsches angemeldet, eine ab 13 Uhr am Servatiiplatz an der Paul-Wulf-Statue, eine weitere ab 14 Uhr am Ludgerikreisel, am Gleis 22 und am Hauptbahnhof.

    "Immer wenn die extreme Rechte in Münster aufgelaufen ist, haben wir ihr laut und deutlich gezeigt, dass Münster kein gutes Pflaster für sie ist. Das wollen wir auch am 31.5. wieder mit vielen Menschen tun“, so Peters abschließend. „Es ist gerade in dieser Zeit so wichtig wie lange nicht mehr, gegen Rechts auf die Straße zu gehen. Der extremen Rechten werden wir die Straßen und Plätze unserer Stadt nicht überlassen.""

    #solidarischgegenrechts #klarekante #nazifrei #gegenrechts #refugeesarewelcome #keinvergebenkeinvergessen #erinnernheissthandeln #keinenmeter #keinenmeterdennazis #demo #mahnwache #protest #münster #muenster #faschismus #pazifismus #friedenschaffenohnewaffen #antifa #antifams #161 #antifaschismus #anarchismus #gegendenveteranentag #noafd

  31. Ein cooles Wochenende bei Woodland Brutality oder: Ich war zum ersten Mal bei einem Schießwettbewerb

    Letztes Wochenende hab ich zum ersten Mal an einem #Schießwettbewerb teilgenommen und bin nicht Letzte geworden, was echt cool ist. Ich hab weiter und schneller geschossen als je zuvor, was auch cool ist. Ich bin nicht disqualifiziert worden (was anscheinend leicht passieren kann, wenn man noch keine Erfahrung mit #Wettkampfschießen hat), was ebenfalls cool ist. Und ich habe mehrere Tage im Wald verbracht, umgeben von #Transfrauen in taktischen Hosen, die unter körperlicher Belastung mühelos bewegliche Ziele treffen können. Was, wie ihr wisst, echt cool ist.

    Es war der „Woodland Brutality“-#Wettkampf, veranstaltet von „InRangeTV“. „A Better Way 2A“ war vor Ort und hat kostenlos Snacks verteilt. Beide Organisationen setzen sich dafür ein, marginalisierten Gruppen den Zugang zu #Waffenausbildung zu erleichtern, und vertreten die radikale Idee, dass der zweite #Verfassungszusatz für alle gilt.

    Um das klarzustellen: Das macht Woodland Brutality nicht zu einer spezifisch „linken“ Veranstaltung. Es basiert einfach auf einer Community, die sich für #Inklusion und #Akzeptanz einsetzt. Mürrische alte Cis-Männer haben meine Pronomen richtig verwendet. Ein 64-jähriger #Schusswaffenausbilder, der eine Etappe nach der anderen des Wettkampfs gemeistert hat, hat mir nach meinem ersten erfolgreichen Schuss auf ein sich bewegendes Ziel ein paar nette Komplimente zu meinen Fortschritten gemacht.

    Die Brutality-Wettkämpfe setzen sich für Inklusion und Akzeptanz ein, aber sie sind auch bestrebt, einige der körperlich anspruchsvollsten Schießwettbewerbe zu veranstalten, die man finden kann. In der ersten Runde musste ich Reifen und Munitionskisten hin und her schleppen und zwischendurch mit #Pistole und #Gewehr auf Ziele schießen. In einer anderen musste ich auf einer schwingenden Plattform liegen, bevor ich mich von Barrikade zu Barrikade bewegen, einen 150 Pfund schweren Dummy ziehen und dann zur schwingenden Plattform zurückkehren musste, um zu schießen. Die optionale „#Kasarda-Herausforderung“ besteht darin, einen Kettlebell immer wieder zu werfen, während man sich auf dem Weg zum Ziel bewegt und auf ein Stahlziel schießt. Diese spezielle Etappe wird separat vom Rest des Wettkampfs gewertet, da die Organisatoren nicht wollen, dass die Kraft des Oberkörpers die Wertung übermäßig beeinflusst.

    Eigentlich wollte ich nur zuschauen, aber mein Freund Karl, der Gründer, hat mich sanft dazu ermutigt, mitzumachen. Ich fand, dass „sanfte Ermutigung, sich zu schwierigen Dingen zu überwinden“ die Atmosphäre der ganzen Veranstaltung geprägt hat (andere Teilnehmer zogen es vor, währenddessen angefeuert zu werden. Jedem das Seine.). Also habe ich meine Ausrüstung und #Waffen in meinen Van geladen und bin durch die wunderschönen Berge von West #Virginia zum Schießstand gefahren. Als ich an Schildern mit Aufschriften wie „Schusswaffen im Einsatz: Betreten verboten, Lebensgefahr“ vorbeifuhr, dachte ich mir: „Hoffentlich bin ich hier richtig.“

    Ich hatte Glück, dass Karl der Erste war, den ich sah, als ich ankam. Er schoss das ganze Match mit Lever-Action-Gewehren, gekleidet in einem perfekten Outfit aus der Schlacht von Blair Mountain, mit Latzhose und Hemd. Eine schöne Hommage an West Virginia, wo vor hundert Jahren #Arbeiter gegen ihre Besitzer in den Krieg zogen, die sie niederschossen.

    Ich wollte mitmachen, hatte aber ein Problem: Da ich nicht weit sehen kann, war keines meiner Gewehre richtig eingestellt. Karl schleppte eine Stahlscheibe zum Ende einer der vielen Schießstände und half mir geduldig, nicht nur das Gewehr, mit dem ich antrat (ein billiges, aber zuverlässiges AR-15-#Karabinergewehr mit einem Leuchtpunktvisier und ohne Vergrößerung), sondern auch mein 308er #Repetiergewehr für #Hirsche und das 22er Magnum-#Repetiergewehr für Raubzeug, mit dem mein Vater vor meiner Geburt Murmeltiere schoss, als er aus der #Marine kam und eine Zeit lang auf einer Farm lebte, einzustellen. Wer mich kennt, wird nicht überrascht sein, dass diese 22er bei weitem meine Lieblingswaffe ist. Sie ist nur nichts für Wettkämpfe.

    Nachdem alles eingestellt war, machten wir uns auf den Weg zum Schießen. Die acht Etappen waren über eine etwa 1,5 km lange Schotterstraße verteilt, die durch das Gelände führt, und die meisten Leute fuhren von Etappe zu Etappe. (Die Teilnehmer der #Hardcore-„#Trooper“-Division des Wettbewerbs müssen ihre gesamte Ausrüstung zu Fuß tragen und dürfen während des gesamten Wochenendes außer Wasser nichts nachfüllen.)

    Die allererste Etappe war die bereits erwähnte „Runde mit Reifen und Munitionskisten, bei der man zwischendurch auf Ziele schießen musste“, und ich habe sofort zwei Dinge gelernt: Erstens, dass ich mit meinem #Gewehr ganz gut schießen kann, und zweitens, dass ich mehr Übung im Schießen mit einer #Handfeuerwaffe auf große Entfernungen brauche. Ich habe eine Patrone nach der anderen verschossen, als ich auf zwei torsohohe Stahlziele in 40 Metern Entfernung schoss, und ich habe es nur bis zur Hälfte der Etappe geschafft, bevor der Summer ertönte und meine Zeit abgelaufen war.

    Ich hatte so oft daneben geschossen, dass ich Karl meine Pistole gab und ihn bat, zu beweisen, dass das Problem bei mir lag und nicht bei der Waffe. Er schoss schnell drei Mal und traf drei Mal. Wie ich vermutet hatte, lag das Problem bei mir.

    An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass ich keine Erfahrung im Wettkampfschießen habe und dass 40 Meter weiter sind, als ich jemals mit einer #Handfeuerwaffe geschossen habe. Ich schieße schon seit einer Weile (ich habe vor Jahren meinen Waffenschein bekommen, nachdem #Nazis mich doxxed haben und mir Fotos meiner Familie geschickt haben), aber meine ganze Erfahrung konzentriert sich entweder auf die Verteidigung der Gemeinschaft (weshalb ich mit einem Gewehr passabel bin) oder auf #Selbstverteidigung durch verdeckte Trageweise (die meisten Kurse konzentrieren sich auf Schüsse aus etwa 10 Metern Entfernung, nicht aus 40 Metern).

    Ich will meine Erfahrung mit Gemeinschafts- oder #Selbstverteidigung auch nicht überbewerten. Ich bin ein professioneller Dilettant. Aber die Experten für #Gemeinschaftsverteidigung, denen ich vertraue (wie Yellow Peril Tactical), sagen immer wieder: Wenn du besser in der Gemeinschaftsverteidigung werden willst, fang mit Wettkämpfen an. Es stellt sich heraus, dass sie Recht haben, was nicht überraschend ist. Auf den Schießstand zu gehen, still zu stehen und auf Papier- oder Stahlziele zu schießen, ist eine gute Möglichkeit, die grundlegenden Fertigkeiten nicht völlig einzurosten, aber viel weiter bringt es einen nicht.

    Ich ging mit der Erwartung in den #Wettkampf, zu verlieren. Ich schrieb meinen Freunden eine SMS und sagte ihnen, dass ich auf den letzten Platz aus sei. Aber eigentlich war ich nicht dort, um gegen andere anzutreten, sondern gegen mich selbst. In nur zwei Tagen Schießen habe ich meine Stärken und Schwächen entdeckt. Vor diesem Wochenende hatte ich noch nie weiter als hundert Meter geschossen. Am zweiten Tag traf ich regelmäßig und wiederholt Ziele in 400 Metern Entfernung, ohne mein Gewehr zu vergrößern. Vor diesem Wochenende hatte ich noch nie mit einer Handfeuerwaffe auf 40 Meter geschossen, und obwohl ich diese Fertigkeit sicher nicht beherrschte, bewies ich, dass ich es konnte. Ich schoss zum ersten Mal auf bewegliche Ziele, ich schoss zum ersten Mal, obwohl ich erschöpft war. Ich beendete sogar eine der acht Etappen mit Zeitüberschuss – eine Etappe, die ausschließlich mit dem Gewehr absolviert werden musste und bei der man in voller Montur unter Drähten hindurchkriechen und aus der Hocke auf ein Ziel schießen musste.

    Eine der schlechtesten #Schützen bei einem der härtesten Wettkämpfe des Landes zu sein, war für mich überhaupt nicht peinlich, und niemand hat mich kritisiert, als ich eine Patrone nach der anderen verschossen habe, um dieses blöde kleine Stahlziel zu treffen. Jeder weiß, warum sie da sind, und es ist nicht, um sich über die Neue aufzuregen. Wenn ich auf die Anzeigetafel schaue, gibt es jemanden mit einer fast doppelt so hohen Punktzahl wie ich (das ist schlecht, man will eine niedrige Punktzahl, da sie in Sekunden gemessen wird), und ich schaue auf diesen Namen und denke nicht: „Na ja, wenigstens war ich besser als wer auch immer das ist.“ Stattdessen dachte ich reflexartig: Diese Person dort war der mutigste Motherfucker des ganzen Wochenendes.

    Ich hab gemischte Gefühle gegenüber Schusswaffen. Ich hab aus erster Hand Erfahrungen mit den Folgen von #Waffengewalt gemacht, die ich lieber nicht gehabt hätte, und ehrlich gesagt ist das ein wichtiger Grund, warum ich so aus der Übung bin. Ich finde, Menschen mit #Aggressionsproblemen oder Selbstmordgedanken sollten keine Waffen besitzen. Ich finde, jede Waffe sollte weggeschlossen werden, wenn sie nicht benutzt wird. Ich glaube nicht, dass „eine bewaffnete Gesellschaft eine höfliche Gesellschaft ist“, weil ich die grundlegenden statistischen Analysen, die zeigen, dass zwischenmenschliche Gewalt tödlicher ist, wenn alle bewaffnet sind, ziemlich gut verstehen kann.

    Gleichzeitig glaube ich, dass das Recht auf Selbstverteidigung und Verteidigung der Gemeinschaft unveräußerlich ist, und ich glaube, dass in der modernen Welt das effektivste Mittel zur #Selbstverteidigung gegen tödliche Gewalt eine halbautomatische Handfeuerwaffe mit einem ordentlichen Magazin ist. Ich denke, das effektivste Mittel zur Verteidigung der Gemeinschaft ist ein halbautomatisches „modernes Sportgewehr“. Ein #AR15. Ich denke, der sichere Umgang mit Schusswaffen ist eine Fähigkeit, die allgemein verbreitet sein sollte, auch wenn viele Menschen vielleicht keine Waffe besitzen oder regelmäßig mit sich führen möchten.

    Es gibt eine Art grundlegendes Dilemma, wenn es um Schusswaffen und #Sicherheit geht. Auf individueller Ebene machen Waffen uns tendenziell weniger sicher. So wie ich das verstehe, ist ein Haus mit einer Waffe statistisch gesehen für alle darin lebenden Personen weniger sicher. Besonders wenn ein Mann und eine Frau in diesem Haus leben, ist die Frau weniger sicher.

    Gleichzeitig scheint der Slogan „bewaffnete Minderheiten sind schwerer zu unterdrücken“ durch die Geschichte bestätigt zu werden. Der erste Schritt zu einem #Völkermord ist die #Entwaffnung der #Bevölkerung. Ein gängiges Argument gegen Waffen ist, dass die #Regierung über #Panzer und #Raketen verfügt und es daher keinen Grund gibt, dass die Bevölkerung #Kleinwaffen (#Gewehre und #Pistolen) besitzt, um sich möglicherweise gegen diese Regierung zu stellen. Das ist ... keine Ansicht, die durch die Geschichte gestützt werden kann. Kleinwaffen waren in Konflikten gegen staatliche #Militärmächte absolut unverzichtbar. Die Menschen im Warschauer Ghetto brauchten Lebensmittel, Druckerpressen und Waffen. Soweit ich das beurteilen kann, haben sie ihre Energie darauf verwendet, sich diese Dinge zu beschaffen.

    Es ist gut, Teil einer Gruppe zu sein, die dafür bekannt ist, schwer zu töten zu sein. Faschisten sind Feiglinge – sie wären buchstäblich keine #Faschisten, wenn sie keine #Feiglinge wären. Sie bevorzugen leichte Ziele. Gleichzeitig macht die Verbreitung von Waffen eine #Gemeinschaft jedoch weniger sicher vor sich selbst.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages A Pleasant Weekend at Woodland Brutality or: I entered my first shooting competition von @margaret

    #Anarchismus

  32. 🖤❤️ Heute gab es eine Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus bei der es tolle Beiträge gab und wir gemeinsam ein Zeichen für Frieden und gegen Faschismus, aber auch gegen Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus setzen! 🏴🚩

    Wie jedes Jahr gab es auch heute zum 8. Mai gute Redebeiträge und tolle Musik. Diesmal gab es auch einen Gedichtsbeitrag der Villa Ten Hompel gegen Faschismus. Schon in der Kindheit beginnt der Faschismus, wenn es heißt, dass Kinder nicht mit anderen Kindern spielen dürfen, weil sie anders seien, eine andere Herkunft hätten. Faschismus muss verhindert werden - von Klein auf bis ins höchste Alter.

    Es wurde an den Schwur von Buchenwald erinnert, bei dem es heißt: "Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel".

    Eine berührende Rede von Esther Bejarano wurde über die Lautsprecher abgespielt und brachte die Demonstrierenden aber auch Passant*innen zum Nachdenken.

    Zwei Lieder vorm Veranstaltungsende wurde der Kranz ausgelegt und eine Schweigeminute eingelegt.

    Auf der heutigen Gedenkveranstaltung wurde gemeinsam gesungen, gelacht und geweint. Vielen Dank für diese wichtige und schöne Veranstaltung @vvnbda_muenster

    Der 8. Mai muss ein Feiertag werden!

    #8mai #tagderbefeiung #befreiung #tierbefreiung #nazifrei #gegenrechts #refugeesarewelcome #keinvergebenkeinvergessen #erinnernheissthandeln #vvn #vvnbda #demo #mahnwache #gedenkfeier #münster #muenster #militär #pazifismus #friedenschaffenohnewaffen #antifa #antifams #161 #antifaschismus #anarchismus #gegendenveteranentag #befreiungvomfaschismus

  33. 🖤❤️ Kommt am Donnerstag, dem 8. Mai, um 18 Uhr mit zur Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus zum Zwinger! 🏴🚩

    @vvnbda_muenster :
    "Ein durchgeknallter Milliardär zelebriert den Hitlergruß, wird dafür bejubelt. Eine faschistische Ministerpräsidentin von Italien ist der Ankerpunkt für die Festung Europa gegen jede Migration. Und alle Länder in der sogenannten "Wertegemeinschaft" EU machen mit. Eine neue Bundesregierung setzt vor allem auf Repressionen und Abschottung in der Migrationspolitik und die Abschaffung des Asylrechts. Alles Anzeichen für einen vor Jahren in dieser Dimension noch unvorstellbaren Rechtsruck. Faschistische, rassistische und andere menschenfeindliche Einstellungen und Bewegungen werden zunehmend normalisiert.

    Diesen Einstellungen und den Bewegungen dahinter gilt unser Augenmerk und unser Widerstand der nächsten Jahre wird diese als Ziel haben. „Kriegstüchtigkeit“ wird der eigentlich erstrebten Friedensfähigkeit entgegengesetzt. Das Vermächtnis des Widerstands gegen den Faschismus ist in diesen Zeiten des Rechtsrucks und erstarkenden Faschismus besonders wichtig. Eines der ersten Zeichen für den Zusammenbruch des deutschen Faschismus war die Selbstbefreiung im KZ Buchenwald am 11.April 1945. Häftlinge aus mehreren Ländern kamen dort zusammen, um den Schwur von Buchenwald zu leisten: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

    Die deutsche Bevölkerung hat sich nicht selbst befreit. Antifaschist*innen wurden denunziert, verfolgt, eingesperrt, gefoltert und ermordet. Trotz Widerstands auch im Inneren war die Mehrheit der Bevölkerung verstummt oder folgte der NaziIdeologie bis zum bitteren Ende. Die Shoa mit 6 Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden und der Porajmos mit über 100.000 ermordeten Sinti und Roma sind die größten Verbrechen. Ebenso der Vernichtungsfeldzug gegen die sowjetische Bevölkerung mit über 27 Millionen ermordeten Menschen. Weltweit wurden im Zweiten Weltkrieg über 65 Millionen Menschen ermordet
    In Münster wollen wir am 8. Mai 2025 der Befreiung vom Nazi-Regime gedenken und für Frieden in Europa und der Welt ein Zeichen setzen."

    📍 8. Mai 2025, 18 Uhr am Zwinger (Promenade)

    #8mai #tagderbefeiung #befreiung #tierbefreiung #nazifrei #gegenrechts #refugeesarewelcome #keinvergebenkeinvergessen #erinnernheissthandeln #vvn #vvnbda #demo #mahnwache #gedenkfeier #münster #muenster #militär #pazifismus #friedenschaffenohnewaffen #antifa #antifams #161 #antifaschismus #anarchismus #gegendenveteranentag #befreiungvomfaschismus

    ENGLISH:

    Commemoration of the 80th anniversary of the liberation from fascism

    A crazed billionaire celebrates the Hitler salute and is applauded for it. A fascist Italian prime minister is the anchor point for Fortress Europe against all migration. And all countries in the so-called "community of values" EU are joining in. A new German government is focusing primarily on repression and isolation in migration policy and the abolition of the right to asylum. All signs of a shift to the right that was unimaginable on this scale just a few years ago. Fascist, racist, and other misanthropic attitudes and movements are becoming increasingly normalized.

    Our attention is focused on these attitudes and the movements behind them, and our resistance in the coming years will have them as its goal. "War capability" is contrasted with the actually desired capacity for peace. The legacy of resistance against fascism is particularly important in these times of a shift to the right and a rise in fascism. One of the first signs of the collapse of German fascism was the self-liberation of the Buchenwald concentration camp on April 11, 1945. Prisoners from several countries gathered there to take the Buchenwald Oath: "The destruction of Nazism and its roots is our motto. The construction of a new world of peace and freedom is our goal."

    The German population did not liberate itself. Antifascists were denounced, persecuted, imprisoned, tortured, and murdered. Despite resistance, including within Germany, the majority of the population remained silent or followed Nazi ideology to the bitter end. The Shoah, with 6 million murdered Jews, and the Porajmos, with over 100,000 murdered Sinti and Roma, are the greatest crimes. The same applies to the extermination campaign against the Soviet population, with over 27 million murdered people. Over 65 million people worldwide were murdered during World War II.
    In Münster, on May 8, 2025, we want to commemorate the liberation from the Nazi regime and set a precedent for peace in Europe and the world.

  34. Anarchismus und die neue Welle der Militarisierung (Teil 1)

    Ein paar Gedanken darüber, wo wir uns befinden, während wir an der Schwelle zu einem Jahrzehnt stehen, das von einem Wandel hin zu einem bewaffneten Nationalismus geprägt sein wird

    In der Flut von kapitalen Nachrichten, die wir im letzten Monat hatten, war die Ankündigung einer europaweiten massiven #Aufrüstung bei weitem die folgenreichste für unsere kriegsentfremdeten Inseln.

    Nach den schwindelerregenden #Ausgabenplänen Deutschlands und der EU sowie der verspäteten Erkenntnis der lokalen Mächte, dass die #Auslagerung der #Produktion an Konkurrenten vielleicht keine gute #Strategie war, sieht das Versprechen der #Labour-Partei, 2,5–3 % des BIP für die #Verteidigung auszugeben, nicht einmal wie das aggressivste Engagement aus.

    Aber es scheint wahrscheinlich, dass das nächste Jahrzehnt auf mehreren Ebenen von Veränderungen geprägt sein wird, wobei der weitere Aufstieg rechtsextremer politischer Gruppen mit einem militärischen #Revival, einer permanenten #Neuausrichtung des „Great Game“ und höchstwahrscheinlich der Aufgabe von #Umweltverpflichtungen einhergeht, selbst wenn die Folgen der #Klimakrise buchstäblich in unser tägliches Leben eindringen.

    Während wir auf diese #Katastrophe für die #Arbeiterklasse der Welt zusteuern (die gezwungen sein wird, die Kosten und Folgen zu tragen, während man ihr gleichzeitig sagt, dass sie selbst daran schuld ist), können und sollten die #Anarchisten #Großbritanniens daran arbeiten, sie zu stoppen. Aber wir müssen auch bedenken, dass wir, wie in den meisten der letzten vier Jahrzehnte, nicht über die nötigen Mittel verfügen werden, um dies zu tun oder es auch nur zu verlangsamen. Was sind unsere #Stärken, #Schwächen, #Chancen und #Risiken als Bewegung mit begrenzten Mitteln?

    Stärken

    Seien wir ehrlich, physisch haben wir im Moment nicht viele. Es gibt viele unverbundene lokale Gruppierungen, eine kleine (wenn auch lebhafte) Szene von #Hausbesetzern, ein paar Orte wie „Freedom“ oder „Star and Shadow“, ein paar Kooperativen wie „Radical Routes“, Verlage wie „Active“, etwas rechtliche Unterstützung, ein soziales #Randnetzwerk und so weiter. Das soll nicht heißen, dass es kein Potenzial gibt – wir haben schon früher ernsthafte Fortschritte gemacht. Die letzten drei Wellen anarchistisch geprägter Aktivitäten, 1999–2003, 20102013 und die Bewegung für gegenseitige Hilfe 2020–2021, sind noch nicht aus dem Gedächtnis verschwunden und haben viele Lehren zu ziehen. Außerdem gibt es eine große Welle von Ehemaligen, die möglicherweise von einem Angebot begeistert werden könnten, das einige Lektionen darüber gelernt hat, wie man Bewegungen nicht nur inspiriert, sondern auch aufrechterhält.

    Im Gegensatz zu unseren frenetischen Freunden in der #sozialdemokratischen und #gewerkschaftlichen Szene kämpfen wir nicht am falschen Ende eines Challenge-Fail-Zyklus und tatsächlich wurden viele unserer Vorhersagen über die Mängel des Corbynismus voll und ganz bestätigt. Wir haben ein hervorragendes aktuelles Beispiel für spontane gegenseitige #Massenhilfe (#Covid), auf das wir verweisen können, wenn wir für den (Wieder-)Aufbau dezentraler #Solidaritätsnetzwerke in der Arbeiterklasse plädieren. Obwohl es uns an großen föderalen Organisationen fehlt, die das ganze Land abdecken können, verfügen wir über Räume, die als Knotenpunkte für schnelles Wachstum dienen könnten, sowie zumindest über einige freundschaftliche Kontakte zu Zentren, die von Gleichgesinnten betrieben werden (Friends Meeting Houses, #Arbeitervereine, #Arbeitergenossenschaften und dergleichen).

    Und trotz all der vielen Schrecken, die vor uns liegen, wird unsere #Politik wahrscheinlich durch das zunehmend repressive Verhalten der #Regierungen im In- und #Ausland schärfer konturiert werden. Die britische Öffentlichkeit hat sich im letzten Jahrzehnt insgesamt erstaunlich gleichgültig gezeigt, wenn es um den Schutz ihrer eigenen #Freiheiten ging. Sie schaute weg, als Proteste auf von der #Polizei genehmigte Spaziergänge reduziert wurden, während direkte Aktionen kriminalisiert und #Gefängnisstrafen verhängt wurden, während die Innenstädte im ganzen Land unter die ständige Beobachtung der gläsernen Augen von #BigBrother gestellt wurden. Wir können auf jahrelange Warnungen verweisen und Maßnahmen vorschlagen, wenn das eine oder andere Ereignis, das durch die neue Ordnung der Dinge ausgelöst wurde, die Öffentlichkeit dazu bringt, aufmerksam zu werden.

    Die übliche linke, respektable Politik hat zu diesen Angriffen wenig Bemerkenswertes zu sagen, außer „das ist schlecht, mkay“, während der Free #Englishman Ruuule #Britannnia, der sogenannte Pro-Freiheits-Mob (Spiked!, rechte Broadsheets usw.) dies entweder ignoriert oder aktiv zu mehr anstachelt. Anarchisten sind eine der wenigen Gruppierungen, die nicht nur konsequent vor einem Problem gewarnt oder vage über #Westminster gejammert haben, das sich absolut nicht darum schert, sondern sich auch dafür eingesetzt und manchmal Maßnahmen ergriffen haben, um es zu bekämpfen. Während der Phase der Anti-Masken-#Pandemie haben einige unserer verschwörerischeren Genossinnen und Genossen alles gegeben. Wenn wir klug vorgehen, gibt es viel Spielraum für Gegenwehr. Wir verfügen über aktuelles und historisches Know-how über den wahren Stand der Gesetze und unsere gepriesenen „Freiheiten“, was uns auf der Straße einen übergroßen Einfluss verschafft, wenn Schocks wie eine Welle des militärischen #Nationalismus über uns hereinbrechen.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Anarchism and the New Military Wave (pt.1) von Rob Ray bei @freedomnews

    #Militarisierung #Britain #England #Deutschland #NATO #OTAN #Antimilitarismus #Strategiediskussion #Anarchismus

  35. John Couzin (1934–2025)

    Features, 20. März

    Der anarchistische Dichter und Propagandist aus Glasgow war ein Friedenssuchender

    Von Ethel McDonald

    Einer der führenden Köpfe des zeitgenössischen #Anarchismus, John #Couzin, starb im Alter von fast 91 Jahren in den Armen seiner Partnerin zu Hause in #Glasgow, #Schottland.

    John war in Glasgow aktiv und interessierte sich sehr für Sozialgeschichte. Er war wütend darüber, dass die mangelnde Bewahrung der anarchistischen Geschichte der Macht des Staates in die Hände spielte und von anderen politischen Parteien leicht ausgenutzt werden konnte, weil es auch die Leugnung unserer Existenz war.

    John begann, Namen und Ereignisse zu sammeln, erstellte das Online-Wiki #Strugglepedia und recherchierte in seinem Buch „Radical Glasgow“ über die #Clydeside-#Anarchisten, was zur Gründung des Radical Glasgow History Project führte. Schließlich war er die treibende Kraft hinter dem mitbegründeten „Spirit of Revolt Archives of Dissent“ und stellte fast alles online.

    John betrieb 20 Jahre lang einen Blog (einschließlich einer Karte der radikalen Szene und einer Liste lokaler Veranstaltungen) unter dem Pseudonym #AnnArky, der rund 2 Millionen Aufrufe verzeichnete. Der Blog eignete sich für ein kostenloses Straßenmagazin, und so entstand die Anarchist Critic. Er gründete #Voline Press, unter dem er seine fünf Gedichtbände im Selbstverlag veröffentlichte.

    John spielte täglich #Schach auf sehr hohem Niveau und versuchte letztes Jahr, einen Club zu gründen, aber seine schlechte Gesundheit bremste ihn, wie es im Laufe der Jahre immer wieder der Fall war.

    John war in der Familie als Jack bekannt, aber von seinen Kameraden als John. Er wurde 1934 vor dem Zweiten Weltkrieg in den berüchtigten #Garngad-Slums in Glasgow geboren, die so schlimm waren, dass der Stadtrat sie abriss und das Gebiet umbenannte. Die Familie zog nach #Balornock.

    Johns Vater William war #Bergarbeiter und seine Mutter Lizzie hauptsächlich #Fabrikarbeiterin. Er hatte zwei ältere Schwestern, Sadie und Margaret, und eine jüngere Schwester, Betty. Es war eine Familie, die sich sehr liebte und unterstützte. Er war ein großer, ruhiger Junge, ein talentierter Pianist und seit seinem elften Lebensjahr sehr schachbegeistert.

    Er wurde mit seinen Schwestern aus Glasgow auf einen Bauernhof evakuiert, wo er wie ein Sohn behandelt wurde, und erinnert sich an die Freude, die er an dem alten Pferd hatte, das mit einem Tritt in die Seite und Herumtollen auf die Weide gelassen wurde, an seinem letzten Tag der Arbeit.

    Er lehnte ein #Universitätsstudium ab, für das die #Bergarbeitergewerkschaft bezahlt hätte, und nahm stattdessen ein #Ingenieurstudium auf, gefolgt von einer Ausbildung in der #Fairfield's #Shipyard.

    Er genoss seine Zeit, entdeckte anarchistische Ideen und war dort lautstark und aktiv, indem er 1952 am #Lehrlingsstreik teilnahm. Er war auch Asbest ausgesetzt, entwickelte später Pleura-Plaques und sah, wie sein bester Freund Ian an einem Mesotheliom starb. Er war Zeuge, wie sein junger Freund Archie, ein Nietenschlosser, der von einem Schiffsgerüst stürzte, ertrank, ein Ereignis, das ihn sein ganzes Leben lang zutiefst beunruhigte. Er erlebte aus erster Hand, wie Regierungsaufträge und die Verschwendung öffentlicher Gelder in der #Rüstungsindustrie herumwirbelten, indem er für den Bau von Schiffen eingesetzt wurde, die nach ihrem Stapellauf außer Dienst gestellt wurden.

    Dort wurde ihm ein Auftrag verweigert und er wechselte zu #Vickers, wo er bald erkannte, dass die unterschiedliche #Lohnstruktur der #Akkordarbeit für den hinterhältigen Wettlauf um den ersten Platz für Boni auf Kosten von #Gesundheit und #Sicherheit verantwortlich war.

    John verließ die Ingenieursbranche und nahm einen Job als Vertreter in #Slumgs an. Er verkaufte Möbel, Fernseher und Versicherungen und kehrte wöchentlich zurück, um die Zahlungen entgegenzunehmen. Er sah die schlimmsten Dinge, die ihn verfolgten, kalte, hungrige, ungewaschene Kinder, Familien, die Dielen verbrannten, um zu heizen und zu kochen, Babys, die auf Kleiderbündeln schliefen.

    Schließlich gab er diesen Job auf und wechselte in den Einzelhandel, da er inzwischen Ann kennengelernt hatte und sie zwei Kinder, Brian und Corinne, zu ernähren hatten. Im Einzelhandel arbeitete er sich bis zum Manager hoch und brach dabei #Gewinnrekorde, da er standardmäßig Boni erhielt, die er brauchte, um die Familie zu ernähren. Sie zogen nach Pollokshaws und er züchtete Rosen, die Kinder gewöhnten sich an die Schule und fanden Freunde. Er kaufte ein Boot, das der ganzen Familie Spaß machte.

    Als er in seinen Fünfzigern war, waren die Kinder bereits ausgezogen und er schloss sich #Amnesty International an, was John als nützliche Möglichkeit ansah, das Bewusstsein zu schärfen und Ungerechtigkeiten anzuprangern, die überall von den Mächtigen begangen wurden. Er war der Koordinator für dringende Maßnahmen in Schottland, las täglich die Berichte über #Folteropfer und versuchte, diese in der schottischen Presse zu veröffentlichen, um Unterstützungskampagnen zu starten. Nach drei Jahren war es ihm zu schmerzhaft, noch einen Bericht zu lesen, und er wechselte zu S#ACRO, wo er sich freiwillig bereit erklärte, Familien von Gefangenen zu Besuchen in ganz #Schottland zu fahren.

    Mit 59 Jahren zog er sich aus dem Verkauf zurück und verbrachte mehr Zeit im Fitnessstudio und auf dem Rennrad, mit dem er regelmäßig 145 km zurücklegte, mit Übernachtung und Rückkehr am nächsten Tag. Mit über 70 Jahren hatte er den AnnArky-Blog gegründet, das Buch „Radical Glasgow“ fertiggestellt und auf Buchmessen verkauft und mit der Produktion der Straßenzeitung „Anarchist Critic“ begonnen, die von 2002 bis 2022 20 Jahre lang erschien. Es handelte sich um eine antikapitalistische Zeitung, die die Fehler und Widersprüche der #Kapitalisten, multinationalen #Konzerne, #Imperien, Clubs, #Staaten und #Grenzen, des #IWF, der Europäischen Zentralbank, der #Weltbank und des #Weltwirtschaftsforums in #Davos aufdeckte. Die Anarchist Critic war eine antikriegerische, antiautoritäre, antiimperialistische #Protestliteratur, aber nicht pazifistisch, da John der Meinung war, dass #Selbstverteidigung ein unveränderliches Recht ist. Er war in Glasgow ein sehr bekanntes Gesicht, wenn er seine Zeitung verteilte.

    Sein Artikel über abgereichertes #Uran wurde in „Freedom“ veröffentlicht.

    Seine Familie wurde nun durch Stathis, seinen neuen Schwiegersohn, und Stavros und Stefania, zwei entzückende Enkelkinder, erweitert. 2005 lernte er Stasia kennen, eine Mitaktivistin und Seelenverwandte, und sie verbanden sich 20 Jahre lang als zutiefst verliebtes Paar. 2011 gründete er zusammen mit anderen das Spirit of Revolt Archives of dissent, das sowohl online als auch öffentlich in der #MitchellLibrary zugänglich ist.

    John versuchte auch, den #Maifeiertag wieder auf den #GlasgowGreen zu bringen, der über Hunderte von Jahren hinweg #Versammlungsort, #Hinrichtungsstätte und historischer Ort für politische #Agitation in Glasgow war. In den letzten Jahren hat der Stadtrat zu wenig in das Museum People's Palace investiert, sodass es geschlossen werden musste, und die Organisatoren des Marsches haben die Wirkung des Maifeiertags verwässert, ihn umgeleitet und ihn vom Glasgow Green entfernt, wodurch sie die Bedeutung der Veranstaltung, die für #Anarchisten von großer Bedeutung ist, aktiv herabgesetzt haben.

    Im Januar starb Johns Sohn Brian sehr plötzlich, was die ganze Familie erschütterte und ihm das Herz brach.

    John war sein Leben lang ein begeisterter Leser und Dichter und hat fünf Bücher mit kraftvollen Gedichten verfasst, die derzeit ins Französische übersetzt werden.

    Wir alle trauern jetzt um John. Er mag uns verlassen haben, aber seine Arbeit für den Anarchismus in Schottland erhöht unser Ansehen, legitimiert unsere Existenz und ebnet den Weg für zukünftige Generationen, auf dem er aufbauen wollte. Seine großherzige Liebe für alle hat einen tiefen Eindruck bei uns allen hinterlassen und die Erinnerung an John Couzins eigenen Geist der #Revolte wird für immer eine Quelle der Inspiration in unserem Leben bleiben.

    Quelle: Freedom News, 20. März 2025

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    #Anarchism #Scotland #Alba

  36. Einige Zeichen der Hoffnung

    Etwas, das uns vor der Verzweiflung bewahrt

    Von Elizabeth Doerr, 25. Februar 2025 Seit dem täglichen Ansturm von #Putschversuchen aus der #Exekutive habe ich immer wieder nach Nachrichten gesucht und dabei die Frage „Was halten republikanische Wähler von Elon Musk?“ eingegeben. Ich konnte mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die meisten von ihnen es wollten oder dafür gestimmt haben, dass Elon #Musk und seine jugendlichen #Hacker-#Schläger Zugang zu jedem noch so kleinen Teil unserer persönlichen Daten haben.

    Sicher, ich wusste, dass es die unvermeidlichen bedauernden Behauptungen geben würde: „Ich hätte nicht gedacht, dass er [unverschämte Sache XYZ, die #Trump während der Wahl versprochen hat] tatsächlich tun würde, als ich für ihn gestimmt habe.“ Aber ich glaube nicht, dass die meisten von uns Elon Musk als unseren Co-Präsidenten als das gesehen haben, was passieren würde. Also fragte ich mich, ob die Trump-#Wähler dasselbe dachten.

    Leider war es in den ersten Wochen schwierig, etwas zu finden, das meine Frage beantwortete. Aber dann, letzte Woche, begannen die #TownHalls. Ich hatte das Gefühl, dass sich letzte Woche etwas geändert hat und die Risse im #Putsch beginnen sich zu zeigen. Und wir sehen es in den Town Halls. Und nicht nur in Versammlungen, die in liberalen Distrikten abgehalten werden, sondern auch in Distrikten, in denen Trump mit zweistelligen Margen gewonnen hat.

    Und genau da keimte Hoffnung auf. Mir wurde klar, dass der #Widerstand lebendig und stark ist und vielleicht nicht überall gleich aussieht. An manchen Orten wird es so aussehen, als würde man auf der Straße protestieren, und manchmal wird es eine #Bürgerversammlung sein. An anderen Orten wird es ein stiller Widerstand sein, nicht auf eine E-Mail zu antworten, in der ein R#egierungsmitarbeiter gebeten wird, Elon Musk eine E-Mail mit den Errungenschaften der letzten Woche zu schicken, und in einigen Fällen wird es das Aufhängen einer umgedrehten amerikanischen Flagge an einem Wahrzeichen des Nationalparks sein.

    Um euch ein wenig Hoffnung zu geben, hier eine kleine Zusammenfassung dessen, was ich gesehen habe und was mir #Hoffnung gibt, dass der Widerstand an Fahrt gewinnen könnte.

    Rathäuser mit Menschen, die von ihren #Gesetzgebern Maßnahmen fordern

    Ich bin auf eine Handvoll Geschichten gestoßen, die zeigen, wie sehr die Menschen sich engagieren, selbst in Hochburgen der #Republikaner:

    Beispiel 1: Am 19. Februar hielt der Abgeordnete Cliff #Bentz in La Grande im Union County im Osten Oregons – dem konservativen 2. Kongressbezirk, in dem bei der letzten Wahl 68 % der Bevölkerung für Trump stimmten – eine Bürgerversammlung ab, bei der die Menschen ihn nicht ungeschoren davonkommen lassen wollten. Das Theater der Eastern #Oregon #University, in dem die Veranstaltung stattfand, war bis auf den letzten Platz gefüllt, und hier ist ein Highlight aus der Geschichte des La Grande Observer:

    „Eine deutliche Mehrheit des Publikums drückte #Frustration und Wut über die #Exekutivanordnungen von Präsident Donald Trump, die Entlassung Tausender Bundesangestellter und die Maßnahmen des von Elon Musk geleiteten Ministeriums für #Regierungseffizienz aus.“
    Der Artikel stellt fest, dass Bentz Trumps Handlungen verteidigte und anscheinend versuchte, einen Mittelweg zu finden, indem er sagte, dass es eine Herausforderung sein kann, die Regierung zu verkleinern. Er schien sich zwar nicht der #Mehrheit der Herausforderungen zu beugen, aber ich bin sehr gespannt, was dies für die Vorwahlen und andere zukünftige Wahlen bedeuten wird.

    Beispiel 2: Der Abgeordnete Rich #McCormick aus #Georgia, dessen Wahlbezirk Trump mit 20 Punkten Vorsprung gewann, wurde letzte Woche in einem Rathaus von der Menge ausgebuht und ausgepfiffen, als er nach Kürzungen bei der #Bundesbelegschaft gefragt wurde. Ihr könnt alles darüber auf CNN nachlesen. Es ist einfach toll, wenn man sieht, wie diese Verrückten angeschrien werden.

    Beispiel 3: Der Republikaner Troy #Balderson aus #Ohio (dessen Wahlkreis Trump mit 18 Punkten Vorsprung gewann) sagte, dass die #Kürzungen von Trump „außer Kontrolle geraten“. Er sagte auch: „Der #Kongress muss entscheiden, ob das #Bildungsministerium abgeschafft wird oder nicht. Nicht der #Präsident, nicht Elon Musk. Der Kongress entscheidet.“ Hurra, ein Republikaner im Kongress meldet sich tatsächlich zu Wort! Nun wollen wir mal sehen, ob das auch in Taten umgesetzt wird.

    Hier ist ein Überblick von Crooked Media über diese beiden, komplett mit einem Clip, in dem McCormick angeschrien wird:

    crookedmedia

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    Beispiel 4: Die Menschen machen nicht nur Druck auf ihre republikanischen Vertreter, sondern auch auf die #Demokraten. Ich war so wütend, als ich sah, dass die Demokratische #Partei kaum einen winzigen Versuch unternommen hat, und die Leute sind sauer. In NY-20 hielt ein Lehrer mit langjähriger Erfahrung eine leidenschaftliche Rede in einer Stadthalle, in der der Abgeordnete Paul #Tonko ihn aufforderte, wie John #Lewis und Jimmy ##Carter zu denken. „Du solltest verhaftet werden“, sagte dieser Mann, „und ich werde an deiner Seite sein.“ Das ist die Art von Energie, die wir jetzt brauchen, und es ist wunderbar!

    agirlhasnopresident

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    Widerstand von den „Workers From Within“

    Ein Bild, das wir in der letzten Woche im Internet gesehen haben, war die auf dem Kopf stehende amerikanische #Flagge – historisch gesehen ein Zeichen der Not –, die am #ElCapitan hing. Dieser #Protest wurde Berichten zufolge von Mitarbeitern des #ParkService angeführt.

    altnatparkser

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    Dieses Bild hat mich wirklich zu Tränen gerührt. Ich hatte über unsere öffentlichen Ländereien und die Mitarbeiter des National Park Service und des #ForestService nachgedacht, die entlassen wurden (wie ihr aus dem Beitrag von letzter Woche wisst), und es hat mich emotional berührt, die Geschichten dieser aufrichtigen Menschen zu lesen, die kurzerhand von ihren #Traumjobs gefeuert wurden.

    Wenn wir schon vom National Park Service und dem Widerstand von innen sprechen, sollten wir auch die wunderbaren Menschen hinter den Alt National Park Service-Social-Media-Konten erwähnen, die durch ihre #Kommunikationsbemühungen als Anführer des Widerstands fungieren. Ihre Bemühungen geben mir Hoffnung.

    Trumps Beliebtheit sinkt bereits nach einem Monat

    Diese Woche wurden eine Reihe von Umfragen veröffentlicht, in denen Trumps bisherige Arbeit im Amt bewertet wurde. Diese halfen im Wesentlichen bei der Beantwortung der Frage, die ich mir bereits in den Wochen eins und zwei dieser schrecklichen Regierung gestellt hatte. Ich stehe Umfragen zwar generell skeptisch gegenüber, aber sie sind dennoch hilfreich, um herauszufinden, wie die Amerikaner zu bestimmten Themen außerhalb von Wahlen stehen. Und die Meinung der #Amerikaner steht nicht hinter Trumps #Hauptagenda.

    Trumps #Zustimmungswerte rutschen deutlich in den 40er-Bereich (sie waren ohnehin nie besonders hoch, sondern lagen nur bei etwa 50 %). Die Umfrage von Washington Post-Ipsos ergab, dass die Entlassung von #Regierungsangestellten (39 %), die Schließung von USAID (38 %), die Blockierung der Kommunikation von #Gesundheitsbehörden ohne Zustimmung von Trump-Ernannten (25 %) und die #Begnadigung von Personen, die am 6. Januar wegen #Gewaltverbrechen verurteilt wurden (14 %), zu den unbeliebtesten Maßnahmen der Amerikaner gehören.

    Und was Elon betrifft, so betrachteten die meisten Amerikaner (52-28 – fast zwei zu eins) Musks Rolle in der Regierung als „schlechte Sache“. Selbst Republikaner (etwa 37 %) sind zumindest „etwas“ besorgt über Musks Rolle.

    Es ist frustrierend, weil wir wussten, dass eine zweite Amtszeit von Trump verheerend wäre, und es macht wütend, dass die Menschen erst nach ihrer Wahl zu dieser Erkenntnis kommen. Aber so ist es nun mal.

    Der Lärm zeigt Wirkung

    Nachdem die #Nationalpark-#Ranger gefeuert wurden, waren die Leute sauer und anscheinend hatte dies eine gewisse Wirkung und einige Stellen bei den Nationalpark-Rangern und der #Forstverwaltung werden wiederhergestellt (allerdings anscheinend nur 50 von 3.400, sodass ich mir nicht sicher bin, was das bewirken wird) und die Regierung sagt, dass sie die #Weiterbeschäftigung von etwa 7.700 #Saisonarbeitern erlauben wird.

    Einige #Entlassungen im Gesundheits- und #Landwirtschaftsministerium wurden rückgängig gemacht, was wahrscheinlich auf politischen Druck des Kongresses zurückzuführen ist. Dies alles geschah, nachdem die Regierung daran erinnert wurde, wie wichtig die Menschen sind, die für die #Sicherheit unserer #Atomanlagen sorgen und zur Verhinderung der #Vogelgrippe beitragen, und sie mussten versuchen, diese Menschen „im Humpty-Dumpty-Stil“ wieder einzustellen, wie ich den Nachrichtensprecher von #NPRs Morning Edition sagen hörte, was mich zum Lachen brachte.

    Gestern sagte Trump zu #Regierungsmitarbeitern, sie sollten die E-Mail ignorieren, die Elon Musk ihnen geschickt hatte, um ihre Arbeit zu rechtfertigen. Sie könnten die E-Mail ignorieren. Bröckeln die Burgmauern von Trump und Musk?

    Ein Bundesgericht erließ eine einstweilige Verfügung gegen die Anti-#DEI-#Durchführungsverordnungen. Ganz zu schweigen von den #Gerichten, die Verbote der #Staatsbürgerschaft durch Geburt, #Bundeszuschüsse und das Einfrieren von #Darlehen, die Verlegung von #Trans-#Gefangenen und Verbote der geschlechtsangleichenden Behandlung von Minderjährigen blockieren.

    All diese Siege fühlen sich so klein und schrittweise an, wenn wir darüber nachdenken, womit wir es zu tun haben. Aber sie sind etwas. Besonders ermutigend finde ich, dass sich Menschen im ganzen Land laut und deutlich zu Wort melden und handeln. Natürlich gibt es Umstände, in denen eine Frau von einem ungenannten „Sicherheitsbeamten“ aus einem Rathaus gezerrt wurde. Aber wir sehen auch, dass republikanische Abgeordnete sich vor ihren Wählern dafür verantworten müssen, dass sie Trump gehorchen.

    Das gibt mir Hoffnung, denn der Widerstand wächst.

    Möchte ich, dass demokratische #Gesetzgeber radikalere Schritte unternehmen? Auf jeden Fall – was haben sie denn gemacht, außer herumzustehen und einen Typen zu filmen, der ihnen den Weg ins #Bildungsministerium „versperrt“? Aber es gibt Bewegung, und wenn wir von diesen Leuten radikalere Schritte fordern, dann werden sie das vielleicht auch tun.

    Mein Punkt ist, dass all diese Momente zusammengenommen groß sind. Es ist eine kollektive Anstrengung, die aus dem ganzen Land kommt. Und so beschissen soziale Medien auch sein mögen, es ist hilfreich zu sehen, wie Menschen mutige Maßnahmen ergreifen, für das einstehen, woran sie glauben, und ihre Gesetzgeber auffordern (und sogar anschreien), das Richtige zu tun. Ihre Handlungen geben mehr Menschen Mut, dasselbe zu tun. Und wenn mehr davon passiert, haben wir eine #Revolution, Leute!

    Quelle: Some Signs of Hope - Something to keep us out of despair

    Übersetzung [Nicht authorisiert]: Thomas Trueten

    #Anarchismus

  37. Vortragsempfehlung über kapitalistische Auswirkung in der #Medizin und anarchistische Antworten, wie #DirectAction und #MutualAid.

    #BioTerrorism Will Save Your Life with the 4 Thieves Vinegar Collective
    Freitag, 27. Dezember 2024 19:15 MEZ (Europe/Berlin), Saal 1

    events.ccc.de/congress/2024/hu

    #38c3 #fahrplan #Kapitalismus #Anarchismus #Biohacking

  38. #Buchtipp und Vortrag: Politische Theorie des Anarchismus

    Der anarchistische Politikbegriff erscheint widersprüchlich: Der Ablehnung von #Politik steht eine Bezugnahme auf sie gegenüber. Diese Paradoxie entspringt einer bestimmten Denkweise, die dabei hilft, Netzwerke zwischen verschiedenen Strömungen, Gruppen und Diskursen zu weben. So eröffnet sich die Möglichkeit, auf widersprüchliche gesellschaftliche Verhältnisse zu antworten, um sie zu überschreiten. Dies zeigt sich im Modus des Strebens nach #Autonomie, in Kontroversen zwischen #Individualismus und #Kollektivismus und in theoretischen Konzepten wie der sozialen #Revolution. In diesem Kontext verdeutlicht Jonathan Eibisch, dass es eine zeitgemäße politische Theorie des #Anarchismus gibt – und wie sie aussehen kann. (...)

    trueten.de/archives/13416-Buch

    #buch @AGDo

  39. Liebe Alle, auf Instagram haben wir einen Haufen Follower, aber hier noch nicht einmal 100. Wir wollen aber aus Überzeugung lieber hier im Fediverse unsere Infos und Gedanken durch die Welt tröten. Helft uns bitte dabei, dass das auch Leute erreicht und teilt und verbreitet diesen Account!

    Für alle Neuen: Hey du! Das Café Rabe ist ein selbstorganisierter, unkommerzieller Nachbarschaftstreff in Frankfurt Bockenheim, in der Jordanstraße 3. Noch sind wir besetzt (seit bald einem Jahr und geduldet) und sind gekommen, um zu bleiben. Wir wollen ein schönes Wohnzimmer für Alle schaffen, einen Raum der einlädt. Deswegen verzichten wir auch auf so manche linke Szenecodes, setzen uns kritisch damit auseinander und.. putzen! Ja, nicht jeder linke Raum muss ein rotziges Siffloch sein, wir können es uns auch einfach mal schön machen.
    Vor allem wollen wir uns aber auch mit den Problemen dieser Zeit (Rechtsruck, Klimawandel, Sozialabbau,..) dort beschäftigen, wo wir leben und wirken: In unserem Stadtteil, unserem Kiez. Mit den Menschen hier in Kontakt treten, Vertrauen und Nähe aufbauen und gemeinsam etwas zum Besseren verändern. Fühl dich gerne dazu eingeladen und komm mal vorbei!

    cafe-rabe.org

    #Solidarität #Nachbarschaft #Frankfurt #Bockenheim #StadtFürAlle #RechtAufStadt #StadtVonUnten #greenitup #LebenStattLeerstand #besetzen #Transformation #Anarchismus #Anarchie #SozialesZentrum #RaumFürAnarchistischeBewegung #RABE #CaféRabe #BraverSpace #Abolitionismus #Community #CommunityAccountability #TransformativeJustice

  40. Heute in der Geschichte der #Arbeiterbewegung 4. Juni 1919: Trotzki verbietet den 4. Ukrainischen Kongress der Freien Sowjets mit seinem Befehl Nr. 1824. Er schickte auch Truppen, um die Rosa-Luxemburg-Kommune bei Provkovski zu zerstören, und erklärte den ukrainischen anarchistischen Aufständischen Nestor #Makhno zum Geächteten. Das Freie Territorium in der #Ukraine, auch bekannt als Makhnovia (nach Nestor Makhno), dauerte von 1918 bis 1921. Es war eine staatenlose, anarchistische Gesellschaft, die von Makhnos Revolutionärer Aufstandsarmee (auch bekannt als Schwarze Armee) verteidigt wurde. Etwa 7 Millionen Menschen lebten in diesem Gebiet. Die #Bauern, die dort lebten, weigerten sich, Pacht an die #Grundbesitzer zu zahlen, und beschlagnahmten die Ländereien und den Viehbestand der kirchlichen, staatlichen und privaten Grundbesitzer, gründeten lokale Komitees, um sie zu verwalten und unter den verschiedenen Dörfern und Gemeinden des #Freistaats aufzuteilen.

    #Arbeiterklasse #Arbeitergeschichte #Anarchismus #Ukraine #Nestormakhno #Revolution #sowjetisch #kommunistisch #Trotzki #Aufstand #SchwarzeArmee #Bauern #Kommune #Anarchismus

    From: @MikeDunnAuthor
    kolektiva.social/@MikeDunnAuth

  41. Einige von waren gestern zusammen mit Genoss*innen der anderen Plattform Lokalgruppen aus Dortmund, Köln, Trier (...) auch am Start in #Paris im Block der Union Communiste Libertare
    bei der Demo zur Erinnerungen an die ermordeten kurdischen Genossinnen (#SakineCansiz
    #FidanDogan #LeylaSaylemez ) und für die Freiheit der Völker #Kurdistan|s!

    Denn #Anarchismus heißt #Internationalismus!

  42. Auf, wie aus dem Schlaf der Leu,
    Schüttelt ab der Tyrannei
    Joch wie leichten Morgenthau,
    Das im Schlummer auf euch fiel:
    Sie sind Wenige, Ihr seid Viel'!

    201. Todestag: The Masque of Anarchy - Percy Bysshe Shelley

    Heute vor 201 Jahren ertrank der britische #Dichter und #Atheist Percy Bysshe Shelley. Der mit Mary Wollstonecraft Godwin, Tochter der #Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft und des #Philosophen William Godwin und spätere Autorin des bekannten Romans #Frankenstein verheiratete #Shelley hatte stets ein kritisches Auge auf die sozio-ökonomischen Umstände des frühindustriellen #England und die damit verbundenen politischen #Unruhen: 1819 etwa kam es bei einem #Aufstand von Arbeitern der baumwollverarbeitenden Industrie in #Manchester zu einer blutigen Niederwerfung der ##Protestbewegung, die als #Peterloo-Massaker für Aufsehen sorgte. Shelley verfasste daraufhin in direkter Bezugnahme auf den Vorfall das politisch radikale Gedicht The Masque of Anarchy. A Poem. Der erst zehn Jahre nach seinem Tode veröffentlichte Text konnte zu seinen Lebzeiten auf Grund der politischen Lage zu dem Zeitpunkt nicht erscheinen. Shelley beeinflußte nicht nur den später entstandenen #Marxismus sondern über Walter #Benjamin auch die kritische Therorie.

    Eine Vorbemerkung zum Text, den ich in der Originalfassung hier schon mal gebloggt hatte: Der Bezug auf die #Anarchie als Abwesenheit von Herrschaft ist umgangssprachlich und war damals wie heute irreführend. Korrekt wäre "Anomie (griechisch: Kompositum aus α privativum zur Verneinung und der Endung -nomie von νόμος, „Ordnung, Gesetz“). Diese bezeichnet in der #Soziologie einen Zustand fehlender oder schwacher sozialer #Normen, #Regeln und #Ordnung. Vor allem in England war der Begriff ursprünglich ein theologischer Ausdruck für das Brechen religiöser Gesetze." (Wikipedia) Ich habe den Text so belassen, wie Shelley ihn benannte und wie er 1844 von Julius Seybt im großen und ganzen schlüssig übersetzt wurde. Abweichend von #Seybt habe ich die Namen der damaligen Verantwortlichen, sofern von Shelley erwähnt, jedoch ausgeschrieben. Die oben genannte damalige #Zensur oder diplomatische Rücksichtnahme gelten nicht mehr. Die #Grammatik wurde ebenso wie die damalige #Rechtschreibung übernommen. Der #Poesie wegen.

    Zum Beitrag:

    trueten.de/archives/10749-The- #Anarchismus #Anomie #Literatur

  43. Anarchistisches Kaffee #Kleinbasel
    Am 2. April im OFF (Offenburgerstr. 59, #Basel ) #Schweiz

    "Die anarchistische Tradition, Theorie und Bewegung ist durchzogen von verschiedensten Spannungsfeldern. Ein sehr prominentes ist dabei jenes von Einzelnen und #Gemeinschaften. Wann gilt in diesem Kollektivität als Zwangsgemeinschaft? Welche Form des #Individualismus beruht letztendlich nur auf einem bürgerlichen Verständnis? Was gilt Anarchist*innen als ein sinnvolles Verständnis und Verhältnis von Einzenlnen und Gemeinschaft?"

    barrikade.info/article/5730

    #Anarchie #Anarchismus #selbstorganisation #Theorie #Diskussion #antireport