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#anarchismus — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #anarchismus, aggregated by home.social.

  1. Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie

    Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026

    #Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus

  2. Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)

    Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.

    Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeiter​n und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.

    Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.

    (...)

    Weiterlesen bei trueten.de.

    #Attentat #OtD #OurHistory #McKinley

  3. Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)

    Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden. Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeiter​n und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus. Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.

    (...)

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    #Attentat #OtD #OurHistory #McKinley

  4. Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)

    Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.

    Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeiter​n und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.

    Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.

    (...)

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    #Attentat #OtD #OurHistory #McKinley

  5. Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)

    Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.

    Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeiter​n und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.

    Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.

    (...)

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    #Attentat #OtD #OurHistory #McKinley

  6. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

    🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.

    📆23. September 2026
    🕑16:00 Uhr
    📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
    🫰Teilnahmegebühr: 9 €
    Anmeldung: bildungswerk-bayern.de/muenche

    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  7. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

    🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.

    📆23. September 2026
    🕑16:00 Uhr
    📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
    🫰Teilnahmegebühr: 9 €
    Anmeldung: bildungswerk-bayern.de/muenche

    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  8. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

    🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.

    📆23. September 2026
    🕑16:00 Uhr
    📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
    🫰Teilnahmegebühr: 9 €
    Anmeldung: bildungswerk-bayern.de/muenche

    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  9. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

    🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.

    📆23. September 2026
    🕑16:00 Uhr
    📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
    🫰Teilnahmegebühr: 9 €
    Anmeldung: bildungswerk-bayern.de/muenche

    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  10. :anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam

    1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.

    🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.

    📆23. September 2026
    🕑16:00 Uhr
    📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
    🫰Teilnahmegebühr: 9 €
    Anmeldung: bildungswerk-bayern.de/muenche

    #Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus

  11. Der letzte Tag der Anarchistischen Buchmesse Mannheim 2026 ist angebrochen. Wir freuen uns das bisher alles so gut lief, auch wenn des Wetter Anfangs nicht so mitgemacht hat. 🖤❤️

    #abm2026 #AnarchistischeBuchmesse #Mannheim #2026 #Anarchismus

  12. Natürlich ist für uns auch das Thema Awareness sehr wichtig. Leider kann unsere kleine Gruppe bei solch einer Veranstaltung unmöglich ein Awareness-Team stellen das in allen Bereichen präsent ist. Deshalb setzen wir zum einen auf Eigenverantwortung, darauf das Ihr einschreitet wenn etwas falsch läuft und auf die Solidarität des Einzelnen. Gerade bei Menschen die sich als Anarchistisch betrachten, denken wir das dass selbstverständlich ist.

    Bitte wundert Euch nicht das die Sharepics zu diesem Thema etwas groß bzw. länger sind, den das Thema ist recht komplex. Außerdem ist Mastodon was die Menge der Bilder betrifft ziemlich beschränkt.

    #abm2026 #AnarchistischeBuchmesse #Awareness #Achtsamkeit #Aufmerksamkeit #Solidarität #UmgangMiteinander #Anarchismus #Mannheim

  13. Café Rabe aus Frankfurt ist auch mit einem Informationsstand dabei

    Es gibt Informationen zu diesem Anarchistische Projekt in Frankfurt und was dort in Zukunft geplant ist. Im Fediverse findet Ihr das Café Rabe hier: @j03

    Vorabinfos zum Projekt findet Ihr hier:
    cafe-rabe.org

    Zudem könnt Ihr dort auch Tassen mit dem Aufdruck der Achten Anarchistischen Buchmesse zum Solipreis erwerben.

    Das Motiv findet Ihr im Anhang.

    #abm2026 #CafeRabe #Projekt #Frankfurt #Tassen #BedruckteTassen #Merch #Projektinfo #Mannheim #Anarchismus #AnarchistischeBuchmesse

  14. Chor-Konzert – Rahmenprogramm am Freitagabend

    Der anarchistische „Chor für Menschen, die nicht singen können“ singt: ein Potpourri an Liedern, die berühren und die die Sehnsucht nach dem guten Leben ausdrücken. Mitsingen erwünscht!

    Freitag, 20 Uhr, im ALTER, Dammstraße 1 in Mannheim

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Rahmenprogramm #ChorfürMenschendienichtsingenkönnen #Alter #Mannheim #Anarchismus #AnarchistischeBuchmesse

  15. Kaffee gibt es dieses Jahr von der @kuna. Gleichzeitig könnt Ihr hier Bezahlkarten erwerben um Geflüchteten zu helfen.

    Das KUNA (ehemals Café Noir, Karlsruhe) versorgt euch während der Buchmesse mit Kaffee – entweder im Mehrweg-Plastikbecher, oder ihr bringt eure eigenen Becher mit.

    Außerdem könnt ihr am Kaffeestand Bargeld gegen Bezahlkarten tauschen, und damit Geflüchteten etwas Normalität und Würde zurückgeben. Für euer Bargeld (z.B. 50 Euro) erhaltet ihr einen Gutschein für einen Supermarkt eurer Wahl, und eine geflüchtete Person erhält das Bargeld. Eine Initiative von „Nein zur Bezahlkarte“ Karlsruhe.

    #abm2026 #Kaffee #Bezahlkarten #Koffein #Flüchtlingshilfe #Solidarität #Anarchismus #AnarchistischeBuchmesse

  16. Die politische Gegenwart ist paradox: Während den meisten Akteur*innen in Politik, Gesellschaft und Bewegungen klar ist, dass angesichts der Klimakatastrophe ein Weitermachen wie gehabt unmöglich ist, ist eine Alternative zum Status quo so unvorstellbar wie noch nie.

    Michael Hirsch und Kilian Jörg starten den Versuch, die linke Vorstellungskraft wieder aufzuforsten – inspiriert von dem Konzept Zone à défendre – ZAD, der „zu verteidigenden Zone“. Die berühmte ZAD in Notre-Dame-des-Landes besteht seit über 15 Jahren als ein aus Verwertungszusammenhängen herausgelöstes Gebiet, in dem mit neuen sozialen Beziehungen, mit neuen Verhältnissen zu Arbeit und Ökologie experimentiert wird. Können diese Erfahrungen auf größere Maßstäbe übertragen werden?

    Durchlöchert den Status quo! Autonome Zonen, radikale Demokratie und Ökologie

    Buchvorstellung und Diskussion mit Michael Hirsch und Kilian Jörg

    Sonntag, 14 Uhr, Raum 2

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Statusquo #AutonomeZonen #RadikaleDemokratie #RadikaleÖkologie #Anarchismus #Mannheim #Anarchistische Buchmesse

  17. Im Januar verstärkten Angriffe von Al-Qaida- und IS-nahen Kräften auf Aleppo, die sich gegen die Kurden richteten, tiefe Befürchtungen um das Schicksal Rojavas. Mit Unterstützung der Türkei übernahmen Extremisten Städte und Gefängnisse mit tausenden Dschihadisten und umzingelten Kobane. Gleichzeitig sagte EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen der Übergangsregierung in Damaskus 6,2 Millionen Euro Soforthilfe zu.

    Trotz dieser Gefahr leistete die Bevölkerung Rojavas Widerstand, und weltweit entstanden Demonstrationen und politischer Druck gegen die Unterstützung dschihadistischer Kräfte. Rojava zeigt, wie demokratischer Konföderalismus, Frauenbefreiung, Basisorganisationen und genossenschaftliche Wirtschaftssysteme trotz Konflikten gesellschaftliche Stabilität, Selbstverwaltung und kulturelle Zukunftsperspektiven stärken können.

    Voices of Resistance: Rojava and the Middle East

    Workshop mit Pirtukxane

    Sonntag, 14 Uhr, Raum 1

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Rojava #IS #AlQaida #Aleppo #Kurden #Türkei #Extremismus #Kobana #EU #EuropäischeUnion #Syrien #Selbstverwaltung #Zukunftsperspektive #Anarchismus #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  18. Deserteure – sie wollen nicht töten, sie wollen nicht sterben, sie haben Angst, sie wollen nicht gehorchen und sich nicht schikanieren lassen. Ihnen sind Manneszucht und Männerbünde zuwider, sie wollen ihre Verantwortung und Selbstbestimmung nicht aufgeben, sie wollen nicht für ein Regime und ein Ziel kämpfen, das sie ablehnen.

    Franz Nadler und Rolf Cantzen zeichnen eine herrschaftskritische Geschichte der Deserteure.

    Deserteure – eine herrschaftskritische Geschichte

    Sonntag, 12 Uhr, Raum 2

    Buchvorstellung und Diskussion mit Franz Nadler und Rolf Cantzen

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Deserteure #Krieg #Armee #Selbstbestimmung #Anarchismus #Gewissen #Widerstand #Flucht #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  19. Der Anarchismus bietet eine hervorragende Grundlage für eine prinzipielle Rechtskritik. Dies schließt jedoch nicht aus, dass auch eine andere Art des Denkens über Recht möglich ist. Die „positive Anarchie“ beinhaltet ein Gesellschaftsbild ohne unterdrückende Macht und stützt sich auf Ordnung, Dynamik, Rationalität sowie Mutualismus und Föderalismus. Wie könnte also ein Anarchistisches Recht aussehen?

    Buchvorstellung und Diskussion mit Lou Marin

    Freitag, 10 Uhr, Raum 1

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Anarchismus #Recht #Rechtskritik #Herrschaft #Untgerdrückung #Anarchie #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  20. Wir freuen uns das auch das FLINTA Druckkollektiv 'FLINTA MACHEN DRUCK!' mit dabei ist. Ihr findet sie auf dem Hinterhof des Gebäudes im 1. Obergeschoss. Hier was sie über sich selbst schreiben:

    Wir von 'FLINTA MACHEN DRUCK!' bieten einen Workshop rund um Linol- und Radiergummidruck an. Dabei könnt ihr kleine Slogans und Bilder in Druckplatten ritzen, auf Papier oder Stoff drucken und eigene Patches und Prints erstellen.

    Vorkenntnisse braucht ihr keine - schaut einfach vorbei und probiert es aus!

    Weitere Infos zu den FLINTA MACHEN DRUCK! findet Ihr hier: instagram.com/flinta.machen.dr

    #abm2026 #FLINTA #FlintaMachenDruck #Linoldruck #Radiergummidruck #Drucken #Workshop #Mitmachen #Anarchismus #Mannheim

  21. Der Kampf ums Überleben ist für Menschen, die sich nicht selber auf die Flucht über das gefährliche Mittelmeer begeben, kaum vorstellbar. Zusammengepfercht auf nicht-seetauglichen Booten treiben Menschengruppen teilweise tagelang bei Sturm, Kälte, Hitze und Regen ohne Essen und Trinken und ohne Medizin auf dem offenen Meer, fernab jeglicher Hoffnung auf Rettung. Die Sea Punks, ein gemeinnütziger Verein aus Bad Kreuznach, streben nach einer Gesellschaft ohne Rassismus – nach einer Gesellschaft, in der Geflüchtete willkommen geheißen und unterstützt werden, einen Neuanfang zu starten. Nach einer Gesellschaft, in der diese Menschen als Teil der Gemeinschaft und nicht als Problem wahrgenommen werden. Und vor allem nach einer Gesellschaft, die nicht zusieht, wie Menschen sterben, weil sie auf ihrem Fluchtweg ignoriert, abgewiesen oder zurückgedrängt werden. Die Sea Punks sehen für eine politisch aufgeklärte humanistische Gesellschaft ein

    Seenotrettung in Zeiten des Backlash

    Vortrag und Diskussion mit Stephen und Tina von Sea Punks

    Sonntag, 12 Uhr, Raum 1

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #SeaPunks #Seenotrettung #Flüchlinge #Rettung #Humanismus #Anarchismus #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  22. Im Sammelband „Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg“ kommen Menschen zu Wort, die sich für Aussöhnung und eine solidarische Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Herrschaft und Gewalt einsetzen. Sie stellen sich sowohl gegen den Terror der islamistischen Hamas als auch gegen den der extrem rechten Netanjahu-Regierung.

    Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg

    Buchvorstellung und Diskussion mit Bernd Drücke und Swetlana Nowoshenova

    Sonntag, 10 Uhr, Raum 2

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #GazaKrieg #Gaza #Israel #Nationalismus #Gesellschaft #Herrschaft #Gewalt #Kiregslogik #Anarchismus #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  23. Leider gibt es im Gebäude in welchen die Anarchistische Buchmesse stattfindet zwischen den beiden genutzten Stockwerken kein für Menschen im Rollstuhl geeigneter Weg. Stattdessen gibt es nur einen etwas weiteren Weg durchs Freie. Auf diesem Weg ist eine längere Schräge, die manchen evtl. Probleme bereiten könnte. Bitte meldet Euch an der Info im Eingangsbereich des unteren Stockwerk wenn Ihr Hilfe benötigt. Die Route ist natürlich auch noch einmal auf unserer interaktiven Karte in rot eingezeichnet. umap.openstreetmap.fr/de/map/a

    #abm2026 #Mannheim #Rollstuhl #Hilfe #Route #Solidarität #Anarchismus

  24. Etwa 25 % der Landfläche Galiziens befinden sich in kommunaler Selbstverwaltung im System der Montes Veciñais en Man Común. Diese Form des kollektiven Landbesitzes und der -verwaltung hat eine lange Tradition, die nach der Franco-Diktatur von einigen Gemeinden wieder aktiv aufgegriffen wurde. Heute stellt sie eine der wenigen großskaligen Commons-Strukturen in Europa dar.

    Felix hat einige dieser Gemeinden besucht, die sich seit vielen Jahren unter anderem mit commons-förmiger Waldrestaurierung, sozialen Fragen und Bildungsarbeit beschäftigen. Im Vortrag erklärt er, wie Commons immer wieder neu hergestellt werden – nicht nur als Eigentumsform, sondern als Geflecht von Beziehungen zwischen den Menschen und der mehr-als-menschlichen Natur.

    Montes Veciñais en Man Común: Kommunitärer Landbesitz und Selbstverwaltung Galizien

    Vortrag mit Felix

    Sonntag, 10 Uhr, Raum 1

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    #abm2026 #Spanien #Galizien #KommunaleSelbstverwaltung #Land #KollektiverLandbesitz #Vortag #Anarchismus #Mannheim

  25. Der amerikanische Bürgerrechtler Martin Luther King, die Science Fiction-Autorin Ursula K. Le Guin, der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis und der Musiker Tom Morello (Rage Against the Machine) – sie alle haben eins gemeinsam: Sie sind Trekkies. Gene Roddenberrys in den Weltraum verlegte Western-Serie mit allen seinen Nachfolgern formuliert nicht nur eine Utopie, sondern war eine ganz reale Intervention in die Medienwelten der 1960er und dann der 1980er/1990er-Jahre.

    Torsten Bewernitz diskutiert Geschlechter- und Klassenverhältnisse, Kriege, Krisen und Pandemien, und schürft nach Erkenntnissen für die Gegenwart.

    What would Picard do? – Star Trek als Social Fiction

    Buchvorstellung und Diskussion mit Torsten Bewenitz.

    Samstag, 20 Uhr, SWK, Fritz-Salm-Straße 10, 68167 Mannheim

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    #abm2026 #StarTrek #Picard #WhatWouldPicarddo #SozialeFiktion #SWK #Rahmenprogramm #Anarchismus #Mannheim

  26. Linke Politik ist geprägt von Konflikten: Zwischen Anarchismus und Kommunismus, Reform und Revolution, Kollektiv und Individualismus, Antinationalismus und internationaler Solidarität. Wer sich links verortet, landet schnell in Debatten, die so alt wie aktuell sind.

    Das Buch „Worüber wir streiten müssen“ bietet eine verständliche Einführung in zentrale Konfliktlinien linker Theorie und Bewegung. Es erzählt von historischen Auseinandersetzungen und heutigen Grabenkämpfen und versucht, einen Weg zwischen Beliebigkeit und Besserwisserei, zwischen Sektierertum und Einheitsfront zu finden und dabei das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: eine befreite Gesellschaft, in der ein gutes Leben für alle möglich ist.

    Worüber wir streiten müssen. Konflikte, Spaltungen und Gemeinsamkeiten in der radikalen Linken

    Buchvorstellung und Diskussion mit Karl Meyerbeer

    Samstag, 18 Uhr, Raum 2

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    #abm2026 #Anarchismus #Kommunismus #Gesellschaft #Konflikte #LinkeBewegung #Mannheim

  27. Bildung in anarchistischen Kreisen bedeutet, herrschaftliches Denken zu verlernen und Selbstorganisation und Solidarität zu erlernen. Vor dem Hintergrund der klassischen Kritik an der staatlichen Zwangsinstitution Schule oder der Rationalität unterworfenen Universitäten entwickelten sich Formate und Methoden der anarchistischen Pädagogik.

    Wie können anarchistische Inhalte und anarchistisches Denken vermittelt werden? Jonathan Eibisch teilt Erfahrungen aus einigen Jahren anarchistischer Bildungstätigkeit – von Uni-Seminaren über Workshops und politische Camps bis hin zu persönlichen Gesprächen.

    Anarchie bilden?!

    Vortrag und Diskussion mit Jonathan Eibisch

    Samstag, 18 Uhr, Raum 1

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Anarchismus #Herrschaftsfreiheit #Kämpfe #Selbstorganisation #Solidarität #Staat #Schule #Universitäten #AnarchistischePädagogik #Mannheim

  28. Anarchismus in Österreich | Geschichte online ist eine Website, die das, was in Vergessenheit geraten ist, wieder sichtbar zu machen. Als Informations- und Diskussionsbasis bietet sie eine Übersicht zu Zeitungen, Verlagen, Ereignissen, Gruppierungen, Personen und Orten des österreichischen Anarchismus. Reiner stellt das in Arbeit befindliche Projekt vor.

    Geschichte des Anarchismus in Österreich – eine interaktive Landkarte

    Projektvorstellung mit Rainer

    Samstag, 12 Uhr, Raum 2

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Anarchismus #Österreich #Projekt #Onlinekarte #Dokumentation #Projektvorstellung #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  29. Polykrise, Kürzungs-Orgien, explodierende Mieten, Eigenbedarfs-Dynamik, sozial-chauvinistische Kern-Spaltung, tickende Infrastruktur... Aber keine Panik, wir haben die Lunte gerochen und entschärfen den sozialen Sprengstoff mit kontrollierten Sprengungen im Grunewald.

    📅 1. Mai
    🕐 ab 13 Uhr
    :goose_honk: 5 Bühnen und ein Volksfest der autonomen Quartiersmanager*innen
    📍 rund um den Johannaplatz in Grunewald!

    www.mygruni.de @mygruni

    🎤 diesjähriger mygruni-Demo-Song:
    youtube.com/watch?v=ZVQj-8PsLW

    Für den Tennisschlägertrupp Grunewald e.V. suche Pastor Leumund noch Streetworker*innen in weißen Tennisklamotten, bei Interesse bitte beim Pastor melden!

    #ErsterMai #B0105 #Grunewald #AutonomeStraßensozialarbeit #mygruni #MayDay #BoomBoom #SpaßKannAuchPolitikMachen #Antipolitik #Anarchismus #Dadaismus #HedonistischeInternationale #Berlin #A100 #Fahrradwegbringer #Bicycle #Bikepunk

  30. Buchtipp: Die vielköpfige Hydra. Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks - 3. Auflage

    Eine absolute Leseempfehlung und nach einiger Zeit jetzt endlich wieder in der 3. Neuauflage erschienen: Die amerikanischen Historiker Peter #Linebaugh und Marcus #Rediker beleuchten in ihrem international gefeierten Standardwerk die Ursprünge und den atemberaubenden Aufstieg des frühen globalen #Kapitalismus im Gebiet des englisch dominierten Atlantiks vom Ende des 16. bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, ohne den die Welt, wie sie heute ist, nicht zu verstehen ist.

    Im Gegensatz zur gängigen #Geschichtsschreibung stellen die Autoren die Perspektive der multi-ethnischen #Proletarier, die der erlittenen Gewalt etwas entgegenzusetzen versuchten, in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung. Es ist dies die #Geschichte der verarmten Massen, der #Seeleute und #Sklaven, der #Schuldknechte, der einfachen #Frauen, der marginalisierten #Arbeiter und #Bauern. Sie treten hier als politische Subjekte in Erscheinung, anstatt als unberechenbare und politisch naive Masse abgetan zu werden, die den Gang der Geschichte durch plan- und hoffnungslose #Revolten vorübergehend aufhielt.

    Aus einer Fülle historischer Überlieferungen rekonstruieren die Autoren #Aufstände, #Streiks und #Meutereien gegen das gewaltige #Kolonialisierungs- und #Siedlungsprojekt des #Empire. #Landlose, Sklaven und #Entrechtete entwickelten Formen kooperativer #Widerständigkeit, ohne dass dabei Fragen von nationaler Herkunft, Hautfarbe oder Geschlecht eine bestimmende Rolle spielten. Die #Deklassierten entwarfen durchaus eigene Entwürfe eines besseren Lebens. In den Augen der Obrigkeit handelte es sich bei dieser unberechenbaren amorphen Unterschicht um eine »vielköpfige Hydra«, der für jeden abgeschlagenen Kopf zwei neue wuchsen.

    Dieses außergewöhnliche und glänzend geschriebene Werk zeichnet die untergründige Geschichte des transatlantischen Empires nach und rückt die revoltierenden Heerscharen afrikanischer Sklaven, städtischer Proletarier, der #Piraten und Indigenen der K#aribik in den Mittelpunkt. Im angelsächsischen Raum gilt es als Klassiker der neueren #Labor History. Im Jahr 2001 wurde es mit dem International Labor History Award ausgezeichnet.

    Peter Linebaugh & Marcus Rediker Die vielköpfige Hydra Die verborgene Geschichte des revolutionären Atlantiks Aus dem Englischen von Sabine Bartel ISBN 978-3-86241-489-5, 480 Seiten, Paperback, 24 Euro

    Verlagsinformation

    #Allmende #Anarchismus #Literatur #Buch #Buchtipp

  31. Iranische Anarchisten: „Wir machen weiter mit dem Organisieren und Widerstand“

    Zweites Interview mit der Anarchist Front über Unterdrückung und Widerstandsfähigkeit, regionalen Krieg und Internet-Sperren

    Als ihr das letzte Mal mit Freedom gesprochen habt, breiteten sich die Proteste im Iran schnell aus und wurden immer heftiger, aber die Unterdrückung wurde auch immer stärker. Könnt ihr uns sagen, was seitdem passiert ist und was eure Gruppe gemacht hat?

    Seit unserem letzten Interview hat sich die Lage im #Iran auf gewaltsame und beispiellose Weise verändert. Die weit verbreiteten Proteste in vielen Städten wurden mit harter #Repression beantwortet. #Sicherheitskräfte haben #Demonstranten mit scharfer Munition angegriffen; Tausende wurden getötet oder verletzt, Zehntausende wurden verhaftet. Eine Atmosphäre strenger Sicherheitsvorkehrungen hat sich im ganzen Land ausgebreitet. Es gibt auch Berichte und dokumentierte Beweise dafür, dass unter den aktuellen #Kriegsbedingungen einige Gefangene an Orten festgehalten werden, die Luftangriffen ausgesetzt sind, und praktisch als menschliche Schutzschilde benutzt werden.

    Inmitten dieser Situation, bevor die Bewegung die Chance hatte, sich neu zu organisieren, kam es zu einer weiteren Entwicklung: Am 28. Februar 2026 begannen groß angelegte Militärangriffe der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran, bei denen Hunderte von Zielen im ganzen Land getroffen wurden. Mehrere hochrangige Kommandeure und Politiker der Islamischen Republik wurden bei diesen Angriffen getötet, und das Land befindet sich nun im Kriegszustand. Die Machtstruktur der Islamischen Republik steht vor einer schweren Krise, doch die politische Zukunft des Landes bleibt ungewiss und umstritten.

    US-amerikanische und israelische Streitkräfte haben zahlreiche Ziele im Iran angegriffen, wobei neben militärischen Zielen auch Zivilisten getötet wurden. Gleichzeitig hat die Islamische Republik ihre #Raketenkapazitäten genutzt, um Ziele in der Region anzugreifen. Diese Auseinandersetzungen bedrohen das Leben von Millionen von Menschen in der gesamten Region, und bisher haben Hunderte von Zivilisten ihr Leben verloren. Die historischen Erfahrungen der Region zeigen auch, dass ausländische Interventionen selten zu echter Freiheit geführt haben und oft neue Formen der #Herrschaft, #Instabilität und geopolitischen #Konkurrenz mit sich gebracht haben.

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews mit Mitgliedern der iranischen Anarchist Front von Gabriel Fonten Iranian anarchists: “We continue to organise and resist” vom 10. März 2026

    #Hintergrund #Analyse #Anarchismus #IranWar #Irankrieg

  32. Iranische Anarchisten: Der Aufstand ist „echte Selbstorganisation durch einfache Menschen“

    Iranische Anarchisten: Der Aufstand ist „echte Selbstorganisation durch einfache Menschen“

    Interview mit Mitgliedern der Anarchist Front, einem Kollektiv, das Informationen über Ereignisse im Iran, in #Afghanistan und #Tadschikistan verbreitet

    Der Aufstand im Iran dauert nun schon über eine Woche an. Es ist nicht nur ein wirtschaftlicher Protest, sondern auch eine praktische Revolte gegen die gesamte Logik der Staatsmacht. Die Menschen haben die Kontrolle über die Straßen gestört, die Symbole der Unterdrückung zerstört und sich den Kugeln entgegen gestellt. Das ist genau #Anarchie in Aktion: Lähmung der Regierungsmaschinerie von unten, ohne dass eine sofortige Ablösung durch eine neue Macht nötig ist.

    Das Regime reagierte mit direkten Schüssen, #Razzien in Krankenhäusern und #Massenverhaftungen, doch die #Niederschlagung ist bisher gescheitert. Sporadische und flexible Taktiken (Autos anzünden, Kameras zerstören und Einsatzwege blockieren) haben die Macht vom Zentrum an den Rand verlagert und Raum für echte Selbstverwaltung geschaffen: #Massenspenden, Verteidigung von Krankenhäusern und direkte #Informationsverbreitung ohne Zwischenhändler.

    Um mehr zu erfahren, haben wir einige Fragen an die Anarchist Front geschickt, ein Kollektiv, das Informationen über Ereignisse im #Iran, in Afghanistan und Tadschikistan verbreitet.

    Wie groß ist die Unterstützung für die Streiks in der Bevölkerung?

    Die Unterstützung für radikale #Streiks und #Proteste im Iran ist extrem weit verbreitet. Von den zweiunddreißig Provinzen des Iran haben nur zwei oder drei nicht an diesen Streiks und Protesten teilgenommen.

    Wie würdest du den aktuellen #Generalstreik im Iran charakterisieren? Was hat den #Streik ausgelöst?

    Derzeit finden Streiks und Proteste gleichzeitig statt, und die Situation eskaliert rasch. Was als friedliche Schließung des Großen Basars von Teheran durch Ladenbesitzer begann, wurde gewalttätig, nachdem Sicherheitskräfte eingriffen. Von dort aus breiteten sich die Proteste schnell auf Städte im ganzen Land aus.

    Im Zentrum dieser Unruhen stehen unerträglicher wirtschaftlicher Druck und eine galoppierende Inflation, die das tägliche Leben für große Teile der Gesellschaft unmöglich gemacht haben. Die ersten Streiks entstanden unter Handyverkäufern, ausgelöst durch das Chaos schwankender Wechselkurse und die explodierenden Kosten für importierte Waren.

    Diese Proteste sind vollkommen spontan und selbstorganisiert. Es gibt keine Führung, keine politische Fraktion, die sie lenkt, und kein zentrales Kommando, das Befehle erteilt. Das ist Wut, die direkt von der Basis kommt.

    Gleichzeitig versucht der Sohn des ehemaligen iranischen Königs erneut, aus der Situation Kapital zu schlagen. Wann immer im Iran Proteste ausbrechen, beeilt er sich, sie als seine eigenen zu beanspruchen. Zwar hat er einige Anhänger im Land, doch der Großteil seiner Anhängerschaft lebt im Ausland. Abgesehen von den #Royalisten haben Jahrzehnte der Unterdrückung durch die Islamische Republik die Möglichkeit, dass andere organisierte Oppositionskräfte im Land entstehen, praktisch zunichte gemacht.

    Wie werden die Proteste organisiert und welche Gruppen versuchen, davon zu profitieren?

    Diese Welle begann mit der Schließung von Märkten als Reaktion auf den katastrophalen Zusammenbruch des Rial, extreme Inflation, steigende Steuern und die völlige Unfähigkeit des Regimes, die Wirtschaftskrise zu bewältigen. Sie verwandelte sich rasch in aufgestaute Wut gegen die gesamte Machtstruktur. Slogans wie „Tod für #Khamenei“ und „Basij, Sepah, ISIS – ihr seid alle gleich“ spiegeln die Tiefe dieser Wut wider.

    Die eigentlichen Ursachen sind der totale wirtschaftliche Zusammenbruch des Regimes, der auf systemische #Korruption, massive #Militärausgaben und ausländische #Sanktionen zurückzuführen ist. Sanktionen sind jedoch lediglich ein Vorwand, den das Regime nutzt, um #Unterdrückung zu rechtfertigen.

    Die Organisation ist weitgehend horizontal und dezentral: über soziale Netzwerke, lokale Aufrufe von Basarhändlern und die organische Ausbreitung der Wut auf der Straße – ohne zentralen Anführer oder leitende #Partei. Genau darin liegt ihre Stärke: echte #Selbstorganisation von einfachen Menschen gegen die Herrschaft.

    Doch genau hier liegt die Gefahr. Exilierte Oppositionsgruppen – insbesondere Royalisten, die mit Reza #Pahlavi verbündet sind – sind auf den Plan getreten und versuchen, diesen Volksaufstand zu kapern. Durch Aufrufe aus dem Ausland streuen sie Slogans wie „Lang lebe der Schah“ ein, um die Proteste in Richtung der Wiederherstellung einer weiteren Erbmonarchie zu lenken – einer, die früher das Volk durch die #SAVAK und blutige Unterdrückung zermalmte und nun versucht, die Macht durch diplomatisches Lächeln und leere Versprechungen zurückzugewinnen.

    Neben diesen Gruppen unterstützen auch #Anarchisten, Teile der #Kommunisten, Teile der #Liberalen und #Republikaner diese Bewegung und hoffen, vom Sturz der Islamischen #Republik zu profitieren.

    Unterdessen versuchen Teile der Islamischen Republik selbst, diesen #Aufstand als interne reformistische Bewegung darzustellen, um das Regime in abgewandelter Form zu erhalten.

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews von Gabriel Fonten mit Mitgliedern der Anarchist Front vom 05. Januar 2026.

    #Anarchismus #Anarchism #Freedom #jinjiyanazadi

  33. Eine Kritik der Strategie der Massenmobilisierung

    In der Literatur zu sozialen Bewegungen geht es bei der Strategie der #Massenmobilisierung um eine Reihe von Strategien, die auf riesigen #Versammlungen, massiver physischer Präsenz und symbolisch-materiellem Druck der #Bevölkerung basieren, um die politische Ordnung zu knacken. Bei dieser Strategie wird die Ansammlung von Menschen mit der Ansammlung von Macht gleichgesetzt, und man geht davon aus, dass die Unterdrückungskräfte angesichts einer sehr großen Menschenmenge machtlos oder zögerlich werden.

    Diese Annahmen werden aber mittlerweile stark kritisiert. Es ist klar, dass eine große Menschenmenge eine symbolische Funktion haben kann, um die Moral der #Demonstranten zu stärken, aber eine große Menschenmenge bedeutet nicht automatisch mehr Macht. Politische #Macht braucht eine effektive und flexible #Organisation und #Struktur, Taktiken und Strategien; eine große #Menschenmenge lässt sich nicht so einfach lenken, und die Umstände können unerwartete und unkontrollierbare Auswirkungen auf sie haben.

    Da diese Taktik mit minimaler Ordnung funktioniert und sich auf die Anzahl der Menschen sowie kollektive Emotionen und Gedanken stützt, können selbst kleine Störungen (informativ, kommunikativ, physisch-psychologisch usw.) einen Dominoeffekt auslösen, den Zusammenhalt zerstören und letztendlich zum Scheitern der gesamten Taktik führen. Andererseits teilen viele Menschen kein klares gemeinsames Ziel, keine einheitliche Vorstellung vom nächsten Schritt und keine gleiche Risikobereitschaft.

    In #Krisenzeiten führt diese #Heterogenität zu Verwirrung und Uneinigkeit. Aus strategischer Sicht muss eine effektive Kraft in der Lage sein, rechtzeitig die Richtung zu ändern, anzuhalten, voranzukommen und sich zurückzuziehen. Eine Massenbewegung ist jedoch in unterschiedlichem Maße zustimmungsabhängig, die Entscheidungsfindung verläuft langsam, emotionale Reaktionen werden verstärkt, sodass diese Strategie nur eine geringe Flexibilität aufweist und nur einmal angewendet werden kann.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des englischsprachigen Reposting: "A Critique of the Mass Mobilization Strategy" des persischen Textes «نقد استراتژی میدان میلیونی von Daikatuo.

    Mit Dank an @gorekhaa G.R.K. für die Information.

    #Anarchismus #Kritik #Iran #massenmobilisierung

    @anarchism

  34. #FrancescSabatéLlopart – “ #ElQuico” † 5. Januar 1960. Anarchistischer Militanter im spanischen Bürgerkrieg & legendärer Kämpfer gegen das #Franco -Regime. Fotos (2016): Zufluchtsort in den #Pyrenäen, Hostal de la Muga, unmittelbar an der spanisch-französischen Grenze. #Katalonien #Anarchismus

  35. +++ Save the date +++

    An ihrem 70. Todestag wollen wir der Anarchafeministin Milly Witkop gedenken und an ihr Engagment für den syndikalistischen Frauenbund und die Gefangenen in den Lagern der ehemaligen Sowjetunion erinnern.

    📆 23. November 2025
    🕒 15 Uhr
    📍 am Stolperstein vor ihrem ehem. Wohnhaus Buschkrugallee 246 in Berlin - Britz

    gustav-landauer.org/content/eh

    Danach geht's weiter zur Eröffnung der Ausstellungs über Milly Witkop-Rocker in der Galerie Zeitzone, Adalbertstraße 79, Kreuzberg.

    #Anarchafeminismus #Feminismus #Anarchismus #Gedenken #SexismusTötet #Antifaschismus #GegenJedenAntisemitismus #Syndikalismus #Berlin #Stolpersteine #Anarchosyndikalismus #218abschaffen #MyBodyMyChoice #PatriarchatAbschaffen #Britz #Kreuzberg #MillyWitkop

  36. +++ Save the date +++

    An ihrem 70. Todestag wollen wir der Anarchafeministin Milly Witkop gedenken und an ihr Engagment für den syndikalistischen Frauenbund und die Gefangenen in den Lagern der ehemaligen Sowjetunion erinnern.

    📆 23. November 2025
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  37. +++ Save the date +++

    An ihrem 70. Todestag wollen wir der Anarchafeministin Milly Witkop gedenken und an ihr Engagment für den syndikalistischen Frauenbund und die Gefangenen in den Lagern der ehemaligen Sowjetunion erinnern.

    📆 23. November 2025
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  38. +++ Save the date +++

    An ihrem 70. Todestag wollen wir der Anarchafeministin Milly Witkop gedenken und an ihr Engagment für den syndikalistischen Frauenbund und die Gefangenen in den Lagern der ehemaligen Sowjetunion erinnern.

    📆 23. November 2025
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  39. 🚩🚩🚩🏴🏴🏴Today, in a few minutes: from 6 a.m. to 10 p.m., Radio Dreyeckland (Germany) broadcasts live and with great passion as part of A-Radio. Tune in and get informed from an anarchist perspective. English spoken🏴🏴🏴🚩🚩🚩

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  44. ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?

    Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.

    In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.

    ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?

    Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.

    ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?

    Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.

    Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.

    ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?

    Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.

    ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?

    Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.

    Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.

    ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?

    Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.

    Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…

    ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?

    Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.

    Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk

    Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo

  45. Wehret den Anfängen. Der reaktionäre Rückbau des föderierten Internets.

    Es gibt ja zu Recht einen riesigen Aufschrei wie so ausgerechnet auf dem Chaos Congress des CCC ein Diskussionsforum ausgerichtet wurde, was die Möglichkeiten der Zentralisierung und Zensur des föderierten Internets diskutierte und schon in der Ankündigung forderte. events.ccc.de/congress/2024/hu

    Nun steht das #Chaos in Chaos Computer Club für Chaos (schnallste ab) und nicht für Ordnung und Sauberkeit. Hätte ich Überwachung und Recht und Ordnung gewollt, wäre ich in die CDU eingetreten oder Bulle geworden. Beeindruckend ist auch, dass das unabhängige Internet als "radikal Anarchismus" bezeichnet wird und das ist offensichtlich etwas Schlechtes. Man weiß jetzt auch nicht so genau, wie ein nicht radikaler Anarchismus aussieht? Mit König? Oder Polizeistaat? Und was ich mich immer bei solchen autoritären Ejakulationen frage: Wer macht denn dann die Regeln, denen wir folgen sollen? Meist sind es ja die Allmachtsfantasien derer, die das fordern. Nur warum sollte man denen folgen? Woher kommt die Autorität für andere entscheiden zu wollen?

    In "Radikale Aufklärung Eine Welt der offenen Quellen" wird diese Frage auch gestellt:

    Freiheit, unser höchstes Gut? word.undeadnetwork.de/freiheit

    @tuxwise stellt in diesem Zusammenhang das Discovery-Vorhaben des Mastodon-Projektes an den Pranger. Völlig zurecht, muss ich sagen. github.com/mastodon/fediverse_

    Zusammenfassend finde ich sowohl #Mastodon als auch den #CCC großartige Dinge die ich seit vielen Jahren aktiv unterstütze. Und deswegen muss man diesen reaktionären, authoritären Tendenzen massiv entgegentreten! Die FOSS-Szene hat von Anfang an Werkzeuge geschaffen, um das zu tun! WEHRET DEN ANFÄNGEN!

    word.undead-network.de/2025/01
    #anarchismus #ccc #dezentral #fediverse #Foederation #freiheit #radikal #zentral

  46. 2/2

    Ich kann zum Beispiel eine direkte Linie von der schwarzen und indigenen #Anarchistin Lucy #Parsons, einer der #Gründerinnen der IWW, zu der Art und Weise ziehen, wie die Anarchosyndikalisten in den 1920er Jahren in #Deutschland Hunderte oder Tausende von unterirdischen #Abtreibungskliniken errichteten, in denen Millionen von Abtreibungen vorgenommen wurden. Ich kann eine Linie von Lucy Parsons zu dem deutschen Anarcho-Syndikalisten Rudolph #Rocker ziehen, der in den 1910er Jahren für einige Jahre nach #England ging und dort irische und jüdische #Arbeitsmigranten zusammenbrachte. Da die irischen #Hafenarbeiter gestreikt hatten, schickten sie ihre Kinder zu den jüdischen Schneidern, um sie zu ernähren. Als die britischen #Faschisten in den 1930er Jahren versuchten, die Iren gegen die #Juden aufzuhetzen, wollten die Iren nichts davon wissen, und gemeinsam schlugen die Juden und die #Iren die Faschisten in der Schlacht in der #CableStreet vernichtend, was der faschistischen Organisation auf der Straße im England der 1930er Jahre den Todesstoß versetzte. Ich kann mir das ansehen und sagen: "Das geschah, weil eine Frau namens Lucy Parsons in den Vereinigten Staaten in die #Sklaverei hineingeboren wurde und nach ihrer Befreiung ihr Leben der Entwicklung von Strategien widmete, mit denen wir alle nicht nur von der Sklaverei, sondern auch vom Kapitalismus befreit werden können."

    Ich fand mehr und mehr dieser Themen. Die IWW tauchten immer wieder an den unwahrscheinlichsten Orten auf.
    Vor ein paar Wochen, als ich über die Gewerkschaft Local 8 in #Philadelphia recherchierte, beschloss ich, dass ich ein Heuchler wäre, wenn ich nicht beitreten würde, und ich trat den IWW bei.

    Die erste Blütezeit der IWW brach während der ersten Roten Panik 1917 oder so zusammen, als #Anarchisten und #Wobblies massenweise verhaftet oder deportiert wurden. Die #Gewerkschaft hielt sich wacker, aber die politische Landschaft Amerikas wurde für immer verändert. Einer der Kerngedanken der IWW war es, die Arbeiter auch entlang linker ideologischer Linien zu vereinen, aber nach dem russischen Bürgerkrieg, als die #Bolschewiki ihre linken Mitstreiter zerschlugen, wurde die Vorstellung, was es bedeutet, ein #Linker, #Kommunist oder #Sozialist zu sein, ebenfalls für immer verändert. Die Bolschewiki hielten nicht viel von den IWW, da sie zu demokratisch und zu schwer zu beeinflussen waren, und unterstützten stattdessen die liberaleren Gewerkschaften, da diese leichter zu kontrollieren waren.

    Der Stern der IWW ging unter. Die liberaleren Gewerkschaften beanspruchten einen größeren Anteil der Arbeiterklasse für sich. Mit der Zeit wurden diese Gewerkschaften natürlich auch rassenübergreifend, und es war immer noch besser, einen gewerkschaftlichen Arbeitsplatz zu haben als einen nicht gewerkschaftlichen Arbeitsplatz.

    Die IWW sind jedoch nie verschwunden. Ich weiß weniger über ihr Wiederaufleben, aber ich weiß, dass sie stattgefunden hat, und seit Jahrzehnten beobachte ich, wie die IWW Dinge erreichen, die ich nie für möglich gehalten hätte. Die vielleicht beeindruckendste Errungenschaft der IWW ist das #IWOC, das "Incarcerated Workers Organizing Committee". Die #IWW organisieren die #Gefängnisarbeit. Und das ist keine Sache von oben nach unten... die Gefangenen selbst organisieren sich drinnen, während die Organisatoren draußen ihre Unterstützung anbieten.

    Ich bin ein #Freiberufler ohne eine traditionelle #Belegschaft, aber die FJU, die Gewerkschaft der freien #Journalisten, vertritt, nun ja, freie #Journalisten. Sie kämpft, oft erfolgreich, für die Auszahlung nicht gezahlter #Löhne. Sie arbeitet an der Festlegung von Standards für Medien, die Freiberufler veröffentlichen.

    Um ehrlich zu sein, brauche ich selbst keine Gewerkschaft. Meine Kunden sind in der Regel selbst ziemlich radikal und bezahlen mich pünktlich und so gut sie können. Es ist immer schön, wenn Menschen hinter einem stehen, und ich bin froh, dass ich jetzt diese große, horizontale Organisation an meiner Seite habe, aber ich bin den IWW nicht wegen mir beigetreten. Ich bin beigetreten, weil ich an ihre Mission glaube - die Arbeiterklasse zu organisieren, um ihre eigenen Bedingungen zu verbessern und schließlich die Lohnarbeit ganz abzuschaffen. Ich bin beigetreten, weil ich an die Arbeit glaube, die sie leisten, indem sie traditionelle und nicht-traditionelle Arbeitsplätze gleichermaßen organisieren.

    Und ja, es war immer noch ärgerlich, dass vor 20 Jahren die ersten Wobblies, die ich kennenlernte, nicht gerade auf der Höhe der Zeit waren. Ich bin froh, dass ich gelernt habe, dass direkte Aktionen wichtiger sind als institutioneller Rückhalt. Aber was wäre, wenn unser #Chef gesagt hätte: "Gut, ihr seid alle gefeuert." Was dann? Hätten wir drei dann die nötige Erfahrung gehabt, um eine Beschwerde einzureichen, oder den nötigen Rückhalt, um Druck auf ihn auszuüben, damit er uns unseren nicht gezahlten Lohn auszahlt? (Die Antwort auf beide Fragen ist nein.)

    Die IWW scheint eine unvollkommene Organisation zu sein, und sie ist derzeit nicht auf dem Höhepunkt ihrer Macht. Aber sie erlebt ein Wiederaufleben, und sie ist notwendiger denn je. Immer mehr Menschen arbeiten an nicht-traditionellen Arbeitsplätzen, und es braucht eine flexible, kämpferische Gewerkschaft, um die Menschen zu organisieren, die von den traditionellen Gewerkschaften ignoriert werden.

    Also bin ich den Wobblies beigetreten. Das kannst du auch. Wenn du dich anmeldest und deinen Beitrag bezahlst (der je nach Einkommen gestaffelt ist), wird sich jemand mit dir in Verbindung setzen, um mit dir darüber zu sprechen, was auf lokaler Ebene passiert und wie du dich engagieren kannst.

    Die Präambel der IWW-Satzung wurde von Thomas #Hagerty verfasst, einem katholischen #Wanderprediger, der wegen seiner politischen Aktivitäten aus der Kirche geworfen wurde und als Mystiker auf den Straßen #Chicagos landete. Wie könnte ich es nicht lieben?

    "Die Arbeiterklasse und die Klasse der #Ausbeuter haben nichts gemeinsam.

    Es kann keinen Frieden geben, solange Hunger und Not unter Millionen von Arbeitern herrschen und die wenigen, die die Ausbeuterklasse bilden, über alle Güter des Lebens verfügen.

    Zwischen diesen beiden Klassen muss ein Kampf geführt werden, bis sich die Arbeiter der Welt als Klasse organisieren, die #Produktionsmittel in Besitz nehmen, das #Lohnsystem abschaffen und in Harmonie mit der Erde leben.

    Wir stellen fest, dass die Zentralisierung der Verwaltung der Industrien in immer weniger Händen die Gewerkschaften unfähig macht, mit der immer größer werdenden Macht der #Ausbeuterklasse fertig zu werden.

    Die Gewerkschaften fördern einen Zustand, der es ermöglicht, eine Gruppe von Arbeitnehmern gegen eine andere Gruppe von #Arbeitnehmern in derselben Branche auszuspielen und so dazu beizutragen, sich gegenseitig in Lohnkriegen zu besiegen.

    Darüber hinaus helfen die Gewerkschaften der Ausbeuterklasse, die #Arbeiter in dem Glauben zu lassen, dass die Arbeiterklasse gemeinsame Interessen mit ihren Ausbeutern hat.

    Diese Verhältnisse können nur durch eine Organisation geändert und die Interessen der Arbeiterklasse gewahrt werden, die so beschaffen ist, dass alle ihre Mitglieder in einem Industriezweig oder, falls erforderlich, in allen Industriezweigen die Arbeit niederlegen, wenn in irgendeiner Abteilung ein #Streik oder eine #Aussperrung stattfindet, so dass die Schädigung eines Einzelnen eine Schädigung aller ist.

    Anstelle des konservativen Mottos "Gerechter Tageslohn für gerechte Arbeit" müssen wir die revolutionäre Losung auf unsere Fahne schreiben,
    "Abschaffung des Lohnsystems".

    Es ist die historische Aufgabe der Arbeiterklasse, den Kapitalismus
    abzuschaffen.

    Die Armee der Produktion muss organisiert werden, nicht nur für den täglichen Kampf mit den Kapitalisten, sondern auch um die Produktion fortzuführen, wenn der Kapitalismus gestürzt ist.

    Indem wir uns industriell organisieren, bilden wir die Struktur der neuen Gesellschaft innerhalb der Schale der alten."

    Margaret Killjoy, Birds Before the Storm, 14. August 2024

    margaretkilljoy.substack.com/p

    Übersetzung: Thomas Trueten

    #Anarchismus #CapitalismIsADeathCult