#anarchismus — Public Fediverse posts
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Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.
1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)
Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.
Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.
Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!
#anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft
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Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.
1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)
Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.
Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.
Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!
#anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft
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Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.
1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)
Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.
Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.
Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!
#anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft
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Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.
1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)
Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.
Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.
Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!
#anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft
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Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie
Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte.
Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos.
ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache.
ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras
Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen.
Sprechen wir also darüber.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026#Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus
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Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie
Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026
#Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus
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Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie
Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026
#Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus
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Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie
Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026
#Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus
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I'm in love with the work of the No Trace Project, for example this text: To the International Anarchist Movement: Three Security Proposals
https://www.notrace.how/blog/three-proposals/three-proposals.html
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⛔ Palantir in Freiburg nicht willkommen! ✋
Lautstarke Kundgebung gegen Palantir-Aufritt auf der Freiburger Messe!
Als bekannt wurde, dass Palantir in Freiburg beim "Käpsele Innovation Festival" auf einem Panel würde sprechen dürfen, formierte sich zivilgesellschaftlicher Protest.
Palantir, das u.a. Peter Thiel gehörende Unternehmen, bietet Staaten Tools für Massenüberwachung, Kontrolle und Verfolgung von Menschen.
Heute kamen dann ab 17:30 Uhr einige Anarchist:innen und verteilten Flugblätter gegen den Auftritt von Palantir. 🏴 🚩
Die ab 18 Uhr dann präsenten K-Gruppen wurden von einer Polizeikette erst gehindert auf den Platz vor den Eingang zur Messe zu kommen, bis ihnen dann doch eine Kundgebung ermöglicht wurde.
Von der Polizeipräsenz, darunter auch der Staatsschutz, ließen sich die Anwesenden nicht einschüchtern!
#palantir #fwtm #freiburg #freiburgimBreisgau #messefreiburg #polizei #polizeibw #kundgebung #anarchismus #donnerstag #kapsele #innvoationfestival #palatirkills #usa #deutschland #innenpolitik #stuttgart #bundestag #innenministerium #kommunisten #staatsschutz
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Heute fand die Gedenkdemonstration zum 92. Todestag des Anarchisten Erich Mühsam in Oranienburg statt. Er wurde 1934 in ein Konzentrationslager mitten in Oranienburg verschleppt und am 10.07.1934 von der SS-Wachmannschaft dort ermordet.
@geigerzaehler hat für gute Musik gesorgt und respektvoll betont, dass wir zusammen hier stehen, als Revolutionär*innen, Anarchist*innen, Sozialdemokrat*innen, und viele mehr.
Dem Orga-Mensch von der SPD dagegen war wichtig, seine Partei in den Mittelpunkt zu rücken und ein älterer Kommunist sprach mich auf die Fahne der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (@fda) an und meinte Mühsam sei gar kein Anarchist gewesen. 🤡
Naja. Ich habe mich über die bunte Mischung von Teilnehmenden gefreut und über die schöne Fahrradtour nach Oranienburg.
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Gedenkdemonstration zum 92. Todestag von Erich Mühsam
Erich Mühsams Kampf gegen Militarismus, Unterdrückung und für eine gerechte Gesellschaft machte ihn zu einem der ersten Opfer des NS-Regimes. Am 28. Februar 1933 wurde er verhaftet und durchlief mehrere Gefängnisse und Lager, bevor er in der Nacht auf den 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg von SS-Schergen brutal ermordet wurde. Anlässlich seines Todestags findet in Oranienburg auch dieses Jahr eine Gedenkdemonstration mit anschließendem Kulturprogramm statt:
📆 11. Juli 2026
🕑 14:00 Uhr
📍Bahnhofsplatz, 16515 Oranienburg
ℹ️ https://oranienburg.de/Rathaus-Service/Aktuelles/Veranstaltungen/Gedenkdemonstration-zum-92-Todestag-von-Erich-M%C3%BChsam.php?object=tx,%202967.4.1&ModID=11&FID=2967.7716.1&NavID=2967.14&La=1&sfreg=1&bn=1Abschlusskundgebung am Gedenkort des einstigen KZ Oranienburg:
📆 11. Juli 2026
🕑 16:00 Uhr
📍Berliner Str. 47, 16515 OranienburgAnschließend folgt ein Kulturprogramm mit Musik von Claudia & Hagen, Paul Geigerzähler und dem Theater Tallercito.
#Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Demo #Oranienburg #O1107 #Demonstration
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❤️🖤
Zum 150. Todestag von #Genosse #Bakuninhttps://www.swr.de/swrkultur/wissen/anarchismus-wo-michail-bakunins-ideen-lebendig-sind-100.html
#Anarchismus #anarchosyndikalismus #fau #gewerkschaft #klassenkampf #sozialismus #antikapitalismus #geschichte #antiautoritär #noStaat #Herrschaftsfrei #basisdemokratie #kollektivistischerAnarchismus #paris #revolutionär #Freiheit #Anarchist
#noChaos -
Bericht von den #Pinksterlanddagen in Appelscha (NL)
Der Fachbereich Gesundheit im ASN-IAA Köln hat am anarchistischen Pfingsttreffen @pinksterlanddagen in der niederländischen Provinz Fryslan teilgenommen. Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs versammeln sich dort freiheitliche Sozialist*innen und anarchistische Antimilitarist*innen zum jährlichen landesweiten Treffen.
Auch aus anderen Teilen Europas und von außerhalb der EU kommen regelmäßig Leute zu der Veranstaltung, welche dieses Jahr wieder zahlreiche Diskussionen, Workshops und Vorträge umfasste. Die Themen drehten sich u.a. um #Antifaschismus, Organisierung sozialer Kämpfe und #Antimilitarismus. Aber auch antipatriarchale Themen und Solidarität mit nationalen Befreiungsbewegungen (Rojava, Palästina) wurden diskutiert. Mit einem Infotisch vertreten waren auch die Genoss*innen @VrijeBond , einer ehemals gewerkschaftlich orientierten, anarchistischen Organisation.
Das von Konzerten, Performances und Kinderprogramm ergänzte, selbstorganisierte Wochenend-Festival ist nicht nur bewusst alkohol-/drogenfrei, sondern versucht möglich barrierearm und inklusiv zu sein. Dabei wird viel Wert darauf gelegt Diskriminierungsformen, wie #Transfeindlichkeit oder #Geschlechtertrennung zu überwinden. (...)
Mehr:
https://asnkoeln.wordpress.com/2026/05/25/bericht-von-den-pinksterlanddagen-in-appelscha/ -
Im Januar verstärkten Angriffe von Al-Qaida- und IS-nahen Kräften auf Aleppo, die sich gegen die Kurden richteten, tiefe Befürchtungen um das Schicksal Rojavas. Mit Unterstützung der Türkei übernahmen Extremisten Städte und Gefängnisse mit tausenden Dschihadisten und umzingelten Kobane. Gleichzeitig sagte EU-Ratspräsidentin Ursula von der Leyen der Übergangsregierung in Damaskus 6,2 Millionen Euro Soforthilfe zu.
Trotz dieser Gefahr leistete die Bevölkerung Rojavas Widerstand, und weltweit entstanden Demonstrationen und politischer Druck gegen die Unterstützung dschihadistischer Kräfte. Rojava zeigt, wie demokratischer Konföderalismus, Frauenbefreiung, Basisorganisationen und genossenschaftliche Wirtschaftssysteme trotz Konflikten gesellschaftliche Stabilität, Selbstverwaltung und kulturelle Zukunftsperspektiven stärken können.
Voices of Resistance: Rojava and the Middle East
Workshop mit Pirtukxane
Sonntag, 14 Uhr, Raum 1
#abm2026 #Rojava #IS #AlQaida #Aleppo #Kurden #Türkei #Extremismus #Kobana #EU #EuropäischeUnion #Syrien #Selbstverwaltung #Zukunftsperspektive #Anarchismus #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse
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Neu im Comenius-Antiquariat 29.4.2026.
https://buchantiquariat.com/de/neue-artikel
#antiquariat #buchantiquariat #books #comenius_antiquariat #Philosophie #Bildhauerei #Plastik #Sculpture #Helvetica #Schweiz #Bernensia #Protestantismus #Reformierte #Kirchengeschichte #Anarchismus #Germanistik #Literaturgeschichte #Kunstsammlung #Sammlungskatalog #Ticinensia -
Iranische Anarchisten: „Wir machen weiter mit dem Organisieren und Widerstand“
Zweites Interview mit der Anarchist Front über Unterdrückung und Widerstandsfähigkeit, regionalen Krieg und Internet-SperrenAls ihr das letzte Mal mit Freedom gesprochen habt, breiteten sich die Proteste im Iran schnell aus und wurden immer heftiger, aber die Unterdrückung wurde auch immer stärker. Könnt ihr uns sagen, was seitdem passiert ist und was eure Gruppe gemacht hat?
Seit unserem letzten Interview hat sich die Lage im #Iran auf gewaltsame und beispiellose Weise verändert. Die weit verbreiteten Proteste in vielen Städten wurden mit harter #Repression beantwortet. #Sicherheitskräfte haben #Demonstranten mit scharfer Munition angegriffen; Tausende wurden getötet oder verletzt, Zehntausende wurden verhaftet. Eine Atmosphäre strenger Sicherheitsvorkehrungen hat sich im ganzen Land ausgebreitet. Es gibt auch Berichte und dokumentierte Beweise dafür, dass unter den aktuellen #Kriegsbedingungen einige Gefangene an Orten festgehalten werden, die Luftangriffen ausgesetzt sind, und praktisch als menschliche Schutzschilde benutzt werden.
Inmitten dieser Situation, bevor die Bewegung die Chance hatte, sich neu zu organisieren, kam es zu einer weiteren Entwicklung: Am 28. Februar 2026 begannen groß angelegte Militärangriffe der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran, bei denen Hunderte von Zielen im ganzen Land getroffen wurden. Mehrere hochrangige Kommandeure und Politiker der Islamischen Republik wurden bei diesen Angriffen getötet, und das Land befindet sich nun im Kriegszustand. Die Machtstruktur der Islamischen Republik steht vor einer schweren Krise, doch die politische Zukunft des Landes bleibt ungewiss und umstritten.
US-amerikanische und israelische Streitkräfte haben zahlreiche Ziele im Iran angegriffen, wobei neben militärischen Zielen auch Zivilisten getötet wurden. Gleichzeitig hat die Islamische Republik ihre #Raketenkapazitäten genutzt, um Ziele in der Region anzugreifen. Diese Auseinandersetzungen bedrohen das Leben von Millionen von Menschen in der gesamten Region, und bisher haben Hunderte von Zivilisten ihr Leben verloren. Die historischen Erfahrungen der Region zeigen auch, dass ausländische Interventionen selten zu echter Freiheit geführt haben und oft neue Formen der #Herrschaft, #Instabilität und geopolitischen #Konkurrenz mit sich gebracht haben.
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews mit Mitgliedern der iranischen Anarchist Front von Gabriel Fonten Iranian anarchists: “We continue to organise and resist” vom 10. März 2026
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Neu im Comenius-Antiquariat 5.2.2026.
https://buchantiquariat.com/de/neue-artikel
#antiquariat #buchantiquariat #books #comenius_antiquariat #Politik #Zeitgeschichte #Helvetica #Schweiz #Essay #Oekonomie #Modernisierung #Zivilisationskritik #DeutscheLiteratur #Theatertexte #Dramen #Anarchismus #Expressionismus #Pazifismus #Raeterepublik #BiographienLiteratur #Literaturgeschichte #ErnstToller #Theater #Sozialismus #Kommunismus #Marxismus #Antifaschismus -
Eine Kritik der Strategie der Massenmobilisierung
In der Literatur zu sozialen Bewegungen geht es bei der Strategie der #Massenmobilisierung um eine Reihe von Strategien, die auf riesigen #Versammlungen, massiver physischer Präsenz und symbolisch-materiellem Druck der #Bevölkerung basieren, um die politische Ordnung zu knacken. Bei dieser Strategie wird die Ansammlung von Menschen mit der Ansammlung von Macht gleichgesetzt, und man geht davon aus, dass die Unterdrückungskräfte angesichts einer sehr großen Menschenmenge machtlos oder zögerlich werden.
Diese Annahmen werden aber mittlerweile stark kritisiert. Es ist klar, dass eine große Menschenmenge eine symbolische Funktion haben kann, um die Moral der #Demonstranten zu stärken, aber eine große Menschenmenge bedeutet nicht automatisch mehr Macht. Politische #Macht braucht eine effektive und flexible #Organisation und #Struktur, Taktiken und Strategien; eine große #Menschenmenge lässt sich nicht so einfach lenken, und die Umstände können unerwartete und unkontrollierbare Auswirkungen auf sie haben.
Da diese Taktik mit minimaler Ordnung funktioniert und sich auf die Anzahl der Menschen sowie kollektive Emotionen und Gedanken stützt, können selbst kleine Störungen (informativ, kommunikativ, physisch-psychologisch usw.) einen Dominoeffekt auslösen, den Zusammenhalt zerstören und letztendlich zum Scheitern der gesamten Taktik führen. Andererseits teilen viele Menschen kein klares gemeinsames Ziel, keine einheitliche Vorstellung vom nächsten Schritt und keine gleiche Risikobereitschaft.
In #Krisenzeiten führt diese #Heterogenität zu Verwirrung und Uneinigkeit. Aus strategischer Sicht muss eine effektive Kraft in der Lage sein, rechtzeitig die Richtung zu ändern, anzuhalten, voranzukommen und sich zurückzuziehen. Eine Massenbewegung ist jedoch in unterschiedlichem Maße zustimmungsabhängig, die Entscheidungsfindung verläuft langsam, emotionale Reaktionen werden verstärkt, sodass diese Strategie nur eine geringe Flexibilität aufweist und nur einmal angewendet werden kann.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des englischsprachigen Reposting: "A Critique of the Mass Mobilization Strategy" des persischen Textes «نقد استراتژی میدان میلیونی von Daikatuo.
Mit Dank an @gorekhaa G.R.K. für die Information.
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#FrancescSabatéLlopart – “ #ElQuico” † 5. Januar 1960. Anarchistischer Militanter im spanischen Bürgerkrieg & legendärer Kämpfer gegen das #Franco -Regime. Fotos (2016): Zufluchtsort in den #Pyrenäen, Hostal de la Muga, unmittelbar an der spanisch-französischen Grenze. #Katalonien #Anarchismus
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Kein Diskurs mit Rechten - Eine postanarchistische Kritik postfaschistischer Teilnahme an Diskursen
"Warum wir mit Rechten keinen Diskurs führen sollten – eine steile These? Oder eine bittere Notwendigkeit? Wir tauchen heute tief in eine postanarchistische Kritik ein, die unsere gewohnten Vorstellungen von #Debatte und #Toleranz auf den Kopf stellt."
In der heutigen Folge von "Kolkrabe of Doom" widmen wir uns einem Thema, das polarisiert: Der Ausschluss rechter Positionen aus dem demokratischen #Diskurs. Wir analysieren die fließenden Übergänge zwischen #Konservatismus und #Faschismus, beleuchten den Begriff der "repressiven Toleranz" nach Herbert #Marcuse und diskutieren, warum eine Bühne niemals neutral sein kann. Ist "No Platforming" Zensur oder notwendiger Selbstschutz?
(Danke an @sternentau für den Tipp!
#Anarchismus #NazisKeineBasisBieten #naziskeinebühnegeben #Antifaschsimus #Debatte
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Ein Schleier oder: Halloween und Wahlnacht
In der #Halloween-Nacht träumte ein enger Freund von mir von einem #Bürgerkrieg. Er träumte davon, verzweifelt in verwüsteten Städten nach seinen Freunden zu suchen.
In der Halloween-Nacht träumte ich das auch. Ich träumte davon, in einer Stadt zu leben, in der man einen ballistischen Helm tragen musste, um nach draußen zu gehen, und in der man für jede Autofahrt einen Konvoi und Beobachter brauchte. Es ist nicht ungewöhnlich für mich, von #Krieg und #Apokalypse zu träumen, um das klarzustellen. In der Nacht danach fielen Asche und Papier vom Himmel, während ich einen ganz normalen Stress-Traum hatte, in dem ich als Erwachsener plötzlich wieder in der Highschool festsaß.
Aber diese Träume verbreiten sich, so wie sich ganz neue Ängste ausbreiten.
Letzte Nacht sind natürlich andere Ängste zurückgegangen. Ein #Sozialist wurde mit überwältigender Mehrheit zum #Bürgermeister der größten Stadt der #USA gewählt. Ich bin skeptisch gegenüber Politikern, wie die meisten Leute wohl wissen. Ich bin skeptisch gegenüber dem System, das selbst die leidenschaftlichsten Linken zu korrumpieren scheint, und ich bin skeptisch gegenüber Mamdanis Fähigkeit, seine Versprechen einzuhalten. Was mich nicht skeptisch macht, ist die #Wahlbeteiligung. Was mein anarchistisches Herz erwärmt, ist zu sehen, wie Menschen im ganzen Land beweisen, dass offener #Faschismus, wenn schon nichts anderes, zumindest unpopulär ist.
Bitte hol dir deine Wahlnachrichten nicht von mir. Ich denke immer noch, dass das, was wir den Rest des Jahres tun, mehr über uns aussagt als das, was wir in der Wahlkabine tun. Aber ich bin dankbar zu sehen, dass, solange unsere demokratischen Institutionen zusammenhalten, „alle hungern lassen, Menschen entführen und alles zerstören” ein verlierendes Programm für politische #Parteien ist.
Trotzdem träumen wir unsere Ängste.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes A Veil or: halloween and election night von Margaret Killjoy / @margaret vom 5. November 2025
#zohranmamdani #mamdani #NewYork #Election #Anarchismus #Wahlen @anarchism #Trump
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🚩🚩🚩🏴🏴🏴Today, in a few minutes: from 6 a.m. to 10 p.m., Radio Dreyeckland (Germany) broadcasts live and with great passion as part of A-Radio. Tune in and get informed from an anarchist perspective. English spoken🏴🏴🏴🚩🚩🚩
Live stream: https://stream.rdl.de/rdl
🏴🏴A-Radio? What's that?🚩🚩
"The Anarchist and Anti-authoritarian Radio Network is defined as a platform for networking and coordination of anarchist radio projects from different countries."
https://www.a-radio-network.org/
#aradionetwork #aradioberlin #rdl #anarchisms #anarchismus #antiauthority #antiauthoritarian #antiautoritarisme #antiautoritar #deutschland #leipzig #berlin #freiburg #slowenien #slowenia
#ljubljana #ljubjana #usa #antifa #unitedstates #radio #radiobubble #radiobursts #live #livestream #LiveStreamers #livestreaming #ausbruch #sonntag #sonntagabend #southamerica #greece #italy #italia #spain #espana #thessaloniki #Chile #Kurruf
#CrnaLuknja #crna #frequenzA #thefinalstrawradio #wien #parias #athen #Kilavo #RadioLibertaire #Anarres #dissidentislandradio #island #islandia
#RadioParasita #volos -
Jeder von uns ist ein unvollkommener Genosse oder: Eine Armee von Verlierern kann nicht verlieren
1887, nach einem der dramatischsten und ungerechtesten #Prozesse in der Geschichte der USA, stieg ein deutscher #Einwanderer und Spielzeugmacher namens George #Engel in #Chicago auf das Schafott. Seine Hinrichtung war alles andere als öffentlich – das #Gefängnis war mit Maschinengewehren umzingelt, für den Fall, dass #Anarchisten oder ihre Verbündeten beschließen sollten, den Ort zu stürmen, um ihre gemarterten Genossen zu befreien.
Drei weitere Männer waren mit ihm dort. Einer war sein Freund Adolph #Fischer. Ein weiterer, Albert #Parsons, sprach Englisch statt Deutsch. Der andere Mann war jedoch August #Spies (ausgesprochen „Speez“, wie ich gehört habe).
Dieser verdammte Kerl.
Engel hasste Spies. Sie hatten seit über einem Jahr nicht mehr miteinander gesprochen. Sehen Sie, damals gab es in Chicago mehr als eine deutschsprachige anarchistische Zeitung. Engel und Fischer arbeiteten für „Der Anarchist“, die radikale Zeitung, die sich dafür einsetzte, dass Einzelpersonen und kleine Gruppen direkte Aktionen gegen den #Kapitalismus durchführen sollten. Spies arbeitete für die gemäßigte Zeitung „Arbeiter-Zeitung“, die sich für den Aufbau einer #Massenbewegung einsetzte, mit der die kapitalistische Ordnung gestürzt werden sollte.
Für den Staat spielten ihre Differenzen keine Rolle, er legte ihnen allen die Schlinge um den Hals. So starben die Männer, die wir als die #Haymarket-Märtyrer kennen und aus deren Andenken ein Großteil der modernen #Arbeiterbewegung hervorgegangen ist.
Keiner von uns in unseren Bewegungen, die für eine bessere Welt kämpfen, ist ein perfekter Mensch.
Albert Parsons ist vielleicht der berühmteste der Haymarket-Märtyrer, vielleicht (und zu Unrecht) weil er derjenige war, der in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Vielleicht auch, weil er mit einer der berühmtesten #Gewerkschaftsorganisatorinnen der Geschichte verheiratet war, der unsterblichen #Lucy Parsons, die jahrzehntelang öffentlich und lautstark an ihn erinnerte, während sie Arbeiter zum Handeln aufrief.
Ihre Ehe war illegal – Albert war weiß, Lucy schwarz.
Albert Parsons ist durch seine Arbeit und sein Martyrium eine der wichtigsten Figuren nicht nur in der Geschichte des #Anarchismus, sondern auch in der Geschichte der #Arbeiterbewegung. Er verbrachte auch Jahre seines Lebens als Soldat der #Konföderierten, was oft vergessen wird. Er wurde nicht eingezogen, sondern meldete sich freiwillig. Tatsächlich log er bei seiner Anmeldung, was sein Alter anging, denn er war noch ein Kind, als er loszog, um für eines der schlimmsten Systeme zu kämpfen, die die Welt je gesehen hat.
Ich sage das nicht, um den Mann oder sein Andenken zu verunglimpfen, sondern um zu sagen: Keiner von uns ist ein Engel.
Wenn es in der Geschichte einen klareren Weg der Erlösung für einen ehemaligen Konföderierten gibt, habe ich ihn nicht gefunden. Er war buchstäblich ein Kind, als er in den #Krieg zog, und vielleicht ist das einzige entscheidende Merkmal, das Kindheit von Erwachsensein unterscheidet, dass wir Kinder für ihre Handlungen nicht moralisch verantwortlich machen.
Nach dem Krieg widmete Albert Parsons sein Leben dem Kampf gegen alles, wofür die #Konföderation stand, und wurde regelmäßig angegriffen (unter anderem wurde er einmal angeschossen), weil er sich für die Registrierung schwarzer Wähler in #Texas einsetzte. Nachdem er und Lucy nach Chicago gezogen waren (wo ihre Ehe trotz der Zugehörigkeit zum Norden rechtlich nicht anerkannt wurde), hatten sie genug von der Sinnlosigkeit reformistischer Politik, genug davon, mit anzusehen, wie ihre Genossen von rechten #Milizen und der #Polizei erschossen wurden, und begannen, sich mit den überwiegend aus Einwanderern bestehenden anarchistischen #Sozialisten zu organisieren.
Als dann 1886 jemand bei einer Arbeiterkundgebung eine #Bombe auf die Polizei warf (zwei Tage nachdem die Polizei bei einer anderen Kundgebung das Feuer eröffnet und mehrere Menschen getötet hatte), setzte die Polizei die #Rechtsstaatlichkeit außer Kraft, um alle Anarchisten in der Stadt zu verhaften. Die #Repression richtete sich vor allem gegen die Herausgeber der Zeitungen, so dass Albert untertauchte und sich bei einem gemäßigteren sozialistischen Freund auf einer Farm in einiger Entfernung versteckte.
Als Albert jedoch erkannte, dass den Anarchisten, insbesondere den ihm bekannten #Zeitungsredakteuren mit Migrationshintergrund, die Todesstrafe drohte, stellte er sich, um sich solidarisch mit ihnen vor #Gericht zu verantworten.
Wahrscheinlich tat er dies, weil er glaubte, dass sie vor Gericht gewinnen würden, da er noch immer Illusionen über die #Gerechtigkeit des #Rechtssystems hegte. Es gab keine Beweise dafür, dass einer von ihnen die Bombe geworfen hatte. Keiner von ihnen wurde überhaupt beschuldigt, die Bombe geworfen zu haben. Sie wurden wegen der Herausgabe von Zeitungen vor Gericht gestellt und gehängt.
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich Albert Parsons wahrscheinlich nicht gemocht. Alles, was ich über ihn oder von ihm gelesen habe, lässt mich glauben, dass er ein übereifriger Aktivist war, der sich selbst in den Mittelpunkt stellte und bei Versammlungen nie den Mund hielt.
Wir müssen uns nicht mögen, um solidarisch zu sein, denn der Staat hat kein Problem damit, uns Seite an Seite am #Galgen stehen zu lassen.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes Each of Us Imperfect Comrades or: An Army of Fuckups Cannot Lose, von Margaret Killjoy vom 15. Oktober 2025
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Jeder von uns ist ein unvollkommener Genosse oder: Eine Armee von Verlierern kann nicht verlieren
1887, nach einem der dramatischsten und ungerechtesten #Prozesse in der Geschichte der USA, stieg ein deutscher #Einwanderer und Spielzeugmacher namens George #Engel in #Chicago auf das Schafott. Seine Hinrichtung war alles andere als öffentlich – das #Gefängnis war mit Maschinengewehren umzingelt, für den Fall, dass #Anarchisten oder ihre Verbündeten beschließen sollten, den Ort zu stürmen, um ihre gemarterten Genossen zu befreien.
Drei weitere Männer waren mit ihm dort. Einer war sein Freund Adolph #Fischer. Ein weiterer, Albert #Parsons, sprach Englisch statt Deutsch. Der andere Mann war jedoch August #Spies (ausgesprochen „Speez“, wie ich gehört habe).
Dieser verdammte Kerl.
Engel hasste Spies. Sie hatten seit über einem Jahr nicht mehr miteinander gesprochen. Sehen Sie, damals gab es in Chicago mehr als eine deutschsprachige anarchistische Zeitung. Engel und Fischer arbeiteten für „Der Anarchist“, die radikale Zeitung, die sich dafür einsetzte, dass Einzelpersonen und kleine Gruppen direkte Aktionen gegen den #Kapitalismus durchführen sollten. Spies arbeitete für die gemäßigte Zeitung „Arbeiter-Zeitung“, die sich für den Aufbau einer #Massenbewegung einsetzte, mit der die kapitalistische Ordnung gestürzt werden sollte.
Für den Staat spielten ihre Differenzen keine Rolle, er legte ihnen allen die Schlinge um den Hals. So starben die Männer, die wir als die #Haymarket-Märtyrer kennen und aus deren Andenken ein Großteil der modernen #Arbeiterbewegung hervorgegangen ist.
Keiner von uns in unseren Bewegungen, die für eine bessere Welt kämpfen, ist ein perfekter Mensch.
Albert Parsons ist vielleicht der berühmteste der Haymarket-Märtyrer, vielleicht (und zu Unrecht) weil er derjenige war, der in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Vielleicht auch, weil er mit einer der berühmtesten #Gewerkschaftsorganisatorinnen der Geschichte verheiratet war, der unsterblichen #Lucy Parsons, die jahrzehntelang öffentlich und lautstark an ihn erinnerte, während sie Arbeiter zum Handeln aufrief.
Ihre Ehe war illegal – Albert war weiß, Lucy schwarz.
Albert Parsons ist durch seine Arbeit und sein Martyrium eine der wichtigsten Figuren nicht nur in der Geschichte des #Anarchismus, sondern auch in der Geschichte der #Arbeiterbewegung. Er verbrachte auch Jahre seines Lebens als Soldat der #Konföderierten, was oft vergessen wird. Er wurde nicht eingezogen, sondern meldete sich freiwillig. Tatsächlich log er bei seiner Anmeldung, was sein Alter anging, denn er war noch ein Kind, als er loszog, um für eines der schlimmsten Systeme zu kämpfen, die die Welt je gesehen hat.
Ich sage das nicht, um den Mann oder sein Andenken zu verunglimpfen, sondern um zu sagen: Keiner von uns ist ein Engel.
Wenn es in der Geschichte einen klareren Weg der Erlösung für einen ehemaligen Konföderierten gibt, habe ich ihn nicht gefunden. Er war buchstäblich ein Kind, als er in den #Krieg zog, und vielleicht ist das einzige entscheidende Merkmal, das Kindheit von Erwachsensein unterscheidet, dass wir Kinder für ihre Handlungen nicht moralisch verantwortlich machen.
Nach dem Krieg widmete Albert Parsons sein Leben dem Kampf gegen alles, wofür die #Konföderation stand, und wurde regelmäßig angegriffen (unter anderem wurde er einmal angeschossen), weil er sich für die Registrierung schwarzer Wähler in #Texas einsetzte. Nachdem er und Lucy nach Chicago gezogen waren (wo ihre Ehe trotz der Zugehörigkeit zum Norden rechtlich nicht anerkannt wurde), hatten sie genug von der Sinnlosigkeit reformistischer Politik, genug davon, mit anzusehen, wie ihre Genossen von rechten #Milizen und der #Polizei erschossen wurden, und begannen, sich mit den überwiegend aus Einwanderern bestehenden anarchistischen #Sozialisten zu organisieren.
Als dann 1886 jemand bei einer Arbeiterkundgebung eine #Bombe auf die Polizei warf (zwei Tage nachdem die Polizei bei einer anderen Kundgebung das Feuer eröffnet und mehrere Menschen getötet hatte), setzte die Polizei die #Rechtsstaatlichkeit außer Kraft, um alle Anarchisten in der Stadt zu verhaften. Die #Repression richtete sich vor allem gegen die Herausgeber der Zeitungen, so dass Albert untertauchte und sich bei einem gemäßigteren sozialistischen Freund auf einer Farm in einiger Entfernung versteckte.
Als Albert jedoch erkannte, dass den Anarchisten, insbesondere den ihm bekannten #Zeitungsredakteuren mit Migrationshintergrund, die Todesstrafe drohte, stellte er sich, um sich solidarisch mit ihnen vor #Gericht zu verantworten.
Wahrscheinlich tat er dies, weil er glaubte, dass sie vor Gericht gewinnen würden, da er noch immer Illusionen über die #Gerechtigkeit des #Rechtssystems hegte. Es gab keine Beweise dafür, dass einer von ihnen die Bombe geworfen hatte. Keiner von ihnen wurde überhaupt beschuldigt, die Bombe geworfen zu haben. Sie wurden wegen der Herausgabe von Zeitungen vor Gericht gestellt und gehängt.
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich Albert Parsons wahrscheinlich nicht gemocht. Alles, was ich über ihn oder von ihm gelesen habe, lässt mich glauben, dass er ein übereifriger Aktivist war, der sich selbst in den Mittelpunkt stellte und bei Versammlungen nie den Mund hielt.
Wir müssen uns nicht mögen, um solidarisch zu sein, denn der Staat hat kein Problem damit, uns Seite an Seite am #Galgen stehen zu lassen.
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Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes Each of Us Imperfect Comrades or: An Army of Fuckups Cannot Lose, von Margaret Killjoy vom 15. Oktober 2025
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Jeder von uns ist ein unvollkommener Genosse oder: Eine Armee von Verlierern kann nicht verlieren
1887, nach einem der dramatischsten und ungerechtesten #Prozesse in der Geschichte der USA, stieg ein deutscher #Einwanderer und Spielzeugmacher namens George #Engel in #Chicago auf das Schafott. Seine Hinrichtung war alles andere als öffentlich – das #Gefängnis war mit Maschinengewehren umzingelt, für den Fall, dass #Anarchisten oder ihre Verbündeten beschließen sollten, den Ort zu stürmen, um ihre gemarterten Genossen zu befreien.
Drei weitere Männer waren mit ihm dort. Einer war sein Freund Adolph #Fischer. Ein weiterer, Albert #Parsons, sprach Englisch statt Deutsch. Der andere Mann war jedoch August #Spies (ausgesprochen „Speez“, wie ich gehört habe).
Dieser verdammte Kerl.
Engel hasste Spies. Sie hatten seit über einem Jahr nicht mehr miteinander gesprochen. Sehen Sie, damals gab es in Chicago mehr als eine deutschsprachige anarchistische Zeitung. Engel und Fischer arbeiteten für „Der Anarchist“, die radikale Zeitung, die sich dafür einsetzte, dass Einzelpersonen und kleine Gruppen direkte Aktionen gegen den #Kapitalismus durchführen sollten. Spies arbeitete für die gemäßigte Zeitung „Arbeiter-Zeitung“, die sich für den Aufbau einer #Massenbewegung einsetzte, mit der die kapitalistische Ordnung gestürzt werden sollte.
Für den Staat spielten ihre Differenzen keine Rolle, er legte ihnen allen die Schlinge um den Hals. So starben die Männer, die wir als die #Haymarket-Märtyrer kennen und aus deren Andenken ein Großteil der modernen #Arbeiterbewegung hervorgegangen ist.
Keiner von uns in unseren Bewegungen, die für eine bessere Welt kämpfen, ist ein perfekter Mensch.
Albert Parsons ist vielleicht der berühmteste der Haymarket-Märtyrer, vielleicht (und zu Unrecht) weil er derjenige war, der in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Vielleicht auch, weil er mit einer der berühmtesten #Gewerkschaftsorganisatorinnen der Geschichte verheiratet war, der unsterblichen #Lucy Parsons, die jahrzehntelang öffentlich und lautstark an ihn erinnerte, während sie Arbeiter zum Handeln aufrief.
Ihre Ehe war illegal – Albert war weiß, Lucy schwarz.
Albert Parsons ist durch seine Arbeit und sein Martyrium eine der wichtigsten Figuren nicht nur in der Geschichte des #Anarchismus, sondern auch in der Geschichte der #Arbeiterbewegung. Er verbrachte auch Jahre seines Lebens als Soldat der #Konföderierten, was oft vergessen wird. Er wurde nicht eingezogen, sondern meldete sich freiwillig. Tatsächlich log er bei seiner Anmeldung, was sein Alter anging, denn er war noch ein Kind, als er loszog, um für eines der schlimmsten Systeme zu kämpfen, die die Welt je gesehen hat.
Ich sage das nicht, um den Mann oder sein Andenken zu verunglimpfen, sondern um zu sagen: Keiner von uns ist ein Engel.
Wenn es in der Geschichte einen klareren Weg der Erlösung für einen ehemaligen Konföderierten gibt, habe ich ihn nicht gefunden. Er war buchstäblich ein Kind, als er in den #Krieg zog, und vielleicht ist das einzige entscheidende Merkmal, das Kindheit von Erwachsensein unterscheidet, dass wir Kinder für ihre Handlungen nicht moralisch verantwortlich machen.
Nach dem Krieg widmete Albert Parsons sein Leben dem Kampf gegen alles, wofür die #Konföderation stand, und wurde regelmäßig angegriffen (unter anderem wurde er einmal angeschossen), weil er sich für die Registrierung schwarzer Wähler in #Texas einsetzte. Nachdem er und Lucy nach Chicago gezogen waren (wo ihre Ehe trotz der Zugehörigkeit zum Norden rechtlich nicht anerkannt wurde), hatten sie genug von der Sinnlosigkeit reformistischer Politik, genug davon, mit anzusehen, wie ihre Genossen von rechten #Milizen und der #Polizei erschossen wurden, und begannen, sich mit den überwiegend aus Einwanderern bestehenden anarchistischen #Sozialisten zu organisieren.
Als dann 1886 jemand bei einer Arbeiterkundgebung eine #Bombe auf die Polizei warf (zwei Tage nachdem die Polizei bei einer anderen Kundgebung das Feuer eröffnet und mehrere Menschen getötet hatte), setzte die Polizei die #Rechtsstaatlichkeit außer Kraft, um alle Anarchisten in der Stadt zu verhaften. Die #Repression richtete sich vor allem gegen die Herausgeber der Zeitungen, so dass Albert untertauchte und sich bei einem gemäßigteren sozialistischen Freund auf einer Farm in einiger Entfernung versteckte.
Als Albert jedoch erkannte, dass den Anarchisten, insbesondere den ihm bekannten #Zeitungsredakteuren mit Migrationshintergrund, die Todesstrafe drohte, stellte er sich, um sich solidarisch mit ihnen vor #Gericht zu verantworten.
Wahrscheinlich tat er dies, weil er glaubte, dass sie vor Gericht gewinnen würden, da er noch immer Illusionen über die #Gerechtigkeit des #Rechtssystems hegte. Es gab keine Beweise dafür, dass einer von ihnen die Bombe geworfen hatte. Keiner von ihnen wurde überhaupt beschuldigt, die Bombe geworfen zu haben. Sie wurden wegen der Herausgabe von Zeitungen vor Gericht gestellt und gehängt.
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich Albert Parsons wahrscheinlich nicht gemocht. Alles, was ich über ihn oder von ihm gelesen habe, lässt mich glauben, dass er ein übereifriger Aktivist war, der sich selbst in den Mittelpunkt stellte und bei Versammlungen nie den Mund hielt.
Wir müssen uns nicht mögen, um solidarisch zu sein, denn der Staat hat kein Problem damit, uns Seite an Seite am #Galgen stehen zu lassen.
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Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes Each of Us Imperfect Comrades or: An Army of Fuckups Cannot Lose, von Margaret Killjoy vom 15. Oktober 2025
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Stimmen aus dem Aufstand in Indonesien: Affan Kurniawan lebt weiter auf den Straßen
Ende August 2025 gab es in ganz Indonesien eine Welle von Protesten. In diesem Bericht zeigen wir ein Interview mit einem inhaftierten indonesischen anarchistischen Autor und verschiedene Statements von anarchistischen Gruppen, die seit Beginn des Aufstands an englischsprachige Medien gegangen sind.
Nach wochenlangen Protesten in ganz Indonesien gegen #Sparmaßnahmen versammelten sich in der Woche vom 25. August massenhaft Demonstranten, um der politischen Elite Indonesiens Herzlosigkeit und #Korruption vorzuwerfen.
Die indonesische #Regierung zahlt den Abgeordneten ein monatliches Gehalt von 100 Millionen Rupiah (etwa 6.081 US-Dollar) – das ist ungefähr das 30-Fache des #Mindestlohns in #Jakarta, wo die höchsten Löhne des Landes gezahlt werden. Die Wut brach aus, als Berichte kursierten, dass die #Abgeordneten zusätzlich 50 Millionen Rupiah pro Monat als #Wohngeld erhielten.
Diese Nachricht kam mitten in einer Zeit hoher #Inflation, neuer Sparmaßnahmen und zunehmender #Armut. #Gewerkschaften, Anarchisten, #Studenten, #Linke, Jugendliche und andere Demonstranten füllten in der Woche vom 25. August die Straßen. Sie wurden von der #Polizei, die dem aktuellen Präsidenten #Prabowo #Subianto dient, der früher #Verteidigungsminister war, hart angegangen.
Am 28. August wurde Affan #Kurniawan, ein 21-jähriger Lieferant, der gerade unterwegs war, um Essen auszuliefern, von einem gepanzerten Fahrzeug der Mobilen Brigade der Nationalpolizei angefahren und getötet.
Als Reaktion auf den Mord an Affan brachen Lieferanten, #Anarchisten und #Jugendliche aus verschiedenen anderen Bevölkerungsgruppen in Aufruhr aus. Demonstranten plünderten mehrere #Polizeistationen, brannten die Häuser von Politikern nieder und plünderten sie und setzten Regierungsgebäude in Brand.
Diese Situation zwang den Premierminister, den Gipfel der Shanghai Cooperation Organization (SCO) in China ausfallen zu lassen. Die Regierung hat angedeutet, dass sie möglicherweise einige der Vergünstigungen für Politiker und einige der Sparmaßnahmen, die den Aufstand ausgelöst haben, kürzen könnte. Präsident Prabowo Subianto hat jedoch die Repressionen verstärkt und das Militär hinzugezogen, was zu mindestens sechs Todesfällen geführt hat – darunter ein Student, der in Yogyakarta, Java, von der Polizei zu Tode geprügelt wurde, und ein Fahrradrikscha-Fahrer, der in Solo, Java, an den Folgen des Einsatzes von Tränengas starb. Die genaue Zahl der Todesopfer ist weiterhin unbekannt.
#Indonesien, das bis 1949 unter niederländischer #Kolonialherrschaft stand, ist nach wie vor stark polarisiert, mit enormen Unterschieden in Bezug auf #Ressourcen und #Macht. In den 1960er Jahren forderte die Gewalt gegen Mitglieder und mutmaßliche Sympathisanten der Kommunistischen Partei Indonesiens (#PKI) mindestens Hunderttausende Menschenleben. Die heutige anarchistische Bewegung entstand Ende der 1980er Jahre, auch dank der Bemühungen von Punkbands. Die Polizei hat 2011 eine „Anti-Anarchie”-Abteilung eingerichtet, und in mehreren Fällen wurden Personen, die als #Anarcho-#Punks angesehen wurden, entführt und in staatlich sanktionierten #Umerziehungslagern eingesperrt. Trotzdem ist die anarchistische Bewegung trotz aller Widrigkeiten weiter gewachsen.
Angesichts der beispiellosen staatlichen #Repressionen auf der ganzen Welt sind die mutigen Aktionen der #Rebellen in #Indonesien eine große Inspiration für alle, die die kapitalistische #Weltordnung ablehnen. Demonstranten in Indonesien haben über verschiedene Formen der Unterdrückung der digitalen Kommunikation berichtet, die sich wahrscheinlich noch verschärfen werden, wenn der Konflikt weiter eskaliert. Wir hoffen, dass dieser vorläufige Bericht die Aufmerksamkeit auf die Situation lenkt und Menschen in anderen Teilen der Welt dazu ermutigt, sich zu informieren und solidarisch zu handeln.
Affan Kurniawan wird nicht vergessen werden, und seinen Mördern wird nicht vergeben werden. Solidarität mit den Mutigen, die dafür auf den Straßen sorgen.
Anarchisten in #Solidarität mit dem Aufstand in Indonesien
Ein Gespräch mit dem anarchistischen Gefangenen und Autor Bima
Bima ist ein anarchistischer #Schriftsteller, #Übersetzer und unabhängiger #Forscher aus Indonesien, der seit 2021 inhaftiert ist. Hinter Gittern bleibt er als Mitglied einer anarchistischen Föderation aktiv. Er ist außerdem Gründer des DIY-Verlags Pustaka Catut und Autor des Buches Anarchy in Alifuru: The History of Stateless Societies in the Maluku Islands, das bei Minor Compositions erschienen ist. Ihr könnt #Bima über #Patreon unterstützen und mehr über eine zuvor aktive FireFund-Kampagne für ihn erfahren.
Wir haben dieses Interview mit Bima in den ersten Septembertagen 2025 geführt.
(...)
Zu meiner vollständigen Übersetzung des bei @CrimethInc erschienenen Beitrages Voices from the Uprising in Indonesia vom 04.09.2025
#Anarchismus #CapitalismIsADeathCult @anarchismhub @anarchism
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Nepalesische #Anarchisten über den Sturz der Regierung: Ein Interview mit Black Book Distro
In Nepal eskalierte Anfang September 2025 eine #Protestbewegung als Reaktion auf #Polizeigewalt zu einem spontanen #Aufstand, der mit der #Brandstiftung des #Parlaments und einer Reihe von #Regierungsgebäuden, #Polizeistationen, #Parteizentralen und #Villen von #Politikern gipfelte. Innerhalb von anderthalb Tagen war #Premierminister Khadga Prasad Oli geflohen und die Regierung war zusammengebrochen. Aber der Sturz einer Regierung ist nur die erste Phase eines viel längeren Kampfes; inmitten dieser #Unruhen konkurrieren #Monarchisten, #Neoliberale und #Radikale um die Zukunft Nepals. Um ein klareres Verständnis für den #Hintergrund des Aufstands und die Dynamik innerhalb desselben zu bekommen, haben wir Black Book Distro interviewt, ein anarchistisches #Kollektiv und eine #Bibliothek in #Kathmandu.
Der Aufstand in Nepal ist Teil einer Reihe von Aufständen, die Asien in den letzten Jahren erschüttert haben. Wir können die Spuren der Funken vom Sturz des Präsidenten von Sri Lanka im Jahr 2022 bis zum Aufstand in #Bangladesch im Jahr 2024 und dem Aufstand in #Indonesien im August 2025 verfolgen, ganz zu schweigen vom anhaltenden Bürgerkrieg in #Myanmar.
Seit dem Sturz der nepalesischen Regierung sind auch auf den #Philippinen heftige #Proteste ausgebrochen. All dies ist eine Reaktion auf die weit verbreitete wirtschaftliche Not und das Versagen der Versprechen der Politiker. Die #Komplizenschaft der institutionellen kommunistischen Parteien bei dem #Massaker, das den Aufstand ausgelöst hat, sollte alle angehenden Revolutionäre daran erinnern, dass es unmöglich ist, die Probleme des #Kapitalismus allein durch die Gewalt des Staates zu lösen – selbst wenn man „kommunistisch” im Namen seiner Partei hat.
Die Herausforderungen, die der Kapitalismus für die Menschen mit sich bringt, erfordern radikalere Veränderungen, als sie mit #Polizeiausrüstung und politischen Vorschlägen in den Machtzentralen erreicht werden können.
Ebenso sollte dieser Aufstand Politikern und #Polizisten auf der ganzen Welt zu denken geben, die glauben, sie könnten ungestraft plündern und terrorisieren. Heute mag das Geld, das sie erhalten, sie vor den Folgen ihrer Handlungen schützen – aber morgen ist alles möglich.
Keine dieser Revolten hat bisher alle ihre Ziele erreicht, aber während Menschen auf der ganzen Welt mit #Oligarchie und staatlicher #Unterdrückung zu kämpfen haben, bietet jede von ihnen Lehren.
Wie ein Kommentator in den sozialen Medien es ausdrückte: „Nur ein junger Mann, der die Haut des Feindes trägt.“
Stell dein Projekt vor. Wer bist du und was machst du?
Wir sind Black Book Distro, ein anarchistisches Kollektiv und eine Bibliothek mit Sitz in Kathmandu, Nepal, die sich der Radikalisierung durch Aufklärung über die Geschichte der #Linken sowie der aktiven Beteiligung an Volkskämpfen und Bewegungen widmet, die wir für mit unseren Zielen vereinbar halten (die Proteste der Generation Z, die Meter-Byaj-Bewegung,1 die Guthi-Bewegung2). Wir sprechen zu euch als anarchistische Bewegung, die unter der Unterdrückung eines gescheiterten und korrupten kommunistischen #Regimes und #Kongresses steht.
Gib uns einen kurzen Überblick über die sozialen Bewegungen und Kämpfe in Nepal in den letzten ein oder zwei Jahrzehnten. Was waren die wichtigsten Anliegen, die zu den Unruhen in der #Bevölkerung geführt haben?
Nach der maoistischen Revolution hat Nepal mehrere Wellen sozialer, wirtschaftlicher, geografischer und politischer Umbrüche erlebt. Zu den wichtigsten Problemen gehören die weit verbreitete #Kastendiskriminierung, eine tödliche Epidemie des #Menschenhandels mit #Wanderarbeitern, die durch den Mangel an Möglichkeiten im eigenen Land angeheizt wird, regelmäßige #Grenzkonflikte mit unseren atomar bewaffneten Nachbarn und eine politische #Korruption, die so dreist ist, dass sie zu einem erschreckend starken Wiederaufleben monarchistischer Gefühle im Land geführt hat.
Zu den #Volksbewegungen für Veränderungen gehörten der Kampf der #Madhesh um Rechte und Würde, Proteste gegen die Korruption in der #COVID-Ära unter dem Motto „Enough Is Enough” (Genug ist genug), nationalistische Streitigkeiten über Grenzgebiete wie #Lipulekh, die #Hungerstreiks von Dr. KC für eine bessere #Gesundheitsinfrastruktur, der Widerstand gegen räuberische #Hypothekenzinsen und die Verteidigung der #Gemeinschaftsflächen des Volkes der #Newar.
Diese Kämpfe werden von einem komplexen sozialen Gefüge angetrieben, das immer noch von #Patriarchat, #Kastenwesen und #Religion geprägt ist, während gleichzeitig verfassungsrechtliche Bemühungen um Repräsentation, #Meinungsfreiheit, wirtschaftliche Freiheit und #Föderalismus unternommen werden. Die wichtigsten politischen Organisationen sind die #Kongresspartei, maoistische und marxistisch-leninistische Parteien sowie royalistische Fraktionen. Darunter gibt es unabhängige Jugendgruppen, linke Räume und indigene Gemeinschaftsgruppen.
Historisch gesehen wurden die meisten Proteste von den großen politischen Parteien angeführt oder beeinflusst, obwohl spontane Jugend- und #Basisinitiativen zunehmend unabhängig agieren (einschließlich des jüngsten Aufstands der „Generation Z“).
„Heute wurden scharfe Munition gegen #Zivilisten, darunter auch #Kinder eingesetzt. Wir waren an vorderster Front. Wir haben gesehen, wie viele Menschen erschossen wurden.“
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews mit Black Book Distro, 22.09.2025, bei @CrimethInc
#Insurrection #Nepal #Uprising #Revolt #CapitalimsIsADeathCult #Maoismus #Anarchismus
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Morgen rebelliert Frankreich
Eine dezentrale, führerlose Bewegung strebt an, Frankreich am 10. September lahmzulegen, um einen deutlichen Protest gegen den Bankrott des #Macronismus zu demonstrieren.
Es ist ungewöhnlich, dass der Verlust eines Premierministers und seiner #Regierung nicht das Schlimmste ist, was einem amtierenden französischen Präsidenten in einer Woche passieren kann, aber diese Woche könnte eine Ausnahme sein. Emmanuel Macrons intellektuell bankrottes politisches Projekt geriet am Montagabend erneut ins Stocken, als sein Premierminister François #Bayrou nach dem Verlust eines #Vertrauensvotums in der #Nationalversammlung zum #Rücktritt gezwungen wurde. Die Zeichen standen an der Wand (an einigen Stellen sogar buchstäblich) – die Reaktion auf Bayrous vorgeschlagenen #Sparhaushalt, der eine Einfrierung der #Renten, #Kürzungen in Höhe von 44 Milliarden Euro und die #Streichung von zwei Feiertagen vorgesehen hätte, machte seinen Sturz unvermeidlich.Doch für #Macron droht eine noch größere Gefahr: die Gefahr direkter Aktionen seitens einer führerlosen, dezentralisierten Bewegung, die einen einfachen Aufruf zum Kampf hat – „Blockiert alles“. Die „Bloquons tout“, wie sie genannt werden, haben ihren Ursprung im Internet und haben sich zu einer #Massenbewegung entwickelt, die Parallelen zu den „Gilet Jaunes“ (Gelbwesten) von 2018-2020 aufweist, aber ein ganz anderes politisches Profil hat.
Viele der Teilnehmer sind zwischen 25 und 34 Jahre alt, oft sind es #Hochschulabsolventen, die aus einem anderen sozioökonomischen Umfeld stammen als die enttäuschten #Rentner, die die Blockaden der #Gelbwesten organisiert haben. Diese #Rebellen sind linksgerichtet, wie aktuelle Untersuchungen zeigen. Da die etablierten politischen #Parteien und #Gewerkschaften den Anschluss nicht verpassen wollen, haben sie sich die Unterstützung der# CGT, der Sozialistischen Partei und von Jean-Luc #Mélenchons La France Insoumise gesichert.
Die Energie kommt jedoch von außerhalb der Parteien und Gewerkschaften, da sich die französischen Behörden auf erhebliche Störungen in Zentren des linken Aktivismus wie #Nantes, #Rennes und #Lyon vorbereiten. Die Federation Anarchiste mobilisiert in Rennes, #Paris und ganz Frankreich, besetzt #Blockaden, ermutigt #Arbeiter zum Streik und sendet eine Online-Radiosendung, die über die Entwicklungen aus der Perspektive der Teilnehmer berichtet.
Französische Analysten sind sich uneinig darüber, ob Bayrous Rücktritt der „Block Everything”-Bewegung den Wind aus den Segeln nehmen wird. Einige behaupten, der Sturz der Regierung werde die Demonstranten demobilisieren, während andere behaupten, er werde sie „beflügeln”. Schätzungen der französischen Sicherheitsbehörden, wonach mit 100.000 Teilnehmern in ganz Frankreich zu rechnen sei, scheinen Wunschdenken ihrerseits und ein Versuch zu sein, die Demonstranten zu demotivieren.
„Block Everything“ steht für eine Ablehnung der konventionellen Politik, die sich in Frankreich wiederholt als unzureichend erwiesen hat. Mitte 2024, nach einem katastrophalen politischen Glücksspiel, bei dem Macron Neuwahlen ausgerufen hatte, um Marine Le Pen zu besiegen, führte seine Entschlossenheit, die linke Neue Volksfront, die eine Mehrheit der Sitze gewonnen hatte, auszuschließen, zu einer Krise nach der anderen und zu einem ständigen Wechsel der #Premierminister.
Jedes Mal, wenn ein Macronistischer Premierminister versucht, die rhetorische Temperatur in politischer Hinsicht zu erhöhen, wird deutlicher als zuvor, dass die französischen politischen Institutionen nicht in der Lage sind, die Veränderungen zu liefern, die jüngere Wähler wollen und brauchen, wobei einige Ökonomen behaupten, die fiskalische „Krise” sei übertrieben dargestellt worden.
Die Federation Anarchiste nutzt diesen Moment als Lehrstunde, wobei Genossen die durch den Aktionstag eröffneten Veranstaltungsorte und Räume nutzen, um die Natur und die Möglichkeiten des Anarchismus zu vermitteln. Obwohl ein Experte (zu Recht) feststellte, dass die CGT sich weit von ihren revolutionären Wurzeln zu Beginn des 20. Jahrhunderts entfernt hat, bleibt ihre Fähigkeit, #Arbeitsplätze zu bestreiken, von entscheidender Bedeutung. Von der Linken wurden Forderungen nach einem #Generalstreik laut.
Obwohl ein Generalstreik unwahrscheinlich ist, wurden #Besetzungen von #Arbeitsstätten und branchenübergreifende Aktionen diskutiert. Da auch die #Fluglotsen in der folgenden Woche streiken wollen, ist die Gefahr anhaltender Störungen real.
„Block Everything” verspricht, bedeutend zu werden, wobei einige Experten behaupten, dass es die größte Beteiligung seit den Ereignissen im Mai 1968 geben könnte. Unabhängig davon, ob dies eintritt oder nicht, stellt es eine große Herausforderung für Macrons Politik des #Zombie-#Neoliberalismus dar, wobei die Mainstream-Presse behauptet, Frankreich „könnte unregierbar geworden sein”. Wir können nur hoffen.
Quelle: punkacademic Tomorrow, France revolts via @freedomnews
Übersetzung: Thomas Trueten
#Anarchismus @[email protected] #FederationAnarchiste -
Trump hat gerade zugegeben, dass es in Gaza eine Hungersnot gibt, sich offen gegen Netanjahu gestellt und damit eingeräumt, dass Israel die Hungersnot verursacht, und Netanjahu direkt aufgefordert, alle humanitären Hilfslieferungen durchzulassen, was wiederum ganz klar bedeutet, dass der israelische Premierminister die Macht dazu hat und dafür verantwortlich ist, dass die Hilfe nicht die hungernden Kinder erreicht, die Trump im Fernsehen sieht. Ganz ehrlich, ich bin mir ziemlich sicher, dass Marco Rubio davon abgehalten werden musste, sich im Toilettenraum des Außenministeriums zu erhängen, nachdem er das gehört hatte. Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten im Grunde zugibt, dass Israel eine Massenhungersnot in Gaza herbeiführt, ist es schwer zu argumentieren, dass es sich nicht um Völkermord handelt; das eine bedeutet direkt das andere. Und wenn man einmal zugibt, dass Israel einen Völkermord begeht, bricht das Argument, dass sie Palästinenser nicht massenhaft abschlachten, weil sie Palästinenser sind, sondern „versuchen, die Hamas auszurotten“, völlig zusammen. Wie zum Teufel beantwortet Rubio die Frage, warum die USA die israelische Regierung weiterhin bewaffnen und unterstützen, wenn der Präsident selbst gerade diese Regierung beschuldigt hat, Kinder in Gaza absichtlich zu Tode zu hungern, während alle Kameras der westlichen Hemisphäre laufen?Dies dürfte wiederum katastrophale Auswirkungen auf die pro-genozidalen Verbündeten der #USA in Europa haben, die bereits in Aufruhr sind, da sich die öffentliche Meinung überwiegend gegen den Völkermord wendet und damit die meisten EU-#Spitzenpolitiker der Beihilfe zu diesen Verbrechen gegen die Menschlichkeit bezichtigt werden. Der britische Premierminister Keir Starmer soll Trump während der gesamten Reise wegen Gaza unter Druck gesetzt haben, da er sich selbst in einer selbstverschuldeten innenpolitischen Krise befindet, nachdem er siebzigjährige „radikale linke“ Omas wegen „Terrorismus“ verhaftet hat, um die Opposition gegen den Völkermord Israels in Gaza zum Schweigen zu bringen.
Es gibt eindeutig Risse in der Mauer des Schweigens, die Israel und seine Schweineimperium-Gönner schützt, während sie in Gaza einen Völkermord begehen. Nachdem wir nun seit fast zwei Jahren live mit ansehen müssen, wie Israel einen Baby-Holocaust gegen die Palästinenser in Gaza verübt, ist mir klar, dass Worte billig sind und Hoffnung die Massaker nicht stoppen wird. Die Wahrheit ist jedoch, dass die gesamte politische Klasse im Schweineimperium allmählich unter Druck gerät und auch Zynismus den Völkermord nicht aufhalten wird. Jetzt ist weder die Zeit für Hoffnung noch für Verzweiflung – es ist Zeit, weiter Druck auf das Völkermordteam auszuüben, bis diese Risse in der Mauer des Schweigens zu Spalten werden und schließlich zu Abgründen, die das ganze verfaulte Projekt zum Einsturz bringen werden.
Trump, Menschenhandelsflüge und ein globaler Gulag
Eines der am wenigsten untersuchten, vielleicht sogar aktiv vermiedenen Diskussionsthemen in der breiteren Debatte über das faschistische ethnische Säuberungsprojekt der Trump-Regierung sind die Bemühungen der Regierung, einen von Nick Turse als „globalen Gulag” bezeichneten Raum unsicherer Drittländer zu schaffen, die bereit sind, Menschenhändler zu akzeptieren, die die US-Regierung als „gefährliche Kriminelle” bezeichnet, die jedoch in vielen Fällen überhaupt keine nennenswerten Vorstrafen haben. Vielleicht getreu dem Motto „Aus den Augen, aus dem Sinn“ zeigen die US-Medien wenig Interesse daran, diesen Geschichten weiter nachzugehen, abgesehen von den mystifizierenden, entführungs- und deportationsfreundlichen Urteilen, die von einem faschistisch geprägten Obersten Gerichtshof mit einer Mehrheit von 6:3 gefällt werden. Wie mehrere Untersuchungen von The Intercept jedoch gezeigt haben, führt die Regierung weit mehr Deportationsflüge zu weitaus gefährlicheren Konzentrationslagern auf der ganzen Welt durch, als die Berichterstattung der Mainstream-Medien vermuten lässt.
In dieser Untersuchung von The Intercept vom 29. Juli 2025 überprüft Turse die eigenen Einschätzungen des US-Außenministeriums zur Menschenrechtslage sowohl in den Ländern, in die das Trump-Regime tatsächlich Menschen verschleppt hat, als auch in den Ländern, mit denen das Trumpenreich über die Zulassung dieser „Abschiebungen“ verhandelt. Zur Überraschung genau niemandes hat Foggy Bottom den allermeisten von ihnen eine schlechte Note gegeben – 91 % von ihnen, um genau zu sein.
Außenministerium: Trumps „Drittländer“ für Einwanderer haben schreckliche Menschenrechtsbilanz
„Die Länder, mit denen die Trump-Regierung zusammenarbeitet, um diese ausgewiesenen Einwanderer aufzunehmen, gehören laut den eigenen Berichten der US-Regierung zu den schlimmsten Menschenrechtsverletzern der Welt.
Seit dem 20. Januar wurden auf diese Weise mehr als 8.100 Menschen ausgewiesen, und die USA haben bisher Vorkehrungen getroffen, um Menschen in mindestens 13 Länder weltweit zu schicken. Von diesen wurden 12 vom #Außenministerium wegen schwerwiegender #Menschenrechtsverletzungen angeprangert.
Aber die Trump-Regierung hat ihr Netz für Abschiebungen in Drittländer noch viel weiter ausgeworfen. Die USA haben 64 Länder gebeten, sich an ihrem wachsenden globalen #Gulag für abgeschobene Einwanderer zu beteiligen. 58 davon – etwa 91 Prozent – wurden in den jüngsten Menschenrechtsberichten des Außenministeriums wegen Menschenrechtsverletzungen gerügt.
Angesichts der alarmierenden Zahl von Menschen, die von der Gestapo auf den Straßen zusammengetrieben werden, kann ich verstehen, dass Leute, die nicht genau hinschauen, denken, dass 8.100 entführte Migranten, die in Länder verschleppt werden, mit denen sie oft überhaupt nichts zu tun haben, nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind. Die Realität sieht aber so aus, dass diese #Abschiebeflüge, die oft nur fünf Personen befördern, eine der höchsten Prioritäten für das größere ethnische #Säuberungsprojekt des Schweinereichs darstellen, weil sie am schwierigsten zu stoppen oder rückgängig zu machen sind.
Deshalb hat die Trump-Regierung den Fall, um die einstweilige Verfügung gegen diese Abschiebeflüge in Drittländer aufzuheben, bis vor den Obersten Gerichtshof gebracht – wo Roberts und die anderen „Konservativen“ eine Lücke gefunden haben, um sie davonkommen zu lassen. Bitte denkt daran, dass die Regierung mit allen Mitteln für das Recht gekämpft hat, teure und ineffiziente Migrantenflüge durchzuführen, wenn ihr über die Bedeutung der restlichen Daten nachdenkt.
Konkret bedeutet das, wie Yael #Schacher von #RefugeesInternational gegenüber #TheIntercept erklärte, dass „die Trump-Regierung sich nicht um Menschenrechte schert und diese Abschiebungen in Drittländer als Strafe sieht”. Das ist eine sehr akademische Art zu sagen, dass wir Migranten absichtlich in instabile Gulags in Drittländern verschicken, weil wir sie auf die grausamste und schädlichste Weise verschwinden lassen wollen. Lass mich das anders sagen: Wir bezahlen Länder, die unser eigenes Außenministerium als Menschenrechtsverletzer anerkennt, damit sie Menschen in einigen der schlimmsten Kerker und unsichersten Orte der Welt verschwinden lassen, weil unsere weiße nationalistische Regierung es liebt, nicht-weiße Menschen zu verletzen und einen weißen oder zumindest deutlich weißeren amerikanischen Ethnostaat schaffen will.
Angesichts der großen Zahl von Ländern, mit denen die USA heimlich verhandeln (zum Zeitpunkt der Veröffentlichung mindestens 64), sind die Bedingungen, unter denen die verschleppten Migranten festgehalten werden, sehr unterschiedlich; aber wie aus den Berichten des Außenministeriums selbst hervorgeht, sind #Freiheitsentzug, #Misshandlung, #Folter und außergerichtliche #Morde in den meisten Drittländern, die US-Abschiebungsflüge akzeptieren, an der Tagesordnung. Zum Beispiel sind sowohl der #Südsudan als auch #Eswatini, die kürzlich acht bzw. fünf von der US-Regierung entführte Migranten aufgenommen haben, laut dem US-Außenministerium und den Vereinten Nationen zweifellos Brutstätten für außergerichtliche Tötungen und Folter.
Letztendlich ist es egal, was die Medien oder der Oberste Gerichtshof anerkennen wollen – all dies sind Verstöße gegen das Völkerrecht und in einigen Fällen Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Trump-Regierung kann sich alle politischen Richtlinien schreiben, die sie will, um sich zu entschuldigen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass dies ein absoluter Albtraum und Nazi-Scheiße ist, und alle Beteiligten sollten besser hoffen, dass Amerika nie wieder einen Tag ohne faschistische Herrschaft erlebt, sonst landen sie alle für sehr lange Zeit im Gefängnis.
Quelle: @AnarchoNinaAnalyzes / Nina Illingworth The Skinny: Friends and Enemies via Mastodon
Anarchosyndikalistische Autorin, Kritikerin und Analystin.
Meine Arbeiten findest du unter ninaillingworth.com und auf Mastodon.
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Übersetzung: Thomas Trueten [Mit freundlicher Genehmigung] (...) 4/4
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Es gibt bald eine Ⓐ-#Buchmesse vom 07.-09.11.2025 im Mehringhof #Berlin!
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ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
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Hierzulande praktisch unbekannt und wie viele Revolutionäre der Commune la Paris vergessen und verdrängt.Elisée Reclus: Fünf Ebenen sozial-ökologischer Praxis
Seine überzeugende und realistische revolutionäre Vision zeigt die Voraussetzungen für eine befreite Welt
Elisée Reclus (1830–1905) war einer der bedeutendsten #Geografen seiner Zeit, eine wichtige Figur des anarchistischen politischen Denkens und ein lebenslanger #Revolutionär, der eine aktive Rolle in der Pariser #Kommune und der Ersten Internationale spielte. Für einen politischen Denker des 19. Jahrhunderts war er außergewöhnlich, weil er sich sein ganzes Leben lang nicht nur für die soziale #Revolution engagierte, sondern auch für radikale #Ökologie, gegen #Patriarchat und für die #Gleichberechtigung von #Frauen, gegen #Rassismus und #Kolonialismus sowie gegen #Speziesismus und für #Tierschutz.Am bekanntesten ist Reclus für sein Werk „Neue Universelle Geographie“, ein 20-bändiges, 18.000 Seiten starkes Werk, das als größte #Einzelleistung in der Geschichte der #Geographie gilt. Reclus gilt weithin als Begründer der Sozialgeographie. Sein letztes #Werk, „Humanité et Terre“ (Menschheit und Erde), war eine 3500 Seiten umfassende Synthese aus Geographie, Geschichte, Anthropologie, #Philosophie und #Sozialtheorie und ist sein nachhaltigster Beitrag zum modernen #Denken. Das Werk beginnt mit der Aussage, dass „die Menschheit die Natur ist, die sich ihrer selbst bewusst wird“, und ist eine umfassende Darstellung der gesamten Geschichte der #Menschheit und der Erde sowie eines gemeinsamen planetarischen Schicksals, das sich durch ein tiefes Verständnis des großen Verlaufs der #Geogeschichte offenbart.
#Reclus' Geschichte der Menschheit und der Erde hat zwei Dimensionen. Die eine ist seine Darstellung des Prozesses der #Selbstverwirklichung des Menschen in dialektischer Wechselwirkung mit der #Natur. Er zeigt, wie das natürliche Milieu die menschliche Entwicklung prägt, während die Menschheit gleichzeitig zur Entfaltung und Blüte der natürlichen Welt beiträgt. Er zeigt, dass der Inhalt der Geogeschichte eine #Dialektik zwischen den schöpferischen Kräften der Freiheit und den einschränkenden Kräften der Herrschaft ist. Seine Idee, dass alle Phänomene der Geschichte sowohl progressive als auch regressive Aspekte enthalten und dass jede Tendenz sorgfältig analysiert werden muss, ist eines seiner einflussreichsten Konzepte.
Reclus zeigt, dass der historische Fortschritt vom Wachstum der gegenseitigen Hilfe (l’entr’aide) und der sozialen Zusammenarbeit abhängt – Ideen, die seinen jüngeren Kollegen #Kropotkin stark beeinflusst haben. Reclus behauptet, dass die vollständige Selbstverwirklichung der Menschheit in der Natur von einer sozialen Revolution abhängt, die mutualistische Praktiken in einer freien, egalitären, anarchistisch-kommunistischen Gesellschaft verwirklicht. Außerdem meint er, dass das Schicksal der Erde davon abhängt, ob die Menschheit soziale Institutionen und Praktiken aufbauen kann, die eine tiefe Sorge um die Natur und alle Lebewesen auf dem Planeten zeigen.
Die andere Seite von Reclus' #Weltgeschichtsdarstellung konzentriert sich auf die lange Geschichte der #Herrschaft. Er kritisiert den zentralisierten bürokratischen Staat und den industriellen Kapitalismus ziemlich heftig, sieht aber andere Formen der Herrschaft nicht als untergeordnete Bereiche. Er war ein radikaler #Feminist und ein vehementer Gegner der männlichen Dominanz sowie ein glühender Gegner aller Formen von Rassismus und der eurozentrischen Herabwürdigung indigener Kulturen. Er war ein früher Kritiker der ökologischen Zerstörung durch rücksichtslose #Industrialisierung und technologische #Rationalisierung und prangerte bereits in den 1860er Jahren die Zerstörung alter Wälder an. Darüber hinaus war er ein unermüdlicher Verfechter des ethischen #Vegetarismus und der humanen Behandlung von Tieren.
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Weiterlesen in meiner Übersetzung der Analyse von John P Clark: Elisée Reclus: 5 levels of social-ecological practice, 5. Juli, via @freedomnews / freedomnews.co.uk
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Remember Walt Whitman
Heute in der Geschichte der Arbeiterbewegung - 31. Mai 1819: Der Dichter Walt Whitman wurde geboren. Whitman brachte 1855 seinen ersten und berühmtesten Gedichtband, Leaves of Grass, auf eigene Kosten raus. Er wurde wegen seiner Sinnlichkeit als obszön kritisiert. Während des Bürgerkriegs meldete er sich freiwillig in #Krankenhäusern, um Verwundete zu pflegen. Viele glauben aufgrund seiner Schriften, dass Whitman schwul oder bisexuell war, obwohl dies von einigen Historikern bestritten wird. Oscar# Wilde traf Whitman 1882 in den Vereinigten Staaten und sagte dem Aktivisten für #Homosexuellenrechte George Cecil #Ives, dass Whitmans sexuelle Orientierung außer Frage stehe: „Ich habe noch immer den Kuss von Walt Whitman auf meinen Lippen.“ Whitman wird von vielen als Amerikas erster und größter #ichter angesehen. Er inspirierte viele, die nach ihm kamen, darunter Ezra #Pound, Langston #Hughes, #Kerouac, #Ginsberg, F#erlinghetti, Gary #Snyder und June #Jordan.
Whitmans Engagement für #Solidarität inspirierte viele #Linke der späten 1800er und frühen 1900er Jahre, darunter Emma #Goldman und die #WW, die Kopien von Whitmans Gedichten in Form des Little Blue Book an ihre Mitglieder verteilte. Bartolomeo #Vanzetti, Elizabeth Gurley #Flynn und Ralph #Chaplin bezeichneten Whitman ebenfalls als ihre #Inspiration. Er inspirierte auch den kubanischen Dichter und Revolutionär José #Martí sowie Pablo #Neruda und Jorge Luis #Borges.
Via: trueten.de
Quelle: https://kolektiva.social/@MikeDunnAuthor/114603241424442651 @MikeDunnAuthor #Literatur #Anarchismus #LBTQIA
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Die Waldbrände werden kommen: Ein Interview mit Toby Shone
Der ehemalige politische Gefangene redet über seinen Anarchismus, das 325-Projekt und den Widerstand gegen die physischen und mentalen Gefängnisse, die uns alle umgeben.
Du hast kürzlich über die Wichtigkeit von Solidarität und Verbindungen zwischen Gefangenen und ihren Unterstützern draußen gesprochen. Kannst du uns Beispiele für diese Art der gegenseitigen oder kollektiven Stärkung im Kampf gegen die ständige Unterdrückung durch das Gefängnis nennen?
Kurz bevor ich 2024 freigelassen wurde, gab es im C-Flügel des HMP Garth in Leyland, wo ich festgehalten wurde, gewaltsame Zellendurchsuchungen durch eine Spezialeinheit der Gefängniswärter, die als National Search Team bekannt ist. Das #NST übernahm den Trakt mit Hunden und Schutzausrüstung. Die #Razzia fand Zelle für Zelle statt, begleitet von sinnloser Brutalität. Wir wurden zu zweit mit Handschellen gefesselt und in einen verschlossenen Nassraum gebracht. Einige Gefangene wurden geschlagen, misshandelt und viele unserer Sachen wurden zerstört. Einige der Jungs wehrten sich, überschwemmten ihre Zellen, schlugen gegen ihre Türen oder spielten aus Protest laut Musik. Am nächsten Tag weigerte sich der ganze Trakt, nach der morgendlichen Freistunde in die Zellen zurückzukehren. Als lautstarker und unkontrollierter Mob forderten wir die sofortige Rückgabe der beschlagnahmten Sachen, den Ersatz der beschädigten Sachen und verurteilten die Gewalt. Das führte dazu, dass die Wärter zurückwichen. In diesem Moment konnten die Wärter nichts machen, weil wir alle zusammen und ohne Anführer handelten. Am Ende der Mittagspause war der Streik vorbei.
Ähnliches erlebte ich, als einer der Gefangenen aus Depressionen oder Hoffnungslosigkeit heraus ums Leben kam. Demonstrationen vor den Gefängnissen, in denen ich festsaß, waren ebenfalls ein starkes Erlebnis, das sowohl die Wärter als auch uns beeindruckte. Vor allem, wenn Feuerwerkskörper den Nachthimmel erhellten und die Genossen draußen kämpferisch waren. Ich fand, dass sich die anderen Gefangenen in diesem weitgehend systemfeindlichen und kriminellen Umfeld im Allgemeinen gegenseitig unterstützten. Immer wenn ich verlegt oder in eine andere Zelle gebracht wurde, kamen die Jungs aus der Zelle, um zu sehen, ob es mir gut ging und ob ich etwas brauchte. Ich half anderen bei ihren #Gerichtsverfahren oder bei der Gefängnisverwaltung und versuchte, gemeinsame Interessen und Subversives zu finden. Wir versuchten, uns gegenseitig zu unterstützen, und wenn ich ein Problem hatte, brachten die Jungs auch ihre Forderungen vor. In den meisten Gefängnissen des Landes gibt es jeden Tag Verweigerungen und Proteste gegen die Bedingungen und die Behandlung. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich während meiner Haft von Verweigerungen der #Gefängnisarbeit und #Streiks gehört habe. Das ist sehr verbreitet, ebenso wie das Klettern auf die Netze, die die Treppenabsätze trennen, um gegen die Behandlung und die schlechten Bedingungen zu protestieren.
Als ich hörte, dass Genossen draußen revolutionäre Solidarität leisteten, spürte ich unsere Kraft innerhalb des Gefängnisses, das kann ich sagen. Von den Berichten über die direkten Aktionen im Fall #Adream in #Chile, #Frankreich, #Italien, #Indonesien und auf der ganzen Welt bis hin zu den #Telefonaktionen, die ich aus dem Gefängnis heraus zu Treffen von Genossen draußen durchführen konnte, spürte ich die Wärme der Genossen. Auch das Wissen um die zensierten Briefe und Bücher, die #Solidaritätsfonds und #Benefizveranstaltungen war großartig.
Für Leser, die 325 nicht kennen: Was kannst du uns über das Projekt und seinen Inhalt sagen?
325 ist ein anarchistisches Netzwerk für Gegeninformation und direkte Aktion. Im November 2020 hat die niederländische Anti-Terror-Polizei auf Anfrage ihrer deutschen und englischen Kollegen den Server nostate.net geschlossen, auf dem die Website von 325 gehostet wurde. Die Website war eine langjährige Informationsplattform für allgemeine Nachrichten, Berichte, Kommuniqués, Publikationen, Veranstaltungshinweise usw. Die Website deckte hauptsächlich #Europa, #Lateinamerika und #Südostasien ab. 325 ist auch ein #Printmagazin, das unregelmäßig erscheint, und das Kollektiv hat Dutzende von Publikationen herausgebracht, darunter den Newsletter Dark Nights, der eine eigene Website hat.
Im Laufe der Jahre hat sich 325 an einem sich entwickelnden partizipativen internationalen Netzwerk beteiligt, das auf direkter Aktion und der Unterstützung von Gefangenen basiert und Raum für verschiedene Strömungen anarchistischer, antikapitalistischer und zivilisationskritischer Gruppen bietet. In den letzten Ausgaben des Magazins hat sich der Schwerpunkt der Analyse etwas auf die tiefgreifenden neuen industriellen Veränderungen in #Produktion und #Technologie verlagert, wie künstliche Intelligenz, #Biowissenschaften und #Automatisierung. Das Archiv der 325-Website ist ein wichtiges Dokument des sozialen und bewaffneten revolutionären Kampfes über mehrere Jahre hinweg in Europa und international. Das Projekt begann 2003 und wird fortgesetzt.
Ich hab den Begriff „Anti-#Psychiatrie“ zum ersten Mal in 325 gesehen. Es gibt viel zu sagen über die Schnittpunkte dieser Agenda mit dem Anarchismus, aber du könntest uns auch einfach erzählen, warum ihr es damals für wichtig gehalten habt, das Thema anzusprechen.
Das war eine gemeinsame Entscheidung, die aus verschiedenen Einflüssen auf die frühe Gruppe in Brighton entstanden ist. Ich kann unsere Erfahrungen mit veränderten Bewusstseinszuständen und dem Zusammenbruch auferlegter sozialer Konditionierung erwähnen. Einige aus unserer ursprünglichen Gruppe hatten Erfahrungen mit psychiatrischer/psychologischer Kontrolle und geschlossenen Einrichtungen, und wir alle interessierten uns für den Einsatz der Psychoanalyse zur politischen Unterdrückung, für die Arbeit von Wilhelm #Reich, R. D. #Laing, das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK) und die anarchistische Analyse der Beziehung des Individuums zur postindustriellen Gesellschaft.
Unser Genosse aus der Schweiz, der in den 2000er Jahren an einem frühen Anti-Zivilisations-Netzwerk in Europa beteiligt war, verfasste das Anti-Psychiatrie-Manifest „Reclaim Your Mind: An Urgent Message for all those who have or are in danger of being labelled mentally ill“ (Befreit euren Geist: Eine dringende Botschaft an alle, die als psychisch krank eingestuft wurden oder davon bedroht sind), das in der ersten Ausgabe des Magazins „325“ veröffentlicht wurde. Obwohl es im Kollektiv im Laufe der Jahre unterschiedliche Perspektiven zu diesem Manifest gab, ist die allgemeine Position, dass die Gesellschaft #Pathologie fördert und dass Medikalisierung letztendlich schädlich ist, ebenso wie Inhaftierung. Bei der Anti-Repressions-Versammlung, die im März letzten Jahres vom Anarchist Black Cross #ABC im #Cowley Club in #Brighton organisiert wurde, hat ein Genosse aus #Schweden beschrieben, wie Genossen von den Behörden statt ins Gefängnis in psychiatrische Einrichtungen gesteckt werden, um ihre Fälle aus der #Öffentlichkeit zu nehmen und sie wegen ihrer anarchistischen Ideen zu einer medizinischen „Behandlung“ zu zwingen.
Das war eine Taktik, die das National Security Team und die Anti-Terror-Polizei während meiner Inhaftierung und nach meiner Freilassung unter Auflagen gegen mich angewandt haben. Es ist sehr wichtig, das anzusprechen, weil solche Kontrollen von diesen Behörden routinemäßig eingesetzt werden und sie versuchen werden, sie wo immer möglich gegen Anarchist*innen und die radikale Linke anzuwenden.
Die #Gesetzgebung schränkt den Spielraum für gewaltfreie Ausdrucksformen von Unzufriedenheit immer weiter ein, mit härteren Strafen für Störungen durch Massen oder sogar kleine Gruppen und mit polizeilichen Befugnissen zur Auflösung gewaltfreier Menschenansammlungen. #Während die Organisatoren des Climate Camps präventiv durchsucht wurden, konnten die rechtsextremen Angriffe im letzten Sommer nicht verhindert werden. Wie kommt es, dass der britische Staat mitten in einer globalen faschistischen Machtübernahme so besessen von den Krümeln des Widerstands von unten ist?
Nun, wir dürfen den kleinsten Ausdruck von #Dissens und #Rebellion niemals unterschätzen, denn sie alle haben Macht. Wenn das Regime die Funken nicht erstickt, wird es zu einem #Flächenbrand kommen. Auch wenn ich mit den Positionen des bürokratischen Teils der meisten dieser Gruppen nicht übereinstimme, freue ich mich über ihre Erfolge und wünsche mir, dass sie sich zu einer revolutionären Bewegung entwickeln. Alle wirksamen Proteste werden auf #Unterdrückung stoßen. Aus dem #Gefängnis habe ich im Fernsehen die Eskalation der Sachbeschädigungen gegen #Waffenfirmen, die mit Israel Geschäfte machen, während des andauernden Völkermords in #Gaza, die Sperrung von #Autobahnen und die Zerstörung von #Barclays-#Banken gesehen. Die radikale #Linke, #Ökologen und #Anarchisten sind im Grunde die einzige #Opposition in Großbritannien.
Seit sie am 18. Juni 1999, dem Globalen Aktionstag, von antikapitalistischen #Ausschreitungen mit Schäden in Millionenhöhe überrascht wurde, hat sich der Staat zum Ziel gesetzt, die soziale Bewegung zu manipulieren und in eine Sackgasse zu führen. Die Frage nach der Taktik und Energie innerhalb der Bewegung, nach Aktionen kleiner Gruppen und Massenprotesten, die eine echte Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen könnten, indem sie Situationen schaffen, die außerhalb der Kontrolle aller liegen – das erfordert unsere Bereitschaft, uns zu organisieren und unsere Kämpfe zu vernetzen, das ist unsere Herausforderung. Wenn wir eine #Revolution wollen, erfordert das kontinuierliche #Subversion und #Aufstände. Dieses System ist auf #Krieg, #Mord und #Völkermord ausgerichtet, es wird nicht durch #Wahlen oder# Proteste allein gestoppt werden können. Der britische #Staat war schon immer Teil der globalen faschistischen #Machtübernahme, das #Regime bereitet sich ständig auf städtische #Unruhen, #Terrorakte, individuelle und #Massenaufstände vor. Die Genoss*innen, die oft Teil der #Untergrundgruppen sind, kommen in der Regel aus der sozialen Bewegung, und deshalb investiert der Staat viel Zeit und Energie, um herauszufinden, wer Teil dieser Bewegungen ist und in welche Richtung sie sich entwickeln.
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Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Wildfires will begin: An interview with Toby Shone von Elizabeth Vasileva erschienen bei @freedomnews am 1. Juni 2025
#Anarchismus #Anarchism #Knast #Solidarität #Britannien #England #Psychatrie
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Heute in der Geschichte der #Arbeiterbewegung: 18. Mai 1814: Der russische #Anarchist und Philosoph Michail #Bakunin wurde geboren. In #Paris lernte er in den 1840er Jahren #Marx und #Proudhon kennen, die ihn früh beeinflussten. Später wurde er wegen seiner Ablehnung der russischen Besetzung #Polens aus #Frankreich ausgewiesen. 1849 wurde er in #Dresden wegen seiner Beteiligung am #Prager #Aufstand von 1848 verhaftet. Die Behörden schickten ihn zurück nach #Russland, wo er inhaftiert und 1857 nach #Sibirien verbannt wurde. Er konnte aber über #Japan fliehen und floh in die USA und dann nach #England.1868 trat er der Internationalen #Arbeiterassoziation bei und wurde Anführer der schnell wachsenden anarchistischen Fraktion. Er setzte sich für #Föderationen selbstverwalteter Fabriken und Kommunen als Ersatz für den #Staat ein. Dies stand im Gegensatz zu Marx, der dafür eintrat, dass der Staat zur Verwirklichung des #Sozialismus beitragen sollte. 1872 wurde Bakunin aus der #Internationale ausgeschlossen. Bakunin hatte Einfluss auf die #IWW, Noam #Chomsky, Peter #Kropotkin, Herbert #Marcuse, Emma #Goldman und die spanische #CNT und #FAI.
Source: @MikeDunnAuthor ==> https://kolektiva.social/@MikeDunnAuthor/114529434250916952
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🖤❤️ Heute gab es eine Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus bei der es tolle Beiträge gab und wir gemeinsam ein Zeichen für Frieden und gegen Faschismus, aber auch gegen Rassismus, Antisemitismus und Antifeminismus setzen! 🏴🚩
Wie jedes Jahr gab es auch heute zum 8. Mai gute Redebeiträge und tolle Musik. Diesmal gab es auch einen Gedichtsbeitrag der Villa Ten Hompel gegen Faschismus. Schon in der Kindheit beginnt der Faschismus, wenn es heißt, dass Kinder nicht mit anderen Kindern spielen dürfen, weil sie anders seien, eine andere Herkunft hätten. Faschismus muss verhindert werden - von Klein auf bis ins höchste Alter.
Es wurde an den Schwur von Buchenwald erinnert, bei dem es heißt: "Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel".
Eine berührende Rede von Esther Bejarano wurde über die Lautsprecher abgespielt und brachte die Demonstrierenden aber auch Passant*innen zum Nachdenken.
Zwei Lieder vorm Veranstaltungsende wurde der Kranz ausgelegt und eine Schweigeminute eingelegt.
Auf der heutigen Gedenkveranstaltung wurde gemeinsam gesungen, gelacht und geweint. Vielen Dank für diese wichtige und schöne Veranstaltung @vvnbda_muenster
Der 8. Mai muss ein Feiertag werden!
#8mai #tagderbefeiung #befreiung #tierbefreiung #nazifrei #gegenrechts #refugeesarewelcome #keinvergebenkeinvergessen #erinnernheissthandeln #vvn #vvnbda #demo #mahnwache #gedenkfeier #münster #muenster #militär #pazifismus #friedenschaffenohnewaffen #antifa #antifams #161 #antifaschismus #anarchismus #gegendenveteranentag #befreiungvomfaschismus
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🖤❤️ Kommt am Donnerstag, dem 8. Mai, um 18 Uhr mit zur Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus zum Zwinger! 🏴🚩
@vvnbda_muenster :
"Ein durchgeknallter Milliardär zelebriert den Hitlergruß, wird dafür bejubelt. Eine faschistische Ministerpräsidentin von Italien ist der Ankerpunkt für die Festung Europa gegen jede Migration. Und alle Länder in der sogenannten "Wertegemeinschaft" EU machen mit. Eine neue Bundesregierung setzt vor allem auf Repressionen und Abschottung in der Migrationspolitik und die Abschaffung des Asylrechts. Alles Anzeichen für einen vor Jahren in dieser Dimension noch unvorstellbaren Rechtsruck. Faschistische, rassistische und andere menschenfeindliche Einstellungen und Bewegungen werden zunehmend normalisiert.Diesen Einstellungen und den Bewegungen dahinter gilt unser Augenmerk und unser Widerstand der nächsten Jahre wird diese als Ziel haben. „Kriegstüchtigkeit“ wird der eigentlich erstrebten Friedensfähigkeit entgegengesetzt. Das Vermächtnis des Widerstands gegen den Faschismus ist in diesen Zeiten des Rechtsrucks und erstarkenden Faschismus besonders wichtig. Eines der ersten Zeichen für den Zusammenbruch des deutschen Faschismus war die Selbstbefreiung im KZ Buchenwald am 11.April 1945. Häftlinge aus mehreren Ländern kamen dort zusammen, um den Schwur von Buchenwald zu leisten: „Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“
Die deutsche Bevölkerung hat sich nicht selbst befreit. Antifaschist*innen wurden denunziert, verfolgt, eingesperrt, gefoltert und ermordet. Trotz Widerstands auch im Inneren war die Mehrheit der Bevölkerung verstummt oder folgte der NaziIdeologie bis zum bitteren Ende. Die Shoa mit 6 Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden und der Porajmos mit über 100.000 ermordeten Sinti und Roma sind die größten Verbrechen. Ebenso der Vernichtungsfeldzug gegen die sowjetische Bevölkerung mit über 27 Millionen ermordeten Menschen. Weltweit wurden im Zweiten Weltkrieg über 65 Millionen Menschen ermordet
In Münster wollen wir am 8. Mai 2025 der Befreiung vom Nazi-Regime gedenken und für Frieden in Europa und der Welt ein Zeichen setzen."📍 8. Mai 2025, 18 Uhr am Zwinger (Promenade)
#8mai #tagderbefeiung #befreiung #tierbefreiung #nazifrei #gegenrechts #refugeesarewelcome #keinvergebenkeinvergessen #erinnernheissthandeln #vvn #vvnbda #demo #mahnwache #gedenkfeier #münster #muenster #militär #pazifismus #friedenschaffenohnewaffen #antifa #antifams #161 #antifaschismus #anarchismus #gegendenveteranentag #befreiungvomfaschismus
ENGLISH:
Commemoration of the 80th anniversary of the liberation from fascism
A crazed billionaire celebrates the Hitler salute and is applauded for it. A fascist Italian prime minister is the anchor point for Fortress Europe against all migration. And all countries in the so-called "community of values" EU are joining in. A new German government is focusing primarily on repression and isolation in migration policy and the abolition of the right to asylum. All signs of a shift to the right that was unimaginable on this scale just a few years ago. Fascist, racist, and other misanthropic attitudes and movements are becoming increasingly normalized.
Our attention is focused on these attitudes and the movements behind them, and our resistance in the coming years will have them as its goal. "War capability" is contrasted with the actually desired capacity for peace. The legacy of resistance against fascism is particularly important in these times of a shift to the right and a rise in fascism. One of the first signs of the collapse of German fascism was the self-liberation of the Buchenwald concentration camp on April 11, 1945. Prisoners from several countries gathered there to take the Buchenwald Oath: "The destruction of Nazism and its roots is our motto. The construction of a new world of peace and freedom is our goal."
The German population did not liberate itself. Antifascists were denounced, persecuted, imprisoned, tortured, and murdered. Despite resistance, including within Germany, the majority of the population remained silent or followed Nazi ideology to the bitter end. The Shoah, with 6 million murdered Jews, and the Porajmos, with over 100,000 murdered Sinti and Roma, are the greatest crimes. The same applies to the extermination campaign against the Soviet population, with over 27 million murdered people. Over 65 million people worldwide were murdered during World War II.
In Münster, on May 8, 2025, we want to commemorate the liberation from the Nazi regime and set a precedent for peace in Europe and the world. -
Raumpatroullie myASS - Folge 1:
Live long & prosper & eat the rich!
🍿🍿🍿Gemeinwohlorientierte Raumfahrt ist möglich! Das atemberaubende myGruni-Weltraum-Epos!
Binge-Watch now!!! 👀👀👀👀👀👀Die Besatzung des Antinational Space Ships myASS ist auf der Suche nach intergalaktischen Freundschaften und erkundet neue Lebensformen. In Folge 1 trifft die Crew auf eine Gruppe Faschistoiden vom Planeten Nimm. Doch die stehen sich mit ihren unlogischen Egoismen selbst im Weg.
Mit Warp Antrieb unterwegs für das gute Leben für alle! Von der autonomen Straßensozialarbeit zum Tag der autonomen Space-Worker_innen! Auf in neue Welten! 🖖 :antifa: :bi_cycle: :anarchoheart1:
#B0105 #ErsterMai #myASS #myGruni #RespectCyclists #Raumfahrt #StarTrek #WeltraumFürAlle #Fairteilen #Berlin #Grunewald #TagDerRaumfahrt #IntergalaktischerAnarchismus #Anarchismus #GemeinsamStattEinsam #Sozialarbeit
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Peter Gelderloos: Wie Gewaltfreiheit den Staat schützt
https://anarchistischebibliothek.org/library/peter-gelderloos-wie-gewaltfreiheit-den-staat-schutzt #Gewaltfrage #Gewalt #Staatsgewalt #Gewaltforschung #Gewaltfreiheit #Attentatismus #Anarchismus
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#LibertäreBuchseiten #GWR497
Erich Mühsam in Oranienburg
Wichtige Impulse für die Anarchismus-Forschung
#Anarchismushttps://www.graswurzel.net/gwr/2025/03/erich-muehsam-in-oranienburg/
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Anarchismus und die neue Welle der Militarisierung (Teil 1)
Ein paar Gedanken darüber, wo wir uns befinden, während wir an der Schwelle zu einem Jahrzehnt stehen, das von einem Wandel hin zu einem bewaffneten Nationalismus geprägt sein wird
In der Flut von kapitalen Nachrichten, die wir im letzten Monat hatten, war die Ankündigung einer europaweiten massiven #Aufrüstung bei weitem die folgenreichste für unsere kriegsentfremdeten Inseln.
Nach den schwindelerregenden #Ausgabenplänen Deutschlands und der EU sowie der verspäteten Erkenntnis der lokalen Mächte, dass die #Auslagerung der #Produktion an Konkurrenten vielleicht keine gute #Strategie war, sieht das Versprechen der #Labour-Partei, 2,5–3 % des BIP für die #Verteidigung auszugeben, nicht einmal wie das aggressivste Engagement aus.
Aber es scheint wahrscheinlich, dass das nächste Jahrzehnt auf mehreren Ebenen von Veränderungen geprägt sein wird, wobei der weitere Aufstieg rechtsextremer politischer Gruppen mit einem militärischen #Revival, einer permanenten #Neuausrichtung des „Great Game“ und höchstwahrscheinlich der Aufgabe von #Umweltverpflichtungen einhergeht, selbst wenn die Folgen der #Klimakrise buchstäblich in unser tägliches Leben eindringen.
Während wir auf diese #Katastrophe für die #Arbeiterklasse der Welt zusteuern (die gezwungen sein wird, die Kosten und Folgen zu tragen, während man ihr gleichzeitig sagt, dass sie selbst daran schuld ist), können und sollten die #Anarchisten #Großbritanniens daran arbeiten, sie zu stoppen. Aber wir müssen auch bedenken, dass wir, wie in den meisten der letzten vier Jahrzehnte, nicht über die nötigen Mittel verfügen werden, um dies zu tun oder es auch nur zu verlangsamen. Was sind unsere #Stärken, #Schwächen, #Chancen und #Risiken als Bewegung mit begrenzten Mitteln?
Stärken
Seien wir ehrlich, physisch haben wir im Moment nicht viele. Es gibt viele unverbundene lokale Gruppierungen, eine kleine (wenn auch lebhafte) Szene von #Hausbesetzern, ein paar Orte wie „Freedom“ oder „Star and Shadow“, ein paar Kooperativen wie „Radical Routes“, Verlage wie „Active“, etwas rechtliche Unterstützung, ein soziales #Randnetzwerk und so weiter. Das soll nicht heißen, dass es kein Potenzial gibt – wir haben schon früher ernsthafte Fortschritte gemacht. Die letzten drei Wellen anarchistisch geprägter Aktivitäten, 1999–2003, 2010–2013 und die Bewegung für gegenseitige Hilfe 2020–2021, sind noch nicht aus dem Gedächtnis verschwunden und haben viele Lehren zu ziehen. Außerdem gibt es eine große Welle von Ehemaligen, die möglicherweise von einem Angebot begeistert werden könnten, das einige Lektionen darüber gelernt hat, wie man Bewegungen nicht nur inspiriert, sondern auch aufrechterhält.Im Gegensatz zu unseren frenetischen Freunden in der #sozialdemokratischen und #gewerkschaftlichen Szene kämpfen wir nicht am falschen Ende eines Challenge-Fail-Zyklus und tatsächlich wurden viele unserer Vorhersagen über die Mängel des Corbynismus voll und ganz bestätigt. Wir haben ein hervorragendes aktuelles Beispiel für spontane gegenseitige #Massenhilfe (#Covid), auf das wir verweisen können, wenn wir für den (Wieder-)Aufbau dezentraler #Solidaritätsnetzwerke in der Arbeiterklasse plädieren. Obwohl es uns an großen föderalen Organisationen fehlt, die das ganze Land abdecken können, verfügen wir über Räume, die als Knotenpunkte für schnelles Wachstum dienen könnten, sowie zumindest über einige freundschaftliche Kontakte zu Zentren, die von Gleichgesinnten betrieben werden (Friends Meeting Houses, #Arbeitervereine, #Arbeitergenossenschaften und dergleichen).
Und trotz all der vielen Schrecken, die vor uns liegen, wird unsere #Politik wahrscheinlich durch das zunehmend repressive Verhalten der #Regierungen im In- und #Ausland schärfer konturiert werden. Die britische Öffentlichkeit hat sich im letzten Jahrzehnt insgesamt erstaunlich gleichgültig gezeigt, wenn es um den Schutz ihrer eigenen #Freiheiten ging. Sie schaute weg, als Proteste auf von der #Polizei genehmigte Spaziergänge reduziert wurden, während direkte Aktionen kriminalisiert und #Gefängnisstrafen verhängt wurden, während die Innenstädte im ganzen Land unter die ständige Beobachtung der gläsernen Augen von #BigBrother gestellt wurden. Wir können auf jahrelange Warnungen verweisen und Maßnahmen vorschlagen, wenn das eine oder andere Ereignis, das durch die neue Ordnung der Dinge ausgelöst wurde, die Öffentlichkeit dazu bringt, aufmerksam zu werden.
Die übliche linke, respektable Politik hat zu diesen Angriffen wenig Bemerkenswertes zu sagen, außer „das ist schlecht, mkay“, während der Free #Englishman Ruuule #Britannnia, der sogenannte Pro-Freiheits-Mob (Spiked!, rechte Broadsheets usw.) dies entweder ignoriert oder aktiv zu mehr anstachelt. Anarchisten sind eine der wenigen Gruppierungen, die nicht nur konsequent vor einem Problem gewarnt oder vage über #Westminster gejammert haben, das sich absolut nicht darum schert, sondern sich auch dafür eingesetzt und manchmal Maßnahmen ergriffen haben, um es zu bekämpfen. Während der Phase der Anti-Masken-#Pandemie haben einige unserer verschwörerischeren Genossinnen und Genossen alles gegeben. Wenn wir klug vorgehen, gibt es viel Spielraum für Gegenwehr. Wir verfügen über aktuelles und historisches Know-how über den wahren Stand der Gesetze und unsere gepriesenen „Freiheiten“, was uns auf der Straße einen übergroßen Einfluss verschafft, wenn Schocks wie eine Welle des militärischen #Nationalismus über uns hereinbrechen.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Anarchism and the New Military Wave (pt.1) von Rob Ray bei @freedomnews
#Militarisierung #Britain #England #Deutschland #NATO #OTAN #Antimilitarismus #Strategiediskussion #Anarchismus
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Ein unfreiwilliger Soldat im Kulturkrieg oder: Es ist mir ehrlich gesagt nicht so wichtig, trans zu sein, aber hier sind wir nun einmal
Ich habe mir den #Kulturkrieg nicht ausgesucht, der Kulturkrieg hat mich ausgesucht. Wenn ich auf mich allein gestellt wäre, würde ich gerne wieder so tun, als wäre mir mein #Geschlecht scheißegal. In meinem Kopf sind meine Pronomen sowieso „ich/mir/mein“. Ich schaue nicht jeden Morgen in den Spiegel und denke: „Ah, ja, da bin ich, eine wunderschöne Transfrau.“ Ich suche nur nach Muttermalen, die vielleicht eine Biopsie benötigen. Ich rasiere mir nicht das Gesicht und denke dabei: „Das mache ich besser, damit ich eine bessere Transfrau werde!“ Ich möchte einfach nur wie ich aussehen, also benutze ich einen Rasierer, um mich wie mich aussehen zu lassen, denn #Covid hat meine Laser-Haarentfernung unterbrochen und ich bin noch nicht dazu gekommen, von vorne anzufangen.
Wenn ich jedoch die Straße entlanggehe, denke ich, je nachdem, wie ich gekleidet bin, tatsächlich: „Hier gehe ich, eine Transfrau, die Straße entlang.“ Nicht, weil ich das Gefühl habe, dass ich auf eine bestimmte Art und Weise gehen muss, sondern weil meine #Sicherheit davon abhängt, dass ich mir bewusst bin, wie andere mich wahrnehmen. Das #Geschlecht fühlt sich weniger wie etwas an, das ich bin, sondern wie andere Menschen mit mir umgehen.
Ich stelle mich den Leuten nicht als Margaret vor und denke: „Oh Mann, ich kann es kaum erwarten, dieser Person klarzumachen, dass ich eine Transfrau bin!“, sondern weil Margaret mein Name ist. Wenn ich die für mich wichtigen Beschreibungen auflisten würde, stünde „Trans“ nicht ganz oben auf der Liste. #Anarchist, #Schriftsteller, #Punk, #Grufti, sogar einfach „#Frau“ würde vor trans kommen. Woran ich glaube, was ich der Welt biete, wie ich meine Zeit verbringe, meine Ästhetik, all das ist für mich so viel wichtiger als mein Geschlecht.
Und doch stehe ich hier mit meinen Freunden im Zentrum eines Kulturkrieges.
Ich mag den Kulturkrieg nicht einmal. Der Kulturkrieg ist eine Ablenkung, die von den Mächtigen geschaffen wurde, um den Rest von uns dazu zu bringen, untereinander zu kämpfen. Ich muss mich jedoch dagegen wehren, denn die einzige andere Option ist, ihn zu verlieren. Es ist wie bei Menschen, die der #Ukraine sagen, sie solle den Frieden suchen – natürlich wollen die Menschen in der Ukraine #Frieden, aber wenn man nicht derjenige ist, der einen Krieg begonnen hat, ist der einzige Frieden, der einem angeboten wird, der Frieden des Gefangenen oder der Frieden des Grabes.
In dem Kulturkrieg, an dem ich teilnehme, sind Kompromisse nicht möglich, denn die Trans-Position lautet: „Wir sollten gleichberechtigt mit Cis-Menschen leben dürfen“, und die Anti-Trans-Position lautet: „Versteck dich wieder und/oder stirb.“
Wir haben nicht um Krieg gebeten, aber der Krieg ist da. #Antikriegsbewegungen machen nur Sinn, wenn sie sich gegen den #Aggressor richten. „Gebt dem Frieden eine Chance“ war ein guter Slogan in den USA während des# Vietnamkriegs, aber er hätte nicht so viel Sinn ergeben, wenn man in #Vietnam gelebt hätte.
Es ist ein unwirkliches Gefühl, für etwas kriminalisiert zu werden, das sich wie ein so kleiner Teil dessen anfühlt, wer ich bin, aber so funktioniert Unterdrückung nun einmal. Manche Frauen legen Wert darauf, Frauen zu sein, anderen Frauen ist es egal, Frauen zu sein, und das hat noch nie eine von uns, Cis- und #Transfrauen, davon abgehalten, von der #patriarchalischen Gesellschaft unterdrückt zu werden.
Es ist also sinnvoll, sich nach Geschlecht oder einer anderen unterdrückten Position zu organisieren. Es ist sinnvoll, stolz darauf zu sein, Teil der feministischen Bewegung zu sein, Teil des Kampfes für die Befreiung der #Queers. Ich bin stolz darauf, Teil einer Linie zu sein, zu der auch die #Stonewall-Unruhen gehören. Noch stolzer bin ich jedoch, Teil einer Linie zu sein, zu der auch Willem Arondeus gehört, der niederländische Schwule, der mit seinen schwulen Freunden in #Amsterdam die Akten der #Nazis verbrannte. Seine letzten Worte vor seiner Hinrichtung, die an seine lesbische Anwältin weitergegeben wurden, lauteten: „Lasst es alle wissen, dass #Homosexuelle keine Feiglinge sind.“
Ich habe in meinem Leben noch nie eine #Pride- oder #Trans-Flagge gehisst. Ich bin keineswegs dagegen, aber ich hatte immer das Gefühl, dass meine Flagge das solide Schwarz des #Anarchismus oder das Schwarz und Rot des #Anarchokommunismus ist. Meine Flagge ist das Schwarz mit gekreuzter Sense und Speer, mit der Aufschrift „Tod der Bourgeoisie“ in russischer Sprache, die von den Rebellen in #Kronstadt gehisst wurde, die zuerst gegen den Zaren und dann gegen die #Bolschewiki kämpften, die die neuen Zaren wurden. Für mich bedeutet queere Befreiung die Befreiung aller Menschen von allen Herrschern. „Sieg oder Tod!“ in einem Krieg gegen die #Oligarchie zu rufen, klingt verdammt queer.
Jetzt, in einer Welt, in der Staaten daran arbeiten, sowohl geschlechtsbejahende Fürsorge als auch #Transidentität völlig zu kriminalisieren, ist meine Flagge wohl auch eine #Regenbogenflagge. Meine Flagge besteht auch aus einem Bündel Streifen in Babyfarben. Das sind jetzt meine Flaggen, weil aus irgendwelchen absolut schwachsinnigen Gründen ein großer Prozentsatz der Menschen von ihren rechtsgerichteten Herrschern davon überzeugt wurde, dass es die wichtigen Themen des Tages sind, was in den Hosen der Menschen steckt und wen die Menschen lieben.
Die Leute sagen, dass der Kulturkrieg eine Ablenkung ist, was wahr ist. Es ist nur nicht die Art von Ablenkung, die man ignorieren kann. Beim Boxen lenkt der Jab vom Cross ab, aber das bedeutet nicht, dass man den Jab ignorieren kann.
Der Kulturkrieg wird von unseren Feinden geführt, um zu spalten und zu erobern, um uns davon abzuhalten, #Autoritarismus und #Oligarchie zu bekämpfen. Es ist jedoch besser, den Kulturkrieg nicht als Fata Morgana zu betrachten, als etwas, das man ignorieren kann, sondern als einen der Schergen unseres Feindes. Stell dir das Ganze wie ein altes Final-Fantasy-Spiel vor (das ist das Trans-Frauen-bezogenste, was ich heute sagen werde). Du hast deinen Bosskampf, gegen den großen bösen #Faschismus. Er hat einen Haufen Schergen vor sich ausgebreitet. Wenn du einen dieser Schergen besiegst, taucht an seiner Stelle ein anderer auf, bis du den Faschismus besiegt hast. Die Sache ist jedoch die, dass diese kleinen Schergen dir die ganze Zeit Schaden zufügen. Vielleicht kämpfen wir nicht „zuerst“ gegen sie, aber wir kämpfen gegen sie zur gleichen Zeit, in der wir gegen den Faschismus kämpfen.
Die Sache ist jedoch die: Wenn dies unser Endgegner in Final Fantasy ist, sind wir nicht allein hier. Es gibt noch andere in unserer Gruppe. Wir alle haben ein Interesse an diesem Kampf (und es gibt noch andere Schergen, die vor ihm liegen).
Ich denke mindestens einmal pro Woche an etwas, das mir ein alter Bergarbeiter erzählt hat, als ich das erste Mal viel Zeit in West Virginia verbracht habe. Er war gerade aus dem Gefängnis entlassen worden, weil er gegen den #Kohleabbau auf Berggipfeln protestiert hatte, und er sprach davon, wie er Ende der 60er Jahre in den #Appalachen gegen den Krieg protestiert hatte. „Wir standen mit unseren Antikriegsschildern an einer Straßenecke, die #Schwulenrechtsaktivisten mit ihren Schildern an einer anderen Ecke und die #Schwarzenbefreiungsbewegung mit ihren Schildern an einer weiteren Ecke. Dann wurde uns klar, dass wir alle viel lauter und mächtiger wären, wenn wir alle an derselben Ecke stehen würden, also haben wir uns zusammengetan.“
Es geht um „mitmachen oder untergehen“, und zwar jetzt. Ich habe genug Geschichte gelesen, um zu wissen, dass ich das wörtlich meine. Ich glaube nicht, dass in meinem Leben in diesem Land jemals mehr auf dem Spiel stand. Wenn wir uns nicht für die #Palästinenser einsetzen, wenn wir uns nicht für #Migranten einsetzen, wenn wir uns nicht für Queers einsetzen, wenn wir nicht zusammenstehen, dann ... nun, wir haben alle das Gedicht gelesen.
Zur Übersetzung des Beitrags An Unwilling Soldier in the Culture War or: I honestly don't really care that much about being trans but here we arevon @margaret
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Einladung zum Anarchistischen Stammtisch Mannheim
Jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr findet der Anarchistische Stammtisch Mannheim im ASV statt. Ein Ort um sich kennenzulernen und auszutauschen.Der ASV befindet sich im Hinterhaus der Beilstraße 12 im Jungbusch. Einfach durchgehen.
WAS: Anarchistischer Stammtisch Mannheim
WANN: Jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr / 12.02.2025 um 19:30 Uhr
WO: ASV Mannheim, Beilstraße 12, Mannheim-Jungbusch (Im Hinterhaus)
ÖPNV: Teufelsbrücke (Bus) oder Dalbergsraße (Straßenbahn)
RAUCHEN: Rauchfreie Veranstaltung, rauchen ist auf der Terrasse möglich.
Weitere Infos:
Instagram: https://instagram.com/anarchistischers…
Fediverse: https://anonsys.net/u/anarchistischers…
Kalender: https://rheinneckar.events/@termine_an…
Website: anarchistischerstammtisch.net (comming soon)
#AnarchistischerStammtisch #Mannheim #Anarchismus #Rhein-Neckar #Jungbusch #ASV #2025-03-12 #2025-04-06
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Neu im Comenius-Antiquariat 10.2.2025.
https://buchantiquariat.com/de/neue-artikel
#antiquariat #buchantiquariat #books #comenius_antiquariat #DeutscheLiteratur #Erstausgaben #Briefwechsel #Briefsammlung #DeutscheLiteratur #DeutscheLiteraturOesterreich #Philosophie #Christentum #Theologie #Anarchismus #Paedagogik #Tolstoi #Reformpaedagogik -
Einladung zum Anarchistischen Stammtisch Mannheim
Jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr findet der Anarchistische Stammtisch Mannheim im ASV statt. Ein Ort um sich kennenzulernen und auszutauschen.Der ASV befindet sich im Hinterhaus der Beilstraße 12 im Jungbusch. Einfach durchgehen.
WAS: Anarchistischer Stammtisch Mannheim
WANN: Jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr / 12.02.2025 um 19:30 Uhr
WO: ASV Mannheim, Beilstraße 12, Mannheim-Jungbusch (Im Hinterhaus)
ÖPNV: Mark-Twain-Center (Bus) oder Rheinstraße (Straßenbahn)
RAUCHEN: Rauchfreie Veranstaltung, rauchen ist auf der Terrasse möglich.
Weitere Infos:
SIGNAL Stammtisch Heidelberg: signal.group/#CjQKIF9Uv1PKqqCp…
TELEGRAM: Stammtisch Heidelberg: https://t.me/+XkhXEzLAqqhlMGIy
Instagram: instagram.com/anarchistischers…
Fediverse: anonsys.net/u/anarchistischers…
Kalender: rheinneckar.events/@termine_an…
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#AnarchistischerStammtisch #Mannheim #Anarchismus #Rhein-Neckar #Jungbusch #ASV #2025-02-12 #2025-02-04
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Von allen Seiten auf das Ding einhämmern oder: Danke, Diane DiPrima
KEINE METHODE FUNKTIONIERT, wir müssen alle von allen Seiten auf das Ding einschlagen, um es zu Fall zu bringen. –Diane di Prima, Revolutionary Letter #8
Ich habe letztes Wochenende in einer Kleinstadt in West Virginia einen Vortrag gehalten und eine Lesung gehalten, und bei allem, was in der Welt vor sich geht, brauchte ich einen Moment, um mich auf das Lesen von #Belletristik zu konzentrieren. Wenn ihr euch an die #Krise vor drei Tagen im Vergleich zu den Krisen dieser Woche bis jetzt erinnert, war der US-#Präsident damit beschäftigt, mit anderen Staats- und Regierungschefs der Welt Mutproben zu machen und damit zu drohen, die gesamte #Weltwirtschaft zum Absturz zu bringen. Mein vor dem Haus geparkter Truck war mit Grundnahrungsmitteln beladen, die ich auf dem Weg zum Vortrag abgeholt hatte.Ich habe trotzdem etwas #Folklore gelesen, und ich bin froh, dass ich das getan habe, denn ich brauchte einen Moment der Leichtigkeit, einen Moment, um zu sehen, wie eine Kunstgemeinschaft einer Kleinstadt zusammenkommt. Ich brauche auch die veganen Cupcakes, die jemand für die Veranstaltung gebacken hat. Danach haben wir uns unterhalten.
In den letzten Wochen wurde ich sehr oft gefragt, in der einen oder anderen Variante der Frage: „Was zum Teufel sollen wir tun?“ Ich bin schüchtern, wenn es um Antworten geht, denn was weiß ich schon? Ich bin in dieser Scheiße genauso verloren wie alle anderen. Wenn ich auf zwanzig Jahre Proteste zurückblicke, fühlt es sich manchmal so an, als würde ich auf eine Reihe von Misserfolgen zurückblicken.
Dann wird mir klar: Auf Misserfolge zurückzublicken und daraus zu lernen, ist genau das, was wir tun sollten. Und dann, wenn man das Ganze noch größer betrachtet, wird einem klar: Diese Proteste waren keine Misserfolge.
Wir leben nicht in einer #Utopie, das ist wahr. Wo ich lebe, driftet (oder läuft) die #Dystopie jeden Tag näher und näher. Nichts von dem, was die #Rebellen vor uns getan haben, hat also „funktioniert“, da sie keine stabile, perfekte Gesellschaft geschaffen haben.
Aber nach diesem Maßstab hat auch nichts von dem, was die #Reaktionäre getan haben, funktioniert, denn wir leben nicht in der Hölle, in der wir ihrer Meinung nach leben sollten. Wir leben an einem wunderschönen, schrecklichen Ort voller wunderbarer und schrecklicher Dinge, die ineinander übergehen. Jedes bisschen Sicherheit und Glück in unserem Leben wurde mit der Arbeit und dem Blut sozialer Bewegungen erkauft, die vor uns kamen.
Die #Proteste, an denen ich teilgenommen habe, waren kein Fehlschlag. Die Proteste gegen die #Globalisierung von 1999 bis 2003 waren weitaus erfolgreicher darin, die #Ausplünderung des globalen Südens zu stoppen, als wir damals dachten. Auf einer persönlicheren Ebene war einer der ersten Proteste, an denen ich 2002 teilgenommen habe, für Leonard #Peltier, der diesen Monat aus dem Gefängnis entlassen wird, weil er fünfzig Jahre lang organisiert hat.
Ich habe also letztes Wochenende in #WestVirginia diese Rede gehalten und danach haben wir darüber gesprochen, was zu tun ist. Der Kern, der Kern des #Organisierens, war, dass sie beschlossen haben, sich regelmäßig zu treffen und zu reden. Das war's. Das ist der Kern des Organisierens. Möchtest du wissen, was ich denke, was du tun solltest? Du solltest #Gleichgesinnte in deiner Umgebung finden – einige davon kennst du bereits, andere nicht – und mit ihnen reden. Sprich über die Probleme, mit denen du konfrontiert bist, die Probleme, mit denen du wahrscheinlich konfrontiert sein wirst, und darüber, was man dagegen tun kann.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Shoving at the Thing From All Sides or: thanks, Diane di Prima von @margaret : Von allen Seiten auf das Ding einhämmern oder: Danke, Diane DiPrima
#Anarchismus #Eskapismus #BeatGeneration #BeatNiks #Literatur #DiPrima
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Einladung zum Anarchistischen Stammtisch Mannheim
Jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr findet der Anarchistische Stammtisch Mannheim im ASV statt. Ein Ort um sich kennenzulernen und auszutauschen.Der ASV befindet sich im Hinterhaus der Beilstraße 12 im Jungbusch. Einfach durchgehen.
WAS: Anarchistischer Stammtisch Mannheim
WANN: Jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr / 12.02.2025 um 19:30 Uhr
WO: ASV Mannheim, Beilstraße 12, Mannheim-Jungbusch (Im Hinterhaus)
#AnarchistischerStammtisch #Mannheim #Anarchismus #Rhein-Neckar #Jungbusch #ASV #2025-02-12 #2025-02-04
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Während der Wind durch die Bäume rauscht oder: Brettspiele, Stürme und die Gewalt der Handlung
(...) Ich muss euch nicht wirklich die Neuigkeiten erzählen, und das ist auch nicht wirklich meine Aufgabe, aber diese Woche hat die Regierung eine Art Kollektivstrafe gegen Trans-Personen und „DEI“ [gemeint ist #Diversity, #Equity, #Inclusion (#Vielfalt, #Gerechtigkeit, #Inklusion), Anm. d. Ü.] im Allgemeinen verhängt, indem sie die #Bundesmittel für alle einfriert, bis alle nachweisen können, dass ihre Projekte nicht „eine #Woke-Agenda“ oder „#Gender-Ideologie“ fördern. Man sollte meinen, man sollte hoffen, dass dies die Mitte-Rechts-Partei gegen den Mann aufbringen würde, der ihnen alles wegnimmt. Viel wahrscheinlicher ist es, dass die T#aktik der #Regierung aufgeht und die Menschen ihre Wut gegen die #Schwulen und #Lesben richten und wir aus unseren #Arbeitsplätzen in staatlich finanzierten Programmen vertrieben werden. Ich hoffe, fast schon verzweifelt, dass ich mich irre.
In einem Beitrag, den ich gesehen habe, wurde es als eine Art #Kristallnacht bezeichnet, die Nacht, in der #Nazis massenhaft jüdische Geschäfte angriffen. Ich glaube nicht, dass dieser Vergleich übertrieben ist. Was jetzt mit dem Einfrieren der Mittel und der Prüfung gegen eine „Woke-Agenda“ geschieht, ist kein Moment physischer Gewalt oder der Zerstörung unseres Eigentums, aber es ist ein Moment, der uns aus dem öffentlichen Leben verdrängen soll.
Ihr wisst das wahrscheinlich schon, aber ich muss immer daran denken, dass die erste #Bücherverbrennung der Nazis die des Instituts für #Sexualwissenschaft in #Berlin war, der ersten trans-affirmativen #Klinik und# Forschungsstelle in der westlichen Welt.
Die Mustererkennung wird euch jedoch täuschen. Die #Geschichte wiederholt sich nicht. Sie reimt sich, oder sie kehrt zu bestimmten Refrains zurück. Und ich mag den Refrain nicht, zu dem sie gerade zurückzukehren scheint, denn ich bin gerne am Leben und ich mag es, dass meine #Familie am Leben ist.
Ich habe einen kanadischen Freund, der nachts von #Albträumen aufwacht, in denen er bei einer US-#Invasion stirbt. Ich habe einen jüdischen Freund, der darüber spricht, wie viel eine #Nasenkorrektur kosten würde, um sein Erbe zu verbergen. Ich habe andere Freunde, die düstere Gedanken im Kopf haben, Gedanken, die sie vielleicht nicht überleben würden.
Die Menschen organisieren sich auch. Mein Posteingang ist voll von Direktnachrichten, auf die ich nicht weiß, wie ich antworten soll, darüber, was wir tun können, wie sich Menschen engagieren können. Alte #Radikale kommen aus der Versenkung, neue Radikale kommen aus der ... woher auch immer neue Radikale kommen. Wahrscheinlich auch „aus der Versenkung“. Die Versenkung ist voller guter Menschen.
Der faschistische# Staat will, dass wir verzweifeln. Ihr Ziel ist es, uns durch #Schock und Ehrfurcht zu betäuben und uns durch schiere #Überwältigung zur #Unterwerfung zu zwingen. Diese #Taktik Schock und Ehrfurcht, ist nicht die Taktik von jemandem, der sicher ist, zu gewinnen.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages "While the Winds Shake the Trees or: board games and storms and violence of action" von @margaret in unserem Blog: "Wenn der Wind durch die Bäume rauscht..."
#Anarchismus #Antifa #Antirepression #Nordamerika #Resilienz #Widerstand #Trump
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Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)
Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“
Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.
Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.
Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.
Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.
Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?
Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.
Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?
Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“
Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).
Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien