#anarchismus — Public Fediverse posts
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Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie
Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026
#Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus
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Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie
Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026
#Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus
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Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie
Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026
#Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus
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Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie
Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026
#Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus
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Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)
Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.
Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeitern und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.
Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.
(...)
Weiterlesen bei trueten.de.
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Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)
Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden. Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeitern und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus. Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.
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Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)
Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.
Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeitern und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.
Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.
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Die schönsten Attentate des letzten Jahrhunderts Nr. 15: Leon Frank Czolgosz vs. William McKinley (#POTUS No. 25)
Leon Frank #Czolgosz wurde 1873 in #Alpena als Sohn polnischer Immigranten geboren. Er hatte sieben Geschwister. Die Familie zog nach #Detroit und später nach #Ohio. Dort verließ Czolgosz bereits im Alter von zehn Jahren den elterlichen Haushalt, um mit zweien seiner Brüder bei der American Steel and Wire Company zu arbeiten. Dort kam es oft zu #Streiks, worauf die Brüder entlassen wurden.
Mit 16 Jahren arbeitete er in einer Glasfabrik. Nachdem er mehrfach Auseinandersetzungen zwischen streikenden #Arbeitern und der #Polizei erlebt hatte, erlitt er 1898 einen Nervenzusammenbruch und kehrte zu seiner Familie zurück. Allerdings lehnte er ihre katholischen Anschauungen ab. Darüber geriet er oft in Streit mit seiner Stiefmutter und entfremdete sich gegenüber seiner Familie immer mehr. Er wurde ein Anhänger der Anarchistin Emma #Goldman und besuchte viele ihrer öffentlichen Reden. Unter ihrem Einfluss begeisterte er sich für die Idee des #Anarchismus.
Als der italienische Anarchist Gaetano #Bresci am 29. Juli 1900 den italienischen König #Umberto I. ermordete, war Czolgosz davon so stark beeindruckt, dass er beschloss, seinerseits den US-amerikanischen Präsidenten zu töten.
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:anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam
1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.
🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.
📆23. September 2026
🕑16:00 Uhr
📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
🫰Teilnahmegebühr: 9 €
Anmeldung: https://www.bildungswerk-bayern.de/muenchenprogramm#Mühsam #ErichMühsam #Anarchismus #Revolution #Geschichte #History #GustavLandauerInitiative #Anarchismus
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:anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam
1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.
🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.
📆23. September 2026
🕑16:00 Uhr
📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
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:anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam
1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.
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:anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam
1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.
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:anarchoheart2: Stadtführung in München: Liebe in Zeiten des Kriegs - Zenzl und Erich Mühsam
1908 ließ sich Erich Mühsam in München nieder und knüpfte in den Kaffeehäusern und Kneipen der Bohème zahlreiche Bekanntschaften. Im Café Glasl in der Amalienstraße lernte er auch seine spätere Frau Zenzl Elfinger kennen. Gemeinsam gingen sie in den Jahren des Ersten Weltkriegs und in den nachfolgenden Revolutionsmonaten durch Dick und Dünn, bis Erich Mühsams Verhaftung 1919 das Paar für fast sechs Jahre trennte.
🆕 Auf dem Rundgang werden neue Archivfunde und Bilder zu Zenzl Mühsam vorgestellt.
📆23. September 2026
🕑16:00 Uhr
📍 Treffpunkt: Amalienstraße 36
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#brd #israel #palästina : #gaza / #westjordanland / #opt / #linke / #buch / #rezension
„Der Sammelband über das Verhältnis von #Anarchismus und #Antisemitismus lässt Raum für Fragen und Zweifel und lädt zur Diskussion ein.“
Siehe auch:
Gerhard Hanloser:
»LINKER ANTISEMITISMUS«
Zur Kritik eines KampfbegriffsISBN: 978399136-525-9
Erschienen: März 2026
https://www.mandelbaum.at/buecher/gerhard-hanloser/linker-antisemitismus/autorin/ -
For a world without prisons or states!
Erinnerungskultur von Unten in der Woche der Solidarität mit Anarchistischen Gefangenen
‚Die „Week of Solidarity with Anarchist Prisoners“ #WOSWAP findet erneut statt, wie immer vom 23. bis 30. August. Die internationale Kampagne mit dem sperrigen Titel reicht bis 2013 zurück. Ins Leben gerufen hat es das Anarchist Black Cross.‘
Wir sind nicht alle! #UntilAllAreFree
https://potsdams.schwarze-tinte.info/erinnerungskultur-von-unten/
Auch im Fediverse @woswap#WOSWAP2026 #Solidarity #Anarchismus #Anarchy #Knast #AntiKnast
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Neu im Comenius-Antiquariat 29.4.2026.
https://buchantiquariat.com/de/neue-artikel
#antiquariat #buchantiquariat #books #comenius_antiquariat #Philosophie #Bildhauerei #Plastik #Sculpture #Helvetica #Schweiz #Bernensia #Protestantismus #Reformierte #Kirchengeschichte #Anarchismus #Germanistik #Literaturgeschichte #Kunstsammlung #Sammlungskatalog #Ticinensia -
Iranische Anarchisten: „Wir machen weiter mit dem Organisieren und Widerstand“
Zweites Interview mit der Anarchist Front über Unterdrückung und Widerstandsfähigkeit, regionalen Krieg und Internet-SperrenAls ihr das letzte Mal mit Freedom gesprochen habt, breiteten sich die Proteste im Iran schnell aus und wurden immer heftiger, aber die Unterdrückung wurde auch immer stärker. Könnt ihr uns sagen, was seitdem passiert ist und was eure Gruppe gemacht hat?
Seit unserem letzten Interview hat sich die Lage im #Iran auf gewaltsame und beispiellose Weise verändert. Die weit verbreiteten Proteste in vielen Städten wurden mit harter #Repression beantwortet. #Sicherheitskräfte haben #Demonstranten mit scharfer Munition angegriffen; Tausende wurden getötet oder verletzt, Zehntausende wurden verhaftet. Eine Atmosphäre strenger Sicherheitsvorkehrungen hat sich im ganzen Land ausgebreitet. Es gibt auch Berichte und dokumentierte Beweise dafür, dass unter den aktuellen #Kriegsbedingungen einige Gefangene an Orten festgehalten werden, die Luftangriffen ausgesetzt sind, und praktisch als menschliche Schutzschilde benutzt werden.
Inmitten dieser Situation, bevor die Bewegung die Chance hatte, sich neu zu organisieren, kam es zu einer weiteren Entwicklung: Am 28. Februar 2026 begannen groß angelegte Militärangriffe der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran, bei denen Hunderte von Zielen im ganzen Land getroffen wurden. Mehrere hochrangige Kommandeure und Politiker der Islamischen Republik wurden bei diesen Angriffen getötet, und das Land befindet sich nun im Kriegszustand. Die Machtstruktur der Islamischen Republik steht vor einer schweren Krise, doch die politische Zukunft des Landes bleibt ungewiss und umstritten.
US-amerikanische und israelische Streitkräfte haben zahlreiche Ziele im Iran angegriffen, wobei neben militärischen Zielen auch Zivilisten getötet wurden. Gleichzeitig hat die Islamische Republik ihre #Raketenkapazitäten genutzt, um Ziele in der Region anzugreifen. Diese Auseinandersetzungen bedrohen das Leben von Millionen von Menschen in der gesamten Region, und bisher haben Hunderte von Zivilisten ihr Leben verloren. Die historischen Erfahrungen der Region zeigen auch, dass ausländische Interventionen selten zu echter Freiheit geführt haben und oft neue Formen der #Herrschaft, #Instabilität und geopolitischen #Konkurrenz mit sich gebracht haben.
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews mit Mitgliedern der iranischen Anarchist Front von Gabriel Fonten Iranian anarchists: “We continue to organise and resist” vom 10. März 2026
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Eine Kritik der Strategie der Massenmobilisierung
In der Literatur zu sozialen Bewegungen geht es bei der Strategie der #Massenmobilisierung um eine Reihe von Strategien, die auf riesigen #Versammlungen, massiver physischer Präsenz und symbolisch-materiellem Druck der #Bevölkerung basieren, um die politische Ordnung zu knacken. Bei dieser Strategie wird die Ansammlung von Menschen mit der Ansammlung von Macht gleichgesetzt, und man geht davon aus, dass die Unterdrückungskräfte angesichts einer sehr großen Menschenmenge machtlos oder zögerlich werden.
Diese Annahmen werden aber mittlerweile stark kritisiert. Es ist klar, dass eine große Menschenmenge eine symbolische Funktion haben kann, um die Moral der #Demonstranten zu stärken, aber eine große Menschenmenge bedeutet nicht automatisch mehr Macht. Politische #Macht braucht eine effektive und flexible #Organisation und #Struktur, Taktiken und Strategien; eine große #Menschenmenge lässt sich nicht so einfach lenken, und die Umstände können unerwartete und unkontrollierbare Auswirkungen auf sie haben.
Da diese Taktik mit minimaler Ordnung funktioniert und sich auf die Anzahl der Menschen sowie kollektive Emotionen und Gedanken stützt, können selbst kleine Störungen (informativ, kommunikativ, physisch-psychologisch usw.) einen Dominoeffekt auslösen, den Zusammenhalt zerstören und letztendlich zum Scheitern der gesamten Taktik führen. Andererseits teilen viele Menschen kein klares gemeinsames Ziel, keine einheitliche Vorstellung vom nächsten Schritt und keine gleiche Risikobereitschaft.
In #Krisenzeiten führt diese #Heterogenität zu Verwirrung und Uneinigkeit. Aus strategischer Sicht muss eine effektive Kraft in der Lage sein, rechtzeitig die Richtung zu ändern, anzuhalten, voranzukommen und sich zurückzuziehen. Eine Massenbewegung ist jedoch in unterschiedlichem Maße zustimmungsabhängig, die Entscheidungsfindung verläuft langsam, emotionale Reaktionen werden verstärkt, sodass diese Strategie nur eine geringe Flexibilität aufweist und nur einmal angewendet werden kann.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des englischsprachigen Reposting: "A Critique of the Mass Mobilization Strategy" des persischen Textes «نقد استراتژی میدان میلیونی von Daikatuo.
Mit Dank an @gorekhaa G.R.K. für die Information.
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#Heute im #radio um 21Uhr wird die #RoteNote ausgestrahlt! Ihr könnt sie auf der #wuestewelle hören, 96,6 mh in #Tuebingen #Reutlinge und #Rottenburg oder auf http://wueste-welle.de
Oder nachhören auf http://agathemulot.fr/rotenote
#anarchismus #anarchie #links #antifa #musik #freiesradio #chanson #lied #lieder #liedermacher #politk #politisch #linksextrem #noafd #pacifismus #peace #frieden #antimilitarismus #pax #kommunismus
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Jeder von uns ist ein unvollkommener Genosse oder: Eine Armee von Verlierern kann nicht verlieren
1887, nach einem der dramatischsten und ungerechtesten #Prozesse in der Geschichte der USA, stieg ein deutscher #Einwanderer und Spielzeugmacher namens George #Engel in #Chicago auf das Schafott. Seine Hinrichtung war alles andere als öffentlich – das #Gefängnis war mit Maschinengewehren umzingelt, für den Fall, dass #Anarchisten oder ihre Verbündeten beschließen sollten, den Ort zu stürmen, um ihre gemarterten Genossen zu befreien.
Drei weitere Männer waren mit ihm dort. Einer war sein Freund Adolph #Fischer. Ein weiterer, Albert #Parsons, sprach Englisch statt Deutsch. Der andere Mann war jedoch August #Spies (ausgesprochen „Speez“, wie ich gehört habe).
Dieser verdammte Kerl.
Engel hasste Spies. Sie hatten seit über einem Jahr nicht mehr miteinander gesprochen. Sehen Sie, damals gab es in Chicago mehr als eine deutschsprachige anarchistische Zeitung. Engel und Fischer arbeiteten für „Der Anarchist“, die radikale Zeitung, die sich dafür einsetzte, dass Einzelpersonen und kleine Gruppen direkte Aktionen gegen den #Kapitalismus durchführen sollten. Spies arbeitete für die gemäßigte Zeitung „Arbeiter-Zeitung“, die sich für den Aufbau einer #Massenbewegung einsetzte, mit der die kapitalistische Ordnung gestürzt werden sollte.
Für den Staat spielten ihre Differenzen keine Rolle, er legte ihnen allen die Schlinge um den Hals. So starben die Männer, die wir als die #Haymarket-Märtyrer kennen und aus deren Andenken ein Großteil der modernen #Arbeiterbewegung hervorgegangen ist.
Keiner von uns in unseren Bewegungen, die für eine bessere Welt kämpfen, ist ein perfekter Mensch.
Albert Parsons ist vielleicht der berühmteste der Haymarket-Märtyrer, vielleicht (und zu Unrecht) weil er derjenige war, der in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Vielleicht auch, weil er mit einer der berühmtesten #Gewerkschaftsorganisatorinnen der Geschichte verheiratet war, der unsterblichen #Lucy Parsons, die jahrzehntelang öffentlich und lautstark an ihn erinnerte, während sie Arbeiter zum Handeln aufrief.
Ihre Ehe war illegal – Albert war weiß, Lucy schwarz.
Albert Parsons ist durch seine Arbeit und sein Martyrium eine der wichtigsten Figuren nicht nur in der Geschichte des #Anarchismus, sondern auch in der Geschichte der #Arbeiterbewegung. Er verbrachte auch Jahre seines Lebens als Soldat der #Konföderierten, was oft vergessen wird. Er wurde nicht eingezogen, sondern meldete sich freiwillig. Tatsächlich log er bei seiner Anmeldung, was sein Alter anging, denn er war noch ein Kind, als er loszog, um für eines der schlimmsten Systeme zu kämpfen, die die Welt je gesehen hat.
Ich sage das nicht, um den Mann oder sein Andenken zu verunglimpfen, sondern um zu sagen: Keiner von uns ist ein Engel.
Wenn es in der Geschichte einen klareren Weg der Erlösung für einen ehemaligen Konföderierten gibt, habe ich ihn nicht gefunden. Er war buchstäblich ein Kind, als er in den #Krieg zog, und vielleicht ist das einzige entscheidende Merkmal, das Kindheit von Erwachsensein unterscheidet, dass wir Kinder für ihre Handlungen nicht moralisch verantwortlich machen.
Nach dem Krieg widmete Albert Parsons sein Leben dem Kampf gegen alles, wofür die #Konföderation stand, und wurde regelmäßig angegriffen (unter anderem wurde er einmal angeschossen), weil er sich für die Registrierung schwarzer Wähler in #Texas einsetzte. Nachdem er und Lucy nach Chicago gezogen waren (wo ihre Ehe trotz der Zugehörigkeit zum Norden rechtlich nicht anerkannt wurde), hatten sie genug von der Sinnlosigkeit reformistischer Politik, genug davon, mit anzusehen, wie ihre Genossen von rechten #Milizen und der #Polizei erschossen wurden, und begannen, sich mit den überwiegend aus Einwanderern bestehenden anarchistischen #Sozialisten zu organisieren.
Als dann 1886 jemand bei einer Arbeiterkundgebung eine #Bombe auf die Polizei warf (zwei Tage nachdem die Polizei bei einer anderen Kundgebung das Feuer eröffnet und mehrere Menschen getötet hatte), setzte die Polizei die #Rechtsstaatlichkeit außer Kraft, um alle Anarchisten in der Stadt zu verhaften. Die #Repression richtete sich vor allem gegen die Herausgeber der Zeitungen, so dass Albert untertauchte und sich bei einem gemäßigteren sozialistischen Freund auf einer Farm in einiger Entfernung versteckte.
Als Albert jedoch erkannte, dass den Anarchisten, insbesondere den ihm bekannten #Zeitungsredakteuren mit Migrationshintergrund, die Todesstrafe drohte, stellte er sich, um sich solidarisch mit ihnen vor #Gericht zu verantworten.
Wahrscheinlich tat er dies, weil er glaubte, dass sie vor Gericht gewinnen würden, da er noch immer Illusionen über die #Gerechtigkeit des #Rechtssystems hegte. Es gab keine Beweise dafür, dass einer von ihnen die Bombe geworfen hatte. Keiner von ihnen wurde überhaupt beschuldigt, die Bombe geworfen zu haben. Sie wurden wegen der Herausgabe von Zeitungen vor Gericht gestellt und gehängt.
Wenn ich ehrlich bin, hätte ich Albert Parsons wahrscheinlich nicht gemocht. Alles, was ich über ihn oder von ihm gelesen habe, lässt mich glauben, dass er ein übereifriger Aktivist war, der sich selbst in den Mittelpunkt stellte und bei Versammlungen nie den Mund hielt.
Wir müssen uns nicht mögen, um solidarisch zu sein, denn der Staat hat kein Problem damit, uns Seite an Seite am #Galgen stehen zu lassen.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes Each of Us Imperfect Comrades or: An Army of Fuckups Cannot Lose, von Margaret Killjoy vom 15. Oktober 2025
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ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
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06/04/2025 – Interview zur Repression in Graz & “Ăœber Anarchismus, Judentum und Antisemitismus” (Frederik FuĂŸ) https://www.a-radio.net/2025/6633 #Sendungen #anarchismus #antifaschismus #antiknast #antisemitismus #gefängnis #repression
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30/06/2024 – Maja nach Ungarn verschleppt & B(A)D News #80 https://www.a-radio.net/2024/6501 #Sendungen #anarchismus #antiknast #Bad_News #gefängnis #repression