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#anarchismus — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #anarchismus, aggregated by home.social.

  1. Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.

    1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)

    Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.

    Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.

    Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!

    #anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft

    anarchismus.at/texte-anarchosy

  2. Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.

    1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)

    Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.

    Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.

    Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!

    #anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft

    anarchismus.at/texte-anarchosy

  3. Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.

    1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)

    Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.

    Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.

    Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!

    #anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft

    anarchismus.at/texte-anarchosy

  4. Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.

    1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)

    Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.

    Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.

    Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!

    #anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft

    anarchismus.at/texte-anarchosy

  5. Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie

    Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte.
    Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos.
    ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache.
    ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras
    Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen.
    Sprechen wir also darüber.
    (...)
    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026

    #Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus

  6. Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie

    Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026

    #Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus

  7. Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie

    Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026

    #Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus

  8. Die Rückeroberung der Macht durch das Volk oder: Margaret schreibt ein bisschen Theorie

    Seit ein paar Wochen schreibe ich nun schon in meinem Geschichts-Podcast über Flock-Kameras und ganz allgemein über den Kampf gegen automatische Kennzeichenlesegeräte. Ich erzähle dabei, wie das Ganze eigentlich nur um gestohlene Autos dreht: Die erste ALPR-gestützte Festnahme betraf einen Autodieb in London, vor etwa dreißig Jahren, und „Autodiebe fangen“ ist die Hauptbegründung, die von den Polizeichefs vorgebracht wird, die genervt sind, dass niemand in einem Überwachungsstaat leben will; die ersten amerikanischen Datenbanken mit ALPR-Daten wurden vor etwa zwanzig Jahren von Pfändungsbeamten aufgebaut, während sie herumfuhren und nach Autos suchten, die sie legal von den ärmsten Menschen unserer Gesellschaft stehlen konnten; und die Finanzierung der ALPRs stammte vor der Ära der massiven Bundeszuschüsse größtenteils aus dem Geld, das die örtliche Polizei durch „zivilrechtliche Vermögensbeschlagnahmung“ einnahm – also genau das Zeug, das die Bullen den Leuten gestohlen haben, wie zum Beispiel Autos. ALPRs existieren also „um Autodiebe zu fangen“, haben ihren Ursprung aber größtenteils im legalen Autodiebstahl. Tolle Sache. ALPRs sind derzeit äußerst unbeliebt, und Flock-Kameras werden landesweit und quer durch das politische Spektrum in bemerkenswertem Tempo von Vandalen zerstört. Und genau dieselben Politiker, die ihre Finanzierung und Installation beaufsichtigt haben, prangern nun die Systeme an, zu deren Einführung sie beigetragen haben. (DeSantis in Florida sagt, Flock-Kameras seien „außer Kontrolle“, während Abbott in Texas staatliche Zuschüsse für die Kameras Im Großen und Ganzen wechseln Städte, die ihre Verträge mit Flock kündigen, einfach zu dessen Konkurrenten, Axon. Denn unser politisches System ist darauf ausgelegt, die Empörung der Bevölkerung in milde Reformen umzuwandeln, die den Status quo nicht grundlegend in Frage stellen. Sprechen wir also darüber. (...) Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "The Recuperation of Popular Power or: Margaret writes some Theory" von Margaret Killjoy / @margaret vom 28. August 2026

    #Machtverhältnisse #CapitalismIsADeathCult #ALPR #Repression #Flock #Anarchismus

  9. I'm in love with the work of the No Trace Project, for example this text: To the International Anarchist Movement: Three Security Proposals

    notrace.how/blog/three-proposa

    #Anarchism #anarki #anarchismus #securityculture

  10. 🖤 GRUNDSÄTZE FÜR DEN TOTAL LIBERATION MARCH 🖤 [2/2]

    Damit wir am 01.08. gemeinsam stark, solidarisch und respektvoll auftreten können, haben wir klare Grundsätze formuliert. Nehmt euch einen Moment, um sie durchzulesen – sie sind die Basis für unser Miteinander auf der Demo.

    Fragen dazu? Schreibt uns gerne :)

    📅 01.08.2026, 13 Uhr
    📍 Geschwister-Scholl-Platz, München

    #TotalLiberation #München #Antikapitalismus #Anarchismus

  11. 🖤 TOTAL LIBERATION MARCH MÜNCHEN 🖤

    Musik, Banner, Redebeiträge? Ordner*in, Auf-/Abbau, Spendensammeln oder eigene Ideen?
    Wir suchen euch - Links zur Anmeldung für Rede- und Musikbeiträge sowie Helfi-Schichten:

    Anmeldung Helfischichten:
    cryptpad.disroot.org/form/#/2/

    Anmeldung Redebeitrag:
    cryptpad.disroot.org/form/#/2/

    Anmeldung Musikbeitrag:
    cryptpad.disroot.org/form/#/2/

    Für alles andere schreibt uns gerne eine kurze Nachricht :)

    📅 01.08.2026, 13 Uhr
    📍 Geschwister-Scholl-Platz, München

    Klimakollaps. Rechtsruck. Artensterben. Krieg. Patriarchat. Tierindustrie. Soziale Ungleichheit. Getrennte Krisen?
    Nein. Dahinter steckt dasselbe System.
    Deshalb wollen wir uns gemeinsam organisieren und unsere Kämpfe zusammenbringen.

    Bring deine Stimme, deine Ideen, deine Energie mit! :)

    #TotalLiberation #TotalLiberationMarch #München #Antikapitalismus #Anarchismus

  12. CW: Zerstörung der Natur, teilweise grausame Bilder, Kapitalismus

    Sehr wichtiges Video: "END:CIV" von @franklinlopez auf @CrimethInc über "Endgame" von Derrick Jensen. Es ist nichts für schwache Nerven. Andererseits ist die Zerstörung der Erde viel härter.
    Wenn es einen Satz aus dem Film gibt, den man sich tätowieren könnte: "Fuck patience!"

    de.crimethinc.com/videos/endciv

    #endciv #crimethinc #anarchism #IndigenousAnarchism #anarchismus #kapitalismus #capitalism #klimawandel #artensterben

  13. Café Rabe aus Frankfurt ist auch mit einem Informationsstand dabei

    Es gibt Informationen zu diesem Anarchistische Projekt in Frankfurt und was dort in Zukunft geplant ist. Im Fediverse findet Ihr das Café Rabe hier: @j03

    Vorabinfos zum Projekt findet Ihr hier:
    cafe-rabe.org

    Zudem könnt Ihr dort auch Tassen mit dem Aufdruck der Achten Anarchistischen Buchmesse zum Solipreis erwerben.

    Das Motiv findet Ihr im Anhang.

    #abm2026 #CafeRabe #Projekt #Frankfurt #Tassen #BedruckteTassen #Merch #Projektinfo #Mannheim #Anarchismus #AnarchistischeBuchmesse

  14. Die politische Gegenwart ist paradox: Während den meisten Akteur*innen in Politik, Gesellschaft und Bewegungen klar ist, dass angesichts der Klimakatastrophe ein Weitermachen wie gehabt unmöglich ist, ist eine Alternative zum Status quo so unvorstellbar wie noch nie.

    Michael Hirsch und Kilian Jörg starten den Versuch, die linke Vorstellungskraft wieder aufzuforsten – inspiriert von dem Konzept Zone à défendre – ZAD, der „zu verteidigenden Zone“. Die berühmte ZAD in Notre-Dame-des-Landes besteht seit über 15 Jahren als ein aus Verwertungszusammenhängen herausgelöstes Gebiet, in dem mit neuen sozialen Beziehungen, mit neuen Verhältnissen zu Arbeit und Ökologie experimentiert wird. Können diese Erfahrungen auf größere Maßstäbe übertragen werden?

    Durchlöchert den Status quo! Autonome Zonen, radikale Demokratie und Ökologie

    Buchvorstellung und Diskussion mit Michael Hirsch und Kilian Jörg

    Sonntag, 14 Uhr, Raum 2

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #Statusquo #AutonomeZonen #RadikaleDemokratie #RadikaleÖkologie #Anarchismus #Mannheim #Anarchistische Buchmesse

  15. Im Sammelband „Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg“ kommen Menschen zu Wort, die sich für Aussöhnung und eine solidarische Gesellschaft jenseits von Nationalismus, Herrschaft und Gewalt einsetzen. Sie stellen sich sowohl gegen den Terror der islamistischen Hamas als auch gegen den der extrem rechten Netanjahu-Regierung.

    Die Kriegslogik durchbrechen! Graswurzelrevolutionäre Stimmen zum Gaza-Krieg

    Buchvorstellung und Diskussion mit Bernd Drücke und Swetlana Nowoshenova

    Sonntag, 10 Uhr, Raum 2

    » buchmesse.anarchie-mannheim.de

    #abm2026 #GazaKrieg #Gaza #Israel #Nationalismus #Gesellschaft #Herrschaft #Gewalt #Kiregslogik #Anarchismus #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse

  16. Mit der Initiative „FAU sucht Frau“ versuchte die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft Freie Arbeiter*innen-Union Anfang der 2000er Jahre, mehr Frauen* in den eigenen Reihen zu organisieren. Vera Bianchi stellt die die Initiative vor und diskutiert die Bedeutung linker Geschichte.

    Ihr Buchbeitrag erschien 2025 im Sammelband „Making History, Zur Geschichte von links und zur Geschichte von Linken“.

    FAU sucht Frau – Making History am Beispiel einer Initiative der 2000er Jahre

    Vortrag und Diskussion mit Vera Bianchi

    Freitag, 18 Uhr, Raum 1

    » abm26.anarchie-mannheim.de/de/

    #abm2026 #Anarchismus #Mannheim #AnarchistischeBuchmesse #FAU #Frauen #Rückblick #MakingHistory #Anarchosyndicalismus #VeraBianchi

  17. Polykrise, Kürzungs-Orgien, explodierende Mieten, Eigenbedarfs-Dynamik, sozial-chauvinistische Kern-Spaltung, tickende Infrastruktur... Aber keine Panik, wir haben die Lunte gerochen und entschärfen den sozialen Sprengstoff mit kontrollierten Sprengungen im Grunewald.

    📅 1. Mai
    🕐 ab 13 Uhr
    :goose_honk: 5 Bühnen und ein Volksfest der autonomen Quartiersmanager*innen
    📍 rund um den Johannaplatz in Grunewald!

    www.mygruni.de @mygruni

    🎤 diesjähriger mygruni-Demo-Song:
    youtube.com/watch?v=ZVQj-8PsLW

    Für den Tennisschlägertrupp Grunewald e.V. suche Pastor Leumund noch Streetworker*innen in weißen Tennisklamotten, bei Interesse bitte beim Pastor melden!

    #ErsterMai #B0105 #Grunewald #AutonomeStraßensozialarbeit #mygruni #MayDay #BoomBoom #SpaßKannAuchPolitikMachen #Antipolitik #Anarchismus #Dadaismus #HedonistischeInternationale #Berlin #A100 #Fahrradwegbringer #Bicycle #Bikepunk

  18. Alle Macht den [Sowjets] oder: Was macht eine echte Revolution aus?

    Ich sag dir, dass alle echten Revolutionen auf derselben Grundlage stehen, aber du solltest niemandem glauben, der so pauschale Aussagen macht.

    Ich sag dir, dass alle echten Revolutionen von lokalen Entscheidungsgremien (nennen wir sie #Räte) gemacht werden, die sich dann vernetzen oder zusammenschließen, um eine größere, revolutionäre Gesellschaft aufzubauen.

    Und ich fange mit dem traurigsten Beispiel an, das mir einfällt. Alle Macht den Sowjets.

    Im März 1917 hatte das russische Volk seine #Februarrevolution (damals gab's einen anderen Kalender, also war Februar im März) und hat den Zaren rausgeschmissen und dann versucht, wie alle Leute in so einer Situation, herauszufinden, was zum Teufel sie als Nächstes machen sollten. Sie verbrachten den größten Teil des Jahres unter einer sogenannten „Doppelherrschaft”. Zwei verschiedene Regierungssysteme existierten unbeholfen nebeneinander. Auf der einen Seite stand die Duma, eine von oben nach unten gerichtete „demokratische” Struktur, die mehr oder weniger wie jede westliche #Republik aussah. Auf der anderen Seite standen die Sowjets, die demokratischen #Arbeiterräte, die sich zu einem größeren Kongress zusammenschlossen.

    Im Großen und Ganzen war die Duma die Regierung der Gemäßigten und die #Sowjets die Regierung der Radikalen. Die radikale Fraktion (Bolschewiki, Anarchisten und Linkssozialisten) forderte, dass die Macht bei den Sowjets und nicht bei der Duma liegen sollte. Ihr Slogan lautete „Alle Macht den Sowjets”, was so viel bedeutete wie „Alle Macht dem Volk”.

    Soweit ich weiß, wurde dieser Slogan von Wladimir Lenin geprägt.

    Leider für so ziemlich alle Beteiligten und für die Geschichte des Sozialismus im 20. Jahrhundert meinte Lenin nicht, was er sagte. Er sprach von der Macht der Arbeiter, aber er wollte die persönliche Macht an sich reißen.

    Als das russische Volk seine Oktoberrevolution machte (die, ehrlich gesagt, eher ein Staatsstreich war – die Anarchisten hatten große Teile des Militärs unter ihrer Kontrolle und setzten die Duma mit Gewalt ab), dauerte der politische Pluralismus nur ein paar Monate, bevor Lenin und die Bolschewiki die Macht an der Spitze der sowjetischen Struktur zentralisierten, genau die Sowjets entrechteten, denen sie angeblich Macht übertragen wollten, und die anderen Leute, die ihnen in beiden Revolutionen geholfen hatten (wie die #Anarchisten und die #Linkssozialisten), verhafteten, verboten und töteten.

    Heutzutage werden dir die #Bolschewiki und ihre Verteidiger sagen, dass die Zentralisierung der Macht und die Übernahme der #Staatsmacht notwendig waren, um eine sozialistische Revolution zu machen, aber die Sache ist, dass sie bereits eine sozialistische Revolution gemacht hatten. Sie hatten ein riesiges, koordiniertes Netzwerk von #Arbeiterräten in ihrem riesigen Land aufgebaut und sowohl den Zaren als auch die repräsentative Demokratie gestürzt, nur damit ein paar ihrer Anführer den Arbeitern einen Streich spielten und einen autoritären Staat schufen.

    Es waren #Dezentralisierung und #Pluralismus, die die Zaren besiegten, es waren Dezentralisierung und Pluralismus, die die #Duma besiegten (wenn auch auf fragwürdigere Weise). Es war die #Zentralisierung, die sich durchsetzte und den Slogan „Alle Macht den Sowjets“ zu einer kranken Verhöhnung seiner selbst machte.

    Die Leute nahmen das nicht einfach so hin, und es gab einen ganzen Bürgerkrieg mit einer Menge verschiedener Seiten (es gab eine weiße Armee, eine schwarze Armee, eine rote Armee, eine grüne Armee und verschiedene Nationalisten, die einfach nur komplett unabhängig von Russland sein wollten). Aber am Ende siegten die Bolschewiki. Nach einem letzten Kampf für den sozialistischen Pluralismus in der Schlacht von #Kronstadt wurden die Leute, die (nach meiner Definition) eine echte Revolution wollten, besiegt.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages "All Power to the [Soviets] or: what makes a genuine revolution" von Margaret Killjoy / @margaret

    #Anarchismus #Kommunismus #räterepublik #EZLN #Chiapas #Rojava #Perspektive #Revolution #Russland #Chiapas #EZLN #Rojava #Anarchism

  19. am 7.3. im @cccfr gibt es wieder einen Kleidertausch,
    kommt gern, bringt euren Fummel und Klamotten , Tauscht, kombiniert, findet oder habt einfach eine gute Zeit.
    ab 13:12h gehts los.

    tacker.fr/node/17175

    #kleidertausch #klamotten #fummel #diy #nähen #linoldruck #stempeldruck #anarchismus #feminismus #freiburg #cccfr #ccc

  20. Eine Kritik der Strategie der Massenmobilisierung

    In der Literatur zu sozialen Bewegungen geht es bei der Strategie der #Massenmobilisierung um eine Reihe von Strategien, die auf riesigen #Versammlungen, massiver physischer Präsenz und symbolisch-materiellem Druck der #Bevölkerung basieren, um die politische Ordnung zu knacken. Bei dieser Strategie wird die Ansammlung von Menschen mit der Ansammlung von Macht gleichgesetzt, und man geht davon aus, dass die Unterdrückungskräfte angesichts einer sehr großen Menschenmenge machtlos oder zögerlich werden.

    Diese Annahmen werden aber mittlerweile stark kritisiert. Es ist klar, dass eine große Menschenmenge eine symbolische Funktion haben kann, um die Moral der #Demonstranten zu stärken, aber eine große Menschenmenge bedeutet nicht automatisch mehr Macht. Politische #Macht braucht eine effektive und flexible #Organisation und #Struktur, Taktiken und Strategien; eine große #Menschenmenge lässt sich nicht so einfach lenken, und die Umstände können unerwartete und unkontrollierbare Auswirkungen auf sie haben.

    Da diese Taktik mit minimaler Ordnung funktioniert und sich auf die Anzahl der Menschen sowie kollektive Emotionen und Gedanken stützt, können selbst kleine Störungen (informativ, kommunikativ, physisch-psychologisch usw.) einen Dominoeffekt auslösen, den Zusammenhalt zerstören und letztendlich zum Scheitern der gesamten Taktik führen. Andererseits teilen viele Menschen kein klares gemeinsames Ziel, keine einheitliche Vorstellung vom nächsten Schritt und keine gleiche Risikobereitschaft.

    In #Krisenzeiten führt diese #Heterogenität zu Verwirrung und Uneinigkeit. Aus strategischer Sicht muss eine effektive Kraft in der Lage sein, rechtzeitig die Richtung zu ändern, anzuhalten, voranzukommen und sich zurückzuziehen. Eine Massenbewegung ist jedoch in unterschiedlichem Maße zustimmungsabhängig, die Entscheidungsfindung verläuft langsam, emotionale Reaktionen werden verstärkt, sodass diese Strategie nur eine geringe Flexibilität aufweist und nur einmal angewendet werden kann.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des englischsprachigen Reposting: "A Critique of the Mass Mobilization Strategy" des persischen Textes «نقد استراتژی میدان میلیونی von Daikatuo.

    Mit Dank an @gorekhaa G.R.K. für die Information.

    #Anarchismus #Kritik #Iran #massenmobilisierung

    @anarchism

  21. #Buchtipp: Gustav Landauer: Abschaffung des Kriegs durch Selbstbestimmung

    Ein neues Lesebuch mit ausgewählten Texte 1895-1919

    Zur #Rezension

    Gustav Landauer: Abschaffung des Kriegs durch Selbstbestimmung.

    Ausgewählte Texte 1895-1919. Bearbeitet von Peter Bürger und Jan Rolletschek.

    (= edition pace 41 ǀ Regal: Pazifisten & Antimilitaristen aus jüdischen Familien 14).

    Hamburg: BoD 2025. (ISBN: 978-3-8192-4282-3; Paperback; 376 Seiten; 15,99 €).

    #Anarchismus #Antimilitarismus #Pazifismus #Räterepublik #München

  22. GLS-Bank kündigt linken Strukturen Bankkonten - betroffene Gruppe aus Dresden erstmals im Radiointerview

    Das Anarchist Black Cross Dresden unterstützt seit Jahren politische Gefangene und von Repression betroffene Aktivistinnen – lokal wie international. Für diese Solidaritätsarbeit sind Spenden und funktionierende Konten existenziell. Mitte November wurde dem Verein, über den diese Spenden liefen, von der GLS Bank fristlos das Konto gekündigt. Andere Banken verweigerten anschließend die Kontoeröffnung. Der Fall steht nicht für sich: Auch linken Organisationen und Parteien wie der DKP, wurden zuletzt Konten entzogen.

    In der Linken galt die GLS-Bank, trotz ihrer anthroposophischen Bezüge, bis zuletzt für nicht wenige, als eine „gute“ oder als eine „ethische“ Bank.

    Für @RDL sprach ich mit Nina, von abc Dresden, über das „Debanking“ und ordnen es politisch ein.

    rdl.de/Debanking_abcd_Dresden_

    @glsbank
    @abcdd
    #gls #bank #glsbank #glsgemeinschaft #glsinvestments #glsadventskalender #debanking
    #abc #ABCDresden #bank #montag #politik #Repression #ccc #cccongress #antifa #ukraine #anarchismus #innenpolitik #sanktionen

  23. Ein Schleier oder: Halloween und Wahlnacht

    In der #Halloween-Nacht träumte ein enger Freund von mir von einem #Bürgerkrieg. Er träumte davon, verzweifelt in verwüsteten Städten nach seinen Freunden zu suchen.

    In der Halloween-Nacht träumte ich das auch. Ich träumte davon, in einer Stadt zu leben, in der man einen ballistischen Helm tragen musste, um nach draußen zu gehen, und in der man für jede Autofahrt einen Konvoi und Beobachter brauchte. Es ist nicht ungewöhnlich für mich, von #Krieg und #Apokalypse zu träumen, um das klarzustellen. In der Nacht danach fielen Asche und Papier vom Himmel, während ich einen ganz normalen Stress-Traum hatte, in dem ich als Erwachsener plötzlich wieder in der Highschool festsaß.

    Aber diese Träume verbreiten sich, so wie sich ganz neue Ängste ausbreiten.

    Letzte Nacht sind natürlich andere Ängste zurückgegangen. Ein #Sozialist wurde mit überwältigender Mehrheit zum #Bürgermeister der größten Stadt der #USA gewählt. Ich bin skeptisch gegenüber Politikern, wie die meisten Leute wohl wissen. Ich bin skeptisch gegenüber dem System, das selbst die leidenschaftlichsten Linken zu korrumpieren scheint, und ich bin skeptisch gegenüber Mamdanis Fähigkeit, seine Versprechen einzuhalten. Was mich nicht skeptisch macht, ist die #Wahlbeteiligung. Was mein anarchistisches Herz erwärmt, ist zu sehen, wie Menschen im ganzen Land beweisen, dass offener #Faschismus, wenn schon nichts anderes, zumindest unpopulär ist.

    Bitte hol dir deine Wahlnachrichten nicht von mir. Ich denke immer noch, dass das, was wir den Rest des Jahres tun, mehr über uns aussagt als das, was wir in der Wahlkabine tun. Aber ich bin dankbar zu sehen, dass, solange unsere demokratischen Institutionen zusammenhalten, „alle hungern lassen, Menschen entführen und alles zerstören” ein verlierendes Programm für politische #Parteien ist.

    Trotzdem träumen wir unsere Ängste.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes A Veil or: halloween and election night von Margaret Killjoy / @margaret vom 5. November 2025

    #zohranmamdani #mamdani #NewYork #Election #Anarchismus #Wahlen @anarchism #Trump

  24. Wieviel Metal steckt in der Vergangenheit? Oder: Über Opfer, Horror und Geschichte

    Die Druiden, die gebildete #Philosophen​klasse der alten #Kelten, haben nichts aufgeschrieben. Sie hätten es tun können – einige Kelten waren gebildet und schrieben in gallischer Sprache entweder mit dem griechischen oder dem römischen Alphabet –, aber sie taten es aus Prinzip und Gewohnheit nicht.

    Nun, eigentlich wissen wir nicht genau, warum sie es nicht taten, weil sie es uns nicht gesagt haben, weil kein einziger Druide jemals etwas aufgeschrieben hat. Julius #Caesar, der damit beschäftigt war, #Gallien (das heutige #Frankreich) zu unterwerfen und zu überfallen, meinte, dass die #Druiden nichts aufschrieben, weil sie dachten, dass das Aufschreiben von Dingen das Gedächtnis schwächt.

    Es dauerte 19 oder 20 Jahre #Ausbildung, um Druide zu werden, wodurch sie über umfassende Kenntnisse in #Recht, #Zeremonie​n, #Konfliktlösung und der Bewegung der #Himmelskörper verfügten.

    Wahrscheinlich lernten sie auch, wie man Menschen opfert, aber darüber sind sich #Historiker weniger sicher. Wahrscheinlich opferten sie Menschen, indem sie sie unter anderem in riesigen Statuen aus Stroh oder Weidengeflecht lebendig verbrannten, aber das wissen wir nicht mit Sicherheit.

    Die meisten zeitgenössischen Schriften über Druiden wurden von ihren Feinden verfasst, die nach einer moralischen #Rechtfertigung für die Eroberung Galliens suchten. Ich habe allerdings meine eigene Theorie, warum sie nie etwas aufgeschrieben haben. Eine Theorie, mit der ich mich vielleicht irre. Ich glaube, sie haben nichts aufgeschrieben, weil das Festhalten von Gesetzen und bewährten Praktiken auf Papier diese unveränderlich macht.

    Ich bin mir sicher, dass sich die Lehren der Druiden in den Jahrhunderten oder Jahrtausenden, in denen sie lebten, verändert haben. Obwohl sie wahrscheinlich über ein Gedächtnis verfügten, das uns, die wir uns auf das Schreiben verlassen, in Erstaunen versetzen würde, kann ich mir nicht vorstellen, dass es zwischen den Generationen keine subtilen oder radikalen Veränderungen gab – und ich vermute, dass dies beabsichtigt war. Ich vermute, dass die Druiden keine Angst hatten, hier und da Veränderungen zuzulassen und sich den Umständen anzupassen.

    Einige Historiker vermuten zum Beispiel, dass die Kelten schon vor der Erklärung Roms, sie seien böse #Barbaren, die einer ordentlichen Eroberung bedürften, von #Menschenopfer​n abrückten.

    Es ist möglich, dass die #Kelten, als überwältigende Legionen aus dem Süden in Gallien und #Britannien einfielen, aus Verzweiflung begannen, sich wieder ihren alten Bräuchen zuzuwenden. Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren. Wir wissen nicht viel darüber, was sie dachten, weil sie nichts aufgeschrieben haben.

    Wir wissen nicht, ob sie Menschen lebendig in Weidenmännern verbrannten. Wir wissen nicht, ob die Iren ihrem #König die Brustwarzen abschnitten und ihm dann an #Samhain die Kehle durchschnitten, wenn er seine Arbeit schlecht machte. Wir wissen nicht, ob heilige #Frauen in einen ekstatischen Zustand verfielen, eine von ihnen zerfleischten und mit dem zerteilten Körper ihrer Freundin in den Händen herummarschierten. Wir wissen nicht, ob die Kelten dreißig Meter tiefe Löcher gruben, nur um Menschen zu fesseln und hineinzuwerfen. Wir wissen nicht, ob „Woodhenge” (man stelle sich Stonehenge vor, nur aus Holz) durch die Opferung eines dreijährigen Jungen geheiligt wurde.

    Die vielleicht wichtigste Frage, die mir beim Studium der Geschichte für meinen #Podcast bleibt, ist: „Wieviel Metal war die Vergangenheit?” Hat Lady #Bathory zur Hautpflege in Jungfrauenblut gebadet? Haben #Astrologen in europäischen Städten des Spätmittelalters #Kinder geopfert, wurden bei schwarzen Messen Unschuldige getötet? Haben irische Könige bei ihrer Krönung wirklich mit Pferden gevögelt? Gab es im mittelalterlichen #Irland #Nudistenkulte, die in Höhlen lebten?

    Wenn man über #Europa hinausblickt, werden diese Fragen noch fragwürdiger. Was haben die Menschen getrieben? Wo liegen die Grenzen menschlichen Verhaltens?

    Denn wenn wir diese Fragen stellen, wirken zwei konkurrierende gesellschaftliche Kräfte. Zunächst einmal sollte man sich bewusst machen, dass es meist diejenigen waren, die diese Anschuldigungen erhoben, die sie auch niederschrieben. Es sind Gerichtsakten, päpstliche Untersuchungen und #Kriegspropaganda, die alle Übel der antiken und mittelalterlichen Welt katalogisieren.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes "How Metal Is the Past? or: on sacrifice and horror and history" von @margaret / Margaret Killjoy vom 29. Okktober 2025

    #Geschichte #History #Geschichtsschreibung #Anarchismus #Wickerman @anarchism

  25. 🚩🚩🚩🏴🏴🏴Today, in a few minutes: from 6 a.m. to 10 p.m., Radio Dreyeckland (Germany) broadcasts live and with great passion as part of A-Radio. Tune in and get informed from an anarchist perspective. English spoken🏴🏴🏴🚩🚩🚩

    Live stream: stream.rdl.de/rdl

    🏴🏴A-Radio? What's that?🚩🚩

    "The Anarchist and Anti-authoritarian Radio Network is defined as a platform for networking and coordination of anarchist radio projects from different countries."

    a-radio-network.org/

    #aradionetwork #aradioberlin #rdl #anarchisms #anarchismus #antiauthority #antiauthoritarian #antiautoritarisme #antiautoritar #deutschland #leipzig #berlin #freiburg #slowenien #slowenia
    #ljubljana #ljubjana #usa #antifa #unitedstates #radio #radiobubble #radiobursts #live #livestream #LiveStreamers #livestreaming #ausbruch #sonntag #sonntagabend #southamerica #greece #italy #italia #spain #espana #thessaloniki #Chile #Kurruf
    #CrnaLuknja #crna #frequenzA #thefinalstrawradio #wien #parias #athen #Kilavo #RadioLibertaire #Anarres #dissidentislandradio #island #islandia
    #RadioParasita #volos

  26. Jeder von uns ist ein unvollkommener Genosse oder: Eine Armee von Verlierern kann nicht verlieren

    1887, nach einem der dramatischsten und ungerechtesten #Prozess​e in der Geschichte der USA, stieg ein deutscher #Einwanderer und Spielzeugmacher namens George #Engel in #Chicago auf das Schafott. Seine Hinrichtung war alles andere als öffentlich – das #Gefängnis war mit Maschinengewehren umzingelt, für den Fall, dass #Anarchisten oder ihre Verbündeten beschließen sollten, den Ort zu stürmen, um ihre gemarterten Genossen zu befreien.

    Drei weitere Männer waren mit ihm dort. Einer war sein Freund Adolph #Fischer. Ein weiterer, Albert #Parsons, sprach Englisch statt Deutsch. Der andere Mann war jedoch August #Spies (ausgesprochen „Speez“, wie ich gehört habe).

    Dieser verdammte Kerl.

    Engel hasste Spies. Sie hatten seit über einem Jahr nicht mehr miteinander gesprochen. Sehen Sie, damals gab es in Chicago mehr als eine deutschsprachige anarchistische Zeitung. Engel und Fischer arbeiteten für „Der Anarchist“, die radikale Zeitung, die sich dafür einsetzte, dass Einzelpersonen und kleine Gruppen direkte Aktionen gegen den #Kapitalismus durchführen sollten. Spies arbeitete für die gemäßigte Zeitung „Arbeiter-Zeitung“, die sich für den Aufbau einer #Massenbewegung einsetzte, mit der die kapitalistische Ordnung gestürzt werden sollte.

    Für den Staat spielten ihre Differenzen keine Rolle, er legte ihnen allen die Schlinge um den Hals. So starben die Männer, die wir als die #Haymarket-Märtyrer kennen und aus deren Andenken ein Großteil der modernen #Arbeiterbewegung hervorgegangen ist.

    Keiner von uns in unseren Bewegungen, die für eine bessere Welt kämpfen, ist ein perfekter Mensch.

    Albert Parsons ist vielleicht der berühmteste der Haymarket-Märtyrer, vielleicht (und zu Unrecht) weil er derjenige war, der in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Vielleicht auch, weil er mit einer der berühmtesten #Gewerkschaftsorganisatorin​nen der Geschichte verheiratet war, der unsterblichen #Lucy Parsons, die jahrzehntelang öffentlich und lautstark an ihn erinnerte, während sie Arbeiter zum Handeln aufrief.

    Ihre Ehe war illegal – Albert war weiß, Lucy schwarz.

    Albert Parsons ist durch seine Arbeit und sein Martyrium eine der wichtigsten Figuren nicht nur in der Geschichte des #Anarchismus, sondern auch in der Geschichte der #Arbeiterbewegung. Er verbrachte auch Jahre seines Lebens als Soldat der #Konföderierte​n, was oft vergessen wird. Er wurde nicht eingezogen, sondern meldete sich freiwillig. Tatsächlich log er bei seiner Anmeldung, was sein Alter anging, denn er war noch ein Kind, als er loszog, um für eines der schlimmsten Systeme zu kämpfen, die die Welt je gesehen hat.

    Ich sage das nicht, um den Mann oder sein Andenken zu verunglimpfen, sondern um zu sagen: Keiner von uns ist ein Engel.

    Wenn es in der Geschichte einen klareren Weg der Erlösung für einen ehemaligen Konföderierten gibt, habe ich ihn nicht gefunden. Er war buchstäblich ein Kind, als er in den #Krieg zog, und vielleicht ist das einzige entscheidende Merkmal, das Kindheit von Erwachsensein unterscheidet, dass wir Kinder für ihre Handlungen nicht moralisch verantwortlich machen.

    Nach dem Krieg widmete Albert Parsons sein Leben dem Kampf gegen alles, wofür die #Konföderation stand, und wurde regelmäßig angegriffen (unter anderem wurde er einmal angeschossen), weil er sich für die Registrierung schwarzer Wähler in #Texas einsetzte. Nachdem er und Lucy nach Chicago gezogen waren (wo ihre Ehe trotz der Zugehörigkeit zum Norden rechtlich nicht anerkannt wurde), hatten sie genug von der Sinnlosigkeit reformistischer Politik, genug davon, mit anzusehen, wie ihre Genossen von rechten #Milizen und der #Polizei erschossen wurden, und begannen, sich mit den überwiegend aus Einwanderern bestehenden anarchistischen #Sozialisten zu organisieren.

    Als dann 1886 jemand bei einer Arbeiterkundgebung eine #Bombe auf die Polizei warf (zwei Tage nachdem die Polizei bei einer anderen Kundgebung das Feuer eröffnet und mehrere Menschen getötet hatte), setzte die Polizei die #Rechtsstaatlichkeit außer Kraft, um alle Anarchisten in der Stadt zu verhaften. Die #Repression richtete sich vor allem gegen die Herausgeber der Zeitungen, so dass Albert untertauchte und sich bei einem gemäßigteren sozialistischen Freund auf einer Farm in einiger Entfernung versteckte.

    Als Albert jedoch erkannte, dass den Anarchisten, insbesondere den ihm bekannten #Zeitungsredakteur​en mit Migrationshintergrund, die Todesstrafe drohte, stellte er sich, um sich solidarisch mit ihnen vor #Gericht zu verantworten.

    Wahrscheinlich tat er dies, weil er glaubte, dass sie vor Gericht gewinnen würden, da er noch immer Illusionen über die #Gerechtigkeit des #Rechtssystems hegte. Es gab keine Beweise dafür, dass einer von ihnen die Bombe geworfen hatte. Keiner von ihnen wurde überhaupt beschuldigt, die Bombe geworfen zu haben. Sie wurden wegen der Herausgabe von Zeitungen vor Gericht gestellt und gehängt.

    Wenn ich ehrlich bin, hätte ich Albert Parsons wahrscheinlich nicht gemocht. Alles, was ich über ihn oder von ihm gelesen habe, lässt mich glauben, dass er ein übereifriger Aktivist war, der sich selbst in den Mittelpunkt stellte und bei Versammlungen nie den Mund hielt.

    Wir müssen uns nicht mögen, um solidarisch zu sein, denn der Staat hat kein Problem damit, uns Seite an Seite am #Galgen stehen zu lassen.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes Each of Us Imperfect Comrades or: An Army of Fuckups Cannot Lose, von Margaret Killjoy vom 15. Oktober 2025

    #CapitalismIsADeathCult

  27. Nepalesische #Anarchisten über den Sturz der Regierung: Ein Interview mit Black Book Distro

    In Nepal eskalierte Anfang September 2025 eine #Protestbewegung als Reaktion auf #Polizeigewalt zu einem spontanen #Aufstand, der mit der #Brandstiftung des #Parlament​s und einer Reihe von #Regierungsgebäude​n, #Polizeistation​en, #Parteizentrale​n und #Villen von #Politiker​n gipfelte. Innerhalb von anderthalb Tagen war #Premierminister Khadga Prasad Oli geflohen und die Regierung war zusammengebrochen. Aber der Sturz einer Regierung ist nur die erste Phase eines viel längeren Kampfes; inmitten dieser #Unruhen konkurrieren #Monarchisten, #Neoliberale und #Radikale um die Zukunft Nepals. Um ein klareres Verständnis für den #Hintergrund des Aufstands und die Dynamik innerhalb desselben zu bekommen, haben wir Black Book Distro interviewt, ein anarchistisches #Kollektiv und eine #Bibliothek in #Kathmandu.

    Der Aufstand in Nepal ist Teil einer Reihe von Aufständen, die Asien in den letzten Jahren erschüttert haben. Wir können die Spuren der Funken vom Sturz des Präsidenten von Sri Lanka im Jahr 2022 bis zum Aufstand in #Bangladesch im Jahr 2024 und dem Aufstand in #Indonesien im August 2025 verfolgen, ganz zu schweigen vom anhaltenden Bürgerkrieg in #Myanmar.

    Seit dem Sturz der nepalesischen Regierung sind auch auf den #Philippinen heftige #Proteste ausgebrochen. All dies ist eine Reaktion auf die weit verbreitete wirtschaftliche Not und das Versagen der Versprechen der Politiker. Die #Komplizenschaft der institutionellen kommunistischen Parteien bei dem #Massaker, das den Aufstand ausgelöst hat, sollte alle angehenden Revolutionäre daran erinnern, dass es unmöglich ist, die Probleme des #Kapitalismus allein durch die Gewalt des Staates zu lösen – selbst wenn man „kommunistisch” im Namen seiner Partei hat.

    Die Herausforderungen, die der Kapitalismus für die Menschen mit sich bringt, erfordern radikalere Veränderungen, als sie mit #Polizeiausrüstung und politischen Vorschlägen in den Machtzentralen erreicht werden können.

    Ebenso sollte dieser Aufstand Politikern und #Polizisten auf der ganzen Welt zu denken geben, die glauben, sie könnten ungestraft plündern und terrorisieren. Heute mag das Geld, das sie erhalten, sie vor den Folgen ihrer Handlungen schützen – aber morgen ist alles möglich.

    Keine dieser Revolten hat bisher alle ihre Ziele erreicht, aber während Menschen auf der ganzen Welt mit #Oligarchie und staatlicher #Unterdrückung zu kämpfen haben, bietet jede von ihnen Lehren.

    Wie ein Kommentator in den sozialen Medien es ausdrückte: „Nur ein junger Mann, der die Haut des Feindes trägt.“

    Stell dein Projekt vor. Wer bist du und was machst du?

    Wir sind Black Book Distro, ein anarchistisches Kollektiv und eine Bibliothek mit Sitz in Kathmandu, Nepal, die sich der Radikalisierung durch Aufklärung über die Geschichte der #Linke​n sowie der aktiven Beteiligung an Volkskämpfen und Bewegungen widmet, die wir für mit unseren Zielen vereinbar halten (die Proteste der Generation Z, die Meter-Byaj-Bewegung,1 die Guthi-Bewegung2). Wir sprechen zu euch als anarchistische Bewegung, die unter der Unterdrückung eines gescheiterten und korrupten kommunistischen #Regime​s und #Kongress​es steht.

    Gib uns einen kurzen Überblick über die sozialen Bewegungen und Kämpfe in Nepal in den letzten ein oder zwei Jahrzehnten. Was waren die wichtigsten Anliegen, die zu den Unruhen in der #Bevölkerung geführt haben?

    Nach der maoistischen Revolution hat Nepal mehrere Wellen sozialer, wirtschaftlicher, geografischer und politischer Umbrüche erlebt. Zu den wichtigsten Problemen gehören die weit verbreitete #Kasten​diskriminierung, eine tödliche Epidemie des #Menschenhande​ls mit #Wanderarbeiter​n, die durch den Mangel an Möglichkeiten im eigenen Land angeheizt wird, regelmäßige #Grenzkonflikte mit unseren atomar bewaffneten Nachbarn und eine politische #Korruption, die so dreist ist, dass sie zu einem erschreckend starken Wiederaufleben monarchistischer Gefühle im Land geführt hat.

    Zu den #Volksbewegung​en für Veränderungen gehörten der Kampf der #Madhesh um Rechte und Würde, Proteste gegen die Korruption in der #COVID-Ära unter dem Motto „Enough Is Enough” (Genug ist genug), nationalistische Streitigkeiten über Grenzgebiete wie #Lipulekh, die #Hungerstreik​s von Dr. KC für eine bessere #Gesundheitsinfrastruktur, der Widerstand gegen räuberische #Hypothekenzinsen und die Verteidigung der #Gemeinschaftsflächen des Volkes der #Newar.

    Diese Kämpfe werden von einem komplexen sozialen Gefüge angetrieben, das immer noch von #Patriarchat, #Kastenwesen und #Religion geprägt ist, während gleichzeitig verfassungsrechtliche Bemühungen um Repräsentation, #Meinungsfreiheit, wirtschaftliche Freiheit und #Föderalismus unternommen werden. Die wichtigsten politischen Organisationen sind die #Kongresspartei, maoistische und marxistisch-leninistische Parteien sowie royalistische Fraktionen. Darunter gibt es unabhängige Jugendgruppen, linke Räume und indigene Gemeinschaftsgruppen.

    Historisch gesehen wurden die meisten Proteste von den großen politischen Parteien angeführt oder beeinflusst, obwohl spontane Jugend- und #Basisinitiativen zunehmend unabhängig agieren (einschließlich des jüngsten Aufstands der „Generation Z“).

    Heute wurden scharfe Munition gegen #Zivilisten, darunter auch #Kinder eingesetzt. Wir waren an vorderster Front. Wir haben gesehen, wie viele Menschen erschossen wurden.“

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Interviews mit Black Book Distro, 22.09.2025, bei @CrimethInc

    #Insurrection #Nepal #Uprising #Revolt #CapitalimsIsADeathCult #Maoismus #Anarchismus

  28. Zapatistische "Versammlung der Widerstände und Rebellionen" in Chiapas eröffnet

    Führende Indigene Vertreter und internationale Delegierte treffen sich, "um sich gegen den #Kapitalismus und alle Pyramiden zu organisieren".

    Die Versammlung wird von der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (Die Versammlung wird von der Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung (​#EZLN) in Chiapas veranstaltet und hat zum Ziel, "eine Einigung über das Was, Wie, Wo und Warum" der Zerstörung des Kapitalismus und aller hierarchischen Systeme zu erzielen. Die Versammlung wurde am Wochenende mit einer #Demonstration eröffnet, bei der alle Teilnehmer palästinensische Flaggen trugen.

    "Wir sind alle palästinensische Kinder", sagte Subcomandante Insurgente Moisés bei der Eröffnung des Treffens. "Heute begeht das kapitalistische System in einem kleinen Teil dieses Landes einen Völkermord am palästinensischen Volk. Wir können nicht vergessen, wir können nicht wegsehen".

    In der Erklärung im Vorfeld der Versammlung hatte der zapatistische Sprecher El Capitan (alias Marcos) darauf hingewiesen, "was es bedeutet, als indigenes Volk in einer Geographie geboren zu werden, aufzuwachsen, zu leben und zu kämpfen, in der das 'Anderssein' ein Grund für Verachtung, Ausbeutung, Unterdrückung und Enteignung ist. Zu sein', wo 'nicht zu sein' die Norm und das Stigma für diejenigen ist, die anders sind".

    Ein Video der Eröffnungszeremonie und aktuelle Informationen über jeden Tag der Treffen sind auf Radio Zapatista verfügbar.

    Anderswo in Chiapas trafen sich am 25. und 27. Juli mehr als 250 Delegierte aus 60 Gemeinden und Organisationen zu einem "Internationalen Treffen zur Verteidigung des Lebens": Mais, Wasser, Territorium und Mutter Erde". An dem dreitägigen Treffen nahmen Basisgruppen aus ganz Mexiko teil, unter anderem aus Oaxaca, Veracruz, Coahuila, Guerrero und Chiapas, sowie Teilnehmer aus Kolumbien, Deutschland und dem País Valenciano.

    Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Erfahrungsaustausch über den Widerstand der Gemeinschaften und die Entwicklung gemeinsamer Strategien gegen "Projekte des Todes": Megaprojekte, Militarisierung und organisierte Kriminalität, die Land und Wasser bedrohen.

    Die Zeugenaussagen beleuchteten die laufenden Kämpfe. MODEVITE (Bewegung zur Verteidigung des Lebens und des Territoriums) berichtete über ihren jahrzehntelangen Kampf gegen die Autobahn San Cristóbal-Palenque. Kollektive aus Oaxaca berichteten über ihren Widerstand gegen den Interozeanischen Korridor, Staudämme und Bergbau, während Aktivisten aus Coahuila berichteten, dass sie den San-Miguel-Fluss vor industrieller Verschmutzung und Giftverklappung schützen wollen. Aus Veracruz kamen Anklagen über von der Regierung verteilte Agrochemikalien, die den Boden und die Gesundheit schädigen.

    EZLN) in Chiapas veranstaltet und hat zum Ziel, "eine Einigung über das Was, Wie, Wo und Warum" der Zerstörung des Kapitalismus und aller hierarchischen Systeme zu erzielen. Die Versammlung wurde am Wochenende mit einer Demonstration eröffnet, bei der alle Teilnehmer palästinensische Flaggen trugen.

    "Wir sind alle palästinensische Kinder", sagte Subcomandante Insurgente Moisés bei der Eröffnung des Treffens. "Heute begeht das kapitalistische System in einem kleinen Teil dieses Landes einen Völkermord am palästinensischen Volk. Wir können nicht vergessen, wir können nicht wegsehen".

    In der Erklärung im Vorfeld der Versammlung hatte der zapatistische Sprecher El Capitan (alias Marcos) darauf hingewiesen, "was es bedeutet, als indigenes Volk in einer Geographie geboren zu werden, aufzuwachsen, zu leben und zu kämpfen, in der das 'Anderssein' ein Grund für Verachtung, Ausbeutung, Unterdrückung und Enteignung ist. Zu sein', wo 'nicht zu sein' die Norm und das Stigma für diejenigen ist, die anders sind".

    Ein Video der Eröffnungszeremonie und aktuelle Informationen über jeden Tag der Treffen sind auf Radio Zapatista verfügbar.

    Anderswo in Chiapas trafen sich am 25. und 27. Juli mehr als 250 Delegierte aus 60 Gemeinden und Organisationen zu einem "Internationalen Treffen zur Verteidigung des Lebens": Mais, Wasser, Territorium und Mutter Erde". An dem dreitägigen Treffen nahmen Basisgruppen aus ganz Mexiko teil, unter anderem aus Oaxaca, Veracruz, Coahuila, Guerrero und Chiapas, sowie Teilnehmer aus Kolumbien, Deutschland und dem País Valenciano.

    Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der Erfahrungsaustausch über den Widerstand der Gemeinschaften und die Entwicklung gemeinsamer Strategien gegen "Projekte des Todes": Megaprojekte, Militarisierung und organisierte Kriminalität, die Land und Wasser bedrohen.

    Die Zeugenaussagen beleuchteten die laufenden Kämpfe. MODEVITE (Bewegung zur Verteidigung des Lebens und des Territoriums) berichtete über ihren jahrzehntelangen Kampf gegen die Autobahn San Cristóbal-Palenque. Kollektive aus Oaxaca berichteten über ihren Widerstand gegen den Interozeanischen Korridor, Staudämme und Bergbau, während Aktivisten aus Coahuila berichteten, dass sie den San-Miguel-Fluss vor industrieller Verschmutzung und Giftverklappung schützen wollen. Aus Veracruz kamen Anklagen über von der Regierung verteilte Agrochemikalien, die den Boden und die Gesundheit schädigen.

    #EZLN) in #Chiapas veranstaltet und hat zum Ziel, "eine Einigung über das Was, Wie, Wo und Warum" der Zerstörung des Kapitalismus und aller hierarchischen Systeme zu erzielen. Die Versammlung wurde am Wochenende mit einer Demonstration eröffnet, bei der alle Teilnehmer palästinensische Flaggen trugen.

    "Wir sind alle palästinensische Kinder", sagte Subcomandante Insurgente Moisés bei der Eröffnung des Treffens. "Heute begeht das kapitalistische System in einem kleinen Teil dieses Landes einen #Völkermord am palästinensischen Volk. Wir können nicht vergessen, wir können nicht wegsehen".

    In der Erklärung im Vorfeld der Versammlung hatte der zapatistische Sprecher El Capitan (alias Marcos) darauf hingewiesen, "was es bedeutet, als indigenes Volk in einer Geographie geboren zu werden, aufzuwachsen, zu leben und zu kämpfen, in der das 'Anderssein' ein Grund für #Verachtung, #Ausbeutung, #Unterdrückung und #Enteignung ist. Zu sein', wo 'nicht zu sein' die Norm und das Stigma für diejenigen ist, die anders sind".

    Ein Video der Eröffnungszeremonie und aktuelle Informationen über jeden Tag der Treffen sind auf Radio Zapatista verfügbar.

    Anderswo in Chiapas trafen sich am 25. und 27. Juli mehr als 250 #Delegierte aus 60 Gemeinden und Organisationen zu einem "Internationalen Treffen zur Verteidigung des Lebens": #Mais, #Wasser, #Territorium und Mutter Erde". An dem dreitägigen Treffen nahmen #Basisgruppen aus ganz #Mexiko teil, unter anderem aus #Oaxaca, #Veracruz, #Coahuila, #Guerrero und Chiapas, sowie Teilnehmer aus #Kolumbien, #Deutschland und dem País #Valenciano.

    Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen der #Erfahrungsaustausch über den Widerstand der Gemeinschaften und die Entwicklung gemeinsamer #Strategien gegen "Projekte des Todes": #Megaprojekte, #Militarisierung und organisierte #Kriminalität, die Land und Wasser bedrohen.

    Die Zeugenaussagen beleuchteten die laufenden Kämpfe. #MODEVITE (Bewegung zur Verteidigung des Lebens und des Territoriums) berichtete über ihren jahrzehntelangen Kampf gegen die Autobahn San Cristóbal-Palenque. Kollektive aus Oaxaca berichteten über ihren Widerstand gegen den Interozeanischen Korridor, #Staudämme und #Bergbau, während Aktivisten aus Coahuila berichteten, dass sie den San-Miguel-Fluss vor industrieller #Verschmutzung und #Giftverklappung schützen wollen. Aus Veracruz kamen Anklagen über von der Regierung verteilte #Agrochemikalien, die den Boden und die Gesundheit schädigen.

    "Unsere Gebiete beherbergen eine große biokulturelle Vielfalt, die wir von unseren Vorfahren geerbt haben und die nun durch ein extraktivistisches Entwicklungsmodell, das in einer individualistischen, kapitalistischen und patriarchalischen Logik wurzelt, ernsthaft gefährdet ist", heißt es in der Abschlusserklärung. Die Gemeinschaften beschreiben, dass sie ähnlichen Belastungen ausgesetzt sind: aufgezwungene Projekte ohne Zustimmung, manipulierte Konsultationen, der Vormarsch des organisierten Verbrechens und systematische Bemühungen, lokale Versammlungen zugunsten von #Unternehmensinteressen zu spalten.

    Die internationalen Delegierten verknüpften diese Erfahrungen mit umfassenderen Kämpfen. Die kolumbianischen Netzwerke berichteten über die Verteidigung der Flüsse im #Cauca-Tal und den Widerstand der Fischergemeinden von #Taganga gegen die Ausbeutung der Küsten. Das Treffen brachte auch die Solidarität mit den kurdischen Frauenbewegungen, den #Jineolojî-Akademien in #Rojava und den belagerten Zivilisten in #Gaza zum Ausdruck.

    "Wir wissen, dass weder Regierungen noch Staaten unsere Probleme lösen werden", heißt es in der Erklärung. "Wir müssen uns gemeinsam auf den Weg machen, unser Wissen und unsere Spiritualität einbringen, um das Leben zu respektieren - angefangen bei unseren eigenen Körpern und Territorien".

    Quelle via @freedomnews #Anarchismus #Zapatismus<ü>Übersetzung: Thomas Trueten [na]

    @anarchism

  29. Revolutionen entstehen aus Misserfolgen oder: Eine bessere Welt ist irgendwie möglich

    Letztes Wochenende habe ich meinen Van gepackt und bin zur anarchistischen #Buchmesse im #Shenandoah Valley in #Virginia gefahren. Über die Buchmesse selbst werde ich nicht viel erzählen, nur dass das Essen kostenlos und unglaublich lecker war – was bei großen Gemeinschaftsveranstaltungen selten der Fall ist – und dass die Leute dort freundlich und offen waren. Was ich am modernen Anarchismus liebe, vor allem in kleineren Städten und ländlicheren Gegenden, ist, dass er nicht mehr so aggressiv subkulturell ist. Ich war wahrscheinlich die Einzige dort, die eine Punkweste trug, und es gab mehrere von uns in schönen, bunten Sommerkleidern. (Na ja, mein weinrotes Kleid war nach meinen Maßstäben bunt.)

    Klar, Subkultur liegt mir am Herzen, und klar, der Großteil meiner Klamotten ist schwarz, aber meine Vorliebe für monochrome Mode hat nichts mit meinem Interesse an anarchistischer Politik zu tun.

    Ich wurde gebeten, eine Art Eröffnungsrede zu halten, eine Rede zum Thema und Slogan „Eine bessere Welt ist möglich“.

    Ich hatte mir überlegt, eine Rede zu schreiben und sie dann auch als #Substack-Beitrag der Woche zu verwenden, aber ich habe sie nicht rechtzeitig fertig bekommen. Also habe ich gemacht, was ich immer mache: Ich habe ein paar Notizen zusammengeschrieben und dann einfach drauflos geredet. Wie man sich vorstellen kann, fällt es mir ziemlich leicht, vor einem Mikrofon über alles Mögliche zu reden.

    „Eine bessere Welt ist möglich“ ist ein lustiges Thema, weil es so ... wahr und unwahr ist, auf eine selbstverständliche Art und Weise. Man kann sich in dieser Welt nicht umsehen, ohne zu erkennen, dass es besser sein könnte. Zum einen könnten wir in einer Welt ohne live gestreamten Völkermord leben. Das wäre sicherlich eine bessere Welt. Wir könnten in einem Land leben, in dem es keine #Konzentrationslager gibt, die gleichzeitig als #Betrugsfabriken dienen und Konzentrationslager-Merchandise an die Fans von Konzentrationslagern verkaufen, die #Faschisten an die Macht in den Vereinigten Staaten gewählt haben.

    Es ist wirklich leicht, sich eine Welt ohne diese Dinge vorzustellen, denn vor ein paar Jahren lebten wir in einer schrecklichen Welt, die irgendwie besser war als unsere heutige Welt, weil es diese besonderen Gräueltaten nicht gab.

    Seht ihr, eine Sache, die ich aus der Geschichte gelernt habe, ist, dass es immer noch schlimmer kommen kann. Es gibt eigentlich keinen Tiefpunkt, den wir erreichen können. Es gibt Schlechtes und Schlimmeres und noch Schlimmeres, aber es gibt kein Schlimmstes. (Oder, um es grammatikalisch korrekt auszudrücken, es gibt kein „schlimmstes“.) Es ist erschreckend zu erkennen, dass es keine Grenze für das Leid gibt, das in der Welt existieren kann, aber es ist auch – hört mir zu – seltsamerweise etwas, das unserem #Optimismus helfen kann.

    Denn wenn es keine Grenze für das Leid gibt, dann ist alles Leid, das gerade nicht geschieht, auf die unglaublichen Anstrengungen von buchstäblich Milliarden von Menschen zurückzuführen, die dafür sorgen, dass das Leid nicht noch schlimmer wird. Wir schaffen es, unendlich viel Leid zu verhindern, auch wenn wir nicht alles Leid verhindern können.

    Eine bessere Welt ist immer möglich, weil eine schlechtere Welt immer möglich ist. Es gibt dieses große Drama, das sich wahrscheinlich seit Anbeginn der Menschheit, aber ganz sicher seit Beginn der Imperien, des Staates, der Hierarchien, des Kapitalismus und all dem Scheiß abspielt. Es gibt ein großes Drama zwischen Unterdrückung und Befreiung, und wir alle sind Akteure in diesem Drama, ob wir uns das so vorstellen oder nicht.

    Ich kann dir also sagen, dass eine bessere Welt möglich ist, und ich kann dir sagen, dass der Kampf für eine bessere Welt einen unmittelbaren Wert hat. Selbst wenn wir nicht „gewinnen“ und keine utopische Gesellschaft schaffen, „gewinnen“ wir, weil wir durch unser Handeln oft zumindest ein gewisses Maß an Leid verhindern können. Unsere Siege sind schwer zu messen, weil wir nicht in einer noch schlimmeren Welt leben, in der wir ohne die gemeinsame Arbeit, die wir alle leisten, leben würden.

    Es gibt auch keinen endgültigen Sieg in diesem dramatischen Kampf. Für keine der beiden Seiten. Im Moment leben die meisten von uns in einer kapitalistischen Gesellschaft, und diejenigen von uns in den #USA und anderswo leben in kapitalistischen Gesellschaften, die sich gerade zu faschistischen Gesellschaften entwickeln. Aber der Faschismus wird niemals dauerhaft siegen. Er wird immer zusammenbrechen. Wenn wir jemals eine freie, egalitäre #Gesellschaft schaffen, wird auch diese nicht statisch sein. Auch sie würde wahrscheinlich eines Tages zusammenbrechen. Es wird immer Höhen und Tiefen geben.

    Dieser Gedanke lässt mich nicht hoffnungslos zurück. Er macht mich entschlossen. Ich freue mich darauf, meinen kleinen Teil zum Kampf für eine bessere Welt beizutragen.

    Ich kann Ihnen auch sagen, dass eine bessere Welt möglich ist, weil ich in einer besseren Welt gelebt habe. Die bessere Welt, in der ich gelebt habe, war zwar klein und nur vorübergehend. Ich war bei anarchistischen Treffen mit Hunderten von Menschen, die ein oder zwei Wochen lang zusammenlebten, horizontal I#nfrastruktur aufbauten und Entscheidungen gemeinsam trafen. Ich war bei morgendlichen Treffen, bei denen alle gemeinsam festlegten, welche Arbeiten zu erledigen sind, und sich dann freiwillig für diese Arbeiten meldeten – auch für unattraktive Arbeiten wie #Geschirrspülen und #Grabenausheben.

    Ich habe mit Menschen gesprochen, die noch bessere Welten erlebt haben, bessere Welten, die in größerem Maßstab aufgebaut waren und länger Bestand hatten. Ich habe mit Leuten gesprochen, die Zeit in Chiapas, Mexiko, verbracht haben, wo sie unter den Zapatisten gelebt haben, die sich auf eine basisdemokratische #Infrastruktur stützen, um ihre Entscheidungen zu treffen und füreinander zu sorgen. Ich habe mit Leuten gesprochen, die Zeit im Nordosten #Syrien​s verbracht haben, wo Millionen von Menschen mit „demokratischem #Konföderalismus“ experimentieren, einem weiteren basisdemokratischen System, das sowohl von indigenen Lebensweisen als auch von den Schriften des #Anarchisten Murray #Bookchin inspiriert ist.

    Weiterlesen in meiner ÜBersetzung des Beitrages Revolutions Are Built on Failure or: a better world is sorta possible von @margaret Killjoy vom 1. August 2025

    #Anarchismus #Perspektive #Faschismus #Antifaschismus #Rojava #Spanien

  30. Atamansha. Das Leben von Marusya Nikiforova

    Die ukrainische Anarchistin Maria Nikiforova (1885 - 16. September 1919) wird manchmal mit Jeanne d'Arc verglichen. Wie diese stammte sie aus bescheidenen Verhältnissen und wurde auf unwahrscheinliche Weise zu einer grausamen Militärführerin, die von ihren eingeschworenen Feinden gefangen genommen und heute vor 103 Jahren hingerichtet wurde. Und wie Jeanne war sie eine Fanatikerin, die ihre Ziele auf gewalttätige und rücksichtslose Weise verfolgte.

    Aber es gibt keinen Kult um Maria #Nikiforova. Es gibt keine Bücherregale in irgendeiner Sprache, die ihrem Leben gewidmet sind. Obwohl sie in den russischen Revolutionen von 1917 und dem anschließenden #Bürgerkrieg eine herausragende Rolle spielte, wurde sie aus der sowjetischen #Geschichtsschreibung dieser Zeit praktisch getilgt. In einem in der #Sowjetunion veröffentlichten biografischen Wörterbuch der Russischen #Revolution, das Hunderte von Namen enthält, wird sie nicht erwähnt, sondern nur ein paar Dutzend #Frauen. Es gibt Einträge zu den bolschewistischen Heldinnen Alexandra #Kollontai, Larissa #Reissner und Inessa #Armand, aber keine dieser Frauen hatte ein unabhängiges militärisches Kommando wie Nikiforowa.

    Es gibt keine wissenschaftliche Biografie über Maria Nikiforowa, keine #Geschichtsschreibung über ihr Leben, die nur aktualisiert und möglicherweise neu interpretiert werden müsste. Das liegt zum Teil daran, dass sie die meiste Zeit ihres Lebens im #Untergrund verbrachte: Sie schloss sich mit 16 Jahren einer anarchistischen Terrorgruppe an und war eigentlich nur zwei Jahre lang (1917-1919) "über der Erde". Daher gibt es nur sehr wenige Dokumente, die ihre Aktivitäten belegen, und fast keine Fotos. Für einen Terroristen kann es tödlich sein, erkannt zu werden, und so war es auch für Nikiforova am Ende. Die Berichte über ihr Leben, die es gibt, finden sich in der Regel in der #Memoirenliteratur oder in der #Belletristik. Die meisten dieser Berichte sind feindselig gegenüber Nikiforova und stellen sie als abstoßend und böse dar.

    Nikiforowa war Ukrainerin und ihre Aktivitäten in der Russischen Revolution und im Bürgerkrieg fanden größtenteils in der #Ukraine statt, aber sie wurde von ukrainischen Historikern weitgehend ignoriert. Sie war #antinationalistisch und konnte, wie die ukrainische anarchistische Bewegung im Allgemeinen, nicht in eine nationalistische #Geschichtsperspektive eingeordnet werden.

    Selbst Autoren, die mit dem #Anarchismus sympathisieren, haben sie in der Regel vernachlässigt. Obwohl sie eng mit dem berühmten Bauernanarchisten Nestor Makhno verbunden war, wird sie in Büchern über #Makhno kaum erwähnt. Dabei war Nikiforowa 1918 bereits als anarchistische #Atamansha (militärische Anführerin) in der ganzen Ukraine berühmt, während Makhno noch eine eher obskure Figur war, die in einem provinziellen Hinterland agierte. In den Werken von Peter #Arshinov, Volin und Paul Avrich kommt sie nicht vor. Alexandre #Skirdas Buch "Nestor Makhno, le cosaque libertaire" erwähnt sie zwar, widmet ihr aber nur einen Absatz in einem Werk von 400 Seiten. Ausnahmen von der Regel sind Makhno selbst und sein ehemaliger Adjutant Victor #Belash. In seinen Memoiren (die nur 22 Monate der Revolution und des Bürgerkriegs umfassen) berichtet Makhno als Augenzeuge von einer Reihe dramatischer Ereignisse, bei denen Nikiforova eine führende Rolle spielte. Belash, dessen Arbeit aus den Akten der sowjetischen Geheimpolizei gerettet wurde, präsentiert ebenfalls Primärquellenmaterial über sie.

    Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion besteht in #Russland und der Ukraine ein großes Interesse daran, die "weißen Flecken" in ihrer Geschichte zu füllen. Makhno und Nikiforova haben von diesem Interesse profitiert: Es wurden viele Bücher über Makhno und einige Aufsätze über Nikiforova veröffentlicht. Die Archive haben einige solide Informationen geliefert; so gibt es zum Beispiel Nikiforowas Dienstakte, da sie einst Mitglied der Roten Armee war. Allmählich zeichnet sich ein klareres Bild ihres Lebens ab, und es ist möglich, eine einigermaßen zuverlässige Erzählung zu erstellen, auch wenn viele Unklarheiten bestehen bleiben.

    Die folgende Skizze von Nikiforovas Leben basiert hauptsächlich auf Sekundärquellen, die in den letzten zwei Jahrzehnten auf Russisch und Ukrainisch veröffentlicht wurden.

    Mehr in Meiner Übersetzung der Broschüre Atamansha: The Story of Maria Nikiforova, the Anarchist Joan of Arc (Black Cat Editions, Canada 2007) ===> Atamansha. Das Leben von Marusya Nikiforova

    #Geschichte

  31. Die Selbstauflösung der PKK verstehen: Was bedeutet das für den Nahen Osten?

    Am 12. Mai 2025 gab die Kurdische Arbeiterpartei (Partiya Karkerên Kurdistanê, PKK) nach mehr als vier Jahrzehnten bewaffnetem Kampf gegen die türkische Regierung ihre Auflösung bekannt. Dies geschah unmittelbar nach einem Aufruf des inhaftierten #PKK-Führers Abdullah #Öcalan, die Organisation aufzulösen. Am 11. Juli nahmen PKK-Kämpfer an einer Zeremonie teil, die die Entwaffnung symbolisierte. Was bedeutet dies für die kurdischen Befreiungsbewegungen und für den Nahen Osten im Allgemeinen?

    In der folgenden #Analyse geht eine kurdische feministische Aktivistin auf der Grundlage ihrer über zehnjährigen politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der kurdischen Befreiungsbewegung diesen Fragen nach. Die Autorin Soma.r wuchs im Iran auf und lebt in der kurdischen Diaspora. Sie steht in engem Kontakt zu weiblichen Aktivistinnen und ist weiterhin aktiv in der Bewegung engagiert.

    Einleitung Eine Gruppe von PKK-Kämpferinnen hat sich am 11. Juli 2025 in der Jasna-Höhle in der autonomen kurdischen Region des Irak symbolisch entwaffnet. Der Ort hat eine tiefe historische und politische Bedeutung: 1923 diente er als Zufluchtsort und Kommandozentrale während der britischen Kolonialangriffe. Im selben Jahr wurde die Jasna-Höhle zu einer geheimen Druckstätte für Bangî Haq („Ruf der Wahrheit“), die erste revolutionäre kurdische Zeitung, die vom Journalisten Ahmad #Khwaja gegründet wurde. Diese Tat verband antikolonialen Widerstand, politischen Kampf und Untergrundjournalismus miteinander.

    Ein Jahrhundert später ist die Entwaffnung an diesem Ort keine #Kapitulation, sondern eine politische Aussage, die durch die Jahrhunderte hallt. Sie zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nutzt Erinnerung als Strategie. Mit der Wahl von #Jasna erinnern uns die Kämpfer daran: #Revolutionen mögen ihre Form ändern, aber ihre Wurzeln reichen tief. Wo einst das Imperium Schweigen forderte, druckten kurdische Stimmen die Wahrheit. Wo nun die #Waffen niedergelegt werden, könnten neue Kämpfe entstehen – verwurzelt in derselben Erde, aber geprägt von neuen Vorstellungen.

    Dieser Akt gewinnt angesichts der jüngsten Ereignisse noch mehr an Bedeutung. Nur zwei Tage zuvor war Abdullah Öcalan, der legendäre PKK-Führer, in einer Videobotschaft wieder aufgetaucht – seiner ersten seit 1999 –, in der er das Ende des bewaffneten Kampfes forderte und einen endgültigen Wandel hin zu einer demokratischen Politik drängte. Dieser Moment lädt nicht nur zum Gedenken ein, sondern auch zur Interpretation: Wie vollzieht eine #Guerillabewegung, die einst gleichbedeutend mit bewaffnetem Widerstand war, durch symbolische Akte einen politischen Wandel?

    Um die Selbstauflösung der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu verstehen, muss man sich die Breite ihrer sozialen Basis vor Augen führen, die mehrere Millionen Menschen umfasst. Seit Öcalans Inhaftierung im Jahr 1999 hat sich die kurdische Bewegung in der Türkei über ihre Guerilla-Wurzeln hinaus zu einem komplexen politischen Projekt entwickelt, das in verschiedenen städtischen und ländlichen, säkularen und religiösen, kurdischen und nicht-kurdischen Bevölkerungsgruppen verwurzelt ist – wobei das #Proletariat nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Sie agiert heute über eine hybride Struktur, die einen bewaffneten Flügel in #Qandil mit einem breiten zivilen Netzwerk aus Gewerkschaften, Kommunen, legalen Parteien, #Frauenorganisationen, Medien und transnationalen Solidaritätsplattformen verbindet. Ihre politische Praxis ist gleichzeitig territorial und transnational, legal und illegal, militarisiert und zutiefst sozial. Zu den transformativsten Veränderungen zählt der Aufstieg der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung (KWLM), die die Emanzipation der Geschlechter als symbolischen und strategischen Kern neu positioniert hat. In Öcalans Briefen werden das #Rojava-Projekt und die wachsende Rolle der #KWLM durchweg als die bedeutendsten Errungenschaften der PKK in der Gegenwart hervorgehoben.

    In einer bedeutenden Entwicklung für die kurdische politische Landschaft kündigte die PKK nach ihrem 12. Kongress ihre Auflösung an. Diese Entscheidung wurde durch eine Reihe von Dialogen geprägt, die im Oktober 2024 unter Beteiligung von Abdullah Öcalan (über seinen Neffen und die Delegation der Partei für Gleichheit und Demokratie der Völker) initiiert wurden und durch Äußerungen des Vorsitzenden der Nationalistischen Aktionspartei (Milliyetçi Hareket Partisi, #MHP), Devlet #Bahçeli, einer rechtsextremen, ultranationalistischen Partei in der #Türkei, ausgelöst wurden. Öcalan betonte die Notwendigkeit, die Kurdenfrage von einem bewaffneten Kampf zu einer demokratischen Politik zu überführen, und erklärte, er sei in der Lage, diesen Wandel zu führen, wenn die Bedingungen dies zuließen.

    Als Reaktion darauf begann die PKK interne Konsultationen und erklärte sich bereit, unter der Leitung von Öcalan einen Kongress einzuberufen. Am 27. Februar 2025 veröffentlichte Öcalan einen offiziellen „Aufruf zu Frieden und einer demokratischen Gesellschaft“, in dem er die PKK aufforderte, ihre bewaffneten Aktivitäten einzustellen und Verantwortung für eine friedliche Lösung zu übernehmen. Daraufhin erklärte die PKK am 1. März einen einseitigen Waffenstillstand. Darauf folgte der 12. Kongress der Organisation, auf dem die Entscheidung zur Auflösung der PKK und zur Beendigung ihres bewaffneten Kampfes offiziell verabschiedet wurde. aus der Führung sowohl der PKK als auch der Partei Freier Frauen in Kurdistan (#PAJK).1

    Öcalans strategische Vision wurde in der Mai-Ausgabe (Nr. 521) von #Serxwebûn, der offiziellen Monatszeitschrift der PKK, näher ausgeführt. Diese letzte Ausgabe enthielt das vollständige 20-seitige Dokument, das Öcalan dem Kongress vorgelegt hatte, sowie einen vier Punkte umfassenden Brief an die Delegierten, in dem er den politischen Rahmen für den Übergang zu einer friedlichen und demokratischen Phase der kurdischen Bewegung skizzierte. Mit der Ankündigung des Endes ihrer ununterbrochenen 44-jährigen Geschichte erklärte die Zeitschrift: „Alles ist bereit für einen neuen und stärkeren Anfang.“

    In seinem Brief vom 27. April skizziert Abdullah Öcalan eine transformative Vision für die Zeit nach der PKK, die sich auf demokratische Nation, ökologische und kommunale Ökonomie und demokratische Modernität als Alternative sowohl zum kapitalistischen #Nationalstaat als auch zum realen #Sozialismus konzentriert. Er schlägt eine demokratische Gesellschaft als politisches Programm für die neue Ära vor – eine Gesellschaft, die nicht darauf abzielt, den Staat zu erobern, sondern autonome, basisdemokratische Strukturen wie Kommunen zu schaffen. In diesem Rahmen werden Konzepte wie demokratischer Sozialismus, #Kommunalismus und regionaler #Konföderalismus sowohl für die kurdische Befreiung als auch für einen umfassenderen regionalen Wandel von zentraler Bedeutung. Öcalan bezeichnet dies als eine neue Form des Internationalismus und fordert alle Akteure auf, Verantwortung für dessen Verwirklichung zu übernehmen, da ein Erfolg in Kurdistan seiner Meinung nach Auswirkungen auf die gesamte Türkei, Syrien, den Irak und den Iran haben könnte.2 Die Texte in dieser Ausgabe – darunter Reden, Resolutionen und Kongressdokumente – spiegeln den Versuch wider, den strategischen Horizont der Bewegung neu zu definieren.

    Öcalans jüngster Aufruf zur Auflösung ist nicht ohne Präzedenzfälle, da die PKK seit langem zwischen bewaffnetem Kampf und Verhandlungen schwankt. Dieser Moment signalisiert jedoch einen tieferen ideologischen Wandel: Seit 2004 hat sich die Bewegung über die Kurdistan Democratic Communities Union (#KCK) – ein Dachverband, der die PKK umfasst, aber in dem aktuellen Auflösungsplan auffällig fehlt – um den „demokratischen Konföderalismus“ herum neu strukturiert.

    Die Bedeutung des Begriffs „Auflösung“ bleibt höchst unklar. Bedeutet er das Ende der PKK, eine bloße Umbenennung oder einen taktischen Wandel im Rahmen einer längerfristigen politischen Anpassung? Noch entscheidender ist die Frage, was die Auflösung einer Struktur, die historisch gesehen bewaffneten #Widerstand und #Mobilisierung an der Basis miteinander verflochten hat, für die antistaatlichen und antikolonialen Kämpfe in der Region bedeutet.

    Selbst innerhalb der PKK gibt es unterschiedliche Interpretationen. Zagros #Hiwa, Sprecher für Außenbeziehungen der KCK, erklärte im Sterk TV, dass die Resolutionen ein Ende des bewaffneten Konflikts – nicht die Entwaffnung – fordern, und stellte die Durchführbarkeit angesichts der 100 Meter Entfernung zwischen türkischen #Soldaten und Guerillakämpfern in Frage. Andere sind anderer Meinung. Amir Karimi vom iranisch-kurdischen Ableger der PKK erklärte: „Diejenigen, die am härtesten gekämpft und am meisten erlitten haben, haben das größte Recht, über #Frieden zu sprechen.“ Der Sprecher des türkischen Parlaments, Numan #Kurtulmuş, stellte den Prozess hingegen als Teil einer nationalen Anstrengung dar, sich gegen imperialistische Zersplitterung zu wehren:

    „Der Irak und Syrien sind zersplittert, der Libanon ist unregierbar geworden. Libyen, Sudan und Somalia wurden geteilt. Diese Länder sind zu Schlachtfeldern geworden, die von Stammes-, ethnischen und religiösen Spaltungen angeheizt werden, und einige wurden durch terroristische Organisationen zerschlagen. Wir hätten passiv wie eine „gelbe Kuh“ darauf warten können, dass wir als Nächste auseinandergerissen werden, oder wir Türken, Kurden und alle anderen hätten uns vereinen können, um diese imperialistische Agenda zu besiegen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und sind entschlossen, gemeinsam voranzuschreiten.“
    Es überrascht nicht, dass dieser Aufruf zu Spaltungen, Unsicherheit und einem breiten Spektrum an Reaktionen unter kurdischen Aktivist*innen geführt hat. Hier werden wir diese Fragen aufgreifen, indem wir die historische Entwicklung der PKK im Zusammenhang mit Friedensprozessen analysieren und die weiterreichenden Auswirkungen ihrer Auflösung für zeitgenössische antistaatliche, antikapitalistische und dekoloniale Bewegungen untersuchen.

    Wir beginnen mit einem kurzen Überblick darüber, wie revolutionäre Gewalt durch den bewaffneten Kampf in der kurdischen Bewegung entstand und wie dieser Verlauf mit einer Reihe gescheiterter Friedensinitiativen verflochten war, die oft neue Kriegszyklen hervorbrachten. Dann wenden wir uns der Kernfrage zu: Warum hat die PKK eine einseitige Entwaffnung beschlossen? Wir werden diese Entscheidung im Zusammenhang mit den sich wandelnden politischen Dynamiken auf regionaler, nationaler und globaler Ebene untersuchen. Abschließend werden wir über die Risiken, Unsicherheiten und strategischen Kalküle nachdenken, die mit diesem Schritt verbunden sind, und mit einer geschlechterspezifischen Lesart schließen, die die Rolle der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung bei der Gestaltung sowohl der Grenzen als auch der Möglichkeiten dieses Prozesses in den Vordergrund stellt.

    Die kurdische Tortur von staatlicher Gewalt und Staatenlosigkeit

    Wie die PKK am 12. Mai 2025 erklärte:

    "Die PKK entstand als Befreiungsbewegung gegen die Politik der Leugnung des kurdischen Volkes, die im Vertrag von Lausanne und in der türkischen Verfassung von 1924 verankert war."
    Von einer anerkannten imperialen „Nation“ wurden die Kurden zu „ethnischen Minderheiten“ in Staaten, die sie unterdrückten, assimilierten und auslöschten. Obwohl sie fast 40 Millionen Menschen stark sind – 20 % der Bevölkerung der Türkei – sind die #Kurden nach wie vor das größte staatenlose Volk der Welt, das von politischer und kultureller Anerkennung ausgeschlossen ist. Die staatliche Unterdrückung hat oft genozidale Formen angenommen: Bei der #Anfal-Kampagne im Irak (1987–1988) wurden 180.000 Kurden getötet; die Entnationalisierungspolitik #Syriens in den 1960er Jahren machte Zehntausende staatenlos; Der #Iran stellt militärische Angriffe auf kurdische Regionen als „#Dschihad“ dar, und die Türkei verbot lange Zeit die Begriffe „Kurde“ und „#Kurdistan“ und bezeichnete Kurden als „Bergtürken“. Allein der Krieg zwischen der PKK und dem türkischen Militär hat über 40.000 Menschenleben gefordert, in einem größeren Kontext kurdischer Konflikte, in denen seit den 1960er Jahren mehr als 250.000 Menschen getötet wurden.

    Die türkische Republik wurde auf dem Völkermord an den #Armenier​n und der Leugnung der kurdischen Identität aufgebaut, die beide dazu dienten, ein homogenisierendes nationalistisches Projekt durchzusetzen. Die PKK entstand in den 1970er Jahren als direkte Reaktion auf dieses ausgrenzende Regime. Ihre Opposition war nicht nur militärischer, sondern auch kultureller und politischer Natur, wie Leyla #Zana​s parlamentarischer Eid von 1991 symbolisiert („Ich leiste diesen Eid für die Brüderlichkeit des türkischen und kurdischen Volkes“) – auf Kurdisch –, für den sie zehn Jahre im Gefängnis verbrachte.

    Heute verbindet der türkische #Imperialismus internen #Kolonialismus mit regionaler neoimperialer Expansion. Seit 2016 setzt #Ankara islamistische Milizen wie die „Syrische Nationalarmee“ (#SNA) in #Nordsyrien (#Afrin, al-Bab, #Azaz, #Jarablus, #Idlib) ein. Diese Milizen ermöglichen es der Türkei, Krieg zu führen und gleichzeitig eine neo-osmanistische Agenda der Zwangsarabisierung, #Islamisierung und demografischen Manipulation voranzutreiben. Mit Versprechungen von Gehältern bis zu 2500 Dollar werden junge Menschen angelockt, die von nur wenigen Dutzend Dollar leben, wodurch Krieg zu einer prekären Beschäftigung wird.

    Seit 2015 hat die Türkei mehrere Operationen gestartet – #Euphrat-Schild, #Olivenzweig, Friedensquelle –, um kurdische Gebiete zu besetzen, die Bevölkerung zu vertreiben und #Plünderungen, #Massengewalt und ethnopolitische Umgestaltungen zu ermöglichen. Die Luftangriffe im #Irak auf #Qandil und #Sinjar haben sich intensiviert, ohne dass die internationale Gemeinschaft nennenswert reagiert hätte. Dieses Kriegsmodell – privatisiert, prekär und transnational – hat sich auf #Libyen (2019–2020), #Aserbaidschan (2020), #Jemen, #Niger und #Pakistan ausgeweitet. Mit dem türkischen Geheimdienst verbundene paramilitärische Netzwerke wie die Sultan-Murad-Brigade operieren aus kurdischen Dörfern wie #Sinara in der Nähe von #Afrin.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Making Sense of the PKK’s Self-Dissolution von Soma.r, 13. Juli 2025 bei @CrimethInc @crimethinc_de

    #CapitalismIsADeathCult #Anarchismus

  32. Via Anarchistisches Kollektiv #Hannover (AKH):
    Umsonst Flohmarkt
    Sonntag 29.06.25, 13 UHR
    UJZ Korn
    Kornstraße 28-30
    30167 Hannover

    #umsonst #flohmarkt #freeshop #solidarität #anarchismus #KornHannover

  33. Kennt ihr schon die Agentur für Politische Arbeit in #Hannover?

    Auf der Website agenturfuerpolitischearbeit.no sammelt die Agentur Vorstellungs-Steckbriefe unterschiedlichster progressiver Gruppen von Anarchie über Klima bis Queer Rights aus der Region. Eine gute Entscheidungshilfe für Menschen, die sich politisch engagieren wollen, aber nicht wissen, wo anfangen.

    #Politagentur #progressiv #linkePolitik #Anarchismus #Antifaschismus #queereRechte #Klimabewegung

  34. Die Waldbrände werden kommen: Ein Interview mit Toby Shone

    Der ehemalige politische Gefangene redet über seinen Anarchismus, das 325-Projekt und den Widerstand gegen die physischen und mentalen Gefängnisse, die uns alle umgeben.

    Du hast kürzlich über die Wichtigkeit von Solidarität und Verbindungen zwischen Gefangenen und ihren Unterstützern draußen gesprochen. Kannst du uns Beispiele für diese Art der gegenseitigen oder kollektiven Stärkung im Kampf gegen die ständige Unterdrückung durch das Gefängnis nennen?

    Kurz bevor ich 2024 freigelassen wurde, gab es im C-Flügel des HMP Garth in Leyland, wo ich festgehalten wurde, gewaltsame Zellendurchsuchungen durch eine Spezialeinheit der Gefängniswärter, die als National Search Team bekannt ist. Das #NST übernahm den Trakt mit Hunden und Schutzausrüstung. Die #Razzia fand Zelle für Zelle statt, begleitet von sinnloser Brutalität. Wir wurden zu zweit mit Handschellen gefesselt und in einen verschlossenen Nassraum gebracht. Einige Gefangene wurden geschlagen, misshandelt und viele unserer Sachen wurden zerstört. Einige der Jungs wehrten sich, überschwemmten ihre Zellen, schlugen gegen ihre Türen oder spielten aus Protest laut Musik. Am nächsten Tag weigerte sich der ganze Trakt, nach der morgendlichen Freistunde in die Zellen zurückzukehren. Als lautstarker und unkontrollierter Mob forderten wir die sofortige Rückgabe der beschlagnahmten Sachen, den Ersatz der beschädigten Sachen und verurteilten die Gewalt. Das führte dazu, dass die Wärter zurückwichen. In diesem Moment konnten die Wärter nichts machen, weil wir alle zusammen und ohne Anführer handelten. Am Ende der Mittagspause war der Streik vorbei.

    Ähnliches erlebte ich, als einer der Gefangenen aus Depressionen oder Hoffnungslosigkeit heraus ums Leben kam. Demonstrationen vor den Gefängnissen, in denen ich festsaß, waren ebenfalls ein starkes Erlebnis, das sowohl die Wärter als auch uns beeindruckte. Vor allem, wenn Feuerwerkskörper den Nachthimmel erhellten und die Genossen draußen kämpferisch waren. Ich fand, dass sich die anderen Gefangenen in diesem weitgehend systemfeindlichen und kriminellen Umfeld im Allgemeinen gegenseitig unterstützten. Immer wenn ich verlegt oder in eine andere Zelle gebracht wurde, kamen die Jungs aus der Zelle, um zu sehen, ob es mir gut ging und ob ich etwas brauchte. Ich half anderen bei ihren #Gerichtsverfahren oder bei der Gefängnisverwaltung und versuchte, gemeinsame Interessen und Subversives zu finden. Wir versuchten, uns gegenseitig zu unterstützen, und wenn ich ein Problem hatte, brachten die Jungs auch ihre Forderungen vor. In den meisten Gefängnissen des Landes gibt es jeden Tag Verweigerungen und Proteste gegen die Bedingungen und die Behandlung. Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich während meiner Haft von Verweigerungen der #Gefängnisarbeit und #Streiks gehört habe. Das ist sehr verbreitet, ebenso wie das Klettern auf die Netze, die die Treppenabsätze trennen, um gegen die Behandlung und die schlechten Bedingungen zu protestieren.

    Als ich hörte, dass Genossen draußen revolutionäre Solidarität leisteten, spürte ich unsere Kraft innerhalb des Gefängnisses, das kann ich sagen. Von den Berichten über die direkten Aktionen im Fall #Adream in #Chile, #Frankreich, #Italien, #Indonesien und auf der ganzen Welt bis hin zu den #Telefonaktionen, die ich aus dem Gefängnis heraus zu Treffen von Genossen draußen durchführen konnte, spürte ich die Wärme der Genossen. Auch das Wissen um die zensierten Briefe und Bücher, die #Solidaritätsfonds und #Benefizveranstaltungen war großartig.

    Für Leser, die 325 nicht kennen: Was kannst du uns über das Projekt und seinen Inhalt sagen?

    325 ist ein anarchistisches Netzwerk für Gegeninformation und direkte Aktion. Im November 2020 hat die niederländische Anti-Terror-Polizei auf Anfrage ihrer deutschen und englischen Kollegen den Server nostate.net geschlossen, auf dem die Website von 325 gehostet wurde. Die Website war eine langjährige Informationsplattform für allgemeine Nachrichten, Berichte, Kommuniqués, Publikationen, Veranstaltungshinweise usw. Die Website deckte hauptsächlich #Europa, #Lateinamerika und #Südostasien ab. 325 ist auch ein #Printmagazin, das unregelmäßig erscheint, und das Kollektiv hat Dutzende von Publikationen herausgebracht, darunter den Newsletter Dark Nights, der eine eigene Website hat.

    Im Laufe der Jahre hat sich 325 an einem sich entwickelnden partizipativen internationalen Netzwerk beteiligt, das auf direkter Aktion und der Unterstützung von Gefangenen basiert und Raum für verschiedene Strömungen anarchistischer, antikapitalistischer und zivilisationskritischer Gruppen bietet. In den letzten Ausgaben des Magazins hat sich der Schwerpunkt der Analyse etwas auf die tiefgreifenden neuen industriellen Veränderungen in #Produktion und #Technologie verlagert, wie künstliche Intelligenz, #Biowissenschaften und #Automatisierung. Das Archiv der 325-Website ist ein wichtiges Dokument des sozialen und bewaffneten revolutionären Kampfes über mehrere Jahre hinweg in Europa und international. Das Projekt begann 2003 und wird fortgesetzt.

    Ich hab den Begriff „Anti-#Psychiatrie“ zum ersten Mal in 325 gesehen. Es gibt viel zu sagen über die Schnittpunkte dieser Agenda mit dem Anarchismus, aber du könntest uns auch einfach erzählen, warum ihr es damals für wichtig gehalten habt, das Thema anzusprechen.

    Das war eine gemeinsame Entscheidung, die aus verschiedenen Einflüssen auf die frühe Gruppe in Brighton entstanden ist. Ich kann unsere Erfahrungen mit veränderten Bewusstseinszuständen und dem Zusammenbruch auferlegter sozialer Konditionierung erwähnen. Einige aus unserer ursprünglichen Gruppe hatten Erfahrungen mit psychiatrischer/psychologischer Kontrolle und geschlossenen Einrichtungen, und wir alle interessierten uns für den Einsatz der Psychoanalyse zur politischen Unterdrückung, für die Arbeit von Wilhelm #Reich, R. D. #Laing, das Sozialistische Patientenkollektiv (SPK) und die anarchistische Analyse der Beziehung des Individuums zur postindustriellen Gesellschaft.

    Unser Genosse aus der Schweiz, der in den 2000er Jahren an einem frühen Anti-Zivilisations-Netzwerk in Europa beteiligt war, verfasste das Anti-Psychiatrie-Manifest „Reclaim Your Mind: An Urgent Message for all those who have or are in danger of being labelled mentally ill“ (Befreit euren Geist: Eine dringende Botschaft an alle, die als psychisch krank eingestuft wurden oder davon bedroht sind), das in der ersten Ausgabe des Magazins „325“ veröffentlicht wurde. Obwohl es im Kollektiv im Laufe der Jahre unterschiedliche Perspektiven zu diesem Manifest gab, ist die allgemeine Position, dass die Gesellschaft #Pathologie fördert und dass Medikalisierung letztendlich schädlich ist, ebenso wie Inhaftierung. Bei der Anti-Repressions-Versammlung, die im März letzten Jahres vom Anarchist Black Cross #ABC im #Cowley Club in #Brighton organisiert wurde, hat ein Genosse aus #Schweden beschrieben, wie Genossen von den Behörden statt ins Gefängnis in psychiatrische Einrichtungen gesteckt werden, um ihre Fälle aus der #Öffentlichkeit zu nehmen und sie wegen ihrer anarchistischen Ideen zu einer medizinischen „Behandlung“ zu zwingen.

    Das war eine Taktik, die das National Security Team und die Anti-Terror-Polizei während meiner Inhaftierung und nach meiner Freilassung unter Auflagen gegen mich angewandt haben. Es ist sehr wichtig, das anzusprechen, weil solche Kontrollen von diesen Behörden routinemäßig eingesetzt werden und sie versuchen werden, sie wo immer möglich gegen Anarchist*innen und die radikale Linke anzuwenden.

    Die #Gesetzgebung schränkt den Spielraum für gewaltfreie Ausdrucksformen von Unzufriedenheit immer weiter ein, mit härteren Strafen für Störungen durch Massen oder sogar kleine Gruppen und mit polizeilichen Befugnissen zur Auflösung gewaltfreier Menschenansammlungen. #Während die Organisatoren des Climate Camps präventiv durchsucht wurden, konnten die rechtsextremen Angriffe im letzten Sommer nicht verhindert werden. Wie kommt es, dass der britische Staat mitten in einer globalen faschistischen Machtübernahme so besessen von den Krümeln des Widerstands von unten ist?

    Nun, wir dürfen den kleinsten Ausdruck von #Dissens und #Rebellion niemals unterschätzen, denn sie alle haben Macht. Wenn das Regime die Funken nicht erstickt, wird es zu einem #Flächenbrand kommen. Auch wenn ich mit den Positionen des bürokratischen Teils der meisten dieser Gruppen nicht übereinstimme, freue ich mich über ihre Erfolge und wünsche mir, dass sie sich zu einer revolutionären Bewegung entwickeln. Alle wirksamen Proteste werden auf #Unterdrückung stoßen. Aus dem #Gefängnis habe ich im Fernsehen die Eskalation der Sachbeschädigungen gegen #Waffenfirmen, die mit Israel Geschäfte machen, während des andauernden Völkermords in #Gaza, die Sperrung von #Autobahnen und die Zerstörung von #Barclays-#Banken gesehen. Die radikale #Linke, #Ökologen und #Anarchisten sind im Grunde die einzige #Opposition in Großbritannien.

    Seit sie am 18. Juni 1999, dem Globalen Aktionstag, von antikapitalistischen #Ausschreitungen mit Schäden in Millionenhöhe überrascht wurde, hat sich der Staat zum Ziel gesetzt, die soziale Bewegung zu manipulieren und in eine Sackgasse zu führen. Die Frage nach der Taktik und Energie innerhalb der Bewegung, nach Aktionen kleiner Gruppen und Massenprotesten, die eine echte Gefahr für die nationale Sicherheit darstellen könnten, indem sie Situationen schaffen, die außerhalb der Kontrolle aller liegen – das erfordert unsere Bereitschaft, uns zu organisieren und unsere Kämpfe zu vernetzen, das ist unsere Herausforderung. Wenn wir eine #Revolution wollen, erfordert das kontinuierliche #Subversion und #Aufstände. Dieses System ist auf #Krieg, #Mord und #Völkermord ausgerichtet, es wird nicht durch #Wahlen oder# Proteste allein gestoppt werden können. Der britische #Staat war schon immer Teil der globalen faschistischen #Machtübernahme, das #Regime bereitet sich ständig auf städtische #Unruhen, #Terrorakte, individuelle und #Massenaufstände vor. Die Genoss*innen, die oft Teil der #Untergrundgruppen sind, kommen in der Regel aus der sozialen Bewegung, und deshalb investiert der Staat viel Zeit und Energie, um herauszufinden, wer Teil dieser Bewegungen ist und in welche Richtung sie sich entwickeln.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Wildfires will begin: An interview with Toby Shone von Elizabeth Vasileva erschienen bei @freedomnews am 1. Juni 2025

    #Anarchismus #Anarchism #Knast #Solidarität #Britannien #England #Psychatrie

  35. Einladung zum Anarchistischen Stammtisch Mannheim


    Jeden 2. Mittwoch im Monat um 19:30 Uhr findet der Anarchistische Stammtisch Mannheim im ASV statt. Ein Ort um sich kennenzulernen und auszutauschen.

    Der ASV befindet sich im Hinterhaus der Beilstraße 12 im Jungbusch. Einfach durchgehen.

    WAS: Anarchistischer Stammtisch Mannheim

    WANN: Jeden 2. Mittwoch im Monat / 14.05.2024 um 19:30 Uhr

    WO: ASV Mannheim, Beilstraße 12, Mannheim-Jungbusch (Im Hinterhaus)

    ÖPNV: Teufelsbrücke (Bus) oder Dalbergstraße (Straßenbahn)

    RAUCHEN: Rauchfreie Veranstaltung, rauchen ist auf der Terrasse möglich.

    Weitere Infos:

    Instagram: instagram.com/anarchistischers…

    Fediverse: anonsys.net/u/stammtisch

    #Anarchismus #Stammtisch #AnarchistischerStammtisch #Mannheim #AGM #Kennenlernen #Austauch #ASV

  36. John Couzin (1934–2025)

    Features, 20. März

    Der anarchistische Dichter und Propagandist aus Glasgow war ein Friedenssuchender

    Von Ethel McDonald

    Einer der führenden Köpfe des zeitgenössischen #Anarchismus, John #Couzin, starb im Alter von fast 91 Jahren in den Armen seiner Partnerin zu Hause in #Glasgow, #Schottland.

    John war in Glasgow aktiv und interessierte sich sehr für Sozialgeschichte. Er war wütend darüber, dass die mangelnde Bewahrung der anarchistischen Geschichte der Macht des Staates in die Hände spielte und von anderen politischen Parteien leicht ausgenutzt werden konnte, weil es auch die Leugnung unserer Existenz war.

    John begann, Namen und Ereignisse zu sammeln, erstellte das Online-Wiki #Strugglepedia und recherchierte in seinem Buch „Radical Glasgow“ über die #Clydeside-#Anarchisten, was zur Gründung des Radical Glasgow History Project führte. Schließlich war er die treibende Kraft hinter dem mitbegründeten „Spirit of Revolt Archives of Dissent“ und stellte fast alles online.

    John betrieb 20 Jahre lang einen Blog (einschließlich einer Karte der radikalen Szene und einer Liste lokaler Veranstaltungen) unter dem Pseudonym #AnnArky, der rund 2 Millionen Aufrufe verzeichnete. Der Blog eignete sich für ein kostenloses Straßenmagazin, und so entstand die Anarchist Critic. Er gründete #Voline Press, unter dem er seine fünf Gedichtbände im Selbstverlag veröffentlichte.

    John spielte täglich #Schach auf sehr hohem Niveau und versuchte letztes Jahr, einen Club zu gründen, aber seine schlechte Gesundheit bremste ihn, wie es im Laufe der Jahre immer wieder der Fall war.

    John war in der Familie als Jack bekannt, aber von seinen Kameraden als John. Er wurde 1934 vor dem Zweiten Weltkrieg in den berüchtigten #Garngad-Slums in Glasgow geboren, die so schlimm waren, dass der Stadtrat sie abriss und das Gebiet umbenannte. Die Familie zog nach #Balornock.

    Johns Vater William war #Bergarbeiter und seine Mutter Lizzie hauptsächlich #Fabrikarbeiterin. Er hatte zwei ältere Schwestern, Sadie und Margaret, und eine jüngere Schwester, Betty. Es war eine Familie, die sich sehr liebte und unterstützte. Er war ein großer, ruhiger Junge, ein talentierter Pianist und seit seinem elften Lebensjahr sehr schachbegeistert.

    Er wurde mit seinen Schwestern aus Glasgow auf einen Bauernhof evakuiert, wo er wie ein Sohn behandelt wurde, und erinnert sich an die Freude, die er an dem alten Pferd hatte, das mit einem Tritt in die Seite und Herumtollen auf die Weide gelassen wurde, an seinem letzten Tag der Arbeit.

    Er lehnte ein #Universitätsstudium ab, für das die #Bergarbeitergewerkschaft bezahlt hätte, und nahm stattdessen ein #Ingenieurstudium auf, gefolgt von einer Ausbildung in der #Fairfield's #Shipyard.

    Er genoss seine Zeit, entdeckte anarchistische Ideen und war dort lautstark und aktiv, indem er 1952 am #Lehrlingsstreik teilnahm. Er war auch Asbest ausgesetzt, entwickelte später Pleura-Plaques und sah, wie sein bester Freund Ian an einem Mesotheliom starb. Er war Zeuge, wie sein junger Freund Archie, ein Nietenschlosser, der von einem Schiffsgerüst stürzte, ertrank, ein Ereignis, das ihn sein ganzes Leben lang zutiefst beunruhigte. Er erlebte aus erster Hand, wie Regierungsaufträge und die Verschwendung öffentlicher Gelder in der #Rüstungsindustrie herumwirbelten, indem er für den Bau von Schiffen eingesetzt wurde, die nach ihrem Stapellauf außer Dienst gestellt wurden.

    Dort wurde ihm ein Auftrag verweigert und er wechselte zu #Vickers, wo er bald erkannte, dass die unterschiedliche #Lohnstruktur der #Akkordarbeit für den hinterhältigen Wettlauf um den ersten Platz für Boni auf Kosten von #Gesundheit und #Sicherheit verantwortlich war.

    John verließ die Ingenieursbranche und nahm einen Job als Vertreter in #Slumgs an. Er verkaufte Möbel, Fernseher und Versicherungen und kehrte wöchentlich zurück, um die Zahlungen entgegenzunehmen. Er sah die schlimmsten Dinge, die ihn verfolgten, kalte, hungrige, ungewaschene Kinder, Familien, die Dielen verbrannten, um zu heizen und zu kochen, Babys, die auf Kleiderbündeln schliefen.

    Schließlich gab er diesen Job auf und wechselte in den Einzelhandel, da er inzwischen Ann kennengelernt hatte und sie zwei Kinder, Brian und Corinne, zu ernähren hatten. Im Einzelhandel arbeitete er sich bis zum Manager hoch und brach dabei #Gewinnrekorde, da er standardmäßig Boni erhielt, die er brauchte, um die Familie zu ernähren. Sie zogen nach Pollokshaws und er züchtete Rosen, die Kinder gewöhnten sich an die Schule und fanden Freunde. Er kaufte ein Boot, das der ganzen Familie Spaß machte.

    Als er in seinen Fünfzigern war, waren die Kinder bereits ausgezogen und er schloss sich #Amnesty International an, was John als nützliche Möglichkeit ansah, das Bewusstsein zu schärfen und Ungerechtigkeiten anzuprangern, die überall von den Mächtigen begangen wurden. Er war der Koordinator für dringende Maßnahmen in Schottland, las täglich die Berichte über #Folteropfer und versuchte, diese in der schottischen Presse zu veröffentlichen, um Unterstützungskampagnen zu starten. Nach drei Jahren war es ihm zu schmerzhaft, noch einen Bericht zu lesen, und er wechselte zu S#ACRO, wo er sich freiwillig bereit erklärte, Familien von Gefangenen zu Besuchen in ganz #Schottland zu fahren.

    Mit 59 Jahren zog er sich aus dem Verkauf zurück und verbrachte mehr Zeit im Fitnessstudio und auf dem Rennrad, mit dem er regelmäßig 145 km zurücklegte, mit Übernachtung und Rückkehr am nächsten Tag. Mit über 70 Jahren hatte er den AnnArky-Blog gegründet, das Buch „Radical Glasgow“ fertiggestellt und auf Buchmessen verkauft und mit der Produktion der Straßenzeitung „Anarchist Critic“ begonnen, die von 2002 bis 2022 20 Jahre lang erschien. Es handelte sich um eine antikapitalistische Zeitung, die die Fehler und Widersprüche der #Kapitalisten, multinationalen #Konzerne, #Imperien, Clubs, #Staaten und #Grenzen, des #IWF, der Europäischen Zentralbank, der #Weltbank und des #Weltwirtschaftsforums in #Davos aufdeckte. Die Anarchist Critic war eine antikriegerische, antiautoritäre, antiimperialistische #Protestliteratur, aber nicht pazifistisch, da John der Meinung war, dass #Selbstverteidigung ein unveränderliches Recht ist. Er war in Glasgow ein sehr bekanntes Gesicht, wenn er seine Zeitung verteilte.

    Sein Artikel über abgereichertes #Uran wurde in „Freedom“ veröffentlicht.

    Seine Familie wurde nun durch Stathis, seinen neuen Schwiegersohn, und Stavros und Stefania, zwei entzückende Enkelkinder, erweitert. 2005 lernte er Stasia kennen, eine Mitaktivistin und Seelenverwandte, und sie verbanden sich 20 Jahre lang als zutiefst verliebtes Paar. 2011 gründete er zusammen mit anderen das Spirit of Revolt Archives of dissent, das sowohl online als auch öffentlich in der #MitchellLibrary zugänglich ist.

    John versuchte auch, den #Maifeiertag wieder auf den #GlasgowGreen zu bringen, der über Hunderte von Jahren hinweg #Versammlungsort, #Hinrichtungsstätte und historischer Ort für politische #Agitation in Glasgow war. In den letzten Jahren hat der Stadtrat zu wenig in das Museum People's Palace investiert, sodass es geschlossen werden musste, und die Organisatoren des Marsches haben die Wirkung des Maifeiertags verwässert, ihn umgeleitet und ihn vom Glasgow Green entfernt, wodurch sie die Bedeutung der Veranstaltung, die für #Anarchisten von großer Bedeutung ist, aktiv herabgesetzt haben.

    Im Januar starb Johns Sohn Brian sehr plötzlich, was die ganze Familie erschütterte und ihm das Herz brach.

    John war sein Leben lang ein begeisterter Leser und Dichter und hat fünf Bücher mit kraftvollen Gedichten verfasst, die derzeit ins Französische übersetzt werden.

    Wir alle trauern jetzt um John. Er mag uns verlassen haben, aber seine Arbeit für den Anarchismus in Schottland erhöht unser Ansehen, legitimiert unsere Existenz und ebnet den Weg für zukünftige Generationen, auf dem er aufbauen wollte. Seine großherzige Liebe für alle hat einen tiefen Eindruck bei uns allen hinterlassen und die Erinnerung an John Couzins eigenen Geist der #Revolte wird für immer eine Quelle der Inspiration in unserem Leben bleiben.

    Quelle: Freedom News, 20. März 2025

    Übersetzung: Thomas Trueten [Nicht authorisiert]

    #Anarchism #Scotland #Alba

  37. Eine Nachricht an Unbekannt oder: über Punkrock und sozialen Wandel

    Als ich neunzehn war, habe ich eine Weile in den Vororten von #Baltimore in einer Stadt namens #Towson (heute berühmt als Geburtsort von #Luigi) gehaust. Ich komme nicht von hier ... Ich hatte in #Philadelphia ein paar #Crustpunks kennengelernt und begann, mit ihnen zu reisen. Wir landeten in Towson und lebten in verlassenen Gebäuden, Kriechkellern oder Büschen. Wir organisierten uns gegen den #Krieg, durchwühlten Müllcontainer und stahlen in Geschäften und wurden mehrmals täglich von der #Polizei verjagt.

    Es gibt diesen Moment, an den ich mich trotz der großen Menge an Starkbier, die ich wahrscheinlich konsumiert hatte, noch genau erinnere: Ich erinnere mich, dass ich in einem Keller in Baltimore selbst war, wahrscheinlich in einem der Häuser von Food Not Bombs, während #Punkbands spielten. Alle trugen komplett schwarze Kleidung mit weißen Tintenflecken, die mit Zahnseide zusammengenäht waren. Die Deckenbalken hingen gefährlich über unseren Köpfen. Wir haben uns in diesem Keller bleibende Gehörschäden zugezogen.

    Die #Punkband hatte zwei Sängerinnen, beide Frauen. Sie hieß #2AMRevolution. Während des Refrains sangen alle mit, während die Sängerin schrie, dass sie, wenn sie einen #Nazi sähe, „ihm meine verdammte 40 auf seine verdammte Fresse hauen würde!“

    Und genau so, in diesem Keller, in dem alle mitschrien, verstand ich #Punk.

    Denn die Sache ist die, dass diejenigen von uns in diesem Keller meinten, was wir über die #Revolution sagten. Unsere Treffpunkte waren #Kollektivhäuser, die auch als Küchen für gegenseitige Hilfe dienten. Die Sänger der Band marschierten bei Antikriegs- und #Globalisierungskritik-Protesten neben uns. Als ein Bus voller #Nazis durch die Stadt fuhr, schlossen sich die örtlichen Punks, die mit Anti-Racist Action zusammenarbeiteten, mit örtlichen Gangs zusammen, um die #Faschisten zu überfallen, die Busfenster einzuschlagen, mit Pfefferspray in den Bus zu sprühen und jeden Nazi anzuspringen, der aus dem Bus stieg. Dann verschwanden alle wieder durch die Gassen in die Nacht von #Maryland.

    Ein Auto voller #Antifaschisten tauchte spät auf und wurde ins Gefängnis gebracht, und die #Punkszene sammelte Geld für ihre #Strafverteidigung. Wir meinten, was wir in unseren Liedtexten sagten.

    Ich verstand Punk in diesem Keller, weil es nicht nur eine Show war, nicht nur eine Mode, sondern, für wie lange auch immer, eine Bewegung.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages von @margaret in Birds Before the Storm: "A Message to Persons Unknown or: on punk rock and social change" vom 19. Februar 2025

    #Anarchismus

  38. 90. Jahrestag der Ermordung von Erich Mühsam: Fanal

    Erich #Mühsam war einer der bedeutendsten politischen #Journalisten und #Schriftsteller in der Weimarer Republik. Seine Teilnahme an der Münchner #Räterepublik brachte ihm fünfzehn Jahre Festungshaft. Er blieb trotz der Haft ungebrochen und setzte seine journalistische Arbeit fort. In der Weimarer Republik setzte er sich in der Roten Hilfe für die Freilassung politischer Gefangener ein. In der Nacht vom 9. zum 10. Juli 1934 wurde der #Dichter, #Bohemian und #Anarchist im #Konzentrationslager #Oranienburg von der SS ermordet. (…)

    Wir gedenken seiner mit dem Gedicht „Fanal“:

    trueten.de/archives/12421-90.- #antifaschismus #OtD #Anarchismus #Anarchism

  39. Video | Strömungen, Kontroversen und Paradoxien im Anarchismus


    Der Anarchismus ist äußerst plural, was sich in seinen verschiedenen Strömungen, anhaltenden Kontroversen und paradoxen Denkweisen zeigt. Thema des Vortrags ist, wie diese unglaubliche Vielfalt erklärt und in einen Zusammenhang gebracht werden kann.

    Der Anarchismus ist in sich äußerst plural. So gibt es neben anarchistischen Individualismus, Kommunismus und Syndikalismus noch weitere Strömungen und Traditionen in ihm. Weiterhin bestehen unter Anarchist*innen teilweise sehr unterschiedliche Ansichten darüber, wie Selbst- und Gesellschaftsveränderung im Zusammenhang stehen, wann Gewaltanwendung legitim ist, wie mit Entfremdung umgegangen werden kann und was Natur und Technik eigentlich sind. Außerdem finden sich im anarchistischen Denken zahlreiche Paradoxien. Sie kommen beispielsweise in den Konzepten von Zwischenraum, direkte Aktion, konkrete Utopie oder soziale Revolution zum Ausdruck. Thema des Vortrags ist, wie diese unglaubliche Vielfalt erklärt und in einen Zusammenhang gebracht werden kann... (weiter)

    #Video #Anarchismus #Strömungen #Kontroversen #Paradoxien #Theorie #Praxis #2023-07-23 @anarchismus

  40. Auf, wie aus dem Schlaf der Leu,
    Schüttelt ab der Tyrannei
    Joch wie leichten Morgenthau,
    Das im Schlummer auf euch fiel:
    Sie sind Wenige, Ihr seid Viel'!

    201. Todestag: The Masque of Anarchy - Percy Bysshe Shelley

    Heute vor 201 Jahren ertrank der britische #Dichter und #Atheist Percy Bysshe Shelley. Der mit Mary Wollstonecraft Godwin, Tochter der #Frauenrechtlerin Mary Wollstonecraft und des #Philosophen William Godwin und spätere Autorin des bekannten Romans #Frankenstein verheiratete #Shelley hatte stets ein kritisches Auge auf die sozio-ökonomischen Umstände des frühindustriellen #England und die damit verbundenen politischen #Unruhen: 1819 etwa kam es bei einem #Aufstand von Arbeitern der baumwollverarbeitenden Industrie in #Manchester zu einer blutigen Niederwerfung der ##Protestbewegung, die als #Peterloo-Massaker für Aufsehen sorgte. Shelley verfasste daraufhin in direkter Bezugnahme auf den Vorfall das politisch radikale Gedicht The Masque of Anarchy. A Poem. Der erst zehn Jahre nach seinem Tode veröffentlichte Text konnte zu seinen Lebzeiten auf Grund der politischen Lage zu dem Zeitpunkt nicht erscheinen. Shelley beeinflußte nicht nur den später entstandenen #Marxismus sondern über Walter #Benjamin auch die kritische Therorie.

    Eine Vorbemerkung zum Text, den ich in der Originalfassung hier schon mal gebloggt hatte: Der Bezug auf die #Anarchie als Abwesenheit von Herrschaft ist umgangssprachlich und war damals wie heute irreführend. Korrekt wäre "Anomie (griechisch: Kompositum aus α privativum zur Verneinung und der Endung -nomie von νόμος, „Ordnung, Gesetz“). Diese bezeichnet in der #Soziologie einen Zustand fehlender oder schwacher sozialer #Normen, #Regeln und #Ordnung. Vor allem in England war der Begriff ursprünglich ein theologischer Ausdruck für das Brechen religiöser Gesetze." (Wikipedia) Ich habe den Text so belassen, wie Shelley ihn benannte und wie er 1844 von Julius Seybt im großen und ganzen schlüssig übersetzt wurde. Abweichend von #Seybt habe ich die Namen der damaligen Verantwortlichen, sofern von Shelley erwähnt, jedoch ausgeschrieben. Die oben genannte damalige #Zensur oder diplomatische Rücksichtnahme gelten nicht mehr. Die #Grammatik wurde ebenso wie die damalige #Rechtschreibung übernommen. Der #Poesie wegen.

    Zum Beitrag:

    trueten.de/archives/10749-The- #Anarchismus #Anomie #Literatur

  41. 📘️ Neuerwerbung der Gustav-Landauer-Bibliothek Witten:

    Martin Veith (Hrsg.):

    Fragmente zu Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus in der Bukowina

    Anarchist:innen und Anarcho-Syndikalist:innen kämpften in der Bukowina für eine herrschaftsfreie Gesellschaft. Über ihr Leben und Wirken ist bis heute wenig bekannt. Einblicke bieten die in diesem Buch veröffentlichten Beiträge. So folgen wir dem Lebensweg, des nahe der Stadt Czernowitz aufgewachsenen Anarchosyndikalisten Mechel Stanger (1909–1984). In seiner Autobiographie beschreibt er die Arbeits- und Lebensrealität seiner Jugend und seinen Weg zum Anarchismus. Er führt uns durch die westeuropäische anarcho-syndikalistische Bewegung und wir begegnen russischen und ukrainischen anarcho-syndikalistischen und anarchistischen Revolutionären. 1937 kämpft er in der sozialen Revolution in Spanien. In derselben Gruppe wirkte David Stetner. Sein Weg führte ihn aus der Bukowina schließlich nach Frankreich. Im vorliegenden Buch findet sich eine kurze und informative autobiographische Skizze.

    Ein weiterer Beitrag befasst sich mit der anarcho-syndikalistischen Organisation der 1930er Jahre, die als rumänische Sektion der Internationalen Arbeiter-Assoziation angehörte. Sie war ständiger Verfolgung durch den rumänischen Staat ausgesetzt.

    Tatsächliche und vermeintliche Revolutionär:innen, Sozialist:innen, Kommunist:innen, Anarchist:innen und Anarcho-Syndikalist:innen wurden, wie im gesamten Land auch in der Bukowina, in Form einer Hexenjagd verfolgt. Regelmäßig kam es zu Hausdurchsuchungen, Massenverhaftungen und großen Gerichtsprozessen. Die Menschen, meist Arbeiter:innen und Schüler:innen, wurden oftmals ohne jegliche Beweise für angebliche Taten angeklagt, misshandelt und gefoltert. Der rumänische Staat bekämpfte die Ideen von Gleichberechtigung und einer freien sozialistischen Gesellschaft mit Organisationsverboten, massiver Zensur, der Unterdrückung der freien Rede und staatlichem Terror durch Polizeigewalt sowie der Verhängung von Belagerungszuständen über Städte und Regionen. Die autoritäre-nationalistische Monarchie erhielt dabei Unterstützung von den aufstrebenden antisemitisch-faschistisch-christlichen Bewegungen. Hand in Hand agierten Faschisten und der rumänische Staatsapparat. Auf die Verfolgung der revolutionären Arbeiter:innenbewegung zu Beginn der 1930er Jahre wird besonders eingegangen, wobei das Gerichtsverfahren gegen eine Gruppe jugendlicher Sozialist:innen und Kommunist:innen ausführlich dargestellt wird, denen der rumänische Staat die Mitgliedschaft in der Gefangenenhilfs- und Solidaritätsorganisation Internationale Rote Hilfe vorwarf. Die vorliegende Ausarbeitung ist daher auch ein Beitrag zur Justiz- und Polizeigeschichte und dem Vormarsch des Faschismus in Rumänien.

    (Quelle: Edition AV)

    1. Vorwort 7 2. Martin Veith: Fragmente zu Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus in der Bukowina 11 3. Martin Veith: Die anarcho-syndikalistische Organisation der 1930er Jahre in der Bukowina, die Verfolgung der revolutionären Arbeiter:innenbewegung und der Prozeß wegen angeblicher Mitgliedschaft in der Internationalen Roten Hilfe in Czernowitz 37 3.1 David Stetner: Eine kurze autobiographische Skizze 95 4. Mechel Stanger – Dokumente 107 4.1 Martin Veith: Die Erinnerungen von Mechel Stanger 107 4.2 Mechel Stanger: Erinnerungen eines Anarchisten aus Rumänien 109 4.3 Rudolf Rocker an Augustin Souchy 137 4.4 Mechel Stanger: Im Hafendienst von Barcelona 139 *4.5 Mechel Stanger (im Alter von 67 Jahren) – Gespräch mit Helmut Ahrens vom 20. Februar 1976 in Stockholm 141 5. Quellen und Literaturverzeichnis 147 * Personen- und Ortsregister 155

    openlibrary.org/books/OL47773070M

    inventaire.io/entity/isbn:9783868413038

    #Witten #GLBibW #Bukowina #Anarchismus #Anarchosyndikalismus #MartinVeith

    (comment on "Fragmente zu Anarchismus und Anarcho-Syndikalismus in der Bukowina")

  42. Anarchists struggle in Burma
    a member of Rebel Riots, burmese Punk Anarchist band holding Black Flag

    "This article explains how anarchism used to be in #Burma and how it's developing at the moment. This article informs how the anarchist movements in Burma were misdirected by divisive neoliberal identity politics and how they're being claimed back by the anarchists from a class-based intersectional perspective."

    libcom.org/article/anarchists-

    #anarchism #riot #intersectionalism #antireport #Anarchismus

  43. Merkwürdig und befremdlich! Im letzten Jahr - und in den Monaten davor - in vielen Medien diverse Beiträge über die geschichtliche Entwicklung der #ukrainischen Nation mit besonderen Blick auf das Verhältnis zu Russland/UdSSR gehört und gesehen - in keinem einzigen fand die #Machnowschtschina auch nur mit einem Wort eine Erwähnung! Mit Absicht aus der kollektiven Erinnerung getilgt?
    #Machno #Anarchismus #Ukraine

    (jewiki.net/wiki/Machnowschtsch)

    @ukraine