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#deutschenglisch — Public Fediverse posts

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  1. Tom Tykwer – „Das Parfum“ (2006)

    Dieser Film riecht eigentlich schon nach Größenwahn. Denn Tom Tykwer hat 2006 das Unverfilmbare gewagt, und das war Patrick Süskinds Kultroman, der als viel zu olfaktorisch, also viel zu sinnlich galt, um zu einem Film werden. Und das Ding funktioniert doch! Nicht, weil es das Buch kopiert, sondern weil es den Stoff neu riecht – als visuelles Rauschgift. Ein Film, der so dekadent ist, dass ich die Luft anhalten wollte. Aber riechen Sie selbst…! (3Sat, Wh.)

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  2. Scott Z. Burns – „The Report“ (2019)

    Das System der Folter wird hier mit kühler Präzision seziert. Regisseur und Autor Scott Z. Burns rekonstruiert in seinem Film die jahrelange Recherche des US-Senatsmitarbeiters Daniel J. Jones über die systematische Anwendung sogenannter „Enhanced Interrogation Techniques“ durch die CIA nach 9/11. Und was dabei sichtbar wird, ist weniger das Monster im Verhörraum als die institutionelle Architektur seiner Legitimation. Mit Adam Driver, Annette Bening und Jon Hamm. (ARD, Wh.)

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  3. Paul Verhoeven – „Basic Instinct“ (1992)

    Ich bin sicher, dieser sogenannte „Erotik-Thriller“ wird noch in hundert Jahren an Film- und Kunsthochschulen behandelt und seziert werden. Als Prototyp eines vom „Male Gaze“ dominierten, kalkulierten Skandals – und als Schlüssel zum Hollywood der 90er Jahre. Als Meilenstein des Kinos, aber auch als elementare Verletzung der Intimsphäre einer Darstellerin – gegen ihren ausdrücklichen Willen. Und genau deshalb: Blockbustermaterial… Mit Michael Douglas und Sharon Stone. (ARD, Wh.)

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  4. Buster Keaton – „The General“ (1926)

    Das ist einer der Filme, die so alt sind, dass sie schon wieder radikal modern wirken. Vor hundert Jahren(!) gedreht, noch mitten in der Stummfilmzeit, und doch – alles andere als stumm. Buster Keaton hat noch keine Dialoge gebraucht, um von Chaos, Liebe, Klassenkampf und Männlichkeitskrise gleichzeitig zu erzählen. Nur sein Körper hat gesprochen und vor allem sein Gesicht. Seine Lokomotive hat gar infernalisch geschrien. Einer der „größten“ Filme aller Zeiten! (ARTE, Neu)

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  5. Jean Smart, Hannah Einbinder – „Hacks“ (Serie, 2021)

    Deborah Vance ist eine Frau, wie es sie im Fernsehen nur selten gibt. Eine, die nicht weich wird. Die kein Lächeln hat, um es allen recht zu machen. Die keine versöhnlichen Gesten übrig hat, wenn jemand sie verletzt. Die keine Entschuldigung braucht, nur sich selbst wichtig zu nehmen. – Eine Überlebende von Jahrzehnten im Haifischbecken der Entertainment-Industrie. Eine echte Vegas-Veteranin. Die Stand-Up-Comedy-Queen. Diese Serie ist ihre grandiose Show. (ZDF, Wh.)

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  6. Julius Drost, Moritz Henneberg – „Der talentierte Mr. F.“ (2025)

    Ein Diebstahl der Imagination und eine Geschichte, die fast schon zu absurd wirkt, um doch wahr zu sein. Zwei Filmstudenten aus Berlin, Moritz Henneberg und Julius Drost, schaffen mit „Butty“ ein kleines, präzises Stück Animationskunst, das ausgerechnet dort seine Unschuld verliert, wo die Branche sonst nach künstlerischer Anerkennung sucht. Denn plötzlich läuft ihr Film – nur minimal verändert – unter neuem Namen, und wird auf den Film-Festivals gefeiert, als Werk eines völlig Fremden… (ARD, Wh.)

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  7. Roman Polański – „Rosemaries Baby“ (1968)

    Dieser Film hat Roman Polański 1968 endgültig zu einer Schlüsselfigur des internationalen Kinos gemacht. Zuvor hatte der in Paris geborene und in Polen aufgewachsene Regisseur allerdings schon mit „Das Messer im Wasser“ (1962) und „Ekel“ (1965) gezeigt, dass er das Spiel mit psychologischem Druck und räumlicher Enge meisterhaft beherrscht. Mit Mia Farrow, John Cassavetes und Ruth Gordon. (ARD, Wh.)

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  8. Brian De Palma – „The Untouchables“ (1987)

    Mehr (maskuline) Star-Power geht eigentlich gar nicht: Kevin Costner, Sean Connery, Andy García und Robert De Niro in einem Film von Brian De Palma. Im Kanon der ganz großen Mafia-Filme hat dieser Film 1987 ganz eigene Maßstäbe gesetzt, die bis heute ziemlich unerreicht geblieben sind. Ganz, ganz großes Kino! (ARD, Wh.)

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  9. Mark Pellington – „Arlington Road“ (1999)

    Ein ziemlich harter Thriller über Terror, Misstrauen und die Angst vor den Nachbarn – inszeniert in einer Vorstadt, wie sie für das amerikanische Kino der späten 1990er Jahre typisch ist. Mark Pellingtons Film handelt von einem Mann, der überall Gefahren sieht – und womöglich vollkommen Recht damit hat. Ein seltener Film über die schmale Linie zwischen berechtigter Sorge, Verschwörungstheorie und selbstzerstörerischer Paranoia. Sehenswert schon allein für Jeff Bridges, Tim Robbins, Joan Cusack und Hope Davis. (ARD, Wh.)

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  10. Darren Aronofsky – „The Whale“ (2022)

    Jetzt mal ehrlich: Dieser Film war ein Monster. Auch wenn es „nur“ drei Oscars dafür gab, hat dieses kleine Kammerspiel für mich 22/23 die Saison als größte Überraschung dominiert. Es war schlicht unglaublich, was Darren Arronofsky und Brendan Fraser aus einem Theaterstück extrahiert und gemeinsam auf die Leinwand gebracht haben. (ARD, Wh.)

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  11. Jason Reitman – „Up in the Air“ (2009)

    Ganz ehrlich? Nichts im ganzen Leben vermisse ich weniger als Flughäfen. Und deshalb ist mir George Clooney, der einen Vielflieger spielt, der hauptsächlich George Clooney Dinge tut und sein Leben hauptsächlich in Flughafenbars verbringt, wenn er nicht gerade in der Luft ist, weil sein ganzes Streben irgendeinen absurden Meilenstatus gilt, auch eigentlich egal. (ARTE, Wh.)

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  12. Andrew Niccol – „Anon“ (2018)

    Eine urbane Dystopie, in der jede Blickbewegung lückenlos dokumentiert wird. Ein digitaler Käfig. Eine Welt, in der jede Erinnerung und jeder Augenaufschlag gespeichert ist. Das Ganze als kühler Techno-Thriller erzählt. Kein Übermaß an Action, dafür eine Gewalt, die vor allem durch Bilder wirkt – Bilder, die manipuliert, überschrieben, gehackt werden. Ein Science-Fiction der in die Zeit passt, wie wenig andere. Andrew Niccol hat gezeigt, wie es geht! (ZDF, Wh.)

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  13. „We Are Lady Parts“ (Serie, 2021-2024)

    Ich liebe sie alle. Keine weniger als die andere. Für das, was sie sind und für das, was sie tun! Hier hat das @ZDF einmal mehr in den britischen Serienkatalog gegriffen und viel mehr als eine Serienperle an Land gezogen. Das hier ist ein gesellschaftspolitisches Statement, das im Gewand einer Punkband-Sitcom zugleich emanzipatorisch und subversiv agiert. Gut so! ❤️ (ZDF, Wh.)

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  14. Filmfrauen: Nastassja Kinski – „Geschichte einer Befreiung“ (2023)

    Dieser Dokumentarfilm über Nastassja Kinski läuft bei ARTE im Rahmen der Wim-Wenders-Retrospektive – ein Kontext, der sich wie ein leiser Stachel anfühlt. Denn hier erzählt eine Frau von Szenen, die sie als Kind verletzten, gedreht im Auftrag jener Filmwelt, die sie gleichzeitig feierte. Marie-Gabrielle Fabres Film kommt ohne Pathos aus, hat aber ein feines Gespür dafür, wann sie besser schweigen musste. Denn auch ihr Schweigen wurde hier zu einem Statement, weil es den Raum für Kinskis Stimme vergrößert hat. (ARTE, Wh.)

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  15. Don Siegel – „Flucht von Alcatraz“ (1979)

    Alcatraz ist in der Popkultur schon lange weniger ein Gefängnis als ein Mythos. Der Felsen in der Bucht von San Francisco steht für Isolation, staatliche Macht und die Vorstellung eines Ortes, aus dem eigentlich keine:r entkommen kann. Don Siegel nimmt diesen Mythos vollkommen ernst – und zerlegt ihn zugleich. Die Literaturverfilmung basiert auf dem Sachbuch „Escape from Alcatraz“ des Autors J. Campbell Bruce, das die Fluchtgeschichte aus dem Hochsicherheitsgefängnis detailliert rekonstruiert hat. Mit Clint Eastwood. (ARTE, Wh.)

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  16. Pablo Larraín – „Spencer“ (2021)

    Ein psychologischer Fiebertraum in Designerkleidung. Pablo Larraín verwandelt Weihnachten bei den Windsors in eine surreale Geisterbahnfahrt durch den goldenen Käfig der britischen Monarchie. Das Schloss in diesem Film ist kein Ort, es ist ein Zustand. Tatsächlich gab es für mich nur zwei Gründe, diesen Film zu sehen – den Regisseur und Kristen Stewart. Denn die spielt die Diana nicht, sie bewohnt sie. Allein ihr Gesicht spricht lauter als alle Dialoge. Die berühmteste Frau der Welt wurde von ihr nicht verklärt, sondern vielmehr dekonstruiert. (ARD, Wh.)

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  17. Nathan Fillion – „The Rookie“ (Serie, 2018-2025)

    Ein Bauunternehmer in der Midlife-Crisis wird Cop – und das LAPD applaudiert aus dem Off. Diese Serie ist das, was passiert, wenn eine Polizeibehörde mit Rassismusproblem ihre PR selbst dreht und Nathan Fillion dafür lächeln lässt. Hollywood-Polizeiarbeit trifft auf staatlich autorisierte Imagepolitur. Willkommen in einer Serienwelt, in der systemische Gewalt als Charakterentwicklung durchgeht. (ZDFneo)

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  18. Justine Triet – „Anatomie eines Falls“ (2023)

    Sandra Hüller ist ein Phänomen, das gilt für diesen Blog so sehr, wie für das deutsche und internationale Kino. In ihrem zweiten Film mit Justine Triet zeigt sie, wie schwer es für eine Frau ist, die eigene Realität zu behaupten, wenn die Welt sie unter Beobachtung stellt. Das ist ein Film, der präzise, gesellschaftspolitisch und feministisch zugleich funktioniert. Dass er die internationalen Festivals aufgemischt und mehr Preise gewonnen hat, als ein Mensch nach Hause tragen kann, verhilft ihm deshalb aber nicht auch automatisch zu einem Sendeplatz in der öffentlich-rechtlichen Prime-Time*. Nicht in der ARD. Da muss die Mediathek es eben wieder mal richten. (ARD, Wh.)

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  19. Jason Reitman – „Tully“ (2018)

    Dieser Film sollte wohl eigentlich nicht von einem über sechzigjährigen, weißen, kinderlosen Mann besprochen werden – und das noch, ausgerechnet am sogenannten Muttertag. Andererseits passt genau diese Irritation erstaunlich gut. Denn Jason Reitmans Film handelt auch davon, wie selbstverständlich Frauen mit Care-Arbeit allein gelassen werden, während Männer danebenstehen und versuchen, ihre eigene Ahnungslosigkeit dennoch irgendwie halb reflektiert zu verwalten. Mit Charlize Theron und Mackenzie Davis. (ARD, Wh.)

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  20. Nina Menkes – „Brainwashed: Sexismus im Kino “ (2022)

    Ein Film, der den männlichen Blick nicht nur entschlüsseln will, sondern zertrümmern. Eigentlich gehören diese 100 Minuten in die Grundausbildung, nicht nur für halbklug daherschwätzende Filmjunkies wie mich, sondern für alle, die mit dem Medium Film – und darüber weit hinaus mit allem, was mit einer Kamera jeglicher Art aufgenommen wird – zu tun haben. Das bezieht ausdrücklich uns als Zuschauer:innen mit ein. – Sie müssen das nicht mögen. Aber ansehen! (ARTE, Wh.)

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  21. „Life on Mars – Gefangen in den 70ern“ (Serie, 2006-2007)

    „Manchester, 2006: Nachdem Detective Chief Inspector Sam Tyler bei einem heiklen Einsatz einen Autounfall erlitten und das Bewusstsein verloren hat, wacht er plötzlich im Jahr 1973 wieder auf. Seinen Job kann er weitermachen, allerdings begleiten jetzt Schlaghosen, Koteletten und analoge Ermittlungstechniken seinen Alltag.“ (ARTE, Wh.)

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  22. Sophie Hyde – „Meine Stunden mit Leo“ (2022)

    Eine Frau, ein Hotelzimmer, ein fremder junger Mann. Der Film beginnt leise, fast unscheinbar – und entfaltet sich zu einem fein gearbeiteten Kammerspiel über Intimität, Sprache und die Möglichkeit, sich selbst neu zu begegnen. Er stellt vermeintliche Gewissheiten über Begehren, Alter und Nähe infrage, ohne laut zu werden. Wer bereit ist, hinzuhören, wird berührt – vielleicht auch erschüttert – oder sogar glücklich. Das ist ein kleines Wunder. (ZDF, Wh.)

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  23. Shane Black – „The Nice Guys“ (2016)

    Auf den ersten Blick ist das hier eine reine Männerfantasie. Und eine Hommage an den alten Film Noir. Shane Black nimmt den klassischen Buddy-Thriller, wirft ihn in das smoggelbe Los Angeles des Jahres 1977, tränkt alles in Neon, Pornokultur und institutionelle Korruption, und baut daraus eine grell funkelnde Krimikomödie, die erstaunlich viel über Männlichkeit, Macht und die politische Verwertbarkeit weiblicher Körper erzählt. Mit Russell Crowe, Ryan Gosling und Kim Basinger. (ARD, Wh.)

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  24. Robert Budreau – „Die Stockholm Story – Geliebte Geisel“ (2019)

    Es gibt Rollen, die Noomi Rapace nicht einfach spielt, sondern körperlich besetzt. Dieser Film lebt von genau dieser Qualität der Schwedin. Robert Budreau inszeniert den legendären Banküberfall von 1973 nicht als klassischen Thriller, sondern als schräges, popkulturell aufgeladenes Kammerspiel zwischen Farce, Geiseldrama und Beziehungsstudie. Dass der Film funktioniert, liegt vor allem daran, wie Rapace und Ethan Hawke eine klaustrophobische Bankfiliale in ein emotionales Labor verwandeln. (ARD, Wh.)

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  25. Sidney Lumet – „Network“ (1976)

    DER KLASSIKER über die Verwandlung von Journalismus in kapitalisierbare Erregung. New Hollywood ist hier keine Stilphase, sondern der Krisenmodus des US-Kinos, der endlich seine eigenen Macht- und Produktionsbedingungen sichtbar gemacht hat. Ein Film, der Fernsehen als Institution beschreibt, die Wahrheit nur noch als Nebenprodukt von Quote und Eskalation kennt. Was bei Sidney Lumet 1976 noch wie Überzeichnung gewirkt haben mag, liest sich heute doch wie eine frühe Betriebsanleitung des Medienkapitalismus (nicht erst) unter Trump. Sie dürfen diesen Film deshalb unter keinen Umständen verpassen! (ARTE, Wh.)

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  26. James Strong, Gwyneth Hughes – „Unschuldig – Mr. Bates gegen die Post“ (Serie, 2024)

    Kaum war dieser Dreiteiler Anfang 2024 in Großbritannien ausgestrahlt, ging ein politisches Erdbeben los. Diese Miniserie von James Strong und Gwyneth Hughes hat nicht nur ihr Fernsehpublikum bewegt, sondern auch eine längst überfällige Debatte wieder angeheizt und zu politischen Konsequenzen geführt. Wann hat Fernsehen das eigentlich zuletzt „bei uns“ vermocht? (ARTE, Wh.)

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  27. Stanley Kubrick – „Spartacus“ (1960)

    Ein Moment, in dem das Kino seine ganze eigene Geschichte neu überschrieben hat: Dieser Film gehört ganz ohne Zweifel zu den ganz seltenen Fällen. Er ist noch immer ein Monument. Aber auch eines, das immer noch unter seiner Oberfläche brodelt. Kein sauberer Sandalenfilm, sondern ein hochpolitischer Kommentar. Einer, der unter der Last seiner eigenen Entstehungsgeschichte fast zerbrochen ist und genau daraus noch immer seine ganze Wucht zieht. Mit Kirk Douglas, Tony Curtis, Jean Simmons, Peter Ustinov und Laurence Olivier. (ARTE, Wh.)

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  28. Tolga Karaçelik – „Der Psycho-Coach – Mörderische Therapie“ (2024)

    „The Shallow Tale of a Writer Who Decided to Write about a Serial Killer“ – das wäre der Originaltitel gewesen, den der deutsche Filmverleih in Allianz mit der ARD glaubt uns nicht zumuten zu können. In kurz: Ein Autor steckt fest. Hat keine Ideen mehr, keinen Flow und besteht nur noch aus purem Ego. Eigentlich also ein durchschnittliches Blogger:innenschicksal, an fast jedem beliebigen Montag. Ein Film von Tolga Karaçelik, mit Steve Buscemi, Britt Lower und John Magaro. (ARD, Neu!)

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  29. Terrence Malick – „In der Glut des Südens“ (1978)

    Ein Film, der schon wirkt wie eine frühe Inkarnation eines späteren Mythos. Seine Bilder sind viel klarer als seine Gedanken, die Landschaft spricht lauter als seine Figuren. Und genau darin liegt eine große soziale und politische Unruhe. Für mich ist es ein Meisterwerk überragender Schönheit, das auch deshalb zum Kultfilm wurde, weil sein Regisseur sich danach über Jahrzehnte der Öffentlichkeit verweigert hat. Mit Richard Gere, Brooke Adams, und Sam Shepard. (ARTE, Neu!)

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  30. Don Siegel – „Ein Fressen für die Geier“ (1970)

    Alles andere als ein „klassischer“ Western. Auch wenn mit Don Siegel ein Genreveteran Regie geführt hat und mit Clint Eastwood ein kommender Superstar ganz oben auf den Plakaten stand. Es ist allein Shirley MacLaine, die diesen Film zusammenhält. Sie ist das Zentrum, der Störfaktor, das Maultier, das den Regeln des Genres nicht gehorcht. Don Siegel wusste, dass er eine Figur braucht, die Eastwoods Fassade sprengt. Und mit MacLaine bekam er genau das – eine scharfe, ironische, unberechenbare Geheimwaffe. (ARD)

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  31. Steven Knight – „No Turning Back“ (2013)

    Nur ein Mann in einem Auto. Auf einer zweistündigen Fahrt von Birmingham nach London. Das ist schon die zusammengefasste Rahmenhandlung dieses Filmes. Ein Film für unser Kopfkino. Wir sitzen auf dem Rücksitz und haben Zeit nachzudenken. Über richtig und falsch und die Konsequenzen und Moral von Entscheidungen. Brillant! (3Sat, Wh.)

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  32. Ulaa Salim – „Eternal“ (2023)

    Ein einziger Buchstabe, ein ganz anderes Universum. Das hier ist kein Marvel-Film, sondern ein dänisch-norwegisch-isländischer Science-Fiction als Gedankenmodell über Erinnerung, Wiederholung und Möglichkeit. Eigentlich ist es eine ganz leise Studie zweier Menschen, die sich über verschiedene Lebensphasen hinweg begegnen. Aus einer unscheinbaren Beziehungsgeschichte entwickelt sich schrittweise ein spekulatives Szenario, in dem alle Zeit und jeder Verlauf instabil wird. Das ist interessant, aber nicht ganz einfach. (ZDF, Free-TV-Premiere)

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  33. Kasparov vs. Deep Blue – „Rematch“ (Serie, 2024)

    Eine Serie, wie ein großes, episches Match. Ein Mensch gegen eine Maschine. Inszeniert als Psychothriller und wahres Gemetzel. Diese ARTE-Serie von Yan England könnte tatsächlich fast das großartigste Fernsehen sein, welches Sie in diesem Jahr noch sehen werden. (ARTE, Wh.)

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