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#nordsyrien — Public Fediverse posts

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  1. 👍📖
    »Alles muss man selber machen«

    ein #Buch über Menschen, die sagen: So kann es nicht weitergehen – wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Ob in den Straßen von #Paris 1871, den Fabriken Petrograds 1917, den Städten u Dörfern #Nordsyrien s o im Urwald von #Chiapas – überall entstanden im Zuge #sozialeKonflikte u #Aufstände #Räte: #Selbstorganisierte #Zusammenschlüsse in allen gesellschaftlichen Bereichen, die nicht nur #protest ieren, sondern beginnen, das gesamte Leben neu zu gestalten.

    Christopher #Wimmer erzählt in lebendigen Szenen, wie solche #Bewegung en entstehen, wie sie funktionieren – woran sie oft auch scheitern. Zeigt an unterschiedlichen #historisch en Beispielen, wie Menschen #Schule n u #Krankenhäuser selbst verwalten, wie sie #Entscheidung en im #Kollektiv treffen,Güter verteilen, #Streit schlichten,sich verteidigen –ohne zentrale #Regierung o #Staat. #Geschichte n von Mut, Hoffnung, auch Niederlagen. Was wir von den #Rätebewegung en vergangener u heutiger Tage lernen können – für eine #selbstverwaltet e u #demokratisch e #Gesellschaft, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag gelebt wird.

    #Buchvorstellung
    Fr, 13.03.26
    19 Uhr
    #Freiburg #Susi -Café

    ➡️ labandavaga.org

    @karldietzverlag

    #Rätekommunismus #arbeiterbewegung #Rojava #Solidarität

  2. 👍📖
    »Alles muss man selber machen«

    ein #Buch über Menschen, die sagen: So kann es nicht weitergehen – wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Ob in den Straßen von #Paris 1871, den Fabriken Petrograds 1917, den Städten u Dörfern #Nordsyrien s o im Urwald von #Chiapas – überall entstanden im Zuge #sozialeKonflikte u #Aufstände #Räte: #Selbstorganisierte #Zusammenschlüsse in allen gesellschaftlichen Bereichen, die nicht nur #protest ieren, sondern beginnen, das gesamte Leben neu zu gestalten.

    Christopher #Wimmer erzählt in lebendigen Szenen, wie solche #Bewegung en entstehen, wie sie funktionieren – woran sie oft auch scheitern. Zeigt an unterschiedlichen #historisch en Beispielen, wie Menschen #Schule n u #Krankenhäuser selbst verwalten, wie sie #Entscheidung en im #Kollektiv treffen,Güter verteilen, #Streit schlichten,sich verteidigen –ohne zentrale #Regierung o #Staat. #Geschichte n von Mut, Hoffnung, auch Niederlagen. Was wir von den #Rätebewegung en vergangener u heutiger Tage lernen können – für eine #selbstverwaltet e u #demokratisch e #Gesellschaft, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag gelebt wird.

    #Buchvorstellung
    Fr, 13.03.26
    19 Uhr
    #Freiburg #Susi -Café

    ➡️ labandavaga.org

    @karldietzverlag

    #Rätekommunismus #arbeiterbewegung #Rojava #Solidarität

  3. 👍📖
    »Alles muss man selber machen«

    ein #Buch über Menschen, die sagen: So kann es nicht weitergehen – wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Ob in den Straßen von #Paris 1871, den Fabriken Petrograds 1917, den Städten u Dörfern #Nordsyrien s o im Urwald von #Chiapas – überall entstanden im Zuge #sozialeKonflikte u #Aufstände #Räte: #Selbstorganisierte #Zusammenschlüsse in allen gesellschaftlichen Bereichen, die nicht nur #protest ieren, sondern beginnen, das gesamte Leben neu zu gestalten.

    Christopher #Wimmer erzählt in lebendigen Szenen, wie solche #Bewegung en entstehen, wie sie funktionieren – woran sie oft auch scheitern. Zeigt an unterschiedlichen #historisch en Beispielen, wie Menschen #Schule n u #Krankenhäuser selbst verwalten, wie sie #Entscheidung en im #Kollektiv treffen,Güter verteilen, #Streit schlichten,sich verteidigen –ohne zentrale #Regierung o #Staat. #Geschichte n von Mut, Hoffnung, auch Niederlagen. Was wir von den #Rätebewegung en vergangener u heutiger Tage lernen können – für eine #selbstverwaltet e u #demokratisch e #Gesellschaft, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag gelebt wird.

    #Buchvorstellung
    Fr, 13.03.26
    19 Uhr
    #Freiburg #Susi -Café

    ➡️ labandavaga.org

    @karldietzverlag

    #Rätekommunismus #arbeiterbewegung #Rojava #Solidarität

  4. 👍📖
    »Alles muss man selber machen«

    ein #Buch über Menschen, die sagen: So kann es nicht weitergehen – wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Ob in den Straßen von #Paris 1871, den Fabriken Petrograds 1917, den Städten u Dörfern #Nordsyrien s o im Urwald von #Chiapas – überall entstanden im Zuge #sozialeKonflikte u #Aufstände #Räte: #Selbstorganisierte #Zusammenschlüsse in allen gesellschaftlichen Bereichen, die nicht nur #protest ieren, sondern beginnen, das gesamte Leben neu zu gestalten.

    Christopher #Wimmer erzählt in lebendigen Szenen, wie solche #Bewegung en entstehen, wie sie funktionieren – woran sie oft auch scheitern. Zeigt an unterschiedlichen #historisch en Beispielen, wie Menschen #Schule n u #Krankenhäuser selbst verwalten, wie sie #Entscheidung en im #Kollektiv treffen,Güter verteilen, #Streit schlichten,sich verteidigen –ohne zentrale #Regierung o #Staat. #Geschichte n von Mut, Hoffnung, auch Niederlagen. Was wir von den #Rätebewegung en vergangener u heutiger Tage lernen können – für eine #selbstverwaltet e u #demokratisch e #Gesellschaft, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag gelebt wird.

    #Buchvorstellung
    Fr, 13.03.26
    19 Uhr
    #Freiburg #Susi -Café

    ➡️ labandavaga.org

    @karldietzverlag

    #Rätekommunismus #arbeiterbewegung #Rojava #Solidarität

  5. 👍📖
    »Alles muss man selber machen«

    ein #Buch über Menschen, die sagen: So kann es nicht weitergehen – wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Ob in den Straßen von #Paris 1871, den Fabriken Petrograds 1917, den Städten u Dörfern #Nordsyrien s o im Urwald von #Chiapas – überall entstanden im Zuge #sozialeKonflikte u #Aufstände #Räte: #Selbstorganisierte #Zusammenschlüsse in allen gesellschaftlichen Bereichen, die nicht nur #protest ieren, sondern beginnen, das gesamte Leben neu zu gestalten.

    Christopher #Wimmer erzählt in lebendigen Szenen, wie solche #Bewegung en entstehen, wie sie funktionieren – woran sie oft auch scheitern. Zeigt an unterschiedlichen #historisch en Beispielen, wie Menschen #Schule n u #Krankenhäuser selbst verwalten, wie sie #Entscheidung en im #Kollektiv treffen,Güter verteilen, #Streit schlichten,sich verteidigen –ohne zentrale #Regierung o #Staat. #Geschichte n von Mut, Hoffnung, auch Niederlagen. Was wir von den #Rätebewegung en vergangener u heutiger Tage lernen können – für eine #selbstverwaltet e u #demokratisch e #Gesellschaft, die nicht nur auf dem Papier steht, sondern im Alltag gelebt wird.

    #Buchvorstellung
    Fr, 13.03.26
    19 Uhr
    #Freiburg #Susi -Café

    ➡️ labandavaga.org

    @karldietzverlag

    #Rätekommunismus #arbeiterbewegung #Rojava #Solidarität

  6. #Protestkampagne
    #KurdischeFrauen
    #Aktion #Zöpfeflechten

    Protestkampagne #BraidingTheResistance

    In einer weiteren Aktion ließen sich
    mehrere Aktivist:innen Zöpfe flechten.

    Dies gilt aktuell als ein Symbol des Widerstandes,

    der unter der Protestkampagne #BraidingTheResistance in den Sozialen Medien immer größer wird.
    Kurdische #Frauen starteten sie als Reaktion auf ein Video, in dem ein uniformierter Mann damit prahlt, einer kurdischen Kämpferin in Nordsyrien eine Haarflechte abgeschnitten zu haben.

    ANF | Drei Konvois der Karawane unterwegs nach Kobanê

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ ...

    Diesen Widerstand in Europa zu verstärken und die Frauenrevolution zu verteidigen sei eine historische Verantwortung.

    Zozan Kisa, die sich in Frankfurt der Karawane angeschlossen hat, betont: „Die syrische Armee an sich besteht aus islamistischen Gruppen und hat nun einige Gefängnisse, in denen Mitglieder des Islamischen Staates von den Syrischen Demokratischen Kräften bisher bewacht wurden, geöffnet.

    Immer wieder hören wir wie viel Angst die Menschen in Syrien, im besonderen Gruppen wie die #Kurden, #Eziden, #Alawiten und #Christen, vor diesen Entwicklungen haben“.

    Doch auch weit über #Syrien hinaus seien die Menschen besorgt. Auch in #Europa hat #derIslamischeStaat in den letzten Jahren Anschläge verübt. „Die Syrischen Demokratischen Kräfte haben gegen den #IS auch für unsere Sicherheit gekämpft“, ...

    #Kämpferin #Nordsyrien #Haarflechte #AktionZöpfeflechten
    #Karawane #Kobane #Kurdistan #Solidarität #Spende #Politik

  7. #Protestkampagne
    #KurdischeFrauen
    #Aktion #Zöpfeflechten

    Protestkampagne #BraidingTheResistance

    In einer weiteren Aktion ließen sich
    mehrere Aktivist:innen Zöpfe flechten.

    Dies gilt aktuell als ein Symbol des Widerstandes,

    der unter der Protestkampagne #BraidingTheResistance in den Sozialen Medien immer größer wird.
    Kurdische #Frauen starteten sie als Reaktion auf ein Video, in dem ein uniformierter Mann damit prahlt, einer kurdischen Kämpferin in Nordsyrien eine Haarflechte abgeschnitten zu haben.

    ANF | Drei Konvois der Karawane unterwegs nach Kobanê

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ ...

    Diesen Widerstand in Europa zu verstärken und die Frauenrevolution zu verteidigen sei eine historische Verantwortung.

    Zozan Kisa, die sich in Frankfurt der Karawane angeschlossen hat, betont: „Die syrische Armee an sich besteht aus islamistischen Gruppen und hat nun einige Gefängnisse, in denen Mitglieder des Islamischen Staates von den Syrischen Demokratischen Kräften bisher bewacht wurden, geöffnet.

    Immer wieder hören wir wie viel Angst die Menschen in Syrien, im besonderen Gruppen wie die #Kurden, #Eziden, #Alawiten und #Christen, vor diesen Entwicklungen haben“.

    Doch auch weit über #Syrien hinaus seien die Menschen besorgt. Auch in #Europa hat #derIslamischeStaat in den letzten Jahren Anschläge verübt. „Die Syrischen Demokratischen Kräfte haben gegen den #IS auch für unsere Sicherheit gekämpft“, ...

    #Kämpferin #Nordsyrien #Haarflechte #AktionZöpfeflechten
    #Karawane #Kobane #Kurdistan #Solidarität #Spende #Politik

  8. #Protestkampagne
    #KurdischeFrauen
    #Aktion #Zöpfeflechten

    Protestkampagne #BraidingTheResistance

    In einer weiteren Aktion ließen sich
    mehrere Aktivist:innen Zöpfe flechten.

    Dies gilt aktuell als ein Symbol des Widerstandes,

    der unter der Protestkampagne #BraidingTheResistance in den Sozialen Medien immer größer wird.
    Kurdische #Frauen starteten sie als Reaktion auf ein Video, in dem ein uniformierter Mann damit prahlt, einer kurdischen Kämpferin in Nordsyrien eine Haarflechte abgeschnitten zu haben.

    ANF | Drei Konvois der Karawane unterwegs nach Kobanê

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Die „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ ...

    Diesen Widerstand in Europa zu verstärken und die Frauenrevolution zu verteidigen sei eine historische Verantwortung.

    Zozan Kisa, die sich in Frankfurt der Karawane angeschlossen hat, betont: „Die syrische Armee an sich besteht aus islamistischen Gruppen und hat nun einige Gefängnisse, in denen Mitglieder des Islamischen Staates von den Syrischen Demokratischen Kräften bisher bewacht wurden, geöffnet.

    Immer wieder hören wir wie viel Angst die Menschen in Syrien, im besonderen Gruppen wie die #Kurden, #Eziden, #Alawiten und #Christen, vor diesen Entwicklungen haben“.

    Doch auch weit über #Syrien hinaus seien die Menschen besorgt. Auch in #Europa hat #derIslamischeStaat in den letzten Jahren Anschläge verübt. „Die Syrischen Demokratischen Kräfte haben gegen den #IS auch für unsere Sicherheit gekämpft“, ...

    #Kämpferin #Nordsyrien #Haarflechte #AktionZöpfeflechten
    #Karawane #Kobane #Kurdistan #Solidarität #Spende #Politik

  9. #b2301

    Aufruf

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

    ANF | Karawane aus Europa nach Kobanê startet

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Mit einer Auto-Karawane von Europa bis nach Kobanê will die aus unterschiedlichen Gruppen und Organisationen bestehende Initiative dem Aufruf aus der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) folgen, in die Region zu kommen ...

    Ein Konvoi wird am Freitag 23. Januar, aus Hannover losfahren.
    Startpunkt ist Kornstr. 17, 30167 Hannover morgens um 8 Uhr, wobei lautstarke #Solidaritätsbekundungen vor Ort die Gruppe losschicken sollen.

    Zeitgleich wird die Karawane in Köln starten. Aus #Deutschland wird sie sich bis Samstag auf den Weg nach Wien machen.

    In Wien werden die beiden Konvois mit denen aus Süd- und Osteuropa zusammentreffen und sich gemeinsam auf den Weg nach Kobanê machen, um sich dort dem Widerstand gegen den Islamismus anzuschließen. ...

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    Die Initiative lädt öffentlich dazu ein, sich der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ anzuschließen
    oder
    sie anderweitig zu unterstützen. ❗

    In dem offiziellen Aufruf heißt es hierzu wörtlich:

    „Wir rufen alle auf,
    sich in ihren Städten zu versammeln und unsere Karawane nach Kurdistan zu begleiten.

    Alle können selbstverantwortlich in ihren Regionen Menschen einladen und zusammen trommeln, um an der #Karawane teilzunehmen oder sie auf anderen Wegen zu unterstützen. ❗

    Wir brauchen die #Unterstützung von jeder #Gemeinschaft in jedem #Dorf und jeder #Stadt in #Europa.

    Das bedeutet❗ #Logistik, #Essen, #medizinischeVersorgung, #Autos #Busse und #LKWs zu #organisieren.

    Kommt mit eurem Umfeld in den #Austausch, um auf die #aktuelleLage aufmerksam zu machen und #Maßnahmen zu ergreifen.

    ❗Sorgt für #Medienberichterstattung, plant #Demonstrationen und
    #Pressekonferenzen an Orten, an denen wir vorbeikommen,
    und
    schließt euch uns an den Treffpunkten der Konvois an.
    Wir wollen allen unseren Willen kundtun.
    Diese #Initiative gehört allen Menschen - wir wollen unsere gesamte kreative und demokratische Kraft einsetzen.“ (...)

    Vorläufige Routenplanung

    Route 1 – Nord- und Ostdeutschland

    Hannover – 23. Januar, Kornst. 17, 30167 Hannover
    morgens um 8 Uhr Start des Autokonvois nach Kassel – Berlin – Leipzig (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 2 – Süddeutschland

    Köln – Pressekonferenz und Kundgebung 22. Januar; 23. Januar morgens Start des Autokonvois nach Frankfurt a.M. oder Darmstadt – Zürich (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 3 – Südeuropa (Frankreich, Italien, Griechenland)

    Marseille – Turin – Mailand – Padua – Wien

    Route 4 – Osteuropa

    Polen – Slowakei – … – Wien

    #FrauLebenFreiheit
    #Frau #Leben #Freiheit

    #Routenplanung

    #Route1 #Norddeutschland #Ostdeutschland

    #Kornst17 #Hannover #Start #Autokonvois #Kassel #Berlin
    #Leipzig (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien

    #Route2 #Süddeutschland

    23. Januar #Start #Autokonvoi #Köln #FrankfurtaM #Darmstadt #Zürich (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien.

    #Route3 #Südeuropa (#Frankreich #Italien #Griechenland)

    #Marseille #Turin #Mailand #Padua #Wien

    #Route4 #Osteuropa
    #Polen #Slowakei #Wien
    #VerteidigungderMenschlichkeit #Karawane #Europa nach #Kobanê #Rojava #Syrien #DemokratischeSelbstverwaltung #Proteste #Nordsyrien #Ostsyrien #Massaker #Krieg #syrischeÜbergangsregierung #IS #Demokratie #Selbstverwaltung #DAANES #Kurden #Kurdistan
    #SolidaritatMitRojava
    #anderweitigunterstützen

  10. #b2301

    Aufruf

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

    ANF | Karawane aus Europa nach Kobanê startet

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Mit einer Auto-Karawane von Europa bis nach Kobanê will die aus unterschiedlichen Gruppen und Organisationen bestehende Initiative dem Aufruf aus der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) folgen, in die Region zu kommen ...

    Ein Konvoi wird am Freitag 23. Januar, aus Hannover losfahren.
    Startpunkt ist Kornstr. 17, 30167 Hannover morgens um 8 Uhr, wobei lautstarke #Solidaritätsbekundungen vor Ort die Gruppe losschicken sollen.

    Zeitgleich wird die Karawane in Köln starten. Aus #Deutschland wird sie sich bis Samstag auf den Weg nach Wien machen.

    In Wien werden die beiden Konvois mit denen aus Süd- und Osteuropa zusammentreffen und sich gemeinsam auf den Weg nach Kobanê machen, um sich dort dem Widerstand gegen den Islamismus anzuschließen. ...

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    Die Initiative lädt öffentlich dazu ein, sich der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ anzuschließen
    oder
    sie anderweitig zu unterstützen. ❗

    In dem offiziellen Aufruf heißt es hierzu wörtlich:

    „Wir rufen alle auf,
    sich in ihren Städten zu versammeln und unsere Karawane nach Kurdistan zu begleiten.

    Alle können selbstverantwortlich in ihren Regionen Menschen einladen und zusammen trommeln, um an der #Karawane teilzunehmen oder sie auf anderen Wegen zu unterstützen. ❗

    Wir brauchen die #Unterstützung von jeder #Gemeinschaft in jedem #Dorf und jeder #Stadt in #Europa.

    Das bedeutet❗ #Logistik, #Essen, #medizinischeVersorgung, #Autos #Busse und #LKWs zu #organisieren.

    Kommt mit eurem Umfeld in den #Austausch, um auf die #aktuelleLage aufmerksam zu machen und #Maßnahmen zu ergreifen.

    ❗Sorgt für #Medienberichterstattung, plant #Demonstrationen und
    #Pressekonferenzen an Orten, an denen wir vorbeikommen,
    und
    schließt euch uns an den Treffpunkten der Konvois an.
    Wir wollen allen unseren Willen kundtun.
    Diese #Initiative gehört allen Menschen - wir wollen unsere gesamte kreative und demokratische Kraft einsetzen.“ (...)

    Vorläufige Routenplanung

    Route 1 – Nord- und Ostdeutschland

    Hannover – 23. Januar, Kornst. 17, 30167 Hannover
    morgens um 8 Uhr Start des Autokonvois nach Kassel – Berlin – Leipzig (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 2 – Süddeutschland

    Köln – Pressekonferenz und Kundgebung 22. Januar; 23. Januar morgens Start des Autokonvois nach Frankfurt a.M. oder Darmstadt – Zürich (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 3 – Südeuropa (Frankreich, Italien, Griechenland)

    Marseille – Turin – Mailand – Padua – Wien

    Route 4 – Osteuropa

    Polen – Slowakei – … – Wien

    #FrauLebenFreiheit
    #Frau #Leben #Freiheit

    #Routenplanung

    #Route1 #Norddeutschland #Ostdeutschland

    #Kornst17 #Hannover #Start #Autokonvois #Kassel #Berlin
    #Leipzig (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien

    #Route2 #Süddeutschland

    23. Januar #Start #Autokonvoi #Köln #FrankfurtaM #Darmstadt #Zürich (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien.

    #Route3 #Südeuropa (#Frankreich #Italien #Griechenland)

    #Marseille #Turin #Mailand #Padua #Wien

    #Route4 #Osteuropa
    #Polen #Slowakei #Wien
    #VerteidigungderMenschlichkeit #Karawane #Europa nach #Kobanê #Rojava #Syrien #DemokratischeSelbstverwaltung #Proteste #Nordsyrien #Ostsyrien #Massaker #Krieg #syrischeÜbergangsregierung #IS #Demokratie #Selbstverwaltung #DAANES #Kurden #Kurdistan
    #SolidaritatMitRojava
    #anderweitigunterstützen

  11. #b2301

    Aufruf

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

    ANF | Karawane aus Europa nach Kobanê startet

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Mit einer Auto-Karawane von Europa bis nach Kobanê will die aus unterschiedlichen Gruppen und Organisationen bestehende Initiative dem Aufruf aus der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) folgen, in die Region zu kommen ...

    Ein Konvoi wird am Freitag 23. Januar, aus Hannover losfahren.
    Startpunkt ist Kornstr. 17, 30167 Hannover morgens um 8 Uhr, wobei lautstarke #Solidaritätsbekundungen vor Ort die Gruppe losschicken sollen.

    Zeitgleich wird die Karawane in Köln starten. Aus #Deutschland wird sie sich bis Samstag auf den Weg nach Wien machen.

    In Wien werden die beiden Konvois mit denen aus Süd- und Osteuropa zusammentreffen und sich gemeinsam auf den Weg nach Kobanê machen, um sich dort dem Widerstand gegen den Islamismus anzuschließen. ...

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    Die Initiative lädt öffentlich dazu ein, sich der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ anzuschließen
    oder
    sie anderweitig zu unterstützen. ❗

    In dem offiziellen Aufruf heißt es hierzu wörtlich:

    „Wir rufen alle auf,
    sich in ihren Städten zu versammeln und unsere Karawane nach Kurdistan zu begleiten.

    Alle können selbstverantwortlich in ihren Regionen Menschen einladen und zusammen trommeln, um an der #Karawane teilzunehmen oder sie auf anderen Wegen zu unterstützen. ❗

    Wir brauchen die #Unterstützung von jeder #Gemeinschaft in jedem #Dorf und jeder #Stadt in #Europa.

    Das bedeutet❗ #Logistik, #Essen, #medizinischeVersorgung, #Autos #Busse und #LKWs zu #organisieren.

    Kommt mit eurem Umfeld in den #Austausch, um auf die #aktuelleLage aufmerksam zu machen und #Maßnahmen zu ergreifen.

    ❗Sorgt für #Medienberichterstattung, plant #Demonstrationen und
    #Pressekonferenzen an Orten, an denen wir vorbeikommen,
    und
    schließt euch uns an den Treffpunkten der Konvois an.
    Wir wollen allen unseren Willen kundtun.
    Diese #Initiative gehört allen Menschen - wir wollen unsere gesamte kreative und demokratische Kraft einsetzen.“ (...)

    Vorläufige Routenplanung

    Route 1 – Nord- und Ostdeutschland

    Hannover – 23. Januar, Kornst. 17, 30167 Hannover
    morgens um 8 Uhr Start des Autokonvois nach Kassel – Berlin – Leipzig (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 2 – Süddeutschland

    Köln – Pressekonferenz und Kundgebung 22. Januar; 23. Januar morgens Start des Autokonvois nach Frankfurt a.M. oder Darmstadt – Zürich (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 3 – Südeuropa (Frankreich, Italien, Griechenland)

    Marseille – Turin – Mailand – Padua – Wien

    Route 4 – Osteuropa

    Polen – Slowakei – … – Wien

    #FrauLebenFreiheit
    #Frau #Leben #Freiheit

    #Routenplanung

    #Route1 #Norddeutschland #Ostdeutschland

    #Kornst17 #Hannover #Start #Autokonvois #Kassel #Berlin
    #Leipzig (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien

    #Route2 #Süddeutschland

    23. Januar #Start #Autokonvoi #Köln #FrankfurtaM #Darmstadt #Zürich (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien.

    #Route3 #Südeuropa (#Frankreich #Italien #Griechenland)

    #Marseille #Turin #Mailand #Padua #Wien

    #Route4 #Osteuropa
    #Polen #Slowakei #Wien
    #VerteidigungderMenschlichkeit #Karawane #Europa nach #Kobanê #Rojava #Syrien #DemokratischeSelbstverwaltung #Proteste #Nordsyrien #Ostsyrien #Massaker #Krieg #syrischeÜbergangsregierung #IS #Demokratie #Selbstverwaltung #DAANES #Kurden #Kurdistan
    #SolidaritatMitRojava
    #anderweitigunterstützen

  12. #b2301

    Aufruf

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

    ANF | Karawane aus Europa nach Kobanê startet

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Mit einer Auto-Karawane von Europa bis nach Kobanê will die aus unterschiedlichen Gruppen und Organisationen bestehende Initiative dem Aufruf aus der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) folgen, in die Region zu kommen ...

    Ein Konvoi wird am Freitag 23. Januar, aus Hannover losfahren.
    Startpunkt ist Kornstr. 17, 30167 Hannover morgens um 8 Uhr, wobei lautstarke #Solidaritätsbekundungen vor Ort die Gruppe losschicken sollen.

    Zeitgleich wird die Karawane in Köln starten. Aus #Deutschland wird sie sich bis Samstag auf den Weg nach Wien machen.

    In Wien werden die beiden Konvois mit denen aus Süd- und Osteuropa zusammentreffen und sich gemeinsam auf den Weg nach Kobanê machen, um sich dort dem Widerstand gegen den Islamismus anzuschließen. ...

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    Die Initiative lädt öffentlich dazu ein, sich der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ anzuschließen
    oder
    sie anderweitig zu unterstützen. ❗

    In dem offiziellen Aufruf heißt es hierzu wörtlich:

    „Wir rufen alle auf,
    sich in ihren Städten zu versammeln und unsere Karawane nach Kurdistan zu begleiten.

    Alle können selbstverantwortlich in ihren Regionen Menschen einladen und zusammen trommeln, um an der #Karawane teilzunehmen oder sie auf anderen Wegen zu unterstützen. ❗

    Wir brauchen die #Unterstützung von jeder #Gemeinschaft in jedem #Dorf und jeder #Stadt in #Europa.

    Das bedeutet❗ #Logistik, #Essen, #medizinischeVersorgung, #Autos #Busse und #LKWs zu #organisieren.

    Kommt mit eurem Umfeld in den #Austausch, um auf die #aktuelleLage aufmerksam zu machen und #Maßnahmen zu ergreifen.

    ❗Sorgt für #Medienberichterstattung, plant #Demonstrationen und
    #Pressekonferenzen an Orten, an denen wir vorbeikommen,
    und
    schließt euch uns an den Treffpunkten der Konvois an.
    Wir wollen allen unseren Willen kundtun.
    Diese #Initiative gehört allen Menschen - wir wollen unsere gesamte kreative und demokratische Kraft einsetzen.“ (...)

    Vorläufige Routenplanung

    Route 1 – Nord- und Ostdeutschland

    Hannover – 23. Januar, Kornst. 17, 30167 Hannover
    morgens um 8 Uhr Start des Autokonvois nach Kassel – Berlin – Leipzig (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 2 – Süddeutschland

    Köln – Pressekonferenz und Kundgebung 22. Januar; 23. Januar morgens Start des Autokonvois nach Frankfurt a.M. oder Darmstadt – Zürich (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 3 – Südeuropa (Frankreich, Italien, Griechenland)

    Marseille – Turin – Mailand – Padua – Wien

    Route 4 – Osteuropa

    Polen – Slowakei – … – Wien

    #FrauLebenFreiheit
    #Frau #Leben #Freiheit

    #Routenplanung

    #Route1 #Norddeutschland #Ostdeutschland

    #Kornst17 #Hannover #Start #Autokonvois #Kassel #Berlin
    #Leipzig (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien

    #Route2 #Süddeutschland

    23. Januar #Start #Autokonvoi #Köln #FrankfurtaM #Darmstadt #Zürich (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien.

    #Route3 #Südeuropa (#Frankreich #Italien #Griechenland)

    #Marseille #Turin #Mailand #Padua #Wien

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    #Polen #Slowakei #Wien
    #VerteidigungderMenschlichkeit #Karawane #Europa nach #Kobanê #Rojava #Syrien #DemokratischeSelbstverwaltung #Proteste #Nordsyrien #Ostsyrien #Massaker #Krieg #syrischeÜbergangsregierung #IS #Demokratie #Selbstverwaltung #DAANES #Kurden #Kurdistan
    #SolidaritatMitRojava
    #anderweitigunterstützen

  13. #b2301

    Aufruf

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“

    ANF | Karawane aus Europa nach Kobanê startet

    deutsch.anf-news.com/aktuelles

    > Mit einer Auto-Karawane von Europa bis nach Kobanê will die aus unterschiedlichen Gruppen und Organisationen bestehende Initiative dem Aufruf aus der Demokratischen Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien (DAANES) folgen, in die Region zu kommen ...

    Ein Konvoi wird am Freitag 23. Januar, aus Hannover losfahren.
    Startpunkt ist Kornstr. 17, 30167 Hannover morgens um 8 Uhr, wobei lautstarke #Solidaritätsbekundungen vor Ort die Gruppe losschicken sollen.

    Zeitgleich wird die Karawane in Köln starten. Aus #Deutschland wird sie sich bis Samstag auf den Weg nach Wien machen.

    In Wien werden die beiden Konvois mit denen aus Süd- und Osteuropa zusammentreffen und sich gemeinsam auf den Weg nach Kobanê machen, um sich dort dem Widerstand gegen den Islamismus anzuschließen. ...

    Einladung zur Beteiligung und Unterstützung

    Die Initiative lädt öffentlich dazu ein, sich der „Karawane zur Verteidigung der Menschlichkeit“ anzuschließen
    oder
    sie anderweitig zu unterstützen. ❗

    In dem offiziellen Aufruf heißt es hierzu wörtlich:

    „Wir rufen alle auf,
    sich in ihren Städten zu versammeln und unsere Karawane nach Kurdistan zu begleiten.

    Alle können selbstverantwortlich in ihren Regionen Menschen einladen und zusammen trommeln, um an der #Karawane teilzunehmen oder sie auf anderen Wegen zu unterstützen. ❗

    Wir brauchen die #Unterstützung von jeder #Gemeinschaft in jedem #Dorf und jeder #Stadt in #Europa.

    Das bedeutet❗ #Logistik, #Essen, #medizinischeVersorgung, #Autos #Busse und #LKWs zu #organisieren.

    Kommt mit eurem Umfeld in den #Austausch, um auf die #aktuelleLage aufmerksam zu machen und #Maßnahmen zu ergreifen.

    ❗Sorgt für #Medienberichterstattung, plant #Demonstrationen und
    #Pressekonferenzen an Orten, an denen wir vorbeikommen,
    und
    schließt euch uns an den Treffpunkten der Konvois an.
    Wir wollen allen unseren Willen kundtun.
    Diese #Initiative gehört allen Menschen - wir wollen unsere gesamte kreative und demokratische Kraft einsetzen.“ (...)

    Vorläufige Routenplanung

    Route 1 – Nord- und Ostdeutschland

    Hannover – 23. Januar, Kornst. 17, 30167 Hannover
    morgens um 8 Uhr Start des Autokonvois nach Kassel – Berlin – Leipzig (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 2 – Süddeutschland

    Köln – Pressekonferenz und Kundgebung 22. Januar; 23. Januar morgens Start des Autokonvois nach Frankfurt a.M. oder Darmstadt – Zürich (Übernachtung); 24. Januar Weiterfahrt des Autokonvois nach München – Wien.

    Route 3 – Südeuropa (Frankreich, Italien, Griechenland)

    Marseille – Turin – Mailand – Padua – Wien

    Route 4 – Osteuropa

    Polen – Slowakei – … – Wien

    #FrauLebenFreiheit
    #Frau #Leben #Freiheit

    #Routenplanung

    #Route1 #Norddeutschland #Ostdeutschland

    #Kornst17 #Hannover #Start #Autokonvois #Kassel #Berlin
    #Leipzig (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien

    #Route2 #Süddeutschland

    23. Januar #Start #Autokonvoi #Köln #FrankfurtaM #Darmstadt #Zürich (#Übernachtung)

    24. Januar #Weiterfahrt #München #Wien.

    #Route3 #Südeuropa (#Frankreich #Italien #Griechenland)

    #Marseille #Turin #Mailand #Padua #Wien

    #Route4 #Osteuropa
    #Polen #Slowakei #Wien
    #VerteidigungderMenschlichkeit #Karawane #Europa nach #Kobanê #Rojava #Syrien #DemokratischeSelbstverwaltung #Proteste #Nordsyrien #Ostsyrien #Massaker #Krieg #syrischeÜbergangsregierung #IS #Demokratie #Selbstverwaltung #DAANES #Kurden #Kurdistan
    #SolidaritatMitRojava
    #anderweitigunterstützen

  14. Die Selbstauflösung der PKK verstehen: Was bedeutet das für den Nahen Osten?

    Am 12. Mai 2025 gab die Kurdische Arbeiterpartei (Partiya Karkerên Kurdistanê, PKK) nach mehr als vier Jahrzehnten bewaffnetem Kampf gegen die türkische Regierung ihre Auflösung bekannt. Dies geschah unmittelbar nach einem Aufruf des inhaftierten #PKK-Führers Abdullah #Öcalan, die Organisation aufzulösen. Am 11. Juli nahmen PKK-Kämpfer an einer Zeremonie teil, die die Entwaffnung symbolisierte. Was bedeutet dies für die kurdischen Befreiungsbewegungen und für den Nahen Osten im Allgemeinen?

    In der folgenden #Analyse geht eine kurdische feministische Aktivistin auf der Grundlage ihrer über zehnjährigen politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der kurdischen Befreiungsbewegung diesen Fragen nach. Die Autorin Soma.r wuchs im Iran auf und lebt in der kurdischen Diaspora. Sie steht in engem Kontakt zu weiblichen Aktivistinnen und ist weiterhin aktiv in der Bewegung engagiert.

    Einleitung Eine Gruppe von PKK-Kämpferinnen hat sich am 11. Juli 2025 in der Jasna-Höhle in der autonomen kurdischen Region des Irak symbolisch entwaffnet. Der Ort hat eine tiefe historische und politische Bedeutung: 1923 diente er als Zufluchtsort und Kommandozentrale während der britischen Kolonialangriffe. Im selben Jahr wurde die Jasna-Höhle zu einer geheimen Druckstätte für Bangî Haq („Ruf der Wahrheit“), die erste revolutionäre kurdische Zeitung, die vom Journalisten Ahmad #Khwaja gegründet wurde. Diese Tat verband antikolonialen Widerstand, politischen Kampf und Untergrundjournalismus miteinander.

    Ein Jahrhundert später ist die Entwaffnung an diesem Ort keine #Kapitulation, sondern eine politische Aussage, die durch die Jahrhunderte hallt. Sie zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nutzt Erinnerung als Strategie. Mit der Wahl von #Jasna erinnern uns die Kämpfer daran: #Revolutionen mögen ihre Form ändern, aber ihre Wurzeln reichen tief. Wo einst das Imperium Schweigen forderte, druckten kurdische Stimmen die Wahrheit. Wo nun die #Waffen niedergelegt werden, könnten neue Kämpfe entstehen – verwurzelt in derselben Erde, aber geprägt von neuen Vorstellungen.

    Dieser Akt gewinnt angesichts der jüngsten Ereignisse noch mehr an Bedeutung. Nur zwei Tage zuvor war Abdullah Öcalan, der legendäre PKK-Führer, in einer Videobotschaft wieder aufgetaucht – seiner ersten seit 1999 –, in der er das Ende des bewaffneten Kampfes forderte und einen endgültigen Wandel hin zu einer demokratischen Politik drängte. Dieser Moment lädt nicht nur zum Gedenken ein, sondern auch zur Interpretation: Wie vollzieht eine #Guerillabewegung, die einst gleichbedeutend mit bewaffnetem Widerstand war, durch symbolische Akte einen politischen Wandel?

    Um die Selbstauflösung der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu verstehen, muss man sich die Breite ihrer sozialen Basis vor Augen führen, die mehrere Millionen Menschen umfasst. Seit Öcalans Inhaftierung im Jahr 1999 hat sich die kurdische Bewegung in der Türkei über ihre Guerilla-Wurzeln hinaus zu einem komplexen politischen Projekt entwickelt, das in verschiedenen städtischen und ländlichen, säkularen und religiösen, kurdischen und nicht-kurdischen Bevölkerungsgruppen verwurzelt ist – wobei das #Proletariat nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Sie agiert heute über eine hybride Struktur, die einen bewaffneten Flügel in #Qandil mit einem breiten zivilen Netzwerk aus Gewerkschaften, Kommunen, legalen Parteien, #Frauenorganisationen, Medien und transnationalen Solidaritätsplattformen verbindet. Ihre politische Praxis ist gleichzeitig territorial und transnational, legal und illegal, militarisiert und zutiefst sozial. Zu den transformativsten Veränderungen zählt der Aufstieg der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung (KWLM), die die Emanzipation der Geschlechter als symbolischen und strategischen Kern neu positioniert hat. In Öcalans Briefen werden das #Rojava-Projekt und die wachsende Rolle der #KWLM durchweg als die bedeutendsten Errungenschaften der PKK in der Gegenwart hervorgehoben.

    In einer bedeutenden Entwicklung für die kurdische politische Landschaft kündigte die PKK nach ihrem 12. Kongress ihre Auflösung an. Diese Entscheidung wurde durch eine Reihe von Dialogen geprägt, die im Oktober 2024 unter Beteiligung von Abdullah Öcalan (über seinen Neffen und die Delegation der Partei für Gleichheit und Demokratie der Völker) initiiert wurden und durch Äußerungen des Vorsitzenden der Nationalistischen Aktionspartei (Milliyetçi Hareket Partisi, #MHP), Devlet #Bahçeli, einer rechtsextremen, ultranationalistischen Partei in der #Türkei, ausgelöst wurden. Öcalan betonte die Notwendigkeit, die Kurdenfrage von einem bewaffneten Kampf zu einer demokratischen Politik zu überführen, und erklärte, er sei in der Lage, diesen Wandel zu führen, wenn die Bedingungen dies zuließen.

    Als Reaktion darauf begann die PKK interne Konsultationen und erklärte sich bereit, unter der Leitung von Öcalan einen Kongress einzuberufen. Am 27. Februar 2025 veröffentlichte Öcalan einen offiziellen „Aufruf zu Frieden und einer demokratischen Gesellschaft“, in dem er die PKK aufforderte, ihre bewaffneten Aktivitäten einzustellen und Verantwortung für eine friedliche Lösung zu übernehmen. Daraufhin erklärte die PKK am 1. März einen einseitigen Waffenstillstand. Darauf folgte der 12. Kongress der Organisation, auf dem die Entscheidung zur Auflösung der PKK und zur Beendigung ihres bewaffneten Kampfes offiziell verabschiedet wurde. aus der Führung sowohl der PKK als auch der Partei Freier Frauen in Kurdistan (#PAJK).1

    Öcalans strategische Vision wurde in der Mai-Ausgabe (Nr. 521) von #Serxwebûn, der offiziellen Monatszeitschrift der PKK, näher ausgeführt. Diese letzte Ausgabe enthielt das vollständige 20-seitige Dokument, das Öcalan dem Kongress vorgelegt hatte, sowie einen vier Punkte umfassenden Brief an die Delegierten, in dem er den politischen Rahmen für den Übergang zu einer friedlichen und demokratischen Phase der kurdischen Bewegung skizzierte. Mit der Ankündigung des Endes ihrer ununterbrochenen 44-jährigen Geschichte erklärte die Zeitschrift: „Alles ist bereit für einen neuen und stärkeren Anfang.“

    In seinem Brief vom 27. April skizziert Abdullah Öcalan eine transformative Vision für die Zeit nach der PKK, die sich auf demokratische Nation, ökologische und kommunale Ökonomie und demokratische Modernität als Alternative sowohl zum kapitalistischen #Nationalstaat als auch zum realen #Sozialismus konzentriert. Er schlägt eine demokratische Gesellschaft als politisches Programm für die neue Ära vor – eine Gesellschaft, die nicht darauf abzielt, den Staat zu erobern, sondern autonome, basisdemokratische Strukturen wie Kommunen zu schaffen. In diesem Rahmen werden Konzepte wie demokratischer Sozialismus, #Kommunalismus und regionaler #Konföderalismus sowohl für die kurdische Befreiung als auch für einen umfassenderen regionalen Wandel von zentraler Bedeutung. Öcalan bezeichnet dies als eine neue Form des Internationalismus und fordert alle Akteure auf, Verantwortung für dessen Verwirklichung zu übernehmen, da ein Erfolg in Kurdistan seiner Meinung nach Auswirkungen auf die gesamte Türkei, Syrien, den Irak und den Iran haben könnte.2 Die Texte in dieser Ausgabe – darunter Reden, Resolutionen und Kongressdokumente – spiegeln den Versuch wider, den strategischen Horizont der Bewegung neu zu definieren.

    Öcalans jüngster Aufruf zur Auflösung ist nicht ohne Präzedenzfälle, da die PKK seit langem zwischen bewaffnetem Kampf und Verhandlungen schwankt. Dieser Moment signalisiert jedoch einen tieferen ideologischen Wandel: Seit 2004 hat sich die Bewegung über die Kurdistan Democratic Communities Union (#KCK) – ein Dachverband, der die PKK umfasst, aber in dem aktuellen Auflösungsplan auffällig fehlt – um den „demokratischen Konföderalismus“ herum neu strukturiert.

    Die Bedeutung des Begriffs „Auflösung“ bleibt höchst unklar. Bedeutet er das Ende der PKK, eine bloße Umbenennung oder einen taktischen Wandel im Rahmen einer längerfristigen politischen Anpassung? Noch entscheidender ist die Frage, was die Auflösung einer Struktur, die historisch gesehen bewaffneten #Widerstand und #Mobilisierung an der Basis miteinander verflochten hat, für die antistaatlichen und antikolonialen Kämpfe in der Region bedeutet.

    Selbst innerhalb der PKK gibt es unterschiedliche Interpretationen. Zagros #Hiwa, Sprecher für Außenbeziehungen der KCK, erklärte im Sterk TV, dass die Resolutionen ein Ende des bewaffneten Konflikts – nicht die Entwaffnung – fordern, und stellte die Durchführbarkeit angesichts der 100 Meter Entfernung zwischen türkischen #Soldaten und Guerillakämpfern in Frage. Andere sind anderer Meinung. Amir Karimi vom iranisch-kurdischen Ableger der PKK erklärte: „Diejenigen, die am härtesten gekämpft und am meisten erlitten haben, haben das größte Recht, über #Frieden zu sprechen.“ Der Sprecher des türkischen Parlaments, Numan #Kurtulmuş, stellte den Prozess hingegen als Teil einer nationalen Anstrengung dar, sich gegen imperialistische Zersplitterung zu wehren:

    „Der Irak und Syrien sind zersplittert, der Libanon ist unregierbar geworden. Libyen, Sudan und Somalia wurden geteilt. Diese Länder sind zu Schlachtfeldern geworden, die von Stammes-, ethnischen und religiösen Spaltungen angeheizt werden, und einige wurden durch terroristische Organisationen zerschlagen. Wir hätten passiv wie eine „gelbe Kuh“ darauf warten können, dass wir als Nächste auseinandergerissen werden, oder wir Türken, Kurden und alle anderen hätten uns vereinen können, um diese imperialistische Agenda zu besiegen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und sind entschlossen, gemeinsam voranzuschreiten.“
    Es überrascht nicht, dass dieser Aufruf zu Spaltungen, Unsicherheit und einem breiten Spektrum an Reaktionen unter kurdischen Aktivist*innen geführt hat. Hier werden wir diese Fragen aufgreifen, indem wir die historische Entwicklung der PKK im Zusammenhang mit Friedensprozessen analysieren und die weiterreichenden Auswirkungen ihrer Auflösung für zeitgenössische antistaatliche, antikapitalistische und dekoloniale Bewegungen untersuchen.

    Wir beginnen mit einem kurzen Überblick darüber, wie revolutionäre Gewalt durch den bewaffneten Kampf in der kurdischen Bewegung entstand und wie dieser Verlauf mit einer Reihe gescheiterter Friedensinitiativen verflochten war, die oft neue Kriegszyklen hervorbrachten. Dann wenden wir uns der Kernfrage zu: Warum hat die PKK eine einseitige Entwaffnung beschlossen? Wir werden diese Entscheidung im Zusammenhang mit den sich wandelnden politischen Dynamiken auf regionaler, nationaler und globaler Ebene untersuchen. Abschließend werden wir über die Risiken, Unsicherheiten und strategischen Kalküle nachdenken, die mit diesem Schritt verbunden sind, und mit einer geschlechterspezifischen Lesart schließen, die die Rolle der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung bei der Gestaltung sowohl der Grenzen als auch der Möglichkeiten dieses Prozesses in den Vordergrund stellt.

    Die kurdische Tortur von staatlicher Gewalt und Staatenlosigkeit

    Wie die PKK am 12. Mai 2025 erklärte:

    "Die PKK entstand als Befreiungsbewegung gegen die Politik der Leugnung des kurdischen Volkes, die im Vertrag von Lausanne und in der türkischen Verfassung von 1924 verankert war."
    Von einer anerkannten imperialen „Nation“ wurden die Kurden zu „ethnischen Minderheiten“ in Staaten, die sie unterdrückten, assimilierten und auslöschten. Obwohl sie fast 40 Millionen Menschen stark sind – 20 % der Bevölkerung der Türkei – sind die #Kurden nach wie vor das größte staatenlose Volk der Welt, das von politischer und kultureller Anerkennung ausgeschlossen ist. Die staatliche Unterdrückung hat oft genozidale Formen angenommen: Bei der #Anfal-Kampagne im Irak (1987–1988) wurden 180.000 Kurden getötet; die Entnationalisierungspolitik #Syriens in den 1960er Jahren machte Zehntausende staatenlos; Der #Iran stellt militärische Angriffe auf kurdische Regionen als „#Dschihad“ dar, und die Türkei verbot lange Zeit die Begriffe „Kurde“ und „#Kurdistan“ und bezeichnete Kurden als „Bergtürken“. Allein der Krieg zwischen der PKK und dem türkischen Militär hat über 40.000 Menschenleben gefordert, in einem größeren Kontext kurdischer Konflikte, in denen seit den 1960er Jahren mehr als 250.000 Menschen getötet wurden.

    Die türkische Republik wurde auf dem Völkermord an den #Armenier​n und der Leugnung der kurdischen Identität aufgebaut, die beide dazu dienten, ein homogenisierendes nationalistisches Projekt durchzusetzen. Die PKK entstand in den 1970er Jahren als direkte Reaktion auf dieses ausgrenzende Regime. Ihre Opposition war nicht nur militärischer, sondern auch kultureller und politischer Natur, wie Leyla #Zana​s parlamentarischer Eid von 1991 symbolisiert („Ich leiste diesen Eid für die Brüderlichkeit des türkischen und kurdischen Volkes“) – auf Kurdisch –, für den sie zehn Jahre im Gefängnis verbrachte.

    Heute verbindet der türkische #Imperialismus internen #Kolonialismus mit regionaler neoimperialer Expansion. Seit 2016 setzt #Ankara islamistische Milizen wie die „Syrische Nationalarmee“ (#SNA) in #Nordsyrien (#Afrin, al-Bab, #Azaz, #Jarablus, #Idlib) ein. Diese Milizen ermöglichen es der Türkei, Krieg zu führen und gleichzeitig eine neo-osmanistische Agenda der Zwangsarabisierung, #Islamisierung und demografischen Manipulation voranzutreiben. Mit Versprechungen von Gehältern bis zu 2500 Dollar werden junge Menschen angelockt, die von nur wenigen Dutzend Dollar leben, wodurch Krieg zu einer prekären Beschäftigung wird.

    Seit 2015 hat die Türkei mehrere Operationen gestartet – #Euphrat-Schild, #Olivenzweig, Friedensquelle –, um kurdische Gebiete zu besetzen, die Bevölkerung zu vertreiben und #Plünderungen, #Massengewalt und ethnopolitische Umgestaltungen zu ermöglichen. Die Luftangriffe im #Irak auf #Qandil und #Sinjar haben sich intensiviert, ohne dass die internationale Gemeinschaft nennenswert reagiert hätte. Dieses Kriegsmodell – privatisiert, prekär und transnational – hat sich auf #Libyen (2019–2020), #Aserbaidschan (2020), #Jemen, #Niger und #Pakistan ausgeweitet. Mit dem türkischen Geheimdienst verbundene paramilitärische Netzwerke wie die Sultan-Murad-Brigade operieren aus kurdischen Dörfern wie #Sinara in der Nähe von #Afrin.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Making Sense of the PKK’s Self-Dissolution von Soma.r, 13. Juli 2025 bei @CrimethInc @crimethinc_de

    #CapitalismIsADeathCult #Anarchismus

  15. Die Selbstauflösung der PKK verstehen: Was bedeutet das für den Nahen Osten?

    Am 12. Mai 2025 gab die Kurdische Arbeiterpartei (Partiya Karkerên Kurdistanê, PKK) nach mehr als vier Jahrzehnten bewaffnetem Kampf gegen die türkische Regierung ihre Auflösung bekannt. Dies geschah unmittelbar nach einem Aufruf des inhaftierten #PKK-Führers Abdullah #Öcalan, die Organisation aufzulösen. Am 11. Juli nahmen PKK-Kämpfer an einer Zeremonie teil, die die Entwaffnung symbolisierte. Was bedeutet dies für die kurdischen Befreiungsbewegungen und für den Nahen Osten im Allgemeinen?

    In der folgenden #Analyse geht eine kurdische feministische Aktivistin auf der Grundlage ihrer über zehnjährigen politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der kurdischen Befreiungsbewegung diesen Fragen nach. Die Autorin Soma.r wuchs im Iran auf und lebt in der kurdischen Diaspora. Sie steht in engem Kontakt zu weiblichen Aktivistinnen und ist weiterhin aktiv in der Bewegung engagiert.

    Einleitung Eine Gruppe von PKK-Kämpferinnen hat sich am 11. Juli 2025 in der Jasna-Höhle in der autonomen kurdischen Region des Irak symbolisch entwaffnet. Der Ort hat eine tiefe historische und politische Bedeutung: 1923 diente er als Zufluchtsort und Kommandozentrale während der britischen Kolonialangriffe. Im selben Jahr wurde die Jasna-Höhle zu einer geheimen Druckstätte für Bangî Haq („Ruf der Wahrheit“), die erste revolutionäre kurdische Zeitung, die vom Journalisten Ahmad #Khwaja gegründet wurde. Diese Tat verband antikolonialen Widerstand, politischen Kampf und Untergrundjournalismus miteinander.

    Ein Jahrhundert später ist die Entwaffnung an diesem Ort keine #Kapitulation, sondern eine politische Aussage, die durch die Jahrhunderte hallt. Sie zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nutzt Erinnerung als Strategie. Mit der Wahl von #Jasna erinnern uns die Kämpfer daran: #Revolutionen mögen ihre Form ändern, aber ihre Wurzeln reichen tief. Wo einst das Imperium Schweigen forderte, druckten kurdische Stimmen die Wahrheit. Wo nun die #Waffen niedergelegt werden, könnten neue Kämpfe entstehen – verwurzelt in derselben Erde, aber geprägt von neuen Vorstellungen.

    Dieser Akt gewinnt angesichts der jüngsten Ereignisse noch mehr an Bedeutung. Nur zwei Tage zuvor war Abdullah Öcalan, der legendäre PKK-Führer, in einer Videobotschaft wieder aufgetaucht – seiner ersten seit 1999 –, in der er das Ende des bewaffneten Kampfes forderte und einen endgültigen Wandel hin zu einer demokratischen Politik drängte. Dieser Moment lädt nicht nur zum Gedenken ein, sondern auch zur Interpretation: Wie vollzieht eine #Guerillabewegung, die einst gleichbedeutend mit bewaffnetem Widerstand war, durch symbolische Akte einen politischen Wandel?

    Um die Selbstauflösung der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu verstehen, muss man sich die Breite ihrer sozialen Basis vor Augen führen, die mehrere Millionen Menschen umfasst. Seit Öcalans Inhaftierung im Jahr 1999 hat sich die kurdische Bewegung in der Türkei über ihre Guerilla-Wurzeln hinaus zu einem komplexen politischen Projekt entwickelt, das in verschiedenen städtischen und ländlichen, säkularen und religiösen, kurdischen und nicht-kurdischen Bevölkerungsgruppen verwurzelt ist – wobei das #Proletariat nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Sie agiert heute über eine hybride Struktur, die einen bewaffneten Flügel in #Qandil mit einem breiten zivilen Netzwerk aus Gewerkschaften, Kommunen, legalen Parteien, #Frauenorganisationen, Medien und transnationalen Solidaritätsplattformen verbindet. Ihre politische Praxis ist gleichzeitig territorial und transnational, legal und illegal, militarisiert und zutiefst sozial. Zu den transformativsten Veränderungen zählt der Aufstieg der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung (KWLM), die die Emanzipation der Geschlechter als symbolischen und strategischen Kern neu positioniert hat. In Öcalans Briefen werden das #Rojava-Projekt und die wachsende Rolle der #KWLM durchweg als die bedeutendsten Errungenschaften der PKK in der Gegenwart hervorgehoben.

    In einer bedeutenden Entwicklung für die kurdische politische Landschaft kündigte die PKK nach ihrem 12. Kongress ihre Auflösung an. Diese Entscheidung wurde durch eine Reihe von Dialogen geprägt, die im Oktober 2024 unter Beteiligung von Abdullah Öcalan (über seinen Neffen und die Delegation der Partei für Gleichheit und Demokratie der Völker) initiiert wurden und durch Äußerungen des Vorsitzenden der Nationalistischen Aktionspartei (Milliyetçi Hareket Partisi, #MHP), Devlet #Bahçeli, einer rechtsextremen, ultranationalistischen Partei in der #Türkei, ausgelöst wurden. Öcalan betonte die Notwendigkeit, die Kurdenfrage von einem bewaffneten Kampf zu einer demokratischen Politik zu überführen, und erklärte, er sei in der Lage, diesen Wandel zu führen, wenn die Bedingungen dies zuließen.

    Als Reaktion darauf begann die PKK interne Konsultationen und erklärte sich bereit, unter der Leitung von Öcalan einen Kongress einzuberufen. Am 27. Februar 2025 veröffentlichte Öcalan einen offiziellen „Aufruf zu Frieden und einer demokratischen Gesellschaft“, in dem er die PKK aufforderte, ihre bewaffneten Aktivitäten einzustellen und Verantwortung für eine friedliche Lösung zu übernehmen. Daraufhin erklärte die PKK am 1. März einen einseitigen Waffenstillstand. Darauf folgte der 12. Kongress der Organisation, auf dem die Entscheidung zur Auflösung der PKK und zur Beendigung ihres bewaffneten Kampfes offiziell verabschiedet wurde. aus der Führung sowohl der PKK als auch der Partei Freier Frauen in Kurdistan (#PAJK).1

    Öcalans strategische Vision wurde in der Mai-Ausgabe (Nr. 521) von #Serxwebûn, der offiziellen Monatszeitschrift der PKK, näher ausgeführt. Diese letzte Ausgabe enthielt das vollständige 20-seitige Dokument, das Öcalan dem Kongress vorgelegt hatte, sowie einen vier Punkte umfassenden Brief an die Delegierten, in dem er den politischen Rahmen für den Übergang zu einer friedlichen und demokratischen Phase der kurdischen Bewegung skizzierte. Mit der Ankündigung des Endes ihrer ununterbrochenen 44-jährigen Geschichte erklärte die Zeitschrift: „Alles ist bereit für einen neuen und stärkeren Anfang.“

    In seinem Brief vom 27. April skizziert Abdullah Öcalan eine transformative Vision für die Zeit nach der PKK, die sich auf demokratische Nation, ökologische und kommunale Ökonomie und demokratische Modernität als Alternative sowohl zum kapitalistischen #Nationalstaat als auch zum realen #Sozialismus konzentriert. Er schlägt eine demokratische Gesellschaft als politisches Programm für die neue Ära vor – eine Gesellschaft, die nicht darauf abzielt, den Staat zu erobern, sondern autonome, basisdemokratische Strukturen wie Kommunen zu schaffen. In diesem Rahmen werden Konzepte wie demokratischer Sozialismus, #Kommunalismus und regionaler #Konföderalismus sowohl für die kurdische Befreiung als auch für einen umfassenderen regionalen Wandel von zentraler Bedeutung. Öcalan bezeichnet dies als eine neue Form des Internationalismus und fordert alle Akteure auf, Verantwortung für dessen Verwirklichung zu übernehmen, da ein Erfolg in Kurdistan seiner Meinung nach Auswirkungen auf die gesamte Türkei, Syrien, den Irak und den Iran haben könnte.2 Die Texte in dieser Ausgabe – darunter Reden, Resolutionen und Kongressdokumente – spiegeln den Versuch wider, den strategischen Horizont der Bewegung neu zu definieren.

    Öcalans jüngster Aufruf zur Auflösung ist nicht ohne Präzedenzfälle, da die PKK seit langem zwischen bewaffnetem Kampf und Verhandlungen schwankt. Dieser Moment signalisiert jedoch einen tieferen ideologischen Wandel: Seit 2004 hat sich die Bewegung über die Kurdistan Democratic Communities Union (#KCK) – ein Dachverband, der die PKK umfasst, aber in dem aktuellen Auflösungsplan auffällig fehlt – um den „demokratischen Konföderalismus“ herum neu strukturiert.

    Die Bedeutung des Begriffs „Auflösung“ bleibt höchst unklar. Bedeutet er das Ende der PKK, eine bloße Umbenennung oder einen taktischen Wandel im Rahmen einer längerfristigen politischen Anpassung? Noch entscheidender ist die Frage, was die Auflösung einer Struktur, die historisch gesehen bewaffneten #Widerstand und #Mobilisierung an der Basis miteinander verflochten hat, für die antistaatlichen und antikolonialen Kämpfe in der Region bedeutet.

    Selbst innerhalb der PKK gibt es unterschiedliche Interpretationen. Zagros #Hiwa, Sprecher für Außenbeziehungen der KCK, erklärte im Sterk TV, dass die Resolutionen ein Ende des bewaffneten Konflikts – nicht die Entwaffnung – fordern, und stellte die Durchführbarkeit angesichts der 100 Meter Entfernung zwischen türkischen #Soldaten und Guerillakämpfern in Frage. Andere sind anderer Meinung. Amir Karimi vom iranisch-kurdischen Ableger der PKK erklärte: „Diejenigen, die am härtesten gekämpft und am meisten erlitten haben, haben das größte Recht, über #Frieden zu sprechen.“ Der Sprecher des türkischen Parlaments, Numan #Kurtulmuş, stellte den Prozess hingegen als Teil einer nationalen Anstrengung dar, sich gegen imperialistische Zersplitterung zu wehren:

    „Der Irak und Syrien sind zersplittert, der Libanon ist unregierbar geworden. Libyen, Sudan und Somalia wurden geteilt. Diese Länder sind zu Schlachtfeldern geworden, die von Stammes-, ethnischen und religiösen Spaltungen angeheizt werden, und einige wurden durch terroristische Organisationen zerschlagen. Wir hätten passiv wie eine „gelbe Kuh“ darauf warten können, dass wir als Nächste auseinandergerissen werden, oder wir Türken, Kurden und alle anderen hätten uns vereinen können, um diese imperialistische Agenda zu besiegen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und sind entschlossen, gemeinsam voranzuschreiten.“
    Es überrascht nicht, dass dieser Aufruf zu Spaltungen, Unsicherheit und einem breiten Spektrum an Reaktionen unter kurdischen Aktivist*innen geführt hat. Hier werden wir diese Fragen aufgreifen, indem wir die historische Entwicklung der PKK im Zusammenhang mit Friedensprozessen analysieren und die weiterreichenden Auswirkungen ihrer Auflösung für zeitgenössische antistaatliche, antikapitalistische und dekoloniale Bewegungen untersuchen.

    Wir beginnen mit einem kurzen Überblick darüber, wie revolutionäre Gewalt durch den bewaffneten Kampf in der kurdischen Bewegung entstand und wie dieser Verlauf mit einer Reihe gescheiterter Friedensinitiativen verflochten war, die oft neue Kriegszyklen hervorbrachten. Dann wenden wir uns der Kernfrage zu: Warum hat die PKK eine einseitige Entwaffnung beschlossen? Wir werden diese Entscheidung im Zusammenhang mit den sich wandelnden politischen Dynamiken auf regionaler, nationaler und globaler Ebene untersuchen. Abschließend werden wir über die Risiken, Unsicherheiten und strategischen Kalküle nachdenken, die mit diesem Schritt verbunden sind, und mit einer geschlechterspezifischen Lesart schließen, die die Rolle der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung bei der Gestaltung sowohl der Grenzen als auch der Möglichkeiten dieses Prozesses in den Vordergrund stellt.

    Die kurdische Tortur von staatlicher Gewalt und Staatenlosigkeit

    Wie die PKK am 12. Mai 2025 erklärte:

    "Die PKK entstand als Befreiungsbewegung gegen die Politik der Leugnung des kurdischen Volkes, die im Vertrag von Lausanne und in der türkischen Verfassung von 1924 verankert war."
    Von einer anerkannten imperialen „Nation“ wurden die Kurden zu „ethnischen Minderheiten“ in Staaten, die sie unterdrückten, assimilierten und auslöschten. Obwohl sie fast 40 Millionen Menschen stark sind – 20 % der Bevölkerung der Türkei – sind die #Kurden nach wie vor das größte staatenlose Volk der Welt, das von politischer und kultureller Anerkennung ausgeschlossen ist. Die staatliche Unterdrückung hat oft genozidale Formen angenommen: Bei der #Anfal-Kampagne im Irak (1987–1988) wurden 180.000 Kurden getötet; die Entnationalisierungspolitik #Syriens in den 1960er Jahren machte Zehntausende staatenlos; Der #Iran stellt militärische Angriffe auf kurdische Regionen als „#Dschihad“ dar, und die Türkei verbot lange Zeit die Begriffe „Kurde“ und „#Kurdistan“ und bezeichnete Kurden als „Bergtürken“. Allein der Krieg zwischen der PKK und dem türkischen Militär hat über 40.000 Menschenleben gefordert, in einem größeren Kontext kurdischer Konflikte, in denen seit den 1960er Jahren mehr als 250.000 Menschen getötet wurden.

    Die türkische Republik wurde auf dem Völkermord an den #Armenier​n und der Leugnung der kurdischen Identität aufgebaut, die beide dazu dienten, ein homogenisierendes nationalistisches Projekt durchzusetzen. Die PKK entstand in den 1970er Jahren als direkte Reaktion auf dieses ausgrenzende Regime. Ihre Opposition war nicht nur militärischer, sondern auch kultureller und politischer Natur, wie Leyla #Zana​s parlamentarischer Eid von 1991 symbolisiert („Ich leiste diesen Eid für die Brüderlichkeit des türkischen und kurdischen Volkes“) – auf Kurdisch –, für den sie zehn Jahre im Gefängnis verbrachte.

    Heute verbindet der türkische #Imperialismus internen #Kolonialismus mit regionaler neoimperialer Expansion. Seit 2016 setzt #Ankara islamistische Milizen wie die „Syrische Nationalarmee“ (#SNA) in #Nordsyrien (#Afrin, al-Bab, #Azaz, #Jarablus, #Idlib) ein. Diese Milizen ermöglichen es der Türkei, Krieg zu führen und gleichzeitig eine neo-osmanistische Agenda der Zwangsarabisierung, #Islamisierung und demografischen Manipulation voranzutreiben. Mit Versprechungen von Gehältern bis zu 2500 Dollar werden junge Menschen angelockt, die von nur wenigen Dutzend Dollar leben, wodurch Krieg zu einer prekären Beschäftigung wird.

    Seit 2015 hat die Türkei mehrere Operationen gestartet – #Euphrat-Schild, #Olivenzweig, Friedensquelle –, um kurdische Gebiete zu besetzen, die Bevölkerung zu vertreiben und #Plünderungen, #Massengewalt und ethnopolitische Umgestaltungen zu ermöglichen. Die Luftangriffe im #Irak auf #Qandil und #Sinjar haben sich intensiviert, ohne dass die internationale Gemeinschaft nennenswert reagiert hätte. Dieses Kriegsmodell – privatisiert, prekär und transnational – hat sich auf #Libyen (2019–2020), #Aserbaidschan (2020), #Jemen, #Niger und #Pakistan ausgeweitet. Mit dem türkischen Geheimdienst verbundene paramilitärische Netzwerke wie die Sultan-Murad-Brigade operieren aus kurdischen Dörfern wie #Sinara in der Nähe von #Afrin.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Making Sense of the PKK’s Self-Dissolution von Soma.r, 13. Juli 2025 bei @CrimethInc @crimethinc_de

    #CapitalismIsADeathCult #Anarchismus

  16. Die Selbstauflösung der PKK verstehen: Was bedeutet das für den Nahen Osten?

    Am 12. Mai 2025 gab die Kurdische Arbeiterpartei (Partiya Karkerên Kurdistanê, PKK) nach mehr als vier Jahrzehnten bewaffnetem Kampf gegen die türkische Regierung ihre Auflösung bekannt. Dies geschah unmittelbar nach einem Aufruf des inhaftierten #PKK-Führers Abdullah #Öcalan, die Organisation aufzulösen. Am 11. Juli nahmen PKK-Kämpfer an einer Zeremonie teil, die die Entwaffnung symbolisierte. Was bedeutet dies für die kurdischen Befreiungsbewegungen und für den Nahen Osten im Allgemeinen?

    In der folgenden #Analyse geht eine kurdische feministische Aktivistin auf der Grundlage ihrer über zehnjährigen politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der kurdischen Befreiungsbewegung diesen Fragen nach. Die Autorin Soma.r wuchs im Iran auf und lebt in der kurdischen Diaspora. Sie steht in engem Kontakt zu weiblichen Aktivistinnen und ist weiterhin aktiv in der Bewegung engagiert.

    Einleitung Eine Gruppe von PKK-Kämpferinnen hat sich am 11. Juli 2025 in der Jasna-Höhle in der autonomen kurdischen Region des Irak symbolisch entwaffnet. Der Ort hat eine tiefe historische und politische Bedeutung: 1923 diente er als Zufluchtsort und Kommandozentrale während der britischen Kolonialangriffe. Im selben Jahr wurde die Jasna-Höhle zu einer geheimen Druckstätte für Bangî Haq („Ruf der Wahrheit“), die erste revolutionäre kurdische Zeitung, die vom Journalisten Ahmad #Khwaja gegründet wurde. Diese Tat verband antikolonialen Widerstand, politischen Kampf und Untergrundjournalismus miteinander.

    Ein Jahrhundert später ist die Entwaffnung an diesem Ort keine #Kapitulation, sondern eine politische Aussage, die durch die Jahrhunderte hallt. Sie zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nutzt Erinnerung als Strategie. Mit der Wahl von #Jasna erinnern uns die Kämpfer daran: #Revolutionen mögen ihre Form ändern, aber ihre Wurzeln reichen tief. Wo einst das Imperium Schweigen forderte, druckten kurdische Stimmen die Wahrheit. Wo nun die #Waffen niedergelegt werden, könnten neue Kämpfe entstehen – verwurzelt in derselben Erde, aber geprägt von neuen Vorstellungen.

    Dieser Akt gewinnt angesichts der jüngsten Ereignisse noch mehr an Bedeutung. Nur zwei Tage zuvor war Abdullah Öcalan, der legendäre PKK-Führer, in einer Videobotschaft wieder aufgetaucht – seiner ersten seit 1999 –, in der er das Ende des bewaffneten Kampfes forderte und einen endgültigen Wandel hin zu einer demokratischen Politik drängte. Dieser Moment lädt nicht nur zum Gedenken ein, sondern auch zur Interpretation: Wie vollzieht eine #Guerillabewegung, die einst gleichbedeutend mit bewaffnetem Widerstand war, durch symbolische Akte einen politischen Wandel?

    Um die Selbstauflösung der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu verstehen, muss man sich die Breite ihrer sozialen Basis vor Augen führen, die mehrere Millionen Menschen umfasst. Seit Öcalans Inhaftierung im Jahr 1999 hat sich die kurdische Bewegung in der Türkei über ihre Guerilla-Wurzeln hinaus zu einem komplexen politischen Projekt entwickelt, das in verschiedenen städtischen und ländlichen, säkularen und religiösen, kurdischen und nicht-kurdischen Bevölkerungsgruppen verwurzelt ist – wobei das #Proletariat nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Sie agiert heute über eine hybride Struktur, die einen bewaffneten Flügel in #Qandil mit einem breiten zivilen Netzwerk aus Gewerkschaften, Kommunen, legalen Parteien, #Frauenorganisationen, Medien und transnationalen Solidaritätsplattformen verbindet. Ihre politische Praxis ist gleichzeitig territorial und transnational, legal und illegal, militarisiert und zutiefst sozial. Zu den transformativsten Veränderungen zählt der Aufstieg der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung (KWLM), die die Emanzipation der Geschlechter als symbolischen und strategischen Kern neu positioniert hat. In Öcalans Briefen werden das #Rojava-Projekt und die wachsende Rolle der #KWLM durchweg als die bedeutendsten Errungenschaften der PKK in der Gegenwart hervorgehoben.

    In einer bedeutenden Entwicklung für die kurdische politische Landschaft kündigte die PKK nach ihrem 12. Kongress ihre Auflösung an. Diese Entscheidung wurde durch eine Reihe von Dialogen geprägt, die im Oktober 2024 unter Beteiligung von Abdullah Öcalan (über seinen Neffen und die Delegation der Partei für Gleichheit und Demokratie der Völker) initiiert wurden und durch Äußerungen des Vorsitzenden der Nationalistischen Aktionspartei (Milliyetçi Hareket Partisi, #MHP), Devlet #Bahçeli, einer rechtsextremen, ultranationalistischen Partei in der #Türkei, ausgelöst wurden. Öcalan betonte die Notwendigkeit, die Kurdenfrage von einem bewaffneten Kampf zu einer demokratischen Politik zu überführen, und erklärte, er sei in der Lage, diesen Wandel zu führen, wenn die Bedingungen dies zuließen.

    Als Reaktion darauf begann die PKK interne Konsultationen und erklärte sich bereit, unter der Leitung von Öcalan einen Kongress einzuberufen. Am 27. Februar 2025 veröffentlichte Öcalan einen offiziellen „Aufruf zu Frieden und einer demokratischen Gesellschaft“, in dem er die PKK aufforderte, ihre bewaffneten Aktivitäten einzustellen und Verantwortung für eine friedliche Lösung zu übernehmen. Daraufhin erklärte die PKK am 1. März einen einseitigen Waffenstillstand. Darauf folgte der 12. Kongress der Organisation, auf dem die Entscheidung zur Auflösung der PKK und zur Beendigung ihres bewaffneten Kampfes offiziell verabschiedet wurde. aus der Führung sowohl der PKK als auch der Partei Freier Frauen in Kurdistan (#PAJK).1

    Öcalans strategische Vision wurde in der Mai-Ausgabe (Nr. 521) von #Serxwebûn, der offiziellen Monatszeitschrift der PKK, näher ausgeführt. Diese letzte Ausgabe enthielt das vollständige 20-seitige Dokument, das Öcalan dem Kongress vorgelegt hatte, sowie einen vier Punkte umfassenden Brief an die Delegierten, in dem er den politischen Rahmen für den Übergang zu einer friedlichen und demokratischen Phase der kurdischen Bewegung skizzierte. Mit der Ankündigung des Endes ihrer ununterbrochenen 44-jährigen Geschichte erklärte die Zeitschrift: „Alles ist bereit für einen neuen und stärkeren Anfang.“

    In seinem Brief vom 27. April skizziert Abdullah Öcalan eine transformative Vision für die Zeit nach der PKK, die sich auf demokratische Nation, ökologische und kommunale Ökonomie und demokratische Modernität als Alternative sowohl zum kapitalistischen #Nationalstaat als auch zum realen #Sozialismus konzentriert. Er schlägt eine demokratische Gesellschaft als politisches Programm für die neue Ära vor – eine Gesellschaft, die nicht darauf abzielt, den Staat zu erobern, sondern autonome, basisdemokratische Strukturen wie Kommunen zu schaffen. In diesem Rahmen werden Konzepte wie demokratischer Sozialismus, #Kommunalismus und regionaler #Konföderalismus sowohl für die kurdische Befreiung als auch für einen umfassenderen regionalen Wandel von zentraler Bedeutung. Öcalan bezeichnet dies als eine neue Form des Internationalismus und fordert alle Akteure auf, Verantwortung für dessen Verwirklichung zu übernehmen, da ein Erfolg in Kurdistan seiner Meinung nach Auswirkungen auf die gesamte Türkei, Syrien, den Irak und den Iran haben könnte.2 Die Texte in dieser Ausgabe – darunter Reden, Resolutionen und Kongressdokumente – spiegeln den Versuch wider, den strategischen Horizont der Bewegung neu zu definieren.

    Öcalans jüngster Aufruf zur Auflösung ist nicht ohne Präzedenzfälle, da die PKK seit langem zwischen bewaffnetem Kampf und Verhandlungen schwankt. Dieser Moment signalisiert jedoch einen tieferen ideologischen Wandel: Seit 2004 hat sich die Bewegung über die Kurdistan Democratic Communities Union (#KCK) – ein Dachverband, der die PKK umfasst, aber in dem aktuellen Auflösungsplan auffällig fehlt – um den „demokratischen Konföderalismus“ herum neu strukturiert.

    Die Bedeutung des Begriffs „Auflösung“ bleibt höchst unklar. Bedeutet er das Ende der PKK, eine bloße Umbenennung oder einen taktischen Wandel im Rahmen einer längerfristigen politischen Anpassung? Noch entscheidender ist die Frage, was die Auflösung einer Struktur, die historisch gesehen bewaffneten #Widerstand und #Mobilisierung an der Basis miteinander verflochten hat, für die antistaatlichen und antikolonialen Kämpfe in der Region bedeutet.

    Selbst innerhalb der PKK gibt es unterschiedliche Interpretationen. Zagros #Hiwa, Sprecher für Außenbeziehungen der KCK, erklärte im Sterk TV, dass die Resolutionen ein Ende des bewaffneten Konflikts – nicht die Entwaffnung – fordern, und stellte die Durchführbarkeit angesichts der 100 Meter Entfernung zwischen türkischen #Soldaten und Guerillakämpfern in Frage. Andere sind anderer Meinung. Amir Karimi vom iranisch-kurdischen Ableger der PKK erklärte: „Diejenigen, die am härtesten gekämpft und am meisten erlitten haben, haben das größte Recht, über #Frieden zu sprechen.“ Der Sprecher des türkischen Parlaments, Numan #Kurtulmuş, stellte den Prozess hingegen als Teil einer nationalen Anstrengung dar, sich gegen imperialistische Zersplitterung zu wehren:

    „Der Irak und Syrien sind zersplittert, der Libanon ist unregierbar geworden. Libyen, Sudan und Somalia wurden geteilt. Diese Länder sind zu Schlachtfeldern geworden, die von Stammes-, ethnischen und religiösen Spaltungen angeheizt werden, und einige wurden durch terroristische Organisationen zerschlagen. Wir hätten passiv wie eine „gelbe Kuh“ darauf warten können, dass wir als Nächste auseinandergerissen werden, oder wir Türken, Kurden und alle anderen hätten uns vereinen können, um diese imperialistische Agenda zu besiegen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und sind entschlossen, gemeinsam voranzuschreiten.“
    Es überrascht nicht, dass dieser Aufruf zu Spaltungen, Unsicherheit und einem breiten Spektrum an Reaktionen unter kurdischen Aktivist*innen geführt hat. Hier werden wir diese Fragen aufgreifen, indem wir die historische Entwicklung der PKK im Zusammenhang mit Friedensprozessen analysieren und die weiterreichenden Auswirkungen ihrer Auflösung für zeitgenössische antistaatliche, antikapitalistische und dekoloniale Bewegungen untersuchen.

    Wir beginnen mit einem kurzen Überblick darüber, wie revolutionäre Gewalt durch den bewaffneten Kampf in der kurdischen Bewegung entstand und wie dieser Verlauf mit einer Reihe gescheiterter Friedensinitiativen verflochten war, die oft neue Kriegszyklen hervorbrachten. Dann wenden wir uns der Kernfrage zu: Warum hat die PKK eine einseitige Entwaffnung beschlossen? Wir werden diese Entscheidung im Zusammenhang mit den sich wandelnden politischen Dynamiken auf regionaler, nationaler und globaler Ebene untersuchen. Abschließend werden wir über die Risiken, Unsicherheiten und strategischen Kalküle nachdenken, die mit diesem Schritt verbunden sind, und mit einer geschlechterspezifischen Lesart schließen, die die Rolle der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung bei der Gestaltung sowohl der Grenzen als auch der Möglichkeiten dieses Prozesses in den Vordergrund stellt.

    Die kurdische Tortur von staatlicher Gewalt und Staatenlosigkeit

    Wie die PKK am 12. Mai 2025 erklärte:

    "Die PKK entstand als Befreiungsbewegung gegen die Politik der Leugnung des kurdischen Volkes, die im Vertrag von Lausanne und in der türkischen Verfassung von 1924 verankert war."
    Von einer anerkannten imperialen „Nation“ wurden die Kurden zu „ethnischen Minderheiten“ in Staaten, die sie unterdrückten, assimilierten und auslöschten. Obwohl sie fast 40 Millionen Menschen stark sind – 20 % der Bevölkerung der Türkei – sind die #Kurden nach wie vor das größte staatenlose Volk der Welt, das von politischer und kultureller Anerkennung ausgeschlossen ist. Die staatliche Unterdrückung hat oft genozidale Formen angenommen: Bei der #Anfal-Kampagne im Irak (1987–1988) wurden 180.000 Kurden getötet; die Entnationalisierungspolitik #Syriens in den 1960er Jahren machte Zehntausende staatenlos; Der #Iran stellt militärische Angriffe auf kurdische Regionen als „#Dschihad“ dar, und die Türkei verbot lange Zeit die Begriffe „Kurde“ und „#Kurdistan“ und bezeichnete Kurden als „Bergtürken“. Allein der Krieg zwischen der PKK und dem türkischen Militär hat über 40.000 Menschenleben gefordert, in einem größeren Kontext kurdischer Konflikte, in denen seit den 1960er Jahren mehr als 250.000 Menschen getötet wurden.

    Die türkische Republik wurde auf dem Völkermord an den #Armenier​n und der Leugnung der kurdischen Identität aufgebaut, die beide dazu dienten, ein homogenisierendes nationalistisches Projekt durchzusetzen. Die PKK entstand in den 1970er Jahren als direkte Reaktion auf dieses ausgrenzende Regime. Ihre Opposition war nicht nur militärischer, sondern auch kultureller und politischer Natur, wie Leyla #Zana​s parlamentarischer Eid von 1991 symbolisiert („Ich leiste diesen Eid für die Brüderlichkeit des türkischen und kurdischen Volkes“) – auf Kurdisch –, für den sie zehn Jahre im Gefängnis verbrachte.

    Heute verbindet der türkische #Imperialismus internen #Kolonialismus mit regionaler neoimperialer Expansion. Seit 2016 setzt #Ankara islamistische Milizen wie die „Syrische Nationalarmee“ (#SNA) in #Nordsyrien (#Afrin, al-Bab, #Azaz, #Jarablus, #Idlib) ein. Diese Milizen ermöglichen es der Türkei, Krieg zu führen und gleichzeitig eine neo-osmanistische Agenda der Zwangsarabisierung, #Islamisierung und demografischen Manipulation voranzutreiben. Mit Versprechungen von Gehältern bis zu 2500 Dollar werden junge Menschen angelockt, die von nur wenigen Dutzend Dollar leben, wodurch Krieg zu einer prekären Beschäftigung wird.

    Seit 2015 hat die Türkei mehrere Operationen gestartet – #Euphrat-Schild, #Olivenzweig, Friedensquelle –, um kurdische Gebiete zu besetzen, die Bevölkerung zu vertreiben und #Plünderungen, #Massengewalt und ethnopolitische Umgestaltungen zu ermöglichen. Die Luftangriffe im #Irak auf #Qandil und #Sinjar haben sich intensiviert, ohne dass die internationale Gemeinschaft nennenswert reagiert hätte. Dieses Kriegsmodell – privatisiert, prekär und transnational – hat sich auf #Libyen (2019–2020), #Aserbaidschan (2020), #Jemen, #Niger und #Pakistan ausgeweitet. Mit dem türkischen Geheimdienst verbundene paramilitärische Netzwerke wie die Sultan-Murad-Brigade operieren aus kurdischen Dörfern wie #Sinara in der Nähe von #Afrin.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Making Sense of the PKK’s Self-Dissolution von Soma.r, 13. Juli 2025 bei @CrimethInc @crimethinc_de

    #CapitalismIsADeathCult #Anarchismus

  17. Die Selbstauflösung der PKK verstehen: Was bedeutet das für den Nahen Osten?

    Am 12. Mai 2025 gab die Kurdische Arbeiterpartei (Partiya Karkerên Kurdistanê, PKK) nach mehr als vier Jahrzehnten bewaffnetem Kampf gegen die türkische Regierung ihre Auflösung bekannt. Dies geschah unmittelbar nach einem Aufruf des inhaftierten #PKK-Führers Abdullah #Öcalan, die Organisation aufzulösen. Am 11. Juli nahmen PKK-Kämpfer an einer Zeremonie teil, die die Entwaffnung symbolisierte. Was bedeutet dies für die kurdischen Befreiungsbewegungen und für den Nahen Osten im Allgemeinen?

    In der folgenden #Analyse geht eine kurdische feministische Aktivistin auf der Grundlage ihrer über zehnjährigen politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der kurdischen Befreiungsbewegung diesen Fragen nach. Die Autorin Soma.r wuchs im Iran auf und lebt in der kurdischen Diaspora. Sie steht in engem Kontakt zu weiblichen Aktivistinnen und ist weiterhin aktiv in der Bewegung engagiert.

    Einleitung Eine Gruppe von PKK-Kämpferinnen hat sich am 11. Juli 2025 in der Jasna-Höhle in der autonomen kurdischen Region des Irak symbolisch entwaffnet. Der Ort hat eine tiefe historische und politische Bedeutung: 1923 diente er als Zufluchtsort und Kommandozentrale während der britischen Kolonialangriffe. Im selben Jahr wurde die Jasna-Höhle zu einer geheimen Druckstätte für Bangî Haq („Ruf der Wahrheit“), die erste revolutionäre kurdische Zeitung, die vom Journalisten Ahmad #Khwaja gegründet wurde. Diese Tat verband antikolonialen Widerstand, politischen Kampf und Untergrundjournalismus miteinander.

    Ein Jahrhundert später ist die Entwaffnung an diesem Ort keine #Kapitulation, sondern eine politische Aussage, die durch die Jahrhunderte hallt. Sie zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nutzt Erinnerung als Strategie. Mit der Wahl von #Jasna erinnern uns die Kämpfer daran: #Revolutionen mögen ihre Form ändern, aber ihre Wurzeln reichen tief. Wo einst das Imperium Schweigen forderte, druckten kurdische Stimmen die Wahrheit. Wo nun die #Waffen niedergelegt werden, könnten neue Kämpfe entstehen – verwurzelt in derselben Erde, aber geprägt von neuen Vorstellungen.

    Dieser Akt gewinnt angesichts der jüngsten Ereignisse noch mehr an Bedeutung. Nur zwei Tage zuvor war Abdullah Öcalan, der legendäre PKK-Führer, in einer Videobotschaft wieder aufgetaucht – seiner ersten seit 1999 –, in der er das Ende des bewaffneten Kampfes forderte und einen endgültigen Wandel hin zu einer demokratischen Politik drängte. Dieser Moment lädt nicht nur zum Gedenken ein, sondern auch zur Interpretation: Wie vollzieht eine #Guerillabewegung, die einst gleichbedeutend mit bewaffnetem Widerstand war, durch symbolische Akte einen politischen Wandel?

    Um die Selbstauflösung der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu verstehen, muss man sich die Breite ihrer sozialen Basis vor Augen führen, die mehrere Millionen Menschen umfasst. Seit Öcalans Inhaftierung im Jahr 1999 hat sich die kurdische Bewegung in der Türkei über ihre Guerilla-Wurzeln hinaus zu einem komplexen politischen Projekt entwickelt, das in verschiedenen städtischen und ländlichen, säkularen und religiösen, kurdischen und nicht-kurdischen Bevölkerungsgruppen verwurzelt ist – wobei das #Proletariat nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Sie agiert heute über eine hybride Struktur, die einen bewaffneten Flügel in #Qandil mit einem breiten zivilen Netzwerk aus Gewerkschaften, Kommunen, legalen Parteien, #Frauenorganisationen, Medien und transnationalen Solidaritätsplattformen verbindet. Ihre politische Praxis ist gleichzeitig territorial und transnational, legal und illegal, militarisiert und zutiefst sozial. Zu den transformativsten Veränderungen zählt der Aufstieg der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung (KWLM), die die Emanzipation der Geschlechter als symbolischen und strategischen Kern neu positioniert hat. In Öcalans Briefen werden das #Rojava-Projekt und die wachsende Rolle der #KWLM durchweg als die bedeutendsten Errungenschaften der PKK in der Gegenwart hervorgehoben.

    In einer bedeutenden Entwicklung für die kurdische politische Landschaft kündigte die PKK nach ihrem 12. Kongress ihre Auflösung an. Diese Entscheidung wurde durch eine Reihe von Dialogen geprägt, die im Oktober 2024 unter Beteiligung von Abdullah Öcalan (über seinen Neffen und die Delegation der Partei für Gleichheit und Demokratie der Völker) initiiert wurden und durch Äußerungen des Vorsitzenden der Nationalistischen Aktionspartei (Milliyetçi Hareket Partisi, #MHP), Devlet #Bahçeli, einer rechtsextremen, ultranationalistischen Partei in der #Türkei, ausgelöst wurden. Öcalan betonte die Notwendigkeit, die Kurdenfrage von einem bewaffneten Kampf zu einer demokratischen Politik zu überführen, und erklärte, er sei in der Lage, diesen Wandel zu führen, wenn die Bedingungen dies zuließen.

    Als Reaktion darauf begann die PKK interne Konsultationen und erklärte sich bereit, unter der Leitung von Öcalan einen Kongress einzuberufen. Am 27. Februar 2025 veröffentlichte Öcalan einen offiziellen „Aufruf zu Frieden und einer demokratischen Gesellschaft“, in dem er die PKK aufforderte, ihre bewaffneten Aktivitäten einzustellen und Verantwortung für eine friedliche Lösung zu übernehmen. Daraufhin erklärte die PKK am 1. März einen einseitigen Waffenstillstand. Darauf folgte der 12. Kongress der Organisation, auf dem die Entscheidung zur Auflösung der PKK und zur Beendigung ihres bewaffneten Kampfes offiziell verabschiedet wurde. aus der Führung sowohl der PKK als auch der Partei Freier Frauen in Kurdistan (#PAJK).1

    Öcalans strategische Vision wurde in der Mai-Ausgabe (Nr. 521) von #Serxwebûn, der offiziellen Monatszeitschrift der PKK, näher ausgeführt. Diese letzte Ausgabe enthielt das vollständige 20-seitige Dokument, das Öcalan dem Kongress vorgelegt hatte, sowie einen vier Punkte umfassenden Brief an die Delegierten, in dem er den politischen Rahmen für den Übergang zu einer friedlichen und demokratischen Phase der kurdischen Bewegung skizzierte. Mit der Ankündigung des Endes ihrer ununterbrochenen 44-jährigen Geschichte erklärte die Zeitschrift: „Alles ist bereit für einen neuen und stärkeren Anfang.“

    In seinem Brief vom 27. April skizziert Abdullah Öcalan eine transformative Vision für die Zeit nach der PKK, die sich auf demokratische Nation, ökologische und kommunale Ökonomie und demokratische Modernität als Alternative sowohl zum kapitalistischen #Nationalstaat als auch zum realen #Sozialismus konzentriert. Er schlägt eine demokratische Gesellschaft als politisches Programm für die neue Ära vor – eine Gesellschaft, die nicht darauf abzielt, den Staat zu erobern, sondern autonome, basisdemokratische Strukturen wie Kommunen zu schaffen. In diesem Rahmen werden Konzepte wie demokratischer Sozialismus, #Kommunalismus und regionaler #Konföderalismus sowohl für die kurdische Befreiung als auch für einen umfassenderen regionalen Wandel von zentraler Bedeutung. Öcalan bezeichnet dies als eine neue Form des Internationalismus und fordert alle Akteure auf, Verantwortung für dessen Verwirklichung zu übernehmen, da ein Erfolg in Kurdistan seiner Meinung nach Auswirkungen auf die gesamte Türkei, Syrien, den Irak und den Iran haben könnte.2 Die Texte in dieser Ausgabe – darunter Reden, Resolutionen und Kongressdokumente – spiegeln den Versuch wider, den strategischen Horizont der Bewegung neu zu definieren.

    Öcalans jüngster Aufruf zur Auflösung ist nicht ohne Präzedenzfälle, da die PKK seit langem zwischen bewaffnetem Kampf und Verhandlungen schwankt. Dieser Moment signalisiert jedoch einen tieferen ideologischen Wandel: Seit 2004 hat sich die Bewegung über die Kurdistan Democratic Communities Union (#KCK) – ein Dachverband, der die PKK umfasst, aber in dem aktuellen Auflösungsplan auffällig fehlt – um den „demokratischen Konföderalismus“ herum neu strukturiert.

    Die Bedeutung des Begriffs „Auflösung“ bleibt höchst unklar. Bedeutet er das Ende der PKK, eine bloße Umbenennung oder einen taktischen Wandel im Rahmen einer längerfristigen politischen Anpassung? Noch entscheidender ist die Frage, was die Auflösung einer Struktur, die historisch gesehen bewaffneten #Widerstand und #Mobilisierung an der Basis miteinander verflochten hat, für die antistaatlichen und antikolonialen Kämpfe in der Region bedeutet.

    Selbst innerhalb der PKK gibt es unterschiedliche Interpretationen. Zagros #Hiwa, Sprecher für Außenbeziehungen der KCK, erklärte im Sterk TV, dass die Resolutionen ein Ende des bewaffneten Konflikts – nicht die Entwaffnung – fordern, und stellte die Durchführbarkeit angesichts der 100 Meter Entfernung zwischen türkischen #Soldaten und Guerillakämpfern in Frage. Andere sind anderer Meinung. Amir Karimi vom iranisch-kurdischen Ableger der PKK erklärte: „Diejenigen, die am härtesten gekämpft und am meisten erlitten haben, haben das größte Recht, über #Frieden zu sprechen.“ Der Sprecher des türkischen Parlaments, Numan #Kurtulmuş, stellte den Prozess hingegen als Teil einer nationalen Anstrengung dar, sich gegen imperialistische Zersplitterung zu wehren:

    „Der Irak und Syrien sind zersplittert, der Libanon ist unregierbar geworden. Libyen, Sudan und Somalia wurden geteilt. Diese Länder sind zu Schlachtfeldern geworden, die von Stammes-, ethnischen und religiösen Spaltungen angeheizt werden, und einige wurden durch terroristische Organisationen zerschlagen. Wir hätten passiv wie eine „gelbe Kuh“ darauf warten können, dass wir als Nächste auseinandergerissen werden, oder wir Türken, Kurden und alle anderen hätten uns vereinen können, um diese imperialistische Agenda zu besiegen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und sind entschlossen, gemeinsam voranzuschreiten.“
    Es überrascht nicht, dass dieser Aufruf zu Spaltungen, Unsicherheit und einem breiten Spektrum an Reaktionen unter kurdischen Aktivist*innen geführt hat. Hier werden wir diese Fragen aufgreifen, indem wir die historische Entwicklung der PKK im Zusammenhang mit Friedensprozessen analysieren und die weiterreichenden Auswirkungen ihrer Auflösung für zeitgenössische antistaatliche, antikapitalistische und dekoloniale Bewegungen untersuchen.

    Wir beginnen mit einem kurzen Überblick darüber, wie revolutionäre Gewalt durch den bewaffneten Kampf in der kurdischen Bewegung entstand und wie dieser Verlauf mit einer Reihe gescheiterter Friedensinitiativen verflochten war, die oft neue Kriegszyklen hervorbrachten. Dann wenden wir uns der Kernfrage zu: Warum hat die PKK eine einseitige Entwaffnung beschlossen? Wir werden diese Entscheidung im Zusammenhang mit den sich wandelnden politischen Dynamiken auf regionaler, nationaler und globaler Ebene untersuchen. Abschließend werden wir über die Risiken, Unsicherheiten und strategischen Kalküle nachdenken, die mit diesem Schritt verbunden sind, und mit einer geschlechterspezifischen Lesart schließen, die die Rolle der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung bei der Gestaltung sowohl der Grenzen als auch der Möglichkeiten dieses Prozesses in den Vordergrund stellt.

    Die kurdische Tortur von staatlicher Gewalt und Staatenlosigkeit

    Wie die PKK am 12. Mai 2025 erklärte:

    "Die PKK entstand als Befreiungsbewegung gegen die Politik der Leugnung des kurdischen Volkes, die im Vertrag von Lausanne und in der türkischen Verfassung von 1924 verankert war."
    Von einer anerkannten imperialen „Nation“ wurden die Kurden zu „ethnischen Minderheiten“ in Staaten, die sie unterdrückten, assimilierten und auslöschten. Obwohl sie fast 40 Millionen Menschen stark sind – 20 % der Bevölkerung der Türkei – sind die #Kurden nach wie vor das größte staatenlose Volk der Welt, das von politischer und kultureller Anerkennung ausgeschlossen ist. Die staatliche Unterdrückung hat oft genozidale Formen angenommen: Bei der #Anfal-Kampagne im Irak (1987–1988) wurden 180.000 Kurden getötet; die Entnationalisierungspolitik #Syriens in den 1960er Jahren machte Zehntausende staatenlos; Der #Iran stellt militärische Angriffe auf kurdische Regionen als „#Dschihad“ dar, und die Türkei verbot lange Zeit die Begriffe „Kurde“ und „#Kurdistan“ und bezeichnete Kurden als „Bergtürken“. Allein der Krieg zwischen der PKK und dem türkischen Militär hat über 40.000 Menschenleben gefordert, in einem größeren Kontext kurdischer Konflikte, in denen seit den 1960er Jahren mehr als 250.000 Menschen getötet wurden.

    Die türkische Republik wurde auf dem Völkermord an den #Armenier​n und der Leugnung der kurdischen Identität aufgebaut, die beide dazu dienten, ein homogenisierendes nationalistisches Projekt durchzusetzen. Die PKK entstand in den 1970er Jahren als direkte Reaktion auf dieses ausgrenzende Regime. Ihre Opposition war nicht nur militärischer, sondern auch kultureller und politischer Natur, wie Leyla #Zana​s parlamentarischer Eid von 1991 symbolisiert („Ich leiste diesen Eid für die Brüderlichkeit des türkischen und kurdischen Volkes“) – auf Kurdisch –, für den sie zehn Jahre im Gefängnis verbrachte.

    Heute verbindet der türkische #Imperialismus internen #Kolonialismus mit regionaler neoimperialer Expansion. Seit 2016 setzt #Ankara islamistische Milizen wie die „Syrische Nationalarmee“ (#SNA) in #Nordsyrien (#Afrin, al-Bab, #Azaz, #Jarablus, #Idlib) ein. Diese Milizen ermöglichen es der Türkei, Krieg zu führen und gleichzeitig eine neo-osmanistische Agenda der Zwangsarabisierung, #Islamisierung und demografischen Manipulation voranzutreiben. Mit Versprechungen von Gehältern bis zu 2500 Dollar werden junge Menschen angelockt, die von nur wenigen Dutzend Dollar leben, wodurch Krieg zu einer prekären Beschäftigung wird.

    Seit 2015 hat die Türkei mehrere Operationen gestartet – #Euphrat-Schild, #Olivenzweig, Friedensquelle –, um kurdische Gebiete zu besetzen, die Bevölkerung zu vertreiben und #Plünderungen, #Massengewalt und ethnopolitische Umgestaltungen zu ermöglichen. Die Luftangriffe im #Irak auf #Qandil und #Sinjar haben sich intensiviert, ohne dass die internationale Gemeinschaft nennenswert reagiert hätte. Dieses Kriegsmodell – privatisiert, prekär und transnational – hat sich auf #Libyen (2019–2020), #Aserbaidschan (2020), #Jemen, #Niger und #Pakistan ausgeweitet. Mit dem türkischen Geheimdienst verbundene paramilitärische Netzwerke wie die Sultan-Murad-Brigade operieren aus kurdischen Dörfern wie #Sinara in der Nähe von #Afrin.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Making Sense of the PKK’s Self-Dissolution von Soma.r, 13. Juli 2025 bei @CrimethInc @crimethinc_de

    #CapitalismIsADeathCult #Anarchismus

  18. Die Selbstauflösung der PKK verstehen: Was bedeutet das für den Nahen Osten?

    Am 12. Mai 2025 gab die Kurdische Arbeiterpartei (Partiya Karkerên Kurdistanê, PKK) nach mehr als vier Jahrzehnten bewaffnetem Kampf gegen die türkische Regierung ihre Auflösung bekannt. Dies geschah unmittelbar nach einem Aufruf des inhaftierten #PKK-Führers Abdullah #Öcalan, die Organisation aufzulösen. Am 11. Juli nahmen PKK-Kämpfer an einer Zeremonie teil, die die Entwaffnung symbolisierte. Was bedeutet dies für die kurdischen Befreiungsbewegungen und für den Nahen Osten im Allgemeinen?

    In der folgenden #Analyse geht eine kurdische feministische Aktivistin auf der Grundlage ihrer über zehnjährigen politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der kurdischen Befreiungsbewegung diesen Fragen nach. Die Autorin Soma.r wuchs im Iran auf und lebt in der kurdischen Diaspora. Sie steht in engem Kontakt zu weiblichen Aktivistinnen und ist weiterhin aktiv in der Bewegung engagiert.

    Einleitung Eine Gruppe von PKK-Kämpferinnen hat sich am 11. Juli 2025 in der Jasna-Höhle in der autonomen kurdischen Region des Irak symbolisch entwaffnet. Der Ort hat eine tiefe historische und politische Bedeutung: 1923 diente er als Zufluchtsort und Kommandozentrale während der britischen Kolonialangriffe. Im selben Jahr wurde die Jasna-Höhle zu einer geheimen Druckstätte für Bangî Haq („Ruf der Wahrheit“), die erste revolutionäre kurdische Zeitung, die vom Journalisten Ahmad #Khwaja gegründet wurde. Diese Tat verband antikolonialen Widerstand, politischen Kampf und Untergrundjournalismus miteinander.

    Ein Jahrhundert später ist die Entwaffnung an diesem Ort keine #Kapitulation, sondern eine politische Aussage, die durch die Jahrhunderte hallt. Sie zieht eine Grenze zwischen Vergangenheit und Gegenwart und nutzt Erinnerung als Strategie. Mit der Wahl von #Jasna erinnern uns die Kämpfer daran: #Revolutionen mögen ihre Form ändern, aber ihre Wurzeln reichen tief. Wo einst das Imperium Schweigen forderte, druckten kurdische Stimmen die Wahrheit. Wo nun die #Waffen niedergelegt werden, könnten neue Kämpfe entstehen – verwurzelt in derselben Erde, aber geprägt von neuen Vorstellungen.

    Dieser Akt gewinnt angesichts der jüngsten Ereignisse noch mehr an Bedeutung. Nur zwei Tage zuvor war Abdullah Öcalan, der legendäre PKK-Führer, in einer Videobotschaft wieder aufgetaucht – seiner ersten seit 1999 –, in der er das Ende des bewaffneten Kampfes forderte und einen endgültigen Wandel hin zu einer demokratischen Politik drängte. Dieser Moment lädt nicht nur zum Gedenken ein, sondern auch zur Interpretation: Wie vollzieht eine #Guerillabewegung, die einst gleichbedeutend mit bewaffnetem Widerstand war, durch symbolische Akte einen politischen Wandel?

    Um die Selbstauflösung der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) zu verstehen, muss man sich die Breite ihrer sozialen Basis vor Augen führen, die mehrere Millionen Menschen umfasst. Seit Öcalans Inhaftierung im Jahr 1999 hat sich die kurdische Bewegung in der Türkei über ihre Guerilla-Wurzeln hinaus zu einem komplexen politischen Projekt entwickelt, das in verschiedenen städtischen und ländlichen, säkularen und religiösen, kurdischen und nicht-kurdischen Bevölkerungsgruppen verwurzelt ist – wobei das #Proletariat nach wie vor eine zentrale Rolle spielt. Sie agiert heute über eine hybride Struktur, die einen bewaffneten Flügel in #Qandil mit einem breiten zivilen Netzwerk aus Gewerkschaften, Kommunen, legalen Parteien, #Frauenorganisationen, Medien und transnationalen Solidaritätsplattformen verbindet. Ihre politische Praxis ist gleichzeitig territorial und transnational, legal und illegal, militarisiert und zutiefst sozial. Zu den transformativsten Veränderungen zählt der Aufstieg der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung (KWLM), die die Emanzipation der Geschlechter als symbolischen und strategischen Kern neu positioniert hat. In Öcalans Briefen werden das #Rojava-Projekt und die wachsende Rolle der #KWLM durchweg als die bedeutendsten Errungenschaften der PKK in der Gegenwart hervorgehoben.

    In einer bedeutenden Entwicklung für die kurdische politische Landschaft kündigte die PKK nach ihrem 12. Kongress ihre Auflösung an. Diese Entscheidung wurde durch eine Reihe von Dialogen geprägt, die im Oktober 2024 unter Beteiligung von Abdullah Öcalan (über seinen Neffen und die Delegation der Partei für Gleichheit und Demokratie der Völker) initiiert wurden und durch Äußerungen des Vorsitzenden der Nationalistischen Aktionspartei (Milliyetçi Hareket Partisi, #MHP), Devlet #Bahçeli, einer rechtsextremen, ultranationalistischen Partei in der #Türkei, ausgelöst wurden. Öcalan betonte die Notwendigkeit, die Kurdenfrage von einem bewaffneten Kampf zu einer demokratischen Politik zu überführen, und erklärte, er sei in der Lage, diesen Wandel zu führen, wenn die Bedingungen dies zuließen.

    Als Reaktion darauf begann die PKK interne Konsultationen und erklärte sich bereit, unter der Leitung von Öcalan einen Kongress einzuberufen. Am 27. Februar 2025 veröffentlichte Öcalan einen offiziellen „Aufruf zu Frieden und einer demokratischen Gesellschaft“, in dem er die PKK aufforderte, ihre bewaffneten Aktivitäten einzustellen und Verantwortung für eine friedliche Lösung zu übernehmen. Daraufhin erklärte die PKK am 1. März einen einseitigen Waffenstillstand. Darauf folgte der 12. Kongress der Organisation, auf dem die Entscheidung zur Auflösung der PKK und zur Beendigung ihres bewaffneten Kampfes offiziell verabschiedet wurde. aus der Führung sowohl der PKK als auch der Partei Freier Frauen in Kurdistan (#PAJK).1

    Öcalans strategische Vision wurde in der Mai-Ausgabe (Nr. 521) von #Serxwebûn, der offiziellen Monatszeitschrift der PKK, näher ausgeführt. Diese letzte Ausgabe enthielt das vollständige 20-seitige Dokument, das Öcalan dem Kongress vorgelegt hatte, sowie einen vier Punkte umfassenden Brief an die Delegierten, in dem er den politischen Rahmen für den Übergang zu einer friedlichen und demokratischen Phase der kurdischen Bewegung skizzierte. Mit der Ankündigung des Endes ihrer ununterbrochenen 44-jährigen Geschichte erklärte die Zeitschrift: „Alles ist bereit für einen neuen und stärkeren Anfang.“

    In seinem Brief vom 27. April skizziert Abdullah Öcalan eine transformative Vision für die Zeit nach der PKK, die sich auf demokratische Nation, ökologische und kommunale Ökonomie und demokratische Modernität als Alternative sowohl zum kapitalistischen #Nationalstaat als auch zum realen #Sozialismus konzentriert. Er schlägt eine demokratische Gesellschaft als politisches Programm für die neue Ära vor – eine Gesellschaft, die nicht darauf abzielt, den Staat zu erobern, sondern autonome, basisdemokratische Strukturen wie Kommunen zu schaffen. In diesem Rahmen werden Konzepte wie demokratischer Sozialismus, #Kommunalismus und regionaler #Konföderalismus sowohl für die kurdische Befreiung als auch für einen umfassenderen regionalen Wandel von zentraler Bedeutung. Öcalan bezeichnet dies als eine neue Form des Internationalismus und fordert alle Akteure auf, Verantwortung für dessen Verwirklichung zu übernehmen, da ein Erfolg in Kurdistan seiner Meinung nach Auswirkungen auf die gesamte Türkei, Syrien, den Irak und den Iran haben könnte.2 Die Texte in dieser Ausgabe – darunter Reden, Resolutionen und Kongressdokumente – spiegeln den Versuch wider, den strategischen Horizont der Bewegung neu zu definieren.

    Öcalans jüngster Aufruf zur Auflösung ist nicht ohne Präzedenzfälle, da die PKK seit langem zwischen bewaffnetem Kampf und Verhandlungen schwankt. Dieser Moment signalisiert jedoch einen tieferen ideologischen Wandel: Seit 2004 hat sich die Bewegung über die Kurdistan Democratic Communities Union (#KCK) – ein Dachverband, der die PKK umfasst, aber in dem aktuellen Auflösungsplan auffällig fehlt – um den „demokratischen Konföderalismus“ herum neu strukturiert.

    Die Bedeutung des Begriffs „Auflösung“ bleibt höchst unklar. Bedeutet er das Ende der PKK, eine bloße Umbenennung oder einen taktischen Wandel im Rahmen einer längerfristigen politischen Anpassung? Noch entscheidender ist die Frage, was die Auflösung einer Struktur, die historisch gesehen bewaffneten #Widerstand und #Mobilisierung an der Basis miteinander verflochten hat, für die antistaatlichen und antikolonialen Kämpfe in der Region bedeutet.

    Selbst innerhalb der PKK gibt es unterschiedliche Interpretationen. Zagros #Hiwa, Sprecher für Außenbeziehungen der KCK, erklärte im Sterk TV, dass die Resolutionen ein Ende des bewaffneten Konflikts – nicht die Entwaffnung – fordern, und stellte die Durchführbarkeit angesichts der 100 Meter Entfernung zwischen türkischen #Soldaten und Guerillakämpfern in Frage. Andere sind anderer Meinung. Amir Karimi vom iranisch-kurdischen Ableger der PKK erklärte: „Diejenigen, die am härtesten gekämpft und am meisten erlitten haben, haben das größte Recht, über #Frieden zu sprechen.“ Der Sprecher des türkischen Parlaments, Numan #Kurtulmuş, stellte den Prozess hingegen als Teil einer nationalen Anstrengung dar, sich gegen imperialistische Zersplitterung zu wehren:

    „Der Irak und Syrien sind zersplittert, der Libanon ist unregierbar geworden. Libyen, Sudan und Somalia wurden geteilt. Diese Länder sind zu Schlachtfeldern geworden, die von Stammes-, ethnischen und religiösen Spaltungen angeheizt werden, und einige wurden durch terroristische Organisationen zerschlagen. Wir hätten passiv wie eine „gelbe Kuh“ darauf warten können, dass wir als Nächste auseinandergerissen werden, oder wir Türken, Kurden und alle anderen hätten uns vereinen können, um diese imperialistische Agenda zu besiegen. Wir haben uns für den zweiten Weg entschieden und sind entschlossen, gemeinsam voranzuschreiten.“
    Es überrascht nicht, dass dieser Aufruf zu Spaltungen, Unsicherheit und einem breiten Spektrum an Reaktionen unter kurdischen Aktivist*innen geführt hat. Hier werden wir diese Fragen aufgreifen, indem wir die historische Entwicklung der PKK im Zusammenhang mit Friedensprozessen analysieren und die weiterreichenden Auswirkungen ihrer Auflösung für zeitgenössische antistaatliche, antikapitalistische und dekoloniale Bewegungen untersuchen.

    Wir beginnen mit einem kurzen Überblick darüber, wie revolutionäre Gewalt durch den bewaffneten Kampf in der kurdischen Bewegung entstand und wie dieser Verlauf mit einer Reihe gescheiterter Friedensinitiativen verflochten war, die oft neue Kriegszyklen hervorbrachten. Dann wenden wir uns der Kernfrage zu: Warum hat die PKK eine einseitige Entwaffnung beschlossen? Wir werden diese Entscheidung im Zusammenhang mit den sich wandelnden politischen Dynamiken auf regionaler, nationaler und globaler Ebene untersuchen. Abschließend werden wir über die Risiken, Unsicherheiten und strategischen Kalküle nachdenken, die mit diesem Schritt verbunden sind, und mit einer geschlechterspezifischen Lesart schließen, die die Rolle der kurdischen Frauenbefreiungsbewegung bei der Gestaltung sowohl der Grenzen als auch der Möglichkeiten dieses Prozesses in den Vordergrund stellt.

    Die kurdische Tortur von staatlicher Gewalt und Staatenlosigkeit

    Wie die PKK am 12. Mai 2025 erklärte:

    "Die PKK entstand als Befreiungsbewegung gegen die Politik der Leugnung des kurdischen Volkes, die im Vertrag von Lausanne und in der türkischen Verfassung von 1924 verankert war."
    Von einer anerkannten imperialen „Nation“ wurden die Kurden zu „ethnischen Minderheiten“ in Staaten, die sie unterdrückten, assimilierten und auslöschten. Obwohl sie fast 40 Millionen Menschen stark sind – 20 % der Bevölkerung der Türkei – sind die #Kurden nach wie vor das größte staatenlose Volk der Welt, das von politischer und kultureller Anerkennung ausgeschlossen ist. Die staatliche Unterdrückung hat oft genozidale Formen angenommen: Bei der #Anfal-Kampagne im Irak (1987–1988) wurden 180.000 Kurden getötet; die Entnationalisierungspolitik #Syriens in den 1960er Jahren machte Zehntausende staatenlos; Der #Iran stellt militärische Angriffe auf kurdische Regionen als „#Dschihad“ dar, und die Türkei verbot lange Zeit die Begriffe „Kurde“ und „#Kurdistan“ und bezeichnete Kurden als „Bergtürken“. Allein der Krieg zwischen der PKK und dem türkischen Militär hat über 40.000 Menschenleben gefordert, in einem größeren Kontext kurdischer Konflikte, in denen seit den 1960er Jahren mehr als 250.000 Menschen getötet wurden.

    Die türkische Republik wurde auf dem Völkermord an den #Armenier​n und der Leugnung der kurdischen Identität aufgebaut, die beide dazu dienten, ein homogenisierendes nationalistisches Projekt durchzusetzen. Die PKK entstand in den 1970er Jahren als direkte Reaktion auf dieses ausgrenzende Regime. Ihre Opposition war nicht nur militärischer, sondern auch kultureller und politischer Natur, wie Leyla #Zana​s parlamentarischer Eid von 1991 symbolisiert („Ich leiste diesen Eid für die Brüderlichkeit des türkischen und kurdischen Volkes“) – auf Kurdisch –, für den sie zehn Jahre im Gefängnis verbrachte.

    Heute verbindet der türkische #Imperialismus internen #Kolonialismus mit regionaler neoimperialer Expansion. Seit 2016 setzt #Ankara islamistische Milizen wie die „Syrische Nationalarmee“ (#SNA) in #Nordsyrien (#Afrin, al-Bab, #Azaz, #Jarablus, #Idlib) ein. Diese Milizen ermöglichen es der Türkei, Krieg zu führen und gleichzeitig eine neo-osmanistische Agenda der Zwangsarabisierung, #Islamisierung und demografischen Manipulation voranzutreiben. Mit Versprechungen von Gehältern bis zu 2500 Dollar werden junge Menschen angelockt, die von nur wenigen Dutzend Dollar leben, wodurch Krieg zu einer prekären Beschäftigung wird.

    Seit 2015 hat die Türkei mehrere Operationen gestartet – #Euphrat-Schild, #Olivenzweig, Friedensquelle –, um kurdische Gebiete zu besetzen, die Bevölkerung zu vertreiben und #Plünderungen, #Massengewalt und ethnopolitische Umgestaltungen zu ermöglichen. Die Luftangriffe im #Irak auf #Qandil und #Sinjar haben sich intensiviert, ohne dass die internationale Gemeinschaft nennenswert reagiert hätte. Dieses Kriegsmodell – privatisiert, prekär und transnational – hat sich auf #Libyen (2019–2020), #Aserbaidschan (2020), #Jemen, #Niger und #Pakistan ausgeweitet. Mit dem türkischen Geheimdienst verbundene paramilitärische Netzwerke wie die Sultan-Murad-Brigade operieren aus kurdischen Dörfern wie #Sinara in der Nähe von #Afrin.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages Making Sense of the PKK’s Self-Dissolution von Soma.r, 13. Juli 2025 bei @CrimethInc @crimethinc_de

    #CapitalismIsADeathCult #Anarchismus

  19. Politologe Küpeli - Die Türkei duldet keine kurdischen Kräfte in Nordsyrien

    Der türkische Präsident Erdogan will jede Form kurdischer Selbstverwaltung verhindern - auch im Norden Syriens, warnt Politologe Ismail Küpeli.#TÜRKEI #Manbidsch #Kurden #Rojava #SYRIEN #Nordsyrien #AUTONOMIE #ERDOGAN
    Die Rolle der Türkei in Syrien

  20. Zerstörung auf #Türkisch
    Im Schatten des Krieges in Palästina und Israel beginnt die nächste große Repressionswelle gegen die kurdische Bewegung.

    Erdogan: "Es gibt kein Wasser, keinen Strom. Gnadenlos werden Gotteshäuser und Krankenhäuser bombardiert. Wo bleiben die Menschenrechte?«, heißt es in seiner Presseerklärung vom Oktober über die aktuelle Situation in Gaza."

    Wenn man nicht wüsste, von wem das Zitat stammt, könnte man denken, es ginge um #Nordsyrien, wo die #Türkei zeitgleich exakt das tut: zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser, Fabriken, Energie- und Wasserversorgungsanlagen sowie Wohnsiedlungen bombardieren.
    akweb.de/politik/tuerkei-gaza- #kurdistan #syrien

  21. Sein Team spreche mit Menschen und dem Gesundheitsministerium, um schnell zu ermitteln, wo Hilfe nötig ist, berichtet Axel Schmidt vom Arbeiter Samariter Bund aus Nordsyrien. Dabei geht es auch um die Versorgung mit Wasser und medizinische Hilfe.
    Hilfsleistungen - Arbeiter Samariter Bund: Gute medizinische Versorgung ist jetzt besonders wichtig
  22. #Ankara nutzt die geopolitische Lage - #Türkei: Das vergessene Morden

    Der #Nato-Staat Türkei forciert seine imperialistische Expansion im #Nordirak und in #Nordsyrien. Der #Westen schaut weg, obwohl immer mehr Beweise für #Kriegsverbrechen vorliegen.

    „Jin, Jiyan, Azadi – Frau, Leben, Freiheit“: Aussenministerin Annalena #Baerbock schmückt sich bei öffentlichen Auftritten, etwa beim #Bundesparteitag der #Grünen im Oktober, gern mit den Parolen der #Aufstandsbewegung im #Iran. Und sie hat den Protestierenden zumindest verbal den Rücken gestärkt, indem sie versprach, die mörderische #Repression durch das #Mullah-Regime vor den UN - #Menschenrechtsrat zu bringen und gezielte #Sanktionen gegen die Verantwortlichen – also solche, die #Deutschland|s #Exportwirtschaft nicht tangieren – anzuregen. Die Möglichkeiten der #Aussenpolitik seien zwar „begrenzt“, so Baerbock bei einem Wahlkampfauftritt Anfang Oktober in #Hannover, doch „wir können hinschauen. Wir können die Stimme dieser #Frauen sein.“

    (...)

    untergrund-blättle.ch/politik/ #NeoImperialismus #Imperialismus #CapitalismIsADeathCult #Feminismus #JinJiyanAzadi

  23. Die türkischen Luftangriffe und der herbeigesehnte „Casus Belli“

    Mako Qocgiri von Civaka Azad ordnet die aktuelle #Offensive des türkischen Staates in #Nordsyrien und #Südkurdistan ein, und erklärt, warum die Erklärung der türkischen Regierung zum #Taksim-Anschlag ruhig angezweifelt werden darf.

    civaka-azad.org/der-herbeigese

    #Kurdistan #Rojava

  24. Die türkische Luftwaffe hat mehrere Orte in Syrien bombardiert. Die Militäraktion ist offenbar eine Reaktion auf den jüngsten Anschlag in Istanbul, für den Ankara die PKK und die Kurdenmiliz YPG verantwortlich macht.
    Türkei greift Ziele in Nordsyrien an | DW | 20.11.2022
    #Nordsyrien #türkischeAngriffe #Vergeltung #AnschlagIstanbul #PKK #SDF #YPG #Kobane
  25. Die Hilfsorganisation Save the Children beklagt, dass insbesondere westliche Staaten die Kinder in nordsyrischen Flüchtlingslagern im Stich lassen. Sie seien dort tagtäglich Gewalt und Krankheiten ausgesetzt.
    Unmenschliche Zustände für Kinder in Al-Hol und Roj | DW | 23.09.2021
    #SavetheChildren #Lager #Nordsyrien #AlHol #Roj #IslamischerStaat #IS-Terrormiliz