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#bewegung — Public Fediverse posts

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  1. 🌡️ Hitze trifft ältere Menschen härter: Der Körper reguliert Wärme mit den Jahren langsamer, das Durstgefühl lässt nach.

    Trotzdem bleibt Bewegung wichtig, in jedem Alter. Also nicht ausfallen lassen, sondern anpassen: früh morgens oder abends raus, kürzere Runden, Schatten suchen, öfter Pause machen. Und aufs eigene Körpergefühl hören.

    #Hitze #Gesundheit #Bewegung #Pflege

  2. Solarpunk in Einfacher Sprache

    Wie sieht die Zukunft aus? Diese Frage stellen sich viele Menschen. Oft ist die Antwort nicht schön. In Filmen und Büchern geht es der Welt oft schlecht. Aber es gibt auch andere Geschichten. Geschichten, die Mut machen. Geschichten über eine gute Zukunft. Diese Geschichten nennt man Solarpunk. In diesem Artikel erfährst du, was Solarpunk ist. Und warum diese Art von Geschichten so wichtig ist.

    „Neighbourhood Care“ by Deelion, CC BY-SA 4.0

    Geschichten ohne Hoffnung

    Es gibt viele Geschichten über die Zukunft. Viele davon sind traurig. In diesen Geschichten geht es der Welt schlecht. Firmen haben die Macht. Menschen werden überwacht. Diese Art von Geschichten nennt man Dystopie. Eine Dystopie ist eine Geschichte über eine schlechte Zukunft.

    Ein bekanntes Beispiel dafür ist Cyberpunk. Cyberpunk ist ein Genre. Ein Genre ist eine bestimmte Art von Geschichte. In Cyberpunk-Geschichten haben große Firmen die Kontrolle. Es gibt viel Überwachung. Die Menschen kämpfen gegen das System. Aber sie schaffen es meist nicht, etwas zu ändern.

    Warum wir Hoffnung brauchen

    Solche traurigen Geschichten sind oft auch eine Warnung. Sie sollen zeigen: So darf die Zukunft nicht werden.

    Zu viele traurige Geschichten können aber auch schaden. Wenn wir nur schlechte Zukünfte sehen, verlieren wir die Hoffnung. Ohne Hoffnung ist es schwer, etwas zu verändern. Wir müssen uns erst eine gute Zukunft vorstellen können. Erst dann können wir dafür arbeiten.

    Solarpunk: Geschichten mit Hoffnung

    Deshalb gibt es seit einigen Jahren ein neues Genre. Es heißt Solarpunk.

    Solarpunk-Geschichten zeigen eine gute Zukunft. Eine Zukunft, in der:

    • Menschen einander helfen.
    • Die Natur geschützt wird.
    • Technologie den Menschen dient.
    • Alle Menschen mitentscheiden dürfen.
    • Viele verschiedene Menschen ganz normal dazugehören.

    In Solarpunk-Geschichten gibt es keine einsame Heldin oder keinen einsamen Helden. Stattdessen arbeiten viele Menschen zusammen. Sie lösen Probleme gemeinsam.

    Drei Beispiele für Solarpunk-Bücher:

    • In den Büchern von Susan Kaye Quinn („Hoffnungsschimmer„) arbeiten viele Menschen zusammen. Sie wollen eine Wirtschaft ohne schädliche Abgase schaffen. Aber es gibt Gegner, die das nicht wollen.
    • In dem Buch Walkaway von Cory Doctorow bauen Menschen eigene Gemeinschaften auf. Sie nutzen neue Technik wie 3D-Drucker und Solarenergie. Regierungen und Firmen versuchen aber, das zu verhindern.
    • Die Bücher Dex und Helmling von Becky Chambers sind ruhig und positiv. Sie zeigen, wie Menschen, Technik und Natur gut zusammenleben können.

    Solarpunk gibt es schon heute

    Solarpunk ist nicht nur eine Idee für Bücher. Es gibt Solarpunk auch schon in echt.

    Solarpunk ist überall dort, wo:

    • Menschen mehr zählen als Profit.
    • Menschen gemeinsam entscheiden.
    • Menschen zusammen handeln.

    Ein paar Beispiele:

    • Gemeinschaftsgärten: Hier bauen Menschen zusammen Gemüse und Blumen an.
    • Solidarische Landwirtschaft: Hier teilen sich Menschen die Ernte von einem Bauernhof.
    • Offene Werkstätten: Hier können Menschen zusammen Dinge bauen oder reparieren.

    Diese Orte sind wichtig für alle. Sie fördern das Teilen und die Gemeinschaft. In Krisenzeiten helfen solche Orte den Menschen besonders.

    Auch im Internet gibt es solche Orte:

    • Wikipedia ist ein Beispiel dafür, wie Menschen ihr Wissen kostenlos teilen.
    • Mastodon ist ein soziales Netzwerk. Es gehört nicht einer großen Firma und fördert den Austausch.
    • Viele Menschen arbeiten weltweit an Open-Source-Programmen. Das sind Programme, die für alle frei benutzbar sind.

    Selber machen statt nur reden

    Solarpunk heißt nicht nur reden. Solarpunk heißt handeln.

    Menschen, die an Solarpunk glauben, warten nicht nur auf Hilfe von der Politik. Sie werden selbst aktiv. Zum Beispiel durch Kunst, Geschichten oder eigene Projekte.

    Studien zeigen: Angst macht Menschen oft passiv. Hoffnung macht Menschen aktiv.

    Solarpunk-Geschichten wecken Gefühle. Sie zeigen: Eine bessere Zukunft ist möglich. Und das motiviert Menschen, etwas zu verändern.

    #Bewegung #Theorie #solarpunk
  3. 🥵Bei Hitze arbeitet der Körper doppelt: Er hält die Leistung aufrecht und kühlt gleichzeitig. Wer im gewohnten Tempo weitertrainiert, belastet den Kreislauf schneller.
    Kürzer oder weniger zu trainieren, ist kein Rückschritt.
    Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Krämpfe sind Warnzeichen: Training abbrechen, aus der Sonne gehen, hinsetzen und trinken. Halten die Beschwerden nach einer Stunde an, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

    #Hitzeschutz #Bewegung #Hitzewelle; #Achtsamkeit #BIÖG

  4. Nackenschmerzen durch einseitige Positionierung im Büroalltag?

    Dann hätte ich da eine Bewegung für dich ☝🏻

    #Physiolophie #physiotherapie #bewegung #alltag #moveodon
    #healthcare

  5. Das falsche Fahrrad gibt es nicht, aber eine falsche Debatte

    E-Bike, Pedelec oder Rennrad: Warum gegenseitige Vorwürfe niemandem helfen und jedes sinnvoll genutzte Fahrrad Gesundheit und Klima zugutekommen kann.

    der-velozipedist.de/e-bike-ped

  6. Regelmäßige #Bewegung senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und zahlreiche Krebserkrankungen. Gleichzeitig stärkt Bewegung Muskeln, Knochen und Gelenke. Mediziner Robert Fritz: „Gerade im Alltag steckt enormes Potenzial: Gehen und #Radfahren lassen sich sehr einfach in den Alltag integrieren. vcoe.at/news/details/der-aktiv #Fahrrad #Gesundheit #Verkehrswende

  7. Bei all den "schwierigen Nachrichten" mal etwas Positives:
    🚴‍♂️ Radfahren ist das Allround-Talent für Körper und Geist!🌿
    Schon 4,5 km Radfahren pro Tag
    🔹 kann das Herzinfarktrisiko deutlich senken.
    🔹 Gleichzeitig stärkt Radfahren
    Herz, Muskeln und Immunsystem,
    🔹 schont die Gelenke und
    🔹 hilft beim Stressabbau.
    Ob auf dem Weg zur Arbeit oder in der Freizeit – jeder Kilometer zählt. 💚
    #Radfahren #Gesundheit #Bewegung #Herzgesundheit
    tk.de/techniker/gesundheit-foe

    Foto von Ümit Yıldırım

  8. Der Möglichkeitssinn

    Die größte Stärke von Solarpunk als Bewegung liegt darin, Menschen zu ermöglichen, sich andere, bessere Zukünfte überhaupt erst vorzustellen. Dieser Möglichkeitssinn – die Fähigkeit, hinter dem Bestehenden auch das Mögliche zu sehen – ist im 21. Jahrhundert erstaunlich verkümmert. Warum das so ist und wie Solarpunk diesen Sinn in verschiedenen Lebensbereichen wieder stärkt, lest ihr hier.

    „Earth, water, air“ by Xulia Vicente, CC BY-ND 4.0

    Sind Utopien gefährlich?

    Utopien haben ein Imageproblem. Sie gelten entweder als weltfremde Spinnereien – nett gemeint, aber praktisch irrelevant – oder als gefährliche Einstiegsdrogen in totalitäre Systeme. Manchmal wird ihnen sogar beides gleichzeitig vorgeworfen, was schon rein logisch nicht ganz aufgeht: Etwas kann kaum zugleich zu harmlos-verträumt und zu gefährlich-wirkmächtig sein.

    Diese Abwertung hat Geschichte. Konservative und liberale Denker haben seit dem 20. Jahrhundert immer wieder vor der utopischen Vernunft gewarnt – als hätte die Vorstellung einer besseren Welt zwangsläufig den Weg in den Gulag oder ins Arbeitslager zur Folge. Karl Popper etwa sah im utopischen Denken den Nährboden für totalitäre Gesellschaftsentwürfe. Diese Kritik trifft einen wahren Kern – tatsächlich haben sich einige Utopien in Dystopien verwandelt, wenn sie mit absoluter Gewissheit und ohne Fehlerkorrektur umgesetzt werden sollten. Aber sie wird auch strategisch genutzt, um jede Vorstellung einer anderen Gesellschaftsordnung von vornherein zu diskreditieren. Wenn „es gibt keine Alternative“ zur Standardantwort auf gesellschaftliche Probleme wird, stirbt der Möglichkeitssinn einen stillen Tod.

    Dagegen steht der Philosoph Ernst Bloch mit seinem Hauptwerk Das Prinzip Hoffnung. Für Bloch ist Utopie kein fertiger Bauplan, sondern eine Denkbewegung – der „Traum nach vorwärts“, das Noch-Nicht-Bewusste, das sich in Kunst, Alltagsträumen und gesellschaftlichen Sehnsüchten immer wieder zeigt. Utopisches Denken ist bei Bloch nicht die Behauptung, man wisse genau, wie die perfekte Zukunft aussieht – es ist die Öffnung eines Möglichkeitsraums. Genau das macht auch die Stärke von Solarpunk aus: Es geht nicht um ein fertiges Programm, sondern um das beharrliche Wachhalten der Frage „was wäre, wenn?“

    Der Verlust der Utopie

    Ein aufschlussreiches Beispiel dafür, wie dieser Öffnungsprozess auch wieder verengt werden kann, liefert die Geschichte der Arbeiter:innenbewegung selbst. Die frühsozialistischen und -anarchistischen Strömungen des 19. Jahrhunderts – von Charles Fourier über Robert Owen bis zu Peter Kropotkin – waren zutiefst utopisch geprägt: Sie entwarfen konkrete, oft geradezu verspielte Bilder davon, wie eine solidarische Gesellschaft aussehen könnte, wie Arbeit, Wohnen und Gemeinschaft neu organisiert werden könnten. Karl Marx und Friedrich Engels grenzten sich davon explizit ab und prägten den abwertenden Begriff des „utopischen Sozialismus“, den sie ihrem eigenen, angeblich „wissenschaftlichen“ Sozialismus gegenüberstellten.

    Der Anspruch, historische Gesetzmäßigkeiten erkannt zu haben, statt bloß wünschenswerte Zukünfte zu entwerfen, verlieh der Bewegung zwar analytische Schärfe – er trug aber möglicherweise auch dazu bei, dass sich später autoritäre Umsetzungen durch eine selbsternannte revolutionäre Vorhut (die berühmte „Avantgarde“ Lenin’scher Prägung) leichter legitimieren ließen. Wenn eine Partei behauptet, im Besitz der wissenschaftlichen Wahrheit über den Geschichtsverlauf zu sein, braucht sie die Vielstimmigkeit utopischen Denkens nicht mehr – sie hat ja schon recht. Der Verlust des offenen, experimentellen Möglichkeitssinns zugunsten einer geschlossenen „wissenschaftlichen“ Gewissheit könnte also selbst Teil des Problems gewesen sein, nicht die Utopie an sich.

    Auch der Historiker Rutger Bregman hat mit seiner Formel von der „Utopie für Realisten“ gezeigt, dass sich große gesellschaftliche Fortschritte – der Achtstundentag, das Frauenwahlrecht, die Demokratie selbst – zu ihrer Zeit allesamt als naive Utopien anhörten, bevor sie Wirklichkeit wurden. Utopisches Denken war historisch gesehen nie nur ein Rückzugsort für Träumer, sondern oft der Vorlauf für reale Veränderung.

    Falsche Überzeugungen verlernen

    In seinem Buch Im Grunde gut geht Bregman noch einen Schritt weiter und greift damit eine der hartnäckigsten Blockaden des Möglichkeitssinns direkt an: das pessimistische Menschenbild. Die Vorstellung, der Mensch sei im Kern egoistisch, konkurrenzgetrieben und nur durch Zwang oder Anreize zu prosozialem Verhalten zu bewegen, gilt vielen als nüchterner Realismus – dabei ist sie selbst eine unbelegte, historisch gewachsene Erzählung. Bregman zeigt anhand zahlreicher Beispiele, von Katastrophenforschung bis zur Neubewertung klassischer psychologischer Experimente wie dem Stanford-Prison-Experiment, dass Menschen in Krisensituationen weit häufiger kooperativ und solidarisch handeln, als das gängige Zerrbild vom egoistischen Menschen suggeriert. Das ist mehr als eine akademische Fußnote: Wenn wir tief davon überzeugt sind, dass Menschen im Grunde schlecht sind, wird jede solidarische Utopie automatisch zur naiven Träumerei abgestempelt, die an der „menschlichen Natur“ scheitern muss. Ein realistischeres, empirisch fundierteres Menschenbild öffnet dagegen erst den Raum, in dem Solarpunk-Zukünfte überhaupt denkbar werden.

    Das verweist auf einen wichtigen Rückkopplungseffekt zwischen Möglichkeitssinn und Realitätssinn: Es geht beim utopischen Denken oft gar nicht in erster Linie darum, etwas Neues hinzuzulernen, sondern darum, vermeintliche Gewissheiten wieder zu verlernen. Das zynische Menschenbild, der Glaube an die Alternativlosigkeit des Status quo, die Überzeugung, Kooperation im großen Stil sei naiv – all das sind keine neutralen Tatsachenbeobachtungen, sondern selbst historisch gewachsene, oft interessengeleitete Narrative. Utopisches Denken korrigiert insofern nicht nur unsere Vorstellung von der Zukunft, sondern auch unsere Wahrnehmung der Gegenwart und der Vergangenheit. Wer erkennt, dass Menschen in der Elbflut-Katastrophe oder nach dem Hurrican Katrina eben nicht in Panik und Plünderung verfielen, sondern spontane Solidarität zeigten, sieht plötzlich auch die Gegenwart mit anderen Augen: Kooperation ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Der Möglichkeitssinn und der Realitätssinn stehen sich also nicht als Gegner gegenüber – sie korrigieren sich gegenseitig. Aber wie genau trägt Solarpunk dazu bei?

    Ästhetik: Bilder, die einladen

    Solarpunk hat als Ästhetik begonnen, und diese visuelle Ebene bleibt bis heute enorm wichtig. Bilder von begrünten Hochhausfassaden, von Solarpanels auf Dächern traditioneller Architektur, von Windrädern, die sich organisch in Landschaften einfügen, von Menschen, die in überwucherten, aber lebendigen Städten unterwegs sind – diese Bilder prägen das Genre seit seinen Anfängen.

    Am stärksten wirkt diese Ästhetik dort, wo sie Vergangenheit und Zukunft versöhnt statt gegeneinander auszuspielen. Anders als der sterile, oft kalte Futurismus klassischer Science-Fiction – gläserne Türme, makellose Oberflächen, technologische Reinheit – zeigt Solarpunk Zukünfte, in denen alte Handwerkstechniken, regionale Bauweisen und kulturelle Traditionen mit neuen Technologien verschmelzen. Solarpanels auf Lehmhäusern, Stadtgärten mit digitaler Bewässerungstechnik, Lastenräder unter Erntedrohnen. Diese Bilder sagen etwas aus, bevor überhaupt ein Wort fällt: Fortschritt muss nicht bedeuten, dass wir unsere Wurzeln kappen. Man kann in die Zukunft gehen, ohne die Vergangenheit zu vergessen oder plattzuwalzen.

    Diese Bilder funktionieren als eine Art Voreinstellung des Möglichkeitssinns – sie geben uns visuelles Material, mit dem wir uns eine andere Welt überhaupt erst vorstellen können, bevor der Verstand mit all seinen Einwänden („aber wie soll das gehen?“) dazwischenfunkt.

    Literatur: Die Sogwirkung des „So könnte es werden“

    In Geschichten wird die Stärkung des Möglichkeitssinns am offensichtlichsten. Die besten Solarpunk-Romane sind akribisch gebaute Zukunftswelten, die trotz aller Hoffnung realistisch bleiben: Der Klimawandel wird nicht einfach wegdiskutiert, Milliardäre geben ihr Vermögen nicht freiwillig her, gesellschaftliche Konflikte lösen sich nicht über Nacht in Wohlgefallen auf. Und doch zeigen diese Geschichten immer wieder Szenen von Solidarität, Kooperation und kollektivem Handeln, die zeigen: Menschen sind auch zu etwas anderem fähig als zu Konkurrenz und Ausbeutung.

    Wenn diese Gratwanderung gelingt – zwischen ungeschönter Gegenwartsanalyse und der beharrlichen Behauptung, dass es anders gehen könnte – entfalten diese Geschichten eine echte Sogwirkung. Ein starkes Gefühl von „so könnte die Zukunft werden“ stellt sich ein, das sich deutlich von den allgegenwärtigen Dystopien unterscheidet, die weite Teile der Science-Fiction und auch anderer Genres prägen. Nach Jahrzehnten von Klimakatastrophen-Szenarien, Überwachungsdystopien und postapokalyptischen Ödlandschaften wirkt eine Geschichte, die zeigt, wie Menschen gemeinsam etwas aufbauen statt nur Trümmer zu durchqueren, fast schon subversiv.

    Diese Literatur ist deshalb kein eskapistischer Kitsch, sondern politische Arbeit im besten Sinne: Sie erweitert, was wir uns überhaupt für vorstellbar halten – und genau das ist die Voraussetzung dafür, dass wir für etwas kämpfen können, das es noch nicht gibt.

    Bewegung: Präfigurative Praxis im Hier und Jetzt

    Demonstrationen, Petitionen, Besetzungen: Soziale Bewegungen werden in der Öffentlichkeit vor allem in Form von Protesten wahrgenommen. Das sind wichtige und notwendige Impulse – sie machen Missstände sichtbar und üben Druck auf Institutionen aus, die sich sonst nicht bewegen würden.

    Doch Solarpunk als Bewegung setzt in anarchistischer Tradition einen zusätzlichen Akzent: den der präfigurativen Politik. Der Begriff beschreibt eine Praxis, bei der die gewünschte Zukunft nicht nur gefordert, sondern im Kleinen schon gelebt wird – als Modell, als Übungsraum, als Beweis, dass es geht. Gemeinschaftsgärten, in denen Nachbarschaften gemeinsam Nahrungsmittel anbauen statt sie nur zu konsumieren. Maker Spaces und Repair Cafés, in denen Reparatur statt Wegwerfen zur Selbstverständlichkeit wird und Wissen frei geteilt wird statt es zu horten. Klimacamps, die für einige Tage oder Wochen zeigen, wie eine Gemeinschaft mit basisdemokratischen Entscheidungsprozessen, in freiwilliger Selbstverwaltung und gegenseitiger Fürsorge funktionieren kann.

    Diese Orte und Praktiken sind kein Ersatz für strukturelle politische Veränderung – aber sie sind unverzichtbar für den Möglichkeitssinn, weil sie das Abstrakte konkret machen. Es ist ein Unterschied, ob man sich eine solidarische Ökonomie nur theoretisch vorstellt, oder ob man in einem Klimacamp erlebt hat, wie fremde Menschen füreinander Essen kochen, Infrastruktur bauen und putzen. Präfigurative Praxis liefert den Beweis am eigenen Leib: Es geht. Es gibt Menschen, die es schon tun. Die Zukunft ist keine abstrakte Verheißung, sondern beginnt jetzt, im Kleinen, an vielen Orten.

    Fazit: Den Blick erweitern

    Der Möglichkeitssinn ist keine romantische Fußnote, sondern die Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Veränderung überhaupt. Bevor wir für eine andere Welt kämpfen können, müssen wir uns diese Welt vorstellen können – in Bildern, in Geschichten, in gelebter Praxis. Und manchmal beginnt dieser Prozess nicht mit dem Hinzulernen, sondern mit dem Verlernen: dem Verlernen eines zynischen Menschenbilds, dem Verlernen der Alternativlosigkeit, dem Verlernen der Vorstellung, dass es schon immer so war und deshalb immer so bleiben muss. Solarpunk arbeitet an all diesen Fronten gleichzeitig: als Ästhetik, die zeigt, als Literatur, die mitreißt, und als Bewegung, die vormacht. Zusammen ergibt das kein fertiges Programm, sondern etwas Wertvolleres: einen wieder geöffneten Raum des Möglichen.

    #Bewegung #Bilder #Bücher #Theorie #solarpunk
  9. Der englische Gesundheitsdienst NHS will Menschen für #Bewegung belohnen 🚶
    die #Luftqualität in Europa verbessert sich immer weiter 🇪🇺
    ein Start-up erkennt #Lungenkrebs mit Hilfe von Hunden 🐕

    Unsere neue Ausgabe ist da 👇

    squirrel-news.net/de/news/belo

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  11. "Fünf Minuten #Bewegung pro Stunde heben die Stimmung und reduzieren die Müdigkeit, sagt eine Studie."

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  12. ➡️„Unsere Erfahrung zählt." – so lautet das Motto der 52. Berliner Seniorenwoche. Dem ist wenig hinzuzufügen. Außer vielleicht: Erfahrung wächst weiter, wenn man neugierig bleibt.🤗

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  13. Die Klimabewegung wurde verspottet. Die Friedensbewegung wurde verspottet. Die Frauenrechtsbewegung wurde verspottet. Fast jede erfolgreiche Bewegung wurde am Anfang belächelt. Das ist kein Gegenargument. Das ist immer der Anfang von etwas großem.

    #Demokratie #Menschenrechte #Bewegung #Engagement #Gegenmacht

  14. Werde Gründungsmitglied einer Bewegung, einer Initiative, einer Idee! Und wenn du feststellst, dass inzwischen Menschen da sind, die das Thema viel besser beherrschen als du, dann gib die Kontrolle ab und wende dich etwas Neuem zu. Werde wieder ein Gründungsmitglied!

    #Gründungsmitglied #Idee #Initiative #Bewegung #demokratie #Gegenmacht

  15. Deine neue Bewegung wird nicht stark, weil sie Recht hat. Sie wird stark, weil sie Menschen erreicht. Weil sie verständlich spricht. Weil sie Hoffnung macht. Weil sie zum Mitmachen einlädt. Und das alles nur weil du den Arsch hoch bekommen hast.

    #Demokratie #Bewegung #Engagement #Zusammenhalt #Gegenmacht

  16. Viele politische Kampagnen versuchen Menschen Angst zu machen. Erfolgreiche Bewegungen machen etwas anderes. Sie geben Menschen das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein. Genau daraus entsteht echte Veränderung.

    #Demokratie #Zusammenhalt #Bewegung #Menschenrechte #Gegenmacht

  17. Die mächtigste Waffe gegen einen Scheinkonsens ist Öffentlichkeit. Sobald Menschen merken, dass andere ihre Sorgen teilen, verändert sich die Debatte. Plötzlich wird aus einer vermeintlichen Minderheit eine Bewegung.

    #Demokratie #Bewegung #Engagement #Gesellschaft #Gegenmacht

  18. Keine große Bewegung begann mit einer Mehrheit. Nicht das Frauenwahlrecht. Nicht die Bürgerrechtsbewegung. Nicht die Friedensbewegung. Nicht die Klimabewegung. Menschen warten oft auf Mehrheiten. Dabei entstehen Mehrheiten erst, wenn Menschen den Mut haben anzufangen. Wer Veränderung will, darf nicht zählen. Er muss organisieren.

    #Demokratie #Menschenrechte #Bewegung #Engagement #Gegenmacht

  19. Uiih, aus den Bilder das beste für das Thema Bewegung raus zu suchen ist diesmal gar nicht einfach für mich.
    Deshalb gibt's ausnahmsweise mal zwei Bilder von mir.

    #52WochenFotoChallenge #Bewegung #WomensRunHamburg

  20. In @norberteder's #52WochenFotoChallenge kommt jetzt #Bewegung

    24/52 Rave
    While enjoying a really nice little, quite intimate techno festival yesterday, I was still looking for some ideas for this week's topic, since I skipped the last few weeks for various reasons. The beat was toughly hammering, the atmosphere was incredible and everyone was in a great mood. The I saw this guy - shot taken 😎

    :sony: :darktable:

    #festival #techno #GrüneSonne #MarkDekoda #mood #photography #darktable #paperg