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#westen — Public Fediverse posts

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  1. 2/ „Im heute rechtsstehenden Osten geht es weiterhin um eigentlich linke Anliegen. Um Anerkennung, Aufstieg, Teilhabe, Gerechtigkeit und Repräsentanz. Diese Probleme sind im Osten weiterhin ungelöst, das hat die Leute nach rechts getrieben. Ich bin nicht naiv, ich weiß, die Leute stehen heute rechts. Aber nicht, weil sie es schon immer waren.“

    „taz: Sie sehen keine rechten Kontinuitäten in Ostdeutschland?

    Hensel: Linien, ja, aber keine Kontinuitäten. Dazwischen hat sich zu viel ereignet. Es gab das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen und danach einen massiven Anstieg von ausländerfeindlicher Gewalt im Osten. Aber allein daraus 30, 40 Prozent AfD-Zustimmung abzuleiten, ist mir zu simpel.“

    Ja, und #Lichtenhagen war das größte Polizei- und Politikversagen nach der Wende. Die Verantwortlichen waren Politiker und Polizisten aus dem Westen:

    de.wikipedia.org/wiki/Ausschre

    Das Ganze fand in einer aufgeheizten Stimmung währende der Diskussion des Asylkompromisses statt …

    „taz: Sind Sie für ein AfD-Verbot?

    Hensel: Natürlich, unbedingt. Weil die Gefahr für die Demokratie sehr groß ist. Im Osten begegnet mir oft das Argument: „Wenn sie es nicht schaffen, die AfD zu verbieten, kann ich sie auch wählen.“ Es wird also als Schwäche interpretiert. Natürlich weiß ich, wie kompliziert ein AfD-Verbot wäre. Ich sehe die berechtigten Gegenargumente von Juristen. Und ich weiß auch, dass ein Verbot kein Problem löst.

    taz: Dann hätten viele Ostdeutsche gar keine Partei mehr.

    Hensel: Ja, dann hätten sie keine politische Formation mehr für den Moment.“

    Genau das ist der Punkt. Wenn man den Ossis Demokratiefähigkeit abspricht, weil sie eine in der Demokratie zu Wahl stehende (anti-demokratische) Partei wählen, ist das schräg. Dann sollte diese Partei eben nicht zur Wahl stehen, also verboten werden. #AfDVerbot

    Ich verstehe das Zaudern nicht.

    „In einem Dreivierteljahr ist das nicht zu lösen, fürchte ich. Ich kämpfe an gegen die Verdrängungsdebatten.“

    Ja. Ich auch. Seit nunmehr sieben Jahren mit dem Ost-Blog.

    „taz: Sie kritisieren diese Strukturen, leben aber in Berlin, weit weg von ostdeutschen Provinzen. Ist es auch die Verantwortung der abgewanderten demokratischen Ostdeutschen, dass heute so viele rechts wählen?

    Hensel: Na klar! Wenn wir ostdeutschen Akademiker im Osten geblieben wären und dort Arbeitsplätze gefunden hätten, gäbe es diese Probleme heute so nicht. Dann wäre die Zivilgesellschaft größer, das gesellschaftliche Klima ein anderes. Natürlich steckt in diesem politischen Problem ein riesiges demografisches.“

    Ja, dazu hätte es aber Arbeitsplätze geben müssen. Nach der Wende sind aber über 100.000 Wissenschaftler*innen entlassen worden.

    „Von den 218.000 Wissenschaftlern der ehemaligen DDR verlor die Hälfte ihre Stelle“

    berliner-zeitung.de/zukunft-te

    Ich nicht. Ich habe ne Stelle bekommen. Hatte Glück.

    „taz: Wer könnte die Demokratie im Osten denn noch retten?

    Hensel: Nur die Demokraten. Die Demokratie hat ihre zentralen Versprechen im Osten nicht eingelöst. Also müssten die Demokraten diese Versprechen ernsthaft erneuern. Das ist ein sehr, sehr langwieriger Weg, der überhaupt nicht schnell zu gehen ist.

    taz: Was bedeutet das konkret?

    Hensel: Wenn ich ehrlich bin, halte ich die aktuellen Realitäten für politisch nicht zu korrigieren. So sehr ich die Arbeit der Ministerpräsidenten in Ostdeutschland schätze. Sie haben in den vergangenen zehn Jahren Enormes geleistet. Sie haben sich mit ihrem Land und ihren Leuten auseinandergesetzt, haben geredet und geredet. Aber die ungerechten Vermögens- und Einkommensverhältnisse und die demografische Entwicklung, die können sie einfach nicht korrigieren. Politisch ist das nur mit linker, disruptiver Politik zu beantworten.“

    Tja.

    #JanaHensel #DDR #Osten #Westen #noAfD

  2. Wenn es nur noch eine #Podcast Folge überhaupt gäbe, den ihr hören könntet, lasst es diese sein.

    Und, wenn ihr wissen wollt, warum der Osten so ist, wie er ist. Und warum die Demokratie gefährdet ist, aber nicht nur im Osten. Sondern auch in einem Westen, in dem über Jahrzehnte sehr viele Menschen glaubten, der Nationalsozialismus sei nur schlecht umgesetzt worden.

    Lang, schmutzig, großartig ist diese Podcastfolge von Hotel Matze

    #demokratie #demokratiegefährdung #osten #westen #faschismus #diktatur #ilkosaschakowalczuk

    #HotelMatze: Historiker Ilko-Sascha #Kowalczuk – Warum bist du so wütend?


    Webseite der Episode:
    https://hotelmatze.podigee.io/468-historiker-ilko-sascha-kowalczuk

    Mediendatei:
    https://audio.podigee-cdn.net/1978632-m-4e4fa84c387474e06c890fca9ab35990.mp3?source=feed#t=0

  3. Außenpolitisch #propagierte #Chruschtschow die friedliche
    #Koexistenz mit dem #Westen war aber gleichzeitig dessen
    schwieriger #Konterpart - Er strebte durch #Raketentechnik
    und #Aufrüstung die globale #Führungsrolle der #UdSSR an
    wodurch es 1962 zur #Kubakrise mit den #USA kam. 😱

    Via #Wikipedia

  4. Die "neuen Bundesländer" sind nach der Wende vom #Westen ordentlich über den Tisch gezogen, ausgebeutet, verarscht worden.
    So ist's verständlich, dass sich Menschen dort nicht mit "#Altparteien" identifizieren.
    Aber dass sie jetzt so massiv dem Westimport #AfD hinterherrennen...?

  5. Ha, ha. Kann mich noch an einen Besuch bei den Großeltern kurz nach der Wende erinnern, bei dem drei Generationen an Kaffeesahne gescheitert sind. Irgendwie war unten Alufolie und oben ein Ausgießmechanismus aus Plaste, den man aufbrechen musste. Wir haben dann unten die Folie weggemacht und alles in ein Kännchen umgefüllt.

    #Osten #Westen #Ossis #Phlox #JochenSchmidt

  6. #Ankara nutzt die geopolitische Lage - #Türkei: Das vergessene Morden

    Der #Nato-Staat Türkei forciert seine imperialistische Expansion im #Nordirak und in #Nordsyrien. Der #Westen schaut weg, obwohl immer mehr Beweise für #Kriegsverbrechen vorliegen.

    „Jin, Jiyan, Azadi – Frau, Leben, Freiheit“: Aussenministerin Annalena #Baerbock schmückt sich bei öffentlichen Auftritten, etwa beim #Bundesparteitag der #Grünen im Oktober, gern mit den Parolen der #Aufstandsbewegung im #Iran. Und sie hat den Protestierenden zumindest verbal den Rücken gestärkt, indem sie versprach, die mörderische #Repression durch das #Mullah-Regime vor den UN - #Menschenrechtsrat zu bringen und gezielte #Sanktionen gegen die Verantwortlichen – also solche, die #Deutschland|s #Exportwirtschaft nicht tangieren – anzuregen. Die Möglichkeiten der #Aussenpolitik seien zwar „begrenzt“, so Baerbock bei einem Wahlkampfauftritt Anfang Oktober in #Hannover, doch „wir können hinschauen. Wir können die Stimme dieser #Frauen sein.“

    (...)

    untergrund-blättle.ch/politik/ #NeoImperialismus #Imperialismus #CapitalismIsADeathCult #Feminismus #JinJiyanAzadi

  7. Nach der umstrittenen Parlamentswahl in Chinas Sonderverwaltungszone Hongkong sind westliche Staaten sehr besorgt. Die Führung in Peking dagegen reagiert hoch erfreut.
    Westen beklagt Demokratie-Verlust in Hongkong | DW | 20.12.2021
    #Honkong #Parlamentswahl #Legislativrat #Patrioten #China #Westen #Kritik #Demokratie-Bewegung
  8. Nach der umstrittenen Parlamentswahl in Chinas Sonderverwaltungszone Hongkong sind westliche Staaten sehr besorgt. Die Führung in Peking dagegen reagiert hoch erfreut.
    Westen beklagt Demokratie-Verlust in Hongkong | DW | 20.12.2021
    #Honkong #Parlamentswahl #Legislativrat #Patrioten #China #Westen #Kritik #Demokratie-Bewegung
  9. Nicht nur in Afghanistan hat die westliche Interventionspolitik wenig erreicht. Auch im Irak und in Libyen muten ihre Erfolge eher bescheiden an. Das Scheitern des Westens | DW | 04.07.2021 #Afghanistan #Irak #Libyen #Interventionen #Westen #MuslimischeWelt