#italien — Public Fediverse posts
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Correggio in Dresden: Erste große Ausstellung außerhalb Italiens
AUDIO: Ausstellung „Correggio. Berührend menschlich“ im Dresdner Zwinger (4 Min) Star der Renaissance Stand: 19.09.2026 04:00 Uhr Er…
#Dresden #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #alte #Ausstellung #correggio #Gemäldegalerie #Germany #Italien #kulturnachrichten #Kunst #Meister #Renaissance #Sachsen #Schau #semperbau #skd #Zwinger
https://www.europesays.com/de/1309695/ -
#Unwetter in Italiens Urlaubsregionen: Erdrutsche – Schule evakuiert
Unwetter treffen #Italien: Erdrutsche blockieren Straßen, Unterführungen laufen voll – und in einer Grundschule müssen die Kinder abrupt das Gebäude verlassen. #Klimakrise #Klimakatastrophe https://www.merkur.de/welt/unwetter-in-italiens-urlaubsregionen-erdrutsche-schule-evakuiert-zr-94498243.html?utm_source=_shared&utm_medium=west&utm_campaign=interactionbar -
#Unwetter in Italiens Urlaubsregionen: Erdrutsche – Schule evakuiert
Unwetter treffen #Italien: Erdrutsche blockieren Straßen, Unterführungen laufen voll – und in einer Grundschule müssen die Kinder abrupt das Gebäude verlassen. #Klimakrise #Klimakatastrophe https://www.merkur.de/welt/unwetter-in-italiens-urlaubsregionen-erdrutsche-schule-evakuiert-zr-94498243.html?utm_source=_shared&utm_medium=west&utm_campaign=interactionbar -
#Unwetter in Italiens Urlaubsregionen: Erdrutsche – Schule evakuiert
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#Unwetter in Italiens Urlaubsregionen: Erdrutsche – Schule evakuiert
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#Unwetter in Italiens Urlaubsregionen: Erdrutsche – Schule evakuiert
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#Unwetter in Italiens Urlaubsregionen: Erdrutsche – Schule evakuiert
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Gewitterzellen heute Nachmittag zwischen den Balearen und dem spanischen Festland, in Norditalien und in Kroatien: https://www.wetterkontor.de/de/satellitenbilder/sat_europa.asp
#Wetter #Satellitenbild #Europa #Meteosat #Spanien #Balearen #Italien #Kroatien #Gewitter
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🥰 500 kVAr Blindleistung nachts
PV-Wechselrichter stützen Mailands Netz bei Nacht.
#Italien #Solar #PV #Forschung #Nachhaltigkeit
pv-magazine.com/2026/09/17/pv-… -
Italien verzichtet ein Jahr lang weitgehend auf Kfz-Steuer
Italien erhebt angesichts der hohen Spritpreise ein Jahr lang keine Kfz-Steuer auf kleine Autos und Motorroller. Auch Frankreich hat regiert - das Land verlängert staatliche Zuschüsse für einzelne Branchen.
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https://www.europesays.com/at/400069/ Tickets fürs Forest Metal Festival 2026 in Bad Wörishofen mit exklusiven Konzerten #AlexanderBaum #AT #Austria #BadWörishofen #Entertainment #ErikHagelauer #Festivaltag #Italien #MartinBaum #MartinDost #Music #Musik #Österreich #Outdoor #SPANIEN #Unterhaltung #USA
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FotoVorschlag: 'Im Museum'
Leonardo da Vinci Museum of Science and Technology, Milan
Museo Nazionale Scienza e Tecnologia Leonardo da Vinci, Milano
Fotografiert während PGConf.EU 2019
#FotoVorschlag #Museum #Science #Technology #Milan #Milano #Italien #Italy #Italia
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Hauptversammlung der Italophilen Stuttgarts, der nördlichsten Stadt Italiens, Stoccarda. Am letzten Sommertag des Jahres führt der ausgewiesene #Italien-Experte #EricPfeil im ausverkauften Merlin in einer ausschweifenden Zeitreise an legendäre wie illustre Orte aus Musik und Film in bella Italia.
https://www.gig-blog.net/2026/09/16/eric-pfeil-lesung-hotel-celentano-15-09-2026-merlin-stuttgart/
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Hauptversammlung der Italophilen Stuttgarts, der nördlichsten Stadt Italiens, Stoccarda. Am letzten Sommertag des Jahres führt der ausgewiesene #Italien-Experte #EricPfeil im ausverkauften Merlin in einer ausschweifenden Zeitreise an legendäre wie illustre Orte aus Musik und Film in bella Italia.
https://www.gig-blog.net/2026/09/16/eric-pfeil-lesung-hotel-celentano-15-09-2026-merlin-stuttgart/
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Hauptversammlung der Italophilen Stuttgarts, der nördlichsten Stadt Italiens, Stoccarda. Am letzten Sommertag des Jahres führt der ausgewiesene #Italien-Experte #EricPfeil im ausverkauften Merlin in einer ausschweifenden Zeitreise an legendäre wie illustre Orte aus Musik und Film in bella Italia.
https://www.gig-blog.net/2026/09/16/eric-pfeil-lesung-hotel-celentano-15-09-2026-merlin-stuttgart/
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https://www.europesays.com/at/399006/ Papst ernennt Rektor für Päpstliches Priesterseminar Rom #Ernennungen #Italien #Nachrichten #News #PapstLeoXIV #priester #Rom #Schlagzeilen #Welt #World #WorldNews
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Ford Mustang GTD: Europa bekommt zweite Bestellchance
Wer sich als Europäer bislang nicht seinen Wunsch nach einem Ford Mustang GTD erfüllen konnte, erhält jetzt eine…
#EuropeSays #EU #Europa #AMSAktuelles #DeutscherMarkt #Ford #FordMustangGTD #Frankreich #Grundpreis #Italien #Karosserie #Mustang #Neuvorstellungen&Erlkoenige #Österreich #Spirit-of-America-Lackierung #sportwagen
https://www.europesays.com/europa/99351/ -
https://www.europesays.com/africa/429115/ Hydroélectricité : un prêt italien de 400 millions d’euros pour le barrage de Koysha en Éthiopie #2026 #400 #Afrique #barrage #d’euros #Éthiopie #Hydroélectricité #Italien #Koysha #LaTribuneAfrique #millions #prêt
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https://www.europesays.com/afrique/210653/ Hydroélectricité : un prêt italien de 400 millions d’euros pour le barrage de Koysha en Éthiopie #2026 #400 #Afrique #barrage #d’euros #Éthiopie #hydroélectricité #italien #Koysha #LaTribuneAfrique #millions #prêt
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https://www.europesays.com/at/398568/ Tickets fürs Forest Metal Festival 2026 in Bad Wörishofen mit exklusiven Konzerten #AlexanderBaum #AT #Austria #BadWörishofen #Entertainment #ErikHagelauer #Festivaltag #Italien #MartinBaum #MartinDost #Music #Musik #Österreich #Outdoor #SPANIEN #Unterhaltung #USA
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„Eine europäische Stimme des Respekts“: Dacia Maraini erhält Ehrenpreis
„Mit Dacia Maraini ehren wir 2026 eine Schriftstellerin, die der europäischen Idee durch ihr Leben und ihr Werk…
#EuropeSays #EU #Europa #AlleNewsausderBuchbranche #Europäisch #Europäische #Italien #Literaturpreise #Österreich
https://www.europesays.com/europa/99094/ -
https://www.cyclingeu.com/914375/route-61-5-worms-to-leimen-gauangelloch-a-road-movie/ ROUTE 61 #5 -Worms to Leimen/Gauangelloch- a road movie ##germany ##neckar #baden #bicicletta #Bicycle #Bicycling #BicyclingGermany #Biking #BikingGermany #Cycling #CyclingGermany #CyclingHeidelbergGermany #Deutschland #Fahrrad #Gaiberg #Gauangelloch #giant #giro #Heidelberg #italia #Italien #italy #Ladenburg #leimen #Ludwigshafen #Mannheim #neckarhausen #Nordstern #Reno #rhein #Rhine #Worms #wurttemberg
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WM, Unterklassen & das Familienlos
Nachdem Vizeweltmeister Frankreich in Nantes gegen die Elfenbeinküste verloren hat und Europameister Spanien in La Coruña gegen den Irak nur unentschiedelte ist Weltmeister Argentinien rechtzeitig vor dem Beginn der Mission Titelverteidigung seit gestern wieder die Nummer 1 in der FIFA-Weltrangliste. Grosses Kino.
Dem nicht genug wird morgen mutmasslich Rädelsführer Nicolás Capaldo vom Hamburger SV gegen Honduras sein 1. Länderspiel für den Weltmeister bestreiten. Mir wäre es lieber am Dienstag gegen Island, aber vllt. läuft er ja doppelt auf. Ich vertraue darauf das er in den WM-Kader der Scaloneta nachnominiert wird. Amén.
Lieblich war auch die Heimschlappe der Niederlande in Rotterdam gegen Fussballschwergewicht Algerien (das beinahe den vierten deutschen Titel in Rio verhindert hätte). Nun ist Marokko im Ranking an den Flying Dutchmen vorbeigezogen. Sollte der argentinische Staff ernst nehmen. Der Weltmeister ist in der Todesgruppe der WM. Nicht wegen der Gruppe selbst, sondern was sie hervorbringen wird: 16tel-Finale gegen Spanien oder die Charrúas (Uruguay) von Don Marcelo Bielsa. Einfach schreibt sich anders. Man kann davon ausgehen, dass in den 16tel-Finals einige Hochkaräter (mindestens drei) auf der Strecke bleiben werden. Da habens die Italiener schlauer gemacht. 2006 wurden die Unterhosenmonster Weltmeister, 2010 (sieglos) und 2014 überstanden sie die Gruppenphase nicht und danach spielten sie nie wieder eine WM. Bis zum nächsten Bestechungs-/Sportwetten-/Korruptionsskandal. Danach (1982, 2006) werden sie immer Weltmeister, eine Art Vendetta. Zuvor (1934, 1938) kaufte Mussolini die Titel. Vllt. hat Gio Meloni ja einen kleinen Sparstrumpf unter der Matratze?
Es gibt viele Gründe Fussball-Business, Fifa und angebliche oder tatsächliche “Schurkenstaaten” zu kritisieren. Für meinen Geschmack ist das während einer WM obsolet, man kann das vier Jahre lang tun, es findet statt. Deshalb gleich einen Sport zu verteufeln macht keinen Sinn. Die meisten Kinder und Jugendlichen werden nie Profis, wer dennoch Spass daran hat, hats kapiert.
So, ich möchte Ihnen keinesfalls die Frauen-Weltrangliste verheimlichen:
Ansonsten ist es schade, dass Hansa Rostock und RW Essen nicht aufgestiegen sind. Immerhin der SV Elversberg, knorke. Mit dem Saarland verbindet man Oskar oder den besten deutschen Tatort, das Runde eher nicht (ausser die Jägermeister-Werbung von Günter Mast beim 1. FC Saarbrücken). Pauli wird wahrscheinlich jahrelang nicht mehr gegen den HSV spielen, jedenfalls nicht in der selben Liga. Blöd. Der Abstieg des VfL Wolfsburg sollte zu denken geben. Der deutsche Fussball braucht kein Monsanto oder Vauvehs. Wären die jeweiligen Bundesregierungen nicht so korrupt, sie könnten das durchaus ändern. Alle quatschen von politischem Willen aber niemand hat den. Leere Worthülsen sind wie leere Schrotpatronen, Böllern für den Frieden. Je lauter desto kein Gegensprech. Klingt wie Gebrechen, ist es auch. Energie Cottbus hats gerockt, fein.
In Teuropa ist fussballerisch Sommerpause, jedenfalls fast. So steht etwa noch die Aufstiegsentscheidung in der 70. Mittelrheinliga an. Man kann nur hoffen, dass Bergisch Gladbach 09 es noch verreisst. Die kicken am Sonntag gegen die SpVgg. Porz. Mit einem Sieg sind sie Meister und steigen auf. Dahinter lauern der Siegburger SV 04 (tritt beim SSV Merten an) sowie SV Eintracht Hohkeppel (hat den Dreier bereits spiellos und ist – Stand: heute – virtueller Meister, wobei es aber nicht bleiben wird).
Meine ganze Familie (Friede ihrer Aschenhaufen) war Fan vom 1. FC (Köln). (Ich war auch ein grosser Fan von Erich Beer, auch wenn der Herthaner war. Mein Opa war begeistert von dem, ich auch.) Wolfgang Overath, Hannes Löhr, Bernd Cullmann, das sind auch in meinem Leben Legenden. Toni Schumacher ist für mich nach wie vor der beste Torhüter aller Zeiten (auch wenn er und der DFB die Höhenluft Mexikos nicht verstanden haben). Mein Vater wurde in Bonn geboren. Jahrgang 1942, ein Kind des Wunders von Bern (Sepp Herberger hatte 1954 gegen die Ungarn den selben Trick angewandt wie zwanzig Jahre später sein Adjutant Helmut Schön gegen die DDR – um die Niederlande und Brasilien und also das beinahe sichere Ausscheiden zu vermeiden). Am Auto (damals in der Regel ein Renault 16 mit Lenkradschaltung) klebte immer ein Kussmund für Bonn. Er schwärmte von Fritz Walter, von Toni Turek, auch von dem späteren 1860er (1966 Deutscher Meister) Radi Radenković (der freilich nie eine WM kickte). Seltsamerweise hat er offenbar Helmut Rahn nie erwähnt, jedenfalls erinnere ich das nicht. Dabei ist der Boss am selben Tag wie er, seine Mutter und ich geboren worden. Ich wurde in Siegburg geboren, meine Omma in Jägi-Town.
Ich bin vor dreissig Jahren mal bei den Siegburger Literaturwochen aufgetreten. Neben Grössen wie Ernesto Cardenal und Wolf Wondratschek. Im Hotel zappte ich in ein denkwürdiges Match der 1976er-EM in Jugoslawien. Es war nicht das Finale, in dem Uli seine Karriere ruinierte. Am nächsten Tag machte ich wieder rüber nach Köln. Beim auschecken wurde kassiert. Die Minibar hatte ich nicht angerührt, bin ja nicht blöd, das Telefon schon. So geht das mit Novizen. Der Bahnhof in Siegburg war in türkischer Hand.
In Köln traf ich Joachim Büthe in seinem Antiquariat. Er hatte mich bereits bei der Veranstaltung in Siegburg für den DLF interviewt aus Anlass der Erscheinung meines Geschichtenbuchs „Ist hier noch frei?“ im anarchistischen Berliner Karin Kramer Verlag. Nur bin ich bei dem Interview fast gestorben. Es ging mir sauschlecht, ich quatschte nur unzusammenhängenden Unsinn. Ich schob nen Affen. Immerhin, anschliessend auf der Bühne liefs. Scheinbar. Denn das, was nicht lief, bekam niemand mit. Es war ein schrecklicher Auftritt, er kam an. Nachdem wir das Interview noch mal gemacht hatten, schenkte Büthe mir eine seltene Ausgabe von „Acid“ und ein Buch von Jürgen Theobaldy (Sonntags Kino), ich war immer noch nicht fit, aber superfroh ob der Bücher, ich war Gott und pinkelte von Wolke 23 in den Menschenschnee, so wie einst Bukowski über Los Angeles ejakulierte, nur anders.
Als digitaler Nomade stehe ich dem schönen Nomadensportstudio vor. Kennt niemand, unwichtig. Gekränkt hat mich, das Saint-Etienne auswärts vor leerem Haus beim OGC Nizza untergegangen ist. Schon wieder Ligue 2, Mamma Mia. Auch der erneute Abstieg vom US Cremonese aus der Serie A hat mich hart getroffen. Dafür hat mich Como beswingt. Was gerade immer noch mit 1860 München geschieht, ist tragisch. Ich mag diesen Verein. Hoffentlich schaffen sie es kein Boavista Porto zu werden, diesen Verein liebe ich.Eine Blaupause von dem, was in der Welt geschieht.
Über André Dahlmeyer:
Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.
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WM, Unterklassen & das Familienlos
Nachdem Vizeweltmeister Frankreich in Nantes gegen die Elfenbeinküste verloren hat und Europameister Spanien in La Coruña gegen den Irak nur unentschiedelte, ist Weltmeister Argentinien rechtzeitig vor dem Beginn der Mission Titelverteidigung seit gestern wieder die Nummer 1 in der FIFA-Weltrangliste. Grosses Kino.
Dem nicht genug wird morgen mutmasslich Rädelsführer Nicolás Capaldo vom Hamburger SV gegen Honduras sein 1. Länderspiel für den Weltmeister bestreiten. Mir wäre es lieber am Dienstag gegen Island, aber vllt. läuft er ja doppelt auf. Ich vertraue darauf das er in den WM-Kader der Scaloneta nachnominiert wird. Amén.
Lieblich war auch die Heimschlappe der Niederlande in Rotterdam gegen Fussballschwergewicht Algerien (das beinahe den vierten deutschen Titel in Rio verhindert hätte). Nun ist Marokko im Ranking an den Flying Dutchmen vorbeigezogen. Sollte der argentinische Staff ernst nehmen. Der Weltmeister ist in der Todesgruppe der WM. Nicht wegen der Gruppe selbst, sondern was sie hervorbringen wird: 16tel-Finale gegen Spanien oder die Charrúas (Uruguay) von Don Marcelo Bielsa. Einfach schreibt sich anders. Man kann davon ausgehen, dass in den 16tel-Finals einige Hochkaräter (mindestens drei) auf der Strecke bleiben werden. Da habens die Italiener schlauer gemacht. 2006 wurden die Unterhosenmonster Weltmeister, 2010 (sieglos) und 2014 überstanden sie die Gruppenphase nicht und danach spielten sie nie wieder eine WM. Bis zum nächsten Bestechungs-/Sportwetten-/Korruptionsskandal. Danach (1982, 2006) werden sie immer Weltmeister, eine Art Vendetta. Zuvor (1934, 1938) kaufte Mussolini die Titel. Vllt. hat Gio Meloni ja einen kleinen Sparstrumpf unter der Matratze?
Es gibt viele Gründe Fussball-Business, Fifa und angebliche oder tatsächliche “Schurkenstaaten” zu kritisieren. Für meinen Geschmack ist das während einer WM obsolet, man kann das vier Jahre lang tun, es findet statt. Deshalb gleich einen Sport zu verteufeln macht keinen Sinn. Die meisten Kinder und Jugendlichen werden nie Profis, wer dennoch Spass daran hat, hats kapiert.
So, ich möchte Ihnen keinesfalls die Frauen-Weltrangliste verheimlichen:
Ansonsten ist es schade, dass Hansa Rostock und RW Essen nicht aufgestiegen sind. Immerhin der SV Elversberg, knorke. Mit dem Saarland verbindet man Oskar oder den besten deutschen Tatort, das Runde eher nicht (ausser die Jägermeister-Werbung von Günter Mast beim 1. FC Saarbrücken). Pauli wird wahrscheinlich jahrelang nicht mehr gegen den HSV spielen, jedenfalls nicht in der selben Liga. Blöd. Der Abstieg des VfL Wolfsburg sollte zu denken geben. Der deutsche Fussball braucht kein Monsanto oder Vauvehs. Wären die jeweiligen Bundesregierungen nicht so korrupt, sie könnten das durchaus ändern. Alle quatschen von politischem Willen aber niemand hat den. Leere Worthülsen sind wie leere Schrotpatronen, Böllern für den Frieden. Je lauter desto kein Gegensprech. Klingt wie Gebrechen, ist es auch. Energie Cottbus hats gerockt, fein.
In Teuropa ist fussballerisch Sommerpause, jedenfalls fast. So steht etwa noch die Aufstiegsentscheidung in der 70. Mittelrheinliga an. Man kann nur hoffen, dass Bergisch Gladbach 09 es noch verreisst. Die kicken am Sonntag gegen die SpVgg. Porz. Mit einem Sieg sind sie Meister und steigen auf. Dahinter lauern der Siegburger SV 04 (tritt beim SSV Merten an) sowie SV Eintracht Hohkeppel (hat den Dreier bereits spiellos und ist – Stand: heute – virtueller Meister, wobei es aber nicht bleiben wird).
Meine ganze Familie (Friede ihrer Aschenhaufen) war Fan vom 1. FC (Köln). (Ich war auch ein grosser Fan von Erich Beer, auch wenn der Herthaner war. Mein Opa war begeistert von dem, ich auch.) Wolfgang Overath, Hannes Löhr, Bernd Cullmann, das sind auch in meinem Leben Legenden. Toni Schumacher ist für mich nach wie vor der beste Torhüter aller Zeiten (auch wenn er und der DFB die Höhenluft Mexikos nicht verstanden haben). Mein Vater wurde in Bonn geboren. Jahrgang 1942, ein Kind des Wunders von Bern (Sepp Herberger hatte 1954 gegen die Ungarn den selben Trick angewandt wie zwanzig Jahre später sein Adjutant Helmut Schön gegen die DDR – um die Niederlande und Brasilien und also das beinahe sichere Ausscheiden zu vermeiden). Am Auto (damals in der Regel ein Renault 16 mit Lenkradschaltung) klebte immer ein Kussmund für Bonn. Er schwärmte von Fritz Walter, von Toni Turek, auch von dem späteren 1860er (1966 Deutscher Meister) Radi Radenković (der freilich nie eine WM kickte). Seltsamerweise hat er offenbar Helmut Rahn nie erwähnt, jedenfalls erinnere ich das nicht. Dabei ist der Boss am selben Tag wie er, seine Mutter und ich geboren worden. Ich wurde in Siegburg geboren, meine Omma in Jägi-Town.
Ich bin vor dreissig Jahren mal bei den Siegburger Literaturwochen aufgetreten. Neben Grössen wie Ernesto Cardenal und Wolf Wondratschek. Im Hotel zappte ich in ein denkwürdiges Match der 1976er-EM in Jugoslawien. Es war nicht das Finale, in dem Uli seine Karriere ruinierte. Am nächsten Tag machte ich wieder rüber nach Köln. Beim auschecken wurde kassiert. Die Minibar hatte ich nicht angerührt, bin ja nicht blöd, das Telefon schon. So geht das mit Novizen. Der Bahnhof in Siegburg war in türkischer Hand.
In Köln traf ich Joachim Büthe in seinem Antiquariat. Er hatte mich bereits bei der Veranstaltung in Siegburg für den DLF interviewt aus Anlass der Erscheinung meines Geschichtenbuchs „Ist hier noch frei?“ im anarchistischen Berliner Karin Kramer Verlag. Nur bin ich bei dem Interview fast gestorben. Es ging mir sauschlecht, ich quatschte nur unzusammenhängenden Unsinn. Ich schob nen Affen. Immerhin, anschliessend auf der Bühne liefs. Scheinbar. Denn das, was nicht lief, bekam niemand mit. Es war ein schrecklicher Auftritt, er kam an. Nachdem wir das Interview noch mal gemacht hatten, schenkte Büthe mir eine seltene Ausgabe von „Acid“ und ein Buch von Jürgen Theobaldy (Sonntags Kino), ich war immer noch nicht fit, aber superfroh ob der Bücher, ich war Gott und pinkelte von Wolke 23 in den Menschenschnee, so wie einst Bukowski über Los Angeles ejakulierte, nur anders.
Als digitaler Nomade stehe ich dem schönen Nomadensportstudio vor. Kennt niemand, unwichtig. Gekränkt hat mich, das Saint-Etienne auswärts vor leerem Haus beim OGC Nizza untergegangen ist. Schon wieder Ligue 2, Mamma Mia. Auch der erneute Abstieg vom US Cremonese aus der Serie A hat mich hart getroffen. Dafür hat mich Como beswingt. Was gerade immer noch mit 1860 München geschieht, ist tragisch. Ich mag diesen Verein. Hoffentlich schaffen sie es kein Boavista Porto zu werden, diesen Verein liebe ich.Eine Blaupause von dem, was in der Welt geschieht.
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HR3 "Inform" mit Martin Lauer von Samstag, 09.05.1998, Tag des ESC mit Guildo Horn.
#hr3 #martinlauer #inform #radio #radiosendung #radioshow #aircheck #radiomitschnitt #broadcaster #broadcasting #magazin #mai1998 #hessen #hessischerrundfunk #guildohorn #guildohateuchlieb #esc1998 #esc #eurovisionsongcontest #eurovision #birmingham #tobiasgeißner #italien #suditalia #italia #bundesliga #arndzeigler #franzbeckenbauer
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HR3 "Inform" mit Martin Lauer von Samstag, 09.05.1998, Tag des ESC mit Guildo Horn.
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HR3 "Inform" mit Martin Lauer von Samstag, 09.05.1998, Tag des ESC mit Guildo Horn.
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HR3 "Inform" mit Martin Lauer von Samstag, 09.05.1998, Tag des ESC mit Guildo Horn.
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https://www.europesays.com/at/68918/ Erster Mensch in Europa an Vogelgrippe-Virus H9N2 erkrankt #EU #Europa #Europe #geflügel #geflügelhaltung #Italien #Landwirtschaft #Vogelgrippe
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Mit wenigen Klicks von Stockholm nach Mailand
Vier Zeichnungskonvolute aus Architektennachlässen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Albrecht Haupt sind nun online: Es ist immer wieder überraschend, welche ungeahnt bedeutsamen historischen Schätze in den Sondersammlungen der TIB schlummern.
Im Zuge des von der DFG seit 2019 geförderten Projekts GESAH/GESAH+ zur Digitalisierung und Erschließung der in der TIB aufbewahrten Sammlung des Architekten und Bauhistorikers Albrecht Haupt (1852-1932) konnte nun in Kooperation mit der Abteilung für Bau- und Stadtbaugeschichte am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der Leibniz Universität Hannover (Prof. Dr. Markus Jager) die Erschließung einiger größerer Teilbestände von Zeichnungskonvoluten und Sammelbänden abgeschlossen werden. Sie sind im Portal der Sammlung TIB SAH digital näher zu entdecken und geben unterschiedlichste Einblicke in die Architektur- und Kulturgeschichte des „langen“ 19. Jahrhunderts.
Architekturzeichnungen aus dem Norden: Die Werkmappe Carl Fredrik Sundvalls
Den Auftakt der Erschließungsarbeiten bildete die Werkmappe des schwedischen Architekten Carl Fredrick Sundvall (1754-1831). Das bis dato als zeichnerischer Werknachlass eines unbekannten schwedischen Architekten geltende Konvolut konnte eindeutig Sundvall zugeschrieben werden. Mit dieser Zuweisung gelang die Zuordnung der auf siebzig kleinformatigen Blättern gezeichneten Entwürfe zu knapp 30 Projekten auf dem Gebiet des damaligen Königreichs Schweden – vom Herrenhaus und Wirtschaftsgebäude über Garten- und Grabdenkmäler bis hin zu Kirchen und Kirchenausstattungen – und ihre Einordnung in den Kontext der schwedischen Architekturgeschichte zwischen etwa 1790 und 1830.
Die Ergebnisse konnten inzwischen publiziert werden und offenbaren die Bedeutung des Hannoveraner Konvoluts als neue Quelle zum Werk und der Wirkung Sundvalls als bedeutendem Vertreter des skandinavischen Klassizismus (siehe: Simon Paulus, Die Werkmappe des Architekten Carl Fredrik Sundvall (1754-1831) in der Hannoveraner Sammlung Albrecht Haupt. Ein neuer Einblick in die schwedische Architekturgeschichte um 1800, in: INSITU 2/2025, S. 211-223).
Carl Fredrik Sundvall, Entwurf für die Domkirche in Härnosand, um 1800, lavierte Federzeichnung, TIB Hannover, Slg. A. Haupt, inv. XXIVb (5): 8 (https://sah.tib.eu/individual/n16905)Architekturstudien aus Italien: Die Reiseskizzen Alexander von Tritschlers und Carl Luckows
Neben dem „Portefeuille“ Sundvalls standen zwei weitere Konvolute aus dem Nachlass von Architekten im Fokus der Erschließungsarbeiten: Zum einen zwei zusammengebundene, insgesamt 79 Blätter umfassende Reiseskizzenhefte des als Architekt und Hochschullehrer am Stuttgarter Polytechnikum wirkenden Alexander von Tritschler (1828-1907), entstanden während eines Italienaufenthalts im Zeitraum 1856-1857 (Sign. gr 2 Haupt 1605, gr 2 Haupt 4085); zum anderen der 96 Blätter umfassende zeichnerische Nachlass des mecklenburgischen Landbaumeisters Carl Luckow (1828-1885) mit Bauaufnahmen und Reiseskizzen aus seiner frühen Ausbildungszeit um 1848 (Sign. gr 2 Haupt 1506-1518), die ebenfalls größtenteils in Italien entstanden sind. Besonders im Vergleich mit Haupts eigenen Reiseskizzen, die nach und nach im Portal auch mit Digitalisaten zugänglich gemacht werden, bieten Luckows und Tritschlers zeichnerische Reisedokumentationen vielfältige Ansätze zur Erforschung jener Einflüsse und Formen der Rezeption, die über das Reisestudium auf Entwurfs- und Stilfragen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland einwirkten.
Alexander von Tritschler, Grabdenkmal des Calventius Quietus in Pompeji, 1857, Aquarell, TIB Hannover, Slg. A. Haupt, inv. gr 2 Haupt 1605: 18r (https://sah.tib.eu/individual/71842c10b9f14f46a5cdb677aa115058)Carl Luckow, Gewölbemalerei im Dom San Martino in Lucca, 1848, Aquarell, TIB Hannover, Slg. A. Haupt, inv. gr 2 Haupt 1507: 3 (https://sah.tib.eu/individual/3f2e375b7b524e13af96a5a52571047a)Architekturvermarktung um 1850: Ein Blick in die Mailänder Werkstatt der Gebrüder Bramati
Ein weiteres Konvolut, das zeitgleich zu den von Tritschler und Luckow in Italien angefertigten Reiseskizzen entstanden ist, gewährt einen aufschlussreichen Einblick in die Werkstatt der Mailänder Künstlerfamilie Bramati, die vor allem durch ihre Druckgrafikserien zum Mailänder Dom und zu lombardischen Denkmälern oder mit Stadtveduten bekannt geworden sind. Tatsächlich beinhaltet das bisher als „Zeichnerischer Nachlass des Malers Giuseppe Bramati“ (gr 2 Haupt 1505) betitelte Konvolut mit Darstellungen von Architektur und Kirchenausstattung weitaus mehr als nur Zeichnungen dieses einen, 1795 geborenen und 1871 verstorbenen Künstlers. Nur fünf Zeichnungen sind mit seinem Namen versehen.
Von den insgesamt 56 Blättern – zwei Blätter gerieten später irrtümlich in die Mappe – sind fünf weitere mit dem Namen seines Bruders Antonio Bramati (1799-1875) bezeichnet. Die weitaus meisten Zeichnungen sind jedoch den Brüdern, zu denen auch noch Luigi Bramati (1801-1860) hinzuzuzählen ist, jeweils nicht eindeutig zuzuordnen. Viele der Blätter zeigen Spuren der gemeinschaftlichen Werkprozesse und Arbeitsteilungen, indem zum Beispiel in die zuerst mit roter Feder angefertigten Perspektivkonstruktionen der Raumarchitektur nachträglich Figuren und Figurengruppen mit Graphitstift und schwarzer Feder eingefügt und variiert wurden. Hervorzuheben sind besonders die detaillierten Aufrisszeichnungen zur Ausstattung des Mailänders Doms und zu den neugotischen Planungen seiner Hauptfassade und Turmabschlüsse. Sie dienten als Vorlagen für die Mitte des 19. Jahrhunderts als Beiträge zur Diskussion um die Fertigstellung des Mailänder Doms publizierten Druckgrafiken. Damit bietet dieses Konvolut als Zeugnis der medialen Vermarktung italienischer Architektur und der zeitgenössischen inländischen Architektur- und Stildebatte ein reizvolles Pendant zu den Zeichnungen Luckows und Tritschlers.
Giuseppe und Antonio Bramati, Kapelle San Crocifisso in San Marco in Mailand, Mitte 19. Jh., Graphitstift und Feder in rot und schwarz, inv. gr 2 Haupt 1505 (1): 15r (https://sah.tib.eu/individual/ab2aa1c28f5b4af9893c60d628d050aa)Die Besonderheit der nun erschlossenen Bestände liegt nicht allein in der jeweiligen inhaltlichen Bandbreite, die diese vier im Verlauf des 19. Jahrhunderts entstandenen Konvolute in ihrem unterschiedlichen Entstehungskontext abdecken. Dem künstlerisch wie didaktisch motivierten Interesse ihres Sammlers Haupt geschuldet erweisen sie sich in der Gesamtschau als unerschöpfliches Studienmaterial, das alle Bereiche der Architektur vom konkreten Bauprojekt und seiner Ausstattung über die Baudokumentation bis hin zur Architekturvedute umfasst. Mit ihrem Erhalt und ihrer Erschließung stehen sie nun als unikale Zeugnisse europäischer Kulturgeschichte der interessierten Öffentlichkeit und der Fachwelt gleichermaßen zur Verfügung.
Antonio Bramati, Schnitt durch den Vierungsturm des Mailänder Doms, Mitte 19. Jh., Feder und Graphitstift, inv. gr 2 Haupt 1505 (2): 58 (https://sah.tib.eu/individual/e977acb1e5df40b3ae294344a0356f22)#SammlungHaupt #Architektur #DFGProjekt #Zeichnung #Architekturgeschichte #Italien #LizenzCCBY40INT #Schweden
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Retrospektive zum Werk des Künstlers Karl Peter Muller aka KPM – Jockgrim
Vor 25 Jahren starb der Künstler Karl Peter Muller, im November würde er 90 werden. Das Zehnthaus Jockgrim…
#Karlsruhe #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Baden-Württemberg #Frankreich #Germany #Italien #Jockgrim #KnutMaurer #KPM #lokal #Mannheim-Käfertal #München #PeterMüller #Retrospektive #Spanien #XaverFuhr
https://www.europesays.com/de/415399/ -
ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
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ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
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ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
-
ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
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ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
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Für die #Ahnenforschung wohl nur bedingt #interessant . #Foto vom #Besuch der #Kapuzinergruft #Krypta #Santamaria #Immacolata #Via #Venata in #Rom #Italien: #Sterberegister von 1608-1732 für #verstorbene #Kapuziner-#Brüder .
Die Anzahl der #Nachkommen der #Personen ist vermutlich eher gering.