#benjaminnetanjahu — Public Fediverse posts
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Trump: Suhteeni Netanjahuun on hyvä Gaza-erimielisyyksistä huolimatta
Netanjahun viimeaikaisten ulostulojen on epäilty lyövän kiilaa valtionjohtajien välille.
#Kansainvälinenpolitiikka #Israel #Donaldtrump #Benjaminnetanjahu #Gazansota #Lähiitä #Ulkomaat
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#ShimonStein: »Wir verdrängen, was auf uns zukommt« | #DIEZEIT #israel #palestina #benjaminNetanjahu
https://www.zeit.de/2026/27/shimon-stein-israel-netanjahu-trump-iran-deal -
Jornalisten fragen, Schwerdtfegr antwortet
Der Neue Zürcher Zeitdung fragt:
Netanyahu ignoriert mit dem Gegenangriff auf Iran den Willen Trumps. Warum hat er das getan?
Schwerdtfegr antwortet: vielleicht wegen der lustigen kraftausdrücke des US-präsidenten neulich am telefon…
#BenjaminNetanjahu #Iran #Israel #Krieg #Link #NZZ #USA -
Wenn ich doch nur drüber lachen könnte!
Achtung, das ist mehr so eine gerüchterstattung… aber dass bei Donald Trump nach seinem gemeinsam mit israel vorgetragenen kriegsversuch gegen den iran der eine oder andere nerv offenliegen könnte, kann ich mir lebhaft vorstellen. Das leben in den USA ist richtig teuer geworden. Den scheißkrieg findet auch niemand so richtig geil. Wenn dem werten herrn präsidenten und FIFA-friedenspreisträger doch nur vorher jemand erzählt hätte, dass der nahe osten einfach nur die klapsmühle der erde ist! Und zwar schon seit jahrtausenden. Deshalb kommt da auch so viel gewaltgeile klapsmühlen-religjon her.
Aus der scheiße kommt der werte herr präsident Donald Trump genau so wenig raus, wie Wladimir Putin aus dem massaker in der ukraine wieder rauskommt.
#BenjaminNetanjahu #DonaldTrump #Iran #Israel #Krieg #Libanon #Link #tachlesCh -
Netanjahu hat die Militär-Kontrolle von 70 Prozent des Gazastreifens angeordnet. Und: In der JVA Augsburg sollen Wärter Gefangene aus Spaß gedemütigt haben.#Nahost #Gaza-Steifen #BenjaminNetanjahu #Israel #Krieg #Nahost-Konflikt #JVAAugsburg-Gablingen
Gelbe Linie egal - Israel besetzt Gaza immer weiter -
Die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ist noch brüchig. Israels Premier Netanjahu zieht eine erste Bilanz der Angriffe. Teheran verfüge über keine funktionierende Urananreicherungsanlage mehr. Die Raketenlager seien stark dezimiert.#Politik #Israel #Iran-Krieg #BenjaminNetanjahu #Libanon #IranischesAtomprogramm #Iran #Iran-Konflikt
"Keine Urananreicherung mehr": Netanjahu: Irans Atom- und Raketenprogramm ist zerstört -
Das mit Moskau verbündete Mullah-Regime überlebt - doch Grund zum Feiern hat Russland nicht, sagt Osteuropa-Experte Friedman. Die Propaganda feiert den Iran als Sieger, schont die USA - und schießt mit antisemitischen Verschwörungsmythen auf Israel.#Politik #Israel #Russland #BenjaminNetanjahu #DonaldTrump #AdolfHitler #Iran #Antisemitismus #Nahost-Konflikt #Propaganda #WladimirPutin
Experte zu Iran-Waffenruhe: "Mit der Darstellung Israels als Nazi-Staat schlägt Russland gleich drei Fliegen" -
Die Waffenruhe im Iran-Krieg ist vorerst auf zwei Wochen begrenzt. Geht es nach Israels Premier Netanjahu soll der Kampf gegen die Islamische Republik weitergehen. Ob diplomatisch oder auf dem Schlachtfeld - Israel werde seine Ziele erreichen, sagt er und droht: Der Finger bleibe "am Abzug".#Politik #Israel #Hisbollah #BenjaminNetanjahu #DonaldTrump #Libanon #Iran #Pakistan
Waffenruhe kein Kriegsende: Netanjahu: Israel hat im Iran "noch Ziele zu erreichen" -
Ist nach wenigen Stunden gleich schon wieder alles vorbei? Am Tag nach der Verkündung einer Waffenruhe im Iran-Krieg häufen sich die Bericht über gegenseitigen Beschuss in der Region. Das israelische Vorgehen im Libanon stößt in Teheran auf Unverständnis.#Politik #Israel #Iran-Krieg #Hisbollah #BenjaminNetanjahu #DonaldTrump #Waffenruhe #Iran
Iran macht Druck auf USA: Waffenruhe-Vereinbarung steht schon auf der Kippe -
Kurz vor dem Ablauf des Ultimatums von Donald Trump haben sich die USA und der Iran auf eine Waffenruhe geeinigt. Wie verlässlich ist die Vereinbarung?#Iran #USA #Israel #Iran-Konflikt #Waffenruhe #Feuerpause #DonaldTrump #BenjaminNetanjahu #Pakistan
Zweiwöchige Waffenruhe im Iran - Vereinbarung mit vielen Fragezeichen -
Die Regierung unter #BenjaminNetanjahu in #Israel ist rassistisch und extremistisch!
Und nein, man ist kein Antisemit wenn man es verurteilt. -
Israels Armee marschiert in den Libanon ein und vertreibt die Menschen zu Hunderttausenden. Nun wird Verteidigungsminister Katz noch drastischer: Er will die Häuser in Dörfern an der Grenze zerstören, wie es die Truppen schon im Gazastreifen getan haben.#Politik #Israel #Hisbollah #Libanon #BenjaminNetanjahu #Iran #KriegeundKonflikte
Israels Armee will "Pufferzone": Katz will Grenzdörfer im Libanon "nach Vorbild des Gazastreifens" zerstören -
Spaniens Premier Sánchez wirft den Befürwortern des Kriegs gegen den Iran vor, eine "absolute Katastrophe" heraufbeschworen zu haben. Israel verursache im Libanon Zerstörung und Leid - doch nicht nur den israelischen Regierungschef hält Sánchez für radikal.#Politik #Israel #BenjaminNetanjahu #Libanon #USA #Gazastreifen #Iran #KriegeundKonflikte #Spanien
"Gleiches Leid wie in Gaza": Sanchez kritisiert Netanjahu und Führung in Teheran -
Donald Trump vertagt kurz vor Ablauf eines gestellten Ultimatums Pläne für US-Angriffe auf iranische Kraftwerke. Der US-Präsident sieht in neuen Verhandlungen mit Teheran "wesentliche Übereinstimmungen". Israel will dennoch weiter Ziele im Iran und im Libanon ins Visier nehmen.#Politik #Israel #DonaldTrump #BenjaminNetanjahu #IranischesAtomprogramm #USA #Iran #KriegeundKonflikte
Israel will weiter angreifen: Netanjahu äußert sich zu möglichem Abkommen mit Iran -
Donald Trump hat den Iran angegriffen und mit inkompetenter Kriegsführung seines “Kriegsministers” Hegseth versucht, aus der Luft einen Systemwechsel im Iran herbeizubomben. Im Iran stützt sich das Mullah-Regime auf etwa 1 Million Männer – 200.000 fanatische Elitekrieger der Revolutionsgarden, die ökonomisch existenziell mit dem Regime verflochten sind, etwa 200.000 weitere Freischärler und 600.000 reguläre Soldaten des Militärs. Das Regime hat sich gesellschaftlich tief eingegraben und ist darauf vorbereitet, jeden getöteten Repräsentanten des Regimes schnell zu ersetzen. Und es führt einen strategisch lang überlegten und geplanten Wirtschaftskrieg gegen nahezu die gesamte Menschheit. Zwei von ihrer eigenen Hybris getriebene Selbstüberschätzer namens Donald Trump und Benjamin Netanjahu wurden von ihrer Egos dazu verleitet, einen Krieg zu beginnen, der in einen Flächenbrand münden könnte.
Dieser Krieg ist und bleibt völkerrechtswidrig, auch wenn die Morde des Regimes an zehntausenden eigenen Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls eine brutale Verletzung des Völkerrechts sind. Aber um einzugreifen, hätte es eines Beschlusses des UN-Sicherheitsrats bedurft, Auch wenn diesen Beschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit Putin und Xi durch ein Veto verhindert hätten, wäre es nicht wie jetzt ein massiver Schlag gegen jedes internationale Recht gewesen. Als Ignorant von Recht und Gesetz jedoch behauptet Trump einfach, dass er doch gar keine andere Alternativen hahabt hätte und tritt die Wirkung des Völkerrechts und die UNO wie die Demokratie in die Tonne.
Einzig erfolgreiche Regimewechsel: 2. Weltkrieg und Bosnien/Herzegowina
Das fast 50 Jahre lang einzige Beispiel für einen erfolgreichen Systemwechsel durch Krieg war der 2. Weltkrieg, mit dem von einer systemübergreifenden Allianz beendeten Kriegsterror Nazi-Deutschlands und Japans ein Regimewechsel zur Demokratie von außen durchgesetzt wurde. Dieser Krieg kostete 60 Millionen Tote und führte zur Gründung der UNO, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und begründete die heutige internationale Ordnung und gewisse gemeinsame Mindeststandards von Zivilisation. Bosnien/Herzegowina ist ein positives Beispiel, wo das Völkerrecht mit großen Anstrengungen durchgesetzt, Kriegsverbrecher vor den internationalen Gerichtshof gestellt wurden und heute Versöhnung und demokratische Verfassung herrschen. Der Irak-Krieg und seine Folgen erwies sich als ebensolches Desaster, wie Afghanistan, Libyen und möglicherweise auch Syrien, wo sich die IS-Nachfolger mit Unterstützung von Erdogans Türkei ein freundliches Gesicht aufgesetzt haben, aber weiterhin die Kurden und Drusen verfolgen.
Gibt es eine gemeinsame Strategie der USA und Israels?
Offensichtlich ist es so, dass Israel eine Strategie des Regime Change im Iran betreibt, Donald Trump jedoch dieses Ziel gar nicht teilt. Wie anders ist der Aufruf der US-Regierung an die Revolutionsgarden zu verstehen, dass ihnen, den systematischen Mördern und Folterern, Menschenrechtsverletzern und Frauenunterdrückern von Trump Amnestie, Freiheit von Verfolgung und Verurteilung ihrer systematischen Verbrechen versprochen wird. Das ist ein nachträglicher Schlag ins Gesicht für Roosevelt und die Alliierten durch Trump. Hätten sie so gehandelt, hätte es in Deutschland weder Nürnberger Prozesse, noch eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und in Japan keine Demilitarisierung gegeben. Ganz abgesehen davon, dass eine solche weiter in ihren Strukturen nicht veränderte Macht des Regimes auch für Israel keine Sicherheit auf Dauer bedeuten würde.
Brüder im Ungeist auf beiden Seiten
Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Trumps Ansammlung von Machos und Autoritaristen, die einem ganz ähnlichen Denken über Frauenrolle, Gewalt und Folter, Recht und Gerechtigkeit anhängen, wie das iranische Mullah-Regime, solch ein Angebot macht. Hinzu kommt, dass Trump und seine Komplizen im Amt dabei öffentlich angebliches “Christentum” heucheln, ähnlich, wie die iranischen Menschenschinder schamlos den Islam für ihre Zwecke instrumentalisieren. Es liegt nache, dass Trump überhaupt kein Problem darin sähe, wenn – wie in Venezuela – eine seinen Interessen willige Person oder Gruppe den iranischen Machtapparat übernähme und in den Dienst der USA und der Ölkonzerne stellte.
Das US-Wahlrecht wird eingeschränkt
Der MAGA-Clique an den Hebeln der Macht in Washington ist nun im Kriegsverlauf offensichtlich klar geworden, dass steigende Ölpreise, steigende Düngemittelpreise, die vor allem afrikanische Staaten bedrohen werden, steigende Inflation und damit Zinsen eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft sind, und die Machtphantasien Trumps und seiner Handlanger bei den Midterm-Wahlen der USA im November ihre Träume zum Platzen bringen lassen könnten. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen, nach Meinung mancher pessimistischer Analysten sogar so gut wie sicher, dass diese “Midterms” keine freien Wahlen mehr sein werden. Laut “Spiegel” liegt bereits ein Paket von Gesetzesänderungen bzw. Dekreten auf dem Schreibtisch Donald Trumps, mit dem die Briefwahl praktisch abgeschafft, die Zahl der Wahllokale drastisch reduziert und die Stimmabgabe an Reisepässe – ein Dokument, das in den USA nur ein geringer Teil der Bevölkerung überhaupt besitzt – gebunden und in trump-freundlichen Staaten weitere Wahlkreise zugunsten der Republikaner zugeschnitten werden sollen.
Israel verfolgt den ultimativen Systemwechsel
Benjamin Netanjahu dagegen hat offensichtlich von langer Hand vorbereitet mit dem Krieg einen Plan verfolgt, im Iran einen Systemwechsel durchzusetzen und gleichzeitig die blutigen Hilfstruppen des Iran, Hamas, Hisbollah und die Huthis sowie möglicherweise noch die schiitischen Milizen im Irak, die bisher nicht angegriffen wurden, zu zerschlagen, um die seit 47 Jahren verfolgte Strategie des schiitischen Terrorismus zur Vernichtung Israels zu beenden. Er zumindest verfolgt bei seiner mörderischen Strategie das Ziel, die Würdenträger und Köpfe des Regimes zu vernichten. Und damit glaubt er, auch die in diesen Köpfen existierenden Ideologien ausrotten zu können. Dass er stattdessen den Hass, den die Ideologen der iranischen Schiiten verbreiten und den die sunnitischen Nachbarn in geringerem Umfang teilen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt schürt und vertieft, scheint ihm dabei nicht in den Sinn zu kommen. Dabei waren der Mossad und die israelische Außenpolitik früher einmal wesentlich klüger. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit der israelischen Botschaft Ende der 80er Jahre in der Universität Bonn, als der Gesandte auf die Frage, warum der Mossad z.B. den Chef der Al Fatah Jassir Arafat oder Dr. Habasch, Kopf der palästinensischen Befreiungsfront, nicht umbringe, dass man das grundsätzlich nicht tue, weil man dadurch ja das Denken der Organisation nicht ändere und nur noch mehr Haß ernte. Netanjahus Strategie, wenn er überhaupt eine hat, ist also so sinn- wie aussichtslos. Dass Militär und Geheimdienst dies allerdings so mittragen, lässt auch tief blicken, was die innere Verfasstheit des heutigen Israel anbelangt.
Straße von Hormus beschützen?
Nun hat sich Trump vergangene Woche an die westlichen und arabischen Verbündeten gewandt, gemeinsam mit militärischen Mitteln die Straße von Hormus zu sichern bzw. sich an der an der militärischen Sicherung zu beteiligen. Der Bundeskanzler hat diesem Ansinnen eine klare Absage erteilt, ebenso wie die Außenbeauftragte der EU. Wie lange aber wird dies angesichts der Rolle, die die USA im Ukrainekrieg als Waffenproduzent und -Lieferant spielt, strategisch durchzuhalten sein? Trump wird, das ist absehbar, die Ukraine als Geisel benutzen, um Europa zu Zugeständnissen zu erpressen. Sein Schritt, Russland von den Ölsanktionen auszunehmen, ist bereits ein erster Schritt hierzu, den sein Bruder im Geiste, Wladimir Putin gebührend gefeiert hat. Geht in einigen Wochen die Weltwirtschaft aufgrund der Folgen eines eskalierenden Konflikts erst auf dem Zahnfleisch, wird die Erpressbarkeit Europas immer größer, es sei denn, es gelänge, durch völlig neue Rüstungsansstrengungen für preiswerte Anti-Drohnenwaffen den Ausfall der US-Patriot- und anderer -Abwehrsysteme zu kompensieren. Auf Kosten der Ausgaben für Sozialsysteme und einer steigenden Inflation, versteht sich.
Innepolitische Eskalationsgefahren in Europa
Es ist bei der derzeitigen Eskalationsgeschwindigkeit des Krieges micht auszuschließen, dass Europa schon mitten in diesem Krieg steckt. Wir haben es – außer an der Tanksäule und im Heizungskeller – nur noch nicht gemerkt. Die Aktivitäten des antidemokratischen Trump-Clans und seiner Unterstützer unter den Tech-Oligarchen werden anhalten. Musk, Bezos und Zuckerberg stellen ihre asozialen Plattformen schon heute für massenhafte Verbreitung der Lügen von Antidemokraten wie der AfD, des Front National zur Verfügung. Rubio, Vance und Hegseth unterstützen offen Viktor Orban und Vicos Blockade des 90 Milliarden-Kredits für die Ukraine. Und Putins Trolle im Internet betätigen sich als Befeuerer von Legenden und systematischer Desorientierung politischer Debatten. Zudem zeigt sich erschreckend und alarmierend, wie weit bereits die organisierte Zusammenarbeit von EVP als größter demokratischer Fraktion im EU-Parlament mit den organisierten Rechtsextremisten, zu denen auch die AfD gehört, gediehen ist. Die von CSU-Mann Müller eingeräumte Chatgruppe ist nur die Spitze des Eisberges. Gleichzeitig betreibt die EVP mit dem “Omnibus-Gesetz” die Aushöhlung der Bürgerrechte, insbesondere des Datenschutzes zugunsten der US-Tech-Konzerne. Und tut genau das Gegenteil dessen, was Kanzler und CDU/CSU in Deutschland verbal fordern, nämlich Resilienz gegen die US-Tech-Oligarchen.
Trumps 48 Stunden-Ultimatum eskaliert unnötig
Donald Trump hat gestern Nacht die nächste Eskalation im Irankrieg gezündet, indem er drohte, die Förderanlagen des Iran zu bombardieren, wenn diese nicht innerhalb von zwei Tagen die Straße von Hormus freigeben. Ob er sich und anderen damit einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich. Politische Erfahrung sagt zum einen, dass Ultimaten dazu da sind, sie verstreichen zu lassen, weil sie den Drohenden selbst in Zugzwang bringen. Zum anderen haben doch die iranischen Islamisten bereits angekündigt, in diesem Fall die Ölfelder der arabischen Nachbarn angreifen zu wollen. Trumps inkompetenter Clan ist unfähig zu erkennen, dass der Iran nur einen Vorwand sucht, diesen Schritt der Eskalation zu gehen und den USA in der islamischen Welt den Schwarzen Peter der Schuld an der Eskalation zuzuschieben. Das Heft des Handelns liegt dadurch wieder in der Hand des Terrorregimes in Teheran. Entweder man entscheidet sich, wie schon früher, für eine kleine Variante des “weiter so” und gibt scheinbar klein bei, lässt ein paar Schiffe durch und erreicht dadurch Verhandlungen, die sich hinziehen können und gewinnt dadurch Zeit. Ober man lässt es auf iranischer Seite auf eine ohnehin gewollte Eskalation ankommen. Das Regime im Iran hat nichts zu verlieren und kann diesen Krieg mit seiner Million Menschen unter Waffen noch lange weiterführen.
Trumps und Netanjahus völlige Fehleinschätzung der Lage
Der Iran hat genug Militär, die Kurden zu überfallen, den Irak mit Hilfe der schiitischen Milizen und Teilen der Regierung zu destabilisieren, die Kurden und andere Minderheiten zu schikanieren, ja sogar den USA Bedingungen für Verhandlungen zu stellen, weil sich die USA und ihre Verbündeten, was völlig offensichtlich ist, nicht mit Bodentruppen in einen langen Krieg mit dem Mullah-Regime mit offenem Ausgang begeben wollen. Israel wiederum hat das Interesse, den Krieg zu eskalieren, um seine Angriffe auf die Hisbollah, Hamas, Huthi und auf Syrien so lange wie möglich fortzusetzen – jedenfalls solange sie sich dabei auf die Solidarität der USA stützen können. Die wiederum könnte schnell brüchig werden, wenn Trump seine Chancen bei den Wahlen schwinden sieht.
Für Europa außenpolitisch brandgefährlich
Zwar hat Merz ebenso wie Starmer und Macron dem Hilferuf Trumps vorerst eine Absage erteilt. Aber dieser spielt schon die beleidigte Leberwurst und wird – in völliger Verkennung von Artikel 5 NATO-Vertrag – in absehbarer näherer Zukunft die Verbündeten mit dem Ukraine-Konflikt erpressen. Die destabilisierende Wirkung, die dieser Krieg auch auf die Länder Afrikas, Südamerikas und in Fernost ökonomisch haben wird, und heute bereits hat, ist nicht absehbar. Die beruhigenden Worte von Merz, das dies “nicht unser Krieg sei” könnten sich schnell als zu kurz gesprungen erweisen. Was, wenn die Lage im Nahen Osten eskaliert und die USA sich doch zu einer Intervention mit Bodentruppenm entschließen und China dadurch die Gelegenheit gekommen sieht, ihre Ambitionen gegenüber Taiwan in scheinbarer Gunst der Stunde umzusetzen? Die Unfähigkeit der Trumpisten, die politischen Handlungen und insbesondere den Krieg von Ende her zu denken, könnte bestenfalls ihm das Genick brechen, schlimmstenfalls einen dritten Weltkrieg entfachen. Seit der Kuba-Blockade 1962 schlittert der hochgerüstete Planet wegen der Hybris autokratisch handelnder Politiker in seine bislang gefährlichste Krise.
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Der Angriff auf die Insel Diego Garcia zeigt: Irans Raketen können Ziele in Tausenden Kilometern Entfernung erreichen. Teheran könne "tief nach Europa vordringen", warnt Israels Premier Netanjahu und fordert weitere Staaten zum Kriegseintritt auf. Berlin hält sich bisher zurück.#Politik #Israel #BenjaminNetanjahu #USA #Iran #Nahost-Konflikt #Iran-Konflikt
Warnung vor Angriffen auf Europa: Netanjahu drängt weitere Länder in den Krieg gegen Iran -
Wann ist der Krieg gegen den Iran vorbei? Welche militärischen Ziele stehen im Fokus? Warum wurde das Land überhaupt angegriffen? Die Verbündeten Trump und Netanjahu senden völlig gegensätzliche Signale.#Politik #Israel #DonaldTrump #BenjaminNetanjahu #USA #Iran
Wie endet der Iran-Krieg?: USA und Israel - Waffenbrüder im ständigen Widerspruch -
Die meisten iranischen Angriffe auf Israel werden von der Luftabwehr des Landes vereitelt. Diesmal kommen Raketen durch und richten verheerende Schäden an. Bei Einschlägen in Häusern gibt es mehr als 100 Verletzte. In der Nähe liegt eine Atomanlage.#Politik #Israel #BenjaminNetanjahu #Iran #Israel-Krieg #Iran-Konflikt
Luftabwehr stoppt Raketen nicht: Zahlreiche Verletzte bei Angriffen nahe israelischer Atomanlage -
Als das israelische Militär wichtige Gasanlagen im Iran attackiert, distanziert sich US-Präsident Trump von dem Angriff. Der Vorfall steht beispielhaft für die unterschiedlichen Ziele der USA und Israels in dem Krieg. Laut einem Insider in Washington ist Netanjahu im Iran auf Zerstörung aus.#Politik #Israel #DonaldTrump #BenjaminNetanjahu #USA #KriegeundKonflikte #Iran
Was ist der Plan für den Iran?: Bericht: Kluft zwischen Israel und USA über Kriegsziele vertieft sich -
Nach rund drei Wochen Krieg sieht Netanjahu die iranische Führung stark geschwächt. Für den angestrebten Regimewechsel müsse Israel jedoch noch einen Schritt weitergehen, sagt der Regierungschef. Wie genau eine mögliche Bodenoffensive aussehen könnte, lässt er gezielt offen.#Politik #Israel #BenjaminNetanjahu #DonaldTrump #Iran #KriegeundKonflikte #LNG-Terminal #Saudi-Arabien
Regierungschef bleibt vage: Netanjahu: Muss auch "Bodenkomponente" im Iran geben -
Israel greift das größte Gasfeld der Welt an, um dem Iran zu schaden. Die USA wissen nach Aussage von Präsident Trump nichts davon. Das entspricht Berichten zufolge aber nicht der Wahrheit. Stattdessen hätten sich Washington und Jerusalem vorher abgestimmt.#Politik #Israel #Gas #DonaldTrump #BenjaminNetanjahu #USA #Iran
USA wussten angeblich von nichts: Berichte widerlegen Trumps Behauptung zu "South Pars"-Angriff -
Die israelische Regierung setzt im Iran weiterhin darauf, das Regime zu stürzen. Wahrscheinlich ist das nicht, auch wenn die bisherige Führung stark dezimiert ist. Momentan gebe es kaum Hinweise, dass dieses Regime geschwächt ist, sagt ein Experte. "Allein das ist für das Regime ein großer Erfolg."#Politik #Israel #DonaldTrump #BenjaminNetanjahu #USA #Iran #IslamischeRevolutionsgarde #AjatollahAliChamenei
Im Iran tötet Israel einen Regime-Vertreter nach dem anderen - aber mit welchem Ziel? -
Nahostexperte zu Iran - "Israel ist an einem Regimewechsel weiterhin interessiert"
Zu Beginn des Iran-Krieges waren die Ziele von Israel und den USA deckungsgleich, sagt Nahostexperte Fuchs. Was hat sich verändert?#ISRAEL #BenjaminNetanjahu #Hisbollah #Libanon #KriegimIran
Die Angriffe Israels auf den Iran zielen nach wie vor auf einen Regimewechsel -
Nahostexperte - Israel geht es im Libanon um mehr als die Zerstörung der Hisbollah
Nahostexperte Gerlach glaubt nicht, dass die Militäroperation Israels im Libanon mit der Zerstörung der Hisbollah beendet sein wird.#KrieginNahost #Irankrieg #Hisbollah #Libanon #ISRAEL #DonaldTrump #BenjaminNetanjahu
Israels Bodenoffensive im Libanon wird mit der Zerstörung der Hisbollah nicht enden -
Die israelische Regierung hat ein Problem: Ihr wichtigstes Kriegsziel ist kaum überprüfbar. Auch deshalb strebt Israel im Iran einen Regierungswechsel an, zumindest einen "Regime-Kollaps". Das wiederum dürfte nur sehr schwer zu erreichen sein.#Politik #Israel #BenjaminNetanjahu #DonaldTrump #IranischesAtomprogramm #USA #Iran #Interviews
Wann erreichen die USA und Israel ihre Kriegsziele im Iran - und welche Ziele sind dies überhaupt? -
Die israelische Regierung hat ein Problem: Ihr wichtigstes Kriegsziel ist kaum überprüfbar. Auch deshalb strebt Israel im Iran einen Regierungswechsel an, zumindest einen "Regime-Kollaps". Das wiederum dürfte nur sehr schwer zu erreichen sein.#Politik #Israel #BenjaminNetanjahu #DonaldTrump #IranischesAtomprogramm #USA #Iran #Interviews
Wann sind die Ziele erreicht?: "Für die israelische Kriegsführung ist das hochbrisant" -
Die iranischen Revolutionsgarden drohen, Israels Regierungschef Netanjahu zu töten. Kurz darauf kursieren Gerüchte über seinen Tod. Nun sieht er sich genötigt, darauf zu reagieren und versucht es mit Humor.#Politik #Israel #BenjaminNetanjahu #Iran #KriegeundKonflikte #IslamischeRevolutionsgarde #Iran-Konflikt
Drohung der Revolutionsgarden: Netanjahu macht sich über seinen angeblichen Tod lustig -
USA, Israel und Iran halten ihre Waffenarsenale streng geheim - doch Berichte mit konkreten Zahlen dringen immer wieder an die Öffentlichkeit. Genau diese Informationen könnten den weiteren Kriegsverlauf im Nahen Osten maßgeblich bestimmen.#Politik #US-Militär #Golfstaaten #Militäreinsätze #DonaldTrump #Nahost-Konflikt #Iran-Konflikt #Israel #Waffen #BenjaminNetanjahu #USA #Raketenabwehrsysteme #Iran #KriegeundKonflikte
Streng geheime Zahlen: Wie lange reichen die Waffen im Iran-Krieg? -
Altes Testament und neues Unrecht
Zum Krieg gegen den Iran
Im Nahen und Mittleren Osten werden wir erneut zu Zeugen gebrochener politischer Zusagen, einer Absage an Diplomatie und Verständigung. Werfen wir zunächst einen Blick zurück auf die Halbwertzeit politischer Versprechen gegenüber dem Iran.
1943 trafen sich die Führer der drei Alliierten, Churchill, Roosevelt und Stalin, in Teheran. Damals war der neutrale Iran von Großbritannien und der Sowjetunion okkupiert, um die militärische Hilfe für die Sowjetunion zu erleichtern. In Teheran wurde über die weitere Kriegsstrategie in Europa und auch über die Nachkriegszeit gesprochen: über das Schicksal Deutschlands und künftige Grenzziehungen in Europa, die Polen, Russland, Weißrussland und die Ukraine betrafen. Dem Iran wurde förmlich versichert, seine territoriale Integrität und Souveränität nach dem Krieg wiederherzustellen. Die drei Alliierten drückten die Hoffnung aus, dass sich der Iran als Mitglied der friedliebenden Völker an der Verwirklichung eines dauerhaften Weltfriedens beteiligt. Gemeint war damals die Umsetzung der Atlantik-Charta, die zur Gründung der Vereinten Nationen führte.
1946 verhinderten die USA, dass Stalin die Besetzung eines Teils des Irans aufrechterhielt. 1952/53 brachen Großbritannien und die USA die Zusagen an den Iran. „Operation Ajax“ hieß die regime change Operation. Warum wurde dem Iran die Demokratie gestohlen, wie es die Deutsche Welle ausdrückte? Durch westliche Demokratien.
Der Konflikt entzündete sich am Beschluss des Iran, künftig selbst die Früchte seines Ölreichtums genießen zu wollen. Das betraf das damals profitabelste britische Unternehmen schlechthin. Geopolitisch bestand zudem die Sorge, der Iran könne sich während des Kalten Krieges der Sowjetunion annähern. Durch den regime change wurde die Herrschaft des Schahs, ein autoritäres, aber pro-westliches Regime installiert.
Im Ergebnis des regime change verlor Großbritannien allerdings seine alleinige Kontrolle über die iranische Ölproduktion und -vermarktung. Nunmehr teilten sich mehrere westliche Firmen in einem Konsortium („Sieben Schwestern“) den iranischen Kuchen. Ähnlich wie im Fall Saudi-Arabiens wurde zugesagt, fünfzig Prozent des Profits dem Iran zu überlassen. Ein Recht des Iran, in die Bücher zu schauen, ob alles mit rechten Dingen zuging, gab es nicht.
Vom großen und vom kleinen Satan
Der Sturz des Schah-Regimes 1979 durch die „islamische Revolution“ beendete die pro-westliche Orientierung des Iran und auch den westlichen Griff nach iranischem Öl. Nunmehr dominierte religiöser Fundamentalismus im Land. Damit verbunden war eine vollständige Absage an die Monarchie, die als unvereinbar mit dem Islam deklariert wurde. Das wurde in den Monarchien der Region als ideologische Gefahr begriffen. Der Irak wiederum sah sich in seiner säkularen Verfassung bedroht. Die neuen Herren von Teheran betrachteten die USA als den „großen Satan“, die Sowjetunion als zutiefst „imperialistisch“ und pflegten Äquidistanz zu den im Kalten Krieg verfeindeten Großmächten. Israel galt dem neuen iranischen Regime als der „kleine Satan“, der „wuchernde Krebs“ in der Region. Zu den außenpolitischen Konstanten des Iran zählte die Unterstützung der Palästinenser und später – im Fall Syriens – der Kampf gegen Al Qaida und den IS.
Dennoch, trotz scharfer Rhetorik gab es in den 80er Jahren eine versteckte Zusammenarbeit zwischen Israel und dem Iran. Der Iran brauchte Waffen. Israel betrachtete den Irak als die größere Bedrohung und hoffte darauf, dass der Iran bald wieder unter westlichen Einfluss fallen würde.
1987 erließen die USA, damals mit dem Irak verbündet, erstmals scharfe Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, obwohl der das Opfer der irakischen Aggression war.
Der lange Atem von Kriegsplanungen
Bekanntgewordene US-Kriegsplanungen gegen den Iran reichen bis in die 90er Jahre zurück. 1991 gehörte der Iran zum Kreis der Länder im Nahen und Mittleren Osten, gegen die aus Sicht des Pentagon Krieg geführt werden sollte. Das enthüllte der ehemalige Nato-Oberbefehlshaber Wesley Clark gegenüber Piers Morgan 2025 in einer Debatte um Syrien. Piers Morgan erinnerte Clark an dessen Aussagen gegenüber Democracy Now aus dem Jahr 2007, als er von zwei Besuchen im Pentagon nach den Anschlägen des 11. September berichtete und dort erfuhr, die USA hätten vor, innerhalb von fünf Jahren sieben Länder (einschließlich Iran) anzugreifen. Clark präzisierte daraufhin, dass er erstmals 1991 von diesen Überlegungen gehört habe, durch Wolfowitz. Diese seien in der Clinton-Administration zunächst vergessen worden. Eine israelische Studie „A clean break“ aus dem Jahr 1996 habe sie wiederbelebt (ab Minute 11:52). Die Studie „A clean break“ (Ein klarer Schnitt: Eine neue Strategie zur Sicherung des Reiches) wurde für die erste Netanjahu-Regierung geschrieben. Sie liest sich wie eine Blaupause späterer Geschehnisse und erklärt auch, warum der israelische Premier 2026 den Angriff auf den Iran als Erfüllung seines jahrzehntelangen Traums bezeichnete.
Wörtlich sagte Netanjahu am 1. März dieses Jahres:
„…This coalition of forces allows us to do what I have yearned to do for 40 years: smite the terror regime hip and thigh. This is what I promised – and this is what we shall do.“ (Übersetzung: „…Diese Koalition von Kräften ermöglicht es uns, das zu tun, wonach ich mich seit 40 Jahren sehne: das Terrorregime vollständig zu zerstören. Das habe ich versprochen – und das werden wir tun.“)
Netanjahu und der biblische Simson
Um die Erklärung des israelischen Premiers völlig zu verstehen, muss man das Alte Testament zu Rate ziehen. Die Formulierung „smite…hip and thigh“ stammt aus dem „Buch der Richter“, das den Kampf gegen die feindlichen Philister beschreibt. Der damalige Held ist Simson (Samson), qua Geburt dazu bestimmt, das jüdische Volk zu erretten. In der europäischen Kunst wurde Simson vor allem dadurch verewigt, dass er wegen des Verrats seiner Geliebten (oder einer Dirne) namens Delila, einer Philisterin, sein Haar und damit seine Kraft verlor. Er wurde, so die biblische Erzählung, schließlich geblendet, siegte aber sterbend über seine Feinde.
Es war nicht das erste Mal, das Netanjahu alttestamentliche Geschichten heranzog. Zur politischen Legitimation. Als sei Israel, das Land, das Gott den Juden gab. Die tatsächliche Geschichte der Staatswerdung Israels ist sehr viel komplizierter, aber das nur am Rande.
Um die Konturen dieses „gottgegebenen“ Landes ging es noch vor dem Kriegsausbruch in einem Interview von Tucker Carlson mit den aktuellen Botschafter der USA in Israel, Mike Huckabee. Für Huckabee hat Israel alles Recht auf das Land zwischen Euphrat und Nil. Das sei „gottgegeben“. Der Deutschlandfunk berichtete, Huckabees Äußerungen hätten „Irritationen“ ausgelöst.
Dabei wiederholte Huckabee nur, was schon 1996 in „The clean break“ aufgeschrieben wurde: Den Anspruch Israels auf gottgegebenes Land als Voraussetzung für Vorherrschaft im Raum, die als Sicherheitsbedingung formuliert wurde: „Our claim to the land —to which we have clung for hope for 2000 years–is legitimate and noble. It is not within our own power, no matter how much we concede, to make peace unilaterally. Only the unconditional acceptance by Arabs of our rights, especially in their territorial dimension, is a solid basis for the future.“ (Übersetzung: “Unser Anspruch auf das Land, an dem wir seit 2000 Jahren festhalten, ist legitim und edel. Es liegt nicht in unserer Macht, egal wie viele Zugeständnisse wir machen, einseitig Frieden zu schließen. Nur die bedingungslose Anerkennung unserer Rechte durch die Araber, insbesondere in territorialer Hinsicht, ist eine solide Grundlage für die Zukunft.”)
2009 beschäftigte sich eine Studie von Brookings mit dem „persischen Dilemma“. Sie ging der Frage nach, welche Handlungsoptionen die Obama-Administration habe. Der Iran könne nicht länger ignoriert werden. Schließlich bedrohe er US-Interessen in der Region. Er bewaffne sich möglicherweise nuklear. Zu den Vorzügen der Studie gehört, dass sie die schwierigen Beziehungen nicht als einseitiges Verschulden des Iran darstellt. Doch auch sie ist im Selbstverständnis geschrieben, dass die USA jedes Recht darauf haben, über die Zukunft anderer Länder notfalls allein zu entscheiden. Wegen der berühmten „amerikanischen Interessen“, die weltumspannend sind. Aus heutiger Sicht zeigt eine in der Studie aufgeworfene Frage, ob Verhandlungsangebote an den Iran von diesem als Zeichen der Schwäche gedeutet werden könnten, so dass sich der Iran noch mehr gestärkt sehen könnte, wie imperiales Denken die Realität von den Füßen auf den Kopf stellt. Nach der Logik der „Sprache der Macht“ gilt: Verhandlungsbereitschaft ist Schwäche, nur verächtliche Beschwichtigungspolitik
Der Iran – eine nukleare Bedrohung?
Das von der Obama-Administration verhandelte Atom-Abkommen mit dem Iran galt den US-Republikanern als Appeasement. Es wurde in der Trump-1-Präsidentschaft gekündigt. Damals verweigerte sich Trump allerdings offenem Krieg. Statt dessen setzte er auf schwere Wirtschaftssanktionen. Laut einer Studie des Europäischen Parlaments 2020 ging es nie um die nukleare Bedrohung, sondern darum, Teheran „zu brechen“.
Die angebliche nukleare Bedrohung durch den Iran geistert seit vielen Jahren durch die politische Arena. Sie hielt als Begründung des 12-Tage-Krieges im letzten Jahr hin. Die angebliche Bedrohung durch iranische Marschflugkörper diente als Legitimationsgrundlage für den Aufbau von Raketenabwehrsystemen der Nato in Rumänien und in Polen.
Konsequent wurde ignoriert, dass die Herstellung und Entwicklung von Atomwaffen zweimal durch das inzwischen ermordete geistliche Oberhaupt des Iran als „haram“ (verboten) eingestuft wurde. Es wurde konsequent ignoriert, dass der Iran nicht über Marschflugkörper verfügte, die Polen oder Rumänien erreichen könnten.
Sanktionen zwecks regime change
Mit einer harschen Sanktionspolitik sollte das iranische Volk schwer getroffen und zum Widerstand gegen die Mullahs ermuntert werden, immer in der Hoffnung, dadurch einen Volksaufstand gegen das Regime zu befördern. Der damalige US-Außenminister drückte das in einem CBC-Interview 2019 so aus: „Things are much worse for the Iranian people, and we’re convinced that will lead the Iranian people to rise up and change the behavior of the regime.“ (Übersetzung: “Für das iranische Volk ist die Lage noch viel schlimmer, und wir sind überzeugt, dass dies dazu führen wird, dass sich das iranische Volk erhebt und das Verhalten des Regimes ändert.”)
Der amerikanische Finanzminister brüstete sich Anfang 2026 regelrecht damit, die iranische Währung zum Absturz gebracht zu haben. Das löste Massenproteste Ende 2025 und eine massive Welle von Gewalt aus.
Einerseits wurden diese Proteste – wie im Fall Syriens- von ausländischen bzw. extremistischen Kräften befördert. Andererseits schlug das Regime in Teheran unbarmherzig zurück. „Hilfe ist unterwegs“, versprach der US-Präsident. Bis heute ist nicht ausgemacht, ob die Mehrheit der Iraner auf solche „Hilfe“ wartet.
Der US-Außenminister Rubio erklärte vor der Presse, die USA hätten vom bevorstehenden Angriff Israels auf den Iran gewusst. Sie wären daher der iranischen Vergeltung nur zuvorgekommen. Das Regime in Teheran sei gefährlich und auf religiösem Fanatismus aufgebaut. Es habe die Sicherheit der ganzen Welt bedroht.
Tatsächlich geht es beim aktuellen Angriff auf den Iran erneut um regime change, idealerweise um die Zerschlagung dieses großen Landes.
Das war der Sinn des Enthauptungsschlags, dem auch der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, zum Opfer fiel. Damit wurde der Mensch ermordet, der innerhalb der iranischen Hierarchie der Garant dafür war, dass das Land bis dato atomwaffenfrei blieb. Es ist unklar, ob der erfolgreiche Angriff das Ergebnis einer glänzenden geheimdienstlichen Aufklärung war und auf Sorglosigkeit auf iranischer Seite hindeutet. Viel entscheidender ist, dass inzwischen die Erzählung zirkuliert, der 86-Jährige habe sein Schicksal als Märtyrer frei gewählt, sich nicht versteckt. Das ist der höchste Akt des Widerstandes, das Herz des schiitischen Glaubens. Hinzu kommt der Schock über den Mord, der mindestens in einem Teil der muslimischen Welt nachhallt. Was das für Folgen nach sich zieht, ist überhaupt noch nicht zu übersehen.
Auch die Tatsache, dass so viele Iraner ohne Furcht, unter freiem Himmel mitten im Krieg, die am ersten Kriegstag getöteten Kinder einer Mädchenschule betrauerten, sollte sehr nachdenklich stimmen. BBC präsentierte einen Video-Bericht.
Was immer die USA zu ihren Kriegsgründen sagen, die entscheidende Nachricht an den Iran kam vom israelischen Ministerpräsidenten.
Aus iranischer Sicht geht es nun um die pure Existenz. Wer das nicht sieht, versteht nichts, versteht auch nicht, dass der Iran nun nichts mehr zu verlieren hat.
Offensichtlich kämpft der Iran in diesem ihm aufgezwungenen Krieg nicht unvorbereitet. Er ist offenbar auch zu fast allem entschlossen: mit Schlägen gegen Israel, gegen US-Militärbasen in der Golf-Region, gegen US-Radaranlagen, durch die Schließung der Straße von Hormuz, die Bombardierung von Energieanlagen in der Golf-Region. Eine große regionale Katastrophe zeichnet sich ab. Ihre Folgen reichen in die ganze Welt, auch in die EU.
Dass die Energiepreise hochschnellen, ist nur der Anfang einer globalen wirtschaftlichen Schockwelle. Wie hoch sie werden wird, ist nicht absehbar. Sie trifft die EU, aber auch viele asiatischen Länder brachial.
Je länger dieser Krieg dauert, je zermürbender er wird, desto mehr wird sich die humanitäre Tragödie vertiefen, die heute schon Teile der Region zeichnet. Die Versuchung wird steigen, zu Atomwaffen zu greifen. Auch die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen ist nun auf ganz dünnem Eis. Nicht nur im Iran.
Die ganze Welt hat eine weitere bittere Lektion gelernt: Die USA sind kein seriöser Verhandlungspartner. Notfalls wird sogar gegen die eigene Verfassung verstoßen, wenn es um Machtinteressen geht – von der UN-Charta ganz zu schweigen. Dass Israel internationales Recht längst als überflüssigen Ballast betrachtet, ist nichts Neues mehr.
Wer wird schlichten, wer diesem Krieg diplomatisch entgegentreten?
Die ersten Reaktionen aus der EU lassen nichts Gutes ahnen. Sie kann ihre Macht nicht ausspielen, die sie als Nato-Verbündeter der USA und als Assoziierungspartner von Israel theoretisch hat. Wer im Iran einen Machtwechsel fordert, fällt als Vermittler aus. Zudem ist die EU zu beschäftigt mit einem verdeckten Krieg gegen Russland, zu fügsam gegenüber US-Herrschaftsansprüchen, nunmehr zu abhängig von deren Energie, zu kraftlos, um eine Lösung im Gaza-Konflikt zu suchen, der weiter schwelt. Unter allem hat die internationale Glaubwürdigkeit und das Ansehen der EU schwer gelitten. Nun wird sie noch stärker wirtschaftlich leiden.
Wer bleibt sonst noch als Vermittler übrig? China? Indien? Brasilien? Russland?
Werden die Golfstaaten gegen diesen Krieg rebellieren? Er kostet sie viel Geld, womöglich die innere Stabilität.
Oder kehrt in den USA Einsicht ein, dass die Vorstellung, den Iran wie Syrien unterwerfen zu können, nur eine Schimäre ist? Wird sich dort die Überlegung Bahn brechen, dass ein langer Krieg die Wahlaussichten der Republikaner im Herbst schwer beschädigt, womöglich US-Demokraten in beiden Häusern die Mehrheit beschert? Mit der Folge, dass es zu einem Impeachment-Verfahren gegen Trump kommt? Nach allen Umfragen sind und bleiben die Amerikaner kriegsmüde. Auch gegenüber dem Iran. Und sie sind illusionslos geworden, schon so oft belogen, in jedem Krieg. Dass die aktuelle Trump-Administration ihre Kriegserzählung ständig wechselt, hat auch damit zu tun. Sie sucht nach einem neuen, noch nicht erzählten Narrativ und bleibt in den alten hängen. Glaubt man CNN, sollen es nun (wieder einmal) die Kurden richten und die Iraner zum Aufstand mobilisieren.
Heimtücke
Bei der Bewertung dieses Kriegs sollte man sich auch in Erinnerung rufen, dass die Aggression gegen den Iran laufende Verhandlungen unterlief, die laut dem omanischen Vermittler (Außenminister) sehr gut vorankamen und ein Mehr an Sicherheit und Berechenbarkeit gebracht hätten. Ein „Atom-Deal“, besser noch als der, den einst die Obama-Administration aushandelte, sei in „Reichweite“, erklärte er.
Wer Verhandlungen nur vortäuscht, handelt heimtückisch.(Vgl 1. Zusatzprotokoll von 1977, Genfer Konvention Art 37 1a). Einen Tag nach den hoffnungsvollen Worten des omanischen Außenministers fielen Israel und die USA über den Iran her. Heimtückisch.
Das Mullah-Regime muss weg, predigt man auch hierzulande, aber auch in diesem Fall gilt: Das ist westliche Selbstüberhebung, komplett undemokratisch. Man kann kein glaubwürdiger „Demokratiebringer“ sein, wenn man versucht, ein Volk wie das iranische so lange und schwer mit Sanktionen in die „Prowestlichkeit“ zu knüppeln und ihm dann auch noch einen neuen, dem Westen genehmen Herrscher verspricht. Die Entscheidung liegt allein bei den Iranern. Nun sollen ihnen mit Kriegsterror Beine gemacht werden.
Weltweite Unsicherheit
Was heisst das alles nun für die Regelung des Ukraine-Konfliktes?Oder, falls man den nicht regeln will oder kann, für Waffennachschub für die Ukraine? Nach einem Reuters-Bericht lieferten die USA im zweiten Halbjahr 2025 75 Prozent der Waffen für die Patriot- und 90 Prozent der Munition für andere Luftabwehrsysteme.
Die Washington Post berichtete, dass die USA bei einem längeren Krieg gegen den Iran, der mehr als vier Wochen dauere, Nachschubschwierigkeiten bei Munition haben könnte. Trump sei gewarnt worden. Trump dementierte energisch. Inzwischen begann allerdings auch in Südkorea und in Japan eine Diskussion darüber, ob die USA womöglich Luftabwehrsysteme aus diesem Raum in den Nahen und Mittleren Osten abziehen müssten.
Dabei ging es ebenfalls um die Kriegsdauer. Die Befürchtung war, dass es in einem längeren Krieg eng werden könnte, für die USA, für alle, die auf die USA als Sicherheitsgarant setzen.
Die USA haben mit dem Krieg gegen den Iran ein weiteres Mal gezeigt, dass sie nur sich selbst kennen. Sie haben gezeigt, dass sie für ihren „Muster“- Alliierten, Israel, alles tun. Der Rest muss sehen, wo er bleibt. Die USA haben allerdings auch die Frage auf den Tisch gelegt, wie stark sie tatsächlich militärisch sind. Die Zeit wird sie beantworten.
Dieser Beitrag ist eine Übernahme aus dem Blog der Autorin, mit ihrer freundlichen Genehmigung.
Über Petra Erler / Gastautorin:
Petra Erler: "Ostdeutsche, nationale, europäische und internationale Politikerfahrungen, publizistisch tätig, mehrsprachig, faktenorientiert, unvoreingenommen." Ihren Blog "Nachrichten einer Leuchtturmwärterin" finden sie bei Substack. Ihre Beiträge im Extradienst sind Übernahmen mit ihrer freundlichen Genehmigung.