#sowjetunion — Public Fediverse posts
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Russendenkmal
„Ewiger Ruhm den Helden der Roten Armee, die im Kampf gegen die deutsch-faschistischen Invasoren gefallen sind für die Freiheit und Unabhängigkeit der Völker Europas,“ lautet die russische Inschrift am Befreiungsdenkmal, an dem wir zufällig vorbei gekommen sind.
Dabei fällt mir auf: Mit der Nachkriegsgeschichte Österreichs kenne ich mich fast genauso schlecht aus, wie mit der davor…
Es gibt aber ein Wien-Wiki, in dem ich noch ein wenig stöbern muss: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Befreiungsdenkmal
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Pepsi war 1989 eine der größten Seemächte der Welt. Die Sowjetunion hatte Probleme, Rubel in Dollar zu wechseln und tauschte stattdessen Kriegsschiffe und U-Boote gegen das Getränk.
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Der #internationale_Tag_gegen_Nuklearversuche wurde von #Kasachstan initiiert und im Jahr 2009 von den #VereinenNationen (UN) beschlossen, um über die Notwendigkeit des Verbotes von #Nuklearversuchen aufzuklären und für eine sicherere Welt einzutreten. Es wurde der 29. August gewählt, da am diesen Tag im Jahr 1949 der #Rüstungswettlauf der #Sowjetunion mit den #VereinigtenStaaten begann und der erste #Atomwaffentest in den #Steppen #Kasachstans stattfand.
https://welcher-tag-ist-heute.org/gedenktage/tag-gegen-nuklearversuche -
[1/2] Zum #TagDerRusslanddeutschen, der an die Verfolgung der dt. Minderheit in der #Sowjetunion erinnert, ein Hinweis auf eine passende Sammlung von #Forschungsdaten:
Im Projekt „Erfahrungsgeschichten von ‚Sowjetdeutschen‘“ von Anne Kluger & Alexandra Kenig (vormals Kolesnikova) wurden lebensgeschichtliche Interviews mit Menschen sowjetdeutscher Herkunft geführt, die in den 1930er bis frühen 1950er Jahren in dt. Familien in der Sowjetunion geboren wurden und heute in DE leben.
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[2/2] Wer noch tiefer in das Thema einsteigen möchte, findet auch in der von uns lizenzierten digitalen Quellensammlung „Soviet Coup Attempt, 1991“ umfangreiches zeitgenössisches Material, darunter offizielle Telegramme des Staatskomitees für den Ausnahmezustand (GKČP), oppositionelle Zeitungen, Samizdat-Flugblätter, Flyer und Plakate.
Die Quellensammlung steht dank einer #Nationallizenz deutschlandweit kostenfrei zur Verfügung 👉 https://dbis.ur.de/ALL/resources/104613
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[1/2] #Recherchetipp zur #Zeitgeschichte!
Die frei zugängliche Sammlung der Harvard Library dokumentiert den Putschversuch in der #Sowjetunion im August 1991 anhand zeitgenössischer Ephemera, die während der drei entscheidenden Tage auf den Straßen Moskaus und Leningrads gesammelt wurden 👉 https://guides.library.harvard.edu/russianephemera/coupdetat
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Stichwort Demokratie & Gewaltenteilung:
In der ehemaligen Sowjetrepublik Kasachstan wurde das Zwei-Kammer-Parlament durch nur noch einen 145köpfigen Kurultai ersetzt, die autoritäre Präsidentschaft weiter gestärkt.
Deutsche Medien durchschauen und kritisieren das Manöver, zu Recht. (1/2)
#Demokratie #Gewaltenteilung #Sowjetunion #Rentierstaat #Kasachstan #Parlament #Kurultai
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#Trump entführt den Präsident aus #Venezuela und will #Mexiko, #Kanada, #Grönland und jetzt auch noch die Straße von #Hormus am Liebsten sofort zu US-Terretorien erklären. Und dann wundert sich #Europa, wenn #Putin alle abtrünnigen Länder unter seine Fittiche wieder zur großen #Sowjetunion zwingen will.
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Den Mauerbau am 13. August 1961 hätte es ohne die „Rückversicherung“ für die SED durch die Sowjetunion nicht gegeben. Bis zum Mauerfall 1989 starben mindestens 140 Menschen bei dem Versuch, der SED-Diktatur zu entfliehen. Heute wollen 40 Prozent der Menschen in Sachsen-Anhalt die Pro-Putin-Partei AfD wählen.
#Mauerbau #Mauertote #Sowjetunion #SED #AfD #SachsenAnhaltWahl
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#OTD vor 70 Jahren in der #Presse: „Za vozvraščenie na Rodinu“ berichtet über eine Familie, die nach jahrzehntelangem Aufenthalt in Argentinien 1956 in die #Sowjetukraine zurückkehrte und dort mit offenen Armen aufgenommen wurde. Warnungen der in der #Sowjetunion verbotenen ukrainischen Organisation Prosvita vor Repressionen bezeichnete das sowjetische Propagandaorgan als „Stimme des Feindes“.
Das digitale Archiv der Zeitung ist dank #Nationallizenz kostenfrei zugänglich: https://dbis.ur.de/ALL/resources/105751 -
[2/2] Bereits die Titelseite der Zeitung vom 22.7.1926 stand ganz im Zeichen von Dzierżyńskis Tod und seiner Beisetzung.
Das digitale Archiv der "Izvestija" mit Ausgaben von 1917 bis 1991 ist im Volltext durchsuchbar und dank #Nationallizenz deutschlandweit kostenfrei verfügbar 👉️ https://dbis.ur.de/ALL/resources/101048
#Sowjetunion #Presse #FIDLizenz
Bilder © Infoteka
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#Spionagefall Robert #Oppenheimer | #Doku HD Reupload | #ARTE
Als die #USA in den Jahren von 1943-45 in #Los_Alamos die #Atombombe entwickelten, standen J. Robert #Oppenheimer, Leiter des #Projektes, und seine #Mitarbeiter unter enger Beobachtung durch das #FBI sowie durch #Spione der #Sowjetunion. Anlässlich des 80. Jahrestages der #Bombenabwürfe auf #Hiroshima und #Nagasaki rekonstruiert die Dokumentation den " #Spionagefall #Oppenheimer ".
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2/ Das ist wirklich toll. Mein Geschichtsunterricht in der #DDR war ja etwas anders … Das Buch enthält eine chronologische Beschreibung der Vorgänge ab den dreißiger Jahren. Innenansicht aus der #Sowjetunion. Leonhard beschreibt, wie er immer weider Glück gehabt hat und wie schwer es andere getroffen hat. Eine falsche Aussage und weg vom Fenster. Ins tiefste Elend gestürzt.
Wenn man dann ein bisschen die Personen in Wikipedia nachsieht, findet man erstaunliche Sachen.
Zum Beispiel über Rudolf Herrnstadt, der doch mit dem damaligen Stasi-Chef fast #Ulbricht abgesetzt hatte.
Das war alles sehr knapp und wenn es in Moskau den Wechsel nicht gegeben hätte, wäre Deutschland vielleicht doch noch vereint worden.
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Zu den Dokumenten der von uns lizenzierten Quellensammlung "Stalin Digital Archive" gehört ein Gesprächsprotokoll des ersten persönlichen Treffens zwischen Stalin und Truman am 17. Juli 1945, dem ersten Tag der #PotsdamerKonferenz. Molotow nennt darin die Themen der sowjetischen Delegation: deutsche Kriegsflotte, Reparationen, Polen und Treuhandgebiete.
Der Zugang zur Quellensammlung ist dank #Nationallizenz deutschlandweit kostenfrei 👉 https://dbis.ur.de/ALL/resources/102058
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Umfassende Literatur für die Entschlüsselung der postsowjetischen Entsprechung der Bourdieu'schen Muslime in französischen Wohnanlagen bestellt (hoffe hiermit alle Klarheiten beseitigt zu haben).
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Gorbatschows Anti-Alkohol-Kampagne ab 1985 machte ihn unbeliebt: Weil Wodka teuer und knapp wurde, spotteten die Sowjetbürger über den „Mineralsekretär“. Sogar der Zucker verschwand aus den Läden – die Leute brannten heimlich Schnaps daraus. 🍷
https://de.wikipedia.org/wiki/Anti-Alkohol-Kampagne_in_der_Sowjetunion_1985%E2%80%931991
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Blogkino: "Komm und sieh" - Иди и смотри - Idi i smotri (1985)
Heute gedenken wir in unserer Reihe Blogkino des gestrigen, 85. Jahrestags des Überfalls des #Hitlerfaschismus auf die #Sowjetunion. Dieser Jahrestag war hierzulande kaum der Rede wert, was ist schon so ein #Vernichtungsfeldzug mit 27 Millionen Toten. Ganz im Gegenteil inspizierte Kriegsminister #Pistorius am Montag die Schlagkraft der deutschen Panzertruppe in Litauen. Wer noch nicht der völligen Geschichtsvergessenheit erlegen ist, dem sei der Film »Komm und sieh« (oder auch »Geh und sieh«) von 1985 empfohlen, ein Meisterwerk des Sowjetkinos und der Antikriegsfilme überhaupt. Es ist ein einziger Alptraum, den Regisseur Elem Klimow erzählt, die Geschichte des Jungen Fljora (Alexej Krawtschenko), der sich während der deutschen Besatzung in #Belarus #Partisanen anschließt. Dankenswerterweise hat die russische Filmgesellschaft Mosfilm den Streifen auf Youtube in ansprechender Qualität mit englischem Untertitel hochgeladen. Auf großer Leinwand ist er übrigens am Mittwoch nachmittag im Berliner Kino »Babylon« zu erleben. (jW)
Zum Film in unsere Blog bitte hier entlang.
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Einst war das Pionierlager #Artek auf der #Krim eines der bekanntesten Prestigeprojekte der #Sowjetunion. Heute ist es #Russland|s Vorzeigelager für „patriotische Erziehung“. Aktuell wurden alle Ferienlager auf der annektierten Krim, darunter auch Artek, geschlossen.
Zu Artek in der Sowjetzeit (1944–1967) bieten wir die digitale Quellensammlung „World of Children – Artek Pioneer Camp Archives“ mit Tagebüchern, Briefen und Berichten an.
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22. Juni 1941: Überfall auf die Sowjetunion
Am 22. Juni 1941 marschierte die deutsche #Wehrmacht in die #Sowjetunion ein. Mit dem "Unternehmen Barbarossa" begann ein machtpolitisch, wirtschaftlich und rassenideologisch motivierter #Vernichtungskrieg.
Zum Hintergrund.
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#kOSTprobe aus unseren Neuerwerbungen: "Rethinking the Historiography of the Soviet Bloc: The Totalitarianism Paradigm and Institutional Practices under Communism", hg. von Manuela L. Ungureanu, New York/Oxford 2026 👉 https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV050631578
#Kommunismus #Sowjetunion #Osteuropa #Neuerwerbung #Fachreferat
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#Osteuropa- #Historiker Jörg #Baberowski - #JungUndNaiv: Folge 832
Zu Gast im Studio: #Historiker und #Gewaltforscher Jörg #Baberowski. Er ist seit 2002 Professor für #Geschichte #Osteuropas an der #Humboldt_Universität zu #Berlin. Baberowski hat sich auf die Geschichte der #Sowjetunion und des #stalinistischen #Terrors spezialisiert.
@tilojung
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Ganz genau so, @ElisabethK 🙏👍🇩🇪🇪🇺
Es dürfte doch inzwischen Konsens sein, dass es ein Fehler war, erst die Sowjetunion und dann das Putin-Regime über Jahrzehnte hinweg fossil zu finanzieren.
Und jetzt verscherbeln „wir“ nach der Solar- und Auto- auch noch die Chemieindustrie für kurzfristige Profite nach China? Was soll das, BASF?
#Fossilismus #Tyrannophilie #Sowjetunion #Putin #China #Solarindustrie #Autoindustrie #Chemieindustrie #BASF #Profit #Deutschland #EU https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/erklaert-die-rentierstaatstheorie-nicht-nur-die-krise-des-islams-sondern-auch-den-langen-bestand-der-sowjetunion/
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Nach Putin? - Wer in Russland als Nachfolger gehandelt wird
Wladimir Putin hat Russlands Politik über Jahrzehnte geprägt. Doch im Kreml bereitet sich eine jüngere Elite längst auf die Zeit danach vor.#WladimirPutin #Nachfolge #Russland #Staatschef #jungeTiger #Jugendarmee #SOWJETUNION #Geheimdienst
Putins Erben? Die „jungen Tiger“ im Machtzentrum des Kremls -
#kOSTprobe aus unseren Neuerwerbungen: "Nicht vergessen, damit es sich nicht wiederholt ... " – Bd. 3 der Reihe "Opfer politischer Repressionen in Abchasien" von Ekaterina Bebia, Suchumi, Krasnodar 2024 👉 https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV049942047
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#kOSTprobe aus unseren antiquarischen Erwerbungen: "Wer sind die jungen Pioniere?", Moskau 1932 👉 https://buff.ly/PnSMAa0
Eine sowjetische Propagandaschrift für junge Sinti und Roma: in Romani mit kyrillischer Schrift.
#Sowjetunion -
MOSKAU VOR DEM FALL! Wie die #USA die #SOWJETUNION im 2. #WELTKIEG gerettet haben.
Während die Rote Armee enorme Opfer brachte und Berlin erreichte, wäre der sowjetische Vormarsch ohne die massive Unterstützung der USA kaum möglich gewesen. Hunderttausende Lastwagen, Lokomotiven, Flugzeuge, Treibstoff und Lebensmittel aus dem amerikanischen Lend-Lease-Programm hielten die sowjetische Kriegsmaschinerie überhaupt erst am Laufen.
@GEOPOL.Mediachannel
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Lügen, Leugnung, Verharmlosung, Vertuschung, Legenden, Täuschung, Illusionen und Selbstbetrug
In keinem anderen Politikfeld spielen diese Faktoren eine so starke Rolle wie bei der militärischen Rüstung. Und ganz besonders dann, wenn es – wie bereit 85 Jahre, seit der Entwicklung von Atombomben zunächst in den USA – um atomare Massenvernichtungsmittel geht und auch im Zusammenhang damit um die sogenannte zivile Nutzung der nuklearen Technologie.
Fast alle genannten Faktoren aus den letzten 85 Jahren sind auch relevant für die anschwellende Debatte darüber, ob Europa sich eine eigenständige, von den USA möglichst unabhängige Atomwaffenkapazität anschaffen soll. Wobei mit Europa von jetzt ab immer gemeint sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union, also der EU, und die europäischen NATO-Mitglieder. Das sind ja bis auf wenige Ausnahmen dieselben Staaten.
Ein kurzer Überblick über die Geschichte:1) Verharmlosung, Vertuschung, Leugnung
Seit Anfang der 40er Jahre des letzten Jahrhunderts wurden weltweit 2056 unterirdische und oberirdische atomare Explosionstests durchgeführt. Zunächst von den USA, ab 1949 auch von der Sowjetunion sowie in der Folge von Großbritannien, Frankreich und von China. Der letzte Test fand 1980 statt. Viele hunderttausend Menschen und ihre Umwelt sind durch die radioaktive Strahlung betroffen worden. Die Opfer dieser Atomwaffentests werden bis heute geleugnet oder verharmlost. Diese Menschen sind kaum jemals entschädigt worden.
Das 1996 von der UNO-Generalversammlung beschlossene umfassende Verbot von atomaren Explosionstests – der Comprehensive Test Ban Treaty (CTBT) – ist zwar bis heute nicht in Kraft getreten. Doch seit den 90er Jahren gilt ein Testmoratorium und finden Atomwaffentests nur noch durch Computersimulationen statt. Aber das Pentagon, inzwischen unter Trump in „Kriegsministerium“ umbenannt, drängt schon lange darauf, wieder unterirdische oder gar überirdische Atomwaffentests zuzulassen, weil die angeblich notwendige „Modernisierung“ – ein euphemistischer, verharmlosender Begriff – der Atomwaffen, um sie noch schrecklicher, noch zerstörungsstärker, noch zielgenauer, noch weniger berechenbar für den Feind zu machen, sich nur mit unterirdischen oder gar oberirdischen Explosionstests bewerkstelligen lasse. Und Donald Trump hat vor wenigen Monaten angekündigt, daß er solche Tests wieder aufnehmen will. Wenn das tatsächlich passiert, muß man davon ausgehen, das Russland genauso handeln wird und dann in Europa mindestens auch Frankreich. Und die anderen Atomwaffenstaaten – Israel, Indien, Pakistan sowie Nordkorea könnten dann ebenfalls wieder atomare Explosionstests durchfhren.
2. Lüge
Die Atomwaffenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 mit den bekannten katastrophalen Folgen wurden und werden bis heute in der amerikanischen Geschichtsschreibung und in vielen Schulbüchern damit gerechtfertigt, sie seien notwendig gewesen, um Japan zur Kapitulation zu zwingen. Das ist eine glatte Lüge. Der japanische Kaiser hatte längst seine Kapitulationsbereitschaft nach Washington gemeldet, aber die beiden Atombomben wurden dennoch abgeworfen. Vor allem deswegen, weil die USA nicht wollten, dass die sowjetischen Truppen, die damals aus dem Norden Japans auf Tokio vorrückten, den Sieg in diesem Krieg reklamieren.
3. Verharmlosung
In den 1950er Jahren hat der damalige westdeutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer die Atomwaffen als „eine andere Form der Artillerie“ verharmlost und verlangt, dass die Bundeswehr Atomwaffen in nationaler Verfügung bekommen sollte. Das haben die USA zum Glück damals nicht zugelassen. Stattdessen wurde das Modell der sogenannten nuklearen Teilhabe etabliert, unter dem in der damalige westdeutsche Bundesrepublik sowie in vier weiteren andere NATO- Staaten amerikanische Atomwaffen stationiert wurden, die im Ernstfall von den US-Miltärs auch an die Streitkräfte der jeweiligen Stationierungsländer weitergegeben und von diesen eingesetzt werden können.
4. Täuschung
Franz Josef Strauß, der Militärminister und Atomminister im Kabinett Adenauer, hat die Energiekonzerne der westdeutschen Bundesregublik damals gegen deren bessere betriebswirtschaftliche Erkenntnis, gegen alle volkswirtschaftliche Vernunft, sowie gegen alle ökologischen und Sicherheitsbedenken mit Milliardensubventionen dazu genötigt, auf die Atomenergie zu setzen. Das eigentliche Motiv von Strauß war, dass Westdeutschland alle Technologien und Anlagen erhält, die zur Entwicklung von Atomwaffen erforderlich sind – Atomkraftwerke und Anlagen zur Urananreicherung, sowie schnelle Brüter oder Wiederaufbereitungsanlagen, um Plutonium zu beschaffen – also die beiden Verfahren, um waffenfähiges atomares Spaltmaterial zu gewinnen. Dieses Ziel hat Strauß ja auch fast vollständig erreicht bis auf die zur Plutoniumgewinnung gedachte Wiederaufbereitungsanlage im bayerischen Wackersdorf, deren Bau durch massive Proteste und Widerstand der Anti-AKW-Bewegung verhindert werden konnte.
5. Selbstbetrug
In den 1950er Jahren gab es in Westeuropa eine große grundsätzliche Kampagne gegen Atomwaffen unter dem Motto „Kampf dem Atomtod“. Sie ging von Großbritannien aus, aber damals gingen auch in der westdeutschen Bundesrepublik und in den anderen NATO-Staaten hunderttausende Menschen auf die Straße. In Westdeutschland ging diese Kampagne Ende der 1950er Jahre zu Ende, im Wesentlichen weil die Führungen der bis dahin aktiv beteiligten Sozialdemokratie, der Gewerkschaften sowie großer Teile der evangelischen Kirche ihren Frieden mit der Atomwaffe schlossen.
Die Führung der evangelischen Kirche in Deutschland – der EKD-Rat- veröffentlichte 1959 die sogenannte Heidelberger These: „Die Kirche muss die Beteiligung an dem Versuch, durch das Dasein von Atomwaffen einen Frieden in Freiheit zu sichern, als eine heute noch mögliche christliche Handlungsweise anerkennen.“
Dieses „heute noch“ von vor 65 Jahren ist seitdem immer wieder verlängert worden durch den Rat der EKD in einer Reihe vom Rat so bezeichneter „Friedensdenkschriften“. Die letzte Denkschrift wurde im November 2025 veröffentlicht. Sie hat mit Friedensdenkschrift überhaupt nichts mehr zu tun, sondern ist eine einzige Rechtfertigung der Aufrüstungspolitik, wie sie im Moment in Deutschland und anderen Ländern betrieben wird. Und mit Blick auf die Atomwaffen geht die Formulierung in der Denkschrift sogar noch weiter als bisher, indem sie auch die Option einer eigenständigen atomaren Bewaffnung Europas offenhält.
Der Selbstbetrug liegt darin, dass die Denkschrift einerseits weiterhin behauptet, die Bereithaltung von Atomwaffen zur Abschreckung und damit auch die Androhung ihres Einsatzes sei auch für Christen legitim. Aber andererseits sei man gegen den Einsatz. Das geht natürlich nicht. Entweder oder: Wenn man glaubwürdig abschrecken will und androht, ist man natürlich auch bereit, einzusetzen. Sonst verliert diese Androhung an Glaubwürdigkeit. Das ist Selbstbetrug. Damit hat sich zumindest die Führung der evangelischen Kirche in Deutschland weitgehend verabschiedet als glaubwürdiger Akteur in der friedenspolitischen Debatte.
An der Basis der evangelischen Kirche gibt es allerdings massiven Widerspruch, und Gegenschriften mit guten theologischen, moralisch-ethischen und politischen Gegenargumenten zu der Denkschrift.
6. Illusion
1949 zündete auch die Sowjetunion ihre erste Atomwaffe. Es begann der atomare Rüstungswettlauf zwischen den USA und der Sowjetunion. Doch 1962 erklärte der damalige Pentagonchef Robert McNamara in der Kennedy-Administration: „Jetzt haben wir und die Sowjets jeweils 400 atomare Sprengköpfe. Das reicht zur gegenseitigen Abschreckung. Das reicht zur gegenseitigen Vernichtung. Mit diesen insgesamt 800 Atomsprengköpfen können wir sogar die ganze Welt mehrfach vernichten. Daher können wir aufhören mit dem atomaren Rüstungswettlauf.“
Eine schöne Illusion des Pentagonchefs. Denn seit Urzeiten ist dem Rüstungswettlauf inhärent ein tiefes gegenseitiges Mißtrauen, die jeweils andere Seite würde immer mehr Waffen produzieren und wahrscheinlich heimlich neue, gefährlichere Waffen und Munitionen entwickeln. Das begann in Urzeiten, als die Menschen zunächst nur ein Messer oder eine Streitaxt hatten. Dann entwickelt einer den Speer und ist damit in der Lage, den anderen auch aus sicherer Entfernung abzustechen. Der andere entwickelt auch einen Speer. Im Mittelalter entwickelt eine Seite Kanonenkugeln, um Stadtmauern zu überwinden, der andere dann natürlich auch.
Einige Jahre nach McNamaras illusionären Worten entwickelten zunächst die USA und dann auch die Sowjetunion Mehrfachsprechköpfe für ihre Atomraketen. Zum Ende des Kalten Krieges, Mitte der 80er Jahre, kurz bevor Michail Gorbatschow im März 1985 in Moskau Generalsekretär der Kommunistischen Partei und dann Präsident wurde, hatten allein die Sowjetunion und die USA 70.000 einsatzfähige Atomsprengköpfe. Dazu kamen noch die etwa über 2000 insgesamt von Großbritannien, Frankreich, Israel, Indien und Pakistan.
Diese inhärente Logik des Rüstungswettlaufes wurde im Bereich der Atomwaffen seit den späten 1960er Jahren mehrfach durch Rüstungskontroll- und Abrüstungsverträge zeitweise unterbrochen, aber nie beendet. Und seit Anfang des Jahrtausends wurde alle relevanten Verträge zunächst von den USA und dann zum Teil auch von Rußland aufgekündigt (ABM, INF), oder sie sind ausgelaufen (New START), derzeit ohne Aussicht auf Verhandlung über ein Nachfolgeabkommen.
7. Legende
Die zentrale Rechtfertigung für die Existenz von Atomwaffen seit fast 80 Jahren, ist die Behauptung, die gegenseitige Abschreckung und Vernichtungsdrohung habe in den 40 Jahren des Kalten Krieges (1949-1989) den Frieden gesichert.
Zur dieser Legende hier lediglich zwei von vielen möglichen Einwänden:
Erstens: Gab es jemals einen sicheren, gerichtsfesten Beweis, daß die Sowjetuion vorhatte, die Teilungslinie zwischen Ost- und Westeuropa, die Stalin, Rooselvelt und Churchill im Februar 1945 in Jalta festgelegt hatten, durch einen militärischen Anfriff auf das Territorium der NATO zu überschreiten? Ich kenne einen solchen Beweis nicht. Und umgekehrt kenne ich auch keinen sicheren, gerichtsfesten Beweis dafür, daß die USA jemals die Absicht hatte zu einem militärischen Angriff auf das Territorium des Warschauer Paktes.
Mein zweiter Einwand: Diese Legende von der Sicherung des Friedens durch gegenseitge atomare Abschreckung unterschlägt, dass die Welt in diesen 40 Jahren mindestens 31 mal – wie inzwischern veröffentlichte Dokumente belegen – schon mit anderthalb Beinen über dem Abgrund stand, weil entweder in Moskau oder in Washington die Fehlwahrnehmung bestand, die andere Seite habe bereits auf den roten Knopf gedrückt oder sei kurz davor.
In diesen 40 Jahren des Kalten Krieges konnten all diese Situationen noch gerade rechtzeitig entschärft werden, weil es Kommunikationskanäle zwischen Washington und Moskau gab, unter anderem das „Rote Telefon“. Und es gab immer noch ausreichende zeitliche Spielräume und damit Entscheidungs- und Eingriffsmöglichkeiten für Politiker und Militärs auf beiden Seiten. Das ist heute immer weniger der Fall angesichts der rüstungstechnologischen Entwicklung: Raketen und andere Waffen sowie Munitionen werden immer schneller, zielgenauer, zerstörungsstärker sowie flexibler einsetzbar. Damit werden sie immer bedrohlicher und immer weniger berechenbar für die tatsächliche oder vermeintlich angegriffene andere Seite. Zudem werden durch die zunehmende Automatisierung von Waffen und Munition die Entscheidungen über ihren Einsatz immer weiter der Kontrolle durch Menschen entzogen. Durch den Einsatz von KI wird diese hochgefährliche, weil destabilisierende Entwicklung noch weiter verschärft.
Ob für die Entschärfung gefährlicher Situationen notwendige Kommunikationskanäle zwischen den USA und Russland derzeit überhaupt noch existieren, ist unklar. Schließlich verstärken öffentliche Erwägungen westlicher Militärs – darunter Generäle der Bundeswehr – über einen präventiven/präemptiven Einsatz von Waffensystemen wie den zur Stationierung in Deutschland ab diesem Jahr vorgesehenen US-Mittelstreckenwaffen – gegen Ziele in Russland die Nervosität in Moskau. Das gilt auch umgekehrt.
8. Widerlegte Legende
Mit der Legende vom gesicherten Frieden durch gegenseitige atomare Abschreickung wird ja behauptet, Atomwaffen seien Instrumente zur Verhinderung von Kriegen. Diese Behauptung wird aktuell durch Rußlands völkerrechtswidrigen Krieg gegen die Ukraine widerlegt. Nur mit den Atomwaffen Russlands in der Hinterhand sowie mit gelegentlichen Drohungen, sie auch einzusetzen, konnte Putin diesen konventionellen Krieg gegen das Nachbarland überhaupt beginnen und bis heute fortsetzen. Denn Putin kalkulierte zutreffend, daß die militärische Unterstützung des Westens/der NATO- und EU-Staaten für die Verteidigungsstreitkräfte der Ukraine nicht so weit gehen würde, daß das in den westlichen Hauptstädten politisch postulierte und in Kiev als „Sieg“ definierte Ziel einer Niederlage Rußlands durch Vertreibung aller russischen Truppen vom Territorium der Ukraine inklusive der Krim tatsächlich erreicht würde. Dabei ist die Drohung mit Atomwaffen, um einen konventionellen Krieg zu führen, keineswegs neu. Die USA hatten im Goldkrieg gegen Irak vom Frühjahr 1991 auf ihren Kriegsschiffen im Persischen Golf Atomwaffen stationiert und dem irakischen Herrscher Saddam Hussien mit dem Einsatz dieser Atomwaffen gedroht, sollte Hussein die damals tatsächlich im Irak noch vorhandenen Chemiwaffen einsetzen. Das tat Hussein nicht. Die USA setzten auch keine Atomwaffen ein, dafür aber die damals neu entwickelten Raketen und Artilleriegeschosse, deren Sprengköpfe gehärtet waren durch abgereichertes Uran, auf englisch: Depleted Uranium. Mit verheerenden Folgen für die Bevölkerung vor allem im Südirak, wo die Krebsrate unter der Bevölkerung um ein Vielfaches anstieg. Auch tausende US-amerikanische und britische Soldaten, die im Krieg gegen Irak eingesetzt wurden, erkrankten in der Folge. Die Chemiewaffenbestände Iraks wurde nach Ende des Golfkriegs im April 1991 unter UN0-Aufsicht vollständig zerstört.
9. Lüge
Dennoch rechtfertigten US-Präsident George Bush und der britische Premierminister Tony Blair ihren völkerrechtswidrigen Krieg gegen Irak (3. Golfkrieg) vom Frühjahr 2003 mit der Lüge, Irak habe weiterhin chemische und darüber hinaus auch biologische und atomare Massenvernichtungswaffen. Dieser völkermörderische Krieg hatte fürchterliche Folgen. Über eine Million Iraker*innen wurden unmittelbar im Krieg getötet oder starben in der Folge, weil die amerikanischen und britischen Streitkräfte in großem Ausmaß überlebensnotwendige zivile Infrastruktur im Irak (Wasserleitungen, Elektrizitätswerke und Stromleitungen, Produkstionsstätten für Nahrungsmittel etc.) zerstört hatten. Wenn es gerecht in dieser Welt zugehen würde, wären Bush und Blair vom Internationalen Strafgerichtshof zu lebernslanger Haft verurteilt worden und säßen jetzt im Gefängnis. Stattdessen spielt Blair als zweiter Mann hinter Donald Trump in dessen sogenannten „Friedensrat“ für den Gazastreifen erneut eine unheilvolle Rolle im Nahen Osten.
Die USA und Großbritannien schufen mit dem Krieg gegen Irakvon 2003 und während der nachfolgenden achtjährigen Besatzung des Landes den Nährboden für die Entstehung des sogenannten „Islamischen Staats“, der dann nach dem Abzug der US-Besatzungstruppen ab 2014 ein Drittel des Iraks sowie über die Hälfte des sysrischen Territums eroberte .
10. Gefährliche Legenden
Hätte Irak zumindest ein kleines Atomwaffenarsenal besessen, wäre das Land nie von den USA und Großbritannien angegriffen worden: so lautete damals in manchen Hauptstädten nicht nur des Globalen Südens die Schlußfogerung aus dem Krieg, an dessen Ende Saddam Hussein von den US-Streitkräften gefangen genommen und ermordet wurde. Diese Schlußfolgerung stärkte die Militärs und Sicherheitspolitiker, die eine Beschaffung von Atomwaffen für Ihr Land befürworten, weil sie darin die einzig verläßliche Versicherung sehen, niemals von einem anderen Land angegriffen zu werden. Diese Verarbeitung des Irakkrieges schwächt die politische Bindungskraft des Abkommens zur Nichtverbreitung von Atomwaffen, Non Proliferation Treaty (NPT). Dasselbe gilt für die weitverbreitete Behauptung, die Ukraine wäre niemals von Russland angegriffen worden, wenn sie nicht mit Unterzeichnung des Budapester Memorandums im Jahr 1994 auf die damals noch auf ihrem Territorium lagernden Atomwaffen aus sowjetischen Zeiten verzichtet hätte. Diese Legende ist gefährlicher Unsinn. Denn die Atomwaffen, die damals noch in der Ukraine und auch in Weißrußland und in Kasachstan lagerten, waren zu jedem Zeitpunkt seit dem Ende der Sowjetunion im Dezember 1991 unter vollständiger Kontrolle Moskaus. Die Ukraine hatte zu keinem Zeitpunkt eine eigenständige Atomwaffenkapazität, mit der sie Russland hätte abschrecken und den im Februar 2022 begonnen Angriffskrieg gegen ihr Land verhindern können.
Wie 2003 im Krieg gegen Irak dienen auch im aktuellen völkerrechtswidrigen Krieg Israels und der USA gegen Iran angeblich vorhandene Atomwaffen als Rechtfertigung. Der Lüge von Netanjahu und Trump, Iran habe kurz vor der Fertigstellung einer Atombombe gestanden und stelle daher eine unmittelbare Bedrohung vor allem für Israel dar, haben die US-Geheimdienste eindeutig widersprochen. Dieser Krieg gegen Iran wird möglicherweise noch gravierendere Auswirkungen haben als der Irakktrieg von 2003: für die 90 Millionenn IranerInnen,und für die Stabilität ihre Landes, in dem es im schlimmsten Fall zu einem blutigen Bürgerkrieg kommen könnte. Und darüber hinaus für die Stabilität und die weitere militärische und sicherheitspolitische Entwicklung in der ganzen Region Westasien (Naher und Mittlerer Osten). Und auch für den atomaren Nichtverbreitungsvertrag (NPT). Saudi Arbeien, Ägypten, die Trükei, Irak, Syrien – sie alle werden ihre Schlußfolgerungen aus diesem israelisch-amerikanischen Krieg ziehen. Und sie werden mit Sicherheit die unilaterale Atomwaffenhegemonie Israels in Westasien nicht auf Dauer dulden. Im schlimmsten Fall könnte es in Westasien zu einem Rüstungswettlauf mit atomaren, chemischen und biologischen Massenvernichtungswaffen kommen.
Atomwaffen in/für Europa
Schon der aktuelle Status von Atomwaffen in den europäischen Mitgliedsstaaten der NATO sowie der Türkei stößt bei Staaten außerhalb Europas auf Kritik und Mißtrauen. Und dies völlig zu Recht. Denn zwei dieser Staaten – Frankreich und Großbritannien – besitzen Atomwaffen und weigern sich, genauso wie die drei anderen „offiziellen“ Atomwaffenmächte USA, China und Russland, seit jetzt 65 Jahren beharrlich, ihre Verpflichtung aus dem 1970 vereinbarten NPT zur Abrüstung ihrer atomaren Arsenale nachzukommen. Darüber hinaus sind in fünf weiteren Staaten – Deutschland, den Niederladen, Belgien, Italien und der Türkei – im Rahmen der sogenannten „nuklearen Teilhabe“ Atombomben der USA stationiert, die im Kriegsfall auch an die Luftstreitkräfte dieser fünf Länder zum Einsatz übergeben werden können. Das ist aus Sicht vieler KritikerInnen – auch nach meiner Einschätzung – zumindest ein Verstoß gegen den Geist des NPT, wenn nicht sogar gegen den Buchstaben dieses Vertrages.
Jegliche Form der Erweiterung dieses Status Quo, sei es durch die Mitverfügung Deutschlands und anderer Staaten über die Atomwaffen Frankreichs oder Großbritanniens, durch die Ausweitung der Teilhabe an Atomwaffen der USA durch ihre Stationierung in Polen oder anderen bislang atomwaffenfreien Ländern oder gar durch die Entwicklung von eigenen Atomwaffen durch welches europäische Land auch immer, würde mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Ende des NPT führen.
Die Debatte über eine eigenständige, von den USA unabhängige atomare Abschreckungskapazität Europas wird ja nicht erst seit Rußlands Krieg gegen die Ukraine geführt und unter Verweis auf die angebliche Absicht und angebliche militärische Fähigkeit Russlands, nach diesem Krieg die baltischen Staaten, Polen sowie spätestens zum Ende dieses Jahrzehnts auch Deutschland und andere NATO-Staaten anzugreifen. Dieses Bedohungszenario ist völlig überzogen und unseriös. Es gibt keinerlei Äußerungen Putins oder von Mitgliedern der Führung in Moskau, die diese Absicht erkennen lassen. Und die Regierung Putin wäre angesichts der militärischen Kräfteverhältnisse zwischen den NATO-Staaten und Rußland auch gar nicht in der Lage, einen solchen Krieg zu führen. Die Friedensbewegung wird diesem überzogenen Bedrohungsszenario, das ja zur Rechtfertigung der derzeitigen Aufrüstung und zur innergesellschaftlichen Militarisierung dient, allerdings nur glaubwürdig und mit Erfolg in der Öffentlichkeit widersprechen können, wenn sie den tatsächlichen heißen Krieg, den Rußland gegen die Ukraine führt, genauso klar als völkerrechtswidrig verurteilt, wie sie auch völkerrechtswidrige Kriege des Westens verurteilt hat. Da gibt es in Teilen der Friedensbewegung leider ziemliche Defizite.
Die Debatte um Atomwaffen für Europa begann bereits, nachdem Donald Trump in seinem ersten Präsidentschaftswahlkampf im Sommer 2016 die NATO für „obsolet“ erklärte. Bereits am Tag nach der ersten Amtseinführung Trumps im Januar 2017 erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter im ARD-Fernsehen, jetzt könne sich „Europa nicht mehr auf den nuklearen Schutzschirm der USA verlassen“, und erhob die Forderung nach Schaffung einer eigenständigen atomaren Bewaffung der EU. Konkret schlug Kiesewetter eine Mitverfügung Deutschlands über Frankreichs Atomwaffen vor. Im Wahlkampf zum EU-Parlament Anfang 2024 erhob dann auch die damalige sozialdemokratische Spitzenkandidatin Katharina Barley diese Forderung. Entsprechende Forderungen und Vorschläge werden seitdem immer häufiger laut angesichts der offensichtlichen Kumpanei zwischen Trump und Putin mit Blick auf den Ukrainekrieg, und weil die NATO-kritischen Äußerungen von Mitgliedern der Administration in Washington in Trumps zweiter Amtseit seit Anfang 2025 deutlich zugenommen haben. In der Debatte über eine militärische Unterstützung für Trumps völkerrechtswidrigen Krieg gegen Iran beschimpfte der US-Präsident die unwilligen europäischen Verbündeten als „unzuverlässig“ und „undankbar“ und drohte mit einem Austritt der USA aus der Militärallianz. Doch es ist ein Fehler, all die diesbezüglichen Äußerungen aus Washington für bare Münze zu halten. Sie werden überbewertet und instrumentalisiert, um die miltärische Aufrüstung der EU zu propagieren bis hin zu einer eigenständigen, von den USA unabhängigen atomaren Bewaffnung.
Natürlich verfolgt die Trump-Administration-noch stärker als all ihre Vorgänger, und dank Rußlands völkerrechtwidrigem Krieg gegen die Ukraine auch viel erfolgreicher, das Ziel, die finanziellen Lasten in der NATO umzuverteilen und die Europäer zu mehr Militärausgaben zu drängen. Doch davon abgesehen hat sich das grundlegende Interesse der USA an der NATO seit ihrer Gründung im Jahr 1949 auch unter Trump nicht verändert: die Militärallianz ist für ihre Führungsmacht das wichtigste Instrument zur Einflußnahme in und Kontrolle über Europa. Auch die Existenz von US-Militärbasen in Deutschland und anderen Staaten Europas sowie deren Nutzung für Washingtons globale Kriege und Drohneneinsätze wären ohne die NATO nicht möglich. All das wird auch Trump nicht aufgeben.
Die deutsche Debatte über Atomwaffen für Europa bezog sich zunächst nur auf das Modell einer Mitverfügung Deutschlands über die atomaren Arsenale Frankreichs und/oder Großbritanniens. Wobei von Goßbritannien seit dem EU-Austritt des Landes (Brexit) zumindest vorerst nicht mehr die Rede ist. Das Recht auf Mitverfügung reklamierte bereits Westdeutschlands sozial-liberale Regierung unter Bundeskanzler Willy Brandt. Als sie mit der Ratifizierung des NPT im Jahr 1972 den völkerrechtlichen Verzicht auf Atomwaffen erklärte, machte sie den Vorbehalt, daß dieser Verzicht nicht mehr gelte, wenn es im Zuge der europäischen Integration (wie sie inzwischen mit der EU erreicht ist) zu einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik Europas komme. Dann müßten auch die dann noch in Europa existierenden Atomwaffen vergemeinschaftet werden und Deutschland eine Mitverfügung – einen „zweiten Schlüssel“ – über diese Waffen erhalten. Im 4+2-Abkommen vom September 1990 wurde lediglich der Verzicht des wiedervereinigten Deutschland auf „die Entwicklung, den Besitz, die Lagerung und die Weitergabe“ von Atomwaffen vereinbart. Das Begehren der DDR-Delegation bei den 4+2-Verhandlungen, auch den Verzicht auf „Mitverfügung über Atomwaffen anderer Staaten“ in den Vertrag aufzunehmen, wurde von der westdeutschen Verhandlungsdelegation abgelehnt.
Inzwischen ist den Befürwortern allerdings immer deutlicher geworden, daß eine Mitverfügung Deutschlands oder anderer Staaten über die Atomwaffen Frankreichs für Paris nicht in Frage kommt. Präsident Emmanuel Macron schlug Anfang dieses Jahres lediglich vor, französische Atomwaffen vorwärts zu stationieren auf das Territorium Deutschlands. Diese Waffen sollen aber unter alleiniger Verfügung und Einsatzkontrolle durch Frankreich bleiben. Paris ist vor allem daran interessiert, daß sich Deutschland finanziell an der viele Milliarden teuren „Modernisierung der Force de Frappe“ beteiligt. Daher werden in jüngster Zeit immer mehr Stimmen laut – vor allem in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) – die ähnlich wie Konrad Adenauer in den 1950er Jahren für die nationale Beschaffung und Alleinverfügung Deutschlands von und über Atomwaffen plädieren. Sie argumentieren, da sich seit 1970 und erneut seit 1990 die geopolitischen Rahmenbedingungen grundlegend geändert hätten, sei auch eine Revision der im Rahmen des NPT und des 4+2-Abkommens eingegangenen völkerrechtlichen Verpflichtungen Deutschlands zum Atomwaffenverzicht erforderlich – sei es durch Aufkündung bzw. Austritt aus diesen Verträgen oder durch deren Neuverhandlung und Korrektur. Eine Aufkündigung oder der Austritt aus internationalen Verträgen ist grundsätzlich möglich unter Beachtung bestimmter Fristen und formaler Verfahrensregeln. Als Problem sehen die Befürworter eines solchens Vorgehens lediglich, daß nach einer Aufkündigung des 4+2-Vertrages milliardenschwere Reparationsforderungen auf die Bundesrepublik als Nachfolgestaat von NAZI-Deutchland zukommen könnten, die mit diesem Abkommen für endültig abgegolten erklärt wurden.
Über Andreas Zumach:
Andreas Zumach ist freier Journalist, Buchautor, Vortragsreferent und Moderator, Berlin. Von 1988- 2020 UNO- Korrespondent in Genf, für "die tageszeitung" (taz) in Berlin sowie für weitere Zeitungen, Rundfunk- und Fernsehanstalten. Seine Beiträge sind in der Regel Übernahmen von taz.de, mit freundlicher Genehmigung von Autor und Verlag.
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1/ „Die DDR in ihrem Endstadium war ein Land, dessen Müdigkeit und Verfall auf die in ihm lebenden Menschen abfärbte, die ihrerseits müde und verfallen durch den Tag schwappten, der ein Tag war, dessen Ende man herbeisehnte, aber niemals wirklich erwartete.“
„Diese #Müdigkeit war keine individuelle, keine psychologische, sondern eine strukturelle Müdigkeit. Sie war nicht Ausdruck von Faulheit oder Trägheit, sondern das Ergebnis eines jahrzehntelangen Umgangs mit Forderungen, die ihrerseits entweder aus Unter- oder Überforderungen bestanden; eines Lebens unter Bedingungen, die jedes Versprechen auf Zukunft entwerteten, ehe es ausgesprochen war. Vielleicht, so könnte man sagen, war diese Gesellschaft eine, die das Prinzip Hoffnung durch das Prinzip Erschöpfung ersetzt hatte. Der Mensch, dieser geschundene, vom Produktionsplan genormte Organismus, war im Grunde nichts anderes als eine wandelnde Sollgröße. Seine Funktion bestand darin, zu funktionieren.“
Jetzt also Müdigkeit. Eine neue These über den #Osten. Der Autor Lars Reyer ist 1977 bei #Zwickau geboren, war zur Wende also 12 Jahre alt. Er schreibt über seinen Vater.
Mir ist ja beim Lesen von #KatjaHoyer klar geworden, dass man nicht von DER DDR sprechen darf. Es gab viele DDRen. Einmal zeitlich mit der entsprechende ausgerichteten Politik. Phasen der Entspannung und Anspannung und dann gab es individuell ganz unterschiedliche Erfahrungen. Und es gab lokale Unterschiede.
Mit diesem Vorwort kann ich nun sagen, dass ich mit dem Autor überhaupt nicht übereinstimme. Das ist sicher auf den Altersunterschied zurückzuführen. Lars Reyer berichtet über seinen Vater, der müde und vielleicht resigniert war.
Für mich und viele andere war die Zeit in den 80er Jahren eine Zeit der Empörung aber auch der Hoffnung. In der #Sowjetunion hatte #Gorbatschow übernommen. #Glasnost und #Perestroika zogen ein. Das war auch in den Medien dort wahrnehmbar und schwappt zum Teil auch in die kleine DDR. In der sowjetischen Politzeitschrift Neue Zeit, die es auch in der DDR gab, standen unerhörte Dinge. Der Sputnik wurde verboten, Nummern der Neuen Zeit nicht ausgeliefert. In den Studiokinos der DDR waren Filme wie Vogelscheuche zu sehen, die der sowjetischen Gesellschaft ihr Bild vor Augen hielten in Form vom Umgang von Kindern untereinander. Unglaublich! Jadup und Böl kam in die Kinos. Ein sehr kritischer Film, der jahrelang im Eisschrank gelegen hatte.
Die Menschen äußerten ihren Unmut immer offener. Der Wahlbetrug bei den Kommunalwahlen wurde 1989 von kirchlich organisierten Gruppen zum ersten Mal nachgewiesen. Meine Schwester war bei Auszählungen in Wahllokalen dabei.
Es gab geduldete Untergrundmusik mit kritischen Texten. (#Punk, #dieAnderenBands) Theaterstücke, in denen man Kritik am Staat finden konnte, wenn man genauer hinschaute als die Zensur.
Die ganze Untergrundkunst in Dresden und Berlin (und sicher auch anderswo). Ausstellungen in Wohnzimmern.
Es brodelte und blubberte überall. Es stank, aber das war Teil vom Ganzen.
Es war klar, dass etwas passieren würde, nur nicht genau was. Bei der Armee mussten wir im Juni alle die chinesischen Propaganda-Filme sehen. Meine Kumpels waren dann auch im Oktober mit Schlagstöcken in Dresden. Ich war zum Glück schon raus.
Wir glaubten, dass wir den weiteren Verlauf würden steuern können, wenn sich die chinesische Lösung vermeiden ließe.
Wir lagen falsch.
Wir waren … wir waren alles, nur nicht müde.
Wir waren naiv.
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Neu im Comenius-Antiquariat 9.2.2026.
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#antiquariat #buchantiquariat #books #comenius_antiquariat #Russland #Sowjetunion #Sozialismus #Kommunismus #Marxismus #XIXJahrhundert #Vormaerz #Autobiographie #SchweizerLiteratur #LiteraturDeutschschweiz #Theatertexte #Dramen #Risorgimento #Partisanen #Philosophie #Antifaschismus #XXJahrhundert -
Neu im Comenius-Antiquariat 30.1.2026.
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Spätaussiedler in Deutschland - Russlanddeutsche – die unbekannten Einwanderer
Über russlanddeutsche Spätaussiedler gibt es viele falsche Vorurteile. Doch darüber hinaus ist wenig über sie bekannt. Wer sind die Russlanddeutschen wirklich?#Russlanddeutsche #Spätaussiedler #Einwanderung #Migration #Ukraine #AFD #CDU #HelmutKohl #Sowjetunion #Perestroika
Vorurteile und viele Klischees: Über Russlanddeutsche in Deutschland ist wenig bekannt -
Nach den Mondnazis kommen die Sowjet-Marsianer: Die Macher von „Iron Sky“ planen die Sci-Fi-Trilogie „Deep Red“ über eine geheime Sowjet-Stadt auf dem roten Planeten
https://oiger.de/2025/11/25/deep-red-nach-den-mondnazis-kommen-die-mars-kommunisten/195785
#Film #Finnland #Mars #IronSky #SciFi #Crowdfunding #Kommunisten #Sowjetunion #Groteske -
ANA: Was waren die Gründe für diese Verhaftungen in Belgien und Frankreich? Hast du viel Zeit im Gefängnis verbracht?Octavio Alberola: In Belgien wurden meine Partnerin Ariane und ich im Februar 1968 aufgrund einer Anzeige der franquistischen #Polizei verhaftet. Die Anklage lautete auf Besitz von zwei Pistolen und gefälschten Dokumenten, da sie die ursprüngliche Anschuldigung, die Entführung eines spanischen Diplomaten bei der EU geplant zu haben, nicht aufrechterhalten konnten. Ich wurde zu fünf Monaten Haft verurteilt, meine Partnerin zu zwei Monaten.
In Frankreich wurden wir im Mai 1974 verhaftet, nach der Freilassung des Direktors der Bilbao Bank in Paris, der entführt worden war, um die Hinrichtung des jungen katalanischen Anarchisten Salvador Puig Antich in Spanien anzugeprangern und die Hinrichtung zweier weiterer MIL-Militan (Iberische Befreiungsbewegung) zu verhindern. Sie verhafteten zehn unserer Genossen (Spanier und Franzosen) und beschuldigten mich, die Entführung organisiert zu haben (die Genossen, die sie durchgeführt hatten, konnten sie nie finden oder verhaften). Ich war derjenige, der am längsten inhaftiert war: neun Monate. Dann wurden wir zehn vorläufig freigelassen und mussten uns in Paris aufhalten. 1981, nach Francos Tod, gab es einen einwöchigen Strafprozess gegen uns, und wir wurden freigesprochen, weil die französische Polizei ihre Anschuldigungen nicht beweisen konnte.
ANA: Und du bist ohne Probleme nach Kuba eingereist? Hattest du keine Angst, ins Gefängnis zu kommen, da du wegen deiner Kritik an Fidel und dem Regime wahrscheinlich vom kubanischen Geheimdienst gesucht wurdest?
Octavio Alberola: Ich war bis Anfang der 1980er Jahre nicht mehr in Kuba... Aber ich war auf dem Weg nach #Peru und #Bolivien, um mich für die Wiederherstellung und Bewahrung des kollektiven Gedächtnisses in #Lateinamerika zu engagieren, unterstützt vom Amsterdamer Institut für Geschichte, der #Feltrinelli-#Bibliothek in #Mailand, der Bibliothek für internationale zeitgenössische Dokumentation in# Nanterre (Paris) und der #CIDA in Spanien. Dann, 1989 und 1992, habe ich eine ikonografische Ausstellung über den Einfluss der Französischen Revolution in Lateinamerika und eine weitere über 500 Jahre Kampf für Menschenrechte in Lateinamerika vorbereitet, anlässlich des 200. Jahrestags der Französischen Revolution und des 500. Jahrestags der Entdeckung Amerikas. Bei diesen Reisen wurde ich von europäischen Hochschuleinrichtungen unterstützt. Das letzte Mal war Ende der 1990er Jahre anlässlich des Gipfeltreffens der iberoamerikanischen Staatschefs in Havanna. Ich war dort, um Kontakte zu #Dissidentengruppen zu knüpfen, damit ein #Europaabgeordneter an einer Demo von Frauen von Gefangenen teilnehmen konnte... Wir hatten keine Probleme, reinzukommen oder Kontakte zu knüpfen, weil das Regime damals keinen Skandal wollte... Aber die Frauen und mehrere Dissidenten waren in der Nacht zuvor vorläufig festgenommen worden, sodass die Demo nicht stattfinden konnte und der Europaabgeordnete sich darauf beschränkte, eine Pressekonferenz mit den auf der Insel anwesenden europäischen Journalisten abzuhalten. Am Flughafen wurde ich für ein paar Stunden von der Staatssicherheit festgehalten, die mir mitteilte, dass ich während meines dreitägigen Aufenthalts auf der Insel überwacht worden war... Sie sagten mir, dass sie über meine Vergangenheit Bescheid wüssten, als wir gemeinsam gegen Batista gekämpft hatten... und schließlich ließen sie mich das Flugzeug zurück nach Paris nehmen. Es war klar, dass sie keinen Skandal verursachen wollten, solange die iberoamerikanischen Staatschefs noch auf der Insel waren.
ANA: Gibt es derzeit Raum für libertäre Debatten und Aktionen in Kuba? Wie siehst du die libertäre Landschaft in diesem Land?
Octavio Alberola: Es gibt „Räume“, insofern als die Kubaner ihre Angst, sich zu äußern, verlieren und das Regime (wie am Ende der Franco-Diktatur) nicht mehr so offen wie früher unterdrücken kann.
Das passiert auch mit den „Damas en Blanco” und anderen Oppositionsgruppen... Ich sehe die libertäre Perspektive ziemlich optimistisch, weil die Genossinnen, mit denen wir in Kontakt stehen (Mitglieder des Critical Observatory), sehr fähig und sich der Chance für Anarchistinnen bewusst sind, den falschen #Castro-Sozialismus zu entlarven und das revolutionäre Potenzial des libertären Sozialismus zu zeigen.
ANA: Stimmt es, dass ihr in den 1960er Jahren zwei Attentate auf General Franco organisiert habt? Was ist passiert?
Octavio Alberola: Das ist eine sehr lange Geschichte, aber ich werde versuchen, sie so kurz wie möglich zu machen. 1961 wurde auf dem CNT-Kongress in Limoges, Frankreich, die spanische libertäre Bewegung (MLE), die seit 1945 in zwei Flügel gespalten war, wieder vereint. Auf diesem Kongress wurde in einer geschlossenen Sitzung beschlossen, eine konspirative Organisation für den Kampf gegen die Franco-Diktatur zu gründen. Diese Organisation hieß Defensa Interior (DI) und sollte aus sieben Aktivisten der CNT, der #FAI und der FIJL bestehen. Anfang 1962 ernannte die Verteidigungskommission der #MLE die sieben Mitglieder der DI, und ich wurde als Vertreter der #FIJL (Libertäre Jugend) ausgewählt. Aus diesem Grund verließ ich Mexiko und schloss mich heimlich der DI in Frankreich und Spanien an. Die DI beschloss, Aktionen gegen die Franco-Diktatur zu starten, um die brutale Repression der Franco-Anhänger anzuprangern und Solidarität mit den in Spanien inhaftierten Gefangenen zu zeigen. Es wurde auch beschlossen, den Diktator zu töten, und zu diesem Zweck wurde eine erste Aktion gegen Franco vorbereitet. Diese Aktion fand im Sommer 1962 in San Sebastián statt, war aber wegen technischer Probleme (Batterie des Empfängers) und Informationsproblemen (Franco verzögerte seine Ankunft) erfolglos. Die Aktion sorgte für großes Aufsehen, und die Presse bezeichnete sie als gescheiterten Anschlag auf Francos Leben. Die Polizei von Franco nahm viele Leute aus baskischen Unabhängigkeitskreisen fest, musste sie aber wieder freilassen, weil sie die libertären DI-Mitglieder hinter dem Anschlag nicht identifizieren konnte. Im Sommer 1963 wurde eine weitere Aktion gegen Franco in Madrid geplant, als er auf dem Weg vom #Prado-Palast zum #Oriente-Palast war, um die Ernennungsschreiben der neuen Botschafter in Madrid entgegenzunehmen. Allerdings führten Umstände, die bis heute nicht ganz geklärt sind, zur Verhaftung von zwei Genossen aus der Gruppe, die den Anschlag auf Franco vorbereitet hatte, und zum Verlust des gesamten Materials, das für diese Aktion bestimmt war. Das Franco-Regime reagierte brutal und verurteilte innerhalb von 17 Tagen diese beiden Genossen, Francisco Granado und Joaquín Delgado, zum Tode und richtete sie hin. Außerdem nahm es wahllos zahlreiche Libertäre in Spanien und sogar in Frankreich fest, wo die französischen Behörden auf Anweisung des Franco-Regimes fast hundert junge Libertäre und einige alte Militante in verschiedenen Städten verhafteten. Diese Repression führte zur Lähmung der DI, und von da an setzte nur noch die FIIJL die Aktionen gegen die Franco-Diktatur fort. Weitere Informationen findest du in dem Buch „El anarquismo español y la acción revolucionaria (1961-1974)” und in Dokumentarfilmen auf TVE und dem europäischen Sender ARTE über die Anschläge auf Franco.
ANA: Wechseln wir das Thema. Wie beurteilst du die Tatsache, dass die Finanzkrise der letzten Jahre keine größeren Proteste in Europa ausgelöst hat?
Octavio Alberola: Die jüngste Finanzkrise hat in Europa keine größeren Proteste ausgelöst, obwohl sie erhebliche Folgen für die Beschäftigung hat, und zwar aus dem einfachen Grund, dass die meisten europäischen Arbeitnehmer ein hohes Kaufkraftniveau erreicht hatten und das Wirtschaftssystem diese Kaufkraft und damit ihre Konsumfähigkeit nicht drastisch eingeschränkt hat.
Ich glaube nicht, dass sich diese Situation in naher Zukunft ändern wird, und deshalb denke ich, dass das Kräfteverhältnis zugunsten des Kapitalismus bestehen bleiben wird ... bis sich die andere Krise, die ökologische, verschärft und der Mehrheit der Arbeitnehmer bewusst wird, welche Gefahr die Fortsetzung des kapitalistischen Systems für ihr Überleben darstellt. Dieses Bewusstsein könnte die Entstehung einer selbstverwalteten globalen Bewegung fördern, um den Planeten und die Menschheit vor allen Gefahren zu retten, die von der kapitalistischen und autoritären Verwaltung der menschlichen Gesellschaften ausgehen.
ANA: Gibt es einen Ort, an dem du mehr anarchistische Hoffnung, einen lebendigeren und inspirierenderen #Anarchismus siehst? Wird er von den jüngsten Ereignissen in #Griechenland beeinflusst?
Octavio Alberola: Was ich derzeit am hoffnungsvollsten finde, ist der Konsens vieler #Libertärer und #Marxisten in ihrer Kritik am #Autoritarismus und ihrer Wertschätzung von #Autonomie und #Selbstverwaltung. Dies ist ein spontanes und globales Phänomen, das dank des Internets und durch Netzwerke der Solidarität, des Dialogs und der Reflexion miteinander verbunden ist.
Es ist ein entschlossen undogmatischer Anarchismus, der außerhalb streng anarchistischer Kreise seinen größten Vertreter im französischen Philosophen Michel #Onfray gefunden hat (dessen Bücher in mehr als 15 Sprachen übersetzt wurden und dessen Auflagen sich auf Hunderttausende belaufen). Was in Griechenland passiert, kommt mir nicht wie eine besonders konsequente Manifestation anarchistischer Ideologie vor, da es mir so vorkommt, als würde die Konfrontation mit den Ordnungskräften um der Konfrontation willen überbetont, ohne dass eine echte Infragestellung der autoritären Ordnung stattfindet. Dieser Eindruck könnte allerdings auch daran liegen, dass wir nicht so leicht an ihre Texte kommen…
ANA: Zum Abschluss des Interviews, wenn du auf dein bisheriges Engagement zurückblickst, was waren deine größten anarchistischen Freuden?
Octavio Alberola: Meine größte Freude war es zu sehen, dass all die Anstrengungen und Opfer, die zwischen 1962 und 1967 von den jungen Libertären (#Spanier, #Franzosen, #Italiener, #Engländer, die in Spanien, aber auch in Frankreich, #Italien und #England unterdrückt wurden) unternommen wurden, um den anarchistischen revolutionären Aktivismus wiederzubeleben, nicht umsonst waren... Und zwar, weil sie entscheidend zu den Ereignissen vom Mai 1968 in Frankreich und anderen Ländern beigetragen haben, die von der anarchistischen Idee geprägt waren, alle Formen von Macht und #Dogmatismus in Frage zu stellen. Diese Infragestellung scheint mir ein wichtiger Beitrag zu dem hartnäckigen Streben nach einer egalitären und libertären Utopie zu sein, das die Menschheit seit Beginn der menschlichen Geschichte als ihr Ziel verfolgt, seitdem das Gehorchen und Befehlen die treibende Kraft der Menschheitsgeschichte geworden ist.
Joselito, 27. Juli via @freedomnews freedomnews..org.uk
Übersetzung, Bearbeitung und Korrektur: Thomas Trueten #Revolution #Aragon #Olot #Mexiko #Jugendbewegung #Oliver #Castro #Diaspora #Guerillakampf #Batista #Regime #Sowjetunion #Amerika #CNT #Limoges #Di #Franco #Leval #Katalonien #Andalusien #Madrid #GARI #Perpignan #Spanien #CGT #COJRA #Radio #Libertaire #Delgado #Granado #GALSIC #Kuba #ANA #Repression #Jalapa #Veracruz #Barcelona #Girona #Streik #Alayor #Menorca #Fraga #Kulturminister #Frankreich #Cervantes #Sozialismus #Institutionalisierung #Staatskapitalismus #Diktatur #Paris #Gewerkschaften #Buchhandlungen #Havanna #SAC #Schweden #Gewerkschaftsbewegung #Caudillismus #Betancourt #Trujillo
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Octavio Alberola Suriñach (1928–2025)
Der lebenslange CNT-Aktivist war Teil der kubanischen Revolution und hat sich im aktiven Widerstand gegen Franco engagiert.
Octavio Alberola Suriñach, der letzte Woche in Südfrankreich gestorben ist, war der Sohn rationalistischer Lehrer und libertärer Aktivisten. Sein Vater, José Alberola Navarro, war während der Spanischen #Revolution von 1936–1937 Bildungsrat des Rates von #Aragon, und seine Mutter, Carmen Suriñach, war Lehrerin aus #Olot.
1939 ging die Familie ins Exil nach #Mexiko. Dort studierte Alberola Bauingenieurwesen in #Mexiko-Stadt und wurde eine bekannte Figur in der libertären #Jugendbewegung. 1946 wurde er verhaftet und half bei der Gründung der mexikanischen libertären Jugendorganisation, ihres Medienarms „Alba Roja“ und der spanischen Anti-Franco-Jugend.
Ab 1957 organisierte er Kundgebungen in Mexiko und knüpfte Kontakte nach Europa. Er engagierte sich in der „Spanischen Bewegung 59“ (ME/59) und bereitete zusammen mit Juan García #Oliver G#uerillaaktionen vor. Außerdem unterstützte er Kubas „Bewegung des 26. Juli“ und half den #Castro-Brüdern mit Hilfe der anarchistischen #Diaspora in #Mexiko im #Guerillakampf gegen das #Batista-Regime. Die Ernüchterung kam, als sich das neue kubanische #Regime den Interessen der #Sowjetunion anschloss und seine Versprechen zur Unterstützung der iberischen Befreiung aufgab. 1960 wurde er Verteidigungssekretär der Nationalen Konföderation der Arbeit (CNT) in #Amerika und vertrat die mexikanische #CNT auf dem Kongress von #Limoges 1961, wo die geheime Defensa Interior (#DI) gegründet wurde, um das #Franco-Regime zu bekämpfen.
Der militante Flügel der DI unternahm mehrere erfolglose Attentate auf Franco. Von 1962 bis 1965 war Alberola zusammen mit García Oliver und Cipriano Mera im Untergrund in Frankreich aktiv. Ab 1965 war Alberola an zahlreichen Aktionen gegen Franco beteiligt. Er bevorzugte direkte Propagandaaktionen ohne Opfer und geriet in dieser Frage öffentlich mit Gaston #Leval aneinander. 1966 lehnte er die Fünf-Punkte-Bewegung ab, die die CNT schwächte und den Aufstieg autonomer anarchistischer Gruppen vor allem in #Katalonien, #Aragon, #Andalusien und #Madrid förderte.
Im selben Jahr schloss er sich der Libertären Jugendföderation (FIJL) und der Zeitschrift Presencia an und war Mitglied der Aktionsgruppe Primero de Mayo, die für spektakuläre Aktionen wie die Entführung des spanischen Botschafters im Vatikan in Rom (April 1966) und die versuchte Entführung des spanischen Botschafters in Belgien (1968) verantwortlich war. 1968 wurde er in Belgien verhaftet und verbrachte fünf Monate im Gefängnis.
Mitte der 1970er Jahre arbeitete Alberola als Erzieher in Lüttich und kehrte 1974 nach Frankreich zurück. Wegen seiner Beteiligung an der Entführung des spanischen Bankiers Baltasar Suárez und wegen seiner Mitgliedschaft in der #GARI (Gruppen für internationalistische revolutionäre Aktion) wurde er in Avignon verhaftet und zu neun Monaten Haft verurteilt.
Von 1975 bis zu seiner Pensionierung 1994 arbeitete er als Zeitungslayoutgrafiker und lebte in #Perpignan, wo er Vorträge in ganz #Spanien hielt und weiter schrieb. Er schrieb ohne Sektierertum für Publikationen der #CGT und der CNT. Außerdem war er Mitglied des #COJRA (Komitee für antiautoritäre Reflexionstage) und moderierte von 1980 bis 2000 die Sendung „Tribuna Latinoamericana” auf #Radio #Libertaire.
In den 2000er Jahren war er Mitbegründer der Bemühungen um die Wiederaufnahme des Prozesses gegen die 1963 hingerichteten Anarchisten Joaquín #Delgado und Francisco #Granado und half 2003 bei der Gründung von #GALSIC (Unterstützungsgruppen für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in #Kuba).
Er schrieb für viele Publikationen, darunter Cenit, El Viejo Topo, Tierra y Libertad, El Topo Avizor und andere.
Zu seinen Büchern gehören „Die Probleme der Wissenschaft: Determinismus und Freiheit“ (1951), „Spanischer Anarchismus und revolutionäre Aktion (1961–1974)“ und „Die libertäre Opposition gegen das Franco-Regime“ (1993).
Die folgenden Auszüge stammen aus einem Interview der Anarchist News Agency (#ANA) aus dem Jahr 2018
ANA: Wie bist du zum Anarchismus gekommen?
Octavio Alberola: Nun, ohne Zweifel durch das, was ich mit meinen Eltern erlebt habe, die mitten in den Ereignissen standen. Genauer gesagt: durch ihre Beziehungen zu anderen Klassengenossen, durch ihre Arbeit als rationalistische Lehrer, durch das Erleben der Folgen der #Repression, unter der sie litten, und höchstwahrscheinlich auch durch die Diskussionen, Lektüren und Propagandaaktionen, an denen ich nach und nach mit ihnen und ihren CNT-Genossen teilnahm, sowohl in Spanien als auch später im Exil: zuerst in Frankreich und dann in Mexiko. Auch durch meine Diskussionen mit meinen Klassengenossen über verschiedene politische, soziale und kulturelle Themen und durch die Konfrontation mit der autoritären Disziplin des Lehrpersonals an der Sekundar- und Vorbereitungsschule in #Jalapa, der Hauptstadt des Bundesstaates #Veracruz in der mexikanischen Republik. Aber vielleicht haben sich meine anarchistischen Ideen erst richtig entwickelt, als ich nach Mexiko-Stadt zog, um mein Studium zu beginnen, weil ich mich in der mexikanischen libertären Jugendorganisation engagierte und kurz danach mit drei anderen jungen Leuten eine (geheime) Zelle teilen musste. Die mexikanischen Behörden sperrten uns einen Monat lang in diese Zelle, nachdem sie uns verhaftet hatten, weil wir ein libertäres Manifest in den Straßen von Mexiko-Stadt verteilt hatten.
ANA: War deine Familie anarchistisch?
Octavio Alberola: Mein Vater war der Sohn von Bauern aus #Aragón, die um 1899/90 nach #Barcelona ausgewandert waren. Als junger Mann besuchte er die moderne Schule Francisco Ferrer y Guardia. Er lernte meine Mutter in Olot in der Provinz #Girona nach einem #Streik kennen, der zum ersten Mal eine 48Stunden-Woche durchgesetzt hatte. Er wurde deportiert und war 1928, als ich geboren wurde, rationalistischer Lehrer an der säkularen Schule in #Alayor auf #Menorca, Balearen. 1936, während des Militärputsches, war er in #Fraga, Aragon, und unterrichtete an der rationalistischen Schule der CNT. Als nach dem 18. Juli der Rat von Aragon gegründet wurde, wurde mein Vater zum #Kulturminister ernannt. Nach dem Krieg gingen wir nach #Frankreich und dann ins Exil nach Mexiko. Dort war er Direktor der #Cervantes-Schule in der Stadt #Jalapa im Bundesstaat Veracruz. Meine Mutter half ihm immer bei seinem rationalistischen Unterricht.
ANA: War es in Mexiko, wo du zum ersten Mal mit Mitgliedern der kubanischen libertären Vereinigung in Kontakt kamst?
Octavio Alberola: 1956 wurde ich von kubanischen Exilanten in Mexiko kontaktiert, vor allem von denen der Bewegung 26. Juli und der Revolutionären Studentendirektion. Ich habe mit ihnen zusammengearbeitet, bis die Diktatur von General #Batista gestürzt wurde. Es war wirklich eine sehr turbulente Zeit, die viele Hoffnungen auf die Möglichkeit eines #Sozialismus in Freiheit weckte; aber mit der #Institutionalisierung der kubanischen #Revolution unter dem #Staatskapitalismus und der #Diktatur habe ich den Kontakt zu den Castro-Anhängern abgebrochen. 1961 traf ich mehrere kubanische Libertäre, die in der Sierra Maestra gekämpft hatten, aber erst viele Jahre später begann ich, mit meinen MLC-Genossen zu schreiben. Diese Kontakte wurden durch die Reise von Frank #Fernández nach #Paris im Jahr 2000 konkret. Kurz zuvor hatte er zur Gründung der Unterstützungsgruppe für Libertäre und unabhängige Gewerkschafter in Kuba (GALSIC) beigetragen. Aber seit Anfang der 1990er Jahre war ich stark mit den kubanischen linken Dissidenten verbunden, die nach Frankreich kamen, und Ende der 1990er Jahre reiste ich nach Kuba, um den sogenannten #Gewerkschaften und unabhängigen #Buchhandlungen zu helfen, die anlässlich des iberoamerikanischen Gipfeltreffens der Staatschefs in #Havanna eine Demonstration der Frauen der Gefangenen (die Vorgängerinnen der Frauen in Weiß) organisieren wollten. Ich habe die Hilfe der #SAC (#Schweden) in Anspruch genommen, um den Dokumentarfilm über die #Gewerkschaftsbewegung in Kuba zu drehen.
ANA: Gibt es eine Episode aus diesen Jahren, die dich besonders geprägt hat?
Octavio Alberola: Eine Episode, die ich nie vergessen habe und die bereits damals für die Zukunft sehr bedeutsam war, war die Konfrontation, die ich 1958 bei einer Veranstaltung im Spanischen Athenaeum in Mexiko mit Mitgliedern der Bewegung des 26. Juli hatte. Sie versuchten, einen jungen Schwarzen aus dem Revolutionären Studentendirektorium, der gerade heimlich die Insel verlassen hatte, daran zu hindern, seine Rede fortzusetzen, nachdem er die Gefahr des #Caudillismus im Kampf gegen die Batista-Diktatur angeprangert hatte. Da ich die Veranstaltung leitete, gelang es mir, dafür zu sorgen, dass der junge Schwarze am Mikrofon bleiben und seine Rede beenden konnte. Es war eine Konfrontation, die einen Vorgeschmack auf den Machtkampf nach Batistas Sturz gab.
ANA: Was war der schwierigste Moment in dieser Zeit?
Octavio Alberola: Der schwierigste Moment war, als die mexikanischen Behörden mich unter Beobachtung stellten (mehrere Agenten folgten mir in einem Auto ...) unter dem Vorwand, ich könnte nach dem Anschlag auf den Venezolaner #Betancourt das Ziel eines Anschlags (durch #Trujillo-Anhänger) sein. Das bestätigte mir natürlich, dass ich schon seit einiger Zeit überwacht wurde... Später, in Europa, waren die schwierigsten Momente meine drei Verhaftungen (zuerst durch die belgischen Behörden und dann zweimal durch die französischen).
(...)
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«Sikorsky sprach über Putin, die Bedrohung durch Russland und nannte ein unerwartetes Szenario»
#Ukraine #Außenminister #Belarus #Diktatur #Estland #Ideologie #Krieg #Lettland #Litauen #Nato #Personal #RadoslawSikorski #Russland #Sowjetunion #Waffenstillstand #Weißrussland #WladimirPutin
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Unser Host Juan Moreno ging in seiner Jugend gegen Aufrüstung auf die Straße. Er war immer felsenfest überzeugt, dass Deutschland nie eine Atombombe haben sollte. Mittlerweile ist er sich nicht mehr sicher.#PodcastsvomSPIEGEL #AchtMilliarden #Deutschland #Europa #Russland #Amerika #SigmarGabriel #Sowjetunion
Vom Pershing-Protest zum Dreifach-Wumms: Die Bombe und ich -
Eine ethische Einschätzung der momentanen Weltlage und der "neuen" Rolle Europas in der Welt
https://www.youtube.com/watch?v=HFKGXW6cCW4
#Weltordnung #Weltunordnung #Weltpolitik #Kurden #Kurdistan #StarWars #HerrDerRinge #Superhelden #Großmächte #Weltmacht #Weltmächte #USA #Sowjetunion #Russland #Irak #SaddamHussein #Türkei #Europa #EU #EuropäischeUnion #AmericaFirst #DeutschlandZuerst #Machiavelli #Weltstaat #DemokratischerWeltstaat #Putin #Dilemmata #Gefangenendilemma
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„die dunklen Aspekte der Geschichte der Stadt nicht zu schönen“ ...
Die Befreiung vom Faschismus durch die Sowjetunion ist also ein „dunkler Aspekt der Geschichte der Stadt“?? Der Moment, wenn die bürgerliche Doppelmoral anfängt mit offenem Faschismus zu verschwimmen.
#Wien #Kommunismus #Stalin #Faschismus #Verharmlosung #Politik #Österreich #Befreiung #Geschichtsrevisionismus #Sowjetunion #UdSSR #Sozialismus #ZweiterWeltkrieg
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Propagandaalben der Sowjetunion:
Im Blog "Bookarts" stellt Viola Hildebrandt-Schat das Buch "10 let Uzbekistana" vor, das bereits zwei Jahre nach Erscheinen aus dem Verkehr gezogen wurde - zu viele der abgebildeten Helden waren dem Regime Stalins zum Opfer gefallen.
Der #Hingucker heute bei uns im Slider:
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Mit 10 Jahren schrieb Samantha Smith 1982 dem damaligen Kremlchef Juri Andropow einen Brief, der für Schlagzeilen sorgte. An ihrem 50. Geburtstag ist er erschreckend aktuell.
Samantha Smith: Friedensikone im Kalten Krieg | DW | 28.06.2022
#SamanthaSmith #Brief #Andropow #KalterKrieg #USA #Sowjetunion #Atomkrieg -
#Zwischenfall am 26.09.1983.
#Offizier des #sowjetischen #Frühwarnzentrums Stanislaw #Petrow hat durch die #Verweigerung einen #Befehl zu #befolgen einen #Atomkrieg #verhindert, bzw. hinausgezögert.
Solange das #Risiko der #Ablehnung eines #atomaren #Drohszenarios #größer ist, als das #Hinauszögern von #Annahme und #Ablehnung geht das #Spiel weiter.
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Kirgistan hat eine Zivilgesellschaft, aber ein unzufriedener Teil der Elite nutzt gern einmal den Unmut der Bevölkerung für eigene Zwecke aus.
Gewaltausbruch in Kirgistan: Brüchige Demokratie