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#receptayyiperdogan — Public Fediverse posts

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  1. Massives Containment

    Einst galt Istanbul als Kunstmetropole. Doch durch staatliche Repressionen unter Erdoğan kann gerade queere Kunst kaum mehr stattfinden – und Solidarität mit Kunstschaffenden bleibt aus

    „Taner Taner“. Unter diesem harmlosen Titel stellte der türkische Künstler Taner Ceylan auf der Istanbul-Biennale 2003 eine Serie reichlich gewagter Ölgemälde aus. Auf ihnen war der Künstler im sexuellen Analverkehr mit sich selbst zu sehen.

    Man konnte Ceylans Arbeiten als eine Metapher für die autopoietische Obsession von Künst­le­r:i­nen mit sich selbst lesen. Man konnte sie aber auch als ein Bekenntnis zu dem lesen, was in der Türkei rechtlich nicht strafbar ist: der Liebe zwischen Männern. Wichtiger noch: Die öffentliche Präsentation der Werke erregte damals kaum Protest.

    Der in Deutschland geborene Ceylan sitzt nicht im Gefängnis. Seine Website mit seinem vor queerer Erotik mehr als knisterndem Œuvre ist derzeit noch frei zugänglich. Doch eine ähnliche Präsentation queerer Motive würde sich der viel gefragte Künstler, dessen Arbeiten in vielen Privatsammlungen der Türkei hängen, heute vermutlich gut überlegen.

    Mit Blick auf die Pride-Märsche in der Türkei hatte Ceylan 2014 noch konstatiert: „Jedes Mal kommen mehr Menschen dazu, um öffentlich für mehr Rechte zu demonstrieren. Da wird sich noch viel verändern. Und vermutlich bald.“ Vor knapp drei Wochen ist das genaue Gegenteil eingetreten.

    Queerfeindlichkeit im Namen der Familie

    Mit den landesweiten Razzien gegen türkische LGTBQI+-Vereine, Bars und Organisationen unter dem Motto „Wir sichern die Familie“, hat die islamische Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdoğan unmissverständlich demonstriert, dass sie der Szene nicht einmal mehr mit repressiver Toleranz begegnen will, wie bisher, sondern auf massives Containment setzt.

    Ganz unerwartet kam der Schlag nicht. Mit dem Anti-LGTBTQI+-Donnerwort „Perverse Ideologie“ hatte der Staatschef schon Anfang 2025 in Ankara das „Jahr der Familie“ ausgerufen. Heftig attackiert der martialische Muslim die queere Community seitdem beständig als Teil einer ausländischen Verschwörung, die das Ziel habe, die türkische Gesellschaft zu untergraben.

    Jüngstes Opfer: Das unabhängige Onlinemedium T24. Wegen der angeblichen Verbreitung von „Obszönität“ verlor es vor wenigen Tagen die Lizenz. Ein Vorwurf, der schon kurz zuvor dem offen schwulen Sänger Mabel Matiz eine Anklage samt Strafandrohung von drei Jahren eintrug. In seinem Musikvideo zu seinem Lied „Ha Leylim“ tanzen zwei Männer aufreizend zusammen am Strand.

    Das jetzige Vorgehen ist das bislang härteste seit der gewaltsamen Niederschlagung der Istanbuler Pride 2015 im Gefolge einer überraschenden AKP-Wahlniederlage. Der Schlag ist ein weiterer Schritt in dem seit Erdoğans Amtsantritt 2002 sukzessive durchgesetzten Kulturwandel. Er soll die Gesellschaft weiter in das rigide Moralkorsett des sunnitischen Mehrheitsislams und seiner Körperpolitik zwängen.

    Regenbogen als feindliche Symbolik

    Ein neues Justizpaket verfolgt das Verbot von Geschlechtsumwandlungen und die Darstellung von LGTBQI+-Symbolen in Kunst und Kultur. Von Motiven in Kinderbüchern bis zur Einkaufstasche: Der Regenbogen ist im türkischen Alltag zum gefährlichen Symbol geworden.

    Die Aktion macht die LGTBQI+Community aber auch zum Sündenbock, mit dessen Hilfe die Regierung von der schlechten Wirtschaftsentwicklung, diversen Korruptionsskandalen und Erdoğans Versuch ablenken kann, die Präsidentenfamilie als Dynastie zu etablieren.

    Der Journalist und Menschenrechtsaktivist Yıldız Tar wurde im Sommer für vier Monate inhaftiert, da er Chefredakteur des verbotenen Onlineportals von KaosGL ist. Er verweist auf Erdoğans Kalkül, im Vorfeld der nächsten Präsidentschaftswahlen die LGTBQI+-Identität und -Bewegung als „Testfeld“ zu erproben.

    „Wir sind das Labor der Regierung. Wenn eine gegen uns gerichtete Maßnahme Wirkung zeigt, wird sie auf andere gesellschaftliche Gruppen ausgeweitet. Für die Regierung ist eine Rhetorik gegen LGTBQI+-Personen ein wichtiges Instrument im Wahlkampf. Sie nutzt dies zudem, um gezielt gegen Oppositionelle vorzugehen, die sich solidarisch mit uns zeigen.“

    Bloß nicht auffallen

    Wer sich dieser Tage in der Szene mit der Frage umhört, wie es nach den Razzien nun weitergeht, erntet lautes Schweigen. Öffentlich Stellung beziehen zu der Repressionswelle will niemand. „Wir sind zutiefst beunruhigt und haben Angst“, heißt es immer wieder stereotyp. Ein sichtbares Zeichen der Solidarität, wie es beispielsweise die Kunstmesse Contemporary Istanbul 2022 setzte, würde heute niemand mehr so unterstützen. Der Kunstbetrieb agiert wie unter Schalldämpfer: Bloß nicht auffallen, ist die unausgesprochene Devise.

    Auch in der kritischen Zivilgesellschaft der Türkei ist Erdoğans Strategie der Verbreitung von Furcht aufgegangen. Schon lange vollzieht sich ein intellektueller Exodus: Immer mehr Kulturschaffende ziehen sich aus der einst als „Cool Istanbul“ gefeierten Metropole zurück. Längst lebt und arbeitet ein Großteil der queeren Community in der deutschen Hauptstadt.

    Wir sind zutiefst beunruhigt und haben Angst, heißt es immer wieder

    Der verbliebene Rest versucht, mit heiterem Trotz auf die aussichtslose Lage zu reagieren: „Save The Night from Darkness“ nannte etwa die Fotografin Üzüm Derim Solak Anfang des vergangenen Jahres am Goldenen Horn ein Bild in der kleinen LGTBQI+-Solidaritäts-Ausstellung „Anlatı Gücü İttifakı / Narrative Power Alliance“. Darauf zu sehen sind eine trans Frau und ein nichtbinärer Mann, die sich gegenüberstehen und in die Augen schauen; beide haben sanft einen transparenten Schal um die Schultern gelegt, hinter ihnen die ikonische Kulisse der erleuchteten Bosporusbrücke, die zwei Kontinente verbindet.

    Die Falle der Angst

    Solaks gleichsam träumerisch getriggerte Gegenerzählung, die Hoffnung auf eine andere Begegnung diversester Geschlechter, ist nach den jüngsten Geschehnissen an ein vorläufiges Ende gekommen. Es herrscht einmal mehr Finsternis am Bosporus. Umso respektheischender klingt, was Yıldız Tar der grassierenden Hoffnungslosigkeit entgegensetzt: „Die größte Falle, vor der die Opposition in der Türkei steht, ist die Angst. Wir dürfen nicht in die Falle der Angst tappen.“

    „Sie können uns unsere Freude nicht stehlen“, fügt die im Hochsicherheitsgefängnis Sincan bei Ankara inhaftierte KaosGL-Vorständin Selin Berghan in einer von der 1996 gegründeten International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (Ilga) organisierten Solidaritätsaktion „Letters From Activists imprisoned in Turkey“ hinzu.

    Ein Motto, das dem international gefeierten Meister des „erotischen Realismus“, Taner Ceylan, gefallen dürfte: „Wenn es um Emotionen geht, gibt es keinen Unterschied zwischen Gegenwart und Vergangenheit“, erklärte er im Frühjahr einem Bewunderer die Antriebskraft seiner Arbeit. „Unsere Freude, Traurigkeit, Wut und Trauer – alles bleibt gleich.“

    Links wurden nachträglich eingefügt.

    Über Ingo Arend:

    Der Autor ist Politologe und Historiker, er schreibt über Kunst und Politik. Stationen machte er beim Freitag, bei der taz und beim Deutschlandfunk Kultur. Er ist Mitglied im Präsidium der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK).

  2. Trump says he may ask Erdoğan to intervene in Yemen conflict

    U.S. President Donald Trump said Tuesday he may seek President Recep Tayyip Erdoğan’s help in addressing escalating Houthi…
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  3. europesays.com/people/263800/ KRG chief Barzani: Erdoğan deserves Nobel Peace Prize for resolving Türkiye’s Kurdish issue #RecepTayyipErdoğan

  4. Erdogan announces referral of the “Mecca Agreement” for joint defense to the Turkish Parliament

    Turkish President Recep Tayyip Erdogan announced on Monday that his country will submit the Mecca Joint Defense Agreement…
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  5. Turkish president condemns Riyadh airport attack, backs Saudi Arabia

    Turkish President Recep Tayyip Erdoğan has voiced Türkiye’s support for Saudi Arabia following a deadly Houthi attack on…
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  6. Erdogan Says Turkey Will Submit Mecca Mutual Defense Agreement With Saudi Arabia, Pakistan To Parliament: how 13 outlets framed it

    Mecca pact heads to Turkey’s parliament Turkish President Recep Tayyip Erdoğan said Ankara will submit the Mecca Agreement…
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  7. Erdogan to submit Saudi defence pact to Turkish parliament after Houthi attacks

    ANKARA — Turkish President Recep Tayyip Erdoğan said on Monday that his government would submit the Makkah Agreement…
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  8. Erdogan to submit Saudi defence pact to Turkish parliament after Houthi attacks

    ANKARA — Turkish President Recep Tayyip Erdoğan said on Monday that his government would submit the Makkah Agreement…
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  9. europesays.com/people/263430/ Erdogan to submit Saudi defence pact to Turkish parliament after Houthi attacks #RecepTayyipErdoğan

  10. Türkiye strongly condemns Houthi attack on Saudi airport: Erdoğan

    Türkiye strongly condemns the recent Houthi attack on Saudi Arabia that left 12 people killed, President Recep Tayyip…
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    europesays.com/turkiye/60250/

  11. Turkey passes law to end PKK insurgency through disarmament

    On August 10, 2026, the Turkish parliament passed, by 467 votes in the 600-seat legislature, a law putting…
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  12. Erdoğan stresses food security, waste reduction ahead of COP31

    President Recep Tayyip Erdoğan said Türkiye considers access to safe food a fundamental element of national security, warning…
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  13. Türkiye’s AK Party maintains lead against YP

    The ruling Justice and Development Party (AK Party) is going through a challenging period, but a new survey…
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  14. Erdoğan and Trump: New framework for regional cooperation

    The alignment in Türkiye-U.S. relations during Donald Trump’s second presidential term has enhanced the two countries’ capacity to…
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  15. Troubled funds, terror-free Türkiye on the agenda as the Cabinet meets

    After a two-week hiatus, President Recep Tayyip Erdoğan will convene the Cabinet on Monday. The investigation into investment…
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  16. Turkey’s Erdogan again raises Kashmir issue at UNGA, calls for dialogue under UN Charter

    Turkish President Recep Tayyip Erdogan on Tuesday again raised the Kashmir issue at the United Nations General Assembly,…
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  17. Erdoğan hails Turkic co-op in global youth event

    The Turkic World Youth Gathering brought together hundreds of youth in the northwestern Turkish province of Kocaeli this…
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    europesays.com/turkiye/60048/

  18. The Voice of the Global Conscience and the Will to Rebuild

    Defending human nature against global cultural hegemony The increasingly prominent emphasis on protecting the family in Erdoğan’s speeches…
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    europesays.com/turkiye/60046/

  19. Mayor of Türkiye’s Izmir says he braved risks to switch to AK Party

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    europesays.com/turkiye/60028/

  20. Erdoğan backs Teknofest youth against tech oligarchs’ influence

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    europesays.com/turkiye/59976/

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