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#revolutionsgarden — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #revolutionsgarden, aggregated by home.social.

  1. Iran: Die Macht kommt aus den Gewehrläufen

    Der Krieg mit den USA und Israel hat den Einfluss der Revolutionsgarden im Iran noch verstärkt. Während die Institutionen der Islamischen Republik formal bestehen bleiben, verlagert sich die politische, militärische und wirtschaftliche Macht.

    woxx.lu/iran-die-macht-kommt-a

  2. Gerade Eilmeldung zum Irankrieg: Der Iran habe seine Teilnahme an den Verhandlungen mit den USA abgesagt!

    Die fossil finanzierten Revolutionsgarden gehen offensichtlich davon aus, weitere Bombardierungen und ggf. gar Bodentruppen gegen Kharg überleben zu können.

    #Iran #USA #Irankrieg #Revolutionsgarden #Eilmeldungen scilogs.spektrum.de/natur-des-

  3. Komisch die Huldigung an den #Patrichat im #WhiteHouse, hat jetzt doch Konsequenzen

    #BigTec wird als offizielles Ziel von #Iran #revolutionsgarden deklariert

    <Wann wird der #kriegsprasident mit #Fifa #Friedenspreis endlich vom eigenem Volk gestoppt?>

    #IranKrieg #Trump #mannerdiedieweltverbrennen

    Iran threatens Nvidia, Apple and other tech giants with attacks
    cnbc.com/2026/04/01/iran-irgc-

  4. Schon mitten im Krieg?

    Donald Trump hat den Iran angegriffen und mit inkompetenter Kriegsführung seines “Kriegsministers” Hegseth versucht, aus der Luft einen Systemwechsel im Iran herbeizubomben.  Im Iran stützt sich das Mullah-Regime auf etwa 1 Million Männer – 200.000 fanatische Elitekrieger der Revolutionsgarden, die ökonomisch existenziell mit dem Regime verflochten sind, etwa 200.000 weitere Freischärler und 600.000 reguläre Soldaten des Militärs. Das Regime hat sich gesellschaftlich tief eingegraben und ist darauf vorbereitet, jeden getöteten Repräsentanten des Regimes schnell zu ersetzen. Und es führt einen strategisch lang überlegten und geplanten Wirtschaftskrieg gegen nahezu die gesamte Menschheit. Zwei von ihrer eigenen Hybris getriebene Selbstüberschätzer namens Donald Trump und Benjamin Netanjahu wurden von ihrer Egos dazu verleitet, einen Krieg zu beginnen, der in einen Flächenbrand münden könnte.

    Dieser Krieg ist und bleibt völkerrechtswidrig, auch wenn die Morde des Regimes an zehntausenden eigenen Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls eine brutale Verletzung des Völkerrechts sind. Aber um einzugreifen, hätte es eines Beschlusses des UN-Sicherheitsrats bedurft, Auch wenn diesen Beschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit Putin und Xi durch ein Veto verhindert hätten, wäre es nicht wie jetzt ein massiver Schlag gegen jedes internationale Recht gewesen.  Als Ignorant von Recht und Gesetz jedoch behauptet Trump einfach, dass er doch gar keine andere Alternativen hahabt hätte und tritt die Wirkung des Völkerrechts und die UNO wie die Demokratie in die Tonne.

    Einzig erfolgreiche Regimewechsel: 2. Weltkrieg und Bosnien/Herzegowina

    Das fast 50 Jahre lang einzige Beispiel für einen erfolgreichen Systemwechsel durch Krieg war der 2. Weltkrieg, mit dem von einer systemübergreifenden Allianz beendeten Kriegsterror Nazi-Deutschlands und Japans ein Regimewechsel zur Demokratie von außen durchgesetzt wurde. Dieser Krieg kostete 60 Millionen Tote und führte zur Gründung der UNO, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und begründete die heutige  internationale Ordnung  und gewisse gemeinsame Mindeststandards von Zivilisation. Bosnien/Herzegowina ist ein positives Beispiel, wo das Völkerrecht mit großen Anstrengungen durchgesetzt, Kriegsverbrecher vor den internationalen Gerichtshof gestellt wurden und heute Versöhnung und demokratische Verfassung herrschen. Der Irak-Krieg und seine Folgen erwies sich als ebensolches Desaster, wie Afghanistan, Libyen und möglicherweise auch Syrien, wo sich die IS-Nachfolger mit Unterstützung von Erdogans Türkei ein freundliches Gesicht aufgesetzt haben, aber weiterhin die Kurden und Drusen verfolgen.

    Gibt es eine gemeinsame Strategie der USA und Israels?

    Offensichtlich ist es so, dass Israel eine Strategie des Regime Change im Iran betreibt, Donald Trump jedoch dieses Ziel gar nicht teilt. Wie anders ist der Aufruf der US-Regierung an die Revolutionsgarden zu verstehen, dass ihnen, den systematischen Mördern und Folterern, Menschenrechtsverletzern und Frauenunterdrückern von Trump Amnestie, Freiheit von Verfolgung und Verurteilung ihrer systematischen Verbrechen versprochen wird. Das ist ein nachträglicher Schlag ins Gesicht für Roosevelt und die Alliierten durch Trump. Hätten sie so gehandelt, hätte es in Deutschland weder Nürnberger Prozesse, noch eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und in Japan keine Demilitarisierung gegeben. Ganz abgesehen davon, dass eine solche weiter in ihren Strukturen nicht veränderte Macht des Regimes auch für Israel keine Sicherheit auf Dauer bedeuten würde.

    Brüder im Ungeist auf beiden Seiten

    Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Trumps Ansammlung von Machos und Autoritaristen, die einem ganz ähnlichen Denken über Frauenrolle, Gewalt und Folter, Recht und Gerechtigkeit anhängen, wie das iranische Mullah-Regime, solch ein Angebot macht. Hinzu kommt, dass Trump und seine Komplizen im Amt dabei öffentlich angebliches “Christentum” heucheln, ähnlich, wie die iranischen Menschenschinder schamlos den Islam für ihre Zwecke instrumentalisieren. Es liegt nache, dass Trump überhaupt kein Problem darin sähe, wenn – wie in Venezuela – eine seinen Interessen willige Person oder Gruppe den iranischen Machtapparat übernähme und in den Dienst der USA und  der Ölkonzerne stellte.

    Das US-Wahlrecht wird eingeschränkt

    Der MAGA-Clique an den Hebeln der Macht in Washington ist nun im Kriegsverlauf offensichtlich klar geworden, dass steigende Ölpreise, steigende Düngemittelpreise, die vor allem afrikanische Staaten bedrohen werden, steigende Inflation und damit Zinsen eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft sind, und die Machtphantasien Trumps und seiner Handlanger bei den Midterm-Wahlen der USA im November ihre Träume zum Platzen bringen lassen könnten. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen,  nach Meinung mancher pessimistischer Analysten sogar so gut wie sicher, dass diese “Midterms” keine freien Wahlen mehr sein werden. Laut  “Spiegel” liegt bereits ein Paket von Gesetzesänderungen bzw. Dekreten auf dem Schreibtisch Donald Trumps, mit dem die Briefwahl praktisch abgeschafft, die Zahl der Wahllokale drastisch reduziert und die Stimmabgabe an Reisepässe – ein Dokument, das in den USA nur ein geringer Teil der Bevölkerung überhaupt besitzt – gebunden und in trump-freundlichen Staaten weitere Wahlkreise zugunsten der Republikaner zugeschnitten werden sollen.

    Israel verfolgt den ultimativen Systemwechsel

    Benjamin Netanjahu dagegen hat offensichtlich von langer Hand vorbereitet mit dem Krieg einen Plan verfolgt, im Iran einen Systemwechsel durchzusetzen und gleichzeitig die blutigen Hilfstruppen des Iran, Hamas, Hisbollah und die Huthis sowie möglicherweise noch die schiitischen Milizen im Irak, die bisher nicht angegriffen wurden, zu zerschlagen, um die seit 47 Jahren verfolgte Strategie des schiitischen Terrorismus zur Vernichtung Israels zu beenden. Er zumindest verfolgt bei seiner mörderischen Strategie das Ziel, die Würdenträger und Köpfe des Regimes zu vernichten. Und damit glaubt er, auch die in diesen Köpfen existierenden Ideologien ausrotten zu können. Dass er stattdessen den Hass, den die Ideologen der iranischen Schiiten verbreiten und den die sunnitischen Nachbarn in geringerem Umfang teilen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt schürt und vertieft, scheint ihm dabei nicht in den Sinn zu kommen. Dabei waren der Mossad und die israelische Außenpolitik früher einmal wesentlich klüger. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit der israelischen Botschaft Ende der 80er Jahre in der Universität Bonn, als der Gesandte auf die Frage, warum der Mossad z.B. den Chef der Al Fatah Jassir Arafat oder Dr. Habasch, Kopf der palästinensischen Befreiungsfront, nicht umbringe, dass man das grundsätzlich nicht tue, weil man dadurch ja das Denken der Organisation nicht ändere und nur noch mehr Haß ernte. Netanjahus Strategie, wenn er überhaupt eine hat, ist also so sinn- wie aussichtslos. Dass Militär und Geheimdienst dies allerdings so mittragen, lässt auch tief blicken, was die innere Verfasstheit des heutigen Israel anbelangt.

    Straße von Hormus beschützen?

    Nun hat sich Trump vergangene Woche an die westlichen und arabischen Verbündeten gewandt, gemeinsam mit militärischen Mitteln die Straße von Hormus zu sichern bzw. sich an der an der militärischen Sicherung zu beteiligen. Der Bundeskanzler hat diesem Ansinnen eine klare Absage erteilt, ebenso wie die Außenbeauftragte der EU. Wie lange aber wird dies angesichts der Rolle, die die USA im Ukrainekrieg als Waffenproduzent und -Lieferant spielt, strategisch durchzuhalten sein?  Trump wird, das ist absehbar, die Ukraine als Geisel benutzen, um Europa zu Zugeständnissen zu erpressen. Sein Schritt, Russland von den Ölsanktionen auszunehmen, ist bereits ein erster Schritt hierzu, den sein Bruder im Geiste, Wladimir Putin gebührend gefeiert hat. Geht in einigen Wochen die Weltwirtschaft aufgrund der Folgen eines eskalierenden Konflikts erst auf dem Zahnfleisch, wird die Erpressbarkeit Europas immer größer, es sei denn, es gelänge, durch völlig neue Rüstungsansstrengungen für preiswerte Anti-Drohnenwaffen den Ausfall der US-Patriot- und anderer -Abwehrsysteme zu kompensieren. Auf Kosten der Ausgaben für Sozialsysteme und einer steigenden Inflation, versteht sich.

    Innepolitische Eskalationsgefahren in Europa

    Es ist bei der derzeitigen Eskalationsgeschwindigkeit des Krieges micht auszuschließen, dass Europa schon mitten in diesem Krieg steckt. Wir haben es – außer an der Tanksäule und im Heizungskeller – nur noch nicht gemerkt. Die Aktivitäten des antidemokratischen Trump-Clans und seiner Unterstützer unter den Tech-Oligarchen werden anhalten. Musk, Bezos und Zuckerberg stellen ihre asozialen Plattformen schon heute für massenhafte Verbreitung der Lügen von Antidemokraten wie der AfD, des Front National zur Verfügung. Rubio, Vance und Hegseth unterstützen offen Viktor Orban und Vicos Blockade des 90 Milliarden-Kredits für die Ukraine. Und Putins Trolle im Internet betätigen sich als Befeuerer von Legenden und systematischer Desorientierung politischer Debatten. Zudem zeigt sich erschreckend und alarmierend, wie weit bereits die organisierte Zusammenarbeit von EVP als größter demokratischer Fraktion im EU-Parlament mit den organisierten Rechtsextremisten, zu denen auch die AfD gehört, gediehen ist. Die von CSU-Mann Müller eingeräumte Chatgruppe ist nur die Spitze des Eisberges. Gleichzeitig betreibt die EVP mit dem “Omnibus-Gesetz” die Aushöhlung der Bürgerrechte, insbesondere des Datenschutzes zugunsten der US-Tech-Konzerne. Und tut genau das Gegenteil dessen, was Kanzler und CDU/CSU in Deutschland verbal fordern, nämlich Resilienz gegen die US-Tech-Oligarchen.

    Trumps 48 Stunden-Ultimatum eskaliert unnötig

    Donald Trump hat gestern Nacht die nächste Eskalation im Irankrieg gezündet, indem er drohte, die Förderanlagen des Iran zu bombardieren, wenn diese nicht innerhalb von zwei Tagen die Straße von Hormus freigeben. Ob er sich und anderen damit einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich. Politische Erfahrung sagt zum einen, dass Ultimaten dazu da sind, sie verstreichen zu lassen, weil sie den Drohenden selbst in Zugzwang bringen. Zum anderen haben doch die iranischen Islamisten bereits angekündigt, in diesem Fall die Ölfelder der arabischen Nachbarn angreifen zu wollen. Trumps inkompetenter Clan ist unfähig zu erkennen, dass der Iran nur einen Vorwand sucht, diesen Schritt der Eskalation zu gehen und den USA in der islamischen Welt den Schwarzen Peter der Schuld an der Eskalation zuzuschieben. Das Heft des Handelns liegt dadurch wieder in der Hand des Terrorregimes in Teheran. Entweder man entscheidet sich, wie schon früher, für eine kleine Variante des “weiter so” und gibt scheinbar klein bei, lässt ein paar Schiffe durch und erreicht dadurch Verhandlungen, die sich hinziehen können und gewinnt dadurch Zeit. Ober man lässt es auf iranischer Seite auf eine ohnehin gewollte Eskalation ankommen. Das Regime im Iran hat nichts zu verlieren und kann diesen Krieg mit seiner Million Menschen unter Waffen noch lange weiterführen.

    Trumps und Netanjahus völlige Fehleinschätzung der Lage

    Der Iran hat genug Militär, die Kurden zu überfallen, den Irak mit Hilfe der schiitischen Milizen und Teilen der Regierung zu destabilisieren, die Kurden und andere Minderheiten zu schikanieren, ja sogar den USA Bedingungen für Verhandlungen zu stellen, weil sich die USA und ihre Verbündeten, was völlig offensichtlich ist, nicht mit Bodentruppen in einen langen Krieg mit dem Mullah-Regime mit offenem Ausgang begeben wollen. Israel wiederum hat das Interesse, den Krieg zu eskalieren, um seine Angriffe auf die Hisbollah, Hamas, Huthi und auf Syrien so lange wie möglich fortzusetzen – jedenfalls solange sie sich dabei auf die Solidarität der USA stützen können. Die wiederum könnte schnell brüchig werden, wenn Trump seine Chancen bei den Wahlen schwinden sieht.

    Für Europa außenpolitisch brandgefährlich

    Zwar hat Merz ebenso wie Starmer und Macron dem Hilferuf Trumps vorerst eine Absage erteilt. Aber dieser spielt schon die beleidigte Leberwurst und wird – in völliger Verkennung von Artikel 5 NATO-Vertrag – in absehbarer näherer Zukunft die Verbündeten mit dem Ukraine-Konflikt erpressen. Die destabilisierende Wirkung, die dieser Krieg auch auf die Länder Afrikas, Südamerikas und in Fernost ökonomisch haben wird, und heute bereits hat, ist nicht absehbar. Die beruhigenden Worte von Merz, das dies “nicht unser Krieg sei” könnten sich schnell als zu kurz gesprungen erweisen. Was, wenn die Lage im Nahen Osten eskaliert und die USA sich doch zu einer Intervention mit Bodentruppenm entschließen und China dadurch die Gelegenheit gekommen sieht, ihre Ambitionen gegenüber Taiwan in scheinbarer Gunst der Stunde umzusetzen?  Die Unfähigkeit der Trumpisten, die politischen Handlungen und insbesondere den Krieg von Ende her zu denken, könnte bestenfalls ihm das Genick brechen, schlimmstenfalls einen dritten Weltkrieg entfachen. Seit der Kuba-Blockade 1962 schlittert der hochgerüstete Planet wegen der Hybris autokratisch handelnder Politiker in seine bislang gefährlichste Krise.

  5. Schon mitten im Krieg?

    Donald Trump hat den Iran angegriffen und mit inkompetenter Kriegsführung seines “Kriegsministers” Hegseth versucht, aus der Luft einen Systemwechsel im Iran herbeizubomben.  Im Iran stützt sich das Mullah-Regime auf etwa 1 Million Männer – 200.000 fanatische Elitekrieger der Revolutionsgarden, die ökonomisch existenziell mit dem Regime verflochten sind, etwa 200.000 weitere Freischärler und 600.000 reguläre Soldaten des Militärs. Das Regime hat sich gesellschaftlich tief eingegraben und ist darauf vorbereitet, jeden getöteten Repräsentanten des Regimes schnell zu ersetzen. Und es führt einen strategisch lang überlegten und geplanten Wirtschaftskrieg gegen nahezu die gesamte Menschheit. Zwei von ihrer eigenen Hybris getriebene Selbstüberschätzer namens Donald Trump und Benjamin Netanjahu wurden von ihrer Egos dazu verleitet, einen Krieg zu beginnen, der in einen Flächenbrand münden könnte.

    Dieser Krieg ist und bleibt völkerrechtswidrig, auch wenn die Morde des Regimes an zehntausenden eigenen Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls eine brutale Verletzung des Völkerrechts sind. Aber um einzugreifen, hätte es eines Beschlusses des UN-Sicherheitsrats bedurft, Auch wenn diesen Beschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit Putin und Xi durch ein Veto verhindert hätten, wäre es nicht wie jetzt ein massiver Schlag gegen jedes internationale Recht gewesen.  Als Ignorant von Recht und Gesetz jedoch behauptet Trump einfach, dass er doch gar keine andere Alternativen hahabt hätte und tritt die Wirkung des Völkerrechts und die UNO wie die Demokratie in die Tonne.

    Einzig erfolgreiche Regimewechsel: 2. Weltkrieg und Bosnien/Herzegowina

    Das fast 50 Jahre lang einzige Beispiel für einen erfolgreichen Systemwechsel durch Krieg war der 2. Weltkrieg, mit dem von einer systemübergreifenden Allianz beendeten Kriegsterror Nazi-Deutschlands und Japans ein Regimewechsel zur Demokratie von außen durchgesetzt wurde. Dieser Krieg kostete 60 Millionen Tote und führte zur Gründung der UNO, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und begründete die heutige  internationale Ordnung  und gewisse gemeinsame Mindeststandards von Zivilisation. Bosnien/Herzegowina ist ein positives Beispiel, wo das Völkerrecht mit großen Anstrengungen durchgesetzt, Kriegsverbrecher vor den internationalen Gerichtshof gestellt wurden und heute Versöhnung und demokratische Verfassung herrschen. Der Irak-Krieg und seine Folgen erwies sich als ebensolches Desaster, wie Afghanistan, Libyen und möglicherweise auch Syrien, wo sich die IS-Nachfolger mit Unterstützung von Erdogans Türkei ein freundliches Gesicht aufgesetzt haben, aber weiterhin die Kurden und Drusen verfolgen.

    Gibt es eine gemeinsame Strategie der USA und Israels?

    Offensichtlich ist es so, dass Israel eine Strategie des Regime Change im Iran betreibt, Donald Trump jedoch dieses Ziel gar nicht teilt. Wie anders ist der Aufruf der US-Regierung an die Revolutionsgarden zu verstehen, dass ihnen, den systematischen Mördern und Folterern, Menschenrechtsverletzern und Frauenunterdrückern von Trump Amnestie, Freiheit von Verfolgung und Verurteilung ihrer systematischen Verbrechen versprochen wird. Das ist ein nachträglicher Schlag ins Gesicht für Roosevelt und die Alliierten durch Trump. Hätten sie so gehandelt, hätte es in Deutschland weder Nürnberger Prozesse, noch eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und in Japan keine Demilitarisierung gegeben. Ganz abgesehen davon, dass eine solche weiter in ihren Strukturen nicht veränderte Macht des Regimes auch für Israel keine Sicherheit auf Dauer bedeuten würde.

    Brüder im Ungeist auf beiden Seiten

    Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Trumps Ansammlung von Machos und Autoritaristen, die einem ganz ähnlichen Denken über Frauenrolle, Gewalt und Folter, Recht und Gerechtigkeit anhängen, wie das iranische Mullah-Regime, solch ein Angebot macht. Hinzu kommt, dass Trump und seine Komplizen im Amt dabei öffentlich angebliches “Christentum” heucheln, ähnlich, wie die iranischen Menschenschinder schamlos den Islam für ihre Zwecke instrumentalisieren. Es liegt nache, dass Trump überhaupt kein Problem darin sähe, wenn – wie in Venezuela – eine seinen Interessen willige Person oder Gruppe den iranischen Machtapparat übernähme und in den Dienst der USA und  der Ölkonzerne stellte.

    Das US-Wahlrecht wird eingeschränkt

    Der MAGA-Clique an den Hebeln der Macht in Washington ist nun im Kriegsverlauf offensichtlich klar geworden, dass steigende Ölpreise, steigende Düngemittelpreise, die vor allem afrikanische Staaten bedrohen werden, steigende Inflation und damit Zinsen eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft sind, und die Machtphantasien Trumps und seiner Handlanger bei den Midterm-Wahlen der USA im November ihre Träume zum Platzen bringen lassen könnten. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen,  nach Meinung mancher pessimistischer Analysten sogar so gut wie sicher, dass diese “Midterms” keine freien Wahlen mehr sein werden. Laut  “Spiegel” liegt bereits ein Paket von Gesetzesänderungen bzw. Dekreten auf dem Schreibtisch Donald Trumps, mit dem die Briefwahl praktisch abgeschafft, die Zahl der Wahllokale drastisch reduziert und die Stimmabgabe an Reisepässe – ein Dokument, das in den USA nur ein geringer Teil der Bevölkerung überhaupt besitzt – gebunden und in trump-freundlichen Staaten weitere Wahlkreise zugunsten der Republikaner zugeschnitten werden sollen.

    Israel verfolgt den ultimativen Systemwechsel

    Benjamin Netanjahu dagegen hat offensichtlich von langer Hand vorbereitet mit dem Krieg einen Plan verfolgt, im Iran einen Systemwechsel durchzusetzen und gleichzeitig die blutigen Hilfstruppen des Iran, Hamas, Hisbollah und die Huthis sowie möglicherweise noch die schiitischen Milizen im Irak, die bisher nicht angegriffen wurden, zu zerschlagen, um die seit 47 Jahren verfolgte Strategie des schiitischen Terrorismus zur Vernichtung Israels zu beenden. Er zumindest verfolgt bei seiner mörderischen Strategie das Ziel, die Würdenträger und Köpfe des Regimes zu vernichten. Und damit glaubt er, auch die in diesen Köpfen existierenden Ideologien ausrotten zu können. Dass er stattdessen den Hass, den die Ideologen der iranischen Schiiten verbreiten und den die sunnitischen Nachbarn in geringerem Umfang teilen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt schürt und vertieft, scheint ihm dabei nicht in den Sinn zu kommen. Dabei waren der Mossad und die israelische Außenpolitik früher einmal wesentlich klüger. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit der israelischen Botschaft Ende der 80er Jahre in der Universität Bonn, als der Gesandte auf die Frage, warum der Mossad z.B. den Chef der Al Fatah Jassir Arafat oder Dr. Habasch, Kopf der palästinensischen Befreiungsfront, nicht umbringe, dass man das grundsätzlich nicht tue, weil man dadurch ja das Denken der Organisation nicht ändere und nur noch mehr Haß ernte. Netanjahus Strategie, wenn er überhaupt eine hat, ist also so sinn- wie aussichtslos. Dass Militär und Geheimdienst dies allerdings so mittragen, lässt auch tief blicken, was die innere Verfasstheit des heutigen Israel anbelangt.

    Straße von Hormus beschützen?

    Nun hat sich Trump vergangene Woche an die westlichen und arabischen Verbündeten gewandt, gemeinsam mit militärischen Mitteln die Straße von Hormus zu sichern bzw. sich an der an der militärischen Sicherung zu beteiligen. Der Bundeskanzler hat diesem Ansinnen eine klare Absage erteilt, ebenso wie die Außenbeauftragte der EU. Wie lange aber wird dies angesichts der Rolle, die die USA im Ukrainekrieg als Waffenproduzent und -Lieferant spielt, strategisch durchzuhalten sein?  Trump wird, das ist absehbar, die Ukraine als Geisel benutzen, um Europa zu Zugeständnissen zu erpressen. Sein Schritt, Russland von den Ölsanktionen auszunehmen, ist bereits ein erster Schritt hierzu, den sein Bruder im Geiste, Wladimir Putin gebührend gefeiert hat. Geht in einigen Wochen die Weltwirtschaft aufgrund der Folgen eines eskalierenden Konflikts erst auf dem Zahnfleisch, wird die Erpressbarkeit Europas immer größer, es sei denn, es gelänge, durch völlig neue Rüstungsansstrengungen für preiswerte Anti-Drohnenwaffen den Ausfall der US-Patriot- und anderer -Abwehrsysteme zu kompensieren. Auf Kosten der Ausgaben für Sozialsysteme und einer steigenden Inflation, versteht sich.

    Innepolitische Eskalationsgefahren in Europa

    Es ist bei der derzeitigen Eskalationsgeschwindigkeit des Krieges micht auszuschließen, dass Europa schon mitten in diesem Krieg steckt. Wir haben es – außer an der Tanksäule und im Heizungskeller – nur noch nicht gemerkt. Die Aktivitäten des antidemokratischen Trump-Clans und seiner Unterstützer unter den Tech-Oligarchen werden anhalten. Musk, Bezos und Zuckerberg stellen ihre asozialen Plattformen schon heute für massenhafte Verbreitung der Lügen von Antidemokraten wie der AfD, des Front National zur Verfügung. Rubio, Vance und Hegseth unterstützen offen Viktor Orban und Vicos Blockade des 90 Milliarden-Kredits für die Ukraine. Und Putins Trolle im Internet betätigen sich als Befeuerer von Legenden und systematischer Desorientierung politischer Debatten. Zudem zeigt sich erschreckend und alarmierend, wie weit bereits die organisierte Zusammenarbeit von EVP als größter demokratischer Fraktion im EU-Parlament mit den organisierten Rechtsextremisten, zu denen auch die AfD gehört, gediehen ist. Die von CSU-Mann Müller eingeräumte Chatgruppe ist nur die Spitze des Eisberges. Gleichzeitig betreibt die EVP mit dem “Omnibus-Gesetz” die Aushöhlung der Bürgerrechte, insbesondere des Datenschutzes zugunsten der US-Tech-Konzerne. Und tut genau das Gegenteil dessen, was Kanzler und CDU/CSU in Deutschland verbal fordern, nämlich Resilienz gegen die US-Tech-Oligarchen.

    Trumps 48 Stunden-Ultimatum eskaliert unnötig

    Donald Trump hat gestern Nacht die nächste Eskalation im Irankrieg gezündet, indem er drohte, die Förderanlagen des Iran zu bombardieren, wenn diese nicht innerhalb von zwei Tagen die Straße von Hormus freigeben. Ob er sich und anderen damit einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich. Politische Erfahrung sagt zum einen, dass Ultimaten dazu da sind, sie verstreichen zu lassen, weil sie den Drohenden selbst in Zugzwang bringen. Zum anderen haben doch die iranischen Islamisten bereits angekündigt, in diesem Fall die Ölfelder der arabischen Nachbarn angreifen zu wollen. Trumps inkompetenter Clan ist unfähig zu erkennen, dass der Iran nur einen Vorwand sucht, diesen Schritt der Eskalation zu gehen und den USA in der islamischen Welt den Schwarzen Peter der Schuld an der Eskalation zuzuschieben. Das Heft des Handelns liegt dadurch wieder in der Hand des Terrorregimes in Teheran. Entweder man entscheidet sich, wie schon früher, für eine kleine Variante des “weiter so” und gibt scheinbar klein bei, lässt ein paar Schiffe durch und erreicht dadurch Verhandlungen, die sich hinziehen können und gewinnt dadurch Zeit. Ober man lässt es auf iranischer Seite auf eine ohnehin gewollte Eskalation ankommen. Das Regime im Iran hat nichts zu verlieren und kann diesen Krieg mit seiner Million Menschen unter Waffen noch lange weiterführen.

    Trumps und Netanjahus völlige Fehleinschätzung der Lage

    Der Iran hat genug Militär, die Kurden zu überfallen, den Irak mit Hilfe der schiitischen Milizen und Teilen der Regierung zu destabilisieren, die Kurden und andere Minderheiten zu schikanieren, ja sogar den USA Bedingungen für Verhandlungen zu stellen, weil sich die USA und ihre Verbündeten, was völlig offensichtlich ist, nicht mit Bodentruppen in einen langen Krieg mit dem Mullah-Regime mit offenem Ausgang begeben wollen. Israel wiederum hat das Interesse, den Krieg zu eskalieren, um seine Angriffe auf die Hisbollah, Hamas, Huthi und auf Syrien so lange wie möglich fortzusetzen – jedenfalls solange sie sich dabei auf die Solidarität der USA stützen können. Die wiederum könnte schnell brüchig werden, wenn Trump seine Chancen bei den Wahlen schwinden sieht.

    Für Europa außenpolitisch brandgefährlich

    Zwar hat Merz ebenso wie Starmer und Macron dem Hilferuf Trumps vorerst eine Absage erteilt. Aber dieser spielt schon die beleidigte Leberwurst und wird – in völliger Verkennung von Artikel 5 NATO-Vertrag – in absehbarer näherer Zukunft die Verbündeten mit dem Ukraine-Konflikt erpressen. Die destabilisierende Wirkung, die dieser Krieg auch auf die Länder Afrikas, Südamerikas und in Fernost ökonomisch haben wird, und heute bereits hat, ist nicht absehbar. Die beruhigenden Worte von Merz, das dies “nicht unser Krieg sei” könnten sich schnell als zu kurz gesprungen erweisen. Was, wenn die Lage im Nahen Osten eskaliert und die USA sich doch zu einer Intervention mit Bodentruppenm entschließen und China dadurch die Gelegenheit gekommen sieht, ihre Ambitionen gegenüber Taiwan in scheinbarer Gunst der Stunde umzusetzen?  Die Unfähigkeit der Trumpisten, die politischen Handlungen und insbesondere den Krieg von Ende her zu denken, könnte bestenfalls ihm das Genick brechen, schlimmstenfalls einen dritten Weltkrieg entfachen. Seit der Kuba-Blockade 1962 schlittert der hochgerüstete Planet wegen der Hybris autokratisch handelnder Politiker in seine bislang gefährlichste Krise.

  6. Schon mitten im Krieg?

    Donald Trump hat den Iran angegriffen und mit inkompetenter Kriegsführung seines “Kriegsministers” Hegseth versucht, aus der Luft einen Systemwechsel im Iran herbeizubomben.  Im Iran stützt sich das Mullah-Regime auf etwa 1 Million Männer – 200.000 fanatische Elitekrieger der Revolutionsgarden, die ökonomisch existenziell mit dem Regime verflochten sind, etwa 200.000 weitere Freischärler und 600.000 reguläre Soldaten des Militärs. Das Regime hat sich gesellschaftlich tief eingegraben und ist darauf vorbereitet, jeden getöteten Repräsentanten des Regimes schnell zu ersetzen. Und es führt einen strategisch lang überlegten und geplanten Wirtschaftskrieg gegen nahezu die gesamte Menschheit. Zwei von ihrer eigenen Hybris getriebene Selbstüberschätzer namens Donald Trump und Benjamin Netanjahu wurden von ihrer Egos dazu verleitet, einen Krieg zu beginnen, der in einen Flächenbrand münden könnte.

    Dieser Krieg ist und bleibt völkerrechtswidrig, auch wenn die Morde des Regimes an zehntausenden eigenen Bürgerinnen und Bürgern ebenfalls eine brutale Verletzung des Völkerrechts sind. Aber um einzugreifen, hätte es eines Beschlusses des UN-Sicherheitsrats bedurft, Auch wenn diesen Beschluss mit hoher Wahrscheinlichkeit Putin und Xi durch ein Veto verhindert hätten, wäre es nicht wie jetzt ein massiver Schlag gegen jedes internationale Recht gewesen.  Als Ignorant von Recht und Gesetz jedoch behauptet Trump einfach, dass er doch gar keine andere Alternativen hahabt hätte und tritt die Wirkung des Völkerrechts und die UNO wie die Demokratie in die Tonne.

    Einzig erfolgreiche Regimewechsel: 2. Weltkrieg und Bosnien/Herzegowina

    Das fast 50 Jahre lang einzige Beispiel für einen erfolgreichen Systemwechsel durch Krieg war der 2. Weltkrieg, mit dem von einer systemübergreifenden Allianz beendeten Kriegsterror Nazi-Deutschlands und Japans ein Regimewechsel zur Demokratie von außen durchgesetzt wurde. Dieser Krieg kostete 60 Millionen Tote und führte zur Gründung der UNO, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und begründete die heutige  internationale Ordnung  und gewisse gemeinsame Mindeststandards von Zivilisation. Bosnien/Herzegowina ist ein positives Beispiel, wo das Völkerrecht mit großen Anstrengungen durchgesetzt, Kriegsverbrecher vor den internationalen Gerichtshof gestellt wurden und heute Versöhnung und demokratische Verfassung herrschen. Der Irak-Krieg und seine Folgen erwies sich als ebensolches Desaster, wie Afghanistan, Libyen und möglicherweise auch Syrien, wo sich die IS-Nachfolger mit Unterstützung von Erdogans Türkei ein freundliches Gesicht aufgesetzt haben, aber weiterhin die Kurden und Drusen verfolgen.

    Gibt es eine gemeinsame Strategie der USA und Israels?

    Offensichtlich ist es so, dass Israel eine Strategie des Regime Change im Iran betreibt, Donald Trump jedoch dieses Ziel gar nicht teilt. Wie anders ist der Aufruf der US-Regierung an die Revolutionsgarden zu verstehen, dass ihnen, den systematischen Mördern und Folterern, Menschenrechtsverletzern und Frauenunterdrückern von Trump Amnestie, Freiheit von Verfolgung und Verurteilung ihrer systematischen Verbrechen versprochen wird. Das ist ein nachträglicher Schlag ins Gesicht für Roosevelt und die Alliierten durch Trump. Hätten sie so gehandelt, hätte es in Deutschland weder Nürnberger Prozesse, noch eine Aufarbeitung der Verbrechen des Nationalsozialismus und in Japan keine Demilitarisierung gegeben. Ganz abgesehen davon, dass eine solche weiter in ihren Strukturen nicht veränderte Macht des Regimes auch für Israel keine Sicherheit auf Dauer bedeuten würde.

    Brüder im Ungeist auf beiden Seiten

    Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass Trumps Ansammlung von Machos und Autoritaristen, die einem ganz ähnlichen Denken über Frauenrolle, Gewalt und Folter, Recht und Gerechtigkeit anhängen, wie das iranische Mullah-Regime, solch ein Angebot macht. Hinzu kommt, dass Trump und seine Komplizen im Amt dabei öffentlich angebliches “Christentum” heucheln, ähnlich, wie die iranischen Menschenschinder schamlos den Islam für ihre Zwecke instrumentalisieren. Es liegt nache, dass Trump überhaupt kein Problem darin sähe, wenn – wie in Venezuela – eine seinen Interessen willige Person oder Gruppe den iranischen Machtapparat übernähme und in den Dienst der USA und  der Ölkonzerne stellte.

    Das US-Wahlrecht wird eingeschränkt

    Der MAGA-Clique an den Hebeln der Macht in Washington ist nun im Kriegsverlauf offensichtlich klar geworden, dass steigende Ölpreise, steigende Düngemittelpreise, die vor allem afrikanische Staaten bedrohen werden, steigende Inflation und damit Zinsen eine Gefahr für die gesamte Weltwirtschaft sind, und die Machtphantasien Trumps und seiner Handlanger bei den Midterm-Wahlen der USA im November ihre Träume zum Platzen bringen lassen könnten. Es ist deshalb nicht ausgeschlossen,  nach Meinung mancher pessimistischer Analysten sogar so gut wie sicher, dass diese “Midterms” keine freien Wahlen mehr sein werden. Laut  “Spiegel” liegt bereits ein Paket von Gesetzesänderungen bzw. Dekreten auf dem Schreibtisch Donald Trumps, mit dem die Briefwahl praktisch abgeschafft, die Zahl der Wahllokale drastisch reduziert und die Stimmabgabe an Reisepässe – ein Dokument, das in den USA nur ein geringer Teil der Bevölkerung überhaupt besitzt – gebunden und in trump-freundlichen Staaten weitere Wahlkreise zugunsten der Republikaner zugeschnitten werden sollen.

    Israel verfolgt den ultimativen Systemwechsel

    Benjamin Netanjahu dagegen hat offensichtlich von langer Hand vorbereitet mit dem Krieg einen Plan verfolgt, im Iran einen Systemwechsel durchzusetzen und gleichzeitig die blutigen Hilfstruppen des Iran, Hamas, Hisbollah und die Huthis sowie möglicherweise noch die schiitischen Milizen im Irak, die bisher nicht angegriffen wurden, zu zerschlagen, um die seit 47 Jahren verfolgte Strategie des schiitischen Terrorismus zur Vernichtung Israels zu beenden. Er zumindest verfolgt bei seiner mörderischen Strategie das Ziel, die Würdenträger und Köpfe des Regimes zu vernichten. Und damit glaubt er, auch die in diesen Köpfen existierenden Ideologien ausrotten zu können. Dass er stattdessen den Hass, den die Ideologen der iranischen Schiiten verbreiten und den die sunnitischen Nachbarn in geringerem Umfang teilen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt schürt und vertieft, scheint ihm dabei nicht in den Sinn zu kommen. Dabei waren der Mossad und die israelische Außenpolitik früher einmal wesentlich klüger. Ich erinnere mich an eine Diskussion mit der israelischen Botschaft Ende der 80er Jahre in der Universität Bonn, als der Gesandte auf die Frage, warum der Mossad z.B. den Chef der Al Fatah Jassir Arafat oder Dr. Habasch, Kopf der palästinensischen Befreiungsfront, nicht umbringe, dass man das grundsätzlich nicht tue, weil man dadurch ja das Denken der Organisation nicht ändere und nur noch mehr Haß ernte. Netanjahus Strategie, wenn er überhaupt eine hat, ist also so sinn- wie aussichtslos. Dass Militär und Geheimdienst dies allerdings so mittragen, lässt auch tief blicken, was die innere Verfasstheit des heutigen Israel anbelangt.

    Straße von Hormus beschützen?

    Nun hat sich Trump vergangene Woche an die westlichen und arabischen Verbündeten gewandt, gemeinsam mit militärischen Mitteln die Straße von Hormus zu sichern bzw. sich an der an der militärischen Sicherung zu beteiligen. Der Bundeskanzler hat diesem Ansinnen eine klare Absage erteilt, ebenso wie die Außenbeauftragte der EU. Wie lange aber wird dies angesichts der Rolle, die die USA im Ukrainekrieg als Waffenproduzent und -Lieferant spielt, strategisch durchzuhalten sein?  Trump wird, das ist absehbar, die Ukraine als Geisel benutzen, um Europa zu Zugeständnissen zu erpressen. Sein Schritt, Russland von den Ölsanktionen auszunehmen, ist bereits ein erster Schritt hierzu, den sein Bruder im Geiste, Wladimir Putin gebührend gefeiert hat. Geht in einigen Wochen die Weltwirtschaft aufgrund der Folgen eines eskalierenden Konflikts erst auf dem Zahnfleisch, wird die Erpressbarkeit Europas immer größer, es sei denn, es gelänge, durch völlig neue Rüstungsansstrengungen für preiswerte Anti-Drohnenwaffen den Ausfall der US-Patriot- und anderer -Abwehrsysteme zu kompensieren. Auf Kosten der Ausgaben für Sozialsysteme und einer steigenden Inflation, versteht sich.

    Innepolitische Eskalationsgefahren in Europa

    Es ist bei der derzeitigen Eskalationsgeschwindigkeit des Krieges micht auszuschließen, dass Europa schon mitten in diesem Krieg steckt. Wir haben es – außer an der Tanksäule und im Heizungskeller – nur noch nicht gemerkt. Die Aktivitäten des antidemokratischen Trump-Clans und seiner Unterstützer unter den Tech-Oligarchen werden anhalten. Musk, Bezos und Zuckerberg stellen ihre asozialen Plattformen schon heute für massenhafte Verbreitung der Lügen von Antidemokraten wie der AfD, des Front National zur Verfügung. Rubio, Vance und Hegseth unterstützen offen Viktor Orban und Vicos Blockade des 90 Milliarden-Kredits für die Ukraine. Und Putins Trolle im Internet betätigen sich als Befeuerer von Legenden und systematischer Desorientierung politischer Debatten. Zudem zeigt sich erschreckend und alarmierend, wie weit bereits die organisierte Zusammenarbeit von EVP als größter demokratischer Fraktion im EU-Parlament mit den organisierten Rechtsextremisten, zu denen auch die AfD gehört, gediehen ist. Die von CSU-Mann Müller eingeräumte Chatgruppe ist nur die Spitze des Eisberges. Gleichzeitig betreibt die EVP mit dem “Omnibus-Gesetz” die Aushöhlung der Bürgerrechte, insbesondere des Datenschutzes zugunsten der US-Tech-Konzerne. Und tut genau das Gegenteil dessen, was Kanzler und CDU/CSU in Deutschland verbal fordern, nämlich Resilienz gegen die US-Tech-Oligarchen.

    Trumps 48 Stunden-Ultimatum eskaliert unnötig

    Donald Trump hat gestern Nacht die nächste Eskalation im Irankrieg gezündet, indem er drohte, die Förderanlagen des Iran zu bombardieren, wenn diese nicht innerhalb von zwei Tagen die Straße von Hormus freigeben. Ob er sich und anderen damit einen Gefallen getan hat, ist mehr als fraglich. Politische Erfahrung sagt zum einen, dass Ultimaten dazu da sind, sie verstreichen zu lassen, weil sie den Drohenden selbst in Zugzwang bringen. Zum anderen haben doch die iranischen Islamisten bereits angekündigt, in diesem Fall die Ölfelder der arabischen Nachbarn angreifen zu wollen. Trumps inkompetenter Clan ist unfähig zu erkennen, dass der Iran nur einen Vorwand sucht, diesen Schritt der Eskalation zu gehen und den USA in der islamischen Welt den Schwarzen Peter der Schuld an der Eskalation zuzuschieben. Das Heft des Handelns liegt dadurch wieder in der Hand des Terrorregimes in Teheran. Entweder man entscheidet sich, wie schon früher, für eine kleine Variante des “weiter so” und gibt scheinbar klein bei, lässt ein paar Schiffe durch und erreicht dadurch Verhandlungen, die sich hinziehen können und gewinnt dadurch Zeit. Ober man lässt es auf iranischer Seite auf eine ohnehin gewollte Eskalation ankommen. Das Regime im Iran hat nichts zu verlieren und kann diesen Krieg mit seiner Million Menschen unter Waffen noch lange weiterführen.

    Trumps und Netanjahus völlige Fehleinschätzung der Lage

    Der Iran hat genug Militär, die Kurden zu überfallen, den Irak mit Hilfe der schiitischen Milizen und Teilen der Regierung zu destabilisieren, die Kurden und andere Minderheiten zu schikanieren, ja sogar den USA Bedingungen für Verhandlungen zu stellen, weil sich die USA und ihre Verbündeten, was völlig offensichtlich ist, nicht mit Bodentruppen in einen langen Krieg mit dem Mullah-Regime mit offenem Ausgang begeben wollen. Israel wiederum hat das Interesse, den Krieg zu eskalieren, um seine Angriffe auf die Hisbollah, Hamas, Huthi und auf Syrien so lange wie möglich fortzusetzen – jedenfalls solange sie sich dabei auf die Solidarität der USA stützen können. Die wiederum könnte schnell brüchig werden, wenn Trump seine Chancen bei den Wahlen schwinden sieht.

    Für Europa außenpolitisch brandgefährlich

    Zwar hat Merz ebenso wie Starmer und Macron dem Hilferuf Trumps vorerst eine Absage erteilt. Aber dieser spielt schon die beleidigte Leberwurst und wird – in völliger Verkennung von Artikel 5 NATO-Vertrag – in absehbarer näherer Zukunft die Verbündeten mit dem Ukraine-Konflikt erpressen. Die destabilisierende Wirkung, die dieser Krieg auch auf die Länder Afrikas, Südamerikas und in Fernost ökonomisch haben wird, und heute bereits hat, ist nicht absehbar. Die beruhigenden Worte von Merz, das dies “nicht unser Krieg sei” könnten sich schnell als zu kurz gesprungen erweisen. Was, wenn die Lage im Nahen Osten eskaliert und die USA sich doch zu einer Intervention mit Bodentruppenm entschließen und China dadurch die Gelegenheit gekommen sieht, ihre Ambitionen gegenüber Taiwan in scheinbarer Gunst der Stunde umzusetzen?  Die Unfähigkeit der Trumpisten, die politischen Handlungen und insbesondere den Krieg von Ende her zu denken, könnte bestenfalls ihm das Genick brechen, schlimmstenfalls einen dritten Weltkrieg entfachen. Seit der Kuba-Blockade 1962 schlittert der hochgerüstete Planet wegen der Hybris autokratisch handelnder Politiker in seine bislang gefährlichste Krise.

    Über Roland Appel:

    Roland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @[email protected]

  7. Wie USA den Revolutionsgarden helfen

    Die Geschichte hat bisher kein Beispiel dafür geliefert, dass ein Regime mittels Luftkrieg besiegt oder gar beseitigt werden kann. Hätten die Alliierten sich darauf beschränkt, ab 1942 Hitlerdeutschland nur zu bombardieren, – vielleicht wären die Nazis heute noch an der Macht? Wir wissen es nicht, aber es ist nicht auszuschließen, weil Bomben nicht entnazifizieren. Die aktuelle Entwicklung im Iran deutet darauf hin, dass das Regime noch einen Zahn zulegt. Die Revolutionsgarden, 200.000 Mann stark und hochgerüstet, Wirtschaftsprofiteure und ideologische Elitetruppe der Mullah-Diktatur, haben den Sohn Ali Chameneis zum neuen Religionsführer vorgeschlagen und offensichtlich damit ihren Einfluss ausgeübt.

    Auch Ali Chamenei, von Israel und den USA getöteter Mullah, war auf Druck der islamischen Revolutionsgarden zum Nachfolger des Revolutionsführers Chomeini durchgesetzt worden – weil er ein Hardliner und korrupter Häscher ist, Moschar Chamenei ist ein ebensolcher Hardliner, wie sein Vater. Religiös qualifiziert ist er nicht, denn sein Studium ist eher die eines “Mullah light” – das spielt aber in diesem korrupten Regime offensichtlich keine Rolle, weil es den religiösen Heuchlern nicht um Allah, sondern um Geld geht, – und das haben der Chamenei-Clan und der Trump-Clan gemeinsam – einen Kopf wirtschaftlich führender Oligarchien aufgrund familiärer Bindungen an die Macht zu bringen. Die Chamenei-Familie wird auf ein Vermögen von vielen  Milliarden Dollar geschätzt, die Bonzen und Führungskräfte der Revolutionsgarden liegen knapp dahinter. Es liegt also auf der Hand, dass der bisherige Kriegsverlauf keine wirkliche Verbesserung der Verhältnisse für die iranische Zivilbevölkerung bringt, die bis in die Mittelschicht nach wie vor hungert.

    Keine Fortschritte für demokratische Strukturen

    Das gewaltsame Regime gräbt sich ein und weiss, dass es mit dem Rücken zur Wand steht. es wird also zum einen alle Möglichkeiten nutzen, um zu überleben und wenn nicht, versuchen, größtmöglichen Schaden im Untergang anzurichten. Darin bestehen enge Prallelen zum Untergang des NS-Regimes. Viele Fragen sich heute in den Medien, wie Donald Trump mehr demokratische Strukturen im Iran schaffen wolle. Wieso sollte er? Sein Vorgehen in Venezuela hat deutlich gemacht, dass ihm völlig egal ist, wer anstelle von Maduro die Macht ausübt – wenn sie geschmeidig ist, auch seine sozialistische Stellvertreterin. Würde sich – was nicht zu erwarten ist – der Khamenei-Sohn als geschmeidig gegenüber den Interessen der USA erweisen, hätte er eine echte Überlebenschance.

    Willkür und Unseriosität Trumps ist das Kernproblem

    Die Unzuverlässigkeit Trumps, der sich einen Dreck darum schert, dass nur der Kongress einen Kriegseinsatz der USA beschließen kann und nicht der Präsident per Dekret, und seine Launen machen ihn sogar als Kriegspartner unberechenbar. Trump interessieren keine Details, das hat er in den jüngsten Pressekonferenzen wiederholt deutlich gemacht. Etwa die Frage der Verantwortung für hunderttausende Kurdinnen und Kurden, die schon im Irak und in Syrien unter Eisatz ihres Lebens für die Demokratie und für ihre vermeintlichen eigenen Rechte gekämpft haben. Sie kämpften auf Seiten der USA und Russlands gegen den Islamischen Staat. Ohne die YPG-Milizen wäre der IS in Syrien nicht besiegt worden.  Zum Dank wurden sie anschließend durch Erdogan verfolgt, von Trump, Biden und wieder Trump verraten und verkauft. Im Zuge der Eroberung Syriens durch die herrschenden Islamisten und auf Initiative Erdogans, der die USA nichts entgegensetzten, wurden und werden die Kurden als nützliche Idioten des Westens benutzt. Sie haben den IS-Terror bekämpft und diese Leute inhaftiert, um erleben zu müssen, wie die neue syrische Regierung unter Duldung der USA die IS-Terrorlager mit mindestens 30.000 IS-Terroristen und ihren Familien freilässt.

    “Gespräche” der USA mit den Kurden?

    Im Nordirak, das darf nicht vergessen werden, sind seit dem Irakkrieg die beiden wichtigsten kurdischen Familien, die Barsani- und die Talabani-Clans vor Erdogan nur durch ihre eigene Bewaffnung sicher. Sie werden seit Jahrzehnten auch durch Deutschland, insbesondere Nordrhein-Westfalen unterstützt und dort sind auch Bundeswehrsoldaten stationiert, die sie ausbilden und für eine gewisse Sicherheit sorgen. Auch Deutschland kann so leicht zum Ziel iranischer Anschläge werden. Wenn es nun “Gespräche” zwischen den Kurden über die Nutzung ihrer Stützpunkte für Aktionen der USA gegeben hat, wurde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch ausgelotet, inwieweit Kurden gemeinsam mit ihren Geschwistern jenseits der iranischen Grenze bereit wären, als Bodentruppen in die Kämpfe gegen den Iran eingreifen zu wollen. Nach den Erfahrungen in Syrien mit der Zuverlässigkeit der USA und vor allem Trumps sollte es ihnen eine Lehre sein, sich für deren Ziele instrumentalisieren und im wahrsten Sinne den Hals riskieren zu lassen. Ohnehin finden die Kurden auch in den “Übergangsplänen” des feinen Herrn Pahlevi als Minderheit ohne Rechte sowieso nicht statt.

    Kein kurdisches Kanonenfutter für Trumps Regime-Vabanque

    Es bleibt zu hoffen, dass es den Kurden erspart bleibt, in den Krieg gegen das Mullah-Regime gezwungen zu werden. Denn die Kurden beiderseits der Grenzen sind zwar verhältnismäßig gut ausgebildet, ihre Bewaffnung eher in die Jahre gekommen, aber ihre Zahl und Ausrüstung ist den hochgerüsteten und fanatischen Revolutionsgarden, die neben der iranischen Armee mit über 200.000 Kämpfern mit modernsten Waffen den gefährlichsten Gewaltfaktor iranischer Bodentruppen darstellen, keineswegs ebenbürtig. Ihre Anführer wissen das, abr wissen das die US-Amerikaner, wenn sie Druck ausüben? Hier könnte übrigens die Bundesregierung unterstützend tätig werden. Denn die Bundeswehr ist in Erbil im Nordirak in einem internationalen Ausbildungslager stationiert und am jordanischen Flughafen  Al Asrak in Jordanien stehen sechs Eurofighter der Bundeswehr mit dem Auftrag, ein Wiedererstarken des IS aufzuklären. Beide Standorte wurden  am Wochenende vom Iran aus beschossen. Die Bundeswehr war laut Führungskommando nicht unmittelbares Ziel der Angriffe. Ein guter Grund nicht nur vor Ort, sondern auch auf diplomatischen Wegen auf die USA einzuwirken. Und nicht nur stumm dabei zu sitzen, wie Friedrich Merz, wenn Trump den spanischen Ministerpräsidenten mit Drohungen überzieht.

     

  8. Der Krieg im Iran zeigt, dass die Macht bei denen liegt, die Waffen und Organisation besitzen. Demonstrationen allein helfen nichts. Die Opposition braucht Waffen.. #Iran #Gewalt #Macht #Militär #Revolutionsgarden #Bürgerkrieg #Waffen

  9. Krieg gegen die Mullahs – Quo Vadis?

    Nach 47 Jahren ist zum ersten Mal eine iranische Führung kollektiv getötet worden. Das ist  nach geltendem Völkerrecht ein klarer Rechtsbruch. Aber im Licht von Zahlen der durch das Regime ermordeten Demonstranten der jüngsten Aufstände gegen das Regime – zwischen 6.000 und 37.000 berichten Menschenrechtsorganisationen – muss aus Sicht  von humanitären Aktivisten und unter dem Blickwinkel der Wahrung der Menschenwürde und der individuellen Freiheitsrechte dieser Verstoß relativiert werden. Natürlich ist es ein Irrtum von Trump und Netanjahu, die ebenfalls autoritäre Persönlichkeiten sind, zu glauben, dass mit der Tötung von Diktatoren durch gezielte Luftschläge ein Regime nachhaltig zu beseitigen sei.   Denn das islamistische System ist ein gesellschaftlich nach unten auf Religion, Hass, Einschüchterung und unter den Privilegierten ein auf Abhängigkeiten bauendes Geflecht, in dem die führenden Gestalten auf Korruption, Privilegien  und Bereicherung bauen und ein vielfältig auf Komplizenschaft und Abhängigkeit bauendes, Herrschaftsnetz aufgebaut haben.

    Reaktionen entsprechend differenziert

    Es verwundert deshalb nicht, dass Grüne und Linke auf ihren Berlinder Pressekonferenzen heute ihr hin- und hergerissensein zwischen eben formalem Völkerrecht und den Menschen- und Grundrechtsverletzungen durch das Mullahregime ebenso deutlich gemacht haben. Die Bundesregierung dagegen eierte in der Frage des Völkerrechts geradezu herum. Zwar räumte Außenminister Wadephul eine wesentliche Beeinträchtigung des Völkerrechts zunächst ein, um diese Einschätzung nach den Einlassungen des Bundeskanzlers, die Völkerrechtslage sei nicht eindeutig, wieder zurückruderte. Wieder einmal fiel es Emmanuel Macron leichter, eindeutig Stellung zu beziehen. Ob es Merz bei seinem Besuch bei Trump morgen nützen wird, unklar geblieben zu sein, ist sehr fraglich.

    Ohne Plan in den Krieg gezogen

    In der Politik wie in der Kriegsführung gilt die Regel, die Dinge vom Ende her zu denken. Trump und Netanjahu, das zeigt bereits der Verlauf der ersten Kriegstage, haben das nicht getan. Sie haben keinen Plan, wie der von ihnen verbal angestrebte “Regimewechsel” ablaufen soll. In den vergangenen 47 Jahren hat der Iran im gesamten Nahen Osten dauerhaft und ökonomisch zum Teil abhängige, zum Teil verbundene Strukturen geschaffen, um zum einen Regierungen, die früher einmal eigene politische  Entscheidungen treffen konnten – vor allem im Bezug auf Israel – durch illegale bewaffnete Armeen im Dienste des Irans zu entmachten. Die Hisbollah im Libanon, die Hamas in Gaza und Palästina sowie die Huthis, eine straff organisierte, schiitisch/zaidistisch ideologisierte Armee, nach dem Vorbild der iranischen Revolutionsgarden, im Jemen. Entsprechend ist zu erwarten, dass in wenigen Tagen die in einem Enthauptungsschlag ins Jenseits beförderten Funktionäre des Systems durch gleichwertige und regimetreue Nachfolger ersetzt werden.

    Naivität oder Boshaftigkeit?

    Trump macht derzeit der Weltöffentlichkeit vor, er sei der Erlöser, der militärisch ein Regime beseitige. Und nun brauche nur “das Volk” im Iran zu kommen und das Regime stürzen. Dass sich ein solches Regime auf ein kompliziertes und vielschichtiges gesellschaftliches Geflecht von Abhängigkeiten stützt, erschließt sich ihm, der die Welt in primitiven “Deals” zu verstehen versucht, nicht. Und damit gefährdet er Millionen von Menschenleben –  im Iran und darüber hinaus. Das, was Trump derzeit versucht, erinnert an die Forderung des US-Generals McArthur, der um 1950 herum vorgeschlagen haben soll, Josef Stalin und die Führungsriege in Moskau zu beseitigen und glaubte, damit die Kommunistische Partei der Sowjetunion beseitigen zu können. Es ist fraglich, ob Trumps Regierungsapparat, den er jenseits der etablierten Strukturen früherer amerikanischer Präsidenten privatisiert und vom Weißen Haus in seine Residenz Mar-a-Lago versetzt hat, und im Kreis seiner persönlichen Speichellecker und Paladine regiert, die Folgen und Schritte seiner Politik unter Zuhilfenahme kritischer Risikoabwägung oder gar politikwissenschaftlich-strategischer Beratung durch Geheimdienste betreibt. Denn planvolles Handeln geht anders.

    Kein gewaltsamer Regimewechsel von außen Richtung Demokratie  nach 1945

    Zudem folgen gewaltsame Regimewechsel einer Tradition, dass nicht Demokratien, sondern zumeist Militärdiktaturen die Folge sind. Im Iran wurde in den 50er Jahren der demokratisch gewählte Sozialist Mossadegh durch einen vom CIA initiierten Putsch zugunsten des Schah Reza Pahlevi in eine USA- und ölkonzernfreundliche Diktatur verwandelt, die sich auf einen Militär- und Geheimdienstapparat und Folterungen stützte, an die das Mullah-Regime mit Revolutionsgarden und Geheimdienst nahtlos anknüpfte. Der chilenische Präsident und Sozialist Salvador Allende wurde 1974 mit Hilfe der CIA gestürzt und die Militärdiktatur des Generalissimus Pinochet etabliert. Auch die jüngeren Interventionen der USA im Irak, in Libyen und in Afghanistan zum Sturz von “Diktatoren” endeten nicht in Demokratie, sondern hatten im Irak ein Machtvakuum und Rückzugsraum von IS-Terroristen zur Folge. In Libyen folgte auf Ghaddafi  ein permanenter Bürgerkrieg mit zwei zwielichtigen Machtgruppen, die durch die von der EU finanzierte “Küstenwache” ein Regime von Menschenrechtsverletzungen und Menschenhandel mit Flüchtlingen duldet. Und die Herrschaft der terroristisch-islamistischen Taliban in Afghanistan wurde nicht beendet, sondern durch die Unterstützung eines korrupten Interim-Regimes am Ende sogar noch zementiert.

    Einzige Erfolge: Kampf gegen den Hitlerfaschismus und gegen Japan

    Die beiden einzigen Beispiele, bei denen erfolgreich eine Diktatur besiegt und anschließend die Demokratisierung durchgesetzt wurde, sind Nazideutschland und das imperialistisch-kaiserliche Japan. In beiden Fällen wurde der Krieg der Alliierten quasi total und allumfassend geführt, Bodentruppen eingesetzt, die das Militär, die Polizei- und Hilfskräfte wie in Deutschland SS und SA neutralisierten und entnazifizierten. Die Alliiterten haben das Land besetzt, die herrschenden Eliten strukturell soweit wie möglich entmachtet und gegen demokratische Kräfte ausgetauscht. Im Falle Deutschlands konnten sie auf Demokraten der “Weimarer Republik” zurückgreifen, die nur 12 Jahre zuvor zur politischen Elite gehörten. Und natürlich kehrten auch Politiker wie Willy Brandt aus dem norwegischen Exil zurück. Die Geschichte der “Entnazifizierung” und der mangelnden Konsequenzen aus der Nazizeit, symbolisiert durch den Kampf Fritz Bauers zur Anklage von NS-Verbrechern bis zur Anerkennung der NS-Opfer stehen für das Ringen um die Demokratie in der von den Alliierten befreiten Bundesrepublik Deutschland. Japan kapitulierte nach zwei furchtbaren Atombombenabwürfen, die bis heute einen Tiefpunkt der Menschheitsgeschichte markieren. Aber auch in Japan hatte die Demokratie eine Chance, weil die Alliierten, hier die USA vor Ort mit Bodentruppen eingriffen und ein Konzept für das “Danach” hatten.

    Entmullahisierung, Säkularisierung im Iran?

    Im Iran gibt es nach 47 Jahren Schreckensherrschaft der  Mullahs keine organisierte demokratische Opposition. Der im Exil lebende Sohn des Schah Reza Pahlevi mag sogar persönlich integer sein: Er ist der Sohn eines mit Folter und Korruption regierenden Despoten, der 1979 durch einen Volksaufstand von unten hinweggefegt wurde. Dessen autoritäre Herrschafts- und Foltermethoden von den Mullahs bruchlos für die Revolutionsgarden übernommen wurden.  Folglich ist die iranische Opposition in der Diaspora zutiefst gespalten – in Pahlevis Diktatur verklärende Monarchisten, die die Monarchie wieder installieren wollen, und Demokraten, die ihn allenfalls als Symbolfigur gegen das Mullah-Regime temporär unterstützen. An solche Details verschwendet anscheinend der Egomane Donald Trump keine Sekunde seines Denkvermögens – nicht zuletzt, weil ihm jegliche Geschichtskenntnisse oder Wissen über politische Zusammenhänge abgehen. Wer heute die Rede seines “Kriegsministers” Pete Hegseth gehört hat, dem muss klar geworden sein, dass die Regierung Trumps keinen Finger rühren wird, um im Iran eine demokratische Entwicklung zu unterstützen, sondern diese Aufgabe morgen quasi als Rechnung Friedrich Merz bei seinem Besuch in Washington auferlegen wird. Und der Preis der Waffen für die Ukraine wird steigen, wie die Benzinpreise, denn der Teppichhändler im Weißen Haus wird vermutlich behaupten, dass der Krieg gegen den Iran ja auch im Interesse Europas und seiner Sicherheit geführt werde.

    Und die nahe Zukunft?

    Und damit wird er durchaus rechthaben, weil durch die Sperrung der Straße von Hormuz schon seit gestern die Exportwege von 20% der Öl-Exporte teurer geworden sind. Wenn, wie abzusehen ist,  die  Huthi-Armee den Suez-Kanal bedroht, werden die Lieferketten Europas mit Fernost wieder gestört werden und natürlich wird ein Mullah-Regime, das mit dem Rücken zur Wand steht, alles tun, um Attentäter weltweit nicht nur gegen die USA und Israel, sondern auch gegen die arabischen Staaten wie auch Synagogen und jüdische Einrichtungen in Europa zu ermuntern. Europäische Politik wird sich deshalb den Folgen dieser Kanonenbootpolitik nicht entziehen können. Für die Europäische Union und Souveränität bedeutet dies, dass Deutschland ebenso wie Frankreich und Großbritannien sowie die restliche EU sich dringend unabhängiger von den USA machen müssen. Wie sehr sowohl Putin als auch Trump Lügner im gemeinsamen Geiste sind, wurde am gestrigen Statement Putins zum Angriff der USA und Israels und die Tötung der iranischen Staatsspitze deutlich: Dies sei eine “zynische Mißachtung der Moral und des Völkerrechts” – so wie sein Überfall auf die Ukraine 2022. So oder so, Europa wird die Rechnung für Trumps Politik mittragen müssen.

    Auswirkungen auf den Ukrainekrieg?

    Noch ist nicht absehbar, welche Auswirkungen der Krieg gegen das Regime im Iran für den Ukrainekrieg haben wird. Zweifellos wird ggf. mit dem iranischen Regime zunächst ein Lieferant billiger Drohnen für Putins Armee ausfallen. Experten schätzen jedoch die Auswirkungen nicht wirklich gewichtig ein, weil der Iran Russland wohl nicht nur Waffen, sondern auch das nötige Know-how und ganze Drohnenfabriken geliefert hat. Allerdings wird der Ukrainekrieg auch dafür sorgen, dass Putin nicht in den Konflikt zugunsten seiner Verbündeten in Teheran eingreifen kann und wird. Es sei denn, er zöge die nukleare Karte, was ihn in direkte Konfrontation zu Trump und die USA bringen würde. Aber auch dieser Aspekt der internationalen Entwicklung zeigt, dass die Welt durch die neue Runde des Nahost-Kriegs nicht sicherer geworden ist.

  10. "Metadaten verraten Ihnen absolut alles über das Leben einer Person. Wenn Sie genug Metadaten haben, brauchen Sie den Inhalt nicht wirklich." NSA General Counsel Stewart Baker "We kill people based on metadata" www.nybooks.com/daily/2014/0... #Iran #Chamenei #Krieg #Teheran #Revolutionsgarden

    'We Kill People Based on Metad...

  11. Konflikt mit USA spitzt sich zu Iran und Russland proben für den Ernstfall

    " Nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna sind neben den russischen und iranischen Marineeinheiten auch die Revolutionsgarden (IRGC) beteiligt. "

    Vielleicht merkt es der Dealmaker ja mal langsam selbst oder einer seiner Bücklinge traut sich es ihm zu stecken.

    "Putin ist nicht sein Freund"

    n-tv.de/politik/Iran-und-Russl

    #Angriffskrieg #Europa #Ukraine #Verteidigungskräfte #Armee #Krieg #USA #Iran #Marinemanöver #Russland #Kriegsverbrecher #Staatsterrorismus #Revolutionsgarden #Invasoren #Kampfverluste
    #перемогаYкраїни

  12. Verhandlungen mit Iran - Sahebi: Regime will Krieg mit den USA um jeden Preis verhindern

    Die USA und der Iran wollen in Istanbul über ein neues Atomabkommen verhandeln. Politikwissenschaftlerin Sahebi schätzt, dass es zu einer Einigung kommt.#IRAN #Mullah-Regime #ProtesteimIran #USAundIran #Revolutionsgarden
    Iran-USA-Verhandlungen: So weit gehen die Mullahs, um ihre Macht zu erhalten

  13. USA und Iran - Hofreiter (Grüne): Trump geht es nicht um den Regimewechsel

    Die EU setzt die iranischen Revolutionsgarden auf die Terrorliste. Anton Hofreiter (Grüne) begrüßt das. Er fordert aber zudem mehr wirtschaftlichen Druck.#AntonHofreiterBündnis90DieGrünen #IRAN #USA #ProtesteimIran #Mullah-Regime #DonaldTrump #EU-Terrorliste #Revolutionsgarden
    USA und Iran: Trump geht es nicht um den Regimewechsel

  14. Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Oft haben wir hier über den #Fossilismus & #Antisemitismus des Regimes im #Iran , über die #Korruption der #Revolutionsgarden , die fossil eskalierende #Wasserkrise & die Panik der Herrschenden angesichts des niedrigen #Ölpreis gesprochen.

    Zuletzt hatte ich immer wieder zu posten gewagt, dass das iranische Volk auch gegen diese fossile #Diktatur obsiegen könnte. Und nun nennt es die sehr geschätzte #DüzenTekkal beim Namen: #Revolution ! focus.de/politik/ausland/iran-

  15. @knasterbax

    Ideologische Anhänger des #Fossilismus nenne ich #Fossilisten. Fossile #Ressourcennfluch - Regime und Terrorgruppen wie die iranischen #Revolutionsgarden nenne ich "fossil finanziert", um auf die Entwicklungspfade hinzuweisen. Eine zwei-teilige #Arte - Doku zur #Erdöl - Geschichte des #Iran kann ich sehr empfehlen!

    @Weltbewohner @holgintheair

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  16. Iran hat wahrscheinlich vor dem Angriff auf Fordow nukleare Komponenten weggebracht: Iranischer Atomwissenschaftler

    Trotz der Behauptungen der Trump-Regierung ist das iranische Atomprogramm nicht „vollständig zerstört“.

    Bericht von Murtaza Hussain und Aly Afdal Zadeh

    Nach einer Reihe von Luftangriffen, die Präsident Donald #Trump am 22. Juni gegen drei wichtige iranische #Atomanlagen angeordnet hatte – Angriffe, die laut Trump die Anlagen „vollständig zerstört“ hätten –, ist das tatsächliche Ausmaß der Schäden Gegenstand heftiger Kontroversen. Die Frage, ob das iranische Atomprogramm wirklich zerstört oder durch die Angriffe sogar erheblich behindert wurde, dürfte nun die nächste Phase des Konflikts zwischen Israel, Iran und den USA bestimmen.

    Nach den Bombenangriffen gab die Trump-Regierung mehrere selbstbewusste Erklärungen ab, in denen sie den Erfolg der Angriffe lobte. „Die nuklearen Ambitionen des Iran wurden vernichtet“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz im Pentagon nach den Angriffen und fügte hinzu, dass „die von Präsident Trump geplante Operation mutig und brillant war“.

    Im Gegensatz zu den schnellen Behauptungen über den totalen Erfolg haben #Militäranalysten schon lange gesagt, dass man die tatsächlichen Auswirkungen eines Bombenangriffs auf befestigte, unterirdische iranische Nuklearanlagen wahrscheinlich nur vor Ort durch eine visuelle Überprüfung oder durch freiwillige Bestätigung durch iranische Behörden, die ihre eigenen Untersuchungen durchführen, beurteilen kann.

    Die US-Angriffe trafen drei verschiedene iranische Nuklearkomplexe in #Isfahan, #Natanz und Fordow. Von den dreien war Fordow am stärksten befestigt und tief in einem Berg gebaut, um Luftangriffen standzuhalten. Die iranische Regierung hat gemischte Signale über das Ausmaß der Schäden an ihrem Atomprogramm durch die Bombardierung gesendet. Aber iranische Quellen mit Hintergrundwissen über das Atomprogramm, die mit Drop Site gesprochen haben, behaupteten, dass die Anlagen so gebaut worden seien, dass sie solchen Bombardierungen standhalten könnten, und dass bereits Vorbereitungen getroffen worden seien, um sensible Materialien an andere Orte zu transportieren, um sie vor einem lang erwarteten Angriff der USA zu schützen.

    Mahmoud Reza #Aghamiri, ein iranischer Professor für #Nukleartechnik und ehemaliger Wissenschaftler der #Atomenergieorganisation Irans (#AEOI), der weiterhin als Berater für die Organisation tätig ist, sagte gegenüber Drop Site News, dass insbesondere Fordow bereits lange vor den amerikanischen Angriffen von sensiblen Materialien geräumt worden sei. „Die Anlage in Fordow wurde zwei Monate vor Kriegsbeginn von Zentrifugen und spaltbarem Material geräumt“, sagte Aghamiri. Aghamiri behauptete außerdem, dass sensible #Nuklearzentrifugen demontiert und an fünf verschiedene Orte weit entfernt von der Anlage verteilt worden seien.

    „Die iranischen Behörden gaben schwere Schäden an der Anlage an, um eine internationale Untersuchung des Verbleibs des dort gelagerten angereicherten Urans zu vermeiden“, fügte Aghamiri hinzu.

    Die Anlagen wurden mit mehreren 30.000-Pfund-Bunkerbrecher-Bomben, bekannt als Massive Ordnance Penetrators (#MOP), angegriffen, die von US-amerikanischen B-2 Spirit-Bombern abgeworfen wurden. Das israelische #Militär verfügt weder über solche Flugzeuge noch über solche Munition, sodass eine direkte Beteiligung der USA erforderlich war, um die Ziele zu treffen. Die Angriffe haben nachweisbare Schäden an oberirdischen Einrichtungen des Programms verursacht, aber das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Verstärkungen ist auf Satellitenbildern nicht zu erkennen.

    „Die Explosionen betrafen die obere und mittlere Infrastruktur, während die befestigte untere Infrastruktur unversehrt blieb, was die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Aussagen über umfassende Schäden untergräbt“, sagte Aghamiri insbesondere über den Angriff auf Isfahan und fügte hinzu, dass die bestehenden Bestände des Iran von etwa 460 Kilogramm angereichertem Uran von den Angriffen unberührt geblieben seien.

    Aghamiris Behauptung über den Transport von sensiblen Materialien aus den angegriffenen Anlagen kann nicht unabhängig überprüft werden, und es ist auch unklar, ob sensible Geräte wie Kernzentrifugen die Schockwellen der schweren US-Munition überstanden haben könnten. Andere iranische Beamte haben gemischte Aussagen über die Auswirkungen der Angriffe auf ihr Atomprogramm gemacht, zu denen auch eine Welle von Attentaten gehörte, bei denen bis zu ein Dutzend iranische Atomwissenschaftler getötet wurden. Der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, sagte, dass die Angriffe „nichts Bedeutendes erreicht“ hätten. Im Gegensatz dazu erklärte der iranische Außenminister Abbas #Aragchi, dass „die Verluste nicht gering sind und unsere Einrichtungen schwer beschädigt wurden“.

    Die Kommentare von Aghamiri spiegeln jedoch Aussagen von Mohsen #Rezaie wider, dem ehemaligen #Oberbefehlshaber der iranischen #Revolutionsgarden und Berater des Obersten Führers Ali #Khamenei, der nach den Angriffen im iranischen Fernsehen sagte, dass Regierungsbeamte zu dem Schluss gekommen seien, dass seit März ein #Krieg bevorstehe, und vor dem Krieg damit begonnen hätten, nicht näher bezeichnete Nuklearmaterialien an andere Standorte zu verlegen.

    In den Tagen vor dem Angriff zeigten Satellitenbilder von #Maxar Technologies eine große Anzahl von Lastwagen in der Nähe der Anlage in Fordow. Einige Beamte spekulierten, dass diese Lastwagen daran beteiligt waren, die Eingänge zum Gelände zu verfüllen, um eine öffentlich diskutierte israelische Kommandoaktion zu verhindern, über die in den Wochen vor dem Angriff gemunkelt worden war.

    Nach der Veröffentlichung geheimer #Geheimdienstberichte über die #Bombenangriffe wurde das Ausmaß der Schäden in den #USA heftig diskutiert. Ein vorläufiger Bericht der Defense Intelligence Agency (#DIA) nach den Bombenangriffen behauptete, dass der Angriff „die Kernkomponenten des Atomprogramms des Landes nicht zerstört und es wahrscheinlich nur um Monate zurückgeworfen hat“. Der durchgesickerte Bericht wurde von der Trump-Regierung wütend dementiert, die dazu aufrief, die undichte Stelle zu finden und strafrechtlich zu verfolgen. Die Regierung zitierte auch Gegenbehauptungen von CIA-Direktor John Ratcliffe und der israelischen Atomenergiekommission, wonach die US-Bombardements die Nuklearstandorte „schwer beschädigt“ und „betriebsunfähig“ gemacht hätten.

    Experten für nukleare Proliferation sagen, dass die widersprüchlichen Aussagen wahrscheinlich einen Streit über das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Anlagen widerspiegeln. Sie fügten jedoch hinzu, dass die wiederholten Angriffe mit MOPs, die teilweise zum Zweck der Bekämpfung des iranischen Atomprogramms entwickelt wurden, wahrscheinlich ernsthafte Schäden an deren Funktionsfähigkeit verursacht haben.

    Ankit Panda, Experte für nukleare Proliferation und Stanton Senior Fellow im Nuclear Policy Program der Carnegie Endowment for International Peace, meinte, dass „die DIA wahrscheinlich darauf hinauswill, dass die Bombardierung die unterirdischen Zentrifugenhallen in #Fordow wahrscheinlich nicht zum Einsturz gebracht hat. Wichtig ist aber, dass es trotzdem extrem unwahrscheinlich ist, dass die Bombardierung keine der dort vorhandenen Zentrifugen außer Betrieb gesetzt hat”. Er fügte hinzu: „Es handelt sich um extrem empfindliche, präzisionsgefertigte Maschinen – Schockwellen oder Stromausfälle könnten leicht dazu führen, dass sie außer Kontrolle geraten und sich selbst zerstören. Es ist also möglich, dass beides zutrifft: Fordow könnte als Standort für die Urananreicherung außer Betrieb gesetzt worden sein, auch wenn die Anlage selbst nicht vollständig zerstört wurde.“

    Nach den Angriffen erklärte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, gegenüber US-Senatoren, dass die USA in Isfahan keine Bunkerbrecher-Bomben eingesetzt hätten, da die Anlagen an diesem Standort so tief vergraben seien, dass die Munition sie nicht hätte treffen können. US-Beamte haben angedeutet, dass die bestehenden Bestände an angereichertem Uran, die ausreichen würden, um mehrere Atomwaffen herzustellen, falls die iranische Regierung dies beschließen sollte, in Isfahan und Fordow vergraben sein könnten.

    Dies wurde jedoch nicht überprüft, und es wurden Bedenken geäußert, dass die leicht transportierbaren Materialien vor dem Krieg abtransportiert worden sein könnten und der iranischen Regierung weiterhin zur Verfügung stehen. Obwohl die mit dem iranischen Atomprogramm verbundenen Anlagen erhebliche Schäden erlitten haben, von denen einige durch Satellitenfotos nachweisbar sind, gibt es keine Anzeichen dafür, dass diese Schäden das iranische Atomprogramm beenden oder sogar die Fähigkeit des Iran beeinträchtigen würden, mit seinen bestehenden Vorräten an angereichertem Uran eine Waffe zu entwickeln, sollte er sich dazu entschließen.

    „Es gibt viele unbekannte Unbekannte – Unklarheiten über geheime Anlagen und den Status von hochangereichertem #Uran. Es gibt Zweifel, ob die Iraner das angereicherte Uran weggebracht haben, aber das müssen wir ernst nehmen”, sagte Panda. „Stell dir das mal so vor: Das können ein paar Gegenstände von der Größe eines Bierfasses sein. Die kann man in den Kofferraum eines Autos werfen und wegfahren, aber die #Zentrifugen sind eine andere Geschichte. Das sind große, präzise Instrumente, die mit äußerster Sorgfalt transportiert werden müssen. Wenn die Zentrifugen in Fordow zerstört wurden, wäre es wahrscheinlich einfacher, sie neu zu bauen, als sie zu reparieren.“

    Beendete Zusammenarbeit

    Die iranischen Behörden haben nach dem Konflikt eine trotzige Haltung eingenommen. Nach den Angriffen der USA und Israels auf ihre Nuklearanlagen hat das iranische Parlament beschlossen, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einzustellen und angeblich die von internationalen Überwachungsabkommen geforderten Überwachungskameras aus seinen bestehenden Anlagen zu verbannen. In einer Rede nach dem Krieg sagte Hamid Reza Haji Babaei, Vizepräsident des iranischen Parlaments: „Der jüngste 12-tägige Krieg ist eine Fortsetzung der 47-jährigen #Feindseligkeiten der USA gegen die iranische Nation. Der Kern dieser Feindschaft sind nicht #Raketen oder das #Atomprogramm – es geht um das iranische Volk.“

    Iranische Beamte hatten zuvor signalisiert, dass sie Notfallpläne hätten, um im Falle eines Krieges sowohl Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen als auch ihre nuklearen Fähigkeiten zu erhalten. Im April schrieb Ali Shamkhani, der ehemalige Chef des iranischen Nationalen Sicherheitsrats und Verhandlungsführer in den Atomgesprächen mit den USA, die durch den Krieg unterbrochen wurden, in den sozialen Medien: „Die anhaltenden externen Bedrohungen und die Tatsache, dass sich der Iran in einem Zustand militärischer Bedrohung befindet, könnten zu #Abschreckungsmaßnahmen führen, darunter die Ausweisung von IAEO-Inspektoren und die Einstellung der Zusammenarbeit. Auch die Verlegung von angereichertem Material an sichere Orte könnte in Betracht gezogen werden.“

    #Shamkhani wurde am 13. Juni bei einem Attentat Israels auf sein Haus verletzt. Zunächst wurde er für tot erklärt, tauchte aber Tage später bei öffentlichen Beerdigungen für die bei den Anschlägen Getöteten wieder auf, wo er seine Botschaft bekräftigte, dass das Atomprogramm fortgesetzt werde. „Selbst unter der Annahme einer vollständigen Zerstörung der Anlagen wird das Spiel nicht zu Ende sein, da das angereicherte Material, das lokale Fachwissen und der politische Wille weiterhin bestehen bleiben. Und jetzt liegt die politische und praktische Initiative zusammen mit dem Recht auf legitime Verteidigung in den Händen der Partei, die klug agiert und willkürliche Angriffe vermeidet“, schrieb er online und fügte hinzu: „Die Überraschungen werden weitergehen!“

    Rafael #Grossi, Direktor der IAEO, hat gewarnt, dass der Iran selbst bei schweren Schäden an den Nuklearstandorten seine Anreicherungskapazitäten innerhalb weniger Monate wiederherstellen könnte, da er über Uranvorräte und technisches Know-how verfügt. „Die Kapazitäten sind vorhanden. Ich würde sagen, dass sie innerhalb weniger Monate mehrere Zentrifugen kaskadenartig zum Laufen bringen und angereichertes Uran produzieren können, oder sogar noch weniger“, sagte Grossi.

    Die iranische #Regierung hatte sich lange gegen die #Militarisierung ihres Atomprogramms gewehrt und das Programm stattdessen als Verhandlungsinstrument für die Aufhebung der westlichen #Wirtschaftssanktionen gegen das Land genutzt. Nach den Angriffen werden innerhalb des Iran die Rufe laut, das Land aus den globalen #Nichtverbreitungsabkommen zurückzuziehen und möglicherweise eine Waffe als Abschreckungsmittel zu entwickeln, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen.

    Taghi Azad Armaki, Professor für politische Soziologie an der Universität Teheran, sagte gegenüber Drop Site, dass die Reaktion des Iran auf die USA oder #Israel maßvoll ausfallen werde, damit der Iran „sein Atomprojekt abschließen“ könne, ohne weiteren Druck oder Angriffen ausgesetzt zu sein.

    „Trumps großspurige Aussagen sollten im Kontext der amerikanischen Innenpolitik gesehen werden“, sagte #Armaki. „Ein amerikanischer Präsident kann kein Scheitern zugeben, vor allem nicht, wenn er eine einseitige Entscheidung ohne die Zustimmung des Kongresses getroffen hat. Ein Scheitern zuzugeben, würde unweigerlich das Ende seiner politischen Karriere bedeuten.“

    Hadi #Dalloul, ein in Iran ansässiger Analyst, der häufig im Namen der Regierung zu Fragen im Zusammenhang mit ihren #Nuklearaktivitäten spricht, wies ebenfalls die Behauptung zurück, dass das iranische Atomprogramm durch die Angriffe schwer beschädigt worden sei. „Das ist unrichtig, da Iran über ausreichendes Wissen verfügt, um sein Atomprojekt unabhängig zu verwalten, ohne externe Unterstützung in Form von Ausrüstung oder Technologie zu benötigen“, sagte Dalloul. „Der eigentliche Verlust ist der Verlust iranischer Atomwissenschaftler. Auch wenn dies eine echte Herausforderung darstellt, legt die Struktur des iranischen #Wissenschaftsteams großen Wert auf den #Wissenstransfer, sodass der Verlust eines Wissenschaftlers nicht zum Zusammenbruch oder zur Unterbrechung der Arbeit führt.“

    Er fügte hinzu: „Ein #Militärschlag wird, egal wie schwerwiegend er auch sein mag, nur begrenzte Auswirkungen haben.“

    Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Egab veröffentlicht.

    Quelle: Iran Likely to Have Moved Nuclear Components Ahead of Fordow Attack: Iranian Nuclear Scientist

    Übersetzung: Thomas Trueten [NA]

    @palestine @israel

  17. Iran hat wahrscheinlich vor dem Angriff auf Fordow nukleare Komponenten weggebracht: Iranischer Atomwissenschaftler

    Trotz der Behauptungen der Trump-Regierung ist das iranische Atomprogramm nicht „vollständig zerstört“.

    Bericht von Murtaza Hussain und Aly Afdal Zadeh

    Nach einer Reihe von Luftangriffen, die Präsident Donald #Trump am 22. Juni gegen drei wichtige iranische #Atomanlagen angeordnet hatte – Angriffe, die laut Trump die Anlagen „vollständig zerstört“ hätten –, ist das tatsächliche Ausmaß der Schäden Gegenstand heftiger Kontroversen. Die Frage, ob das iranische Atomprogramm wirklich zerstört oder durch die Angriffe sogar erheblich behindert wurde, dürfte nun die nächste Phase des Konflikts zwischen Israel, Iran und den USA bestimmen.

    Nach den Bombenangriffen gab die Trump-Regierung mehrere selbstbewusste Erklärungen ab, in denen sie den Erfolg der Angriffe lobte. „Die nuklearen Ambitionen des Iran wurden vernichtet“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz im Pentagon nach den Angriffen und fügte hinzu, dass „die von Präsident Trump geplante Operation mutig und brillant war“.

    Im Gegensatz zu den schnellen Behauptungen über den totalen Erfolg haben #Militäranalysten schon lange gesagt, dass man die tatsächlichen Auswirkungen eines Bombenangriffs auf befestigte, unterirdische iranische Nuklearanlagen wahrscheinlich nur vor Ort durch eine visuelle Überprüfung oder durch freiwillige Bestätigung durch iranische Behörden, die ihre eigenen Untersuchungen durchführen, beurteilen kann.

    Die US-Angriffe trafen drei verschiedene iranische Nuklearkomplexe in #Isfahan, #Natanz und Fordow. Von den dreien war Fordow am stärksten befestigt und tief in einem Berg gebaut, um Luftangriffen standzuhalten. Die iranische Regierung hat gemischte Signale über das Ausmaß der Schäden an ihrem Atomprogramm durch die Bombardierung gesendet. Aber iranische Quellen mit Hintergrundwissen über das Atomprogramm, die mit Drop Site gesprochen haben, behaupteten, dass die Anlagen so gebaut worden seien, dass sie solchen Bombardierungen standhalten könnten, und dass bereits Vorbereitungen getroffen worden seien, um sensible Materialien an andere Orte zu transportieren, um sie vor einem lang erwarteten Angriff der USA zu schützen.

    Mahmoud Reza #Aghamiri, ein iranischer Professor für #Nukleartechnik und ehemaliger Wissenschaftler der #Atomenergieorganisation Irans (#AEOI), der weiterhin als Berater für die Organisation tätig ist, sagte gegenüber Drop Site News, dass insbesondere Fordow bereits lange vor den amerikanischen Angriffen von sensiblen Materialien geräumt worden sei. „Die Anlage in Fordow wurde zwei Monate vor Kriegsbeginn von Zentrifugen und spaltbarem Material geräumt“, sagte Aghamiri. Aghamiri behauptete außerdem, dass sensible #Nuklearzentrifugen demontiert und an fünf verschiedene Orte weit entfernt von der Anlage verteilt worden seien.

    „Die iranischen Behörden gaben schwere Schäden an der Anlage an, um eine internationale Untersuchung des Verbleibs des dort gelagerten angereicherten Urans zu vermeiden“, fügte Aghamiri hinzu.

    Die Anlagen wurden mit mehreren 30.000-Pfund-Bunkerbrecher-Bomben, bekannt als Massive Ordnance Penetrators (#MOP), angegriffen, die von US-amerikanischen B-2 Spirit-Bombern abgeworfen wurden. Das israelische #Militär verfügt weder über solche Flugzeuge noch über solche Munition, sodass eine direkte Beteiligung der USA erforderlich war, um die Ziele zu treffen. Die Angriffe haben nachweisbare Schäden an oberirdischen Einrichtungen des Programms verursacht, aber das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Verstärkungen ist auf Satellitenbildern nicht zu erkennen.

    „Die Explosionen betrafen die obere und mittlere Infrastruktur, während die befestigte untere Infrastruktur unversehrt blieb, was die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Aussagen über umfassende Schäden untergräbt“, sagte Aghamiri insbesondere über den Angriff auf Isfahan und fügte hinzu, dass die bestehenden Bestände des Iran von etwa 460 Kilogramm angereichertem Uran von den Angriffen unberührt geblieben seien.

    Aghamiris Behauptung über den Transport von sensiblen Materialien aus den angegriffenen Anlagen kann nicht unabhängig überprüft werden, und es ist auch unklar, ob sensible Geräte wie Kernzentrifugen die Schockwellen der schweren US-Munition überstanden haben könnten. Andere iranische Beamte haben gemischte Aussagen über die Auswirkungen der Angriffe auf ihr Atomprogramm gemacht, zu denen auch eine Welle von Attentaten gehörte, bei denen bis zu ein Dutzend iranische Atomwissenschaftler getötet wurden. Der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, sagte, dass die Angriffe „nichts Bedeutendes erreicht“ hätten. Im Gegensatz dazu erklärte der iranische Außenminister Abbas #Aragchi, dass „die Verluste nicht gering sind und unsere Einrichtungen schwer beschädigt wurden“.

    Die Kommentare von Aghamiri spiegeln jedoch Aussagen von Mohsen #Rezaie wider, dem ehemaligen #Oberbefehlshaber der iranischen #Revolutionsgarden und Berater des Obersten Führers Ali #Khamenei, der nach den Angriffen im iranischen Fernsehen sagte, dass Regierungsbeamte zu dem Schluss gekommen seien, dass seit März ein #Krieg bevorstehe, und vor dem Krieg damit begonnen hätten, nicht näher bezeichnete Nuklearmaterialien an andere Standorte zu verlegen.

    In den Tagen vor dem Angriff zeigten Satellitenbilder von #Maxar Technologies eine große Anzahl von Lastwagen in der Nähe der Anlage in Fordow. Einige Beamte spekulierten, dass diese Lastwagen daran beteiligt waren, die Eingänge zum Gelände zu verfüllen, um eine öffentlich diskutierte israelische Kommandoaktion zu verhindern, über die in den Wochen vor dem Angriff gemunkelt worden war.

    Nach der Veröffentlichung geheimer #Geheimdienstberichte über die #Bombenangriffe wurde das Ausmaß der Schäden in den #USA heftig diskutiert. Ein vorläufiger Bericht der Defense Intelligence Agency (#DIA) nach den Bombenangriffen behauptete, dass der Angriff „die Kernkomponenten des Atomprogramms des Landes nicht zerstört und es wahrscheinlich nur um Monate zurückgeworfen hat“. Der durchgesickerte Bericht wurde von der Trump-Regierung wütend dementiert, die dazu aufrief, die undichte Stelle zu finden und strafrechtlich zu verfolgen. Die Regierung zitierte auch Gegenbehauptungen von CIA-Direktor John Ratcliffe und der israelischen Atomenergiekommission, wonach die US-Bombardements die Nuklearstandorte „schwer beschädigt“ und „betriebsunfähig“ gemacht hätten.

    Experten für nukleare Proliferation sagen, dass die widersprüchlichen Aussagen wahrscheinlich einen Streit über das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Anlagen widerspiegeln. Sie fügten jedoch hinzu, dass die wiederholten Angriffe mit MOPs, die teilweise zum Zweck der Bekämpfung des iranischen Atomprogramms entwickelt wurden, wahrscheinlich ernsthafte Schäden an deren Funktionsfähigkeit verursacht haben.

    Ankit Panda, Experte für nukleare Proliferation und Stanton Senior Fellow im Nuclear Policy Program der Carnegie Endowment for International Peace, meinte, dass „die DIA wahrscheinlich darauf hinauswill, dass die Bombardierung die unterirdischen Zentrifugenhallen in #Fordow wahrscheinlich nicht zum Einsturz gebracht hat. Wichtig ist aber, dass es trotzdem extrem unwahrscheinlich ist, dass die Bombardierung keine der dort vorhandenen Zentrifugen außer Betrieb gesetzt hat”. Er fügte hinzu: „Es handelt sich um extrem empfindliche, präzisionsgefertigte Maschinen – Schockwellen oder Stromausfälle könnten leicht dazu führen, dass sie außer Kontrolle geraten und sich selbst zerstören. Es ist also möglich, dass beides zutrifft: Fordow könnte als Standort für die Urananreicherung außer Betrieb gesetzt worden sein, auch wenn die Anlage selbst nicht vollständig zerstört wurde.“

    Nach den Angriffen erklärte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, gegenüber US-Senatoren, dass die USA in Isfahan keine Bunkerbrecher-Bomben eingesetzt hätten, da die Anlagen an diesem Standort so tief vergraben seien, dass die Munition sie nicht hätte treffen können. US-Beamte haben angedeutet, dass die bestehenden Bestände an angereichertem Uran, die ausreichen würden, um mehrere Atomwaffen herzustellen, falls die iranische Regierung dies beschließen sollte, in Isfahan und Fordow vergraben sein könnten.

    Dies wurde jedoch nicht überprüft, und es wurden Bedenken geäußert, dass die leicht transportierbaren Materialien vor dem Krieg abtransportiert worden sein könnten und der iranischen Regierung weiterhin zur Verfügung stehen. Obwohl die mit dem iranischen Atomprogramm verbundenen Anlagen erhebliche Schäden erlitten haben, von denen einige durch Satellitenfotos nachweisbar sind, gibt es keine Anzeichen dafür, dass diese Schäden das iranische Atomprogramm beenden oder sogar die Fähigkeit des Iran beeinträchtigen würden, mit seinen bestehenden Vorräten an angereichertem Uran eine Waffe zu entwickeln, sollte er sich dazu entschließen.

    „Es gibt viele unbekannte Unbekannte – Unklarheiten über geheime Anlagen und den Status von hochangereichertem #Uran. Es gibt Zweifel, ob die Iraner das angereicherte Uran weggebracht haben, aber das müssen wir ernst nehmen”, sagte Panda. „Stell dir das mal so vor: Das können ein paar Gegenstände von der Größe eines Bierfasses sein. Die kann man in den Kofferraum eines Autos werfen und wegfahren, aber die #Zentrifugen sind eine andere Geschichte. Das sind große, präzise Instrumente, die mit äußerster Sorgfalt transportiert werden müssen. Wenn die Zentrifugen in Fordow zerstört wurden, wäre es wahrscheinlich einfacher, sie neu zu bauen, als sie zu reparieren.“

    Beendete Zusammenarbeit

    Die iranischen Behörden haben nach dem Konflikt eine trotzige Haltung eingenommen. Nach den Angriffen der USA und Israels auf ihre Nuklearanlagen hat das iranische Parlament beschlossen, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einzustellen und angeblich die von internationalen Überwachungsabkommen geforderten Überwachungskameras aus seinen bestehenden Anlagen zu verbannen. In einer Rede nach dem Krieg sagte Hamid Reza Haji Babaei, Vizepräsident des iranischen Parlaments: „Der jüngste 12-tägige Krieg ist eine Fortsetzung der 47-jährigen #Feindseligkeiten der USA gegen die iranische Nation. Der Kern dieser Feindschaft sind nicht #Raketen oder das #Atomprogramm – es geht um das iranische Volk.“

    Iranische Beamte hatten zuvor signalisiert, dass sie Notfallpläne hätten, um im Falle eines Krieges sowohl Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen als auch ihre nuklearen Fähigkeiten zu erhalten. Im April schrieb Ali Shamkhani, der ehemalige Chef des iranischen Nationalen Sicherheitsrats und Verhandlungsführer in den Atomgesprächen mit den USA, die durch den Krieg unterbrochen wurden, in den sozialen Medien: „Die anhaltenden externen Bedrohungen und die Tatsache, dass sich der Iran in einem Zustand militärischer Bedrohung befindet, könnten zu #Abschreckungsmaßnahmen führen, darunter die Ausweisung von IAEO-Inspektoren und die Einstellung der Zusammenarbeit. Auch die Verlegung von angereichertem Material an sichere Orte könnte in Betracht gezogen werden.“

    #Shamkhani wurde am 13. Juni bei einem Attentat Israels auf sein Haus verletzt. Zunächst wurde er für tot erklärt, tauchte aber Tage später bei öffentlichen Beerdigungen für die bei den Anschlägen Getöteten wieder auf, wo er seine Botschaft bekräftigte, dass das Atomprogramm fortgesetzt werde. „Selbst unter der Annahme einer vollständigen Zerstörung der Anlagen wird das Spiel nicht zu Ende sein, da das angereicherte Material, das lokale Fachwissen und der politische Wille weiterhin bestehen bleiben. Und jetzt liegt die politische und praktische Initiative zusammen mit dem Recht auf legitime Verteidigung in den Händen der Partei, die klug agiert und willkürliche Angriffe vermeidet“, schrieb er online und fügte hinzu: „Die Überraschungen werden weitergehen!“

    Rafael #Grossi, Direktor der IAEO, hat gewarnt, dass der Iran selbst bei schweren Schäden an den Nuklearstandorten seine Anreicherungskapazitäten innerhalb weniger Monate wiederherstellen könnte, da er über Uranvorräte und technisches Know-how verfügt. „Die Kapazitäten sind vorhanden. Ich würde sagen, dass sie innerhalb weniger Monate mehrere Zentrifugen kaskadenartig zum Laufen bringen und angereichertes Uran produzieren können, oder sogar noch weniger“, sagte Grossi.

    Die iranische #Regierung hatte sich lange gegen die #Militarisierung ihres Atomprogramms gewehrt und das Programm stattdessen als Verhandlungsinstrument für die Aufhebung der westlichen #Wirtschaftssanktionen gegen das Land genutzt. Nach den Angriffen werden innerhalb des Iran die Rufe laut, das Land aus den globalen #Nichtverbreitungsabkommen zurückzuziehen und möglicherweise eine Waffe als Abschreckungsmittel zu entwickeln, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen.

    Taghi Azad Armaki, Professor für politische Soziologie an der Universität Teheran, sagte gegenüber Drop Site, dass die Reaktion des Iran auf die USA oder #Israel maßvoll ausfallen werde, damit der Iran „sein Atomprojekt abschließen“ könne, ohne weiteren Druck oder Angriffen ausgesetzt zu sein.

    „Trumps großspurige Aussagen sollten im Kontext der amerikanischen Innenpolitik gesehen werden“, sagte #Armaki. „Ein amerikanischer Präsident kann kein Scheitern zugeben, vor allem nicht, wenn er eine einseitige Entscheidung ohne die Zustimmung des Kongresses getroffen hat. Ein Scheitern zuzugeben, würde unweigerlich das Ende seiner politischen Karriere bedeuten.“

    Hadi #Dalloul, ein in Iran ansässiger Analyst, der häufig im Namen der Regierung zu Fragen im Zusammenhang mit ihren #Nuklearaktivitäten spricht, wies ebenfalls die Behauptung zurück, dass das iranische Atomprogramm durch die Angriffe schwer beschädigt worden sei. „Das ist unrichtig, da Iran über ausreichendes Wissen verfügt, um sein Atomprojekt unabhängig zu verwalten, ohne externe Unterstützung in Form von Ausrüstung oder Technologie zu benötigen“, sagte Dalloul. „Der eigentliche Verlust ist der Verlust iranischer Atomwissenschaftler. Auch wenn dies eine echte Herausforderung darstellt, legt die Struktur des iranischen #Wissenschaftsteams großen Wert auf den #Wissenstransfer, sodass der Verlust eines Wissenschaftlers nicht zum Zusammenbruch oder zur Unterbrechung der Arbeit führt.“

    Er fügte hinzu: „Ein #Militärschlag wird, egal wie schwerwiegend er auch sein mag, nur begrenzte Auswirkungen haben.“

    Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Egab veröffentlicht.

    Quelle: Iran Likely to Have Moved Nuclear Components Ahead of Fordow Attack: Iranian Nuclear Scientist

    Übersetzung: Thomas Trueten [NA]

    @palestine @israel

  18. Iran hat wahrscheinlich vor dem Angriff auf Fordow nukleare Komponenten weggebracht: Iranischer Atomwissenschaftler

    Trotz der Behauptungen der Trump-Regierung ist das iranische Atomprogramm nicht „vollständig zerstört“.

    Bericht von Murtaza Hussain und Aly Afdal Zadeh

    Nach einer Reihe von Luftangriffen, die Präsident Donald #Trump am 22. Juni gegen drei wichtige iranische #Atomanlagen angeordnet hatte – Angriffe, die laut Trump die Anlagen „vollständig zerstört“ hätten –, ist das tatsächliche Ausmaß der Schäden Gegenstand heftiger Kontroversen. Die Frage, ob das iranische Atomprogramm wirklich zerstört oder durch die Angriffe sogar erheblich behindert wurde, dürfte nun die nächste Phase des Konflikts zwischen Israel, Iran und den USA bestimmen.

    Nach den Bombenangriffen gab die Trump-Regierung mehrere selbstbewusste Erklärungen ab, in denen sie den Erfolg der Angriffe lobte. „Die nuklearen Ambitionen des Iran wurden vernichtet“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz im Pentagon nach den Angriffen und fügte hinzu, dass „die von Präsident Trump geplante Operation mutig und brillant war“.

    Im Gegensatz zu den schnellen Behauptungen über den totalen Erfolg haben #Militäranalysten schon lange gesagt, dass man die tatsächlichen Auswirkungen eines Bombenangriffs auf befestigte, unterirdische iranische Nuklearanlagen wahrscheinlich nur vor Ort durch eine visuelle Überprüfung oder durch freiwillige Bestätigung durch iranische Behörden, die ihre eigenen Untersuchungen durchführen, beurteilen kann.

    Die US-Angriffe trafen drei verschiedene iranische Nuklearkomplexe in #Isfahan, #Natanz und Fordow. Von den dreien war Fordow am stärksten befestigt und tief in einem Berg gebaut, um Luftangriffen standzuhalten. Die iranische Regierung hat gemischte Signale über das Ausmaß der Schäden an ihrem Atomprogramm durch die Bombardierung gesendet. Aber iranische Quellen mit Hintergrundwissen über das Atomprogramm, die mit Drop Site gesprochen haben, behaupteten, dass die Anlagen so gebaut worden seien, dass sie solchen Bombardierungen standhalten könnten, und dass bereits Vorbereitungen getroffen worden seien, um sensible Materialien an andere Orte zu transportieren, um sie vor einem lang erwarteten Angriff der USA zu schützen.

    Mahmoud Reza #Aghamiri, ein iranischer Professor für #Nukleartechnik und ehemaliger Wissenschaftler der #Atomenergieorganisation Irans (#AEOI), der weiterhin als Berater für die Organisation tätig ist, sagte gegenüber Drop Site News, dass insbesondere Fordow bereits lange vor den amerikanischen Angriffen von sensiblen Materialien geräumt worden sei. „Die Anlage in Fordow wurde zwei Monate vor Kriegsbeginn von Zentrifugen und spaltbarem Material geräumt“, sagte Aghamiri. Aghamiri behauptete außerdem, dass sensible #Nuklearzentrifugen demontiert und an fünf verschiedene Orte weit entfernt von der Anlage verteilt worden seien.

    „Die iranischen Behörden gaben schwere Schäden an der Anlage an, um eine internationale Untersuchung des Verbleibs des dort gelagerten angereicherten Urans zu vermeiden“, fügte Aghamiri hinzu.

    Die Anlagen wurden mit mehreren 30.000-Pfund-Bunkerbrecher-Bomben, bekannt als Massive Ordnance Penetrators (#MOP), angegriffen, die von US-amerikanischen B-2 Spirit-Bombern abgeworfen wurden. Das israelische #Militär verfügt weder über solche Flugzeuge noch über solche Munition, sodass eine direkte Beteiligung der USA erforderlich war, um die Ziele zu treffen. Die Angriffe haben nachweisbare Schäden an oberirdischen Einrichtungen des Programms verursacht, aber das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Verstärkungen ist auf Satellitenbildern nicht zu erkennen.

    „Die Explosionen betrafen die obere und mittlere Infrastruktur, während die befestigte untere Infrastruktur unversehrt blieb, was die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Aussagen über umfassende Schäden untergräbt“, sagte Aghamiri insbesondere über den Angriff auf Isfahan und fügte hinzu, dass die bestehenden Bestände des Iran von etwa 460 Kilogramm angereichertem Uran von den Angriffen unberührt geblieben seien.

    Aghamiris Behauptung über den Transport von sensiblen Materialien aus den angegriffenen Anlagen kann nicht unabhängig überprüft werden, und es ist auch unklar, ob sensible Geräte wie Kernzentrifugen die Schockwellen der schweren US-Munition überstanden haben könnten. Andere iranische Beamte haben gemischte Aussagen über die Auswirkungen der Angriffe auf ihr Atomprogramm gemacht, zu denen auch eine Welle von Attentaten gehörte, bei denen bis zu ein Dutzend iranische Atomwissenschaftler getötet wurden. Der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, sagte, dass die Angriffe „nichts Bedeutendes erreicht“ hätten. Im Gegensatz dazu erklärte der iranische Außenminister Abbas #Aragchi, dass „die Verluste nicht gering sind und unsere Einrichtungen schwer beschädigt wurden“.

    Die Kommentare von Aghamiri spiegeln jedoch Aussagen von Mohsen #Rezaie wider, dem ehemaligen #Oberbefehlshaber der iranischen #Revolutionsgarden und Berater des Obersten Führers Ali #Khamenei, der nach den Angriffen im iranischen Fernsehen sagte, dass Regierungsbeamte zu dem Schluss gekommen seien, dass seit März ein #Krieg bevorstehe, und vor dem Krieg damit begonnen hätten, nicht näher bezeichnete Nuklearmaterialien an andere Standorte zu verlegen.

    In den Tagen vor dem Angriff zeigten Satellitenbilder von #Maxar Technologies eine große Anzahl von Lastwagen in der Nähe der Anlage in Fordow. Einige Beamte spekulierten, dass diese Lastwagen daran beteiligt waren, die Eingänge zum Gelände zu verfüllen, um eine öffentlich diskutierte israelische Kommandoaktion zu verhindern, über die in den Wochen vor dem Angriff gemunkelt worden war.

    Nach der Veröffentlichung geheimer #Geheimdienstberichte über die #Bombenangriffe wurde das Ausmaß der Schäden in den #USA heftig diskutiert. Ein vorläufiger Bericht der Defense Intelligence Agency (#DIA) nach den Bombenangriffen behauptete, dass der Angriff „die Kernkomponenten des Atomprogramms des Landes nicht zerstört und es wahrscheinlich nur um Monate zurückgeworfen hat“. Der durchgesickerte Bericht wurde von der Trump-Regierung wütend dementiert, die dazu aufrief, die undichte Stelle zu finden und strafrechtlich zu verfolgen. Die Regierung zitierte auch Gegenbehauptungen von CIA-Direktor John Ratcliffe und der israelischen Atomenergiekommission, wonach die US-Bombardements die Nuklearstandorte „schwer beschädigt“ und „betriebsunfähig“ gemacht hätten.

    Experten für nukleare Proliferation sagen, dass die widersprüchlichen Aussagen wahrscheinlich einen Streit über das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Anlagen widerspiegeln. Sie fügten jedoch hinzu, dass die wiederholten Angriffe mit MOPs, die teilweise zum Zweck der Bekämpfung des iranischen Atomprogramms entwickelt wurden, wahrscheinlich ernsthafte Schäden an deren Funktionsfähigkeit verursacht haben.

    Ankit Panda, Experte für nukleare Proliferation und Stanton Senior Fellow im Nuclear Policy Program der Carnegie Endowment for International Peace, meinte, dass „die DIA wahrscheinlich darauf hinauswill, dass die Bombardierung die unterirdischen Zentrifugenhallen in #Fordow wahrscheinlich nicht zum Einsturz gebracht hat. Wichtig ist aber, dass es trotzdem extrem unwahrscheinlich ist, dass die Bombardierung keine der dort vorhandenen Zentrifugen außer Betrieb gesetzt hat”. Er fügte hinzu: „Es handelt sich um extrem empfindliche, präzisionsgefertigte Maschinen – Schockwellen oder Stromausfälle könnten leicht dazu führen, dass sie außer Kontrolle geraten und sich selbst zerstören. Es ist also möglich, dass beides zutrifft: Fordow könnte als Standort für die Urananreicherung außer Betrieb gesetzt worden sein, auch wenn die Anlage selbst nicht vollständig zerstört wurde.“

    Nach den Angriffen erklärte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, gegenüber US-Senatoren, dass die USA in Isfahan keine Bunkerbrecher-Bomben eingesetzt hätten, da die Anlagen an diesem Standort so tief vergraben seien, dass die Munition sie nicht hätte treffen können. US-Beamte haben angedeutet, dass die bestehenden Bestände an angereichertem Uran, die ausreichen würden, um mehrere Atomwaffen herzustellen, falls die iranische Regierung dies beschließen sollte, in Isfahan und Fordow vergraben sein könnten.

    Dies wurde jedoch nicht überprüft, und es wurden Bedenken geäußert, dass die leicht transportierbaren Materialien vor dem Krieg abtransportiert worden sein könnten und der iranischen Regierung weiterhin zur Verfügung stehen. Obwohl die mit dem iranischen Atomprogramm verbundenen Anlagen erhebliche Schäden erlitten haben, von denen einige durch Satellitenfotos nachweisbar sind, gibt es keine Anzeichen dafür, dass diese Schäden das iranische Atomprogramm beenden oder sogar die Fähigkeit des Iran beeinträchtigen würden, mit seinen bestehenden Vorräten an angereichertem Uran eine Waffe zu entwickeln, sollte er sich dazu entschließen.

    „Es gibt viele unbekannte Unbekannte – Unklarheiten über geheime Anlagen und den Status von hochangereichertem #Uran. Es gibt Zweifel, ob die Iraner das angereicherte Uran weggebracht haben, aber das müssen wir ernst nehmen”, sagte Panda. „Stell dir das mal so vor: Das können ein paar Gegenstände von der Größe eines Bierfasses sein. Die kann man in den Kofferraum eines Autos werfen und wegfahren, aber die #Zentrifugen sind eine andere Geschichte. Das sind große, präzise Instrumente, die mit äußerster Sorgfalt transportiert werden müssen. Wenn die Zentrifugen in Fordow zerstört wurden, wäre es wahrscheinlich einfacher, sie neu zu bauen, als sie zu reparieren.“

    Beendete Zusammenarbeit

    Die iranischen Behörden haben nach dem Konflikt eine trotzige Haltung eingenommen. Nach den Angriffen der USA und Israels auf ihre Nuklearanlagen hat das iranische Parlament beschlossen, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einzustellen und angeblich die von internationalen Überwachungsabkommen geforderten Überwachungskameras aus seinen bestehenden Anlagen zu verbannen. In einer Rede nach dem Krieg sagte Hamid Reza Haji Babaei, Vizepräsident des iranischen Parlaments: „Der jüngste 12-tägige Krieg ist eine Fortsetzung der 47-jährigen #Feindseligkeiten der USA gegen die iranische Nation. Der Kern dieser Feindschaft sind nicht #Raketen oder das #Atomprogramm – es geht um das iranische Volk.“

    Iranische Beamte hatten zuvor signalisiert, dass sie Notfallpläne hätten, um im Falle eines Krieges sowohl Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen als auch ihre nuklearen Fähigkeiten zu erhalten. Im April schrieb Ali Shamkhani, der ehemalige Chef des iranischen Nationalen Sicherheitsrats und Verhandlungsführer in den Atomgesprächen mit den USA, die durch den Krieg unterbrochen wurden, in den sozialen Medien: „Die anhaltenden externen Bedrohungen und die Tatsache, dass sich der Iran in einem Zustand militärischer Bedrohung befindet, könnten zu #Abschreckungsmaßnahmen führen, darunter die Ausweisung von IAEO-Inspektoren und die Einstellung der Zusammenarbeit. Auch die Verlegung von angereichertem Material an sichere Orte könnte in Betracht gezogen werden.“

    #Shamkhani wurde am 13. Juni bei einem Attentat Israels auf sein Haus verletzt. Zunächst wurde er für tot erklärt, tauchte aber Tage später bei öffentlichen Beerdigungen für die bei den Anschlägen Getöteten wieder auf, wo er seine Botschaft bekräftigte, dass das Atomprogramm fortgesetzt werde. „Selbst unter der Annahme einer vollständigen Zerstörung der Anlagen wird das Spiel nicht zu Ende sein, da das angereicherte Material, das lokale Fachwissen und der politische Wille weiterhin bestehen bleiben. Und jetzt liegt die politische und praktische Initiative zusammen mit dem Recht auf legitime Verteidigung in den Händen der Partei, die klug agiert und willkürliche Angriffe vermeidet“, schrieb er online und fügte hinzu: „Die Überraschungen werden weitergehen!“

    Rafael #Grossi, Direktor der IAEO, hat gewarnt, dass der Iran selbst bei schweren Schäden an den Nuklearstandorten seine Anreicherungskapazitäten innerhalb weniger Monate wiederherstellen könnte, da er über Uranvorräte und technisches Know-how verfügt. „Die Kapazitäten sind vorhanden. Ich würde sagen, dass sie innerhalb weniger Monate mehrere Zentrifugen kaskadenartig zum Laufen bringen und angereichertes Uran produzieren können, oder sogar noch weniger“, sagte Grossi.

    Die iranische #Regierung hatte sich lange gegen die #Militarisierung ihres Atomprogramms gewehrt und das Programm stattdessen als Verhandlungsinstrument für die Aufhebung der westlichen #Wirtschaftssanktionen gegen das Land genutzt. Nach den Angriffen werden innerhalb des Iran die Rufe laut, das Land aus den globalen #Nichtverbreitungsabkommen zurückzuziehen und möglicherweise eine Waffe als Abschreckungsmittel zu entwickeln, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen.

    Taghi Azad Armaki, Professor für politische Soziologie an der Universität Teheran, sagte gegenüber Drop Site, dass die Reaktion des Iran auf die USA oder #Israel maßvoll ausfallen werde, damit der Iran „sein Atomprojekt abschließen“ könne, ohne weiteren Druck oder Angriffen ausgesetzt zu sein.

    „Trumps großspurige Aussagen sollten im Kontext der amerikanischen Innenpolitik gesehen werden“, sagte #Armaki. „Ein amerikanischer Präsident kann kein Scheitern zugeben, vor allem nicht, wenn er eine einseitige Entscheidung ohne die Zustimmung des Kongresses getroffen hat. Ein Scheitern zuzugeben, würde unweigerlich das Ende seiner politischen Karriere bedeuten.“

    Hadi #Dalloul, ein in Iran ansässiger Analyst, der häufig im Namen der Regierung zu Fragen im Zusammenhang mit ihren #Nuklearaktivitäten spricht, wies ebenfalls die Behauptung zurück, dass das iranische Atomprogramm durch die Angriffe schwer beschädigt worden sei. „Das ist unrichtig, da Iran über ausreichendes Wissen verfügt, um sein Atomprojekt unabhängig zu verwalten, ohne externe Unterstützung in Form von Ausrüstung oder Technologie zu benötigen“, sagte Dalloul. „Der eigentliche Verlust ist der Verlust iranischer Atomwissenschaftler. Auch wenn dies eine echte Herausforderung darstellt, legt die Struktur des iranischen #Wissenschaftsteams großen Wert auf den #Wissenstransfer, sodass der Verlust eines Wissenschaftlers nicht zum Zusammenbruch oder zur Unterbrechung der Arbeit führt.“

    Er fügte hinzu: „Ein #Militärschlag wird, egal wie schwerwiegend er auch sein mag, nur begrenzte Auswirkungen haben.“

    Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Egab veröffentlicht.

    Quelle: Iran Likely to Have Moved Nuclear Components Ahead of Fordow Attack: Iranian Nuclear Scientist

    Übersetzung Thomas Trueten

    @palestine

  19. Iran hat wahrscheinlich vor dem Angriff auf Fordow nukleare Komponenten weggebracht: Iranischer Atomwissenschaftler

    Trotz der Behauptungen der Trump-Regierung ist das iranische Atomprogramm nicht „vollständig zerstört“.

    Bericht von Murtaza Hussain und Aly Afdal Zadeh

    Nach einer Reihe von Luftangriffen, die Präsident Donald #Trump am 22. Juni gegen drei wichtige iranische #Atomanlagen angeordnet hatte – Angriffe, die laut Trump die Anlagen „vollständig zerstört“ hätten –, ist das tatsächliche Ausmaß der Schäden Gegenstand heftiger Kontroversen. Die Frage, ob das iranische Atomprogramm wirklich zerstört oder durch die Angriffe sogar erheblich behindert wurde, dürfte nun die nächste Phase des Konflikts zwischen Israel, Iran und den USA bestimmen.

    Nach den Bombenangriffen gab die Trump-Regierung mehrere selbstbewusste Erklärungen ab, in denen sie den Erfolg der Angriffe lobte. „Die nuklearen Ambitionen des Iran wurden vernichtet“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz im Pentagon nach den Angriffen und fügte hinzu, dass „die von Präsident Trump geplante Operation mutig und brillant war“.

    Im Gegensatz zu den schnellen Behauptungen über den totalen Erfolg haben #Militäranalysten schon lange gesagt, dass man die tatsächlichen Auswirkungen eines Bombenangriffs auf befestigte, unterirdische iranische Nuklearanlagen wahrscheinlich nur vor Ort durch eine visuelle Überprüfung oder durch freiwillige Bestätigung durch iranische Behörden, die ihre eigenen Untersuchungen durchführen, beurteilen kann.

    Die US-Angriffe trafen drei verschiedene iranische Nuklearkomplexe in #Isfahan, #Natanz und Fordow. Von den dreien war Fordow am stärksten befestigt und tief in einem Berg gebaut, um Luftangriffen standzuhalten. Die iranische Regierung hat gemischte Signale über das Ausmaß der Schäden an ihrem Atomprogramm durch die Bombardierung gesendet. Aber iranische Quellen mit Hintergrundwissen über das Atomprogramm, die mit Drop Site gesprochen haben, behaupteten, dass die Anlagen so gebaut worden seien, dass sie solchen Bombardierungen standhalten könnten, und dass bereits Vorbereitungen getroffen worden seien, um sensible Materialien an andere Orte zu transportieren, um sie vor einem lang erwarteten Angriff der USA zu schützen.

    Mahmoud Reza #Aghamiri, ein iranischer Professor für #Nukleartechnik und ehemaliger Wissenschaftler der #Atomenergieorganisation Irans (#AEOI), der weiterhin als Berater für die Organisation tätig ist, sagte gegenüber Drop Site News, dass insbesondere Fordow bereits lange vor den amerikanischen Angriffen von sensiblen Materialien geräumt worden sei. „Die Anlage in Fordow wurde zwei Monate vor Kriegsbeginn von Zentrifugen und spaltbarem Material geräumt“, sagte Aghamiri. Aghamiri behauptete außerdem, dass sensible #Nuklearzentrifugen demontiert und an fünf verschiedene Orte weit entfernt von der Anlage verteilt worden seien.

    „Die iranischen Behörden gaben schwere Schäden an der Anlage an, um eine internationale Untersuchung des Verbleibs des dort gelagerten angereicherten Urans zu vermeiden“, fügte Aghamiri hinzu.

    Die Anlagen wurden mit mehreren 30.000-Pfund-Bunkerbrecher-Bomben, bekannt als Massive Ordnance Penetrators (#MOP), angegriffen, die von US-amerikanischen B-2 Spirit-Bombern abgeworfen wurden. Das israelische #Militär verfügt weder über solche Flugzeuge noch über solche Munition, sodass eine direkte Beteiligung der USA erforderlich war, um die Ziele zu treffen. Die Angriffe haben nachweisbare Schäden an oberirdischen Einrichtungen des Programms verursacht, aber das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Verstärkungen ist auf Satellitenbildern nicht zu erkennen.

    „Die Explosionen betrafen die obere und mittlere Infrastruktur, während die befestigte untere Infrastruktur unversehrt blieb, was die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Aussagen über umfassende Schäden untergräbt“, sagte Aghamiri insbesondere über den Angriff auf Isfahan und fügte hinzu, dass die bestehenden Bestände des Iran von etwa 460 Kilogramm angereichertem Uran von den Angriffen unberührt geblieben seien.

    Aghamiris Behauptung über den Transport von sensiblen Materialien aus den angegriffenen Anlagen kann nicht unabhängig überprüft werden, und es ist auch unklar, ob sensible Geräte wie Kernzentrifugen die Schockwellen der schweren US-Munition überstanden haben könnten. Andere iranische Beamte haben gemischte Aussagen über die Auswirkungen der Angriffe auf ihr Atomprogramm gemacht, zu denen auch eine Welle von Attentaten gehörte, bei denen bis zu ein Dutzend iranische Atomwissenschaftler getötet wurden. Der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, sagte, dass die Angriffe „nichts Bedeutendes erreicht“ hätten. Im Gegensatz dazu erklärte der iranische Außenminister Abbas #Aragchi, dass „die Verluste nicht gering sind und unsere Einrichtungen schwer beschädigt wurden“.

    Die Kommentare von Aghamiri spiegeln jedoch Aussagen von Mohsen #Rezaie wider, dem ehemaligen #Oberbefehlshaber der iranischen #Revolutionsgarden und Berater des Obersten Führers Ali #Khamenei, der nach den Angriffen im iranischen Fernsehen sagte, dass Regierungsbeamte zu dem Schluss gekommen seien, dass seit März ein #Krieg bevorstehe, und vor dem Krieg damit begonnen hätten, nicht näher bezeichnete Nuklearmaterialien an andere Standorte zu verlegen.

    In den Tagen vor dem Angriff zeigten Satellitenbilder von #Maxar Technologies eine große Anzahl von Lastwagen in der Nähe der Anlage in Fordow. Einige Beamte spekulierten, dass diese Lastwagen daran beteiligt waren, die Eingänge zum Gelände zu verfüllen, um eine öffentlich diskutierte israelische Kommandoaktion zu verhindern, über die in den Wochen vor dem Angriff gemunkelt worden war.

    Nach der Veröffentlichung geheimer #Geheimdienstberichte über die #Bombenangriffe wurde das Ausmaß der Schäden in den #USA heftig diskutiert. Ein vorläufiger Bericht der Defense Intelligence Agency (#DIA) nach den Bombenangriffen behauptete, dass der Angriff „die Kernkomponenten des Atomprogramms des Landes nicht zerstört und es wahrscheinlich nur um Monate zurückgeworfen hat“. Der durchgesickerte Bericht wurde von der Trump-Regierung wütend dementiert, die dazu aufrief, die undichte Stelle zu finden und strafrechtlich zu verfolgen. Die Regierung zitierte auch Gegenbehauptungen von CIA-Direktor John Ratcliffe und der israelischen Atomenergiekommission, wonach die US-Bombardements die Nuklearstandorte „schwer beschädigt“ und „betriebsunfähig“ gemacht hätten.

    Experten für nukleare Proliferation sagen, dass die widersprüchlichen Aussagen wahrscheinlich einen Streit über das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Anlagen widerspiegeln. Sie fügten jedoch hinzu, dass die wiederholten Angriffe mit MOPs, die teilweise zum Zweck der Bekämpfung des iranischen Atomprogramms entwickelt wurden, wahrscheinlich ernsthafte Schäden an deren Funktionsfähigkeit verursacht haben.

    Ankit Panda, Experte für nukleare Proliferation und Stanton Senior Fellow im Nuclear Policy Program der Carnegie Endowment for International Peace, meinte, dass „die DIA wahrscheinlich darauf hinauswill, dass die Bombardierung die unterirdischen Zentrifugenhallen in #Fordow wahrscheinlich nicht zum Einsturz gebracht hat. Wichtig ist aber, dass es trotzdem extrem unwahrscheinlich ist, dass die Bombardierung keine der dort vorhandenen Zentrifugen außer Betrieb gesetzt hat”. Er fügte hinzu: „Es handelt sich um extrem empfindliche, präzisionsgefertigte Maschinen – Schockwellen oder Stromausfälle könnten leicht dazu führen, dass sie außer Kontrolle geraten und sich selbst zerstören. Es ist also möglich, dass beides zutrifft: Fordow könnte als Standort für die Urananreicherung außer Betrieb gesetzt worden sein, auch wenn die Anlage selbst nicht vollständig zerstört wurde.“

    Nach den Angriffen erklärte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, gegenüber US-Senatoren, dass die USA in Isfahan keine Bunkerbrecher-Bomben eingesetzt hätten, da die Anlagen an diesem Standort so tief vergraben seien, dass die Munition sie nicht hätte treffen können. US-Beamte haben angedeutet, dass die bestehenden Bestände an angereichertem Uran, die ausreichen würden, um mehrere Atomwaffen herzustellen, falls die iranische Regierung dies beschließen sollte, in Isfahan und Fordow vergraben sein könnten.

    Dies wurde jedoch nicht überprüft, und es wurden Bedenken geäußert, dass die leicht transportierbaren Materialien vor dem Krieg abtransportiert worden sein könnten und der iranischen Regierung weiterhin zur Verfügung stehen. Obwohl die mit dem iranischen Atomprogramm verbundenen Anlagen erhebliche Schäden erlitten haben, von denen einige durch Satellitenfotos nachweisbar sind, gibt es keine Anzeichen dafür, dass diese Schäden das iranische Atomprogramm beenden oder sogar die Fähigkeit des Iran beeinträchtigen würden, mit seinen bestehenden Vorräten an angereichertem Uran eine Waffe zu entwickeln, sollte er sich dazu entschließen.

    „Es gibt viele unbekannte Unbekannte – Unklarheiten über geheime Anlagen und den Status von hochangereichertem #Uran. Es gibt Zweifel, ob die Iraner das angereicherte Uran weggebracht haben, aber das müssen wir ernst nehmen”, sagte Panda. „Stell dir das mal so vor: Das können ein paar Gegenstände von der Größe eines Bierfasses sein. Die kann man in den Kofferraum eines Autos werfen und wegfahren, aber die #Zentrifugen sind eine andere Geschichte. Das sind große, präzise Instrumente, die mit äußerster Sorgfalt transportiert werden müssen. Wenn die Zentrifugen in Fordow zerstört wurden, wäre es wahrscheinlich einfacher, sie neu zu bauen, als sie zu reparieren.“

    Beendete Zusammenarbeit

    Die iranischen Behörden haben nach dem Konflikt eine trotzige Haltung eingenommen. Nach den Angriffen der USA und Israels auf ihre Nuklearanlagen hat das iranische Parlament beschlossen, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einzustellen und angeblich die von internationalen Überwachungsabkommen geforderten Überwachungskameras aus seinen bestehenden Anlagen zu verbannen. In einer Rede nach dem Krieg sagte Hamid Reza Haji Babaei, Vizepräsident des iranischen Parlaments: „Der jüngste 12-tägige Krieg ist eine Fortsetzung der 47-jährigen #Feindseligkeiten der USA gegen die iranische Nation. Der Kern dieser Feindschaft sind nicht #Raketen oder das #Atomprogramm – es geht um das iranische Volk.“

    Iranische Beamte hatten zuvor signalisiert, dass sie Notfallpläne hätten, um im Falle eines Krieges sowohl Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen als auch ihre nuklearen Fähigkeiten zu erhalten. Im April schrieb Ali Shamkhani, der ehemalige Chef des iranischen Nationalen Sicherheitsrats und Verhandlungsführer in den Atomgesprächen mit den USA, die durch den Krieg unterbrochen wurden, in den sozialen Medien: „Die anhaltenden externen Bedrohungen und die Tatsache, dass sich der Iran in einem Zustand militärischer Bedrohung befindet, könnten zu #Abschreckungsmaßnahmen führen, darunter die Ausweisung von IAEO-Inspektoren und die Einstellung der Zusammenarbeit. Auch die Verlegung von angereichertem Material an sichere Orte könnte in Betracht gezogen werden.“

    #Shamkhani wurde am 13. Juni bei einem Attentat Israels auf sein Haus verletzt. Zunächst wurde er für tot erklärt, tauchte aber Tage später bei öffentlichen Beerdigungen für die bei den Anschlägen Getöteten wieder auf, wo er seine Botschaft bekräftigte, dass das Atomprogramm fortgesetzt werde. „Selbst unter der Annahme einer vollständigen Zerstörung der Anlagen wird das Spiel nicht zu Ende sein, da das angereicherte Material, das lokale Fachwissen und der politische Wille weiterhin bestehen bleiben. Und jetzt liegt die politische und praktische Initiative zusammen mit dem Recht auf legitime Verteidigung in den Händen der Partei, die klug agiert und willkürliche Angriffe vermeidet“, schrieb er online und fügte hinzu: „Die Überraschungen werden weitergehen!“

    Rafael #Grossi, Direktor der IAEO, hat gewarnt, dass der Iran selbst bei schweren Schäden an den Nuklearstandorten seine Anreicherungskapazitäten innerhalb weniger Monate wiederherstellen könnte, da er über Uranvorräte und technisches Know-how verfügt. „Die Kapazitäten sind vorhanden. Ich würde sagen, dass sie innerhalb weniger Monate mehrere Zentrifugen kaskadenartig zum Laufen bringen und angereichertes Uran produzieren können, oder sogar noch weniger“, sagte Grossi.

    Die iranische #Regierung hatte sich lange gegen die #Militarisierung ihres Atomprogramms gewehrt und das Programm stattdessen als Verhandlungsinstrument für die Aufhebung der westlichen #Wirtschaftssanktionen gegen das Land genutzt. Nach den Angriffen werden innerhalb des Iran die Rufe laut, das Land aus den globalen #Nichtverbreitungsabkommen zurückzuziehen und möglicherweise eine Waffe als Abschreckungsmittel zu entwickeln, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen.

    Taghi Azad Armaki, Professor für politische Soziologie an der Universität Teheran, sagte gegenüber Drop Site, dass die Reaktion des Iran auf die USA oder #Israel maßvoll ausfallen werde, damit der Iran „sein Atomprojekt abschließen“ könne, ohne weiteren Druck oder Angriffen ausgesetzt zu sein.

    „Trumps großspurige Aussagen sollten im Kontext der amerikanischen Innenpolitik gesehen werden“, sagte #Armaki. „Ein amerikanischer Präsident kann kein Scheitern zugeben, vor allem nicht, wenn er eine einseitige Entscheidung ohne die Zustimmung des Kongresses getroffen hat. Ein Scheitern zuzugeben, würde unweigerlich das Ende seiner politischen Karriere bedeuten.“

    Hadi #Dalloul, ein in Iran ansässiger Analyst, der häufig im Namen der Regierung zu Fragen im Zusammenhang mit ihren #Nuklearaktivitäten spricht, wies ebenfalls die Behauptung zurück, dass das iranische Atomprogramm durch die Angriffe schwer beschädigt worden sei. „Das ist unrichtig, da Iran über ausreichendes Wissen verfügt, um sein Atomprojekt unabhängig zu verwalten, ohne externe Unterstützung in Form von Ausrüstung oder Technologie zu benötigen“, sagte Dalloul. „Der eigentliche Verlust ist der Verlust iranischer Atomwissenschaftler. Auch wenn dies eine echte Herausforderung darstellt, legt die Struktur des iranischen #Wissenschaftsteams großen Wert auf den #Wissenstransfer, sodass der Verlust eines Wissenschaftlers nicht zum Zusammenbruch oder zur Unterbrechung der Arbeit führt.“

    Er fügte hinzu: „Ein #Militärschlag wird, egal wie schwerwiegend er auch sein mag, nur begrenzte Auswirkungen haben.“

    Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Egab veröffentlicht.

    Quelle: Iran Likely to Have Moved Nuclear Components Ahead of Fordow Attack: Iranian Nuclear Scientist

    Übersetzung: Thomas Trueten [NA]

    @palestine @israel

  20. Iran hat wahrscheinlich vor dem Angriff auf Fordow nukleare Komponenten weggebracht: Iranischer Atomwissenschaftler

    Trotz der Behauptungen der Trump-Regierung ist das iranische Atomprogramm nicht „vollständig zerstört“.

    Bericht von Murtaza Hussain und Aly Afdal Zadeh

    Nach einer Reihe von Luftangriffen, die Präsident Donald #Trump am 22. Juni gegen drei wichtige iranische #Atomanlagen angeordnet hatte – Angriffe, die laut Trump die Anlagen „vollständig zerstört“ hätten –, ist das tatsächliche Ausmaß der Schäden Gegenstand heftiger Kontroversen. Die Frage, ob das iranische Atomprogramm wirklich zerstört oder durch die Angriffe sogar erheblich behindert wurde, dürfte nun die nächste Phase des Konflikts zwischen Israel, Iran und den USA bestimmen.

    Nach den Bombenangriffen gab die Trump-Regierung mehrere selbstbewusste Erklärungen ab, in denen sie den Erfolg der Angriffe lobte. „Die nuklearen Ambitionen des Iran wurden vernichtet“, sagte Verteidigungsminister Pete Hegseth bei einer Pressekonferenz im Pentagon nach den Angriffen und fügte hinzu, dass „die von Präsident Trump geplante Operation mutig und brillant war“.

    Im Gegensatz zu den schnellen Behauptungen über den totalen Erfolg haben #Militäranalysten schon lange gesagt, dass man die tatsächlichen Auswirkungen eines Bombenangriffs auf befestigte, unterirdische iranische Nuklearanlagen wahrscheinlich nur vor Ort durch eine visuelle Überprüfung oder durch freiwillige Bestätigung durch iranische Behörden, die ihre eigenen Untersuchungen durchführen, beurteilen kann.

    Die US-Angriffe trafen drei verschiedene iranische Nuklearkomplexe in #Isfahan, #Natanz und Fordow. Von den dreien war Fordow am stärksten befestigt und tief in einem Berg gebaut, um Luftangriffen standzuhalten. Die iranische Regierung hat gemischte Signale über das Ausmaß der Schäden an ihrem Atomprogramm durch die Bombardierung gesendet. Aber iranische Quellen mit Hintergrundwissen über das Atomprogramm, die mit Drop Site gesprochen haben, behaupteten, dass die Anlagen so gebaut worden seien, dass sie solchen Bombardierungen standhalten könnten, und dass bereits Vorbereitungen getroffen worden seien, um sensible Materialien an andere Orte zu transportieren, um sie vor einem lang erwarteten Angriff der USA zu schützen.

    Mahmoud Reza #Aghamiri, ein iranischer Professor für #Nukleartechnik und ehemaliger Wissenschaftler der #Atomenergieorganisation Irans (#AEOI), der weiterhin als Berater für die Organisation tätig ist, sagte gegenüber Drop Site News, dass insbesondere Fordow bereits lange vor den amerikanischen Angriffen von sensiblen Materialien geräumt worden sei. „Die Anlage in Fordow wurde zwei Monate vor Kriegsbeginn von Zentrifugen und spaltbarem Material geräumt“, sagte Aghamiri. Aghamiri behauptete außerdem, dass sensible #Nuklearzentrifugen demontiert und an fünf verschiedene Orte weit entfernt von der Anlage verteilt worden seien.

    „Die iranischen Behörden gaben schwere Schäden an der Anlage an, um eine internationale Untersuchung des Verbleibs des dort gelagerten angereicherten Urans zu vermeiden“, fügte Aghamiri hinzu.

    Die Anlagen wurden mit mehreren 30.000-Pfund-Bunkerbrecher-Bomben, bekannt als Massive Ordnance Penetrators (#MOP), angegriffen, die von US-amerikanischen B-2 Spirit-Bombern abgeworfen wurden. Das israelische #Militär verfügt weder über solche Flugzeuge noch über solche Munition, sodass eine direkte Beteiligung der USA erforderlich war, um die Ziele zu treffen. Die Angriffe haben nachweisbare Schäden an oberirdischen Einrichtungen des Programms verursacht, aber das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Verstärkungen ist auf Satellitenbildern nicht zu erkennen.

    „Die Explosionen betrafen die obere und mittlere Infrastruktur, während die befestigte untere Infrastruktur unversehrt blieb, was die Glaubwürdigkeit der amerikanischen Aussagen über umfassende Schäden untergräbt“, sagte Aghamiri insbesondere über den Angriff auf Isfahan und fügte hinzu, dass die bestehenden Bestände des Iran von etwa 460 Kilogramm angereichertem Uran von den Angriffen unberührt geblieben seien.

    Aghamiris Behauptung über den Transport von sensiblen Materialien aus den angegriffenen Anlagen kann nicht unabhängig überprüft werden, und es ist auch unklar, ob sensible Geräte wie Kernzentrifugen die Schockwellen der schweren US-Munition überstanden haben könnten. Andere iranische Beamte haben gemischte Aussagen über die Auswirkungen der Angriffe auf ihr Atomprogramm gemacht, zu denen auch eine Welle von Attentaten gehörte, bei denen bis zu ein Dutzend iranische Atomwissenschaftler getötet wurden. Der oberste Führer des Iran, Ali Khamenei, sagte, dass die Angriffe „nichts Bedeutendes erreicht“ hätten. Im Gegensatz dazu erklärte der iranische Außenminister Abbas #Aragchi, dass „die Verluste nicht gering sind und unsere Einrichtungen schwer beschädigt wurden“.

    Die Kommentare von Aghamiri spiegeln jedoch Aussagen von Mohsen #Rezaie wider, dem ehemaligen #Oberbefehlshaber der iranischen #Revolutionsgarden und Berater des Obersten Führers Ali #Khamenei, der nach den Angriffen im iranischen Fernsehen sagte, dass Regierungsbeamte zu dem Schluss gekommen seien, dass seit März ein #Krieg bevorstehe, und vor dem Krieg damit begonnen hätten, nicht näher bezeichnete Nuklearmaterialien an andere Standorte zu verlegen.

    In den Tagen vor dem Angriff zeigten Satellitenbilder von #Maxar Technologies eine große Anzahl von Lastwagen in der Nähe der Anlage in Fordow. Einige Beamte spekulierten, dass diese Lastwagen daran beteiligt waren, die Eingänge zum Gelände zu verfüllen, um eine öffentlich diskutierte israelische Kommandoaktion zu verhindern, über die in den Wochen vor dem Angriff gemunkelt worden war.

    Nach der Veröffentlichung geheimer #Geheimdienstberichte über die #Bombenangriffe wurde das Ausmaß der Schäden in den #USA heftig diskutiert. Ein vorläufiger Bericht der Defense Intelligence Agency (#DIA) nach den Bombenangriffen behauptete, dass der Angriff „die Kernkomponenten des Atomprogramms des Landes nicht zerstört und es wahrscheinlich nur um Monate zurückgeworfen hat“. Der durchgesickerte Bericht wurde von der Trump-Regierung wütend dementiert, die dazu aufrief, die undichte Stelle zu finden und strafrechtlich zu verfolgen. Die Regierung zitierte auch Gegenbehauptungen von CIA-Direktor John Ratcliffe und der israelischen Atomenergiekommission, wonach die US-Bombardements die Nuklearstandorte „schwer beschädigt“ und „betriebsunfähig“ gemacht hätten.

    Experten für nukleare Proliferation sagen, dass die widersprüchlichen Aussagen wahrscheinlich einen Streit über das Ausmaß der Schäden an den unterirdischen Anlagen widerspiegeln. Sie fügten jedoch hinzu, dass die wiederholten Angriffe mit MOPs, die teilweise zum Zweck der Bekämpfung des iranischen Atomprogramms entwickelt wurden, wahrscheinlich ernsthafte Schäden an deren Funktionsfähigkeit verursacht haben.

    Ankit Panda, Experte für nukleare Proliferation und Stanton Senior Fellow im Nuclear Policy Program der Carnegie Endowment for International Peace, meinte, dass „die DIA wahrscheinlich darauf hinauswill, dass die Bombardierung die unterirdischen Zentrifugenhallen in #Fordow wahrscheinlich nicht zum Einsturz gebracht hat. Wichtig ist aber, dass es trotzdem extrem unwahrscheinlich ist, dass die Bombardierung keine der dort vorhandenen Zentrifugen außer Betrieb gesetzt hat”. Er fügte hinzu: „Es handelt sich um extrem empfindliche, präzisionsgefertigte Maschinen – Schockwellen oder Stromausfälle könnten leicht dazu führen, dass sie außer Kontrolle geraten und sich selbst zerstören. Es ist also möglich, dass beides zutrifft: Fordow könnte als Standort für die Urananreicherung außer Betrieb gesetzt worden sein, auch wenn die Anlage selbst nicht vollständig zerstört wurde.“

    Nach den Angriffen erklärte der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Dan Caine, gegenüber US-Senatoren, dass die USA in Isfahan keine Bunkerbrecher-Bomben eingesetzt hätten, da die Anlagen an diesem Standort so tief vergraben seien, dass die Munition sie nicht hätte treffen können. US-Beamte haben angedeutet, dass die bestehenden Bestände an angereichertem Uran, die ausreichen würden, um mehrere Atomwaffen herzustellen, falls die iranische Regierung dies beschließen sollte, in Isfahan und Fordow vergraben sein könnten.

    Dies wurde jedoch nicht überprüft, und es wurden Bedenken geäußert, dass die leicht transportierbaren Materialien vor dem Krieg abtransportiert worden sein könnten und der iranischen Regierung weiterhin zur Verfügung stehen. Obwohl die mit dem iranischen Atomprogramm verbundenen Anlagen erhebliche Schäden erlitten haben, von denen einige durch Satellitenfotos nachweisbar sind, gibt es keine Anzeichen dafür, dass diese Schäden das iranische Atomprogramm beenden oder sogar die Fähigkeit des Iran beeinträchtigen würden, mit seinen bestehenden Vorräten an angereichertem Uran eine Waffe zu entwickeln, sollte er sich dazu entschließen.

    „Es gibt viele unbekannte Unbekannte – Unklarheiten über geheime Anlagen und den Status von hochangereichertem #Uran. Es gibt Zweifel, ob die Iraner das angereicherte Uran weggebracht haben, aber das müssen wir ernst nehmen”, sagte Panda. „Stell dir das mal so vor: Das können ein paar Gegenstände von der Größe eines Bierfasses sein. Die kann man in den Kofferraum eines Autos werfen und wegfahren, aber die #Zentrifugen sind eine andere Geschichte. Das sind große, präzise Instrumente, die mit äußerster Sorgfalt transportiert werden müssen. Wenn die Zentrifugen in Fordow zerstört wurden, wäre es wahrscheinlich einfacher, sie neu zu bauen, als sie zu reparieren.“

    Beendete Zusammenarbeit

    Die iranischen Behörden haben nach dem Konflikt eine trotzige Haltung eingenommen. Nach den Angriffen der USA und Israels auf ihre Nuklearanlagen hat das iranische Parlament beschlossen, die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) einzustellen und angeblich die von internationalen Überwachungsabkommen geforderten Überwachungskameras aus seinen bestehenden Anlagen zu verbannen. In einer Rede nach dem Krieg sagte Hamid Reza Haji Babaei, Vizepräsident des iranischen Parlaments: „Der jüngste 12-tägige Krieg ist eine Fortsetzung der 47-jährigen #Feindseligkeiten der USA gegen die iranische Nation. Der Kern dieser Feindschaft sind nicht #Raketen oder das #Atomprogramm – es geht um das iranische Volk.“

    Iranische Beamte hatten zuvor signalisiert, dass sie Notfallpläne hätten, um im Falle eines Krieges sowohl Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen als auch ihre nuklearen Fähigkeiten zu erhalten. Im April schrieb Ali Shamkhani, der ehemalige Chef des iranischen Nationalen Sicherheitsrats und Verhandlungsführer in den Atomgesprächen mit den USA, die durch den Krieg unterbrochen wurden, in den sozialen Medien: „Die anhaltenden externen Bedrohungen und die Tatsache, dass sich der Iran in einem Zustand militärischer Bedrohung befindet, könnten zu #Abschreckungsmaßnahmen führen, darunter die Ausweisung von IAEO-Inspektoren und die Einstellung der Zusammenarbeit. Auch die Verlegung von angereichertem Material an sichere Orte könnte in Betracht gezogen werden.“

    #Shamkhani wurde am 13. Juni bei einem Attentat Israels auf sein Haus verletzt. Zunächst wurde er für tot erklärt, tauchte aber Tage später bei öffentlichen Beerdigungen für die bei den Anschlägen Getöteten wieder auf, wo er seine Botschaft bekräftigte, dass das Atomprogramm fortgesetzt werde. „Selbst unter der Annahme einer vollständigen Zerstörung der Anlagen wird das Spiel nicht zu Ende sein, da das angereicherte Material, das lokale Fachwissen und der politische Wille weiterhin bestehen bleiben. Und jetzt liegt die politische und praktische Initiative zusammen mit dem Recht auf legitime Verteidigung in den Händen der Partei, die klug agiert und willkürliche Angriffe vermeidet“, schrieb er online und fügte hinzu: „Die Überraschungen werden weitergehen!“

    Rafael #Grossi, Direktor der IAEO, hat gewarnt, dass der Iran selbst bei schweren Schäden an den Nuklearstandorten seine Anreicherungskapazitäten innerhalb weniger Monate wiederherstellen könnte, da er über Uranvorräte und technisches Know-how verfügt. „Die Kapazitäten sind vorhanden. Ich würde sagen, dass sie innerhalb weniger Monate mehrere Zentrifugen kaskadenartig zum Laufen bringen und angereichertes Uran produzieren können, oder sogar noch weniger“, sagte Grossi.

    Die iranische #Regierung hatte sich lange gegen die #Militarisierung ihres Atomprogramms gewehrt und das Programm stattdessen als Verhandlungsinstrument für die Aufhebung der westlichen #Wirtschaftssanktionen gegen das Land genutzt. Nach den Angriffen werden innerhalb des Iran die Rufe laut, das Land aus den globalen #Nichtverbreitungsabkommen zurückzuziehen und möglicherweise eine Waffe als Abschreckungsmittel zu entwickeln, um sich vor weiteren Angriffen zu schützen.

    Taghi Azad Armaki, Professor für politische Soziologie an der Universität Teheran, sagte gegenüber Drop Site, dass die Reaktion des Iran auf die USA oder #Israel maßvoll ausfallen werde, damit der Iran „sein Atomprojekt abschließen“ könne, ohne weiteren Druck oder Angriffen ausgesetzt zu sein.

    „Trumps großspurige Aussagen sollten im Kontext der amerikanischen Innenpolitik gesehen werden“, sagte #Armaki. „Ein amerikanischer Präsident kann kein Scheitern zugeben, vor allem nicht, wenn er eine einseitige Entscheidung ohne die Zustimmung des Kongresses getroffen hat. Ein Scheitern zuzugeben, würde unweigerlich das Ende seiner politischen Karriere bedeuten.“

    Hadi #Dalloul, ein in Iran ansässiger Analyst, der häufig im Namen der Regierung zu Fragen im Zusammenhang mit ihren #Nuklearaktivitäten spricht, wies ebenfalls die Behauptung zurück, dass das iranische Atomprogramm durch die Angriffe schwer beschädigt worden sei. „Das ist unrichtig, da Iran über ausreichendes Wissen verfügt, um sein Atomprojekt unabhängig zu verwalten, ohne externe Unterstützung in Form von Ausrüstung oder Technologie zu benötigen“, sagte Dalloul. „Der eigentliche Verlust ist der Verlust iranischer Atomwissenschaftler. Auch wenn dies eine echte Herausforderung darstellt, legt die Struktur des iranischen #Wissenschaftsteams großen Wert auf den #Wissenstransfer, sodass der Verlust eines Wissenschaftlers nicht zum Zusammenbruch oder zur Unterbrechung der Arbeit führt.“

    Er fügte hinzu: „Ein #Militärschlag wird, egal wie schwerwiegend er auch sein mag, nur begrenzte Auswirkungen haben.“

    Dieser Artikel wurde in Zusammenarbeit mit Egab veröffentlicht.

    Quelle: Iran Likely to Have Moved Nuclear Components Ahead of Fordow Attack: Iranian Nuclear Scientist

    Übersetzung Thomas Trueten

    @palestine

  21. Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Imagine no #Fossilism! 🛢️🔥🤔

    Deutsche #Medien, die Berichte über die fossile Finanzierung des #Iran verweigern, melden nun atemlos die Verhaftung eines mutmaßlichen Dänen afghanischer Herkunft. Dieser soll die #DIG & jüdische Menschen in #Deutschland für 1 iranische Spezialeinheit ausgespäht haben.

    Die fossilen Hintergründe & den #Erdöl - Schmuggel der Terror - #Revolutionsgarden beleuchtet #ARTE in der #Doku „Irans heimliche Herrscher“. arte.tv/de/videos/RC-027057/ir

  22. Sehe gerade die packende #ARTE - Doku „Irans heimliche Herrscher“ über den Erdöl - #Ressourcenfluch, die #Revolutionsgarden - Diktatur, #Kriege, den #Terror & #Schmuggel.

    Hier wird die dunkle Macht des #Fossilismus durch fossile #Gewaltenergien deutlich & auch gezeigt, wie #Sanktionen umgangen werden.

    Ohne mehr erneuerbare #Friedensenergien wird es keine #Demokratie für das iranische Volk & keinen sicheren #Frieden für #Israel, die arabischen Nachbarn & die #EU. arte.tv/de/videos/RC-027057/ir

  23. @tagesschau #Trump hat doch angeblich von einer totalen #Zerstörung der #Atomanlagen im #Iran gesprochen. Im Artikel steht das nur ein Teil der Anlagen wohl stärker beschädigt sind. Was Trump und #Israel gemacht haben ist die #Gewaltschraube weiter gedreht zu haben. Wenn es zu Angriffen der #Revolutionsgarden auf #Miltärbasen der #USA kommt, dann explodiert die Region. Dann wird eine #Deeskalation nicht mehr möglich sein, dann ist jeder mit jedem im #Krieg. Trump und #Netanjahu haben einen großen Fehler gemacht. Die #IAEO hatte Irans #Atomprogramm im Blick. Jetzt wird es schwer werden. Sollte es zu einem militärischen Abkommen mit #Russland kommen, dann stehen sich die beiden großen #Atommächte gegenüber. Was dann passieren könnte kann man sich ausmalen.

    #DieMeinung

  24. @tagesschau #Trump hat doch angeblich von einer totalen #Zerstörung der #Atomanlagen im #Iran gesprochen. Im Artikel steht das nur ein Teil der Anlagen wohl stärker beschädigt sind. Was Trump und #Israel gemacht haben ist die #Gewaltschraube weiter gedreht zu haben. Wenn es zu Angriffen der #Revolutionsgarden auf #Miltärbasen der #USA kommt, dann explodiert die Region. Dann wird eine #Deeskalation nicht mehr möglich sein, dann ist jeder mit jedem im #Krieg. Trump und #Netanjahu haben einen großen Fehler gemacht. Die #IAEO hatte Irans #Atomprogramm im Blick. Jetzt wird es schwer werden. Sollte es zu einem militärischen Abkommen mit #Russland kommen, dann stehen sich die beiden großen #Atommächte gegenüber. Was dann passieren könnte kann man sich ausmalen.

    #DieMeinung

  25. Angriffe auf Teheran - Israel soll Irans Generalstabschef getötet haben

    Teheran gerät unter Druck: Nach gezielten Angriffen auf Militärs fliehen viele aus der Stadt. Das Regime reagiert mit Repression und rationiert Benzin.#IRGC #Revolutionsgarden #Teheran #Tehran #Militärschlag #LUFTKRIEG
    Israel soll Irans Generalstabschef getötet haben

  26. Fast die gesamte Führung der Revolutionsgarden-Luftwaffe im Iran wurde laut Israel bei Angriffen getötet, darunter Kommandeur Amir Ali Hajizadeh und Chef Hossein Salami. Auch Armeechef Bagheri starb. Mehr dazu: n-tv.de/politik/Nahezu-gesamte #Iran #Israel #Revolutionsgarden #BreakingNews #newz

  27. tagesspiegel.de/internationale #Israel tötet Irans Armeechef und den Kommandeur der #Revolutionsgarden
    In der Nacht zum Freitag hat Israel den #Iran angegriffen und führende Militärs getötet. Zudem wurde auch eine der wichtigsten #Atomanlagen getroffen. Der Iran startete einen Gegenangriff mit mehr als 100 Drohnen.

  28. Sind die denn jetzt alle total bekloppt geworden?!

    > Israel startet Militäreinsatz gegen den Iran

    tagesschau.de/eilmeldung/israe

    > #Israel hat einen #Militäreinsatz gegen den #Iran gestartet. Verteidigungsminister #Katz sprach von einem "#Präventivschlag"auf nukleare und militärische Ziele. Offenbar wurden dabei auch der Kommandeur der #Revolutionsgarden und zwei #Atomwissenschaftler getötet.

  29. Eskalation in Nahost - Israel greift Iran an: Atomanlagen und Militär im Visier

    Israel hat in der Nacht auf Freitag mehrere Ziele im Iran angegriffen, darunter . die Atomanlage Natanz, Militäreinrichtungen und die Hauptstadt Teheran.#Angriff #Krieg #Teheran #Revolutionsgarden #Atomanlage
    Israel greift Iran an: Atomanlagen und Militär im Visier

  30. 1/2

    Bedroht von einem gemäßigten iranischen Präsidenten, zieht Israel ihn in einen Kampf

    Israel bevorzugt Hardliner, um ein monolithisches Feindbild zu wahren. Das Attentat in Teheran zwingt den Reformisten Pezeshkian nun in die Enge.

    Am 5. Juli gewann Masoud #Pezeshkian die Stichwahl im #Iran, um Ebrahim #Raisi als Präsident der Islamischen Republik abzulösen, nachdem dieser im Mai bei einem #Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. Während des kurzen Wahlkampfs versuchte Pezeshkian, die Wähler mit dem grundlegenden Programm seines reformorientierten Lagers für sich zu gewinnen: Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem Westen zur Aufhebung der #Sanktionen, Aufbau der #Wirtschaft, #Bekämpfung der #Armut und #Investitionen in den #Wohnungsbau, das #Gesundheitswesen, die #Wohlfahrt und die #Zivilgesellschaft. Er wurde Ende des Monats offiziell als #Präsident vereidigt.

    Ismail #Haniyeh, der Leiter des politischen Büros der #Hamas, kam nach Teheran, um an der Amtseinführung von Peschkian teilzunehmen. Mehreren Berichten zufolge beauftragte #Israel einheimische Agenten damit, Sprengsätze in der Unterkunft von Haniyeh anzubringen, die von den #Revolutionsgarden für die Unterbringung hochrangiger Gäste genutzt wird. Mit der Ermordung Haniyehs in der iranischen Hauptstadt scheint Israel versucht zu haben, die Islamische Republik gleich am ersten Tag der Amtszeit des neuen, gemäßigten Präsidenten in einen regionalen Krieg zu ziehen, den der Iran zu vermeiden hoffte. Es ist zu erwarten, dass der Iran darauf reagieren muss, und zwar mit mehr Nachdruck als bei seinem letzten choreografierten Angriff auf Israel im April.
    Damit setzt Israel eine lange und scheinbar kontraintuitive Tradition fort, in der es konservative, entschieden israelfeindliche Präsidenten im Iran Reformisten vorzieht, die es als schädlich für seine strategischen Interessen ansieht. Schließlich rührt ein Teil der Unterstützung Israels durch amerikanische und europäische Regierungen von der Vorstellung her, dass Israel ein westlicher demokratischer #Vorposten in einer "gefährlichen Nachbarschaft" ist, der böse Akteure im Nahen Osten besiegen kann, bevor sie #Europa und den #Westen erreichen.

    Nach dieser Logik ist der Iran der #Hauptfeind: eine antiwestliche, antisemitische, theokratische #Diktatur, die eine klare und unmittelbare Gefahr für die Welt darstellt. Wenn der Iran gemäßigte Führer wählt, untergräbt er diese monolithische Karikatur - und Israel, das sich weigert, seine Haltung gegenüber seinen regionalen Nachbarn zu ändern, sieht eine diplomatische Bedrohung.

    Jahrzehntelange vereitelte Diplomatie
    Mitte der 1990er Jahre befand sich der Iran nach 15 turbulenten Jahren im Umbruch: die #Revolution von 1979, ein achtjähriger Krieg mit dem #Irak, in dem Hunderttausende getötet und verwundet wurden, der Tod des Obersten Führers Ruhollah #Khomeini im Jahr 1989 und eine #Wirtschaftskrise, die die iranische Wirtschaft zu zerstören drohte. Unter Präsident Akbar Haschemi #Rafsandschani, der 1989 sein Amt antrat, versuchte das Land, sich wieder aufzubauen - und international einen neuen Weg einzuschlagen.
    Rafsanjani versuchte insbesondere, eine neue Seite in den Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten aufzuschlagen. Im Rahmen seiner Politik der wirtschaftlichen Öffnung und zur Wiederbelebung der iranischen Ölindustrie und Wirtschaft bereitete er eine umfangreiche Konzession für die amerikanische Ölgesellschaft Conoco vor, die die Erschließung zweier neuer #Ölfelder vorsah. Der Oberste Führer Ali #Khamenei billigte das Angebot, da er den Wert eines Olivenzweigs gegenüber den Vereinigten Staaten erkannte, und 1995 hatten das Außen- und das Finanzministerium der #USA #Conoco die Genehmigung erteilt, das Geschäft voranzutreiben.

    Dann geriet die Israel-Lobby - #AIPAC und die israelische Regierung - in Panik und versuchte, das Geschäft zu vereiteln. Nachdem sie Mitglieder des US-Kongresses vor der "Gefahr" von #Handelsabkommen mit dem Iran gewarnt hatten, beugte sich Präsident Bill #Clinton dem Druck. Im Jahr 1995 erließ er zwei #Durchführungsverordnungen, die jeglichen Handel amerikanischer Unternehmen mit dem Iran untersagten, und ließ anschließend eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran verhängen. Das Conoco-Geschäft scheiterte, und die Chance, die amerikanisch-iranische Diplomatie weiterzuentwickeln, war vertan.

    Die Geschichte wiederholte sich einige Jahre später unter der Präsidentschaft von Mohammad #Khatami, der auf einer Plattform gewählt wurde, die die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen dem Iran und dem Westen betonte. Kurz nach seinem Amtsantritt signalisierte US-Präsident George W. #Bush, dass er daran interessiert sei, die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran zu überdenken und möglicherweise wiederherzustellen. Daher bauten Israel und der AIPAC rasch eine breite Koalition im Kongress auf, um die Sanktionen gegen den Iran zu erneuern.

    Nach den Anschlägen vom 11. September änderte sich der politische und öffentliche Diskurs in den Vereinigten Staaten völlig, aber es gab immer noch Möglichkeiten für eine amerikanisch-iranische Zusammenarbeit. Khatami bat seinerseits darum, die Vereinigten Staaten bei der Stabilisierung Afghanistans nach der US-Invasion zu unterstützen, was zu einer nachhaltigen Beendigung des Krieges hätte beitragen können.

    Der Iran war der wichtigste regionale Feind der Taliban-Regierung in #Afghanistan, und im Dezember 2001 setzten sich die Vereinigten Staaten, der Iran und R#ussland in #Bonn zusammen, um eine afghanische Interimsbehörde einzurichten, die an die Stelle der #Taliban treten sollte - eine Vereinbarung, die den israelischen Premierminister Ariel #Sharon dazu veranlasste, Bush des #Appeasement à la Neville #Chamberlain zu bezichtigen. Das Weiße Haus wies diese Äußerungen offiziell zurück, aber im darauf folgenden Monat wurde die Zusammenarbeit beendet. Am 29. Januar 2002 wurden Khatamis Bemühungen durch Präsident George W. Bushs Rede zur "Achse des Bösen" und eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran beantwortet.

    Die Vereinigten Staaten, Israel und der Westen hatten es viel leichter mit Mahmoud #Ahmadinejad, dem Nachfolger von Chatami, dessen provokanter Stil und scharfe antizionistische Äußerungen es leichter machten, den Iran als Gefahr für Israel und die Welt darzustellen. Doch der gemäßigte Politiker Hassan #Rouhani wurde 2013 mit dem Versprechen zum Präsidenten gewählt, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten und dem Westen zu schließen, das es dem Iran erlauben würde, sein #Atomprogramm für wissenschaftliche und zivile Zwecke aufrechtzuerhalten und im Gegenzug die Sanktionen zu lockern - eine Situation, die Israel erneut nicht akzeptieren wollte.

    (...)

    From: @972mag
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    Bedroht von einem gemäßigten iranischen Präsidenten, zieht Israel ihn in einen Kampf

    Israel bevorzugt Hardliner, um ein monolithisches Feindbild zu wahren. Das Attentat in Teheran zwingt den Reformisten Pezeshkian nun in die Enge.

    Am 5. Juli gewann Masoud #Pezeshkian die Stichwahl im #Iran, um Ebrahim #Raisi als Präsident der Islamischen Republik abzulösen, nachdem dieser im Mai bei einem #Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. Während des kurzen Wahlkampfs versuchte Pezeshkian, die Wähler mit dem grundlegenden Programm seines reformorientierten Lagers für sich zu gewinnen: Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem Westen zur Aufhebung der #Sanktionen, Aufbau der #Wirtschaft, #Bekämpfung der #Armut und #Investitionen in den #Wohnungsbau, das #Gesundheitswesen, die #Wohlfahrt und die #Zivilgesellschaft. Er wurde Ende des Monats offiziell als #Präsident vereidigt.

    Ismail #Haniyeh, der Leiter des politischen Büros der #Hamas, kam nach Teheran, um an der Amtseinführung von Peschkian teilzunehmen. Mehreren Berichten zufolge beauftragte #Israel einheimische Agenten damit, Sprengsätze in der Unterkunft von Haniyeh anzubringen, die von den #Revolutionsgarden für die Unterbringung hochrangiger Gäste genutzt wird. Mit der Ermordung Haniyehs in der iranischen Hauptstadt scheint Israel versucht zu haben, die Islamische Republik gleich am ersten Tag der Amtszeit des neuen, gemäßigten Präsidenten in einen regionalen Krieg zu ziehen, den der Iran zu vermeiden hoffte. Es ist zu erwarten, dass der Iran darauf reagieren muss, und zwar mit mehr Nachdruck als bei seinem letzten choreografierten Angriff auf Israel im April.
    Damit setzt Israel eine lange und scheinbar kontraintuitive Tradition fort, in der es konservative, entschieden israelfeindliche Präsidenten im Iran Reformisten vorzieht, die es als schädlich für seine strategischen Interessen ansieht. Schließlich rührt ein Teil der Unterstützung Israels durch amerikanische und europäische Regierungen von der Vorstellung her, dass Israel ein westlicher demokratischer #Vorposten in einer "gefährlichen Nachbarschaft" ist, der böse Akteure im Nahen Osten besiegen kann, bevor sie #Europa und den #Westen erreichen.

    Nach dieser Logik ist der Iran der #Hauptfeind: eine antiwestliche, antisemitische, theokratische #Diktatur, die eine klare und unmittelbare Gefahr für die Welt darstellt. Wenn der Iran gemäßigte Führer wählt, untergräbt er diese monolithische Karikatur - und Israel, das sich weigert, seine Haltung gegenüber seinen regionalen Nachbarn zu ändern, sieht eine diplomatische Bedrohung.

    Jahrzehntelange vereitelte Diplomatie
    Mitte der 1990er Jahre befand sich der Iran nach 15 turbulenten Jahren im Umbruch: die #Revolution von 1979, ein achtjähriger Krieg mit dem #Irak, in dem Hunderttausende getötet und verwundet wurden, der Tod des Obersten Führers Ruhollah #Khomeini im Jahr 1989 und eine #Wirtschaftskrise, die die iranische Wirtschaft zu zerstören drohte. Unter Präsident Akbar Haschemi #Rafsandschani, der 1989 sein Amt antrat, versuchte das Land, sich wieder aufzubauen - und international einen neuen Weg einzuschlagen.
    Rafsanjani versuchte insbesondere, eine neue Seite in den Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten aufzuschlagen. Im Rahmen seiner Politik der wirtschaftlichen Öffnung und zur Wiederbelebung der iranischen Ölindustrie und Wirtschaft bereitete er eine umfangreiche Konzession für die amerikanische Ölgesellschaft Conoco vor, die die Erschließung zweier neuer #Ölfelder vorsah. Der Oberste Führer Ali #Khamenei billigte das Angebot, da er den Wert eines Olivenzweigs gegenüber den Vereinigten Staaten erkannte, und 1995 hatten das Außen- und das Finanzministerium der #USA #Conoco die Genehmigung erteilt, das Geschäft voranzutreiben.

    Dann geriet die Israel-Lobby - #AIPAC und die israelische Regierung - in Panik und versuchte, das Geschäft zu vereiteln. Nachdem sie Mitglieder des US-Kongresses vor der "Gefahr" von #Handelsabkommen mit dem Iran gewarnt hatten, beugte sich Präsident Bill #Clinton dem Druck. Im Jahr 1995 erließ er zwei #Durchführungsverordnungen, die jeglichen Handel amerikanischer Unternehmen mit dem Iran untersagten, und ließ anschließend eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran verhängen. Das Conoco-Geschäft scheiterte, und die Chance, die amerikanisch-iranische Diplomatie weiterzuentwickeln, war vertan.

    Die Geschichte wiederholte sich einige Jahre später unter der Präsidentschaft von Mohammad #Khatami, der auf einer Plattform gewählt wurde, die die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen dem Iran und dem Westen betonte. Kurz nach seinem Amtsantritt signalisierte US-Präsident George W. #Bush, dass er daran interessiert sei, die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran zu überdenken und möglicherweise wiederherzustellen. Daher bauten Israel und der AIPAC rasch eine breite Koalition im Kongress auf, um die Sanktionen gegen den Iran zu erneuern.

    Nach den Anschlägen vom 11. September änderte sich der politische und öffentliche Diskurs in den Vereinigten Staaten völlig, aber es gab immer noch Möglichkeiten für eine amerikanisch-iranische Zusammenarbeit. Khatami bat seinerseits darum, die Vereinigten Staaten bei der Stabilisierung Afghanistans nach der US-Invasion zu unterstützen, was zu einer nachhaltigen Beendigung des Krieges hätte beitragen können.

    Der Iran war der wichtigste regionale Feind der Taliban-Regierung in #Afghanistan, und im Dezember 2001 setzten sich die Vereinigten Staaten, der Iran und R#ussland in #Bonn zusammen, um eine afghanische Interimsbehörde einzurichten, die an die Stelle der #Taliban treten sollte - eine Vereinbarung, die den israelischen Premierminister Ariel #Sharon dazu veranlasste, Bush des #Appeasement à la Neville #Chamberlain zu bezichtigen. Das Weiße Haus wies diese Äußerungen offiziell zurück, aber im darauf folgenden Monat wurde die Zusammenarbeit beendet. Am 29. Januar 2002 wurden Khatamis Bemühungen durch Präsident George W. Bushs Rede zur "Achse des Bösen" und eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran beantwortet.

    Die Vereinigten Staaten, Israel und der Westen hatten es viel leichter mit Mahmoud #Ahmadinejad, dem Nachfolger von Chatami, dessen provokanter Stil und scharfe antizionistische Äußerungen es leichter machten, den Iran als Gefahr für Israel und die Welt darzustellen. Doch der gemäßigte Politiker Hassan #Rouhani wurde 2013 mit dem Versprechen zum Präsidenten gewählt, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten und dem Westen zu schließen, das es dem Iran erlauben würde, sein #Atomprogramm für wissenschaftliche und zivile Zwecke aufrechtzuerhalten und im Gegenzug die Sanktionen zu lockern - eine Situation, die Israel erneut nicht akzeptieren wollte.

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    Bedroht von einem gemäßigten iranischen Präsidenten, zieht Israel ihn in einen Kampf

    Israel bevorzugt Hardliner, um ein monolithisches Feindbild zu wahren. Das Attentat in Teheran zwingt den Reformisten Pezeshkian nun in die Enge.

    Am 5. Juli gewann Masoud #Pezeshkian die Stichwahl im #Iran, um Ebrahim #Raisi als Präsident der Islamischen Republik abzulösen, nachdem dieser im Mai bei einem #Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. Während des kurzen Wahlkampfs versuchte Pezeshkian, die Wähler mit dem grundlegenden Programm seines reformorientierten Lagers für sich zu gewinnen: Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem Westen zur Aufhebung der #Sanktionen, Aufbau der #Wirtschaft, #Bekämpfung der #Armut und #Investitionen in den #Wohnungsbau, das #Gesundheitswesen, die #Wohlfahrt und die #Zivilgesellschaft. Er wurde Ende des Monats offiziell als #Präsident vereidigt.

    Ismail #Haniyeh, der Leiter des politischen Büros der #Hamas, kam nach Teheran, um an der Amtseinführung von Peschkian teilzunehmen. Mehreren Berichten zufolge beauftragte #Israel einheimische Agenten damit, Sprengsätze in der Unterkunft von Haniyeh anzubringen, die von den #Revolutionsgarden für die Unterbringung hochrangiger Gäste genutzt wird. Mit der Ermordung Haniyehs in der iranischen Hauptstadt scheint Israel versucht zu haben, die Islamische Republik gleich am ersten Tag der Amtszeit des neuen, gemäßigten Präsidenten in einen regionalen Krieg zu ziehen, den der Iran zu vermeiden hoffte. Es ist zu erwarten, dass der Iran darauf reagieren muss, und zwar mit mehr Nachdruck als bei seinem letzten choreografierten Angriff auf Israel im April.
    Damit setzt Israel eine lange und scheinbar kontraintuitive Tradition fort, in der es konservative, entschieden israelfeindliche Präsidenten im Iran Reformisten vorzieht, die es als schädlich für seine strategischen Interessen ansieht. Schließlich rührt ein Teil der Unterstützung Israels durch amerikanische und europäische Regierungen von der Vorstellung her, dass Israel ein westlicher demokratischer #Vorposten in einer "gefährlichen Nachbarschaft" ist, der böse Akteure im Nahen Osten besiegen kann, bevor sie #Europa und den #Westen erreichen.

    Nach dieser Logik ist der Iran der #Hauptfeind: eine antiwestliche, antisemitische, theokratische #Diktatur, die eine klare und unmittelbare Gefahr für die Welt darstellt. Wenn der Iran gemäßigte Führer wählt, untergräbt er diese monolithische Karikatur - und Israel, das sich weigert, seine Haltung gegenüber seinen regionalen Nachbarn zu ändern, sieht eine diplomatische Bedrohung.

    Jahrzehntelange vereitelte Diplomatie
    Mitte der 1990er Jahre befand sich der Iran nach 15 turbulenten Jahren im Umbruch: die #Revolution von 1979, ein achtjähriger Krieg mit dem #Irak, in dem Hunderttausende getötet und verwundet wurden, der Tod des Obersten Führers Ruhollah #Khomeini im Jahr 1989 und eine #Wirtschaftskrise, die die iranische Wirtschaft zu zerstören drohte. Unter Präsident Akbar Haschemi #Rafsandschani, der 1989 sein Amt antrat, versuchte das Land, sich wieder aufzubauen - und international einen neuen Weg einzuschlagen.
    Rafsanjani versuchte insbesondere, eine neue Seite in den Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten aufzuschlagen. Im Rahmen seiner Politik der wirtschaftlichen Öffnung und zur Wiederbelebung der iranischen Ölindustrie und Wirtschaft bereitete er eine umfangreiche Konzession für die amerikanische Ölgesellschaft Conoco vor, die die Erschließung zweier neuer #Ölfelder vorsah. Der Oberste Führer Ali #Khamenei billigte das Angebot, da er den Wert eines Olivenzweigs gegenüber den Vereinigten Staaten erkannte, und 1995 hatten das Außen- und das Finanzministerium der #USA #Conoco die Genehmigung erteilt, das Geschäft voranzutreiben.

    Dann geriet die Israel-Lobby - #AIPAC und die israelische Regierung - in Panik und versuchte, das Geschäft zu vereiteln. Nachdem sie Mitglieder des US-Kongresses vor der "Gefahr" von #Handelsabkommen mit dem Iran gewarnt hatten, beugte sich Präsident Bill #Clinton dem Druck. Im Jahr 1995 erließ er zwei #Durchführungsverordnungen, die jeglichen Handel amerikanischer Unternehmen mit dem Iran untersagten, und ließ anschließend eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran verhängen. Das Conoco-Geschäft scheiterte, und die Chance, die amerikanisch-iranische Diplomatie weiterzuentwickeln, war vertan.

    Die Geschichte wiederholte sich einige Jahre später unter der Präsidentschaft von Mohammad #Khatami, der auf einer Plattform gewählt wurde, die die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen dem Iran und dem Westen betonte. Kurz nach seinem Amtsantritt signalisierte US-Präsident George W. #Bush, dass er daran interessiert sei, die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran zu überdenken und möglicherweise wiederherzustellen. Daher bauten Israel und der AIPAC rasch eine breite Koalition im Kongress auf, um die Sanktionen gegen den Iran zu erneuern.

    Nach den Anschlägen vom 11. September änderte sich der politische und öffentliche Diskurs in den Vereinigten Staaten völlig, aber es gab immer noch Möglichkeiten für eine amerikanisch-iranische Zusammenarbeit. Khatami bat seinerseits darum, die Vereinigten Staaten bei der Stabilisierung Afghanistans nach der US-Invasion zu unterstützen, was zu einer nachhaltigen Beendigung des Krieges hätte beitragen können.

    Der Iran war der wichtigste regionale Feind der Taliban-Regierung in #Afghanistan, und im Dezember 2001 setzten sich die Vereinigten Staaten, der Iran und R#ussland in #Bonn zusammen, um eine afghanische Interimsbehörde einzurichten, die an die Stelle der #Taliban treten sollte - eine Vereinbarung, die den israelischen Premierminister Ariel #Sharon dazu veranlasste, Bush des #Appeasement à la Neville #Chamberlain zu bezichtigen. Das Weiße Haus wies diese Äußerungen offiziell zurück, aber im darauf folgenden Monat wurde die Zusammenarbeit beendet. Am 29. Januar 2002 wurden Khatamis Bemühungen durch Präsident George W. Bushs Rede zur "Achse des Bösen" und eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran beantwortet.

    Die Vereinigten Staaten, Israel und der Westen hatten es viel leichter mit Mahmoud #Ahmadinejad, dem Nachfolger von Chatami, dessen provokanter Stil und scharfe antizionistische Äußerungen es leichter machten, den Iran als Gefahr für Israel und die Welt darzustellen. Doch der gemäßigte Politiker Hassan #Rouhani wurde 2013 mit dem Versprechen zum Präsidenten gewählt, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten und dem Westen zu schließen, das es dem Iran erlauben würde, sein #Atomprogramm für wissenschaftliche und zivile Zwecke aufrechtzuerhalten und im Gegenzug die Sanktionen zu lockern - eine Situation, die Israel erneut nicht akzeptieren wollte.

    (...)

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    Bedroht von einem gemäßigten iranischen Präsidenten, zieht Israel ihn in einen Kampf

    Israel bevorzugt Hardliner, um ein monolithisches Feindbild zu wahren. Das Attentat in Teheran zwingt den Reformisten Pezeshkian nun in die Enge.

    Am 5. Juli gewann Masoud #Pezeshkian die Stichwahl im #Iran, um Ebrahim #Raisi als Präsident der Islamischen Republik abzulösen, nachdem dieser im Mai bei einem #Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. Während des kurzen Wahlkampfs versuchte Pezeshkian, die Wähler mit dem grundlegenden Programm seines reformorientierten Lagers für sich zu gewinnen: Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem Westen zur Aufhebung der #Sanktionen, Aufbau der #Wirtschaft, #Bekämpfung der #Armut und #Investitionen in den #Wohnungsbau, das #Gesundheitswesen, die #Wohlfahrt und die #Zivilgesellschaft. Er wurde Ende des Monats offiziell als #Präsident vereidigt.

    Ismail #Haniyeh, der Leiter des politischen Büros der #Hamas, kam nach Teheran, um an der Amtseinführung von Peschkian teilzunehmen. Mehreren Berichten zufolge beauftragte #Israel einheimische Agenten damit, Sprengsätze in der Unterkunft von Haniyeh anzubringen, die von den #Revolutionsgarden für die Unterbringung hochrangiger Gäste genutzt wird. Mit der Ermordung Haniyehs in der iranischen Hauptstadt scheint Israel versucht zu haben, die Islamische Republik gleich am ersten Tag der Amtszeit des neuen, gemäßigten Präsidenten in einen regionalen Krieg zu ziehen, den der Iran zu vermeiden hoffte. Es ist zu erwarten, dass der Iran darauf reagieren muss, und zwar mit mehr Nachdruck als bei seinem letzten choreografierten Angriff auf Israel im April.
    Damit setzt Israel eine lange und scheinbar kontraintuitive Tradition fort, in der es konservative, entschieden israelfeindliche Präsidenten im Iran Reformisten vorzieht, die es als schädlich für seine strategischen Interessen ansieht. Schließlich rührt ein Teil der Unterstützung Israels durch amerikanische und europäische Regierungen von der Vorstellung her, dass Israel ein westlicher demokratischer #Vorposten in einer "gefährlichen Nachbarschaft" ist, der böse Akteure im Nahen Osten besiegen kann, bevor sie #Europa und den #Westen erreichen.

    Nach dieser Logik ist der Iran der #Hauptfeind: eine antiwestliche, antisemitische, theokratische #Diktatur, die eine klare und unmittelbare Gefahr für die Welt darstellt. Wenn der Iran gemäßigte Führer wählt, untergräbt er diese monolithische Karikatur - und Israel, das sich weigert, seine Haltung gegenüber seinen regionalen Nachbarn zu ändern, sieht eine diplomatische Bedrohung.

    Jahrzehntelange vereitelte Diplomatie
    Mitte der 1990er Jahre befand sich der Iran nach 15 turbulenten Jahren im Umbruch: die #Revolution von 1979, ein achtjähriger Krieg mit dem #Irak, in dem Hunderttausende getötet und verwundet wurden, der Tod des Obersten Führers Ruhollah #Khomeini im Jahr 1989 und eine #Wirtschaftskrise, die die iranische Wirtschaft zu zerstören drohte. Unter Präsident Akbar Haschemi #Rafsandschani, der 1989 sein Amt antrat, versuchte das Land, sich wieder aufzubauen - und international einen neuen Weg einzuschlagen.
    Rafsanjani versuchte insbesondere, eine neue Seite in den Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten aufzuschlagen. Im Rahmen seiner Politik der wirtschaftlichen Öffnung und zur Wiederbelebung der iranischen Ölindustrie und Wirtschaft bereitete er eine umfangreiche Konzession für die amerikanische Ölgesellschaft Conoco vor, die die Erschließung zweier neuer #Ölfelder vorsah. Der Oberste Führer Ali #Khamenei billigte das Angebot, da er den Wert eines Olivenzweigs gegenüber den Vereinigten Staaten erkannte, und 1995 hatten das Außen- und das Finanzministerium der #USA #Conoco die Genehmigung erteilt, das Geschäft voranzutreiben.

    Dann geriet die Israel-Lobby - #AIPAC und die israelische Regierung - in Panik und versuchte, das Geschäft zu vereiteln. Nachdem sie Mitglieder des US-Kongresses vor der "Gefahr" von #Handelsabkommen mit dem Iran gewarnt hatten, beugte sich Präsident Bill #Clinton dem Druck. Im Jahr 1995 erließ er zwei #Durchführungsverordnungen, die jeglichen Handel amerikanischer Unternehmen mit dem Iran untersagten, und ließ anschließend eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran verhängen. Das Conoco-Geschäft scheiterte, und die Chance, die amerikanisch-iranische Diplomatie weiterzuentwickeln, war vertan.

    Die Geschichte wiederholte sich einige Jahre später unter der Präsidentschaft von Mohammad #Khatami, der auf einer Plattform gewählt wurde, die die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen dem Iran und dem Westen betonte. Kurz nach seinem Amtsantritt signalisierte US-Präsident George W. #Bush, dass er daran interessiert sei, die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran zu überdenken und möglicherweise wiederherzustellen. Daher bauten Israel und der AIPAC rasch eine breite Koalition im Kongress auf, um die Sanktionen gegen den Iran zu erneuern.

    Nach den Anschlägen vom 11. September änderte sich der politische und öffentliche Diskurs in den Vereinigten Staaten völlig, aber es gab immer noch Möglichkeiten für eine amerikanisch-iranische Zusammenarbeit. Khatami bat seinerseits darum, die Vereinigten Staaten bei der Stabilisierung Afghanistans nach der US-Invasion zu unterstützen, was zu einer nachhaltigen Beendigung des Krieges hätte beitragen können.

    Der Iran war der wichtigste regionale Feind der Taliban-Regierung in #Afghanistan, und im Dezember 2001 setzten sich die Vereinigten Staaten, der Iran und R#ussland in #Bonn zusammen, um eine afghanische Interimsbehörde einzurichten, die an die Stelle der #Taliban treten sollte - eine Vereinbarung, die den israelischen Premierminister Ariel #Sharon dazu veranlasste, Bush des #Appeasement à la Neville #Chamberlain zu bezichtigen. Das Weiße Haus wies diese Äußerungen offiziell zurück, aber im darauf folgenden Monat wurde die Zusammenarbeit beendet. Am 29. Januar 2002 wurden Khatamis Bemühungen durch Präsident George W. Bushs Rede zur "Achse des Bösen" und eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran beantwortet.

    Die Vereinigten Staaten, Israel und der Westen hatten es viel leichter mit Mahmoud #Ahmadinejad, dem Nachfolger von Chatami, dessen provokanter Stil und scharfe antizionistische Äußerungen es leichter machten, den Iran als Gefahr für Israel und die Welt darzustellen. Doch der gemäßigte Politiker Hassan #Rouhani wurde 2013 mit dem Versprechen zum Präsidenten gewählt, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten und dem Westen zu schließen, das es dem Iran erlauben würde, sein #Atomprogramm für wissenschaftliche und zivile Zwecke aufrechtzuerhalten und im Gegenzug die Sanktionen zu lockern - eine Situation, die Israel erneut nicht akzeptieren wollte.

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    Bedroht von einem gemäßigten iranischen Präsidenten, zieht Israel ihn in einen Kampf

    Israel bevorzugt Hardliner, um ein monolithisches Feindbild zu wahren. Das Attentat in Teheran zwingt den Reformisten Pezeshkian nun in die Enge.

    Am 5. Juli gewann Masoud #Pezeshkian die Stichwahl im #Iran, um Ebrahim #Raisi als Präsident der Islamischen Republik abzulösen, nachdem dieser im Mai bei einem #Hubschrauberabsturz ums Leben gekommen war. Während des kurzen Wahlkampfs versuchte Pezeshkian, die Wähler mit dem grundlegenden Programm seines reformorientierten Lagers für sich zu gewinnen: Wiederaufnahme der Verhandlungen mit dem Westen zur Aufhebung der #Sanktionen, Aufbau der #Wirtschaft, #Bekämpfung der #Armut und #Investitionen in den #Wohnungsbau, das #Gesundheitswesen, die #Wohlfahrt und die #Zivilgesellschaft. Er wurde Ende des Monats offiziell als #Präsident vereidigt.

    Ismail #Haniyeh, der Leiter des politischen Büros der #Hamas, kam nach Teheran, um an der Amtseinführung von Peschkian teilzunehmen. Mehreren Berichten zufolge beauftragte #Israel einheimische Agenten damit, Sprengsätze in der Unterkunft von Haniyeh anzubringen, die von den #Revolutionsgarden für die Unterbringung hochrangiger Gäste genutzt wird. Mit der Ermordung Haniyehs in der iranischen Hauptstadt scheint Israel versucht zu haben, die Islamische Republik gleich am ersten Tag der Amtszeit des neuen, gemäßigten Präsidenten in einen regionalen Krieg zu ziehen, den der Iran zu vermeiden hoffte. Es ist zu erwarten, dass der Iran darauf reagieren muss, und zwar mit mehr Nachdruck als bei seinem letzten choreografierten Angriff auf Israel im April.
    Damit setzt Israel eine lange und scheinbar kontraintuitive Tradition fort, in der es konservative, entschieden israelfeindliche Präsidenten im Iran Reformisten vorzieht, die es als schädlich für seine strategischen Interessen ansieht. Schließlich rührt ein Teil der Unterstützung Israels durch amerikanische und europäische Regierungen von der Vorstellung her, dass Israel ein westlicher demokratischer #Vorposten in einer "gefährlichen Nachbarschaft" ist, der böse Akteure im Nahen Osten besiegen kann, bevor sie #Europa und den #Westen erreichen.

    Nach dieser Logik ist der Iran der #Hauptfeind: eine antiwestliche, antisemitische, theokratische #Diktatur, die eine klare und unmittelbare Gefahr für die Welt darstellt. Wenn der Iran gemäßigte Führer wählt, untergräbt er diese monolithische Karikatur - und Israel, das sich weigert, seine Haltung gegenüber seinen regionalen Nachbarn zu ändern, sieht eine diplomatische Bedrohung.

    Jahrzehntelange vereitelte Diplomatie
    Mitte der 1990er Jahre befand sich der Iran nach 15 turbulenten Jahren im Umbruch: die #Revolution von 1979, ein achtjähriger Krieg mit dem #Irak, in dem Hunderttausende getötet und verwundet wurden, der Tod des Obersten Führers Ruhollah #Khomeini im Jahr 1989 und eine #Wirtschaftskrise, die die iranische Wirtschaft zu zerstören drohte. Unter Präsident Akbar Haschemi #Rafsandschani, der 1989 sein Amt antrat, versuchte das Land, sich wieder aufzubauen - und international einen neuen Weg einzuschlagen.
    Rafsanjani versuchte insbesondere, eine neue Seite in den Beziehungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten aufzuschlagen. Im Rahmen seiner Politik der wirtschaftlichen Öffnung und zur Wiederbelebung der iranischen Ölindustrie und Wirtschaft bereitete er eine umfangreiche Konzession für die amerikanische Ölgesellschaft Conoco vor, die die Erschließung zweier neuer #Ölfelder vorsah. Der Oberste Führer Ali #Khamenei billigte das Angebot, da er den Wert eines Olivenzweigs gegenüber den Vereinigten Staaten erkannte, und 1995 hatten das Außen- und das Finanzministerium der #USA #Conoco die Genehmigung erteilt, das Geschäft voranzutreiben.

    Dann geriet die Israel-Lobby - #AIPAC und die israelische Regierung - in Panik und versuchte, das Geschäft zu vereiteln. Nachdem sie Mitglieder des US-Kongresses vor der "Gefahr" von #Handelsabkommen mit dem Iran gewarnt hatten, beugte sich Präsident Bill #Clinton dem Druck. Im Jahr 1995 erließ er zwei #Durchführungsverordnungen, die jeglichen Handel amerikanischer Unternehmen mit dem Iran untersagten, und ließ anschließend eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran verhängen. Das Conoco-Geschäft scheiterte, und die Chance, die amerikanisch-iranische Diplomatie weiterzuentwickeln, war vertan.

    Die Geschichte wiederholte sich einige Jahre später unter der Präsidentschaft von Mohammad #Khatami, der auf einer Plattform gewählt wurde, die die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen dem Iran und dem Westen betonte. Kurz nach seinem Amtsantritt signalisierte US-Präsident George W. #Bush, dass er daran interessiert sei, die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran zu überdenken und möglicherweise wiederherzustellen. Daher bauten Israel und der AIPAC rasch eine breite Koalition im Kongress auf, um die Sanktionen gegen den Iran zu erneuern.

    Nach den Anschlägen vom 11. September änderte sich der politische und öffentliche Diskurs in den Vereinigten Staaten völlig, aber es gab immer noch Möglichkeiten für eine amerikanisch-iranische Zusammenarbeit. Khatami bat seinerseits darum, die Vereinigten Staaten bei der Stabilisierung Afghanistans nach der US-Invasion zu unterstützen, was zu einer nachhaltigen Beendigung des Krieges hätte beitragen können.

    Der Iran war der wichtigste regionale Feind der Taliban-Regierung in #Afghanistan, und im Dezember 2001 setzten sich die Vereinigten Staaten, der Iran und R#ussland in #Bonn zusammen, um eine afghanische Interimsbehörde einzurichten, die an die Stelle der #Taliban treten sollte - eine Vereinbarung, die den israelischen Premierminister Ariel #Sharon dazu veranlasste, Bush des #Appeasement à la Neville #Chamberlain zu bezichtigen. Das Weiße Haus wies diese Äußerungen offiziell zurück, aber im darauf folgenden Monat wurde die Zusammenarbeit beendet. Am 29. Januar 2002 wurden Khatamis Bemühungen durch Präsident George W. Bushs Rede zur "Achse des Bösen" und eine Reihe neuer Sanktionen gegen den Iran beantwortet.

    Die Vereinigten Staaten, Israel und der Westen hatten es viel leichter mit Mahmoud #Ahmadinejad, dem Nachfolger von Chatami, dessen provokanter Stil und scharfe antizionistische Äußerungen es leichter machten, den Iran als Gefahr für Israel und die Welt darzustellen. Doch der gemäßigte Politiker Hassan #Rouhani wurde 2013 mit dem Versprechen zum Präsidenten gewählt, ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten und dem Westen zu schließen, das es dem Iran erlauben würde, sein #Atomprogramm für wissenschaftliche und zivile Zwecke aufrechtzuerhalten und im Gegenzug die Sanktionen zu lockern - eine Situation, die Israel erneut nicht akzeptieren wollte.

    (...)

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