#kaiserreich — Public Fediverse posts
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Das #Boxerprotokoll #demütigt das #Kaiserreich
Gegen #ausländische #Einflussnahme erheben sich 1899 in #China die „#Boxer“. So nennt der #Westen diese #Bewegung wegen ihrer #traditionellen #Kampfkünste. Der #Aufstand endete vor 125 Jahren mit dem Boxerprotokoll. Die #Demütigung wirkt bis heute fort.
https://www.deutschlandfunk.de/boxeraufstand-china-100.html -
Wir erinnern an die sozialdemokratische #Schriftstellerin, #Frauenrechtlerin & #Journalistin Lily Braun, geb. heute vor 160 Jahren in #Halberstadt, mit Hinweis auf:
▶ Dorothee Wierling, Eine Familienkorrespondenz im Krieg. Julie Vogelstein, Lily, Heinrich und Otto Braun 1914–1918, #WerkstattGeschichte 60/2013, https://werkstattgeschichte.de/abstracts/nr-60-dorothee-wierling#histodons #LilyBraun #Frauenbewegung #Kaiserreich #19thCentury #Frauengeschichte #WomensHistory #ErsterWeltkrieg #WW1
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Wie wurde aus einem lebendigen Affen im kamerunischen Busch eine Neuigkeit im Berliner Naturkundemuseum?
Der Austausch zwischen kolonialen Sammlern wie Georg Zenker und Zoologen wie Paul Matschie zeigt, wie eng im Deutschen Kaiserreich koloniale Gewalt, Jagd und Wissenschaft verzahnt waren und wie daraus bis heute gültiges Wissen über Biodiversität entstand, erzählt Sybilla Nikolow.
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Wie wurde aus einem lebendigen Affen im kamerunischen Busch eine Neuigkeit im Berliner Naturkundemuseum?
Der Austausch zwischen kolonialen Sammlern wie Georg Zenker und Zoologen wie Paul Matschie zeigt, wie eng im Deutschen Kaiserreich koloniale Gewalt, Jagd und Wissenschaft verzahnt waren und wie daraus bis heute gültiges Wissen über Biodiversität entstand, erzählt Sybilla Nikolow.
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Wie wurde aus einem lebendigen Affen im kamerunischen Busch eine Neuigkeit im Berliner Naturkundemuseum?
Der Austausch zwischen kolonialen Sammlern wie Georg Zenker und Zoologen wie Paul Matschie zeigt, wie eng im Deutschen Kaiserreich koloniale Gewalt, Jagd und Wissenschaft verzahnt waren und wie daraus bis heute gültiges Wissen über Biodiversität entstand, erzählt Sybilla Nikolow.
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Wie wurde aus einem lebendigen Affen im kamerunischen Busch eine Neuigkeit im Berliner Naturkundemuseum?
Der Austausch zwischen kolonialen Sammlern wie Georg Zenker und Zoologen wie Paul Matschie zeigt, wie eng im Deutschen Kaiserreich koloniale Gewalt, Jagd und Wissenschaft verzahnt waren und wie daraus bis heute gültiges Wissen über Biodiversität entstand, erzählt Sybilla Nikolow.
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Nazi-Milliardäre – Reich, rechts, mächtig
#BMW, #MercedesBenz, #Porsche, #Allianz, #Oetker; wie sind diese deutschen #Weltkonzerne groß geworden?
Die vier reichsten Männer in der BRD waren 1970 Friedrich #Flick, August von #Finck, Herbert #Quandt und Rudolf-August #Oetker. Den entscheidenden Teil ihrer enormen Vermögen konnten sie ab 1933 erwerben, in der Stahl- und #Rüstungsindustrie, bei #Versicherungen und #Banken und in der #Lebensmittelindustrie.
Der langsame Aufstieg dieser #Familienclans in den zwanziger Jahren, der rasante Weg in die höchsten Machtpositionen im deutschen #Faschismus, das kurze Straucheln nach dem 8. Mai #1945, die spektakuläre Rückkehr an die Spitze seit den fünfziger Jahren und die heutige Debatte um die #Nazi-#Milliardäre sind das Thema des Buches des niederländischen Wirtschaftsjournalisten David De Jong.
Die #Konzernchefs teilten nach dem Ende des #Kaiserreiches die republikfeindlichen und reaktionären politischen Vorstellungen des deutschnationalen Milieus. Das erleichterte die bewusste Annäherung an #Hitler und die #NSDAP mit sehr grossen Spenden und regelmässigen Treffen ab 1930.
Für alle sichtbar wurde dieses Zusammengehen durch die Heirat von #Goebbels und Magda Quandt, zuvor Ehefrau Günter Quandts, dem Besitzer der Deutschen Waffen- und #Munitionsfabriken (DWM) und der AFA-Werke (später Varta). Auf dem Buchumschlag der deutschsprachigen Ausgabe von „Braune Erben“ ist ein Foto der faschistischen #Prominentenfamilie: Josef und Magda Goebbels mit dem Quandt-Sohn Harald.
Nach der von ihnen mit vorangetriebenen Zerstörung der Weimarer #Republik 1933 haben Quandt, Flick, Finck, #Porsche und #Kaselowsky (Oetker) 12 Jahre lang immer schneller an der Aufrüstung und der „Arisierung“ verdient. Alle waren Mitglieder in #Himmlers „Freundeskreis #Reichsführer SS“ und der NSDAP.
Im Zweiten Weltkrieg kam es zum systematischen Einsatz von #Zwangsarbeiter:innen. Skrupellos haben sie die vielen Verschleppten ausgebeutet, allein bei Quandt mussten 57500 Menschen arbeiten. „Mindestens 403 Menschen starben in Günther Quandts (.) AFA-Werk.“ Eingesperrt in Lager, gefährdet durch Arbeit, Unfälle, Hunger und Krankheit, von Ermordung bedroht, wurden viele Zwangsarbeiter:innen schliesslich auf die #Todesmärsche geschickt. Die 1016 Toten des grausamen Verbrechens in #Gardelegen kamen aus einem der AFA-Werke. Sie wurden lebend in der Feldscheune verbrannt.
(...) Weiter in der #Rezension von @sebastianschroeder
https://www.trueten.de/archives/13179-Nazi-Milliardaere-Reich,-rechts,-maechtig.html #Antifa #CapitalismIsADeathCult #Faschismus
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#Rezension von @sebastianschroeder: Der gleiche alte Mist: Eckart Conze über die Schatten des Kaiserreichs
Der 18. Januar 1871, der Tag der Gründung des deutschen #Nationalstaates im Spiegelsaal von #Versailles, jährt sich zum einhundertundfünzigsten Mal. Einflussreiche Kräfte von rechts deuten die Geschichte des autoritären Kaiserreiches positiv, um ihrer heutigen und zukünftigen deutschnationalen Politik eine Legitimation zu verschaffen.
Gegen den verharmlosenden Erinnerungskult an das #Kaiserreich und seine nationalistischen Traditionen setzt der Historiker Eckart Conze sein neues Buch "Schatten des Kaiserreiches – Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe".
Er fragt „Begann 1871, was zwischen 1933 und 1945 so katastrophal endete? War im Kaiserreich das „Dritte Reich“ bereits angelegt?“ und kann zeigen, dass sowohl die Entstehung des Nationalstaates, seine Konstruktion und die vor allem die reaktionären gesellschaftlichen Strukturen in den Ersten #Weltkrieg geführt, die Weimarer Republik zerstört und den deutschen #Faschismus ermöglicht haben.
Zu Beginn beschreibt Conze den Weg zum #Nationalstaat. Die Befreiung von der französischen Besatzung 1813 gehört zur Vorgeschichte der „Reichsgründung“ ebenso wie die „Rheinliedbewegung“ 1840 und die bürgerliche #Revolution 1848. Seit der Niederlage der 48er Revolution lenkt #Bismarck die Entstehung des Nationalstaates unter der Vorherrschaft von #Preußen. Es ist eine der nachdrücklichsten Feststellungen Conzes, dass Bismarck erst mit der Unterstützung der Liberalen seine „Revolution von oben“ und seine Kriege durchsetzen konnte.
Jetzt folgt der entscheidende Teil des Buches, denn Conze benennt offen, was den 1871 im Krieg gegründeten „autoritären Nationalstaat“ strukturell kennzeichnet.
Dieses Kaiserreich war keine #Demokratie, denn das #Wahlrecht (nur für Männer) war in Preußen, für 60 Prozent der Wähler, eingeschränkt. Es gab auch keine festgeschriebenen #Grundrechte wie in der #Verfassung von 1848. Entscheidend war, dass das #Parlament keine #Regierung bilden konnte und auch den Reichskanzler nicht abwählen konnte. Die Stellung von Kaiser und Reichskanzler war institutionell unangreifbar und von Preußen dominiert.
Zu diesen Grenzen der Demokratisierung kommt der ausschließende Nationalismus: „Den äußeren Feinden der Nation, allem voran dem „#Erbfeind“ #Frankreich, entsprachen als „Reichsfeinde“ im Innern alle Kräfte, die sich im autoritären, kleindeutsch-preußischen und protestantischen Nationalstaat nicht wiederfanden, die ihn ablehnten, weil er im Gegensatz zu ihren politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen stand. Das galt für #Katholiken, es galt für die #Arbeiterbewegung und für nationale Minderheiten wie #Polen, #Dänen oder frankophone #Elsässer, für die Anhänger der Welfen (…) und sehr bald auch schon für die deutschen #Juden. Sie alle verband die Stigmatisierung als Reichsfeinde, als „undeutsch“, der Vorwurf, durch nationale Unzuverlässigkeit die Einheit der Nation zu unterminieren und sie dadurch zu schwächen.“
Die Bedeutung des #Antisemitismus in Gesellschaft und Politik hebt Conze hervor, und er weist auf die immer weiter wachsende Rolle der Verbände im Kaiserreich hin. Sie haben den politischen Diskurs nachhaltig nach rechts gedrückt, und auch die Lebenswelt von Millionen Deutschen über mehrere Jahrzehnte bestimmt.
#Autoritarismus und #Nationalismus gingen einher mit #Imperialismus. Schon Mitte der 1880er Jahre annektierte das Kaiserreich den Großteil seiner #Kolonien. Deutschland unterwirft die besetzten Gebiete einer drei Jahrzehnte andauernden Ausbeutung und Unterdrückung bis hin zum #Völkermord. Die massive #Aufrüstung und immer aggressivere Provokationen führen schließlich zur vom Kaiser und den Militärs gewünschten Eskalation. Am Ende steht der Erste Weltkrieg.
Anschließend zeigt Conze, wie Christopher Clarks „Die Schlafwandler“ im Sinne der neurechten Historiker*innen den Diskurs bestimmt und ordnet die aggressiven Entschädigungsforderungen der #Hohenzollern kritisch ein.
Eckart Conze hat das wichtigste Buch zum 18. Januar 1871 vorgelegt, seine „geschichtspolitische Intervention“ zielt auf die Gegenwart, und er warnt für die Zukunft vor den neuen Deutschnationalen: „Nation ist in dieser Sichtweise kein demokratisches und kein freiheitliches Konzept individueller Zugehörigkeit und Teilhabe, sondern beruht auf der Unterscheidung von Gemeinschaft und Gemeinschaftsfremden.“ Er macht deutlich: Wer das Kaiserreich idealisiert, wendet sich gegen die Fundamente der Republik.
Conze ist allerdings naiv bei der Beurteilung der Kräfte, die die Restauration beharrlich vorantreiben. Es gibt eben nicht erst seit der Gründung der #AfD – als Partei der Deutschnationalen – reaktionäre Vorstöße. Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses mit dem Humboldt-Forum wird seit 2000 geplant, der Wiederaufbau der #Garnisonskirche seit 2004. 1999 führte Deutschland Krieg gegen Rest-#Jugoslawien, und es vergeht keine Woche ohne #Naziskandale in #Bundeswehr, #Polizei und #Geheimdiensten. Darauf gibt das Buch keine Antwort.
EUR 22,00
ISBN: 978-3-423-28256-7
2. Auflage
288 Seiten -
#Job #histodons #Kolonialgeschichte
Wiss. Mitarb. (d/m/w), Uni #Flensburg, Bereich #Geschichte & #Geschichtsdidaktik (Prof. Marc Buggeln), 3 Jahre befristet, inhaltlich an ein genehmigtes DFG-Projekt zur Steuer- und Haushaltspolitik in den deutschen #Kolonien gekoppelt (Habilitationsvorhaben wird unterstützt)
#colonialhistory #Kolonialismus #GermanHistory #Kaiserreich #colonialism
@histodons @historikerinnen @historyofeconomicsH-Soz-Kult https://www.hsozkult.de/job/id/job-137501