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#republik — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #republik, aggregated by home.social.

  1. Weil ich heute mehrfach dazu gefragt wurde:

    Schon die griechische Klassik unterschied das kindliche Begehren (egozentrischer Relativismus) vom jugendlichen Thymos (Ruhm- und Empörungssucht, Freund - Feind - Dualismus) und erst dem erwachsenen, weisen Logos (Vernunft, dialogischer Monismus).

    Entsprechend habe ich bereits im Februar 2025 vor der "KI-digitalen Thymokratie" gewarnt - also einer Herrschaftsform, in der die Massen von Konzern-Algorithmen in Richtung Faschismus & Führerkult getrieben ("thymotisiert") werden.

    Wir verwenden ja auch sonst griechische Begriffe wie Demokratie (demos = Volk, kratia = Macht) oder lateinische Begriffe wie Republik (res publica = öffentliche Sache), so dass ich mich damals für einen Rückgriff auf die europäische Philosophiegeschichte & gegen völlig neue Wortschöpfungen entschied.

    #Thymos #Logos #KI #Thymokratie #Demokratie #Republik #Griechisch #Latein #Begriffe #Begriffsarbeit #Dialog #Philosophie #Politikwissenschaft #Geschichte

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  2. #AI #Surveillance and #Freedom of #Speech
    Edward #Snowden, Marguerite Meyer (#Republik), Vikram Subramanian (ex. #Google) and Jaya Brekke (NYM)
    24. September, ETH #Zürich

  3. #AI #Surveillance and #Freedom of #Speech
    Edward #Snowden, Marguerite Meyer (#Republik), Vikram Subramanian (ex. #Google) and Jaya Brekke (NYM)
    24. September, ETH #Zürich

  4. #AI #Surveillance and #Freedom of #Speech
    Edward #Snowden, Marguerite Meyer (#Republik), Vikram Subramanian (ex. #Google) and Jaya Brekke (NYM)
    24. September, ETH #Zürich

  5. #AI #Surveillance and #Freedom of #Speech
    Edward #Snowden, Marguerite Meyer (#Republik), Vikram Subramanian (ex. #Google) and Jaya Brekke (NYM)
    24. September, ETH #Zürich

  6. #AI #Surveillance and #Freedom of #Speech
    Edward #Snowden, Marguerite Meyer (#Republik), Vikram Subramanian (ex. #Google) and Jaya Brekke (NYM)
    24. September, ETH #Zürich

  7. Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Morgen werden wir es wieder erleben:

    „Wenn ein Mediensystem kaputt ist, stürzt die Demokratie ab.“

    In der Sprache von Politikwissenschaft:

    „Die Publikative ist die Schwachstelle jeder größeren, demokratischen Republik.“

    Sehr hörenswert ist auch der verlinkte WDR-Podcast zu San Marino, der ältesten Republik der Welt (gegründet 301 n. Chr.).

    Und leider ist die „Brandstifter“-Ansage nicht mehr metaphorisch - zwei Pressefotografen haben für verkaufbare Bilder ernsthaft Brände gelegt!

    #Medien #Medienethik #Publikative #Republik #SanMarino #BundesRepublik #Deutschland

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  8. RE: flipboard.com/@tagesspiegel/ta

    Habe ja neulich erst dazu gebloggt & gepodcastet, wie skrupellose Journalisten aus der sensationsgierigen Publikative der Weimarer Republik den ersten & dann auch letzten demokratischen Reichspräsidenten Friedrich Ebert (SPD) gezielt diffamierten. Auch die Judikative versagte in der Verteidigung der Menschenwürde & damit auch der demokratischen Republik gegenüber dem Faschismus:

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

    Entsprechend schloss ich: „Die Publikative ist die Schwachstelle jeder größeren Republik.“

    Dazu hat mich jedoch gerade diese Nachricht 👇erschüttert: Zwei „freie Journalisten“ haben laut Gerichtsurteil gefährliche Brände gelegt (!!), um verkaufbare Fotos zu schießen. 🔥😔

    Da wurden Menschen & Mitwelt für medialen & finanziellen Profit gezielt geschädigt! Buchstäblich: Brandstiftung durch Journalismus!

    Im Wintersemester lehre ich ja wieder Berufs- & Medienethik am KIT Karlsruhe & werde das ansprechen (müssen).

    #Medien #Medienethik #Presse #Fotografie #Fotos #Publikative #Deutschland #Republik #Brandstiftung

  9. Herzlichen Dank, @ElisabethK 🙏

    Das erstaunlich breite Interesse an zunächst trocken wirkenden Begriffen wie Gewaltenteilung und Fraktionsdisziplin, Republik und Publikative motiviert mich ungemein. Und wenn das Fediversum die Zusammenhänge doch schon so gut begreift, besteht ja vielleicht auch noch Hoffnung für die Berliner Hauptstadtblase? 😌🇩🇪🇪🇺📚🌈

    Dir Dank für Deine Beiträge & Ermutigungen, liebe Elisabeth!

    #Begriffe #Begriffsarbeit #Gewalten #GewaltenTeilung #FraktionsDisziplin #FraktionsZwang #Republik #Publikative #Fediversum #Dialog #Politik #Demokratie

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  10. @DC4DD @Nowhereman

    Vielen Dank & es ist, wie Ihr gepostet habt: Schon der Begriff Republik (von lat. res publica = öffentliche Angelegenheit) verweist auf Transparenz und Dialog.

    Wenn jedoch Gesetzentwürfe in nichtöffentlichen Beratungen nur mit Lobbyisten ausgearbeitet und dann durchs gewählte Parlament gedrückt werden, dann werden die republikanischen, parlamentarischen und demokratischen Ideen geradezu verhöhnt.

    Auch kommt unabhängige Expertise wie die wissenschaftliche Scientikative (z.B. der Klimarat) viel mehr und besser zur Geltung, wenn die Fachleute zu öffentlichen, parlamentarischen Diskussionen angehört werden.

    Hier ist die Bundespolitik (Partei-übergreifend) mimetisch falsch vom Grundgesetz abgebogen. Und verliert auch deswegen immer mehr an Vertrauen.

    #Republik #Demokratie #Gewaltenteilung #Gesetzgebung #Legislative #Exekutive #Publikative #Scientikative #Bundesrepublik #Deutschland

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  11. @JoachimJakobs

    Die Beobachtung, dass mediale Gewalt auch zur Diffamierung politischer Gegner dient, teile ich ausdrücklich.

    Hier ein Podcast - Deep Dive zum sog. „Badebild“, mit dem der erste & dann auch letzte, demokratische Reichspräsident Friedrich Ebert (SPD) am Tag seiner Vereidigung angegriffen wurde. 🤔👇🔥

    #Medien #Gewalt #Geschichte #Ebert #SPD #Badefoto #Badebild #Politik #Republik #Publikative

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  12. @angeldruckt

    Danke der Nachfrage: Die neu übernommene „Berliner Zeitung“ ist zu unterscheiden von der von „Berliner Illustrirte Zeitung“ (BIZ), die #onthisday am 21. August 1919 das fatale „Badebild“ abdruckte, das Friedrich Ebert (SPD) am Tag seiner Vereidigung als (erster & letzter…) demokratischer Reichspräsident der jungen Republik diffamierte.

    Diese wurde nach einer letzten Blüte bis in die 1930er Jahre gleich 1933 von den Nazis gleichgeschaltet & erlosch dann 1945.

    Der von den Nazis entlassene Chefredakteur Kurt Korff hatte bei Ebert übrigens noch um Entschuldigung wegen des „Badefotos“ gebeten und versichert, es sei gegen seine Absicht während seines Urlaubs abgedruckt worden.

    Auch die Wissenschaft konnte bisher die genaueren Umstände zu dieser fatal falschen Entscheidung aus der Publikative gegen die junge Republik nicht mehr aufklären.

    #Medien #Mediengeschichte #Berlin #BIZ #Badebild #Badefoto #Ebert #Korff #Republik #Faschismus #Publikative

    de.wikipedia.org/wiki/Berliner

  13. Danke & genau so ist es, @angeldruckt

    Zumal eben mit der fossilen Industrialisierung samt der Entstehung von Konzernen und Konzernmedien ein verhängnisvoller Drall zum Autoritären entstand: Fossilisten haben bis heute weit mehr Geld, um über Medien (Publikative) Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen. Auch deswegen werden so viele Menschen dazu gebracht, gegen ihre eigenen Interessen zu wählen…

    #Medien #Politik #Republik #Publikative #Legislative #Exekutive #Fossilismus #Medienbildung #Geschichte

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  14. #art #Basel #museum #firsthomosexuals #marcbauer
    Ich weiss nicht mehr wo, #woz oder #republik habe ich gelesen, wie unkritisch die Ausstellung "The First Homosexuals" sei, und ja, muss ich zustimmen. Lumière-Film mit N-Wort im Titel? Hmmmm...
    Hingegen ist der Raum des Schweizer Künstlers Marc Bauer beeindruckend. Bravo.

  15. Freue mich sehr über den Erfolg der Sängerin #YuvalRaphael aus #Israel beim internationalen #ESC - Publikum in #Basel.

    Und für alle Deppen, die nicht zwischen einem Volk und einer Regierung unterscheiden wollen - einige derzeitige, ultraorthodoxe Regierungsparteien lehnen das öffentliche Singen und mediale Abbildungen von Frauen sogar ab!

    Wer für #NewDayWillRise gestimmt hat, stimmte für eine demokratische, säkulare, vielfältige und friedfertige #Republik ! scilogs.spektrum.de/natur-des-

  16. Nachdem diese weirde "#Republik" #Diskussion hinter uns liegt & wir alle weiterziehen können, ändere ich meine #Meinung dahingehend, dass die von #Trump / #Musk angestrebte #Regierungsform (#RegimeType) in den #USA nicht #Diktatur, sondern #Junta ist.

    Was allerdings eine, zumindest temporäre, Form von #PowerSharing voraussetzt, weswegen dieser Zustand angesichts der Akteure instabil bleibt.

    Interessant ist das explizite Ziel der neuen Junta den #Staat zu schwächen.

    socialsci.libretexts.org/Books

    .

  17. Es geht bei uns heute so wenig um eine #Demokratie, eine #Republik der Menschen, außer in der Sonntagsreden und Feierstunden, es geht um Geschäfte, Land und Einfluss, selten auch mal um Hunger, Fisch und Korn: das amerikanische und das britische #Wahlsystem sind unsinnige Lobby-Strukturen geworden wie die korrupten #Lobby-#Parlamente bei uns und in den meisten Ländern, die sich Demokratie nennen.

    Endlich die "geschäfte des herrn Julius Cäsar" von #BertBrecht gelesen ...
    culturejammingtheater.blogspot

  18. 70 Jahre Schlacht um Điện Biên Phủ: Niederlage Frankreichs

    Am 8. Mai vor 70 Jahren endete die Schlacht um Điện Biên Phủ. Sie "gilt als die entscheidende Schlacht des Französischen #Indochinakrieges zwischen den Streitkräften Frankreichs einschließlich der Fremdenlegion und den Truppen der vietnamesischen #Unabhängigkeitsbewegung Việt Minh. Der Kampf um die französische Festung im Kreis Điện Biện nahe der damaligen Kreisstadt Điện Biên Phủ begann am 13. März 1954 und endete am 8. Mai mit der Niederlage der Franzosen, die das Ende des französischen Kolonialreiches in Indochina besiegelte (ehemals Französisch-Indochina, heute #Vietnam, #Laos und #Kambodscha). Den Việt Minh gelang es vor allem durch menschliche Arbeitskraft, die notwendige Logistik für eine Artillerieüberlegenheit gegenüber den aus der Luft versorgten Franzosen herzustellen. Dadurch konnten sie die #Franzosen, die mit einer solchen Leistung ihrer Gegner nicht gerechnet hatten, größtenteils von der Luftversorgung abschneiden und nach wenigen Monaten die Befestigungen um Điện Biên Phủ einnehmen. Ein großer Teil der in Gefangenschaft geratenen Soldaten starb in Gewahrsam der Việt Minh."

    Zur ergänzenden Lektüre empfehlen wir den Artikel "Die größte Schlacht. Vom Kriegsschauplatz zum Gedenkort und Touristenmagnet. Dien Bien Phu vor 70 Jahren und heute" von Hellmut Kapfenberger. Er war zwischen 1970 und 1973 für den Allgemeinen Deutschen Nachrichtendienst (ADN), der Nachrichtenagentur der DDR, und für Neues Deutschland Korrespondent in Hanoi. Er ist Autor des Buchs »Vietnam 1972. Ein Land unter Bomben. Mit Notizbuch und Kamera im Norden unterwegs«, das im vergangenen Jahr im Verlag Wiljo Heinen erschien.

    "In der Sozialistischen #Republik Vietnam wird schon seit Anfang März in vielfältiger Weise des Sieges in der Schlacht von Dien Bien Phu am 7. Mai 1954 gedacht. Nicht nur am Schauplatz jenes dramatischen Geschehens nahe der Grenze zu Laos, sondern auch an vielen anderen Orten des gebirgigen vietnamesischen Nordwestens, die seinerzeit als Hinterland eine wichtige Rolle beim Sieg über ein kampfstarkes französisches #Expeditionskorps spielten, wie überhaupt im ganzen Land lebt die Erinnerung daran, dass vor 70 Jahren die 1945 errungene, von #Frankreich sofort in Frage gestellte #Unabhängigkeit der einstigen indochinesischen Kolonie unter großen Opfern bewahrt werden konnte.

    Nach 55 Tagen und Nächten schwerer, für beide Seiten verlustreicher Kämpfe mit #Artilleriekanonaden, #Bombenangriffen und erbitterten #Gefechten am Boden, schwiegen an jenem Tag Anfang Mai auf der Hochebene der Gebirgsprovinz Lai Chau die Waffen. Der extrem dünn besiedelte Landstrich etwa 200 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Hanoi mit dem kleinen Ort Dien Bien Phu als Zentrum war von Granaten und Bomben umgepflügt, mit #Leichen bedeckt, von #Kriegsschrott aus Stahl und Beton übersät. Ruhe lag nun über dem Ort wochenlangen Gemetzels. An drei Seiten von schroffen, dicht bewachsenen Bergen gerahmt, nur zur nördlichsten laotischen Provinz Phongsali hin halbwegs problemlos zugänglich, war das Terrain zum Schauplatz der entscheidenden und schwersten Schlacht zwischen dem französischen Expeditionskorps und der vietnamesischen Volksarmee geworden. Ihr Ausgang markierte das Ende des französischen Rückeroberungsfeldzugs.

    70 Jahre später ist Dien Bien Phu ein #Touristenmagnet. Heute kommen jährlich Hunderttausende einheimische und ausländische Besucher, im vorigen Jahr waren es schon fast eine Million, auch hochbetagte vietnamesische und französische Kriegsveteranen. Die stetig wachsende Stadt Dien Bien Phu ist zum Hauptort der seit 2003 bestehenden wirtschaftlich prosperierenden Provinz Dien Bien geworden. Deren nunmehr rund 630.000 Einwohner setzen sich zu mehr als 80 Prozent aus Thai, Hmong (Meo), Dao und 16 weiteren ethnischen Minderheiten zusammen und siedeln auf einer Fläche von rund 8.500 Quadratkilometern.
    Frankreichs Festung

    Frankreichs Präsident Charles de Gaulle hatte Ende 1946 mit logistischer Unterstützung #Großbritanniens ein von den USA ausgerüstetes Expeditionskorps formiert und in Marsch gesetzt. Die #Militäroperation erfolgte in der Absicht, die 1945 verlorene, im Gefolge der siegreichen #Augustrevolution zur Demokratischen Republik #Vietnam (DRV) gewordene indochinesische Kolonialdomäne zurückzuerobern. Allmählich tief in das Land vorgestoßen, geriet die auch aus afrikanischen #Kolonialtruppen und etlichen deutschen #Fremdenlegionäre​n bestehende Streitmacht nach einigen Jahren in eine äußerst prekäre Lage. Den jungen, von der Bevölkerung tatkräftig unterstützten und stetig erstarkenden Streitkräften der #DRV gelang es im Laufe der Zeit trotz deutlicher materieller Unterlegenheit mehr und mehr, den Eindringlingen Kämpfe aufzuzwingen und Niederlagen zu bereiten. Immer größere Teile des Landes von den Küstenebenen bis in die Tiefen des nördlichen Hochgebirges an der Grenze zu China und nahe der Grenze zu Laos konnten sie freikämpfen. Auch große Gebiete des angrenzenden laotischen Nordens gingen für die Aggressoren verloren. Das am Ende fast gänzlich von den USA finanzierte Vorhaben einer neokolonialen #Rückeroberung drohte zu scheitern. In dieser für Frankreich bedrohlichen Lage rückte Dien Bien Phu ins Zentrum, gelegen in einer Region allerdings, die für die Eindringlinge auf dem Landweg nur noch von Laos aus erreichbar war.

    Die Gegend mit einem Anfang der 1940er Jahre von den Japanern nach der Eroberung Indochinas angelegten kleinen Feldflugplatz war bis dahin vom Krieg unberührt geblieben. Gemäß strategischer Überlegungen auf beiden Seiten sollte dieses Terrain mit einer Ausdehnung von etwa 20 mal acht Kilometern – erst seit November 1953 mit der Landung von #Fallschirmjäger​n in französischer Hand – nun zum Austragungsort einer möglichst entscheidenden militärischen Auseinandersetzung werden. Aus französischer Sicht gab es für den Plan, Vietnams Truppen einen vernichtenden Schlag zu versetzen, in den wenigen noch selbst kontrollierten Gebirgsgebieten keinen besser geeigneten Ort mehr. Zudem meinte man, so die Kontrolle zunächst über #Vietnam​s Nordwesten und den laotischen Norden zurückgewinnen zu können, um darauf aufbauend allmählich wieder in die Offensive zu gelangen. Das Kommando des Expeditionskorps und hochrangige US-amerikanische Berater im noch okkupierten #Hanoi entschieden, im Raum Dien Bien Phu mit demonstrativer Offenheit eine waffenstarrende Stützpunktfestung zu errichten und die Vorbereitung einer Offensive vorzutäuschen. Das Kalkül war, wie später aktenkundig wurde, Vietnams Armeeoberkommando unter General Vo Nguyen #Giap zur Verlegung der Hauptkräfte der Volksarmee in dieses Gebiet zu verleiten. In der nur schwer zugänglichen, wilden, teils von undurchdringlicher Vegetation überwucherten Gebirgswelt, die kaum Manövriermöglichkeiten bot, wollte man sie mit konzentriertem Artilleriefeuer und massiven Luftschlägen zermalmen, davon überzeugt, an diesem Ort die weitaus besseren Karten zu besitzen.

    Über eine #Luftbrücke, wie sie Indochina noch nie erlebt hatte, wurden ab Dezember 1953 gewaltige Mengen Baumaterial und -gerät, schwere Waffen und Tausende #Soldaten herangeschafft. Auf der Hochebene entstand der größte #Stützpunktkomplex in Indochina mit zwei leistungsstarken Feldflugplätzen. Die französischen Militärs und amerikanische Berater schätzten ihn als uneinnehmbar ein. Ende März waren in den mit Bunkern gespickten, von Grabensystemen durchzogenen, mit Minenfeldern und kilometerlang mit Stacheldraht gesicherten drei inneren Sektoren und in den stark befestigten Außenforts auf umliegenden Bergen 17 Infanterie- und drei Artilleriebataillone, Pioniertruppen, Panzereinheiten, Kampf-, Transport- und Aufklärungsflugzeuge konzentriert. Das Expeditionskorps hatte rund 20.000 Mann seiner schlagkräftigsten Einheiten zusammengezogen. Sein Chef General Henri #Navarre tönte: »Nur in Dien Bien Phu und nirgendwo sonst werden wir den Sieg erringen.« Bei einer Blitzvisite vor Ort zeigte sich der Oberkommandierende der US-Streitkräfte im pazifischen Raum, General John O’Daniel, hinsichtlich der Perspektiven der geplanten Schlacht »enthusiastisch«. US-Vizepräsident Richard Nixon und Außenminister John Foster Dulles kreuzten in Hanoi auf. Im Golf von Bac Bo (Tonkin) gingen auf der Höhe der Hafenstadt Haiphong zwei Flugzeugträger vor Anker. (...)"

    trueten.de/archives/13203-70-J