#herbertreul — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #herbertreul, aggregated by home.social.
-
Live-Überwachung FDP legt Beschwerde gegen NRW-Verfassungsschutzgesetz ein
Kritik an NRW-Landesregierung FDP legt Beschwerde…
#Karlsruhe #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #AfD #Baden-Württemberg #Befugnis #Beschwerde #Bundesverfassungsgericht #EuropäischesParlament #FDP #Germany #HenningHöne #HerbertReul #Nordrhein-Westfalen #Polizei #SPD #Überwachungskamera #Verfassungsschutz #Verfassungsschutzgesetz
https://www.europesays.com/de/1033928/ -
Das NRW-Innenministerium hat in 2025 mehr Weltkriegsbomben gefunden als im Vorjahr. Es wird mehr gebaut.#WDR #Innenministerium #Bomben #Weltkrieg #Entschärfung #HerbertReul #NRW #Politik
Warum in NRW mehr Blindgänger gefunden wurden -
Das NRW-Innenministerium hat in 2025 mehr Weltkriegsbomben gefunden als im Vorjahr. Es wird mehr gebaut.#WDR #Innenministerium #Bomben #Weltkrieg #Entschärfung #HerbertReul #NRW #Politik
Warum in NRW mehr Blindgänger gefunden wurden -
Das NRW-Innenministerium hat in 2025 mehr Weltkriegsbomben gefunden als im Vorjahr. Es wird mehr gebaut.#WDR #Innenministerium #Bomben #Weltkrieg #Entschärfung #HerbertReul #NRW #Politik
Warum in NRW mehr Blindgänger gefunden wurden -
Das NRW-Innenministerium hat in 2025 mehr Weltkriegsbomben gefunden als im Vorjahr. Es wird mehr gebaut.#WDR #Innenministerium #Bomben #Weltkrieg #Entschärfung #HerbertReul #NRW #Politik
Warum in NRW mehr Blindgänger gefunden wurden -
Gelsenkirchen: Sparkassenkunden demonstrieren für vollen Schadenersatz – Panorama
Rund 300 enttäuschte Kunden und Angehörige haben nach dem Millionen-Einbruch in eine Gelsenkirchener Sparkasse in der Innenstadt demonstriert…
#Gelsenkirchen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #BankenundFinanzindustrie #CDU #Germany #HerbertReul #Kriminalität #Nordrhein-Westfalen #Panorama #Sparkasse #SüddeutscheZeitung
https://www.europesays.com/de/1001531/ -
Ein wichtiges Polizeigelände in Wuppertal soll endlich saniert werden. Innen- und Finanzministerium haben ihren Streit beigelegt.#WDR #Politik #Landespolitik #NRW #Innenministerium #HerbertReul #Finanzministerium #MarcusOptendrenk #Polizei #Liegenschaften
Enorme Kosten: Wichtiges Polizeigebäude in Wuppertal soll saniert werden -
Ein wichtiges Polizeigelände in Wuppertal soll endlich saniert werden. Innen- und Finanzministerium haben ihren Streit beigelegt.#WDR #Politik #Landespolitik #NRW #Innenministerium #HerbertReul #Finanzministerium #MarcusOptendrenk #Polizei #Liegenschaften
Enorme Kosten: Wichtiges Polizeigebäude in Wuppertal soll saniert werden -
Ein wichtiges Polizeigelände in Wuppertal soll endlich saniert werden. Innen- und Finanzministerium haben ihren Streit beigelegt.#WDR #Politik #Landespolitik #NRW #Innenministerium #HerbertReul #Finanzministerium #MarcusOptendrenk #Polizei #Liegenschaften
Enorme Kosten: Wichtiges Polizeigebäude in Wuppertal soll saniert werden -
Ein wichtiges Polizeigelände in Wuppertal soll endlich saniert werden. Innen- und Finanzministerium haben ihren Streit beigelegt.#WDR #Politik #Landespolitik #NRW #Innenministerium #HerbertReul #Finanzministerium #MarcusOptendrenk #Polizei #Liegenschaften
Enorme Kosten: Wichtiges Polizeigebäude in Wuppertal soll saniert werden -
https://www.europesays.com/at/129502/ 1.200 Beamte im Einsatz: Großrazzia gegen „Hells Angels“ – VOL.AT #Deutschland #HellsAngels #HerbertReul #Innenministerium #Kriminalität #Leverkusen #Nachrichten #News #NRW #OrganisierteKriminalität #Politik #Polizei #Razzia #Rockerkriminalität #Schlagzeilen #Welt #World #WorldNews
-
Anschlag in ICE: Reul dankt mutigen Männern für Eingreifen
#Bahnhof #Bundespolizei #HerbertReul #ICE #NRW #Polizei #Siegburg #SiegburgBonn
https://bahnblogstelle.com/253371/anschlag-in-ice-reul-dankt-mutigen-maennern-fuer-eingreifen/
-
Aachen: NRW-Innenminister Herbert Reul dankt Helfern nach ICE-Anschlag
Täter aus Aachen Herbert Reul dankt Helfern nach Anschlag in ICE 27.04.2026 – 07:55 UhrLesedauer: 2 Min. Polizisten…
#Aachen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #"Siegburg" #100137924 #CDU #DeutschePresse-Agentur #FrankfurtamMain #Germany #HerbertReul #ICE #Köln-Deutz #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Sprengstoff #Zug
https://www.europesays.com/de/976107/ -
Automatisierte Datenanalyse in NRW: Palantir-Gesetz nicht verfassungskonform
Die Datenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen geht mit der im neuen Polizeigesetz geregelten automatisierten Datenanalyse hart ins Gericht. In ihrem Tätigkeitsbericht bezweifelt sie die Rechtmäßigkeit der Norm, die den Einsatz von Palantir-Software erlaubt. Der NRW-Innenminister Herbert Reul liebäugelt mit Palantir-Alternativen.
Einige Regelungen im neuen Polizeigesetz von Nordrhein-Westfalen durchbrechen den Grundsatz der Zweckbindung. Das schreibt die Datenschutzbeauftragte von Nordrhein-Westfalen, Bettina Gayk, in ihrem am Freitag veröffentlichten 31. Tätigkeitsbericht für 2025. Sie begründet darin ihre „Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit“ des Gesetzes. „Trotz mehrfacher Intervention“ wurden ihre Einwände jedoch „im Gesetzgebungsverfahren nicht berücksichtigt“. Viel deutlicher hätte die Datenschutzbeauftragte zur Ignoranz ihrer Expertise durch die Landesregierung nicht werden können.
Nach mehreren Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts in den letzten Jahren musste Nordrhein-Westfalen sein Polizeigesetz anpassen. Auch für die darin geregelte automatisierte Datenanalyse machte Karlsruhe im Februar 2023 neue detaillierte Vorgaben.
Der etwas sperrige Rechtsbegriff „automatisierte Datenanalyse“ beschreibt die übergreifende Auswertung von polizeilichen Datensammlungen, die in NRW mit Hilfe des US-Konzerns Palantir vollzogen wird. Innenminister Herbert Reul (73, CDU) hatte in einem Interview mit dem Merkur im Sommer 2025 erklärt, bei dem Anbieter zunächst bleiben zu wollen. Der Fünf-Jahres-Vertrag mit Palantir wurde dann zwar verlängert, aber nur bis Oktober 2026.
Gayks Kritik bezieht sich auch auf den Konzern, vor allem aber richtet sie sich gegen die rechtlichen Regelungen: Die polizeilichen Befugnisse bei der Datenanalyse in NRW wurden nach dem Palantir-Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht etwa beschnitten, sondern beträchtlich ausgebaut und erlauben nun beispielsweise auch „KI“-Training. Diese erheblich erweiterten Analysebefugnisse im Polizeigesetz (§ 23 Abs. 6) wurden vom Landtag bereits beschlossen.
„Sogar noch einmal verschärft“
Gayk kritisiert in der Pressemitteilung zu ihrem Tätigkeitsbericht, den sie NRW-Landtagspräsident André Kuper (CDU) übergab, den generellen Trend zu „ungezügelter Datennutzung“. Zudem würden Gesetze „teils im Eilverfahren verabschiedet“, so dass der Schutz der Grundrechte „nicht mit der notwendigen Sorgfalt berücksichtigt“ werde.
Beim Polizeigesetz wird Gayk in ihrem Tätigkeitsbericht besonders deutlich. Denn „schon beim ursprünglichen Text des PolG NRW“ wären „gesetzliche Ergänzungen“ notwendig gewesen. Das hätte sie auch in ihrer damaligen Stellungnahme deutlich gemacht. Die Verantwortlichen ignorierten die Expertise ihrer Datenschutzbeauftragten. Gayk schreibt:
Doch die Landesregierung ist darauf nicht nur nicht eingegangen – sie hat im überarbeiteten PolG NRW das Eingriffsgewicht möglicher polizeilicher Datenanalysen sogar noch einmal verschärft. Das hat zur Folge, dass das neue Gesetz erst recht nicht die Anforderungen an eine verfassungskonforme Norm erfüllen dürfte.
Denn nach den neuen Befugnissen dürfen nicht nur „Beziehungen oder Zusammenhänge zwischen Personen, Personengruppierungen, Institutionen, Organisationen, Objekten und Sachen hergestellt werden“, sondern auch „selbstständig arbeitende oder selbstlernende Systeme“ eingesetzt werden. Damit sind kaum eingegrenzte Formen von Software-Auswertungen gemeint, auch mit sogenannter „Künstlicher Intelligenz“. Polizeiliche Daten aus Registern oder Fahndungssystemen können beispielsweise mit Telekommunikationsdaten und vielen weiteren Datenarten verknüpft und automatisiert ausgewertet werden.
All dies hatte Gayk auch „zusätzlich in einer an den Landtag NRW gerichteten Stellungnahme deutlich gemacht“. Doch auch im Landtag fruchteten ihre Argumente nicht: „Keiner dieser Hinweise wurde im Gesetzgebungsverfahren berücksichtigt.“
Die Datenschutzbeauftragte ruft dabei ins Gedächtnis, dass bei der ersten Einführung der Datenanalyse in NRW noch besonders betont worden sei, „dass dieser Eingriff keine große Intensität aufweise – da KI gerade nicht zum Einsatz komme“. Jetzt hingegen sei nicht nur der Einsatz von „KI“ erlaubt, sondern sogar das „KI“-Training.
Im Jahr 2022 wurde im Polizeigesetz die Rechtsgrundlage für die Datenanalyse geschaffen, die in NRW den Namen DAR (Datenbankübergreifende Analyse- und Recherche) trägt und von Palantir schon seit 2019 für mindestens 39 Millionen Euro bereitgestellt wird. Seit dem Bohei um „KI“ wirbt der journalistenfeindliche Konzern mit bizarrer politischer Agendadamit, dass auch seine Software Künstliche Intelligenz beinhalte.
Software-Training
Die neue Regelung zum „KI“-Training enthält die Erlaubnis zur „Entwicklung, Überprüfung, Änderung oder zum Trainieren von IT-Produkten“. Das werfe zusätzliche Probleme auf, wenn die Polizei NRW dazu gespeicherte echte Daten von Menschen verwenden darf. Denn die Norm sehe „so gut wie keine Einschränkungen oder Voraussetzungen vor“, so Gayk. Zwar sollen die in das Training einfließenden Daten grundsätzlich anonymisiert werden. Aber das wurde ausgehebelt durch den Zusatz, dass die Anonymisierung auch unterbleiben kann, wenn sie „voraussichtlich mit einem hohen Aufwand verbunden“ ist.
Die Datenschutzbeauftragte hatte im Gesetzgebungsprozess gefordert, dass keine identifizierenden Informationen in das Software-Training einfließen sollen. Schließlich sei „die KI darauf ausgelegt“, Zusammenhänge zwischen Daten zu erkennen. Die könnten auch dann hergestellt werden, wenn der Name weggelassen würde. „Eine Anonymisierung gestaltet sich damit generell schwierig“, so Gayk.
Doch sie blieb auch mit diesem Einwand ungehört. Die NRW-Datenschützerin senkt nun zum „KI“-Training klar den Daumen:
Insgesamt sind im Gesetz nicht ansatzweise ausreichende Maßnahmen geregelt, um den mit der Nutzung zu Trainingszwecken einhergehenden Risiken […] angemessen zu begegnen.
Umdenken bei Herbert Reul
Neben diesen rechtlichen Bedenken beim „KI“-Training weisen Juristen schon länger auf das Problem, dass durch die Zusammenarbeit mit dem US-Konzern Palantir Polizeidaten in die Vereinigten Staaten abfließen könnten. Auch die NRW-Datenschutzbeauftragte betont in ihrem Bericht, dass sie die Landesregierung darauf hingewiesen hätte, „dass der Programmanbieter der US-amerikanischen Gesetzgebung unterliegt“. Gayk macht deutlich, dass zwei US-Gesetze hier einschlägig wären, nämlich der US CLOUD Act aus dem Jahr 2018 und der US Foreign Intelligence Surveillance Act. Diese böten US-Behörden „weitreichende Möglichkeiten, auf die Daten des Anbieters zuzugreifen“:
Da das Programm den Polizeidatenbestand nahezu vollständig einbezieht, würde dieser Datenbestand dann, wenn er im Zusammenhang mit KI-Training auch dem Programmanbieter zur Verfügung steht, nicht kontrollierbaren Zugriffen der US-Behörden unterliegen.
An dem seit 2017 amtierenden Innenminister Herbert Reul scheinen solche Hinweise nicht mehr gänzlich abzuprallen. Denn dass in NRW weiter mit Palantir zusammengearbeitet wird, ist nicht mehr ausgemacht. Der Widerstand gegen den US-Konzern ist zwischenzeitlich wohl zu deutlich gewachsen.
Reul sucht nun eine neue Analysesoftware für die Polizei, wie die dpa am Wochenende meldete. Denn Mitte Oktober läuft der Vertrag mit Palantir aus. Offenbar hat das vom US-Konzern und auch von deutschen Polizeianwendern gern besungene fast mythische Ansehen der Palantir-Software, der aktuell kein anderer Anbieter im Markt funktional das Wasser reichen kann, einige Kratzer bekommen.
An Gayks Einschätzungen zur Rechtmäßigkeit der gesetzlichen Regelungen zur automatisierten Datenanalyse in NRW ändert ein möglicher neuer Vertragspartner aber nichts. Denn ihre Kritik richtet sich gegen die außerordentlich weitgehenden Befugnisse, nicht nur gegen den Anbieter.
Constanze Kurz ist promovierte Informatikerin, Autorin und Herausgeberin von Büchern, zuletzt Cyberwar. Ihre Kolumne „Aus dem Maschinenraum“ erschien von 2010 bis 2019 im Feuilleton der FAZ. Sie lebt in Berlin und ist ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie war Sachverständige der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags. Sie erhielt den Toleranz-Preis für Zivilcourage und die Theodor-Heuss-Medaille. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
-
Politisch motivierte Straftaten haben im vergangenen Jahr in NRW zugenommen. Der Verfassungsschutz sieht auch Risiken durch KI.#WDR #Verfassungsschutzbericht #2025 #HerbertReul #JürgenKayser #Extremismus #Politik #Landespolitik #NRW
Verfassungsschutzbericht vorgestellt: NRW meldet mehr Extremismus und neue KI-Gefahren -
Andreas Bollenbach offiziell zum neuen Polizeipräsidenten ernannt
Offizielle Amtseinführung „Ein echtes Pfund“: Das ist Aachens neuer Polizeipräsident 27.03.2026 – 12:28 UhrLesedauer: 1 Min…
#Aachen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100137924 #Amtseinführung #AndreasBollenbach #DirkWeinspach #Germany #HerbertReul #Herbst #KrönungssaaldesAachenerRathauses #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Polizeipräsidium
https://www.europesays.com/de/900952/ -
Seine starke Deckungsarbeit könnte Ministerpräsident Wüst (NRW) einholen
Eines Tages? Oder schon bald? Unvergesslich für mich, wie unsichtbar er als verantwortlicher Landesverkehrsminister war, als eine Frau von einer umstürzenden Autobahnwand in der Nähe von Köln getötet wurde. Wüst war der politische Vorgesetzte des seinerzeit noch zuständigen Landesbetriebs “StrassenNRW”, der mittlerweile in der Autobahn GmbH aufgegangen ist. Geschadet hat es ihm kein bisschen. Sind dabei mögliche Verantwortungsspuren verdunkelt worden? Wer mag denn immer nur Böses unterstellen?
Wie kommichdrauf? Im Februar blies der WDR einen intriganten Durchstich gegen Landesinnenminister Reul, der nach diesem Job nichts mehr werden will, gross als “Exklusiv-Recherche” auf. Es handelt sich um einen internen Konflikt zwischen diversen Landesbehörden und Betrieben (Polizei, BLB), der offenbar gezielt aufgeblasen wurde, um Reul auf diese mafiöse Art und Weise wenig diskret irgendwas mitzuteilen, was uns als Öffentlichkeit nichts angehen soll.
Mit Reul habe ich wahrlich innenpolitisch eher Meinungsverschiedenheiten, als dass ich Gemeinsamkeiten entdecken kann. Weil er nichts mehr werden will, könnte er u.U. intern dazu neigen, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. Der ist nicht mehr form- und disziplinierbar. Und seinen Widerpart in diesem “exklusiven” Scheincoup des WDR, den “Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW” (BLB) habe ich in meiner – zugegeben polemisch zuspitzenden – persönlichen Erinnerung eher als Bestandteil der organisierten Kriminalität in Erinnerung. Einer der besten Grünen-Juristen, gegen den ich noch selbst Fussball gespielt habe, Uwe Günther, war an seiner Konstruktion beteiligt, und hat sich noch gerade rechtzeitig entfernt.
Hätte der damalige grüne Landesminister und Vize-Ministerpräsident Michael Vesper diesen Beschützer nicht gehabt, wäre es ihm vielleicht eines Tages auch so ergangen, wie jetzt der CDU-Ministerin Ina Scharrenbach. Wobei: die Fehler, die sie angeblich gemacht haben soll, machte Vollprofi Vesper sicher nicht – er war und ist eher der beratbare, ja wissbegierige Typ.
Allerdings sind die Chefinnen und Chefs mit den Scharrenbach vorgworfenen Fehlern eher die Mehrheit als eine kleine radikale Minderheit. Scharrenbachs Schwäche, noch potenziert durch ihre öffentlich bekannte Krebserkrankung, wird also instrumentalisiert für andere nichtöffentliche Zwecke. Die Medien spielen das lukrative Spiel lieber mit, als solche Hintergründe in mühseliger Arbeit zu recherchieren.
Und was macht der Chef von diesen Kabinettsmitgliedern? Wie damals auf der Autobahn: nichts. Garnicht erst in der Nähe von alldem gesehen oder gehört werden. Denn er will ja noch was werden. Er wird in Kürze erst 50. Der Bundeskanzler ist schon 70.
-
Seine starke Deckungsarbeit könnte Ministerpräsident Wüst (NRW) einholen
Eines Tages? Oder schon bald? Unvergesslich für mich, wie unsichtbar er als verantwortlicher Landesverkehrsminister war, als eine Frau von einer umstürzenden Autobahnwand in der Nähe von Köln getötet wurde. Wüst war der politische Vorgesetzte des seinerzeit noch zuständigen Landesbetriebs “StrassenNRW”, der mittlerweile in der Autobahn GmbH aufgegangen ist. Geschadet hat es ihm kein bisschen. Sind dabei mögliche Verantwortungsspuren verdunkelt worden? Wer mag denn immer nur Böses unterstellen?
Wie kommichdrauf? Im Februar blies der WDR einen intriganten Durchstich gegen Landesinnenminister Reul, der nach diesem Job nichts mehr werden will, gross als “Exklusiv-Recherche” auf. Es handelt sich um einen internen Konflikt zwischen diversen Landesbehörden und Betrieben (Polizei, BLB), der offenbar gezielt aufgeblasen wurde, um Reul auf diese mafiöse Art und Weise wenig diskret irgendwas mitzuteilen, was uns als Öffentlichkeit nichts angehen soll.
Mit Reul habe ich wahrlich innenpolitisch eher Meinungsverschiedenheiten, als dass ich Gemeinsamkeiten entdecken kann. Weil er nichts mehr werden will, könnte er u.U. intern dazu neigen, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. Der ist nicht mehr form- und disziplinierbar. Und seinen Widerpart in diesem “exklusiven” Scheincoup des WDR, den “Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW” (BLB) habe ich in meiner – zugegeben polemisch zuspitzenden – persönlichen Erinnerung eher als Bestandteil der organisierten Kriminalität in Erinnerung. Einer der besten Grünen-Juristen, gegen den ich noch selbst Fussball gespielt habe, Uwe Günther, war an seiner Konstruktion beteiligt, und hat sich noch gerade rechtzeitig entfernt.
Hätte der damalige grüne Landesminister und Vize-Ministerpräsident Michael Vesper diesen Beschützer nicht gehabt, wäre es ihm vielleicht eines Tages auch so ergangen, wie jetzt der CDU-Ministerin Ina Scharrenbach. Wobei: die Fehler, die sie angeblich gemacht haben soll, machte Vollprofi Vesper sicher nicht – er war und ist eher der beratbare, ja wissbegierige Typ.
Allerdings sind die Chefinnen und Chefs mit den Scharrenbach vorgworfenen Fehlern eher die Mehrheit als eine kleine radikale Minderheit. Scharrenbachs Schwäche, noch potenziert durch ihre öffentlich bekannte Krebserkrankung, wird also instrumentalisiert für andere nichtöffentliche Zwecke. Die Medien spielen das lukrative Spiel lieber mit, als solche Hintergründe in mühseliger Arbeit zu recherchieren.
Und was macht der Chef von diesen Kabinettsmitgliedern? Wie damals auf der Autobahn: nichts. Garnicht erst in der Nähe von alldem gesehen oder gehört werden. Denn er will ja noch was werden. Er wird in Kürze erst 50. Der Bundeskanzler ist schon 70.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Seine starke Deckungsarbeit könnte Ministerpräsident Wüst (NRW) einholen
Eines Tages? Oder schon bald? Unvergesslich für mich, wie unsichtbar er als verantwortlicher Landesverkehrsminister war, als eine Frau von einer umstürzenden Autobahnwand in der Nähe von Köln getötet wurde. Wüst war der politische Vorgesetzte des seinerzeit noch zuständigen Landesbetriebs “StrassenNRW”, der mittlerweile in der Autobahn GmbH aufgegangen ist. Geschadet hat es ihm kein bisschen. Sind dabei mögliche Verantwortungsspuren verdunkelt worden? Wer mag denn immer nur Böses unterstellen?
Wie kommichdrauf? Im Februar blies der WDR einen intriganten Durchstich gegen Landesinnenminister Reul, der nach diesem Job nichts mehr werden will, gross als “Exklusiv-Recherche” auf. Es handelt sich um einen internen Konflikt zwischen diversen Landesbehörden und Betrieben (Polizei, BLB), der offenbar gezielt aufgeblasen wurde, um Reul auf diese mafiöse Art und Weise wenig diskret irgendwas mitzuteilen, was uns als Öffentlichkeit nichts angehen soll.
Mit Reul habe ich wahrlich innenpolitisch eher Meinungsverschiedenheiten, als dass ich Gemeinsamkeiten entdecken kann. Weil er nichts mehr werden will, könnte er u.U. intern dazu neigen, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. Der ist nicht mehr form- und disziplinierbar. Und seinen Widerpart in diesem “exklusiven” Scheincoup des WDR, den “Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW” (BLB) habe ich in meiner – zugegeben polemisch zuspitzenden – persönlichen Erinnerung eher als Bestandteil der organisierten Kriminalität in Erinnerung. Einer der besten Grünen-Juristen, gegen den ich noch selbst Fussball gespielt habe, Uwe Günther, war an seiner Konstruktion beteiligt, und hat sich noch gerade rechtzeitig entfernt.
Hätte der damalige grüne Landesminister und Vize-Ministerpräsident Michael Vesper diesen Beschützer nicht gehabt, wäre es ihm vielleicht eines Tages auch so ergangen, wie jetzt der CDU-Ministerin Ina Scharrenbach. Wobei: die Fehler, die sie angeblich gemacht haben soll, machte Vollprofi Vesper sicher nicht – er war und ist eher der beratbare, ja wissbegierige Typ.
Allerdings sind die Chefinnen und Chefs mit den Scharrenbach vorgworfenen Fehlern eher die Mehrheit als eine kleine radikale Minderheit. Scharrenbachs Schwäche, noch potenziert durch ihre öffentlich bekannte Krebserkrankung, wird also instrumentalisiert für andere nichtöffentliche Zwecke. Die Medien spielen das lukrative Spiel lieber mit, als solche Hintergründe in mühseliger Arbeit zu recherchieren.
Und was macht der Chef von diesen Kabinettsmitgliedern? Wie damals auf der Autobahn: nichts. Garnicht erst in der Nähe von alldem gesehen oder gehört werden. Denn er will ja noch was werden. Er wird in Kürze erst 50. Der Bundeskanzler ist schon 70.
-
Seine starke Deckungsarbeit könnte Ministerpräsident Wüst (NRW) einholen
Eines Tages? Oder schon bald? Unvergesslich für mich, wie unsichtbar er als verantwortlicher Landesverkehrsminister war, als eine Frau von einer umstürzenden Autobahnwand in der Nähe von Köln getötet wurde. Wüst war der politische Vorgesetzte des seinerzeit noch zuständigen Landesbetriebs “StrassenNRW”, der mittlerweile in der Autobahn GmbH aufgegangen ist. Geschadet hat es ihm kein bisschen. Sind dabei mögliche Verantwortungsspuren verdunkelt worden? Wer mag denn immer nur Böses unterstellen?
Wie kommichdrauf? Im Februar blies der WDR einen intriganten Durchstich gegen Landesinnenminister Reul, der nach diesem Job nichts mehr werden will, gross als “Exklusiv-Recherche” auf. Es handelt sich um einen internen Konflikt zwischen diversen Landesbehörden und Betrieben (Polizei, BLB), der offenbar gezielt aufgeblasen wurde, um Reul auf diese mafiöse Art und Weise wenig diskret irgendwas mitzuteilen, was uns als Öffentlichkeit nichts angehen soll.
Mit Reul habe ich wahrlich innenpolitisch eher Meinungsverschiedenheiten, als dass ich Gemeinsamkeiten entdecken kann. Weil er nichts mehr werden will, könnte er u.U. intern dazu neigen, sich nicht mehr alles gefallen zu lassen. Der ist nicht mehr form- und disziplinierbar. Und seinen Widerpart in diesem “exklusiven” Scheincoup des WDR, den “Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes NRW” (BLB) habe ich in meiner – zugegeben polemisch zuspitzenden – persönlichen Erinnerung eher als Bestandteil der organisierten Kriminalität in Erinnerung. Einer der besten Grünen-Juristen, gegen den ich noch selbst Fussball gespielt habe, Uwe Günther, war an seiner Konstruktion beteiligt, und hat sich noch gerade rechtzeitig entfernt.
Hätte der damalige grüne Landesminister und Vize-Ministerpräsident Michael Vesper diesen Beschützer nicht gehabt, wäre es ihm vielleicht eines Tages auch so ergangen, wie jetzt der CDU-Ministerin Ina Scharrenbach. Wobei: die Fehler, die sie angeblich gemacht haben soll, machte Vollprofi Vesper sicher nicht – er war und ist eher der beratbare, ja wissbegierige Typ.
Allerdings sind die Chefinnen und Chefs mit den Scharrenbach vorgworfenen Fehlern eher die Mehrheit als eine kleine radikale Minderheit. Scharrenbachs Schwäche, noch potenziert durch ihre öffentlich bekannte Krebserkrankung, wird also instrumentalisiert für andere nichtöffentliche Zwecke. Die Medien spielen das lukrative Spiel lieber mit, als solche Hintergründe in mühseliger Arbeit zu recherchieren.
Und was macht der Chef von diesen Kabinettsmitgliedern? Wie damals auf der Autobahn: nichts. Garnicht erst in der Nähe von alldem gesehen oder gehört werden. Denn er will ja noch was werden. Er wird in Kürze erst 50. Der Bundeskanzler ist schon 70.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Der Verkehr in NRW bleibt gefährlich: Die Zahl der Toten sank nur leicht auf 479. Unfälle mit E-Scootern nahmen deutlich zu.#WDR #Politik #Landespolitik #NRW #Verkehrsunfallbilanz #Reul #HerbertReul #Innenminister #Drogen #E-Scooter #Autorennen
Verkehrsunfallbilanz 2025: Zahl der Toten nur leicht gesunken -
Ex-Ministerin Paul sagt zu Solinger Anschlag im Landtag aus | Haller Kreisblatt
Fast eineinhalb Jahre nach dem Start des Untersuchungsaussch…
#Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #"JosefinePaul"] #"MonaNeubaur"] #Aufarbeitung #CDU #DieGrünen #Frankreich #Germany #HerbertReul #Landesregierung #Landtag #Messerattacke #Nordrhein-Westfalen #NRW #Solingen #SPD #Terroranschlag #Untersuchungsausschuss
https://www.europesays.com/de/846579/ -
Innenminister Reul ignorierte Rat von ranghohem NRW-Polizisten
Der Messeranschlag von Solingen – beziehungsweise, ihr Umgang damit –…
#Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #"JosefinePaul"] #Ausschuss #Flucht #Fluchtministerin #Germany #Grüne #HerbertReul #Innenminister #innenministerium #Landesregierung #Meldungen #Minister #Ministerin #Nordrhein-Westfalen #Schemke #Täter #Untersuchungsausschuss
https://www.europesays.com/de/840481/ -
Mehr Sabotagen auf Bahn-Infrastruktur in NRW durch Linksextremisten
-
Linksextremismus NRW: Mehr Gewaltdelikte 2025
Die Gewaltbereitschaft im Bereich Linksextremismus ist nach vorläufigen Zahlen der Polizei in Nordrhein-Westfalen gestiegen. Nach Informationen der Deutschen…
#Duesseldorf #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Düsseldorf #aktuelle #Germany #HerbertReul #Lagebild #Linksextremismus #Linksextremisten #Nordrhein-Westfalen #NRW #subtiler
https://www.europesays.com/de/822889/ -
Reul fährt an der Spitze des Kölner Rosenmontagszugs
Innenminister Herbert Reul (CDU) wird beim berühmten Kölner Rosenmontagszug auf dem allerersten Wagen mitfahren. Wie dpa er…
#Koeln #Koln #Cologne #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Köln #besonderen #Germany #HendrikWüst #HerbertReul #Innenminister #Karnevalist #Kölner #Leidenschaftlicher #Nordrhein-Westfalen #Präsidentenwagen #Rosenmontagszug #Wagen
https://www.europesays.com/de/781020/ -
Marodes Polizeigebäude in Wuppertal : Was kostet die Sanierung?
NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) hat in der öffentlichen Diskussion um die Sanierungs- und Mietkosten für ein Polizeigebäude in…
#Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Germany #HerbertReul #Landesregierung #Miet #Mietkosten #Nordrhein-Westfalen #Polizeigebäude #Sanierungs #Sanierungskostenforderungen
https://www.europesays.com/de/771808/ -
Innenminister Herbert Reul unter Beschuss
Gegen Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) gibt es nach einem Bericht des WDR-Magazins Westpol eine hausinterne Anzeige. Im…
#Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #BLB #eingemischt #Germany #HerbertReul #Innenminister #Innenministeriums #Minister #Nordrhein-Westfalen #Polizeipräsident #Röhrl #Theater #WDR #Westpol
https://www.europesays.com/de/771213/ -
Interne Anzeige gegen Reul – Streit um Polizeigebäude Wuppertal
Sie möchten weiterlesen? Wählen Sie eine Option: Sie sind ber…
#Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #ChristlichDemokratischeUnionDeutschlands #Dienstvergehen #Düsseldorf #Germany #HaukeLorenzen #HerbertReul #Nordrhein-Westfalen #StaatsanwaltschaftDüsseldorf #Strafverfolgungsbehörden #Untersuchungsausschuss #WestdeutscherRundfunkWDR
https://www.europesays.com/de/766427/ -
NRW-Innenminister wegen Wuppertaler Mietstreit angezeigt
Hausinterne Vorwürfe NRW-Innenminister Reul wegen Mietstreit angezeigt Aktualisiert am 02.02.2026 – 10:03 UhrLesedauer: 2 Min. Nordrhein-Westfal…
#Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100312362 #CDU #Düsseldorf #Germany #HerbertReul #Innenrevision #Mietkosten #Mietstreit #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Staatsanwaltschaft #T-Online #Westpol
https://www.europesays.com/de/765843/ -
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen NRW-Innenminister Reul
Herbert Reul NRW-Innenminister unter Druck: Vorwurf der…
#Duesseldorf #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Düsseldorf #100137924 #100151112 #Bedrängnis #CDU #Germany #HerbertReul #Immobilienvorgang #innenministerium #Innenrevision #MarcusOptendrenk #Mietverhandlung #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Staatsanwaltschaft #Veruntreuung #Westpol #Wuppertal
https://www.europesays.com/de/764904/ -
Im Streit um Mietforderungen des Landesbaubetriebs für ein Polizeigelände ist die Staatsanwaltschaft Düsseldorf eingeschaltet.#WDR #HerbertReul #Innenminister #NRW #BLB #Polizei #Finanzminister #StaatsanwaltschaftDüsseldorf
Exklusiv: Interne Anzeige gegen NRW-Innenminister Reul -
Im Streit um Mietforderungen des Landesbaubetriebs für ein Polizeigelände ist die Staatsanwaltschaft Düsseldorf eingeschaltet.#WDR #HerbertReul #Innenminister #NRW #BLB #Polizei #Finanzminister #StaatsanwaltschaftDüsseldorf
Exklusiv: Interne Anzeige gegen NRW-Innenminister Reul -
Im Streit um Mietforderungen des Landesbaubetriebs für ein Polizeigelände ist die Staatsanwaltschaft Düsseldorf eingeschaltet.#WDR #HerbertReul #Innenminister #NRW #BLB #Polizei #Finanzminister #StaatsanwaltschaftDüsseldorf
Exklusiv: Interne Anzeige gegen NRW-Innenminister Reul -
Im Streit um Mietforderungen des Landesbaubetriebs für ein Polizeigelände ist die Staatsanwaltschaft Düsseldorf eingeschaltet.#WDR #HerbertReul #Innenminister #NRW #BLB #Polizei #Finanzminister #StaatsanwaltschaftDüsseldorf
Exklusiv: Interne Anzeige gegen NRW-Innenminister Reul -
Herbert Reul: NRW-Innenminister zu Besuch in Jüchen
Keine Woche, nachdem der Rhein-Kreis ein höchst umstrittenes Pilotprojekt zur Neuorganisation der Pol…
#Moenchengladbach #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Mönchengladbach #CDU #Empfang #Germany #Gierath(Jüchen) #HaraldZillikens #HerbertReul #Innenminister #Jüchener #Krönauer #Minister #Neujahrsempfang #Nordrhein-Westfalen #Rede #Sprach #vorbeizureden
https://www.europesays.com/de/751190/ -
@Volksverpetzer #HerbertReul setzt auf Verzögerung? Der Zwilling #cxu wäre ohne #noafd nur ein Einzelkind.
Und Einsamkeit finanziert sich nicht.
-
Einbrecher narrten Polizei mit Haaren
Sparkassen-Coup Millionendiebe narrten Polizei mit Haaren Aktualisiert am 20.01.2026 – 21:27 UhrLesedauer: 2 Min. Der Tresorraum der Sparkasse…
#Gelsenkirchen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100312364 #DeutschePresse-Agentur #Germany #HerbertReul #Millionenbetrag #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Tresorraum
https://www.europesays.com/de/733836/ -
Einbrecher narrten Polizei mit Haaren
Sparkassen-Coup Millionendiebe narrten Polizei mit Haaren Aktualisiert am 20.01.2026 – 21:27 UhrLesedauer: 2 Min. Der Tresorraum der Sparkasse…
#Bochum #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100312364 #DeutschePresse-Agentur #Gelsenkirchen #Germany #HerbertReul #Millionenbetrag #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Tresorraum
https://www.europesays.com/de/733860/ -
Diffamierung statt Aufklärung?
Seit einigen Monaten führen in NRW vor allem die 3%-Partei FDP, aber auch die in ihrem einstigen Kernland auf unter 20% gefallene SPD einen Kleinkrieg gegen die Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne). Kern ihrer Arbeit ist bei beiden Parteien, die sonst politisch nahezu keine Themen zu haben scheinen, der Ministerin angebliche “Verantwortungslosigkeit” während und vor allem nach dem Solinger Mordanschlag eines Islamisten anzuhängen. Im politischen Ping-Pong mit zwei Redakteuren des “Kölner Stadtanzeiger” wird Josefine Paul mindestens einmal wöchentlich mit neuen “Zweifeln an ihrer Glaubwürdigkeit” konfrontiert, jüngst beweist eine “Geheim-SMS” angeblich “krasses Fehlverhalten” und “grobe Verantwortungslosigkeit”.
Der Anschlag als Anlass
Schlimmes getan hat zunächst jemand anderer. Am Freitag, den 23.August 2024 gegen 21:37 sticht ein Terrorist auf dem Stadtfest in Solingen während des Auftritts der Band “Susan Köchers Suprafon” auf mindestens fünf Personen mit einem Messer ein. Drei davon sterben, der Täter kann zunächst unerkannt flüchten. Tags darauf geben Staatsanwaltschaft und Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt, man ermittle gegen unbekannt, nachdem zunächst ein 15-jähriger festgenommen wird, der sich aber später nicht als Täter verifizieren lässt. Ministerpräsident Wüst, Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die stv. Ministerpräsidentin Mona Neubaur von den Grünen, Innenminister Herbert Reul und andere Regierungsmitglieder eilen nach Solingen. MP Wüst sagt wörtlich: “Wir werden uns nicht erschüttern lassen von Terror und Hass.”
Die Landesregierung handelt – jede:r an seinem Platz
Am Samstagabend durchsucht die Polizei eine Flüchtlingsunterkunft und etwa 24 Stunden nach der Tat bestätigt Innenminister Reul, dass eine “höchst verdächtige Person” festgenommen worden sei. Es handelte sich, wie sich im Laufe des Sonntag herausstellt, um den Syrer Issa al H. Am Morgen des Sonntags, 25.8. übernimmt die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen nach § 129a StGB. Währenddessen schläft auch das Ministerium nicht, das auf Bitten der Ministerin intern die Zusammenhänge und Hintergründe aufklärt, sobald der mutmaßliche Täter identifizierbar wird. Dessen Identität wird erst im Laufe des Sonntags verlässlich bestätigt. Dass Terroristen uns nicht daran hindern dürfen, die Demokratie im Alltag unbeirrt weiterzuführen, war und ist Konsens der demokratischen Parteien seit den Anschlägen der RAF in den 70er Jahren bis heute. Das gilt auch für eine Ministerin Paul und ihre Termine.
Ministerien arbeiten auch sonntags. Die Ministerin auch
Während dieses Samstags befindet sich die Ministerin Josefine Paul auf dem Weg zu einer lange zugesagten Rede in Frankreich aus Anlass einer Gedenkstunde für die Verbrechen, die die SS während der deutschen Besatzung in Frankreich begangen hat. Was ist daran falsch? Sie hat absolut richtig gehandelt, denn eine Absage hätte auch als eine Mißachtung der Gedenkfeier und ein Affront gegen die deutsch-französische Aussöhnung aufgefasst werden können. Sie spricht wie verabredet am Sonntagvormittag. Noch am Samstagabend erkundigt sie sich bei ihrer Abteilungsleiterin per SMS, und ihr Haus klärt intern die von ihr erfragten Sachverhalte, die der Gruppenleiter der Ministerin und dem Staatssekretär umgehend um 21.21 Uhr weiterleitet. Die aus dieser Tatsache abgeleiteten Vorwürfe sind bei näherem Hinsehen nichts als Unterstellungen.
Unterstellungen mangels Sachkenntnis
SPD-Fraktions-Vizevorsitzende Lisa Kapteinat spricht nun von einer “Geheim-SMS” und gar von einem “politischen Skandal” einer “bewußten Täuschung des Parlaments und der Öffentlichkeit” – und dichtet gleich ihre eigene Meinung hinzu “ die Ministerin war frühzeitig informiert und blieb anschließend untätig und nicht erreichbar.” Woher Frau Kapteinat ihre Weisheit hat, bleibt im dunkeln, denn sie war zwar nicht dabei, als Frau Ministerin Paul die Antwort gelesen hat, was sie aber nicht davon abhält, mit Wertungen und Unterstellungen um sich zu schlagen. Vielleicht hat ja Paul nicht mehr reagiert, weil sie wegen des bevorstehenden Termins noch an ihrer Rede gearbeitet hat? Oder – wie verwerflich – einfach früh schlafen gegangen ist, weil ein anstrengender Tag und eine absehbar anstrengende Woche vor ihr lagen?
Vermutungen mangels Fakten, populistischer Symbolismus
Wer weiss, wie ein Ministerium funktioniert, und auch einer SPD-Abgeordneten, zudem im Fraktionsvorstand, sollte das zuzutrauen sein, weiss auch, dass weder hektische Telefonate noch Aktionismus, noch ein Abbruch der (vielleicht nicht der FDP) politisch wichtigen Reise in der Sache irgend etwas geändert, sondern Schaden angerichtet hätten. Aber um die Sache geht es offensichtlich auch nicht. Es geht vielmehr um die populistische Befriedigung der Erwartung von Öffentlichkeit und Medien, wer die beste symbolische Politik macht. Daraus folgt, dass das rechtzeitige Zurschaustellen von Betroffenheit – mit oder ohne Gummistiefel – oder die Anwesenheit am Tatort inzwischen höher bewertet wird, als das sachliche Handeln. Und führen – in diesem Fall besonders deutlich – im Vertrauen auf zuverlässige Arbeiten der Mitarbeiter:innen des Ministeriums. Und dabei wird die Privatsphäre, auf die auch Regierungsmitglieder ein Recht haben, durch die Rundumüberwachung von SMS, elektronischer Kommunikation und persönlichen Daten natürlich ebenso zunehmend an Bedeutung. Fehlt nur, dass demnächst U-Ausschüsse fordern, die Fitnesstracker oder Herzschrittmacher von Politiker:innen auszulesen.
Falsche Fakten “über Bande” gepielt
Der Ministerin daraus einen Vorwurf zu konstruieren, dass sie Sonntagvormittag diese Rede gehalten hat und erst erst am Nachmittag wieder Kontakt mit ihrem Ministerium hatte – der verantwortliche Redakteur des KStA, Axel Spilker, macht daraus: Paul sei “52 Stunden nach dem Anschlag für Ministerpräsident Wüst, Mona Neubaur und Innenmininster Reul nicht zu sprechen gewesen.” Der Redakteur des eigentlich seriösen “Kölner Stadtanzeiger” beteiligte sich offensichtlich aktiv daran, derart ein Schein-Skandälchen aufzubauschen, denn es waren in Wirklichkeit wohl etwa 12-14 Stunden davon 8 Stunden Nachtruhe, in denen die Ministerin nicht mit ihrem Haus und ihren Kolleg:innen in der Landesregierung Kontakt gehalten hat. Fairer, faktenbesierter Journaismus liest sich anders.
Politiker:innen-Bashing im Stil der (a)sozialen Netzwerke
Ein Schelm, der dabei denkt, es könne sich um eine besonders perfide Form des Grünen-Bashing oder gar den Versuch der Diffamierung einer offen lesbisch lebenden Ministerin handeln. Nein, was hinter diesem asozialen Schaukampf mit unfairen Mittel steht, ist in Wirklichkeit beispielhaft. Ein populistisch geschürtes und von den Medien skandalisierend aufgebauschtes Politiker:innen-Bashing, das die Realität eines Regierungsamts völlig ausblendet. Es ist üblich geworden, nicht nach dem realen Beitrag oder der realen Verantwortung von Politiker:innen zu fragen, sondern nur, ob sie schnell reagiert, auch gerne ohne Sachkenntnisse in die Medien gepupst oder – wie beim inzwischen berühmten Gummistiefel-Einsatz Gerhard Schröders in der Oderflut 2002 – vor Ort Betroffenheit gezeigt oder auch nur geheuchelt wurde.
Ein Hetzblatt macht’s vor: “DAS war Kai Wegners größter Fehler – BILD.de”
Die Kritik an Kai Wegners Tennismatch fällt in die gleiche Kategorie des primitiven Populismus. So wurde ein Regierender Bürgermeister durch die Medien gezogen, dem jeder vernüftig denkende Mensch sehr wohl eine oder zwei Stunden Sport am Samstagnachmittag zubilligen wird, solange er seine Amtsgeschäfte ordentlich führt. Im Gegenteil: Vielleicht ist ihm sogar dabei eine gute politische Idee gekommen, die irgendwann für unsere Demokratie oder nur für Berlin viel mehr bewirkt, als gezielter Medienzirkus und populistisches Politiker-Bashing. Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass es in der Sache irgendetwas geändert hätte, wenn Kai Wegner seinen Sport abgesagt und stattdessen sich wie seine Stellvertreterin Giffey neben einen Bagger gestellt und unbestätigte Habwahrheiten über die angeblich linksterroristischen Täter in die Öffentlichkeit geplästert hätte? Für die Strafverfolgung der Täter hat er schließlich eine Innensenatorin und für die Elektrizitätsinfrastruktur die zuständige Wirtschaftssenatorin Giffey.
Giffey hat erfolgreich Bilder produziert und abgelenkt
Die hat die Medien scheinbar geschickt genutzt, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Auf einer Pressekonferenz ohne Bagger hätte vielleicht der eine oder die andere Journalistin die Gelegenheit genutzt, um die kritische Frage zu stellen, wie es zu diesem riesigen Ausmaß des Stromausfalls überhaupt kommen konnte. Was sie als verantwortliche Energie-Bürgermeisterin und vorher als “Regierende” in den vergangenen Jahren versäumt hat, um die Berliner Energieinfrastruktur resilient gegen das Gelingen von Anschlägen und Stromausfällen diesen Ausmasses hätte machen müssen – nicht zuletzt aufgrund der Sicherheitslage seit Beginn des Ukrainekrieges. Danach hat “am Bagger” aber keine Medienvertreter:in gefragt.
Trumps Theater und Demokratie-Bashing ist real bei uns angekommen
Wir sind vom oberflächlich inszenierten Polit-Theater eines Donald Trump, das weder nach Hintergründen fragt, noch investigativ nach Fakten sucht, nicht mehr weit entfernt. Die Fähigkeit, mediale Inszenierungen oder Ablenkungsmanöver zu durchschauen, werden für Journalist:innen immer komplexer zu durchschauen und für die Öffentlichkeit immer unübersichtlicher. Darüber hinaus wirkt sich negativ aus, dass die Presse aufgrund des Abwanderns von Werbeetats von der demokratischen Presse zu personalisierter Werbung der (a)sozialen Netzwerke der US-Oligarchen um Milliarden geschwächt wurde und weiter werden wird. Deshalb wird es nur weiter investigativen, guten Journalismus in Europa geben, wenn die (a)sozialen Netzwerke und ihre personalisierten Werbestreategien, die auf der illegalen Ausspähungen der Nutzer:innen beruht, durch eine konsequente Regulierung eingedämmt, nicht durch die von EU und Deutschland geplante Aufweichung des Datenschutzes noch begünstigt werden.
-
Diffamierung statt Aufklärung?
Seit einigen Monaten führen in NRW vor allem die 3%-Partei FDP, aber auch die in ihrem einstigen Kernland auf unter 20% gefallene SPD einen Kleinkrieg gegen die Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne). Kern ihrer Arbeit ist bei beiden Parteien, die sonst politisch nahezu keine Themen zu haben scheinen, der Ministerin angebliche “Verantwortungslosigkeit” während und vor allem nach dem Solinger Mordanschlag eines Islamisten anzuhängen. Im politischen Ping-Pong mit zwei Redakteuren des “Kölner Stadtanzeiger” wird Josefine Paul mindestens einmal wöchentlich mit neuen “Zweifeln an ihrer Glaubwürdigkeit” konfrontiert, jüngst beweist eine “Geheim-SMS” angeblich “krasses Fehlverhalten” und “grobe Verantwortungslosigkeit”.
Der Anschlag als Anlass
Schlimmes getan hat zunächst jemand anderer. Am Freitag, den 23.August 2024 gegen 21:37 sticht ein Terrorist auf dem Stadtfest in Solingen während des Auftritts der Band “Susan Köchers Suprafon” auf mindestens fünf Personen mit einem Messer ein. Drei davon sterben, der Täter kann zunächst unerkannt flüchten. Tags darauf geben Staatsanwaltschaft und Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt, man ermittle gegen unbekannt, nachdem zunächst ein 15-jähriger festgenommen wird, der sich aber später nicht als Täter verifizieren lässt. Ministerpräsident Wüst, Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die stv. Ministerpräsidentin Mona Neubaur von den Grünen, Innenminister Herbert Reul und andere Regierungsmitglieder eilen nach Solingen. MP Wüst sagt wörtlich: “Wir werden uns nicht erschüttern lassen von Terror und Hass.”
Die Landesregierung handelt – jede:r an seinem Platz
Am Samstagabend durchsucht die Polizei eine Flüchtlingsunterkunft und etwa 24 Stunden nach der Tat bestätigt Innenminister Reul, dass eine “höchst verdächtige Person” festgenommen worden sei. Es handelte sich, wie sich im Laufe des Sonntag herausstellt, um den Syrer Issa al H. Am Morgen des Sonntags, 25.8. übernimmt die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen nach § 129a StGB. Währenddessen schläft auch das Ministerium nicht, das auf Bitten der Ministerin intern die Zusammenhänge und Hintergründe aufklärt, sobald der mutmaßliche Täter identifizierbar wird. Dessen Identität wird erst im Laufe des Sonntags verlässlich bestätigt. Dass Terroristen uns nicht daran hindern dürfen, die Demokratie im Alltag unbeirrt weiterzuführen, war und ist Konsens der demokratischen Parteien seit den Anschlägen der RAF in den 70er Jahren bis heute. Das gilt auch für eine Ministerin Paul und ihre Termine.
Ministerien arbeiten auch sonntags. Die Ministerin auch
Während dieses Samstags befindet sich die Ministerin Josefine Paul auf dem Weg zu einer lange zugesagten Rede in Frankreich aus Anlass einer Gedenkstunde für die Verbrechen, die die SS während der deutschen Besatzung in Frankreich begangen hat. Was ist daran falsch? Sie hat absolut richtig gehandelt, denn eine Absage hätte auch als eine Mißachtung der Gedenkfeier und ein Affront gegen die deutsch-französische Aussöhnung aufgefasst werden können. Sie spricht wie verabredet am Sonntagvormittag. Noch am Samstagabend erkundigt sie sich bei ihrer Abteilungsleiterin per SMS, und ihr Haus klärt intern die von ihr erfragten Sachverhalte, die der Gruppenleiter der Ministerin und dem Staatssekretär umgehend um 21.21 Uhr weiterleitet. Die aus dieser Tatsache abgeleiteten Vorwürfe sind bei näherem Hinsehen nichts als Unterstellungen.
Unterstellungen mangels Sachkenntnis
SPD-Fraktions-Vizevorsitzende Lisa Kapteinat spricht nun von einer “Geheim-SMS” und gar von einem “politischen Skandal” einer “bewußten Täuschung des Parlaments und der Öffentlichkeit” – und dichtet gleich ihre eigene Meinung hinzu “ die Ministerin war frühzeitig informiert und blieb anschließend untätig und nicht erreichbar.” Woher Frau Kapteinat ihre Weisheit hat, bleibt im dunkeln, denn sie war zwar nicht dabei, als Frau Ministerin Paul die Antwort gelesen hat, was sie aber nicht davon abhält, mit Wertungen und Unterstellungen um sich zu schlagen. Vielleicht hat ja Paul nicht mehr reagiert, weil sie wegen des bevorstehenden Termins noch an ihrer Rede gearbeitet hat? Oder – wie verwerflich – einfach früh schlafen gegangen ist, weil ein anstrengender Tag und eine absehbar anstrengende Woche vor ihr lagen?
Vermutungen mangels Fakten, populistischer Symbolismus
Wer weiss, wie ein Ministerium funktioniert, und auch einer SPD-Abgeordneten, zudem im Fraktionsvorstand, sollte das zuzutrauen sein, weiss auch, dass weder hektische Telefonate noch Aktionismus, noch ein Abbruch der (vielleicht nicht der FDP) politisch wichtigen Reise in der Sache irgend etwas geändert, sondern Schaden angerichtet hätten. Aber um die Sache geht es offensichtlich auch nicht. Es geht vielmehr um die populistische Befriedigung der Erwartung von Öffentlichkeit und Medien, wer die beste symbolische Politik macht. Daraus folgt, dass das rechtzeitige Zurschaustellen von Betroffenheit – mit oder ohne Gummistiefel – oder die Anwesenheit am Tatort inzwischen höher bewertet wird, als das sachliche Handeln. Und führen – in diesem Fall besonders deutlich – im Vertrauen auf zuverlässige Arbeiten der Mitarbeiter:innen des Ministeriums. Und dabei wird die Privatsphäre, auf die auch Regierungsmitglieder ein Recht haben, durch die Rundumüberwachung von SMS, elektronischer Kommunikation und persönlichen Daten natürlich ebenso zunehmend an Bedeutung. Fehlt nur, dass demnächst U-Ausschüsse fordern, die Fitnesstracker oder Herzschrittmacher von Politiker:innen auszulesen.
Falsche Fakten “über Bande” gepielt
Der Ministerin daraus einen Vorwurf zu konstruieren, dass sie Sonntagvormittag diese Rede gehalten hat und erst erst am Nachmittag wieder Kontakt mit ihrem Ministerium hatte – der verantwortliche Redakteur des KStA, Axel Spilker, macht daraus: Paul sei “52 Stunden nach dem Anschlag für Ministerpräsident Wüst, Mona Neubaur und Innenmininster Reul nicht zu sprechen gewesen.” Der Redakteur des eigentlich seriösen “Kölner Stadtanzeiger” beteiligte sich offensichtlich aktiv daran, derart ein Schein-Skandälchen aufzubauschen, denn es waren in Wirklichkeit wohl etwa 12-14 Stunden davon 8 Stunden Nachtruhe, in denen die Ministerin nicht mit ihrem Haus und ihren Kolleg:innen in der Landesregierung Kontakt gehalten hat. Fairer, faktenbesierter Journaismus liest sich anders.
Politiker:innen-Bashing im Stil der (a)sozialen Netzwerke
Ein Schelm, der dabei denkt, es könne sich um eine besonders perfide Form des Grünen-Bashing oder gar den Versuch der Diffamierung einer offen lesbisch lebenden Ministerin handeln. Nein, was hinter diesem asozialen Schaukampf mit unfairen Mittel steht, ist in Wirklichkeit beispielhaft. Ein populistisch geschürtes und von den Medien skandalisierend aufgebauschtes Politiker:innen-Bashing, das die Realität eines Regierungsamts völlig ausblendet. Es ist üblich geworden, nicht nach dem realen Beitrag oder der realen Verantwortung von Politiker:innen zu fragen, sondern nur, ob sie schnell reagiert, auch gerne ohne Sachkenntnisse in die Medien gepupst oder – wie beim inzwischen berühmten Gummistiefel-Einsatz Gerhard Schröders in der Oderflut 2002 – vor Ort Betroffenheit gezeigt oder auch nur geheuchelt wurde.
Ein Hetzblatt macht’s vor: “DAS war Kai Wegners größter Fehler – BILD.de”
Die Kritik an Kai Wegners Tennismatch fällt in die gleiche Kategorie des primitiven Populismus. So wurde ein Regierender Bürgermeister durch die Medien gezogen, dem jeder vernüftig denkende Mensch sehr wohl eine oder zwei Stunden Sport am Samstagnachmittag zubilligen wird, solange er seine Amtsgeschäfte ordentlich führt. Im Gegenteil: Vielleicht ist ihm sogar dabei eine gute politische Idee gekommen, die irgendwann für unsere Demokratie oder nur für Berlin viel mehr bewirkt, als gezielter Medienzirkus und populistisches Politiker-Bashing. Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass es in der Sache irgendetwas geändert hätte, wenn Kai Wegner seinen Sport abgesagt und stattdessen sich wie seine Stellvertreterin Giffey neben einen Bagger gestellt und unbestätigte Habwahrheiten über die angeblich linksterroristischen Täter in die Öffentlichkeit geplästert hätte? Für die Strafverfolgung der Täter hat er schließlich eine Innensenatorin und für die Elektrizitätsinfrastruktur die zuständige Wirtschaftssenatorin Giffey.
Giffey hat erfolgreich Bilder produziert und abgelenkt
Die hat die Medien scheinbar geschickt genutzt, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Auf einer Pressekonferenz ohne Bagger hätte vielleicht der eine oder die andere Journalistin die Gelegenheit genutzt, um die kritische Frage zu stellen, wie es zu diesem riesigen Ausmaß des Stromausfalls überhaupt kommen konnte. Was sie als verantwortliche Energie-Bürgermeisterin und vorher als “Regierende” in den vergangenen Jahren versäumt hat, um die Berliner Energieinfrastruktur resilient gegen das Gelingen von Anschlägen und Stromausfällen diesen Ausmasses hätte machen müssen – nicht zuletzt aufgrund der Sicherheitslage seit Beginn des Ukrainekrieges. Danach hat “am Bagger” aber keine Medienvertreter:in gefragt.
Trumps Theater und Demokratie-Bashing ist real bei uns angekommen
Wir sind vom oberflächlich inszenierten Polit-Theater eines Donald Trump, das weder nach Hintergründen fragt, noch investigativ nach Fakten sucht, nicht mehr weit entfernt. Die Fähigkeit, mediale Inszenierungen oder Ablenkungsmanöver zu durchschauen, werden für Journalist:innen immer komplexer zu durchschauen und für die Öffentlichkeit immer unübersichtlicher. Darüber hinaus wirkt sich negativ aus, dass die Presse aufgrund des Abwanderns von Werbeetats von der demokratischen Presse zu personalisierter Werbung der (a)sozialen Netzwerke der US-Oligarchen um Milliarden geschwächt wurde und weiter werden wird. Deshalb wird es nur weiter investigativen, guten Journalismus in Europa geben, wenn die (a)sozialen Netzwerke und ihre personalisierten Werbestreategien, die auf der illegalen Ausspähungen der Nutzer:innen beruht, durch eine konsequente Regulierung eingedämmt, nicht durch die von EU und Deutschland geplante Aufweichung des Datenschutzes noch begünstigt werden.
Über Roland Appel:
Roland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @[email protected]
-
Diffamierung statt Aufklärung?
Seit einigen Monaten führen in NRW vor allem die 3%-Partei FDP, aber auch die in ihrem einstigen Kernland auf unter 20% gefallene SPD einen Kleinkrieg gegen die Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne). Kern ihrer Arbeit ist bei beiden Parteien, die sonst politisch nahezu keine Themen zu haben scheinen, der Ministerin angebliche “Verantwortungslosigkeit” während und vor allem nach dem Solinger Mordanschlag eines Islamisten anzuhängen. Im politischen Ping-Pong mit zwei Redakteuren des “Kölner Stadtanzeiger” wird Josefine Paul mindestens einmal wöchentlich mit neuen “Zweifeln an ihrer Glaubwürdigkeit” konfrontiert, jüngst beweist eine “Geheim-SMS” angeblich “krasses Fehlverhalten” und “grobe Verantwortungslosigkeit”.
Der Anschlag als Anlass
Schlimmes getan hat zunächst jemand anderer. Am Freitag, den 23.August 2024 gegen 21:37 sticht ein Terrorist auf dem Stadtfest in Solingen während des Auftritts der Band “Susan Köchers Suprafon” auf mindestens fünf Personen mit einem Messer ein. Drei davon sterben, der Täter kann zunächst unerkannt flüchten. Tags darauf geben Staatsanwaltschaft und Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt, man ermittle gegen unbekannt, nachdem zunächst ein 15-jähriger festgenommen wird, der sich aber später nicht als Täter verifizieren lässt. Ministerpräsident Wüst, Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die stv. Ministerpräsidentin Mona Neubaur von den Grünen, Innenminister Herbert Reul und andere Regierungsmitglieder eilen nach Solingen. MP Wüst sagt wörtlich: “Wir werden uns nicht erschüttern lassen von Terror und Hass.”
Die Landesregierung handelt – jede:r an seinem Platz
Am Samstagabend durchsucht die Polizei eine Flüchtlingsunterkunft und etwa 24 Stunden nach der Tat bestätigt Innenminister Reul, dass eine “höchst verdächtige Person” festgenommen worden sei. Es handelte sich, wie sich im Laufe des Sonntag herausstellt, um den Syrer Issa al H. Am Morgen des Sonntags, 25.8. übernimmt die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen nach § 129a StGB. Währenddessen schläft auch das Ministerium nicht, das auf Bitten der Ministerin intern die Zusammenhänge und Hintergründe aufklärt, sobald der mutmaßliche Täter identifizierbar wird. Dessen Identität wird erst im Laufe des Sonntags verlässlich bestätigt. Dass Terroristen uns nicht daran hindern dürfen, die Demokratie im Alltag unbeirrt weiterzuführen, war und ist Konsens der demokratischen Parteien seit den Anschlägen der RAF in den 70er Jahren bis heute. Das gilt auch für eine Ministerin Paul und ihre Termine.
Ministerien arbeiten auch sonntags. Die Ministerin auch
Während dieses Samstags befindet sich die Ministerin Josefine Paul auf dem Weg zu einer lange zugesagten Rede in Frankreich aus Anlass einer Gedenkstunde für die Verbrechen, die die SS während der deutschen Besatzung in Frankreich begangen hat. Was ist daran falsch? Sie hat absolut richtig gehandelt, denn eine Absage hätte auch als eine Mißachtung der Gedenkfeier und ein Affront gegen die deutsch-französische Aussöhnung aufgefasst werden können. Sie spricht wie verabredet am Sonntagvormittag. Noch am Samstagabend erkundigt sie sich bei ihrer Abteilungsleiterin per SMS, und ihr Haus klärt intern die von ihr erfragten Sachverhalte, die der Gruppenleiter der Ministerin und dem Staatssekretär umgehend um 21.21 Uhr weiterleitet. Die aus dieser Tatsache abgeleiteten Vorwürfe sind bei näherem Hinsehen nichts als Unterstellungen.
Unterstellungen mangels Sachkenntnis
SPD-Fraktions-Vizevorsitzende Lisa Kapteinat spricht nun von einer “Geheim-SMS” und gar von einem “politischen Skandal” einer “bewußten Täuschung des Parlaments und der Öffentlichkeit” – und dichtet gleich ihre eigene Meinung hinzu “ die Ministerin war frühzeitig informiert und blieb anschließend untätig und nicht erreichbar.” Woher Frau Kapteinat ihre Weisheit hat, bleibt im dunkeln, denn sie war zwar nicht dabei, als Frau Ministerin Paul die Antwort gelesen hat, was sie aber nicht davon abhält, mit Wertungen und Unterstellungen um sich zu schlagen. Vielleicht hat ja Paul nicht mehr reagiert, weil sie wegen des bevorstehenden Termins noch an ihrer Rede gearbeitet hat? Oder – wie verwerflich – einfach früh schlafen gegangen ist, weil ein anstrengender Tag und eine absehbar anstrengende Woche vor ihr lagen?
Vermutungen mangels Fakten, populistischer Symbolismus
Wer weiss, wie ein Ministerium funktioniert, und auch einer SPD-Abgeordneten, zudem im Fraktionsvorstand, sollte das zuzutrauen sein, weiss auch, dass weder hektische Telefonate noch Aktionismus, noch ein Abbruch der (vielleicht nicht der FDP) politisch wichtigen Reise in der Sache irgend etwas geändert, sondern Schaden angerichtet hätten. Aber um die Sache geht es offensichtlich auch nicht. Es geht vielmehr um die populistische Befriedigung der Erwartung von Öffentlichkeit und Medien, wer die beste symbolische Politik macht. Daraus folgt, dass das rechtzeitige Zurschaustellen von Betroffenheit – mit oder ohne Gummistiefel – oder die Anwesenheit am Tatort inzwischen höher bewertet wird, als das sachliche Handeln. Und führen – in diesem Fall besonders deutlich – im Vertrauen auf zuverlässige Arbeiten der Mitarbeiter:innen des Ministeriums. Und dabei wird die Privatsphäre, auf die auch Regierungsmitglieder ein Recht haben, durch die Rundumüberwachung von SMS, elektronischer Kommunikation und persönlichen Daten natürlich ebenso zunehmend an Bedeutung. Fehlt nur, dass demnächst U-Ausschüsse fordern, die Fitnesstracker oder Herzschrittmacher von Politiker:innen auszulesen.
Falsche Fakten “über Bande” gepielt
Der Ministerin daraus einen Vorwurf zu konstruieren, dass sie Sonntagvormittag diese Rede gehalten hat und erst erst am Nachmittag wieder Kontakt mit ihrem Ministerium hatte – der verantwortliche Redakteur des KStA, Axel Spilker, macht daraus: Paul sei “52 Stunden nach dem Anschlag für Ministerpräsident Wüst, Mona Neubaur und Innenmininster Reul nicht zu sprechen gewesen.” Der Redakteur des eigentlich seriösen “Kölner Stadtanzeiger” beteiligte sich offensichtlich aktiv daran, derart ein Schein-Skandälchen aufzubauschen, denn es waren in Wirklichkeit wohl etwa 12-14 Stunden davon 8 Stunden Nachtruhe, in denen die Ministerin nicht mit ihrem Haus und ihren Kolleg:innen in der Landesregierung Kontakt gehalten hat. Fairer, faktenbesierter Journaismus liest sich anders.
Politiker:innen-Bashing im Stil der (a)sozialen Netzwerke
Ein Schelm, der dabei denkt, es könne sich um eine besonders perfide Form des Grünen-Bashing oder gar den Versuch der Diffamierung einer offen lesbisch lebenden Ministerin handeln. Nein, was hinter diesem asozialen Schaukampf mit unfairen Mittel steht, ist in Wirklichkeit beispielhaft. Ein populistisch geschürtes und von den Medien skandalisierend aufgebauschtes Politiker:innen-Bashing, das die Realität eines Regierungsamts völlig ausblendet. Es ist üblich geworden, nicht nach dem realen Beitrag oder der realen Verantwortung von Politiker:innen zu fragen, sondern nur, ob sie schnell reagiert, auch gerne ohne Sachkenntnisse in die Medien gepupst oder – wie beim inzwischen berühmten Gummistiefel-Einsatz Gerhard Schröders in der Oderflut 2002 – vor Ort Betroffenheit gezeigt oder auch nur geheuchelt wurde.
Ein Hetzblatt macht’s vor: “DAS war Kai Wegners größter Fehler – BILD.de”
Die Kritik an Kai Wegners Tennismatch fällt in die gleiche Kategorie des primitiven Populismus. So wurde ein Regierender Bürgermeister durch die Medien gezogen, dem jeder vernüftig denkende Mensch sehr wohl eine oder zwei Stunden Sport am Samstagnachmittag zubilligen wird, solange er seine Amtsgeschäfte ordentlich führt. Im Gegenteil: Vielleicht ist ihm sogar dabei eine gute politische Idee gekommen, die irgendwann für unsere Demokratie oder nur für Berlin viel mehr bewirkt, als gezielter Medienzirkus und populistisches Politiker-Bashing. Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass es in der Sache irgendetwas geändert hätte, wenn Kai Wegner seinen Sport abgesagt und stattdessen sich wie seine Stellvertreterin Giffey neben einen Bagger gestellt und unbestätigte Habwahrheiten über die angeblich linksterroristischen Täter in die Öffentlichkeit geplästert hätte? Für die Strafverfolgung der Täter hat er schließlich eine Innensenatorin und für die Elektrizitätsinfrastruktur die zuständige Wirtschaftssenatorin Giffey.
Giffey hat erfolgreich Bilder produziert und abgelenkt
Die hat die Medien scheinbar geschickt genutzt, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Auf einer Pressekonferenz ohne Bagger hätte vielleicht der eine oder die andere Journalistin die Gelegenheit genutzt, um die kritische Frage zu stellen, wie es zu diesem riesigen Ausmaß des Stromausfalls überhaupt kommen konnte. Was sie als verantwortliche Energie-Bürgermeisterin und vorher als “Regierende” in den vergangenen Jahren versäumt hat, um die Berliner Energieinfrastruktur resilient gegen das Gelingen von Anschlägen und Stromausfällen diesen Ausmasses hätte machen müssen – nicht zuletzt aufgrund der Sicherheitslage seit Beginn des Ukrainekrieges. Danach hat “am Bagger” aber keine Medienvertreter:in gefragt.
Trumps Theater und Demokratie-Bashing ist real bei uns angekommen
Wir sind vom oberflächlich inszenierten Polit-Theater eines Donald Trump, das weder nach Hintergründen fragt, noch investigativ nach Fakten sucht, nicht mehr weit entfernt. Die Fähigkeit, mediale Inszenierungen oder Ablenkungsmanöver zu durchschauen, werden für Journalist:innen immer komplexer zu durchschauen und für die Öffentlichkeit immer unübersichtlicher. Darüber hinaus wirkt sich negativ aus, dass die Presse aufgrund des Abwanderns von Werbeetats von der demokratischen Presse zu personalisierter Werbung der (a)sozialen Netzwerke der US-Oligarchen um Milliarden geschwächt wurde und weiter werden wird. Deshalb wird es nur weiter investigativen, guten Journalismus in Europa geben, wenn die (a)sozialen Netzwerke und ihre personalisierten Werbestreategien, die auf der illegalen Ausspähungen der Nutzer:innen beruht, durch eine konsequente Regulierung eingedämmt, nicht durch die von EU und Deutschland geplante Aufweichung des Datenschutzes noch begünstigt werden.
-
Diffamierung statt Aufklärung?
Seit einigen Monaten führen in NRW vor allem die 3%-Partei FDP, aber auch die in ihrem einstigen Kernland auf unter 20% gefallene SPD einen Kleinkrieg gegen die Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne). Kern ihrer Arbeit ist bei beiden Parteien, die sonst politisch nahezu keine Themen zu haben scheinen, der Ministerin angebliche “Verantwortungslosigkeit” während und vor allem nach dem Solinger Mordanschlag eines Islamisten anzuhängen. Im politischen Ping-Pong mit zwei Redakteuren des “Kölner Stadtanzeiger” wird Josefine Paul mindestens einmal wöchentlich mit neuen “Zweifeln an ihrer Glaubwürdigkeit” konfrontiert, jüngst beweist eine “Geheim-SMS” angeblich “krasses Fehlverhalten” und “grobe Verantwortungslosigkeit”.
Der Anschlag als Anlass
Schlimmes getan hat zunächst jemand anderer. Am Freitag, den 23.August 2024 gegen 21:37 sticht ein Terrorist auf dem Stadtfest in Solingen während des Auftritts der Band “Susan Köchers Suprafon” auf mindestens fünf Personen mit einem Messer ein. Drei davon sterben, der Täter kann zunächst unerkannt flüchten. Tags darauf geben Staatsanwaltschaft und Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt, man ermittle gegen unbekannt, nachdem zunächst ein 15-jähriger festgenommen wird, der sich aber später nicht als Täter verifizieren lässt. Ministerpräsident Wüst, Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die stv. Ministerpräsidentin Mona Neubaur von den Grünen, Innenminister Herbert Reul und andere Regierungsmitglieder eilen nach Solingen. MP Wüst sagt wörtlich: “Wir werden uns nicht erschüttern lassen von Terror und Hass.”
Die Landesregierung handelt – jede:r an seinem Platz
Am Samstagabend durchsucht die Polizei eine Flüchtlingsunterkunft und etwa 24 Stunden nach der Tat bestätigt Innenminister Reul, dass eine “höchst verdächtige Person” festgenommen worden sei. Es handelte sich, wie sich im Laufe des Sonntag herausstellt, um den Syrer Issa al H. Am Morgen des Sonntags, 25.8. übernimmt die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen nach § 129a StGB. Währenddessen schläft auch das Ministerium nicht, das auf Bitten der Ministerin intern die Zusammenhänge und Hintergründe aufklärt, sobald der mutmaßliche Täter identifizierbar wird. Dessen Identität wird erst im Laufe des Sonntags verlässlich bestätigt. Dass Terroristen uns nicht daran hindern dürfen, die Demokratie im Alltag unbeirrt weiterzuführen, war und ist Konsens der demokratischen Parteien seit den Anschlägen der RAF in den 70er Jahren bis heute. Das gilt auch für eine Ministerin Paul und ihre Termine.
Ministerien arbeiten auch sonntags. Die Ministerin auch
Während dieses Samstags befindet sich die Ministerin Josefine Paul auf dem Weg zu einer lange zugesagten Rede in Frankreich aus Anlass einer Gedenkstunde für die Verbrechen, die die SS während der deutschen Besatzung in Frankreich begangen hat. Was ist daran falsch? Sie hat absolut richtig gehandelt, denn eine Absage hätte auch als eine Mißachtung der Gedenkfeier und ein Affront gegen die deutsch-französische Aussöhnung aufgefasst werden können. Sie spricht wie verabredet am Sonntagvormittag. Noch am Samstagabend erkundigt sie sich bei ihrer Abteilungsleiterin per SMS, und ihr Haus klärt intern die von ihr erfragten Sachverhalte, die der Gruppenleiter der Ministerin und dem Staatssekretär umgehend um 21.21 Uhr weiterleitet. Die aus dieser Tatsache abgeleiteten Vorwürfe sind bei näherem Hinsehen nichts als Unterstellungen.
Unterstellungen mangels Sachkenntnis
SPD-Fraktions-Vizevorsitzende Lisa Kapteinat spricht nun von einer “Geheim-SMS” und gar von einem “politischen Skandal” einer “bewußten Täuschung des Parlaments und der Öffentlichkeit” – und dichtet gleich ihre eigene Meinung hinzu “ die Ministerin war frühzeitig informiert und blieb anschließend untätig und nicht erreichbar.” Woher Frau Kapteinat ihre Weisheit hat, bleibt im dunkeln, denn sie war zwar nicht dabei, als Frau Ministerin Paul die Antwort gelesen hat, was sie aber nicht davon abhält, mit Wertungen und Unterstellungen um sich zu schlagen. Vielleicht hat ja Paul nicht mehr reagiert, weil sie wegen des bevorstehenden Termins noch an ihrer Rede gearbeitet hat? Oder – wie verwerflich – einfach früh schlafen gegangen ist, weil ein anstrengender Tag und eine absehbar anstrengende Woche vor ihr lagen?
Vermutungen mangels Fakten, populistischer Symbolismus
Wer weiss, wie ein Ministerium funktioniert, und auch einer SPD-Abgeordneten, zudem im Fraktionsvorstand, sollte das zuzutrauen sein, weiss auch, dass weder hektische Telefonate noch Aktionismus, noch ein Abbruch der (vielleicht nicht der FDP) politisch wichtigen Reise in der Sache irgend etwas geändert, sondern Schaden angerichtet hätten. Aber um die Sache geht es offensichtlich auch nicht. Es geht vielmehr um die populistische Befriedigung der Erwartung von Öffentlichkeit und Medien, wer die beste symbolische Politik macht. Daraus folgt, dass das rechtzeitige Zurschaustellen von Betroffenheit – mit oder ohne Gummistiefel – oder die Anwesenheit am Tatort inzwischen höher bewertet wird, als das sachliche Handeln. Und führen – in diesem Fall besonders deutlich – im Vertrauen auf zuverlässige Arbeiten der Mitarbeiter:innen des Ministeriums. Und dabei wird die Privatsphäre, auf die auch Regierungsmitglieder ein Recht haben, durch die Rundumüberwachung von SMS, elektronischer Kommunikation und persönlichen Daten natürlich ebenso zunehmend an Bedeutung. Fehlt nur, dass demnächst U-Ausschüsse fordern, die Fitnesstracker oder Herzschrittmacher von Politiker:innen auszulesen.
Falsche Fakten “über Bande” gepielt
Der Ministerin daraus einen Vorwurf zu konstruieren, dass sie Sonntagvormittag diese Rede gehalten hat und erst erst am Nachmittag wieder Kontakt mit ihrem Ministerium hatte – der verantwortliche Redakteur des KStA, Axel Spilker, macht daraus: Paul sei “52 Stunden nach dem Anschlag für Ministerpräsident Wüst, Mona Neubaur und Innenmininster Reul nicht zu sprechen gewesen.” Der Redakteur des eigentlich seriösen “Kölner Stadtanzeiger” beteiligte sich offensichtlich aktiv daran, derart ein Schein-Skandälchen aufzubauschen, denn es waren in Wirklichkeit wohl etwa 12-14 Stunden davon 8 Stunden Nachtruhe, in denen die Ministerin nicht mit ihrem Haus und ihren Kolleg:innen in der Landesregierung Kontakt gehalten hat. Fairer, faktenbesierter Journaismus liest sich anders.
Politiker:innen-Bashing im Stil der (a)sozialen Netzwerke
Ein Schelm, der dabei denkt, es könne sich um eine besonders perfide Form des Grünen-Bashing oder gar den Versuch der Diffamierung einer offen lesbisch lebenden Ministerin handeln. Nein, was hinter diesem asozialen Schaukampf mit unfairen Mittel steht, ist in Wirklichkeit beispielhaft. Ein populistisch geschürtes und von den Medien skandalisierend aufgebauschtes Politiker:innen-Bashing, das die Realität eines Regierungsamts völlig ausblendet. Es ist üblich geworden, nicht nach dem realen Beitrag oder der realen Verantwortung von Politiker:innen zu fragen, sondern nur, ob sie schnell reagiert, auch gerne ohne Sachkenntnisse in die Medien gepupst oder – wie beim inzwischen berühmten Gummistiefel-Einsatz Gerhard Schröders in der Oderflut 2002 – vor Ort Betroffenheit gezeigt oder auch nur geheuchelt wurde.
Ein Hetzblatt macht’s vor: “DAS war Kai Wegners größter Fehler – BILD.de”
Die Kritik an Kai Wegners Tennismatch fällt in die gleiche Kategorie des primitiven Populismus. So wurde ein Regierender Bürgermeister durch die Medien gezogen, dem jeder vernüftig denkende Mensch sehr wohl eine oder zwei Stunden Sport am Samstagnachmittag zubilligen wird, solange er seine Amtsgeschäfte ordentlich führt. Im Gegenteil: Vielleicht ist ihm sogar dabei eine gute politische Idee gekommen, die irgendwann für unsere Demokratie oder nur für Berlin viel mehr bewirkt, als gezielter Medienzirkus und populistisches Politiker-Bashing. Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass es in der Sache irgendetwas geändert hätte, wenn Kai Wegner seinen Sport abgesagt und stattdessen sich wie seine Stellvertreterin Giffey neben einen Bagger gestellt und unbestätigte Habwahrheiten über die angeblich linksterroristischen Täter in die Öffentlichkeit geplästert hätte? Für die Strafverfolgung der Täter hat er schließlich eine Innensenatorin und für die Elektrizitätsinfrastruktur die zuständige Wirtschaftssenatorin Giffey.
Giffey hat erfolgreich Bilder produziert und abgelenkt
Die hat die Medien scheinbar geschickt genutzt, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Auf einer Pressekonferenz ohne Bagger hätte vielleicht der eine oder die andere Journalistin die Gelegenheit genutzt, um die kritische Frage zu stellen, wie es zu diesem riesigen Ausmaß des Stromausfalls überhaupt kommen konnte. Was sie als verantwortliche Energie-Bürgermeisterin und vorher als “Regierende” in den vergangenen Jahren versäumt hat, um die Berliner Energieinfrastruktur resilient gegen das Gelingen von Anschlägen und Stromausfällen diesen Ausmasses hätte machen müssen – nicht zuletzt aufgrund der Sicherheitslage seit Beginn des Ukrainekrieges. Danach hat “am Bagger” aber keine Medienvertreter:in gefragt.
Trumps Theater und Demokratie-Bashing ist real bei uns angekommen
Wir sind vom oberflächlich inszenierten Polit-Theater eines Donald Trump, das weder nach Hintergründen fragt, noch investigativ nach Fakten sucht, nicht mehr weit entfernt. Die Fähigkeit, mediale Inszenierungen oder Ablenkungsmanöver zu durchschauen, werden für Journalist:innen immer komplexer zu durchschauen und für die Öffentlichkeit immer unübersichtlicher. Darüber hinaus wirkt sich negativ aus, dass die Presse aufgrund des Abwanderns von Werbeetats von der demokratischen Presse zu personalisierter Werbung der (a)sozialen Netzwerke der US-Oligarchen um Milliarden geschwächt wurde und weiter werden wird. Deshalb wird es nur weiter investigativen, guten Journalismus in Europa geben, wenn die (a)sozialen Netzwerke und ihre personalisierten Werbestreategien, die auf der illegalen Ausspähungen der Nutzer:innen beruht, durch eine konsequente Regulierung eingedämmt, nicht durch die von EU und Deutschland geplante Aufweichung des Datenschutzes noch begünstigt werden.
Über Roland Appel:
Roland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @[email protected]
-
Diffamierung statt Aufklärung?
Seit einigen Monaten führen in NRW vor allem die 3%-Partei FDP, aber auch die in ihrem einstigen Kernland auf unter 20% gefallene SPD einen Kleinkrieg gegen die Integrationsministerin Josefine Paul (Grüne). Kern ihrer Arbeit ist bei beiden Parteien, die sonst politisch nahezu keine Themen zu haben scheinen, der Ministerin angebliche “Verantwortungslosigkeit” während und vor allem nach dem Solinger Mordanschlag eines Islamisten anzuhängen. Im politischen Ping-Pong mit zwei Redakteuren des “Kölner Stadtanzeiger” wird Josefine Paul mindestens einmal wöchentlich mit neuen “Zweifeln an ihrer Glaubwürdigkeit” konfrontiert, jüngst beweist eine “Geheim-SMS” angeblich “krasses Fehlverhalten” und “grobe Verantwortungslosigkeit”.
Der Anschlag als Anlass
Schlimmes getan hat zunächst jemand anderer. Am Freitag, den 23.August 2024 gegen 21:37 sticht ein Terrorist auf dem Stadtfest in Solingen während des Auftritts der Band “Susan Köchers Suprafon” auf mindestens fünf Personen mit einem Messer ein. Drei davon sterben, der Täter kann zunächst unerkannt flüchten. Tags darauf geben Staatsanwaltschaft und Polizei auf einer Pressekonferenz bekannt, man ermittle gegen unbekannt, nachdem zunächst ein 15-jähriger festgenommen wird, der sich aber später nicht als Täter verifizieren lässt. Ministerpräsident Wüst, Bundesinnenministerin Nancy Faeser, die stv. Ministerpräsidentin Mona Neubaur von den Grünen, Innenminister Herbert Reul und andere Regierungsmitglieder eilen nach Solingen. MP Wüst sagt wörtlich: “Wir werden uns nicht erschüttern lassen von Terror und Hass.”
Die Landesregierung handelt – jede:r an seinem Platz
Am Samstagabend durchsucht die Polizei eine Flüchtlingsunterkunft und etwa 24 Stunden nach der Tat bestätigt Innenminister Reul, dass eine “höchst verdächtige Person” festgenommen worden sei. Es handelte sich, wie sich im Laufe des Sonntag herausstellt, um den Syrer Issa al H. Am Morgen des Sonntags, 25.8. übernimmt die Generalbundesanwaltschaft die Ermittlungen nach § 129a StGB. Währenddessen schläft auch das Ministerium nicht, das auf Bitten der Ministerin intern die Zusammenhänge und Hintergründe aufklärt, sobald der mutmaßliche Täter identifizierbar wird. Dessen Identität wird erst im Laufe des Sonntags verlässlich bestätigt. Dass Terroristen uns nicht daran hindern dürfen, die Demokratie im Alltag unbeirrt weiterzuführen, war und ist Konsens der demokratischen Parteien seit den Anschlägen der RAF in den 70er Jahren bis heute. Das gilt auch für eine Ministerin Paul und ihre Termine.
Ministerien arbeiten auch sonntags. Die Ministerin auch
Während dieses Samstags befindet sich die Ministerin Josefine Paul auf dem Weg zu einer lange zugesagten Rede in Frankreich aus Anlass einer Gedenkstunde für die Verbrechen, die die SS während der deutschen Besatzung in Frankreich begangen hat. Was ist daran falsch? Sie hat absolut richtig gehandelt, denn eine Absage hätte auch als eine Mißachtung der Gedenkfeier und ein Affront gegen die deutsch-französische Aussöhnung aufgefasst werden können. Sie spricht wie verabredet am Sonntagvormittag. Noch am Samstagabend erkundigt sie sich bei ihrer Abteilungsleiterin per SMS, und ihr Haus klärt intern die von ihr erfragten Sachverhalte, die der Gruppenleiter der Ministerin und dem Staatssekretär umgehend um 21.21 Uhr weiterleitet. Die aus dieser Tatsache abgeleiteten Vorwürfe sind bei näherem Hinsehen nichts als Unterstellungen.
Unterstellungen mangels Sachkenntnis
SPD-Fraktions-Vizevorsitzende Lisa Kapteinat spricht nun von einer “Geheim-SMS” und gar von einem “politischen Skandal” einer “bewußten Täuschung des Parlaments und der Öffentlichkeit” – und dichtet gleich ihre eigene Meinung hinzu “ die Ministerin war frühzeitig informiert und blieb anschließend untätig und nicht erreichbar.” Woher Frau Kapteinat ihre Weisheit hat, bleibt im dunkeln, denn sie war zwar nicht dabei, als Frau Ministerin Paul die Antwort gelesen hat, was sie aber nicht davon abhält, mit Wertungen und Unterstellungen um sich zu schlagen. Vielleicht hat ja Paul nicht mehr reagiert, weil sie wegen des bevorstehenden Termins noch an ihrer Rede gearbeitet hat? Oder – wie verwerflich – einfach früh schlafen gegangen ist, weil ein anstrengender Tag und eine absehbar anstrengende Woche vor ihr lagen?
Vermutungen mangels Fakten, populistischer Symbolismus
Wer weiss, wie ein Ministerium funktioniert, und auch einer SPD-Abgeordneten, zudem im Fraktionsvorstand, sollte das zuzutrauen sein, weiss auch, dass weder hektische Telefonate noch Aktionismus, noch ein Abbruch der (vielleicht nicht der FDP) politisch wichtigen Reise in der Sache irgend etwas geändert, sondern Schaden angerichtet hätten. Aber um die Sache geht es offensichtlich auch nicht. Es geht vielmehr um die populistische Befriedigung der Erwartung von Öffentlichkeit und Medien, wer die beste symbolische Politik macht. Daraus folgt, dass das rechtzeitige Zurschaustellen von Betroffenheit – mit oder ohne Gummistiefel – oder die Anwesenheit am Tatort inzwischen höher bewertet wird, als das sachliche Handeln. Und führen – in diesem Fall besonders deutlich – im Vertrauen auf zuverlässige Arbeiten der Mitarbeiter:innen des Ministeriums. Und dabei wird die Privatsphäre, auf die auch Regierungsmitglieder ein Recht haben, durch die Rundumüberwachung von SMS, elektronischer Kommunikation und persönlichen Daten natürlich ebenso zunehmend an Bedeutung. Fehlt nur, dass demnächst U-Ausschüsse fordern, die Fitnesstracker oder Herzschrittmacher von Politiker:innen auszulesen.
Falsche Fakten “über Bande” gepielt
Der Ministerin daraus einen Vorwurf zu konstruieren, dass sie Sonntagvormittag diese Rede gehalten hat und erst erst am Nachmittag wieder Kontakt mit ihrem Ministerium hatte – der verantwortliche Redakteur des KStA, Axel Spilker, macht daraus: Paul sei “52 Stunden nach dem Anschlag für Ministerpräsident Wüst, Mona Neubaur und Innenmininster Reul nicht zu sprechen gewesen.” Der Redakteur des eigentlich seriösen “Kölner Stadtanzeiger” beteiligte sich offensichtlich aktiv daran, derart ein Schein-Skandälchen aufzubauschen, denn es waren in Wirklichkeit wohl etwa 12-14 Stunden davon 8 Stunden Nachtruhe, in denen die Ministerin nicht mit ihrem Haus und ihren Kolleg:innen in der Landesregierung Kontakt gehalten hat. Fairer, faktenbesierter Journaismus liest sich anders.
Politiker:innen-Bashing im Stil der (a)sozialen Netzwerke
Ein Schelm, der dabei denkt, es könne sich um eine besonders perfide Form des Grünen-Bashing oder gar den Versuch der Diffamierung einer offen lesbisch lebenden Ministerin handeln. Nein, was hinter diesem asozialen Schaukampf mit unfairen Mittel steht, ist in Wirklichkeit beispielhaft. Ein populistisch geschürtes und von den Medien skandalisierend aufgebauschtes Politiker:innen-Bashing, das die Realität eines Regierungsamts völlig ausblendet. Es ist üblich geworden, nicht nach dem realen Beitrag oder der realen Verantwortung von Politiker:innen zu fragen, sondern nur, ob sie schnell reagiert, auch gerne ohne Sachkenntnisse in die Medien gepupst oder – wie beim inzwischen berühmten Gummistiefel-Einsatz Gerhard Schröders in der Oderflut 2002 – vor Ort Betroffenheit gezeigt oder auch nur geheuchelt wurde.
Ein Hetzblatt macht’s vor: “DAS war Kai Wegners größter Fehler – BILD.de”
Die Kritik an Kai Wegners Tennismatch fällt in die gleiche Kategorie des primitiven Populismus. So wurde ein Regierender Bürgermeister durch die Medien gezogen, dem jeder vernüftig denkende Mensch sehr wohl eine oder zwei Stunden Sport am Samstagnachmittag zubilligen wird, solange er seine Amtsgeschäfte ordentlich führt. Im Gegenteil: Vielleicht ist ihm sogar dabei eine gute politische Idee gekommen, die irgendwann für unsere Demokratie oder nur für Berlin viel mehr bewirkt, als gezielter Medienzirkus und populistisches Politiker-Bashing. Glaubt irgend jemand ernsthaft, dass es in der Sache irgendetwas geändert hätte, wenn Kai Wegner seinen Sport abgesagt und stattdessen sich wie seine Stellvertreterin Giffey neben einen Bagger gestellt und unbestätigte Habwahrheiten über die angeblich linksterroristischen Täter in die Öffentlichkeit geplästert hätte? Für die Strafverfolgung der Täter hat er schließlich eine Innensenatorin und für die Elektrizitätsinfrastruktur die zuständige Wirtschaftssenatorin Giffey.
Giffey hat erfolgreich Bilder produziert und abgelenkt
Die hat die Medien scheinbar geschickt genutzt, um Handlungsfähigkeit zu demonstrieren. Auf einer Pressekonferenz ohne Bagger hätte vielleicht der eine oder die andere Journalistin die Gelegenheit genutzt, um die kritische Frage zu stellen, wie es zu diesem riesigen Ausmaß des Stromausfalls überhaupt kommen konnte. Was sie als verantwortliche Energie-Bürgermeisterin und vorher als “Regierende” in den vergangenen Jahren versäumt hat, um die Berliner Energieinfrastruktur resilient gegen das Gelingen von Anschlägen und Stromausfällen diesen Ausmasses hätte machen müssen – nicht zuletzt aufgrund der Sicherheitslage seit Beginn des Ukrainekrieges. Danach hat “am Bagger” aber keine Medienvertreter:in gefragt.
Trumps Theater und Demokratie-Bashing ist real bei uns angekommen
Wir sind vom oberflächlich inszenierten Polit-Theater eines Donald Trump, das weder nach Hintergründen fragt, noch investigativ nach Fakten sucht, nicht mehr weit entfernt. Die Fähigkeit, mediale Inszenierungen oder Ablenkungsmanöver zu durchschauen, werden für Journalist:innen immer komplexer zu durchschauen und für die Öffentlichkeit immer unübersichtlicher. Darüber hinaus wirkt sich negativ aus, dass die Presse aufgrund des Abwanderns von Werbeetats von der demokratischen Presse zu personalisierter Werbung der (a)sozialen Netzwerke der US-Oligarchen um Milliarden geschwächt wurde und weiter werden wird. Deshalb wird es nur weiter investigativen, guten Journalismus in Europa geben, wenn die (a)sozialen Netzwerke und ihre personalisierten Werbestreategien, die auf der illegalen Ausspähungen der Nutzer:innen beruht, durch eine konsequente Regulierung eingedämmt, nicht durch die von EU und Deutschland geplante Aufweichung des Datenschutzes noch begünstigt werden.
Über Roland Appel:
Roland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @[email protected]
-
Reul sieht „Merkwürdigkeiten“ in Gelsenkirchen
Erst als am 29. Dezember ein weiterer Brandmeldealarm bei der Feuerwehr einging, wurde der Einbruch entdeckt. Der genaue…
#Gelsenkirchen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100312364 #Aktenraum #Bank #CDU #Feuerwehr #Germany #HerbertReul #Merkwürdigkeit #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Sondersitzung #SPD #Tresorraum
https://www.europesays.com/de/719765/ -
Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen: Reul sieht „Merkwürdigkeiten“
Erst als am 29. Dezember ein weiterer Brandmeldealarm bei der Feuerwehr einging, wurde der Einbruch entdeckt. Der genaue…
#Gelsenkirchen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100312364 #Aktenraum #Bank #CDU #Feuerwehr #Germany #HerbertReul #Merkwürdigkeit #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Sondersitzung #SPD #Tresorraum
https://www.europesays.com/de/716722/ -
Täter kamen durch „manipulierte Tür“
Spektakulärer Sparkassen-Coup Täter kamen durch „manipulierte Tür“ 13.01.2026 – 13:40 UhrLesedauer: 2 Min. Player wird geladen Aufnahmen zeigen…
#Essen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100312364 #Aktenraum #Gelsenkirchen #Germany #HerbertReul #Millionenbereich #Nordrhein-Westfalen #Polizei #Tresorraum
https://www.europesays.com/de/715775/ -
Raub in Gelsenkirchen: Gab es einen Insider?
Sie möchten weiterlesen? Wählen Sie eine Option: Sie sind bereits Digitalabonnent? Anmelden Monatsabo Neue Osnabrücker Zeitung Plus Logo…
#Gelsenkirchen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #ChristlichDemokratischeUnionDeutschlands #Dienstvergehen #Düsseldorf #Eigentumsdelikte #Fahndung #Germany #HerbertReul #Nordrhein-Westfalen #Raub #Strafverfolgungsbehörden
https://www.europesays.com/de/707874/ -
NRW-Innenminister Herbert Reul kommt nach Jüchen
Hoher Besuch bei den Christdemokraten: Für eine Veranstaltung der CDU Jüchen hat sich NRW-Innenminister Herbert Reul a…
#Moenchengladbach #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Mönchengladbach #CDU #geladen #Germany #HaraldZillikens #HerbertReul #Innenminister #Jüchen #Krönauer #Neujahrsempfang #Nordrhein-Westfalen #Veranstaltung #Vereinsvertreter #Vertreter
https://www.europesays.com/de/702370/ -
Nach einem Anschlag sind Zehntausende Berliner ohne Strom: Auch in NRW sei die Infrastruktur angreifbar, sagt Innenminister Reul.#WDR #Berlin #Stromausfall #Anschlag #kritischeInfrastruktur #HerbertReul #Interview #NRW
NRW-Innenminister Reul zu Stromnetz-Anschlag: "Wir können nicht überall Polizisten hinstellen"