#dominanz — Public Fediverse posts
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CW: #nsf
Es war mal wieder soweit: CFNM-Event in Wien.
Ich war alleine dort. Nichts Ungewöhnliches für mich. Allein sein heißt auf solchen Abenden auch: mehr sehen, mehr hören, mehr wahrnehmen – und mehr Zeit haben, über das nachzudenken, was rundherum passiert.
Die Location kannte ich. Einlass 20 Uhr, ab 21 Uhr Nacktheit.
Gegen 21:30 Uhr begannen die ersten Männer zu grummeln. Viele Männer, wenige Frauen. Später kamen noch ein paar Frauen dazu – ob regulär oder organisiert, kann ich nicht beurteilen – und natürlich auch noch mehr Männer.
Lasset die Spiele beginnen.
Zuerst Antanzen. Soweit okay. Spaß? Für mich nur bedingt.
Danach Spanking-Runde. Die anwesenden Frauen mussten mit einiger Mühe zum Mitmachen bewegt werden.
Und ganz ehrlich: Freude und Lust daran fühlen sich für mich normalerweise anders an. Mein Hintern hat da durchaus Vergleichswerte.
Dann das freie Spiel.
Und wehe, wenn sie losgelassen.
Ein Teil der Männer drängte sich sofort nach vorne. Nicht spielerisch, nicht mit Gespür, sondern fordernd und teilweise regelrecht gierig.
Dazu dieses ständige „Bossing the Top“: Selbst wenn eine Frau die dominante Rolle übernimmt, müssen manche Männer noch erklären, bestimmen und korrigieren.
Echte Dominanz fühlt sich für mich anders an.
Ein Typ mit Haube brachte mich mit seinem permanenten Aufdrängen wirklich an meine Grenze. Dieses fehlende Gespür für Abstand, Situation und Grenzen empfinde ich schlicht als widerlich.
Nicht Sexualität.
Nicht Lust.
Nicht Neugier.Sondern dieses Auftreten, als würde die Anwesenheit einer Frau bereits Verfügbarkeit bedeuten.
Und dann wundert man sich, warum so wenige Frauen auf solchen Events sind.
Ich nicht.
Vielleicht ist „viele Männer, wenige Frauen“ nicht das Problem.
Vielleicht ist es die Folge.
Nacktheit ist keine Einladung.
Interesse ist kein Anspruch.
Dominanz braucht weder Lautstärke noch Penetranz.Und mitten in all dem fiel mir den ganzen Abend eine junge Frau mit ihrem Partner auf.
Offensichtlich noch dabei, diese Welt kennenzulernen – mit einer Leichtigkeit, die fast wie ein Gegenentwurf zum Rest wirkte.
Sie probierte aus.
Sie lernte.
Sie lachte.
Sie hatte sichtbar Spaß.Diese Leichtigkeit war sogar in ihrer Bewegung zu sehen, im fliegenden Rock ihres Latexkleides.
Nichts wirkte schwer.
Nichts erzwungen.
Nichts so, als müsste sie irgendeine Rolle perfekt spielen.Und da war immer wieder diese kleine Geste zu ihrem Partner:
eine schützende Hand.
Nicht von ihm zu ihr.
Von ihr zu ihm.
Fast wie ein stilles: Der gehört zu mir.
Nicht als Besitzanspruch, sondern als Nähe, Verbundenheit, Rückhalt.
Vielleicht war genau das so schön anzusehen: ihre Freiheit, ihre Leichtigkeit – und gleichzeitig diese Selbstverständlichkeit zwischen ihnen.
Kein großes Schauspiel.
Nur zwei Menschen, die gemeinsam etwas entdecken.
Und das wirkte auf mich erotischer und authentischer als vieles, was ringsherum mit Druck, Lautstärke und Aufdringlichkeit erzwungen werden sollte.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einem Raum, in dem Lust entstehen kann – und einem Raum, in dem Lust eingefordert wird.
Natürlich ist das nur meine Wahrnehmung.
Wie erlebt ihr öffentliche CFNM-, BDSM- oder sexpositive Veranstaltungen?
Nehmt ihr dieses Drängen, das schlechte Lesen von Grenzen und dieses „Ich muss auch noch dran“ ebenfalls wahr?
Und besonders an die Frauen: Ist genau dieses Verhalten ein Grund, solche Veranstaltungen zu meiden?
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CW: #nsf
Es war mal wieder soweit: CFNM-Event in Wien.
Ich war alleine dort. Nichts Ungewöhnliches für mich. Allein sein heißt auf solchen Abenden auch: mehr sehen, mehr hören, mehr wahrnehmen – und mehr Zeit haben, über das nachzudenken, was rundherum passiert.
Die Location kannte ich. Einlass 20 Uhr, ab 21 Uhr Nacktheit.
Gegen 21:30 Uhr begannen die ersten Männer zu grummeln. Viele Männer, wenige Frauen. Später kamen noch ein paar Frauen dazu – ob regulär oder organisiert, kann ich nicht beurteilen – und natürlich auch noch mehr Männer.
Lasset die Spiele beginnen.
Zuerst Antanzen. Soweit okay. Spaß? Für mich nur bedingt.
Danach Spanking-Runde. Die anwesenden Frauen mussten mit einiger Mühe zum Mitmachen bewegt werden.
Und ganz ehrlich: Freude und Lust daran fühlen sich für mich normalerweise anders an. Mein Hintern hat da durchaus Vergleichswerte.
Dann das freie Spiel.
Und wehe, wenn sie losgelassen.
Ein Teil der Männer drängte sich sofort nach vorne. Nicht spielerisch, nicht mit Gespür, sondern fordernd und teilweise regelrecht gierig.
Dazu dieses ständige „Bossing the Top“: Selbst wenn eine Frau die dominante Rolle übernimmt, müssen manche Männer noch erklären, bestimmen und korrigieren.
Echte Dominanz fühlt sich für mich anders an.
Ein Typ mit Haube brachte mich mit seinem permanenten Aufdrängen wirklich an meine Grenze. Dieses fehlende Gespür für Abstand, Situation und Grenzen empfinde ich schlicht als widerlich.
Nicht Sexualität.
Nicht Lust.
Nicht Neugier.Sondern dieses Auftreten, als würde die Anwesenheit einer Frau bereits Verfügbarkeit bedeuten.
Und dann wundert man sich, warum so wenige Frauen auf solchen Events sind.
Ich nicht.
Vielleicht ist „viele Männer, wenige Frauen“ nicht das Problem.
Vielleicht ist es die Folge.
Nacktheit ist keine Einladung.
Interesse ist kein Anspruch.
Dominanz braucht weder Lautstärke noch Penetranz.Und mitten in all dem fiel mir den ganzen Abend eine junge Frau mit ihrem Partner auf.
Offensichtlich noch dabei, diese Welt kennenzulernen – mit einer Leichtigkeit, die fast wie ein Gegenentwurf zum Rest wirkte.
Sie probierte aus.
Sie lernte.
Sie lachte.
Sie hatte sichtbar Spaß.Diese Leichtigkeit war sogar in ihrer Bewegung zu sehen, im fliegenden Rock ihres Latexkleides.
Nichts wirkte schwer.
Nichts erzwungen.
Nichts so, als müsste sie irgendeine Rolle perfekt spielen.Und da war immer wieder diese kleine Geste zu ihrem Partner:
eine schützende Hand.
Nicht von ihm zu ihr.
Von ihr zu ihm.
Fast wie ein stilles: Der gehört zu mir.
Nicht als Besitzanspruch, sondern als Nähe, Verbundenheit, Rückhalt.
Vielleicht war genau das so schön anzusehen: ihre Freiheit, ihre Leichtigkeit – und gleichzeitig diese Selbstverständlichkeit zwischen ihnen.
Kein großes Schauspiel.
Nur zwei Menschen, die gemeinsam etwas entdecken.
Und das wirkte auf mich erotischer und authentischer als vieles, was ringsherum mit Druck, Lautstärke und Aufdringlichkeit erzwungen werden sollte.
Vielleicht ist genau das der Unterschied zwischen einem Raum, in dem Lust entstehen kann – und einem Raum, in dem Lust eingefordert wird.
Natürlich ist das nur meine Wahrnehmung.
Wie erlebt ihr öffentliche CFNM-, BDSM- oder sexpositive Veranstaltungen?
Nehmt ihr dieses Drängen, das schlechte Lesen von Grenzen und dieses „Ich muss auch noch dran“ ebenfalls wahr?
Und besonders an die Frauen: Ist genau dieses Verhalten ein Grund, solche Veranstaltungen zu meiden?