#brasilien — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #brasilien, aggregated by home.social.
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Fleisch: Einfuhrstopp führt zu Missstimmung zwischen Brasilien und EU • Table.Briefings
Die entscheidenden Informationen für die entscheidenden Köpfe in Politik, Verwaltung, Unternehmen, Verbänden, NGOs, Wissenschaft, Stiftungen, Beratung, Thinktanks und…
#EuropeSays #EU #Europa #Agrarhandel #Brasilien #EuropäischeUnion #Mercosur
https://www.europesays.com/europa/94190/ -
Der #Internationale_Tag_der_polizeilichen_Zusammenarbeit fällt jedes Jahr auf den 7. September. Die #Generalversammlung der #VereintenNationen beschloss ihn am 16. Dezember 2022, auf Vorschlag von #Norwegen und #Brasilien. Erstmals begangen wurde er 2023. Das Datum hat einen konkreten Anlass: Am 7. September 1923 entstand die #Vorläuferorganisation von #Interpol.
https://welttag-heute.com/tag/internationaler-tag-der-polizeilichen-zusammenarbeit/ -
7. Sep: In #Brasilien ist heute Grund zur #Freude, denn es ist Brasilianischer #Unabhängigkeitstag! https://www.kleiner-kalender.de/108147
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7. Sep: In #Brasilien ist heute Grund zur #Freude, denn es ist Brasilianischer #Unabhängigkeitstag! https://www.kleiner-kalender.de/108147
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7. Sep: In #Brasilien ist heute Grund zur #Freude, denn es ist Brasilianischer #Unabhängigkeitstag! https://www.kleiner-kalender.de/108147
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7. Sep: In #Brasilien ist heute Grund zur #Freude, denn es ist Brasilianischer #Unabhängigkeitstag! https://www.kleiner-kalender.de/108147
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https://www.europesays.com/at/379527/ ProSieben schickt Lilly Becker in den Urwald #AT #Austria #Brasilien #Deutschland #Entertainment #Fernsehen #Leute #Medien #Österreich #Serien #Series #Streaming #Unterhaltung
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Bergnäsets AIK:s damlag kommer att ha en stor roll i filmen om fotbollslegendaren Marta, som bland annat spelas in i Luleå.
Uppdraget: att gestalta Umeå IK i en av klubbens mest klassiska matcher.
– Ett minne för livet, säger tränaren Andreas Pettersson.#Fotboll #Sporter #Sport #Sport #Jobb #Redaktionell #Film #KulturochNöje #Luleå #Luleåkommun #Norrbottenslän #Norrland #Sverige #ChampionsLeague #Brasilien #Umeå #Umeåkommun #Västerbottenslän #UmeåIK #BergnäsetsAIK #Uppdatera
Häftiga uppdraget: Baik blir Umeå IK i storfilmen om Marta -
Bergnäsets AIK:s damlag kommer att ha en stor roll i filmen om fotbollslegendaren Marta, som bland annat spelas in i Luleå.
Uppdraget: att gestalta Umeå IK i en av klubbens mest klassiska matcher.
– Ett minne för livet, säger tränaren Andreas Pettersson.#Fotboll #Sporter #Sport #Sport #Jobb #Redaktionell #Film #KulturochNöje #Luleå #Luleåkommun #Norrbottenslän #Norrland #Sverige #ChampionsLeague #Brasilien #Umeå #Umeåkommun #Västerbottenslän #UmeåIK #BergnäsetsAIK #Uppdatera
Häftiga uppdraget: Baik blir Umeå IK i storfilmen om Marta -
Bergnäsets AIK:s damlag kommer att ha en stor roll i filmen om fotbollslegendaren Marta, som bland annat spelas in i Luleå.
Uppdraget: att gestalta Umeå IK i en av klubbens mest klassiska matcher.
– Ett minne för livet, säger tränaren Andreas Pettersson.#Fotboll #Sporter #Sport #Sport #Jobb #Redaktionell #Film #KulturochNöje #Luleå #Luleåkommun #Norrbottenslän #Norrland #Sverige #ChampionsLeague #Brasilien #Umeå #Umeåkommun #Västerbottenslän #UmeåIK #BergnäsetsAIK #Uppdatera
Häftiga uppdraget: Baik blir Umeå IK i storfilmen om Marta -
Und hier der wunderbare WDR-Podcast zu San Marino, der ältesten und zugleich kleinsten Republik der Menschheit.
Sie existiert seit 301 n. Chr. und liegt nach wie vor als eigenständiger Klein-, nicht aber Stadtstaat inmitten von Italien. Seitdem wird von der Bürgerschaft eine Legislative / ein Parlament gewählt, das wiederum die beiden Regierungschefs (Capitani Regenti) auf nur 6 Monate (!) wählt, mit keiner Wiederwahl innerhalb von 3 Jahren. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich direkt an die Räte & Regenti richten.
Hier wird m.E. auch sehr gut deutlich, warum kleinere, demokratische Republiken durch Konzernmedien sehr viel schwerer zu manipulieren sind als etwa die #USA , #Brasilien oder auch #Deutschland ...
#Podcast #Empfehlung #SanMarino #WDR #Republik #Demokratie #Geschichte #Gewaltenteilung #Legislative #Exekutive #Judikative
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Und hier der wunderbare WDR-Podcast zu San Marino, der ältesten und zugleich kleinsten Republik der Menschheit.
Sie existiert seit 301 n. Chr. und liegt nach wie vor als eigenständiger Klein-, nicht aber Stadtstaat inmitten von Italien. Seitdem wird von der Bürgerschaft eine Legislative / ein Parlament gewählt, das wiederum die beiden Regierungschefs (Capitani Regenti) auf nur 6 Monate (!) wählt, mit keiner Wiederwahl innerhalb von 3 Jahren. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich direkt an die Räte & Regenti richten.
Hier wird m.E. auch sehr gut deutlich, warum kleinere, demokratische Republiken durch Konzernmedien sehr viel schwerer zu manipulieren sind als etwa die #USA , #Brasilien oder auch #Deutschland ...
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Und hier der wunderbare WDR-Podcast zu San Marino, der ältesten und zugleich kleinsten Republik der Menschheit.
Sie existiert seit 301 n. Chr. und liegt nach wie vor als eigenständiger Klein-, nicht aber Stadtstaat inmitten von Italien. Seitdem wird von der Bürgerschaft eine Legislative / ein Parlament gewählt, das wiederum die beiden Regierungschefs (Capitani Regenti) auf nur 6 Monate (!) wählt, mit keiner Wiederwahl innerhalb von 3 Jahren. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich direkt an die Räte & Regenti richten.
Hier wird m.E. auch sehr gut deutlich, warum kleinere, demokratische Republiken durch Konzernmedien sehr viel schwerer zu manipulieren sind als etwa die #USA , #Brasilien oder auch #Deutschland ...
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Und hier der wunderbare WDR-Podcast zu San Marino, der ältesten und zugleich kleinsten Republik der Menschheit.
Sie existiert seit 301 n. Chr. und liegt nach wie vor als eigenständiger Klein-, nicht aber Stadtstaat inmitten von Italien. Seitdem wird von der Bürgerschaft eine Legislative / ein Parlament gewählt, das wiederum die beiden Regierungschefs (Capitani Regenti) auf nur 6 Monate (!) wählt, mit keiner Wiederwahl innerhalb von 3 Jahren. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich direkt an die Räte & Regenti richten.
Hier wird m.E. auch sehr gut deutlich, warum kleinere, demokratische Republiken durch Konzernmedien sehr viel schwerer zu manipulieren sind als etwa die #USA , #Brasilien oder auch #Deutschland ...
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https://www.europesays.com/afrika/51370/ Jacyobá AC (AL) – Ausländische Spieler aus Guinea-Bissau #Brasilien #Guinea #JacyobáAC(AL)
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https://www.europesays.com/at/343886/ Brasilien: Zwillinge überleben Trennung nicht – beide tot | News #Brasilien #ContentPipeline #DeskDelta #herzstillstand #KITest #Kopf #Krankenhaus #MedizinischeOperation #Nachrichten #News #NewsosImportBild #Schlagzeilen #SiamesischeZwillinge #TeamFirst #Tod #Trennung #Welt #World #WorldNews #Zwillinge
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Die Tierforscherin Lydia Möcklinghoff ist am 3. Juli verstorben. In einem Nachruf nimmt das Team der Sendung mit der Maus Abschied.#Pantanal #Brasilien #Forschungsreise #LydiaMöcklinghoff #Tiere #Forschung #Zoologin #MausLive #Nachruf #Abschied
Die Seite mit der Maus - Mach es gut, Lydia! -
Bundesaußenminister #Wadephul hat in #Brasilien für die #Zuwanderung von Fachkräften geworben.
In Sao Paulo traf sich der CDU-Politiker mit jungen Sprachschülern im Goethe-Institut und äußerte sich dabei positiv über die Integration von Migranten in Deutschland. -
Hype um Prognosemärkte hält an: Wetten, dass Familie Trump gewinnt
Während weltweit immer mehr Länder Prognosemärkte als Glücksspiel behandeln, baut die Trump-Regierung ihre Aufsichtsbehörde zum Anwalt der Branche um. In den USA sollen Krypto- und Prognosemärkte so unreguliert wie möglich wachsen können – und Familie Trump profitiert mit.
Wird Trump am 31. Mai tanzen? Die Chance steht laut Polymarket bei acht Prozent. Werden Frankreich, Großbritannien oder Deutschland den Iran bis zum 30. Juni angreifen? Die Chance steht bei drei Prozent.
Der Hype um Prediction Markets (deutsch: Prognosemärkte) hält an. Im April berichtete netzpolitik.org, wie das ethisch höchst fragwürdige und manipulationsanfällige Wettangebot immer populärer wird. Die beiden größten Plattformen Polymarket und Kalshi boomen: Zusammen verzeichneten sie im Jahr 2025 ein Handelsvolumen von rund 50 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2026 erreichten beide Plattformen zusammen dieses Volumen bereits im Frühjahr.
Die Plattformen unternehmen derweil große Anstrengungen, um auch Investmentfirmen und Hedgefonds für sich zu gewinnen. Auf Kalshi sei das Handelsvolumen institutioneller Anleger in den vergangenen sechs Monaten um 800 Prozent gestiegen, berichtet Reuters. Geht es nach den Plattformen, sollen ihre Angebote als legitime Anlageklassen neben anderen Finanzprodukten gelten.
Viele Staaten sehen das anders. Weltweit greifen immer mehr Länder gegen die Plattformen durch. So sperrte kürzlich Indonesien den Zugang zu Polymarket, nachdem auf der Plattform darauf gewettet wurde, ob und wann der indonesische Präsident seines Amtes enthoben wird. Einen Tag später verhängte auch Spanien eine Netzsperre gegen Polymarket und Kalshi und leitete zusätzlich Verfahren ein, weil die Plattformen ohne Glücksspiellizenz im Land aktiv gewesen sein sollen. Erst im April hatte Brasiliendie Seiten gesperrt sowie die Regeln für „wett-ähnliche“ Produkte verschärft.
In Deutschland bleibt Polymarket dagegen im Netz frei zugänglich. Dort Wetten anzubieten oder daran teilzunehmen ist laut der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder jedoch strafbar. Eine einheitliche EU-Regelung für Prognosemärkte gibt es derweil nicht.
Die Reaktionen der unterschiedlichen Länder auf die Prognosemärkte eint dennoch eines: Sie sehen in den Ereigniswetten kein Anlageprodukt, sondern ein Glücksspiel – und gehen deshalb unter der Maßgabe von Glücksspielgesetzen gegen das Wettangebot vor.
US-Aufsichtsbehörde wird zum Anwalt der Branche
Ganz anders dagegen die USA. Dort gehen bislang nur einzelne Bundesstaaten gegen die Wetten vor. Der bisher umfangreichste Vorstoß kommt aus Minnesota. Dort sollen Prognosemärkte ab August verboten sein. Der US-Bundesstaat will damit vor allem junge Menschen schützen, die laut Studienlage zur primären Zielgruppe gehören. Der Generalstaatsanwalt von Minnesota, Keith Ellison, sagte in einer Stellungnahme, Prognosemärkte zielten auf Menschen mit geringem Einkommen und seien so konzipiert, dass sie süchtig machen. „Sie tragen dazu bei, dass die Superreichen noch reicher werden und der Rest von uns noch ärmer wird.“ Das Glücksspiel und die finanziellen Verluste gingen so immer früher los, erklärte er.
Trump hingegen fährt eine andere Linie. Die Gouverneure von Illinois und Minnesota, JB Pritzker und Tim Walz, bezeichnete er als „Abschaum“, dem man das Festlegen der Regeln nicht überlassen dürfe. Ihm zufolge müsse die ausschließliche Zuständigkeit der „Commodity Futures Trading Commission“ (CFTC) für Prognosemärkte gewahrt bleiben, damit diese Märkte ungehindert wachsen können.
Der demokratische Gouverneur von Illinois JB Pritzker bot eine andere Lesart an: „Der korrupteste Präsident in der Geschichte unseres Landes will sicherstellen, dass unsere Bundesstaaten die Prognosemärkte nicht regulieren können, damit seine Familie und seine Regierung weiterhin davon profitieren können.“ 16 verschiedene Bundesstaaten greifen aktuell zu rechtlichen Schritten gegen die Plattformen. Die CFTC verklagte bereits sechs davon.
Einem aktuellen Bericht der New York Times zufolge hat die CFTC in den vergangenen 16 Monaten der Trump-Administration den Plattformen praktisch bei jeder Gelegenheit juristisch unter die Arme gegriffen. Die Behörde habe unter anderem eigenes Personal abgebaut und kritische Beamte in den Zwangsurlaub geschickt sowie interne Ermittlungen gegen jene Mitarbeitende angestrengt, die unbequeme Fragen stellten – beispielsweise hinsichtlich der Geschäftsbeziehungen zwischen der Krypto-Börse Crypto.com und Trump Media & Technology Group, Trumps Medienunternehmen.
Analog dazu habe die CFTC die Durchsetzung der Rechtsvorschriften in der Krypto-Branche drastisch eingeschränkt und systematisch erfahrene Beamte entlassen, so der Bericht. Die Maßnahmen seien gegenüber den Beamten nicht begründet worden, aber die Botschaft klar gewesen: Macht diesen Branchen keinen Ärger.
Die CFTC versteht Prognosemärkte als bundesrechtlich regulierte Finanzmärkte und ihre Wettangebote als sogenannte „Event Contracts“. Also als ein Finanzprodukt neben anderen Finanzderivaten. Entsprechend sieht die Behörde die Zuständigkeit bei sich und nicht etwa bei den Glücksspielaufsichten einzelner US-Bundesstaaten. Der Begriff „Wette“ taucht in diesem Zusammenhang kein einziges Mal auf der Webseite der Behörde auf.
Das Geschäft der Familie Trump
Wer die CFTC führt, kommt heute selbst aus der Industrie, die sie beaufsichtigen soll. Im Januar 2025 ernannte Trump die Anwältin Caroline Pham zur Vorsitzenden der Kommission. Mit ihr begann der systematische Abbau von Regulierungen für Prognose- und Kryptomärkte. Sie drängte etwa auf die Einstellung eines Verfahrens gegen die Krypto-Börse KuCoin. Diese war kurz zuvor eine Partnerschaft mit dem Krypto-Unternehmen World Liberty Financial eingegangen, das wiederum der Familie Trump gehört. Inzwischen ist Pham als Chefjuristin sowie Verwaltungschefin bei der Kryptofirma MoonPay tätig, einem Geschäftspartner von Polymarket.
Ursprünglich sollte anschließend Brian Quintenz den CFTC-Vorsitz übernehmen. Doch Trump zog seine Nominierung zurück, nachdem Quintenz sich Ende 2025 den Zorn der Eigentümer der Krypto-Börse Gemini zugezogen hatte, berichtet Politico. Diese sind ebenfalls Geschäftspartner der Familie Trump.
Im Dezember 2025 ernannte Trump schließlich Michael Selig in die Kommission. Er war zuvor als Anwalt für Unternehmen beider Branchen tätig: Krypto- und Prognosemärkte. Pham schied aus und weil Trump die übrigen vier kommissarischen Posten der CFTC unbesetzt lässt, wurde Selig faktisch Alleinentscheider der Aufsichtsbehörde. Wo die Webseite der CFTC fünf Mitglieder behauptet, prangt dort tatsächlich nur ein Gesicht. Ob bei Klagen gegen die US-Bundesstaaten oder neuen Regeln für die Unternehmen: Eine Person entscheidet, wie die CFTC verfährt. Er mache einen „großartigen Job“, sagte Trump auf seiner Plattform Truth Social über Selig.
Und der muss es wissen, denn seine Familie steckt tief in beiden Branchen. Trumps börsennotiertes Medienunternehmen Trump Media & Technology Group kündigte im vergangenen Jahr eine eigene Prognosemarkt-Plattform an: Truth Predict. Der älteste Sohn des Präsidenten, Donald Trump Jr., berät sowohl Polymarket als auch Kalshi. Seine Investmentfirma 1789 Capital ist ein Investor bei Polymarket.
Trumps Amtstätigkeit korreliert so an mehreren Stellen mit den Geschäftstätigkeiten seiner Familie: World Liberty Financial profitierte beispielsweise kurz nach seinem Amtsantritt von einem Deal mit der Krypto-Börse Binance. Er begnadigte den Binance-Gründer Changpeng Zhao, der unter der Biden-Regierung im Jahr 2023 noch wegen Verstößen gegen das Geldwäschegesetz verurteilt worden war. Seit der Begnadigung gingen auf Binance weiterhin Hunderte Millionen US-Dollar aus mutmaßlich kriminellen Quellen ein. Darunter über 400 Millionen US-Dollar von einer Plattform aus Kambodscha, die das US-Finanzministerium zuvor wegen krimineller Aktivitäten markiert hatte.
Insiderhandel bleibt ein Problem
Die New York Times veröffentlichte kürzlich einen weiteren Bericht, laut dem Dutzende von Wetten auf Polymarket Anzeichen von Insiderhandel aufweisen. Die Journalist:innen untersuchten dafür Wetten, die zeitlich besonders erfolgreich abgestimmt waren und von Konten stammten, die erst kürzlich eröffnet worden waren. Daneben auch solche Konten, die nur auf wenige verwandte Themen setzen, ohne jemals zu verlieren.
Ein aufsehenerregender Fall ereignete sich zu Beginn des Jahres. Die Vorstellung, dass Nicolás Maduro als venezolanischer Staatschef plötzlich abgesetzt werden könnte, erschien hier noch sehr unwahrscheinlich. Entsprechend gering war die Gewinnchance dafür auf Polymarket. Doch ein US-Militärangehöriger, der selbst an der Planung und Durchführung der US-Operation mitgewirkt hat, soll diese Insiderinformation eingesetzt haben, um über 400.000 US-Dollar auf Polymarket zu gewinnen. Der Geldfluss konnte offenbar ausreichend nachverfolgt werden, um Anklage zu erheben. Ähnlich war dies bei einem Google-Insider, der mit nicht öffentlich zugänglichen Informationen mutmaßlich über eine Million US-Dollar gewann.
Geldflüsse auf Polymarket nachzuverfolgen, ist schwierig, weil Nutzer:innen Pseudonyme verwenden und mit Kryptowährungen zahlen. Dies könnte sich bald jedoch ändern, da Polymarket ein Verifikationssystem einführen möchte. Laut eines Berichts von The Information sei dies eine Reaktion auf den Druck internationaler Regulierungsbehörden.
Auch im US-Kongress regt sich vereinzelt Widerstand. Der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im US-Repräsentantenhaus, James Comer, forderte Ende Mai interne Unterlagen von Polymarket und Kalshi an. Er möchte offenlegen, inwiefern die Plattformen Identitätsprüfungen und geografische Beschränkungen einsetzen oder auffällige Handelsmuster erfassen. Im April hatte der US-Senat zudem beschlossen, dass es den Senator:innen nicht mehr erlaubt ist, auf Prognosemärkten zu handeln.
Die Trump-Regierung gibt jedoch eine klare Linie vor: Die USA dürfen ihre Vormachtstellung in Krypto- und Prognosemärkten nicht abgeben. Die Plattformen sollen ungehindert wachsen können. Dies ergibt ein politisch konsistentes Bild: Wie schon bei der KI-Branche setzt die Trump-Regierung auf Deregulierung. Die Branche geht vor — und die Familie Trump profitiert mit. Die Grenzen zwischen Privatwirtschaft und staatlicher Politik verwischen so in einer Weise, die in der amerikanischen Geschichte beispiellos ist.
Denis Glismann ist von April bis Juni 2026 Praktikant bei netzpolitik.org und hat Politikwissenschaft an der FU Berlin studiert. Er interessiert sich dafür, wie Datenmacht, Desinformation, digitale Kultur und Künstliche Intelligenz politische Realität formen. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
Über Dennis Glismann - netzpolitik:
Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.
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Hype um Prognosemärkte hält an: Wetten, dass Familie Trump gewinnt
Während weltweit immer mehr Länder Prognosemärkte als Glücksspiel behandeln, baut die Trump-Regierung ihre Aufsichtsbehörde zum Anwalt der Branche um. In den USA sollen Krypto- und Prognosemärkte so unreguliert wie möglich wachsen können – und Familie Trump profitiert mit.
Wird Trump am 31. Mai tanzen? Die Chance steht laut Polymarket bei acht Prozent. Werden Frankreich, Großbritannien oder Deutschland den Iran bis zum 30. Juni angreifen? Die Chance steht bei drei Prozent.
Der Hype um Prediction Markets (deutsch: Prognosemärkte) hält an. Im April berichtete netzpolitik.org, wie das ethisch höchst fragwürdige und manipulationsanfällige Wettangebot immer populärer wird. Die beiden größten Plattformen Polymarket und Kalshi boomen: Zusammen verzeichneten sie im Jahr 2025 ein Handelsvolumen von rund 50 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2026 erreichten beide Plattformen zusammen dieses Volumen bereits im Frühjahr.
Die Plattformen unternehmen derweil große Anstrengungen, um auch Investmentfirmen und Hedgefonds für sich zu gewinnen. Auf Kalshi sei das Handelsvolumen institutioneller Anleger in den vergangenen sechs Monaten um 800 Prozent gestiegen, berichtet Reuters. Geht es nach den Plattformen, sollen ihre Angebote als legitime Anlageklassen neben anderen Finanzprodukten gelten.
Viele Staaten sehen das anders. Weltweit greifen immer mehr Länder gegen die Plattformen durch. So sperrte kürzlich Indonesien den Zugang zu Polymarket, nachdem auf der Plattform darauf gewettet wurde, ob und wann der indonesische Präsident seines Amtes enthoben wird. Einen Tag später verhängte auch Spanien eine Netzsperre gegen Polymarket und Kalshi und leitete zusätzlich Verfahren ein, weil die Plattformen ohne Glücksspiellizenz im Land aktiv gewesen sein sollen. Erst im April hatte Brasiliendie Seiten gesperrt sowie die Regeln für „wett-ähnliche“ Produkte verschärft.
In Deutschland bleibt Polymarket dagegen im Netz frei zugänglich. Dort Wetten anzubieten oder daran teilzunehmen ist laut der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder jedoch strafbar. Eine einheitliche EU-Regelung für Prognosemärkte gibt es derweil nicht.
Die Reaktionen der unterschiedlichen Länder auf die Prognosemärkte eint dennoch eines: Sie sehen in den Ereigniswetten kein Anlageprodukt, sondern ein Glücksspiel – und gehen deshalb unter der Maßgabe von Glücksspielgesetzen gegen das Wettangebot vor.
US-Aufsichtsbehörde wird zum Anwalt der Branche
Ganz anders dagegen die USA. Dort gehen bislang nur einzelne Bundesstaaten gegen die Wetten vor. Der bisher umfangreichste Vorstoß kommt aus Minnesota. Dort sollen Prognosemärkte ab August verboten sein. Der US-Bundesstaat will damit vor allem junge Menschen schützen, die laut Studienlage zur primären Zielgruppe gehören. Der Generalstaatsanwalt von Minnesota, Keith Ellison, sagte in einer Stellungnahme, Prognosemärkte zielten auf Menschen mit geringem Einkommen und seien so konzipiert, dass sie süchtig machen. „Sie tragen dazu bei, dass die Superreichen noch reicher werden und der Rest von uns noch ärmer wird.“ Das Glücksspiel und die finanziellen Verluste gingen so immer früher los, erklärte er.
Trump hingegen fährt eine andere Linie. Die Gouverneure von Illinois und Minnesota, JB Pritzker und Tim Walz, bezeichnete er als „Abschaum“, dem man das Festlegen der Regeln nicht überlassen dürfe. Ihm zufolge müsse die ausschließliche Zuständigkeit der „Commodity Futures Trading Commission“ (CFTC) für Prognosemärkte gewahrt bleiben, damit diese Märkte ungehindert wachsen können.
Der demokratische Gouverneur von Illinois JB Pritzker bot eine andere Lesart an: „Der korrupteste Präsident in der Geschichte unseres Landes will sicherstellen, dass unsere Bundesstaaten die Prognosemärkte nicht regulieren können, damit seine Familie und seine Regierung weiterhin davon profitieren können.“ 16 verschiedene Bundesstaaten greifen aktuell zu rechtlichen Schritten gegen die Plattformen. Die CFTC verklagte bereits sechs davon.
Einem aktuellen Bericht der New York Times zufolge hat die CFTC in den vergangenen 16 Monaten der Trump-Administration den Plattformen praktisch bei jeder Gelegenheit juristisch unter die Arme gegriffen. Die Behörde habe unter anderem eigenes Personal abgebaut und kritische Beamte in den Zwangsurlaub geschickt sowie interne Ermittlungen gegen jene Mitarbeitende angestrengt, die unbequeme Fragen stellten – beispielsweise hinsichtlich der Geschäftsbeziehungen zwischen der Krypto-Börse Crypto.com und Trump Media & Technology Group, Trumps Medienunternehmen.
Analog dazu habe die CFTC die Durchsetzung der Rechtsvorschriften in der Krypto-Branche drastisch eingeschränkt und systematisch erfahrene Beamte entlassen, so der Bericht. Die Maßnahmen seien gegenüber den Beamten nicht begründet worden, aber die Botschaft klar gewesen: Macht diesen Branchen keinen Ärger.
Die CFTC versteht Prognosemärkte als bundesrechtlich regulierte Finanzmärkte und ihre Wettangebote als sogenannte „Event Contracts“. Also als ein Finanzprodukt neben anderen Finanzderivaten. Entsprechend sieht die Behörde die Zuständigkeit bei sich und nicht etwa bei den Glücksspielaufsichten einzelner US-Bundesstaaten. Der Begriff „Wette“ taucht in diesem Zusammenhang kein einziges Mal auf der Webseite der Behörde auf.
Das Geschäft der Familie Trump
Wer die CFTC führt, kommt heute selbst aus der Industrie, die sie beaufsichtigen soll. Im Januar 2025 ernannte Trump die Anwältin Caroline Pham zur Vorsitzenden der Kommission. Mit ihr begann der systematische Abbau von Regulierungen für Prognose- und Kryptomärkte. Sie drängte etwa auf die Einstellung eines Verfahrens gegen die Krypto-Börse KuCoin. Diese war kurz zuvor eine Partnerschaft mit dem Krypto-Unternehmen World Liberty Financial eingegangen, das wiederum der Familie Trump gehört. Inzwischen ist Pham als Chefjuristin sowie Verwaltungschefin bei der Kryptofirma MoonPay tätig, einem Geschäftspartner von Polymarket.
Ursprünglich sollte anschließend Brian Quintenz den CFTC-Vorsitz übernehmen. Doch Trump zog seine Nominierung zurück, nachdem Quintenz sich Ende 2025 den Zorn der Eigentümer der Krypto-Börse Gemini zugezogen hatte, berichtet Politico. Diese sind ebenfalls Geschäftspartner der Familie Trump.
Im Dezember 2025 ernannte Trump schließlich Michael Selig in die Kommission. Er war zuvor als Anwalt für Unternehmen beider Branchen tätig: Krypto- und Prognosemärkte. Pham schied aus und weil Trump die übrigen vier kommissarischen Posten der CFTC unbesetzt lässt, wurde Selig faktisch Alleinentscheider der Aufsichtsbehörde. Wo die Webseite der CFTC fünf Mitglieder behauptet, prangt dort tatsächlich nur ein Gesicht. Ob bei Klagen gegen die US-Bundesstaaten oder neuen Regeln für die Unternehmen: Eine Person entscheidet, wie die CFTC verfährt. Er mache einen „großartigen Job“, sagte Trump auf seiner Plattform Truth Social über Selig.
Und der muss es wissen, denn seine Familie steckt tief in beiden Branchen. Trumps börsennotiertes Medienunternehmen Trump Media & Technology Group kündigte im vergangenen Jahr eine eigene Prognosemarkt-Plattform an: Truth Predict. Der älteste Sohn des Präsidenten, Donald Trump Jr., berät sowohl Polymarket als auch Kalshi. Seine Investmentfirma 1789 Capital ist ein Investor bei Polymarket.
Trumps Amtstätigkeit korreliert so an mehreren Stellen mit den Geschäftstätigkeiten seiner Familie: World Liberty Financial profitierte beispielsweise kurz nach seinem Amtsantritt von einem Deal mit der Krypto-Börse Binance. Er begnadigte den Binance-Gründer Changpeng Zhao, der unter der Biden-Regierung im Jahr 2023 noch wegen Verstößen gegen das Geldwäschegesetz verurteilt worden war. Seit der Begnadigung gingen auf Binance weiterhin Hunderte Millionen US-Dollar aus mutmaßlich kriminellen Quellen ein. Darunter über 400 Millionen US-Dollar von einer Plattform aus Kambodscha, die das US-Finanzministerium zuvor wegen krimineller Aktivitäten markiert hatte.
Insiderhandel bleibt ein Problem
Die New York Times veröffentlichte kürzlich einen weiteren Bericht, laut dem Dutzende von Wetten auf Polymarket Anzeichen von Insiderhandel aufweisen. Die Journalist:innen untersuchten dafür Wetten, die zeitlich besonders erfolgreich abgestimmt waren und von Konten stammten, die erst kürzlich eröffnet worden waren. Daneben auch solche Konten, die nur auf wenige verwandte Themen setzen, ohne jemals zu verlieren.
Ein aufsehenerregender Fall ereignete sich zu Beginn des Jahres. Die Vorstellung, dass Nicolás Maduro als venezolanischer Staatschef plötzlich abgesetzt werden könnte, erschien hier noch sehr unwahrscheinlich. Entsprechend gering war die Gewinnchance dafür auf Polymarket. Doch ein US-Militärangehöriger, der selbst an der Planung und Durchführung der US-Operation mitgewirkt hat, soll diese Insiderinformation eingesetzt haben, um über 400.000 US-Dollar auf Polymarket zu gewinnen. Der Geldfluss konnte offenbar ausreichend nachverfolgt werden, um Anklage zu erheben. Ähnlich war dies bei einem Google-Insider, der mit nicht öffentlich zugänglichen Informationen mutmaßlich über eine Million US-Dollar gewann.
Geldflüsse auf Polymarket nachzuverfolgen, ist schwierig, weil Nutzer:innen Pseudonyme verwenden und mit Kryptowährungen zahlen. Dies könnte sich bald jedoch ändern, da Polymarket ein Verifikationssystem einführen möchte. Laut eines Berichts von The Information sei dies eine Reaktion auf den Druck internationaler Regulierungsbehörden.
Auch im US-Kongress regt sich vereinzelt Widerstand. Der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im US-Repräsentantenhaus, James Comer, forderte Ende Mai interne Unterlagen von Polymarket und Kalshi an. Er möchte offenlegen, inwiefern die Plattformen Identitätsprüfungen und geografische Beschränkungen einsetzen oder auffällige Handelsmuster erfassen. Im April hatte der US-Senat zudem beschlossen, dass es den Senator:innen nicht mehr erlaubt ist, auf Prognosemärkten zu handeln.
Die Trump-Regierung gibt jedoch eine klare Linie vor: Die USA dürfen ihre Vormachtstellung in Krypto- und Prognosemärkten nicht abgeben. Die Plattformen sollen ungehindert wachsen können. Dies ergibt ein politisch konsistentes Bild: Wie schon bei der KI-Branche setzt die Trump-Regierung auf Deregulierung. Die Branche geht vor — und die Familie Trump profitiert mit. Die Grenzen zwischen Privatwirtschaft und staatlicher Politik verwischen so in einer Weise, die in der amerikanischen Geschichte beispiellos ist.
Denis Glismann ist von April bis Juni 2026 Praktikant bei netzpolitik.org und hat Politikwissenschaft an der FU Berlin studiert. Er interessiert sich dafür, wie Datenmacht, Desinformation, digitale Kultur und Künstliche Intelligenz politische Realität formen. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
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Hype um Prognosemärkte hält an: Wetten, dass Familie Trump gewinnt
Während weltweit immer mehr Länder Prognosemärkte als Glücksspiel behandeln, baut die Trump-Regierung ihre Aufsichtsbehörde zum Anwalt der Branche um. In den USA sollen Krypto- und Prognosemärkte so unreguliert wie möglich wachsen können – und Familie Trump profitiert mit.
Wird Trump am 31. Mai tanzen? Die Chance steht laut Polymarket bei acht Prozent. Werden Frankreich, Großbritannien oder Deutschland den Iran bis zum 30. Juni angreifen? Die Chance steht bei drei Prozent.
Der Hype um Prediction Markets (deutsch: Prognosemärkte) hält an. Im April berichtete netzpolitik.org, wie das ethisch höchst fragwürdige und manipulationsanfällige Wettangebot immer populärer wird. Die beiden größten Plattformen Polymarket und Kalshi boomen: Zusammen verzeichneten sie im Jahr 2025 ein Handelsvolumen von rund 50 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2026 erreichten beide Plattformen zusammen dieses Volumen bereits im Frühjahr.
Die Plattformen unternehmen derweil große Anstrengungen, um auch Investmentfirmen und Hedgefonds für sich zu gewinnen. Auf Kalshi sei das Handelsvolumen institutioneller Anleger in den vergangenen sechs Monaten um 800 Prozent gestiegen, berichtet Reuters. Geht es nach den Plattformen, sollen ihre Angebote als legitime Anlageklassen neben anderen Finanzprodukten gelten.
Viele Staaten sehen das anders. Weltweit greifen immer mehr Länder gegen die Plattformen durch. So sperrte kürzlich Indonesien den Zugang zu Polymarket, nachdem auf der Plattform darauf gewettet wurde, ob und wann der indonesische Präsident seines Amtes enthoben wird. Einen Tag später verhängte auch Spanien eine Netzsperre gegen Polymarket und Kalshi und leitete zusätzlich Verfahren ein, weil die Plattformen ohne Glücksspiellizenz im Land aktiv gewesen sein sollen. Erst im April hatte Brasiliendie Seiten gesperrt sowie die Regeln für „wett-ähnliche“ Produkte verschärft.
In Deutschland bleibt Polymarket dagegen im Netz frei zugänglich. Dort Wetten anzubieten oder daran teilzunehmen ist laut der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder jedoch strafbar. Eine einheitliche EU-Regelung für Prognosemärkte gibt es derweil nicht.
Die Reaktionen der unterschiedlichen Länder auf die Prognosemärkte eint dennoch eines: Sie sehen in den Ereigniswetten kein Anlageprodukt, sondern ein Glücksspiel – und gehen deshalb unter der Maßgabe von Glücksspielgesetzen gegen das Wettangebot vor.
US-Aufsichtsbehörde wird zum Anwalt der Branche
Ganz anders dagegen die USA. Dort gehen bislang nur einzelne Bundesstaaten gegen die Wetten vor. Der bisher umfangreichste Vorstoß kommt aus Minnesota. Dort sollen Prognosemärkte ab August verboten sein. Der US-Bundesstaat will damit vor allem junge Menschen schützen, die laut Studienlage zur primären Zielgruppe gehören. Der Generalstaatsanwalt von Minnesota, Keith Ellison, sagte in einer Stellungnahme, Prognosemärkte zielten auf Menschen mit geringem Einkommen und seien so konzipiert, dass sie süchtig machen. „Sie tragen dazu bei, dass die Superreichen noch reicher werden und der Rest von uns noch ärmer wird.“ Das Glücksspiel und die finanziellen Verluste gingen so immer früher los, erklärte er.
Trump hingegen fährt eine andere Linie. Die Gouverneure von Illinois und Minnesota, JB Pritzker und Tim Walz, bezeichnete er als „Abschaum“, dem man das Festlegen der Regeln nicht überlassen dürfe. Ihm zufolge müsse die ausschließliche Zuständigkeit der „Commodity Futures Trading Commission“ (CFTC) für Prognosemärkte gewahrt bleiben, damit diese Märkte ungehindert wachsen können.
Der demokratische Gouverneur von Illinois JB Pritzker bot eine andere Lesart an: „Der korrupteste Präsident in der Geschichte unseres Landes will sicherstellen, dass unsere Bundesstaaten die Prognosemärkte nicht regulieren können, damit seine Familie und seine Regierung weiterhin davon profitieren können.“ 16 verschiedene Bundesstaaten greifen aktuell zu rechtlichen Schritten gegen die Plattformen. Die CFTC verklagte bereits sechs davon.
Einem aktuellen Bericht der New York Times zufolge hat die CFTC in den vergangenen 16 Monaten der Trump-Administration den Plattformen praktisch bei jeder Gelegenheit juristisch unter die Arme gegriffen. Die Behörde habe unter anderem eigenes Personal abgebaut und kritische Beamte in den Zwangsurlaub geschickt sowie interne Ermittlungen gegen jene Mitarbeitende angestrengt, die unbequeme Fragen stellten – beispielsweise hinsichtlich der Geschäftsbeziehungen zwischen der Krypto-Börse Crypto.com und Trump Media & Technology Group, Trumps Medienunternehmen.
Analog dazu habe die CFTC die Durchsetzung der Rechtsvorschriften in der Krypto-Branche drastisch eingeschränkt und systematisch erfahrene Beamte entlassen, so der Bericht. Die Maßnahmen seien gegenüber den Beamten nicht begründet worden, aber die Botschaft klar gewesen: Macht diesen Branchen keinen Ärger.
Die CFTC versteht Prognosemärkte als bundesrechtlich regulierte Finanzmärkte und ihre Wettangebote als sogenannte „Event Contracts“. Also als ein Finanzprodukt neben anderen Finanzderivaten. Entsprechend sieht die Behörde die Zuständigkeit bei sich und nicht etwa bei den Glücksspielaufsichten einzelner US-Bundesstaaten. Der Begriff „Wette“ taucht in diesem Zusammenhang kein einziges Mal auf der Webseite der Behörde auf.
Das Geschäft der Familie Trump
Wer die CFTC führt, kommt heute selbst aus der Industrie, die sie beaufsichtigen soll. Im Januar 2025 ernannte Trump die Anwältin Caroline Pham zur Vorsitzenden der Kommission. Mit ihr begann der systematische Abbau von Regulierungen für Prognose- und Kryptomärkte. Sie drängte etwa auf die Einstellung eines Verfahrens gegen die Krypto-Börse KuCoin. Diese war kurz zuvor eine Partnerschaft mit dem Krypto-Unternehmen World Liberty Financial eingegangen, das wiederum der Familie Trump gehört. Inzwischen ist Pham als Chefjuristin sowie Verwaltungschefin bei der Kryptofirma MoonPay tätig, einem Geschäftspartner von Polymarket.
Ursprünglich sollte anschließend Brian Quintenz den CFTC-Vorsitz übernehmen. Doch Trump zog seine Nominierung zurück, nachdem Quintenz sich Ende 2025 den Zorn der Eigentümer der Krypto-Börse Gemini zugezogen hatte, berichtet Politico. Diese sind ebenfalls Geschäftspartner der Familie Trump.
Im Dezember 2025 ernannte Trump schließlich Michael Selig in die Kommission. Er war zuvor als Anwalt für Unternehmen beider Branchen tätig: Krypto- und Prognosemärkte. Pham schied aus und weil Trump die übrigen vier kommissarischen Posten der CFTC unbesetzt lässt, wurde Selig faktisch Alleinentscheider der Aufsichtsbehörde. Wo die Webseite der CFTC fünf Mitglieder behauptet, prangt dort tatsächlich nur ein Gesicht. Ob bei Klagen gegen die US-Bundesstaaten oder neuen Regeln für die Unternehmen: Eine Person entscheidet, wie die CFTC verfährt. Er mache einen „großartigen Job“, sagte Trump auf seiner Plattform Truth Social über Selig.
Und der muss es wissen, denn seine Familie steckt tief in beiden Branchen. Trumps börsennotiertes Medienunternehmen Trump Media & Technology Group kündigte im vergangenen Jahr eine eigene Prognosemarkt-Plattform an: Truth Predict. Der älteste Sohn des Präsidenten, Donald Trump Jr., berät sowohl Polymarket als auch Kalshi. Seine Investmentfirma 1789 Capital ist ein Investor bei Polymarket.
Trumps Amtstätigkeit korreliert so an mehreren Stellen mit den Geschäftstätigkeiten seiner Familie: World Liberty Financial profitierte beispielsweise kurz nach seinem Amtsantritt von einem Deal mit der Krypto-Börse Binance. Er begnadigte den Binance-Gründer Changpeng Zhao, der unter der Biden-Regierung im Jahr 2023 noch wegen Verstößen gegen das Geldwäschegesetz verurteilt worden war. Seit der Begnadigung gingen auf Binance weiterhin Hunderte Millionen US-Dollar aus mutmaßlich kriminellen Quellen ein. Darunter über 400 Millionen US-Dollar von einer Plattform aus Kambodscha, die das US-Finanzministerium zuvor wegen krimineller Aktivitäten markiert hatte.
Insiderhandel bleibt ein Problem
Die New York Times veröffentlichte kürzlich einen weiteren Bericht, laut dem Dutzende von Wetten auf Polymarket Anzeichen von Insiderhandel aufweisen. Die Journalist:innen untersuchten dafür Wetten, die zeitlich besonders erfolgreich abgestimmt waren und von Konten stammten, die erst kürzlich eröffnet worden waren. Daneben auch solche Konten, die nur auf wenige verwandte Themen setzen, ohne jemals zu verlieren.
Ein aufsehenerregender Fall ereignete sich zu Beginn des Jahres. Die Vorstellung, dass Nicolás Maduro als venezolanischer Staatschef plötzlich abgesetzt werden könnte, erschien hier noch sehr unwahrscheinlich. Entsprechend gering war die Gewinnchance dafür auf Polymarket. Doch ein US-Militärangehöriger, der selbst an der Planung und Durchführung der US-Operation mitgewirkt hat, soll diese Insiderinformation eingesetzt haben, um über 400.000 US-Dollar auf Polymarket zu gewinnen. Der Geldfluss konnte offenbar ausreichend nachverfolgt werden, um Anklage zu erheben. Ähnlich war dies bei einem Google-Insider, der mit nicht öffentlich zugänglichen Informationen mutmaßlich über eine Million US-Dollar gewann.
Geldflüsse auf Polymarket nachzuverfolgen, ist schwierig, weil Nutzer:innen Pseudonyme verwenden und mit Kryptowährungen zahlen. Dies könnte sich bald jedoch ändern, da Polymarket ein Verifikationssystem einführen möchte. Laut eines Berichts von The Information sei dies eine Reaktion auf den Druck internationaler Regulierungsbehörden.
Auch im US-Kongress regt sich vereinzelt Widerstand. Der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im US-Repräsentantenhaus, James Comer, forderte Ende Mai interne Unterlagen von Polymarket und Kalshi an. Er möchte offenlegen, inwiefern die Plattformen Identitätsprüfungen und geografische Beschränkungen einsetzen oder auffällige Handelsmuster erfassen. Im April hatte der US-Senat zudem beschlossen, dass es den Senator:innen nicht mehr erlaubt ist, auf Prognosemärkten zu handeln.
Die Trump-Regierung gibt jedoch eine klare Linie vor: Die USA dürfen ihre Vormachtstellung in Krypto- und Prognosemärkten nicht abgeben. Die Plattformen sollen ungehindert wachsen können. Dies ergibt ein politisch konsistentes Bild: Wie schon bei der KI-Branche setzt die Trump-Regierung auf Deregulierung. Die Branche geht vor — und die Familie Trump profitiert mit. Die Grenzen zwischen Privatwirtschaft und staatlicher Politik verwischen so in einer Weise, die in der amerikanischen Geschichte beispiellos ist.
Denis Glismann ist von April bis Juni 2026 Praktikant bei netzpolitik.org und hat Politikwissenschaft an der FU Berlin studiert. Er interessiert sich dafür, wie Datenmacht, Desinformation, digitale Kultur und Künstliche Intelligenz politische Realität formen. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
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Am Freitag, 29. Mai, zeigen wir bei unserem Kurzfilmslot zum Thema "Arbeit" während der Gruppenausstellung im @57nord u. a. den #Kurzfilm »Homessek« von Danilo Bastos Godoy, das die Schwierigkeiten der Wohnungssuche in #Lissabon aus einer migrantischen Perspektive zeigt. Der Film verbindet dabei eine fiktionale Geschichte mit Bildern von realen Demonstrationen.
Mehr Informationen unter: http://www.lusofest.de/kurzansichten26
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11KM-Podcast: Dammbruch in Brasilien - Welche Verantwortung trägt TÜV Süd?
2019 überrollt nach einem Dammbruch eine Schlammlawine die Gegend um den brasilianischen Ort Brumadinho. Mindestens 270 Menschen sterben. TÜV Süd hatte den Damm als sicher eingestuft. 11KM über die Rolle des deutschen Prüfunternehmens.
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Neuer BVB-Star mittendrin! 23 Rote Karten bei Pokalfinale
In Brasilien ist ein Pokalfinale in Belo Horizonte komplett eskaliert. Die Fußballstars prügelten aufeinander ein. Mittendrin ein zukünftiger BVB-Star.
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Bei der "Langen #Kurzfilm Nacht" am 24. Januar 2026 im @57nord in #Offenbach zeigen wir Animations- und fiktionale Filme unter 20 Minuten sowie einen kleinen #Horror/Suspense-Block.
Weitere Informationen (auch auf Englisch und Portugiesisch) unter: https://www.lusofest.de/langkurz26/
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Das nächste Programm ist immer das Wichtigste. Vor dem eigentlichen Eröffnungsfilm steht dieses Jahr noch das Soft Opening mit #Kurzfilmen im Digital Retro Park in #Offenbach an.
https://www.lusofest.de/kurzopen26/
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Bereit, wenn Ihr es seid! Am Sonntag, 21. Dezember 2025, ab 16:00 Uhr, zeigen wir zum #Kurzfilmtag im #DigitalRetroPark in #Offenbach #Kurzfilme verschiedener Genres aus #Brasilien, #Portugal, #RheinMain und #Galicien.
Verbringt mit uns den kürzesten Tag des Jahres!
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Das #Kurzfilmprogramm des #LusOFest steht. Wir haben noch eine Session am Dienstag 20. Januar 2025 im Digital Retro Park mit Filmen aus #Portugal, #Brasilien und #Rhein-Main geöffnet. (Das Langfilmprogramm sollte nächste Woche auch stehen!)
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Wir haben gerade die Seite (deutsch) mit dem Programm der #Mittellangfilme am Sonntag, 25. Januar 2026, im @57nord veröffentlicht. Es wird von einem kurzen Konzert von #Julakim eingerahmt. Infos dazu, und den fehlenden Film reichen wir in Kürze nach.
https://www.lusofest.de/mittellang26/
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*Die Allianz zwischen weissen #Evangelikalen und #konservativen Katholik:innen vergrösserte die Koalition der religiösen #rechten und aktivierte die breite Basis. Vor allem war die Verteidigung «ungeborenen Lebens» ein «Glücksfall für die Führer der religiösen Rechten, da sie damit die Aufmerksamkeit von den wahren Ursprüngen ihrer Bewegung ablenken konnten: der Verteidigung der Segregation in evangelikalen Institutionen», schreibt Balmer.
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🇧🇷 Brasilien reagiert auf Trumps 50% US-Zölle mit einem Milliarden-Hilfspaket für betroffene Unternehmen. Präsident Lula nennt die Zölle „echte Erpressung“ und setzt auf Diversifizierung der Exportmärkte. #Handelskrieg #Brasilien #USAZölle #Lula #Trump https://www.n-tv.de/wirtschaft/Brasilien-schnuert-Milliardenpaket-gegen-Trump-Zollhammer-article25964288.html
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Das #LusOFest wird im Januar 2026 wieder #Kurzfilme aus der #RheinMain-Region und der portugiesischsprachigen Welt gemeinsam in einem Wettbewerb zeigen. Eingereicht werden können Kurzfilme mit einer Länge von bis zu 20 Minuten.
Die reguläre Einsendefrist endet am 31. August. Reicht Eure KurzfilmE jetzt ein. Gerne weitersagen!
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US-Präsident Trump erhöht Zölle auf brasilianische Produkte um 50 % – als Reaktion auf die "Hexenjagd" gegen seinen Freund Bolsonaro 🇺🇸📉. Brasiliens Präsident Lula reagiert gelassen und kündigt Gegenzölle an. Der Handelskonflikt spitzt sich zu: Wirtschaft und Politik geraten unter Druck! 🌎⚖️ #Brasilien #Trump #Handelskrieg #Bolsonaro #newz
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#Klimawandel, steigende #Produktionskosten und unvorhersehbares Wetter könnten #Kaffee wieder zum #Luxusgut machen.
https://www.deutschlandfunk.de/warum-die-kafffeepreise-weiter-steigen-dlf-36794f67-100.html
Besonders in #Brasilien, dem größten #Kaffeeexporteur, kämpft man mit #Extremwetter wie #Trockenheit und #Überschwemmungen, die Ernten erschweren und Preise treiben.
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Südamerikas gut ausgebildete KI-Spezialisten wandern ab in reiche Länder. Zurück bleiben tausende Niedriglöhner - für eine ganz bestimmte Aufgabe.#AI #KünstlicheIntelligenz #GlobalerSüden #GlobalerNorden #1Welt #DritteWelt #Digitalisierung #OpenAI #ChatGPT #Web3 #Industrie40 #Ungerechtigkeit #KI #künstlicheIntelligenz #Lateinamerika #Argentinien #Brasilien #Kolumbien #Peru #Mexiko #Chile #Outsourcing #Abwanderung #Kultur #ITTech
Deutsche Welle: Künstliche Intelligenz: Verpasst Lateinamerika den Zug? -
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Der Carioca-Musiker Thiago Nassif fasst auf seinem neuen Album „Mente“ die politische Situation seiner Heimat Brasilien in vielschichtige Songs.
No Wave aus Rio de Janeiro: Soundtrack des Postfaktischen