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„Er wusste immer genau, wo ich war“
Aikos Ex-Partner verwanzt ihr Handy. Er kann sehen, was sie liest, was sie tippt, wo sie ist. Er lauert ihr immer wieder auf und verfolgt sie bis nach China. Dieser Fall zeigt, wie invasiv und bedrohlich frei verfügbare Spionage-Apps sind.
Seit ihrer Trennung ist Aiko eine vorsichtige Frau geworden. Bevor sie ihren Wohnblock verlässt, wartet sie still im Eingangsbereich. Dort gibt es mehrere Türen mit Glaseinsätzen. Sie versucht zu erkennen, ob draußen jemand ist. Es könnte ja sein, dass Tom ihr wieder auflauert. Er hat schon oft auf sie gewartet oder sie auf der Straße abgefangen. Er hat sich ihr von hinten genähert und sie festgehalten. Sie sagt, Tom wollte immer wieder reden, reden, reden, über ihre Beziehung, obwohl Aiko diese schon vor Jahren beendet hat.
Um Tom zu entkommen, hat Aiko ihn wiederholt angezeigt, ein Annäherungsverbot erwirkt, eine Auskunftssperre bei den Meldebehörden hinterlegen lassen, sie ist in eine neue Stadt gezogen. Doch Tom taucht immer wieder auf. Auch an diesem Tag im Sommer 2025 steht er vor der Tür. Aiko kann das Haus nicht verlassen, ohne sich mit ihm auseinanderzusetzen. Sie ruft die Polizei – wie schon so oft.
Diese Geschichte ist eine von Gewalt. Es geht um Macht und Kontrolle und um eine Spionage-App, die jede*r mit wenigen Klicks im Netz ordern kann und mit der Menschen illegal ihre (Ex-)Partner*innen ausspähen. Jede 100. Frau wurde in den vergangenen fünf Jahren mit digitalen Mitteln gestalkt, so das Bundeskriminalamt. Aiko ist eine der Betroffenen. Mit ihrer Geschichte wird in Deutschland erstmals ein Fall öffentlich, in dem nachgewiesenermaßen eine Spionage-App als Mittel der Partnerschaftsgewalt eingesetzt wurde. Nach der Trennung installierte Tom diese auf Aikos Telefon.
Über ein Browser-Interface konnte Tom sehen, wo Aiko gerade unterwegs war, und lesen, was sie tippte. Er konnte ihre Passwörter abgreifen, ihre Chatnachrichten und E-Mails, die Anrufliste, die Kontakte, den Kalender, die Bilder und Videos, den Browser-Verlauf. Er drang tief in ihr digitales und analoges Leben ein.
Ein paar Minuten allein mit Aikos Handy
Um sie zu schützen, haben sie und Tom hier andere Namen. netzpolitik.org hat mit Aiko gesprochen und Menschen aus ihrem Umfeld befragt. Zahlreiche Dokumente und geleakte Daten aus dem Kundendienst der Spionage-App mSpy bestätigen ihre Schilderungen. Eine forensische Analyse von Aikos Telefon, die ein IT-Sicherheitsexperte für netzpolitik.org durchgeführt hat, belegt zudem, dass das Gerät mit mSpy infiziert ist.
Um mSpy zu installieren, muss man das Zieltelefon für ein paar Minuten in der Hand halten. Tom hatte, so Aiko, viele Gelegenheiten, bei denen er allein mit ihrem Telefon war.
netzpolitik.org hat Tom mit den in diesem Text geschilderten Geschehnissen und Aikos Vorwürfen konfrontiert. Einen großen Teil davon hat er bereits in Gerichtsverfahren eingeräumt. Gegenüber netzpolitik.org erklärt er nur, dass ihm zu vielen der geschilderten Punkte Belege vorlägen, die eine „deutlich andere Sicht auf die Geschehnisse zulassen“. Im Einzelnen will er sich nicht äußern und verweist auf zwei noch laufende Berufungsverfahren.
„Ich dachte, er ist ein aufrichtig guter Mensch“
Die Geschichte von Tom und Aiko beginnt Anfang 2021. Sie treffen sich auf der Dating-Plattform Bumble. Tom ist Nachwuchsregisseur, in Interviews wirkt er eloquent, zu öffentlichen Anlässen trägt er einen schmal geschnittenen Anzug. Seine Agentur schreibt über ihn, dass er mit seiner Arbeit Menschen sichtbar machen wolle, die sonst nicht gesehen würden. Auch Aiko arbeitet in einem kreativen Beruf. In ihrer Freizeit geht sie gerne ins Kino oder reist mit Freundinnen zu Kunstausstellungen.
Laut Aiko verband sie und Tom das Interesse für Kunst, Filme und Design. „Ich dachte, dass er die gleichen humanistischen Werte hat wie ich, dass er ein Idealist ist, ein aufrichtig guter Mensch“, sagt Aiko heute. Sie spricht leise, sucht nach den richtigen Worten. Immer wieder hebt sie fragend den Blick, als müsse sie die Erlaubnis zum Sprechen erst einholen.
Von August 2021 bis Mai 2022 sind Tom und Aiko ein Paar. Dann habe sie entdeckt, dass Tom mit vielen anderen Frauen Kontakt hat, sagt Aiko. Sie habe Sexvideos auf einem Datenträger gefunden. Eines, das sie mit ihm gemacht habe, sieben weitere von ihm und anderen Frauen. Sie sagt, sie habe Schluss gemacht, Tom auf mehreren Messengern blockiert. Doch er habe immer wieder im Treppenhaus gestanden. Mehrere Male habe sie zugelassen, dass er in ihre Wohnung kommt. „Ich wollte extrem von ihm weg. Aber ich bin nicht weggekommen“, sagt Aiko.
Wegen dem, was dann folgt, zeigt Aiko Tom an. Die Staatsanwaltschaft fasst Aikos Schilderungen so zusammen: „Der Beschuldigte soll seine Lebensgefährtin mehrfach auf ein Bett gedrückt, ihr mit der erhobenen Faust gedroht und mit der Faust ein Loch in eine Tür geschlagen haben.“ Zu einer anderen Gelegenheit habe er Aiko, „die zwischenzeitlich ins Badezimmer gegangen war, um von dort die Polizei zu verständigen, ihr Mobiltelefon abgenommen. Als sie in der Folge anfing zu schreien und aus dem Fenster um Hilfe zu rufen, soll der Beschuldigte ihr die Hand auf den Mund gedrückt und sie vom Fenster weggezogen haben.“
Die Staatsanwaltschaft hat keine Anklage erhoben. Sie sah kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung.
Nachrichten an den mSpy-Kundendienst
Am 10. Januar 2023 schickt jemand von dem E-Mail-Account, den Toms Filmhochschule für ihn damals bereitstellt, eine Nachricht an den Kundendienst der Spionage-App mSpy. Dieser Mensch schreibt, er habe ein Problem: Er sehe zwar wie gewünscht den Standort des Zieltelefons, aber es übermittele nicht mehr, was darauf getippt wird.
Auf der Suche nach einer Lösung bombardiert er den Kundendienst mit dutzenden Nachrichten. Dieser rät dazu, eine Nachricht mit dem Inhalt „1000000“ an das Zieltelefon zu senden, um die App neu zu starten. Der Kunde präsentiert einen Entwurf.
aiko rede bitte mit mir anstatt mich zu blocken zum 1000000 mal. bitte aiko. das zerstört mich so sehr.
Später nennt er das Modell des Telefons, das er überwachen will. Es ist das Modell, das Aiko nutzt. MSpy hat auf Nachfragen zum Fall nicht reagiert.
Die Nachrichten sind öffentlich, nachzulesen in einem Datensatz, mit dem Millionen von Chats im Netz landeten, die Nutzer*innen mit dem Kundendienst der Spionage-App geführt haben. Die Plattform Distributed Denial of Secrets hat den Datensatz im Juni 2024 veröffentlicht. Die Hackerin maia arson crimew gibt an, dass ihr das Paket von einer anonymen Quelle zugespielt wurde.
Von Anfang 2023 bis zum Juni 2024 kontaktiert demnach jemand von Toms E-Mail-Account aus den Support mit einer gut dreistelligen Zahl von Nachrichten. Dieser Mensch hat anscheinend mehrfach physischen Zugriff auf das Zieltelefon und installiert mSpy nach Ausfällen wiederholt neu. Er will mSpy mehrere Male kündigen, weil Funktionen ausfallen, und bucht den Service dann doch wieder.
Jahre später wird Tom wegen Nachstellung mit Hilfe einer Software vor Gericht stehen. Dabei gibt er zu, dass er die App am 28. April 2024 installiert hat und damit bis zum 24. November Zugriff auf Aikos Handydaten hatte. Laut den Nachrichten könnte er Aiko aber wesentlich länger mit der App überwacht haben, bereits ab Anfang 2023.
Für Stalking mit Spionage-Apps gibt es bis zu fünf Jahre Haft
Als mSpy vor mehr als 15 Jahren auf den Markt kam, wurde die App noch offen als Instrument für Partnerschaftsgewalt vermarktet. Später stellte das Unternehmen seine Marketing-Botschaften um.
mSpy ist laut eigenen Angaben inzwischen eine App für Eltern, die damit die Geräte ihrer Kinder überwachen – das kann in Deutschland unter Umständen legal sein, auch ohne Zustimmung. Wer hingegen andere Erwachsene heimlich überwacht, handelt eindeutig strafbar: Ausspähen von Daten, womöglich Nachstellung, Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes oder des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen. Dafür können mehrere Jahre Haft drohen.
Wer ein Spionage-Tool einsetzt, begeht zudem einen besonders schweren Fall von Nachstellung, strafbewehrt mit mindestens drei Monaten und bis zu fünf Jahre Haft. Verschärfend wirkt ebenfalls, wenn die Nachstellung über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten abläuft oder das Opfer gesundheitlich beeinträchtigt wird. Beides trifft im Fall von Aiko zu.
Der Mensch, der von Toms Account dem mSpy-Kundendienst schreibt, gibt an, mit der App seinen Sohn überwachen zu wollen. Tom hat keine Kinder. Frühere Recherchen zeigten: Andere Anwender*innen von mSpy gaben offen zu, dass sie Partner- oder Ex-Partner*innen ausspionieren wollten. Der Kundendienst half ihnen trotzdem weiter.
Keine Kraft mehr, sich zu wehren
Auch 2023, da sind Aiko und Tom bald ein Jahr getrennt, taucht Tom laut Aiko immer wieder vor ihrer Wohnung auf und begegnet ihr auch anderswo. „Wenn ich raus bin, hat er mich abgefangen“, sagt Aiko. Sie fährt zu einer Hochzeit, er sitzt im gleichen Zug. Sie will ins Kino, er steht davor. Das geht aus einer eidesstattlichen Versicherung von Aiko hervor, auf deren Basis ein Gericht später ein Kontaktverbot für Tom verhängt.
Aiko zieht sich in dieser Zeit von Familie und Freund*innen zurück. Sie reagiert monatelang nicht auf Nachrichten und Anrufe, berichten ihre Freund*innen. „Ich hatte Angst vor dem Handy“, sagt Aiko. Eine enge Freundin fährt aus Sorge zu Aikos Wohnung.
Die Freundin ist Ärztin in einer psychiatrischen Fachklinik. In einer Stellungnahme schreibt sie, Aiko habe ihr geöffnet und gesagt, Tom sei da und würde gegen ihren Willen bei ihr wohnen, sie habe keine Kraft mehr, sich zu wehren. Aiko bestätigt die Darstellung gegenüber netzpolitik.org.
Aiko und die Freundin sollen Tom gebeten haben, zu gehen. Dieser soll erwidert haben, Aiko wolle doch gar nicht, dass er gehe, er liebe sie, außerdem müsse er noch Wäsche waschen. Die Freundin soll ihn schließlich dazu gebracht haben, die Waschmaschine auszuräumen und die Wohnung zu verlassen.
Insgesamt elf Mal sucht Aiko eine eine Opfer- und Traumaambulanz auf, während Tom sie stalkt. Diagnose: posttraumatische Belastungsstörung, depressive Episode, panikartige Angstzustände, emotionale Labilität, Einschlafstörungen und wiederkehrende Albträume, Schamgefühle, reduziertes Selbstwertgefühl, sozialer Rückzug, Auflösungswünsche.
„Ein spontaner Rückgang ihrer hohen Symptombelastung ist unter der gegenwärtigen Hochstresssituation nicht zu erwarten“, so die Hilfseinrichtung. Aiko meldet sich immer wieder auf der Arbeit krank.
Er verfolgt sie bis nach China
Ende 2023: Aiko bucht einen Flug nach Shanghai, in die größte Stadt Chinas. Sie sagt, sie habe möglichst weit weg gewollt. Als sie ins Flugzeug steigen will, steht Tom mit ihr in der Boarding-Schlange.
„Ich dachte, das kann doch nicht sein“, sagt Aiko. Sie zweifelt an ihrer Wahrnehmung, kann sich nicht erklären, wie Tom sie gefunden hat. „Dass es so etwas wie mSpy gibt, wusste ich nicht“, sagt Aiko. Sie fügt sich. „Ich dachte, am besten lasse ich es über mich ergehen. Alles ist besser als wieder Polizei und eskalieren und ich verpasse meinen Flug.“
Aiko fasst die Reise so zusammen: Nach der Landung soll Tom mit ihr ins Hotel-Shuttle gestiegen sein, sich ein Zimmer in ihrer Unterkunft genommen haben. Um ihm zu entkommen, sei sie mit dem Taxi zurück zum Flughafen gefahren. Auch dort sei er aufgetaucht. Sie sei noch zwei Mal in neue Hotels geflüchtet, er habe sie jedes Mal gefunden. Er soll geweint haben und gesagt, er habe alle Hotels nach ihr abgesucht.
Irgendwann platzt Aiko der Kragen. „Ich habe gesagt, dass er sich verpissen soll. Ihn gefragt, ob er nicht checkt, dass ich hier bin, weil ich vor ihm fliehen will.“ Tom habe China nach rund 14 Tagen verlassen, Aiko bleibt eine weitere Woche.
Aiko sagt, dass Tom kurz nach Weihnachten bei ihren Eltern vor der Tür stand. „Ich habe hier auf dich gewartet“, soll er gesagt haben. Als sie zurück zu ihrem Wohnort fährt, soll er wieder im gleichen Zug mit ihr gesessen haben.
Die Überwachungs-Industrie
Fachleute aus Beratungsstellen, Forschung und Politik bezeichnen die Überwachung mit Spionage-Apps als digitale Gewalt, weil sie mit elektronischen Mitteln tief in die Selbstbestimmung eingreift. Programme wie mSpy nennen sie Stalkerware: Software für Stalking.
mSpy ist dabei nur eines der Produkte auf diesem Markt. IT-Sicherheitsforscher*innen sprechen von einer ganzen Industrie. Neben Spionage-Apps zählen auch GPS-Tracker oder Ortungs-Tags zu den Werkzeugen, auf die Täter*innen zugreifen.
Besonders häufig kommen Spionage-Apps in Partnerschaften und Familien zum Einsatz. Denn um sie zu installieren, brauchen die Täter*innen in der Regel einige Minuten ungestörten physischen Zugang zum Zieltelefon und den Entsperrcode des Geräts. Je näher sie einer Person stehen, desto eher haben sie beides.
Hinter mSpy steckt ein schwer zugängliches Firmengeflecht, beworben wird die Spionage-App über ein Netz von Unternehmen, die daran mitverdienen. Der Abo-Preis hängt von Buchungsdauer, Rabatten und gewünschtem Funktionsumfang ab und kann schnell 100 Euro pro Jahr übersteigen.
„Ich dachte, ich komme da nie wieder raus“
Immer wieder ruft Aiko in den Jahren, in denen Tom sie verfolgt, die Polizei zu Hilfe, zeigt Tom an. Anfang 2024 wird ein Verfahren wegen Nachstellung eingestellt. Es sei nicht „mit hinreichender Wahrscheinlichkeit nachzuweisen“, dass Aiko den Kontakt nicht gewollt habe, schreibt die Staatsanwaltschaft. Tom soll der Polizei gesagt haben, sie seien noch zusammen und Bilder gezeigt haben, auf denen er mit Aiko zu sehen war. Aiko sagt: „Ich dachte, ich komme da nie wieder raus.“
Im März 2024 schreibt jemand von Toms E-Mail-Adresse aus mehrfach an den mSpy-Kundendienst, weil bestimmte Funktionen der App ausfallen. Als der Kontakt zu Aikos Telefon für eine Weile scheinbar ganz verloren geht, fragt die Person: „can someone please help“, zig Nachrichten später: „I have to know what’s going on“.
Am 28. April um 11:08 Uhr wird die Spionage-App auf Aikos Telefon neu installiert. Wenige Minuten zuvor fragt jemand von Toms E-Mail-Adresse aus den Kundendienst, wie man mSpy installiert und bekommt eine Anleitung zugesendet. Die Nachrichten an den Kundendienst werden laut Chatprotokoll aus der Stadt verschickt, in der Aiko wohnt.
Am Tag davor klingelt Tom bei Aiko. Sie sagt, er habe geweint und gesagt, er habe keinen Schlafplatz und kein Geld und wolle nur eine Nacht bleiben. Aiko lässt ihn entgegen ihrer Vorsätze wieder in die Wohnung. Heute vermutet sie, dass er ihr Entsperrmuster kannte und mSpy installierte, während sie gerade nicht im Raum war.
Was an diesem Tag mit Aikos Telefon geschah, hinterließ Spuren auf dem Gerät. Aus einer forensischen Analyse, die netzpolitik.org bei einem unabhängigen IT-Sicherheits-Experten in Auftrag gab, geht hervor, wie sich das Geschehen vermutlich zugetragen hat: Tom installiert die App und deaktiviert dafür Sicherheitsfunktionen auf dem Handy, tippt einen Registrierungscode ein und schickt dann mit Aikos Handy eine WhatsApp-Nachricht an seine eigene Nummer:
Test Oh Keykoffer funktioniert bitte funktionieren.
K und L, sowie F und G liegen auf der Tastatur nebeneinander, vermutlich wollte Tom in Eile „Keylogger“ tippen. Ein Keylogger erfasst alle Anschläge auf der Tastatur und damit auch Passwörter, Nachrichten und Suchbegriffe, mSpy bietet diese Funktion.
Ein deutlicher Anstieg der Fälle
Wie viele Menschen andere mit Spionage-Apps ausspionieren, weiß niemand. Das Bundeskriminalamt erfasst entsprechende Anzeigen nicht gesondert. Sie fallen in die Rubrik digitale Gewalt, zusammen mit Videoaufnahmen in Umkleiden und sexualisierten Deepfakes beispielsweise. 2023 wurden laut Bundeskriminalamt 17.193 Fälle von digitaler Gewalt gegen Mädchen und Frauen von der Polizei bearbeitet.
Vor wenigen Tagen veröffentlichte das BKA eine Dunkelfeldstudie, für die Menschen zu ihren Gewalterfahrungen befragt wurden. Etwa jede 45. der befragten Frauen gab an, innerhalb der vergangenen fünf Jahre von einem Partner oder Ex-Partner gestalkt worden zu sein. Eine von hundert sagte, dass dies auch mit digitalen Mitteln geschah. Weniger als jede zehnte Frau zeigte die Taten an.
Von einem deutlichen Anstieg der Fälle von digitalem Stalking berichten Fachberatungsstellen für digitale Gewalt und der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe. Cordelia Moore, die lange in einer Frauenberatungsstelle zu digitaler Gewalt gearbeitet hat und heute Organisationen zum Thema berät, sagt: „In Stalkingfällen ist Cyberstalking inzwischen keine Ausnahme, sondern der Standard.“
Die Bundesregierung will den Anbietern von Spionage-Apps vorschreiben, regelmäßig das Einverständnis der Geräte-Besitzer*innen einzuholen, so steht es im Koalitionsvertrag. Eine heimliche Überwachung wie im Fall von Aikos Telefon wäre damit nicht mehr möglich – zumindest wenn sich die App-Anbieter daran halten.
Das Justizministerium des Bundes schreibt auf Anfrage, die Umsetzung werde gerade geprüft, man stehe dazu mit dem Innen- und dem Digitalministerium in Kontakt. Allerdings sitzen die Anbieter der App nicht in Deutschland, womöglich nicht einmal in der EU. Es ist unklar, welche Auswirkungen ein deutscher Alleingang hätte.
„Von Panikattacken gequält“
33 Fälle von verbotener Nachstellung gibt Aiko von Mai bis Dezember 2024 bei der Polizei zu Protokoll. Tom steht immer wieder vor ihrem Haus, fängt sie vor dem Kino und am Bahnhof ab, sitzt im gleichen Zug mit ihr, hält sie fest und will mit ihr sprechen. Er ruft mit unterdrückter Nummer immer wieder an, schickt ihr WhatsApp-Nachrichten.
Wieder bricht Aiko den Kontakt zu Freund*innen ab. Die Freundin, die im vergangenen Jahr Tom aus Aikos Wohnung verjagte, gibt sie nicht auf und fährt wieder zu ihr. In ihrer Stellungnahme heißt es:
Ich fand sie in ihrer Wohnung auf dem Sofa liegend vor, die Wohnung war vollständig abgedunkelt, (Aiko) war in einem verwahrlosten Zustand, von Panikattacken gequält und konnte zunächst kaum berichten, was sich in der letzten Zeit zugetragen hatte. Sie hatte mehrere Tage nichts gegessen, aus Angst, die Wohnung zu verlassen.
Mehr als ein Jahr später wird Tom für diese Taten von der Staatsanwaltschaft wegen Nachstellung angeklagt. Er wird ein umfassendes Geständnis ablegen, eine Richterin wird ihn zu mehr als einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilen. Dieses Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
„Stalking ist eine Machtdemonstration“
Michaela Burkard vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe sagt: „Stalking ist eine Machtdemonstration, die der betroffenen Person signalisiert, dass sie sich nicht entziehen kann.“ Mit Hilfe von digitalen Werkzeugen, die den Standort übermitteln, sei eine derartige Machtdemonstration noch einfacher geworden.
„Kontrolle und Stalking treten vor allem dann auf, wenn der gewaltausübende, meist männliche Part einen Machtverlust verhindern will“, sagt Burkard. Eingebettet sei das Stalking in eine patriarchale Gesellschaft, in der Macht in heterosexuellen Beziehungen oft ungleich verteilt ist.
Typisch an dem Fall von Aiko, sagt Burkard, sei das Ineinandergreifen von analogem und digitalem Stalking. „Digitale geschlechtsspezifische Gewalt ist eine Fortsetzung bereits bestehender Gewaltverhältnisse, sie taucht selten isoliert auf“, sagt sie.
Am 10. Juni 2024 erlässt das Amtsgericht ihres Wohnortes auf Aikos Betreiben eine einstweilige Anordnung gegen Tom. Sechs Monate lang muss er mindestens 50 Meter Abstand von ihrer Wohnung halten, darf auch ihren Arbeitsplatz und die Wohnung der Eltern nicht aufsuchen oder anderweitig, beispielsweise per Anruf, Sprach- oder Textnachricht, Kontakt mit ihr aufnehmen. Bei Zufallstreffen hat er sich sofort zu entfernen. Die Anordnung wird später immer weiter verlängert werden. Die Dokumente dazu liegen netzpolitik.org vor.
Obwohl es Tom nun verboten ist, sich Aiko zu nähern, fängt er sie über den darauf folgenden Sommer vier Mal in Seitenstraßen ihrer Wohnung ab. Er rennt auf sie zu und hält sie fest. Er schreibt unzählige Nachrichten und versucht dutzende Male, sie anzurufen.
Das Amtsgericht ihres Wohnortes verurteilt Tom Ende September zu 800 Euro Ordnungsgeld. Er hört dennoch nicht auf. Im Oktober fordert das Gericht weitere 400 Euro. Wieder lässt er sich nicht davon beeindrucken. Tom wird vorläufig festgenommen. Als er wieder frei ist, schreibt er Aiko: „gib mir nur ein Zeichen, sonst muss ich wiederkommen“.
Die Spionage-App wird enttarnt
Dass die Spionage-App auf Aikos Smartphone entdeckt wird, ist nicht den Ermittlungen der Polizei zu verdanken. Von den Beamt*innen, mit denen Aiko sprach, sei keine*r auf die Idee gekommen, dass Tom Aikos Smartphone verwanzt haben könnte, dass Toms ständige Präsenz dort ihren Ursprung hat, sagt Aiko.
Am Ende ist es nicht die Polizei, sondern ein Freund, der ihr Klarheit bringt. „Als Aiko mir von dem Stalking erzählte, hatte ich schon eine Ahnung, wie das kommen könnte, dass Tom immer weiß, wo sie ist“, sagt Benjamin. Er ist Dozent für Informatik und weiß, dass es frei erhältliche Spionage-Software gibt.
Im November 2024 besucht er Aiko und untersucht ihr Telefon. Da ist mSpy noch aktiv. Nach wenigen Minuten findet er in der App-Übersicht ein Programm mit weitreichenden Berechtigungen. Es taucht auf dem Home-Bildschirm nicht auf und verbirgt sich hinter dem unscheinbaren Namen „Update service“. Aiko sagt, ihr sei diese App nicht bekannt gewesen. Die forensische Analyse, die der unabhängige IT-Sicherheitsexperte für netzpolitik.org durchführte, bestätigt, dass es sich dabei um mSpy handelt.
So hat die App sie ausspioniert
Im Download-Ordner von Aikos Handy liegt eine Installationsdatei für die Spionage-App. Sie wurde eine Minute vor der Installation der App „Update service“ heruntergeladen. Außerdem findet sich auf dem Telefon eine Datenbank, in die mSpy Informationen kopierte: Standortdaten, Browserverlauf, Kalender, Anruflisten, Fotos und Videos, SMS und E-Mails, Chats auf verschiedenen Plattformen sowie Mitschnitte der Tastatureingaben. Auch die Testnachricht, die während der Installation an Toms Nummer verschickt wurde, findet sich in den Daten. mSpy sendet derartige Informationen in eine Cloud, wo Kund*innen sie einsehen können – übersichtlich aufbereitet über ein Browser-Tool.
Die App habe fast alle Berechtigungen gehabt, sagt Benjamin, also nicht nur auf alle Telefoninhalte zugreifen können, sondern auch Dateien und Apps aus der Ferne löschen und installieren dürfen. Er kann dies mit Screenshots belegen. Sie zeigen auch, dass die App in den 24 Stunden vor dem Novemberabend, an dem Benjamin die App entdeckt, auf verschiedene Daten zugegriffen hatte, etwa auf den Standort, Anrufliste, Fotos und Videos, Kalender, Kontakte oder SMS.
Um den Datenabfluss zu unterbrechen, habe er die Berechtigungen noch in derselben Nacht aufgehoben, sagt Benjamin. Über viele Monate hatte Tom Zugang zu den Informationen, die mSpy über dieses Gerät erfasste, konnte sehen, wo Aiko sich befand. Jetzt ist es vorbei. Einen Monat später kauft Aiko sich ein neues Telefon.
Der Moment der Erkenntnis
Zu erfahren, dass Tom sie ausgespäht hatte, war „super erschütternd“, sagt Aiko. „Er wusste meine intimsten Gedanken, er wusste immer genau, wo ich war. Und er hat die ganze Zeit meine Realität manipuliert. Ich habe ja geglaubt, dass er überall auf mich wartet.“
Noch aus einem anderen Grund war die Erkenntnis für sie ein Schock. Kurz zuvor hatte Aiko beschlossen, die Stadt zu verlassen und nach Berlin zu ziehen, um Tom zu entkommen. Sie sagt, sie wollte ohne Angst auf die Straße gehen, normal leben. „Als ich verstanden habe, dass er all meine Kommunikation abgegriffen hat, ist mir auch klar geworden, dass er vermutlich weiß, wo ich hinziehe“, sagt sie.
In den Daten, die mSpy mitschnitt, findet sich eine E-Mail mit der Einladung zur Wohnungsbesichtigung. Dort liegen auch die Koordinaten ihrer neuen Wohnung, abgegriffen, als Aiko die Wohnung besichtigte.
Nachdem Benjamin die App gefunden hat, gehen er und Aiko noch in der gleichen Nacht zur Polizei. Die beiden sagen, auf der Wache habe Benjamin versucht, den Beamten die Spionage-App zu erklären, zunächst ohne Erfolg. Erst als Aiko ein Foto herumgezeigt habe, das ihr Vermieter von Tom gemacht hatte, habe ein Polizist gesagt: „Das sieht nach nem Hacker aus.“ Auf dem Foto steht Tom mit aufgeklapptem Laptop unter Aikos Fenster.
Michaela Burkard vom Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe sagt: „Wichtig ist, dass alle Instanzen, die mit einer gewaltbetroffenen Person zu tun haben, Fachwissen und die nötige Sensibilität für digitale Gewalt haben.“ So sollte etwa die Polizei im Rahmen einer Risikoeinschätzung bei Partnerschaftsgewalt immer auch digitale Gewalt abfragen.
Die Polizei findet ihn in einem Gebüsch
Februar 2025. Vier Jahre ist es her, dass sich Aiko und Tom auf Bumble getroffen haben. Das Amtsgericht verhängt weitere 3.000 Euro Ordnungsgeld gegen Tom. Die vorhergehenden 1.200 Euro hat er noch nicht gezahlt. Vor Gericht gibt er später an, weitgehend mittellos zu sein.
Ende Februar zieht Aiko nach Berlin. Ungefähr zur gleichen Zeit zieht auch Tom dorthin. Er hat nun keinen Fernzugriff mehr auf ihr Telefon, trotzdem lauert er ihr immer wieder vor ihrem Wohnblock auf, in dessen Umgebung, an der S-Bahn. Einmal finden Polizist*innen, die zu ihrer Sicherheit vor Aikos Haus patrouillieren, Tom in einem Gebüsch. Die Szene beschreibt das Amtsgericht Tiergarten in einem Urteil, das später gegen Tom fällt.
Das Amtsgericht in Berlin-Tiergarten erwirkt einen Haftbefehl gegen Tom. Von Mai bis Juni sitzt er 27 Nächte in Untersuchungshaft. Er wird nur unter der Auflage entlassen, Berlin zu verlassen und sich Aiko nicht mehr zu nähern. Und doch steht er kurz darauf wieder vor ihrer Haustür. Es ist die eingangs geschilderte Szene. Aiko ruft die Polizei und Tom landet noch einmal für fast zwei Monate in Untersuchungshaft.
Am 24. September 2025 verurteilt das Amtsgericht Tiergarten Tom wegen Nachstellung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung. Er gesteht die Vorwürfe, will das Urteil aber nicht akzeptieren und geht in Berufung. Das Verfahren läuft.
Das Ende?
Ende Januar 2026 steht Tom noch einmal vor Gericht, diesmal in der Stadt, in der er und Aiko zuvor gewohnt haben. Es geht um die Geschehnisse, die vor ihrem Umzug stattfanden. Und anders als in Berlin geht es diesmal auch um mSpy: In ihrer Anklageschrift wegen Nachstellung erwähnt die Staatsanwaltschaft auch eine Software, die Tom auf Aikos Handy installiert habe, um ihren Standort zu verfolgen und „gezielte Zusammenkünfte herbeizuführen“.
Während ihrer Aussage kommen Aiko immer wieder die Tränen. Sie spricht dennoch weiter.
Tom gesteht alle Vorwürfe. Er bekommt ein Jahr und vier Monate Haft, keine Bewährung. In ihrem Urteil spricht die Richterin von einer „sehr hohen kriminellen Energie“. Sie erwähnt die Spionage-Software, die Nachrichten an den Kundendienst. „Die Skrupellosigkeit, die sie da an den Tag gelegt haben, das ist besonders und zeigt eine besondere Rücksichtslosigkeit.“
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Tom sagte bei einem Telefonat mit netzpolitik.org, dass er Berufung einlegen will. Aiko sagt, für sie sei es wichtig gewesen, dass ihre Realität anerkannt wurde. Befreit fühle sie sich aber nicht, sondern vor allem: erschöpft.
Chris Köver recherchiert und schreibt über Migrationskontrolle, biometrische Überwachung, digitale Gewalt und Jugendschutz. Recherche-Anregungen und -Hinweise gerne per Mail oder via Signal (ckoever.24). Seit 2018 bei netzpolitik.org. Hat Kulturwissenschaften studiert und bei Zeit Online mit dem Schreiben begonnen, später eine eigene Zeitschrift mitgegründet. Ihre Arbeit wurden ausgezeichnet mit dem Journalistenpreis Informatik, dem Grimme-Online-Award und dem Rainer-Reichert-Preis zum Tag der Pressefreiheit. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), BlueSky, Mastodon, Signal: ckoever.24. Martin Schwarzbeck ist seit 2024 Redakteur bei netzpolitik.org. Er hat Soziologie studiert, als Journalist für zahlreiche Medien gearbeitet, von ARD bis taz, und war lange Redakteur bei Berliner Stadtmagazinen, wo er oft Digitalthemen aufgegriffen hat. Martin interessiert sich für Machtstrukturen und die Beziehungen zwischen Menschen und Staaten und Menschen und Konzernen. Ein Fokus dabei sind Techniken und Systeme der Überwachung. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Signal: yoshi.42042. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
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Fachleute fordern: Das fehlt beim Schutz vor digitaler Gewalt
Stalking, Doxing, geleakte Nacktfotos – digitale Gewalt kann Menschen das Leben zur Hölle machen. Während das Justizministerium ein Gesetz entwirft, haben wir zivilgesellschaftliche Organisationen gefragt, was am meisten helfen würde.
Fremde, die Frauen heimlich in der Sauna filmen und die Videos ins Netz stellen. Männer, die das Handy ihrer Freundin verwanzen, um sie jederzeit orten zu können. Organisierte Gruppen, die auf sozialen Medien unliebsame Personen mit Hassnachrichten überziehen. Digitale Gewalt hat viele Facetten. Auf besondere Weise trifft sie Frauen und andere marginalisierte Gruppen.
Das Bundesjustizministerium entwirft derzeit ein „digitales Gewaltschutzgesetz“, wie Ministerin Stefanie Hubig (SPD) in mehreren Interviews angekündigt hat. Erste bekannte Bestandteile des Gesetzes sind demnach „angemessene Strafen für Deepfakes“ sowie zeitweise Sperren für Accounts, „über die immer wieder schwere Rechtsverletzungen begangen werden“.
Bereits die vorige Regierung hatte sich an einem Gesetz zu dem Thema versucht. Für dessen Eckpunkte gab es breite Kritik. Nachdem die Ampel-Regierung zerbrochen war, kam nicht mehr heraus als ein unfertiger Entwurf.
In Deutschland befassen sich mehrere zivilgesellschaftliche Akteur*innen mit digitaler Gewalt. Ihre Perspektive basiert teils auf direkter Erfahrung mit Betroffenen. Zuletzt hatten wir vor knapp drei Jahren aufgeschrieben, welche klaffenden Lücken es bei digitaler Gewalt gibt.
Die aktuellen Pläne der Regierung für einen weiteren Anlauf haben wir zum Anlass genommen, die Frage zu erneuern: Was brauchen Betroffene digitaler Gewalt am dringendsten? Hier fassen wir die Perspektiven von insgesamt acht Organisationen zusammen.
1. Anlaufstellen stärken
Bevor Polizei oder Justiz überhaupt relevant werden, können Betroffene zunächst bei Beratungsstellen Unterstützung finden. Davon gibt es nicht genug, wie Berater*innen regelmäßig beklagen. „Die Finanzierung für Beratungsstellen von Betroffenen muss langfristig und nachhaltig gewährleistet sein. Die Beratungsstellen brauchen qualifiziertes, gut geschultes Personal“, fasst es die Organisation das Nettz auf Anfrage von netzpolitik.org zusammen. Auch der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe fordert „ausreichend finanzierte Unterstützungsstrukturen“.
Der Verein Frauenhauskoordinierung schlüsselt das näher auf: Einerseits brauche es mehr Personal, „weil digitale Gewalt neue Herausforderungen mit sich bringt: Es wird mehr Zeit benötigt, um zu den digitalen Dimensionen von Gewalt zu beraten, aber auch mehr Zeit, um sich das nötige Wissen anzueignen“. Weiter brauche es „Expert*innen zum Thema digitale Gewalt in jedem Frauenhaus“ und „regelmäßige Fortbildungen, damit Kenntnisse zu digitaler Gewalt im Beratungsteam aktuell sind“. Dafür brauche es trotz kommender Finanzierung durch den Bund weiter Geld von Ländern und Kommunen.
Fälle von etwa digitalem Stalking und heimlicher technischer Überwachung können viel IT-Expertise benötigen. Hierfür fordert die Initiative Ein Team gegen digitale Gewalt, Fachberatung in Einrichtungen zu verankern. „Die IT-Fachberatung könnte von einer fachkompetenten zivilgesellschaftlichen Organisation aufgebaut, vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unterstützt und vom Bundesministerium des Innern gefördert werden“, heißt es in einem Forderungspapier von Ende 2024, das „ein Team“ und mehr als 60 weitere Organisationen und Projekte erarbeitet haben. Das Papier „ist nicht weniger aktuell als damals“, schreibt die Initiative heute.
2. Polizei und Justiz sensibilisieren
Wollen sich Betroffene digitaler Gewalt juristisch wehren, können sie sich nicht immer darauf verlassen, dass Polizei oder Staatsanwaltschaft sie professionell behandeln. Es brauche „Schulungen für Polizei und Justiz, damit Betroffene ernst genommen werden und schnell Hilfe erhalten“, hält „Ein Team“ fest. Häufig könnten „Polizei und Gerichte mit entsprechenden Beweisen noch nicht umgehen oder erkennen sie nicht an“.
Das Nettz bekräftigt: „Justiz und Polizei brauchen spezialisiertes Personal und verpflichtende themenspezifische Fortbildung für ihre Mitarbeitenden.“ Der Verein Frauenhauskoordinierung fordert „Grundlagenwissen bei Polizei und Justiz zu digitaler (Ex-)Partnerschaftsgewalt“.
Ein konkreter Ansatz aus dem Forderungspapier von „Ein Team“ und weiteren Organisationen sind Schwerpunktstaatsanwaltschaften für digitale Gewalt. So nennt man Justizbehörden, die auf bestimmte Themen spezialisiert sind. Einrichten müssten sie die Länder. Bisher gibt es das zum Beispiel für Geldwäsche oder Bekämpfung sogenannter Kinderpornografie.
3. Vorschriften für Plattformen durchsetzen
Die Regulierung von Plattformen wie TikTok, Instagram oder X sprechen gleich mehrere Organisationen an. Der Bundesverband der Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe kritisiert: „Digitale geschlechtsspezifische Gewalt wird durch die Marktmacht großer Techkonzerne begünstigt, weil Profit und Reichweite über Schutz gestellt werden.“ Das Nettz fordert: „Plattformen müssen mehr Verantwortung übernehmen und die existierende Regulierung konsequent umsetzen.“
In der EU gibt es das Gesetz über digitale Dienste. Sehr große Plattformen müssen demnach systemische Risiken für ihre Nutzer*innen erkennen und mindern – etwa durch Inhaltsmoderation, Meldewege oder Sicherheitsfunktionen. Sonst drohen Sanktionen. Werkzeuge zur Durchsetzung des Schutzes Betroffener digitaler Gewalt wären also vorhanden.
Allerdings gibt es Widerstand: Plattformen setzen gerade kostspielige Maßnahmen oft nur zögerlichum; die Trump-Regierung deutet Regulierung aus der EU zunehmend als Angriff. Mit Blick darauf schreibt die gemeinnützig Organisation HateAid: „Wir wünschen uns ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zur europäischen Plattformregulierung und den unbedingten Willen, diese auch gegen den politischen Druck aus den USA durchzusetzen“.
4. Strafrecht erweitern
Mehrere Formen digitaler Gewalt sind strafbar, Betroffene können sich also vor Gericht dagegen wehren. Gerade bei bildbasierter, sexualisierter Gewalt stehen sie aber oftmals vor einem Flickenteppich. Je nachdem, was sie erlebt haben, kann eine andere Regelung greifen. Bereits im Jahr 2023 kritisierte der Deutsche Juristinnenbund den rechtlichen Schutz als „lückenhaft“, das Strafrecht „vollkommen unsystematisch“.
HateAid richtet den Fokus auf eine bestimme Form bildbasierter Gewalt und fordert, dass schon die Erstellung sexualisierter, nicht-einvernehmlicher Deepfakes strafbar sein solle. Selbst wenn die Bilder „nur auf einer Festplatte oder Cloud gespeichert werden, sind sie nur einen falschen Knopfdruck, Hackingangriff oder ein Datenleck von der Verbreitung entfernt“. Die neue EU-Richtlinie zur Gewalt gegen Frauen adressiert zwar auch die Herstellung solcher Deepfakes, knüpft die Strafbarkeit jedoch an die Verbreitung. Bei der Ausgestaltung der Regeln warnen Kritiker*innen vor möglicher Überregulierung.
Das Projekt „Ein Team“ nimmt weitere Delikte in den Blick und warnt: „Viele Formen von technikgestützter Gewalt sind bisher nicht verboten. Dazu gehört zum Beispiel das heimliche Überwachen des Aufenthaltsorts mit Bluetooth-Trackern wie Apple AirTags“. Im Forderungspapier mit anderen Organisationen fordert „Ein Team“ ein Verbot von Stalkerware – also Spionage-Apps, mit denen Täter*innen das Smartphone ihrer (Ex-)Partner*innen heimlich verwanzen, um sie umfassend zu überwachen. Gegen solche Szenarien gibt es bereits verschiedene Normen, die jedoch Schlupflöcher lassen. Laut Koalitionsvertrag sollen Hersteller solcher Apps künftig verpflichtet werden, regelmäßig das Einverständnis der Gerätebesitzer*innen abzufragen.
Auf „identifizierte Lücken im Rechtssystem“ verweist auch der Verein Weisser Ring hin und fordert, sie zu schließen.
5. Rechtsdurchsetzung für Betroffene erleichtern
Je nach Fall können Betroffene digitaler Gewalt Strafanzeige erstatten oder zivilrechtliche Ansprüche geltend machen. Das Strafrecht greift jedoch nur, wenn eine Staatsanwaltschaft ein Verfahren aufnimmt. Die Hürden dafür können unterschiedlich hoch sein. Mithilfe des Zivilrechts können Betroffene zum Beispiel erfahren, wer hinter einem Übergriff steckt (Auskunft), erreichen, dass die Angriffe aufhören (Unterlassung) oder in bestimmten Fällen Geld als Entschädigung erhalten.
„Private Rechtsdurchsetzung ist angesichts überlasteter Strafverfolgungsbehörden und der schleppenden Umsetzung von Nutzendenrechten auf Online-Plattormen ein wichtiges Instrument“, schreibt HateAid. Betroffene digitaler Gewalt könne das handlungsfähig machen, zumindest in ausgewählten Fällen.
Das Problem laut HateAid: Dieser Weg sei für Betroffene „kaum zugänglich“. Die Organisation warnt vor hohen Kosten und langen Laufzeiten der Verfahren von sechs bis zwölf Monaten. Auch der Weisse Ring fordert, dass zivilrechtliche Ansprüche klarer und zugänglicher gestaltet werden sollten.
Betroffene kann es entlasten, wenn sie ihre Rechte nicht individuell einklagen müssen. Stattdessen könnten auch Organisationen im Interesse von Betroffenen vor Gericht ziehen. Ein solches Verbandsklagerecht gibt es zum Beispiel beim Umwelt- oder Verbraucherschutz. Ein Verbandsklagerecht für digitale Gewalt wünschen sich unter anderem der Deutsche Juristinnenbund und das Projekt „Ein Team“.
6. Verdächtige einfacher ins Visier nehmen
Viele Formen digitaler Gewalt geschehen im direkten Umfeld der Betroffenen, etwa durch Ex-Partner*innen. Das heißt: Sie kennen die Täter*innen bereits. In anderen Fällen können Betroffene lange rätseln, wer überhaupt Täter*in ist. Zum Beispiel bei Drohungen und Beleidigungen auf sozialen Medien oder bei nicht-einvernehmlich geteilten Nacktfotos auf Pornoseiten.
HateAid wünscht sich Maßnahmen im Zivilrecht, die es Betroffenen leichter machen, Verdächtige zu identifizieren. Die Organisation will eine „Stärkung der gerichtlichen Auskunftsansprüche“. Damit ist gemeint, dass etwa Plattformen auf Anordnung von Gerichten Details über einen Account herausrücken sollen, der zum Beispiel Beleidigungen verschickt hat. „In der aktuellen gesetzlichen Ausgestaltung sind die Auskunftsansprüche gleichzeitig kostspielig und völlig nutzlos“, kritisiert HateAid.
Das Forderungspapier von „Ein Team“ und weiteren Organisationen warnt jedoch – an dieser Stelle mit Blick aufs Strafrecht – vor Maßnahmen, die Täter*innen aufspüren sollen. Der Grund: Sie können auch die Betroffenen und die Gesamtgesellschaft verletzlicher machen. Deshalb sollten Möglichkeiten erprobt werden, die „keine oder weniger negative Effekte haben“.
Eine konkrete Maßnahme ist die Login-Falle. Das ist ein vom Verein D64 entwickeltes Verfahren, wonach erst auf richterliche Anordnung nach einem Anfangsverdacht für eine Straftat die IP-Adresse eines Verdächtigen übermittelt wird. Eine weitere Maßnahme ist das Quick-Freeze-Verfahren, das vor allem die FDP als Alternative zur invasiven Vorratsdatenspeicherung vorangetrieben hatte.
Auch richterlich angeordnete Account-Sperren könnten Betroffene in bestimmten Fällen entlassen, indem sie potenziellen Täter*innen die Plattform nehmen. Diesen Plan hatte bereits die Ampelgefasst; unter anderem der Deutsche Juristinnenbund fordert es weiterhin.
7. Adressen von Betroffenen besser schützen
Eine besondere Gefahr für Betroffene digitaler Gewalt sind Regelungen zur Anschrift – auch wenn das auf den ersten Blick sehr bürokratisch klingt. Wenn eine Person etwa ein Zivilverfahren wegen digitaler Gewalt anstrengt, muss sie der Regel eine Anschrift angeben, unter der sie zuverlässig erreichbar ist. Das Problem: Entsprechende Unterlagen können auch bei der Gegenseite landen. Auf diese Weise kann es passieren, dass Betroffene ausgerechnet dem Menschen, der sie bedrohen und stalkt, ihre genaue Adresse verraten.
„Die Angabe von c/o-Adressen muss bei der Geltendmachung eigener Rechte ausreichend sein“, fordert der Deutsche Juristinnenbund. Das bekräftigt auch das Forderungspapier von „Ein Team“ und anderen Organisationen: „In zivilrechtlichen Verfahren braucht es Möglichkeiten, die Anonymität Betroffener effektiv zu wahren.“
Ähnlich gelagert ist die Impressumspflicht. Wer in Deutschland eine geschäftsmäßige Website betreibt, muss eine ladungsfähige Anschrift ins Impressum schreiben. Ein Postfach oder eine c/o-Adresse reichen demnach nicht. Gerade Freiberufler*innen haben oftmals eine solche Website, aber keine separate Firmenanschrift – und stehen damit unter erhöhter Gefahr für Stalking. Der Deutsche Juristinnenbund will auch das ändern: Eine Reform der Impressumspflicht ist dem Verein zufolge „dringend notwendig“.
8. Aufklärung und Medienkompetenz ausbauen
Digitale Gewalt ist vor allem ein Fachbegriff aus Wissenschaft, Beratung und Politik. Was das genau ist, wie man sich davor schützen und dagegen wehren kann, das dürften längst nicht alle wissen. „Betroffene brauchen Schulungen, die über ihre Rechte aufklären und leicht auffindbare Wege (online und offline), wo sie sich Hilfe suchen können“, schreibt das Nettz. Ähnlich hält die gemeinnützige Organisation Superrr fest: „Zentral für den Schutz vor Gewalt ist Aufklärung und digitale Kompetenz“.
Die Fachleute von „Ein Team“ und weiteren Organisationen fordern „stärkere Sensibilisierung und Aufklärung der Gesellschaft“. Konkret könnten Bundesministerien die Präventionsarbeit fördern. Der Weisse Ring denkt bei Medienkompetenz nicht nur an Betroffene, sondern an alle. Mit „digitaler Zivilcourage“ könnten Menschen etwa gegen Hassrede vorgehen.
Wissenschaftliche Forschung zu digitaler Gewalt kann einen weiteren Beitrag zur öffentlichen Aufklärung leisten. „Wir brauchen mehr Forschung zu digitaler Gewalt, denn wir wissen immer noch zu wenig über das tatsächliche Ausmaß“, bemängelt das Nettz. Mehr Forschung verlangt etwa auch der Verein Frauenhauskoordinierung.
9. Frauen nicht isoliert betrachten
Viele Formen digitaler Gewalt betreffen Frauen. Das Thema sollte aber nicht darauf reduziert werden, wie mehrere Organisationen betonen. Digitale Gewalt müsse „immer mit weiteren Diskriminierungsformen gemeinsam gedacht werden“, schreibt das Nettz. Betroffen seien potenziell alle. „Menschen mit sichtbarem Migrationshintergrund, junge Frauen oder queere Menschen, die ohnehin diskriminiert werden, jedoch noch mal deutlich mehr.“
Was das konkret bedeuten kann, zeigen Beispiele aus dem Forderungspapier von „Ein Team“ und weiteren Organisationen: „So kann das Veröffentlichen eines Fotos ohne Kopftuch für eine kopftuchtragende muslimische Frau eine extrem gewaltsame Erfahrung sein. Für Menschen mit Behinderung sind manche Tipps zum Schutz vor digitaler Gewalt nicht umsetzbar, weil die Barrieren zu hoch sind. Für Menschen in Armut sind die Kosten zivilrechtlicher Verfahren eine Hürde, die Gegenwehr verhindert.“
Der Verein Frauenhauskoordinierung fordert die „Stärkung von intersektionalen Ansätzen im gesamten Hilfesystem“. Zudem weist der Verein darauf hin, dass Betroffene auch oft Kinder haben, die mitbedacht werden müssten. „Kinder können in die Ausübung digitaler Gewalt hineingezogen oder dafür instrumentalisiert werden“. Die Organisation Superrr wiederum erinnert daran, dass Maßnahmen auch bei der Arbeit mit Täter*innen ansetzen können.
Generell kann Täter*innenarbeit dazu beitragen, dass Menschen Gewalt gar nicht erst ausüben – oder bereits gewaltsame Menschen dabei unterstützen, ihr Verhalten zu überdenken und zu ändern.
10. Internationale Regeln gut umsetzen
Auf Bundesebene ließe sich zumindest ein Teil der Forderungen angehen; einiges betrifft jedoch Länder und Kommunen. Zwei umfassende Regelungen mit direktem Bezug zu digitaler Gewalt sind schon beschlossene Sache. Mindestens an deren Umsetzung wird sich die aktuelle Bundesregierung messen lassen müssen.
Erstens gibt es die sogenannte Istanbul-Konvention des Europarats, die Gewalt gegen Frauen verhüten und bekämpfen soll. Der Europarat ist eine von der EU unabhängige Organisationen mit 46 Mitgliedstaaten. In Deutschland ist die Konvention bereits seit 2018 in Kraft. Der Verein Frauenhauskoordinierung kritisiert: Deutschland habe die Konvention unzulänglich umgesetzt. „Nicht nur fehlen 14.000 Frauenhausplätze, sondern auch eine Gesamtstrategie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ein wirksames Risikomanagement gegen Femizide“.
Zweitens gibt es die neue EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. Die Mitgliedstaaten müssen die Anforderungen bis Juni 2027 in nationales Recht überführen. Neben Vorgaben zur Unterstützung von Betroffenen sieht die Richtlinie auch Schulung und Information von Fachkräften vor – und stellt Regeln auf zur Bekämpfung bildbasierter, sexualisierter Gewalt und Deepfakes. In ihrem Forderungspapier pochen „Ein Team“ und weitere NGOs auf „zügige“ Umsetzung.
Sebastian Meineck ist Journalist und seit 2021 Redakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen aktuellen Schwerpunkten gehören digitale Gewalt, Databroker und Jugendmedienschutz. Er schreibt einen Newsletter über Online-Recherche und gibt Workshops an Universitäten. Das Medium Magazin hat ihn 2020 zu einem der Top 30 unter 30 im Journalismus gekürt. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Grimme-Online-Award sowie dem European Press Prize.Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Sebastian Hinweise schicken | Sebastian für O-Töne anfragen | Mastodon. Chris Köver recherchiert und schreibt über Migrationskontrolle, biometrische Überwachung, digitale Gewalt und Jugendschutz. Recherche-Anregungen und -Hinweise gerne per Mail oder via Signal (ckoever.24). Seit 2018 bei netzpolitik.org. Hat Kulturwissenschaften studiert und bei Zeit Online mit dem Schreiben begonnen, später eine eigene Zeitschrift mitgegründet. Ihre Arbeit wurden ausgezeichnet mit dem Journalistenpreis Informatik, dem Grimme-Online-Award und dem Rainer-Reichert-Preis zum Tag der Pressefreiheit. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), BlueSky, Mastodon, Signal: ckoever.24. Laura Jaruszewski ist von Januar bis März 2026 Praktikantin bei Netzpolitik. Ansonsten studiert sie in Göttingen Sozialwissenschaften und interessiert sich für Überwachungstechnologien und antifeministische Bewegungen im Netz. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
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For todays #FollowFriday I'm going to do something a bit different. We have a lot of new users, one of the biggest surges we have seen in a while. As such a lot of new users are looking for high quality, long-standing, accounts to follow. Similarly many of the new users need some help getting attention and making new friends.
As such I am going to do this #FF in a few parts. One for old users I have mentioned in previous posts, as well as some of the new users who have been making quality posts and been active for at least a week now. Hopefully this will be more helpful.
Also a section for some bots might be useful.
I will use a persons profile description here as I dont want to misrepresent anyone.
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Jeffrey Epstein Was a Warlord. We Have to Talk About It.
https://www.thenation.com/article/society/jeffrey-epstein-israel-foreign-policy-elite/The prospect of chaos and war excited Jeffrey Epstein. The late New York financier and child abuser kept a keen eye on news about foreign conflicts that could be exploited for commercial gain. On February 21, 2014, Epstein sent an e-mail to Ehud Barak, the former Israeli prime minister, with whom he would partner the following year as investors in a security tech firm Reporty Homeland Security (later renamed Carbyne). Epstein wrote, “with civil unrest exploding in ukraine syria, somolia [sic], libya, and the desperation of those in power, isn’t this perfect for you.” Barak tried to tamp down his friend’s enthusiasm, noting, “You’re right [in] a way. But not simple to transform it into a cash flow.”This exchange, which was reported by Drop Site News, gets at the heart of one of the more hidden aspects of the Epstein scandal. Epstein’s name is inextricably linked with sexual predation, as it should be. But it should just as readily be linked to global militarism and authoritarianism. Epstein trafficked not just in the bodies of the children he abused but also in social connections that could bring elites together. He well understood that the “desperation of those in power” could make them eager to buy what he was selling: connections with other powerful figures and security systems to clamp down on dissent.The Epstein scandal has once again exploded thanks to the release this week by House Democrats of an immense cache of e-mails between Epstein and many of his famous associates. As my Nation colleagues Chris Lehmann and Joan Walsh have written, these e-mails are politically damaging to Donald Trump, adding yet more evidence that the president was close friends with Epstein for many years, aware of Epstein’s predations, and possibly a participant in some of Epstein’s crimes.Trump richly deserves whatever reputational harm and possible legal retribution may come to him as a result of his ties to Epstein. But, at its heart, this has always been a scandal about the ruling class as a whole, not one individual or political party.The Epstein e-mails document his ties to a wide swath of the US and global elite in ways that transcend partisan lines. Among those Epstein was on easy terms with were former treasury secretary Larry Summers (who held high office under both Bill Clinton and Barack Obama) as well as Trump adviser Steve Bannon and right-wing billionaire Peter Thiel. Even Noam Chomsky wrote glowingly of his “highly valued friend.”
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Pick two
There’s a well-known project management / product management adage… you have three variables – speed / price / quality – and must choose two.
FOSDEM 2025
My friend Chris Adams is, like me1, headed to FOSDEM 2025 – in fact, for the last couple of years, that is the only time I’ve had the joy of seeing him, so I already treasure the opportunity to go there!
Background factoid: Chris and I got to know each other back in the London tech scene, and bonded over topics like the internet of things, energy monitoring and green initiatives – he’s now heading up the Green Web Foundation, as well as co-hosting a very good podcast. He’s also one of the nicest humans I know – and I’m privileged to know a lot of good people.
He’s proposed setting up some very basic air quality measurement in the devrooms – essentially crowdsourcing some data about the concentration in the conference rooms. In his post about the idea, he’s suggested an initial baseline: grab an affordable device from the onlines2, and (with the approval of the room owner) stick it somewhere prominent. Future steps might be to have a nice Grafana dashboard with open data feeding into it.
Suitably nerd-sniped, I have accepted the challenge. This is where that choice starts to bite, though…
Chris is, very sensibly, working upwards from a baseline of “something is better than nothing”. My brain decided to join in, but from the Utopian ideal that we have open hardware and software doing all the work for us already, and that’s where I’ve spent most of Monday morning. First of all – look, yes, I’m as guilty of grabbing cheap stuff from AliExpress as many others, but if I’m going to do so, I’d prefer to know that I can hack it myself and push data to my own MQTT broker.
So, I started by looking into the open hardware options.
There are such devices available. Chris learned about Devtank, a UK-based company that makes some environmental monitoring devices that support MQTT, who I know about via OpenUK events and community. I dug into these a couple of years ago, and my memory is that they are not consumer-level affordable, and may not be the right choice here, but I’m open to being corrected! They also do particulate monitoring rather than CO2, I think.
There are a handful of other full solutions that I know of – the Luftdaten sensors / community, the Apollo Automation Air 1, and the Air Gradient, all of which could be good for this, but are pricier, and more-or-less headless / have minimal displays, thus needing more work to build the dashboard up-front.
There’s the possibility of full build-it-yourself, which could work, assuming folks have the time and energy. The IKEA Vindrikning devices are reasonably priced, and eminently hackable with a Pi Pico W, but again do particulate monitoring rather than CO2. I already have the Pimoroni Enviro+ for both Pico and Pi, once again providing optional PM measurement rather than CO2. That CO2 element is the kicker in most of these cases – it’s solvable with the addition of the correct sensor add-on, but not super quick to do, or as afforable as the cheapo quick purchase options. These would all also want some work to get a nice display in place that was visible in the room, or the provision of a dashboard. I’m in a decent spot – I’ve been collecting and tinkering with these kinds of solutions for years – but this is not a straightforward solution for most of the devrooms.
So… I find myself back at AliExpress, checking on gadgets, and then searching to see whether any FLOSS integrations exist that work – i.e. something with a screen, affordable, supporting CO2 measurement, and a local connection without depending on a vendor’s cloud.
I think some of the things I’m seeing could be persuaded to share their data over BLE to a nearby Pi or other device, and then push that over MQTT, but I’m not so sure that many of them would allow a full firmware replacement that also retains a usable display. I also see some devices that use a Tuya module to do their networking, and there are various states of jailbreaking or sniffing of these online and a Python module, but the level to which they can be reliably detached from an overlord cloud is variable.
All of this is an info dump rather than a solution. It would be great to keep this conversation active, and see where we can get to in the next 3-4 weeks ahead of the event!
I’m likely to try grabbing a couple of cheap (! … ok maybe sub-£30) monitors and see what I can do with them when they arrive, but I don’t really want to put those kinds of things onto FOSDEM network infrastructure without knowing more about how they work.
Right now, I’m stuck at picking two – quick (to procure), low cost; but, proprietary and tied to a dubious data sink – over trying for a better longer-term option.
More ideas welcome! There’s a thread over here on Mastodon, and here on Bluesky; or comment here, if you wish!
- I’ll be helping with the Social Web Devroom. ↩︎
- Chris (and I) do not specifically endorse this one, just an option that he already has.
↩︎
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https://andypiper.co.uk/2024/12/30/finding-affordable-air-quality-sensors-for-fosdem/
#100DaysToOffload #airQuality #AQM #carbon #carbonDioxide #ChrisAdams #CO2 #devices #environment #Fosdem #Gadgets #green #GreenWebFoundation #hardware #monitoring #MQTT #Technology
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Trump adds five new handlers as he tries to find attack lines against Harris
Trump brought Taylor #Budowich, Alex #Pfeiffer and Alex #Bruesewitz from the Trump-aligned "Maga Inc" political action committee,
as well as previous Trump campaign veterans Corey #Lewandowski and Tim #Murtaugh.The new additions are coming onto the Trump campaign as "senior advisers", meaning they are lateral hires to a campaign still being run by co-campaign chiefs Susie #Wiles and Chris #LaCivita, the people said.
Lewandowski previously ran the 2016 campaign but does not have the same role now.
He has remained an "informal adviser" to Trump since the first presidential campaign, and will continue that function but in a more formal capacity through the final stretch to November, one of the people said.Murtaugh, who was the communications director for the 2020 campaign, is returning in a broader role, as will Budowich, Pfeiffer and Bruesewitz, one of the people said.
Bruesewitz has a large online following and is expected to help direct social outreach.
The additions came after senior aides on the Trump campaign found themselves open to criticism and challenges to their positions after perhaps the rockiest stretch for the campaign since it launched in 2022, the Guardian has previously reported.The summer months have historically been the time that Trump makes changes to his campaign chiefs, as he did in 2016 when he installed Kellyanne #Conway, Steve #Bannon, and David #Bossie to take the reins,
as well as in 2020, when he replaced Brad Parscale with Bill #Stepien.The past month has been bad enough for the Trump campaign that advisers have taken those challenges
– whether from enemies real or perceived
– as serious threats or slights that necessitate devoting time and effort to #slap #down -
Top Trump advisers in turmoil after campaign’s worst month of 2024
Trump has often committed one unforced error after another
as he tries to frame arguments against Harris, struggled to break through the news cycle hyping Democrats’ enthusiasm, and suddenly found himself on the defensive with a narrow window left until November.The sudden difficulty for the Trump campaign to lay a glove on Harris has led to Trump’s allies seeing an opening for the first time to openly challenge decision-making by senior aides and privately challenge whether some advisers should remain in their positions or be sidelined.
And the past month has been bad enough for the Trump campaign that advisers have taken those challenges
– whether from enemies real or perceived
– as serious threats or slights that necessitate devoting time and effort to slap down.In a statement referring to the campaign chiefs Susie #Wiles and Chris #LaCivita, a Trump spokesperson said:
“As President Trump said, he thinks Ms Wiles and Mr LaCivita are doing a phenomenal job and any rumors to the contrary are false and not rooted in reality. -
„Und was machen wir, wenn mal kein Wind scheint und keine Sonne weht!1!???“
Ein Kommentar, der bei keinem Beitrag über den Atom- oder Kohleausstieg fehlen darf…🙄
Wer sich bewusst grünen Strom aus dem Netz pickt, kennt die Antwort: 🦉 Strom sparen bzw. zu einem anderen Zeitpunkt verbrauchen! Denn während Dunkelflauten muss jede zusätzlich benötigte Kilowattstunde von konventionellen Kraftwerken erzeugt werden und verursacht entsprechend Emissionen - am 𝗦𝗮𝗺𝘀𝘁𝗮𝗴 um 𝟭𝟲 Uhr bis zu 𝟳𝟭𝟬 Gramm CO2 pro Kilowattstunde! ☁
Dunkelflauten sind aber eher selten und schon am nächsten Tag kann es wieder mehr Windenergie im Netz geben – unsere nächste Strommix-Prognose wird es zeigen! 📈
Durch das Verschieben von Stromverbräuchen können alle einen kleinen Beitrag leisten, um unabhängiger von fossilen Kraftwerken oder Stromimporten zu werden. Bei fast 40 Millionen Waschmaschinen und Geschirrspülern, die nicht unbedingt während einer Dunkelflaute laufen müssen, kommt dabei aber einiges zusammen! Je mehr mitmachen, desto mehr CO2 Emissionen können während solcher Zeiten vermieden werden.
#Dunkelflaute #Emissionen #PowerByThePeople #AktivFürsKlima #GemeinsamGehtMehr #Energiesparen #AlleFürsKlima #RegenerativeEnergien #Strom #Lastmanagement #Strompreis #Energiepreis
📷 Das Foto wurde von 𝗖𝗵𝗿𝗶𝘀 𝗠𝘂𝗲𝗻𝗰𝗵 ( @chrismuench auf Instagram) in #Hambach aufgenommen. Bildquelle: unsplash.com/@q_bee
🔍 𝗗𝗮𝘁𝗲𝗻𝗾𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲: Berechnungen auf Basis von Daten der Transparenzplattform des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E (www.entsoe.eu)
we #pickgreenenergy 💚
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„Und was machen wir, wenn mal kein Wind scheint und keine Sonne weht!1!???“
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📷 Das Foto wurde von 𝗖𝗵𝗿𝗶𝘀 𝗠𝘂𝗲𝗻𝗰𝗵 ( @chrismuench auf Instagram) in #Hambach aufgenommen. Bildquelle: unsplash.com/@q_bee
🔍 𝗗𝗮𝘁𝗲𝗻𝗾𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲: Berechnungen auf Basis von Daten der Transparenzplattform des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E (www.entsoe.eu)
we #pickgreenenergy 💚
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Damit du mit einem Blick auf unsere Strommix-Prognose siehst, wann besonders viel oder besonders wenig klimafreundlich erzeugter Strom zur Verfügung steht, wird jede Stunde mit einer Farbe bewertet: 🚦
🟢 Letztes Jahr haben Erneuerbare Energien 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵𝘀𝗰𝗵𝗻𝗶𝘁𝘁𝗹𝗶𝗰𝗵 𝟲𝟭 𝗣𝗿𝗼𝘇𝗲𝗻𝘁 der Stromversorgung abgedeckt. Wird dieser Wert erreicht, wird der entsprechende Zeitraum hellgrün markiert. Am 13. Oktober 2024 übernahmen Erneuerbare sogar satte 𝟵𝟳%! 🤩
Verlegst du einen Verbrauch in diese Stunden, trägst du ein Stück dazu bei, dass in diesem Jahr noch mehr grüner Strom den Weg in die Steckdosen der Republik findet! 👍
💚 Werden in einer Stunde 𝗺𝗶𝗻𝗱𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻𝘀 𝟳𝟬 𝗣𝗿𝗼𝘇𝗲𝗻𝘁 erwartet, wird sie mit einem kräftigen Grün eingefärbt. Fossile Kraftwerke müssen dann nur noch einen kleinen Teil der Stromversorgung übernehmen wodurch für den Betrieb deiner Elektrogeräte deutlich weniger Emissionen anfallen. ☁
🔴 Liegt der Anteil Erneuerbarer Energien 𝘂𝗻𝘁𝗲𝗿 𝟯𝟬 𝗣𝗿𝗼𝘇𝗲𝗻𝘁 und müssen Kohle- und Gaskraftwerke den Großteil der Versorgung abdecken, z.B. bei einer Dunkelflaute, dann erscheinen die Zeiträume in unserer Grafik rot.
Du hast Fragen zu unserer Strommix-Prognose? Gerne beantworten wir sie in den Kommentaren! 👇
#Visualisierung #Daten #Dunkelflaute #2024 #Erneuerbare #GreenEnergy #LasstUnsHandeln #AlleFürsKlima #PowerByThePeople
📷 Das Foto wurde von 𝗖𝗵𝗿𝗶𝘀 𝗠𝘂𝗲𝗻𝗰𝗵 ( @chrismuench auf Instagram) in #Hambach aufgenommen. Bildquelle: unsplash.com/@q_bee
🔍 𝗗𝗮𝘁𝗲𝗻𝗾𝘂𝗲𝗹𝗹𝗲: Berechnungen auf Basis von Daten der Transparenzplattform des Verbandes Europäischer Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E (www.entsoe.eu)
we #pickgreenenergy 💚
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#NewPaper #Paleontology #FossilReptiles #FossilTurtles
#PaleobiogeographyAlfio Alessandro Chiarenza, Amy M. Waterson, Daniela N. Schmidt, Paul J. Valdes, Chris Yesson, Patricia A. Holroyd , Margaret E. Collinson, Alexander Farnsworth, David B. Nicholson , Sara Varela & Paul M. Barrett (2022)
100 million years of turtle paleoniche dynamics enable the prediction of latitudinal range shifts in a warming world
Cell Biology
doi: https://doi.org/10.1016/j.cub.2022.11.056
https://www.cell.com/current-biology/fulltext/S0960-9822(22)01847-4 -
@maegul @Jeff Sikes @Kainoa @Chris Trottier This would have to happen on the server side. And this, in turn, would work the best if it happened directly on the instance servers, and if it was part of the #Fediverse projects themselves.
We've seen what happens when you rely on a third party. It tends to lean towards something centralised, either because someone deliberately only designs a centralised service for it, e.g. #Mastodon full-text search, or because nobody but the devs can be bothered to run an instance, e.g. #Guppe.
Also, decentralised third-party services will have to be connected to Fediverse instances by the admins manually because the admins will have to decide which instance to connect. Many admins won't take that step at all because they've stopped reading the manual the very moment their instance started working reasonably well, and so they don't even know that they have to connect to such a service.
That said, the Fediverse already speaks one common formatting language, and that's #RichText. #CalcKey translates the #Markdown in out-going messages to Rich Text. #Hubzilla translates the #BBcode in out-going messages to Rich Text. #Streams translates Markdown, BBcode and #HTML to Rich Text. And so forth.
Also, translation between message formats will remain half-useless as long as certain projects show a severe lack of capabilities of displaying messages, and this won't change anytime soon, if ever.
Like it or not, #Mastodon fans, but Mastodon is the worst offender. It can't have more than four images in one post, and it can't embed images within the text. All stuff that has been possible on projects older than Mastodon even before there was Mastodon.
On #Hubzilla (and not only there, but just to take one example), I can design any regular message like a blog post:Text block 1
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This is perfectly normal. And this is perfectly legit. #Friendica, Hubzilla and #Streams were deliberately designed to make this possible. And while Hubzilla has an optional extra functionality for long-form articles, Friendica and (streams) only have this one way of long-form posting. So, again, this is normal and legit and intentional.
On Mastodon, however, the very same post looks like this:Text block 1
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The images are ripped out of their context, reversed in their order, and only four even make it into what Mastodon displays.
The only thing a "translator" could possibly do here is put the images in the correct order. Still, only four would make it onto Mastodon timelines due to Mastodon's limitations, only that it'll be the first four instead of the last four. And also due to Mastodon's limitations, they will still end up after the end of the post instead of embedded between text blocks where they belong.
In the opposite direction, from Mastodon to Hubzilla, a "translator" could be a bit more useful. Currently, when a Mastodon toot with multiple images appears on Hubzilla, the images are put ahead of the text and in reverse order. What the "translator" could do (unless Hubzilla introduces that first) is embed the images at the end of the post in "reverse reverse" order. I'd suggest to also resize them (non-destructively; Hubzilla does that by default with its own images) so that four of them can be shown in a 2x2 arrangement just like on Mastodon, but on Hubzilla, that would cost them the alt-text. -
Self-Titled Summer | Factory Floor (2013, UK)
Our next Self-Titled Summer spotlight is on number 985 on The List, submitted by Elegansen. Here’s a quick rundown:
- Point of origin(s): London-based Factory Floor (or FF) began in 2005 (or 2008?) as a duo of Gabe Gurnsey (drums) and Mark Harris (guitar, percussion), then grew to a trio with Dominic Butler (modular synths, electronics), then went back to a duo of Gurnsey and Butler. In 2010, Nik Colk Void (formerly of noise pop group KaitO) momentarily stabilized the line-up as a trio, adding her brilliant dark vocals to their sound, as well as playing guitar and samples. Following a few singles and two mini-albums (the latter of which was an untitled 10″ released in 2010), FF sent a demo CD to Stephen Morris of Joy Division/New Order and, since the remix that came out of that, Morris has worked with the group as a collaborator. The album we look at here is their debut full-length.
- Tasting notes: Post-industrial techno, “unsettling disco”,[1] second cousin twice removed of early New Order, a factory floor turned dance floor, a British reincarnation of Nico
- Standout track: “Fall Back”, “How You Say”, “Two Different Ways”…essentially any with Nik singing.
- Where are they now?: Following the s/t, Butler left FF, making them again a duo until the recent addition of Joe Ward as a second drummer. FF has released two other studio albums – including a live score for Fritz Lang’s Metropolis, the 2018 A Soundtrack for a Film – as well as a handful of singles and EPs. They have also continued to work with Stephen Morris, who provides additional drums on their most recent single released just last month, Tell Me. Gurnsey and Void have both also released solo albums and collaborated with a number of artists, with highlights of Void’s discography in particular (because I’m currently fangirling) including Carter Tutti Void (i.e., with Chris Carter and Cosey Fanni Tutti of Chris & Cosey and Throbbing Gristle) and the 2023 Full-On collab with Swedish artist Klara Lewis. In other words: DEEP DIVE TIME!
- Websites: Bandcamp, Wikipedia; Gabe Gurnsey’s Bandcamp; Nik Colk Void’s Bandcamp, Nik Colk Void’s website
Happy listening!
- Description via Stephen Morris’ interview with The Quietus: https://thequietus.com/news/stephen-morris-talks-factory-floor-production-remix/. ↩︎
#DominicButler #electronicMusic #FactoryFloor #GabeGurnsey #music #musicDiscovery #NikColkVoid #postindustrial #selftitled #StephenMorris #techno
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Amy Schumer Announces Divorce From Husband Chris Fischer
#Lifestyle #LifestyleNews #AmySchumer -
Sailor Moon Another Story with Cass Proffitt (Distant Echoes)
Some magical girl stories are content with sparkly transformations and heartfelt speeches. This is not one of those stories. This time on Play Comics we’re warping through the glitter-strewn chaos of Sailor Moon: Another Story, the Super Famicom RPG that took the 90s manga and anime vibes, mashed them with branching timelines and turn-based redemption arcs, and asked, “What if destiny needed a save state?” It’s console combat where emotional baggage weighs more than your inventory, and every villain monologue comes with a friendship discount.
Chris isn’t battling cosmic paradoxes solo though. Cass Proffitt from Distant Echoes jumps into the senshi squad to help unpack how this game balances moon crystal lore with JRPG grind, and whether it’s a radiant tribute to Sailor Moon or just the sparkliest timeline meltdown in gaming history. Together they’re digging into what survived the trip from Naoko Takeuchi’s pages to console controllers, complete with overdramatic plot twists and Jupiter’s undefeated punch stat.
Dust off your brooch, queue the theme song, and prepare for senshi squad analysis laced with villain rehab debates and moon prism power-ups that hit different on pixelated screens.
Learn such things as:
- Why Another Story might actually be canon. Sort of. Maybe.
- How localization shaped the Western Sailor Moon fandom.
- What the point of it all is if you don’t even have a cat to help guide you along the way.
- And so much more!
You can find Cass on their podcast Distant Echoes.
If you want to be a guest on the show please check out the Be a A Guest on the Show page and let me know what you’re interested in.
You can read the full thoughts from CountZeroOr here:
Why we never got them? Well, I’d probably say it’s a combination of a couple factors: First, for much of the 16-bit console generation (and the 8-bit console generation before that), there was still a very considerable anti-Japan bias in terms of marketing of console games, based on the idea that American audiences wouldn’t buy anything actively presented as being Japanese, so Anime presentations were out (this is part of the reason why the first Ranma 1/2 fighting game was changed into “Street Combat”) – the Golgo 13 games were viewed as something of an outlier.
While some later titles in the 90s would take chances on presenting themselves as being more anime (i.e. Ranma 1/2 Hard Battle), they were also titles for properties generally marketed to guys, as also around this time video game marketing was increasingly getting more gendered, something that would continue throughout the 90s and into the 2000s and beyond. As a property targeted for girls, Sailor Moon didn’t fit in the gender essentialist marketing plans of the video game industry.
The fact that, since it’s a RPG, it also has a ton of text to localize and translate (versus to the Sailor Moon beat-em-ups), certainly didn’t help.
The next episode is going to be Uncanny X-Men. That’s right, we’re taking another look at the NES game. What are your experiences with this one? If they remade it today what characters would you want included that weren’t in the original?
If you want to help support the show check out the Play Comics Patreon page or head over to the Support page if you want to go another route. You can also check out the Play Comics Merch Store.
Play Comics is part of the Gonna Geek Network, which is a wonderful collection of geeky podcasts. Be sure to check out the other shows on Gonna Geek if you need more of a nerd fix.
You can find Play Comics @playcomics.bsky.social on Bluesky, @playcomicspodcast on Threads, @playcomics on YouTube, or the Play Comics website.
If you want to hear Chris talk with Karrington Martin about the lessons we learned from children’s media and how crazy it is that we’re supposed to just forget about that now that we’re adults, then Sugar, Spite, and Everything is Fine is probably something you should check out.
A big thanks to Anime Field Guide and To the Batpoles! for the promos today.
Intro/Outro Music by Backing Track, who saves every cat just in case it’s magical. Especially the one that’s a Red Lantern.
#Angel #CassProffitt #Kodansha #SailerVenus #SailorJupiter #SailorMars #SailorMercury #SailorMiniMoon #SailorMoon #SailorNeptune #SailorPluto #SailorSaturn #SailorUranus #SuperNintendo -
Suoni Per Il Popolo x Noise Not Borders: Ces Cadáveres + Un Hombre Solo + CUERPOS + Bad Faith Actor + Dj Uñas
La Sala Rossa, Friday, June 20 at 08:00 PM EDT
Ces Cadáveres https://cescadaveres.bandcamp.com/album/cuerpos-monstruosos
Un Hombre Solo https://un-hombre-solo.bandcamp.com/album/hombre-deprimido
CUERPOS (Desperta side project) https://cuerposs.bandcamp.com
Bad Faith Actor https://phagetapes.bandcamp.com/album/realm-of-forms
Dj Uñas (Chris of Pelada) https://suoniperilpopolo.org/artists/dj-unas-2
https://tickets.venuepilot.com/e/125077
20 juin 2025
La Sala Rossa
Portes -20h
Spectacle - 20h30
25/30 $Préparez-vous pour une soirée où les frontières du son ne sont pas seulement repoussées, mais pulvérisées ! Noise Not Borders et Suoni Per Il Popolo sont ravis de vous présenter une collision électrisante d'énergie pure et de rythmes captivants. Les sons purificateurs de BAD FAITH ACTOR promettent une expérience intense, tandis que CUERPOS déchaîne une fusion psychédélique de rythmes latins, caribéens et électroniques. Suivra la darkwave brute et EBM d'Un Hombre Solo. Enfin, Ces Cadáveres enflammera la scène avec leur ferveur punk-électronique. Uñas apportera son set DJ contagieux et innovant pour maintenir l'énergie au maximum et le plancher de danse en mouvement.
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Prepare yourself for an evening where the boundaries of sound are not just pushed, but shattered! Noise Not Borders and Suoni Per Il Popolo are thrilled to present an electrifying collision of pure energy and captivating rhythms. The purging sounds of BAD FAITH ACTOR promise an intense experience, while CUERPOS unleashes a psychedelic fusion of Latin, Caribbean, and electronic beats. Followed by the raw, EBM-driven darkwave of Un Hombre Solo. Finally, Ces Cadáveres will ignite the stage with their punk-meets-electronic ferocity. Uñas brings their infectious, genre-bending DJ set to keep the energy high and the dancefloor moving.--------
ACCESSIBILITÉ // La Sala Rossa se situe au 2ème étage (il y a 38 marches au total). Les toilettes sont de genre neutre et ne sont pas accessibles aux fauteuils roulants. Nous disposons d'un Système d'Aide à l'Audition disponible sur les ondes FM 101.1. Toute personne désirant une assistance pour accéder à notre salle peut nous contacter. C'est avec plaisir que nous tenterons de répondre au mieux à ses besoins.
ACCESSIBILITY // La Sala Rossa is located on the second floor (there are 38 steps total). There are gender neutral washrooms which are not wheelchair accessible. We have a Hearing Assistance System on the FM dial at 101.1 FM. Anyone needing assistance accessing our space can contact us as we are more than happy to try and accommodate people to the best of our ability.
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Suoni Per Il Popolo reconnaît que le territoire sur lequel nous sommes rassemblé.e.s est le territoire non-cédé du peuple Kanien'keha:ka (Mohawk), un lieu qui a longtemps constitué un site de rencontre et d'échange entre plusieurs nations.Suoni Per Il Popolo would like to acknowledge that the land on which we gather is the unceded territory of the kanien'keha:ka (Mohawk), a place which has long served as a site of meeting and exchange amongst nations.
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NEU bei VSG: Die Spiele "Anna: The Magic of Words" und "SABOTEUR – An espionage game for NES" von EASTPIXEL bringen den Geist alter Spieleklassiker zurück auf das Nintendo. Mit Christian Dinse sprachen wir über seine Arbeit.
#eastpixel #Anna #Famicom #IndieGame #indiegame #NES #Nintendo #Platformer #Saboteur #Stealth @chris
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‘Abbott Elementary’ Star Chris Perfetti Talks Style Strategy and How Last Season “Blew the Lid Off”
#Lifestyle #Style #AbbottElementary #ABC #ChrisPerfetti -
Die Leute gehen ab wie Zäpfchen" - die E-Auto-Debatte in Deutschland zeigt exemplarisch unsere polarisierte Diskussionskultur. Statt sachlicher Argumentation prallen "Verbrenner-Lobby" und "E-Auto-Fetischisten" mit Schreien und Wahrheitsverdrehung aufeinander. Ein Armutszeugnis für unsere Diskussionskultur. Und bei vielen anderen Themen ist es ebenso. - Ein Punkt im #Ladeverlust mit @chris_buggisch und @larsbas
#EMobilität #Diskussionskultur
https://stefanpfeiffer.blog/2024/11/29/e-auto-pv-anlage-im-reihenhaus-erfahrungsbericht-live-aus-gran-canaria-ladelust-9von9/ -
[film] L’ultima missione: Project Hail Mary
Titolo: L’ultima missione: Project Hail Mary
Regia: Phil Lord e Christopher Miller
Soggetto: dal romanzo Project Hail Mary di Andy Weir
Sceneggiatura: Drew Goddard
Effetti speciali: Chris Corbould, Neal Scanlan, Paul Lambert, Mag Sarnowska
Altro: anno 2026; durata 156 minuti; titolo originale: Project Hail Mary; paese di produzione: USA; genere: fantascienza; direzione del doppiaggio: Daniele Giuliani(Dati da wikipedia e Antonio Genna per il doppiaggio.)
Interpreti e personaggi:
Ryan Gosling: Ryland Grace
Sandra Hüller: Eva Stratt
Milana Vayntrub: Olesya Ilyukhina
Ken Leung: Yáo Li-JieVoto: 7/10
In un prossimo futuro l’umanità scopre che dei microrganismi riescono a mangiarsi, letteralmente, il Sole e che lo stanno facendo anche nelle stelle vicino a noi. Tutte tranne una: Tau Ceti. I tempi per capire come contrastare questi astrofagi è poco, qualche decina di anni, e l’unico modo per capire come contrastarli è andare su Tau Ceti per studiare questa eccezione. Il viaggio dell’equipaggio umano, però, sarà di sola andata. I risultati dell’indagine, se riusciranno a scoprire il mistero, saranno spediti verso la terra da speciali sonde automatiche.
Il viaggio verso Tau Ceti riesce, in qualche modo, ma non siamo gli unici ad aver avuto la stessa idea. Gli alieni di 40 Eridani hanno avuto la stessa idea e un viaggio verso Tau Ceti finito allo stesso modo.
Solo la cooperazione fra le due specie potrà portare a qualcosa di utile.
Ecco, da questo punto di vista il film è molto bello: in un mondo dominato dalla competizione per far vedere chi ce l’ha più lungo, la cooperazione e la compassione qui, alla fine, hanno la meglio.
Fra le perplessità da cagacazzo 55enne che mi permetto di segnalare: le supercazzole per spiegare il funzionamento dei microrganismi divoratori di stelle mi sembrano molto inverosimili, nel senso che si potevano anche evitare. Non c’è bisogno di spiegare cose con altre cose impossibili. In Star Trek il teletrasporto funziona benissimo, non c’è bisogno di dare troppe spiegazioni. La cosa più grave, invece, è far scendere una sfera metallica con una catena da una astronave in orbita. Spero di aver visto male e di essermi perso un pezzo nell’azione della scena, ma se si lascia andare una sfera da una astronave in orbita, la sfera non cadrà affatto verso il pianeta, starà in orbita assieme a tutta l’astronave. Per farla scendere, una forza la deve spingere verso il basso.
Le spiegazioni di Luca Nardi vanno viste DOPO la visione del film.
Buona visione!
#andyWeir #ChristopherMiller #film #LUltimaMissioneProjectHailMary #PhilLord #recensione #RyanGosling -
Ripensare il rapporto tra movimenti e sindacati per rinnovare l’organizzazione del lavoro
https://rizomatica.noblogs.org/2025/02/barbetta-ripensare-rapporto-tra-movimenti-sindacati/
di F. Barbetta
1. Da dove partire
Il saggio The Neoliberal Low Point di Chris Howell contenuto nel libro The Handbook of Labour Unions esplora il lungo declino del#Economia #Politica #Rizoma #barbetta #cgil #cgt #conflitto #francia #GiletsJaunes #gkn #movimenti #neoliberismo #scioperi #sindacato
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Ripensare il rapporto tra movimenti e sindacati per rinnovare l’organizzazione del lavoro
https://rizomatica.noblogs.org/2025/02/barbetta-ripensare-rapporto-tra-movimenti-sindacati/
di Francesco Barbetta
1. Da dove partire
Il saggio The Neoliberal Low Point di Chris Howell contenuto nel libro The Handbook of Labour Unions esplora il lungo decl#Economia #Politica #Rizoma #barbetta #cgil #cgt #conflitto #francia #GiletsJaunes #gkn #movimenti #neoliberismo #scioperi #sindacato
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'Crypto Dad' squashes rumors that he could replace Gensler as SEC Chair - Former CFTC Acting Chair Chris Giancarlo said he’s “already cleaned up e... - https://cointelegraph.com/news/chris-giancarlo-dismisses-rumors-replace-sec-chair-gensler #chrisgiancarlo #dangallagher #garygensler #ustreasury #paulatkins #markuyeda #secchair #blockfi
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L’infolettre du 1er décembre 2025 : la Coupe du monde de cyclo-cross à la croisée des chemins,…
Pas assez mondialisé, pas assez hivernal : le cyclo-cross cherche toujours sa voie
La Coupe du monde de cyclo-cross, officiellement lancée le 23 novembre dernier à Tabor, a poursuivi son voyage à travers l’Europe une semaine plus tard à Flamanville. Cette année encore, la série la plus prestigieuse de la saison se concentre en douze dates de fin novembre à fin janvier, soit deux mois particulièrement intenses pour les organismes. Il n’est d’ailleurs pas rare que de nombreux spécialistes des labourés évitent soigneusement certaines épreuves pour privilégier des stages plus intéressants pour la suite de leur saison. Au grand dam des organisations qui espèrent, justement, avec ce label de “Coupe du monde” attirer les meilleurs représentants de la discipline. Pas de chance pour eux : le cyclo-cross reste différent de la Formule 1 ou du MotoGP, et les actrices et acteurs de ce sport ont encore tout le loisir de choisir leur propre calendrier, selon ce qui les intéresse sportivement, mais aussi financièrement, vu que le principe des primes de départ proposées aux stars de la discipline reste d’actualité malgré une professionnalisation qui ne devrait plus laisser place à ce type de marchandage.
Comme chaque année, le début de la Coupe du monde signifie le départ d’un nouveau débat autour du format de la compétition, des lieux choisis et de son efficacité à renforcer la popularité du cyclo-cross. Après avoir tenté une internationalisation aux États-Unis dans les années 2010, après avoir multiplié les manches pour atteindre jusqu’à 16 courses, la Coupe du monde a depuis pris une autre approche avec des lieux sportivement plus intéressants pour les cyclistes et le public, comme Val di Sole, sur la neige, ou Benidorm. Cet hiver, quatre manches sur douze se dérouleront hors de la Belgique et des Pays-Bas, ce qui reste tout de même très peu dans l’espoir d’une internationalisation.
Le podium final de la course des élites femmes, sur la Coupe du monde de cyclo-cross à Anvers, le 24 novembre 2024 : la championne des Pays-Bas Lucinda Brand (Baloise Trek Lions, 2e), la championne du monde Fem van Empel (Visma-Lease a Bike, 1re) et la championne du Luxembourg Marie Schreiber (SD Worx-Protime, 3e) – Photo : Alain Vandepontseele/Alain VDP PhotographyDans un entretien accordé à Wielerflits, le patron de Flanders Classics, Tomas Van den Spiegel, en charge de la Coupe du monde avec l’Union Cycliste Internationale (UCI), défend que la diversification est bien en route. “Flamanville et Benidorm sont clairement des succès, et Besançon a exprimé son ambition de revenir en Coupe du monde dans le futur. Et nous avons plein de lieux de courses intéressantes pour les prochaines années, notamment dans des pays qui n’ont pas de tradition de cyclo-cross. Nous espérons qu’elles pourront être incluses en Coupe du monde”, a-t-il expliqué. C’est oublier que l’organisation de Flamanville n’était pas sûre quatre mois avant la course d’effectivement assurer l’édition 2025 de son cyclo-cross. Ou encore que plusieurs épreuves n’ont pu se faire, faute d’argent, comme une nouvelle édition du cyclo-cross de Dublin ou une première édition en Angleterre, malgré les annonces d’une potentielle manche dans la banlieue londonienne. Les promesses d’épreuves hors de Belgique et des Pays-Bas reviennent chaque année, mais cette saison encore, il faut se rendre à l’évidence : deux pays dominent toujours les organisations.
Cette tentative de mondialisation n’a cependant pas suffi à propulser le cyclo-cross, qui doit principalement son succès populaire à la présence ou non de stars telles que Mathieu van der Poel ou Wout van Aert. Au grand dam des Thibau Nys, Michael Vanthourenhout, Joris Nieuwenhuis, Lucinda Brand, Ceylin del Carmen Alvarado ou Fem van Empel qui font pourtant le show le reste de la saison. Malgré le rassemblement de toute la Coupe du monde en deux mois, cela ne suffit pas à attirer ces grands noms sur chaque manche. Le suspense est au moins présent et permet de prouver au public qu’il y a une compétition intéressante hors des vedettes. Mais ce public est déjà averti et convaincu. On est loin de la conquête d’un nouveau public, qui doit en plus passer le plus souvent par des chaînes de télévision ou de streaming payantes pour regarder son sport favori (la VRT et Proximus Pickx proposent quelques courses gratuites, mais cela reste limité).
Mais des efforts sont faits, il ne faut pas le nier. Et Flanders Classics tente de dépoussiérer au mieux cette discipline qui est trop longtemps restée sur ses traditions. Malheureusement, les efforts consentis ne sont pas encore bien récompensés, et pire, certains n’hésitent pas à les freiner. À l’image de plusieurs fédérations de sports d’hiver rassemblées pour une lettre ouverte contre la proposition du président de l’Union Cycliste Internationale David Lappartient, et son homologue de la fédération d’athlétisme Sebastian Coe, d’inclure le cyclo-cross et le cross-country au programme des Jeux olympique d’hiver dès 2030. “Les fédérations olympiques d’hiver sont fermement convaincues qu’une telle approche diluerait la marque, le patrimoine et l’identité qui font la singularité des Jeux olympiques d’hiver, à savoir une célébration des sports pratiqués sur neige et glace, avec une culture, des athlètes et des sports distincts”, ont-elles noté dans cette lettre. L’espoir de voir le cyclo-cross comme sport olympique reste donc encore mince, malgré la démonstration de Val di Sole, sur la neige, malgré le lobbying de l’UCI…
Cela n’empêchera évidemment pas le cyclo-cross de s’imposer comme un sport hivernal populaire, principalement en Flandre. Mais s’il souhaite se diversifier et se faire une place dans un environnement sportif toujours plus concurrentiel, dans lequel toutes les disciplines se battent à coups d’idées novatrices et de millions d’euros pour garder une place sur les écrans, devant le public, il lui faudra poursuivre des efforts conséquents. Van den Spiegel semble en être conscient, Flanders Classics et l’UCI doivent désormais transformer l’essai pour l’avenir cyclo-cross.
Grégory Ienco
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Van Alphen découvre les joies de la Coupe du monde, Nys enchaîne malgré les fautes
Le circuit roulant de Flamanville, dans le Cotentin, a succédé au circuit roulant de Tabor, pour une nouvelle session rapide en guise de deuxième manche de la Coupe du monde de cyclo-cross. En l’absence de Lucinda Brand (Baloise Glowi Lions) côté féminin, la lutte pour la victoire se voulait encore plus ouverte qu’à l’accoutumée. Pourtant, c’est encore une Néerlandaise qui filait en solitaire vers le succès après une offensive… dès le premier tour, comme Brand en a l’habitude. Aniek van Alphen (Seven Racing) révélait toute sa technique en dépassant trois concurrentes dans un virage en dévers pour ensuite accélérer, déborder Leonie Bentveld (Pauwels Sauzen-Altez Industriebouw) et ne plus jamais être revue.
Sans concurrence, Van Alphen allait ainsi conquérir sa toute première victoire en Coupe du monde, à 26 ans, confirmant sa montée en puissance depuis le début de la saison. Le public local en avait aussi pour son argent avec la belle résistance de la championne de France Amandine Fouquenet (Arkéa-B&B Hôtels), finalement deuxième sur un parcours qu’elle avait dominé deux ans auparavant. Elle réalise ainsi sa meilleure performance en Coupe du monde… une semaine après avoir déjà établi un record personnel avec sa septième place à Tabor.
Fouquenet a pris le meilleur dans le dernier tour sur la Néerlandaise Ceylin del Carmen Alvarado (Fenix-Deceuninck), enfin de retour dans les labourés après des problèmes persistants au genou. Cette dernière s’offre tout de même une place sur la dernière marche du podium : on a connu pire comme come-back. La championne de Belgique Marion Norbert-Riberolle (Crelan-Corendon) semblait aussi dans le bon rythme, mais une chute avant la mi-course a ruiné ses espoirs, la contraignant à une septième place.
Sur l’épreuve masculine, cela a ressemblé à une fête à la glissade ! Sur un parcours pourtant peu piégeux, quelques virages ont provoqué quelques difficultés à des concurrents désireux d’accélérer tant et plus sur ces chemins rapides. Thibau Nys (Baloise Glowi Lions), leader de la Coupe du monde après son succès à Tabor, a ainsi bien failli laisser filer la tête après une erreur qui l’a fait dérailler à quatre tours du final. C’est ensuite le Néerlandais Joris Nieuwenhuis (Ridley) qui a laissé passer sa chance avec une glissade le privant d’une quinzaine de secondes, le temps de remettre sa chaîne en place. Nys en profitait pour accélérer et sceller sa victoire.
Même s’il a fallu se démener pour éviter le retour de Lars van der Haar (Baloise Glowi Lions) et de Cameron Mason (Seven Racing). Car Nys a encore glissé à moins d’un tour et demi de l’arrivée, marquant un temps d’arrêt heureusement peu préjudiciable pour le champion de Belgique. Le Brabançon s’impose finalement devant son équipier et Mason, signant un troisième succès consécutif après Hamme et Tabor. Il manquera toutefois la manche de Terralba, en Italie, dimanche prochain, préférant un stage pour la période critique des fêtes de fin d’année. Il n’est d’ailleurs pas certain que bon nombre de concurrents participent à cette manche italienne, placée à une période cruciale pour la suite de l’hiver.
Les nouvelles des derniers jours
✍ Transferts
- Le secret de polichinelle est sorti en fin de semaine : Intermarché-Wanty a confirmé le départ de l’Érythréen Biniam Girmay, qui ne poursuivra donc pas son contrat courant jusqu’en 2027 avec la future structure fusionnée avec Lotto. La destination du maillot vert du Tour de France 2024 a été révélée ce lundi : ce sera l’équipe NSN Cycling Team, successeur d’Israel-Premier Tech, qui l’a signé pour les trois prochaines années, avec l’espoir de briller dans les sprints et sur les classiques. Le sprinter de 25 ans quitte donc le groupe wallon après quatre saisons et demie particulièrement bien remplies, lors desquelles il a notamment remporté Gand-Wevelgem, trois étapes du Tour de France (en plus du maillot vert), une étape du Tour d’Italie, une du Tour de Suisse, le Circuit Franco-Belge ou la Surf Coast Classic.
- L’Espagnol Haimar Etxebarria (Equipo Kern Pharma) a renforcé en dernière minute l’effectif de la Red Bull-Bora-Hansgrohe, sous un contrat d’au moins une saison. Le cycliste de 22 ans arrive ainsi dans le WorldTour après une première saison professionnelle prometteuse marquée par un succès sur le Tour de Castille-et-Leon, une quatrième place sur le Circuit de Getxo, une cinquième sur le Tour de Vendée et une huitième sur le Circuit Franco-Belge et la Classique d’Ordizia.
- Surprise : le Français Geoffrey Bouchard (33 ans), qui avait annoncé en octobre sa fin de carrière, prolonge finalement d’une saison. Non pas chez Decathlon Ag2r La Mondiale, mais chez TotalEnergies qui l’a visiblement convaincu de sortir rapidement de sa retraite. “J’ai vite pris conscience de l’opportunité, moi qui m’apprêtais à préparer ma retraite sportive en fin d’année. Les échanges ont été vraiment bons et m’ont convaincu de continuer le cyclisme à haut niveau, au sein d’une équipe qui me correspond : offensive et décomplexée”, a-t-il confié par communiqué.
View this post on Instagram- Retour au bercail pour le Norvégien Torstein Træen (Bahrain Victorious) qui s’est engagé pour deux saisons avec Uno-X Mobility. Le grimpeur de 30 ans faisait partie du projet Uno-X depuis 2017 et était monté dans la structure professionnelle dès 2020, avant de signer pour Bahrain Victorious ces deux dernières saisons, où il a notamment gagné une étape du Tour de Suisse et terminé 9e du Tour d’Espagne. Torstein Træen a notamment été absent durant plusieurs mois de la compétition en 2022 en raison d’un cancer d’un testicule. Il a finalement pu reprendre la compétition dès la saison suivante grâce à un traitement efficace.
View this post on Instagram- Le sprinteur colombien Fernando Gaviria (Movistar), toujours en quête d’un contrat pour 2026, a obtenu une place chez Caja Rural-Seguros RGA. Le cycliste de 31 ans, en quête d’un succès depuis février 2024, n’a pu faire mieux cette saison qu’une quatrième place sur une étape du Tour de Belgique. Gaviria a notamment remporté dans sa carrière cinq étapes du Tour d’Italie et deux étapes du Tour de France.
- C’est une vieille connaissance qui fait son retour au sein de l’équipe continentale tchèque Elkov-Kasper : le Tchèque Josef Cerny (Soudal Quick-Step) retourne en 2026 dans la structure qui l’avait formé en 2017 et 2018, avant son passage dans le WorldTour. Le rouleur de 32 ans tentera d’y retrouver la victoire, trois ans après son dernier trophée, sur le prologue du Tour de Romandie. Cerny compte également à son palmarès une étape du Tour d’Italie, trois titres de champion de République tchèque du contre-la-montre, le Tour de Slovaquie et le Tour de République tchèque.
View this post on Instagram- L’équipe SD Worx-Protime a annoncé l’arrivée pour les trois prochaines saisons de l’Autrichienne Valentina Cavallar, l’une des révélations de ces deux dernières années. L’ex-spécialiste de l’aviron – elle avait participé aux Jeux olympiques de Tokyo en 2021 – a notamment remporté cette saison l’Alpes Gresivaudan Classic et s’est classée 3e du Tour des Pyrénées et 8e du Tour de Burgos, confirmant ses talents de grimpeuse.
- Le Team Solution Tech-Vini Fantini a révélé une série de transferts pour la prochaine saison. Le sprinteur slovène Tilen Finkst (Adria Mobil), 28 ans, s’est ainsi engagé pour une année, lui qui a déjà remporté le GP Adria Mobil et une étape de l’Istrian Spring Trophy et du Tour de Bulgarie en 2023 et le GP Visegrad 4 Kerekparverseny en 2024. Le Britannique Ben Granger (MG.K Vis Costruzioni e Ambiente, 25 ans), lauréat de la Rutland-Melton CiCLE Classic cette saison et troisième de la Coppa Sabatini, a pour sa part signé jusqu’à fin 2027. Tout comme l’Italien Matteo Regnanti (Team Hopplà, 24 ans), vainqueur sur le circuit amateur italien de trois courses cette année.
🏥 Sur la touche
- Le Britannique Chris Froome a enfin donné des nouvelles sur sa convalescence, près de trois mois après sa lourde chute à l’entraînement. Le coureur de 40 ans a publié mercredi matin sur Instagram une photo d’une première sortie à vélo sur la Côte d’Azur, expliquant qu’il s’agissait de son premier entraînement en extérieur depuis sa convalescence. Froome avait heurté de plein fouet un panneau routier fin août et avait subi un pneumothorax, cinq côtes cassées et une fracture d’une vertèbre lombaire. Absent de toute compétition depuis le Tour de Pologne, début août, le quadruple vainqueur du Tour de France est par ailleurs en fin de contrat chez Israel-Premier Tech, devenu NSN Cycling Team. Il n’a cependant rien dit sur son avenir professionnel, qui semble toutefois plus pencher vers une prochaine retraite professionnelle.
❌ Sur le départ
- Une “victime collatérale”, voici comment Tom Paquot se qualifie à l’annonce de sa retraite sportive, à seulement 26 ans, après cinq saisons parmi les professionnels, d’abord chez Bingoal WB et ses trois dernières années chez Intermarché-Wanty. Le cycliste hutois, célébré sur ses terres lors de son échappée sur la dernière Flèche Wallonne, fait partie des victimes de la fusion entre Intermarché-Wanty et Lotto. Faute de contrat ou d’option viable au niveau ProTeam, de son propre aveu, Paquot a décidé de dire au revoir au vélo, du moins en tant que cycliste.
View this post on Instagram- Le Colombien Esteban Chaves (EF Education-Easy Post) prend également sa retraite, à l’âge de 35 ans. Le grimpeur de poche s’arrête au bout de quinze saisons dans le peloton professionnel, dont douze au niveau WorldTour. Il souhaite poursuivre sa vie de père, a-t-il confié dans une vidéo de son équipe. Chaves a notamment remporté trois étapes du Tour d’Italie et terminé deuxième du Giro en 2016, outre deux étapes sur le Tour d’Espagne et une troisième place finale sur la Vuelta, toujours en 2016. Il a cette même année remporté le Tour d’Italie. Son dernier succès remonte au titre de champion de Colombie conquis en 2023.
- Le Danois Jonas Gregaard, sans contrat à la suite de la fusion entre Lotto et Intermarché-Wanty (encore un), a confié à TV2 Sport que sa décision de quitter le peloton professionnel était principalement due à des symptômes d’une santé mentale en berne. “Je me suis souvent retrouvé en Espagne, dans une situation difficile, loin de mes amis et de ma famille. Si cela dure trop longtemps, cela peut vous rendre fou”, a confié le cycliste de 29 ans. Il s’est tout de même dit ravi d’avoir pu participer à son “rêve d’enfant”, le Tour de France. Gregaard, champion du Danemark chez les juniors et les espoirs, quitte le peloton sans succès professionnel, si ce n’est le général du Kreiz Breizh Elites en 2017.
📅 Programme
- Le tant attendu programme hivernal de cyclo-cross de Mathieu van der Poel (Alpecin-Deceuninck) a été dévoilé. En vue de l’objectif d’un huitième titre mondial record dans les labourés, le cycliste néerlandais débutera sa saison (sous réserve) le 14 décembre à Namur, et poursuivra avec Anvers (20/12), Coxyde (21/12), Hofstade (22/12), Gavere (26/12), Loenhout (29/12), Baal (01/01), Mol (02/01), Zonhoven (04/01), Benidorm (18/01), Maasmechelen (24/01) et Hoogerheide (25/01), avant les championnats du monde à Hulst, aux Pays-Bas, le 1er février.
- Quatre jours plus tard, le Belge Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) a également révélé son agenda pour les prochaines semaines. Il reprendra pour sa part la compétition à la Coupe du monde de cyclo-cross à Anvers (20/12) et se rendra encore à Hofstade (22/12), Heusden-Zolder (23/12), Termonde (27/12), Loenhout (29/12), Mol (02/01) et Zonhoven (04/01). Il disputera en prime le championnat de Belgique à Beringen (11/01), mais n’ira pas plus loin, préférant éviter les championnats du monde de cyclo-cross. Van Aert et Van der Poel seront donc en duel à Anvers, Hofstade, Loenhout, Mol et Zonhoven.
🤑 Économie
- Les tickets d’entrée pour les cyclo-cross ou les participations à des cyclosportives risquent bien d’être plus chers à partir de 2026 en Belgique. Le gouvernement fédéral a annoncé son projet, pour son budget, de modifier le taux de TVA de certains produits, notamment dans le secteur du divertissement, de 6 à 12%. Cela signifie ainsi qu’un billet à 20 euros pour un cyclo-cross passerait à un peu plus de 21 euros, ou qu’une participation au Tour des Flandres cyclo coûterait entre 4 et 6 euros plus chers, selon la distance. Des précisions doivent encore être apportées sur le champ d’application exact de ce doublement de la TVA ou la date exacte de sa mise en œuvre.
- L’entreprise italienne Campagnolo, spécialisée dans les composants de cycles, est en grande difficulté : selon le média italien Il Gazzettino, la compagnie a connu trois années consécutives de pertes, évaluées au 31 mai 2025 à 24 millions d’euros. Malgré un apport de 10 millions d’euros entre novembre 2024 et décembre 2025, les efforts restent insuffisants pour permettre à la société de poursuivre sereinement ses activités. Elle a dès lors annoncé une restructuration menant au licenciement de 120 employés sur 300. Alors qu’il équipait jusqu’à 27 équipes professionnelles en 2014, comme le rapporte Velo, Campagnolo n’était plus présent que dans quatre formations en 2025.
- Déjà en charge d’O Gran Camiño, le Tour de Galice, l’ancien coureur espagnol Ezequiel Mosquera et son entreprise EME Sports reprendront en 2026 l’organisation du Tour du Portugal. Cette prise de pouvoir fait suite à un conflit entre la fédération portugaise de cyclisme (FPC) et la société Podium Events qui gérait l’épreuve lusitanienne depuis 2017. Le contrat liant les deux parties était prévu jusqu’à fin 2026, mais la FPC l’a cassé en raison de retards de paiements dénoncés par la fédération portugaise. Podium Events a répliqué en affirmant que la FPC n’avait pas pris en compte les circonstances particulières du Covid-19. En attendant, EME Sports gèrera l’an prochain le Tour du Portugal, en plus du Tour d’Algarve et du Tour d’Alentejo.
📌 Autres
- C’était attendu depuis l’annonce de sa retraite : le Gallois Geraint Thomas restera bien chez INEOS Grenadiers et devient “directeur course” au sein de la structure britannique. Il sera ainsi en charge des stratégies de course, du recrutement et du développement au côté du patron Dave Brailsford, du directeur de la performance Scott Drawer et du reste du staff managérial. Et l’objectif semble clair : “Je suis passionné par l’idée d’aider la prochaine génération à s’imposer, de transmettre cette expérience et de continuer à pousser l’équipe vers notre mission d’à nouveau gagner des Grands Tours”. Le Colombien Egan Bernal, sur le Tour d’Italie 2021, est le dernier coureur de la structure à avoir obtenu pareil succès.
- Dans le même temps, INEOS Grenadiers a annoncé les arrivées de l’Italien Elia Viviani, ancien sprinteur de l’équipe qui vient de prendre sa retraite aux Six Jours de Gand, et du Sud-Africain Daryl Impey, retraité depuis 2023 et depuis lors directeur sportif chez Israel Premier Tech. Les deux hommes de respectivement 36 et 40 ans seront ainsi directeurs sportifs au sein de la formation britannique.
- Sans grande surprise, le pistard néerlandais Harrie Lavreysen, quadruple champion du monde et double champion du monde sur piste cette saison, et la sprinteuse Lorena Wiebes, qui a obtenu 25 succès sur la route cette année dont Milan-Sanremo et Gand-Wevelgem, ont obtenu les titres de cyclistes néerlandais de l’année. Il s’agit du deuxième trophée du genre pour Lavreysen et du premier pour WIebes. La sélection néerlandaise sur piste a pour sa part obtenu la consécration de meilleure équipe de l’année.
- Isaac del Toro a marqué la dernière saison avec une deuxième place sur le Giro et un enchaînement de 18 victoires (en comptant ses deux titres nationaux), et cela a été récompensé cette semaine par le trophée de Sportif mexicain de l’année.
- Le quotidien Monaco-Matin a révélé que le Colombien Fernando Gaviria a été cette semaine condamné à deux mois de prison avec sursis, une interdiction de conduite de deux ans à Monaco et 5.000 euros d’amende pour conduite en état d’ivresse. Le sprinteur avait été surpris le 22 octobre dernier avec 2,4 grammes d’alcool dans le sang dans la principauté monégasque où il réside. “Vous êtes à un ou deux verres du coma”, a affirmé le président du tribunal durant l’audience.
À lire, voir, écouter…
- Le quotidien Le Télégramme, dans son programme hebdomadaire Le Ravito, est revenu sur la vague de vols qui touchent les magasins de vélos, avec la prise de machines valant plusieurs milliers voire dizaines de milliers d’euros. Les cambrioleurs utilisent principalement les toits pour éviter d’enclencher l’alarme des magasins, mais visent également les camions et hangars d’équipes professionnelles. L’enquête confirme qu’il s’agit de bandes bien organisées. On regrettera l’utilisation d’intelligence artificielle générative largement dispensable pour illustrer certains propos. C’est à voir sur la chaîne YouTube du Télégramme.
- Ben Healy a connu une saison 2025 exceptionnelle, marquée par un succès d’étape sur le Tour de France et le port du maillot jaune durant quatre jours, ainsi qu’une troisième place sur le championnat du monde sur route à Kigali. L’Irlandais s’est longuement épanché sur cette grande année dans le podcast de The Roadman, et il y explique notamment comment il envisage ses tactiques, mais aussi comment être plus aérodynamique pour prendre avantage de la physique sur ses concurrents. L’entretien est en anglais, mais peut être vu avec les sous-titres automatiquement traduits en français sur YouTube.
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Les résultats des derniers jours
Route
- Jeux Bolivariens – Contre-la-montre hommes 🇵🇪 (1.2)
- Contre-la-montre individuel ⏱️ (27/11) : Walter Vargas 🇨🇴 (Colombie)
- Jeux Bolivariens – Contre-la-montre femmes 🇵🇪 (1.2)
- Contre-la-montre individuel ⏱️ (27/11) : Diana Peñuela 🇨🇴 (Colombie)
Cyclo-cross
- HSF System Cup #6 – Kiolin 🇨🇿 (C2)
- Élites femmes (29/11) : Kristyna Zemanová 🇨🇿 (Vif Cycling Team)
- Élites hommes (29/11) : Krystof Bazant 🇨🇿 (-)
- Coupe du monde #2 – Flamanville 🇫🇷 (CDM)
- Élites femmes (30/11) : Aniek van Alphen 🇳🇱 (Seven Racing)
- Élites hommes (30/11) : Thibau Nys 🇧🇪 (Baloise Glowi Lions)
- Hellenic Cyclo-cross Prestige Race Athens 🇬🇷 (C2)
- Élites femmes (30/11) : Adèle Hurteloup 🇫🇷 (Velopro-EGS Group-Alphamotorhomes)
- Élites hommes (30/11) : Louis Losfeld 🇧🇪 (Trustup-CC Chevigny)
- Championnats de Slovaquie à Trnava 🇸🇰 (CN)
- Élites femmes (30/11) : Viktória Chladonová 🇸🇰 (Team Visma | Lease a Bike)
- Élites hommes (30/11) : Matej Ulík 🇸🇰 (ExpresCZ-BMD Team Kolín)
L’agenda des prochains jours
Mardi 2 décembre
- Aucune course UCI prévue ce jour
Mercredi 3 décembre
- Aucune course UCI prévue ce jour
Jeudi 4 décembre
- Aucune course UCI prévue ce jour
Vendredi 5 décembre
- Jeux Bolivariens – Élites hommes 🇵🇪 (1.2)
- Jeux Bolivariens – Élites femmes 🇵🇪 (1.2)
Samedi 6 décembre
CYCLO-CROSS
- Copa de España #7 – Ciclocross Internacional Ciutat de Xàtiva 🇪🇸 (C2)
- Utsunomiya Cyclo-cross – Day 1 🇯🇵 (C2)
Dimanche 7 décembre
CYCLO-CROSS
- Coupe du monde de cyclo-cross #3 – Terralba 🇮🇹 (CDM)
- Infos et partants
- 📺 Direct dès 13h30 sur Eurosport 2 et HBO Max, et dès 13h40 sur Pickx+ Sports 1
- Copa de España #8 – Trofeo Ciclo-Cross Rafa Valls 🇪🇸 (C2)
- Swiss Cyclocross Cup #5 – Radcross Hittnau 🇨🇭 (C2)
- National Trophy Series #5 – Bradford 🇬🇧 (C2)
- Utsunomiya Cyclo-cross – Day 2 🇯🇵 (C2)
- Lubuskie Warte Zachodu – Zielona Góra 🇵🇱 (C2)
Lundi 8 décembre
CYCLO-CROSS
- Ciclocross Internacional Ciudad de Tarazona 🇪🇸 (C2)
- Int. Sparkassen Querfeldein GP um das Sportzentrum 🇦🇹 (C2)
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Megan McArthur lascia la NASA
Al termine di una carriera durata oltre vent’anni, Megan McArthur lascia la NASA.
Con alle spalle due missioni spaziali che le hanno permesso di totalizzare 213 giorni nello spazio, Megan detiene anche due primati: è stata la prima donna a pilotare una capsula Dragon di SpaceX e l’ultima persona a “toccare”, seppur con il braccio robotico Canadarm dello Space Shuttle, il telescopio spaziale Hubble.
McArthur è stata il pilota della missione Crew-2 a bordo della Dragon Endeavour, che SpaceX ha lanciato per conto della NASA il 23 aprile 2021. Si è trattata della sua seconda (ed ultima) missione spaziale e della sua prima ed unica missione di lunga durata sulla Stazione Spaziale Internazionale. Nel corso di questa missione di 200 giorni, Megan è stata ingegnere del volo per Expedition 65, svolgendo una vasta quantità di esperimenti scientifici relativi alla salute, alle scienze dei materiali e alla robotica.
In questa foto del 3 giugno 2021, Megan McArthur, ingegnere di volo per Expedition 65 carica le piastre per la cristallografia proteica con soluzioni di proteine per l’esperimento Real-time Protein Crystal Growth. Questo studio biotecnologico serve a dimostrare nuovi metodi per la produzione di cristalli proteici di elevata qualità in microgravità. Questi risultati possono essere utili per identificare nuovi obiettivi di ricerca e per sviluppare farmaci migliori per il trattamento di alcune specifiche malattie. Credit: NASA/FlickrLa sua prima missione spaziale è stata STS-125 (Servicing Mission 4 – SM4) dello Space Shuttle Atlantis, partita l’11 maggio 2009 alla volta del telescopio Hubble. Nelle vesti di specialista di missione, McArthur ha avuto la responsabilità di manipolare il telescopio orbitale con il braccio robotico della navetta e di fornire supporto durante le cinque attività extraveicolari necessarie alla riparazione e all’aggiornamento di Hubble. Inoltre, l’astronauta statunitense ha anche fornito supporto alle operazioni a bordo della navetta durante il lancio, l’avvicinamento al telescopio e l’atterraggio.
Megan McArthur Mission Specialist (MS2) della missione STS-125 posa per una foto il 17 maggio 2009, mentre è al lavoro con il braccio robotico Canadarm (Shuttle Remote Manipulator System – SRMS) dal ponte di coda dell’Atlantis durante le attività del Flight Day 7 Credit: NASA/Flickr«L’attenta leadership di Megan, la sua eccellenza a livello operativo e il suo totale e profondo impegno per la scienza e l’esplorazione, hanno avuto un impatto duraturo», ha commentato Steve Koerner, direttore ad interim del Johnson Space Center della NASA a Houston. «Il suo contributo è stato utile per plasmare il futuro dell’esplorazione spaziale umana, e siamo estremamente grati per il suo servizio».
Megan McArthur nella sua carriera alla NASA, ha ricoperto anche diversi ruoli di responsabilità tecnica. Nel 2019, è stata nominata vice capo divisione dell’Ufficio Astronauti in supporto all’addestramento dei colleghi e allo sviluppo delle operazioni spaziali. Inoltre, a partire dal 2017 è stata anche assistente del direttore delle operazioni di volo per il programma della Stazione Spaziale Internazionale.
19 maggio 2011, Megan McArthur, Spacecraft Communicator (CAPCOM) per la missione STS-134 monitora i dati alla sua consolle nella Space Shuttle Flight Control Room presso il Mission Control Center del Johnson Space Center durante le attività del Flight Day 4. Credit: NASAMegan recentemente si è occupata anche di divulgazione, ricoprendo dal 2022 la carica di capo direttore scientifico presso lo Space Centre di Houston, ovvero il Visitor Centre del Johnson Space Center della NASA. Proseguendo in questo suo ruolo, ella promuove attivamente il coinvolgimento del pubblico sui temi legati all’esplorazione spaziale, con l’intento di accrescere la comprensione dei suoi benefici per l’umanità e di migliorare la cultura scientifica.
Katherine Megan McArthur è nata il 30 agosto 1971 ad Honolulu, Hawaii, ma è cresciuta in California dove ha frequentato la St. Francis High School di Mountain View. Nel 1993 si è laureata in ingegneria aerospaziale all’University of California di Los Angeles e nel 2002 ha ottenuto il dottorato in oceanografia dallo Scripps Institution of Oceanography dell’University of California di San Diego. Durante questi studi, McArthur ha partecipato a ricerche sulla propagazione acustica sottomarina e sull’elaborazione dei segnali digitali e ha svolto inoltre ricerche con attività subacquee.
McArthur è stata selezionata dalla NASA nel 2000 come specialista di missione e dopo i consueti due anni di addestramento è stata assegnata all’Astronaut Office Shuttle Operations Branch per lavorare su alcuni aspetti tecnici dei sistemi dello Space Shuttle presso lo Shuttle Avionics Integration Laboratory (SAIL). Di seguito è stata selezionata come astronauta di supporto a terra per l’equipaggio dell’Expedition 9 nel corso della missione di sei mesi nella stazione spaziale nel 2004. Inoltre è stata CAPCOM (Capsule Communicator) sia per lo Space Shuttle che per la Stazione Spaziale Internazionale.
Nella Space Station Flight Control Room del Mission Control Center presso il Johnson Space Center, gli astronauti Megan McArthur e Shane Kimbrough, sono in contatto con i membri dell’equipaggio dell’Expedition 36 a bordo dell’International Space Station, nel corso dell’attività extraveicolare del 9 luglio 2013, eseguita dagli astronauti Chris Cassidy della NASA e Luca Parmitano dellESA. Credit: NASA
«É stato un incredibile privilegio servire come astronauta della NASA, lavorando con scienziati di tutto il mondo su ricerche all’avanguardia che continuano ad avere un impatto duraturo qui sulla Terra e che preparano l’umanità per le esplorazioni del futuro sulla Luna e su Marte», ha dichiarato McArthur. «Dal telescopio spaziale Hubble alla Stazione Spaziale Internazionale, il nostro laboratorio di ricerca in orbita bassa, l’umanità ha sviluppato degli strumenti incredibili che ci aiutano a rispondere ad importanti quesiti scientifici, a risolvere complesse sfide ingegneristiche e a guadagnare una profonda comprensione riguardo alla nostra posizione nell’universo. Vedere il nostro splendido pianeta dallo spazio, rende chiaro quanto sia fragile e preziosa la nostra casa e quanto sia vitale che noi la proteggiamo. Sono grata di aver avuto l’opportunità di contribuire a questo lavoro, e sono eccitata nell’osservare i nostri brillanti ingegneri e scienziati della NASA superare nuove sfide e perseguire ulteriori scoperte scientifiche per il beneficio di tutti.»
Megan McArthur è sposata con l’ex astronauta ed ex capo dell’Ufficio Astronauti della NASA Bob Behnken, dal quale ha avuto un figlio. Behnken ha volato anche a bordo della Dragon Endeavour per la missione SpaceX Demo-2 nel 2020. Proprio il seggiolino occupato da Behnken in Endeavour è stato usato poco tempo dopo anche da sua moglie Megan per la missione Crew-2 di SpaceX, che è stato anche il secondo volo della capsula.
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Commenti
Discutiamone su ForumAstronautico.it
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The list you see below reflects a lot of work done in earlier weeks–three virtual panels recorded in advance, plus a Wirecutter update that I started researching last year.
4/19/2021: Time to cut internet cords: T-Mobile, Verizon up their bids to be your next home broadband, USA Today
I wrote about the fixed-wireless home-broadband services now available from these two carriers–one of which looks better positioned to let more Americans dump their local cable or telco monopoly.
4/19/2021: A key lesson of sports on OTT: first, do no lag, FierceVideo
An editor at this trade pub asked if I could fill in with coverage of an online event they were hosting. That work started with a write-up of a panel about lessons learned in distributing live sports events on over-the-top (aka “OTT,” meaning delivered on a third party’s broadband) video services.
4/20/2021: Keynote Interview: Producing OTT Sports Content, StreamTV Sports Summit
I didn’t just write about Fierce’s conference, I also participated in it by interviewing Chris Marinak, Major League Baseball’s chief operations and strategy officer. You can watch our banter after registering with your e-mail or Facebook, LinkedIn, or Twitter accounts; meanwhile, take a close look at the screenshot at the right and you may be able to recognize the Nationals bobblehead I’d placed on my desk for this recording.
4/20/2021: MLB to RSNs: It’s time to think direct-to-consumer, FierceVideo
Fierce then invited me to write up my own appearance at its show, so I led with Marinak’s answer to my question about his statements in a March season-preview event that MLB wants regional sports networks to sell game coverage direct to subscribers instead of making them sign up for a big pay-TV bundle. (I’d covered those earlier comments in an Opening Day post at Forbes.) Marinak reiterated that stance, and my recap got picked up at a few places; among them, Awful Announcing‘s Andrew Bucholtz and The Streamable‘s Jason Gurwin provided useful context.
4/21/2021: Netflix subscriber growth downshifts in Q1, FierceVideo
I wrote one more post for Fierce, in this case because the usual reporter was taking a just-in-case day off after getting his second dose of a coronavirus vaccine. Netflix earnings are less annoying to cover than those of other tech companies, because NFLX posts an “earnings interview” video instead of making people listen to an audio-only recording on which all the executives usually sound alike.
4/21/2021: The Best Wi-Fi Hotspot, Wirecutter
This overdue update to the guide I’d last revised in those innocent days of early 2020 brings a new 5G-specific pick, T-Mobile’s M2000 hotspot. AT&T and Verizon’s 5G hotspots, lacking the midband 5G T-Mo offers, were nowhere close–and yet Verizon’s LTE remains so good that the top pick went to the same Vz 4G hotspot as last year.
4/21/2021: Preparing for the return to live, Collision
I started this interview of Nathan Hubbard (formerly of Musictoday, Ticketmaster, Twitter and Rival) by mentioning the last game and concert I’d attended in the Before Times. That last musical event was a John Hiatt set at the Birchmere, which led Hubbard to recount how he’d once played that Alexandria venue himself.
4/21/2021: Verizon’s Slumping Video-Subscriber Numbers: Here’s What A Post-TV Provider Looks Like, Forbes
Seeing Verizon lose another stadium’s worth of pay-TV subscribers led me to take a closer look at both its Fios TV service and its sales pitch for it online, which at this point represents the softest of sells.
4/22/2021: WWE: Breaking down the data, Collision
I talked to WWE CTO Rajan Mehta about the network’s applications of technology… after offering the disclaimer that not only am I not anybody’s idea of a WWE viewer, as a D.C.-based journalist I must self-identify as a C-SPAN man.
4/22/2021: Facebook Exec Sounds Off On Its New Audio Features, Forbes
Fidji Simo, who heads Facebook’s app efforts, spoke at a couple of Collision panels about the social network’s upcoming audio features–while other Collision speakers made some good points about Facebook’s history of not thinking through the implications of new products and features.
4/24/2021: SmartTechCheck Podcast (4-23-21), Mark Vena
I returned to my tech-analyst friend’s podcast to discuss Apple’s announcements from its “Spring Loaded” event and talk about my findings from testing 5G hotspots around the D.C. area.
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Taxi Driver faz 50 anos, Nioh 3 chega com tudo e a invasão brasileira no IG de Chris Rock! 🚕⚔️ Confira os destaques da cultura pop no nosso Editorial 004.
Leia agora: https://thegeek.news/editorial-004-50-anos-de-taxi-driver-nioh-3-e-a-invasao-no-instagram-de-chris-rock/
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🎙️ Protecting What Matters: An ITSPmagazine Pre-RSA Conference 2025 Conversation with Chris Pierson of BLACKCLOAK
As the cybersecurity world gears up for #RSAC 2025, we hit the road for a timely and insightful chat with someone who’s been shaping this space for over two decades.
In this special pre-event episode, Sean Martin, CISSP and Marco Ciappelli sit down with Chris Pierson, Founder & CEO of BlackCloak, to explore what it really means to protect what matters most—in the boardroom, and at home.
From identity theft and executive protection, to supply chain risk and digital life outside the office, Chris shares a powerful reminder:
👉 Cybersecurity doesn’t end when the laptop closes.
📺 Watch the teaser:
📺 📺 Or the full episode - as you should!
🎙️ Listen to the podcast audio:
🔗 Explore BlackCloak’s Brand Page on ITSPmagazine:
https://www.itspmagazine.com/directory/blackcloak
🛰️ Follow our full RSAC 2025 coverage:
Chris is also presenting two sessions at RSAC this year:
Protecting What Matters: Your Family and Home
https://path.rsaconference.com/flow/rsac/us25/FullAgenda/page/catalog/session/1739369849404001eWtU
When Things Go Boom: Supply Chain Risk
https://path.rsaconference.com/flow/rsac/us25/FullAgenda/page/catalog/session/1727434586212001yGwM
This is more than just an episode—it’s a reminder that cybersecurity starts with community, leadership, and showing up for each other.
If you’re heading to #RSAC2025, keep an eye on BlackCloak’s LinkedIn page for updates, suite details, and community events.
Let’s protect what matters. Together.
We can do this!
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