Ich durfte in den letzten Wochen 3 E-Traktoren probefahren.
Onox und Tadus werden in Deutschland entwickelt und großteils mit europäischen Komponenten gebaut. Die Modelle sind noch nicht ganz marktfähig (ein paar Bedienelemente müssen noch programmiert werden, ...). Die Konzepte gefallen mir gut, auch wenn man sich an das Fahrverhalten noch gewöhnen muss.
Eine Einsatzdauer von 2-4h scheint je nach Aufgabe plausibel. Mit dem angedachten Wechselakkusystem auch einigermaßen praxistauglich.
Der Akkuverbrauch war mir bei der Probefahrt noch nicht ersichtlich.
Xeevo wird von einem internationalen Team entwickelt und in China gefertigt. Das noch ein Schaltgetriebe verbaut ist, verwundert ein bisschen. Die Bedienung ist mir nicht so einfach gefallen. Das Modell ist gefühlt lauter, als die anderen beiden und die Akkus entladen sich schneller als erwartet/erhofft -> begrenzt praxistauglich.
Preislich kosten die "regional" produzierten Traktoren in der Anschaffung ca. das doppelte eines vergleichbaren Dieseltraktors.
Das chinesische Modell kostet ca. 15% mehr als ein vergleichbarer Dieseltraktor.
Ich würde mir wünschen, dass jeweils regional mitentwickelte und produzierte Traktoren einen Platz/Absatz am Markt finden. Aber geht sich das bei diesem Preisunterschied aus (etwas qualitativ hochwertiger ist Onox (noch), aber wie viel ist das wert)?
Wollen/können wir Wertschöpfung, KnowHow und Unabhängigkeit längerfristig regional halten?
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