#lohnarbeit — Public Fediverse posts
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Ich mag keine Parteien die von der "hart arbeitenden Bevölkerung" spricht und somit insinuiert, dass nur wer Arbeitet Anrecht auf Brot und politische Teilhabe hat. Da steckt ganz viel Protestantismus drin.
Der Fetisch Arbeit, insbesondere der Fetisch Lohnarbeit, denn sollten mal besonders die Linken Parteien überdenken.
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Ich mag keine Parteien die von der "hart arbeitenden Bevölkerung" spricht und somit insinuiert, dass nur wer Arbeitet Anrecht auf Brot und politische Teilhabe hat. Da steckt ganz viel Protestantismus drin.
Der Fetisch Arbeit, insbesondere der Fetisch Lohnarbeit, denn sollten mal besonders die Linken Parteien überdenken.
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Ich mag keine Parteien die von der "hart arbeitenden Bevölkerung" spricht und somit insinuiert, dass nur wer Arbeitet Anrecht auf Brot und politische Teilhabe hat. Da steckt ganz viel Protestantismus drin.
Der Fetisch Arbeit, insbesondere der Fetisch Lohnarbeit, denn sollten mal besonders die Linken Parteien überdenken.
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Die Arbeiter und die Gräber der Toten aus alter Zeit oder: 3000 Jahre alte Streiks und was es bedeutet, frei zu sein
In meinem Traum letzte Nacht war ich in einem Horror-Western, in dem ich ein Gesetzloser war, der zufällig auf eine verlassene Goldmine stieß. Ein paar Goldsucher kamen vorbei und wir versuchten, miteinander auszukommen, aber es war ein harter Winter und sie hatten vor, uns zu verspeisen – sie hatten ein Feuer in einer Grube entfacht, um uns lebendig hineinzulassen.Ich habe mir im Schlaf versehentlich fest auf die Zunge gebissen und bin in einer besseren Welt als dieser aufgewacht. In meinem echten Leben gehen die Leute, die mich und meine Freunde umbringen wollen, um Reichtum anzuhäufen, subtiler vor – oder zumindest habe ich mehr Freunde, die an meiner Seite kämpfen. Im echten Leben bin ich ein bisschen freier.
Freiheit existiert auf einem Spektrum. Sie ist keine binäre Angelegenheit.
Letzte Woche habe ich mich mit dem ersten bekannten Streik der Geschichte beschäftigt. Die Grabbauer, die in einer Stadt namens Deir el-Medina in Ägypten lebten, traten am 14. November 1152 v. Chr. in den Streik. Vor dreitausendeinhundertachtundsiebzig Jahren. Und ihr Streik sah unseren heutigen sehr ähnlich. Sie legten ihre Werkzeuge nieder und veranstalteten Sitzstreiks, sie blockierten Straßen, sie marschierten, sie betrieben Sabotage am Arbeitsplatz. Sie schrieben Briefe an die Behörden, in denen sie eine Behebung ihrer Missstände forderten. Sie stahlen von der Arbeit. Sie taten alles, was wir heute tun.
Wir wissen von dem Streik in Deir el-Medina, weil es dort Schreiber gab, die die Anwesenheit der Arbeiter protokollierten. Zu den frühesten Schriftstücken der Geschichte gehörten Arbeitszeitnachweise für Arbeiter; daher wissen wir, dass Arbeiter wegen Skorpionstichen und Gliederschmerzen der Arbeit fernblieben, und wir wissen, dass Arbeiter der Arbeit fernblieben, weil sie keine Lust hatten zu gehen oder an diesem Tag lieber Dinge für ihre Familien bauen wollten statt für die Pharaonen.
Ich bin mit der festen Überzeugung aufgewachsen, dass die Menschen, die die Pyramiden bauten, versklavt waren, aber das stimmt nicht. Selbst über die rund dreitausendjährige Geschichte des „alten“ Ägyptens hinweg haben wir keine Beweise dafür, dass irgendeiner der Arbeiter, die Gräber für die Pharaonen bauten, versklavt war. Wir wissen, dass die späteren Arbeiter, wie die streikenden Arbeiter von Deir el-Medina, Lohnarbeiter waren, und wir wissen, dass die Pyramiden (tausend Jahre zuvor) von einer Mischung aus qualifizierten Lohnarbeitern und wechselnden Fronarbeitern erbaut wurden. Diese Arbeiter wurden mit Respekt behandelt, arbeiteten hart, starben jung und wurden mit mehr Würde und Grabbeigaben bestattet als andere ihrer sozialen Schicht. Fronarbeit ist Arbeit als Steuer, und in weiten Teilen der antiken Welt wurde die Infrastruktur von Bürgern und Einwohnern errichtet, die im Rahmen ihrer Steuern Arbeit für den Staat verrichteten.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Textes „The Workers and the Tombs of the Ancient Dead or: 3000 year old labor strikes and what it means to be free“ von Margaret Killjoy / @margaret vom 15. Juli 2026
#Streik #Freiheit #Geschichte #Ägypten #Leibeigenschaft #Lohn #Lohnarbeit #Lohnsklaverei #Produktion #Rassismus #Reproduktion #Freiheit #Anarchismus #Anarchosyndikalismus
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#Lohnarbeit und #Psyche. Persönliche und systemkritische Überlegungen zu arbeitsbedingten psychischen Erkrankungen
"Seit der Jahrtausendwende lassen uns diese Themen nicht los: #Stress am #Arbeitsplatz, #Mobbing, #Burnout, #Depression, #Angst vor #Arbeitslosigkeit, aber auch Angst vor Arbeit – die Liste ließe sich zwanglos fortsetzen. (...) Nicht die #Arbeitsbedingungen, die nach allen klassischen Kriterien der #Arbeitswissenschaft zunehmend jedes menschliche Maß vermissen lassen, sondern das persönliche Verhalten steht im Vordergrund. (...) Doch was hier völlig ausgespart wird, ist die Tatsache, dass alle neuen #Managementtechniken darauf ausgerichtet sind, genau diese Verhaltensweisen zu fördern. (...) Überall und generell werden die #Taktzeiten von Jahr zu Jahr verkürzt, d.h. immer mehr Dinge müssen in immer kürzeren Zeitabständen bewältigt werden. Dies hat in praktisch allen #Arbeitsbereichen zu einer #Arbeitsintensivierung geführt, die vor einigen Jahrzehnten – auch in der Arbeitswissenschaft – unvorstellbar gewesen ist. (...) War in früheren Jahren der #Absentismus Stein des Anstoßes, ist es jetzt der #Präsentismus. (...) Was den Betroffenen selbstredend nicht angeboten wird, sind Gedanken, die unter keinen Umständen aufkommen dürfen: Wie kann ich mich gegen Zumutungen meines Chefs oder eines anonymen #Arbeitsprogramms wehren?..." Aus dem Artikel von Wolfgang Hien (pdf) erschienen in express – Zeitung für sozialistische Betriebs- und #Gewerkschaftsarbeit Ausgabe 10/2022
https://www.labournet.de/wp-content/uploads/2022/11/Hien-express1022.pdf