home.social

Search

1000 results for “lsinks”

  1. Inspired by @nrennie entry, I decided to learn how to make animated gifs. I chose to use the package. Code and narrative and animations at
    lsinks.github.io/posts/2023-07

  2. linksについては、タムズでもしっかり話し合っておかないと

    ChatGPT共同開発者がLLMとは異なる方法で処理するAIモデル「Jev」を開発、GPT-5.6 Terra級の性能でタスクを安価かつ超高速に実行可能 gigazine.net/news/20260916-sys

    #Apple #LLM #news #bot

  3. linksについては、タムズでもしっかり話し合っておかないと

    ChatGPT共同開発者がLLMとは異なる方法で処理するAIモデル「Jev」を開発、GPT-5.6 Terra級の性能でタスクを安価かつ超高速に実行可能 gigazine.net/news/20260916-sys

    #Apple #LLM #news #bot

  4. linksについては、タムズでもしっかり話し合っておかないと

    ChatGPT共同開発者がLLMとは異なる方法で処理するAIモデル「Jev」を開発、GPT-5.6 Terra級の性能でタスクを安価かつ超高速に実行可能 gigazine.net/news/20260916-sys

    #Apple #LLM #news #bot

  5. linksについては、タムズでもしっかり話し合っておかないと

    ChatGPT共同開発者がLLMとは異なる方法で処理するAIモデル「Jev」を開発、GPT-5.6 Terra級の性能でタスクを安価かつ超高速に実行可能 gigazine.net/news/20260916-sys

    #Apple #LLM #news #bot

  6. Paul Everitt na EuroPython keynote přichází s plánem, jak vzít AI do vlastních rukou. youtube.com/watch?v=F7pc-YxxZAc #links

  7. Links From Feeds and the Story of “Sugar Baby Riri”

    An RSS feed subscription about visual novels pointed me to the real-world Japanese criminal matter of “Sugar Baby Riri.”

    thenewleafjournal.com/links-fr

    #RSS #Feeds #VisualNovels #Japan #Crime

  8. #LINKSDERWOCHE | 30/2026: Produktivität, Lean, Agile, Mangement und Leadership

    Photo by Pixabay on Pexels.com

    PRODUKVITIÄT

    Obsidian | Callouts farblich gestalten

    Eine Funktion, die ich in Obsidian bisher noch nicht genutzt habe, ist durch einen Blogartikel von Thomas Mathoi wieder in meinen Fokus gerückt: Callouts. Offenbar gibt es so etwas wie einen „Callout-Manager”, mit dem sich die Callouts farblich variieren lassen. Das ist sicherlich für den einen oder anderen interessant. Ich selbst weiß noch nicht, ob und wie ich diese Möglichkeit künftig nutzen werde.

    https://www.mathoi.at/2026/07/22/obsidian-kaizen-der-callout-manager/

    Statt Bequemlichkeit | Tue, was den Unterschied macht

    Dan Rockwell wirft einen interessanten Ansatz in den Raum. Nicht das, was uns glücklich macht, sollte in den Fokus gestellt werden, sondern das, was uns voranbringt. Das klingt naheliegend. Eigentlich. Aber seien wir ehrlich: Wir suchen doch immer zuerst nach dem „Glück” und dem, was uns „Spaß” macht. Zumindest legen das viele Ratschläge immer wieder nahe. Rockwell sagt jedoch, dass das, was den Unterschied macht, viel relevanter ist. Ich würde ergänzen, dass dort der Schlüssel zur langfristigen, gesunden Zufriedenheit liegt. Glück ist flüchtig. Zufriedenheit macht träge. Etwas zu finden, das den Unterschied macht und von dem man überzeugt ist, dass es einen voranbringt, ist nicht immer bequem, hält uns aber in Bewegung.

    https://leadershipfreak.blog/2026/07/24/do-what-makes-you-unhappy/

    Gefühl der Einsamkeit | Ein nachdenklicher Impuls

    Der Blogartikel von Uwe Hauck lässt mich nachdenklich zurück. Ein bisschen erkenne ich mich selbst darin wieder. Spezialthemen, die nur wenige interessieren – das kommt mir bekannt vor. Wenn auch die thematische Schnittmenge eine etwas andere ist. Auch ich habe gemerkt, wie wichtig soziale Kontakte sind, und nehme daher regelmäßig an Veranstaltungen wie dem Europa-Stammtisch, Meet and Talk von Wir in Weinsberg und ähnlichen Events teil. Viele Freunde und Bekannte, die meine Interessen teilen, leben übrigens oft 100 km weit weg von meinem Wohnort. Mit nur wenigen Menschen im Umkreis von 50 km habe ich einen sehr intensiven Kontakt, der unter die Rubrik „echte Freundschaft” fällt. Glücklicherweise kämpfe ich nicht gegen eine Angststörung. Das macht es etwas einfacher. Aber auch bei mir kommt gelegentlich das Gefühl der Einsamkeit hoch, wenn Gespräche mit Tiefgang fehlen und der Austausch im Alltag nur an der Oberfläche kratzt.

    https://www.livingthefuture.de/2026/07/19/alleine-ist-ein-zustand-einsam-ein-gefuehl/

    LEAN

    Standardisierung und Kaizen | Gute Standards sind lebendig

    In seinem Blogartikel beschreibt Mark Graban ein Thema, das ich in ähnlicher Form auch immer wieder aufgreife: Standards. Ich verstehe Standards als „fluid” und adaptiv. Es sind gut bestätigte Arbeitshypothesen, die so lange gültig sind, bis wir eine bessere finden. Ganz simpel und einfach. Sie entwickeln sich beständig weiter. Ganz im Sinne von Kaizen. Allerdings erlebe ich immer wieder, dass Standards nicht reflektiert oder hinterfragt werden – geschweige denn angepasst. Einmal definiert, gelten sie, bis das Römische Reich untergeht. Das ist in meinen Augen unsinnig. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch der Beitrag.

    https://www.leanblog.org/2026/07/standardized-work-and-kaizen-toyota

    AGILE

    Prototypentest | Feedback Capture Grids nutzen

    Im Scamper-Blog von Lars Richter bin ich auf einen Ansatz gestoßen, der mich stark an ein Format erinnert, das wir gerne in Team-Retros verwenden. Der Unterschied ist, dass er es im Kontext von Prototypentesting nutzt. Eigentlich naheliegend. Das Feedback Capture Grid ist ein einfaches Raster, das sich leicht abbilden lässt und fast selbsterklärend ist. Es liegt also nahe, es auch tatsächlich als Feedback-Werkzeug für das Prototypentesten zu nutzen.

    https://scamper.blog/feedback-capture-grid

    Impediments | Einordnung der Impediments auf einer Wirkungspyramide

    Als ich den Blogartikel von Dominik Maximini gesehen habe, bin ich im ersten Moment innerlich etwas zusammengezuckt. Eine Pyramide der Impediements? Glücklicherweise hat er direkt klargestellt, dass es nicht darum geht, dass Teams eine Stufe nach der anderen durchlaufen – in dem Fall hätte ich den Beitrag nicht einmal erwähnt – sondern dass es sich um eine Einordnungshilfe handelt, die dabei helfen soll, Hindernisse zu kategorisieren. Das macht die Sache für mich interessanter. Die Hauptunterscheidung liegt in den Einflussebenen „Team” oder „Organisation”, also wo kann ich den Hebel ansetzen, um Wirkung zu erzielen? Diese beiden Hauptebenen differenziert er in Unterkategorien, die in einer „Wirksamkeitspyramide” münden. Die Darstellung finde ich persönlich zwar nicht optimal, dennoch kann ich inhaltlich gut folgen. Denn tatsächlich sind viele Impediments struktureller Art und es hilft herzlich wenig, an einem Team „herumzudoktern”. Solche Fälle durfte ich im Leben auch schon oft genug erleben. Das Team war top, konnte aber wegen struktureller Probleme an den Schnittstellen innerhalb der Organisation – beispielsweise entlang der Wertstromkette, in die es eingebunden war – sein Potenzial nicht nutzen.

    https://www.scrum.org/resources/blog/pyramid-impediments

    Agile Rolle | Gute Arbeit, die unsichtbar bleibt

    In den letzten Monaten hatte ich den Eindruck, dass massenweise Agile Coaches, Scrum Master:innen, Kanban Coaches und Ähnliches nach neuen Jobs Ausschau gehalten haben, weil ihre Stellen in Unternehmen wegrationalisiert worden sind. Das Problem bei diesen Rollen ist, dass die Leistung der Inhaber:innen nicht direkt bezifferbar ist und somit oft unklar ist, welchen Mehrwert die Rolle hat. Marc Löffler greift genau dieses Thema unter dem Titel „Gute Arbeit, die keiner sieht, sieht aus wie gar keine Arbeit” auf. Ich würde behaupten, dass dies für jede Form echter und guter Führungsarbeit gilt. Selbst wenn man seinem Vorschlag folgt, braucht es immer noch eine Referenz, um die Sichtbarkeit durch einen Vergleich herzustellen, was in der Praxis weiterhin schwierig bleiben dürfte.

    https://passionateteams.com/e/gute-arbeit-die-keiner-sieht-sieht-aus-wie-gar-keine-arbeit

    Velocity | Die kognitiven Fallen der Velocity

    Die gute alte Velocity ist nach wie vor ein Dauerbrenner, wie es scheint. Noch einmal: Sie misst den Durchsatz und ist somit eine Kennzahl für das Team, mit der sich dessen spezifische Geschwindigkeit ermitteln lässt. Ein Vergleich mit anderen Teams ist jedoch nicht möglich, da er auf relationellen Schätzungen basiert. Sie ist aber sicherlich nicht die einzige Kennzahl, mit der man arbeiten und auf die man sich verlassen sollte. Chuck Suscheck verdeutlicht gut, weshalb dem so ist, denn hier lauern auch einige kognitive Fallen, die zu Fehlschlüssen verleiten könnten.

    https://www.scrum.org/resources/blog/cognitive-trap-velocity-misinterpretation

    Scheitern | Weshalb „kontrolliertes“ Scheitern für das Lernen von Bedeutung ist

    Auf den ersten Blick mag der Titel „Wann Scrum Master Teams bewusst scheitern lassen sollten” von Niklas Magerl etwas seltsam klingen. Zusammengefasst geht es jedoch nicht um das Scheitern an sich, sondern um „Risikomanagement” im Hinblick auf Experimente, die die Lernerfahrung des Teams stärken sollen. Es geht also um ein kontrolliertes „Scheitern“ mit dem Ziel, die Lernerfahrung zu intensivieren. Das ist naheliegend, denn Scheitern gehört zum Geschäft, wenn wir explorativ unterwegs sind und Lösungen erkunden. Wir müssen ja erst herausfinden, was der richtige Weg ist. Versuch und Irrtum gehören dazu. Das Ganze jedoch auf Risikomanagement zu reduzieren, würde zu kurz greifen. Ein durchaus lesenswerter Ansatz.

    https://t2informatik.de/blog/scrum-master-teams-scheitern-lassen-sollten/

    Scrum ohne Manager? | Auch selbstorganisierte Teams brauchen Führung

    Ein hartnäckiger Mythos ist, dass selbstorganisierte Teams ohne Führung auskommen und man daher keine Führungskräfte mehr braucht. Das artet gerne auch mal so aus, dass behauptet wird, das Team sei selbstorganisiert und solle deshalb alles selbst entscheiden, wobei das Team dann im Stich gelassen wird. Nein, die Führung und das Management haben auch bei selbstorganisierten Teams nicht ausgedient. Die meisten Teams sind operative Teams. Sie sind auf operativer Flughöhe unterwegs. Für den ganzen taktischen, strategischen „Kram” haben sie nur bedingt Kapazitäten – und hier kommt unter anderem die Führung ins Spiel. Nur um ein Beispiel zu geben. Es ist auch ein weitverbreitetes Missverständnis, dass Scrum Master (und oft auch Product Owner) keine Führungskräfte sind. Sie sind genau das. Dazu passt, dass Mary Iqbal der Frage nachgeht, ob es in Scrum keine „Manager” gibt.

    https://www.scrum.org/resources/blog/no-manager-scrum

    LEADERSHIP UND MANAGEMENT

    Führung braucht Ausbildung | Führungskräfte oft nicht auf Führungsaufgabe vorbereitet

    Bei vielen Führungskräften lässt sich feststellen, dass sie nicht darauf vorbereitet wurden, Führungskraft zu werden. Mit etwas Glück bringen sie Vorerfahrung mit, sind hochgradig selbstreflektiert und bereiten sich daher selbst auf ihre Aufgabe vor. Dennoch ist meine Beobachtung nach wie vor, dass man sie viel zu oft im Stich lässt und sie nicht auf ihre Aufgabe vorbereitet. Eine Beobachtung, die Jan Fischbach zu teilen scheint. Er plädiert dafür, dass Führungskräfte eine „Ausbildung” benötigen. Führen will gelernt sein. Und da stimme ich ihm zu. Da ist nach wie vor viel Luft nach oben.

    https://www.teamworkblog.de/2026/07/fuhrungskrafte-brauchen-eine-ausbildung.html

    #Agile #Führung #Impediments #Kaizen #Leadership #Lean #Mangement #Obsidian #Produktivität #Prototypentest #Scheitern #Scrum #Standardisierung
  9. #Links sein bedeutet wenigstens #offen #liberal #tolerant #sozial #menschlich #empathisch #demokratisch #friedlich zu sein. Ich denke, darauf können wir uns einigen.

    Wenn diese Haltung vom mächtigsten Länderfürsten #Trump als #Terrorismus gebrandmarkt wird und seine Arschkriecher, wie Außenminister #Rubio, zu dessen vollständiger Vernichtung aufrufen und sich immer mehr Staatschefs dieser Ausrottung andienen, dann sind dunkle Zeiten keine Drohung mehr, sondern stehen bereits vor der Haustür.

    Alle "Linken" werden als Freiwild zur Jagd freigegeben. Bereitet euch vor (falls das überhaupt geht).

    #Faschismus #Autokratie #Diktatur

  10. LINKSDERWOCHE | 23/2026: Produktivität, Lean, Projektmanagement, Agile, Management und Leadership, Politik und Verwaltung

    PRODUKTIVITÄT

    Mythos Unverzichtbarkeit | Wider de Unverzichtbarkeitsreflex

    Die aktuelle Podcastfolge von Ivan Blatter hat es in sich. Finde zumindest ich. Ein herrlicher Begriff, den er dabei benutzt: Unverzichtbarkeitsreflex. Passt. Alles drin. Hand aufs Herz: Sind wir wirklich beständig unverzichtbar? Können wir wirklich keinen zweiwöchigen Urlaub machen, ohne dass die Welt untergeht? Und selbst wenn dem so ist, ist das gesund? Ich persönlich finde es viel besser, wenn ich sagen kann, dass ich einen guten Job gemacht habe, und wenn ich für vier Wochen in der Versenkung verschwinden kann, ohne dass etwas schiefgeht.

    https://share.transistor.fm/s/8154df0a

    Obsidian | Dynamische Projektübersicht

    Ich kann Obsidian-Nutzern den Blog von Thomas Mathoi nur empfehlen. Er zeigt immer wieder sehr anschaulich, wie Obsidian als „Wissensinstrument“ zur Steuerung von Projekten genutzt werden kann. Ich persönlich nutze übrigens Taskboard für die Organisation meines Personal Kanbans in Obsidian, da das Add-on Kanban schon lange keine Updates mehr erhalten hat, und bin damit ganz zufrieden. Der Versuch, ausschließlich mit den „Boardmitteln” zu arbeiten, war für mich nicht ganz so befriedigend. Das ist aber sicherlich auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.

    https://www.mathoi.at/2026/06/03/projektuebersichten-in-obsidian-teil-2-kanbanboard-dynamische-projektuebersicht/

    Purpose und Leidenschaft | Weshalb beides zusammengehört

    Purpose oder Sinnhaftigkeit gilt manchen ja als Mantra, wenn es um die Frage geht, worauf es ankommt. Nur mal ganz ehrlich: Nur weil eine Sache einen sinnhaften Zweck erfüllt, bedeutet das nicht, dass ich mit Elan an die Sache gehe. Und umgekehrt: Für etwas eine Leidenschaft zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass es einen sinnhaften Zweck erfüllt. Beides einzeln betrachtet bringt uns nicht weiter. Beides zusammen dann schon eher. So verstehe ich Dan Rockwell. Und das ergibt für mich persönlich sogar Sinn. Leidenschaft ist der Antrieb, der Zweck gibt die Richtung vor.

    https://leadershipfreak.blog/2026/06/05/dont-confuse-passion-with-purpose/

    Systemisches Denken | Haben wir es verlernt?

    Wo ordne ich systemisches Denken ein? Es passt zu fast allen Themenkomplexen der Links der Woche. Daher habe ich mich entschieden, es hier unter „Produktivität” einzuordnen. Ähnlich wie Ralf Keuper gewinne auch ich immer häufiger den Eindruck, dass wir das systemische Denken zunehmend verlieren. Und nein, ich meine nicht die vielen systemischen Coaches, auch wenn es Parallelen geben mag. Mir geht es um das Denken in Systemen, das Denken in zweiter und dritter Ordnung usw. Dinge. Übrigens denken echte Lean-Freaks in Systemen. Das ist ein Markenzeichen der großen Denker des Toyota Production Systems. Das nur am Rande bemerkt. Was Keuper am Beispiel der Ökologiebewegung beschreibt, scheint mir weit über dieses Thema hinaus der Fall zu sein. Und nein, hier geht es nicht um die Frage von gut oder schlecht, sondern um die berühmte adaptive Feedbackschleife, die organisationelles und institutionelles Lernen ermöglicht.

    https://denkstil.bankstil.de/das-vergessene-erbe-ueber-den-verfall-systemischen-denkens-in-deutschland

    LEAN

    Entwickeln statt „Mieten“ | Weshalb man die eigenen Mitarbeitenden entwickeln sollte

    Uiuiui, Mark Graban schreibt allen Ernstes, man solle nicht nur Menschen mit Berufserfahrung einstellen, sondern Menschen, die sich entwickeln wollen. Das ist doch viel zu teuer! Tja, kurzfristig vielleicht. Langfristig … Da er die Metapher vom Gärtner, der seinen Garten hegt und pflegt, damit er sich entwickeln kann, bemüht, dürfte die Botschaft relativ klar rüberkommen. Wer nur Personal anmietet und nicht selbst entwickelt, bekommt am Ende des Tages nur „eingekaufte”, keine selbstentwickelten Mitarbeiter und verliert so langfristig Wissen, Erfahrung und Kompetenz. Das ist langfristig ein hoher Preis.

    https://www.leanblog.org/2026/06/develop-your-own-people/

    Problemlösung im A3-Format | Der A3-Report als Werkzeug der kotinuierlichen Verbesserung

    Es dürfte kaum einen Lean-Enthusiasten geben, der den A3-Bericht nicht kennt. In puncto kontinuierliche Verbesserung kommt man nicht an ihm vorbei. Aus gutem Grund. Für diejenigen, die den Ansatz noch nicht kennen, hier entlang und gut aufpassen. Beim nächsten Mal wird abgefragt.

    https://leanbase.de/publishing/post/das-denken-auf-einem-blatt-papier-warum-die-a3-met

    PROJEKTMANAGEMENT

    Stakeholder | Die Bremser unter den Stakeholder und wie man die Bremse löst …

    Es gibt rund um jedes Projekt eine Vielzahl unterschiedlichster Anspruchsgruppen (Stakeholder), die sich in den sieben Typenbeschreibungen widerspiegeln, die Andrea Windolph hier zusammenfasst. Ihr Fokus in diesem Fall allerdings auf den „Bremsern“. Sie beschreibt die Typen und ihre Verhaltensweisen und gibt zu jedem Typ den jeweiligen Ansatz, um den Bedarfen und Bedürfnissen gerecht zu werden, ohne das eigene Projekt lahmzulegen. Eine durchaus interessante Idee und Ansätze, die man aufgreifen kann und sollte.

    https://projekte-leicht-gemacht.de/blog/methoden/stakeholder/7-stakeholder-bremser/

    AGILE

    Flughöhe und Meetings | Weshalb die Flughöhe, über die wir reden wichtig ist …

    Nicht nur im Kontext selbstorganisierter Teams höre ich immer wieder, dass zu viele Meetings eine Belastung darstellen. Eine interessante Frage, die ich dabei auch immer wieder miteinbeziehe, ist die Flughöhe in den Meetings. Jede Flughöhe hat ihre eigenen Formate mit ihrem eigenen Fokus. Ein Schelm, wer dabei nicht an Obeya denkt. Pardon, aber das muss jetzt sein. Ich bin der Meinung, dass es durchaus hilft, Besprechungen sinnvoll zu gestalten, nämlich so, dass passend zur Flughöhe die geeigneten Personen mit am Tisch sitzen, die dazu etwas beitragen können. Ruedi Gysi fasst es ganz gut zusammen: „Auf welcher Flughöhe sind wir gerade – und ist das die, für die wir hier sitzen?” Diese Frage wirkt zwar keine Wunder, aber fast 😉

    https://agilereflection.org/auf-welcher-flughoehe-redet-ihr-gerade/

    Flowmetriken | Weshalb sie wertvoll sind

    Als Kanban-Fan, Scrum-Enthusiast und Lean-Anhänger bin ich in Bezug auf „Flowmetriken” sicherlich voreingenommen. Daher finde ich den Diskussionsbeitrag von Yuval Yeret sehr interessant. Was auch sonst? Er beschreibt nämlich klar und deutlich, welchen Mehrwert Flowmetriken liefern und weshalb ich sie für sinnvoll halte. Mehr muss ich nicht zum Anteasern mitgeben. Nachlesen könnt ihr es selbst an entsprechender Stelle.

    https://www.scrum.org/resources/blog/why-focus-flow-metrics-problems-they-help-you-see

    Miro-Templates | Man muss das Rad nicht neu erfinden …

    Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich gerne visuell arbeite. Das heißt, ich arbeite auch mal gerne mit Miro, Conceptboard und ähnlichen Tools. Dank einer großen Community gibt es einige gute Miro-Templates. Einige Klassiker sind die von Lars Richter aufgelisteten Miro-Templates, mit denen er gerne arbeitet. Und die sind gut. Man muss nicht immer alles selbst erfinden und entwickeln, sondern kann durchaus vorhandene Templates verwenden. In diesem Sinne: Schaut sie euch an!

    https://scamper.blog/miro-templates/

    Ignorierte Hebel | Was Teams bremst und welche Hebel helfen

    Simon Flossmann bringt es auf den Punkt: „Vielen Scrum-Teams fehlt nicht noch ein weiteres Werkzeug, ein zusätzlicher Prozess oder das nächste Meeting. Ihnen fehlt der Mut zu einem Ziel.“ Dies untermauert er mit zehn Problemen, die ihm und anderen immer wieder in der Praxis begegnen. Wenn die Probleme klar benannt sind, lässt sich eigentlich jedes Problem lösen und der Hebel umlegen, oder?

    https://www.scrum.org/resources/blog/nach-10-jahren-it-diese-10-probleme-lahmen-eure-scrum-teams-weil-ihr-den-wichtigsten-hebel-ignoriert

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Kampf der Systeme | Das Schneller zieht vorbei …

    Meister Konfus hat einen Verwandten: Prozess-Konfuzius. Martin Öztürk hat mittlerweile die 10. Ausgabe seines interessanten Newsletters über LinkedIn veröffentlicht, der immer interessante Impulse bereithält. So auch in dieser Ausgabe, in der er den Nagel auf den Kopf trifft: Wir erleben einen „Kampf” der Systeme, bei dem die schnelleren Systeme die Nase vorne haben. Ein gutes Produkt zu haben, reicht heute schon lange nicht mehr aus. Wichtig ist auch, schnell zu lernen und adaptiv vorzugehen. Wer auf Probleme mit mehr Regeln, mehr Vorschriften und mehr vom Gleichen reagiert, erzeugt unnötigen Ballast, der mehr bremst als hilft. Die Lösung ist nicht mehr Struktur, sondern andere Strukturen. Bedauerlicherweise werden viele nicken, doch nur die Wenigsten schaffen den Brückenschlag.

    https://www.linkedin.com/pulse/10-fr%C3%BCher-gewann-das-beste-produkt-heute-gewinnt-system-martin-%C3%B6zt%C3%BCrk-y0szf/

    Meister Konfus | Die hohe Kunst der organisatorischen Selbstsabotage

    Ich bin ein bisschen stolz, dass es Meister Konfus bereits zum zweiten Mal als Gastbeitrag im Blog der t2informatik geschafft hat. Zudem hat mich bereits die Bitte um einen dritten Gastbeitrag ereilt. Daher seht mir etwas Eigenwerbung nach. Meister Konfus, der legendäre Meister der Konfusion und Verschwendung, widmet sich hier der hohen Kunst der organisatorischen Selbstsabotage. Im Falle einer Machtübernahme durch die Nicht-Alternative ist das übrigens eine hervorragende Anleitung, zu der es hoffentlich niemals kommen wird.

    https://t2informatik.de/blog/hohe-kunst-organisatorischen-selbstsabotage/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Verfassungstreue Beamte | Was sie müssen wissen, wenn die AfD eine Landesregierung stellt

    Dass die Damen und Herren der Nicht-Alternative mit Meinungsfreiheit nur das Recht meinen, ihre eigene Meinung zu verbreiten, während sie gleichzeitig alle anderen Meinungen unterdrücken wollen – selbst wenn diese mit hoher Evidenz untermauert werden –, dürfte jedem bekannt sein, der das großartige Glück hatte, mit Vertretern dieser Fraktion einen Diskurs zu führen. Bedauerlicherweise sieht es gefährlich danach aus, dass eben jene Gruppierung in mindestens einem Bundesland gute Karten haben könnte, die Mehrheit bei einer Landtagswahl zu ergattern. Das sind keine schönen Aussichten, insbesondere für Staatsbedienstete, die ihren Eid auf das Grundgesetz ernst nehmen. Campact verdeutlicht sehr eindringlich, was dann droht. Noch ist der Abwehrkampf nicht verloren. Es liegt an uns. An jedem Einzelnen.

    https://www.campact.de/blog/2026/06/afd-in-sachsen-anhalt-was-beamtinnen-jetzt-wissen-muessen

    Antisemitimsus | Wie Tiktok Antisemtismus befördert

    Ein großes Problem bei der Verbreitung rechtsextremistischer und antisemitischer Inhalte sind die sozialen Medien. Durch die geschickte Nutzung einschlägiger Szenecodes erreichen sie ordentlich Reichweite – selbst dann, wenn dies laut den Gemeinschaftsregeln untersagt ist und deren Missachtung sanktioniert wird. Letzteres, so konnte ich in den letzten Tagen selbst feststellen, sollte man – zumindest im Kontext des Meta-Konzerns – nicht erwarten. Ganz im Gegenteil. Daher meine Empfehlung: Einschlägige Inhalte nicht bei der Plattform melden, sondern sauber dokumentieren und direkt bei den Strafverfolgungsbehörden anzeigen. Am Beispiel von TikTok zeigen die Belltower.News sehr eindrücklich, wie sich antisemitische Inhalte online verbreiten. Eine mehr als erschreckende Beobachtung.

    https://www.belltower.news/trend-nationalsozialismus-wie-tiktoks-antisemitismus-problem-eskaliert-165917/

    Politische Liturgie | Ein neues Verständnis von politischer Dienstleistung

    Christian Wolff versucht, einen Weg zu finden, um der Nicht-Alternative den Nährboden zu entziehen. Er plädiert dabei für eine neue politische Liturgie. Mit anderen Worten ruft er dazu auf, ein neues Verständnis von politischer Dienstleistung zu etablieren, das folgende Elemente umfasst: eine kritische Bestandsaufnahme, die Erinnerung an und die Vergewisserung durch die eigene Programmatik, die Übertragung auf den Alltag mit Zuspruch und Anspruch, die Einbettung in das persönliche, gesellschaftliche und das Weltgeschehen, die Stärkung und der Zusammenhalt, die Hinwendung zu den Menschen und die positive, auf Frieden ausgerichtete Auseinandersetzung mit Problemen. Ich persönlich tue mich etwas schwer mit der Metapher der Kirchenliturgie, muss ich zugeben, aber den inhaltlichen Punkten kann ich durchaus etwas abgewinnen.

    https://www.blog-der-republik.de/politische-liturgie/

    #A3Report #AfD #Agile #Antisemitismus #Entwickeln #Flowmetriken #Flughöhe #Gesellschaft #Leadership #Lean #Leidenschaft #Management #Meeting #MeisterKonfus #MiroTemplates #Obsidian #Politik #Produktivität #Projektmanagement #Prozesse #Purpose #Scrum #ScrumTeam #Selbstmanagement #Selbstorganisation #SocialMedia #Stakeholder #SystemischesDenken #Unverzichtbarkeit
  11. Links a otras redes cambiadas en todos mis sitios (que yo recuerde o que tenga acceso) por mi nueva página de links: no.mbre.es/@Kyrylys

    Tengo que mirar a ver si puedo personalizarla o configurarla un poco más pero ya es 100% funcional y acabo de borrar la cuenta de #linktree

    no.mbre.es es un #linkstack gratuito por si estáis considerando alternativas a linktree.

    #link

  12. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  13. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  14. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  15. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  16. #LINKSDERWOCHE | 5/2026: Produktivität, Agile, Management und Leadership, Politik und Gesellschaft

    PRODUKTIVITÄT

    Gewohnheiten | Denkfehler rund um Gewohnheiten

    Ivan Blatter hat eine Podcast-Folge zum Thema Gewohnheiten veröffentlicht. Im Fokus stehen dabei Denkfehler im Zusammenhang mit Gewohnheiten. Disziplin und Motivation sind übrigens nicht der Schlüssel zum Erfolg, sondern oft genug sogar ein Hindernis. Seine Empfehlung: Beginne klein, achte darauf, wo es im echten Leben Platz hat, akzeptiere Rückschläge (sie gehören dazu) und denke stets daran: Die Gewohnheit ist nicht das Ziel, sondern das Werkzeug. Das heißt, die Frage lautet: Was wollen wir erreichen? Die Gewohnheit folgt dem Ziel. Also wieder viele spannende Impulse.

    https://share.transistor.fm/s/4784e835

    Hausgemachter Stress | Erkennen und künftig vermeiden

    Ein Teil des Stresses, dem wir täglich ausgesetzt sind, ist hausgemacht. Da bin ich alles andere als eine Ausnahme. Das ist mir bei Dan Rockwells Liste wieder einmal schmerzlich bewusst geworden, auf der ich viele „alte Bekannte” wiedergesehen habe. Das Gute ist: Wenn man es erkennt, kann man etwas dagegen tun. Zumindest zum Teil. Es ist allerdings eine Sisyphosarbeit. Zumindest kommt es mir so vor. Wie mit den To-dos auf der Liste. Je mehr ich erledige, desto mehr kommen dazu. Okay, irgendwann wird man entspannter und nimmt manches nicht mehr ganz so wichtig. Zumindest behaupten das der eine oder andere. Es gibt also noch Hoffnung. 😉

    https://leadershipfreak.blog/2026/01/29/12-expressions-of-self-imposed-stress/

    AGILE

    Work-Feedback-Loop | Der einfachste Weg zu mehr Agilität

    Ganz simpel und einfach, ganz ohne Framework und Schnickschnack: der Work-Feedback-Loop. Das ist der Kern aller agilen Methoden und Frameworks. Wie Thomas von NoBullshitAgile zu Recht hervorhebt, funktioniert es auch ganz ohne. Wer agiles Arbeiten mit Leben füllen will, braucht nicht viel. Bis auf die Feedbackschleife, die in Verbesserungen mündet. Alles andere ist unterstützendes Beiwerk. Es funktioniert im Kleinen wie im Großen.

    https://no-bullshit-agile.de/work-feedback-loop.html

    Reflexion | Echte Verbesserungen in den Foku stellen

    Bei vielen Retros steht leider nicht die „echte” Reflexion im Sinne des strategischen Lernens für die Zukunft im Fokus, sondern der Wohlfühlfaktor. Das kann ich durchaus nachvollziehen. Selten erlebe ich ein Team, das wirklich die strategische Hoheit hat. Die meisten sind in große Organisationen eingebettet, in denen vermeintlich die Leitplanken vorgegeben sind. So zieht man sich auf das Team selbst und die weichen Faktoren zurück und übersieht dabei die Schärfung der strategischen Komponente, die jedes Team hat. Am Ende des Tages geht es immer darum, Ergebnisse zu liefern. Und zwar gute. Genau diese gilt es in den Fokus unseres Bemühens zu stellen. Der Beitrag von Maik Seyfert erinnert mich zumindest daran, in den Reflexionsrunden wieder mehr den Fokus auf echte Verbesserungen zu legen, die einen Mehrwert für die Beteiligten erzeugen, ohne dass die Qualität darunter leidet.

    https://www.lostconsultants.com/2026/01/26/stop-accelerating-before-you-understand/

    Agiles Schätzen I | Was man so alles falsch machen kann

    Was das agile Schätzen betrifft, gehöre ich zu der Fraktion, die das Schätzen komplexer Aufgaben eher als Feedback- und Entscheidungshilfe interpretiert und sich am Ende des Tages dafür ausspricht, das gelieferte Ergebnis in den Fokus zu stellen. Für mich ist das Schätzen ein Werkzeug, um die Losgröße in ein Maß zu bringen, das für ein agiles Team umsetzbar ist, und je nach Kontext ein Hilfsmittel, um die Prognosefähigkeit herzustellen, bis wann etwas geliefert werden kann. In meinem aktuellen Projekt haben die Teams bisher auf eine Schätzung verzichtet, da der Kontext hier keinen nennenswerten Nutzen einer Schätzung bietet. In anderen Projekten, in denen ich tätig war, war die agile Schätzung hingegen sinnvoll, da wir für das Zusammenspiel mit anderen Projekten eine grobe Prognose unserer Lieferleistungsfähigkeit erstellen mussten, auf deren Basis eine Lieferplanung erfolgen konnte. Daher beschäftige ich mich auch immer wieder mit dem Thema und kenne einige Fallstricke, von denen ich sehr viele in der Auflistung von Simon Flossmann wiederentdeckt habe.

    https://www.scrum.org/resources/blog/21-fehler-die-agile-teams-beim-schatzen-machen-welchen-macht-dein-team

    Agiles Schätze II | Schätzen als Entscheidungshilfe

    Und noch ein Beitrag zum Thema „agiles Schätzen”. Dieses Mal von dem agilen Urgestein Mike Cohen. Er betrachtet das agile Schätzen in erster Linie als Entscheidungshilfe, was meiner eigenen Sichtweise sehr entgegenkommt. Er stellt die Frage in den Fokus, wann und wo das Schätzen hilft, Entscheidungen zu treffen. Besonders gut gefällt mir, dass sich meine Lieblingsfrage – „Weshalb tun wir etwas für welchen Zweck?” – in anderer Form auch bei ihm wiederfindet. Kurz gesagt empfiehlt er, sich die Frage zu stellen, weshalb Schätzen für wen mit welchem Ziel sinnvoll ist. Für mich ergibt das erst einen Sinn.

    https://www.mountaingoatsoftware.com/blog/estimating-and-planning-in-agile-why-they-still-matter-in-2026

    Selbstmanagende Teams | Was es braucht, damit es gelingt

    Ich schätze selbstverwaltende Teams sehr. Das Konzept ist nicht ohne Grund Teil der Agilität, da es die Reaktionsgeschwindigkeit innerhalb eines Teams deutlich erhöhen kann. Fakt ist aber auch: Kein Team – und sei es noch so „eigenständig“ – ist jemals allein. Die besten sich selbst managenden Teams habe ich in der Krankenpflege erlebt. Ein niederländisches Pflegeunternehmen namens Buurtzorg hat mit seiner „radikalen” Organisationsstruktur bereits vor Jahren für Furore gesorgt. Das Unternehmen hat seine Strukturen so angepasst, dass solche Teams tatsächlich entstehen können. Viele Aspekte, die Stephanie Ockerman beschreibt, lassen sich dort live und in Farbe beobachten.

    https://www.agilesocks.com/self-managing-teams-compliance-collaboration/

    Product Owner | Wie die KI die Rolle des POs verändert …

    Vibe Coding taucht immer häufiger auf meinem Radar auf. Dabei wird mithilfe von KI Code erstellt, ohne dass die beteiligten Personen wirklich Ahnung haben müssen. Ich bin da allerdings etwas vorsichtig, was die Euphorie betrifft. Es gibt bereits erste Beispiele, bei denen Vibe Coding zu erheblichen Sicherheitslücken geführt hat. Es mag eine gute Unterstützung sein und ist durchaus hilfreich, um einen ersten Prototypen zu erstellen. Am Ende ist echter handwerklicher Können aber nicht einfach ersetzbar, auch wenn es in den feuchten Träumen mancher Effizienzneurotiker so zu sein scheint. Natürlich kann ich als Nicht-Entwickler schnell mal eine Lösung von KI bauen lassen, aber mir fehlt das Wissen, um die Qualität zu beurteilen. Dennoch möchte ich den von den Produktwerkern aufgeworfenen Gedanken in Zusammenhang mit der Rolle des POs aufgreifen. Vibe Coding könnte ggf. dabei helfen, das Verständnis zwischen Product Ownern und Softwareentwicklern zu verbessern, sofern der Einsatz reflektiert bleibt und man sich der Sinnhaftigkeit der Rollentrennung bewusst ist. Eine Verschmelzung der Rollen halte ich für gefährlich. Und dass KI Entwickler ablöst, halte ich aus den bereits genannten Gründen ebenso für gefährlich.

    https://produktwerker.de/laesst-vibe-coding-product-owner-und-developer-rollen-verschmelzen/

    Organisationsdesign | Zwischen Zentralisierung und Dezentralisierung

    So sehr ich dezentrale Strukturen auch schätze und befürworte, eine hohe Dezentralisierung ist nicht immer sinnvoll. Wenn ich das Beispiel vanbuurt.org, das ich weiter oben bereits erwähnt habe, nochmals heranziehen darf: Die Organisation hat einen sehr hohen Dezentralisierungsgrad und dennoch gibt es auch dort zentralisierte „Dienste” für alle Teams. An diesem Beispiel zeigt sich für mich, dass es kein Entweder-oder gibt, sondern dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Dimensionen Zentralisierung und Dezentralisierung wichtig ist, das gar nicht so einfach herzustellen ist. Ilia Pavlichenko zeigt anschaulich, dass bei aller Begeisterung für agile und selbststeuernde Teams lokale Optimierung in einzelnen Teams für die Gesamtorganisation zum Problem werden kann. Es braucht also beides in austarierter Form bei der Gestaltung des Organisationsdesigns.

    https://www.scrum.org/resources/blog/when-agile-becomes-local-optimization

    Paradigmenwechsel | Wie die KI zum Paradigmenwechsel führen könnte

    Stefan Wolpers spricht von einem durch KI getriebenen Paradigmenwechsel in der Agilität. Er fasst diesen für die drei Ebenen wie folgt zusammen:

    • Strategisch: Die Einführung von KI als kulturelle Herausforderung betrachten, nicht als Einführung eines Tools.
    • Produkt: Akzeptieren, dass kostengünstiger Code bedeutet, dass Product Discovery wichtiger wird als zuvor.
    • Individuell: Vom Prompten zur Nutzung von Agenten übergehen.

    Ob er mit seiner Analyse richtig liegt? Fakt ist: Die KI werden wir nicht mehr los und sie wird Veränderungen erzeugen. Fakt ist auch – zumindest meiner Meinung nach – dass die Erwartungen an KI-Lösungen in der Diskussion teilweise zu hoch sind. Es wird sich vieles deutlich verändern. Wohin, weiß ich nicht. Den Artikel gibt es auf Englisch und in einer deutschen Übersetzung.

    Englischsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ai-driven-paradigm-shift

    Deutschsprachig: https://www.scrum.org/resources/blog/agiles-ki-getriebener-paradigmenwechsel

    Ein agiles Märchen | (K)eine Märchenstunde mit Lerneffekt

    Es heißt ja gerne, die öffentliche Verwaltung könne nicht agil sein. Doch, das kann sie. Das habe ich selbst oft genug gesehen und erfahren. Als Gründungsmitglied des „Forums Agile Verwaltung” weiß ich das aus eigener Erfahrung. Es ist keine Märchengeschichte, wie in dem folgenden Blogartikel, sondern Realität. Das Märchen ist allerdings schön erzählt und deshalb auch für alle, die nichts mit der öffentlichen Verwaltung zu tun haben, eine Leseempfehlung. Ich würde die Antragsbearbeitung allerdings eher mit Kanban organisieren, da sie nicht explorativ, sondern prozessual ist. Seht mir diese kleine Bemerkung bitte nach. 😉

    https://agile-verwaltung.org/2026/01/29/das-maerchen-von-den-sieben-sprints/

    Lieferfähigkeit | Wenn das Team nicht liefert

    Ja, das kennt wohl jeder. Da hat man ein vermeintlich agiles Team, das einfach nicht liefert. Bevor wir jetzt ins allseits beliebte Mindset-Bashing verfallen, sollten wir kurz innehalten. Es ist meist keine Frage des Mindsets, sondern eine Frage des Systems, und das müssen wir uns näher anschauen. Wie ein Individuum ist auch ein Team nie vollkommen autark, sondern immer auch in einen Systemkontext eingebettet. Und der hat Wirkung. Nicht immer gleich sichtbar, aber mit Sprengkraft. Die vier Hebel von Marc Löffler können dabei helfen, dem entgegenzuwirken. Sie sind in diesen Fällen auf jeden Fall hilfreich. Meist nicht allein. Aber sie sind durchaus nicht zu unterschätzen. Bitte erwarten Sie keine schnellen Veränderungen. Die Veränderungen brauchen Zeit. Im Team. Und im Umfeld.

    https://marcloeffler.eu/2026/01/27/hilfe-mein-team-liefert-nicht-was-wirklich-hilft-und-was-nicht/

    Veränderungsprozesse | Kotters Modell erklärt

    Zu den Klassikern des Change Managements gehört das 8-Schritte-Modell für Veränderungsprozesse von J. P. Kotter, das Fadi Stephan beschreibt. Man sollte es kennen, auch wenn es inzwischen 20 Jahre alt ist. Es ist kein Hexenwerk. Allerdings steckt viel Wahrheit darin.

    https://www.kaizenko.com/why-kotters-change-management-model-matters-for-product-organizations-and-teams/

    MANAGEMENT UND LEADERSHIP

    Planungsauslastung | Der feuchte Traum der Effizienzneurotiker

    Ich lästere gerne über die Effizienzneurose, die in ihrem Wahn die Effektivität frisst und damit das Gegenteil erreicht und Ineffizienz steigert. Ein sichtbares Phänomen ist die berüchtigte Auslastungsidee, bei der eine Planungsauslastung von 100 % als der Heilige Gral der betriebswirtschaftlichen Fieberträume gilt. Bis heute will mir nicht in den Kopf, dass alle verfügbaren mathematischen Modelle und sogar empirische Daten klar belegen, dass diese Idee ins Gegenteil dessen verkehrt, was erreicht werden soll, und doch halten noch immer so viele Menschen an dieser Idee fest. Gut, es gibt Erklärungen dafür. Sie machen es nachvollziehbar. Dennoch wissen wir es besser. Daniel Dubbel fasst es in seinem Artikel recht gut und ausführlich zusammen. Er belässt es aber nicht dabei, sondern gibt der Führung den Auftrag, gegenzusteuern. Die von ihm genannten Lösungsansätze kann ich nur unterstützen.

    https://www.inspectandadapt.de/effizienz-die-diktatur-der-auslastung/

    Zukunft | Trends verstehen und erkennen

    Können wir die Zukunft vorhersehen? In gewisser Weise ja. Mithilfe entsprechender Techniken können wir erahnen, wohin die Reise gehen könnte. Zumindest die nähere. Drei dieser Techniken beschreibt Tobias Leisgang im zweiten Teil einer Artikelserie auf dem Blog von t2informatik. Ja, ich weiß, es kommt meist anders, als man denkt, aber gewisse Trends lassen sich erkennen, und darum geht es letztendlich: sich vor Überraschungen zu wappnen. Das Beispiel Klimawandel trifft es recht gut. Wir wissen, dass er in Fahrt ist. Wir wissen, dass Extremwetter zunehmen. Wir könnten uns auf mögliche Szenarien vorbereiten. Passiert allerdings noch wenig. Das macht aber Sinn.

    https://t2informatik.de/blog/das-konnte-doch-keiner-kommen-sehen/

    POLITIK UND GESELLSCHAFT

    Arbeitszeitdebatte I | Das Thema verfehlt

    Da ist sie wieder, die Forderung, dass wir alle mehr arbeiten sollen. Mehr Arbeitsstunden, weniger Krankstand, weniger Feiertage, mehr Wochenarbeitszeit. Und dann, ja dann, brummt die Wirtschaft wieder. Wirklich? Äh, nö. Denn mehr Arbeitszeit bedeutet nicht automatisch mehr Wertschöpfung. Ganz wie Ursula Brummack es auf den Punkt bringt. Wenn die ganzen „Schreihälse”, die behaupten, Arbeit sei zu teuer, ihre Hausaufgaben machen würden, wüssten sie, dass Innovationsfähigkeit die Auskömmlichkeit steigert und damit die Produktivität. Jedes Mal, wenn ich einen Unternehmensvertreter jammern höre, dass Arbeit in Deutschland so teuer sei und die Rahmenbedingungen so schlecht, kostet es mich Überwindung, nicht mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Macht erst einmal eure Hausaufgaben! Und zwar richtig, dann reden wir weiter. Derweil reibt sich Meister Konfus die Hände.

    https://brummack.blog/arbeit-ist-kraft-mal-weg/

    Arbeitszeitdebatte II | Zeit ist nicht gleich Leistung

    Ähnlich argumentiert übrigens auch Britta Redmann. Sie rät dazu, Zeit niemals mit Leistung zu verwechseln. Sie plädiert für mehr Bedürfnisorientierung. Wer Martin Gaedts Bücher kennt, sollte auch verstehen, dass mit weniger Normwochenarbeitszeit sogar mehr Leistung erreicht werden kann. Ich meine, haben die Befürworter einer Steigerung der Wochenarbeitszeit von der qualitativen Verdichtung der Arbeit gehört? Wenn, dann kennen sie es in der Chefetage vermutlich nicht, denn dort gehört das Golfspielen mit Geschäftspartnern ja zur Arbeitszeit (wogegen ich nichts habe, es ist nur nicht die gelebte Wirklichkeit der Mitarbeitenden).

    https://britta-redmann.de/organisationsentwicklung/verwechsle-niemals-zeit-mit-leistung/

    #Agile #Auslastung #Effizienzneurose #Estimation #Feedback #Gewohnheiten #KI #Leadership #Lieferfähigkeit #Management #Organisation #Organisationsdesgin #Planung #ProductOwner #Produktivität #Reflexion #Schätzung #Scrum #SelbstmanagendeTeams #Stress #Veränderungsprozess #Zeitmanagement #Zukunft

  17. links: Hosting a WebSite on a Disposable Vape

    http://ewaste.fka.wtf/

    This article is served from a web server running on a disposable vape.

    #coolStuff #reuse #solarpunk #webdev

  18. After I've organised and listed my 1000+ bookmarks on my website's links page, MOULE.WORLD is now part of the BUKMARK.CLUB: a directory of websites with lots of links to other websites!

    It's definitely handy to discover custom-curated collections of websites you'd never knew existed and that you just can't find at the top of modern search engines. More websites should go old school and share links to their favourite websites! :MOULE_Happy:

    #Links #BukmarkClub #MouleWorld

  19. National Links: Reform is Hard in Auto Oriented Cities: streets.mn/2026/09/16/national

    Charlotte's light rail systems, dead malls, and municipal wealth funds