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#verbundenheit — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #verbundenheit, aggregated by home.social.

  1. (22)

    Jetzt hängt also dieses Bild endlich wieder und ich habe das Gefühl es hat dieses Mal wirklich seinen richtigen Platz gefunden, es kommt dort viel besser zur Geltung als in der letzten Bleibe in meinem winzigen Arbeitszimmer. Manchmal liege ich jetzt auf dem Sofa und sehe es an, und erkenne immer mehr Details. Es ist als wären sehr zarte, feingliedrige und besonders schöne Geister darin verborgen, sie zeigen sich zögernd und schüchtern und man braucht Geduld, um sie zu erkennen. Aber unsere Beziehung ändert sich, je häufiger ich sie ansehe, je länger ich sie betrachte, umso schneller zeigen sie sich. Das Bild ist nicht nur groß und schön und geheimnisvoll, und endlich an seinem richtigen Platz angekommen. Es gibt auch eine Geschichte zu diesem Bild. Eine Geschichte von Großzügigkeit und Verbundenheit. Es mag ungefähr 15 Jahre her sein, Blogs waren noch kleine eingeschworene Gemeinschaften, man kannte sich und folgte einander, ohne sofort den Überblick zu verlieren. Eine Frau schrieb ebenso schön wie sie malte. Und irgendwann hatte sie ein Foto von eben dem Bild, von dem die ganze Zeit die Rede ist, geteilt. Ich kommentierte, was ich in dem Bild sah und das, was ich geschrieben hatte, hat sie so sehr gefreut, dass sie mir schrieb, es sei vollkommen klar für sie, dass dieses Bild mir gehört, weil es mit mir spricht, und ich solle ihr bitte meine Adresse schicken, damit das Bild an seinen Bestimmungsort gelangt. Bestimmt ist es auch diese Großzügigkeit, die mich immer wieder tröstet und ganz ruhig werden lässt, wenn ich das Bild ansehe. Danke liebe M., die ich leider inzwischen aus den Augen verloren habe.

    #Bild #Geister #Großzügigkeit #Verbundenheit
  2. (22)

    Jetzt hängt also dieses Bild endlich wieder und ich habe das Gefühl es hat dieses Mal wirklich seinen richtigen Platz gefunden, es kommt dort viel besser zur Geltung als in der letzten Bleibe in meinem winzigen Arbeitszimmer. Manchmal liege ich jetzt auf dem Sofa und sehe es an, und erkenne immer mehr Details. Es ist als wären sehr zarte, feingliedrige und besonders schöne Geister darin verborgen, sie zeigen sich zögernd und schüchtern und man braucht Geduld, um sie zu erkennen. Aber unsere Beziehung ändert sich, je häufiger ich sie ansehe, je länger ich sie betrachte, umso schneller zeigen sie sich. Das Bild ist nicht nur groß und schön und geheimnisvoll, und endlich an seinem richtigen Platz angekommen. Es gibt auch eine Geschichte zu diesem Bild. Eine Geschichte von Großzügigkeit und Verbundenheit. Es mag ungefähr 15 Jahre her sein, Blogs waren noch kleine eingeschworene Gemeinschaften, man kannte sich und folgte einander, ohne sofort den Überblick zu verlieren. Eine Frau schrieb ebenso schön wie sie malte. Und irgendwann hatte sie ein Foto von eben dem Bild, von dem die ganze Zeit die Rede ist, geteilt. Ich kommentierte, was ich in dem Bild sah und das, was ich geschrieben hatte, hat sie so sehr gefreut, dass sie mir schrieb, es sei vollkommen klar für sie, dass dieses Bild mir gehört, weil es mit mir spricht, und ich solle ihr bitte meine Adresse schicken, damit das Bild an seinen Bestimmungsort gelangt. Bestimmt ist es auch diese Großzügigkeit, die mich immer wieder tröstet und ganz ruhig werden lässt, wenn ich das Bild ansehe. Danke liebe M., die ich leider inzwischen aus den Augen verloren habe.

    #Bild #Geister #Großzügigkeit #Verbundenheit
  3. Ein stiller Moment am Ufer, der pure Achtsamkeit ausstrahlt. Das große Banner verrät den Anlass: „Rettet-die-Frösche-Tag - Heute schützen wir die kleinen Springer“. Ein Schild erinnert: „Bitte langsam gehen“. Mittendrin sitzt unsere Katze auf ihrem weichen Kissen und genießt die friedliche Atmosphäre der Gemeinschaft. Ein wunderbarer Ort zum Innehalten.
    KI‑Illustration im ZÖFT ‑ Stil
    ZÖFT Created
    #KIKunst #ZÖFT #Naturschutz #Achtsamkeit #Katzen #Verbundenheit #Waldteich #Ruhe

  4. Ein stiller Moment am Ufer, der pure Achtsamkeit ausstrahlt. Das große Banner verrät den Anlass: „Rettet-die-Frösche-Tag - Heute schützen wir die kleinen Springer“. Ein Schild erinnert: „Bitte langsam gehen“. Mittendrin sitzt unsere Katze auf ihrem weichen Kissen und genießt die friedliche Atmosphäre der Gemeinschaft. Ein wunderbarer Ort zum Innehalten.
    KI‑Illustration im ZÖFT ‑ Stil
    ZÖFT Created
    #KIKunst #ZÖFT #Naturschutz #Achtsamkeit #Katzen #Verbundenheit #Waldteich #Ruhe

  5. Besonders nachts saß er am K.-tisch, nähte etwas oder schrieb. Eine Nachteule, wie ich es eauch bin. So haben wir uns still und leise jahrelang "begleitet". Es gehörte irgendwie ...dazu.

    Aber seit einigen Tagen ist plötzlich dessen Küche leer, so wirkt es jedenfalls aus der Distanz.
    Ich hoffe sehr, dass dort "nur" renoviert wird. Nichts Einschneidendes zwischen beiden passiert ist.
    Sie würden mir fehlen, würden sie weg ziehen.

    Kennt Ihr dieses Gefühl der #Verbundenheit mit Fremden?

    2 v 2

  6. ["Ich bin kein Blitz, der einmal einschlägt. Ich bin der Hurrikan, der jedes Jahr wiederkommt, und ihr könnt euch darauf vorbereiten, mich bald wieder zu sehen."] #AmandaG 🌱

    Ich liebe diese #Wortmelodien. Finde sie wunderschön. Sie trösten mich immer. Gerade heute brauche ich das. 🫂 🌱 😀

    mastodon.social/@Karl_Theodor/

    #Poesie #poetry #Zauberworte #Traumzeitwirbelsturm #Kunst #art #Literatur #Lyrik #Gedichte #Zeitgeschichte #Seele #Seelenwesen #Verbundenheit #Liebe #Hoffnungsgeschichten #hope

  7. Friedliche Weihnachten

    Vielleicht ist heute vieles
    nicht mehr so vertraut,
    wie wir es gewohnt sind –
    oder wie wir es uns wünschen

    Vielleicht können wir
    Schönheit und Zuversicht auch im
    Neuen oder Unbekannten finden

    Vielleicht sind Komplexität, Dynamik
    und Veränderung ein lebendiger
    Teil unserer natürlichen Ordnung
    und brauchen keine einfachen Antworten

    Ich wünsche Dir viel #Neugier,
    #Verbundenheit und #ZukunftsLust
    und freue mich schon sehr
    aufgemeinsame Aktionen 2026

  8. „Die reaktionäre #Spaltungserzählung
    wendet sich gegen jegliche Vorstellung, dass wir uns als Menschen auch auf #werte oder zumindest geteilte Horizonte einigen können, etwa darauf, dass Menschen gleich viel wert sind.

    Eine #antifaschistische Haltung zu beziehen, bedeutet deshalb, trotz Konflikten und Differenzen an der #verbundenheit festzuhalten.“ #franziskaschutzbach

    direkt-magazin.ch/meinung/glst

  9. Einführung von #KI:
    - gemeinsames, hierarchie-übergreifendes #Lernen schafft #Verbundenheit
    - mehr #Transparenz und #Beteiligung baut #Vertrauen auf
    - Handlungsfreiheit ermöglicht #Verantwortungsübernahme

    Werte sind kein #Softskill, es ist die Basis WIE wir miteinander umgehen - darin steckt sehr großes Potential für geschäftlichen Erfolg, Arbeitgeber-Attraktivität und #Transformationsfähigkeit.

    Mehr unter: harald-schirmer.de/2025/11/18/

  10. Im ersten Monat unserer #Beziehung entstand vor mehr als zweieinhalb Jjahren dieses Bild und es trifft noch immer perfekt die #Wärme und #Geborgenheit mit verschlungener #Verbundenheit welche ich empfinden darf:

    Wir #Glücksdrachen als #Glücksdrachen

    ... zeitlos herzerwãrmend

    "Dank jeeee Lievie" 💍

    P.P.S.: erste Bilder Promt ever

  11. „Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht, daß sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, dass er nichts zu finden, nichts in sich einzulassen vermag, weil er nur an das Gesuchte denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel besessen ist. Finden aber heißt: frei sein, offen stehen, kein Ziel haben.”

    Hermann Hesse im Buch Siddartha

    #Inspiration #Transformation #Natur #Selbstfürsorge #Verbundenheit #Spiritualität #MentalHealth #Gesundheit #HermannHesse #Siddartha

  12. „Wenn unsere innere Verbindung lauter ist als der Lärm der Welt, verändert sich unser Leben dramatisch.”
    (Thomas Hübl, Dozent und Autor, Mitgründer des Pocket Project)

    #Inspiration #Transformation #Natur #Selbstfürsorge #Verbundenheit #Spiritualität

  13. "Eine andere Welt ist möglich – wenn Frauen solidarisch agieren und sich nicht gegeneinander ausspielen lassen.
    Zugleich sind mächtige Gegenkräfte am Werk.
    Wie lassen die sich überwinden? Und was kann in Krisenzeiten wie heute Hoffnung geben?"

    youtube.com/watch?v=NCkYTYOTC-

    #Verbundenheit #Widerstand
    #Mehrheitsmeinungen vs progressiven #Fortschritt
    #Wärmestrom

    #Rechtsruck stoppen. #Momentum stärken.

    moment.at/

  14. "Über die Zeit wurde mir bewusst, wie wichtig es ist, nicht aus Angst, sondern aus #Liebe und #Verbundenheit zu handeln – für unsere Mitmenschen und den Planeten. Das macht für mich genussvollen Aktivismus aus. Mich aus dem Gefühl der #Verbundenheit heraus für den #Klimaschutz einzusetzen und Entscheidungen für mein Leben zu treffen, gibt mir viel mehr Freude."

    #Klimakrise
    #Ökodörfer
    #Resilienz
    #Empathie
    #Zukunftslust
    #Gemeinschaftsbildung
    #Tiefenökologie
    #Joannamacy
    perspective-daily.de/article/3

  15. Mali (@milikis23) spricht ein #Gebet inmitten herausfordernder Zeiten. Ein Gebet für #Mut, für #Verbundenheit, für #Menschlichkeit. Ein Gebet gegen #Angst: Lasst uns aufstehen – und nicht abtauchen.

    Was gibt dir in solchen Momenten Halt?

    tube.onlinekirche.net/w/b3vKsh

    #Glaube #FediKirche
    #Hoffnung #Poetry

  16. … In all unserem Handeln wirkt die Vielzahl von Einflüssen und Impulsen anderer Menschen und unserer #Geobiosphäre mit, und nicht nur über die durch unsere Sinne vermittelte Brücke materiell-energetischer Wechselwirkungen, sondern auch direkt über die allen gemeinsame #immaterielle potenzielle #Verbundenheit.

  17. In der Heimat (1)

    Letzte Woche verbrachten wir einige Tage im Emmental. Unser Hotel war der Hirschen in Eggiwil; mit Bus und Zug konnten wir auch von diesem sehr abgelegenen Fleck in relativ kurzer Zeit an andere Orte – zum Beispiel im Emmental – reisen.

    Zum Beispiel nach Lützelflüh. Dieser Ort, ein rechtes Stück weit die Emme runter, liegt – wenn es denn ein solches gibt – wohl etwa im mittleren Emmental. Für mich ist vor allem wichtig: Lützelflüh ist mein Heimatort. Hier komme ich her – beziehungsweise hier haben meine Urahnen einst gewohnt. Und weil in der Schweiz ebendieser Heimatort im Pass und in der ID steht, ergibt sich diese Verbundenheit quasi von selbst.

    Ich weiss nicht, ob die Einwohner von Lützelflüh wissen, an welch schönem Fleck Erde sie leben. Wenn man durch das Dorf spaziert und auch einen Blick ausserhalb des Dorfkerns wirft, erkennt man einiges von dieser Schönheit.

    Ich liebe die Emmentaler Bauernhäuser!

    #abgelegen #Bauernhäuser #Bus #Dorf #Dorfkern #Eggiwil #einigeTage #Einwohner #Emme #Emmental #Heimat #Heimatort #HotelHirschen #ID #letzteWoche #Lützelflüh #Pass #schönerFleckErde #spazieren #Urahnen #Verbundenheit #wohnen #Zug

    https://derpendler.ch/in-der-heimat-1/

  18. In der Heimat (1)

    Letzte Woche verbrachten wir einige Tage im Emmental. Unser Hotel war der Hirschen in Eggiwil; mit Bus und Zug konnten wir auch von diesem sehr abgelegenen Fleck in relativ kurzer Zeit an andere Orte – zum Beispiel im Emmental – reisen.

    Zum Beispiel nach Lützelflüh. Dieser Ort, ein rechtes Stück weit die Emme runter, liegt – wenn es denn ein solches gibt – wohl etwa im mittleren Emmental. Für mich ist vor allem wichtig: Lützelflüh ist mein Heimatort. Hier komme ich her – beziehungsweise hier haben meine Urahnen einst gewohnt. Und weil in der Schweiz ebendieser Heimatort im Pass und in der ID steht, ergibt sich diese Verbundenheit quasi von selbst.

    Ich weiss nicht, ob die Einwohner von Lützelflüh wissen, an welch schönem Fleck Erde sie leben. Wenn man durch das Dorf spaziert und auch einen Blick ausserhalb des Dorfkerns wirft, erkennt man einiges von dieser Schönheit.

    Ich liebe die Emmentaler Bauernhäuser!

    #abgelegen #Bauernhäuser #Bus #Dorf #Dorfkern #Eggiwil #einigeTage #Einwohner #Emme #Emmental #Heimat #Heimatort #HotelHirschen #ID #letzteWoche #Lützelflüh #Pass #schönerFleckErde #spazieren #Urahnen #Verbundenheit #wohnen #Zug

    https://derpendler.ch/in-der-heimat-1/

  19. In der Heimat (1)

    Letzte Woche verbrachten wir einige Tage im Emmental. Unser Hotel war der Hirschen in Eggiwil; mit Bus und Zug konnten wir auch von diesem sehr abgelegenen Fleck in relativ kurzer Zeit an andere Orte – zum Beispiel im Emmental – reisen.

    Zum Beispiel nach Lützelflüh. Dieser Ort, ein rechtes Stück weit die Emme runter, liegt – wenn es denn ein solches gibt – wohl etwa im mittleren Emmental. Für mich ist vor allem wichtig: Lützelflüh ist mein Heimatort. Hier komme ich her – beziehungsweise hier haben meine Urahnen einst gewohnt. Und weil in der Schweiz ebendieser Heimatort im Pass und in der ID steht, ergibt sich diese Verbundenheit quasi von selbst.

    Ich weiss nicht, ob die Einwohner von Lützelflüh wissen, an welch schönem Fleck Erde sie leben. Wenn man durch das Dorf spaziert und auch einen Blick ausserhalb des Dorfkerns wirft, erkennt man einiges von dieser Schönheit.

    Ich liebe die Emmentaler Bauernhäuser!

    #abgelegen #Bauernhäuser #Bus #Dorf #Dorfkern #Eggiwil #einigeTage #Einwohner #Emme #Emmental #Heimat #Heimatort #HotelHirschen #ID #letzteWoche #Lützelflüh #Pass #schönerFleckErde #spazieren #Urahnen #Verbundenheit #wohnen #Zug

    https://derpendler.ch/in-der-heimat-1/

  20. In der Heimat (1)

    Letzte Woche verbrachten wir einige Tage im Emmental. Unser Hotel war der Hirschen in Eggiwil; mit Bus und Zug konnten wir auch von diesem sehr abgelegenen Fleck in relativ kurzer Zeit an andere Orte – zum Beispiel im Emmental – reisen.

    Zum Beispiel nach Lützelflüh. Dieser Ort, ein rechtes Stück weit die Emme runter, liegt – wenn es denn ein solches gibt – wohl etwa im mittleren Emmental. Für mich ist vor allem wichtig: Lützelflüh ist mein Heimatort. Hier komme ich her – beziehungsweise hier haben meine Urahnen einst gewohnt. Und weil in der Schweiz ebendieser Heimatort im Pass und in der ID steht, ergibt sich diese Verbundenheit quasi von selbst.

    Ich weiss nicht, ob die Einwohner von Lützelflüh wissen, an welch schönem Fleck Erde sie leben. Wenn man durch das Dorf spaziert und auch einen Blick ausserhalb des Dorfkerns wirft, erkennt man einiges von dieser Schönheit.

    Ich liebe die Emmentaler Bauernhäuser!

    #abgelegen #Bauernhäuser #Bus #Dorf #Dorfkern #Eggiwil #einigeTage #Einwohner #Emme #Emmental #Heimat #Heimatort #HotelHirschen #ID #letzteWoche #Lützelflüh #Pass #schönerFleckErde #spazieren #Urahnen #Verbundenheit #wohnen #Zug

    https://derpendler.ch/in-der-heimat-1/

  21. In der Heimat (1)

    Letzte Woche verbrachten wir einige Tage im Emmental. Unser Hotel war der Hirschen in Eggiwil; mit Bus und Zug konnten wir auch von diesem sehr abgelegenen Fleck in relativ kurzer Zeit an andere Orte – zum Beispiel im Emmental – reisen.

    Zum Beispiel nach Lützelflüh. Dieser Ort, ein rechtes Stück weit die Emme runter, liegt – wenn es denn ein solches gibt – wohl etwa im mittleren Emmental. Für mich ist vor allem wichtig: Lützelflüh ist mein Heimatort. Hier komme ich her – beziehungsweise hier haben meine Urahnen einst gewohnt. Und weil in der Schweiz ebendieser Heimatort im Pass und in der ID steht, ergibt sich diese Verbundenheit quasi von selbst.

    Ich weiss nicht, ob die Einwohner von Lützelflüh wissen, an welch schönem Fleck Erde sie leben. Wenn man durch das Dorf spaziert und auch einen Blick ausserhalb des Dorfkerns wirft, erkennt man einiges von dieser Schönheit.

    Ich liebe die Emmentaler Bauernhäuser!

    #abgelegen #Bauernhäuser #Bus #Dorf #Dorfkern #Eggiwil #einigeTage #Einwohner #Emme #Emmental #Heimat #Heimatort #HotelHirschen #ID #letzteWoche #Lützelflüh #Pass #schönerFleckErde #spazieren #Urahnen #Verbundenheit #wohnen #Zug

    https://derpendler.ch/in-der-heimat-1/

  22. 🎧 #Podcast-Tipp: "Generation Grenzenlos? Gen Z zwischen #Ost und #West"

    Geboren nach dem #Mauerfall, aufgewachsen mit dem Euro und einer ostdeutschen Kanzlerin – was bedeutet ostdeutsche Identität für jüngere Generationen?

    👉 Junge Menschen aus dem Osten erzählen von #Verbundenheit, #Hilfsbereitschaft und Klischees. Begleitet wird das Ganze auch von wissenschaftlicher Seite: Was ist #Identität und was prägt die eigene Identität? 💡

    ⬇️ Auf jeden Fall hörenswert! ⬇️

    mdr.de/mdr-sachsen-anhalt/podc

  23. Im aktuellen Klima sollten wir gemeinsam das Risiko der Landwirtschaft tragen. Eine saisonale, regionale & gesunde Ernährung sollte auch Menschen mit geringem Einkommen zugänglich sein & mit unseren Lebensmitteln sollte nicht auf Profite spekuliert werden. In immer mehr Städten gibt es eine #SoLaWi 🌷

    #BautAufWasEuchAufbaut #Umverteilen #Vergesellschaften #Gemeinnutzen #Commons #PeopleNotProfit #StrukturelleResilienz #SystemChangeNotClimatechange #Verbundenheit #Resonanz

    solidarische-landwirtschaft.or

  24. Im Gedenken an eine israelische Anwältin, die nie ihre moralische Einstellung verlor

    Obwohl sie erst spät Anwältin wurde, setzte sich Tamar Pelleg-Sryck unermüdlich für palästinensische #Gefangene wie mich in einem zutiefst ungerechten System ein.

    Von Imad Sabi 22. Mai 2024

    Imad Sabi und Tamar Pelleg-Sryck in London. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

    Bei den Palästinensern, die sie vor Militärgerichten verteidigte, war sie einfach als #Tamar bekannt. Sie war oft schwarz gekleidet und sofort an ihrem kurzgeschnittenen weißen Haar, ihrer Brille und ihrem stets bereiten Lächeln zu erkennen, das oft in ein Lachen ausartete. Tamar Pelleg-Sryck war #Anwältin, eine leidenschaftliche Verfechterin der #Menschenrechte, eine prinzipientreue Gegnerin der israelischen #Besatzung des #Westjordanland​s und des #Gazastreifen​s und ein wunderbarer Mensch, dessen Tatendrang, Intellekt und Jugendlichkeit auch im hohen Alter nie nachließen. Am 11. März verstarb Tamar im Alter von 97 Jahren.

    Ich trauere zutiefst um sie, wie sicher auch Hunderte von #Palästinenser​n, die die Ungerechtigkeiten und Demütigungen von #Inhaftierung, #Verhöre​n, #Folter und #Verwaltungshaft erlebt haben, die aber von Tamar so gut sie konnte gegen das #Gerichtssystem verteidigt wurden, das fester Bestandteil der #Besatzung ist.

    Ich traf Tamar zum ersten Mal im #Megiddo-#Militärgefängnis, in das ich nach Erhalt eines #Verwaltungshaftbefehls im Dezember 1995 eingeliefert wurde. In jenen ersten Tagen nach der Unterzeichnung des #Oslo​er Abkommens begann die neu eingerichtete Palästinensische Behörde, die Kontrolle über die größeren palästinensischen Städte im Westjordanland zu übernehmen. Bevor sie diese Kontrolle abgab, begann Israel damit, entschiedene Gegner des Abkommens ohne Anklage zu verhaften und sie als "Feinde des Friedens" zu bezeichnen. Als die Zahl dieser #Verwaltungshäftlinge anstieg, begann Tamar, einige ihrer Fälle zu übernehmen, darunter auch meinen.

    Ich kann mich nicht mehr an die genauen Einzelheiten unseres ersten Treffens erinnern. In meiner verschwommenen Erinnerung war es ein kurzes Treffen an einem kalten, grauen Tag mit dem üblichen Austausch, der bei solchen Treffen stattfindet: Nachrichten über die Familie, erste Überlegungen zum #Einspruch gegen den #Haftbefehl und Fragen zu den #Haftbedingungen. Tamar hatte zunächst gezögert, meinen Fall zu übernehmen, und so war ich - da ich sie noch nicht kannte - nicht sicher, ob ich sie als meine Anwältin haben wollte.

    Aber je mehr Tamar mich besuchte, desto mehr sprachen wir miteinander und lernten uns kennen. Die Kälte des ersten Tages verwandelte sich in zwischenmenschliche Wärme, die auf gegenseitigem #Respekt und echter menschlicher #Verbundenheit beruhte. Mit der Zeit wurden die Besuche immer länger. Tamar begann, mir Bücher aus ihrer persönlichen #Bibliothek mitzubringen. Sowohl die langen Gespräche als auch die Bücher holten mich aus der #Gefängnisumgebung mit ihren brutalen und entwürdigenden Abläufen heraus. Schriftsteller wie Nadine #Gordimer, Hanna Lévy-Hass (die Mutter der Haaretz-Journalistin Amira #Hass), Paul #Auster, Jacobo #Timmerman, William #Styron, William #Trevor und viele andere leisteten mir Gesellschaft, und alle wurden mir von Tamar gebracht.

    Die Lektüre von "The Confessions of Nat Turner" - Styrons #Roman, der den #Sklavenaufstand von 1831 in #Virginia beschreibt -, während ich bis spät in die Nacht dem ständig wechselnden Licht der Wachtürme nachjagte, um noch ein paar Seiten zu verschlingen, war eine Erfahrung von so tiefer Freude und Schönheit, dass sie nun alle anderen Erinnerungen an dieses #Gefängnis auslöscht. Was mir bleibt, ist dieses unbeschreibliche, geheimnisvolle Hochgefühl, das mir ein Buch in diesem Moment vermittelte und das ich für immer mit Tamar verbinden werde.

    Einige der Bücher und Zeitschriften, die Tamar mir brachte, verschwanden, bevor ich sie lesen konnte. Tamar wurde wütend über solche "Sicherheits"-Maßnahmen und inszenierte ein Kräftemessen mit den Behörden von Megiddo, um ihnen die Verpflichtung abzuringen, dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Stück Papier zu mir gelangen würde. Junge #Soldaten, die als #Zensoren fungierten, hatten die Aufgabe, die #Bücher zu überprüfen, um festzustellen, welche erlaubt waren. Oft beurteilten sie - im wahrsten Sinne des Wortes und manchmal auf amüsante Weise - Bücher nach ihrem Einband, aber Tamars Vereinbarung mit ihren Vorgesetzten bedeutete, dass sie zumindest keines dieser Bücher mehr respektlos behandeln oder wegwerfen durften, auch nicht die, die sie für gefährlich hielten.
    Ein jüdisch-israelischer Pessimist

    Die einzigartigen Fähigkeiten, die Tamar mitbrachte - Mitgefühl, Tatkraft und Wertschätzung für #Literatur -, sind vielleicht darauf zurückzuführen, dass sie lange Zeit #Lehrerin und Organisatorin war, bevor sie im Alter von 61 Jahren #Rechtsanwältin wurde. Die bemerkenswerte Entscheidung, in diesem Alter in das #Rechtswesen einzusteigen, ist der Schlüssel zum Verständnis von Tamars Persönlichkeit, ihrer grenzenlosen Energie und der Mühe, die sie auf sich nahm, um gegen #Ungerechtigkeit zu rebellieren.

    In ihrer Entschlossenheit, palästinensische Gefangene in einem hoffnungslos voreingenommenen #Militär-"Justiz"-System zu verteidigen, war diese jüdisch-israelische Frau durch und durch Palästinenserin, mit dem unermüdlichen Geist, den Emile #Habibi mit dem Begriff "Pessimist" umschreibt: jemand, der seine schmerzhafte Realität akzeptiert, sich aber weigert, aufzugeben, und weiter kämpft, in der Hoffnung gegen die Hoffnung - eine scheinbar widersprüchliche Haltung, die auch wir als Verwaltungshäftlinge lernen mussten. Tamar freute sich über die kleinen Siege, die wir erringen konnten, wie das Zugeständnis der Behörden, Bücher in Megiddo zuzulassen, aber sie verlor nie den Blick für das große Ganze.

    Tamar war maßgeblich an meiner unwahrscheinlichen Freilassung beteiligt, die sie nach 20 Monaten #Militärgewahrsam erwirkte. Sie ermutigte mich zum Schreiben und setzte sich dafür ein, dass meine Worte die Menschen außerhalb der Gefängnismauern erreichten. Erfolglose #Appelle an die #Militärgericht​e - und sogar einer an den Obersten #Gerichtshof - haben sie nicht abgeschreckt.

    Ihre Freude, als sie mir den Entwurf eines Artikels zeigte, den Serge #Schmemann, der Leiter des Jerusalemer Büros der New York Times, über mich geschrieben hatte ("Er wird auf der Titelseite der #Times erscheinen", sagte sie mir stolz), wurde nicht geringer, als ein Redakteur der Zeitung auf mysteriöse Weise beschloss, den Artikel zu streichen. Schließlich entschied der Oberste Gerichtshof im August 1997, dass ich zu einer vierjährigen Verbannung freigelassen werden sollte. Während ich im Gefängnis von #Ramleh auf meine Ausreise in die #Niederlande wartete, war es Tamar, die mir einen Koffer, einen palästinensischen Pass, Nachrichten von meiner Familie und Informationen darüber brachte, wann ich endlich ausreisen dürfe.

    In der Freiheit trafen Tamar und ich uns einige Male mit meiner Frau und meinen Kindern: in #Rotterdam (wo ihre Tochter lebte) und Den Haag (wo ich wohnte), in #Paris und in L#ondon. Wir telefonierten regelmäßig und korrespondierten per E-Mail. Sie war immer energiegeladen und neugierig, trug ein Stirnband in ihrem weißen Haar, arbeitete ständig und lebte ständig. Irgendwann verloren wir den Kontakt, aber das tat der Tiefe meiner Gefühle der Liebe und des Respekts für sie keinen Abbruch.

    In einem unserer Gespräche, während ich im Gefängnis war, sagte Tamar über eine Frau, die sie kannte: "Sie hat schöne Falten." Sie beschrieb damit zwar ihre körperliche Erscheinung, aber ich glaube, dass die Art und Weise, wie jemand Falten wirft, ein Spiegelbild seiner Seele sein kann. Als sie älter wurde, bekam Tamar immer wieder schöne Falten, ohne ihre moralische Bestimmung zu verlieren.

    Für mich als Palästinenserin, die in dieser Zeit des Völkermords und des zügellosen Hasses lebt, dient die Trauer um Tamars Tod als Erinnerung an den Glauben, den Palästinenser und Israelis, die gegen die Besatzung sind, aufrechterhalten müssen: dass eines Tages, egal wie weit entfernt, die Besatzung enden und die Gerechtigkeit kommen wird.

    Eine gekürzte Fassung dieses Nachrufs wurde zuerst auf dem LRB-Blog veröffentlicht. Lesen Sie ihn hier: lrb.co.uk/blog/2024/march/tama

    Übersetzung: @thomas

    Quelle: mastodon.trueten.de/@972mag/11

    #Israel #Palästina #Anti

  25. Im Gedenken an eine israelische Anwältin, die nie ihre moralische Einstellung verlor

    Obwohl sie erst spät Anwältin wurde, setzte sich Tamar Pelleg-Sryck unermüdlich für palästinensische #Gefangene wie mich in einem zutiefst ungerechten System ein.

    Von Imad Sabi 22. Mai 2024

    Imad Sabi und Tamar Pelleg-Sryck in London. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

    Bei den Palästinensern, die sie vor Militärgerichten verteidigte, war sie einfach als #Tamar bekannt. Sie war oft schwarz gekleidet und sofort an ihrem kurzgeschnittenen weißen Haar, ihrer Brille und ihrem stets bereiten Lächeln zu erkennen, das oft in ein Lachen ausartete. Tamar Pelleg-Sryck war #Anwältin, eine leidenschaftliche Verfechterin der #Menschenrechte, eine prinzipientreue Gegnerin der israelischen #Besatzung des #Westjordanland​s und des #Gazastreifen​s und ein wunderbarer Mensch, dessen Tatendrang, Intellekt und Jugendlichkeit auch im hohen Alter nie nachließen. Am 11. März verstarb Tamar im Alter von 97 Jahren.

    Ich trauere zutiefst um sie, wie sicher auch Hunderte von #Palästinenser​n, die die Ungerechtigkeiten und Demütigungen von #Inhaftierung, #Verhöre​n, #Folter und #Verwaltungshaft erlebt haben, die aber von Tamar so gut sie konnte gegen das #Gerichtssystem verteidigt wurden, das fester Bestandteil der #Besatzung ist.

    Ich traf Tamar zum ersten Mal im #Megiddo-#Militärgefängnis, in das ich nach Erhalt eines #Verwaltungshaftbefehls im Dezember 1995 eingeliefert wurde. In jenen ersten Tagen nach der Unterzeichnung des #Oslo​er Abkommens begann die neu eingerichtete Palästinensische Behörde, die Kontrolle über die größeren palästinensischen Städte im Westjordanland zu übernehmen. Bevor sie diese Kontrolle abgab, begann Israel damit, entschiedene Gegner des Abkommens ohne Anklage zu verhaften und sie als "Feinde des Friedens" zu bezeichnen. Als die Zahl dieser #Verwaltungshäftlinge anstieg, begann Tamar, einige ihrer Fälle zu übernehmen, darunter auch meinen.

    Ich kann mich nicht mehr an die genauen Einzelheiten unseres ersten Treffens erinnern. In meiner verschwommenen Erinnerung war es ein kurzes Treffen an einem kalten, grauen Tag mit dem üblichen Austausch, der bei solchen Treffen stattfindet: Nachrichten über die Familie, erste Überlegungen zum #Einspruch gegen den #Haftbefehl und Fragen zu den #Haftbedingungen. Tamar hatte zunächst gezögert, meinen Fall zu übernehmen, und so war ich - da ich sie noch nicht kannte - nicht sicher, ob ich sie als meine Anwältin haben wollte.

    Aber je mehr Tamar mich besuchte, desto mehr sprachen wir miteinander und lernten uns kennen. Die Kälte des ersten Tages verwandelte sich in zwischenmenschliche Wärme, die auf gegenseitigem #Respekt und echter menschlicher #Verbundenheit beruhte. Mit der Zeit wurden die Besuche immer länger. Tamar begann, mir Bücher aus ihrer persönlichen #Bibliothek mitzubringen. Sowohl die langen Gespräche als auch die Bücher holten mich aus der #Gefängnisumgebung mit ihren brutalen und entwürdigenden Abläufen heraus. Schriftsteller wie Nadine #Gordimer, Hanna Lévy-Hass (die Mutter der Haaretz-Journalistin Amira #Hass), Paul #Auster, Jacobo #Timmerman, William #Styron, William #Trevor und viele andere leisteten mir Gesellschaft, und alle wurden mir von Tamar gebracht.

    Die Lektüre von "The Confessions of Nat Turner" - Styrons #Roman, der den #Sklavenaufstand von 1831 in #Virginia beschreibt -, während ich bis spät in die Nacht dem ständig wechselnden Licht der Wachtürme nachjagte, um noch ein paar Seiten zu verschlingen, war eine Erfahrung von so tiefer Freude und Schönheit, dass sie nun alle anderen Erinnerungen an dieses #Gefängnis auslöscht. Was mir bleibt, ist dieses unbeschreibliche, geheimnisvolle Hochgefühl, das mir ein Buch in diesem Moment vermittelte und das ich für immer mit Tamar verbinden werde.

    Einige der Bücher und Zeitschriften, die Tamar mir brachte, verschwanden, bevor ich sie lesen konnte. Tamar wurde wütend über solche "Sicherheits"-Maßnahmen und inszenierte ein Kräftemessen mit den Behörden von Megiddo, um ihnen die Verpflichtung abzuringen, dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Stück Papier zu mir gelangen würde. Junge #Soldaten, die als #Zensoren fungierten, hatten die Aufgabe, die #Bücher zu überprüfen, um festzustellen, welche erlaubt waren. Oft beurteilten sie - im wahrsten Sinne des Wortes und manchmal auf amüsante Weise - Bücher nach ihrem Einband, aber Tamars Vereinbarung mit ihren Vorgesetzten bedeutete, dass sie zumindest keines dieser Bücher mehr respektlos behandeln oder wegwerfen durften, auch nicht die, die sie für gefährlich hielten.
    Ein jüdisch-israelischer Pessimist

    Die einzigartigen Fähigkeiten, die Tamar mitbrachte - Mitgefühl, Tatkraft und Wertschätzung für #Literatur -, sind vielleicht darauf zurückzuführen, dass sie lange Zeit #Lehrerin und Organisatorin war, bevor sie im Alter von 61 Jahren #Rechtsanwältin wurde. Die bemerkenswerte Entscheidung, in diesem Alter in das #Rechtswesen einzusteigen, ist der Schlüssel zum Verständnis von Tamars Persönlichkeit, ihrer grenzenlosen Energie und der Mühe, die sie auf sich nahm, um gegen #Ungerechtigkeit zu rebellieren.

    In ihrer Entschlossenheit, palästinensische Gefangene in einem hoffnungslos voreingenommenen #Militär-"Justiz"-System zu verteidigen, war diese jüdisch-israelische Frau durch und durch Palästinenserin, mit dem unermüdlichen Geist, den Emile #Habibi mit dem Begriff "Pessimist" umschreibt: jemand, der seine schmerzhafte Realität akzeptiert, sich aber weigert, aufzugeben, und weiter kämpft, in der Hoffnung gegen die Hoffnung - eine scheinbar widersprüchliche Haltung, die auch wir als Verwaltungshäftlinge lernen mussten. Tamar freute sich über die kleinen Siege, die wir erringen konnten, wie das Zugeständnis der Behörden, Bücher in Megiddo zuzulassen, aber sie verlor nie den Blick für das große Ganze.

    Tamar war maßgeblich an meiner unwahrscheinlichen Freilassung beteiligt, die sie nach 20 Monaten #Militärgewahrsam erwirkte. Sie ermutigte mich zum Schreiben und setzte sich dafür ein, dass meine Worte die Menschen außerhalb der Gefängnismauern erreichten. Erfolglose #Appelle an die #Militärgericht​e - und sogar einer an den Obersten #Gerichtshof - haben sie nicht abgeschreckt.

    Ihre Freude, als sie mir den Entwurf eines Artikels zeigte, den Serge #Schmemann, der Leiter des Jerusalemer Büros der New York Times, über mich geschrieben hatte ("Er wird auf der Titelseite der #Times erscheinen", sagte sie mir stolz), wurde nicht geringer, als ein Redakteur der Zeitung auf mysteriöse Weise beschloss, den Artikel zu streichen. Schließlich entschied der Oberste Gerichtshof im August 1997, dass ich zu einer vierjährigen Verbannung freigelassen werden sollte. Während ich im Gefängnis von #Ramleh auf meine Ausreise in die #Niederlande wartete, war es Tamar, die mir einen Koffer, einen palästinensischen Pass, Nachrichten von meiner Familie und Informationen darüber brachte, wann ich endlich ausreisen dürfe.

    In der Freiheit trafen Tamar und ich uns einige Male mit meiner Frau und meinen Kindern: in #Rotterdam (wo ihre Tochter lebte) und Den Haag (wo ich wohnte), in #Paris und in L#ondon. Wir telefonierten regelmäßig und korrespondierten per E-Mail. Sie war immer energiegeladen und neugierig, trug ein Stirnband in ihrem weißen Haar, arbeitete ständig und lebte ständig. Irgendwann verloren wir den Kontakt, aber das tat der Tiefe meiner Gefühle der Liebe und des Respekts für sie keinen Abbruch.

    In einem unserer Gespräche, während ich im Gefängnis war, sagte Tamar über eine Frau, die sie kannte: "Sie hat schöne Falten." Sie beschrieb damit zwar ihre körperliche Erscheinung, aber ich glaube, dass die Art und Weise, wie jemand Falten wirft, ein Spiegelbild seiner Seele sein kann. Als sie älter wurde, bekam Tamar immer wieder schöne Falten, ohne ihre moralische Bestimmung zu verlieren.

    Für mich als Palästinenserin, die in dieser Zeit des Völkermords und des zügellosen Hasses lebt, dient die Trauer um Tamars Tod als Erinnerung an den Glauben, den Palästinenser und Israelis, die gegen die Besatzung sind, aufrechterhalten müssen: dass eines Tages, egal wie weit entfernt, die Besatzung enden und die Gerechtigkeit kommen wird.

    Eine gekürzte Fassung dieses Nachrufs wurde zuerst auf dem LRB-Blog veröffentlicht. Lesen Sie ihn hier: lrb.co.uk/blog/2024/march/tama

    Übersetzung: @thomas

    Quelle: mastodon.trueten.de/@972mag/11

    #Israel #Palästina #Anti

  26. Im Gedenken an eine israelische Anwältin, die nie ihre moralische Einstellung verlor

    Obwohl sie erst spät Anwältin wurde, setzte sich Tamar Pelleg-Sryck unermüdlich für palästinensische #Gefangene wie mich in einem zutiefst ungerechten System ein.

    Von Imad Sabi 22. Mai 2024

    Imad Sabi und Tamar Pelleg-Sryck in London. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

    Bei den Palästinensern, die sie vor Militärgerichten verteidigte, war sie einfach als #Tamar bekannt. Sie war oft schwarz gekleidet und sofort an ihrem kurzgeschnittenen weißen Haar, ihrer Brille und ihrem stets bereiten Lächeln zu erkennen, das oft in ein Lachen ausartete. Tamar Pelleg-Sryck war #Anwältin, eine leidenschaftliche Verfechterin der #Menschenrechte, eine prinzipientreue Gegnerin der israelischen #Besatzung des #Westjordanland​s und des #Gazastreifen​s und ein wunderbarer Mensch, dessen Tatendrang, Intellekt und Jugendlichkeit auch im hohen Alter nie nachließen. Am 11. März verstarb Tamar im Alter von 97 Jahren.

    Ich trauere zutiefst um sie, wie sicher auch Hunderte von #Palästinenser​n, die die Ungerechtigkeiten und Demütigungen von #Inhaftierung, #Verhöre​n, #Folter und #Verwaltungshaft erlebt haben, die aber von Tamar so gut sie konnte gegen das #Gerichtssystem verteidigt wurden, das fester Bestandteil der #Besatzung ist.

    Ich traf Tamar zum ersten Mal im #Megiddo-#Militärgefängnis, in das ich nach Erhalt eines #Verwaltungshaftbefehls im Dezember 1995 eingeliefert wurde. In jenen ersten Tagen nach der Unterzeichnung des #Oslo​er Abkommens begann die neu eingerichtete Palästinensische Behörde, die Kontrolle über die größeren palästinensischen Städte im Westjordanland zu übernehmen. Bevor sie diese Kontrolle abgab, begann Israel damit, entschiedene Gegner des Abkommens ohne Anklage zu verhaften und sie als "Feinde des Friedens" zu bezeichnen. Als die Zahl dieser #Verwaltungshäftlinge anstieg, begann Tamar, einige ihrer Fälle zu übernehmen, darunter auch meinen.

    Ich kann mich nicht mehr an die genauen Einzelheiten unseres ersten Treffens erinnern. In meiner verschwommenen Erinnerung war es ein kurzes Treffen an einem kalten, grauen Tag mit dem üblichen Austausch, der bei solchen Treffen stattfindet: Nachrichten über die Familie, erste Überlegungen zum #Einspruch gegen den #Haftbefehl und Fragen zu den #Haftbedingungen. Tamar hatte zunächst gezögert, meinen Fall zu übernehmen, und so war ich - da ich sie noch nicht kannte - nicht sicher, ob ich sie als meine Anwältin haben wollte.

    Aber je mehr Tamar mich besuchte, desto mehr sprachen wir miteinander und lernten uns kennen. Die Kälte des ersten Tages verwandelte sich in zwischenmenschliche Wärme, die auf gegenseitigem #Respekt und echter menschlicher #Verbundenheit beruhte. Mit der Zeit wurden die Besuche immer länger. Tamar begann, mir Bücher aus ihrer persönlichen #Bibliothek mitzubringen. Sowohl die langen Gespräche als auch die Bücher holten mich aus der #Gefängnisumgebung mit ihren brutalen und entwürdigenden Abläufen heraus. Schriftsteller wie Nadine #Gordimer, Hanna Lévy-Hass (die Mutter der Haaretz-Journalistin Amira #Hass), Paul #Auster, Jacobo #Timmerman, William #Styron, William #Trevor und viele andere leisteten mir Gesellschaft, und alle wurden mir von Tamar gebracht.

    Die Lektüre von "The Confessions of Nat Turner" - Styrons #Roman, der den #Sklavenaufstand von 1831 in #Virginia beschreibt -, während ich bis spät in die Nacht dem ständig wechselnden Licht der Wachtürme nachjagte, um noch ein paar Seiten zu verschlingen, war eine Erfahrung von so tiefer Freude und Schönheit, dass sie nun alle anderen Erinnerungen an dieses #Gefängnis auslöscht. Was mir bleibt, ist dieses unbeschreibliche, geheimnisvolle Hochgefühl, das mir ein Buch in diesem Moment vermittelte und das ich für immer mit Tamar verbinden werde.

    Einige der Bücher und Zeitschriften, die Tamar mir brachte, verschwanden, bevor ich sie lesen konnte. Tamar wurde wütend über solche "Sicherheits"-Maßnahmen und inszenierte ein Kräftemessen mit den Behörden von Megiddo, um ihnen die Verpflichtung abzuringen, dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Stück Papier zu mir gelangen würde. Junge #Soldaten, die als #Zensoren fungierten, hatten die Aufgabe, die #Bücher zu überprüfen, um festzustellen, welche erlaubt waren. Oft beurteilten sie - im wahrsten Sinne des Wortes und manchmal auf amüsante Weise - Bücher nach ihrem Einband, aber Tamars Vereinbarung mit ihren Vorgesetzten bedeutete, dass sie zumindest keines dieser Bücher mehr respektlos behandeln oder wegwerfen durften, auch nicht die, die sie für gefährlich hielten.
    Ein jüdisch-israelischer Pessimist

    Die einzigartigen Fähigkeiten, die Tamar mitbrachte - Mitgefühl, Tatkraft und Wertschätzung für #Literatur -, sind vielleicht darauf zurückzuführen, dass sie lange Zeit #Lehrerin und Organisatorin war, bevor sie im Alter von 61 Jahren #Rechtsanwältin wurde. Die bemerkenswerte Entscheidung, in diesem Alter in das #Rechtswesen einzusteigen, ist der Schlüssel zum Verständnis von Tamars Persönlichkeit, ihrer grenzenlosen Energie und der Mühe, die sie auf sich nahm, um gegen #Ungerechtigkeit zu rebellieren.

    In ihrer Entschlossenheit, palästinensische Gefangene in einem hoffnungslos voreingenommenen #Militär-"Justiz"-System zu verteidigen, war diese jüdisch-israelische Frau durch und durch Palästinenserin, mit dem unermüdlichen Geist, den Emile #Habibi mit dem Begriff "Pessimist" umschreibt: jemand, der seine schmerzhafte Realität akzeptiert, sich aber weigert, aufzugeben, und weiter kämpft, in der Hoffnung gegen die Hoffnung - eine scheinbar widersprüchliche Haltung, die auch wir als Verwaltungshäftlinge lernen mussten. Tamar freute sich über die kleinen Siege, die wir erringen konnten, wie das Zugeständnis der Behörden, Bücher in Megiddo zuzulassen, aber sie verlor nie den Blick für das große Ganze.

    Tamar war maßgeblich an meiner unwahrscheinlichen Freilassung beteiligt, die sie nach 20 Monaten #Militärgewahrsam erwirkte. Sie ermutigte mich zum Schreiben und setzte sich dafür ein, dass meine Worte die Menschen außerhalb der Gefängnismauern erreichten. Erfolglose #Appelle an die #Militärgericht​e - und sogar einer an den Obersten #Gerichtshof - haben sie nicht abgeschreckt.

    Ihre Freude, als sie mir den Entwurf eines Artikels zeigte, den Serge #Schmemann, der Leiter des Jerusalemer Büros der New York Times, über mich geschrieben hatte ("Er wird auf der Titelseite der #Times erscheinen", sagte sie mir stolz), wurde nicht geringer, als ein Redakteur der Zeitung auf mysteriöse Weise beschloss, den Artikel zu streichen. Schließlich entschied der Oberste Gerichtshof im August 1997, dass ich zu einer vierjährigen Verbannung freigelassen werden sollte. Während ich im Gefängnis von #Ramleh auf meine Ausreise in die #Niederlande wartete, war es Tamar, die mir einen Koffer, einen palästinensischen Pass, Nachrichten von meiner Familie und Informationen darüber brachte, wann ich endlich ausreisen dürfe.

    In der Freiheit trafen Tamar und ich uns einige Male mit meiner Frau und meinen Kindern: in #Rotterdam (wo ihre Tochter lebte) und Den Haag (wo ich wohnte), in #Paris und in L#ondon. Wir telefonierten regelmäßig und korrespondierten per E-Mail. Sie war immer energiegeladen und neugierig, trug ein Stirnband in ihrem weißen Haar, arbeitete ständig und lebte ständig. Irgendwann verloren wir den Kontakt, aber das tat der Tiefe meiner Gefühle der Liebe und des Respekts für sie keinen Abbruch.

    In einem unserer Gespräche, während ich im Gefängnis war, sagte Tamar über eine Frau, die sie kannte: "Sie hat schöne Falten." Sie beschrieb damit zwar ihre körperliche Erscheinung, aber ich glaube, dass die Art und Weise, wie jemand Falten wirft, ein Spiegelbild seiner Seele sein kann. Als sie älter wurde, bekam Tamar immer wieder schöne Falten, ohne ihre moralische Bestimmung zu verlieren.

    Für mich als Palästinenserin, die in dieser Zeit des Völkermords und des zügellosen Hasses lebt, dient die Trauer um Tamars Tod als Erinnerung an den Glauben, den Palästinenser und Israelis, die gegen die Besatzung sind, aufrechterhalten müssen: dass eines Tages, egal wie weit entfernt, die Besatzung enden und die Gerechtigkeit kommen wird.

    Eine gekürzte Fassung dieses Nachrufs wurde zuerst auf dem LRB-Blog veröffentlicht. Lesen Sie ihn hier: lrb.co.uk/blog/2024/march/tama

    Übersetzung: @thomas

    Quelle: mastodon.trueten.de/@972mag/11

    #Israel #Palästina #Anti

  27. Im Gedenken an eine israelische Anwältin, die nie ihre moralische Einstellung verlor

    Obwohl sie erst spät Anwältin wurde, setzte sich Tamar Pelleg-Sryck unermüdlich für palästinensische #Gefangene wie mich in einem zutiefst ungerechten System ein.

    Von Imad Sabi 22. Mai 2024

    Imad Sabi und Tamar Pelleg-Sryck in London. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

    Bei den Palästinensern, die sie vor Militärgerichten verteidigte, war sie einfach als #Tamar bekannt. Sie war oft schwarz gekleidet und sofort an ihrem kurzgeschnittenen weißen Haar, ihrer Brille und ihrem stets bereiten Lächeln zu erkennen, das oft in ein Lachen ausartete. Tamar Pelleg-Sryck war #Anwältin, eine leidenschaftliche Verfechterin der #Menschenrechte, eine prinzipientreue Gegnerin der israelischen #Besatzung des #Westjordanland​s und des #Gazastreifen​s und ein wunderbarer Mensch, dessen Tatendrang, Intellekt und Jugendlichkeit auch im hohen Alter nie nachließen. Am 11. März verstarb Tamar im Alter von 97 Jahren.

    Ich trauere zutiefst um sie, wie sicher auch Hunderte von #Palästinenser​n, die die Ungerechtigkeiten und Demütigungen von #Inhaftierung, #Verhöre​n, #Folter und #Verwaltungshaft erlebt haben, die aber von Tamar so gut sie konnte gegen das #Gerichtssystem verteidigt wurden, das fester Bestandteil der #Besatzung ist.

    Ich traf Tamar zum ersten Mal im #Megiddo-#Militärgefängnis, in das ich nach Erhalt eines #Verwaltungshaftbefehls im Dezember 1995 eingeliefert wurde. In jenen ersten Tagen nach der Unterzeichnung des #Oslo​er Abkommens begann die neu eingerichtete Palästinensische Behörde, die Kontrolle über die größeren palästinensischen Städte im Westjordanland zu übernehmen. Bevor sie diese Kontrolle abgab, begann Israel damit, entschiedene Gegner des Abkommens ohne Anklage zu verhaften und sie als "Feinde des Friedens" zu bezeichnen. Als die Zahl dieser #Verwaltungshäftlinge anstieg, begann Tamar, einige ihrer Fälle zu übernehmen, darunter auch meinen.

    Ich kann mich nicht mehr an die genauen Einzelheiten unseres ersten Treffens erinnern. In meiner verschwommenen Erinnerung war es ein kurzes Treffen an einem kalten, grauen Tag mit dem üblichen Austausch, der bei solchen Treffen stattfindet: Nachrichten über die Familie, erste Überlegungen zum #Einspruch gegen den #Haftbefehl und Fragen zu den #Haftbedingungen. Tamar hatte zunächst gezögert, meinen Fall zu übernehmen, und so war ich - da ich sie noch nicht kannte - nicht sicher, ob ich sie als meine Anwältin haben wollte.

    Aber je mehr Tamar mich besuchte, desto mehr sprachen wir miteinander und lernten uns kennen. Die Kälte des ersten Tages verwandelte sich in zwischenmenschliche Wärme, die auf gegenseitigem #Respekt und echter menschlicher #Verbundenheit beruhte. Mit der Zeit wurden die Besuche immer länger. Tamar begann, mir Bücher aus ihrer persönlichen #Bibliothek mitzubringen. Sowohl die langen Gespräche als auch die Bücher holten mich aus der #Gefängnisumgebung mit ihren brutalen und entwürdigenden Abläufen heraus. Schriftsteller wie Nadine #Gordimer, Hanna Lévy-Hass (die Mutter der Haaretz-Journalistin Amira #Hass), Paul #Auster, Jacobo #Timmerman, William #Styron, William #Trevor und viele andere leisteten mir Gesellschaft, und alle wurden mir von Tamar gebracht.

    Die Lektüre von "The Confessions of Nat Turner" - Styrons #Roman, der den #Sklavenaufstand von 1831 in #Virginia beschreibt -, während ich bis spät in die Nacht dem ständig wechselnden Licht der Wachtürme nachjagte, um noch ein paar Seiten zu verschlingen, war eine Erfahrung von so tiefer Freude und Schönheit, dass sie nun alle anderen Erinnerungen an dieses #Gefängnis auslöscht. Was mir bleibt, ist dieses unbeschreibliche, geheimnisvolle Hochgefühl, das mir ein Buch in diesem Moment vermittelte und das ich für immer mit Tamar verbinden werde.

    Einige der Bücher und Zeitschriften, die Tamar mir brachte, verschwanden, bevor ich sie lesen konnte. Tamar wurde wütend über solche "Sicherheits"-Maßnahmen und inszenierte ein Kräftemessen mit den Behörden von Megiddo, um ihnen die Verpflichtung abzuringen, dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Stück Papier zu mir gelangen würde. Junge #Soldaten, die als #Zensoren fungierten, hatten die Aufgabe, die #Bücher zu überprüfen, um festzustellen, welche erlaubt waren. Oft beurteilten sie - im wahrsten Sinne des Wortes und manchmal auf amüsante Weise - Bücher nach ihrem Einband, aber Tamars Vereinbarung mit ihren Vorgesetzten bedeutete, dass sie zumindest keines dieser Bücher mehr respektlos behandeln oder wegwerfen durften, auch nicht die, die sie für gefährlich hielten.
    Ein jüdisch-israelischer Pessimist

    Die einzigartigen Fähigkeiten, die Tamar mitbrachte - Mitgefühl, Tatkraft und Wertschätzung für #Literatur -, sind vielleicht darauf zurückzuführen, dass sie lange Zeit #Lehrerin und Organisatorin war, bevor sie im Alter von 61 Jahren #Rechtsanwältin wurde. Die bemerkenswerte Entscheidung, in diesem Alter in das #Rechtswesen einzusteigen, ist der Schlüssel zum Verständnis von Tamars Persönlichkeit, ihrer grenzenlosen Energie und der Mühe, die sie auf sich nahm, um gegen #Ungerechtigkeit zu rebellieren.

    In ihrer Entschlossenheit, palästinensische Gefangene in einem hoffnungslos voreingenommenen #Militär-"Justiz"-System zu verteidigen, war diese jüdisch-israelische Frau durch und durch Palästinenserin, mit dem unermüdlichen Geist, den Emile #Habibi mit dem Begriff "Pessimist" umschreibt: jemand, der seine schmerzhafte Realität akzeptiert, sich aber weigert, aufzugeben, und weiter kämpft, in der Hoffnung gegen die Hoffnung - eine scheinbar widersprüchliche Haltung, die auch wir als Verwaltungshäftlinge lernen mussten. Tamar freute sich über die kleinen Siege, die wir erringen konnten, wie das Zugeständnis der Behörden, Bücher in Megiddo zuzulassen, aber sie verlor nie den Blick für das große Ganze.

    Tamar war maßgeblich an meiner unwahrscheinlichen Freilassung beteiligt, die sie nach 20 Monaten #Militärgewahrsam erwirkte. Sie ermutigte mich zum Schreiben und setzte sich dafür ein, dass meine Worte die Menschen außerhalb der Gefängnismauern erreichten. Erfolglose #Appelle an die #Militärgericht​e - und sogar einer an den Obersten #Gerichtshof - haben sie nicht abgeschreckt.

    Ihre Freude, als sie mir den Entwurf eines Artikels zeigte, den Serge #Schmemann, der Leiter des Jerusalemer Büros der New York Times, über mich geschrieben hatte ("Er wird auf der Titelseite der #Times erscheinen", sagte sie mir stolz), wurde nicht geringer, als ein Redakteur der Zeitung auf mysteriöse Weise beschloss, den Artikel zu streichen. Schließlich entschied der Oberste Gerichtshof im August 1997, dass ich zu einer vierjährigen Verbannung freigelassen werden sollte. Während ich im Gefängnis von #Ramleh auf meine Ausreise in die #Niederlande wartete, war es Tamar, die mir einen Koffer, einen palästinensischen Pass, Nachrichten von meiner Familie und Informationen darüber brachte, wann ich endlich ausreisen dürfe.

    In der Freiheit trafen Tamar und ich uns einige Male mit meiner Frau und meinen Kindern: in #Rotterdam (wo ihre Tochter lebte) und Den Haag (wo ich wohnte), in #Paris und in L#ondon. Wir telefonierten regelmäßig und korrespondierten per E-Mail. Sie war immer energiegeladen und neugierig, trug ein Stirnband in ihrem weißen Haar, arbeitete ständig und lebte ständig. Irgendwann verloren wir den Kontakt, aber das tat der Tiefe meiner Gefühle der Liebe und des Respekts für sie keinen Abbruch.

    In einem unserer Gespräche, während ich im Gefängnis war, sagte Tamar über eine Frau, die sie kannte: "Sie hat schöne Falten." Sie beschrieb damit zwar ihre körperliche Erscheinung, aber ich glaube, dass die Art und Weise, wie jemand Falten wirft, ein Spiegelbild seiner Seele sein kann. Als sie älter wurde, bekam Tamar immer wieder schöne Falten, ohne ihre moralische Bestimmung zu verlieren.

    Für mich als Palästinenserin, die in dieser Zeit des Völkermords und des zügellosen Hasses lebt, dient die Trauer um Tamars Tod als Erinnerung an den Glauben, den Palästinenser und Israelis, die gegen die Besatzung sind, aufrechterhalten müssen: dass eines Tages, egal wie weit entfernt, die Besatzung enden und die Gerechtigkeit kommen wird.

    Eine gekürzte Fassung dieses Nachrufs wurde zuerst auf dem LRB-Blog veröffentlicht. Lesen Sie ihn hier: lrb.co.uk/blog/2024/march/tama

    Übersetzung: @thomas

    Quelle: mastodon.trueten.de/@972mag/11

    #Israel #Palästina #Anti

  28. Im Gedenken an eine israelische Anwältin, die nie ihre moralische Einstellung verlor

    Obwohl sie erst spät Anwältin wurde, setzte sich Tamar Pelleg-Sryck unermüdlich für palästinensische #Gefangene wie mich in einem zutiefst ungerechten System ein.

    Von Imad Sabi 22. Mai 2024

    Imad Sabi und Tamar Pelleg-Sryck in London. (Mit freundlicher Genehmigung des Autors)

    Bei den Palästinensern, die sie vor Militärgerichten verteidigte, war sie einfach als #Tamar bekannt. Sie war oft schwarz gekleidet und sofort an ihrem kurzgeschnittenen weißen Haar, ihrer Brille und ihrem stets bereiten Lächeln zu erkennen, das oft in ein Lachen ausartete. Tamar Pelleg-Sryck war #Anwältin, eine leidenschaftliche Verfechterin der #Menschenrechte, eine prinzipientreue Gegnerin der israelischen #Besatzung des #Westjordanland​s und des #Gazastreifen​s und ein wunderbarer Mensch, dessen Tatendrang, Intellekt und Jugendlichkeit auch im hohen Alter nie nachließen. Am 11. März verstarb Tamar im Alter von 97 Jahren.

    Ich trauere zutiefst um sie, wie sicher auch Hunderte von #Palästinenser​n, die die Ungerechtigkeiten und Demütigungen von #Inhaftierung, #Verhöre​n, #Folter und #Verwaltungshaft erlebt haben, die aber von Tamar so gut sie konnte gegen das #Gerichtssystem verteidigt wurden, das fester Bestandteil der #Besatzung ist.

    Ich traf Tamar zum ersten Mal im #Megiddo-#Militärgefängnis, in das ich nach Erhalt eines #Verwaltungshaftbefehls im Dezember 1995 eingeliefert wurde. In jenen ersten Tagen nach der Unterzeichnung des #Oslo​er Abkommens begann die neu eingerichtete Palästinensische Behörde, die Kontrolle über die größeren palästinensischen Städte im Westjordanland zu übernehmen. Bevor sie diese Kontrolle abgab, begann Israel damit, entschiedene Gegner des Abkommens ohne Anklage zu verhaften und sie als "Feinde des Friedens" zu bezeichnen. Als die Zahl dieser #Verwaltungshäftlinge anstieg, begann Tamar, einige ihrer Fälle zu übernehmen, darunter auch meinen.

    Ich kann mich nicht mehr an die genauen Einzelheiten unseres ersten Treffens erinnern. In meiner verschwommenen Erinnerung war es ein kurzes Treffen an einem kalten, grauen Tag mit dem üblichen Austausch, der bei solchen Treffen stattfindet: Nachrichten über die Familie, erste Überlegungen zum #Einspruch gegen den #Haftbefehl und Fragen zu den #Haftbedingungen. Tamar hatte zunächst gezögert, meinen Fall zu übernehmen, und so war ich - da ich sie noch nicht kannte - nicht sicher, ob ich sie als meine Anwältin haben wollte.

    Aber je mehr Tamar mich besuchte, desto mehr sprachen wir miteinander und lernten uns kennen. Die Kälte des ersten Tages verwandelte sich in zwischenmenschliche Wärme, die auf gegenseitigem #Respekt und echter menschlicher #Verbundenheit beruhte. Mit der Zeit wurden die Besuche immer länger. Tamar begann, mir Bücher aus ihrer persönlichen #Bibliothek mitzubringen. Sowohl die langen Gespräche als auch die Bücher holten mich aus der #Gefängnisumgebung mit ihren brutalen und entwürdigenden Abläufen heraus. Schriftsteller wie Nadine #Gordimer, Hanna Lévy-Hass (die Mutter der Haaretz-Journalistin Amira #Hass), Paul #Auster, Jacobo #Timmerman, William #Styron, William #Trevor und viele andere leisteten mir Gesellschaft, und alle wurden mir von Tamar gebracht.

    Die Lektüre von "The Confessions of Nat Turner" - Styrons #Roman, der den #Sklavenaufstand von 1831 in #Virginia beschreibt -, während ich bis spät in die Nacht dem ständig wechselnden Licht der Wachtürme nachjagte, um noch ein paar Seiten zu verschlingen, war eine Erfahrung von so tiefer Freude und Schönheit, dass sie nun alle anderen Erinnerungen an dieses #Gefängnis auslöscht. Was mir bleibt, ist dieses unbeschreibliche, geheimnisvolle Hochgefühl, das mir ein Buch in diesem Moment vermittelte und das ich für immer mit Tamar verbinden werde.

    Einige der Bücher und Zeitschriften, die Tamar mir brachte, verschwanden, bevor ich sie lesen konnte. Tamar wurde wütend über solche "Sicherheits"-Maßnahmen und inszenierte ein Kräftemessen mit den Behörden von Megiddo, um ihnen die Verpflichtung abzuringen, dafür zu sorgen, dass jedes einzelne Stück Papier zu mir gelangen würde. Junge #Soldaten, die als #Zensoren fungierten, hatten die Aufgabe, die #Bücher zu überprüfen, um festzustellen, welche erlaubt waren. Oft beurteilten sie - im wahrsten Sinne des Wortes und manchmal auf amüsante Weise - Bücher nach ihrem Einband, aber Tamars Vereinbarung mit ihren Vorgesetzten bedeutete, dass sie zumindest keines dieser Bücher mehr respektlos behandeln oder wegwerfen durften, auch nicht die, die sie für gefährlich hielten.
    Ein jüdisch-israelischer Pessimist

    Die einzigartigen Fähigkeiten, die Tamar mitbrachte - Mitgefühl, Tatkraft und Wertschätzung für #Literatur -, sind vielleicht darauf zurückzuführen, dass sie lange Zeit #Lehrerin und Organisatorin war, bevor sie im Alter von 61 Jahren #Rechtsanwältin wurde. Die bemerkenswerte Entscheidung, in diesem Alter in das #Rechtswesen einzusteigen, ist der Schlüssel zum Verständnis von Tamars Persönlichkeit, ihrer grenzenlosen Energie und der Mühe, die sie auf sich nahm, um gegen #Ungerechtigkeit zu rebellieren.

    In ihrer Entschlossenheit, palästinensische Gefangene in einem hoffnungslos voreingenommenen #Militär-"Justiz"-System zu verteidigen, war diese jüdisch-israelische Frau durch und durch Palästinenserin, mit dem unermüdlichen Geist, den Emile #Habibi mit dem Begriff "Pessimist" umschreibt: jemand, der seine schmerzhafte Realität akzeptiert, sich aber weigert, aufzugeben, und weiter kämpft, in der Hoffnung gegen die Hoffnung - eine scheinbar widersprüchliche Haltung, die auch wir als Verwaltungshäftlinge lernen mussten. Tamar freute sich über die kleinen Siege, die wir erringen konnten, wie das Zugeständnis der Behörden, Bücher in Megiddo zuzulassen, aber sie verlor nie den Blick für das große Ganze.

    Tamar war maßgeblich an meiner unwahrscheinlichen Freilassung beteiligt, die sie nach 20 Monaten #Militärgewahrsam erwirkte. Sie ermutigte mich zum Schreiben und setzte sich dafür ein, dass meine Worte die Menschen außerhalb der Gefängnismauern erreichten. Erfolglose #Appelle an die #Militärgericht​e - und sogar einer an den Obersten #Gerichtshof - haben sie nicht abgeschreckt.

    Ihre Freude, als sie mir den Entwurf eines Artikels zeigte, den Serge #Schmemann, der Leiter des Jerusalemer Büros der New York Times, über mich geschrieben hatte ("Er wird auf der Titelseite der #Times erscheinen", sagte sie mir stolz), wurde nicht geringer, als ein Redakteur der Zeitung auf mysteriöse Weise beschloss, den Artikel zu streichen. Schließlich entschied der Oberste Gerichtshof im August 1997, dass ich zu einer vierjährigen Verbannung freigelassen werden sollte. Während ich im Gefängnis von #Ramleh auf meine Ausreise in die #Niederlande wartete, war es Tamar, die mir einen Koffer, einen palästinensischen Pass, Nachrichten von meiner Familie und Informationen darüber brachte, wann ich endlich ausreisen dürfe.

    In der Freiheit trafen Tamar und ich uns einige Male mit meiner Frau und meinen Kindern: in #Rotterdam (wo ihre Tochter lebte) und Den Haag (wo ich wohnte), in #Paris und in L#ondon. Wir telefonierten regelmäßig und korrespondierten per E-Mail. Sie war immer energiegeladen und neugierig, trug ein Stirnband in ihrem weißen Haar, arbeitete ständig und lebte ständig. Irgendwann verloren wir den Kontakt, aber das tat der Tiefe meiner Gefühle der Liebe und des Respekts für sie keinen Abbruch.

    In einem unserer Gespräche, während ich im Gefängnis war, sagte Tamar über eine Frau, die sie kannte: "Sie hat schöne Falten." Sie beschrieb damit zwar ihre körperliche Erscheinung, aber ich glaube, dass die Art und Weise, wie jemand Falten wirft, ein Spiegelbild seiner Seele sein kann. Als sie älter wurde, bekam Tamar immer wieder schöne Falten, ohne ihre moralische Bestimmung zu verlieren.

    Für mich als Palästinenserin, die in dieser Zeit des Völkermords und des zügellosen Hasses lebt, dient die Trauer um Tamars Tod als Erinnerung an den Glauben, den Palästinenser und Israelis, die gegen die Besatzung sind, aufrechterhalten müssen: dass eines Tages, egal wie weit entfernt, die Besatzung enden und die Gerechtigkeit kommen wird.

    Eine gekürzte Fassung dieses Nachrufs wurde zuerst auf dem LRB-Blog veröffentlicht. Lesen Sie ihn hier: lrb.co.uk/blog/2024/march/tama

    Übersetzung: @thomas

    Quelle: mastodon.trueten.de/@972mag/11

    #Israel #Palästina #Anti

  29. Hilfreiches zum Thema #Klimaangst - ein junges Phänomen, das sich auf eine sehr reale Gefahr bezieht.

    5 #Wege damit umzugehen, werden aufgezeigt:

    1. Weniger zermürbende Nachrichten konsumieren,
    2. Sich Unterstützung suchen,
    3. #Gemeinschaften finden,
    4. #Selbstfürsorge üben,
    5. Sich auf Kontrollierbares fokussieren:
    mhanational.org/climate-anxiet

    #klima #klimaKrise #klimawandel #selbstfürsorge #umwelt #nature #öko #angst #gesundheit #verbundenheit #solidarität

  30. CW: Kanülen

    Verbundenheit
    In guten wie in schlechten Zeiten füreinander da sein - für mich und @Seilbaendigerin völlig selbstverständlich.
    Letzten Monat hatte sie die Idee, dies auf einem Foto zum Ausdruck zu bringen. Und wie wäre das besser möglich, als durch dieses Bild?
    Als klar war, welcher Weg vor ihr liegt, war auch klar, dass ich diesen mit ihr gemeinsam gehe, Hand in Hand. Denn sie ist meine Herrin, aber auch meine Frau und meine Freundin.
    #Verbundenheit #bdsm #needleplay #kink

  31. Wir fühlen uns Personen näher, wenn wir denken, dass sie ähnliche Ansichten oder Vorlieben haben. Doch Vorsicht: Schon Kleinigkeiten können einen abschreckenden Effekt haben.#Verbundenheit #Beziehung #Freundschaft #Vorlieben #Attraktivität #PsychologieHirnforschung #Medizin
    Mit wem wir uns verbunden fühlen