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#gedichte — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #gedichte, aggregated by home.social.

  1. #gedichtegegenkrieg 11/30

    Zwei Soldatenlieder - Karl Kraus

    In einem totenstillen Lied
    vom Weh zum Wort die Frage zieht:
    Wer weiß wo.

    Wer weiß, wo dieses stille Leid
    begraben liegt, es lärmt die Zeit
    vorüber so.

    Sie schweigt nicht vor der Ewigkeit
    und stirbt und ist doch nicht bereit
    zur letzten Ruh.

    In einem lebenslauten Lied
    vom Wahn zum Wort die Frage zieht:
    Wer weiß, wozu!

    #Krieg #KriegDemKrieg #Gedichte #Lyrik

  2. un (bee) mo

    vi
    n (in) g
    are (th
    e) you (o
    nly)

    asl (rose) eep

    re (biene) gung

    s l (in) os
    liegst (d
    er) du (ei
    nen)

    im (rose) schlaf

    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen bei München 2000), Übersetzung von / translation by Lars Vollert #poetry #Lyrik
    Photo: Portrait von / of E. E. Cummings auf / on www.poetryfoundation.org

  3. un (bee) mo

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    asl (rose) eep

    re (biene) gung

    s l (in) os
    liegst (d
    er) du (ei
    nen)

    im (rose) schlaf

    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen bei München 2000), Übersetzung von / translation by Lars Vollert #poetry #Lyrik
    Photo: Portrait von / of E. E. Cummings auf / on www.poetryfoundation.org

  4. #gedichtegegenkrieg 10/30

    Legende vom toten Soldaten - Bertold Brecht

    Und als der Krieg im vierten Lenz
    Keinen Ausblick auf Frieden bot
    Da zog der Soldat seine Konsequenz
    Und starb den Heldentod.

    Der Krieg war aber noch nicht gar
    Drum tat es dem Kaiser leid
    Daß sein Soldat gestorben war:
    Es schien ihm noch vor der Zeit.

    Der Sommer zog über die Gräber her
    Und der Soldat schlief schon
    Da kam eines Nachts eine militär-
    ische ärztliche Kommission.

    Es zog die ärztliche Kommission
    Zum Gottesacker hinaus
    Und grub mit geweihtem Spaten den
    Gefallnen Soldaten aus.

    Der Doktor besah den Soldaten genau
    Oder was von ihm noch da war
    Und der Doktor fand, der Soldat war k. v.
    Und er drückte sich vor der Gefahr.

    Und sie nahmen sogleich den Soldaten mit
    Die Nacht war blau und schön.
    Man konnte, wenn man keinen Helm aufhatte
    Die Sterne der Heimat sehn.

    Sie schütteten ihm einen feurigen Schnaps
    In den verwesten Leib
    Und hängten zwei Schwestern in seinen Arm
    Und ein halb entblößtes Weib.

    Und weil der Soldat nach Verwesung stinkt
    Drum hinkt ein Pfaffe voran
    Der über ihn ein Weihrauchfaß schwingt
    Daß er nicht stinken kann.

    Voran die Musik mit Tschindrara
    Spielt einen flotten Marsch.
    Und der Soldat, so wie er's gelernt
    Schmeißt seine Beine vom Arsch.

    Und brüderlich den Arm um ihn
    Zwei Sanitäter gehn
    Sonst flöge er noch in den Dreck ihnen hin
    Und das darf nicht geschehn.

    Sie malten auf sein Leichenhemd
    Die Farben Schwarz-Weiß-Rot
    Und trugen's vor ihm her; man sah
    Vor Farben nicht mehr den Kot.

    Ein Herr im Frack schritt auch voran
    Mit einer gestärkten Brust
    Der war sich als ein deutscher Mann
    Seiner Pflicht genau bewußt.

    So zogen sie mit Tschindrara
    Hinab die dunkle Chaussee
    Und der Soldat zog taumelnd mit
    Wie im Sturm die Flocke Schnee.

    Die Katzen und die Hunde schrein
    Die Ratzen im Feld pfeifen wüst:
    Sie wollen nicht französisch sein
    Weil das eine Schande ist.

    ... 1/2

    #Krieg #KriegDemKrieg #Gedichte #Lyrik

  5. #gedichtegegenkrieg nach pause 9/30:

    Kriegslied - Erich Mühsam

    Sengen, brennen, schießen, stechen,
    Schädel spalten, Rippen brechen,
    spionieren, requirieren,
    patrouillieren, exerzieren,
    fluchen, bluten, hungern, frieren ...
    So lebt der edle Kriegerstand,
    die Flinte in der linken Hand,
    das Messer in der rechten Hand -
    mit Gott, mit Gott, mit Gott,
    mit Gott für König und Vaterland.

    Aus dem Bett von Lehm und Jauche
    zur Attacke auf dem Bauche!
    Trommelfeuer - Handgranaten -
    Wunden - Leichen - Heldentaten -
    bravo, tapfere Soldaten!
    So lebt der edle Kriegerstand,
    das Eisenkreuz am Preußenband,
    die Tapferkeit am Bayernband,
    mit Gott, mit Gott, mit Gott,
    mit Gott für König und Vaterland.

    Stillgestanden! Hoch die Beine!
    Augen gradeaus, ihr Schweine!
    Visitiert und schlecht befunden.
    Keinen Urlaub. Angebunden.
    Strafdienst extra sieben Stunden.
    So lebt der edle Kriegerstand.
    Jawohl, Herr Oberleutenant!
    Und zu Befehl, Herr Leutenant!
    Mit Gott, mit Gott, mit Gott,
    mit Gott für König und Vaterland.

    Vorwärts mit Tabak und Kümmel!
    Bajonette. Schlachtgetümmel.
    Vorwärts! Sterben oder Siegen!
    Deutscher kennt kein Unterliegen.
    Knochen splittern, Fetzen fliegen.
    So lebt der edle Kriegerstand.
    Der Schweiß tropft in den Grabenrand,
    das Blut tropft in den Straßenrand,
    mit Gott, mit Gott, mit Gott,
    mit Gott für König und Vaterland.

    Angeschossen - hochgeschmissen -
    Bauch und Därme aufgerissen.
    Rote Häuser - blauer Äther -
    Teufel! Alle heiligen Väter! ...
    Mutter! Mutter!! Sanitäter!!!
    So stirbt der edle Kriegerstand,
    in Stiefel, Maul und Ohren Sand
    und auf das Grab drei Schippen Sand -
    mit Gott, mit Gott, mit Gott,
    mit Gott für König und Vaterland.

    #Krieg #KriegDemKrieg #Gedichte #Lyrik

  6. #GedichteGegenKrieg 8/30

    Krieg - Helga Schäferling

    Krieg ich dein Land?
    Krieg ich dein Wasser?
    Krieg ich dein Öl?...
    Und wenn du's mir nicht gibst,
    dann gibt es Krieg,
    dann nehme ich es mir!

    #Krieg #KriegDemKrieg #Gedichte #Lyrik

  7. #GedichteGegenKrieg 7/30

    Hans-Peter Kraus - Ein Soldat stirbt nicht

    Ein Soldat stirbt nicht,
    er wird nicht vergast, nicht verbrannt und nicht zermatscht.

    Er krepiert nicht mit herausquellenden Augen und
    weitaufgerissenem Maul nach Luft saugend.
    Er endet nicht tierisch schreiend und
    sich epileptisch am Boden wälzend als lebende Fackel.
    Er versucht nicht, schwerverletzt und panisch robbend
    den alles zermalmenden Panzerketten zu entkommen.

    Ein Soldat hat keine Angst, keine Schmerzen.
    Ein Soldat stirbt nicht,
    er fällt.

    #Krieg #KriegDemKrieg #Gedichte #Lyrik

  8. #GedichteGegenKrieg 6/30

    Hans-Peter Kraus - Verlierer

    Er lief die 100 Meter unter elf Sekunden,
    sprang über acht Meter weit;
    als Mittelstürmer schoss er Tor um Tor,
    war sich für die Abwehrarbeit nicht zu fein;
    in der Werkstatt fragte jeder ihn um Rat,
    kein Motor, den er nicht zum Laufen brachte;
    er hatte viele Freunde, die Frauen bebten sehr,
    doch seine Augen folgten nur der einen;
    er war, wie jeder gern gewesen wäre,
    und am ersten Kriegstag war er tot.

    #Krieg #KriegDemKrieg #Militarisierung #Gedichte #Lyrik

  9. Wilhelm Busch: Lob des Unterlassens & Aufklärungen

    In „Schein und Sein“, einer Gedichtsammlung, die erst 1909, ein Jahr nach seinem Tode, veröffentlicht wurde, läßt sich Wilhelm Busch auch über die Geschäftigkeit der Gründerzeit aus, welche der Mentalität der Gegenwart so fern nicht ist. Der Einsiedler Busch, Anhänger von Schopenhauer und Darwin, zieht es vor, nichts zu tun.

    https://holbachinstitut.wordpress.com/2026/04/20/wilhelm-busch-lob-des-unterlassens/

    #Artikel #Auflärungen #Gedichte #LobDesUnterlassens #Verhalten #WilhelmBusch #Wissen #WolfgangSofsky #wordpress
  10. #GedichteGegenKrieg

    Franz Josef Degenhardt - Spaziergang

    Hier diese Gegend kenn' ich doch!
    Da drüben steh'n die Weiden noch
    Und dort versickert auch der Bach –
    Dies Roggenfeld lag damals brach!

    Schau rechts, mein Sohn, siehst du den Rauch
    Und links davon den Brombeerstrauch?
    Von dort zwölf Schritte hin zum Wald
    Da liegt ein Kind, wie du so alt!

    Das Kind wollte nach Hause geh'n
    Das hat der Offizier geseh'n
    Der hat das Kind dorthin gestellt –
    Auch damals hat ein Hund gebellt!
    Die Leute hab' ich ausgesucht
    Ein alter Mann hat laut geflucht
    Doch keiner hat vorbeigezielt –
    Im Wald dort wachsen Kirschen wild!

    Doch diese Birke stand nicht dort
    Und auch der Schober ist jetzt fort
    Vielleicht ist alles gar nicht wahr –
    Schau, über uns ein Bussardpaar!

    Was ist? Was bleibst du steh'n, mein Sohn?
    Die Sonne sinkt – nun komm doch schon!
    Der Gasthof ist noch weit von hier
    Und ich hab' Durst auf kühles Bier!

    Hier das Lied: youtu.be/OS5KAATrWKs?si=wix8QA

    #Krieg #Militarisierung #KriegDemKrieg #Gedichte #Lyrik

  11. Ich schweige nicht
    Ich sitze vor leeren Blättern
    Das ist kein Schweigen
    Ich sitze vor leeren Blättern
    Ich schreie nicht mehr

    Jürgen Fuchs: Tagesnotizen

    #wasichlese #gedicht #gedichte #lyrik #poesie

  12. Antwort

    Zu den Steinen
    Hat einer gesagt:
    Seid menschlich

    Die Steine haben gesagt:
    Wir sind noch nicht
    Hart genug

    Erich Fried: Warngedichte

    #wasichlese #gedicht #gedichte #lyrik #poesie

  13. #GedichteGegenKrieg 4/30

    Erich Mühsam - Soldatenlied

    Wir lernten in der Schlacht zu stehn
    bei Sturm und Höllenglut.
    Wir lernten in den Tod zu gehn,
    nicht achtend unser Blut.
    Und wenn sich einst die Waffe kehrt
    auf die, die uns den Kampf gelehrt,
    sie werden uns nicht feige sehn.
    Ihr Unterricht war gut.

    Wir töten, wie man uns befahl,
    mit Blei und Dynamit,
    für Vaterland und Kapital,
    für Kaiser und Profit.
    Doch wenn erfüllt die Tage sind,
    dann stehn wir auf für Weib und Kind
    und kämpfen, bis durch Dunst und Qual
    die lichte Sonne sieht.

    Soldaten! Ruft′s von Front zu Front:
    Es ruhe das Gewehr!
    Wer für die Reichen bluten konnt,
    kann für die Seinen mehr.
    Ihr drüben! Auf zur gleichen Pflicht!
    Vergesst den Freund im Feinde nicht!
    In Flammen ruft der Horizont
    nach Hause jedes Heer.

    Lebt wohl, ihr Brüder! Unsre Hand,
    dass ferner Friede sei!
    Nie wieder reiß das Völkerband
    in rohem Krieg entzwei.
    Sieg allen in der Heimatschlacht!
    Dann sinken Grenzen, stürzt die Macht,
    und alle Welt ist Vaterland,
    und alle Welt ist frei!

    #Krieg #KriegDemKrieg #Lyrik #Gedichte

  14. #gedichtegegenkrieg 3/30

    Heinrich Mann - Unser Militär!

    Einstmals, als ich ein kleiner Junge
    und mit dem Ranzen zur Schule ging,
    schrie ich mächtig, aus voller Lunge,
    hört ich von fern das Tschingderingdsching.
    Lief wohl mitten über den Damm,
    stand vor dem Herrn Hauptmann stramm,
    vor den Leutnants, den schlanken und steifen ...
    Und wenn dann die Trommeln und die Pfeifen
    übergingen zum Preußenmarsch,
    fiel ich vor Freuden fast auf den Boden -
    die Augen glänzten - zum Himmel stieg
    Militärmusik! Militärmusik!

    Die Jahre gingen. Was damals ein Kind
    bejubelt aus kindlichem Herzen,
    sah nun ein Jüngling im russischen Wind
    von nahe, und unter Schmerzen.
    Er sah die Roheit und sah den Betrug.
    Ducken! ducken! noch nicht genug!
    Tiefer ducken! Tiefer bücken!
    Treten und Stoßen auf krumme Rücken!
    Die Leutnants fressen und saufen und huren,
    wenn sie nicht grade auf Urlaub fuhren.
    Die Leutnants saufen und huren und fressen
    das Fleisch und das Weizenbrot wessen? wessen?
    Die Leutnants fressen und huren und saufen ...
    Der Mann kann sich kaum das Nötigste kaufen.
    Und hungert. Und stürmt. Und schwitzt. Und marschiert.
    Bis er krepiert.
    Und das sah einer mit brennenden Augen
    und glaubte, der Krempel könne nichts taugen.
    Und glaubte, das müsse zusammenfallen
    zum Heile von Deutschland, zum Heil von uns allen ...
    Aber noch übertönte den Jammer im Krieg
    Militärmusik! Militärmusik!

    ...

    #Krieg #KriegDemKrieg #lyrik #Gedichte

  15. #GedichteGegenKrieg 2/30

    Berthold Brecht - Es kommt der Tag

    Es kommt der Tag, da wird sich wenden
    Das Blatt für uns, er ist nicht fern.
    Da werden wir, das Volk, beenden
    Den großen Krieg der großen Herrn.
    Die Händler, mit all ihren Bütteln
    Und ihrem Kriegs- und Totentanz
    Sie wird auf ewig von sich schütteln
    Die neue Welt des g'meinen Manns
    Es wird der Tag, doch wann er wird,
    Hängt ab von mein und deinem Tun.
    Drum wer mit uns noch nicht marschiert,
    Der mach' sich auf die Socken nun.

    #Krieg #Militarisierung #Gedichte #Lyric #KriegdemKrieg

  16. tagesschau.de/inland/innenpoli

    Aha, und wenn die Zahlen nicht zusammenkommen, dann hat sichs mit Freiwilligkeit und Dienstanweisung.

    Ganz ohne Zusammenhang, eine Challenge für mich: 30 Tage #GedichteGegenKrieg hier ist das erste:

    Erich Mühsam - Gedicht zum Thema Bürger

    Ja, Bürger, ja ­– die Erde bebt.
    Es wackelt deine Habe.
    Was du geliebt, was du erstrebt,
    das rasselt jetzt zu Grabe.
    Aus Dur wird Moll, aus Haben Soll.
    Erst fallen die Devisen,
    dann fällst du selbst zu diesen.

    #Militarisierung #Wehrpflicht #pistorius #lyric #Gedichte #Krieg #KriegDemKrieg

  17. Keine Angst vor Gedichten! Eine Lange Nacht über Tomas Tranströmer und die Poesie – Von Burkhard Reinartz

    Deutschlandfunk Kultur – Der schwedische Dichter Tomas Tranströmer (1931-2015) zählt zu den renommiertesten Lyrikern Europas und hat Schriftsteller von Lars Gustafsson bis zu Joseph Brodsky beeinflusst. 2011 erhielt der Dichter den Literaturnobelpreis. Tranströmers Gedichte verbinden existentielle Tiefe mit verblüffender Einfachheit. Sie beginnen oft in schlichten Alltagssituationen, beim Zeitunglesen oder Bus fahren. Dann schlägt der lapidare Einstieg innerhalb weniger Zeilen in Erstaunliches um. „So wie bei Tomas Tranströmer Dichtung entsteht, stehen wir vor dem alten Wunder: Worte werden etwas Reales, werden Dinge, Substanz, Wirklichkeit“, schreibt Lars Gustafsson.

    https://www.deutschlandfunkkultur.de/lange-nacht-ueber-transtroemer-und-die-poesie-dlf-kultur-ae31645a-100.html

    #BurkhardReinartz #DLFKultur #Gedichte #Hören #LangeNacht #LarsGustafsson #Literatur #Poese #Radio #Schweden #TomasTranströmer #Wissen
  18. (19)

    Das Schreiben mit der Hand fehlt mir, sage ich im Spanischunterricht und obwohl ich sonst kaum einen geraden Satz formulieren kann, drücke ich mich bei dieser Gelegenheit fehlerfrei und verständlich aus.

    Am nächsten Morgen sitze ich in der Küche, verteile Zeitschriften und Lernmaterial quer über den Tisch nach einer Ordnung, die für andere chaotisch aussehen muss. Ich lese die wunderbaren Gedichte von Jürgen Brocan und die Schlagzeilen der Zeitungen, ein Abgesang auf die SPD und ein Vorschlag in Würde zu altern. „Das Wunder von Budapest“ und die Frage wem Jesus gehört. Auf der anderen Seite thematische Wortfelder zu Körper, Büro und Geschäften.

    Vor dem Fenster, der Himmel verdunkelt sich zusehens, geht der Vater mit seinen zwei Kindern, es sieht aus als hätte er alle Dunkelheit fest in sich eingeschlossen, damit die Kinder leuchten dürfen.

    #Gedichte #Schreiben #Ungarn
  19. Du sagst: Nichts bleibt
    Wenn einer so geht
    Und doch ist da der Wind
    Wenn einer geht
    Und unter dem Wind das Gras
    Wenn einer geht
    Kannst du dich daran halten wie an das Gedicht Hast du für dich gemacht sagst du
    Und das stimmt und doch ist es da später
    Wie der Wind über dem Gras
    Wenn die Sonne wieder scheint

    #suizid #tod #gedicht #gedichte #lyrik #poesie

  20. Spring is like a perhaps hand
    (which comes carefully
    out of Nowhere) arranging
    a window, into which people look (while
    people stare
    arranging and changing placing
    carefully there a strange
    thing and a known thing here) and

    changing everything carefully

    [complete poem in ALT-Text]

    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen 2000), translation by Lars Vollert #poetry #Lyrik
    Photo: Spring flowers in my garden

  21. Spring is like a perhaps hand
    (which comes carefully
    out of Nowhere) arranging
    a window, into which people look (while
    people stare
    arranging and changing placing
    carefully there a strange
    thing and a known thing here) and

    changing everything carefully

    [complete poem in ALT-Text]

    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen 2000), translation by Lars Vollert #poetry #Lyrik
    Photo: Spring flowers in my garden

  22. Frühling ist wie eine vielleicht hand
    (die vorsichtig kommt
    aus dem Nirgends) die richtet
    ein fenster her, in das leute schauen (während
    leute starren
    richtet her und ändert stellt
    vorsichtig dorthin was fremdes
    und was bekanntes hierher) und

    ändert alles vorsichtig

    [komplettes Gedicht in ALT-Text]

    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen 2000), Übersetzung: Lars Vollert #Lyrik
    Photo: Portrait von E. E. Cummings auf www.britannica.com

  23. Frühling ist wie eine vielleicht hand
    (die vorsichtig kommt
    aus dem Nirgends) die richtet
    ein fenster her, in das leute schauen (während
    leute starren
    richtet her und ändert stellt
    vorsichtig dorthin was fremdes
    und was bekanntes hierher) und

    ändert alles vorsichtig

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    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen 2000), Übersetzung: Lars Vollert #Lyrik
    Photo: Portrait von E. E. Cummings auf www.britannica.com

  24. Frühling ist wie eine vielleicht hand
    (die vorsichtig kommt
    aus dem Nirgends) die richtet
    ein fenster her, in das leute schauen (während
    leute starren
    richtet her und ändert stellt
    vorsichtig dorthin was fremdes
    und was bekanntes hierher) und

    ändert alles vorsichtig

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    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen 2000), Übersetzung: Lars Vollert #Lyrik
    Photo: Portrait von E. E. Cummings auf www.britannica.com

  25. Frühling ist wie eine vielleicht hand
    (die vorsichtig kommt
    aus dem Nirgends) die richtet
    ein fenster her, in das leute schauen (während
    leute starren
    richtet her und ändert stellt
    vorsichtig dorthin was fremdes
    und was bekanntes hierher) und

    ändert alles vorsichtig

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    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen 2000), Übersetzung: Lars Vollert #Lyrik
    Photo: Portrait von E. E. Cummings auf www.britannica.com

  26. Frühling ist wie eine vielleicht hand
    (die vorsichtig kommt
    aus dem Nirgends) die richtet
    ein fenster her, in das leute schauen (während
    leute starren
    richtet her und ändert stellt
    vorsichtig dorthin was fremdes
    und was bekanntes hierher) und

    ändert alles vorsichtig

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    Edward Estlin #Cummings (1894-1962): like a perhaps hand, #Poems - #Gedichte (Ebenhausen 2000), Übersetzung: Lars Vollert #Lyrik
    Photo: Portrait von E. E. Cummings auf www.britannica.com

  27. Michael Strunge – Nachtmaschine (Buch)

    Heute ist der Todestag des dänischen Dichters Michael Strunge, der am 09.03.1986 auf tragische Weise ums Leben kam. Daran hat mich heute Morgen der dänische Radiosender DR P6 Beat erinnert. Vor genau einem Jahr hatte ich schon mal über Michael Strunge geschrieben.

    Und als ich so im Internet herumsuchte und schließlich überlegte, ob ich mir die Dokumentarfilme „Nattens engel“ (1981) und „Væbnet med ord & vinger“ (2018) bestellen soll, fand ich eine andere interessante Ankündigung. Am 16.04.2026 erscheint ein Buch über Michael Strunge – auf deutsch. Ich habe „Nachtmaschine“, nachdem ich es in verschiedenen Online-Shops gesehen habe, vorhin bei meiner lokalen Buchhandlung vorbestellt, obwohl ich noch nicht weiß, was mich erwartet. Es enthält auf jeden Fall ein Essay von Philipp Theisohn, dem Herausgeber und vermutlich auch einige übersetzte Gedichte von Michael Strunge.

    Der Verlag beschreibt das Buch so:

    Michael Strunge – Lyriker, Ästhet und durch seinen frühen Tod bald schon mythenumrankte, in den Kanon der dänischen Bildungskultur aufgestiegene Legende. Strunges Gedichte – geschrieben in »des Lebens Hast« und Raserei, zwischen Alltagstristesse, Ichverlust, Kaltem Krieg und medialer Bilderflut, beeinflusst von Rimbaud, David Bowie und den Sex Pistols. Sie legen den Blick frei auf eine Welt im Umbruch, in der das »No Future« des Punk dem Bewusstsein weicht, dass bereits die Gegenwart alles denkbar Vergangene und Künftige in sich vereint. Eine unvergängliche Welt, in der sich das Subjekt, schwankend zwischen Kühlheit des Ausdrucks und Verletzlichkeit, als Echoraum von Stilen und Stimmen erweist, die sich, wie Philipp Theisohn in seinem brillanten, mit den Gedichten korrespondierenden Essay schreibt, rekombinieren, zerteilen, vervielfältigen und hybridisieren lassen – »und alles, alles kann geschehn«.

    Ich bin sehr gespannt und werde berichten.

    (Beitragsbild mit freundlicher Genehmigung von VilGerneLeve.dk, es zeigt eine Gedenktafel für Michael Strunge an der Fassade des Hauses Webersgade 17 in Kopenhagen.)

    #dänisch #dansk #Gedichte #MichaelStrunge #PostPunk #Punk
  28. Da sitzt du
    Auf Opas Platz in der Küche
    Denn alles was man im Stehen erledigen kann
    Kann man auch im Sitzen tun – Dein Motto
    Und schälst Karotten und später Kartoffeln
    Ohne uns denn BEI DIR DÜRFEN WIR toben KIND SEIN
    Müssen keine Steine vom Feld lesen Opas Worte hart
    Und autoritär kommen gegen deine weichen nicht an

    Oma Elsa (1927-2016)

    #oma #gedicht #gedichte #poesie #lyrik

  29. Da sitzt du
    Auf deiner Bank im Hof
    Und schweigst und wenn du etwas sagst
    Klingen deine Worte HART WIE DEINE MUSKELN
    Schmied-Muskeln von denen Messer abprallen
    Auch dann wenn sie nicht so klingen sollen
    Du hast sie solange mit Härte umgeben
    Dass sie gar nicht anders können
    Als hart zu klingen

    Opa Helmut (1922-2015)

    #opa #gedicht #gedichte #poesie #lyrik #poem #poetry

  30. Heute Abend die nächste Lyrik-Lesung: „Lyrik für alle Lebenslagen - Gedichte von Kästner, Kaléko und Tucholsky“ in der Buchhandlung Brockmann in Brühl. Ich freu mich sehr darauf.

    koelner-leselust.de/events/lyr

    #Lesung #Gedichte #HauptsacheLyrik #Brühl #Bonn #Köln #Hürth

  31. G E D A N K E N @ A B E N D

    EIN VOLLER TAG
    Höhen und Tiefen
    und viel Bewegung
    dazwischen.

    REALISIERE
    Weiss das Unverhoffte
    intensiver zu geniessen
    als das lang Geplante.

    DANKBARKEIT
    Im Unterschied zur Unterwürfigkeit
    trägt sie, die Dankbarkeit,
    den Humor in sich.

    SCHLAF
    Aufsteigende Wärme
    Bilder von segelnden Booten
    in einer angenehmen Brise
    treibe ich davon.

    GUTE NACHT

    - Foftain

    #poesie
    #gedichte
    #abend
    #nacht
    #traum
    #allein
    #schreiben