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#christentum — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #christentum, aggregated by home.social.

  1. #Programmtipp:

    In dieser Woche wird ein altkatholischer Gottesdienst vom Deutschlandfunk übertragen, aus der Kirche St. Cyprian in Bonn. Das ist sicher hörenswert.

    Sonntag, 13. September 2026, 10.05 Uhr, Deutschlandfunk, Gottesdienst.

    Guten Empfang wünschen
    Sascha und Jerome

    #Altkatholisch #Kirche #Christentum #Religion #Schüppen #Kirscht #Gottesdienst #DLF

  2. In der Hl. Schrift deutet nichts darauf hin, dass die Apostel die Auferstehung Jesu vom Tod erwartet hätten. Dieser Gedanke widerstrebte ihnen und sie sind dann von der Tatsache bezwungen worden. Ein menschgewordener Gott, der seine Leiblichkeit in den himmlischen Zustand mitnähme, war jüdischer Denkweise so fremd als möglich. Einige Zeit wohl hätte sich ihre religiöse Erschütterung gehalten, aber niemals wäre daraus die Weltmächtigkeit des Christentums entstanden, die unauflösbar mit dem Glauben an Christi Auferstehung verbunden ist.

    Christus ist nicht gekommen, um uns neue Erkenntnisse und Erfahrungen zu bringen, sondern uns vom Bann der Welt, der Sünde in ihr zu befreien. Erlöst, frei zu sein aus Liebe heraus, daran muss man glauben, nicht allein nur darüber nachdenken. Christus ist auferstanden, so ist Auferstehung möglich und sie ist Grundlage der wahren Welt.

    #fedikirche #katholischekirche #christentum #jesus #auferstehung #glauben #philosophie

  3. Im Christentum ist Gott nicht nur jener, der liebevoll zu den Menschen hinabschaut, sie ruft und zu ihm zieht, sondern er kam selbst ins menschliche Dasein, Schicksal. Als Gott und Mensch war Jesus rein wie Gott und verantwortungsbewusst, verantwortungsbeladen wie der Mensch. Beladen mit der Schuld des Menschen, um diesen aus Gnade davon zu erlösen.

    Diese Gnade schafft Gerechtigkeit, rettet aber den Menschen, weil Gott diesen lieben will. Kein Mensch stirbt so, wie Jesus, weil er das Leben, keiner wurde für die Sünde so gestraft, weil Jesus der Reine war, keiner hat das böse Nichts so erfahren, weil er Gottes Sohn war.

    Und aus diesem Nichts macht der Schöpfer aus Liebe die neue Schöpfung: den Menschen, der an ihn, seine Liebe, seine Erlösungstat glaubt. Dieser Ruf gilt der Menschheit.

    #fedikirche #katholischekirche #sünde #jesus #christentum #theologie #katechese #mission

  4. Wer #MalteLehming nicht kennt: Er schreibt gerne mal apologetische Artikel über die #Kirchen und wie toll #Religion ist. Als der #Volksentscheid #ProReli in #Berlin lief — der glücklicherweise krachend gescheitert ist — schrieb er gefühlt jeden Tag irgendein antisäkulares Zeug mit unlogischen bis absurden "Argumenten".

    Er ist aber auch antirassistisch eingestellt und z.B. nicht gegen Flüchtlinge usw. Eigentlich kein #Arschloch.

    #Christentum #Säkularismus #Laizismus #Journalismus

  5. „Die Leute sind unvernünftig, unlogisch und selbstbezogen, liebe sie trotzdem.

    Wenn du Gutes tust, werden sie dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerfen, tue trotzdem Gutes.

    Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und echte Feinde, sei trotzdem erfolgreich.

    Das Gute, das du tust, wird morgen vergessen sein, tue trotzdem Gutes.

    Was du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden, baue trotzdem.

    Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen dich vielleicht an, wenn du ihnen hilfst, hilf ihnen trotzdem.“

    Mutter Teresa

    #fedikirche #katholischekirche #mutterteresa #moralismus #gutsein #indien #christentum #erfolg #zitat

  6. #MutterTeresa begegnete Menschen unabhängig von Herkunft oder Religion. Im Interview erklärt Regina Illemann, warum diese Haltung gerade in einer Zeit gesellschaftlicher Unsicherheit relevant bleibt. Die #Ausstellung erinnert daran, dass Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und ein #Lächeln oft mehr bewirken, als man vermutet. 🙂
    🔗 missio-hilft.de/blog/missio-di

    #Nächstenliebe #Christentum #Fedikirche

  7. Dreihundertachtzig Millionen Christen werden weltweit unterdrückt. Trotzdem gibt es für diese verfolgte Minderheit keine linke Solidarität. Dem Islam begegnen Linke hingegen mit Respekt und Verständnis.#Christentum #Christenverfolgungenks #Islam #Religion #texttospeech
    Religion: Warum die Linken wegschauen, wenn Christen verfolgt werden - WELT
  8. Ja, Christentum ist Selbsthingabe, Opfer bringen, für die Liebe: zu sich selbst, dem Nächsten und Gott. Sie ist deshalb möglich, weil ein Christ wahrhaft frei ist. Er kann sie in Selbstverwirklichung selbstbestimmt aus sich heraus tun. Sie ist Herz des Christentums.

    Selbsthingabe ist ein Anteil an #Jesus. Er ging bis zur Vernichtung diesen Weg. Für die Welt ist dies töricht, für das Gefühl unerträglich, für den Verstand sinnlos. Das ist die Haltung, welche die Welt zum Bösen zieht.

    So will die Welt Christentum nur zu einer Ethik machen, zur Weltanschauung, als würde daraus Frieden kommen, doch es ist der Mitvollzug am Dasein Christi. Dieser Christus ist der Schöpfer, die Wahrheit, Liebe und das Leben. Er allein beendet die Bewegung auf das Böse, dem Nichts hin. Darum sind Christen sowohl Realisten, als auch nicht von dieser Welt. Sie sind für deren Erlösung, aber nicht für deren Ziel.

    #fedikirche #katholischekirche #christentum #sünde #katechese #mission #selbstverwirklichung

  9. Eine gelungene Migration, Integration scheitert daran, dass jene, die sie forcieren ihre fehlende Perspektive, Werteverortung auf Migranten übertragen. Daraus entsteht Islamismus, Messergewalt, Drohungen, Antisemitismus und Anti-Feminismus.

    Wer sein Land aus Gründen verlässt, will diese nicht erneut im Wertevakuum und der Perspektivlosigkeit am ersehnten Ort des Neuanfangs antreffen.

    Es sind schlichtweg die Falschen, die unbegrenzte und ungeprüfte Migration fordern. Wer seine Kultur, sein Land, die Werte darin hasst, nur fordert, nichts beiträgt, darf nicht vor genau solcher Perspektivlosigkeit, Anspruchsdenken flüchtende Menschen zumuten es ihnen gleichzutun. Man stiehlt ihnen damit deren Potential, etwas, das man selbst schon längst aufgegeben hat.

    Es gibt Kulturen, die ohne christlich-abendländische Prägung noch nichts von der Freiheit, Toleranz und Verantwortung des Menschen hin zum Guten wissen. Zu meinen, Menschen daraus lediglich mit Moralismus und Relativismus zu linker Gesinnung erziehen zu können, zeigt lediglich Realitätsferne, nicht Menschlichkeit auf.

    Man gebe endlich vor Gewalt, Unfreiheit und Angst flüchtende Menschen das Recht, in Europa wieder Sicherheit, Freiheit und Frieden zu finden. Und den Aufnehmenden das Recht jene Werte weiterleben zu dürfen, nach dem sich viele Migranten sehnen.

    Eine zusammenwachsende Menschheitsfamilie darf sich nicht an den Raufbolden und Egoisten orientieren, sondern an die zur Gemeinschaft willigen.

    #gegenlinks #gegenrechtsextremismus #islamismus #antisemitismus #woke #migration #christentum #moralismus #relativismus

  10. Mal was Längeres bezüglich des viel beschworenen "Existenzrechtes Israels". In seiner ganzen moralinsauren Konnotation - und mit den entsprechenden, bei mir unvermeidlichen Digressionen.

    literarisches.blogger.de/stori

    #Israel
    #Hamas
    #Hisbollah
    #Netanyahu
    #Gaza
    #Westjordanland
    #Trump
    #Holocaust
    #Judenverfolgung
    #Christentum
    #Religion
    #Iran

  11. Jesus verliert seine göttliche Ursprünglichkeit, wenn man ihn beständig in pädagogischer Haltung sieht. Nachfolge bedeutet nicht allein, das zu tun, was Jesus tut, daraus würden anmaßende Dinge entstehen. Es bedeutet in Jesus zu leben, aus seinem Geist heraus, im Augenblick das Richtige zu tun.

    Das "Mehr" in Jesus ist auch seine göttliche Demut, weshalb sie nicht im Menschen entspringt, sie kommt von Gott herab. Wenn der Niedrige sich vor dem Größeren beugt, ist es nicht Demut, sondern wahr. Es wird zur Demut, wenn es umgekehrt ist.

    Jesus, Gottes Sohn, tut Dienst am Menschen. Das ist kein Drang zur Selbsterniedrigung, kein Ausdruck dafür nur einer moralischen Notwendigkeit zu entsprechen. Es ist Liebe zu Gott, sich selbst und dem Nächsten. So sollen auch wir Menschen dienen.

    #fedikirche #katholischekirche #demut #katechese #jesus #christentum #moralismus

  12. Der wahre Gott im Christentum hat sich nicht so geoffenbart, dass er den Menschen nur Wahrheit gelehrt, Gebote mitgeteilt und daran Folgen geknüpft. Gott ist selbst zu uns Menschen gekommen. Wahrheit, Gerechtigkeit, sein Wille, die Liebe dazu, das ist er selbst.

    Wer auf Gott hört, dem gibt Gott seine Kraft und damit nimmt der Hörende nicht nur ein Wort, Wahrheit, Gebot auf, sondern Gott selbst. Auf Gott hören, heißt ihn aufnehmen, an ihn glauben, dies in Treue zu tun.

    Gottes Wahrheit verzichtet auf zwingende Gewalt, seine Gebote auf ahnende Macht, welche die Folgen einer Tat berechnet, das wäre Moralismus. Gott kommt wehrlos, schweigend, geduldig und vor allen liebend in die Welt.

    Menschen dürfen Gott bitten, er möge den Verrat an der Liebe, die Sünde, in die wir immer wieder gleiten, nicht verfestigen zu lassen.

    #fedikirche #katholischekirche #moralismus #sünde #katechese #christentum #gebet

  13. @sarahlehmann Eigentlich müssten die #cdu / #csu und die #afd für Abschaffung des #christentum|s in #deutschland sein. Immerhin betet man da zu einem #ausländer. #satire

  14. Ein "sowohl-als auch" ist oft in Jesu Lehre und damit jener der Kirche anwesend, wobei beides fest umrissen und so nicht in Relativismus, menschliche Beliebigkeit ausgeartet. Da muss eine Gewissenhaftigkeit in der Erfüllung seiner Pflicht da sein, eine Wachsamkeit in der Verantwortung, eine Treue im Dienst für das Anvertraute. Gottes Gericht wird auch das beurteilen.

    Ebenso das Maß der Liebe, der Gesinnung, die letztlich #Jesus gilt, in der dies alles getan. Diese Liebe von und zu Jesus, dem Nächsten, die sich im Glauben an ihn ausdrückt, wird dann den Ausschlag geben: Jesus, der Erlöser und Heiland kann diese Seele retten, steht für sie ein, weil er all ihre Strafen am Kreuz bereits auf sich nahm.

    Da ist keine andere Religion in der Welt als das #Christentum, in der dieser wahre Gott angebetet wird, der aus Liebe Mensch wurde, starb und so Kosmos, Ewigkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in Einklang bringt.

    #fedikirche #katholischekirche #katholisch #sünde #katechese #philosophie

  15. @Sagittarius_Galaxie eigentlich bin ich froh, dass das #Christentum und eine politische Partei nicht so viel miteinander zu tun hat: Ich bin für die Trennung von Staat - #CDU ist eine Regierungspartei -. Natürlich hat diese Partei ein C im Namen. Aber vielleicht hat die Partei einfach noch nicht ihren Namen angepasst. Ein bisschen mehr #Nächstenliebe bzw. Menschenliebe täte ihr aber gut, ob man sich dafür auf Christentum beruft oder einfach nur auf #Menschenrechte ist mir egal.

  16. Der allmächtige Gott ist tatsächlich demütig. Nicht von unten nach oben, sondern umgekehrt. Der Kleinere anerkennt nicht den Größeren, sondern dieser beugt sich vor dem Kleineren. Liebe macht solche Dinge und Gott ist die Liebe.

    Gott ist die menschliche Nichtigkeit kostbar, hoheitsvoll. Nur, weil das Nichts vor ihm groß ist, hat es Leben, Dasein, Sinn, Erfüllung, Sendung.

    Christen mitvollziehen Gottes Demut. Man nimmt sein Geschöpf, Sünder sein vor Gott an, beugt sich deshalb vor ihm und vor seiner Demut. Demütig kann man sein, weil man weiß, dass man vor Gott groß ist.

    Franz von Assisi beugte sich einst vor dem Papst nieder, da war er nicht demütig, sondern wahr, weil er an die Amtsgewalt des Papstes glaubte. Demütig war er, als er sich vor den Armen, den Aussätzigen neigte und bei Mutter Teresa war es ebenso.

    #fedikirche #katholischekirche #demut #katechese #christentum #sünde #franzvonassisi #mutterteresa #philosophie

  17. #cdu #csu #bundesregierung verliert ununterbrochen Klagen, aber handelt trotzdem nicht. Das ist ein Bruch mit der #Verfassungstreue. Mal ganz abgesehen davon, dass das #unterlasseneHilfeleistung und Unterstützung zu Morden ist.

    Seht Euch die aktuelle #funfacts-Folge an und vielleicht spendet Ihr und verschickt Protestpostkarten wie wir.

    Mir ist einfach nur noch schlecht 🤢.

    tube.funfacts.de/w/3KCzLEKxgn3

    #Ortskrafte #OrtskräfteDebakel #Menschenrechte #frauenrechte #christentum #menschlichkeit

  18. Antike und moderne Götzen, Heroen, Mythen und Sagen, gestern und heute: Das Maß war und ist der Wille zur Größe, Reichtum, Macht, Ruhm. All das hat Gottes Sohn #Jesus seinem Wesen nach, aber hier der Unterschied: menschliche Größe und Herrlichkeit sind nicht sein Maß. Jesus ist demütig, anspruchslos und trotzdem ist für alles gesorgt.

    Jesu Freunde sind darum weder nach Begabung noch Charakter bedeutende Menschen, Heroen, ihr Eigentliches besteht darin, gesendet zu sein, dass Gott durch sie den Grund der kommenden Heilsgeschichte in seiner Kirche legt.

    Das große, Andere verdrängende Dasein ist nicht das Maß im #Christentum. In ihm darf alles geschehen, nichts ist vorherbestimmt, alles ist angerufen, die ganze Tiefe, Weite des Menschen, das Edelste und Niedrigste, allem wird ein neuer Sinn und Möglichkeit gegeben: jenem des Anfangs der Schöpfung.

    Der liebende Gott im Christentum beruft dazu nicht die Fähigen, sondern befähigt die Angerufenen.

    #fedikirche #katholischekirche #katechese

  19. Wenn ein Christ #Vergebung schenkt, dann nicht, weil er so edel und moralisch überlegen ist. Er verbindet die Vergebung des Menschen mit jener Gottes. Seine Vergebung ist Geschenk, Gnade. Gott findet im Menschen Würdigkeit nicht vor, sondern begründet sie. Weil Christen von Gott vergeben wird, sie erlöst sind und dadurch frei, können sie leichter dem Anderen vergeben, werden schöpferisch.

    Vergebung ist Teil von etwas größerem: der Liebe. Vergebung ist jene Gestalt, die Liebe annimmt, wenn ihr unrecht getan.

    Gottes Vergebung ist aber noch mehr: sie ist Sühne. So stellt ER wahre Gerechtigkeit her. Er nimmt jenes, was die Schuldner ihm schulden und legt es sich selbst auf. So entsteht die Grundgestalt des glücklichen christlichen Daseins: Erlösung, daher leben Christen in der Freude. Dieser Geist wirkt in ihnen, wird mitvollzogen, weil er auch genossen wird. Es ist die Liebe zum Nächsten, gerade in der Vergebung.

    #fedikirche #katholischekirche #katechese #sünde #christentum #mission

  20. @RonRevog @LordCaramac @elsa @ennolenze Vor 1000 Jahren hieß das Übel noch #Christentum und nicht #Islam. Das ändert aber nichts daran das heutzutage der Islam eins der gefährlichsten Ideologien ist (nach Kapitalismus und Nationalismus vielleicht...)

  21. Eine die Mastodon-Beschränkungen überschreitende Antwort darauf, warum man sich besser nicht auf seine christlichen Wurzeln berufen sollte, wenn man sein Mitgefühl für die Opfer des Anschlags beim CSD in Berlin zum Ausdruck bringen will.

    literarisches.blogger.de/stori

    Diskussionsanfang hier: troet.cafe/@scheichsbeutel/116

    #Religion
    #LGBTQ
    #Christentum
    #Islam
    #Bibel
    #Homosexualitat
    #CSD

  22. Wieso Odysseus nicht heim will

    Auf dem Kinoplakat ist nur eine Rückenfigur zu sehen, hineingestellt in eine Welt aus Blau und Grau. Nebel über der Landschaft, Felsen, die sich im Ungefähren auflösen, fast eine Hades-Landschaft.

    Offizielles Filmplakat

    Homer lässt seinen Helden an den Rand des Okeanos fahren, dorthin, wo niemals die Sonne scheint. Christopher Nolan übernimmt diese Stimmung – und mit ihr eine Frage, die den ganzen Film durchzieht:

    Wo ist Odysseus nach der Kriegserfahrung steckengeblieben?

    !!! Kleine Warnung: Wer «The Odyssey» unverspoilert erleben will, liest ab hier auf eigene Gefahr weiter. Der Text verrät, wohin Odysseus’ Weg führt – und wo bei Nolan überraschend christliche Motive anklingen. Vielleicht aber macht gerade das Lust, weiterzulesen …

    Ein Held ohne Ruhm

    Der Helm auf dem Plakat gehört Agamemnon, Odysseus’ Vorgesetztem. Entlang des Hinterkopfs zieht sich eine knöcherne Struktur wie eine menschliche Wirbelsäule. Die Rüstung wirkt wie eine technische Verlängerung des Körpers, etwas, das sich vom Menschlichen entfernt hat. Genau darin liegt schon das Programm:

    Krieg entwickelt eine eigene Mechanik, Menschen werden zu Werkzeugen. Und am Ende weiss niemand mehr genau, wo die eigene Schuld beginnt und wo sie endet.

    So viel vorweg: Nolans The Odyssey ist für ein Hollywood-Mammutwerk überraschend komplex und tiefsinnig; mit Bildern und Dialogen, die einen packen und nicht mehr so schnell loslassen. Und einem Erzählverlauf, der an einigen Stellen vom Original kreativ abweicht.

    Kriegstrauma und Schuld

    Nolan rückt in seiner Neuadaption des 3000 Jahre alten Mythenstoffs die moralische Irrfahrt ins Zentrum, als Folge von Kriegstrauma und Kriegsschuld.

    Damit stellt er sich gegen ein Genre, das er selbst mitgeprägt hat: Hollywood hat den Kriegshelden lange Zeit vor allem als Sieger erzählt: als tapferen Anführer, kühlen Strategen und Mann, der als Gewinner zurückkehrt.

    Bei Nolan wird aus dem grössten Helden der Antike ein seelenkranker, verwirrter Kriegsveteran.

    Die Sucht, zu vergessen

    Was am Strand der Kalypso liegt, ist nicht nur der Rest eines einst stolzen Kriegsschiffs, sondern ein menschliches Wrack.

    Die sieben Jahre bei Kalypso, der «Verbergenden» (Charlize Theron: leider blass wie das Vergessen), sind deshalb mehr als eine Verzögerung der Heimkehr. Sie bietet ihm sogar Unsterblichkeit an: ein Leben ohne Alter, ohne Schmerz, ohne erneute Konfrontation mit der Vergangenheit.

    Genau darin liegt die eigentliche Versuchung: die Versuchung des Vergessens.

    Statt – wie bei Homer – die Gefährten des Odysseus zu Lotosessern werden zu lassen, macht Nolan den Helden selbst süchtig: Odysseus (Matt Damon: eindrucksvoll als einer, der sich selbst abhandenkommt) vergisst Heimat und Frau, weil er den Krieg vergessen will, und mit ihm seine Verantwortung am Tod der Kameraden und an den Massakern in Troja.

    Zwei Sprachen für denselben Schmerz

    Man könnte das, modern gesprochen, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nennen. Nur würde Homer diese Verfassung nicht als psychische Krankheit oder Schuldkomplex erklären. Er erzählt sie als Schicksal, Wirken der Götter und Folge einer gestörten Weltordnung.

    Dass moderne Leser darin zugleich seelische Prozesse erkennen, muss kein Widerspruch sein.

    Die antiken Dichter kannten weder das Unbewusste Freuds noch den Begriff des Traumas. Das heisst nicht, dass sie die seelischen Folgen von Gewalt nicht wahrnahmen. Sie beschrieben sie in einer anderen Sprache: als Zorn der Götter, Fluch, Irrfahrt, Unmöglichkeit der unmittelbaren Heimkehr.

    Faszinierend: Nolan gibt in seinem Filmwerk beiden Sprachen Raum: der psychologischen und der religiösen, und sie ergänzen einander.

    Die Sirenen: Stimme des Gewissens

    Bei Homer versprechen die Sirenen Wissen über Troja und die Welt: eine tödliche Falle, wer ihrem Gesang folgt, geht zugrunde. Nolan dreht das Motiv um. Als Odysseus seiner Mannschaft befiehlt, die Ohren mit Wachs zu verschliessen, wird auch für das Publikum der Klang gedämpft: nur ein fernes Rauschen, Schreie, das Ringen des an den Mast gefesselten Helden.

    «The sirens do not tell you what you want and can’t have or what you had and lost, but all the things that I failed to keep.»

    «Die Sirenen sagen dir nicht, was du willst und nicht haben kannst, oder was du hattest und verloren hast, sondern all das, was ich nicht zu bewahren vermochte.»

    Damit überschreitet Nolan Homer. Die Sirenen sind nicht mehr Versuchung des Wissens, sondern Stimme des Gewissens. Sie erinnern nicht an Ruhm, sondern an die Toten und an Verantwortung.

    Die unmögliche Rückkehr

    Die grösste Gefahr ist nicht, den Weg nach Ithaka zu verfehlen. Sie besteht darin, der eigenen Erinnerung nicht zu entkommen – und irgendwo zwischen Leben und Tod festzustecken.

    Die tiefe Tragik: Odysseus ist im Krieg ein anderer geworden als derjenige, der sich einst von Ithaka aus auf den Weg gemacht hatte. Und gleichzeitig ist die Heimat eine andere geworden. Wohin also zurückkehren?

    Die bitterste Botschaft der Sirenen an Odysseus lautet: Im Grunde seiner Seele will er gar nicht heimkehren.

    In der Heimat fremd

    Als Odysseus schliesslich Kalypso doch bittet, «Help me go home», ist vom Kriegshelden wenig geblieben: erschöpft und verloren treibt er auf einem Floss aus den Resten seiner Vergangenheit. Der Kriegsveteran hat Kalypsos Rat beherzigt und aufgehört zu kämpfen.

    Der Held hat die Kontrolle abgegeben und überlässt sich den Strömungen des Meeres.

    Auf diese Weise gelingt schliesslich nach 20 Jahren Irrfahrt die Heimkehr. Die schwerste Prüfung aber steht noch bevor: der Kampf im eigenen Haus.

    Eine Passionsgeschichte

    Spätestens hier kippt der Film ins Christliche, ohne es direkt auszusprechen – und das passt zu Nolan. Schon in früheren Filmen hat er Motive verhandelt, die sich religiös lesen lassen: Opfer, Erlösung, Schuld, Hoffnung, Zeit und Wiederherstellung, etwa in «Interstellar» oder «The Dark Knight».

    «The Odyssey» setzt diese thematische Linie fort.

    Die Lesart hat einen langen Vorlauf. Schon die christliche Auslegungstradition hat in Homers Epos eine Art Vorahnung des Evangeliums sehen wollen: die lange Heimkehr sinnbildlich für die Sehnsucht des Menschen nach seiner wahren Heimat, die Verlockungen durch Lotophagen und Sirenen für alles, was vom eigentlichen Ziel ablenkt, und die Prüfungen für einen Weg der Läuterung.

    Nach Ithaka kommt er als verkleideter Bettler zurück, den selbst Nahestehende für einen Fremden halten.

    Dies lässt an das Emmaus-Motiv denken: jene Szene im Lukasevangelium, in der zwei Jünger dem auferstandenen Christus auf dem Weg begegnen und ihn erst erkennen, als er mit ihnen das Brot bricht.

    Späte Absolution

    Nach dem blutigen Kampf gegen die Eindringlinge im eigenen Haus steht Odysseus nicht als Sieger da, sondern als Verwundeter – die Pfeile in seinem Rücken erinnern an den heiligen Sebastian. Sein Weg gleicht einer Via Dolorosa, einem Gang durch Schmerz, Schuld und Erkenntnis.

    Solche Parallelen sind christliche Auslegungen, interessant aber, dass die antike Vorlage diese Lesarten überhaupt öffnet.

    Auch der Weg nach Westen fügt sich hier ein: Für die Griechen war der Westen die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und dem Reich der Toten – ein Gang durch den Tod, aus dem man verwandelt zurückkehrt oder gar nicht.

    Dass ihm die Götter erst nach drei Kinostunden verzeihen, wirkt wie eine späte Absolution.

    Gerettet durch Liebe

    Die Grösse dieses Odysseus liegt nicht darin, niemals schuldig geworden zu sein. Sie liegt darin, die eigene Schuld erkennen zu können.

    Was ihn rettet, ist Penelope, seine Frau. Die Liebe von Penelope (anrührend stark und zerbrechlich: Anne Hathaway) ist mehr als ein romantisches Motiv, sie ist die Gegenkraft zur Zerstörung: Während er durch die Welt der Gewalt gegangen ist, hat sie gewartet und eine Treue bewahrt, die an Glaubensfestigkeit erinnert.

    Am Ende gehen die beiden gemeinsam Richtung Westen. Statt erneut die Herrschaft anzutreten, nehmen sie gemeinsam die Vergangenheit an.

    Ruht vom Kriege!

    Homer beendet seine Odyssee mit den Worten:

    «Ruht, ihr Ithaker, ruht vom unglückseligen Kriege! Schonet des Menschenblutes und trennt euch schnell von einander!»

    Und mit einer speziellen Ermahnung Athenes für Odysseus:

    «Halte nun ein und ruhe vom allverderbenden Kriege»

    3000 Jahre alte Worte, aber aktueller geht es kaum.

    Die USA befinden sich seit über zwei Jahrzehnten praktisch ununterbrochen im Kriegseinsatz. Mit jedem Abzug kehren Soldaten heim – aber kaum jemand interessiert, was sie mitbringen aus dem, was sie überlebt haben.

    Hollywood hat diese Heimkehrer selten gezeigt. Es feiert lieber Sieger.

    Nolan zeigt nun den im tiefsten Seelengrund verstörten Kriegsheimkehrer. Und das ist die eigentliche Provokation des Films: in einer Zeit, in der Krieg von Machthabern weltweit wieder als legitimes Mittel der Politik angesehen wird.

     

    Aus dem Archiv: «Love is in the air? Gegen die Normalisierung des Krieges» mit Links zu jüngsten kirchlichen friedensethischen Dokumenten.

    Love is in the air? Gegen die Normalisierung des Krieges

    #Christentum #Kino #Krieg
  23. Es ist die Sehnsucht nach "Mehr", die Erfahrung, welche das Erfahrene stets überschreiten soll, das die Mystik antreibt. Bis dahin trifft dies auf jeden Menschen zu. Doch die Suche allein im Sinnlichen, in den Gefühlen und im Materiellen bleibt unbefriedigend, weil alles vergänglich ist.

    Wer das Mehr bei Gott sucht, erfährt es anders: er trifft auf Ewigkeit und Offenheit, die nicht in Besitz übergeht und dort ausruht. Da ist ein stets neues und tieferes Geheimnis, das der unergründliche Gott schenkt.

    Die Erfahrung einer kosmischen Einheit, wie sie in fernöstlichen Religionen angestrebt wird, widerspricht nicht der Erfahrung Gottes in seiner Personalität, auf die das Christentum in ihrer Gottesmystik trifft. Das intellektuelle Bemühen der Erfahrung des Ganzen, das viele mystische Traditionen auch mithilfe philosophischer Gedanken erreichen will, gerät oft ins Abstrakte., ins Leere, in gestaltloses Sein, was bald menschlich befremdlich wird. Was fremd bleibt, ist jedoch weit weg von der Einheit. Die abrahamitische Offenbarung des persönlichen Gottes mit dem mystischen christlichen Höhepunkt in der Erfahrung mit Jesus vermittelt jedoch eine menschlich logische und nachvollziehbare göttliche "Liebes-Einheit".

    Diese Liebeseinheit in der Begegnung mit Gott wurzelt in Gott und hat den Namen "Geist". Diese Mystik ist personal und damit ethisch. Sie wird praktisch für das Leben und bereichert es.

    #mystik #christentum #philosophie #buddhismus #religionsgeschichte #geistesgeschichte #jesus #fedikirche #meditation

  24. @stepano @BlumeEvolution

    "...Mystischen Strömungen, die fast jede Religion hervor gebracht hat. Diese sind beim Christentum leider durch die Inquisition im Mittelalter fast vollständig vernichtet worden..."

    Theresa von Avila, Johannes vom Kreuz, Angelus Silesius etc..

    Und der Theologe Rahner (1904 - 1984) meinte: "Der Christ der Zukunft wird ein Mystiker sein – oder er wird kein Christ mehr sein."

    #Christentum #Mystik #Mystiker

  25. Guten Morgen - Tässle Kaffee ☕️?

    Die KI-Enzyklika „Magnifica Humanis – Enzyklika über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ von Papst Leo XIV. findet derzeit international & auch im Fediverse enorme Beachtung.

    Zumal sie gemeinsam vom Papst & einem Mitgründer von Anthropic, Chris Olah, zu Pfingsten / Schawuot im Vatikan vorgestellt wurde. Bekannt wurde dieser KI-Konzern durch Claude & seinen Widerstand gegen KI-Kriegspläne der Regierung Trump.

    Zudem möchte ich heute alle Menschen grüßen die, wie auch meine christlich-islamische Familie, das Opferfest Kurban Bayram (türk.) / Eid-e Qurban (arab.) in Erinnerung an den gemeinsamen Stammvater Abraham und die Überwindung des Menschenopfers feiern. 🙏

    Freue mich auf weiterhin gute Dialoge auch auf meinem #Blog & auf #Mastodon ! 😌🙌

    #Blogpost #KIEnzyklika #MagnificaHumanitas #PapstLeoXIV #LeoXIV #ChrisOlah #Anthropic #Dialog #Vatikan #Rom #Trump #Pfingsten #Opferfest #Abraham #Christentum #Islam #Judentum scilogs.spektrum.de/natur-des-

  26. Die #HerrnhuterLosung für heute (+1 Vers):

    Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und du sollst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in Ägyptenland. (3. Mose 19:33f.)

    Dass die #noAfD das #Christentum zum Feind erklärt, wird nicht nur in Sachsen-Anhalt deutlich. Es hat seinen Grund in diametral verschiedenen Ausrichtungen.

    #Nächstenliebe #Rücksicht #Respekt

  27. "Du solltest dir ein Bild machen"

    Auf die aktuelle #Ausstellung im #Künstlerhaus #Wien wird zur Zeit gemeinsam von #Kickl und #Mölzer (#FPÖ), sowie #Edelmann und Bundes-#ÖVP hingewiesen.

    Die genannten sehen #Grenzen der #Kunst überschritten und das #Christentum bedroht.

    Aber: wir leben in einer #Demokratie.

    Die #Freiheit der #Kunst darf nicht eingeschränkt werden, sofern sie den gesetzlichen Rahmen nicht sprengt.

    Kann man sich ansehen!
    Muss man aber nicht.
    Darf man aber.
    Schon toll, oder?

    kuenstlerhaus.at/besuch/kalend

  28. Im #Christentum hat sich Gott nicht als der abstrakte Gott der Philosophen oder der ferne Gott des #Islam offenbart. In Jesus ist es der Gott größter denkbarer Nähe zum Menschen. Im Hl. Geist hilft Gott, ihn so zu erkennen und persönlich erleben zu können.
    Jeder liebende Mensch hat eine Ahnung von der #Ewigkeit. #Christen leben in der Gewissheit, dass die über alle Zeiten und Situationen hinausreichende Liebe die Wahrheit ist.
    #fedikirche #katholischekirche #katholisch #philosophie @philosophie #theologie

  29. Im #Christentum hat sich Gott nicht als der abstrakte Gott der Philosophen oder der ferne Gott des #Islam offenbart. In Jesus ist es der Gott größter denkbarer Nähe zum Menschen. Im Hl. Geist hilft Gott, ihn so zu erkennen und persönlich erleben zu können.
    Jeder liebende Mensch hat eine Ahnung von der #Ewigkeit. #Christen leben in der Gewissheit, dass die über alle Zeiten und Situationen hinausreichende Liebe die Wahrheit ist.
    #fedikirche #katholischekirche #katholisch #philosophie @philosophie #theologie

  30. Im #Christentum hat sich Gott nicht als der abstrakte Gott der Philosophen oder der ferne Gott des #Islam offenbart. In Jesus ist es der Gott größter denkbarer Nähe zum Menschen. Im Hl. Geist hilft Gott, ihn so zu erkennen und persönlich erleben zu können.
    Jeder liebende Mensch hat eine Ahnung von der #Ewigkeit. #Christen leben in der Gewissheit, dass die über alle Zeiten und Situationen hinausreichende Liebe die Wahrheit ist.
    #fedikirche #katholischekirche #katholisch #philosophie @philosophie #theologie

  31. Antakya ist eine Erdbeben verheerte Stadt, die viele Kulturen und Religionen vereint. Sie gehört erst seit 1938 zur Türkei. Ein Rundgang.
    Antakya nach dem Erdbeben: Keine Kirche, nur noch Trümmer
  32. Antakya ist eine Erdbeben verheerte Stadt, die viele Kulturen und Religionen vereint. Sie gehört erst seit 1938 zur Türkei. Ein Rundgang.
    Antakya nach dem Erdbeben: Keine Kirche, nur noch Trümmer
  33. Antakya ist eine Erdbeben verheerte Stadt, die viele Kulturen und Religionen vereint. Sie gehört erst seit 1938 zur Türkei. Ein Rundgang.
    Antakya nach dem Erdbeben: Keine Kirche, nur noch Trümmer