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#katechese — Public Fediverse posts

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  1. Was ist absolut sicher? So sicher, dass alles darin verankert ist, man darauf leben und sterben kann? Es ist die Liebe von Jesus Christus.

    Das Letzte ist nicht Philosophie, der Mensch, Wissenschaft, Kunst, Ideale, die Natur, Zeit oder Schicksal, sogar nicht einmal einfachhin Gott. Denn die Sünde war es ja, die Gottes Zorn entfachte und durch Christus am Kreuz wissen wir, was wir wegen unserer Sünden von Gott zu erwarten haben.

    Sicher ist allein die Liebe Christi, nicht einmal Gottes, denn ohne Christus wüssten wir nicht endgültig, dass Gott uns liebt. Die Liebe kann nämlich auch unerbitterlich sein, umso härter, je edler sie ist. Aber durch Jesus Christus wissen wir, dass Gott verzeihend liebt. Das Herz Jesu ist Anfang und Ende von allem. Das ewige Leben, die Liebe darin, steht fest von ihm her.

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  2. Im Christentum ist Gott nicht nur jener, der liebevoll zu den Menschen hinabschaut, sie ruft und zu ihm zieht, sondern er kam selbst ins menschliche Dasein, Schicksal. Als Gott und Mensch war Jesus rein wie Gott und verantwortungsbewusst, verantwortungsbeladen wie der Mensch. Beladen mit der Schuld des Menschen, um diesen aus Gnade davon zu erlösen.

    Diese Gnade schafft Gerechtigkeit, rettet aber den Menschen, weil Gott diesen lieben will. Kein Mensch stirbt so, wie Jesus, weil er das Leben, keiner wurde für die Sünde so gestraft, weil Jesus der Reine war, keiner hat das böse Nichts so erfahren, weil er Gottes Sohn war.

    Und aus diesem Nichts macht der Schöpfer aus Liebe die neue Schöpfung: den Menschen, der an ihn, seine Liebe, seine Erlösungstat glaubt. Dieser Ruf gilt der Menschheit.

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  3. Als Jesus zum Tod verurteilt wird, kämpft er nicht. Er handelt und redet nicht nach der Logik des Prozesses und Erfordernissen der Selbstverteidigung, sondern anderswoher. Er hat göttliche Wirklichkeit, gesammelte Gegenwärtigkeit, vollkommene Bereitschaft in sich.

    Der Kampf, den er austrägt, ist dunkler Art: für die Wahrheit. Sein ganzer Prozess will sie erdrücken, bis der Mensch sie nicht mehr spürt. Das wird besonders an Pilatus deutlich. Der Richter wird von der Macht der Finsternis in die Dunkelheit geführt, bis er den grausamen, schmachvollen Unsinn, den er tut, nicht mehr fühlt.

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  4. Ja, Christentum ist Selbsthingabe, Opfer bringen, für die Liebe: zu sich selbst, dem Nächsten und Gott. Sie ist deshalb möglich, weil ein Christ wahrhaft frei ist. Er kann sie in Selbstverwirklichung selbstbestimmt aus sich heraus tun. Sie ist Herz des Christentums.

    Selbsthingabe ist ein Anteil an #Jesus. Er ging bis zur Vernichtung diesen Weg. Für die Welt ist dies töricht, für das Gefühl unerträglich, für den Verstand sinnlos. Das ist die Haltung, welche die Welt zum Bösen zieht.

    So will die Welt Christentum nur zu einer Ethik machen, zur Weltanschauung, als würde daraus Frieden kommen, doch es ist der Mitvollzug am Dasein Christi. Dieser Christus ist der Schöpfer, die Wahrheit, Liebe und das Leben. Er allein beendet die Bewegung auf das Böse, dem Nichts hin. Darum sind Christen sowohl Realisten, als auch nicht von dieser Welt. Sie sind für deren Erlösung, aber nicht für deren Ziel.

    #fedikirche #katholischekirche #christentum #sünde #katechese #mission #selbstverwirklichung

  5. Jesus verliert seine göttliche Ursprünglichkeit, wenn man ihn beständig in pädagogischer Haltung sieht. Nachfolge bedeutet nicht allein, das zu tun, was Jesus tut, daraus würden anmaßende Dinge entstehen. Es bedeutet in Jesus zu leben, aus seinem Geist heraus, im Augenblick das Richtige zu tun.

    Das "Mehr" in Jesus ist auch seine göttliche Demut, weshalb sie nicht im Menschen entspringt, sie kommt von Gott herab. Wenn der Niedrige sich vor dem Größeren beugt, ist es nicht Demut, sondern wahr. Es wird zur Demut, wenn es umgekehrt ist.

    Jesus, Gottes Sohn, tut Dienst am Menschen. Das ist kein Drang zur Selbsterniedrigung, kein Ausdruck dafür nur einer moralischen Notwendigkeit zu entsprechen. Es ist Liebe zu Gott, sich selbst und dem Nächsten. So sollen auch wir Menschen dienen.

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  6. Der wahre Gott im Christentum hat sich nicht so geoffenbart, dass er den Menschen nur Wahrheit gelehrt, Gebote mitgeteilt und daran Folgen geknüpft. Gott ist selbst zu uns Menschen gekommen. Wahrheit, Gerechtigkeit, sein Wille, die Liebe dazu, das ist er selbst.

    Wer auf Gott hört, dem gibt Gott seine Kraft und damit nimmt der Hörende nicht nur ein Wort, Wahrheit, Gebot auf, sondern Gott selbst. Auf Gott hören, heißt ihn aufnehmen, an ihn glauben, dies in Treue zu tun.

    Gottes Wahrheit verzichtet auf zwingende Gewalt, seine Gebote auf ahnende Macht, welche die Folgen einer Tat berechnet, das wäre Moralismus. Gott kommt wehrlos, schweigend, geduldig und vor allen liebend in die Welt.

    Menschen dürfen Gott bitten, er möge den Verrat an der Liebe, die Sünde, in die wir immer wieder gleiten, nicht verfestigen zu lassen.

    #fedikirche #katholischekirche #moralismus #sünde #katechese #christentum #gebet

  7. Judas als Jünger Jesu zeigt auf, dass man in der Nähe eines heiligen Menschen, sogar von Gottes Sohn, auch etwas anderes als gut werden kann, nämlich gemein, zum Teufel. Menschliche Größe des Nächsten zu ertragen ist schon schwer, wenn man selbst klein ist. Bei einer göttlichen Größe, die eines Erlösers, wird es unmöglich, wenn keine Bereitschaft zum Glauben, zur Liebe da ist. Das Heilig-Gewaltige, die Liebe darin, muss als Maß und Anfang genommen werden, sonst vergiftet man sein Menschsein.

    Judas ließ dies zu und wurde zum Bundesgenossen des Feindes, zum Verräter, so wie danach auch Petrus. Der jedoch ging darin nicht unter, weil er bereute, umkehrte, die Liebe Gottes ihm Maß blieb, ihm so Gottes Gnade geschenkt wurde, er eine erste Frucht der Erlösungstat Jesu am Kreuz wurde.

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  8. Ein "sowohl-als auch" ist oft in Jesu Lehre und damit jener der Kirche anwesend, wobei beides fest umrissen und so nicht in Relativismus, menschliche Beliebigkeit ausgeartet. Da muss eine Gewissenhaftigkeit in der Erfüllung seiner Pflicht da sein, eine Wachsamkeit in der Verantwortung, eine Treue im Dienst für das Anvertraute. Gottes Gericht wird auch das beurteilen.

    Ebenso das Maß der Liebe, der Gesinnung, die letztlich #Jesus gilt, in der dies alles getan. Diese Liebe von und zu Jesus, dem Nächsten, die sich im Glauben an ihn ausdrückt, wird dann den Ausschlag geben: Jesus, der Erlöser und Heiland kann diese Seele retten, steht für sie ein, weil er all ihre Strafen am Kreuz bereits auf sich nahm.

    Da ist keine andere Religion in der Welt als das #Christentum, in der dieser wahre Gott angebetet wird, der aus Liebe Mensch wurde, starb und so Kosmos, Ewigkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit in Einklang bringt.

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  9. Der allmächtige Gott ist tatsächlich demütig. Nicht von unten nach oben, sondern umgekehrt. Der Kleinere anerkennt nicht den Größeren, sondern dieser beugt sich vor dem Kleineren. Liebe macht solche Dinge und Gott ist die Liebe.

    Gott ist die menschliche Nichtigkeit kostbar, hoheitsvoll. Nur, weil das Nichts vor ihm groß ist, hat es Leben, Dasein, Sinn, Erfüllung, Sendung.

    Christen mitvollziehen Gottes Demut. Man nimmt sein Geschöpf, Sünder sein vor Gott an, beugt sich deshalb vor ihm und vor seiner Demut. Demütig kann man sein, weil man weiß, dass man vor Gott groß ist.

    Franz von Assisi beugte sich einst vor dem Papst nieder, da war er nicht demütig, sondern wahr, weil er an die Amtsgewalt des Papstes glaubte. Demütig war er, als er sich vor den Armen, den Aussätzigen neigte und bei Mutter Teresa war es ebenso.

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  10. Antike und moderne Götzen, Heroen, Mythen und Sagen, gestern und heute: Das Maß war und ist der Wille zur Größe, Reichtum, Macht, Ruhm. All das hat Gottes Sohn #Jesus seinem Wesen nach, aber hier der Unterschied: menschliche Größe und Herrlichkeit sind nicht sein Maß. Jesus ist demütig, anspruchslos und trotzdem ist für alles gesorgt.

    Jesu Freunde sind darum weder nach Begabung noch Charakter bedeutende Menschen, Heroen, ihr Eigentliches besteht darin, gesendet zu sein, dass Gott durch sie den Grund der kommenden Heilsgeschichte in seiner Kirche legt.

    Das große, Andere verdrängende Dasein ist nicht das Maß im #Christentum. In ihm darf alles geschehen, nichts ist vorherbestimmt, alles ist angerufen, die ganze Tiefe, Weite des Menschen, das Edelste und Niedrigste, allem wird ein neuer Sinn und Möglichkeit gegeben: jenem des Anfangs der Schöpfung.

    Der liebende Gott im Christentum beruft dazu nicht die Fähigen, sondern befähigt die Angerufenen.

    #fedikirche #katholischekirche #katechese

  11. Buddha ist es, von dem die Gedanken eingeben können, er sei in besonderer Nähe zu Jesus. Buddha steht ebenso in einer erschreckenden, fast übermenschlichen Freiheit. Zugleich besitzt er auch eine Güte, mächtig wie eine Weltkraft.

    Als Vorläufer von Jesus mag nicht nur Johannes der Täufer angesehen werden, vielleicht auch im Herzen der antiken Kultur Sokrates und in östlicher religiöser Erkenntnis Buddha. Dessen Freiheit ist jedoch nicht jene von Jesus. Es ist mehr die furchtbare Erkenntnis von der Nichtigkeit der gefallenen Welt.

    Die Freiheit Christi kommt daraus, dass er ganz in der Liebe Gottes steht. Jesu Gesinnung ist jener Ernst Gottes die Welt heilen zu wollen.

    Wenn Buddha das Leid überwinden will, ins Nichts auflösen, nimmt Jesus es an, heilt es. Er gibt dem Menschen Hoffnung und Glaube, dass es nicht sinnlos, nichtig ist, sondern Sinn erhält in der Liebe und Gerechtigkeit Gottes.

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  12. Wenn ein Christ #Vergebung schenkt, dann nicht, weil er so edel und moralisch überlegen ist. Er verbindet die Vergebung des Menschen mit jener Gottes. Seine Vergebung ist Geschenk, Gnade. Gott findet im Menschen Würdigkeit nicht vor, sondern begründet sie. Weil Christen von Gott vergeben wird, sie erlöst sind und dadurch frei, können sie leichter dem Anderen vergeben, werden schöpferisch.

    Vergebung ist Teil von etwas größerem: der Liebe. Vergebung ist jene Gestalt, die Liebe annimmt, wenn ihr unrecht getan.

    Gottes Vergebung ist aber noch mehr: sie ist Sühne. So stellt ER wahre Gerechtigkeit her. Er nimmt jenes, was die Schuldner ihm schulden und legt es sich selbst auf. So entsteht die Grundgestalt des glücklichen christlichen Daseins: Erlösung, daher leben Christen in der Freude. Dieser Geist wirkt in ihnen, wird mitvollzogen, weil er auch genossen wird. Es ist die Liebe zum Nächsten, gerade in der Vergebung.

    #fedikirche #katholischekirche #katechese #sünde #christentum #mission

  13. Wer Christus folgen will muss seine bisherige Antwort des Herzens auf erfahrenes Unrecht, Groll, den Willen zum Rechtbehalten überwinden. Dann wird man wahrhaft frei.

    Das bedeutet Versöhnungsbereitschaft, Verzicht auf die scheinbar klare und sichermachende Abwehrhaltung des Hasses, die Furcht überwinden, zu vertrauen und Ungeschütztheit dennoch wagen, weil man weiß, dass der Feind das Eigentliche nicht verletzen kann. Es bedeutet sich darüber klar zu sein, dass das Böse einem Übel will, man darum immer weniger enttäuscht wird, man darum wachsam ist und entschlossen, denn Christsein heißt, wahrer Realist sein.

    Rache steht dem Menschen näher als Vergebung. Doch gerade Vergebung macht frei vom Verhalten anderer, schenkt eine unantastbare innere Ehre. Das gehört zur eigentlichen und wahren Selbstbestimmung eines Christen, die er in innerer Freiheit wahrnimmt.

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  14. Es ist nicht so, dass auf der einen Seite der gläubige Christ steht, auf der anderen die verfallene Welt. Der Glaube muss auch in der oft vom Bösen verunstalteten Weltwirklichkeit, im lebendigen Sein des Gläubigen verwirklicht werden.

    Als Christ blickt man nicht auf andere, die nicht glauben, oder andere kulturelle Strömungen herab, sonst wäre Christsein nur eine religiöse Form persönlicher Selbstbehauptung. Ein "Ich bin Christ" vernebelt oft, dass es ein Geschenk Gottes ist, immerfort Christ werden zu können. Christsein ist nicht die Form eines Habens, eines Standorts zur Beurteilung anderer, sondern eine Bewegung.

    Auch Christ zu sein ist wie alles im Leben nicht in der Weise von Sicherheit gegeben. Aber Christsein ist in der Weise des Anfangens, Unterwegsseins, Werdens, Vertrauens, Hoffnung und Bitte geschenkt. Von einem Gott im Christentum, der die Liebe ist und darum nur das Gute für einen will.

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