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#katechese — Public Fediverse posts

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  1. Ein Christ darf sich niemals beruhigen, dass Christus hat sterben müssen. Niemals darf er es als richtig, in Ordnung hinnehmen, dass die Erlösung durch Christi Tod geschah.

    Sonst kommt eine Starrheit, Gleichgültigkeit, Unmenschlichkeit in christliches Leben hinein, das es zerstört. Dann würde bald die Sünde relativiert, der sündige Mensch selbst rehabilitiert. Dann würde das Leben des Herrn aufhören ein wirklich gelebtes zu sein, ein wirkliches Kommen, Handeln, Wollen, Erfahren von menschlichen Schicksal. Dann würde er bald nur zu einem Gedanken, einer Idee, einer Option und er wäre zu unreal, um ihn in sein Herz aufzunehmen.

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  2. Als Jesus am Kreuz stirbt, hat er nicht versagt, sondern vollbracht: gehorsam den Willen des Vaters gelebt, der alle Sünden aufwiegt, das Evangelium verkündet, Gottes Reich in die Welt eingeführt, so dass es nah ist. All das ist unabhängig von der Antwort des Menschen darauf.

    So tief man kann soll der Mensch wissen, dass er Sünder und verloren ist. Aus dieser Tiefe des Wissens heraus kann man sich ans Herz Gottes werfen und bitten, dass man zu jenen gehört, die Jesus nicht verloren hat. Und dazu jene, die selbst zu einem gehören und die Nächsten, die ganze Menschheit dazu.

    Jesus hat niemanden verloren, den sein Vater ihm gegeben hat. Es soll uns Zeichen sein, wie groß die Gefahr ist, dass man auf ewig verloren ist und wie wenig dies wahr werden wird, wenn man sich der Liebe Gottes anvertraut.

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  3. Das apokryphe Judasevangelium ist im Umfeld der Gnosis entstanden. In ihm wird Judas als ein einzig Wissender, Guter, sich Opfernder unter den Jüngern dargestellt, der durch seinen Verrat Jesus erst ermöglichte, sein Erlösungswerk am Kreuz zu vollenden. Doch es war keineswegs notwendig, dass sich wider dem "Heiligen Gottes" (Lk 4:34) der Verrat erhebt, damit der Wille Gottes geschieht. Das Bild von Judas mag andererseits auch dem Wunsch entsprochen haben für das quälende Schicksal Jesu einen Schuldigen zu finden und in dessen Verurteilung man den zuinnerst gefühlten Vorwurf an die Juden, an eigenes Versagen, los wurde.

    Aber all diese verwickelten psychologisierenden Gedankengänge sind der Hl. Schrift fremd. Sie gehen aus einer gnostischen romantischen Philosophie des Bösen hervor, widersprechen dem Geist der Offenbarung.

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