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#katechese — Public Fediverse posts

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  1. Als Jesus zum Tod verurteilt wird, kämpft er nicht. Er handelt und redet nicht nach der Logik des Prozesses und Erfordernissen der Selbstverteidigung, sondern anderswoher. Er hat göttliche Wirklichkeit, gesammelte Gegenwärtigkeit, vollkommene Bereitschaft in sich.

    Der Kampf, den er austrägt, ist dunkler Art: für die Wahrheit. Sein ganzer Prozess will sie erdrücken, bis der Mensch sie nicht mehr spürt. Das wird besonders an Pilatus deutlich. Der Richter wird von der Macht der Finsternis in die Dunkelheit geführt, bis er den grausamen, schmachvollen Unsinn, den er tut, nicht mehr fühlt.

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  2. Ein Christ darf sich niemals beruhigen, dass Christus hat sterben müssen. Niemals darf er es als richtig, in Ordnung hinnehmen, dass die Erlösung durch Christi Tod geschah.

    Sonst kommt eine Starrheit, Gleichgültigkeit, Unmenschlichkeit in christliches Leben hinein, das es zerstört. Dann würde bald die Sünde relativiert, der sündige Mensch selbst rehabilitiert. Dann würde das Leben des Herrn aufhören ein wirklich gelebtes zu sein, ein wirkliches Kommen, Handeln, Wollen, Erfahren von menschlichen Schicksal. Dann würde er bald nur zu einem Gedanken, einer Idee, einer Option und er wäre zu unreal, um ihn in sein Herz aufzunehmen.

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  3. Gottes letztes Gericht ist keine Wirkung seines ewigen Waltens. Es ist Teil seines geschichtlichen Handelns. Danach kommt die #Ewigkeit, ohne Tun, reines Sein, ewige Erfüllung.

    Der Maßstab des Gericht Gottes am Menschen richtet sich danach, wie dieser seine Pflicht getan, gestrebt, gekämpft, gelitten für das Gute. Es ist Wirkung eines größeren Maßstabs: Dem, ob man es aus jener Liebe heraus getan hat, die sich auf Jesus richtet.

    Jesus ist nicht allein Messender, der prüft, er ist Maßstab. Nicht allein Richter, der urteilt, sondern selbst Maßstab, nach dem menschliche Werke gelten. Hinter jeden, dem man Böses zugefügt, wird dann Jesus stehen und für ihn einstehen.

    Aber auch für einen selbst: denn Jesus ist der Erlöser, jener, der sagen wird: dieser Mensch ist ein Sünder, hat mich aber ebenso geliebt, an mich geglaubt, für seine Sünde bin ich am Kreuz gestorben, darum ist es gerecht, dass er lebt in Ewigkeit.

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  4. Buddha ist es, von dem die Gedanken eingeben können, er sei in besonderer Nähe zu Jesus. Buddha steht ebenso in einer erschreckenden, fast übermenschlichen Freiheit. Zugleich besitzt er auch eine Güte, mächtig wie eine Weltkraft.

    Als Vorläufer von Jesus mag nicht nur Johannes der Täufer angesehen werden, vielleicht auch im Herzen der antiken Kultur Sokrates und in östlicher religiöser Erkenntnis Buddha. Dessen Freiheit ist jedoch nicht jene von Jesus. Es ist mehr die furchtbare Erkenntnis von der Nichtigkeit der gefallenen Welt.

    Die Freiheit Christi kommt daraus, dass er ganz in der Liebe Gottes steht. Jesu Gesinnung ist jener Ernst Gottes die Welt heilen zu wollen.

    Wenn Buddha das Leid überwinden will, ins Nichts auflösen, nimmt Jesus es an, heilt es. Er gibt dem Menschen Hoffnung und Glaube, dass es nicht sinnlos, nichtig ist, sondern Sinn erhält in der Liebe und Gerechtigkeit Gottes.

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