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#syndikalismus — Public Fediverse posts

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  1. Die FAUD im Untergrund: Illegale Arbeit und die Opfer der NS-Zeit
    Ein Vortrag von Hartmut Rübner

    📆Freitag, 23. Oktober 2026
    🕑19:30 Uhr
    📍FAU-Lokal, Grüntaler Straße 24, 13357 Berlin​​​​​​​
    🫰Spende

    Schon vor dem Verbot durch den NS-Staat bereitete sich die FAUD auf die illegale Arbeit vor und überführte ihre offiziellen Strukturen in eine Untergrundstruktur, die bis 1935/37 weitgehend intakt blieb. Sie verteilte eingeschmuggelte Literatur, verbreitete selbst hergestellte (Zeit-)Schriften, baute ein grenzüberschreitendes Verbindungsnetz auf, organisierte Fluchtwege und versuchte, Nachrichten mit dem Ausland auszutauschen. Die Gruppe Deutsche Anarchosyndikalisten im Ausland richtete Stützpunkte in Amsterdam, Paris, Stockholm und Barcelona ein. Doch es gelang der Gestapo, die illegalen Strukturen zu zerschlagen. Viele überlebten den Terror nicht.

    Eine Veranstaltung der AG Geschichte und Zukunft der FAU mit Beteiligung der GLI.

    FAUBerlin #FAUD #AnarchistischeGeschichte #Syndikalismus #Anarchosyndikalismus

  2. Wir laden ein: Vortrag zum Thema "Anarchosyndikalistinnen - Deutschsprachige Frauen im historischen Anarcho-Syndikalismus" von Helge Döhring am 18. Oktober 2026 um 18 Uhr. Wir freuen uns auf euch!

    Zum Inhalt:
    Die Geschichte des Anarcho-Syndikalismus wurde über Jahrzehnte vor allem als Geschichte männlicher Akteure erzählt, wodurch der Beitrag von Frauen systematisch marginalisiert oder vollständig ausgeblendet wurde. Neuere Forschungen zeigen jedoch, dass Frauen nicht nur unterstützende Rollen innehatten, sondern als Organisatorinnen, Publizistinnen, Bildnerinnen und Netzwerkerinnen entscheidend zum Funktionieren und Fortbestand der Bewegung beitrugen. Ohne ihre Arbeit wären viele zentrale Strukturen, insbesondere in den Bereichen Presse, Bildung, Solidarität und Exil, nicht denkbar gewesen.

    Zum Helge Döhring:
    Helge Döhring, geb. 1972, Historiker und Literaturwissenschaftler, lebt in Bremen. Buchveröffentlichungen zur syndikalistischen und anarchistischen Arbeiterbewegung. Verfasser des Buches „Anarcho-Syndikalismus. Einführung in die Theorie und Geschichte einer internationalen sozialistischen Arbeiterbewegung“ (2017). Mitarbeiter und Mitbegründer des Instituts für Syndikalismusforschung und Mitherausgeber des Jahrbuchs „Syfo – Forschung&Bewegung“.

    #veranstaltungshinweis #syndikalismus #anarchismus #erfurt #helgedoehring #geschichte #frauen #buchtipp #FAU #politik

  3. KAMPF! Organ für #Anarchismus und #Syndikalismus

    Alle Ausgaben der Hamburger Zeitung KAMPF! – Unabhängiges Organ für #Anarchismus und #Syndikalismus sind nun online. Erschienen ist sie vom 1. Mai 1912 bis zur Ausgabe Nr. 24 – Juni 1914
    archivkarlroche.wordpress.com/

  4. Geschichte des Anarchosyndikalismus - die FAUD in der Weimarer Republik und die Rolle Erfurts in Erwartung der NS-Diktatur.

    1932 fand in Erfurt nach 1922 der zweite aber der letzte FAUD-Reichskongress statt. Dort wurde für den Fall der Machtübergabe an die Nationalsozialisten festgelegt, dass die Geschäftskommission in Berlin aufgelöst und ihre Aufgaben auf bestimmte Mitglieder der FAUD in Erfurt übertragen werden sollten, damit von dort aus die FAUD illegal weiter geleitet werden konnte. (Hat nicht so problemlos funktioniert wie gedacht)

    Im übrigen war vorgesehen, die illegale Arbeit besonders durch Geldsammeln, durch Unterstützung der Angehörigen von Gefangenen und durch laufende Besprechungen zu fördern. Nach dem Umsturz wurden die Organisationen der FAUD zwar im gesamten Reich zum Teil durch polizeiliche Zugrifffe, zum größeren Teil von selbst aufgelöst, aber besonders in West-, Südwest- und Mitteldeutschland sowie in Berlin und in Hamburg in getarnter Form, jedoch in verkleinertem Umfange fortgeführt.

    Auf dem Kongress wurden auch Fluchtwege und illegale Grenzübertrittsmöglichkeiten diskutiert, so daß die FAUD nach Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30.1.1933 handlungsfähig blieb.

    Also: aus der Geschichte lernen und stets gut vorbereitet in die Zukunft!

    #anarchism #anarchismus #fau #erfurt #diktatur #thueringen #kongress #geschichte #solidarisch #syndikalismus #wahl #autistici #DigitalAutonomy #zukunft

    anarchismus.at/texte-anarchosy

  5. Vortrag: Rudolf Rocker „Die Berliner Jahre“ (1919 bis 1933)

    Als Rudolf Rocker Ende 1918 aus dem Exil zurückkehrte, erlebte die syndikalistische und anarchistische Bewegung in Berlin gerade einen neuen Aufschwung. Der Vortrag zeichnet Rockers Engagement in der libertären Bewegungen nach, besonders innerhalb der FVdG/FAUD, der FKAD und der 1922 gegründeten IAA. Sein publizistisches Schaffen, seine Vorträge und sein Einsatz für die Gilde freiheitlicher Bücherfreunde sind ebenso Thema wie seine Rolle in den Kontroversen innerhalb der Bewegung und die Beziehungen zu Aktiven des internationalen Anarchismus. Auch seine Lebensgefährtin Milly Witkop erfährt eine gebührende Würdigung.

    Ein Vortrag von Klaus Decker.
    Eine Veranstaltung der AG Geschichte und Zukunft der FAU mit Beteiligung der GLI.

    📆Freitag, 18. September 2026
    🕑19:30 Uhr
    📍FAU-Lokal, Grüntaler Straße 24,13357 Berlin
    berlin.fau.org/2026/08/31/vort

    #FAU #FAUBerlin #FAUD #RudolfRocker #MillyWitkop #AnarchistischeGeschichte #Syndikalismus #Anarchosyndikalismus

  6. Schwarze Flamme

    Revolutionäre #Klassenpolitik im #Anarchismus und #Syndikalismus
    Schwarze Flamme ist eine Geschichte der Gegenmacht: Das Buch legen eine umfassende Systematik und internationale Geschichte des Anarchismus und eine Auseinandersetzung mit Kernfragen wie Organisierung, Strategie und Taktik vor.
    edition-nautilus.de/programm/s

  7. RE: mastodon.gamedev.place/@STJV/1

    Syndikalistische Gewerkschaft STJV aus Frankreich kämpft gegen Massenentlassungen bei Xbox:

    #xbox #microsoft #it #Gewerkschaft #Kündigung #Streik #Frankreich #Syndikalismus

    Für Arbeiter:innen aus IT- und Gaming-Industrie in Deutschland - meldet euch bei @faubit

  8. Anarchismus: Die lange Geschichte einer politischen Utopie

    Ein nettes Einführungs-Feature von Deutschlandfunk Kultur mit Infos zur FAU und unserer Vorgänger:innenorganisation der FAUD

    deutschlandfunkkultur.de/wer-i

    PS: Wir sind wesentlich mehr als 1800 Leute und der Verfassungsschutz wirklich keine seriöse Quelle die pressetechnisch geächtet gehört.

    #Anarchismus #Anarchie #Gewerkschaft #Bakunin #Syndikalismus #Utopie #Produktion #Demokratie #Wirtschaft #Berlin #Leipzig #FAU #FAUD #CNT #Anarchosyndikalismus #Verfassungsschutz #Kollektivbetrieb #Kollektiv #Eventmanagement #IT

  9. „Die FAU wird größer und ernsthafter“ – Unser Online-Magazin "Direkte Aktion" berichtet ausführlich über unseren jährlichen Bundeskongress, übrigens den 50.! Internationale Gäste, Kontroversen, Diskussion der aktuellen, geopolitischen Lage und schöne genossenschaftliche Momente - schaut rein: direkteaktion.org/2026/06/bund

    @labournet_de

    #Gewerkschaft #FAU #Syndikalismus #ICL #Gewerkschaft #Gewerkschaften #Internationalismus #Arbeitskampf

  10. +++ Nächsten Freitag! +++

    Kommt zum 3. Teil des Vortrags über die Geschichte der FAUD Berlin:

    "Der Abwehrkampf gegen den Faschismus 1929 bis 1933 und der Widerstand gegen die NS-Diktatur"

    Wir berichten u. a. von den Protesten gegen den „Blutmai 1929“, dem 18. Kongress in Berlin 1930, der Kampfgemeinschaft gegen „Reaktion und Faschismus“, der FAUD-Agitprop-Gruppe „Es blitzt“ und den illegalen Aktivitäten des eigenen Widerstandsnetzes, das bis 1937 handlungsfähig blieb.

    📆 Freitag, 05. Juni 2026
    🕢 19.30 Uhr
    📍 FAU-Lokal, Grüntaler Straße 24, 13357 Berlin
    ℹ️ gustav-landauer.org/content/vo

    @FAU_Berlin @FAU

    #Anarchismus #Geschichte #History #Berlin #FAU #FAUBerlin #FAUD #Vortrag #Arbeit #Syndikalismus #Anarchosyndikalismus #Gewerkschaft #BlutMai #Antifa #Antifaschismus #Widerstand #Wedding

  11. Buchkritik von DLF Podcast

    ❤️🖤Alles muss man selber machen: Zur Geschichte der Rätebewegungen, von der Pariser Kommune bis Rojava
    ...ein Buch über Menschen, die sagen: So kann es nicht weitergehen - wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. Ob in den Straßen von Paris 1871, den Fabriken Petrograds 1917, den Städten u Dörfern Nordsyriens oder im Urwald von Chiapas - überall entstanden im Zuge von sozialen Konflikten u Aufständen Räte: Selbstorganisierte Zusammenschlüsse in allen gesellschaftlichen Bereichen, die nicht nur protestieren, sondern beginnen, das gesamte Leben neu zu gestalten. Christopher Wimmer erzählt in lebendigen Szenen, wie solche Bewegungen entstehen, wie sie funktionieren - und woran sie oft auch scheitern. Er zeigt an unterschiedlichen historischen Beispielen, wie Menschen Schulen und Krankenhäuser selbst verwalten, wie sie Entscheidungen im Kollektiv treffen, Güter verteilen, Streit schlichten, sich verteidigen - ohne zentrale Regierung oder Staat.

    #podcast #antiautoritär #chiapas #geschichte #historie #rätemodell #selbstverwaltung #PariserKommune #rojava #sozialismus #direktdemokratie #Rätekommunismus #fau #syndikalismus #basisdemokratie #anarchosyndikalismus

    deutschlandfunkkultur.de/buchk

  12. +++ Save the date +++

    An ihrem 70. Todestag wollen wir der Anarchafeministin Milly Witkop gedenken und an ihr Engagment für den syndikalistischen Frauenbund und die Gefangenen in den Lagern der ehemaligen Sowjetunion erinnern.

    📆 23. November 2025
    🕒 15 Uhr
    📍 am Stolperstein vor ihrem ehem. Wohnhaus Buschkrugallee 246 in Berlin - Britz

    gustav-landauer.org/content/eh

    Danach geht's weiter zur Eröffnung der Ausstellungs über Milly Witkop-Rocker in der Galerie Zeitzone, Adalbertstraße 79, Kreuzberg.

    #Anarchafeminismus #Feminismus #Anarchismus #Gedenken #SexismusTötet #Antifaschismus #GegenJedenAntisemitismus #Syndikalismus #Berlin #Stolpersteine #Anarchosyndikalismus #218abschaffen #MyBodyMyChoice #PatriarchatAbschaffen #Britz #Kreuzberg #MillyWitkop

  13. 1/2

    Warum ich den Industrial Workers of the World beigetreten bin

    Von Margaret Killjoy

    Damals, 2004, vielleicht 2005, arbeitete ich in Portland, Oregon, als Landschaftsgärtner. Es war ein kleines Team, nur drei von uns und unser Chef. Unser Chef war im Großen und Ganzen ziemlich cool. Er hat uns nicht bis auf die Knochen geschuftet. Er war flexibel, was freie Tage anging. Er nannte mich sogar Magpie. Er bezahlte uns unter dem Tisch. Manchmal ließ er die Arbeit sausen, um surfen zu gehen. So ein Typ.

    Tatsächlich sagte ich ihm nach meiner ersten Arbeitswoche: "Hey, ich werde für etwa einen Monat weggehen, um Straßen in Süd-Oregon zu blockieren, um den Verkauf von Altholz zu stoppen, und vielleicht ein bisschen Baumsitting zu betreiben. Wenn ich zurückkomme, kann ich dann meinen Job wiederhaben?", und er sagte ja, und so ging ich für einen Monat weg, und dann kam ich zurück und bekam meinen Job wieder. Eines Morgens rief er mich vor der Arbeit an und sagte: "Hey, du brauchst heute nicht zur Arbeit zu kommen, wenn du nicht willst, wir werden einen Baum fällen." Ich sagte ihm, dass ich ein Problem mit der Abholzung von altem Baumbestand habe, nicht mit dem Fällen von Bäumen, aber ich wusste seine Sorge zu schätzen.

    Doch eines Tages entdeckten wir ein Problem. Wir waren zu dritt in seinem Team. Ich war noch nicht als Transsexueller unterwegs, also war ich ein Junge, ein anderer Junge und ein Mädchen. Das Mädchen war die Größte und Stärkste von uns dreien. Wir fanden heraus, dass sie 25 Cent weniger pro Stunde bekam als ich. Das würde nicht reichen. Da wir alle drei #Anarchisten waren, marschierten wir zum Red & Black Cafe, wo wir einige Wobblies trafen... einige Leute von der Industrial Workers of the World. "Die anarchistische Gewerkschaft", so stand es da, obwohl das nur halb stimmt. "Die anarchistenfreundliche, auf direkte Aktionen ausgerichtete Gewerkschaft, die vor hundert Jahren von einer Kombination aus #Anarchisten und #Sozialisten gegründet wurde", wäre eine genauere, wenn auch wortreiche, Beschreibung.

    Wir marschierten dorthin, gingen zu den Wobblies und sagten: "Wir sind 100 % unseres Arbeitsplatzes und wir sind bereit, morgen in den #Streik zu treten, um gleichen #Lohn für Frauen und Männer zu fordern."

    Die Wobblies sahen uns an, und einer von ihnen sagte: "Ja, cool, wir haben unsere offenen Treffen für neue Mitglieder am ersten Sonntag jedes zweiten Monats, und das letzte war nächste Woche, also kommt in sieben Wochen wieder und wir werden euch anmelden."

    An diesem Tag wurde ich also nicht zu einem Wackelkandidaten.

    Stattdessen meldeten wir drei uns am nächsten Morgen bei der Arbeit und sagten unserem Chef: "Sie haben die Wahl. Entweder du zahlst ihr dasselbe wie Magpie, oder du hast keine Angestellten mehr."

    Also bekam sie eine Gehaltserhöhung, und ich grub wieder Löcher für 10 Dollar die Stunde, und ich lernte etwas Einfaches und allgemein Wahres: Eine Gewerkschaft hat Macht.

    Dann sparte ich erfolgreich genug Geld für ein Flugticket in die #Niederlande, kündigte meinen Job und flog über den Ozean, um in einem besetzten Haus zu leben und zu versuchen, mich zu verlieben, was nicht gelang.

    Die Geschichte der Gewerkschaften im 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten ist, offen gesagt, erschreckend. Wie so oft fungierten die Gewerkschaften eher als Organisationen der weißen Vorherrschaft denn als Instrumente zur Förderung der Interessen der Arbeiterklasse. Wenn man eine Gewerkschaft hat, die nicht-weiße Arbeiter ausschließt, was bei den meisten Gewerkschaften der Fall war, dann hat man eine Organisation, deren Zweck es ist, die Machtstruktur der weißen Vorherrschaft zu erhalten. So einfach ist das.
    Natürlich gab es Ausnahmen von diesem expliziten Rassismus, aber insgesamt sahen die ersten Gewerkschaften in den USA nicht gut aus.

    Dann, 1905, traf sich eine Gruppe von Sozialisten und Anarchisten in #Chicago und gründete die Industrial Workers of the World, eine syndikalistische, #antirassistische und #antisexistische Gewerkschaft. Sie verbreitete sich wie ein Lauffeuer und organisierte Menschen, die von den traditionellen Gewerkschaften abgelehnt oder ignoriert worden waren - #Wanderarbeiter, #Landstreicher und eingewanderte Arbeiter aus den "schlechten" Teilen Europas, wie #Italien und #Osteuropa, sowie Menschen aus #China und #Mexiko.

    Als ich das erste Mal von den IWW hörte, verwirrte mich der Name. Ich hatte angenommen, dass sie Arbeiter organisierten, die "industrielle" Arbeit verrichteten. Leute, die, ich weiß nicht, Metall in Öfen schmelzen oder mit Hämmern auf Dinge einschlagen. Leute, die Nitzer Ebb und Nine Inch Nails hörten, vielleicht, oder zumindest die Leute, die Nägel herstellten.
    Das ist überhaupt nicht die Idee hinter der #Industriegewerkschaft. "Industriell" bedeutet in diesem Zusammenhang "ganze Industrien". Dies wird mit "Trade Unionism" verglichen. In der #Handelsgewerkschaft gibt es vielleicht eine Bremsergewerkschaft, eine Schaffnergewerkschaft und eine Gewerkschaft der Gleisbauer, die alle voneinander getrennt sind. In der Industriegewerkschaft ist jeder, der bei der Bahn arbeitet, in derselben großen Gewerkschaft.
    Damit entfällt eines der wichtigsten Mittel, mit denen die Chefs die Gewerkschaft brechen können. Sie können nicht mehr getrennt mit den Schaffnern verhandeln und somit deren Interessen gegen die der Bremser ausspielen.

    Der #Antirassismus und #Antisexismus der IWW diente dazu, eine andere Art der Spaltung der #Arbeiterklasse zu verhindern: Die Vorherrschaft der Weißen war lange Zeit eines der wirksamsten Mittel des #Kapitalismus gegen die Arbeiterklasse, und immer wenn weiße Arbeiter streikten, holten die Bosse schwarze (oder chinesische oder mexikanische, je nach Region des Landes) Streikbrecher und schürten einen kleinen #Ethnienkrieg.
    Infolge der Organisierung durch die #IWW gab es Orte wie die #Docks in Philadelphia, wo sich in den 1910er Jahren schwarze und weiße Langarbeiter gemeinsam organisierten. Alle, die auf den Docks arbeiteten, organisierten sich gemeinsam, von denen, die auf den Tiefseedocks arbeiteten (die früher am besten bezahlt wurden) bis hin zu den Feuerwehrleuten des Docks, alle in Local 8 der IWW. Sie waren demokratisch, scheuten sich nicht vor direkten Aktionen und verbesserten ihr eigenes Leben durch die gemeinsame Arbeit erheblich.

    Die Geschichte der #Gewerkschaftsbewegung des 19. Jahrhunderts in #Amerika ist peinlich, weil die #Gewerkschaften in erster Linie als Vertreter der weißen #Vorherrschaft fungierten. Die Gewerkschaftsbewegung in der Mitte des 20. Jahrhunderts hat keinen viel besseren Ruf, weil die Gewerkschaften, sobald sie sich etabliert hatten, zu einer eigenen #Machtstruktur wurden, die für ihre eigene #Korruption anfällig war. Ihre Verbindungen zum organisierten Verbrechen wurden immer enger, und einige machten sogar gemeinsame Sache mit den Bossen. Trotz der Korruption war ein gewerkschaftlich organisierter Arbeitsplatz immer besser für den Arbeitnehmer als ein nicht gewerkschaftlich organisierter Arbeitsplatz, und viele der großen Gewerkschaften haben schließlich ihre eigene Korruption ausgemerzt. Dennoch hebt sich die Arbeit der IWW zu Beginn des 20. Jahrhunderts leuchtend von der Mehrheit der gewerkschaftlichen Organisierung ab, die davor und danach stattfand.

    Die #Wobblies waren und sind Menschen, die kein Interesse am Aufbau korrumpierbarer Strukturen hatten, die keine Angst vor dem eigentlichen Kampf hatten und haben.
    Bei meinen #Recherchen für meinen #Geschichtspodcast kamen die IWW immer wieder zur Sprache. Einiges davon war mir bekannt, wie z. B. die Kämpfe um die #Meinungsfreiheit im Westen, wo #Landstreicher zu Hunderten und Tausenden auftauchten, um verhaftet zu werden, weil sie sich in #Boomtowns organisierten und ins #Gefängnis geworfen wurden, bis die Stadt sie schließlich alle freilassen und die Meinungsfreiheit wieder zulassen musste. Bei diesen Kämpfen starben Menschen, weil sie in den Gefängnissen misshandelt wurden. Andere wurden von rechtsgerichteten Mobs angegriffen und gefoltert. Aber sie gewannen.

    Ein anderes Mal tauchten die IWW bei meinen Recherchen an Stellen auf, an denen ich sie überhaupt nicht erwartet hatte. Zum Beispiel, wie einflussreich sie in der mexikanischen Revolution waren: Kurz vor der mexikanischen #Revolution inszenierte eine massive anarchistische Fraktion, die sich ironischerweise "Liberale Partei" nannte und zum Teil von einem indigenen Anarchisten namens Ricardo Flores #Magón angeführt wurde, bewaffnete Aufstände im ganzen Land. Am Ende brachen diese Aufstände zusammen, aber sie ebneten innerhalb weniger Jahre den Weg für eine liberalere Revolution. Ein großer Teil der Organisation dieser Revolutionen fand in den USA jenseits der Grenze statt und wurde von den multirassischen, internationalen IWW geleistet, die sich damals stark für die Organisierung von #eingewanderten und mexikanischen Minenarbeitern engagierten. Das bedeutet, dass deutsche Anarchisten mit dem Gewehr in der Hand neben ihren mexikanischen Kollegen stehen und für die Befreiung #Mexikos von der Unterdrückung kämpfen, was ein cooles Bild ist.

    Manchmal reichten die Fäden, die zu den IWW zurückführten, länger. Die Gründung der IWW hat den Lauf der Geschichte in der ganzen Welt entscheidend verändert. Ihre Ideen waren revolutionär, und zwar nicht nur, weil sie für die Revolution eintraten, sondern weil sie revolutionierten, was #Gewerkschaftsarbeit sein konnte. Sie brachten die Ideen des #Syndikalismus in den Vordergrund, und überall auf der Welt begannen die Menschen, sich entlang der Linien von #Industriegewerkschaftern und #Syndikalisten - oft #Anarchosyndikalisten - zu organisieren.

    (...)

  14. Anarchosyndikalismus muss Landrückgabe bedeuten

    In einem Beitrag zum nordamerikanischen @AnarchistUnionJournal fordert Jeff Shantz im April 2024 die Rückgabe kolonial geraubten Landes an die indigenen Ureinwohner*innen:

    "Ein Grundsatz des grünen Syndikalismus ist, dass die Entwicklung und Ausbreitung des Kapitalismus durch untrennbar miteinander verschränkte Formen der Zerstörung (von Land, sowie von menschlichen und nicht-menschlichen Gemeinschaften) geschieht.

    Die Zerstörung von natürlichem Leben und die Zerstörung von menschlichem Leben gehen Hand in Hand. Ein Antrieb dazu ist die Ausbeutung der (auf Rohstoffe reduzierten) Natur und die Ausbeutung des Menschen (als Arbeitskraft).(...)

    Im Zusammenhang mit Siedlungskolonialismus bedeutet dies, die Wirklichkeiten der kolonialen Besiedlung (und ihre noch andauernde Entwicklung) ernst zu nehmen. Das bedeutet Solidarität mit indigenen Forderungen nach #Landrückgabe

    Der Siedlungs-#Kolonialismus ist einer der größten Verursacher*innen der #Klimakrise
    Und indigene Menschen kümmern sich in überwiegender Mehrheit um die weltweite #Artenvielfalt .(...)

    #Syndikalismus darf also nicht bedeuten, dass Arbeitsplätze oder Betriebe auf gestohlenem Land betrieben werden.(...)"

    #LandBack #Anarchosyndikalismus #IWAAIT #proIAA

    anarchosyndikalismus.blackblog

  15. #Sticker zum #libertärerSozialismus haben auf dem #37C3 Fragen aufgeworfen: "Was genau meint ihr damit?" oder "Zählt ihr euch etwa zu den 'libertarians' aus den USA?" (natürlich nicht!)

    Zur Orientierung: #JonathanEibisch|s Überblick über anarchistische #Transformationsstrategien: media.ccc.de/v/37c3-57869-anar (Details zu "unserem" #AnarchoSyndikalismus: fau.org oder in den lokalen Syndikaten im direkten Gespräch) #fireshonks23 #syndikalismus

  16. Wir sprechen mit dem Generalsekretär der alterwürdigen Sveriges Arbetares Centralorganisation Gabriel Kuhn. Wie ist der Syndikalismus und Anarchismus in Schweden aufgestellt, wie entwickelt sich die aktuelle politische Situation im Land?

    Jetzt unter -> youtube.com/watch?v=L9YLjNkQah

    #Anarchismus #Anarchie #Sozialismus #Kommunismus #Syndikalismus #SAC #Schweden #GabrielKuhn

  17. Vortrag (Audio) von Renate #Brucker über Clara #Wichmann: archive.org/details/Renate_Bru

    Von Renate Brucker gibt es im Verlag @Graswurzelrevolution ein Buch über Clara Wichmann: Vom revolutionären Elan, Beiträge zu Emanzipationsbewegungen 1917-1922: graswurzel.net/gwr/produkt/vom

    #Syndikalismus #Anarchismus

  18. Unser erstes Interview vom internationalen anarchistischen Treffen in St. Imier. Wir haben den Genossen Martin Veith zur anarchistischen Bewegung und der politischen Situation in Rumänien befragt.

    Jetzt auf YouTube: youtube.com/watch?v=zDDKVH_lnm

    Spotify: open.spotify.com/episode/3NuOP

    und Co. linktr.ee/uebertage

    Veröffentlichungen von Martin könnt ihr hier finden: syndikalismusforschung.info/ma

    #Anarchismus #Anarchie #Anarchy2023 #StImier #MartinVeith #Syndikalismus #Links #Kommunismus #Rumänien #Übertage #Interview

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