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#geschichten — Public Fediverse posts

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  1. Kampagnenarbeit

    #Strategien #Aktion #Geschichten

    Wie wird aus einer Idee eine Kampagne, die Menschen bewegt?

    7 Module widmen sich Strategien, Aktionsformen und der Kraft von Geschichten, um deine Kampagne zum Erfolg zu führen.

    organisiert-euch.de/kampagnena

  2. Kampagnenarbeit

    #Strategien #Aktion #Geschichten

    Wie wird aus einer Idee eine Kampagne, die Menschen bewegt?

    7 Module widmen sich Strategien, Aktionsformen und der Kraft von Geschichten, um deine Kampagne zum Erfolg zu führen.

    organisiert-euch.de/kampagnena

  3. Kampagnenarbeit

    #Strategien #Aktion #Geschichten

    Wie wird aus einer Idee eine Kampagne, die Menschen bewegt?

    7 Module widmen sich Strategien, Aktionsformen und der Kraft von Geschichten, um deine Kampagne zum Erfolg zu führen.

    organisiert-euch.de/kampagnena

  4. Kampagnenarbeit

    #Strategien #Aktion #Geschichten

    Wie wird aus einer Idee eine Kampagne, die Menschen bewegt?

    7 Module widmen sich Strategien, Aktionsformen und der Kraft von Geschichten, um deine Kampagne zum Erfolg zu führen.

    organisiert-euch.de/kampagnena

  5. Kampagnenarbeit

    #Strategien #Aktion #Geschichten

    Wie wird aus einer Idee eine Kampagne, die Menschen bewegt?

    7 Module widmen sich Strategien, Aktionsformen und der Kraft von Geschichten, um deine Kampagne zum Erfolg zu führen.

    organisiert-euch.de/kampagnena

  6. Die Welt nach dem Kapitalismus

    Solarpunk und Kapitalismus sind nur schwer vereinbar – nicht nur im Manifest wird die Bewegung als postkapitalistisch beschrieben, was eine wichtige Grundlage für das Punk-Element darstellt. Aber was bedeutet das konkret, insbesondere für Solarpunk-Geschichten? Wie kommen Menschen an das, was sie zum Leben brauchen? Und wie äußert sich das für die Figuren, die in diesen Welten leben? Ein paar Ideen.

    „Capitalism is over if you want it“ by Koushik Chowdavarapu, Unsplash

    Was ist Kapitalismus eigentlich?

    Achtung, Theorieblock: Kapitalismus ist ein umkämpfter Begriff, lässt sich aber über einige Kernmerkmale definieren: Die Produktionsmittel – also Dinge wie Fabriken, die man braucht, um etwas herzustellen – befinden sich in Privateigentum. Das führt zu einer grundlegenden Spaltung: Es gibt Menschen, denen diese Produktionsmittel gehören, und Menschen, die nur ihre Arbeitskraft besitzen und diese deswegen verkaufen müssen, um zu überleben. Es entsteht eine Klassengesellschaft, die natürlich auch noch Abstufungen haben kann.

    Zudem werden Dinge im Kapitalismus nicht in erster Linie für ihren Gebrauchswert hergestellt – ein Stuhl zum Sitzen, ein Brot zum Essen –, sondern für ihren Tauschwert: das, was sich damit auf Märkten verdienen lässt. Märkte vermitteln dabei zwischen Angebot und Nachfrage und ermitteln so den Preis.

    Ich finde es außerdem hilfreich, Kapitalismus nicht als binäre Kategorie zu denken, sondern als Spektrum mit einer zentralen Frage: In welchem Ausmaß werden Entscheidungen danach getroffen, ob sie Investitionen und Vermögen vermehren? Das eröffnet den Blick für Nuancen: Wie kapitalistisch ist eine Gesellschaft gerade? Wird sie kapitalistischer – oder weniger?

    Ein Beispiel: Wohnen. Auf der einen Seite des Spektrums steht ein Wohnungsmarkt, der komplett am Kapital orientiert ist: Wohnraum wird als Anlageobjekt und Renditequelle behandelt, Mieten richten sich ausschließlich nach Zahlungsbereitschaft und sind nach oben offen. Am anderen Ende steht ein System, in dem Wohnungen nach Bedürfnissen vergeben (und darüber hinaus vielleicht ausgelost) werden.

    Die meisten real existierenden Städte liegen irgendwo dazwischen: Wien mit seinem hohen Anteil an Gemeindebauten ist auf dem Spektrum deutlich weiter von der reinen Marktlogik entfernt als etwa Berlin, das gerade in den letzten zwei Jahrzehnten immer stärker in Richtung Kommerzialisierung gerückt ist. Und natürlich ist diese Ausrichtung in beiden Städten umkämpft. Diese graduelle Betrachtung macht sichtbar: Es gibt nicht nur „Kapitalismus“ oder „Nicht-Kapitalismus“, sondern viele Abstufungen dazwischen – und Bewegung ist in beide Richtungen möglich.

    Das ist auch die gute Nachricht: Kapitalismus ist nicht so alternativlos, wie uns seine Verfechter:innen gerne glauben machen wollen. Es gibt viele Alternativen – manche existieren bereits heute real in Nischen und könnten sich ausbreiten, andere sind große Ideen, die erst noch ausprobiert werden müssen.

    Was bedeutet das für Figuren im Postkapitalismus?

    Wenn wir Geschichten in postkapitalistischen Welten erzählen wollen, stellt sich die Frage, wie sich das im Alltag der Figuren niederschlägt. Ein paar Aspekte sind dabei für mich zentral:

    Absicherung. Figuren in postkapitalistischen Welten müssen nicht fürchten, obdachlos zu werden, wenn sie ihren Job verlieren, oder auf medizinische Versorgung zu verzichten, weil sie sie sich nicht leisten können. Das heißt nicht, dass es keine Konflikte oder Probleme mehr gibt – aber existenzielle Not durch fehlende Ressourcen fällt weg.

    Demokratie – aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Postkapitalistische Gesellschaften sind in der Regel demokratischer organisiert – gerade auch in wirtschaftlichen Fragen, die im Kapitalismus meist der Marktlogik oder privaten Entscheidungen überlassen werden. Das heißt aber nicht, dass jede Figur gleich stark an diesen Prozessen teilnimmt oder teilnehmen will – manche Menschen engagieren sich intensiv in Versammlungen und Planungsprozessen, andere sind eher desinteressiert oder haben andere Prioritäten. Das ist realistisch und macht Figuren vielschichtiger. Es kann auch gut als Konflikt zwischen Figuren thematisiert werden.

    Öffentlicher Luxus. Statt individuellem Reichtum für wenige rückt geteilter Wohlstand in den Vordergrund: großzügige Parks, exzellenter öffentlicher Nahverkehr, frei zugängliche Kultureinrichtungen, Bibliotheken, Gemeinschaftsräume, kollektive Care-Strukturen für Kinder, kranke, behinderte oder ältere Menschen, eine öffentliche Kantine… Figuren müssen nicht privat besitzen, was sie gemeinschaftlich genießen können.

    Strukturelle statt individuelle Solidarität. Hier liegt für mich ein wichtiger Unterschied zu Hopepunk-Erzählungen, in denen Solidarität oft als individuelle moralische Entscheidung einzelner heldenhafter Figuren dargestellt wird. In postkapitalistischen Welten ist Solidarität stattdessen strukturell nahegelegt oder sogar eingebaut: Die Gesellschaft ist so organisiert, dass gegenseitige Unterstützung der Normalfall ist, nicht die Ausnahme, die von besonders guten Menschen ausgeht.

    Kein Schlaraffenland. Wichtig ist dabei: Postkapitalismus bedeutet nicht automatisch, dass alle Probleme verschwinden. Insbesondere zwei Missverständnisse sollten vermieden werden. Postkapitalismus heißt nicht, dass niemand mehr arbeitet – auch in postkapitalistischen Gesellschaften wird produziert, gepflegt, organisiert – nur eben unter anderen Vorzeichen. Und Postkapitalismus bedeutet auch nicht per se absolute Gleichheit. Es kann weiterhin Unterschiede geben – in dem, was Menschen besitzen, in Status, in Einfluss –, nur eben nicht die strukturellen Ungleichheiten, die aus Ausbeutung und Kapitalakkumulation entstehen. Sozialer Druck kann oft ein stärkerer (und subjektiv unangenehmerer!) Faktor sein als formelle Besitzverhältnisse.

    Eine kleine Checkliste für eigene Geschichten:

    • Woher weiß die Leserin, dass deine Charaktere versorgt sind? Was passiert mit ihnen, wenn sie krank oder alt werden oder einfach keine Lust mehr auf ihren aktuellen (oder irgendeinen) Job hat?
    • Wie erlebt sie ihre Arbeit? Ist es immer noch stressig? Darf sie mitreden? Ist sie sehr abhängig von Menschen, die sie als höher in der Hierarchie wahrnimmt?
    • Zeigst du auch Figuren, die wenig zur Gesellschaft beitragen (können) oder Außenseiter:innen sind – und trotzdem versorgt sind? Das ist ein guter Test dafür, ob deine Welt wirklich strukturelle Solidarität zeigt, oder ob Fürsorge nur an Beliebtheit oder Nützlichkeit hängt.
    • Wer trifft welche Entscheidungen? An welchen demokratischen Prozessen nimmt deine Figur teil – und an welchen nicht? Nicht jede Figur muss politisch aktiv sein, aber echte Demokratie lebt auch von Beteiligung.
    • Welche Dinge sind in Privateigentum, und welche nicht? Wie äußert sich das?
    • Welche Konflikte bleiben trotz allem bestehen? Zwischenmenschliche Spannungen, unterschiedliche Wertvorstellungen, Machtfragen?

    Zwei Fragen – und Beispiele aus der Literatur

    Frage 1: Gibt es noch einen Markt?

    Manche postkapitalistischen Entwürfe behalten Märkte bei, grenzen sie aber durch Mechanismen und strenge Regeln ein, die verhindern sollen, dass Menschen und Mitwelt ausgebeutet werden. Meistens ist es der Staat, der diese Grenzen setzt und durchsetzt. Wichtig ist dabei: Auch in regulierten Marktsystemen bleibt die Gefahr der Kapitalakkumulation bestehen – wenn also einzelne Akteure trotz Regulierung übermäßig viel Reichtum und damit Macht anhäufen können. Deswegen braucht es in solchen Systemen Mechanismen, die genau das dauerhaft verhindern.

    Ein Beispiel dafür sind Konzepte wie ein bedingungsloses Grundeinkommen oder Kollektivbetriebe, die zwar innerhalb eines Marktes operieren, aber demokratischer und gerechter organisiert sind als klassische kapitalistische Unternehmen.

    Auch mehrere Solarpunk-Romane denken in diese Richtung: In The Lost Cause von Cory Doctorow etwa treibt ein radikaler Green New Deal die Transformation der USA voran – der Markt wird nicht abgeschafft, aber durch massive staatliche Investitionen und Regulierung so umgestaltet, dass er der ökologischen Transformation dient.

    In Kim Stanley Robinsons Ministerium für die Zukunft wird über den sogenannten Carbon Coin eine neue, an CO₂-Einsparung gekoppelte Währung eingeführt: Wer nachweislich Kohlenstoff einspart oder bindet, erhält diese Währung als Belohnung. Der Markt bleibt bestehen (bzw. wird sogar ein neuer erschaffen); dieser wird aber durch die neue monetäre Anreizstruktur in eine klimafreundlichere Richtung gelenkt.

    Ein weiteres Beispiel ist Theresa Hannings Pantopia. Darin entwickelt eine Künstliche Intelligenz ein globales System von Banken, das über Kreditschöpfung ein Grundeinkommen in einer neuen Währung finanziert. In dieser neuen Währung sind Umweltschäden und Ausbeutung eingepreist, statt externalisiert zu werden – die Produkte werden teurer. Die Transformation gelingt hier vor allem durch monetäre Anreize: Menschen kündigen ihre schlecht bezahlten Jobs, weil das Grundeinkommen es ihnen ermöglicht, und Ladenbesitzer:innen führen das neue Bezahlsystem ein, weil sie an den Gewinnen beteiligt werden. Es entsteht ein System, das zwar noch Markt und sogar Profit kennt, aber ohne die Möglichkeit, Kosten zu externalisieren.

    Frage 2: Sind Konsum und Beitrag noch gekoppelt?

    Die zweite Frage betrifft postkapitalistische Systeme, die den Markt als Koordinationsmechanismus komplett ersetzen. Hier wird die zentrale Unterscheidung, ob das, was Menschen konsumieren dürfen, weiterhin an ihre Leistung oder ihren Beitrag gekoppelt ist, was man auch als Tauschlogik bezeichnen kann.

    Wenn Konsum weiterhin an den Beitrag gekoppelt ist, aber Märkte keine zentrale Rolle mehr spielen, spreche ich von einer Planwirtschaft. Anders als im Realsozialismus mit seiner zentralistischen Top-down-Planung geht es im Solarpunk um dezentrale, demokratisch organisierte Koordination – oft unterstützt durch digitale Werkzeuge, die eine Planung ohne Markt ermöglichen sollen.

    Ein interessantes Beispiel dafür liefert Becky Chambers‘ Dex und Helmling (bzw. die Monk-&-Robot-Reihe). Die Gesellschaft dort kennt zwar noch eine Art Währung – sogenannte Pebbles –, aber diese funktionieren völlig anders als klassisches Geld: Menschen geben sich gegenseitig Pebbles für Leistungen, entscheiden dabei aber selbst, wie viel ihnen etwas wert ist. Es geht weniger um objektiven Tauschwert als um symbolische Anerkennung. Wenn jemand über längere Zeit keine Pebbles verdient, wird das nicht in erster Linie als individuelles Versagen gedeutet, sondern als Signal an die Gemeinschaft, nach dieser Person zu schauen – vielleicht geht es ihr nicht gut. Gleichzeitig ist das System nicht frei von Problemen: Der Kontostand bleibt sichtbar und einsehbar, was durchaus Raum für sozialen Druck oder Vergleich lässt. Interessanterweise sind viele Figuren in den Büchern sehr gestresst, was aber auch mit dem Beruf der Hauptfigur zusammenhängen könnte, die als reisender Teemönch für ein offenes Ohr und Entspannung sorgt.

    Wenn diese Kopplung aufgelöst wird, spreche ich von einer Commons-Logik: Beitrag und Bedürfnis werden komplett entkoppelt. Karl Marx hat das Prinzip einst so zusammengefasst: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“ Wer etwas braucht, bekommt es – unabhängig davon, wie viel diese Person selbst gerade beiträgt.

    Cory Doctorows Walkaway zeigt dieses Prinzip sehr eindrücklich – und macht gleichzeitig deutlich, wie fragil es sein kann. In einem zentralen Handlungsstrang versucht Jimmy, in einer bis dahin tauschlogikfreien Walkaway-Gemeinschaft mit Waffengewalt ein gameifiziertes Ranking-System einzuführen: Wer mehr beiträgt, soll in Zukunft auch mehr bekommen dürfen. Jimmy argumentiert dabei genau mit dem Leistungsgedanken, der im Kapitalismus so tief verankert ist. Limpopo (die tatsächlich nach Meinung fast aller am meisten zu dem Projekt beigetragen hat) lehnt den Vorschlag jedoch ab: Es gehe nicht darum, wer wie viel geleistet habe, sondern darum, dass jede Person das bekommt, was sie braucht. Die Szene macht deutlich, wie tief die Leistungslogik des Kapitalismus sitzt – und wie bewusst sich Commons-Gemeinschaften immer wieder gegen ihre schleichende Rückkehr entscheiden müssen.

    In Ursula K le Guins Freie Geister ist der Konsum ebenfalls vom Beitrag entkoppelt. Gleichzeitig ist das Leben auf dem Mond Annares so hart und unwirtlich, dass Arbeit keineswegs frei gewählt werden kann; harte und gesundheitsschädigende Jobs werden von einem digitalen Planungssystem vergeben und rotieren unter den Bewohner:innen. Der Hauptcharakter ist Physiker und steht kurz vor einem bahnbrechenden Durchbruch, aber ein Konkurrent verhindert seit Jahren durch bürokratische Winkelzüge deren Veröffentlichung. Und auch Annares handelt nach wie vor mit Rohstoffen mit dem kapitalistisch organisierten Planeten Urras, um Credits für wichtige Güter zu erhalten, und erweckt daher häufig den Eindruck einer abhängigen Kolonie. Folgerichtig nennt le Guin ihren Roman im Untertitel „eine ambivalente Utopie“.

    Auch Ruthanna Emrys‘ A Half-Built Garden zeigt diesen Konflikt auf. In den sogenannten Watershed-Gemeinschaften werden Entscheidungen über Ressourcenverteilung in offenen, demokratischen Online-Diskussionsforen ausgehandelt. Es gibt kein sichtbares Konto, keine Kopplung an individuelle Leistung – stattdessen wird kollektiv verhandelt, was gebraucht wird und wie das organisiert werden kann. Gleichzeitig arbeiten einige nach wie vor für die (auf Inseln verbannten) Großkonzerne, was innerhalb der Gemeinschaften für Konflikte sorgt.

    Eine interessante Mischform zeigt Everything for Everyone. Das Buch erzählt in Form fiktiver mündlicher Erinnerungen von einer zukünftigen New Yorker Kommune, deren lokale Organisation stark nach Commons-Logik funktioniert: Es gibt Zentren, in die jede Person kommen und dort versorgt werden kann, unabhängig davon, wer sie ist oder was sie beiträgt. Gleichzeitig wird in einem der Kapitel eine Person interviewt, die an einem internationalen, demokratischen Planwirtschaftskonzept mitarbeitet – hier geht es darum, die vielen einzelnen, lokal in Commons-Logik organisierten Regionen weltweit zu vernetzen und übergeordnet zu koordinieren. Das Buch zeigt damit anschaulich, dass sich Commons-Logik und Planwirtschaft nicht ausschließen müssen, sondern auf unterschiedlichen Ebenen – lokal versus global – parallel existieren können.

    Fazit

    Für Autor:innen, aber auch andere Solarpunks bedeutet das vor allem eins: Es lohnt sich, genau zu überlegen, wie die Wirtschaft in der eigenen Welt bzw. in der Zukunft tatsächlich funktionieren könnte – nicht nur oberflächlich als Kulisse, sondern als Struktur, die das Leben und die Entscheidungsspielräume der Figuren prägt. Wer das durchdenkt, schreibt nicht nur überzeugendere Geschichten, sondern trägt auch dazu bei, dass wir uns als Gesellschaft überhaupt vorstellen können, dass es jenseits des Kapitalismus lebenswerte, gerechtere Alternativen gibt.

    #Wirtschaft #Geschichten #Theorie #solarpunk
  7. Die Welt nach dem Kapitalismus

    Solarpunk und Kapitalismus sind nur schwer vereinbar – nicht nur im Manifest wird die Bewegung als postkapitalistisch beschrieben, was eine wichtige Grundlage für das Punk-Element darstellt. Aber was bedeutet das konkret, insbesondere für Solarpunk-Geschichten? Wie kommen Menschen an das, was sie zum Leben brauchen? Und wie äußert sich das für die Figuren, die in diesen Welten leben? Ein paar Ideen.

    „Capitalism is over if you want it“ by Koushik Chowdavarapu, Unsplash

    Was ist Kapitalismus eigentlich?

    Achtung, Theorieblock: Kapitalismus ist ein umkämpfter Begriff, lässt sich aber über einige Kernmerkmale definieren: Die Produktionsmittel – also Dinge wie Fabriken, die man braucht, um etwas herzustellen – befinden sich in Privateigentum. Das führt zu einer grundlegenden Spaltung: Es gibt Menschen, denen diese Produktionsmittel gehören, und Menschen, die nur ihre Arbeitskraft besitzen und diese deswegen verkaufen müssen, um zu überleben. Es entsteht eine Klassengesellschaft, die natürlich auch noch Abstufungen haben kann.

    Zudem werden Dinge im Kapitalismus nicht in erster Linie für ihren Gebrauchswert hergestellt – ein Stuhl zum Sitzen, ein Brot zum Essen –, sondern für ihren Tauschwert: das, was sich damit auf Märkten verdienen lässt. Märkte vermitteln dabei zwischen Angebot und Nachfrage und ermitteln so den Preis.

    Ich finde es außerdem hilfreich, Kapitalismus nicht als binäre Kategorie zu denken, sondern als Spektrum mit einer zentralen Frage: In welchem Ausmaß werden Entscheidungen danach getroffen, ob sie Investitionen und Vermögen vermehren? Das eröffnet den Blick für Nuancen: Wie kapitalistisch ist eine Gesellschaft gerade? Wird sie kapitalistischer – oder weniger?

    Ein Beispiel: Wohnen. Auf der einen Seite des Spektrums steht ein Wohnungsmarkt, der komplett am Kapital orientiert ist: Wohnraum wird als Anlageobjekt und Renditequelle behandelt, Mieten richten sich ausschließlich nach Zahlungsbereitschaft und sind nach oben offen. Am anderen Ende steht ein System, in dem Wohnungen nach Bedürfnissen vergeben (und darüber hinaus vielleicht ausgelost) werden.

    Die meisten real existierenden Städte liegen irgendwo dazwischen: Wien mit seinem hohen Anteil an Gemeindebauten ist auf dem Spektrum deutlich weiter von der reinen Marktlogik entfernt als etwa Berlin, das gerade in den letzten zwei Jahrzehnten immer stärker in Richtung Kommerzialisierung gerückt ist. Und natürlich ist diese Ausrichtung in beiden Städten umkämpft. Diese graduelle Betrachtung macht sichtbar: Es gibt nicht nur „Kapitalismus“ oder „Nicht-Kapitalismus“, sondern viele Abstufungen dazwischen – und Bewegung ist in beide Richtungen möglich.

    Das ist auch die gute Nachricht: Kapitalismus ist nicht so alternativlos, wie uns seine Verfechter:innen gerne glauben machen wollen. Es gibt viele Alternativen – manche existieren bereits heute real in Nischen und könnten sich ausbreiten, andere sind große Ideen, die erst noch ausprobiert werden müssen.

    Was bedeutet das für Figuren im Postkapitalismus?

    Wenn wir Geschichten in postkapitalistischen Welten erzählen wollen, stellt sich die Frage, wie sich das im Alltag der Figuren niederschlägt. Ein paar Aspekte sind dabei für mich zentral:

    Absicherung. Figuren in postkapitalistischen Welten müssen nicht fürchten, obdachlos zu werden, wenn sie ihren Job verlieren, oder auf medizinische Versorgung zu verzichten, weil sie sie sich nicht leisten können. Das heißt nicht, dass es keine Konflikte oder Probleme mehr gibt – aber existenzielle Not durch fehlende Ressourcen fällt weg.

    Demokratie – aber unterschiedlich stark ausgeprägt. Postkapitalistische Gesellschaften sind in der Regel demokratischer organisiert – gerade auch in wirtschaftlichen Fragen, die im Kapitalismus meist der Marktlogik oder privaten Entscheidungen überlassen werden. Das heißt aber nicht, dass jede Figur gleich stark an diesen Prozessen teilnimmt oder teilnehmen will – manche Menschen engagieren sich intensiv in Versammlungen und Planungsprozessen, andere sind eher desinteressiert oder haben andere Prioritäten. Das ist realistisch und macht Figuren vielschichtiger. Es kann auch gut als Konflikt zwischen Figuren thematisiert werden.

    Öffentlicher Luxus. Statt individuellem Reichtum für wenige rückt geteilter Wohlstand in den Vordergrund: großzügige Parks, exzellenter öffentlicher Nahverkehr, frei zugängliche Kultureinrichtungen, Bibliotheken, Gemeinschaftsräume, kollektive Care-Strukturen für Kinder, kranke, behinderte oder ältere Menschen, eine öffentliche Kantine… Figuren müssen nicht privat besitzen, was sie gemeinschaftlich genießen können.

    Strukturelle statt individuelle Solidarität. Hier liegt für mich ein wichtiger Unterschied zu Hopepunk-Erzählungen, in denen Solidarität oft als individuelle moralische Entscheidung einzelner heldenhafter Figuren dargestellt wird. In postkapitalistischen Welten ist Solidarität stattdessen strukturell nahegelegt oder sogar eingebaut: Die Gesellschaft ist so organisiert, dass gegenseitige Unterstützung der Normalfall ist, nicht die Ausnahme, die von besonders guten Menschen ausgeht.

    Kein Schlaraffenland. Wichtig ist dabei: Postkapitalismus bedeutet nicht automatisch, dass alle Probleme verschwinden. Insbesondere zwei Missverständnisse sollten vermieden werden. Postkapitalismus heißt nicht, dass niemand mehr arbeitet – auch in postkapitalistischen Gesellschaften wird produziert, gepflegt, organisiert – nur eben unter anderen Vorzeichen. Und Postkapitalismus bedeutet auch nicht per se absolute Gleichheit. Es kann weiterhin Unterschiede geben – in dem, was Menschen besitzen, in Status, in Einfluss –, nur eben nicht die strukturellen Ungleichheiten, die aus Ausbeutung und Kapitalakkumulation entstehen. Sozialer Druck kann oft ein stärkerer (und subjektiv unangenehmerer!) Faktor sein als formelle Besitzverhältnisse.

    Eine kleine Checkliste für eigene Geschichten:

    • Woher weiß die Leserin, dass deine Charaktere versorgt sind? Was passiert mit ihnen, wenn sie krank oder alt werden oder einfach keine Lust mehr auf ihren aktuellen (oder irgendeinen) Job hat?
    • Wie erlebt sie ihre Arbeit? Ist es immer noch stressig? Darf sie mitreden? Ist sie sehr abhängig von Menschen, die sie als höher in der Hierarchie wahrnimmt?
    • Zeigst du auch Figuren, die wenig zur Gesellschaft beitragen (können) oder Außenseiter:innen sind – und trotzdem versorgt sind? Das ist ein guter Test dafür, ob deine Welt wirklich strukturelle Solidarität zeigt, oder ob Fürsorge nur an Beliebtheit oder Nützlichkeit hängt.
    • Wer trifft welche Entscheidungen? An welchen demokratischen Prozessen nimmt deine Figur teil – und an welchen nicht? Nicht jede Figur muss politisch aktiv sein, aber echte Demokratie lebt auch von Beteiligung.
    • Welche Dinge sind in Privateigentum, und welche nicht? Wie äußert sich das?
    • Welche Konflikte bleiben trotz allem bestehen? Zwischenmenschliche Spannungen, unterschiedliche Wertvorstellungen, Machtfragen?

    Zwei Fragen – und Beispiele aus der Literatur

    Frage 1: Gibt es noch einen Markt?

    Manche postkapitalistischen Entwürfe behalten Märkte bei, grenzen sie aber durch Mechanismen und strenge Regeln ein, die verhindern sollen, dass Menschen und Mitwelt ausgebeutet werden. Meistens ist es der Staat, der diese Grenzen setzt und durchsetzt. Wichtig ist dabei: Auch in regulierten Marktsystemen bleibt die Gefahr der Kapitalakkumulation bestehen – wenn also einzelne Akteure trotz Regulierung übermäßig viel Reichtum und damit Macht anhäufen können. Deswegen braucht es in solchen Systemen Mechanismen, die genau das dauerhaft verhindern.

    Ein Beispiel dafür sind Konzepte wie ein bedingungsloses Grundeinkommen oder Kollektivbetriebe, die zwar innerhalb eines Marktes operieren, aber demokratischer und gerechter organisiert sind als klassische kapitalistische Unternehmen.

    Auch mehrere Solarpunk-Romane denken in diese Richtung: In The Lost Cause von Cory Doctorow etwa treibt ein radikaler Green New Deal die Transformation der USA voran – der Markt wird nicht abgeschafft, aber durch massive staatliche Investitionen und Regulierung so umgestaltet, dass er der ökologischen Transformation dient.

    In Kim Stanley Robinsons Ministerium für die Zukunft wird über den sogenannten Carbon Coin eine neue, an CO₂-Einsparung gekoppelte Währung eingeführt: Wer nachweislich Kohlenstoff einspart oder bindet, erhält diese Währung als Belohnung. Der Markt bleibt bestehen (bzw. wird sogar ein neuer erschaffen); dieser wird aber durch die neue monetäre Anreizstruktur in eine klimafreundlichere Richtung gelenkt.

    Ein weiteres Beispiel ist Theresa Hannings Pantopia. Darin entwickelt eine Künstliche Intelligenz ein globales System von Banken, das über Kreditschöpfung ein Grundeinkommen in einer neuen Währung finanziert. In dieser neuen Währung sind Umweltschäden und Ausbeutung eingepreist, statt externalisiert zu werden – die Produkte werden teurer. Die Transformation gelingt hier vor allem durch monetäre Anreize: Menschen kündigen ihre schlecht bezahlten Jobs, weil das Grundeinkommen es ihnen ermöglicht, und Ladenbesitzer:innen führen das neue Bezahlsystem ein, weil sie an den Gewinnen beteiligt werden. Es entsteht ein System, das zwar noch Markt und sogar Profit kennt, aber ohne die Möglichkeit, Kosten zu externalisieren.

    Frage 2: Sind Konsum und Beitrag noch gekoppelt?

    Die zweite Frage betrifft postkapitalistische Systeme, die den Markt als Koordinationsmechanismus komplett ersetzen. Hier wird die zentrale Unterscheidung, ob das, was Menschen konsumieren dürfen, weiterhin an ihre Leistung oder ihren Beitrag gekoppelt ist, was man auch als Tauschlogik bezeichnen kann.

    Wenn Konsum weiterhin an den Beitrag gekoppelt ist, aber Märkte keine zentrale Rolle mehr spielen, spreche ich von einer Planwirtschaft. Anders als im Realsozialismus mit seiner zentralistischen Top-down-Planung geht es im Solarpunk um dezentrale, demokratisch organisierte Koordination – oft unterstützt durch digitale Werkzeuge, die eine Planung ohne Markt ermöglichen sollen.

    Ein interessantes Beispiel dafür liefert Becky Chambers‘ Dex und Helmling (bzw. die Monk-&-Robot-Reihe). Die Gesellschaft dort kennt zwar noch eine Art Währung – sogenannte Pebbles –, aber diese funktionieren völlig anders als klassisches Geld: Menschen geben sich gegenseitig Pebbles für Leistungen, entscheiden dabei aber selbst, wie viel ihnen etwas wert ist. Es geht weniger um objektiven Tauschwert als um symbolische Anerkennung. Wenn jemand über längere Zeit keine Pebbles verdient, wird das nicht in erster Linie als individuelles Versagen gedeutet, sondern als Signal an die Gemeinschaft, nach dieser Person zu schauen – vielleicht geht es ihr nicht gut. Gleichzeitig ist das System nicht frei von Problemen: Der Kontostand bleibt sichtbar und einsehbar, was durchaus Raum für sozialen Druck oder Vergleich lässt. Interessanterweise sind viele Figuren in den Büchern sehr gestresst, was aber auch mit dem Beruf der Hauptfigur zusammenhängen könnte, die als reisender Teemönch für ein offenes Ohr und Entspannung sorgt.

    Wenn diese Kopplung aufgelöst wird, spreche ich von einer Commons-Logik: Beitrag und Bedürfnis werden komplett entkoppelt. Karl Marx hat das Prinzip einst so zusammengefasst: „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seinen Bedürfnissen.“ Wer etwas braucht, bekommt es – unabhängig davon, wie viel diese Person selbst gerade beiträgt.

    Cory Doctorows Walkaway zeigt dieses Prinzip sehr eindrücklich – und macht gleichzeitig deutlich, wie fragil es sein kann. In einem zentralen Handlungsstrang versucht Jimmy, in einer bis dahin tauschlogikfreien Walkaway-Gemeinschaft mit Waffengewalt ein gameifiziertes Ranking-System einzuführen: Wer mehr beiträgt, soll in Zukunft auch mehr bekommen dürfen. Jimmy argumentiert dabei genau mit dem Leistungsgedanken, der im Kapitalismus so tief verankert ist. Limpopo (die tatsächlich nach Meinung fast aller am meisten zu dem Projekt beigetragen hat) lehnt den Vorschlag jedoch ab: Es gehe nicht darum, wer wie viel geleistet habe, sondern darum, dass jede Person das bekommt, was sie braucht. Die Szene macht deutlich, wie tief die Leistungslogik des Kapitalismus sitzt – und wie bewusst sich Commons-Gemeinschaften immer wieder gegen ihre schleichende Rückkehr entscheiden müssen.

    In Ursula K le Guins Freie Geister ist der Konsum ebenfalls vom Beitrag entkoppelt. Gleichzeitig ist das Leben auf dem Mond Annares so hart und unwirtlich, dass Arbeit keineswegs frei gewählt werden kann; harte und gesundheitsschädigende Jobs werden von einem digitalen Planungssystem vergeben und rotieren unter den Bewohner:innen. Der Hauptcharakter ist Physiker und steht kurz vor einem bahnbrechenden Durchbruch, aber ein Konkurrent verhindert seit Jahren durch bürokratische Winkelzüge deren Veröffentlichung. Und auch Annares handelt nach wie vor mit Rohstoffen mit dem kapitalistisch organisierten Planeten Urras, um Credits für wichtige Güter zu erhalten, und erweckt daher häufig den Eindruck einer abhängigen Kolonie. Folgerichtig nennt le Guin ihren Roman im Untertitel „eine ambivalente Utopie“.

    Auch Ruthanna Emrys‘ A Half-Built Garden zeigt diesen Konflikt auf. In den sogenannten Watershed-Gemeinschaften werden Entscheidungen über Ressourcenverteilung in offenen, demokratischen Online-Diskussionsforen ausgehandelt. Es gibt kein sichtbares Konto, keine Kopplung an individuelle Leistung – stattdessen wird kollektiv verhandelt, was gebraucht wird und wie das organisiert werden kann. Gleichzeitig arbeiten einige nach wie vor für die (auf Inseln verbannten) Großkonzerne, was innerhalb der Gemeinschaften für Konflikte sorgt.

    Eine interessante Mischform zeigt Everything for Everyone. Das Buch erzählt in Form fiktiver mündlicher Erinnerungen von einer zukünftigen New Yorker Kommune, deren lokale Organisation stark nach Commons-Logik funktioniert: Es gibt Zentren, in die jede Person kommen und dort versorgt werden kann, unabhängig davon, wer sie ist oder was sie beiträgt. Gleichzeitig wird in einem der Kapitel eine Person interviewt, die an einem internationalen, demokratischen Planwirtschaftskonzept mitarbeitet – hier geht es darum, die vielen einzelnen, lokal in Commons-Logik organisierten Regionen weltweit zu vernetzen und übergeordnet zu koordinieren. Das Buch zeigt damit anschaulich, dass sich Commons-Logik und Planwirtschaft nicht ausschließen müssen, sondern auf unterschiedlichen Ebenen – lokal versus global – parallel existieren können.

    Fazit

    Für Autor:innen, aber auch andere Solarpunks bedeutet das vor allem eins: Es lohnt sich, genau zu überlegen, wie die Wirtschaft in der eigenen Welt bzw. in der Zukunft tatsächlich funktionieren könnte – nicht nur oberflächlich als Kulisse, sondern als Struktur, die das Leben und die Entscheidungsspielräume der Figuren prägt. Wer das durchdenkt, schreibt nicht nur überzeugendere Geschichten, sondern trägt auch dazu bei, dass wir uns als Gesellschaft überhaupt vorstellen können, dass es jenseits des Kapitalismus lebenswerte, gerechtere Alternativen gibt.

    #Wirtschaft #Geschichten #Theorie #solarpunk
  8. Guten Morgen und herzlich willkommen zum Formatroulette! Heute möchte ich mit dir über die Frage diskutieren, warum wir nicht mehr Geschichten erzählen und uns darüber austauschen.

    Mit welcher Geschichte fangen wir heute an?

    Link zum Podcast: wonderl.ink/@dailyklappentext

    #podcastde #geschichten #formatroulette #lagerfeuer26

  9. Guten Morgen und herzlich willkommen zum Formatroulette! Heute möchte ich mit dir über die Frage diskutieren, warum wir nicht mehr Geschichten erzählen und uns darüber austauschen.

    Mit welcher Geschichte fangen wir heute an?

    Link zum Podcast: wonderl.ink/@dailyklappentext

    #podcastde #geschichten #formatroulette #lagerfeuer26

  10. Guten Morgen und herzlich willkommen zum Formatroulette! Heute möchte ich mit dir über die Frage diskutieren, warum wir nicht mehr Geschichten erzählen und uns darüber austauschen.

    Mit welcher Geschichte fangen wir heute an?

    Link zum Podcast: wonderl.ink/@dailyklappentext

    #podcastde #geschichten #formatroulette #lagerfeuer26

  11. #Musik und #Geschichten für besondere Orte mit Katrin #Ambrosius (#Violine und Texte) und Erwin #Stein (#Flügel)

    >Unter dem Titel „Wenn Steine singen könnten“ werden Werke von Brahms, Lehar und anderen bekannten Namen kombiniert mit künstlerischen Blicken auf lokale Komponisten, deren Lebensgeschichten mit der musikalischen Tradition und Identität von Bruchsal in enger Verbindung stehen.

    phenixxenia.org/wiki/S%C3%BCdw

  12. **Manchmal verselbständigen sich die Dinge… oder: Wie ein Döner zur ungeplanten Elfen-Vaterschaft führte**

    Es fing alles völlig harmlos an. Die Familie hatte akuten Döner-Hunger. Elisa hatte ohnehin einen Termin direkt neben einem Dönermann und bot an, auf dem Heimweg das Abendessen zu sichern. Soweit, so unspektakulär.

    Dann kam die Nachricht: *"Ich hab die Döner!"* – ein Satz, der völlig unerwartet eine Kettenreaktion epischen Ausmaßes in Gang setzen sollte.

    Da ein großes neues Projekt ohnehin nicht mehr lohnte, rief ich Gemini auf und grübelte über einen Prompt. Zur Erklärung: Ich generiere eigentlich nur Bilder von Charakteren aus meinen Geschichten – Funny, Lily, Darin (und der Vollständigkeit halber: von Ami-chan aka Sailor Merkur). Da nun aber der Döner quasi vor der Tür stand, dachte ich mir: *Lass uns doch mal Funny und Darin im Wald ein Picknick machen… mit Döner!* Und weil unser Sohn beim echten Essen auch am Tisch sitzen würde, wollte ich noch ein Kind für die beiden hinzufügen.

    Moment. Funny und Darin haben gar keine Kinder.

    Aber andererseits: Ein Haus voller Mini-Darins und Mini-Funnys ist immerhin Lilys größter Herzenswunsch. Und die Blumenelfen-Vererbungslehre ist erfreulich simpel: Töchter erben die Haarfarbe des Vaters, Söhne die der Mutter. Junge oder Mädchen? Ach, was soll der Geiz – warum nur ein Kind, wenn man auch zwei haben kann?

    Also saßen plötzlich Funny, Darin und ihre beiden brandneuen Kinder mitten im Wald auf einer Decke und futterten Döner.

    Meine Güte, was brauchte Elisa so lange für den Heimweg?

    Also ging es weiter. Weil das mit den Kindern so wunderbar geklappt hatte, sollte ein Gruppen-Kuscheln her. Der kleine Sohn umarmt Funny, die Tochter umarmt Darin. Das Problem an der Sache: Meine Blumenelfen haben eine recht… minimalistische Kleiderordnung. Die Mädchen tragen Bikini, die Jungs ein T-Shirt (das bei Darin immer ein paar Nummern zu groß ist und zur heimlichen Freude von Funny lässig über seine Schulter rutscht).

    Genau so ein T-Shirt wollte jetzt natürlich auch Darins Sohn haben. Und Funnys Tochter bestand auf exakt so einen Bikini wie bei ihrer Mutter.

    Zwei knallharte Klippen für den Bildgenerator. Üblicherweise brechen KIs solche Prompts sofort gnadenlos ab und ich verfluche bis heute den Tag, an dem ich mir diese Minimal-Mode ausgedacht habe.

    Doch es geschehen noch Zeichen und Wunder: Der Prompt ging glatt durch!

    Jetzt hatte ich Blut geleckt. Ich wollte die beiden Kinder als einzelne Charakter-Referenzen haben. Mein fester Vorsatz lautete: *Sie bekommen keine Namen.* Auf gar keinen Fall. Denn wenn sie Namen haben, fresse ich an den beiden süßen kleinen Elflein endgültig einen Narren und am Ende tauchen sie noch in meinen Geschichten auf. Nein, nein, sie sollten nur für alle Fälle in einer Grundform abgelegt werden.

    Beim Jungen ahnte ich schon, dass die Kombination aus "unbedeckte Schulter" und "keine Hose" schwer verdaulich sein würde.
    Prompt blockiert.

    Aber mit Gemini kann man glücklicherweise in Verhandlungen treten. Ich bat höflich darum, dass das Shirt doch bitte *nur ein klitzekleines bisschen* über die Schulter rutschen möge. Et voilà, Gemini fügte sich.

    Das Mädchen hingegen war hoffnungslos. Ein Kind im Bikini als Solo-Bild? Egal wie ich es drehte und wendete – keine Chance. Dass das im Rahmen des Gruppenbildes gleich *zweimal* durchgegangen war, grenzte an Zauberei. Normalerweise trickse ich das System aus, indem ich die Charaktere erst hochgeschlossen anziehe und ihnen die eigentliche Kleidung später mit einem lokalen Bildgenerator verpasse.

    Also musste das Mädchen mit einem lokalen Bildgenerqator (Qwen) aus dem Gruppenbild extrahiert werden.

    *"Lösch alles außer dem kleinen Mädchen"* – klappte natürlich nicht.

    Nach endlosem Herumprobieren half dann nur die Brechstange: *"Entferne die beiden großen Charaktere."* Es blieben die beiden Kiddies, den Rest erledigte ich mit Photoshop und einem KI-Skalierer.

    Mission erfüllt. Ich hatte nun eine perfekt ausgearbeitete kleine Familie erschaffen, die ich – da war ich mir absolut sicher – niemals in einer Geschichte verwenden würde.

    Dieser eiserne Entschluss hielt exakt drei Tage.

    Seit heute schreibe ich an einem Abenteuer, in dem Funny und Darin auf ihre eigenen Kinder treffen. Wie das geht? Zeitreise, natürlich! Denn wenn man schon völlig absurd wird, dann wenigstens richtig.

    Wer wissen will, wann die Geschichte fertig ist (oder zumindest der erste Teil davon), schaut am besten auf FUNime.de vorbei.

    Argh... jetzt hab ich zwei Kinder an der Backe... und ich dachte wirklich, der eine im echten Leben reicht mir...

    #funny #darin #funime #geschichten #Gemini #nanobanana #comfyui #qwen

  13. „Tuffis Sprung in die Wupper“ als Poster

    „Im Rahmen der Geschichten zum Schwebebahnjubiläum kam mir das bei mir hängende Poster von Klaus Burandt (86 Jahre)…
    #Wuppertal #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Burandt #Germany #Geschichten #Klaus #Nordrhein-Westfalen #poster #Reising #Sprung #Tuffis #Wolfgang #Wupper
    europesays.com/de/1139338/

  14. Wir präsentieren Kapitel 3 unserer Fantasy Lore "Chroniken von Faeoth - Hüter des Lichts".

    Einleitung:

    Nachdem Caena ihre neue Verkleidung angelegt sowie ihre Waffe bei Aril verwahrt hatte, ging sie in grobe Richtung der Stelle, an der zuvor der Arbeiter gewesen war. Dabei sagte sie zu sich selbst: „Ich muss doch

    ----

    Das volle Kapitel findest du unter:

    draconigen.net/index.php/de/rp

    #fantasy #lore #pnpde #oclore #kurzgeschichten #geschichten #author #IndieAutor #faeoth

  15. Neuer Blogpost:
    Podcast-Internetadressen abzugeben

    chillr.de/podcast-internetadre

    Wie auf meinem Blog bereits erzählt, wäre ich letztes Jahr fast unter die Podcaster gegangen.

    In diesem Beitrag stelle ich die abzugebenden Adressen vor und gebe Anregungen für eine mögliche Verwendung.

    - 1001-podcast.de und
    - 1001podcast.de
    - tausend-und-eine-story.de und
    - tausendundeinestory.de

    #podcast #Internetadresse #url #geschichten #menschen #ideen #fedigive #retoot #boost #hosting #host #audio #address #podhost #podlove #fediverse

  16. Neuer Blogpost:
    Podcast-Internetadressen abzugeben

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  17. Neuer Blogpost:
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  18. Neuer Blogpost:
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  19. Neuer Blogpost:
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    Wie auf meinem Blog bereits erzählt, wäre ich letztes Jahr fast unter die Podcaster gegangen.

    In diesem Beitrag stelle ich die abzugebenden Adressen vor und gebe Anregungen für eine mögliche Verwendung.

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  20. Am Anfang ist stets das Wort. Das sich mit anderen Wörtern verbindet. Im besten Fall entwickeln sich aus dem Geflecht der Wörter Geschichten, spannende, lustige, bewegende, interessante, fantasievolle, ungewöhnliche, die von Schicksalen, von Helden und Heldinnen, von Verlierern oder Siegern und von außergewöhnlichen, weltbewegenden oder unbedeutend erscheinenden Ereignissen berichten. Genau davon handeln die Geschichten in der von Thomas Opfermann herausgegebenen Anthologie „Geschichtenerzählen“. Sie haben die Geschichten hinter den Geschichten und deren Verfasser zum Thema. Im Falle dieser Anthologie sind es 34 Autorinnen und Autoren, die in Prosa oder lyrischer Form über ihre Erfahrungen beim Schreiben und Erzählen berichten.
    Manchmal geschieht es, dass eine Geschichte von einem Autor den nächsten Tag nicht erlebt und in Vergessenheit gerät. So geschehen in meiner Story „Vergessene Welt“, eine Geschichte in einer Geschichte.

    #Anthologie #Geschichten #Kurzgeschichten #ThomasOpfermann

  21. Eine neue Homepage - Willkommen in der Welt meiner #Geschichten, die noch lange nicht zu Ende erzählt sind. #kuk #schlosskrimi #Atmosphäre und #Frauenleben um 1900 #Standesdünkel versus Arbeiter und Bauern in der Monarchie
    christine-neumeyer.at

  22. Eine neue Homepage - Willkommen in der Welt meiner #Geschichten, die noch lange nicht zu Ende erzählt sind. #kuk #schlosskrimi #Atmosphäre und #Frauenleben um 1900 #Standesdünkel versus Arbeiter und Bauern in der Monarchie
    christine-neumeyer.at

  23. 》Eine Geschichte bei Sonnenuntergang im Park irgendwo in der Berliner Republik

    Ein Eichhörnchen sprang munter umher, ohne einen für mich erkennbaren Plan. Baum zur Hälfte hoch, dann seitwärts, dann wieder runter, ab ins hohe Gras, hüpf, hüpf, Kopf immer wieder herausgestreckt, dann geschwind über einen Weg, hin und her und wieder zurück zum Baum, hoch und wieder runter. Das Ganze...

    (1/6) ⬇️

    #FotoVorschlag 'Asymmetrisch'
    #geschichten #fotografie #photography #geschichtenHsR #FotoHsR

  24. 》Eine Geschichte bei Sonnenuntergang im Park irgendwo in der Berliner Republik

    Ein Eichhörnchen sprang munter umher, ohne einen für mich erkennbaren Plan. Baum zur Hälfte hoch, dann seitwärts, dann wieder runter, ab ins hohe Gras, hüpf, hüpf, Kopf immer wieder herausgestreckt, dann geschwind über einen Weg, hin und her und wieder zurück zum Baum, hoch und wieder runter. Das Ganze...

    (1/6) ⬇️

    #FotoVorschlag 'Asymmetrisch'
    #geschichten #fotografie #photography #geschichtenHsR #FotoHsR

  25. Ich habe vor einer Weile mal angefangen kleine Gute Nacht Geschichten für meine Kinder zu schreiben. Um das Trio Ritterin Ronja, Ritter Rüdiger und Elefant Emil, die gemeinsam allerlei Abendteuer erleben.
    Ich frage mich gerade ob ich die hier oder über eine Art Blog oder so veröffentlichen könnte. Für einen Beitrag hier sind sie wohl leider zu lang.
    Habt ihr Ideen wie? Und vielleicht noch vorher zu klären, hättet ihr überhaupt Interesse an sowas?

    *Kleines Update zu meinen Überlegungen: Mir kam der Gedanke die Geschichten als PDF einfach in meine Nextcloud zu laden und hier die Links zu teilen. bzw den Ordner zu teilen. Erscheint mir tatsächlich als einfacher Weg. Was meint ihr dazu?*

    #literatur #kinder #Geschichten #fediversum #blog

  26. Ich habe vor einer Weile mal angefangen kleine Gute Nacht Geschichten für meine Kinder zu schreiben. Um das Trio Ritterin Ronja, Ritter Rüdiger und Elefant Emil, die gemeinsam allerlei Abendteuer erleben.
    Ich frage mich gerade ob ich die hier oder über eine Art Blog oder so veröffentlichen könnte. Für einen Beitrag hier sind sie wohl leider zu lang.
    Habt ihr Ideen wie? Und vielleicht noch vorher zu klären, hättet ihr überhaupt Interesse an sowas?

    *Kleines Update zu meinen Überlegungen: Mir kam der Gedanke die Geschichten als PDF einfach in meine Nextcloud zu laden und hier die Links zu teilen. bzw den Ordner zu teilen. Erscheint mir tatsächlich als einfacher Weg. Was meint ihr dazu?*

    #literatur #kinder #Geschichten #fediversum #blog

  27. Game Two daddelt mal wieder auf YouTube:
    #GameTwo #RocketBeans #RBTV #RocketBeansTv

    Was hält Filmfan Jasper von Stories in Videospielen? #podcast #gaming

    -----------------------
    Die Social-Media-Kanäle von Game Two:

    Die Social-Media-Kanäle der Rocket Beans:

    #GameTwo #rbtv
    youtube.com/watch?v=1MqASWCCs4Y

    #gaming #review #preview #reviews #Story #Stories #Podcast #Geschichten #Handlung #Jasper #Kuro #RBSC

  28. Game Two daddelt mal wieder auf YouTube:
    #GameTwo #RocketBeans #RBTV #RocketBeansTv

    Was hält Filmfan Jasper von Stories in Videospielen? #podcast #gaming

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    Die Social-Media-Kanäle von Game Two:

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    #GameTwo #rbtv
    youtube.com/watch?v=1MqASWCCs4Y

    #gaming #review #preview #reviews #Story #Stories #Podcast #Geschichten #Handlung #Jasper #Kuro #RBSC

  29. Game Two daddelt mal wieder auf YouTube:
    #GameTwo #RocketBeans #RBTV #RocketBeansTv

    Was hält Filmfan Jasper von Stories in Videospielen? #podcast #gaming

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    Die Social-Media-Kanäle von Game Two:

    Die Social-Media-Kanäle der Rocket Beans:

    #GameTwo #rbtv
    youtube.com/watch?v=1MqASWCCs4Y

    #gaming #review #preview #reviews #Story #Stories #Podcast #Geschichten #Handlung #Jasper #Kuro #RBSC

  30. Game Two daddelt mal wieder auf YouTube:
    #GameTwo #RocketBeans #RBTV #RocketBeansTv

    Was hält Filmfan Jasper von Stories in Videospielen? #podcast #gaming

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    Die Social-Media-Kanäle von Game Two:

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    #GameTwo #rbtv
    youtube.com/watch?v=1MqASWCCs4Y

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  31. Die Handschrift des Schöpfers

    Es war ein strahlender Frühlingsmorgen. Tuna und Suna saßen im Schatten eines großen, belaubten Baumes in ihrem Garten. Schmetterlinge tanzten zwischen den Blumen, und Vögel sangen ihre fröhlichsten Lieder. Suna beobachtete neugierig eine kleine Fliege auf einem Blatt und fragte: „Tuna, wer hat diese Welt so schön und harmonisch gemacht? Warum bewegt sich alles so perfekt?“ .
    #Geschichten #Kinder #Bücher #Natur #Islam

  32. Die Abrechnung: Teilzeit-Studentin aus Berlin legt Budget offen

    Jasmin Weibel, die in Wirklichkeit anders heisst, ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Regelmässig besucht sie die Familie…
    #Berlin #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #BeobachterRegistered #DieAbrechnung #Geld #Germany #Geschichten #Infografik #Interaktion #Lohn #Steuern
    europesays.com/de/996291/