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#bibliothek — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #bibliothek, aggregated by home.social.

  1. Heute ist unser Seminar „Wie funktioniert eine Öffentliche Bibliothek – Grundwissen“ für Quereinsteiger*innen erfolgreich gestartet! 📚

    Zum Auftakt war die Gruppe in der Mediothek Krefeld zu Gast. Simon Hoffmann führte durch die Bibliothek und gab spannende Einblicke in Grundlagen und Aufgaben Öffentlicher Bibliotheken.

    Vielen Dank dafür!

    #ZBIW #THKoeln #Weiterbildung #Fortbildung #ÖffentlicheBibliothek #Quereinstieg #Bibliothek

  2. Heute ist unser Seminar „Wie funktioniert eine Öffentliche Bibliothek – Grundwissen“ für Quereinsteiger*innen erfolgreich gestartet! 📚

    Zum Auftakt war die Gruppe in der Mediothek Krefeld zu Gast. Simon Hoffmann führte durch die Bibliothek und gab spannende Einblicke in Grundlagen und Aufgaben Öffentlicher Bibliotheken.

    Vielen Dank dafür!

    #ZBIW #THKoeln #Weiterbildung #Fortbildung #ÖffentlicheBibliothek #Quereinstieg #Bibliothek

  3. Heute ist unser Seminar „Wie funktioniert eine Öffentliche Bibliothek – Grundwissen“ für Quereinsteiger*innen erfolgreich gestartet! 📚

    Zum Auftakt war die Gruppe in der Mediothek Krefeld zu Gast. Simon Hoffmann führte durch die Bibliothek und gab spannende Einblicke in Grundlagen und Aufgaben Öffentlicher Bibliotheken.

    Vielen Dank dafür!

    #ZBIW #THKoeln #Weiterbildung #Fortbildung #ÖffentlicheBibliothek #Quereinstieg #Bibliothek

  4. RE: openbiblio.social/@bibverband/

    Hallo Kolleg*innen - endlich sind wir da!

    Etwas abgehetzt, weil wir noch einen Fediverse-Zweitwohnsitz in unserer Heimatstadt bezogen haben, denn nrwsocial ist abgeschaltet.

    Hallo Welt, hallo Fediverse!
    Schaut Euch das an:

    #teilhabe #buch #lesen #HörenStattLesen #bibliothek #bücherei #buecherei #ausleihe

  5. RE: openbiblio.social/@bibverband/

    Hallo Kolleg*innen - endlich sind wir da!

    Etwas abgehetzt, weil wir noch einen Fediverse-Zweitwohnsitz in unserer Heimatstadt bezogen haben, denn nrwsocial ist abgeschaltet.

    Hallo Welt, hallo Fediverse!
    Schaut Euch das an:

    #teilhabe #buch #lesen #HörenStattLesen #bibliothek #bücherei #buecherei #ausleihe

  6. RE: openbiblio.social/@bibverband/

    Hallo Kolleg*innen - endlich sind wir da!

    Etwas abgehetzt, weil wir noch einen Fediverse-Zweitwohnsitz in unserer Heimatstadt bezogen haben, denn nrwsocial ist abgeschaltet.

    Hallo Welt, hallo Fediverse!
    Schaut Euch das an:

    #teilhabe #buch #lesen #HörenStattLesen #bibliothek #bücherei #buecherei #ausleihe

  7. RE: openbiblio.social/@bibverband/

    Hallo Kolleg*innen - endlich sind wir da!

    Etwas abgehetzt, weil wir noch einen Fediverse-Zweitwohnsitz in unserer Heimatstadt bezogen haben, denn nrwsocial ist abgeschaltet.

    Hallo Welt, hallo Fediverse!
    Schaut Euch das an:

    #teilhabe #buch #lesen #HörenStattLesen #bibliothek #bücherei #buecherei #ausleihe

  8. RE: openbiblio.social/@bibverband/

    Hallo Kolleg*innen - endlich sind wir da!

    Etwas abgehetzt, weil wir noch einen Fediverse-Zweitwohnsitz in unserer Heimatstadt bezogen haben, denn nrwsocial ist abgeschaltet.

    Hallo Welt, hallo Fediverse!
    Schaut Euch das an:

    #teilhabe #buch #lesen #HörenStattLesen #bibliothek #bücherei #buecherei #ausleihe

  9. 180.2026: Gepflegt

    Sorgfältig, liebevoll, gründlich und allzeit.

    In meinem Denkicht befindet sich auch eine außergewöhnlich gut gepflegte Bibliothek der phantastischen Erinnerungen.

    Und ich denke, da gibt es zwar auch ein paar Schallplatten, aber ganz sicher keine Videoabteilung … (Die gibt es dafür sehr groß in meinen Träumen.)

    #Bibliothek #Denkicht #Erinnerungen #Pflege #Phantasie #Träume #Video deremil.blogda.ch/2026/08/10/1
  10. #Sommerpause ☀️ Unsere Bibliothek geht in zwei Wochen vom 10.-14. August in Sommerpause. Ab dem 17. August sind wir dann wieder für euch da!

    #Bibliothek #Sommerferien #Paris #Frankreich
    dhi-paris.fr/de/bibliothek/ueb

  11. Mönchengladbach: Stadtteilbibliothek in Rheydt eröffnet

    Vor den Schiebetüren des ehemaligen Karstadt-Gebäudes drängen sich an diesem Mittwochnachmittag so viele Menschen, dass d…
    #Moenchengladbach #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Mönchengladbach #["Karstadt" #"Stadtteilbibliothek"] #20Rheydt #2Fmoenchengladbach #Bereit #Bibliothek #caku #Germany #Nordrhein-Westfalen #Offener #Rheydt #Zeilen #Zentrum
    europesays.com/de/1168964/

  12. Im ZBIW-Seminar „Zusammenarbeit in der Bibliothek gestalten – gelingende Kommunikation über Fachgrenzen hinweg“ sind noch Plätze frei!

    Behandelt werden u.a. Strategien und Methoden, um unterschiedliche Perspektiven, Wissensstände und Arbeitsweisen konstruktiv zusammenzubringen.

    📅 16.07.2026
    📍 TH Köln, Campus Südstadt

    th-koeln.de/weiterbildung/zusa

    #ZBIW #THKoeln #Weiterbildung #Fortbildung #Bibliothek #WissenschaftlicheBibliothek #ÖffentlicheBibliothek #Kommunikation #Zusammenarbeit #Teamarbeit

  13. Tolles Projekt, eine Datenbank für Selfpublisher, zum Stöbern und zur konkreten Suche, weil Sichtbarkeit noch immer die Achillesferse der freien Autor:innen ist: indiependables.com (und wenn ihr schon dort seid, dann lasst bitte der Gründerin eine Spende da)

    #selfpublishing #selfpublisher #schreiben #buchtipp #plattform #datenbank #bibliothek #suchen #finden #buch #autor #bookstodon

  14. Verler Bibliothek sucht die besten Vorleser

    Fünf Kinder haben sich für den Vorlesewettbewerb in der Verler Bibliothek qualifiziert. Eine oder eine von ihnen wird…
    #Bielefeld #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #"OpenLibrary"] #Bibliothek #Bücher #ClaudiaThye #Germany #Lesekönig #Lesekönigin #Lesen #Nordrhein-Westfalen #Verl #vorlesen #Wettbewerb
    europesays.com/de/889384/

  15. RE: norden.social/@SheDrivesMobili

    Selbstbestimmte und gleichberechtigte #Mobilität zu Fuß mit dem #Fahrrad #Zug #Roller #Ruftaxi oder per #ÖPNV statt der unbedingten Herrschaft des #Auto|s...

    Plätze zum Verweilen statt #Stress allen Ortens. Bänke unter #Bäume|n, Füße im #Springbrunnen und #Kaffee im #Café statt #Franchise an Franchise gerahmt von #Asphalt #Stahl und #Hitze ohne Ende...

    #Bibliothek der Dinge statt der immer neuesten #App. Echte Treffen mit schönen Gesprächen statt digitaler #Einsamkeit oder wüster Erregung bei #BigTech

    Lernt von und mit @SheDrivesMobility und der @tu_freiberg wie eine lebenswerte #Zukunft aussehen könnte!

    Gemeinsam mit "Freiberg für alle" findet am 12.03.2026 der nächste tolle Abend aus der Veranstaltungsreihe "Was bedeutet (uns) #Demokratie? in #Freiberg #Sachsen statt.

    Kostenlos anmelden könnt Ihr Euch hier:

    tu-freiberg.de/universitaet/un

  16. Wir suchen nach einem neuen Teammitglied im FOLIO-Projekt: Zum nächstmöglichen Zeitpunkt haben wir die Stelle einer Technischen Leitung FOLIO-Betrieb /w/m/d) zu besetzen.

    Mehr Infos hier:
    karriere.niedersachsen.de/stel

    #gbv #vzg #göttingen #FOLIO #BMS #IT #Bibliothek

  17. Wir suchen die stellvertretende Direktion der VZG und
    Abteilungsleitung Bibliothekarische Dienste (w/m/d) und wir bieten unter anderem ein nettes und engagiertes Team.

    Mehr Informationen gibt es hier: s.gwdg.de/TUDThs

    #gbv #vzg #bibliothek #wissenschaft #bibliojobs #stellenanzeige

  18. 📣 #RechtimDFN – neue Folge des Podcast #Weggeforscht ist online!⚖️

    📖 Dürfen Bibliotheken vor Büchern warnen?

    Das #OVG Münster stärkt #Autorenrechte: Ein distanzierender Hinweis einer öffentlichen #Bibliothek an einem Buch verletzte laut Gericht #Grundrechte. Die Entscheidung wirft ein neues Licht auf Neutralität, Auftrag und Grenzen öffentlicher – auch universitärer – Bibliotheken.

    ➡️ Jetzt reinhören: podcastindex.org/podcast/54391

    @HumboldtUni #UniMuenster

  19. Die Magdeburger Stadtbibliothek lädt derzeit im Abstand weniger Wochen zu sogenannten „Bibo-Entdeckungstouren“ für #Kinder ein. An besonderen Orten der Stadt – etwa im Magdeburger Zoo, im Theater oder wie heute im Remter des #MagdeburgerDom – werden #Kinderbücher vorgelesen, die thematisch zum jeweiligen Ort passen. Eine wunderbare Initiative unserer #Bibliothek, die nicht nur zum Lesen anregt, sondern den Kindern der Stadt #Magdeburg auch außergewöhnliche Einblicke ermöglicht. 📚

  20. 1,000+ newly digitised and georeferenced historical #maps from the ETH Library collection are now online! 🗺️ Take a look!

    daas.library.ethz.ch/rib/v3/e-

    #ethlibrary #carte #georeference #geotiff #historicalmaps #bibliothek #library #perpignan #france #opendata #publicdomain #foret

    📷 "Essai d'une carte botanique et forestière de la France", Feuille de Perpignan, Paris 1897. ETH Library, Public Domain Mark / OpenStreetMap, 28.05.2025, Lizenz: ODbL 1.0

  21. 1000+ neue digitalisierte und georeferenzierte historische #Karten aus dem Bestand der ETH-Bibliothek: Schaut rein!

    daas.library.ethz.ch/rib/v3/e-

    #ethbibliothek #maps #carte #georeference #geotiff #georeferenzierung #historicalmaps #bibliothek #library #Kartensammlung #perpignan #france #publicdomain #foret

    📷 "Essai d'une carte botanique et forestière de la France", Feuille de Perpignan, Paris 1897. ETH-Bibliothek, Public Domain Mark / OpenStreetMap, Stand: 28.05.2025, Lizenz: ODbL 1.0

  22. Ein wertvolles Geschenk für die #StabiBerlin: Wir freuen uns sehr über den #Katalog der #Bibliothek #AlexandervonHumboldt mit vielen handschriftlichen Notizen. Ein herzlicher Dank geht an Elvira Tasbach.

  23. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  24. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  25. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  26. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  27. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  28. Heute geht unsere #literaturbuehne weiter 🤓

    18:00 ließt Klaus-Dieter Kunick aus seinem Buch
    "Der lange Weg zur Freiheit"

    Es ist kostenlos, kommt also einfach vorbei ☺

    Wir sind #bereit

    #merseburg #saalekreis #literatur #kultur #vorlesen #bibliothek #veranstaltung #halle #hallesaale

  29. Wir sind #bereit für die Verleihung unserer Plakette morgen ☺

    10:00 ist die bekommen wir den Titel "nachhaltige Vorlesestadt 2022“

    Kommt gern mit dazu 😊

    #merseburg #saalekreis #medienkompetenz #Halle #bibliothek #lesen #kinder #stolz

  30. Wir sind #bereit für die Verleihung unserer Plakette morgen ☺

    10:00 ist die bekommen wir den Titel "nachhaltige Vorlesestadt 2022“

    Kommt gern mit dazu 😊

    #merseburg #saalekreis #medienkompetenz #Halle #bibliothek #lesen #kinder #stolz