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#bundeskriminalamt — Public Fediverse posts

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  1. Aktionstage gegen Schwarzarbeit: BKA kontrolliert in Kieler Club

    AUDIO: Nachrichten 17:00 Uhr – 12.10.2026 (6 Min) Stand: 12.10.2026 18:06 Uhr Die Kieler Bergstraße war am Samstagabend…
    #Kiel #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Bundeskriminalamt #Clubs #Germany #Nachtleben #Polizei #Schleswig-Holstein #Schwarzarbeit #Zoll
    europesays.com/de/1345893/

  2. Gründer größter Drogenhandel-Plattform: „Bereue meine Taten“

    Kokain, Fentanyl und Heroin: Über eine Darknet-Plattform wurden tonnenweise Drogen gehandelt. Nun steht der Betreiber vor Gericht – und zeigt sich geständig.

    heise.de/news/Gruender-groesst

    #Bundeskriminalamt #Darknet #Gesellschaft #Handel #IT #Polizei #Sicherheitslücken #news

  3. IS-Anhänger soll Anschlag auf Kirche in Bremen geplant haben

    Stand: 17.09.2026 17:14 Uhr Ein IS-Anhänger soll einen Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant h…
    #Bremen #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #["Islamistisch" #"IslamischerStaat" #"Kirche" #Anschlag #Barnim #BKA #Bundesanwaltschaft #Bundeskriminalamt #Dschihadisten #GailanAl-M. #Germany #IS #Polizei #Terrorismus #Terrorverdacht #Verdächtige
    europesays.com/de/1307229/

  4. Auweia. Wenn man sich auf der Seite des BKA eine mögliche Besoldung berechnen lassen möchte, landet man auf einem 400er Bad Request. Fast zynisch. Kein Wunder, wenn es z. B. für Beamt:innen für Cyber-Kriminalität Nachwuchsprobleme gibt, wenn das Digitale nicht mal funktioniert.

    #bundeskriminalamt

  5. Sicherheit vor Drohnenangriffen: DLR-Forschungszentrum nimmt Arbeit auf

    Eine Sprengstoffdrohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die Gefahr deutlich gemacht. In Sachsen-Anhalt soll nun für mehr Drohnensicherheit geforscht werden.

    heise.de/news/Sicherheit-vor-D

    #Bundeskriminalamt #Bundeswehr #Forschung #IT #Logistik #Luftfahrt #Security #news

  6. Fluggastdaten: Deutsche Behörden scannten 2025 über 627 Millionen Datensätze

    Das PNR-Überwachungssystem für den Flugverkehr wächst massiv. Welche Airlines Daten liefern, behält die Bundesregierung aus Geheimschutzgründen lieber für sich.

    heise.de/news/Fluggastdaten-De

    #API #Bundeskriminalamt #Datenschutz #Fluggastdaten #Netzpolitik #Polizei #Überwachung #news

  7. 👮 Bundeskriminalamt prüft Medienvertreter:innen die vom AfD-Parteitag berichten! 👮‍♀️

    Das BKA erhält seitens der AfD von allen akkreditierten Medienschaffenden "Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort und im Falle einer zusätzlichen Ausweiserstellung auch ein Lichtbild".

    Nach Auskunft der Bundesregierung ist das BKA seit heute vor Ort, um "auf dem Messegelände in Erfurt, (...) die Sonderausweise an die akkreditierten Medienvertreterinnen und -vertreter, nach Vorlage eines Personalausweisdokumentes, auszuhändigen.". Als freundlichen Service bietet man an, die "Lichtbilder unmittelbar von den Kollegen und Kolleginnen des BKA erstellen zu lassen, die sodann für den personalisierten Sonderausweis genutzt werden".

    Quelle der Zitate:
    Bundestagsdrucksache 21/6731, Seite 7
    dserver.bundestag.de/btd/21/06

    #afd #erfurt #afdstoppen #bka #bundeskriminalamt #medien #medienpolitik #journalismus #medienvertreter #kontrolle #Uberwachung #thuringen #donnerstag #parteiltag

  8. PTC Windchill: BSI calls admins at night due to critical security vulnerability

    A call from the BSI at 2:30 AM recently woke Windchill customers from their sleep. Now it's clear why. But what role did the BKA play this time?

    heise.de/en/news/PTC-Windchill

    #Bundeskriminalamt #BSI #IT #Security #news

  9. PTC Windchill: BSI ruft Admins nachts wegen kritischer Sicherheitslücke an

    Ein Anruf des BSI um 2:30 holte kürzlich Windchill-Kunden aus dem Schlaf. Jetzt wird klar, wieso. Doch welche Rolle spielte das BKA dieses Mal?

    heise.de/news/PTC-Windchill-BS

    #Bundeskriminalamt #BSI #IT #Security #news

  10. SO bedroht sind queere Menschen jetzt
    #CSD

    Angriffe auf CSDs, Beleidigungen im Alltag: Viele queere Menschen sagen, wie sicher sie sich fühlen, hätte sich bundesweit in den letzten Jahren verändert.

    Wir schauen auf Zahlen vom #Bundeskriminalamt und allen 16 Landeskriminalämtern, sprechen mit Betroffenen darüber, was die Gewalt an ihrem Verhalten ändert und fragen die Verantwortlichen in der Politik: Was tun sie, um #queer Menschen zu schützen?

    youtube.com/watch?v=RnJK1jyepPo

  11. Vermisste Kinder: So arbeitet die Polizei in SH

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    #Kiel #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #AmtsgerichtKiel #Bundeskriminalamt #eutin #Fahndung #Germany #Schleswig-Holstein #Vermißte #Vorbeugung
    europesays.com/de/1089499/

  12. Hackback-Erlaubnis: Kabinett macht Weg frei

    Das Kabinett hat den Weg für neue Befugnisse freigemacht: Das Bundeskriminalamt soll künftig IT-Systeme von Angreifern stören oder zerstören dürfen.

    heise.de/news/Hackback-Erlaubn

    #Bundeskriminalamt #Datenschutz #IT #NIS #Polizei #Server #Überwachung #news

  13. Cybercrime: Mutmaßlicher Drahtzieher von Crimenetwork auf Mallorca gefasst

    Nach jahrelanger Suche wurde ein 35-Jähriger auf Mallorca gefasst. Er soll über 40 Fakeshops betrieben und die Plattform „Crimenetwork“ geleitet haben.

    heise.de/news/Cybercrime-Mutma

    #Kriminalität #Bitcoin #Bundeskriminalamt #Cybercrime #Darknet #IT #news

  14. Bin irritiert, warum wird in #totenfrau das #Bundeskriminalamt #BKA (und nicht #BK) abgekürzt, obwohl es in #Österreich spielt? Damit wir #Piefkes es alle verstehen?

  15. „Statistiken sind verlogene Wahrheiten“ - (Quelle: #GilesLyttonStrachey).

    Gerade publizierte das #Bundeskriminalamt die bundesweite #PolizeilicheKriminalstatistik (#PKS) für 2025.

    Jetzt sind wir als #Soziologe durchaus mit zahlreichen Fallstricken statistischer Methoden vertraut, aber die PKS bildet da eine Klasse für sich.

    Es lohnt sich also ein intensiver Blick.

    correctiv.org/faktencheck/hint

    #Kriminalstatistik

  16. Kriminalitätsrate sinkt

    Polizeiliche Kriminalstatistik: um fast sechs Prozent

    Die von der Polizei erfasste Kriminalität geht in vielen Feldern deutlich herunter. Dennoch will CSU-Innenminister Dobrindt mehr Überwachungmaßnahmen und schärfere Gesetze.

    Die von der Polizei registrierte Kriminalität ist laut der heute veröffentlichten Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 2025 gegenüber dem Vorjahr um 5,6 Prozent gesunken, bei Zuwanderern sogar um 7,2 Prozent. Dennoch versendete das Bundesinnenministerium eine Pressemitteilung, welche das Thema nicht-deutsche Straftaten in den Mittelpunkt stellt.

    Die jährliche Statistik, hier die Zusammenfassung, steht wegen wegen ihrer Anfälligkeit zur Instrumentalisierung und auch rassistischen Stimmungsmache schon länger in der Kritik. Bei grober Betrachtung der polizeilichen Zahlen fallen sowohl demographische als auch soziale Faktoren unter den Tisch. Auch dass die Polizei einen verstärkten Fokus auf bestimmte Tätergruppen hat und die Bevölkerung je nach Tätergruppe unterschiedliches Anzeigeverhalten zeigt, bleibt dabei unbeachtet.

    Daneben ist die Kriminalstatistik auch nur ein Ausschnitt der Kriminalitätsentwicklung, die nicht zeigt, wie viele Straftaten später tatsächlich zu einer Verurteilung durch ein Gericht führen. Sie ist deshalb immer mit Vorsicht zu genießen, wie wir im Vorfeld der Veröffentlichung beschrieben haben.

    Das Bundesinnenministerium weist darauf hin, dass ein Teil des Rückgangs auf die Teillegalisierung von Cannabis zurückgeht, doch auch ohne diese ist die erfasste Kriminalität um 4,7 Prozent zurückgegangen. Auch der Anteil an Kindern (-6,4 Prozent) und Jugendlichen (-10,4 Prozent) an Tatverdächtigen ist zurückgegangen. Auch die Gewaltkriminalität ist laut Bundeskriminalamt (BKA) um 2,3 Prozent rückläufig. Die Aufklärungsquote aller Straftaten bleibt mit 57,9 Prozent stabil (Vorjahr 58 Prozent).

    Angestiegen ist die Zahl der Sexualdelikte um etwa 2,8 Prozent. Hier erklärt das BKA den Anstieg mit veränderten Gesetzen, die den Schutz der sexuellen Selbstbestimmung verbessern, sowie mit einer steigenden Bereitschaft, Sexualdelikte auch zur Anzeige zu bringen. Sexualdelikte haben in der Regel ein hohes Dunkelfeld, die Steigerung der registrierten Fälle muss nicht heißen, dass es mehr Fälle insgesamt gibt.

    Im Bereich der Internet- und Betrugskriminalität weist das BKA auf einen Rückgang von Taten aus Deutschland hin, aber eine Steigerung von solchen, die aus dem Ausland heraus in Deutschland begangen werden. Die Fallzahlen glichen sich mittlerweile an.

    Dobrindt will es trotzdem härter

    BKA-Präsident Holger Münch spricht von einem „differenzierten Bild“, das die Statistik wiedergebe. „Die registrierte Kriminalität ist 2025 gesunken, wir sehen Rückgänge bei Gewaltkriminalität und bei der Zahl der Tatverdächtigen.“ Gleichzeitig verändere sich Kriminalität, sie würde digitaler, internationaler und in manchen Bereichen auch brutaler, so Münch weiter.

    Der insgesamt starke Rückgang der polizeilich erfassten Kriminalität führt nicht dazu, dass sich Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) zufrieden zeigt. In einem verbreiteten Statement verweist er stattdessen auf die „gefühlte Sicherheit“ und fordert weitere Maßnahmen wie einen „harten Aktionsplan gegen Organisierte Kriminalität“ sowie „konsequente Abschiebungen von Intensivtätern“ und „klare, unmissverständliche Gesetze zum Schutz unserer Polizistinnen und Polizisten“.

    In der Pressekonferenz kündigte er laut Tagesschau an, die Ermittlungsbefugnisse der Polizei deutlich ausbauen zu wollen. Hierzu gehören sowohl die automatisierte Datenanalyse a la Palantir sowie die biometrische Fahndung im Internet.

    Beide Projekte stehen in der Kritik. Zivilgesellschaftliche Organisationen wie Amnesty International, die GFF und AlgorithmWatch weisen daraufhin, dass die Gesetzespläne verfassungswidrig seien und eine neue Form der Massenüberwachung darstellen. Sie alle warnen vor massiven Grundrechtseingriffen.

    Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  17. Mit Vorsicht zu genießen

    Die polizeiliche Kriminalstatistik

    Wenn die jährliche Statistik zur Kriminalität veröffentlicht wird, folgen oft rassistische Hetze und Rufe nach Strafrechtsverschärfungen. Dabei sagt die Statistik weniger darüber aus, wie die Sicherheitslage im Land wirklich ist, als viele vermuten.

    Jedes Jahr im Frühling veröffentlicht das Bundeskriminalamt die Polizeiliche Kriminalstatistik. Sie wird von Vielen wahrgenommen als genaues Abbild von Kriminalität im Land und dementsprechend oft auch politisch instrumentalisiert. Dabei ist die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) zuallererst eine Art Arbeitsbericht der Polizei. Sie ist mit Vorsicht zu genießen.

    In der PKS werden mutmaßliche Straftaten erfasst, welche die Polizei an die Staatsanwaltschaften weitergibt. Ob diese dann die Verfahren einstellen und ob jemand verurteilt wird, erfahren wir aus dieser Statistik nicht. Wir erfahren auch nicht, ob die Steigerung einer Kriminalitätsart darauf beruht, dass die Polizei ihren Schwerpunkt verlagert hat, die Ermittlungsmethoden besser wurden, das Dunkelfeld sich aufhellt oder Menschen bereitwilliger Straftaten anzeigen.

    Zudem gibt es rassistische Einstellungen, die dazu führen, dass bestimmte Bevölkerungsgruppen von der Polizei stärker kontrolliert oder von der Mehrheitsbevölkerung öfter angezeigt werden, was deren Präsenz in der Statistik erhöht. Das alles verzerrt die Polizeiliche Kriminalstatistik.

    Polarisierung und Stigmatisierung

    Die Statistik steht wegen wegen ihrer Anfälligkeit zur Instrumentalisierung und auch rassistischen Stimmungsmache in der Kritik. „Die polizeiliche Kriminalstatistik ist als Instrument zur Bewertung der Sicherheitslage ungeeignet“, hieß es in einem offenen Brief (PDF), den zahlreiche Menschenrechtsorganisationen und Kriminolog:innen vergangenes Jahr unterzeichnet haben. Vielmehr trage die Statistik zur Polarisierung der Gesellschaft und Stigmatisierung bestimmter Bevölkerungsgruppen bei, so die Unterzeichnenden.

    Das Medienhaus Correctiv hat nun beliebte Mythen und Instrumentalisierungen rund um die Kriminalstatistik einem Faktencheck unterzogen. Der Artikel weist zum Beispiel darauf hin, dass eine Verbindung von polizeilicher Statistik und Justizstatistiken überfällig wäre. Dann könnte man nachvollziehen, wie häufig aus der polizeilichen Erfassung als Straftat am Ende auch eine Verurteilung vor Gericht wird. Den wie Correctiv schreibt, wurden laut statistischem Bundesamt 60 Prozent der Ermittlungsverfahren eingestellt.

    Der Faktencheck zeigt auch, dass die Zahl der Fälle mit dem Bevölkerungswachstum zu tun hat. Mehr Tatverdächtige heiße nicht notwendigerweise, dass auch prozentual mehr Menschen kriminell geworden seien. Der prozentuale Wert wird mittels der „Tatverdächtigenbelastungszahl“ statistisch erfasst. Correctiv hat nun diesen Wert angeschaut und kommt zum Schluss:

    [..] obwohl die absolute Zahl der Tatverdächtigen in den vergangenen Jahren zwischendurch gestiegen ist (etwa zwischen 2013 und 2015 oder zwischen 2021 und 2023): Der Anteil der Menschen in der Gesellschaft, die von der Polizei eines Verbrechens verdächtigt wurden, ist seit 2009 insgesamt gesunken.

    Ein anderes Feld im Bericht von Correctiv sind Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Diese sind in den vergangenen Jahrzehnten laut der PKS dramatisch angestiegen. Die Hintergründe sind dabei vor allem auch ein besserer gesetzlicher Schutz vor solchen Straftaten durch eine Erweiterung dessen, was überhaupt strafbar ist, sowie eine gestiegene Sensibilität, so dass mehr Menschen und vor allem Frauen sich trauen, solche Straftaten auch anzeigen. Dennoch ist das Dunkelfeld in diesem Gebiet immer noch groß, so kam kürzlich heraus, dass bei digitaler Gewalt etwa 97 Prozent aller Fälle nicht zur Anzeige kommen.

    Demografische und soziale Aspekte ignoriert

    Beliebt in rassistischer Stimmungsmache, die ja derzeit von AfD bis zum BundeskanzlerKonjunktur hat, ist das Narrativ von kriminellen Migrant:innen. Die PKS erfasst keinen Migrationshintergrund, wer einen deutschen Pass hat, ist deutsch – egal, wo die Person geboren ist oder welche Nationalität die Eltern hatten. Die in der PKS erfassten Nicht-Deutschen hingegen sind nicht nur Geflüchtete oder hier lebende Menschen ohne deutschen Pass, sondern auch Tourist:innen. Wer also mit Fallzahlen aus der PKS hantiert, um rechte Stimmung zu machen, ignoriert nicht nur das, sondern auch, dass bei den Nicht-Deutschen die Altersstruktur jünger ist und jüngere Menschen, egal von wo sie kommen, in der Regel mehr Straftaten begehen. In Lagebildern erfasst das Bundeskriminalamt hingegen erst seit 2015 die Kriminalität von „Zuwanderern“, laut dem BKA Menschen, die ein Asylverfahren durchlaufen, einen Aufenthaltstitel oder eine Duldung haben oder abgeschoben werden sollen.

    Rechtsradikale hantieren gerne mit der sogenannten „Messerkriminalität“, die angeblich seit dem Jahr 2015 explodiert sei. Das ist unseriös, wie Correctiv darlegt: Denn „Tathandlungen, bei denen der Angriff mit einem Messer unmittelbar gegen eine Person angedroht oder ausgeführt wird“ werden erst seit dem 1. Januar 2024 vollständig erfasst. 90 Prozent der erfassten „Messerkriminalität“ wird von Männern über 21 Jahren verübt. Tatsächlich sind dabei in der Statistik nicht-deutsche Täter überrepräsentiert. Neben demografischen und sozialen Aspekten gibt es zahlreiche weitere Faktoren, die dieses Ungleichgewicht begünstigen, wie die Kriminologin Gina Wollinger darlegt.

    Verzerrte Wahrnehmung von Kriminalität

    Die Gefahr einer Verfälschung des Kriminalitätsbildes durch die polizeiliche Statistik wird verstärkt dadurch, dass sehr viele Menschen eine völlig von der Realität abgekoppelte Wahrnehmung der Kriminalität haben. In einer Befragung der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) aus dem Jahr 2021 gingen fast zwei Drittel von einer starken bis sehr starken Zunahme der Kriminalität in den letzten fünf Jahren aus, während nur sechs Prozent der Befragten die Kriminalitätsentwicklung realistisch einschätzten.

    Woher diese Fehlwahrnehmung kommt, ist nicht abschließend untersucht. Die Studie der KAS zeigte sich hier einigermaßen ratlos: Die Sorge vor einer Zunahme der Kriminalität lasse sich nicht mit sinkender tatsächlicher Kriminalität aus der Welt schaffen, stellten die Autor:innen damals fest.

    Einen Anteil an diesem Phänomen haben vermutlich die NachrichtenwertfaktorenNegativität und Nähe, die Medien dazu bringen, Berichte mit Schaden und Kriminalität in unserer Nähe als relevanter zu bewerten. So entsteht medial eine Schieflage, die nicht der realen Entwicklung entspricht. Diese Schieflage wird befeuert von einer Innenpolitik, die auf diese Fehlwahrnehmungen eingeht, was die Berichterstattung zum Thema Sicherheit weiter verstärkt. Hinzu kommt auch ein Altersfaktor, den die Studien bestätigen: Je älter die Befragten, desto mehr Angst haben sie vor Kriminalitätszunahme. In einer alternden Gesellschaft steigt also die Furcht und damit auch der politische Druck auf das Thema.

    Eng gefasster Sicherheitsbegriff

    Der Fokus des Sicherheitsbegriffs auf Delinquenz und Kriminalität trägt zudem zu einer weiteren Verzerrung und damit verschobenen politischen Prioritäten bei. Ein erweiterter Sicherheitsbegriff würde soziale Sicherheit hervorheben, dazu gehören Wohnraum, eine gerechte Vermögensverteilung, ein gutes Gesundheitssystem, einfache Mobilität sowie die Absicherung von Arbeitsplätzen. Ein noch weiter in die Zukunft gerichteter Sicherheitsbegriff würde auch die Gefahr von Kriegen, Umweltkatastrophen und Klimakollaps in den Fokus nehmen.

    Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  18. Politisch motivierte Straftaten erreichen 2025 neuen Rekordwert

    Das BKA verzeichnet für 2025 so viele politisch motivierte Straftaten wie nie zuvor. Rund die Hälfte stammt aus dem rechten Spektrum.

    heise.de/-11262093?wt_mc=sm.re

    #Bundeskriminalamt #Bundestagswahl #Kriminalität #news

  19. "Power Off": BKA takes action against DDoS offerings

    The Federal Criminal Police Office and Public Prosecutor General's Office Frankfurt, with international partners, acted against stresser services. Arrests made.

    heise.de/en/news/Power-Off-BKA

    #Bundeskriminalamt #IT #Netzpolitik #Security #news

  20. „Power Off“: BKA geht gegen DDoS-Angebote vor

    Bundeskriminalamt und Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sind mit internationalen Partnern gegen sogenannte Stresserdienste vorgegangen. Es gab Festnahmen.

    heise.de/news/Power-Off-BKA-ge

    #Bundeskriminalamt #IT #Netzpolitik #Security #news

  21. Mitten in der Nacht: #Bundesweite #Polizeieinsätze wegen einer #Softwarelücke

    In der Nacht auf Sonntag wurden in #Deutschland zahlreiche #Admins von der #Polizei geweckt – wegen einer #Sicherheitslücke in zwei #PLM-Softwarelösungen.

    Das #Bundeskriminalamt hat offenbar eine kürzlich bekannt gewordene #Sicherheitslücke in den #PLM-Lösungen #Windchill und #FlexPLM von #PTC als so gefährlich angesehen, dass es #bundesweit nächtliche #Polizeieinsätze veranlasste, um...

    golem.de/news/mitten-in-der-na

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