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#bundesdruckerei — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #bundesdruckerei, aggregated by home.social.

  1. Ich muss alles zurücknehmen. Die von der #Bundesdruckerei meinen nun dass es kein Update der Apps i-KfZ und den digitalen Führerschein für alternative #Android #Systeme geben wird. Na das zum Thema #Digitalisierung.

  2. Nach meinen Erfahrungen mit der #Bundesdruckerei, #Governikus, #Ausweisapp und #iKFZ mache ich mir um #EUDIwallet wirklich gar keine Sorgen mehr... *nicht*

  3. Durchgefallen

    Bundesdruckerei: Datenatlas Bund ist durchgefallen

    Noch im Dezember hat die Bundesdruckerei den Datenatlas Bund mit allen Mitteln vor öffentlicher Kritik abgeschirmt. Nun ist das Großprojekt für die datengetriebene Verwaltung gescheitert. Das Finanzministerium hat es abgehakt, das Digitalministerium weist es zurück.

    Für den Datenatlas Bund startet das Jahr aussichtslos. Das Metadaten-Portal sollte eigentlich die Arbeit der Bundesverwaltung vereinfachen: Behörden und Ministerien sollten damit interne Daten der Bundesverwaltung besser finden, verknüpfen und nutzen können. Doch nun hat die Bundesdruckerei den Datenatlas offline geschaltet. Das teilte eine Sprecherin des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) auf Anfrage mit.

    Das Ministerium hatte die Bundesdruckerei mit der Entwicklung des Datenatlas Bund beauftragt. Die setzte seit 2022 die Forderung aus der Datenstrategie des Bundes von 2021 um. In den einzelnen Ministerien waren die Datenlabore für den Datenatlas zuständig. Warum die Bundesdruckerei den Datenatlas vom Netz genommen hat, ist unklar.

    Offiziell heißt es aus der Bundesdruckerei und dem BMF, das Vertragsverhältnis habe zum 31. Dezember 2025 geendet. „Damit endete auch der Betrieb durch uns als Dienstleister“, so die Bundesdruckerei. Auf ihrer Website bewirbt sie den Datenatlas noch immer damit, er sei modern, digital souverän und KI-fähig; über Social Media suggeriert ein Mitarbeiter, er bediene die Ansprüche einer datengetriebenen Verwaltung.

    Datenatlas voller Mängel

    Dass der Datenatlas weit weniger kann als beworben, zeigte ein unabhängiges wissenschaftliches Gutachten von David Zellhöfer. Der Professor von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin erstellte es eigeninitiativ und unentgeltlich und veröffentlichte es Anfang Dezember.

    Zellhöfers Datengrundlage stammt aus dem Sommer 2025 und davor. Er wertete Aussagen von Mitarbeiter:innen der Datenlabore und einige Screenshots aus. Außerdem gewährten ihm einige Kolleg:innen aus der Bundesverwaltung Einblicke in das Metadaten-Portal über kurze Live-Demos. Seine direkte Anfrage nach Informationen für seine Forschung wies die Bundesdruckerei ab. Zellhöfers Fazit: In Teilen entspricht das Portal nicht einmal dem Stand der Technik von 1986.

    Eigentlich sollte das Metadaten-Portal Datenbestände der öffentlichen Verwaltung für Behörden zugänglicher machen. Metadaten sind Daten über Daten, wie das Erstellungsdatum, der Dateityp oder der Speicherort. Doch habe es dem Datenatlas an grundlegenden Funktionalitäten gemangelt.

    Beispielsweise habe es im Datenatlas keine explorative Suche gegeben, wie man das etwa von Suchmaschinen kennt, sondern nur eine gerichtete Suche. Dementsprechend hätten Suchende immer genau wissen müssen, welches Dokument oder welchen Datensatz sie suchen. Auch kontrollierte Vokabulare hätten gefehlt: Damit Verwaltungsmitarbeiter:innen Dokumente finden können, sollten die mit denselben Schlagwörtern belegt werden. Das sei im Datenatlas nicht umgesetzt worden. Problematisch sei das etwa bei Tippfehlern. Darunter leide nicht nur die Datenqualität. Auch die Trefferlisten seien aufgrund der gerichteten Suche unvollständig gewesen.

    Auch grundlegende Suchfunktionen wie den Einsatz von Suchoperatoren seien im Datenatlas nur sehr eingeschränkt möglich gewesen, zum Beispiel hätten Mitarbeiter:innen die Operatoren „UND“, „ODER“ oder „NICHT“ nicht anwenden können.

    Nicht mehr zuständig

    Im Dezember hüteten die Bundesdruckerei und das BMF den Datenatlas noch wie ein Staatsgeheimnis. Gegenüber netzpolitik.org betonten beide: Der Datenatlas sei nicht „für die Nutzung durch die Öffentlichkeit“ bestimmt. Zellhöfer hielten sie vor, das Gutachten sei nicht beauftragt worden. Die Bundesdruckerei erwog sogar „rechtliche Schritte“ gegen den Gutachter.

    Erst als das Gutachten Aufmerksamkeit bekam, lenkte die Bundesdruckerei ein und versicherte gegenüber netzpolitik.org, die von Zellhöfer angeführten Mängel bestünden nicht. Seine Datengrundlage hätte den Stand des Datenatlas im Sommer 2025 abgebildet, die Mängel scheinen also in der zweiten Jahreshälfte behoben worden zu sein. Offiziell habe die Bundesdruckerei die Entwicklung des Datenatlas bereits im ersten Quartal 2025 abgeschlossen, sagt das BMF heute.

    Nun ist der Datenatlas offline. Sie seien für das Projekt nicht mehr zuständig, heißt es sowohl von der Bundesdruckerei als auch vom BMF. Letzteres erklärte gegenüber netzpolitik.org, man könne keine weitergehenden Fragen zur Umsetzung der Datenstrategie beantworten; bis Ende 2025 habe man „alle Maßnahmen zu einer Übergabe des Datenatlas Bund durchgeführt“.

    Digitalministerium lehnt ab

    Übernehmen sollte den Datenatlas das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Doch das lehnt eine „Übernahme des BMF-Projekts im aktuellen Projekt-Stadium“ als „nicht wirtschaftlich“ ab, so ein Sprecher des Ministeriums gegenüber netzpolitik.org.

    Nach „intensiver Prüfung“ habe sich gezeigt, dass der Datenatlas Bund „trotz intensiver Bemühungen“ kaum genutzt werde. Um daraus ein „wirksames Tool“ zu machen, müsse außerdem noch viel Entwicklungsarbeit hineinfließen.

    Ob das Ministerium die Entwicklung eines neuen Metadaten-Portals anstoßen wird, bleibt offen. Grundsätzlich liefere ein solches Portal „eine wichtige Grundlage für eine effiziente Datennutzung in der Bundesverwaltung“. Bei einer neuen Version wolle man „die im Projekt Datenatlas Bund gewonnenen Erkenntnisse“ berücksichtigen, um sicherzugehen, dass bereits getätigte Investitionen weitergenutzt werden können.

    Zellhöfers grobe Wirtschaftlichkeitsbetrachtung veranschlagt als Gesamtkosten des Datenatlas gut 2,3 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben für den Datenatlas Bund hätten seit Beginn etwa 24,6 Millionen Euro betragen, so die Sprecherin des BMF auf Anfrage. Mutmaßlich liegen die Kosten deutlich darüber, so äußerten sich zumindest anonyme Quellen gegenüber Zellhöfer.

    Esther Menhard ist freie Autorin bei netzpolitik.org. Sie recherchiert zur Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung und nimmt dazu gerne Hinweise entgegen. Von Haus aus Philosophin, interessiert sie sich für Datenethik, die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Digitalität, AdTech, Open Access und Open Source. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon Bluesky. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  4. Führerschein gültig? Diese Jahrgänge müssen jetzt handeln

    Fristablauf 19. Januar Tausende Autofahrer in Niedersachsen müssen handeln Aktualisiert am 17.01.2026 – 05:17 UhrLesedauer: 2 Min. Ein…
    #Hannover #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100137924 #100601380 #Bundesdruckerei #Emden #Fristablauf #Führerschein #Germany #LandkreisGoslar #Niedersachsen #Umtausch
    europesays.com/de/724524/

  5. Mein #Jahr2026 begann im #Bett liegend mit dem nachfolgenden, freundlicherweise hier im #Fediverse geteilten #Podcast des #ÖR

    "Ämter ohne #Microsoft - Warum Behörden freie Software nutzen wollen"

    "#Software im #Abomodell ist teuer und die #Daten liegen in der #Cloud. Erste #Behörden wollen sich aus dieser #Abhängigkeit lösen und setzen auf freie Software. Von Christian Erll (#SWR 2025)"
    (Hashtags durch mich)

    ardaudiothek.de/episode/urn:ar
    lohnt sehr, inkl. #schleswigholstein , #München (#Limux) und #Bundesdruckerei

    "Das Wissen" ist auch auf #Mastodon vertreten: ard.social/@DasWissen

    Jetzt?
    Fast halb 1.
    Dann will ich den ersten Tag des Jahres mal den Hörnern packen 😄

    #DasWissen

  6. Autofahrern droht Ärger wegen alter Führerscheine – Frist 19.01.

    Fristablauf in Niedersachsen Tausenden droht Ärger wegen alter Führerscheine 19.12.2025 – 11:24 UhrLesedauer: 3 Min. Ein Führerschein im…
    #Hannover #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #100137924 #100601380 #Bundesdruckerei #Emden #Fristablauf #Führerschein #Germany #LandkreisGoslar #Niedersachsen #Umtausch
    europesays.com/de/657178/

  7. Degitalisierung: Statusstress

    Wenn ein IT-System veraltet oder kaputt ist und jemand darauf hinweist, verursacht das erstmal Stress. Aber den Status um jeden Preis aufrechtzuerhalten ist nicht der beste Umgang, findet unsere Kolumnistin. Sie schlägt einen anderen Weg für ein stressfreies digitales Zusammenleben vor.

    In der heutigen Degitalisierung geht es um Stress. Aber eigentlich auch wieder nicht. Das mag paradox klingen, hat aber mit einer ganz besonderen Art von Stress zu tun, dem Statusstress. Statusstress ist nicht nur ein wunderschönes Bild von einem Wort, sondern leider auch eine allzu treffende Bezeichnung des Umgangs mit dem Status der Digitalisierung in Deutschland und möglicher Kritik daran.

    Besonders häufig zu finden ist der Statusstress in der Verwaltung, zum Teil aber auch im Gesundheitswesen oder bei Unternehmen, die in den beiden Branchen Dienstleistungen erbringen. Um Statusstress genauer zu verstehen, bedarf es einiger prägnanter Beispiele. Aus nicht ganz erfindlichen Gründen kommen ein paar der aktuellen Beispiele für diese Kolumne schwerpunktmäßig aus Berlin.

    Das heißt aber nicht, dass Statusstress nicht auch in anderen Regionen in Deutschland, speziell im Kontext der Digitalisierung, vorkommt, es ist eher eine besondere Häufung der Nachrichten der letzten Tage.

    Versuch einer Definition

    Normalerweise ist Stress eine natürliche Alarmreaktion des menschlichen Körpers auf Belastungen, auf Stressoren. Die Auslöser von Stress können Umstände wie Zeitdruck, Lampenfieber oder lebensverändernde kritische Ereignisse sein, etwa ein möglicher Jobverlust. Kurzfristig setzt der menschliche Körper dann Stresshormone wie Adrenalin frei, um mit der kurzfristigen Belastung besser umgehen zu können – in Vorbereitung auf eine kurzfristige Fight-or-Flight-Situation: entweder der Situation stellen oder fliehen.

    Stress ist also eigentlich auch ein Mittel, um mit schwierigen Situationen besser umgehen zu können. Ein Mittel, um sich einer gewissen anstrengenden und schwierigen Situation besser stellen zu können. Meist ist eine Situation dann zwar stressig, wir haben höheren Puls und Blutdruck, aber nach dem Ablassen des Stresses haben wir oftmals eine unangenehme Situation erfolgreich gemeistert und mehr erreicht, als wir vorher gedacht hätten.

    Nun gibt es solche Stresssituationen auch für die Politik oder der Politik nahestehende Organisationen, für die Verwaltung oder der Verwaltung nahestehende Unternehmen etwa. Stressig kann es oftmals werden, wenn das jeweilige Handeln kritisiert wird, wenn Fehler offensichtlich werden. Auch hier gibt es dann eine Vorbereitung auf eine Fight-or-Flight-Situation. Fehler zugeben, beheben oder doch lieber erst mal kleinreden? Häufig fällt die Entscheidung auf die Aufrechterhaltung des Status Quo, auch wenn es durchweg sehr anstrengend und – titelgebend – stressig sein kann, den Status Quo als richtig darzustellen.

    Nur ist die ohnehin schon stressige Aufrechterhaltung des ungenügenden Status Quo auf lange Sicht gar nicht mal so sinnvoll oder gesund, wie ein paar Beispiele aus der Digitalisierung der letzten Tage zeigen.

    Stand der Technik

    „Stand der Technik“ ist eine wiederkehrende Formulierung im Gutachten von David Zellhöfer zum Datenatlas der Bundesdruckerei. Zellhöfer ist seines Zeichens Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.

    Im Gutachten geht es aber nicht um die Beschreibung, dass der Datenatlas der Bundesdruckerei den Stand der Technik auch erreiche. Es geht wissenschaftlich aufbereitet darum, dass der Datenatlas eben nicht mal den Stand der Technik erreiche. Schlimmer noch, es sei dabei nicht mal der Stand der Technik von heute, sondern der Stand der Technik von vor knapp 40 Jahren.

    Eine durchaus harte Kritik, beim genaueren Lesen des Gutachtens finden sich aber viele Anhaltspunkte, wie es besser ginge. Es wird umfangreich aufbereitet, an welchen Stellen Details der Umsetzung des Datenatlas diesen Stand der Technik unterschreiten und welche Umsetzungsalternativen es geben würde. Mit etwas Abstand betrachtet mag das Gutachten zwar nicht nett klingen – es liefert aber zahlreiche Verbesserungsvorschläge, um einen möglichen besseren Datenatlas schaffen zu können. Eigentlich.

    Das Gutachten von Zellhöfer mag bei den Beteiligten zu sofortigem Statusstress geführt haben, anders wäre die Prüfung rechtlicher Mittel gegen das Gutachten nicht erklären zu gewesen. Fehler zugeben und diese ausmerzen – oder eben mit viel Aufwand jegliche Kritik am zweifelhaften Status abschmettern. Fight or flight. Statusstress.

    Im Falle des Datenatlas und der Bundesdruckerei lässt sich aber nicht genau ermessen, wie viel mehr Aufwand dieser Statusstress am Ende ausmachen wird. Anders ist das bei der zweifelhaften Aufrechterhaltung veralteter IT-Systeme.

    415 Prozent

    In der letzten Woche wurde bekannt, dass der IT-Dienstleister des Landes Berlin, das IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) Berlin, stark unterfinanziert ist. Zwei Kredite in Höhe von 40 Millionen Euro sind nötig gewesen, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Bemerkenswert daran ist auch, dass die Behörden, die beim Dienstleister Auftragsverhältnisse haben, mit 16,8 Millionen in der Miese stehen. Die finanzielle Lage des Kommunaldienstleisters ist also eigentlich düster, aber als Anstalt öffentlichen Rechts kann das ITDZ nicht so einfach pleitegehen wie normale kommerzielle Unternehmen.

    Woher kommt das finanzielle Problem? Einerseits aus der schlechten Finanzlage von Kommunen und Ländern. Andererseits auch vom Statusstress, diesmal in Bezug auf IT-Systeme.

    In der Verwaltung werden oftmals sehr viele unterschiedliche Fachverfahren betrieben, spezialisierte Programme für bestimmte Verwaltungstätigkeiten. Programme für das Meldewesen etwa oder Programme zur Verwaltung kommunaler Aufgaben wie der Abfallentsorgung. Beim ITDZ sammeln sich ganz schön viele unterschiedliche Fachverfahren, der Tagesspiegel [€] schreibt von 415 unterschiedlichen Fachverfahren, die Berliner Behörden laut Senatskanzlei nutzen würden.

    Auffällig dabei: Das ITDZ gibt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag im Jahr dafür aus, um die Risiken des Weiterbetriebs der Programme zu reduzieren, so ein Bericht der Chief Digital Officer (CDO) Martina Klement an das Berliner Abgeordnetenhaus. Die Kosten für die Risikoreduzierung des Betriebs liegen Klement zufolge bei durchschnittlich 415 Prozent der ursprünglichen Betriebskosten des jeweiligen Verfahrens. Statusstress. Die Aufrechterhaltung des Status Quo wird irgendwann wirtschaftlich so stressig, dass Weglaufen finanziell eigentlich gar nicht mehr funktioniert.

    Bei der Beschönigung des nicht mehr funktionierenden Status Quo hilft dann auch keine kreative Antwortfindung seitens der Verwaltung auf Anfragen mehr. Kreativ hervorgetan hat sich etwa das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf bei der Definition von Mehrfaktor-Authentifizierung. Neben einem ersten Faktor „Wissen“, einem Passwort, sei in der Verwaltung ja auch ein zweiter Faktor „Besitz“ vorhanden, weil Computersysteme „nur in Dienstzimmern zu benutzen“ seien, die mit einem Schließsystem gesichert seien. Schwammig wird die Definition dann dadurch, dass dazu auch Privatwohnungen für die „Telearbeit“ gehören sollen.

    Mit anerkannten Regeln der Informationssicherheit hat das zwar nichts zu tun, aber irgendwie muss der Status Quo aufrechterhalten werden können. Die Informationssicherheit ist dabei aber zumindest gedanklich in der Überwindung von Statusstress bereits einen Schritt weiter, in Teilen jedenfalls.

    Novellierung des Computerstrafrechts

    In der Informationssicherheit gibt es in Deutschland schon länger immer wieder Beispiele von Statusstress auf Basis des Computerstrafrechts. Nach der Gesetzgebung um den sogenannten Hackerparagrafen kann seit 2007 das „Vorbereiten des Ausspähens und Abfangens von Daten“ unter Strafe gestellt werden. Auch wenn das erst einmal logisch klingt, führt dies in der Praxis von gutartigen, ethischen Hacker*innen immer wieder zu Problemen. Menschen also, die auf Sicherheitslücken hinweisen, ohne diese bösartig auszunutzen, damit diese geschlossen werden können und somit die Sicherheit steigt.

    Da bereits die Vorbereitung von Hacks zu Strafen führen kann, kommt es durch den Hackerparagrafen zu absonderlichen Verurteilungen. Im Fall Modern Solutions etwa wurde ein gutartiger Hacker rechtskräftig verurteilt, weil er die entsprechende Firma darauf hinwies, dass ein Passwort unverschlüsselt in einer ausführbaren Datei einer Middleware-Software gespeichert war. Daraus erwuchs ein erhebliches Sicherheitsrisiko, weil mit diesem einen Passwort ein Zugriff auf die Daten aller Modern-Solutions-Kunden möglich war.

    Statt eines Dankes für den Hinweis gab es eine Hausdurchsuchung sowie ein Strafverfahren. Die Verfassungsbeschwerde im Kontext des Falls wurde vor dem Bundesverfassungsgericht abgewiesen.

    Eine weitere Form von Statusstress: Durch Strafverfolgung von gutartigen Hacker*innen werden Systeme keinen Deut sicherer, vielmehr werden Sicherheitshinweise im Rahmen von Coordinated Vulnerability Disclosure-Verfahren, wie etwa solchen durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), erschwert. Der Status Quo wird auch hier mit viel Stress aufrechterhalten, sicherer werden Systeme dadurch nicht.

    Allerdings findet im Kontext des Hackerparagrafen inzwischen ein Umdenken nach. In der letzten Legislatur wurde eine Novellierung des Computerstrafrechts im parlamentarischen Prozess zumindest begonnen, BSI-Präsidentin Claudia Plattner forderte im November eine rechtliche Absicherung von gutartigen Hacker*innen.

    Wege zu einem stressfreien Leben

    Es gibt also bereits erste Ansätze, besser mit Statusstress zurechtzukommen. Nur wird es in vielen Bereichen der Digitalisierung noch viele Anläufe eines besseren Umgangs mit Kritik und einer offenen Fehlerkultur brauchen, um im Moment der Kritik oder Fehlermeldung richtig mit dem aufkommenden Stress umzugehen. Oftmals ist es in den Momenten, in denen Statusstress entsteht, nämlich gar nicht so düster, wie Menschen oftmals meinen, die einen mangelhaften Status Quo verteidigen wollen.

    Professoren wie David Zellhöfer schreiben keine mehr als 100-seitigen Gutachten, nur um stumpfe Kritik an Vorhaben wie dem Datenatlas zu äußern. Es geht auch in als harsch wahrgenommener Kritik um Impulse, Dinge besser zu machen. Das Infragestellen veralteter IT-Systeme in der Verwaltung und kritische Fragen zur IT-Sicherheit sind, auch wenn sie als hart empfunden werden, Fragen danach, wie unsere gemeinsame digitale öffentliche Daseinsvorsorge besser werden kann. Ethischen Hacker*innen, die sich Tage und Nächte Zeit nehmen, Sicherheitslücken in fremden Systemen zu finden und zu dokumentieren, geht es nicht ums Kaputtmachen, es geht darum, dass Systeme nicht von anderen, bösartigen Mächten angegriffen werden können.

    Diese Erkenntnis ist oftmals nicht so einfach, sie ist aber der erste Schritt zu einem stressfreien digitalen Zusammenleben.

    Bianca Kastl ist Entwicklerin und unterstützt seit Beginn der Corona-Pandemie Gesundheitsämter bei der Digitalisierung. Von dort aus schaut sie kritisch auf die digitale Infrastrukturen, die im öffentlichen Gesundheitswesen genutzt werden – vor allem auf deren Schwachstellen. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  8. << „Aufgrund der eklatanten Mängel ist das Software-Entwicklungsprojekt Datenatlas mit sofortiger Wirkung zu stoppen“, so seine Empfehlung, „um nicht weitere Mittel in eine technisch und konzeptionell wenig überzeugende Lösung zu investieren, welche kaum den Stand der Technik erreicht.“>>
    Wie kann es sein, dass so ein mangelhaftes Ergebnis rausgekommen ist? War die Projekt-Planung so schlecht? Ich rate Mal: Es gab fachlich versierte Menschen mit gutem Planungsansatz. Der wurde dann durch div. nicht fachlich versierte Beteiligte/Hierarchien verwässert. 🤔

    <<Bislang hat der #Datenatlas laut Zellhöfers Grobschätzung mindestens 2,3 Millionen Euro gekostet. Allerdings lägen die Kosten mutmaßlich deutlich darüber, wie anonyme Quellen Zellhöfer gegenüber sagten. Die tatsächlichen Kosten legt die #Bundesdruckerei auf Anfrage von netzpolitik.org nicht offen.>>
    Gibt es da keine offenlegungspflichten (#Steuergeld)? Muss man erst eine ifg-Anfrage stellen?

    Danke an @esthermenhard & @netzpolitik_feed

  9. Forschungsauftrag vergeben: Die @Cyberagentur will mit #AuBi das digitale Ich besser schützen – durch biometrische Authentifizierung, die auf Reaktion, Verhalten und universellen Mustern basiert. Auftragnehmer ist die #Bundesdruckerei mit ihren Partner von der @unipotsdam und dem Berliner IT-Unternehmen neXenio.
    Mehr Informationen: t1p.de/iyxq3
    #DigitaleIdentität #Biometrie #Cyberagentur #ITsicherheit #DigitaleSouveränität

  10. Fingerabdruck? Gangart? Oder eine Reaktion auf einen Reiz? In der neuen Folge von „Per Anhalter durch den Cyberraum“ der @Cyberagentur geht es um neue Wege der Authentifizierung. Kristin Biegner (Cyberagentur) & Hendrik Graupner (#Bundesdruckerei) erklären Moderator @Marcel, worum es im Forschungsprogramm #AuBi geht.
    Jetzt hören: t1p.de/4y5t9
    Mehr Infos: t1p.de/z3gpn
    #biometrie #authentifizierung #cybersicherheit #cyberagentur #forschung #techpodcast #passwort

  11. #KreisKleve
    Viele Kommunen im Kreis Kleve haben aktuell Probleme bei der #digitalen #Passbilderfassung. Die Geräte der #Bundesdruckerei, die für die Erstellung von #Lichtbildern für #Personalausweise und #Reisepässe benötigt werden, seien derzeit noch nicht einsatzbereit. Es gebe #Probleme mit den Geräten und der #Software der Bundesdruckerei, sodass es zu einer #Verzögerung bei der digitalen Passbild-Erfassung kommt.

  12. Die Zeit greift die #Sicherheitslücke bei D-Trust auf: Ein schwerwiegendes #Datenleck bei der Tochterfirma der #Bundesdruckerei, hat private Daten von 170.000 #Ärztinnen und Ärzten ungeschützt im Netz zugänglich gemacht. Betroffen sind u. a. #Ausweisnummern und #Geburtsdaten, was potenziellen #Identitätsdiebstahl erleichtert. Der Vorfall wirft erneut Zweifel an der #IT-Sicherheit der #elektronischenPatientenakte auf.

    zeit.de/digital/datenschutz/20

    #Datenschutz #Cybersecurity #ePA

  13. Die Zeit greift die #Sicherheitslücke bei D-Trust auf: Ein schwerwiegendes #Datenleck bei der Tochterfirma der #Bundesdruckerei, hat private Daten von 170.000 #Ärztinnen und Ärzten ungeschützt im Netz zugänglich gemacht. Betroffen sind u. a. #Ausweisnummern und #Geburtsdaten, was potenziellen #Identitätsdiebstahl erleichtert. Der Vorfall wirft erneut Zweifel an der #IT-Sicherheit der #elektronischenPatientenakte auf.

    zeit.de/digital/datenschutz/20

    #Datenschutz #Cybersecurity #ePA

  14. Aus einem Schreiben des #CCC an #DTrust;

    "Bitte beachten Sie, dass wir als Chaos Computer Club lediglich diese Nachricht überbringen. Wir möchten diese Gelegenheit jedoch nutzen, Sie persönlich darauf hinzuweisen, dass Ihre Strafanzeige gegenstandslos ist, da die personenbezogenen Daten de facto von Ihnen veröffentlicht wurden. Entsprechend wurde auch kein Zugriffsschutz umgangen."

    #Bundesdruckerei #Cybersicherheit #Datenschutz #Digitalisierung #DSGVO
    #DTrust #Zugrifffsschutz

  15. #CCC:
    "
    5-Punkte-Plan für d(on't)-trust

    Mit bedeutungsschwangerer Cyber-Rhetorik will d-trust von der Verantwortung für ein großes Datenleck ablenken. Der CCC erklärt die Hintergründe und fordert Konsequenzen.
    "
    ccc.de/en/updates/2025/dont-tr

    24.1.2025

    #Bundesdruckerei #Cybersicherheit #Datenschutz #Digitalisierung #DTrust #ePA #Gematik #Gesundheitswesen #Internet #IT #Verantwortungslosigkeit

  16. Wo wir gerade beim Thema "öffentliche IT" sind:

    #Bundesdruckerei ... BUNDESDRUCKEREI ... "Keinerlei Zugriffsschutz"

    "Laut Linus Neumann vom Chaos Computer Club hat ein anonymer Forscher die Daten von D-Trust abgegriffen. Es bestand wohl keinerlei Zugriffsschutz."

    golem.de/news/trustcenter-der-

    #Dtrust

  17. Eben eine E-Mail bekommen von D-Trust: Datenreichtum, meine Daten seien auch betroffen. D-"Trust". Danke für nichts. #D-Trust, #Bundesdruckerei, #Datenreichtum, #HackerAngriffe

  18. Ausstellung von Reisepässen verzögert sich

    Bei der Bundesdruckerei sind so viele Anträge auf Reisepässe eingegangen wie nie. Als Grund dafür wird das nach Corona geänderte Reiseverhalten genannt. Antragsteller müssen jetzt mit mindestens vier Wochen Wartezeit rechnen.

    ➡️ tagesschau.de/inland/reisepaes

    #Bundesdruckerei #Reisepässe

  19. Jetzt ist unser #Datentag zur #DatenTreuhand zurück im #Livestream 📺:

    ➡️ sds-links.de/datentreuhand
    (Für das Programm nach unten scrollen.)

    Bis 13:30 Uhr werden Praxisbeispiele zu #Gesundheitsdaten, #Mobilitätsdaten, Logistik sowie Land- und Agrarwirtschaft vorgestellt und diskutiert.

    Danach geht es bis 15 Uhr um Datentreuhänder im EU #Datenrecht u. #Datensouveränität.

    U.a. Mit: #Fraunhofer IMW #DaRe #Bundesdruckerei #CenTrust #TreuMoDa @unileipzig @wikimediaDE Marit #Hansen #Bitkom

  20. Die #Bundesdruckerei möchte in Zukunft mit #CenTrust eine #Datentreuhand u.a. für #Gesundheitsdaten und Identitätsmanagement werden:
    bundesdruckerei-gmbh.de/de/loe

    Was denkt ihr über Daten-Vermittler und Vertrauensstellen❓ #TeamDatenschutz #Datenschutz

    ➡️ Jetzt an unserer Umfrage auf #Mastodon teilnehmen (bis 28.6.):
    social.bund.de/@DS_Stiftung/11

    Am 30.6. 🗓️ diskutieren wir das Thema in Berlin und im Livestream (kostenfrei, keine Anmeldung):
    sds-links.de/datentreuhand

  21. Noch freie Plätze im CHANGE HUB Berlin:

    #DatenTag zu »Chancen einer #DatenTreuhand«
    30. Juni 2023
    10-15 Uhr
    sds-links.de/datentreuhand
    #SDSevent

    Für Präsenzteilnahme, kurze E-Mail an:
    [email protected]

    Online-Teilnahme natürlich auch im Livestream mit Chat.

    Themen u.a.:
    #Datenrecht #Datensouveränität #Gesundheitsdaten #Mobilitätsdaten #Logistik #Landwirtschaft @bmdv @uni_regensburg #Fraunhofer #Bundesdruckerei @TreuMoDa @bmel @wikimediaDE #LfDI Marit Hansen #Bitkom

  22. IT-Sicherheitslösungen "Made in Germany" – dafür steht die #Bundesdruckerei-Gruppe.

    Auf dem #rp23 Messestand und bei #GetaJob! lernt ihr unseren #Partner persönlich kennen – und alle können „IT-Security-Hero“ werden: re-publica.com/de/partner/bdr #CASH #PARTNER

  23. Zeugnisse sollen bald bundesweit digital verfügbar und fälschungssicher sein. Die Umsetzung mit einer Blockchain wurde gestoppt. Neue Tests sind nun geplant.
    Sachsen-Anhalt plant neue Testläufe für digitales Schulzeugnis
  24. Von #LucaApp-Security-Loosern #Nexenio gibts auch #bdrive:

    „Daten #sicher und einfach teilen - Von überall auf Informationen und Daten zugreifen, Projekte gleichzeitig bearbeiten“

    nexenio.com/products/

    Referenzkunde: #Bundesdruckerei

    Ob deren #CISO noch gut schläft?