#gematik — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #gematik, aggregated by home.social.
-
@CptCheesyCrust nachdem der @CCC relativ zügig da drin war und sich beliebig umschauen konnte war das Ding für mich gestorben.
Entweder die Daten werden über MEINE 2FA verschlüsselt , oder gar nicht.
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/epa-patientenakte-hacking-100.html
Und das keine 400 Millionen Euro an die #gematik durch ein „einfaches“ Update der Zertifikate gezahlt wurden, hat mein Vertrauen in die Firma auch nicht erhöht.
Das sind Schwindler, Hochstapler und Taschenspieler.
https://www.ccc.de/de/updates/2022/konnektoren-400-millionen-geschenk
-
@CptCheesyCrust nachdem der @CCC relativ zügig da drin war und sich beliebig umschauen konnte war das Ding für mich gestorben.
Entweder die Daten werden über MEINE 2FA verschlüsselt , oder gar nicht.
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/epa-patientenakte-hacking-100.html
Und das keine 400 Millionen Euro an die #gematik durch ein „einfaches“ Update der Zertifikate gezahlt wurden, hat mein Vertrauen in die Firma auch nicht erhöht.
Das sind Schwindler, Hochstapler und Taschenspieler.
https://www.ccc.de/de/updates/2022/konnektoren-400-millionen-geschenk
-
Bis jetzt kein vernünftiges Rechtemanagement für die Dokumente, aber so einen „Firlefanz“ einbauen.
Die sollten ganz, ganz dringen ihre Prioritäten klären. -
Bis jetzt kein vernünftiges Rechtemanagement für die Dokumente, aber so einen „Firlefanz“ einbauen.
Die sollten ganz, ganz dringen ihre Prioritäten klären. -
#Gematik TI-Forum 2026 in #Berlin: Der #Gesundheitssektor ist in Deutschland am stärksten von Cyberangriffen betroffen, weil hochsensible #Patientendaten, veraltete IT und vernetzte #Medizintechnik zusammentreffen.
Ransomware macht mehr als die Hälfte aller Vorfälle aus, während technische Lücken und menschliche Fehler die Gefahr zusätzlich verstärken.
Trotz Regulierung durch #NIS2, DSGVO und #KRITIS-DachG gilt: #Cybersicherheit ist ein Prozess, den die gesamte Organisation mitgestalten muss.
-
#Gematik TI-Forum 2026 in #Berlin: Der #Gesundheitssektor ist in Deutschland am stärksten von Cyberangriffen betroffen, weil hochsensible #Patientendaten, veraltete IT und vernetzte #Medizintechnik zusammentreffen.
Ransomware macht mehr als die Hälfte aller Vorfälle aus, während technische Lücken und menschliche Fehler die Gefahr zusätzlich verstärken.
Trotz Regulierung durch #NIS2, DSGVO und #KRITIS-DachG gilt: #Cybersicherheit ist ein Prozess, den die gesamte Organisation mitgestalten muss.
-
#Gematik: Gesellschafter beschließen Umbau der Gesundheitsdateninfrastruktur | heise online https://www.heise.de/news/Gematik-Gesellschafter-beschliessen-Umbau-der-Gesundheitsdateninfrastruktur-11338851.html #Digitalisierung #digitalization #DigitalHealth
-
#Gematik: Gesellschafter beschließen Umbau der Gesundheitsdateninfrastruktur | heise online https://www.heise.de/news/Gematik-Gesellschafter-beschliessen-Umbau-der-Gesundheitsdateninfrastruktur-11338851.html #Digitalisierung #digitalization #DigitalHealth
-
MfTotD:
64 Tage stromautark. In #Berlin 32°/201°. Heute #YesWeCancer und #Gematik. #ePA4Y@ragnar @schnella @rakoellner @Anja @FerdiLethenOellers @Nobbyaushb @andreasessing @techhub.social
-
MfTotD:
64 Tage stromautark. In #Berlin 32°/201°. Heute #YesWeCancer und #Gematik. #ePA4Y@ragnar @schnella @rakoellner @Anja @FerdiLethenOellers @Nobbyaushb @andreasessing @techhub.social
-
Hintergrund:
Es ist wirklich düster, wie groß das "InformationalGap" oder "Science2Society-Gap" oder "call it names".... wie groß das Defizit von in Praxis gebrachtem Wissen ist.
Genau solche Apps wie o.g. aus #Karlsruhe könnten meines Erachtens eher eine #DiGA werden, als die kruden Angebote bisher.
-
Hintergrund:
Es ist wirklich düster, wie groß das "InformationalGap" oder "Science2Society-Gap" oder "call it names".... wie groß das Defizit von in Praxis gebrachtem Wissen ist.
Genau solche Apps wie o.g. aus #Karlsruhe könnten meines Erachtens eher eine #DiGA werden, als die kruden Angebote bisher.
-
TI-Umbau: #Gematik plant Zentralisierung und mehr Macht für sich selbst | heise online https://www.heise.de/news/TI-Umbau-Gematik-plant-Zentralisierung-und-mehr-Macht-fuer-sich-selbst-11308967.html #Digitalisierung #digitalization #DigitalHealth
-
TI-Umbau: #Gematik plant Zentralisierung und mehr Macht für sich selbst | heise online https://www.heise.de/news/TI-Umbau-Gematik-plant-Zentralisierung-und-mehr-Macht-fuer-sich-selbst-11308967.html #Digitalisierung #digitalization #DigitalHealth
-
Neuerlich ein Angriff auf #Gesundheitsdaten - bzw. konkret nur #Patientendaten eines Dienstleisters.
Bundesweit: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/cyberangriff-kliniken-100.html
Wie ist das eigentlich, sind solche Drittanbieter-Abrechnungsfirmen eigentlich Teil der #Telematikinfrastruktur?
Oder werden da schön deutschthümelnde Verträge und Auftragsdatenverarbeitungen abgeschlossen und gut is?
#Datensicherheit #Medizindaten #Patientenrechte #Krankenhaus #Datenleck #Datenpanne #Gematik
-
-
-
Mit der Krankenkasse telefoniert. Und ja: Offenbar kommen manche Chipkarten-Auslese-Systeme nicht darauf klar, dass auf der Krankenkassen-Karte manche Nachnamen einen „van"- oder „von“-Zusatz haben und verschlucken diesen einfach, weil er in einem Extrafeld steht.
IT aus den Siebzigern. Wahrscheinlich von #gematik
-
Mit der Krankenkasse telefoniert. Und ja: Offenbar kommen manche Chipkarten-Auslese-Systeme nicht darauf klar, dass auf der Krankenkassen-Karte manche Nachnamen einen „van"- oder „von“-Zusatz haben und verschlucken diesen einfach, weil er in einem Extrafeld steht.
IT aus den Siebzigern. Wahrscheinlich von #gematik
-
Die #DeutscheTelekom plant eine eigene elektronische #Patientenakte.
Die sogenannte souveräne #ePA soll sicherer und benutzerfreundlicher sein und vollständig in zertifizierten #Rechenzentren in Deutschland betrieben werden. Versprochen werden bessere Suchfunktionen, strukturierte Daten und eine Integration in bestehende digitale #Gesundheitsdienste.
Die Lösung befindet sich im Zulassungsverfahren der #Gematik. Ein Starttermin steht noch nicht fest.
-
Die #DeutscheTelekom plant eine eigene elektronische #Patientenakte.
Die sogenannte souveräne #ePA soll sicherer und benutzerfreundlicher sein und vollständig in zertifizierten #Rechenzentren in Deutschland betrieben werden. Versprochen werden bessere Suchfunktionen, strukturierte Daten und eine Integration in bestehende digitale #Gesundheitsdienste.
Die Lösung befindet sich im Zulassungsverfahren der #Gematik. Ein Starttermin steht noch nicht fest.
-
Gesundheitsdigitalisierung: Florian Fuhrmann über die neue Rolle der #Gematik | heise online https://www.heise.de/news/Gesundheitsdigitalisierung-Florian-Fuhrmann-ueber-die-neue-Rolle-der-Gematik-11267694.html #Digitalisierung #digitalization #DigitalHealth #ArtificialIntelligence #AI #Datenschutz #privacy #elektronischePatientenakte #ePA #elektronischesPatientendossier #ePD #elektronischesGesundheitsdossier #eGD #Forschung #research #Wissenschaft #science
-
Gesundheitsdigitalisierung: Florian Fuhrmann über die neue Rolle der #Gematik | heise online https://www.heise.de/news/Gesundheitsdigitalisierung-Florian-Fuhrmann-ueber-die-neue-Rolle-der-Gematik-11267694.html #Digitalisierung #digitalization #DigitalHealth #ArtificialIntelligence #AI #Datenschutz #privacy #elektronischePatientenakte #ePA #elektronischesPatientendossier #ePD #elektronischesGesundheitsdossier #eGD #Forschung #research #Wissenschaft #science
-
James Strong, Gwyneth Hughes – „Unschuldig – Mr. Bates gegen die Post“ (Serie, 2024)Kaum war dieser Dreiteiler Anfang 2024 in Großbritannien ausgestrahlt, ging ein politisches Erdbeben los. Diese Miniserie von James Strong und Gwyneth Hughes hat nicht nur ihr Fernsehpublikum bewegt, sondern auch eine längst überfällige Debatte wieder angeheizt und zu politischen Konsequenzen geführt. Wann hat Fernsehen das eigentlich zuletzt „bei uns“ vermocht? (ARTE, Wh.)
Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/james-strong-unschuldig-mr-bates-gegen-die-post-serie-2024/ -
James Strong, Gwyneth Hughes – „Unschuldig – Mr. Bates gegen die Post“ (Serie, 2024)Kaum war dieser Dreiteiler Anfang 2024 in Großbritannien ausgestrahlt, ging ein politisches Erdbeben los. Diese Miniserie von James Strong und Gwyneth Hughes hat nicht nur ihr Fernsehpublikum bewegt, sondern auch eine längst überfällige Debatte wieder angeheizt und zu politischen Konsequenzen geführt. Wann hat Fernsehen das eigentlich zuletzt „bei uns“ vermocht? (ARTE, Wh.)
Zum Blog: https://nexxtpress.de/mediathekperlen/james-strong-unschuldig-mr-bates-gegen-die-post-serie-2024/ -
Wenn ihr diese Bilder seht, muss ich euch leider blitzdingsen. Top Secret. Technik des Gesundheitswesen. Da, wo eure Krankenkassenkarte reingesteckt wird. Alles versiegelt und teilweise vergossen.
35 Fotos unter https://w.wiki/L2yi © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
-
Wenn ihr diese Bilder seht, muss ich euch leider blitzdingsen. Top Secret. Technik des Gesundheitswesen. Da, wo eure Krankenkassenkarte reingesteckt wird. Alles versiegelt und teilweise vergossen.
35 Fotos unter https://w.wiki/L2yi © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
-
‚Das Bundesgesundheitsministerium will die #Digitalisierung im Gesundheitswesen rasch voranbringen. Ein Gesetzentwurf definiert dafür die Rolle der elektronischen Patientenakte um, weitet die Nutzung von Gesundheitsdaten erheblich aus und gibt der #Gematik neue weitreichende Befugnisse….‘
#ePA #Gesundheit #Gesundheitsdaten #Bundesregierung #Überwachung
-
‚Das Bundesgesundheitsministerium will die #Digitalisierung im Gesundheitswesen rasch voranbringen. Ein Gesetzentwurf definiert dafür die Rolle der elektronischen Patientenakte um, weitet die Nutzung von Gesundheitsdaten erheblich aus und gibt der #Gematik neue weitreichende Befugnisse….‘
#ePA #Gesundheit #Gesundheitsdaten #Bundesregierung #Überwachung
-
@Pfohlmann wo #gematik drauf steht, ist Müll drin.
Das hat Tradition und ist Absicht.https://www.ccc.de/de/updates/2022/konnektoren-400-millionen-geschenk
-
@Pfohlmann wo #gematik drauf steht, ist Müll drin.
Das hat Tradition und ist Absicht.https://www.ccc.de/de/updates/2022/konnektoren-400-millionen-geschenk
-
Bei der #AOK #Bayern wurden nach einer Systemumstellung rund 6400 elektronische #Patientenakten versehentlich geschlossen.
Betroffene erhielten irrtümlich Hinweise auf einen angeblichen #Widerspruch. Die Akten wurden neu angelegt, frühere Daten sind jedoch vorübergehend nicht verfügbar. Die #Krankenkasse arbeitet mit Dienstleistern und der #Gematik an der Wiederherstellung.
Ein Sicherheitsvorfall wird ausgeschlossen, da kein unbefugter Zugriff stattfand.
-
Bei der #AOK #Bayern wurden nach einer Systemumstellung rund 6400 elektronische #Patientenakten versehentlich geschlossen.
Betroffene erhielten irrtümlich Hinweise auf einen angeblichen #Widerspruch. Die Akten wurden neu angelegt, frühere Daten sind jedoch vorübergehend nicht verfügbar. Die #Krankenkasse arbeitet mit Dienstleistern und der #Gematik an der Wiederherstellung.
Ein Sicherheitsvorfall wird ausgeschlossen, da kein unbefugter Zugriff stattfand.
-
#Telematikinfrastruktur
#gematik
Und auf einmal waren die Daten weg: Im Rahmen einer Systemumstellung bei der #AOK Bayern sind rund 6.400 elektronische Patientenakten (#ePA) gelöscht worden
#PatientendatenInGefahr
https://patientenrechte-datenschutz.de/und-auf-einmal-waren-die-daten-weg-im-rahmen-einer-systemumstellung-bei-der-aok-bayern-sind-rund-6-400-elektronische-patientenakten-geloescht-worden/ -
#Telematikinfrastruktur
#gematik
Und auf einmal waren die Daten weg: Im Rahmen einer Systemumstellung bei der #AOK Bayern sind rund 6.400 elektronische Patientenakten (#ePA) gelöscht worden
#PatientendatenInGefahr
https://patientenrechte-datenschutz.de/und-auf-einmal-waren-die-daten-weg-im-rahmen-einer-systemumstellung-bei-der-aok-bayern-sind-rund-6-400-elektronische-patientenakten-geloescht-worden/ -
Die #ePA (elektronische Patientenakte) soll eigentlich nur auf sicheren Handys laufen – aber Nutzer:innen von #GrapheneOS (aber auch #LineageOS & e/OS) werden ausgeschlossen, weil ihr Gerät angeblich "unsicher" sei 🤯. Dabei gilt GrapheneOS als ein sehr sicheres Betriebssystem für Handys, mit googlesicherer Weste 🤠
Gibt es Menschen, die ihre ePA-App auch auf alternativen Handybetriebssystemen zum Laufen bekommen haben und Einblicke zum Vorgehen teilen möchten?
Gibt es #Krankenkassen , deren ePA-Apps ganz ohne Frickelei auch auf z.B. GrapheneOS laufen?
Können #gematik & #BSI nicht für einen Webzugang zur ePA sorgen? Der App-Zwang bringt vllt. viele Leute dazu Handys mit nem OS von amerikanischen Datenkraken zu nutzen...🤔
#FOSDEM #DiDay #KNAPPSCHAFT #technikerkrankenkasse #AXA #RISE
-
Die #ePA (elektronische Patientenakte) soll eigentlich nur auf sicheren Handys laufen – aber Nutzer:innen von #GrapheneOS (aber auch #LineageOS & e/OS) werden ausgeschlossen, weil ihr Gerät angeblich "unsicher" sei 🤯. Dabei gilt GrapheneOS als ein sehr sicheres Betriebssystem für Handys, mit googlesicherer Weste 🤠
Gibt es Menschen, die ihre ePA-App auch auf alternativen Handybetriebssystemen zum Laufen bekommen haben und Einblicke zum Vorgehen teilen möchten?
Gibt es #Krankenkassen , deren ePA-Apps ganz ohne Frickelei auch auf z.B. GrapheneOS laufen?
Können #gematik & #BSI nicht für einen Webzugang zur ePA sorgen? Der App-Zwang bringt vllt. viele Leute dazu Handys mit nem OS von amerikanischen Datenkraken zu nutzen...🤔
#FOSDEM #DiDay #KNAPPSCHAFT #technikerkrankenkasse #AXA #RISE
-
Sicherheitslücken bei Ärzte-Mails: Diagnose Kommunikation im Medizinwesen
Ein staatlich normiertes Mailsystem soll Patientendaten in Praxen schützen. Doch Sicherheitsforscher:innen weisen auf erhebliche Lücken hin – die wichtige Standards betreffen.K
https://www.apfeltalk.de/magazin/news/sicherheitsluecken-bei-aerzte-mails-diagnose-kommunikation-im-medizinwesen/
#News #Sicherheit #Arztpraxis #Gematik #ITSicherheit #KIM #KommunikationImMedizinwesen #Patientendaten #Sicherheitslcke -
Sicherheitslücken bei Ärzte-Mails: Diagnose Kommunikation im Medizinwesen
Ein staatlich normiertes Mailsystem soll Patientendaten in Praxen schützen. Doch Sicherheitsforscher:innen weisen auf erhebliche Lücken hin – die wichtige Standards betreffen.K
https://www.apfeltalk.de/magazin/news/sicherheitsluecken-bei-aerzte-mails-diagnose-kommunikation-im-medizinwesen/
#News #Sicherheit #Arztpraxis #Gematik #ITSicherheit #KIM #KommunikationImMedizinwesen #Patientendaten #Sicherheitslcke -
Fazit der Vorträge von @SaatChris zu #KIM und @bkastl zur #ePA: Die ganze Gesundheitsinfrastruktur in Deutschland wird nur mit Gaffer zusammengehalten und gehört eingestampft und konzeptionell neu entwickelt. Und die nicht lernfähige #Gematik sollte wohl auch gleich aufgelöst und durch einen öffentlichen Prozess unter Anleitung eines neuen kompetenten Teams ersetzt werden.
Ich fürchte das elektronische #Gesundheitsdossier #EGD in der #Schweiz ist ähnlich kaputt.
-
KIM - "Kommunikation im Medizinwesen"
Geringe Sicherheitsstandards im Ärztenetz
Mehr dazu bei https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/ccc-sicherheitsluecken-arztpraxen-100.html
a-fsa.de/d/3Mc
Link zu dieser Seite: https://www.a-fsa.de/de/articles/9391-20251230-kim-kommunikation-im-medizinwesen.html
Link im Tor-Netzwerk: http://a6pdp5vmmw4zm5tifrc3qo2pyz7mvnk4zzimpesnckvzinubzmioddad.onion/de/articles/9391-20251230-kim-kommunikation-im-medizinwesen.html
Tags: #CCC #Kongress #39C3 #Hamburg #ChaosComputerClub #Themen #Arbeitnehmerdatenschutz #Verbraucherdatenschutz #KIM #email #Gematik #Verschlüsselung #intern #Nutzung #Ausweis #Spam #Pishing #Vertrauen -
KIM - "Kommunikation im Medizinwesen"
Geringe Sicherheitsstandards im Ärztenetz
Mehr dazu bei https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/ccc-sicherheitsluecken-arztpraxen-100.html
a-fsa.de/d/3Mc
Link zu dieser Seite: https://www.a-fsa.de/de/articles/9391-20251230-kim-kommunikation-im-medizinwesen.html
Link im Tor-Netzwerk: http://a6pdp5vmmw4zm5tifrc3qo2pyz7mvnk4zzimpesnckvzinubzmioddad.onion/de/articles/9391-20251230-kim-kommunikation-im-medizinwesen.html
Tags: #CCC #Kongress #39C3 #Hamburg #ChaosComputerClub #Themen #Arbeitnehmerdatenschutz #Verbraucherdatenschutz #KIM #email #Gematik #Verschlüsselung #intern #Nutzung #Ausweis #Spam #Pishing #Vertrauen -
📬 Telematik als Blackbox: Das E-Rezept stolpert, KIM wird auf dem 39C3 öffentlich bloßgestellt
#ITSicherheit #Softwareentwicklung #39C3 #Blackbox #ChristophSaatjohann #ERezept #Gematik #KIM #Telematik https://sc.tarnkappe.info/ee644a -
📬 Telematik als Blackbox: Das E-Rezept stolpert, KIM wird auf dem 39C3 öffentlich bloßgestellt
#ITSicherheit #Softwareentwicklung #39C3 #Blackbox #ChristophSaatjohann #ERezept #Gematik #KIM #Telematik https://sc.tarnkappe.info/ee644a -
„Auf einem ähnlich unguten Weg wie die elektronische Patientenakte“
Das Jahr Null der elektronischen Patientenakte war mit zahlreichen Problemen gepflastert. Gelöst sind diese noch lange nicht, warnt die Sicherheitsforscherin Bianca Kastl. Auch deshalb drohten nun ganz ähnliche Probleme auch bei einem weiteren staatlichen Digitalisierungsprojekt.
Rückblickend sei es ein Jahr zahlreicher falscher Risikoabwägungen bei der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen gewesen, lautete das Fazit von Bianca Kastl auf dem 39. Chaos Communication Congress in Hamburg. Und auch auf das kommende Jahr blickt sie wenig optimistisch.
Kastl hatte gemeinsam mit dem Sicherheitsexperten Martin Tschirsich auf dem Chaos Communication Congress im vergangenen Jahr gravierende Sicherheitslücken bei der elektronischen Patientenakte aufgezeigt. Sie ist Vorsitzende des Innovationsverbunds Öffentliche Gesundheit e. V. und Kolumnistin bei netzpolitik.org.
Die Sicherheitslücken betrafen die Ausgabeprozesse von Versichertenkarten, die Beantragungsportale für Praxisausweise und den Umgang mit den Karten im Alltag. Angreifende hätten auf jede beliebige ePA zugreifen können, so das Fazit der beiden Sicherheitsexpert:innen im Dezember 2024.
„Warum ist das alles bei der ePA so schief gelaufen?“, lautet die Frage, die Kastl noch immer beschäftigt. Zu Beginn ihres heutigen Vortrags zog sie ein Resümee. „Ein Großteil der Probleme der Gesundheitsdigitalisierung der vergangenen Jahrzehnte sind Identifikations- und Authentifizierungsprobleme.“ Und diese Probleme bestünden nicht nur bei der ePA in Teilen fort, warnt Kastl, sondern gefährdeten auch das nächste große Digitalisierungsvorhaben der Bundesregierung: die staatliche EUDI-Wallet, mit der sich Bürger:innen online und offline ausweisen können sollen.
Eine Kaskade an Problemen
Um die Probleme bei der ePA zu veranschaulichen, verwies Kastl auf eine Schwachstelle, die sie und Tschirsich vor einem Jahr aufgezeigt hatten. Sie betrifft einen Dienst, der sowohl für die ePA als auch für das E-Rezept genutzt wird: das Versichertenstammdaten-Management (VSDM). Hier sind persönliche Daten der Versicherten und Angaben zu deren Versicherungsschutz hinterlegt. Die Schwachstelle ermöglichte es Angreifenden, falsche Nachweise vom VSDM-Server zu beziehen, die vermeintlich belegen, dass eine bestimmte elektronische Gesundheitskarte vor Ort vorliegt. Auf diese Weise ließen sich dann theoretisch unbefugt sensible Gesundheitsdaten aus elektronischen Patientenakten abrufen.
Nach den Enthüllungen versprach der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) einen ePA-Start „ohne Restrisiko“. Doch unmittelbar nach dem Starttermin konnten Kastl und Tschirsich in Zusammenarbeit mit dem IT-Sicherheitsforscher Christoph Saatjohann erneut unbefugt Zugriff auf die ePA erlangen. Und auch dieses Mal benötigten sie dafür keine Gesundheitskarte, sondern nutzten Schwachstellen im Identifikations- und Authentifizierungsprozess aus.
„Mit viel Gaffa Tape“ sei die Gematik daraufhin einige Probleme angegangen, so Kastl. Wirklich behoben seien diese jedoch nicht. Für die anhaltenden Sicherheitsprobleme gibt es aus ihrer Sicht mehrere Gründe.
So hatte Lauterbach in den vergangenen Jahren zulasten der Sicherheit deutlich aufs Tempo gedrückt. Darüber hinaus verabschiedete der Bundestag Ende 2023 das Digital-Gesetz und schränkte damit die Aufsichtsbefugnisse und Vetorechte der Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI) und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) massiv ein. „Ich darf jetzt zwar etwas sagen, aber man muss mir theoretisch nicht mehr zuhören“, fasste die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider die Machtbeschneidung ihrer Aufsichtsbehörde zusammen.
EUDI-Wallet: Fehler, die sich wiederholen
Auch deshalb sind aus Kastls Sicht kaum Vorkehrungen getroffen worden, damit sich ähnliche Fehler in Zukunft nicht wiederholen. Neue Sicherheitsprobleme drohen aus Kastls Sicht schon im kommenden Jahr bei der geplanten staatlichen EUDI-Wallet. „Die Genese der deutschen staatlichen EUDI-Wallet befindet sich auf einem ähnlich unguten Weg wie die ePA“, warnte Kastl.
Die digitale Brieftasche auf dem Smartphone soll das alte Portemonnaie ablösen und damit auch zahlreiche Plastikkarten wie den Personalausweis, den Führerschein oder die Gesundheitskarte. Die deutsche Wallet soll am 2. Januar 2027 bundesweit an den Start gehen, wie Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) vor wenigen Wochen verkündete.
Kastl sieht bei dem Projekt deutliche Parallelen zum ePA-Start. Bei beiden ginge es um ein komplexes „Ökosystem“, bei dem ein Scheitern weitreichende Folgen hat. Dennoch seien die Sicherheitsvorgaben unklar, außerdem gebe es keine Transparenz bei der Planung und der Kommunikation. Darüber hinaus gehe die Bundesregierung bei der Wallet erneut Kompromisse zulasten der Sicherheit, des Datenschutzes und damit der Nutzer:innen ein.
Signierte Daten, bitte schnell
In ihrem Vortrag verweist Kastl auf eine Entscheidung der Ampel-Regierung im Oktober 2024. Der damalige Bundes-CIO Markus Richter (CDU) verkündete auf LinkedIn, dass sich das Bundesinnenministerium „in Abstimmung mit BSI und BfDI“ für eine Architektur-Variante bei der deutschen Wallet entschieden habe, die auf signierte Daten setzt. Richter ist heute Staatssekretär im Bundesdigitalministerium.
Der Entscheidung ging im September 2024 ein Gastbeitrag von Rafael Laguna de la Vera in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung voraus, in dem dieser eine höhere Geschwindigkeit bei der Wallet-Entwicklung forderte: „Nötig ist eine digitale Wallet auf allen Smartphones für alle – und dies bitte schnell.“
Laguna de la Vera wurde 2019 zum Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) berufen, die derzeit einen Prototypen für die deutsche Wallet entwickelt. Seine Mission hatte der Unternehmer zu Beginn seiner Amtszeit so zusammengefasst: „Wir müssen Vollgas geben und innovieren, dass es nur so knallt.“ In seinem FAZ-Text plädiert er dafür, die „‚German Angst‘ vor hoheitlichen Signaturen“ zu überwinden. „Vermeintlich kleine Architekturentscheidungen haben oft große Auswirkungen“, schließt Laguna de la Vera seinen Text.
Sichere Kanäle versus signierte Daten
Tatsächlich hat die Entscheidung für signierte Daten weitreichende Folgen. Und sie betreffen auch dieses Mal die Identifikations- und Authentifizierungsprozesse.
Grundsätzlich sind bei der digitalen Brieftasche zwei unterschiedliche Wege möglich, um die Echtheit und die Integrität von übermittelten Identitätsdaten zu bestätigen: mit Hilfe sicherer Kanäle („Authenticated Channel“) oder durch das Signieren von Daten („Signed Credentials“).
Der sichere Kanal kommt beim elektronischen Personalausweis zum Einsatz. Hier wird die Echtheit der übermittelten Personenidentifizierungsdaten durch eine sichere und vertrauenswürdige Übermittlung gewährleistet. Die technischen Voraussetzungen dafür schafft der im Personalausweis verbaute Chip.
Bei den Signed Credentials hingegen werden die übermittelten Daten etwa mit einem Sicherheitsschlüssel versehen. Sie tragen damit auch lange nach der Übermittlung quasi ein Echtheitssiegel.
Kritik von vielen Seiten
Dieses Siegel macht die Daten allerdings auch überaus wertvoll für Datenhandel und Identitätsdiebstahl, so die Warnung der Bundesdatenschutzbeauftragten, mehrererSicherheitsforscher:innen und zivilgesellschaftlicher Organisationen.
Bereits im Juni 2022 wies das BSI auf die Gefahr hin, „dass jede Person, die in den Besitz der Identitätsdaten mit Signatur gelangt, über nachweislich authentische Daten verfügt und dies auch beliebig an Dritte weitergeben kann, ohne dass der Inhaber der Identitätsdaten dies kontrollieren kann“. Und der Verbraucherschutz Bundesverband sprach sich im November 2024 in einem Gutachten ebenfalls klar gegen signierte Daten aus.
Risiken werden individualisiert
An dieser Stelle schließt sich für Kastl der Kreis zwischen den Erfahrungen mit der elektronischen Patientenakte in diesem Jahr und der geplanten digitalen Brieftasche.
Um die Risiken bei der staatlichen Wallet zu minimieren, sind aus Kastls Sicht drei Voraussetzungen entscheidend, die sie und Martin Tschirsich schon auf dem Congress im vergangen Jahr genannt hatten.
Das sind erstens eine unabhängige und belastbare Bewertung von Sicherheitsrisiken, zweitens eine transparente Kommunikation von Risiken gegenüber Betroffenen und drittens ein offener Entwicklungsprozess über den gesamten Lebenszyklus eines Projekts. Vor einem Jahr fanden sie bei den Verantwortlichen damit kein Gehör.
Daniel Leisegang ist Politikwissenschaftler und Co-Chefredakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Gesundheitsdigitalisierung, Digital Public Infrastructure und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Daniel war einst Redakteur bei den »Blättern für deutsche und internationale Politik«. 2014 erschien von ihm das Buch »Amazon – Das Buch als Beute«; 2016 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Rubrik »Medienkritik«. Er gehört dem Board of Trustees von Eurozine an. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, Threema ENU3SC7K, Telefon: +49-30-5771482-28 (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
-
„Auf einem ähnlich unguten Weg wie die elektronische Patientenakte“
Das Jahr Null der elektronischen Patientenakte war mit zahlreichen Problemen gepflastert. Gelöst sind diese noch lange nicht, warnt die Sicherheitsforscherin Bianca Kastl. Auch deshalb drohten nun ganz ähnliche Probleme auch bei einem weiteren staatlichen Digitalisierungsprojekt.
Rückblickend sei es ein Jahr zahlreicher falscher Risikoabwägungen bei der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen gewesen, lautete das Fazit von Bianca Kastl auf dem 39. Chaos Communication Congress in Hamburg. Und auch auf das kommende Jahr blickt sie wenig optimistisch.
Kastl hatte gemeinsam mit dem Sicherheitsexperten Martin Tschirsich auf dem Chaos Communication Congress im vergangenen Jahr gravierende Sicherheitslücken bei der elektronischen Patientenakte aufgezeigt. Sie ist Vorsitzende des Innovationsverbunds Öffentliche Gesundheit e. V. und Kolumnistin bei netzpolitik.org.
Die Sicherheitslücken betrafen die Ausgabeprozesse von Versichertenkarten, die Beantragungsportale für Praxisausweise und den Umgang mit den Karten im Alltag. Angreifende hätten auf jede beliebige ePA zugreifen können, so das Fazit der beiden Sicherheitsexpert:innen im Dezember 2024.
„Warum ist das alles bei der ePA so schief gelaufen?“, lautet die Frage, die Kastl noch immer beschäftigt. Zu Beginn ihres heutigen Vortrags zog sie ein Resümee. „Ein Großteil der Probleme der Gesundheitsdigitalisierung der vergangenen Jahrzehnte sind Identifikations- und Authentifizierungsprobleme.“ Und diese Probleme bestünden nicht nur bei der ePA in Teilen fort, warnt Kastl, sondern gefährdeten auch das nächste große Digitalisierungsvorhaben der Bundesregierung: die staatliche EUDI-Wallet, mit der sich Bürger:innen online und offline ausweisen können sollen.
Eine Kaskade an Problemen
Um die Probleme bei der ePA zu veranschaulichen, verwies Kastl auf eine Schwachstelle, die sie und Tschirsich vor einem Jahr aufgezeigt hatten. Sie betrifft einen Dienst, der sowohl für die ePA als auch für das E-Rezept genutzt wird: das Versichertenstammdaten-Management (VSDM). Hier sind persönliche Daten der Versicherten und Angaben zu deren Versicherungsschutz hinterlegt. Die Schwachstelle ermöglichte es Angreifenden, falsche Nachweise vom VSDM-Server zu beziehen, die vermeintlich belegen, dass eine bestimmte elektronische Gesundheitskarte vor Ort vorliegt. Auf diese Weise ließen sich dann theoretisch unbefugt sensible Gesundheitsdaten aus elektronischen Patientenakten abrufen.
Nach den Enthüllungen versprach der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) einen ePA-Start „ohne Restrisiko“. Doch unmittelbar nach dem Starttermin konnten Kastl und Tschirsich in Zusammenarbeit mit dem IT-Sicherheitsforscher Christoph Saatjohann erneut unbefugt Zugriff auf die ePA erlangen. Und auch dieses Mal benötigten sie dafür keine Gesundheitskarte, sondern nutzten Schwachstellen im Identifikations- und Authentifizierungsprozess aus.
„Mit viel Gaffa Tape“ sei die Gematik daraufhin einige Probleme angegangen, so Kastl. Wirklich behoben seien diese jedoch nicht. Für die anhaltenden Sicherheitsprobleme gibt es aus ihrer Sicht mehrere Gründe.
So hatte Lauterbach in den vergangenen Jahren zulasten der Sicherheit deutlich aufs Tempo gedrückt. Darüber hinaus verabschiedete der Bundestag Ende 2023 das Digital-Gesetz und schränkte damit die Aufsichtsbefugnisse und Vetorechte der Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI) und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) massiv ein. „Ich darf jetzt zwar etwas sagen, aber man muss mir theoretisch nicht mehr zuhören“, fasste die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider die Machtbeschneidung ihrer Aufsichtsbehörde zusammen.
EUDI-Wallet: Fehler, die sich wiederholen
Auch deshalb sind aus Kastls Sicht kaum Vorkehrungen getroffen worden, damit sich ähnliche Fehler in Zukunft nicht wiederholen. Neue Sicherheitsprobleme drohen aus Kastls Sicht schon im kommenden Jahr bei der geplanten staatlichen EUDI-Wallet. „Die Genese der deutschen staatlichen EUDI-Wallet befindet sich auf einem ähnlich unguten Weg wie die ePA“, warnte Kastl.
Die digitale Brieftasche auf dem Smartphone soll das alte Portemonnaie ablösen und damit auch zahlreiche Plastikkarten wie den Personalausweis, den Führerschein oder die Gesundheitskarte. Die deutsche Wallet soll am 2. Januar 2027 bundesweit an den Start gehen, wie Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) vor wenigen Wochen verkündete.
Kastl sieht bei dem Projekt deutliche Parallelen zum ePA-Start. Bei beiden ginge es um ein komplexes „Ökosystem“, bei dem ein Scheitern weitreichende Folgen hat. Dennoch seien die Sicherheitsvorgaben unklar, außerdem gebe es keine Transparenz bei der Planung und der Kommunikation. Darüber hinaus gehe die Bundesregierung bei der Wallet erneut Kompromisse zulasten der Sicherheit, des Datenschutzes und damit der Nutzer:innen ein.
Signierte Daten, bitte schnell
In ihrem Vortrag verweist Kastl auf eine Entscheidung der Ampel-Regierung im Oktober 2024. Der damalige Bundes-CIO Markus Richter (CDU) verkündete auf LinkedIn, dass sich das Bundesinnenministerium „in Abstimmung mit BSI und BfDI“ für eine Architektur-Variante bei der deutschen Wallet entschieden habe, die auf signierte Daten setzt. Richter ist heute Staatssekretär im Bundesdigitalministerium.
Der Entscheidung ging im September 2024 ein Gastbeitrag von Rafael Laguna de la Vera in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung voraus, in dem dieser eine höhere Geschwindigkeit bei der Wallet-Entwicklung forderte: „Nötig ist eine digitale Wallet auf allen Smartphones für alle – und dies bitte schnell.“
Laguna de la Vera wurde 2019 zum Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) berufen, die derzeit einen Prototypen für die deutsche Wallet entwickelt. Seine Mission hatte der Unternehmer zu Beginn seiner Amtszeit so zusammengefasst: „Wir müssen Vollgas geben und innovieren, dass es nur so knallt.“ In seinem FAZ-Text plädiert er dafür, die „‚German Angst‘ vor hoheitlichen Signaturen“ zu überwinden. „Vermeintlich kleine Architekturentscheidungen haben oft große Auswirkungen“, schließt Laguna de la Vera seinen Text.
Sichere Kanäle versus signierte Daten
Tatsächlich hat die Entscheidung für signierte Daten weitreichende Folgen. Und sie betreffen auch dieses Mal die Identifikations- und Authentifizierungsprozesse.
Grundsätzlich sind bei der digitalen Brieftasche zwei unterschiedliche Wege möglich, um die Echtheit und die Integrität von übermittelten Identitätsdaten zu bestätigen: mit Hilfe sicherer Kanäle („Authenticated Channel“) oder durch das Signieren von Daten („Signed Credentials“).
Der sichere Kanal kommt beim elektronischen Personalausweis zum Einsatz. Hier wird die Echtheit der übermittelten Personenidentifizierungsdaten durch eine sichere und vertrauenswürdige Übermittlung gewährleistet. Die technischen Voraussetzungen dafür schafft der im Personalausweis verbaute Chip.
Bei den Signed Credentials hingegen werden die übermittelten Daten etwa mit einem Sicherheitsschlüssel versehen. Sie tragen damit auch lange nach der Übermittlung quasi ein Echtheitssiegel.
Kritik von vielen Seiten
Dieses Siegel macht die Daten allerdings auch überaus wertvoll für Datenhandel und Identitätsdiebstahl, so die Warnung der Bundesdatenschutzbeauftragten, mehrererSicherheitsforscher:innen und zivilgesellschaftlicher Organisationen.
Bereits im Juni 2022 wies das BSI auf die Gefahr hin, „dass jede Person, die in den Besitz der Identitätsdaten mit Signatur gelangt, über nachweislich authentische Daten verfügt und dies auch beliebig an Dritte weitergeben kann, ohne dass der Inhaber der Identitätsdaten dies kontrollieren kann“. Und der Verbraucherschutz Bundesverband sprach sich im November 2024 in einem Gutachten ebenfalls klar gegen signierte Daten aus.
Risiken werden individualisiert
An dieser Stelle schließt sich für Kastl der Kreis zwischen den Erfahrungen mit der elektronischen Patientenakte in diesem Jahr und der geplanten digitalen Brieftasche.
Um die Risiken bei der staatlichen Wallet zu minimieren, sind aus Kastls Sicht drei Voraussetzungen entscheidend, die sie und Martin Tschirsich schon auf dem Congress im vergangen Jahr genannt hatten.
Das sind erstens eine unabhängige und belastbare Bewertung von Sicherheitsrisiken, zweitens eine transparente Kommunikation von Risiken gegenüber Betroffenen und drittens ein offener Entwicklungsprozess über den gesamten Lebenszyklus eines Projekts. Vor einem Jahr fanden sie bei den Verantwortlichen damit kein Gehör.
Daniel Leisegang ist Politikwissenschaftler und Co-Chefredakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Gesundheitsdigitalisierung, Digital Public Infrastructure und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Daniel war einst Redakteur bei den »Blättern für deutsche und internationale Politik«. 2014 erschien von ihm das Buch »Amazon – Das Buch als Beute«; 2016 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Rubrik »Medienkritik«. Er gehört dem Board of Trustees von Eurozine an. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, Threema ENU3SC7K, Telefon: +49-30-5771482-28 (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
Über Daniel Leisegang - netzpolitik:
Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.
-
#niis Klingt ernst. Ich versuch so viel wie möglich zu verstehen... Nordic Institut ... Es gibt Daten... Ich denk mal #OpenData https://x-road.global eine freie Datenaustauschlösung. ...
Vielleicht mal was für unser #gematik verseuchtem Gesundheitswesen?
Ok bin angefixt. Bookmark ... später noch mal deep diven.
-
Sicherheitslücke: Wenn die Nachricht vom Fake-Doktor kommt
Das KIM-System soll garantieren, dass Ärzt:innen und Krankenhäuser geschützt sensible Gesundheitsdaten austauschen können. Auf dem Chaos Communication Congress weist der IT-Forscher Christoph Saatjohann nach, dass das System gravierende Sicherheitslücken aufweist. Verantwortlich dafür sei vor allem die Gematik.
Um Diagnosen, Laborberichte oder Therapiepläne untereinander auszutauschen, nutzen Arztpraxen und Krankenhäuser standardmäßig ein spezielles Mail-System namens „Kommunikation im Medizinwesen“, kurz: KIM.
KIM verspricht, sensible Daten verschlüsselt zu übermitteln, damit Unbefugte sie nicht abfangen und einsehen können. Doch bei der Sicherheit hapert es gewaltig, wie der IT-Sicherheitsforscher Christoph Saatjohann heute auf dem 39. Chaos Communication Congress in Hamburg zeigte. Der NDR und die Süddeutsche Zeitung hatten zuvor über die Recherchen zum Thema berichtet.
Demnach weist das KIM-System seit Jahren gravierende Sicherheitslücken auf. Mit geringem Aufwand können Angreifer unter anderem gefälschte Mail-Adressen anlegen und damit vermeintlich seriös wirkende Nachrichten versenden. Auf diese Weise lassen sich Praxissysteme infiltrieren, um beispielsweise Patient:innendaten zu stehlen.
Unsichere Kommunikation mit beliebiger Adresse
KIM wurde 2021 bundesweit eingeführt, etwa 100 Millionen Nachrichten werden jedes Jahr über das System verschickt. Neben der elektronischen Patientenakte (ePA) und dem E-Rezept gilt der Dienst als weitere wichtige Säule des digitalen Gesundheitswesens.
Um einen sicheren Nachrichtenversand zu gewährleisten, versieht KIM Nachrichten mit einer digitalen Signatur. Diese bestätigt dem Empfänger, dass die Nachricht tatsächlich über das System verschickt wurde. Allerdings besteht laut Saatjohann keine Sicherheit darüber, ob der Absender der ist, der er vorgibt zu sein.
Um eine KIM-Mail-Adresse bei einem KIM-Fachdienst wie T-Systems registrieren zu lassen, braucht es aktuell nur einen Ausweis für eine medizinische Einrichtung, eine sogenannte SMB-C-Karte. Auf eine solche Karte haben mehrere hunderttausend Menschen im Gesundheitswesen Zugriff. Und auch auf eBay würden diese Ausweise hin und wieder verkauft, sagt Saatjohann.
Liegt eine solche Karte vor, können Angreifer eine beliebige Mail-Adresse nach einem bestimmten Muster erstellen: [email protected]. Die gewünschten Adressen werden nicht auf Plausibilität geprüft. Das Ergebnis ist Saatjohann zufolge vergleichbar mit einem versiegelten Brief, bei dem der Absendername aber falsch sein kann. Angreifer könnten die gefälschte Absender-Adresse dazu nutzen, echt erscheinende Mails zu versenden, die Schadsoftware oder Phishing-Links enthalten.
Gematik hat nachlässig geprüft
Saatjohann sieht die Verantwortung für die Lücken vorrangig bei der Gematik. Die staatseigene GmbH ist für die Spezifikation und Prüfung des KIM-Systems verantwortlich. Und die hier vorgegebenen Sicherheitsstandards habe die Agentur offenkundig nicht ausreichend überprüft, so Saatjohann.
Am 15. September übermittelte der IT-Forscher der Agentur seine Funde. Knapp zwei Monate später veröffentlichte die Gematik einen sogenannten Hotfix, der viele der aufgezeigten Sicherheitslücken schließt. Nach eigenen Angaben arbeitet die Gematik daran, die weiteren Lücken ebenfalls zu schließen. Auch T-Systems habe Saatjohann über die Lücken informiert, das Unternehmen habe bis zum heutigen Tag aber nicht reagiert.
Es werde noch dauern, bis alle Praxen die Sicherheitsupdates eingespielt haben. Vor allem aber sei es weiterhin mit geringem Aufwand möglich, eine eigene Mail-Adresse für das KIM-System zu erhalten, ohne dass diese auf Plausibilität geprüft wird. Ein Angreifer kann sich also auch weiterhin als eine behandelnde Person seiner Wahl ausgeben. „Ich sehe keine Möglichkeit, das schnell zu verbessern“, sagt Saatjohann. „In der aktuellen Architektur ist das kaum lösbar und deshalb bleibt eine Restunsicherheit.“ Um diese zu beseitigen, müsse wohl das gesamte KIM-System überholt werden.
Erneut Versäumnisse bei der Gematik
Auf dem diesjährigen 39C3 stellt sich damit einmal mehr die Frage, wie sicher unsere Patient:innendaten sind.
Schon im vergangenen Jahr stand die Gematik massiv in der Kritik. Im Dezember 2024 hatten die Sicherheitsexpert:innen Bianca Kastl und Martin Tschirsich Schwachstellen bei der elektronischen Patientenakte (ePA) vorgestellt.
Die Agentur versprach daraufhin, die Lücken zu schließen. Doch im Mai dieses Jahreskonnten die beiden Fachleute in Zusammenarbeit mit Saatjohann erneut Zugriff auf die digitalen Patientenakten erlangen. Und bis heute sind nicht alle der damals aufgezeigten Sicherheitslücken bei der ePA geschlossen.
Daniel Leisegang ist Politikwissenschaftler und Co-Chefredakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Gesundheitsdigitalisierung, Digital Public Infrastructure und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Daniel war einst Redakteur bei den »Blättern für deutsche und internationale Politik«. 2014 erschien von ihm das Buch »Amazon – Das Buch als Beute«; 2016 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Rubrik »Medienkritik«. Er gehört dem Board of Trustees von Eurozine an. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, Threema ENU3SC7K, Telefon: +49-30-5771482-28 (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.
Über Daniel Leisegang - netzpolitik:
Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.
-
Wenn die Nachricht vom #Fake- #Doktor kommt.
Das #KIM-System soll garantieren, dass #Ärzt:innen und #Krankenhäuser geschützt sensible #Gesundheitsdaten austauschen können. Auf dem #ChaosCommunicationCongress weist der #IT-Forscher #Christoph_Saatjohann nach, dass das System gravierende #Sicherheitslücken aufweist. Verantwortlich dafür sei vor allem die #Gematik.
-
Verantwortung vorrangig bei #Gematik – denn sie hat nachlässig geprüft: Christoph Saatjohann zeigt auf dem #39c3 gravierende Sicherheitslücken beim KIM-System https://netzpolitik.org/2025/sicherheitsluecke-wenn-die-nachricht-vom-fake-doktor-kommt/
-
Verantwortung vorrangig bei #Gematik – denn sie hat nachlässig geprüft: Christoph Saatjohann zeigt auf dem #39c3 gravierende Sicherheitslücken beim KIM-System netzpolitik.org/2025/sicherh...
Sicherheitslücke: Wenn die Nac...