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#itsicherheit — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #itsicherheit, aggregated by home.social.

  1. Der Berliner Cyberangriff bekommt eine weitere Facette: Jetzt wird über die Schutzmaßnahmen gestritten.

    Der Senat will CrowdStrike mit dem „Falcon Agent“ einsetzen, um die Berliner IT auf Spuren des Angriffs zu prüfen. Die Bezirksverwaltung Lichtenberg lehnt das bislang ab. Begründet wird das mit weitreichenden Zugriffsrechten, Datenschutzfragen und möglichen Störungen von Fachverfahren.

    Das zeigt ein grundlegendes Problem: Incident Response wird schwierig, wenn Senat und Bezirke unterschiedliche Sicherheitsprodukte, Architekturen und Risikobewertungen haben.

    Die eigentliche Frage ist deshalb: Wie entsteht im Ernstfall ein gemeinsames Lagebild, wenn schon über das Werkzeug zur Aufklärung keine Einigkeit besteht?

    rbb24.de/politik/beitrag/2026/

    #ITSicherheit #Berlin

  2. Kurzfristiges Denken 🧨

    Berlin spart 2025 massiv bei der IT-Sicherheit:

    - Landes-IT gesamt: 44% weniger
    - Berliner Landesnetz: 12 Mio. weniger
    - Angriffserkennung: 2 Mio. weniger
    - E-Akte / Digitalstrategie: 8 Mio. weniger

    Über das Landesnetz laufen Meldedaten, Sozialdaten, Steuerdaten. Millionen Angriffe werden dort jährlich abgewehrt. Ein einziger erfolgreicher Angriff kostet mehr als alles, was hier gespart wird.

    netzpolitik.org/2024/berliner-

    #ITSicherheit #Berlin #Verwaltungsdigitalisierung

  3. RE: social.bund.de/@BlnBDI/1172173

    Die @BlnBDI macht die Informationsseite, die ich auch vom Senat schon vor zwei Wochen erwartet hätte.

    ✅ Hinweis zur Aktualität der Informationen
    ✅⁣ Tippsund Verhaltensweisen
    ✅ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    #CDU & #SPD können einfach keine #ITSicherheit #Datenschutz und vor allem keine #Digitalisierung der eigenen Verwaltung, trotz eines Bürgermeisters, der meinte, es sei jetzt „Chefsache“ – ein Trauerspiel, das Bürger*innen und Mitarbeiter*innen teuer mit ihren privaten Daten zahlen. #Berlin

  4. RE: social.bund.de/@BlnBDI/1172173

    Die @BlnBDI macht die Informationsseite, die ich auch vom Senat schon vor zwei Wochen erwartet hätte.

    ✅ Hinweis zur Aktualität der Informationen
    ✅⁣ Tippsund Verhaltensweisen
    ✅ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    #CDU & #SPD können einfach keine #ITSicherheit #Datenschutz und vor allem keine #Digitalisierung der eigenen Verwaltung, trotz eines Bürgermeisters, der meinte, es sei jetzt „Chefsache“ – ein Trauerspiel, das Bürger*innen und Mitarbeiter*innen teuer mit ihren privaten Daten zahlen. #Berlin

  5. RE: social.bund.de/@BlnBDI/1172173

    Die @BlnBDI macht die Informationsseite, die ich auch vom Senat schon vor zwei Wochen erwartet hätte.

    ✅ Hinweis zur Aktualität der Informationen
    ✅⁣ Tippsund Verhaltensweisen
    ✅ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    #CDU & #SPD können einfach keine #ITSicherheit #Datenschutz und vor allem keine #Digitalisierung der eigenen Verwaltung, trotz eines Bürgermeisters, der meinte, es sei jetzt „Chefsache“ – ein Trauerspiel, das Bürger*innen und Mitarbeiter*innen teuer mit ihren privaten Daten zahlen. #Berlin

  6. RE: social.bund.de/@BlnBDI/1172173

    Die @BlnBDI macht die Informationsseite, die ich auch vom Senat schon vor zwei Wochen erwartet hätte.

    ✅ Hinweis zur Aktualität der Informationen
    ✅⁣ Tippsund Verhaltensweisen
    ✅ Häufig gestellte Fragen (FAQ)

    #CDU & #SPD können einfach keine #ITSicherheit #Datenschutz und vor allem keine #Digitalisierung der eigenen Verwaltung, trotz eines Bürgermeisters, der meinte, es sei jetzt „Chefsache“ – ein Trauerspiel, das Bürger*innen und Mitarbeiter*innen teuer mit ihren privaten Daten zahlen. #Berlin

  7. Neben einem Lehrstück in IT-Sicherheit ist der ganze Hack des Berliner Senats auch ein großartiges Beispiel für gänzlich sinnfreies Datenhorten der Behörden. Warum muss in einer Personalakte die Geburtsurkunde des Kindes herumliegen? Datensparsamkeit ist eines der höchsten Güter der DSGVO! Solche Dokumente sollten gelöscht werden. Ein Vermerk mit „Geburtsurkunde wurde vorgelegt und geprüft. Kind am XXX geboren“ reicht! #Berlin #Datenschtuz #DSGVO #itsicherheit

  8. Zum echten Leak gesellt sich der Fake vom Leak.

    Rund um den Cyberangriff auf Berlin kursieren inzwischen auch gefälschte Screenshots und erfundene Dateien. Der gezeigte Screenshot ist noch als Satire gekennzeichnet. Er zeigt aber, wie leicht sich vermeintliche „Fundstücke aus dem Leak“ erzeugen lassen.

    Bei Millionen veröffentlichten Dateien können echte, manipulierte und frei erfundene Inhalte schnell vermischt werden.

    Ein Screenshot ist noch kein Beleg.

    #ITSicherheit #Desinformation #Berlin

  9. KI-Modelle als Werkzeug für Angriffe auf Behörden und Bildungseinrichtungen in Asien

    Sprachmodelle übernehmen Koordinationsaufgaben, während die eigentliche Ausnutzung von Schwachstellen weiterhin auf klassischen Methoden beruht – öffentlich verfügbarem Exploit-Code, gestohlenen Zugangsdaten, Webshells und selbst entwickelter Schadsoftware.

    all-about-security.de/ki-model

    #hacker #deepseek #claude #qwen #kimodelle #kiagenten #itsicherheit #itsecurity #cybersecurity

  10. Update zum Cyberangriff auf Berlin:
    Rhysida hat nach der verweigerten Lösegeldzahlung offenbar große Teile der erbeuteten Daten veröffentlicht.

    Erste Screenshots und Auswertungen deuten auf Personaldaten, private Kontaktdaten, Personalakten, Informationen zu schwerbehinderten Beschäftigten, Verschlusssachen, Bauakten, Notfallplanung und KRITIS-Unterlagen hin. Auch Hinweise auf Schwachstellen und Zugangsdaten sollen enthalten sein.

    Damit beginnt eine neue Phase des Vorfalls: Bewertung des Leaks, Schutz Betroffener und Abwehr möglicher Folgeangriffe.

    kommunaler-notbetrieb.de/2026/

    #ITSicherheit #Komunnen #Berlin

  11. «Neue Angriffsflächen — Schatten-KI und autonome Agenten - Die unterschätzten Sicherheitsrisiken:
    KI beschleunigt Innovationen, vergrößert aber auch die Angriffsfläche. Sicherheitsexperten warnen vor den Gefahren durch Schatten-KI und autonome Agenten»

    Sagen wir dem doch einfach Daten-Fahrlässigkeit. Zu viele haben zu wenig Ahnung was Datensicherheit wirklich bedeutet und die digitale Welt schon längst ein Teil unseren realen Welt ist.

    😑 it-daily.net/it-sicherheit/clo

    #itsicherheit #ki #schattenwelt

  12. «Neue Angriffsflächen — Schatten-KI und autonome Agenten - Die unterschätzten Sicherheitsrisiken:
    KI beschleunigt Innovationen, vergrößert aber auch die Angriffsfläche. Sicherheitsexperten warnen vor den Gefahren durch Schatten-KI und autonome Agenten»

    Sagen wir dem doch einfach Daten-Fahrlässigkeit. Zu viele haben zu wenig Ahnung was Datensicherheit wirklich bedeutet und die digitale Welt schon längst ein Teil unseren realen Welt ist.

    😑 it-daily.net/it-sicherheit/clo

    #itsicherheit #ki #schattenwelt

  13. «Neue Angriffsflächen — Schatten-KI und autonome Agenten - Die unterschätzten Sicherheitsrisiken:
    KI beschleunigt Innovationen, vergrößert aber auch die Angriffsfläche. Sicherheitsexperten warnen vor den Gefahren durch Schatten-KI und autonome Agenten»

    Sagen wir dem doch einfach Daten-Fahrlässigkeit. Zu viele haben zu wenig Ahnung was Datensicherheit wirklich bedeutet und die digitale Welt schon längst ein Teil unseren realen Welt ist.

    😑 it-daily.net/it-sicherheit/clo

    #itsicherheit #ki #schattenwelt

  14. «Neue Angriffsflächen — Schatten-KI und autonome Agenten - Die unterschätzten Sicherheitsrisiken:
    KI beschleunigt Innovationen, vergrößert aber auch die Angriffsfläche. Sicherheitsexperten warnen vor den Gefahren durch Schatten-KI und autonome Agenten»

    Sagen wir dem doch einfach Daten-Fahrlässigkeit. Zu viele haben zu wenig Ahnung was Datensicherheit wirklich bedeutet und die digitale Welt schon längst ein Teil unseren realen Welt ist.

    😑 it-daily.net/it-sicherheit/clo

    #itsicherheit #ki #schattenwelt

  15. «Neue Angriffsflächen — Schatten-KI und autonome Agenten - Die unterschätzten Sicherheitsrisiken:
    KI beschleunigt Innovationen, vergrößert aber auch die Angriffsfläche. Sicherheitsexperten warnen vor den Gefahren durch Schatten-KI und autonome Agenten»

    Sagen wir dem doch einfach Daten-Fahrlässigkeit. Zu viele haben zu wenig Ahnung was Datensicherheit wirklich bedeutet und die digitale Welt schon längst ein Teil unseren realen Welt ist.

    😑 it-daily.net/it-sicherheit/clo

    #itsicherheit #ki #schattenwelt

  16. «Souveränität — Viele Unternehmen sehen riskante US-Abhängigkeit, tun aber nichts:
    Eine ifo-Umfrage zeigt, dass nicht wenige deutsche Unternehmen zwar ihre Abhängigkeit von US-Diensten als riskant einstufen, aber keine Gegenmaßnahmen planen»

    Dies geht sicherlich nicht von heute auf morgen aber des Thema ist nicht neu. In der Schweiz mMn noch schlimmer abhängig.

    🙄 heise.de/news/Souveraenitaet-V

    #souveranitat #eiropa #usa #abhangigkeit #unternehmen #itsicherheit #risiken #gegenmassnahmen #nichtstun

  17. «Souveränität — Viele Unternehmen sehen riskante US-Abhängigkeit, tun aber nichts:
    Eine ifo-Umfrage zeigt, dass nicht wenige deutsche Unternehmen zwar ihre Abhängigkeit von US-Diensten als riskant einstufen, aber keine Gegenmaßnahmen planen»

    Dies geht sicherlich nicht von heute auf morgen aber des Thema ist nicht neu. In der Schweiz mMn noch schlimmer abhängig.

    🙄 heise.de/news/Souveraenitaet-V

    #souveranitat #eiropa #usa #abhangigkeit #unternehmen #itsicherheit #risiken #gegenmassnahmen #nichtstun

  18. «Souveränität — Viele Unternehmen sehen riskante US-Abhängigkeit, tun aber nichts:
    Eine ifo-Umfrage zeigt, dass nicht wenige deutsche Unternehmen zwar ihre Abhängigkeit von US-Diensten als riskant einstufen, aber keine Gegenmaßnahmen planen»

    Dies geht sicherlich nicht von heute auf morgen aber des Thema ist nicht neu. In der Schweiz mMn noch schlimmer abhängig.

    🙄 heise.de/news/Souveraenitaet-V

    #souveranitat #eiropa #usa #abhangigkeit #unternehmen #itsicherheit #risiken #gegenmassnahmen #nichtstun

  19. «Souveränität — Viele Unternehmen sehen riskante US-Abhängigkeit, tun aber nichts:
    Eine ifo-Umfrage zeigt, dass nicht wenige deutsche Unternehmen zwar ihre Abhängigkeit von US-Diensten als riskant einstufen, aber keine Gegenmaßnahmen planen»

    Dies geht sicherlich nicht von heute auf morgen aber des Thema ist nicht neu. In der Schweiz mMn noch schlimmer abhängig.

    🙄 heise.de/news/Souveraenitaet-V

    #souveranitat #eiropa #usa #abhangigkeit #unternehmen #itsicherheit #risiken #gegenmassnahmen #nichtstun

  20. «Souveränität — Viele Unternehmen sehen riskante US-Abhängigkeit, tun aber nichts:
    Eine ifo-Umfrage zeigt, dass nicht wenige deutsche Unternehmen zwar ihre Abhängigkeit von US-Diensten als riskant einstufen, aber keine Gegenmaßnahmen planen»

    Dies geht sicherlich nicht von heute auf morgen aber des Thema ist nicht neu. In der Schweiz mMn noch schlimmer abhängig.

    🙄 heise.de/news/Souveraenitaet-V

    #souveranitat #eiropa #usa #abhangigkeit #unternehmen #itsicherheit #risiken #gegenmassnahmen #nichtstun

  21. Kurzer Reminder, warum „wir nutzen das Produkt nicht" nicht dasselbe ist wie „uns betrifft das nicht":

    SpyCloud Labs hat bei FortiBleed nicht nur den Leak angesehen (gültige VPN-Zugänge für 74.000 FortiGate-Firewalls), sondern die Server der Täter selbst.

    Gescannt wurde quer durch: Fortinet, Synology-NAS, Sophos, MSSQL. Also der Mischbetrieb, der in jeder zweiten Verwaltung steht.

    Ablauf immer gleich: massenhaft Zugangsdaten durchprobieren, dann bei lohnenden Zielen rein – VPN, internes Netz, Active Directory, Hashes abgreifen, offline knacken. Aus „Firewall betroffen" wird „Domäne übernommen". 🧵

    #ITSicherheit #Kommunen #FortiBleed

  22. Das Aufspannen eines #VPNs mit #wireguard ist vor allem nützlich, wenn ein oder mehrere Endpunkte durch öffentliche #netze hindurch verbunden werden sollen, oder um einen vertrauenswürdigen #zugang zu ihren #dienste zu gewinnen, indem man einen Wireguard-Server als #haustur verwendet.
    infosophia.eu/wireguard.html
    #debian #ubuntu #vpn #it #informatik #privacy #itsicherheit #privatsphare #privacymatters #briefgeheimnis

  23. Aktuelle Sicherheitslage - CopyFail und Co.

    Aktuelle Sicherheitslücken wie: CopyFail, DirtyFrag, Fragnesia und ssh-keysign-pwn verunsichern Linux-Nutzer:innen. Dieser Artikel ordnet ein und gibt Entwarnung.
    — von @ralfhersel im @gnulinux

    🔐 gnulinux.ch/aktuelle-sicherhei

    #linux #itsicherheit #copyfail #dirtyfrag #fragnesia #sshkeysignpwn #entwarnung #opensource #software #itsec

  24. Ostern steht für Neuanfang.
    In der kommunalen IT nennen wir das: Wiederanlauf nach dem Notbetrieb. 🥚 🐣 🙃

    #ITSicherheit #Kommunen #KommunalerNotbetrieb #FroheOstern

  25. Bundespolizei will dürfen

    Anhörung zum Gesetzentwurf: Bundespolizei soll Staatstrojaner nutzen dürfen

    Der neue Anlauf zur Reform des Bundespolizeigesetzes traf im Innenausschuss des Bundestags auf Kritik. Die Bundespolizei soll künftig Staatstrojaner nutzen dürfen, ohne dass für diese Hacking-Werkzeuge ein IT-Schwachstellenmanagement existiert.

    Im Innenausschuss des Bundestags wurde vorgestern in einer Sachverständigen-Anhörung die Reform des Bundespolizeigesetzes (BPolG) diskutiert. Die Bundesregierung hatte dazu im Dezember einen umfangreichen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Befugnisse der Bundespolizei ausbauen soll.

    Künftig soll nun auch die Bundespolizei hacken dürfen. Dafür könnten Polizeibeamte Computer oder Smartphones mit Schadsoftware infiltrieren, um laufende Kommunikation und einige weitere Daten auszuleiten.

    Neu sind im Gesetzentwurf auch die verdachtsunabhängigen Kontrollen in sogenannten „Waffenverbotszonen“, die von der Ampel-Vorgängerregierung für die Bundespolizei bereits beschlossen worden waren, aber im Bundesrat scheiterten. Diese Kontrollen stehen in der Kritik, weil die Diskriminierung von bestimmten Personengruppen befürchtet wird. Die früher geplanten Kontrollquittungen, die von Polizeibeamten nach solchen Kontrollen ausgehändigt werden sollten, fehlen im Gesetzentwurf.

    Weggefallen im Vergleich zum Entwurf der Ampel ist auch die Kennzeichnungspflicht für Polizisten. Uli Grötsch, SPD-Politiker und der Polizeibeauftragte des Bundes beim Deutschen Bundestag, nannte den Streit darum eine „rein ideologische Debatte“. Es gäbe keine schlechten Erfahrungen damit auf Polizeiseite. Er bedauerte die fehlende Kennzeichnungspflicht, die polizeiliches Handeln nachvollziehbarer und transparenter gemacht hätte.

    Kritische Anmerkungen von einigen geladenen Sachverständigen betrafen auch die neuen Regelungen zu V-Personen. Das sind polizeiliche Informationszuträger, die aber keine Polizeibeamten sind. Zwar sei der Kernbereichsschutz der Überwachten – also der Schutz ihrer Intimsphäre – im Gesetzentwurf enthalten, damit die V-Personen nicht etwa enge Beziehungen zu Ausgehorchten aufnehmen. Was aber darin fehle, seien zeitliche Vorgaben und ein Katalog, der vorgibt, welche Personen ungeeignet sind. Der war im Vorgängerentwurf der Ampel-Regierung noch enthalten. Er sollte dafür sorgen, dass keine Menschen als V-Personen in Frage kommen, die beispielsweise geschäftsunfähig oder minderjährig sind oder ihr Einkommen wesentlich über Polizeizahlungen beziehen.

    Staatstrojaner gegen WhatsApp

    Das Bundespolizeigesetz ist ein umfängliches Regelwerk mit zahlreichen Neuerungen. Der Deutsche Anwaltverein (DAV) hatte schon in seiner ersten Stellungnahme zum Referentenentwurf die „äußerst kurze Stellungnahmefrist“ bemängelt, die der umfassenden Reform nicht gerecht werden könne. Der DAV konzentrierte sich daher auf besonders Kritikwürdiges. Dazu gehört die neue Regelung zu einer Version des Staatstrojaners, die im Amtsdeutsch „Quellen-Telekommunikationsüberwachung“ heißt. Diese Form des Staatstrojaners wird durch den Gesetzentwurf erstmals für die Bundespolizei zur Abwehr von Gefahren eingeführt.

    Die „Quellen-TKÜ“ lehnt zwar ihren Namen an die Überwachung laufender Telekommunikation an, ist aber praktisch ein Hacking-Werkzeug. Die dafür notwendige Schadsoftware wird unter Ausnutzung von Sicherheitslücken heimlich auf einem Endgerät aufgebracht und zeichnet die gewünschten Inhalte unbemerkt vom Nutzer auf.

    Im Gesetzentwurf heißt es, dass die Überwachung und Aufzeichnung von Telekommunikation „ohne Wissen der betroffenen Person auch in der Weise erfolgen [darf], dass mit technischen Mitteln in von der betroffenen Person genutzte informationstechnische Systeme eingegriffen wird“, um an verschlüsselte Gespräche oder Messenger-Nachrichten zu kommen. Die Gesetzesbegründung erwähnt beispielsweise konkret den Messenger WhatsApp, der sich allerdings auch ohne Staatstrojaner als abhörbar erwies.

    „Nicht zu Ende gedacht“

    Neben der laufenden Telekommunikation sollen mit dem Staatstrojaner auch weitere Kommunikationsinhalte überwacht werden dürfen, „deren Übertragung zum Zeitpunkt der Überwachung bereits abgeschlossen ist“. Praktisch wären das beim Beispiel WhatsApp etwa gespeicherte Chat-Verläufe, die ebenfalls heimlich von der Schadsoftware aufgezeichnet werden dürften. Der Zeitpunkt der Anordnung des Staatstrojaners soll maßgeblich dafür sein, wie weit in die Vergangenheit die Schadsoftware gespeicherte Kommunikationsinhalte überwachen darf.

    Die Sachverständige Lea Voigt, Juristin und Vorsitzende des Ausschusses Recht der Inneren Sicherheit im DAV, sieht die Hacking-Befugnisse in ihrer Stellungnahme kritisch. Sie seien auch „nicht zu Ende gedacht“, sagte sie im Ausschuss. Denn laut der Begründung des Gesetzes sind sie für sofortige Interventionen vorgesehen, um Gefahren schnell abzuwehren. Staatstrojaner seien jedoch gar nicht sofort einsetzbar, sondern bräuchten eine gewisse Vorlaufzeit, um die Schadsoftware an Hard- und Software anzupassen, die sie heimlich ausspionieren soll. Die Begründung überzeuge also nicht.

    Heiko Teggatz, stellvertretender Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, wurde in der Anhörung nach einem Beispiel für den Staatstrojanereinsatz gefragt. Er betonte, dass nur die Gefahrenabwehr im Vordergrund stünde, etwa bei Schleusungen. Es „komme nicht selten vor“, dass Polizisten beispielsweise „Handynummern bei geschleusten Personen“ fänden. Keiner wisse, ob es sich dabei um Nummern von Kontaktpersonen, Schleusern oder Angehörigen handele. Dann könne es um die abzuwendende Gefahr gehen, dass an unbekanntem Ort „irgendwo in Europa“ ein LKW führe, in dem Menschen zu ersticken drohten. Ein Staatstrojaner müsse dann „schnell zur Gefahrenabwehr“ genutzt werden.

    Es herrscht offenkundig nicht nur bei Teggatz die Vorstellung, dass eine Spionagesoftware ein geeignetes Werkzeug sei, um in kürzester Zeit eine laufende Kommunikation abhören zu können. Denn auch in der Gesetzesbegründung ist der Staatstrojaner als „gefahrenabwehrende Sofortintervention“ charakterisiert.

    Die Sachverständige Voigt weist in ihrer Stellungnahme diese Vorstellung ins Reich der Phantasie und zitiert den Generalbundesanwalt. Der hatte aus praktischen Erfahrungen berichtet, dass die Umsetzung der „Quellen-Telekommunikationsüberwachung“ einige Zeit brauche: „In der Regel“ würden „zwischen Anordnung und Umsetzung jedenfalls einige Tage vergehen“.

    Staatstrojaner sind Sicherheitsrisiken

    Eine „Quellen-TKÜ“ birgt unvermeidlich verschiedene Risiken. Denn ein Staatstrojaner lässt sich nur heimlich einschleusen, wenn IT-Sicherheitslücken bei den gehackten Geräten offenstehen. Und dass sie offengelassen und eben nicht geschlossen werden, ist eine aktive Entscheidung und ein Sicherheitsrisiko für alle Computernutzer.

    Zudem hat sich in den letzten Jahren ein wachsender Markt an kommerziellen Staatstrojaner-Anbietern etabliert, der eine zunehmende Bedrohung für die IT-Sicherheit, aber auch für die Achtung der Grund- und Menschenrechte ist. Wird eine Polizeibehörde Kunde eines solchen Anbieters, finanziert sie diesen gefährlichen Markt.

    Der Sachverständige Kai Dittmann von der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) kritisierte, dass die „Quellen-TKÜ“ der Bundespolizei erlaubt werden soll, obgleich noch immer Vorschriften zum Schwachstellenmanagement fehlen. Denn in Deutschland gibt es bisher keine Regelungen, die IT-Sicherheitslücken hinsichtlich ihrer Risiken bewerten und vorschreiben, wie diese Schwachstellen jeweils zu behandeln sind. Dittmann verwies auf Millionenschäden für die Wirtschaft in Deutschland, die durch offene IT-Sicherheitslücken und Schadsoftware entstünden. Er forderte, ein staatliches Schwachstellenmanagement gesetzlich vorzuschreiben. Die „Quellen-TKÜ“ dürfe erst danach eingeführt werden.

    Der Sachverständige erntete damit bei der grünen Innenexpertin und Polizeibeamtin Irene Mihalic Zustimmung. Sie nannt eine Staatstrojanerbefugnis für die Bundespolizei ohne ein vorgeschriebenes Schwachstellenmanagement „unverantwortlich“.

    Auch Amnesty International hatte die Staatstrojaner-Befugnis kritisiert und die Besorgnis geäußert, dass die „Quellen-TKÜ“ auch gegen Personen zum Einsatz kommen könnte, die friedliche Proteste planen: Denn der Staatstrojaner „soll bezüglich Straftaten erlaubt werden, die etwa die Störung von öffentlichen Betrieben oder bestimmte Eingriffe in den Straßenverkehr erfassen, und zum Schutz von Einrichtungen des Bahn- und Luftverkehrs – Orten, an denen oft Proteste etwa für mehr Klimaschutz oder gegen Abschiebungen stattfinden“, wie Amnesty International schrieb. In einem Klima zunehmender Repression von friedlichem Protest forderte die Menschenrechtsorganisation „entsprechende Klarstellungen, die einen solchen Missbrauch ausschließen“.

    Der Sachverständige Marc Wagner von der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung verwies hingegen darauf, dass die „Quellen-TKÜ“ beim Bundeskriminalamt und in einigen Landespolizeigesetzen doch „längst Standard“ wäre. Das sei „nicht anderes als ein Update“. Doch selbst Wagner sieht wie die Sachverständigen Voigt und Dittmann die Eingriffsschwellen für den Staatstrojanereinsatz als zu niedrig.

    Dittmann von der GFF bescheinigte dem Gesetzentwurf bei der Staatstrojanerbefugnis zudem „handwerkliche Fehler“. Insgesamt seien die Regelungen bei dieser sehr eingriffsintensiven Maßnahme nicht überzeugend.

    Auch gute Nachrichten

    Es gibt aus bürgerrechtlicher Sicht auch gute Nachrichten: Sowohl der Ausbau der Gesichtserkennung als auch Regelungen, die eine automatisierte Big-Data-Analyse nach Art von Palantir ermöglichen, sind nicht unter den neuen Befugnissen. Auch findet sich keine „KI“ im ganzen Gesetzentwurf.

    Vielleicht ist das auch aus Kostengründen eine gute Nachricht, denn technisierte Überwachung ist ein teures Unterfangen. Der Polizeibeauftragte Grötsch wies in der Anhörung darauf hin, dass Bundespolizisten auch mit lange verschleppten Baumaßnahmen und schlechten Bedingungen an ihren Arbeitsplätzen zu kämpfen hätten, die er „teilweise desolat“ nannte. Die hohen Geldsummen für ohnehin fragwürdige Staatstrojaner-Anbieter könnten vielleicht woanders in der Bundespolizei sinnvoller investiert werden.

    Constanze Kurz ist promovierte Informatikerin, Autorin und Herausgeberin von Büchern, zuletzt Cyberwar. Ihre Kolumne „Aus dem Maschinenraum“ erschien von 2010 bis 2019 im Feuilleton der FAZ. Sie lebt in Berlin und ist ehrenamtlich Sprecherin des Chaos Computer Clubs. Sie war Sachverständige der Enquête-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ des Bundestags. Sie erhielt den Toleranz-Preis für Zivilcourage und die Theodor-Heuss-Medaille. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  26. US-Regierung verbietet russische Antiviren-Software Kaspersky
    Die US-Regierung hat beschlossen, die Nutzung der russischen Antiviren-Software Kaspersky zu verbieten. Diese Entscheidung folgt auf eine umfassende Untersuchung der Sicherheitsbedenken im Z
    apfeltalk.de/magazin/news/us-r
    #News #Tellerrand #AntivirenSoftware #BSI #Cyberangriffe #Deutschland #ITSicherheit #Kaspersky #NationaleSicherheit #Russland #USA #Verbot

  27. Der öffentliche Sektor steht unter ständiger Bedrohung von #hackern! Umfassende Schutzmaßnahmen für die oftmals sensiblen und geheimen Daten sind daher unerlässlich.

    Unser Vorstandsmitglied Christoph Bausewein arbeitet in diesem Artikel gut das Zusammenspiel von #Datenschutz und #itsicherheit heraus und gibt praktische Hinweise, um den Schutz zu verbessern. Prädikat: Wertvoll!

    egovernment.de/it-sicherheit-u