#eudiwallet — Public Fediverse posts
Live and recent posts from across the Fediverse tagged #eudiwallet, aggregated by home.social.
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@jonassmith @Pascal_dher
@bettina
@royalrexInte bara pressa danskar in i två specifika kommersiella aktörer, utan dessutom (i slutet av året) pressa hela EU in i Apple/Google-duopolet. Visavi #eudiwallet
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Weiteres Zeugs unter https://github.com/german-national-wallet #eudiWallet
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RE: https://mastodon.nl/@ellent/116680567083145890
Op 10 september a.s. rondetafelgesprek over Business Wallet en eIDAS in de Tweede Kamer, op 23 september een technische briefing #EUDIwallet #eIDAS #identificatie
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Und dann habe ich mich noch ganz iterativ dem Thema #EUDIwallet gewidmet. Bei der die Fragezeichen zuletzt immer mehr statt weniger wurden.
www.das-parlament.de/wirtschaft/d...
das-parlament.de/wirtschaft/dig... -
Apple/Google the only way to download the #eudiwallet developed through the #eidas2 Regulation. (Although there is certainly nothing in eIDAS 2 about this. Only in the Architecture and Reference Framework.)
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Wie ichs mir gedacht hab.
Unfassbar.EU: Hey, lass uns ein Wallet machen -auch wegen Unabhängigkeit von US Diensten und Kritis usw. für EU Bürger - und lass uns davon dann Zugang zu allem abhängig machen.
Auch EU: Lol, how about du brauchst einen US Dienst und ein aktuelles, teures Smartphone für das Wallet und wir machen es so sicher, dass man es in 30 knackt 🤡
Kannste dir nicht ausdenken dieses Maß an Inkompetenz und Naivität.
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RE: https://dresden.network/@inkorrupt/117038205874181137
Die lebenslange Steuer-ID, die ohne Änderung von Geburt bis Tod für dich gilt, kommt ohnehin der persönlichen Kennziffer, die vor Jahren in breiter Diskussion abgelehnt wurde, sehr nahe. Die Sozialversicherungen wissen ganz genau, wo ich mein Leben lang gearbeitet und gelebt habe. Es sind nur wenige Lücken zu schließen mit der staatlichen Einheitsbrieftasche #EUDIWallet .
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Anfang 2027 kommt die digitale Brieftasche! 📲 Was geplant ist, erfahrt Ihr im Video mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger.
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>> In der Sowjetunion haben wir gelernt: Wenn dir der Staat etwas umsonst gibt – Finger weg. <<
- Nikita Miller, Comedian
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Wäre ich Überwachungskapitalist und genervt, dass #Palantir wegen lästiger Gesetze nicht beliebig Daten zusammenführen darf, würde ich den Ansatz ändern:
Die Verknüpfung der Nachweise und einen Teil der Verantwortung in die Hände der Bürgerinnen verlagern - mit einer Wallet für *alle* EU-Bürger*innen.
Die Register blieben getrennt, die Lücken würden von ihren Träger*innen selbst geschlossen.
Und vllt. würde ich diese staatliche Einheitsbrieftasche #EUDIwallet nennen, und hätte nicht mal Sorge wegen quelloffenen Codes und Peer Security Audits.
Der Clou liegt ja im Konzept, und nicht in der Software.
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RE: https://troet.cafe/@ndaktuell/117037244690064435
Meine neue Kolumne dreht sich um das (oder die) #EUDIWallet und warum es mit der Anonymität hier demnächst evtl. vorbei ist:
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@debacle
Eine #eudiwallet, die nicht auch auf dem europäischen #sailfishos von @jolla (jolla.com, sailfishos.org) aus Finnland läuft, ist keine europäische Lösung und gibt Daten an Dritte ausserhalb der #EU weiter.@Bundesregierung
Schaut doch bei solch wichtigen Projekten zuerst in Europa nach und unterstützt die Plattformen in diesem Rechtsraum -
Und weil wir gerade beim Deutschlandfunk sind: Auch noch zur #EUDIWallet bei Computer und Kommunikation https://www.deutschlandfunk.de/die-eudi-wallet-kommt-energiesparsame-ki-open-secure-ai-alliance-100.html
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For #ageverification to truly be #privacy preserving, it shouldn't only ensure that services can't get any unnecessary data. It should also ensure that the state (including govt departments private companies acting on behalf of the state) can't get any unnecessary data, such as information about which sites you verify with. The latter, privacy towards the state, doesn't seem to be taken into account in the #eudiwallet design, as far as I can tell.
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Nachdem es in der Frage explizit um mich geht:
Das ist sehr beschönigt.
Nach dem #39c3 Talk ist genau nichts passiert und das BMDS musste noch mal explizit darauf hingewiesen werden, dass es in dem Kontext mit sogar Zitat des Staatssekretärs genannt wurde. Etwa ein halbes Jahr später. Soviel zum Thema "uns ist das bekannt". #eudiWallet
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"Die finanzielle Planung bewegt sich laut den Angaben im haushaltsmäßigen Rahmen. Für 2023 bis 2026 seien Gesamtkosten von rund 79,3 Millionen Euro netto vorgesehen, für den weiteren Betrieb und Ausbau bis 2028 würden etwa 135 Millionen Euro veranschlagt."
Ja ne, weiß nicht. Für 80 Mio sehe ich da aktuell einen Prototypen.
Teurer Prototyp. #eudiWallet
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@Gina I'm amazed to see how open the NL devs are to input and dialogue with their future app users! (Especially in contrast to what I've seen on the #EUDI #EUDIwallet reference implementation Github, which is nightmare fuel)
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There's an interesting (and surprisingly respectful) discussion happening around device attestation using Google's Integrity API vs open alternatives on the NL-Wallet github page. 👀
https://github.com/MinBZK/nl-wallet/issues/34#issuecomment-5089423628
#nlwallet #EUDIWallet #opensource #deviceattestation #digitalsovereignty
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EU Digital Identity Wallets (eudiwallet) already developed today (in the rest of the EU countries still in development):
° Austria
eAusweise
only available through Apple App Store and Google Play Store° Denmark
AltID
only available through Apple App Store and Google Play Store° France
France Identité
only available through Apple App Store and Google Play Store° Greece
Gov.gr Wallet
only available through Apple App Store and Google Play Store° Italy
IO
only available through Apple App Store and Google Play StoreIt will be like that in the rest of the EU too since it is mandated and explicit in the so called Architecture and Reference Framework (ARF) that all countries follow. Unless there is some explicit countermeasure, and there's no indication that it will happen - perhaps some reference to the Digital Markets Act and what it says on "software application stores" or something similar - there will be an increasing dependence on U.S. Big Tech in the EU.
There are hundreds of critical posts on the GitHub (Microsoft) page of the EU, one example with suggestion from user "thestinger" here,
https://github.com/eu-digital-identity-wallet/eudi-app-android-wallet-ui/issues/390 -
As to the eudiwallet lock-in and dependency on U.S. Big Tech (Apple and Google) I found this rather paradoxical picture from the account of the German Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung. Tying the wallet to “digital sovereignty”. "Summit on European Digital Sovereignty"
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"Deutsche Eudi-Wallet
Bundesregierung kann Starttermin nicht garantieren"Ach? Nein, doch, oh. #eudiWallet
(Paywalled, aber ihr versteht das schon https://background.tagesspiegel.de/digitalisierung-und-ki/briefing/bundesregierung-kann-starttermin-nicht-garantieren)
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La Commissione europea ha registrato l’iniziativa dei cittadini europei (ICE) “Stop Killing The Internet: No Digital ID & No Age Verification” (22 luglio 2026).
Sono già in vigore numerose misure di salvaguardia per l’EUDI Wallet. Dovrebbero essere applicabili in modo trasversale a qualsiasi sistema di verifica dell’età?
La mia analisi: https://www.nicfab.eu/it/posts/eci-digital-id-age-verification/
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Auch deswegen haben wir Donnerstag zu einem Fachgespräch der #Linksfraktion in den Bundestag eingeladen: Um ein paar Stimmen der Zivilgesellschaft und Forschung zum Stand der Dinge beim #EUDIWallet zu hören, der App zur Digitalen Identität.
Die Skepsis ist unüberhörbar.
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RE: https://social.heise.de/@heiseonline/116893986535812835
Dank der fachkundigen Inputs von Christian Knabenhans, Marielle Findorf, @dleisegang und @bkastl - danke nochmal! - wissen wir jetzt mehr darüber, welche Gefahren für Nutzer*innen @BMDS und @sprind_de beim #EUDIWallet in Kauf nehmen.
@Mimykri für Heise:
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Der inflationäre Umgang mit biometrischen, staatlich signierten Daten beginnt schon bevor es überhaupt eine Wallet gibt. #eudiwallet
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Hey pscht: Ihr könnt morgen alle beim Fachgespräch #DigitaleIdentitäten und #EUDIWallet dabeisein (wenn Ihr Euch durchringt, Zoom zu benutzen). Link steht in der Ankündigung.
Aber wenn Ihr Euch angemeldet habt, dann kommt vorbei! Wir haben einen sehr fancy Ausschusssaal im Paul-Löbe-Haus, und da wollen wir nicht alleine drin sitzen 👁️🗨️
https://www.dielinkebt.de/service/termine/detail/fachgespraech-digitale-identitaeten/
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Amthor & Merz: Skandal-Politiker zeigt blinde Ergebenheit – Wir verändern alles!
https://friendica.ambag.es/display/e0590d38-346a-2772-c2e4-092123592313
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Die #iKFZ #ikfzapp funktioniert nicht auf #customrom #lineageos #grapheneos #IodeOS und die #eudiwallet wird
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„Auf einem ähnlich unguten Weg wie die elektronische Patientenakte“
Das Jahr Null der elektronischen Patientenakte war mit zahlreichen Problemen gepflastert. Gelöst sind diese noch lange nicht, warnt die Sicherheitsforscherin Bianca Kastl. Auch deshalb drohten nun ganz ähnliche Probleme auch bei einem weiteren staatlichen Digitalisierungsprojekt.
Rückblickend sei es ein Jahr zahlreicher falscher Risikoabwägungen bei der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen gewesen, lautete das Fazit von Bianca Kastl auf dem 39. Chaos Communication Congress in Hamburg. Und auch auf das kommende Jahr blickt sie wenig optimistisch.
Kastl hatte gemeinsam mit dem Sicherheitsexperten Martin Tschirsich auf dem Chaos Communication Congress im vergangenen Jahr gravierende Sicherheitslücken bei der elektronischen Patientenakte aufgezeigt. Sie ist Vorsitzende des Innovationsverbunds Öffentliche Gesundheit e. V. und Kolumnistin bei netzpolitik.org.
Die Sicherheitslücken betrafen die Ausgabeprozesse von Versichertenkarten, die Beantragungsportale für Praxisausweise und den Umgang mit den Karten im Alltag. Angreifende hätten auf jede beliebige ePA zugreifen können, so das Fazit der beiden Sicherheitsexpert:innen im Dezember 2024.
„Warum ist das alles bei der ePA so schief gelaufen?“, lautet die Frage, die Kastl noch immer beschäftigt. Zu Beginn ihres heutigen Vortrags zog sie ein Resümee. „Ein Großteil der Probleme der Gesundheitsdigitalisierung der vergangenen Jahrzehnte sind Identifikations- und Authentifizierungsprobleme.“ Und diese Probleme bestünden nicht nur bei der ePA in Teilen fort, warnt Kastl, sondern gefährdeten auch das nächste große Digitalisierungsvorhaben der Bundesregierung: die staatliche EUDI-Wallet, mit der sich Bürger:innen online und offline ausweisen können sollen.
Eine Kaskade an Problemen
Um die Probleme bei der ePA zu veranschaulichen, verwies Kastl auf eine Schwachstelle, die sie und Tschirsich vor einem Jahr aufgezeigt hatten. Sie betrifft einen Dienst, der sowohl für die ePA als auch für das E-Rezept genutzt wird: das Versichertenstammdaten-Management (VSDM). Hier sind persönliche Daten der Versicherten und Angaben zu deren Versicherungsschutz hinterlegt. Die Schwachstelle ermöglichte es Angreifenden, falsche Nachweise vom VSDM-Server zu beziehen, die vermeintlich belegen, dass eine bestimmte elektronische Gesundheitskarte vor Ort vorliegt. Auf diese Weise ließen sich dann theoretisch unbefugt sensible Gesundheitsdaten aus elektronischen Patientenakten abrufen.
Nach den Enthüllungen versprach der damalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) einen ePA-Start „ohne Restrisiko“. Doch unmittelbar nach dem Starttermin konnten Kastl und Tschirsich in Zusammenarbeit mit dem IT-Sicherheitsforscher Christoph Saatjohann erneut unbefugt Zugriff auf die ePA erlangen. Und auch dieses Mal benötigten sie dafür keine Gesundheitskarte, sondern nutzten Schwachstellen im Identifikations- und Authentifizierungsprozess aus.
„Mit viel Gaffa Tape“ sei die Gematik daraufhin einige Probleme angegangen, so Kastl. Wirklich behoben seien diese jedoch nicht. Für die anhaltenden Sicherheitsprobleme gibt es aus ihrer Sicht mehrere Gründe.
So hatte Lauterbach in den vergangenen Jahren zulasten der Sicherheit deutlich aufs Tempo gedrückt. Darüber hinaus verabschiedete der Bundestag Ende 2023 das Digital-Gesetz und schränkte damit die Aufsichtsbefugnisse und Vetorechte der Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI) und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) massiv ein. „Ich darf jetzt zwar etwas sagen, aber man muss mir theoretisch nicht mehr zuhören“, fasste die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider die Machtbeschneidung ihrer Aufsichtsbehörde zusammen.
EUDI-Wallet: Fehler, die sich wiederholen
Auch deshalb sind aus Kastls Sicht kaum Vorkehrungen getroffen worden, damit sich ähnliche Fehler in Zukunft nicht wiederholen. Neue Sicherheitsprobleme drohen aus Kastls Sicht schon im kommenden Jahr bei der geplanten staatlichen EUDI-Wallet. „Die Genese der deutschen staatlichen EUDI-Wallet befindet sich auf einem ähnlich unguten Weg wie die ePA“, warnte Kastl.
Die digitale Brieftasche auf dem Smartphone soll das alte Portemonnaie ablösen und damit auch zahlreiche Plastikkarten wie den Personalausweis, den Führerschein oder die Gesundheitskarte. Die deutsche Wallet soll am 2. Januar 2027 bundesweit an den Start gehen, wie Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) vor wenigen Wochen verkündete.
Kastl sieht bei dem Projekt deutliche Parallelen zum ePA-Start. Bei beiden ginge es um ein komplexes „Ökosystem“, bei dem ein Scheitern weitreichende Folgen hat. Dennoch seien die Sicherheitsvorgaben unklar, außerdem gebe es keine Transparenz bei der Planung und der Kommunikation. Darüber hinaus gehe die Bundesregierung bei der Wallet erneut Kompromisse zulasten der Sicherheit, des Datenschutzes und damit der Nutzer:innen ein.
Signierte Daten, bitte schnell
In ihrem Vortrag verweist Kastl auf eine Entscheidung der Ampel-Regierung im Oktober 2024. Der damalige Bundes-CIO Markus Richter (CDU) verkündete auf LinkedIn, dass sich das Bundesinnenministerium „in Abstimmung mit BSI und BfDI“ für eine Architektur-Variante bei der deutschen Wallet entschieden habe, die auf signierte Daten setzt. Richter ist heute Staatssekretär im Bundesdigitalministerium.
Der Entscheidung ging im September 2024 ein Gastbeitrag von Rafael Laguna de la Vera in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung voraus, in dem dieser eine höhere Geschwindigkeit bei der Wallet-Entwicklung forderte: „Nötig ist eine digitale Wallet auf allen Smartphones für alle – und dies bitte schnell.“
Laguna de la Vera wurde 2019 zum Direktor der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) berufen, die derzeit einen Prototypen für die deutsche Wallet entwickelt. Seine Mission hatte der Unternehmer zu Beginn seiner Amtszeit so zusammengefasst: „Wir müssen Vollgas geben und innovieren, dass es nur so knallt.“ In seinem FAZ-Text plädiert er dafür, die „‚German Angst‘ vor hoheitlichen Signaturen“ zu überwinden. „Vermeintlich kleine Architekturentscheidungen haben oft große Auswirkungen“, schließt Laguna de la Vera seinen Text.
Sichere Kanäle versus signierte Daten
Tatsächlich hat die Entscheidung für signierte Daten weitreichende Folgen. Und sie betreffen auch dieses Mal die Identifikations- und Authentifizierungsprozesse.
Grundsätzlich sind bei der digitalen Brieftasche zwei unterschiedliche Wege möglich, um die Echtheit und die Integrität von übermittelten Identitätsdaten zu bestätigen: mit Hilfe sicherer Kanäle („Authenticated Channel“) oder durch das Signieren von Daten („Signed Credentials“).
Der sichere Kanal kommt beim elektronischen Personalausweis zum Einsatz. Hier wird die Echtheit der übermittelten Personenidentifizierungsdaten durch eine sichere und vertrauenswürdige Übermittlung gewährleistet. Die technischen Voraussetzungen dafür schafft der im Personalausweis verbaute Chip.
Bei den Signed Credentials hingegen werden die übermittelten Daten etwa mit einem Sicherheitsschlüssel versehen. Sie tragen damit auch lange nach der Übermittlung quasi ein Echtheitssiegel.
Kritik von vielen Seiten
Dieses Siegel macht die Daten allerdings auch überaus wertvoll für Datenhandel und Identitätsdiebstahl, so die Warnung der Bundesdatenschutzbeauftragten, mehrererSicherheitsforscher:innen und zivilgesellschaftlicher Organisationen.
Bereits im Juni 2022 wies das BSI auf die Gefahr hin, „dass jede Person, die in den Besitz der Identitätsdaten mit Signatur gelangt, über nachweislich authentische Daten verfügt und dies auch beliebig an Dritte weitergeben kann, ohne dass der Inhaber der Identitätsdaten dies kontrollieren kann“. Und der Verbraucherschutz Bundesverband sprach sich im November 2024 in einem Gutachten ebenfalls klar gegen signierte Daten aus.
Risiken werden individualisiert
An dieser Stelle schließt sich für Kastl der Kreis zwischen den Erfahrungen mit der elektronischen Patientenakte in diesem Jahr und der geplanten digitalen Brieftasche.
Um die Risiken bei der staatlichen Wallet zu minimieren, sind aus Kastls Sicht drei Voraussetzungen entscheidend, die sie und Martin Tschirsich schon auf dem Congress im vergangen Jahr genannt hatten.
Das sind erstens eine unabhängige und belastbare Bewertung von Sicherheitsrisiken, zweitens eine transparente Kommunikation von Risiken gegenüber Betroffenen und drittens ein offener Entwicklungsprozess über den gesamten Lebenszyklus eines Projekts. Vor einem Jahr fanden sie bei den Verantwortlichen damit kein Gehör.
Daniel Leisegang ist Politikwissenschaftler und Co-Chefredakteur bei netzpolitik.org. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Gesundheitsdigitalisierung, Digital Public Infrastructure und die sogenannte Künstliche Intelligenz. Daniel war einst Redakteur bei den »Blättern für deutsche und internationale Politik«. 2014 erschien von ihm das Buch »Amazon – Das Buch als Beute«; 2016 erhielt er den Alternativen Medienpreis in der Rubrik »Medienkritik«. Er gehört dem Board of Trustees von Eurozine an. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, Threema ENU3SC7K, Telefon: +49-30-5771482-28 (Montag bis Freitag, jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.