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#offentlicherraum — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #offentlicherraum, aggregated by home.social.

  1. wenn die Mitarbeiter:innen der Stadt Stuttgart eine solche Anfrage verstünden, könnte man ja mal nachfragen unter welchen Umständen und zu welchen Bedingungen der öffentliche Straßenraum für ein kommerzielles Tennisturnier teilweise gesperrt werden kann.
    Aber auf die "wir haben nichts verstanden, wollen/können/dürfen nicht mitdenken und hier ist ein nichtssagender Textbaustein"-Antwort habe ich halt auch keine Lust. :-\
    #öffentlicherRaum #Parlerstraße #Stuttgart

  2. Wie ist euer 1. Impuls:
    Sind Shopping Malls öffentliche Orte?

    Aus aktuellem Anlass möchte ich mal diese ältere Diskussion hochholen ...

    (bitte schreibt gerne drunter, warum ihr das so seht. Aber nicht vor der Abstimmung luschern!)

    #öffentlicherRaum #öffentlichkeit #öffentlicherDiskurs #kritischeGeographie #neuHier #wirVerlassenX

  3. 👻 #Mythos zum #Frühstück: 😱

    „Ich habe ein Recht auf einen #Parkplatz

    Öffentlicher #Parkraum ist ein knappes Gut. Die #Verkehrswende und #Klimaanpassungsmaßnahmen erfordern Veränderungen in der #Stadtplanung. Sobald der Platz für Fuß- und #Radverkehr verbessert werden soll, formiert sich Widerstand. Doch was ist rechtlich erlaubt und welche Ansprüche bestehen?

    oekologisch-unterwegs.de/elekt

    #Autoverkehr #Mobilitätswende #Radverkehr #ÖffentlicherRaum #Faktencheck

  4. In einer Gesellschaft, die Effizienz liebt, ist zielloses Herumspazieren ein Affront.

    Unser Artikel "Ferale Promenadologie" fragt: Wem gehört der Weg? Wer darf gehen, wer wird kontrolliert? Das Gehen als Mikrowiderstand, als situiertes Wissen und als kleine, realistische Utopie.

    ferals.eu/ferale-promenadologi

    #Promenadologie #RestIsResistance #Spaziergang #DesirePaths #Zugang #ÖffentlicherRaum #Psychogeographie #OutdoorFeminism #Anarchie #Wandern #Flaneur #TrailLife #Blogartikel

  5. My Utopia at Kunsthalle #tubingen. @deutschlandfunk reported:

    "How the often selfish needs of individuals or a city can be reconciled with those of the general public in terms of planning – that is the real question. Video artist Jan Kamensky provocatively sums it up."

    #urbanism #kunsthalle #reclaimthestreets #changingcities #urbanplanning #design #verkehrswende #nocar #carfree #solarpunk #animation #publicspace #architecture #mobility #öffentlicherraum #utopia

  6. So sieht eine Fußgängerzone aus, die regelmäßig „aus Versehen“ von Autofahrern durchfahren wird. (Spalowskygasse)
    Wie kann das passieren – und mit welchem Maß an Aufmerksamkeit sind diese Lenker eigentlich unterwegs?
    Jetzt müssen dort Poller installiert werden. Für sich genommen sind die nicht teuer, aber in Summe treiben solche Maßnahmen die Kosten für Verkehrsberuhigung immer weiter nach oben.
    Vielleicht wäre es an der Zeit, grundsätzlich zu überlegen, wie wir die Dominanz des Autos im öffentlichen Raum brechen können, ohne dafür ständig Unsummen in Beton und Stahl zu gießen.
    Zur Erinnerung: Drei Viertel der Wiener Wege werden mit umweltfreundlichen Verkehrsmitteln (Öffi, Rad, zu Fuß) zurückgelegt – auf den Straßen dominiert aber nach wie vor das Auto.

    #Wien #Mariahilf #Verkehr #Mobilität #Stadtplanung #Verkehrsberuhigung #Autoverkehr #Öffis #Fahrrad #ZuFußGehen #ÖffentlicherRaum #MIV #Fußgängerzone

  7. ❗ Es ist schwer ins #Paradies zu kommen

    Die #CriticalMass #Jena erkundet am 1. Juli, wie wenig paradiesisch es viele Jenaer vor ihren Haustüren haben: Wer aus seiner Haustür tritt, steht vor Blech. #Fußweg:e sind mit Mülltonnen, Straßenschildern, Fahrrädern, ... vollgestellt, während wir den Großteil unseres öffentlichen Raumes an einige wenige verschenken, damit sie ihr #Auto #parken können.

    ❓ Gibt es Alternativen?

    📢 Seid dabei! Seid sichtbar! Bringt Euch ein!

    #Fahrrad #ÖffentlicherRaum

  8. Bankenland 🪑🏦 Die Aula von Goldach, ein Ort der Begegnung und Bildung, wird durch eine schlichte Sitzbank ergänzt – perfekt für eine kurze Pause im Schulhof.

    #Goldach #Aula #Bildung #Schulhof #Architektur #Sitzpause #ÖffentlicherRaum #Design #Rundfenster #Schulbank dlvr.it/TG2Z3q

  9. Bankenland 🪑🏦 Die Aula von Goldach, ein Ort der Begegnung und Bildung, wird durch eine schlichte Sitzbank ergänzt – perfekt für eine kurze Pause im Schulhof.

    #Goldach #Aula #Bildung #Schulhof #Architektur #Sitzpause #ÖffentlicherRaum #Design #Rundfenster #Schulbank dlvr.it/TG2Z3q

  10. In den letzten Jahren hat die Stadt München mit einer kontroversen Maßnahme für Aufsehen gesorgt: dem Alkoholverbot am Hauptbahnhof. Was zunächst als Lösung für Sicherheitsprobleme gedacht war, hat eine breite Diskussion über Stadtplanung, soziale Verantwortung und die Grenzen ordnungspolitischer Maßnahmen ausgelöst. In diesem Beitrag werfen wir einen detaillierten Blick auf die Entwicklungen, Auswirkungen und Alternativen zum Alkoholverbot in München.

    1. Die Einführung des Alkoholverbots: Hintergründe und Ziele
    2. Positive Auswirkungen des Alkoholverbots
    3. Negative Auswirkungen und unbeabsichtigte Folgen
    4. Die Komplexität des Problems
    5. Alternative Ansätze und ergänzende Maßnahmen
    6. Die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes
    7. Fazit: Balance zwischen Sicherheit und sozialer Verantwortung
    8. Quellen

    Die Einführung des Alkoholverbots: Hintergründe und Ziele

    Im August 2019 führte die Stadt München ein Alkoholverbot am Hauptbahnhof ein. Die Maßnahme war zunächst auf ein Jahr befristet und wurde später verlängert. Das primäre Ziel war die Verbesserung der Sicherheitslage in einem Gebiet, das zunehmend als Brennpunkt wahrgenommen wurde.

    Die Polizei München berichtete von einem „nachhaltigen Rückgang der Straftaten im Gesamtbereich Hauptbahnhof“ seit Einführung des Verbots1. Das Alkoholverbot wurde als „wesentlicher Baustein zur Eindämmung von Ordnungsstörungen und in der Folge resultierende Straftaten“ bezeichnet.

    Bild von Jürgen auf Pixabay

    Positive Auswirkungen des Alkoholverbots

    1. Rückgang der Straftaten:
      Die Polizei verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Kriminalität im Bahnhofsbereich. Laut Polizeipräsidium München sank die Zahl der Straftaten im ersten Jahr nach Einführung des Verbots um 31 Prozent1.
    2. Verbesserung der Sicherheitslage:
      Die allgemeine Sicherheitssituation am Hauptbahnhof hat sich nach Einschätzung der Behörden verbessert. Oberbürgermeister Dieter Reiter sprach von einer „spürbaren Verbesserung der Situation“1.
    3. Unterstützung durch Gewerbetreibende:
      Geschäftsleute im Bahnhofsviertel befürworteten die Verlängerung des Verbots. Der Verein der Gewerbetreibenden im Bahnhofsviertel berichtete von positiven Rückmeldungen seiner Mitglieder7.

    Negative Auswirkungen und unbeabsichtigte Folgen

    1. Verdrängungseffekte:
      Eines der Hauptprobleme des Alkoholverbots ist die Verlagerung der Probleme in angrenzende Gebiete. Besonders betroffen sind der Alte Botanische Garten und der Karl-Stützel-Platz. Richard Progl von der Bayernpartei kritisierte: „Es ist genau das passiert, was wir bei der Einführung des Verbots befürchtet haben: eine Verdrängung des Problems.“2
    2. Verschlechterung der Sicherheitslage in angrenzenden Gebieten:
      Anwohner in den umliegenden Vierteln klagen über eine Zunahme von Problemen. Die Polizei verzeichnete einen Anstieg von Beschwerden über Alkoholisierung im Alten Botanischen Garten und am Karl-Stützel-Platz1.
    3. Bedenken von Wohlfahrtsverbänden:
      Soziale Organisationen wie die Diakonie München und Oberbayern äußerten Bedenken bezüglich der Stigmatisierung von Alkoholkranken und der Verschiebung von Problemen in andere Stadtteile2.
    4. Einschränkung persönlicher Freiheiten:
      Das Verbot betrifft nicht nur problematische Gruppen, sondern auch normale Bürger, die beispielsweise nach der Arbeit ein Bier trinken möchten. Dies führt zu einer Einschränkung der persönlichen Freiheit in öffentlichen Räumen3.
    5. Ungleiche Behandlung:
      Es wurde beobachtet, dass nicht alle Personen gleich behandelt werden. Während Fußballfans oder Oktoberfestbesucher oft toleriert werden, geraten andere Personen schneller in den Fokus der Ordnungskräfte3.

    Die Komplexität des Problems

    Die Situation am Münchner Hauptbahnhof und in den umliegenden Gebieten ist komplex und lässt sich nicht auf ein einzelnes Problem reduzieren. Oberbürgermeister Dieter Reiter wies darauf hin, dass trotz des Alkoholverbots die Zahl der Delikte in der Umgebung des Hauptbahnhofs steigt7.

    Die Verlagerung der Szene von Substitutionspatienten und Betäubungsmittelabhängigen in Richtung Sendlinger-Tor-Platz und Nußbaumpark zeigt, dass das Alkoholverbot allein nicht ausreicht, um die tieferliegenden sozialen Probleme zu lösen6.

    Alternative Ansätze und ergänzende Maßnahmen

    1. Verstärkter Einsatz von Streetworkern:
      Streetworker können direkt in den Lebenswelten der betroffenen Personen arbeiten und bieten Unterstützung zur Verbesserung ihrer Situation an. Sie können als Vermittler zwischen den Betroffenen und dem Hilfesystem fungieren und so den Zugang zu weiteren Unterstützungsangeboten erleichtern.
    2. Allparteiliches Konfliktmanagement (AKIM):
      In München wird das Konzept des Allparteilichen Konfliktmanagements eingesetzt, um Konflikte im öffentlichen Raum zu analysieren und gemeinsam mit allen Beteiligten zu bearbeiten.
    3. Soziale Einrichtungen:
      Die Stadt München hat das Begegnungszentrum D3 eingerichtet, das Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum einen Aufenthaltsort bietet. Hier ist Alkoholkonsum erlaubt, und es findet gleichzeitig Sozialarbeit statt2.
    4. Infrastrukturelle Verbesserungen:
      Maßnahmen wie bessere Beleuchtung und Entfernung von Gestrüpp im Alten Botanischen Garten sollen die Sicherheit erhöhen7.
    5. Taskforce und ganzheitlicher Ansatz:
      OB Reiter hat eine Taskforce einberufen, die verschiedene Maßnahmen ergreifen soll, um die Situation ganzheitlich zu verbessern5.

    Die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes

    Die Erfahrungen mit dem Alkoholverbot in München zeigen deutlich, dass komplexe städtische Sicherheitsprobleme nicht durch einzelne Maßnahmen gelöst werden können. Stattdessen ist ein ausgewogenes und flexibles Konzept erforderlich, das kontinuierlich angepasst und evaluiert werden muss.

    Ein effektiver Ansatz sollte folgende Aspekte berücksichtigen:

    1. Soziale Unterstützung:
      Verstärkte Investitionen in Sozialarbeit, Suchtberatung und Obdachlosenhilfe sind unerlässlich, um die Wurzeln der Probleme anzugehen.
    2. Präventive Maßnahmen:
      Programme zur Suchtprävention und frühzeitige Intervention bei gefährdeten Gruppen können langfristig zur Reduzierung von Problemen beitragen.
    3. Stadtplanung und öffentlicher Raum:
      Die Gestaltung öffentlicher Räume sollte so erfolgen, dass sie inklusiv und sicher für alle Nutzergruppen sind.
    4. Kommunikation und Beteiligung:
      Ein offener Dialog mit allen Beteiligten, einschließlich Anwohnern, Geschäftsleuten und betroffenen Gruppen, ist wichtig für die Entwicklung akzeptabler Lösungen.
    5. Kontinuierliche Evaluation:
      Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Maßnahmen sind notwendig, um auf veränderte Bedingungen reagieren zu können.
    Bild von Jürgen auf Pixabay

    Fazit: Balance zwischen Sicherheit und sozialer Verantwortung

    Das Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof hat zwar zu einer Verbesserung der Sicherheitslage in diesem spezifischen Bereich geführt, aber gleichzeitig neue Probleme in angrenzenden Gebieten geschaffen. Es zeigt sich deutlich, dass ordnungspolitische Maßnahmen allein nicht ausreichen, um komplexe soziale Herausforderungen zu bewältigen.

    Die Stadt München steht nun vor der Aufgabe, einen ausgewogenen Ansatz zu finden, der sowohl die Sicherheitsbedürfnisse der Bürger als auch die Notwendigkeit sozialer Unterstützung für benachteiligte Gruppen berücksichtigt. Dies erfordert nicht nur finanzielle Investitionen, sondern auch politischen Willen und gesellschaftliches Engagement.

    Letztendlich geht es darum, eine Stadt zu gestalten, die für alle Bewohner lebenswert ist. Dies bedeutet, Sicherheit zu gewährleisten, ohne dabei die Würde und die Rechte marginalisierter Gruppen zu verletzen. Es bedeutet auch, präventiv zu arbeiten und die Ursachen von Problemen anzugehen, anstatt nur ihre Symptome zu bekämpfen.

    Die Erfahrungen in München können als Lehrstück für andere Städte dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Sie zeigen, dass nachhaltige Lösungen nur durch einen ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz erreicht werden können, der Ordnungspolitik, Sozialarbeit, Stadtplanung und Bürgerbeteiligung miteinander verbindet.

    Die Zukunft wird zeigen, ob München den richtigen Weg findet, um die Balance zwischen Sicherheit und sozialer Verantwortung zu wahren. Es ist eine Herausforderung, die nicht nur die Stadtpolitik, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft und die nur gemeinsam bewältigt werden kann.

    Quellen

    [1] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-hauptbahnhof-alkoholverbot-1.5719190
    [2] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/hauptbahnhof-alkoholverbot-stadtrat-1.4258285
    [3] https://www.wochenblatt.de/archiv/wer-am-hauptbahnhof-nachts-ein-bierchen-trinkt-bekommt-gehoerig-aerger-13870943
    [4] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-hauptbahnhof-alkoholverbot-polizei-1.5719190
    [5] https://ru.muenchen.de/2024/200/Alter-Botanischer-Garten-Weiteres-Massnahmenpaket-115265
    [6] https://risi.muenchen.de/risi/dokument/v/7491526
    [7] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-hauptbahnhof-alkoholverbot-alter-botanischer-garten-1.6565949

    https://muenchnermosaik.wordpress.com/2024/11/02/das-munchner-alkoholverbot-eine-kritische-betrachtung-von-sicherheit-verdrangung-und-sozialer-verantwortung/

    #Alkoholverbot #ÖffentlicherRaum #Bürgerbeteiligung #Drogenpolitik #Hauptbahnhof #Inklusion #Kommunalpolitik #Konfliktmanagement #Kriminalitätsbekämpfung #München #Obdachlosigkeit #Sicherheitspolitik #Sozialarbeit #SozialeVerantwortung #Stadtentwicklung #Stadtplanung #Streetwork #Suchtprävention #UrbaneSicherheit #Verdrängungseffekte

  11. In den letzten Jahren hat die Stadt München mit einer kontroversen Maßnahme für Aufsehen gesorgt: dem Alkoholverbot am Hauptbahnhof. Was zunächst als Lösung für Sicherheitsprobleme gedacht war, hat eine breite Diskussion über Stadtplanung, soziale Verantwortung und die Grenzen ordnungspolitischer Maßnahmen ausgelöst. In diesem Beitrag werfen wir einen detaillierten Blick auf die Entwicklungen, Auswirkungen und Alternativen zum Alkoholverbot in München.

    1. Die Einführung des Alkoholverbots: Hintergründe und Ziele
    2. Positive Auswirkungen des Alkoholverbots
    3. Negative Auswirkungen und unbeabsichtigte Folgen
    4. Die Komplexität des Problems
    5. Alternative Ansätze und ergänzende Maßnahmen
    6. Die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes
    7. Fazit: Balance zwischen Sicherheit und sozialer Verantwortung
    8. Quellen

    Die Einführung des Alkoholverbots: Hintergründe und Ziele

    Im August 2019 führte die Stadt München ein Alkoholverbot am Hauptbahnhof ein. Die Maßnahme war zunächst auf ein Jahr befristet und wurde später verlängert. Das primäre Ziel war die Verbesserung der Sicherheitslage in einem Gebiet, das zunehmend als Brennpunkt wahrgenommen wurde.

    Die Polizei München berichtete von einem „nachhaltigen Rückgang der Straftaten im Gesamtbereich Hauptbahnhof“ seit Einführung des Verbots1. Das Alkoholverbot wurde als „wesentlicher Baustein zur Eindämmung von Ordnungsstörungen und in der Folge resultierende Straftaten“ bezeichnet.

    Bild von Jürgen auf Pixabay

    Positive Auswirkungen des Alkoholverbots

    1. Rückgang der Straftaten:
      Die Polizei verzeichnete einen deutlichen Rückgang der Kriminalität im Bahnhofsbereich. Laut Polizeipräsidium München sank die Zahl der Straftaten im ersten Jahr nach Einführung des Verbots um 31 Prozent1.
    2. Verbesserung der Sicherheitslage:
      Die allgemeine Sicherheitssituation am Hauptbahnhof hat sich nach Einschätzung der Behörden verbessert. Oberbürgermeister Dieter Reiter sprach von einer „spürbaren Verbesserung der Situation“1.
    3. Unterstützung durch Gewerbetreibende:
      Geschäftsleute im Bahnhofsviertel befürworteten die Verlängerung des Verbots. Der Verein der Gewerbetreibenden im Bahnhofsviertel berichtete von positiven Rückmeldungen seiner Mitglieder7.

    Negative Auswirkungen und unbeabsichtigte Folgen

    1. Verdrängungseffekte:
      Eines der Hauptprobleme des Alkoholverbots ist die Verlagerung der Probleme in angrenzende Gebiete. Besonders betroffen sind der Alte Botanische Garten und der Karl-Stützel-Platz. Richard Progl von der Bayernpartei kritisierte: „Es ist genau das passiert, was wir bei der Einführung des Verbots befürchtet haben: eine Verdrängung des Problems.“2
    2. Verschlechterung der Sicherheitslage in angrenzenden Gebieten:
      Anwohner in den umliegenden Vierteln klagen über eine Zunahme von Problemen. Die Polizei verzeichnete einen Anstieg von Beschwerden über Alkoholisierung im Alten Botanischen Garten und am Karl-Stützel-Platz1.
    3. Bedenken von Wohlfahrtsverbänden:
      Soziale Organisationen wie die Diakonie München und Oberbayern äußerten Bedenken bezüglich der Stigmatisierung von Alkoholkranken und der Verschiebung von Problemen in andere Stadtteile2.
    4. Einschränkung persönlicher Freiheiten:
      Das Verbot betrifft nicht nur problematische Gruppen, sondern auch normale Bürger, die beispielsweise nach der Arbeit ein Bier trinken möchten. Dies führt zu einer Einschränkung der persönlichen Freiheit in öffentlichen Räumen3.
    5. Ungleiche Behandlung:
      Es wurde beobachtet, dass nicht alle Personen gleich behandelt werden. Während Fußballfans oder Oktoberfestbesucher oft toleriert werden, geraten andere Personen schneller in den Fokus der Ordnungskräfte3.

    Die Komplexität des Problems

    Die Situation am Münchner Hauptbahnhof und in den umliegenden Gebieten ist komplex und lässt sich nicht auf ein einzelnes Problem reduzieren. Oberbürgermeister Dieter Reiter wies darauf hin, dass trotz des Alkoholverbots die Zahl der Delikte in der Umgebung des Hauptbahnhofs steigt7.

    Die Verlagerung der Szene von Substitutionspatienten und Betäubungsmittelabhängigen in Richtung Sendlinger-Tor-Platz und Nußbaumpark zeigt, dass das Alkoholverbot allein nicht ausreicht, um die tieferliegenden sozialen Probleme zu lösen6.

    Alternative Ansätze und ergänzende Maßnahmen

    1. Verstärkter Einsatz von Streetworkern:
      Streetworker können direkt in den Lebenswelten der betroffenen Personen arbeiten und bieten Unterstützung zur Verbesserung ihrer Situation an. Sie können als Vermittler zwischen den Betroffenen und dem Hilfesystem fungieren und so den Zugang zu weiteren Unterstützungsangeboten erleichtern.
    2. Allparteiliches Konfliktmanagement (AKIM):
      In München wird das Konzept des Allparteilichen Konfliktmanagements eingesetzt, um Konflikte im öffentlichen Raum zu analysieren und gemeinsam mit allen Beteiligten zu bearbeiten.
    3. Soziale Einrichtungen:
      Die Stadt München hat das Begegnungszentrum D3 eingerichtet, das Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum einen Aufenthaltsort bietet. Hier ist Alkoholkonsum erlaubt, und es findet gleichzeitig Sozialarbeit statt2.
    4. Infrastrukturelle Verbesserungen:
      Maßnahmen wie bessere Beleuchtung und Entfernung von Gestrüpp im Alten Botanischen Garten sollen die Sicherheit erhöhen7.
    5. Taskforce und ganzheitlicher Ansatz:
      OB Reiter hat eine Taskforce einberufen, die verschiedene Maßnahmen ergreifen soll, um die Situation ganzheitlich zu verbessern5.

    Die Notwendigkeit eines umfassenden Ansatzes

    Die Erfahrungen mit dem Alkoholverbot in München zeigen deutlich, dass komplexe städtische Sicherheitsprobleme nicht durch einzelne Maßnahmen gelöst werden können. Stattdessen ist ein ausgewogenes und flexibles Konzept erforderlich, das kontinuierlich angepasst und evaluiert werden muss.

    Ein effektiver Ansatz sollte folgende Aspekte berücksichtigen:

    1. Soziale Unterstützung:
      Verstärkte Investitionen in Sozialarbeit, Suchtberatung und Obdachlosenhilfe sind unerlässlich, um die Wurzeln der Probleme anzugehen.
    2. Präventive Maßnahmen:
      Programme zur Suchtprävention und frühzeitige Intervention bei gefährdeten Gruppen können langfristig zur Reduzierung von Problemen beitragen.
    3. Stadtplanung und öffentlicher Raum:
      Die Gestaltung öffentlicher Räume sollte so erfolgen, dass sie inklusiv und sicher für alle Nutzergruppen sind.
    4. Kommunikation und Beteiligung:
      Ein offener Dialog mit allen Beteiligten, einschließlich Anwohnern, Geschäftsleuten und betroffenen Gruppen, ist wichtig für die Entwicklung akzeptabler Lösungen.
    5. Kontinuierliche Evaluation:
      Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Maßnahmen sind notwendig, um auf veränderte Bedingungen reagieren zu können.
    Bild von Jürgen auf Pixabay

    Fazit: Balance zwischen Sicherheit und sozialer Verantwortung

    Das Alkoholverbot am Münchner Hauptbahnhof hat zwar zu einer Verbesserung der Sicherheitslage in diesem spezifischen Bereich geführt, aber gleichzeitig neue Probleme in angrenzenden Gebieten geschaffen. Es zeigt sich deutlich, dass ordnungspolitische Maßnahmen allein nicht ausreichen, um komplexe soziale Herausforderungen zu bewältigen.

    Die Stadt München steht nun vor der Aufgabe, einen ausgewogenen Ansatz zu finden, der sowohl die Sicherheitsbedürfnisse der Bürger als auch die Notwendigkeit sozialer Unterstützung für benachteiligte Gruppen berücksichtigt. Dies erfordert nicht nur finanzielle Investitionen, sondern auch politischen Willen und gesellschaftliches Engagement.

    Letztendlich geht es darum, eine Stadt zu gestalten, die für alle Bewohner lebenswert ist. Dies bedeutet, Sicherheit zu gewährleisten, ohne dabei die Würde und die Rechte marginalisierter Gruppen zu verletzen. Es bedeutet auch, präventiv zu arbeiten und die Ursachen von Problemen anzugehen, anstatt nur ihre Symptome zu bekämpfen.

    Die Erfahrungen in München können als Lehrstück für andere Städte dienen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Sie zeigen, dass nachhaltige Lösungen nur durch einen ganzheitlichen, interdisziplinären Ansatz erreicht werden können, der Ordnungspolitik, Sozialarbeit, Stadtplanung und Bürgerbeteiligung miteinander verbindet.

    Die Zukunft wird zeigen, ob München den richtigen Weg findet, um die Balance zwischen Sicherheit und sozialer Verantwortung zu wahren. Es ist eine Herausforderung, die nicht nur die Stadtpolitik, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft und die nur gemeinsam bewältigt werden kann.

    Quellen

    [1] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-hauptbahnhof-alkoholverbot-1.5719190
    [2] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/hauptbahnhof-alkoholverbot-stadtrat-1.4258285
    [3] https://www.wochenblatt.de/archiv/wer-am-hauptbahnhof-nachts-ein-bierchen-trinkt-bekommt-gehoerig-aerger-13870943
    [4] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-hauptbahnhof-alkoholverbot-polizei-1.5719190
    [5] https://ru.muenchen.de/2024/200/Alter-Botanischer-Garten-Weiteres-Massnahmenpaket-115265
    [6] https://risi.muenchen.de/risi/dokument/v/7491526
    [7] https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-hauptbahnhof-alkoholverbot-alter-botanischer-garten-1.6565949

    https://muenchnermosaik.wordpress.com/2024/11/02/das-munchner-alkoholverbot-eine-kritische-betrachtung-von-sicherheit-verdrangung-und-sozialer-verantwortung/

    #Alkoholverbot #ÖffentlicherRaum #Bürgerbeteiligung #Drogenpolitik #Hauptbahnhof #Inklusion #Kommunalpolitik #Konfliktmanagement #Kriminalitätsbekämpfung #München #Obdachlosigkeit #Sicherheitspolitik #Sozialarbeit #SozialeVerantwortung #Stadtentwicklung #Stadtplanung #Streetwork #Suchtprävention #UrbaneSicherheit #Verdrängungseffekte

  12. Wo der Computer entscheidet, was verdächtig ist:
    Der #Hansaplatz in St. Georg (#Hamburg)

    #Veranstaltung
    #Diskussion / #Vortrag

    Kommet zu Hauf!

    Eine Podiumsdiskussion zu Überwachungstechnologien und Sozialer Kontrolle

    Gewerkschaftshaus St. Georg
    Besenbinderhof 60
    20097 Hamburg

    16.11.2023, 19:00 - 21:00 Uhr

    #überwachung #ryf #privacy #öffentlicherRaum #Ki

    rosalux.de/veranstaltung/es_de

  13. Warum lassen HalterInnen ihre Hunde trotz Verboten von der Leine, fragt ein Leser. Weil sie sich dann freuen, antwortet eine Hundebesitzerin.#Hund #ÖffentlicherRaum #Zukunft #wochentaz #Leine #Alltag #Gesellschaft
    Die Verständnisfrage: Mein Hund geht vor
  14. Ein Kunstprojekt im Öffentlichen Raum will “Ideen der Gastfreundschaft und des Gemeinsinns” lebhaft vorstellbar machen. Die Frage „Wem gehört der öffentliche Raum?“ sei schon oft erörtert worden.

    Und es passt so perfekt zu unserer Gesellschaft, was man dort fast jeden Tag sieht.

    koer.or.at/projekte/siehe-da/

    #Kunst #ÖffentlicherRaum #Mahü #Wien

  15. .../2 Dazu in „Munich '72. The Visual Output of Otl Aicher's Dept. XI“ geschmökert. @rstockm hat es natürlich damals(TM) schon gewusst und mit-gefunded: kickstarter.com/projects/munic

    Das Buch wirft einen ziemlich umfangreichen Blick auf das Gesamtschaffen zu den Olympischen Spielen 1972. U.a. wird auch der ganze Themenbereich #Signaletik / Gestaltung im Öffentlichen Raum schön dokumentiert.

    #Design #Aicher #Signaletik #ÖffentlicherRaum #Lesetipp

  16. Auf der Suche nach gutem #Design bin ich gerade (wieder) bei Otl #Aicher gelandet.

    Zum Hören habe ich zwei Radiobeiträge gefunden:
    🎧 „Gestaltung mit Haltung“: br.de/mediathek/podcast/radiow
    🎧 „Politik und Piktogramme“: br.de/mediathek/podcast/radiow

    Beide sind aus der Serie „radioWissen“ vom BR – die Folgen sind nicht ganz identisch, aber eine reicht vermutlich. /1

    #Design #Aicher #Signaletik #ÖffentlicherRaum #Hörtipp