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1000 results for “Zwieblein”

  1. Okay, sieht aus wie Kotze, hat ihre Konsistenz, aber ist echt lecker - wenn man's mag.
    #Punkfood: #Leber-#Spinat-Sahne-#Sauce
    - ~6 Zwiebeln grob zerhacken und in einem Topf anschwitzen
    - Knoblauch dazu (nicht zu wenig)
    - 1 Pack TK-Hühnerleber (500g?) auftauen, kleinschneiden und dazu schmeißen, durchgaren
    - 1 Pack TK-Spinat (oder auch 2) auftauen und drauf; rühren, köcheln lassen.
    - Würzen mit was-auch-immer (S&P, Maggi, Sriracha, whatever...)
    - Sahne drauf und unter Rühren reduzieren.
    - Feddich

  2. Okay, sieht aus wie Kotze, hat ihre Konsistenz, aber ist echt lecker - wenn man's mag.
    #Punkfood: #Leber-#Spinat-Sahne-#Sauce
    - ~6 Zwiebeln grob zerhacken und in einem Topf anschwitzen
    - Knoblauch dazu (nicht zu wenig)
    - 1 Pack TK-Hühnerleber (500g?) auftauen, kleinschneiden und dazu schmeißen, durchgaren
    - 1 Pack TK-Spinat (oder auch 2) auftauen und drauf; rühren, köcheln lassen.
    - Würzen mit was-auch-immer (S&P, Maggi, Sriracha, whatever...)
    - Sahne drauf und unter Rühren reduzieren.
    - Feddich

  3. RE: mastodon.online/@oekologisch_u

    Ich habe übrigens auf Eure Anregung hin begonnen, die nonveg-Rezepte auf Vegetarisierungsmöglichkeit zu prüfen.

    Bei „Gebratene #Leber mit #Zwiebeln“ habe ich da keine Hoffnung, aber einige andere #Rezepte lassen sich umstellen.

    Das dauert jetzt nur ne Weile mit dem Nachkochen und Überprüfen.

    Hier ist übrigens das Ticket, wer neugierig ist:

    github.com/Klimacrew/Ticketlis

  4. RE: mastodon.online/@oekologisch_u

    Ich habe übrigens auf Eure Anregung hin begonnen, die nonveg-Rezepte auf Vegetarisierungsmöglichkeit zu prüfen.

    Bei „Gebratene #Leber mit #Zwiebeln“ habe ich da keine Hoffnung, aber einige andere #Rezepte lassen sich umstellen.

    Das dauert jetzt nur ne Weile mit dem Nachkochen und Überprüfen.

    Hier ist übrigens das Ticket, wer neugierig ist:

    github.com/Klimacrew/Ticketlis

  5. RE: mastodon.online/@oekologisch_u

    Ich habe übrigens auf Eure Anregung hin begonnen, die nonveg-Rezepte auf Vegetarisierungsmöglichkeit zu prüfen.

    Bei „Gebratene #Leber mit #Zwiebeln“ habe ich da keine Hoffnung, aber einige andere #Rezepte lassen sich umstellen.

    Das dauert jetzt nur ne Weile mit dem Nachkochen und Überprüfen.

    Hier ist übrigens das Ticket, wer neugierig ist:

    github.com/Klimacrew/Ticketlis

  6. RE: mastodon.online/@oekologisch_u

    Ich habe übrigens auf Eure Anregung hin begonnen, die nonveg-Rezepte auf Vegetarisierungsmöglichkeit zu prüfen.

    Bei „Gebratene #Leber mit #Zwiebeln“ habe ich da keine Hoffnung, aber einige andere #Rezepte lassen sich umstellen.

    Das dauert jetzt nur ne Weile mit dem Nachkochen und Überprüfen.

    Hier ist übrigens das Ticket, wer neugierig ist:

    github.com/Klimacrew/Ticketlis

  7. RE: mastodon.online/@oekologisch_u

    Ich habe übrigens auf Eure Anregung hin begonnen, die nonveg-Rezepte auf Vegetarisierungsmöglichkeit zu prüfen.

    Bei „Gebratene #Leber mit #Zwiebeln“ habe ich da keine Hoffnung, aber einige andere #Rezepte lassen sich umstellen.

    Das dauert jetzt nur ne Weile mit dem Nachkochen und Überprüfen.

    Hier ist übrigens das Ticket, wer neugierig ist:

    github.com/Klimacrew/Ticketlis

  8. Hühnerleber mit Kartoffelstampf und geschmorten Quitten (4 Portionen)

    Vorbild für dieses Gericht ist die klassische Leber Berliner Art also mit Zwiebeln und Apfel. Du ahnst es schon, die Quitten haben mich wieder angelacht und ich habe mir diese in einem feinen Sud, den ich mir irgendwo abgeschaut habe, geschmort. Die Vorlage dieses Suds stammt aus diesem Rezept von Essen und Trinken. Natürlich war da wieder Alkohol mit drin, den ich mal ganz frei gestrichen habe. Von der Hühnerleber haben dann auch die Kater was abbekommen. Wie üblich sollte man Leber […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/hueh

  9. Hühnerleber mit Kartoffelstampf und geschmorten Quitten (4 Portionen)

    Vorbild für dieses Gericht ist die klassische Leber Berliner Art also mit Zwiebeln und Apfel. Du ahnst es schon, die Quitten haben mich wieder angelacht und ich habe mir diese in einem feinen Sud, den ich mir irgendwo abgeschaut habe, geschmort. Die Vorlage dieses Suds stammt aus diesem Rezept von Essen und Trinken. Natürlich war da wieder Alkohol mit drin, den ich mal ganz frei gestrichen habe. Von der Hühnerleber haben dann auch die Kater was abbekommen. Wie üblich sollte man Leber […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/hueh

  10. Hühnerleber mit Kartoffelstampf und geschmorten Quitten (4 Portionen)

    Vorbild für dieses Gericht ist die klassische Leber Berliner Art also mit Zwiebeln und Apfel. Du ahnst es schon, die Quitten haben mich wieder angelacht und ich habe mir diese in einem feinen Sud, den ich mir irgendwo abgeschaut habe, geschmort. Die Vorlage dieses Suds stammt aus diesem Rezept von Essen und Trinken. Natürlich war da wieder Alkohol mit drin, den ich mal ganz frei gestrichen habe. Von der Hühnerleber haben dann auch die Kater was abbekommen. Wie üblich sollte man Leber […]

    bunte-kuechenabenteuer.de/hueh

  11. Das #Rezept des Tages:

    Wie wäre es mit gebratener #Leber und Zwiebeln? 🥩🧅 Welche Leber bevorzugt Ihr, #Kalbsleber oder #Hühnerleber? Oder mögt Ihr vielleicht gar keine Leber? Sie schmeckt in der Tat nicht jedem. Es genügen allerdings nur wenige Zutaten für ein #Hauptgericht. 🍽️🥔

    #Kochen #Rezeptideen #Hausmannskost #Kochtipps

    oekologisch-unterwegs.de/rezep

  12. #Essen in #Riga

    #Hering mit Zwiebeln und #Cottagscheese, ist wohl lokale Spezialität.

    Dazu ein #Bier mit angenehmer süßer Note.
  13. #Bratensoße (#vegan) variables Grundrezept:

    Gemüse: Zwiebeln, Rüben, Sellerie, Pilze oder was man sonst noch da hat, anbraten mit Mehl betäuben und ablöschen mit..

    Ein (nicht-)alkoholisches Getränk: Bier, Wein, Cider, Cherry, herbe Limo

    Dazu Wasser und 1h köcheln lassen

    Würzen und abschmecken mit irgendwas Süßem: Marmelade, PreiselbeerenGelee, Sirup. Bei Bedarf noch andicken

    Dankt mir später, falls es schmeckt.

    Ich mach dieses Jahr dazu diesen #Braten: biancazapatka.com/de/linsenbra

    #Weihnachten

  14. Deko macht aus einer 08/15 Frühlingsrolle ein ⭐️-Menü!

    Hack-Gemüse-Reis Mischung mit verschiedenen Zwiebeln, Mais, Karotte, Chinakohl + Gewürze.

    Ich kanns kaum erwarten reinzubeißen! 😋 #nomnomnom #food #springrolls

  15. Zwiebelkuchen ist auch schon fertig - schnelle Variante
    #vegetarisch #Zwiebelkuchen

    #Zwiebeln schneiden, anbraten. Mit #Paprika #Zimt #Kümmel #Petersilie SalzPfeffer mischen. Einen #Pizzaboden mit #CremeFraiche bestreichen, die Zwiebeln darauf verteilen, mit #Käse bestreuen + backen.

  16. Gerade gab es leckere, frische, selbstgemachte Bratwürste die ich gestern gemacht habe. Es gab eine Käsekrainer und eine Majoran Wurst mit Polenta und Zwiebeln 👌.

    Gibt nichts besseres als selbstgemachte Bratwürste und auch andere selbstgemachte Nahrungsmittel 😃.

    #essen #kochen #bratwurst #wurst #selbstgemacht

  17. 2025 – 233: Ein Rezept von Oma

    Ja, sie nannte es wirklich Bohnen-Matsch.

    Es hat mir geschmeckt, was sie da zusammenmatschte, meine erzgebirgische Groß­mutter. Und das Rührei briet sie immer mit ausgelassenem Speck und Zwiebeln […]

    #Erinnerungen #Essen #Geschmack #Kochen #Oma #Rezept

    deremil.blogda.ch/2025/08/21/2

  18. Leckere Häppchen für zwischendurch...

    Gefüllte Datteln mit Salbei
    #vegan #vegetarisch #saulecker #Simpel #SchnellGemacht

    Datteln an einer Seite aufschneiden + den Kern entnehmen.
    Gehackte Walnüsse + Zwiebeln anbraten, mit SalzPfeffer würzen.
    Die Datteln füllen, je ein großes Salbei-Blatt darum wickeln + mit einem Zahnstocher feststecken. In heißem Olivenöl kurz braten.

  19. Pasta mit Bergamotte-Sahne-Sauce
    #vegetarisch #simpel

    #Zwiebeln anbraten, mit #Sherry ablöschen, Sahne, dann geriebenen veganen Parmesan SalzPfeffer zugeben. Pasta (hier Linguine) al dente garen.
    Die #Bergamotte überbrühen, die Schale fein reiben, Filets schneiden. Die Filets kurz mit Wasser + Zucker kochen - garnieren.

  20. Geröstete Pastinaken + Birnen mit Wacholder-Sauce
    #vegan #vegetarisch #schnellGemacht

    Pastinaken + Birnen schneiden, die #Pastinaken in Olivenöl anrösten, dann etwas #Agavendicksaft dazu geben + karamellisieren lassen. #Birnen dazugeben, gemeinsam rösten, mit SalzPfeffer abschmecken.
    #Wacholderbeeren mit dem Mörser zerdrücken. #Zwiebeln in #Olivenöl mit #Wacholder + #Lorbeer braten, mit #Kokosmilch ablöschen, #Hefeflocken dazugeben, einkochen. Mit SalzPfeffer + ganz wenig #Misopaste würzen.

  21. 🐾 Lillys Tagesbericht – 29.08.2025 🐾

    Hallo ihr lieben Zweibeiner! 💕 Heute melde ich mich wieder höchstpersönlich von meinem Kratz- und Kletterturm 🐈‍⬛. Ein Bild davon gibt’s auch: Ich liege lässig oben auf meinem Katzenbaum und strecke meine süßen Vorderpfötzchen direkt in die Kamera 📸🐾. Muss ja schließlich dokumentiert werden, wie flauschig ich bin – sonst glaubt mir das am Ende noch keiner! 😹

    Der Tag fing kulinarisch an: Es gab frisch gekochtes Hühnchen 🐔. Leute, ich sag’s euch… das war ein Festmahl! Zart, saftig und genau so, wie ich es mag. Ich habe geschlemmt wie eine kleine Königin 👑. Danach musste ich natürlich ein Verdauungsschläfchen einlegen – auf meinem Baum versteht sich.

    Aber dann… kam die Action! ⚡️ Ich habe ein neues „Spielzeug“ entdeckt: Kabel! 🎧 Ja, so ein Kopfhörerkabel ist spannend, schmeckt nach Abenteuer und macht so ein herrlich knisterndes Gefühl zwischen den Zähnchen. Leider fanden die Menschen meinen Enthusiasmus nicht ganz so klasse… Ergebnis: Kopfhörer kaputt 🙈. Ups.

    Die Reaktion? Großes Möbelrücken und „Umbauarbeiten“ 🛠️. Man nennt es wohl Wohnung katzensicher machen. Angeblich, damit ich mich nicht mehr an den falschen Dingen austobe. Aber mal ehrlich: Jetzt gibt es einfach nur noch mehr interessante Ecken und Winkel für mich, wo ich durchhuschen, lauern und meine akrobatischen Künste zeigen kann 🌀🐆. Ich sehe das also eher als Upgrade!

    Und langweilig wird es mir hier sowieso nicht: Ich habe Spielsachen, Tobeecken, Kisten zum Erkunden 📦, Bällchen zum Jagen ⚽️ und Menschen, die regelmäßig begeistert „Oh Lilly!“ rufen, wenn ich wieder Blödsinn fabriziere. 😻

    Fazit des Tages: Huhn gegessen, Kabel erlegt, Wohnung neu gestaltet. Mission erfolgreich! ✔️

    Bis morgen – eure flauschige Architektin des Chaos 🐾😸

    #Katze #Lilly #katzelilly #Kätzchen #LillyAbenteuer #Katzenlogbuch #ChaosMitPfoten

  22. #vegan #vegantest Test: #unfished #PlanTuna in Olivenöl (Soja- und Weizenbasis, gibt es z.B. bei Rewe) – Riecht nach Katzenfutter und sieht so aus. Die Textur ist recht nah an #Tunfisch, aber zu feinkrümelig. Es gibt einen leichten Algen/Fisch-Geschmack, aber der Sojageschmack kommt durch. Irgendwann wird einem ein wenig schlecht. Das war pur getestet. Auf Brot mit Pfeffer und Zwiebeln oder auf Pizza dürfte es funktionieren. 2,5-3 von 5 Sternchen. #RiCEUP #Tunefish war besser.

    #Thunfisch

  23. Vermutlich zum letzten Mal in dieser Saison gibt es in der #Homeofficekantine #Grünkohl, mit Kartoffeln, roten Zwiebeln, Räuchertofu, Knoblauch, Kreuzkümmel, geräucherter Paprika und geräuchertem Chili. #vegan

  24. Das #Rezept des Tages:

    🥬 Wie man Grünkohl richtig lecker zubereitet – ein einfaches #Grundrezept. ✨

    Braucht Ihr eine unkomplizierte Methode, um #Grünkohl vorzubereiten? Dieses Rezept zeigt Euch, wie man Grünkohl mit #Zwiebeln, #Schmalz und einer Prise #Haferflocken zu einem leckeren Gericht verwandelt. Schmeckt mir besser als die Pampe aus der Konserve.

    oekologisch-unterwegs.de/rezep

    #OvoLacto #Rezept #HerzhafteKüche #EinfachKochen #Grünkohlrezept #Wintergemüse

  25. Als Landarbeiterin in Deutschland undercover: "Meine Hände sind taub. Niemand weiß, wann die Schicht endet."

    Der Bio-Hofladen ist ein Paradies für wohlhabende Deutsche. Hinter den Kulissen pflücken und schneiden wir Gemüse, bis wir kurz vor dem Zusammenbruch stehen.

    1/2

    Autorin: Saša Uhlová
    Zuletzt geändert am Mi., 18. Sep. 2024, 08:29 Uhr CEST

    Ich liege in einem sauberen Bett. Im Zimmer gibt es zwei Etagenbetten, also sechs Betten. Ich versuche zu schlafen, aber es ist ziemlich warm, und durch die Wand neben meinem Kopf dröhnt ein riesiger Fernseher auf Polnisch, den niemand anschaut, der aber wahrscheinlich nie ausgeschaltet wird. Jetzt bin ich endlich hier, und ein großer Teil des Stresses ist verflogen.

    Zuvor hatte ich nach einer langen Zugfahrt und einer Mitfahrgelegenheit vom Bahnhof aus endlich den #Bauernhof erreicht. Ich wurde von der Chefin Edyta begrüßt, deren Ehemann Marcus der Besitzer des Hofes ist. Edyta nahm meinen schweren Koffer – voller Lebensmittel – und trug ihn nach oben in den Wohnbereich unter dem Dach einer großen Scheune.

    Die Entscheidung, dass ein Bauernhof eines meiner Ziele sein würde, fiel mir nicht schwer. Die #Lebensmittelindustrie in #Europa würde ohne Wanderarbeit wahrscheinlich zusammenbrechen. Ich hatte auf einer polnischen Website nach Jobs gesucht, weil viele #Polen zum #Arbeiten nach #Deutschland gehen.

    Ich habe auf eine Anzeige geantwortet und bei den anschließenden Telefonaten erfuhr ich, dass ich sieben Tage die Woche arbeiten würde, dass sie mir Arbeit für mindestens 10 Stunden pro Tag garantieren würden und dass ich 6,20 € (5,27 £) pro Stunde verdienen würde. Ich müsste der #Agentur eine Gebühr von 200 € und eine einmalige Summe von 105 € für mein Bett zahlen. Ich würde mein #Essen selbst kaufen und kochen. Außerdem wurde mir gesagt, ich solle Stiefel und Gummihandschuhe mitbringen.

    Der erste Tag

    Am Morgen nach meiner Ankunft bringt mich meine Mitbewohnerin Danka, die über 60 ist, zu einer großen Packhalle, in der bereits etwa 30 Frauen arbeiten. Sie stehen an Förderbändern und sortieren #Salatgemüse, das in Maschinen zum Verpacken gegeben wird.

    Ich bekomme die Aufgabe, geschälte gelbe Zwiebeln in Plastiktüten zu halbieren. Dann muss ich rote Zwiebeln schälen und in 3 cm x 3 cm große Stücke schneiden. Ich arbeite mit verschiedenen Frauen, eine nach der anderen, und sie sind alle nett. Eine sagt mir sogar, ich solle die Zwiebeln einfach schälen und sie würde das Schneiden übernehmen. Da ich so lange an derselben Stelle stehe, ziehen sich die Stunden bis zur Mittagspause hin. Selbst der Gang zur Toilette ist peinlich, weil uns klar gemacht wird, dass wir nicht zu oft auf die Toilette gehen sollten.

    Zurück im Hostel drängen sich alle um die beiden Öfen, um ihr Mittagessen zuzubereiten. Ich unterhalte mich mit Sabina und Ewelina, einer polnischen Mutter und Tochter. Sabina hat drei weitere Kinder in Polen. Eines ist alleinerziehend und ein anderes, Nela, ist 12 Jahre alt. Auf meine Frage, wie Nela damit zurechtkommt, dass ihre Mutter so weit weg ist, antwortet Sabina, dass sie sich daran gewöhnt hat und nun Sabinas Schwester, bei der sie lebt, als ihre Mutter betrachtet. Sabinas Ehemann hat sie und die Kinder vor Jahren verlassen, sodass sie ein Einkommen braucht. Sie schickt ihrer Schwester Geld, ebenso ihrer Tochter und ihrem Enkelkind.

    Wir schneiden und schälen #Zwiebeln, #Paprika, #Tomaten, #Wurzelgemüse, #Kürbisse, #Weißkohl und #Gurken. Meine Handgelenke fangen an zu schmerzen und die Kohlberge scheinen nie zu enden.

    An diesem ersten Tag endet die #Schicht um 18 Uhr. Sabina bietet mir an, mit mir in ein Geschäft zu gehen, um ein paar Dinge zu besorgen, die ich brauche. Sie wäscht sich die Haare und zieht High Heels an, obwohl wir 3 km auf der Straße laufen müssen, um dorthin zu gelangen. Ich verstehe, dass sie manchmal gut aussehen und sich wie ein Mensch fühlen möchte.

    Unterwegs erklärt sie mir, wie die Verträge organisiert sind. Es ist ganz einfach: Man arbeitet eine bestimmte Anzahl von Stunden, aber es wird eine geringere Anzahl aufgezeichnet. Dadurch erfüllt man die gesetzlichen Anforderungen an die Anzahl der Stunden und den Mindeststundenlohn.

    Der #Vertrag, den ich am dritten Tag unterschreibe, entspricht wahrscheinlich dem deutschen #Arbeitsgesetzbuch. Aber ich erhalte zwei Arbeitsberichtsbögen. Auf dem einen trage ich die tatsächlich geleisteten Stunden ein, auf dem anderen, dem offiziellen Blatt, unterschreibe ich die eingetragenen: maximal 10 Stunden Arbeit pro Tag, sechs Tage die Woche. Ich hatte schon von der doppelten Berichterstattung gehört, aber hier wird sie mir als Selbstverständlichkeit präsentiert. Niemand erklärt, was vor sich geht. Laut offiziellem Protokoll arbeite ich heute vielleicht bis 16 Uhr, und am Sonntag gab es überhaupt keine Arbeit.

    Keine festen #Arbeitszeiten

    Eines der schlimmsten Dinge an diesem Job ist, dass einem niemand sagen kann, wann die Schicht endet. "Bitte verstehen Sie", antwortete eine der Frauen, als ich fragte, ob wir am Sonntagnachmittag frei hätten, "dass es keine Arbeitszeiten gibt, es gibt keinen Montag bis Freitag. Hier sagt man dir einfach, dass du zur Arbeit gehen sollst, und du weißt nie, wann sie endet."

    Mein schmerzender Daumen tut höllisch weh, meine Hände sind völlig taub, mein Handgelenk schmerzt und ich muss nach Hause schreiben, um #Ibuprofen zu bekommen. Die Schmerzen kommen vom so schnellen wie möglichen Schneiden von großem, hartem Gemüse, vom Tragen schwerer Kisten voller #Gemüse und von ständig nassen Händen.

    Die Arbeit ist nicht nur körperlich anstrengend, man steht auch 14 Stunden am Tag auf den Beinen. Dann gibt es mindestens ein oder zwei Stunden Putzen und Kochen und dann noch mehr Aufräumen vor dem Schlafengehen. Wir teilen uns ein Badezimmer, sodass es morgens und abends voll ist. Meine Arbeitskleidung stinkt schon, wahrscheinlich von den Zwiebeln, aber es gibt nur eine Waschmaschine, sodass ich bis zum Abend warten muss, wenn die Maschine frei ist. Aber ich würde lieber schlafen.
    Es ist seltsam, wie normal diese seltsame Existenz nach einer Weile erscheint. Vielleicht liegt das daran, dass alle am Abend völlig erschöpft sind. Es gibt ein paar junge Leute und ein paar Frauen in ihren Vierzigern, so wie ich, aber die meisten sind in ihren Fünfzigern. Einige sehen älter aus, aber vielleicht sind sie einfach nur kaputt – das ist schwer zu sagen.

    Inspektoren treffen ein

    Es ist Sonntagmorgen und Danka kommt angerannt, um zu sagen, dass die #Arbeitsinspektion zu Besuch kommen wird. Sie erklärt die Routine: Wenn die Inspektoren uns fragen, wie viele Stunden wir pro Tag arbeiten, sollten wir neun oder zehn sagen, und vor allem, dass wir zwei Pausen machen. Danka hat eine neue Tischdecke für unsere Küche gekauft, damit es für die Inspektion schön aussieht. Wir müssen ihr dafür 3 € pro Stück zahlen.

    Danka verlor ihren Job in einer Fabrik in Polen, als sie über 50 war. Eines Tages rief ihr Chef sie zu sich und sagte ihr, dass sie zu alt für den Job sei, also ging sie nach Deutschland, um dort zu arbeiten. Sie zeigt mir Fotos von ihren Kindern, ihrem Ehemann und ihren Enkelkindern in Polen. Viele schöne Fotos, die sie ihr schicken, auf denen sie nicht zu sehen ist. Sie plant, im #Ruhestand zu ihrer Familie zurückzukehren.

    In der Halle für die #Lebensmittelzubereitung spricht uns der Besitzer des Hofes am Montagmorgen auf Deutsch an. Wir dürfen die Halle nicht verlassen und sollen so arbeiten, als gäbe es keinen Stress. Also arbeiten wir langsam, was sich seltsam anfühlt. Gegen 10 Uhr kommen die Inspektoren, zwei Männer, vorbei. Ich schaue sie an, aber sie sehen uns nicht; sie gehen an uns vorbei, als wären wir nicht da. Um 11:50 Uhr sind wir fertig: Wir haben sechs Stunden ohne #Essen, #Wasser oder Zigaretten gearbeitet. Die meisten von uns sind die ganze Zeit nicht auf die Toilette gegangen, weil wir das auch nicht durften.

    Fast alle hier trinken. Aus Einsamkeit und auch, weil es nichts anderes zu tun gibt. Ich habe lange argumentiert, dass sich die A#rbeitsbedingungen nie wirklich verbessern werden, solange es genug Menschen auf der Welt gibt, die in ein anderes Land gehen und bis zum Umfallen arbeiten.

    Aber die Realität, von Menschen umgeben zu sein, die freiwillig 14 Stunden am Tag arbeiten und für diese Stunden dankbar sind, ist eine andere Sache. "Zumindest verdienen wir mehr", sagen sie. Und dann sehe ich abends diese zerrissenen Gesichter, die leeren Blicke und eine Müdigkeit, die sie zu überwältigen scheint.

    Diese Woche beenden wir keinen Tag vor 20 Uhr. Es herrscht Freude, wenn es endlich vorbei ist, aber gleichzeitig auch Zufriedenheit, dass so viele Stunden investiert wurden. Hier hoffen meine Kollegen, ihre Träume vom Kauf einer #Wohnung, der #Altersvorsorge und der Unterstützung ihrer K#inder zu verwirklichen. Aber manche Leute bleiben für immer, weil die #Arbeit ihr Leben zu Hause zerstört. Die Tage, an denen sie nicht arbeiten, vertrinken sie.

    (...)

    Teil 2/2:

    mastodon.trueten.de/@thomas/11

    #Lohnarbeit #Landarbeit #Landarbeiter #BioHof #Hofladen #CapitalismIsADeathCult

  26. Als Landarbeiterin in Deutschland undercover: "Meine Hände sind taub. Niemand weiß, wann die Schicht endet."

    Der Bio-Hofladen ist ein Paradies für wohlhabende Deutsche. Hinter den Kulissen pflücken und schneiden wir Gemüse, bis wir kurz vor dem Zusammenbruch stehen.

    1/2

    Autorin: Saša Uhlová
    Zuletzt geändert am Mi., 18. Sep. 2024, 08:29 Uhr CEST

    Ich liege in einem sauberen Bett. Im Zimmer gibt es zwei Etagenbetten, also sechs Betten. Ich versuche zu schlafen, aber es ist ziemlich warm, und durch die Wand neben meinem Kopf dröhnt ein riesiger Fernseher auf Polnisch, den niemand anschaut, der aber wahrscheinlich nie ausgeschaltet wird. Jetzt bin ich endlich hier, und ein großer Teil des Stresses ist verflogen.

    Zuvor hatte ich nach einer langen Zugfahrt und einer Mitfahrgelegenheit vom Bahnhof aus endlich den #Bauernhof erreicht. Ich wurde von der Chefin Edyta begrüßt, deren Ehemann Marcus der Besitzer des Hofes ist. Edyta nahm meinen schweren Koffer – voller Lebensmittel – und trug ihn nach oben in den Wohnbereich unter dem Dach einer großen Scheune.

    Die Entscheidung, dass ein Bauernhof eines meiner Ziele sein würde, fiel mir nicht schwer. Die #Lebensmittelindustrie in #Europa würde ohne Wanderarbeit wahrscheinlich zusammenbrechen. Ich hatte auf einer polnischen Website nach Jobs gesucht, weil viele #Polen zum #Arbeiten nach #Deutschland gehen.

    Ich habe auf eine Anzeige geantwortet und bei den anschließenden Telefonaten erfuhr ich, dass ich sieben Tage die Woche arbeiten würde, dass sie mir Arbeit für mindestens 10 Stunden pro Tag garantieren würden und dass ich 6,20 € (5,27 £) pro Stunde verdienen würde. Ich müsste der #Agentur eine Gebühr von 200 € und eine einmalige Summe von 105 € für mein Bett zahlen. Ich würde mein #Essen selbst kaufen und kochen. Außerdem wurde mir gesagt, ich solle Stiefel und Gummihandschuhe mitbringen.

    Der erste Tag

    Am Morgen nach meiner Ankunft bringt mich meine Mitbewohnerin Danka, die über 60 ist, zu einer großen Packhalle, in der bereits etwa 30 Frauen arbeiten. Sie stehen an Förderbändern und sortieren #Salatgemüse, das in Maschinen zum Verpacken gegeben wird.

    Ich bekomme die Aufgabe, geschälte gelbe Zwiebeln in Plastiktüten zu halbieren. Dann muss ich rote Zwiebeln schälen und in 3 cm x 3 cm große Stücke schneiden. Ich arbeite mit verschiedenen Frauen, eine nach der anderen, und sie sind alle nett. Eine sagt mir sogar, ich solle die Zwiebeln einfach schälen und sie würde das Schneiden übernehmen. Da ich so lange an derselben Stelle stehe, ziehen sich die Stunden bis zur Mittagspause hin. Selbst der Gang zur Toilette ist peinlich, weil uns klar gemacht wird, dass wir nicht zu oft auf die Toilette gehen sollten.

    Zurück im Hostel drängen sich alle um die beiden Öfen, um ihr Mittagessen zuzubereiten. Ich unterhalte mich mit Sabina und Ewelina, einer polnischen Mutter und Tochter. Sabina hat drei weitere Kinder in Polen. Eines ist alleinerziehend und ein anderes, Nela, ist 12 Jahre alt. Auf meine Frage, wie Nela damit zurechtkommt, dass ihre Mutter so weit weg ist, antwortet Sabina, dass sie sich daran gewöhnt hat und nun Sabinas Schwester, bei der sie lebt, als ihre Mutter betrachtet. Sabinas Ehemann hat sie und die Kinder vor Jahren verlassen, sodass sie ein Einkommen braucht. Sie schickt ihrer Schwester Geld, ebenso ihrer Tochter und ihrem Enkelkind.

    Wir schneiden und schälen #Zwiebeln, #Paprika, #Tomaten, #Wurzelgemüse, #Kürbisse, #Weißkohl und #Gurken. Meine Handgelenke fangen an zu schmerzen und die Kohlberge scheinen nie zu enden.

    An diesem ersten Tag endet die #Schicht um 18 Uhr. Sabina bietet mir an, mit mir in ein Geschäft zu gehen, um ein paar Dinge zu besorgen, die ich brauche. Sie wäscht sich die Haare und zieht High Heels an, obwohl wir 3 km auf der Straße laufen müssen, um dorthin zu gelangen. Ich verstehe, dass sie manchmal gut aussehen und sich wie ein Mensch fühlen möchte.

    Unterwegs erklärt sie mir, wie die Verträge organisiert sind. Es ist ganz einfach: Man arbeitet eine bestimmte Anzahl von Stunden, aber es wird eine geringere Anzahl aufgezeichnet. Dadurch erfüllt man die gesetzlichen Anforderungen an die Anzahl der Stunden und den Mindeststundenlohn.

    Der #Vertrag, den ich am dritten Tag unterschreibe, entspricht wahrscheinlich dem deutschen #Arbeitsgesetzbuch. Aber ich erhalte zwei Arbeitsberichtsbögen. Auf dem einen trage ich die tatsächlich geleisteten Stunden ein, auf dem anderen, dem offiziellen Blatt, unterschreibe ich die eingetragenen: maximal 10 Stunden Arbeit pro Tag, sechs Tage die Woche. Ich hatte schon von der doppelten Berichterstattung gehört, aber hier wird sie mir als Selbstverständlichkeit präsentiert. Niemand erklärt, was vor sich geht. Laut offiziellem Protokoll arbeite ich heute vielleicht bis 16 Uhr, und am Sonntag gab es überhaupt keine Arbeit.

    Keine festen #Arbeitszeiten

    Eines der schlimmsten Dinge an diesem Job ist, dass einem niemand sagen kann, wann die Schicht endet. "Bitte verstehen Sie", antwortete eine der Frauen, als ich fragte, ob wir am Sonntagnachmittag frei hätten, "dass es keine Arbeitszeiten gibt, es gibt keinen Montag bis Freitag. Hier sagt man dir einfach, dass du zur Arbeit gehen sollst, und du weißt nie, wann sie endet."

    Mein schmerzender Daumen tut höllisch weh, meine Hände sind völlig taub, mein Handgelenk schmerzt und ich muss nach Hause schreiben, um #Ibuprofen zu bekommen. Die Schmerzen kommen vom so schnellen wie möglichen Schneiden von großem, hartem Gemüse, vom Tragen schwerer Kisten voller #Gemüse und von ständig nassen Händen.

    Die Arbeit ist nicht nur körperlich anstrengend, man steht auch 14 Stunden am Tag auf den Beinen. Dann gibt es mindestens ein oder zwei Stunden Putzen und Kochen und dann noch mehr Aufräumen vor dem Schlafengehen. Wir teilen uns ein Badezimmer, sodass es morgens und abends voll ist. Meine Arbeitskleidung stinkt schon, wahrscheinlich von den Zwiebeln, aber es gibt nur eine Waschmaschine, sodass ich bis zum Abend warten muss, wenn die Maschine frei ist. Aber ich würde lieber schlafen.
    Es ist seltsam, wie normal diese seltsame Existenz nach einer Weile erscheint. Vielleicht liegt das daran, dass alle am Abend völlig erschöpft sind. Es gibt ein paar junge Leute und ein paar Frauen in ihren Vierzigern, so wie ich, aber die meisten sind in ihren Fünfzigern. Einige sehen älter aus, aber vielleicht sind sie einfach nur kaputt – das ist schwer zu sagen.

    Inspektoren treffen ein

    Es ist Sonntagmorgen und Danka kommt angerannt, um zu sagen, dass die #Arbeitsinspektion zu Besuch kommen wird. Sie erklärt die Routine: Wenn die Inspektoren uns fragen, wie viele Stunden wir pro Tag arbeiten, sollten wir neun oder zehn sagen, und vor allem, dass wir zwei Pausen machen. Danka hat eine neue Tischdecke für unsere Küche gekauft, damit es für die Inspektion schön aussieht. Wir müssen ihr dafür 3 € pro Stück zahlen.

    Danka verlor ihren Job in einer Fabrik in Polen, als sie über 50 war. Eines Tages rief ihr Chef sie zu sich und sagte ihr, dass sie zu alt für den Job sei, also ging sie nach Deutschland, um dort zu arbeiten. Sie zeigt mir Fotos von ihren Kindern, ihrem Ehemann und ihren Enkelkindern in Polen. Viele schöne Fotos, die sie ihr schicken, auf denen sie nicht zu sehen ist. Sie plant, im #Ruhestand zu ihrer Familie zurückzukehren.

    In der Halle für die #Lebensmittelzubereitung spricht uns der Besitzer des Hofes am Montagmorgen auf Deutsch an. Wir dürfen die Halle nicht verlassen und sollen so arbeiten, als gäbe es keinen Stress. Also arbeiten wir langsam, was sich seltsam anfühlt. Gegen 10 Uhr kommen die Inspektoren, zwei Männer, vorbei. Ich schaue sie an, aber sie sehen uns nicht; sie gehen an uns vorbei, als wären wir nicht da. Um 11:50 Uhr sind wir fertig: Wir haben sechs Stunden ohne #Essen, #Wasser oder Zigaretten gearbeitet. Die meisten von uns sind die ganze Zeit nicht auf die Toilette gegangen, weil wir das auch nicht durften.

    Fast alle hier trinken. Aus Einsamkeit und auch, weil es nichts anderes zu tun gibt. Ich habe lange argumentiert, dass sich die A#rbeitsbedingungen nie wirklich verbessern werden, solange es genug Menschen auf der Welt gibt, die in ein anderes Land gehen und bis zum Umfallen arbeiten.

    Aber die Realität, von Menschen umgeben zu sein, die freiwillig 14 Stunden am Tag arbeiten und für diese Stunden dankbar sind, ist eine andere Sache. "Zumindest verdienen wir mehr", sagen sie. Und dann sehe ich abends diese zerrissenen Gesichter, die leeren Blicke und eine Müdigkeit, die sie zu überwältigen scheint.

    Diese Woche beenden wir keinen Tag vor 20 Uhr. Es herrscht Freude, wenn es endlich vorbei ist, aber gleichzeitig auch Zufriedenheit, dass so viele Stunden investiert wurden. Hier hoffen meine Kollegen, ihre Träume vom Kauf einer #Wohnung, der #Altersvorsorge und der Unterstützung ihrer K#inder zu verwirklichen. Aber manche Leute bleiben für immer, weil die #Arbeit ihr Leben zu Hause zerstört. Die Tage, an denen sie nicht arbeiten, vertrinken sie.

    (...)

    Teil 2/2:

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    #Lohnarbeit #Landarbeit #Landarbeiter #BioHof #Hofladen #CapitalismIsADeathCult

  27. Als Landarbeiterin in Deutschland undercover: "Meine Hände sind taub. Niemand weiß, wann die Schicht endet."

    Der Bio-Hofladen ist ein Paradies für wohlhabende Deutsche. Hinter den Kulissen pflücken und schneiden wir Gemüse, bis wir kurz vor dem Zusammenbruch stehen.

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    Autorin: Saša Uhlová
    Zuletzt geändert am Mi., 18. Sep. 2024, 08:29 Uhr CEST

    Ich liege in einem sauberen Bett. Im Zimmer gibt es zwei Etagenbetten, also sechs Betten. Ich versuche zu schlafen, aber es ist ziemlich warm, und durch die Wand neben meinem Kopf dröhnt ein riesiger Fernseher auf Polnisch, den niemand anschaut, der aber wahrscheinlich nie ausgeschaltet wird. Jetzt bin ich endlich hier, und ein großer Teil des Stresses ist verflogen.

    Zuvor hatte ich nach einer langen Zugfahrt und einer Mitfahrgelegenheit vom Bahnhof aus endlich den #Bauernhof erreicht. Ich wurde von der Chefin Edyta begrüßt, deren Ehemann Marcus der Besitzer des Hofes ist. Edyta nahm meinen schweren Koffer – voller Lebensmittel – und trug ihn nach oben in den Wohnbereich unter dem Dach einer großen Scheune.

    Die Entscheidung, dass ein Bauernhof eines meiner Ziele sein würde, fiel mir nicht schwer. Die #Lebensmittelindustrie in #Europa würde ohne Wanderarbeit wahrscheinlich zusammenbrechen. Ich hatte auf einer polnischen Website nach Jobs gesucht, weil viele #Polen zum #Arbeiten nach #Deutschland gehen.

    Ich habe auf eine Anzeige geantwortet und bei den anschließenden Telefonaten erfuhr ich, dass ich sieben Tage die Woche arbeiten würde, dass sie mir Arbeit für mindestens 10 Stunden pro Tag garantieren würden und dass ich 6,20 € (5,27 £) pro Stunde verdienen würde. Ich müsste der #Agentur eine Gebühr von 200 € und eine einmalige Summe von 105 € für mein Bett zahlen. Ich würde mein #Essen selbst kaufen und kochen. Außerdem wurde mir gesagt, ich solle Stiefel und Gummihandschuhe mitbringen.

    Der erste Tag

    Am Morgen nach meiner Ankunft bringt mich meine Mitbewohnerin Danka, die über 60 ist, zu einer großen Packhalle, in der bereits etwa 30 Frauen arbeiten. Sie stehen an Förderbändern und sortieren #Salatgemüse, das in Maschinen zum Verpacken gegeben wird.

    Ich bekomme die Aufgabe, geschälte gelbe Zwiebeln in Plastiktüten zu halbieren. Dann muss ich rote Zwiebeln schälen und in 3 cm x 3 cm große Stücke schneiden. Ich arbeite mit verschiedenen Frauen, eine nach der anderen, und sie sind alle nett. Eine sagt mir sogar, ich solle die Zwiebeln einfach schälen und sie würde das Schneiden übernehmen. Da ich so lange an derselben Stelle stehe, ziehen sich die Stunden bis zur Mittagspause hin. Selbst der Gang zur Toilette ist peinlich, weil uns klar gemacht wird, dass wir nicht zu oft auf die Toilette gehen sollten.

    Zurück im Hostel drängen sich alle um die beiden Öfen, um ihr Mittagessen zuzubereiten. Ich unterhalte mich mit Sabina und Ewelina, einer polnischen Mutter und Tochter. Sabina hat drei weitere Kinder in Polen. Eines ist alleinerziehend und ein anderes, Nela, ist 12 Jahre alt. Auf meine Frage, wie Nela damit zurechtkommt, dass ihre Mutter so weit weg ist, antwortet Sabina, dass sie sich daran gewöhnt hat und nun Sabinas Schwester, bei der sie lebt, als ihre Mutter betrachtet. Sabinas Ehemann hat sie und die Kinder vor Jahren verlassen, sodass sie ein Einkommen braucht. Sie schickt ihrer Schwester Geld, ebenso ihrer Tochter und ihrem Enkelkind.

    Wir schneiden und schälen #Zwiebeln, #Paprika, #Tomaten, #Wurzelgemüse, #Kürbisse, #Weißkohl und #Gurken. Meine Handgelenke fangen an zu schmerzen und die Kohlberge scheinen nie zu enden.

    An diesem ersten Tag endet die #Schicht um 18 Uhr. Sabina bietet mir an, mit mir in ein Geschäft zu gehen, um ein paar Dinge zu besorgen, die ich brauche. Sie wäscht sich die Haare und zieht High Heels an, obwohl wir 3 km auf der Straße laufen müssen, um dorthin zu gelangen. Ich verstehe, dass sie manchmal gut aussehen und sich wie ein Mensch fühlen möchte.

    Unterwegs erklärt sie mir, wie die Verträge organisiert sind. Es ist ganz einfach: Man arbeitet eine bestimmte Anzahl von Stunden, aber es wird eine geringere Anzahl aufgezeichnet. Dadurch erfüllt man die gesetzlichen Anforderungen an die Anzahl der Stunden und den Mindeststundenlohn.

    Der #Vertrag, den ich am dritten Tag unterschreibe, entspricht wahrscheinlich dem deutschen #Arbeitsgesetzbuch. Aber ich erhalte zwei Arbeitsberichtsbögen. Auf dem einen trage ich die tatsächlich geleisteten Stunden ein, auf dem anderen, dem offiziellen Blatt, unterschreibe ich die eingetragenen: maximal 10 Stunden Arbeit pro Tag, sechs Tage die Woche. Ich hatte schon von der doppelten Berichterstattung gehört, aber hier wird sie mir als Selbstverständlichkeit präsentiert. Niemand erklärt, was vor sich geht. Laut offiziellem Protokoll arbeite ich heute vielleicht bis 16 Uhr, und am Sonntag gab es überhaupt keine Arbeit.

    Keine festen #Arbeitszeiten

    Eines der schlimmsten Dinge an diesem Job ist, dass einem niemand sagen kann, wann die Schicht endet. "Bitte verstehen Sie", antwortete eine der Frauen, als ich fragte, ob wir am Sonntagnachmittag frei hätten, "dass es keine Arbeitszeiten gibt, es gibt keinen Montag bis Freitag. Hier sagt man dir einfach, dass du zur Arbeit gehen sollst, und du weißt nie, wann sie endet."

    Mein schmerzender Daumen tut höllisch weh, meine Hände sind völlig taub, mein Handgelenk schmerzt und ich muss nach Hause schreiben, um #Ibuprofen zu bekommen. Die Schmerzen kommen vom so schnellen wie möglichen Schneiden von großem, hartem Gemüse, vom Tragen schwerer Kisten voller #Gemüse und von ständig nassen Händen.

    Die Arbeit ist nicht nur körperlich anstrengend, man steht auch 14 Stunden am Tag auf den Beinen. Dann gibt es mindestens ein oder zwei Stunden Putzen und Kochen und dann noch mehr Aufräumen vor dem Schlafengehen. Wir teilen uns ein Badezimmer, sodass es morgens und abends voll ist. Meine Arbeitskleidung stinkt schon, wahrscheinlich von den Zwiebeln, aber es gibt nur eine Waschmaschine, sodass ich bis zum Abend warten muss, wenn die Maschine frei ist. Aber ich würde lieber schlafen.
    Es ist seltsam, wie normal diese seltsame Existenz nach einer Weile erscheint. Vielleicht liegt das daran, dass alle am Abend völlig erschöpft sind. Es gibt ein paar junge Leute und ein paar Frauen in ihren Vierzigern, so wie ich, aber die meisten sind in ihren Fünfzigern. Einige sehen älter aus, aber vielleicht sind sie einfach nur kaputt – das ist schwer zu sagen.

    Inspektoren treffen ein

    Es ist Sonntagmorgen und Danka kommt angerannt, um zu sagen, dass die #Arbeitsinspektion zu Besuch kommen wird. Sie erklärt die Routine: Wenn die Inspektoren uns fragen, wie viele Stunden wir pro Tag arbeiten, sollten wir neun oder zehn sagen, und vor allem, dass wir zwei Pausen machen. Danka hat eine neue Tischdecke für unsere Küche gekauft, damit es für die Inspektion schön aussieht. Wir müssen ihr dafür 3 € pro Stück zahlen.

    Danka verlor ihren Job in einer Fabrik in Polen, als sie über 50 war. Eines Tages rief ihr Chef sie zu sich und sagte ihr, dass sie zu alt für den Job sei, also ging sie nach Deutschland, um dort zu arbeiten. Sie zeigt mir Fotos von ihren Kindern, ihrem Ehemann und ihren Enkelkindern in Polen. Viele schöne Fotos, die sie ihr schicken, auf denen sie nicht zu sehen ist. Sie plant, im #Ruhestand zu ihrer Familie zurückzukehren.

    In der Halle für die #Lebensmittelzubereitung spricht uns der Besitzer des Hofes am Montagmorgen auf Deutsch an. Wir dürfen die Halle nicht verlassen und sollen so arbeiten, als gäbe es keinen Stress. Also arbeiten wir langsam, was sich seltsam anfühlt. Gegen 10 Uhr kommen die Inspektoren, zwei Männer, vorbei. Ich schaue sie an, aber sie sehen uns nicht; sie gehen an uns vorbei, als wären wir nicht da. Um 11:50 Uhr sind wir fertig: Wir haben sechs Stunden ohne #Essen, #Wasser oder Zigaretten gearbeitet. Die meisten von uns sind die ganze Zeit nicht auf die Toilette gegangen, weil wir das auch nicht durften.

    Fast alle hier trinken. Aus Einsamkeit und auch, weil es nichts anderes zu tun gibt. Ich habe lange argumentiert, dass sich die A#rbeitsbedingungen nie wirklich verbessern werden, solange es genug Menschen auf der Welt gibt, die in ein anderes Land gehen und bis zum Umfallen arbeiten.

    Aber die Realität, von Menschen umgeben zu sein, die freiwillig 14 Stunden am Tag arbeiten und für diese Stunden dankbar sind, ist eine andere Sache. "Zumindest verdienen wir mehr", sagen sie. Und dann sehe ich abends diese zerrissenen Gesichter, die leeren Blicke und eine Müdigkeit, die sie zu überwältigen scheint.

    Diese Woche beenden wir keinen Tag vor 20 Uhr. Es herrscht Freude, wenn es endlich vorbei ist, aber gleichzeitig auch Zufriedenheit, dass so viele Stunden investiert wurden. Hier hoffen meine Kollegen, ihre Träume vom Kauf einer #Wohnung, der #Altersvorsorge und der Unterstützung ihrer K#inder zu verwirklichen. Aber manche Leute bleiben für immer, weil die #Arbeit ihr Leben zu Hause zerstört. Die Tage, an denen sie nicht arbeiten, vertrinken sie.

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