#benzinpreis — Public Fediverse posts
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Solange an langen Wochenenden immer noch #Stau ist, ist der #Benzinpreis zu tief. #Verkehrswende
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Aktuelles zur Lage der Nation
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Freie Fahrt für freie Bürger — Deutschland im Rückwärtsgang
Ich gestehe: Auch ich bin Jahre lang mit meinen Dienstwagen über die deutschen Autobahnen geheizt. Natürlich schneller als 130 Stundenkiloometer, Ein typischer Vertreter der Dienstwagenfraktion, die mit ihren Reiserennmaschinen Typ Audi, Mercedes oder BMW Autobahnen bevölkern. Pro Jahr bin ich zehntausende Kilometer geschrubbt, von Event zu Event, von Redaktion zu Redaktion, von Niederlassung zu Niederlassung. Gut, ich war niemand der zu dicht aufgefahren ist, rechts überholt oder mit Lichthupe die anderen Autofahrer drangsaliert hat. Immerhin das. Trotzdem.
Heute fahre ich entspannter — elektrisch — und ich vermisse die Raserei kein bisschen. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Thema inzwischen anders betrachte: nicht als Angriff auf meine persönliche Freiheit, sondern als eine der simpelsten und offensichtlichsten Vernunftfragen der deutschen Energiepolitik, gerade in einer Phase explodierender Benzinpreise. Doch nein, eine Geschwindigkeitsbegrenzung steht nicht zur Diskussion. Selbst jetzt nicht. Stattdessen subventioniert man den Benzinpreis.
Freie Fahrt — die heiligste Kuh der Republik
In keinem anderen Land der Welt ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen so politisch unantastbar wie in Deutschland. Dabei wolle: 55 Prozent der Deutschen ein Tempolimit, wie Horst Schulte zusammenfasst — sogar unter den ADAC-Mitgliedern ist die Stimmung entsprechend. Dennoch ist das Thema in Berlin nicht diskutierbar, weil es eine Autolobby und Politiker freie Fahrt zur Grundsatzfrage erklärt hat. Es sind vor allem Konservative , Neoliberale und die Rechten, die das Narrativ pflegen. Die notorisch engen Beziehungen Christian Lindners zu Porsche waren kein Zufall.
Vorschläge wie Tempo 30 in Städten, autofreie Zonen, höhere Parkgebühren für SUVs werden reflexartig als linksgrünversiffte „Ideologie” diskreditiert und unter „Verbotspolitik” abgeheftet, wie Edo Reents in der FAZ (€) treffend und mit wohltuender Schärfe seziert: die Möglichkeit, mit einem knapper oder teurer werdenden Gut einfach sparsamer umzugehen, wird politisch nicht einmal als Option erwogen.
Dabei wäre die Logik simpel: Die Benzinpreise explodieren — befeuert durch den Iran-Konflikt, abgesahnt von Ölkonzernen, deren Gewinne laut Analyse kein Zufall sind und die die Übergewinnsteuer längst verdient hätten. Die naheliegendste energiepolitische Antwort — zumindest ein temporäres Tempolimit — ist nicht einmal Gegenstand einer ernsthaften Debatte. Stattdessen greift der Staat großzügig an die Zapfsäule, senkt die Energiesteuer um 17 Cent, und zwar mit der Gießkanne für alle, nicht nur für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind. Das Signal, das diese Politik aussendet, ist unmissverständlich: Ihr dürft weiter rasen, und wenn der Sprit zu teuer wird, zahlen wir mit.
Doch es ist nicht nur ein Problem des Lobbyismus und er Politik. Auf der einen Seite jammern viele über Inflation und steigende Preise, weniger Geld im Portemonnaie, aber deswegen mal nur 120 Stundenkilometer auf der Autobahn fahren und Benzin sparen. Das geht gar nicht. Dieses Verhaltensmuster lässt sich meiner Beobachtung nach auch auf andere Berieche übertragen.
Atomkraft — das teuerste Placebo der Republik
Weil Subventionieren an der Zapfsäule allein aber offenbar nicht reicht, holt Jens Spahn die nächste Wunderwaffe aus dem Schrank und spricht über Atomkraft und AKW-Reaktivierung. Kanzler Merz hat den Ausstieg zwar für „irreversibel” erklärt, das Wort aber kaum kalt ist, bevor es in der politischen Debatte schon wieder aufgewärmt wird. Dabei haben Mischa Ehrhardt und Florian Neuhann im ZDF sorgfältig herausgearbeitet, dass EnBW selbst Atomkraft für nicht rentabel hält — Bauzeiten von Jahrzehnten, kein Endlager in Sicht, und die Kosten landen am Ende beim Steuerzahler. Der Rest dieser Debatte ist Wahlkampf oder gar Propaganda.
Dabei zeigt das Beispiel des AKW Grohnde, wohin die Reise eigentlich gehen könnte: Aus dem alten Reaktor wird eine Batterie — mit mehr Leistung als der Reaktor jemals hatte. Drei Großspeicher, ein Solarpark, ein Umspannwerk — allein zwei der Speicher kommen auf 1,47 GW, das alte AKW hatte 1,36 GW, und das Ganze wird privat finanziert und ist in vier Jahren am Netz, ohne radioaktiven Müll. Das ist die Energiewende, wie sie in der Praxis funktionieren kann.
Reiche schaltet den Rückwärtsgang ein
Das eigentliche Trauerspiel dieser Energiepolitik schreibt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Das habe ich ja hier schon ausgeführt. Eine vom eigenen Ministerium – vor ihrer Zeit als Ministerin – beauftragte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Erneuerbare die regionale Wertschöpfung in Deutschland verdoppeln könnten. Das Ergebnis passt ihr nicht ins Zeug, also wurde den Ergebnisse versteckt auf einer Unterseite veröffentlicht, beworben wurde sie mit keinem Wort.
Florian Harms hat es im Tagesanbruch eingeordnet: Merz behauptet, Klimaschutz dürfe die industrielle Basis nicht gefährden, aber in Wahrheit ist es genau umgekehrt — kluger Klimaschutz treibt Wirtschaftsentwicklung voran, schafft neue Märkte und Arbeitsplätze, und wer das nicht versteht oder nicht verstehen will, verschenkt gerade die nächste deutsche Industrie an China, so wie wir die Solarindustrie schon einmal verschenkt haben. Der Copernicus-Klimabericht 2025 reißt die 1,5-Grad-Grenze, die Ozeane heizen sich rekordverdächtig auf, die Gletscher schmelzen — und die Antwort von Schwarz-Rot lautet Tankrabatt für Benziner, Kürzung der Solar- und Windförderung, Gaskraftwerke.
Die ADAC-Statistik als unfreiwilliger Kommentar
In diese Gemengelage hinein liefert die ADAC-Pannenstatistik 2026 einen unfreiwilligen, aber treffenden Kommentar zur Debatte, die Diesel-Dieter und Elektro-Eddie seit Jahren führen: Elektroautos sind in allen Altersklassen zuverlässiger als Verbrenner, mit einer Pannenkennziffer von 6,5 bei vierjährigen E-Autos gegenüber 12,5 bei vergleichbaren Verbrennern. Das Narrativ vom unzuverlässigen Stromer, das jahrelang gepflegt wurde, läuft aus.
Wir fahren inzwischen lieber entspann elektrisch vorwärts. Die Politik fährt rückwärts — und gibt dabei … Gas.
Quellen & Leseempfehlungen
- Edo Reents: Benzinpreis: Warum kommt in Deutschland nicht endlich ein Tempolimit? (FAZ, 16. April 2026, €)
- Horst Schulte: Tempolimit in Deutschland – es ist Zeit (horstschulte.com)
- ZDFheute: Ölkonzerne, Übergewinnsteuer und der Iran-Konflikt
- Tagesschau: Spahn für Wiedereinstieg in die Atomkraft
- Mischa Ehrhardt, Florian Neuhann: Atomkraft: Lohnt sich der Wiedereinstieg? (ZDFheute)
- Stefan A K Weichelt: Aus dem AKW Grohnde wird eine Batterie (Substack)
- Amy Walker: Wirtschaftswachstum durch Energiewende: Reiche lässt Studie verschwinden (t-online)
- Tagesschau: Solaranlagen und Balkonkraftwerke: Nachfrage und geplante Kürzungen
- Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): Deutlich weniger neue Solaranlagen auf Dächern und Balkonen – Q1 2026 (FAZ, 02. Mai 2026)
- Florian Harms: Copernicus-Klimabericht 2025: Klimaschutz gerät unter die Räder (t-online Tagesanbruch)
- Golem.de: Pannenstatistik 2026: Elektroautos sind laut ADAC zuverlässiger als Verbrenner
- Stefan Pfeiffer: Weg von Reiserennmaschinen – wann gibt es bezahlbare E-Autos mit genügend Reichweite? (StefanPfeiffer.Blog, 2023)
- Stefan Pfeiffer: Die Lobby-Ministerin rechnet schön – Katherina Reiches dreister Angriff auf die Energiewende (StefanPfeiffer.Blog, 2026)
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Freie Fahrt für freie Bürger — Deutschland im Rückwärtsgang
Ich gestehe: Auch ich bin Jahre lang mit meinen Dienstwagen über die deutschen Autobahnen geheizt. Natürlich schneller als 130 Stundenkiloometer, Ein typischer Vertreter der Dienstwagenfraktion, die mit ihren Reiserennmaschinen Typ Audi, Mercedes oder BMW Autobahnen bevölkern. Pro Jahr bin ich zehntausende Kilometer geschrubbt, von Event zu Event, von Redaktion zu Redaktion, von Niederlassung zu Niederlassung. Gut, ich war niemand der zu dicht aufgefahren ist, rechts überholt oder mit Lichthupe die anderen Autofahrer drangsaliert hat. Immerhin das. Trotzdem.
Heute fahre ich entspannter — elektrisch — und ich vermisse die Raserei kein bisschen. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Thema inzwischen anders betrachte: nicht als Angriff auf meine persönliche Freiheit, sondern als eine der simpelsten und offensichtlichsten Vernunftfragen der deutschen Energiepolitik, gerade in einer Phase explodierender Benzinpreise. Doch nein, eine Geschwindigkeitsbegrenzung steht nicht zur Diskussion. Selbst jetzt nicht. Stattdessen subventioniert man den Benzinpreis.
Freie Fahrt — die heiligste Kuh der Republik
In keinem anderen Land der Welt ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen so politisch unantastbar wie in Deutschland. Dabei wolle: 55 Prozent der Deutschen ein Tempolimit, wie Horst Schulte zusammenfasst — sogar unter den ADAC-Mitgliedern ist die Stimmung entsprechend. Dennoch ist das Thema in Berlin nicht diskutierbar, weil es eine Autolobby und Politiker freie Fahrt zur Grundsatzfrage erklärt hat. Es sind vor allem Konservative , Neoliberale und die Rechten, die das Narrativ pflegen. Die notorisch engen Beziehungen Christian Lindners zu Porsche waren kein Zufall.
Vorschläge wie Tempo 30 in Städten, autofreie Zonen, höhere Parkgebühren für SUVs werden reflexartig als linksgrünversiffte „Ideologie“ diskreditiert und unter „Verbotspolitik“ abgeheftet, wie Edo Reents in der FAZ (€) treffend und mit wohltuender Schärfe seziert: die Möglichkeit, mit einem knapper oder teurer werdenden Gut einfach sparsamer umzugehen, wird politisch nicht einmal als Option erwogen.
Dabei wäre die Logik simpel: Die Benzinpreise explodieren — befeuert durch den Iran-Konflikt, abgesahnt von Ölkonzernen, deren Gewinne laut Analyse kein Zufall sind und die die Übergewinnsteuer längst verdient hätten. Die naheliegendste energiepolitische Antwort — zumindest ein temporäres Tempolimit — ist nicht einmal Gegenstand einer ernsthaften Debatte. Stattdessen greift der Staat großzügig an die Zapfsäule, senkt die Energiesteuer um 17 Cent, und zwar mit der Gießkanne für alle, nicht nur für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind. Das Signal, das diese Politik aussendet, ist unmissverständlich: Ihr dürft weiter rasen, und wenn der Sprit zu teuer wird, zahlen wir mit.
Doch es ist nicht nur ein Problem des Lobbyismus und er Politik. Auf der einen Seite jammern viele über Inflation und steigende Preise, weniger Geld im Portemonnaie, aber deswegen mal nur 120 Stundenkilometer auf der Autobahn fahren und Benzin sparen. Das geht gar nicht. Dieses Verhaltensmuster lässt sich meiner Beobachtung nach auch auf andere Berieche übertragen.
Atomkraft — das teuerste Placebo der Republik
Weil Subventionieren an der Zapfsäule allein aber offenbar nicht reicht, holt Jens Spahn die nächste Wunderwaffe aus dem Schrank und spricht über Atomkraft und AKW-Reaktivierung. Kanzler Merz hat den Ausstieg zwar für „irreversibel“ erklärt, das Wort aber kaum kalt ist, bevor es in der politischen Debatte schon wieder aufgewärmt wird. Dabei haben Mischa Ehrhardt und Florian Neuhann im ZDF sorgfältig herausgearbeitet, dass EnBW selbst Atomkraft für nicht rentabel hält — Bauzeiten von Jahrzehnten, kein Endlager in Sicht, und die Kosten landen am Ende beim Steuerzahler. Der Rest dieser Debatte ist Wahlkampf oder gar Propaganda.
Dabei zeigt das Beispiel des AKW Grohnde, wohin die Reise eigentlich gehen könnte: Aus dem alten Reaktor wird eine Batterie — mit mehr Leistung als der Reaktor jemals hatte. Drei Großspeicher, ein Solarpark, ein Umspannwerk — allein zwei der Speicher kommen auf 1,47 GW, das alte AKW hatte 1,36 GW, und das Ganze wird privat finanziert und ist in vier Jahren am Netz, ohne radioaktiven Müll. Das ist die Energiewende, wie sie in der Praxis funktionieren kann.
Reiche schaltet den Rückwärtsgang ein
Das eigentliche Trauerspiel dieser Energiepolitik schreibt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Das habe ich ja hier schon ausgeführt. Eine vom eigenen Ministerium – vor ihrer Zeit als Ministerin – beauftragte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Erneuerbare die regionale Wertschöpfung in Deutschland verdoppeln könnten. Das Ergebnis passt ihr nicht ins Zeug, also wurde den Ergebnisse versteckt auf einer Unterseite veröffentlicht, beworben wurde sie mit keinem Wort.
Florian Harms hat es im Tagesanbruch eingeordnet: Merz behauptet, Klimaschutz dürfe die industrielle Basis nicht gefährden, aber in Wahrheit ist es genau umgekehrt — kluger Klimaschutz treibt Wirtschaftsentwicklung voran, schafft neue Märkte und Arbeitsplätze, und wer das nicht versteht oder nicht verstehen will, verschenkt gerade die nächste deutsche Industrie an China, so wie wir die Solarindustrie schon einmal verschenkt haben. Der Copernicus-Klimabericht 2025 reißt die 1,5-Grad-Grenze, die Ozeane heizen sich rekordverdächtig auf, die Gletscher schmelzen — und die Antwort von Schwarz-Rot lautet Tankrabatt für Benziner, Kürzung der Solar- und Windförderung, Gaskraftwerke.
Die ADAC-Statistik als unfreiwilliger Kommentar
In diese Gemengelage hinein liefert die ADAC-Pannenstatistik 2026 einen unfreiwilligen, aber treffenden Kommentar zur Debatte, die Diesel-Dieter und Elektro-Eddie seit Jahren führen: Elektroautos sind in allen Altersklassen zuverlässiger als Verbrenner, mit einer Pannenkennziffer von 6,5 bei vierjährigen E-Autos gegenüber 12,5 bei vergleichbaren Verbrennern. Das Narrativ vom unzuverlässigen Stromer, das jahrelang gepflegt wurde, läuft aus.
Wir fahren inzwischen lieber entspann elektrisch vorwärts. Die Politik fährt rückwärts — und gibt dabei … Gas.
Quellen & Leseempfehlungen
- Edo Reents: Benzinpreis: Warum kommt in Deutschland nicht endlich ein Tempolimit? (FAZ, 16. April 2026, €)
- Horst Schulte: Tempolimit in Deutschland – es ist Zeit (horstschulte.com)
- ZDFheute: Ölkonzerne, Übergewinnsteuer und der Iran-Konflikt
- Tagesschau: Spahn für Wiedereinstieg in die Atomkraft
- Mischa Ehrhardt, Florian Neuhann: Atomkraft: Lohnt sich der Wiedereinstieg? (ZDFheute)
- Stefan A K Weichelt: Aus dem AKW Grohnde wird eine Batterie (Substack)
- Amy Walker: Wirtschaftswachstum durch Energiewende: Reiche lässt Studie verschwinden (t-online)
- Tagesschau: Solaranlagen und Balkonkraftwerke: Nachfrage und geplante Kürzungen
- Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): Deutlich weniger neue Solaranlagen auf Dächern und Balkonen – Q1 2026 (FAZ, 02. Mai 2026)
- Florian Harms: Copernicus-Klimabericht 2025: Klimaschutz gerät unter die Räder (t-online Tagesanbruch)
- Golem.de: Pannenstatistik 2026: Elektroautos sind laut ADAC zuverlässiger als Verbrenner
- Stefan Pfeiffer: Weg von Reiserennmaschinen – wann gibt es bezahlbare E-Autos mit genügend Reichweite? (StefanPfeiffer.Blog, 2023)
- Stefan Pfeiffer: Die Lobby-Ministerin rechnet schön – Katherina Reiches dreister Angriff auf die Energiewende (StefanPfeiffer.Blog, 2026)
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Freie Fahrt für freie Bürger — Deutschland im Rückwärtsgang
Ich gestehe: Auch ich bin Jahre lang mit meinen Dienstwagen über die deutschen Autobahnen geheizt. Natürlich schneller als 130 Stundenkiloometer, Ein typischer Vertreter der Dienstwagenfraktion, die mit ihren Reiserennmaschinen Typ Audi, Mercedes oder BMW Autobahnen bevölkern. Pro Jahr bin ich zehntausende Kilometer geschrubbt, von Event zu Event, von Redaktion zu Redaktion, von Niederlassung zu Niederlassung. Gut, ich war niemand der zu dicht aufgefahren ist, rechts überholt oder mit Lichthupe die anderen Autofahrer drangsaliert hat. Immerhin das. Trotzdem.
Heute fahre ich entspannter — elektrisch — und ich vermisse die Raserei kein bisschen. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Thema inzwischen anders betrachte: nicht als Angriff auf meine persönliche Freiheit, sondern als eine der simpelsten und offensichtlichsten Vernunftfragen der deutschen Energiepolitik, gerade in einer Phase explodierender Benzinpreise. Doch nein, eine Geschwindigkeitsbegrenzung steht nicht zur Diskussion. Selbst jetzt nicht. Stattdessen subventioniert man den Benzinpreis.
Freie Fahrt — die heiligste Kuh der Republik
In keinem anderen Land der Welt ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen so politisch unantastbar wie in Deutschland. Dabei wolle: 55 Prozent der Deutschen ein Tempolimit, wie Horst Schulte zusammenfasst — sogar unter den ADAC-Mitgliedern ist die Stimmung entsprechend. Dennoch ist das Thema in Berlin nicht diskutierbar, weil es eine Autolobby und Politiker freie Fahrt zur Grundsatzfrage erklärt hat. Es sind vor allem Konservative , Neoliberale und die Rechten, die das Narrativ pflegen. Die notorisch engen Beziehungen Christian Lindners zu Porsche waren kein Zufall.
Vorschläge wie Tempo 30 in Städten, autofreie Zonen, höhere Parkgebühren für SUVs werden reflexartig als linksgrünversiffte „Ideologie“ diskreditiert und unter „Verbotspolitik“ abgeheftet, wie Edo Reents in der FAZ (€) treffend und mit wohltuender Schärfe seziert: die Möglichkeit, mit einem knapper oder teurer werdenden Gut einfach sparsamer umzugehen, wird politisch nicht einmal als Option erwogen.
Dabei wäre die Logik simpel: Die Benzinpreise explodieren — befeuert durch den Iran-Konflikt, abgesahnt von Ölkonzernen, deren Gewinne laut Analyse kein Zufall sind und die die Übergewinnsteuer längst verdient hätten. Die naheliegendste energiepolitische Antwort — zumindest ein temporäres Tempolimit — ist nicht einmal Gegenstand einer ernsthaften Debatte. Stattdessen greift der Staat großzügig an die Zapfsäule, senkt die Energiesteuer um 17 Cent, und zwar mit der Gießkanne für alle, nicht nur für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind. Das Signal, das diese Politik aussendet, ist unmissverständlich: Ihr dürft weiter rasen, und wenn der Sprit zu teuer wird, zahlen wir mit.
Doch es ist nicht nur ein Problem des Lobbyismus und er Politik. Auf der einen Seite jammern viele über Inflation und steigende Preise, weniger Geld im Portemonnaie, aber deswegen mal nur 120 Stundenkilometer auf der Autobahn fahren und Benzin sparen. Das geht gar nicht. Dieses Verhaltensmuster lässt sich meiner Beobachtung nach auch auf andere Berieche übertragen.
Atomkraft — das teuerste Placebo der Republik
Weil Subventionieren an der Zapfsäule allein aber offenbar nicht reicht, holt Jens Spahn die nächste Wunderwaffe aus dem Schrank und spricht über Atomkraft und AKW-Reaktivierung. Kanzler Merz hat den Ausstieg zwar für „irreversibel“ erklärt, das Wort aber kaum kalt ist, bevor es in der politischen Debatte schon wieder aufgewärmt wird. Dabei haben Mischa Ehrhardt und Florian Neuhann im ZDF sorgfältig herausgearbeitet, dass EnBW selbst Atomkraft für nicht rentabel hält — Bauzeiten von Jahrzehnten, kein Endlager in Sicht, und die Kosten landen am Ende beim Steuerzahler. Der Rest dieser Debatte ist Wahlkampf oder gar Propaganda.
Dabei zeigt das Beispiel des AKW Grohnde, wohin die Reise eigentlich gehen könnte: Aus dem alten Reaktor wird eine Batterie — mit mehr Leistung als der Reaktor jemals hatte. Drei Großspeicher, ein Solarpark, ein Umspannwerk — allein zwei der Speicher kommen auf 1,47 GW, das alte AKW hatte 1,36 GW, und das Ganze wird privat finanziert und ist in vier Jahren am Netz, ohne radioaktiven Müll. Das ist die Energiewende, wie sie in der Praxis funktionieren kann.
Reiche schaltet den Rückwärtsgang ein
Das eigentliche Trauerspiel dieser Energiepolitik schreibt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Das habe ich ja hier schon ausgeführt. Eine vom eigenen Ministerium – vor ihrer Zeit als Ministerin – beauftragte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Erneuerbare die regionale Wertschöpfung in Deutschland verdoppeln könnten. Das Ergebnis passt ihr nicht ins Zeug, also wurde den Ergebnisse versteckt auf einer Unterseite veröffentlicht, beworben wurde sie mit keinem Wort.
Florian Harms hat es im Tagesanbruch eingeordnet: Merz behauptet, Klimaschutz dürfe die industrielle Basis nicht gefährden, aber in Wahrheit ist es genau umgekehrt — kluger Klimaschutz treibt Wirtschaftsentwicklung voran, schafft neue Märkte und Arbeitsplätze, und wer das nicht versteht oder nicht verstehen will, verschenkt gerade die nächste deutsche Industrie an China, so wie wir die Solarindustrie schon einmal verschenkt haben. Der Copernicus-Klimabericht 2025 reißt die 1,5-Grad-Grenze, die Ozeane heizen sich rekordverdächtig auf, die Gletscher schmelzen — und die Antwort von Schwarz-Rot lautet Tankrabatt für Benziner, Kürzung der Solar- und Windförderung, Gaskraftwerke.
Die ADAC-Statistik als unfreiwilliger Kommentar
In diese Gemengelage hinein liefert die ADAC-Pannenstatistik 2026 einen unfreiwilligen, aber treffenden Kommentar zur Debatte, die Diesel-Dieter und Elektro-Eddie seit Jahren führen: Elektroautos sind in allen Altersklassen zuverlässiger als Verbrenner, mit einer Pannenkennziffer von 6,5 bei vierjährigen E-Autos gegenüber 12,5 bei vergleichbaren Verbrennern. Das Narrativ vom unzuverlässigen Stromer, das jahrelang gepflegt wurde, läuft aus.
Wir fahren inzwischen lieber entspann elektrisch vorwärts. Die Politik fährt rückwärts — und gibt dabei … Gas.
Quellen & Leseempfehlungen
- Edo Reents: Benzinpreis: Warum kommt in Deutschland nicht endlich ein Tempolimit? (FAZ, 16. April 2026, €)
- Horst Schulte: Tempolimit in Deutschland – es ist Zeit (horstschulte.com)
- ZDFheute: Ölkonzerne, Übergewinnsteuer und der Iran-Konflikt
- Tagesschau: Spahn für Wiedereinstieg in die Atomkraft
- Mischa Ehrhardt, Florian Neuhann: Atomkraft: Lohnt sich der Wiedereinstieg? (ZDFheute)
- Stefan A K Weichelt: Aus dem AKW Grohnde wird eine Batterie (Substack)
- Amy Walker: Wirtschaftswachstum durch Energiewende: Reiche lässt Studie verschwinden (t-online)
- Tagesschau: Solaranlagen und Balkonkraftwerke: Nachfrage und geplante Kürzungen
- Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): Deutlich weniger neue Solaranlagen auf Dächern und Balkonen – Q1 2026 (FAZ, 02. Mai 2026)
- Florian Harms: Copernicus-Klimabericht 2025: Klimaschutz gerät unter die Räder (t-online Tagesanbruch)
- Golem.de: Pannenstatistik 2026: Elektroautos sind laut ADAC zuverlässiger als Verbrenner
- Stefan Pfeiffer: Weg von Reiserennmaschinen – wann gibt es bezahlbare E-Autos mit genügend Reichweite? (StefanPfeiffer.Blog, 2023)
- Stefan Pfeiffer: Die Lobby-Ministerin rechnet schön – Katherina Reiches dreister Angriff auf die Energiewende (StefanPfeiffer.Blog, 2026)
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Freie Fahrt für freie Bürger — Deutschland im Rückwärtsgang
Ich gestehe: Auch ich bin Jahre lang mit meinen Dienstwagen über die deutschen Autobahnen geheizt. Natürlich schneller als 130 Stundenkiloometer, Ein typischer Vertreter der Dienstwagenfraktion, die mit ihren Reiserennmaschinen Typ Audi, Mercedes oder BMW Autobahnen bevölkern. Pro Jahr bin ich zehntausende Kilometer geschrubbt, von Event zu Event, von Redaktion zu Redaktion, von Niederlassung zu Niederlassung. Gut, ich war niemand der zu dicht aufgefahren ist, rechts überholt oder mit Lichthupe die anderen Autofahrer drangsaliert hat. Immerhin das. Trotzdem.
Heute fahre ich entspannter — elektrisch — und ich vermisse die Raserei kein bisschen. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Thema inzwischen anders betrachte: nicht als Angriff auf meine persönliche Freiheit, sondern als eine der simpelsten und offensichtlichsten Vernunftfragen der deutschen Energiepolitik, gerade in einer Phase explodierender Benzinpreise. Doch nein, eine Geschwindigkeitsbegrenzung steht nicht zur Diskussion. Selbst jetzt nicht. Stattdessen subventioniert man den Benzinpreis.
Freie Fahrt — die heiligste Kuh der Republik
In keinem anderen Land der Welt ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen so politisch unantastbar wie in Deutschland. Dabei wolle: 55 Prozent der Deutschen ein Tempolimit, wie Horst Schulte zusammenfasst — sogar unter den ADAC-Mitgliedern ist die Stimmung entsprechend. Dennoch ist das Thema in Berlin nicht diskutierbar, weil es eine Autolobby und Politiker freie Fahrt zur Grundsatzfrage erklärt hat. Es sind vor allem Konservative , Neoliberale und die Rechten, die das Narrativ pflegen. Die notorisch engen Beziehungen Christian Lindners zu Porsche waren kein Zufall.
Vorschläge wie Tempo 30 in Städten, autofreie Zonen, höhere Parkgebühren für SUVs werden reflexartig als linksgrünversiffte „Ideologie” diskreditiert und unter „Verbotspolitik” abgeheftet, wie Edo Reents in der FAZ (€) treffend und mit wohltuender Schärfe seziert: die Möglichkeit, mit einem knapper oder teurer werdenden Gut einfach sparsamer umzugehen, wird politisch nicht einmal als Option erwogen.
Dabei wäre die Logik simpel: Die Benzinpreise explodieren — befeuert durch den Iran-Konflikt, abgesahnt von Ölkonzernen, deren Gewinne laut Analyse kein Zufall sind und die die Übergewinnsteuer längst verdient hätten. Die naheliegendste energiepolitische Antwort — zumindest ein temporäres Tempolimit — ist nicht einmal Gegenstand einer ernsthaften Debatte. Stattdessen greift der Staat großzügig an die Zapfsäule, senkt die Energiesteuer um 17 Cent, und zwar mit der Gießkanne für alle, nicht nur für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind. Das Signal, das diese Politik aussendet, ist unmissverständlich: Ihr dürft weiter rasen, und wenn der Sprit zu teuer wird, zahlen wir mit.
Doch es ist nicht nur ein Problem des Lobbyismus und er Politik. Auf der einen Seite jammern viele über Inflation und steigende Preise, weniger Geld im Portemonnaie, aber deswegen mal nur 120 Stundenkilometer auf der Autobahn fahren und Benzin sparen. Das geht gar nicht. Dieses Verhaltensmuster lässt sich meiner Beobachtung nach auch auf andere Berieche übertragen.
Atomkraft — das teuerste Placebo der Republik
Weil Subventionieren an der Zapfsäule allein aber offenbar nicht reicht, holt Jens Spahn die nächste Wunderwaffe aus dem Schrank und spricht über Atomkraft und AKW-Reaktivierung. Kanzler Merz hat den Ausstieg zwar für „irreversibel” erklärt, das Wort aber kaum kalt ist, bevor es in der politischen Debatte schon wieder aufgewärmt wird. Dabei haben Mischa Ehrhardt und Florian Neuhann im ZDF sorgfältig herausgearbeitet, dass EnBW selbst Atomkraft für nicht rentabel hält — Bauzeiten von Jahrzehnten, kein Endlager in Sicht, und die Kosten landen am Ende beim Steuerzahler. Der Rest dieser Debatte ist Wahlkampf oder gar Propaganda.
Dabei zeigt das Beispiel des AKW Grohnde, wohin die Reise eigentlich gehen könnte: Aus dem alten Reaktor wird eine Batterie — mit mehr Leistung als der Reaktor jemals hatte. Drei Großspeicher, ein Solarpark, ein Umspannwerk — allein zwei der Speicher kommen auf 1,47 GW, das alte AKW hatte 1,36 GW, und das Ganze wird privat finanziert und ist in vier Jahren am Netz, ohne radioaktiven Müll. Das ist die Energiewende, wie sie in der Praxis funktionieren kann.
Reiche schaltet den Rückwärtsgang ein
Das eigentliche Trauerspiel dieser Energiepolitik schreibt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Das habe ich ja hier schon ausgeführt. Eine vom eigenen Ministerium – vor ihrer Zeit als Ministerin – beauftragte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Erneuerbare die regionale Wertschöpfung in Deutschland verdoppeln könnten. Das Ergebnis passt ihr nicht ins Zeug, also wurde den Ergebnisse versteckt auf einer Unterseite veröffentlicht, beworben wurde sie mit keinem Wort.
Florian Harms hat es im Tagesanbruch eingeordnet: Merz behauptet, Klimaschutz dürfe die industrielle Basis nicht gefährden, aber in Wahrheit ist es genau umgekehrt — kluger Klimaschutz treibt Wirtschaftsentwicklung voran, schafft neue Märkte und Arbeitsplätze, und wer das nicht versteht oder nicht verstehen will, verschenkt gerade die nächste deutsche Industrie an China, so wie wir die Solarindustrie schon einmal verschenkt haben. Der Copernicus-Klimabericht 2025 reißt die 1,5-Grad-Grenze, die Ozeane heizen sich rekordverdächtig auf, die Gletscher schmelzen — und die Antwort von Schwarz-Rot lautet Tankrabatt für Benziner, Kürzung der Solar- und Windförderung, Gaskraftwerke.
Die ADAC-Statistik als unfreiwilliger Kommentar
In diese Gemengelage hinein liefert die ADAC-Pannenstatistik 2026 einen unfreiwilligen, aber treffenden Kommentar zur Debatte, die Diesel-Dieter und Elektro-Eddie seit Jahren führen: Elektroautos sind in allen Altersklassen zuverlässiger als Verbrenner, mit einer Pannenkennziffer von 6,5 bei vierjährigen E-Autos gegenüber 12,5 bei vergleichbaren Verbrennern. Das Narrativ vom unzuverlässigen Stromer, das jahrelang gepflegt wurde, läuft aus.
Wir fahren inzwischen lieber entspann elektrisch vorwärts. Die Politik fährt rückwärts — und gibt dabei … Gas.
Quellen & Leseempfehlungen
- Edo Reents: Benzinpreis: Warum kommt in Deutschland nicht endlich ein Tempolimit? (FAZ, 16. April 2026, €)
- Horst Schulte: Tempolimit in Deutschland – es ist Zeit (horstschulte.com)
- ZDFheute: Ölkonzerne, Übergewinnsteuer und der Iran-Konflikt
- Tagesschau: Spahn für Wiedereinstieg in die Atomkraft
- Mischa Ehrhardt, Florian Neuhann: Atomkraft: Lohnt sich der Wiedereinstieg? (ZDFheute)
- Stefan A K Weichelt: Aus dem AKW Grohnde wird eine Batterie (Substack)
- Amy Walker: Wirtschaftswachstum durch Energiewende: Reiche lässt Studie verschwinden (t-online)
- Tagesschau: Solaranlagen und Balkonkraftwerke: Nachfrage und geplante Kürzungen
- Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): Deutlich weniger neue Solaranlagen auf Dächern und Balkonen – Q1 2026 (FAZ, 02. Mai 2026)
- Florian Harms: Copernicus-Klimabericht 2025: Klimaschutz gerät unter die Räder (t-online Tagesanbruch)
- Golem.de: Pannenstatistik 2026: Elektroautos sind laut ADAC zuverlässiger als Verbrenner
- Stefan Pfeiffer: Weg von Reiserennmaschinen – wann gibt es bezahlbare E-Autos mit genügend Reichweite? (StefanPfeiffer.Blog, 2023)
- Stefan Pfeiffer: Die Lobby-Ministerin rechnet schön – Katherina Reiches dreister Angriff auf die Energiewende (StefanPfeiffer.Blog, 2026)
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Freie Fahrt für freie Bürger — Deutschland im Rückwärtsgang
Ich gestehe: Auch ich bin Jahre lang mit meinen Dienstwagen über die deutschen Autobahnen geheizt. Natürlich schneller als 130 Stundenkiloometer, Ein typischer Vertreter der Dienstwagenfraktion, die mit ihren Reiserennmaschinen Typ Audi, Mercedes oder BMW Autobahnen bevölkern. Pro Jahr bin ich zehntausende Kilometer geschrubbt, von Event zu Event, von Redaktion zu Redaktion, von Niederlassung zu Niederlassung. Gut, ich war niemand der zu dicht aufgefahren ist, rechts überholt oder mit Lichthupe die anderen Autofahrer drangsaliert hat. Immerhin das. Trotzdem.
Heute fahre ich entspannter — elektrisch — und ich vermisse die Raserei kein bisschen. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Thema inzwischen anders betrachte: nicht als Angriff auf meine persönliche Freiheit, sondern als eine der simpelsten und offensichtlichsten Vernunftfragen der deutschen Energiepolitik, gerade in einer Phase explodierender Benzinpreise. Doch nein, eine Geschwindigkeitsbegrenzung steht nicht zur Diskussion. Selbst jetzt nicht. Stattdessen subventioniert man den Benzinpreis.
Freie Fahrt — die heiligste Kuh der Republik
In keinem anderen Land der Welt ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen so politisch unantastbar wie in Deutschland. Dabei wolle: 55 Prozent der Deutschen ein Tempolimit, wie Horst Schulte zusammenfasst — sogar unter den ADAC-Mitgliedern ist die Stimmung entsprechend. Dennoch ist das Thema in Berlin nicht diskutierbar, weil es eine Autolobby und Politiker freie Fahrt zur Grundsatzfrage erklärt hat. Es sind vor allem Konservative , Neoliberale und die Rechten, die das Narrativ pflegen. Die notorisch engen Beziehungen Christian Lindners zu Porsche waren kein Zufall.
Vorschläge wie Tempo 30 in Städten, autofreie Zonen, höhere Parkgebühren für SUVs werden reflexartig als linksgrünversiffte „Ideologie“ diskreditiert und unter „Verbotspolitik“ abgeheftet, wie Edo Reents in der FAZ (€) treffend und mit wohltuender Schärfe seziert: die Möglichkeit, mit einem knapper oder teurer werdenden Gut einfach sparsamer umzugehen, wird politisch nicht einmal als Option erwogen.
Dabei wäre die Logik simpel: Die Benzinpreise explodieren — befeuert durch den Iran-Konflikt, abgesahnt von Ölkonzernen, deren Gewinne laut Analyse kein Zufall sind und die die Übergewinnsteuer längst verdient hätten. Die naheliegendste energiepolitische Antwort — zumindest ein temporäres Tempolimit — ist nicht einmal Gegenstand einer ernsthaften Debatte. Stattdessen greift der Staat großzügig an die Zapfsäule, senkt die Energiesteuer um 17 Cent, und zwar mit der Gießkanne für alle, nicht nur für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind. Das Signal, das diese Politik aussendet, ist unmissverständlich: Ihr dürft weiter rasen, und wenn der Sprit zu teuer wird, zahlen wir mit.
Doch es ist nicht nur ein Problem des Lobbyismus und er Politik. Auf der einen Seite jammern viele über Inflation und steigende Preise, weniger Geld im Portemonnaie, aber deswegen mal nur 120 Stundenkilometer auf der Autobahn fahren und Benzin sparen. Das geht gar nicht. Dieses Verhaltensmuster lässt sich meiner Beobachtung nach auch auf andere Berieche übertragen.
Atomkraft — das teuerste Placebo der Republik
Weil Subventionieren an der Zapfsäule allein aber offenbar nicht reicht, holt Jens Spahn die nächste Wunderwaffe aus dem Schrank und spricht über Atomkraft und AKW-Reaktivierung. Kanzler Merz hat den Ausstieg zwar für „irreversibel“ erklärt, das Wort aber kaum kalt ist, bevor es in der politischen Debatte schon wieder aufgewärmt wird. Dabei haben Mischa Ehrhardt und Florian Neuhann im ZDF sorgfältig herausgearbeitet, dass EnBW selbst Atomkraft für nicht rentabel hält — Bauzeiten von Jahrzehnten, kein Endlager in Sicht, und die Kosten landen am Ende beim Steuerzahler. Der Rest dieser Debatte ist Wahlkampf oder gar Propaganda.
Dabei zeigt das Beispiel des AKW Grohnde, wohin die Reise eigentlich gehen könnte: Aus dem alten Reaktor wird eine Batterie — mit mehr Leistung als der Reaktor jemals hatte. Drei Großspeicher, ein Solarpark, ein Umspannwerk — allein zwei der Speicher kommen auf 1,47 GW, das alte AKW hatte 1,36 GW, und das Ganze wird privat finanziert und ist in vier Jahren am Netz, ohne radioaktiven Müll. Das ist die Energiewende, wie sie in der Praxis funktionieren kann.
Reiche schaltet den Rückwärtsgang ein
Das eigentliche Trauerspiel dieser Energiepolitik schreibt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Das habe ich ja hier schon ausgeführt. Eine vom eigenen Ministerium – vor ihrer Zeit als Ministerin – beauftragte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Erneuerbare die regionale Wertschöpfung in Deutschland verdoppeln könnten. Das Ergebnis passt ihr nicht ins Zeug, also wurde den Ergebnisse versteckt auf einer Unterseite veröffentlicht, beworben wurde sie mit keinem Wort.
Florian Harms hat es im Tagesanbruch eingeordnet: Merz behauptet, Klimaschutz dürfe die industrielle Basis nicht gefährden, aber in Wahrheit ist es genau umgekehrt — kluger Klimaschutz treibt Wirtschaftsentwicklung voran, schafft neue Märkte und Arbeitsplätze, und wer das nicht versteht oder nicht verstehen will, verschenkt gerade die nächste deutsche Industrie an China, so wie wir die Solarindustrie schon einmal verschenkt haben. Der Copernicus-Klimabericht 2025 reißt die 1,5-Grad-Grenze, die Ozeane heizen sich rekordverdächtig auf, die Gletscher schmelzen — und die Antwort von Schwarz-Rot lautet Tankrabatt für Benziner, Kürzung der Solar- und Windförderung, Gaskraftwerke.
Die ADAC-Statistik als unfreiwilliger Kommentar
In diese Gemengelage hinein liefert die ADAC-Pannenstatistik 2026 einen unfreiwilligen, aber treffenden Kommentar zur Debatte, die Diesel-Dieter und Elektro-Eddie seit Jahren führen: Elektroautos sind in allen Altersklassen zuverlässiger als Verbrenner, mit einer Pannenkennziffer von 6,5 bei vierjährigen E-Autos gegenüber 12,5 bei vergleichbaren Verbrennern. Das Narrativ vom unzuverlässigen Stromer, das jahrelang gepflegt wurde, läuft aus.
Wir fahren inzwischen lieber entspann elektrisch vorwärts. Die Politik fährt rückwärts — und gibt dabei … Gas.
Quellen & Leseempfehlungen
- Edo Reents: Benzinpreis: Warum kommt in Deutschland nicht endlich ein Tempolimit? (FAZ, 16. April 2026, €)
- Horst Schulte: Tempolimit in Deutschland – es ist Zeit (horstschulte.com)
- ZDFheute: Ölkonzerne, Übergewinnsteuer und der Iran-Konflikt
- Tagesschau: Spahn für Wiedereinstieg in die Atomkraft
- Mischa Ehrhardt, Florian Neuhann: Atomkraft: Lohnt sich der Wiedereinstieg? (ZDFheute)
- Stefan A K Weichelt: Aus dem AKW Grohnde wird eine Batterie (Substack)
- Amy Walker: Wirtschaftswachstum durch Energiewende: Reiche lässt Studie verschwinden (t-online)
- Tagesschau: Solaranlagen und Balkonkraftwerke: Nachfrage und geplante Kürzungen
- Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar): Deutlich weniger neue Solaranlagen auf Dächern und Balkonen – Q1 2026 (FAZ, 02. Mai 2026)
- Florian Harms: Copernicus-Klimabericht 2025: Klimaschutz gerät unter die Räder (t-online Tagesanbruch)
- Golem.de: Pannenstatistik 2026: Elektroautos sind laut ADAC zuverlässiger als Verbrenner
- Stefan Pfeiffer: Weg von Reiserennmaschinen – wann gibt es bezahlbare E-Autos mit genügend Reichweite? (StefanPfeiffer.Blog, 2023)
- Stefan Pfeiffer: Die Lobby-Ministerin rechnet schön – Katherina Reiches dreister Angriff auf die Energiewende (StefanPfeiffer.Blog, 2026)
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Nach dem kurzen Anstieg des #BenzinPreis es vor der "Schenkung" an die Ölkonzerne, sind etwas mehr als 50 % oder 10 Cent des Steuergeschenks an die Ölkonzerne an die Autofahrer weitergegeben worden.
Selbst das sind aktuell nur noch 2 Cent und die Prognose für morgen sind 0 Cent.
Augenscheinlich wird nach 7 Tagen der Rabatt komplett verpufft sein und der Staat ( WIR ) zahlen den Ölkonzeren #UeberGewinne von über 1.500 Millionen Euro.
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2/ „Die Mineralölbranche begründet das mit dem vorübergehenden Abverkauf von Lagerbeständen, für die der Tankrabatt noch nicht gegolten hat.“
Äh? Finde nur ich das komisch?
Ich fasse mal kurz die aktuelle Lage zusammen:
Die Ölindustrie legt Preise fest, die am Markt bezahlt werden. Jemand sorgt dafür, dass Kosten wegfallen, die das Produkt teurer machen. Welchen Preis hat das Produkt danach?
Also, ich bin mit meinem Studium der Wirtschaftswissenschaften noch nicht fertig. Um ehrlich zu sein: Ich habe noch nicht mal angefangen. Aber ich würde sagen, dass das Produkt hinterher denselben Preis hat, wie vorher, nämlich den maximalen am Markt erzielbaren. Der einzige Grund dafür, dass es billiger sein könnte, wäre Scham, aber ist das eine Kategorie, in der Ökonom*innen und Manager*innen denken? Wenn, dann wohl nur in ihrer Freizeit, den bezahlt werden sie ja für Gewinnmaximierung.
Unsere liebe Regierung hat also mal eben 1,7 Mrd Euro weggeschenkt. Mit Ansage, denn Übergewinnsteuern wollten sie ja nicht haben.
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Ich besitze gar kein Auto, fahre viel Fahrrad und bezahle diese Subvention für die Fossilindustrie über meine Steuer auf Arbeit mit. Mein Arbeitgeber wird auch keine Prämie zahlen. Wie werde ich nochmal entlastet?
@Bundesregierung
#Bundesregierung #Tankrabatt #Sprit #Benzin #benzinpreis -
Wir haben das mit der Steuersenkung falsch verstanden, die Preise für die Mineralölkonzerne steigen natürlich vorab um 17 Cent an. Also ab jetzt insgesamt 34 Cent Gewinn pro Liter.
Ab welchem Zeitpunkt rechtfertigen so offensichtliche Preisabsprachen eigentlich Kartelluntersuchungen?
Und was machen Frau Reiche und die Bundesregierung eigentlich beruflich?
https://www.deutschlandfunk.de/rekordanstieg-bei-sprit-zur-mittagszeit-100.html
#Spritpreise #Spritpreisbremse #Benzinpreis #Dieselpreis #Spritpreis #Tankstelle #Tankstellen
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Um Mitternacht wurden die Steuern auf Benzin und Diesel um 17 Cent gesenkt. Und tatsächlich fielen die Preise an den Tankstellen.#WDR #Benzinpreis #Tankstellen #Steuersenkung #Preise #NRW
Um Mitternacht sind die Preise an den Tankstellen durch den Tankrabatt um 17 Cent gefallen. -
Um Mitternacht wurden die Steuern auf Benzin und Diesel um 17 Cent gesenkt. Und tatsächlich fielen die Preise an den Tankstellen.#WDR #Benzinpreis #Tankstellen #Steuersenkung #Preise #NRW
Um Mitternacht sind die Preise an den Tankstellen durch den Tankrabatt um 17 Cent gefallen. -
Interessant wie sich die Benzinpreise entwickeln.
Um 12 Uhr massiver Preisanstieg. Bis 18 Uhr ist die erste Preissenkung durch, da sind dann die meisten endlich nach dem Tanken daheim.
Der Preis bleibt bis 8 Uhr am Morgen, um die Leute mitzunehmen die morgens vor der Arbeit tanken.
Dann sinken die Preise bis Mittag noch mal, um dann wieder anzusteigen.
#Tankstelle #Tankstellen #Benzinpreis #Dieselpreis #Spritpreis #Spritpreise #Spritpreisbremse
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Katharina Reiche des tages
Ach, echt jetzt? Sag bloß! Wenn man die flexibilität der preisgestaltung ein bisschen ins korsett regelt, wird der brennstof im mittel gar nicht billiger? Wie ist das nur möglich? Frau wirtschaftministerin, erklären sie mal!
Auch weiterhin viel spaß mit dem verbrecherischen völkerrechtswidrigen angriffskrieg der USA und israels gegen den iran, der technologieoffenen verkehrtp’litik aus der hirnhölle der CSPDU-bummsregierung und der weiterhin anhaltenden „dunkelflaute“ in der straße von hormuz.
#ADAC #Auto #Öl #Benzinpreis #BRD #Bundesregierung #CDU #Heise #Iran #Israel #KatharinaReiche #Krieg #Link #USA -
@LarsKlingelklas @sarahlehmann Danke euch beiden für den tollen Alttext und die Quellenangabe zu dem Zeitungsartikel. https://www.tagesspiegel.de/berlin/aus-protest-gegen-hohe-spritpreise-autokonvoi-rollt-von-emden-nach-berlin-15490586.html
#Spritpreis #Benzinpreis #Tempolimit #Spritpreisbremse #Autowahn #Dosenwürstchen
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@LarsKlingelklas @sarahlehmann Danke euch beiden für den tollen Alttext und die Quellenangabe zu dem Zeitungsartikel. https://www.tagesspiegel.de/berlin/aus-protest-gegen-hohe-spritpreise-autokonvoi-rollt-von-emden-nach-berlin-15490586.html
#Spritpreis #Benzinpreis #Tempolimit #Spritpreisbremse #Autowahn #Dosenwürstchen
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@LarsKlingelklas @sarahlehmann Danke euch beiden für den tollen Alttext und die Quellenangabe zu dem Zeitungsartikel. https://www.tagesspiegel.de/berlin/aus-protest-gegen-hohe-spritpreise-autokonvoi-rollt-von-emden-nach-berlin-15490586.html
#Spritpreis #Benzinpreis #Tempolimit #Spritpreisbremse #Autowahn #Dosenwürstchen
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@LarsKlingelklas @sarahlehmann Danke euch beiden für den tollen Alttext und die Quellenangabe zu dem Zeitungsartikel. https://www.tagesspiegel.de/berlin/aus-protest-gegen-hohe-spritpreise-autokonvoi-rollt-von-emden-nach-berlin-15490586.html
#Spritpreis #Benzinpreis #Tempolimit #Spritpreisbremse #Autowahn #Dosenwürstchen
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Kerosin und Helium werden knapp – Autoproduktion in Gefahr? | Geld
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin – Die Energiekrise könnte sich dramatisch verschärfen. Unionsfraktionsvize Sepp Müller (CDU) schlägt in Berlin…
#Berlin #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Benzinpreis #CDU #Content-Pipeline #Desk-Delta #Energie #Germany #Helium #Iran #Politik #TeamFirst #texttospeech #Wirtschaft
https://www.europesays.com/de/947308/ -
https://www.youtube.com/watch?v=ZHLXNYbpndQ
#FritzeMerz #FriedrichMerz #BlackRockClown #Merzfeinde #Merz #MerzLeckEier #Regierung #CSU #CDU #SPD #Gaslobby #Öllobby #Autolobby #Stromerzeugung #Strom #Kernenergie #Erneuerbare #Zukunft #MichaelSterner #BenzinPreis #SpritPreis #Öl #Benzin #IranKrieg #EpsteinWars #Tankrabatt
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Benzinpreis - Öl-Lobbyist: Steuersenkung wird an Verbraucher weitergegeben
Fünf Ölkonzerne beherrschen zwei Drittel des deutschen Kraftstoffmarktes – das sagt auch das Bundeskartellamt. Mineralöl-Lobbyist Küchen widerspricht.#Benzinpreis #Benzin #Ölpreis #Rohöl #Steuersenkung
Öl-Lobbyist: Die gesenkte Steuer macht sich direkt in den Preisen an den Tankstellen bemerkbar -
Tankstelle mitten in Gerlingen: Selbst die Tankstellen-Chefin wünscht sich günstigere Spritpreise
Die Tankstelle von Insa Erdmann-Bartl ist Kult. Seit über fünf Jahrzehnten gibt es sie mitten in Gerlingen. Die…
#Stuttgart #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Aral #Baden-Württemberg #Benzin #Benzinpreis #BP #engelbergtunnel #Gerlingen #Germany #Mineralölbranche #Mineralölsteuer #strohgäu #Tankstelle
https://www.europesays.com/de/943135/ -
Als die #tourismus'politische Sprecherin der @GrueneBundestag, #HaloSeibold, Ende des letzten Jahrtausends einen #Benzinpreis von 5 DM forderte, also 2,50 Euro, ging die Republik durch die Decke.
25 Jahre später wird von über 50% der #US-AmerikanerInnen ein 3-jähriger, der sich #KingOfPoop nennt, in das Amte des #PotUS47 gewählt und setzt die alte Forderung der #Gruenen um, indem er den Vertriebsweg der Ölstaaten am arabischen Golf sperrt. #Trump against #ClimateChange
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Oelpreise-klettern-auf-ueber-100-Dollar-id30706770.html -
#Verkehrswende #Benzinpreis #Diesel #Deutschland #Iran #Auto #Tankstelle #Benzin #Merz #Klingbeil #CDU #CSU #SPD
„Die Bundesregierung erwarte, dass die Mineralölbranche die Entlastung weitergebe.“
Tja, da bin ich ja mal gespannt…
„ Nach Angaben von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) sollen Verbraucher und Wirtschaft bei den Kraftstoffpreisen insgesamt um rund 1,6 Milliarden Euro entlastet werden.“ (1/2)
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Die Spritpreise bleiben hoch, während die Bundesregierung darüber streitet, wie die Menschen entlastet werden können. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze verlangt schnell greifende Maßnahmen und warnt vor einer verheerenden Außenwirkung.#Energie #Benzinpreis #Schulze #BerichtausBerlin
Energiepreise: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident warnt vor Streit im Bund -
Energiepreise: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident warnt vor Streit im Bund
Die Spritpreise bleiben hoch, während die Bundesregierung darüber streitet, wie die Menschen entlastet werden können. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Schulze verlangt schnell greifende Maßnahmen und warnt vor einer verheerenden Außenwirkung.
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Die Verknappung und Verteuerung der Lieferungen von Erdöl aufgrund der Konflikte im Nahen Osten haben zwangsläufig zur Steigerung der Benzinpreise geführt. So liegt der Dieselpreis zumeist oberhalb von 2,50 € und erinnert damit an den Magdeburger Pateitag 1998, als die Grünen – wenig wahlwirksam – einen Benzinpreis von 5 DM (2,56 €) forderten.
Obwohl die Bundesregierung bereits einige Gegenmaßnahmen beschlossen hat, ist kein Rückgang der Benzinpreise in Sicht. Besonders Pendler sind betroffen.
Wer grenznah wohnt, tankt billiger im benachbarten Ausland. Einige Nachbarstaaten versuchen, dies zu verhindern und verlangen bei ausländischen Autos höhere Preise. Das EU-Recht steht dem wohl entgegen. Die Kontroverse um geeignete Aktionen geht weiter. Vor allem ein Tempolimit auf Autobahnen ist umstritten. Positiv ist allerdings die gestiegene Nachfrage nach Elektroautos. Wer kann, versucht sich der Abhängigkeit vom Benzinpreis zu entziehen. Wenn sich die politische Lage und damit die Versorgung mit fossilen Energien nicht rasch ändern, dürften bald auch die erneuerbaren Energiequellen profitieren.
Während früher die freie Fahrt auf Autobahnen der Überzeugung der meisten Autofahrenden entsprach, hat sich die Einstellung zum Tempolimit deutlich geändert. Aktuelle Umfragen für das Frühjahr 2026 zeigen eine stabile Mehrheit für die Einführung eines generellen Tempolimits auf Autobahnen. Bei Statista haben 64% der Befragten für ein Tempolimit und nur 36% dagegen gestimmt. Bei Infratest (ARD-Trend) lagen die Werte bei 59 und 39%, Forsa nannte 57% und 41%. Ganz aktuell sind die Zahlen von YouGov mit 57% und 33%. Dennoch bleibt ein Tempolimit politisch umstritten.
Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sieht darin ein kluges und notwendiges Signal. Sie bezieht dabei die Lage der Länder des Südens ein. Wenn in den Industriestaaten keine wirksame Reduzierung des Benzinverbrauchs erfolgt, wird dort die Versorgung umso schwieriger. Freie Geschwindigkeit erhöht nämlich nicht nur den individuellen, sondern auch den Gesamtverbrauch und macht Lieferengpässe wahrscheinlich. Selbst Fossilministerin Reiche schließt auf Dauer Versorgungsprobleme bei Öl bzw. Benzin nicht aus, wenn der Konflikt im Nahen Osten nicht endet.
An vielfältigen und oftmals überraschenden Begründungen der eigenen Position ist kein Mangel. So wird ein Tempolimit abgelehnt, weil es eine Bevormundung der Autofahrenden sei. Jeder soll selbst entscheiden dürfen, wie schnell er fahren will. Dabei fallen jedoch Überlegungen wie Unfallträchtigkeit, Umweltschutz und Versorgungssicherheit unter den Tisch. Käme wirklich jemand auf die Idee, die örtliche Einhaltung von 50 km/h als freiwillige Entscheidung der Autofahrer einzustufen? Und was soll man von dem Hinweis halten, ein Tempolimit sei pure Ideologie und der Zeitverlust auf der Autobahn verlorene Lebenszeit? Eine Erhöhung der Pendlerpauschale ist eher abwegig: erstens begünstigt dies vor allem Einkommensstarke, zweitens wird sie erst in einem Jahr wirksam.
Die Mineralölkonzerne nutzen die Weltmarktlage und zocken die Autofahrer ab. Ein Vergleich der Preise mit denen von Nachbarstaaten macht dies deutlich. Eine Übergewinnsteuer ist daher eine naheliegende Maßnahme. Andere Staaten haben sie schon eingeführt. Allerdings müsste der Übergewinn nachgewiesen werden, und die Einnahmen wären zielgerecht zugunsten der betroffenen Autofahrer einzusetzen. Wenig überzeugend ist der Vorschlag, das Tempolimit vorerst nur befristet einzuführen. Die entscheidenden Pro-Argumente werden bei einem Ende der Ölpreiskrise nicht falsch.
Die Deutsche Umwelthilfe betrachtet die aktuellen Aktionen der Bundesregierung wie die Regulierung der Spritpreiserhöhungen oder die Erhöhung der Pendlerpauschale als Symbolpolitik. Als wirksame Maßnahme sieht sie ein Tempolimit. Dieses würde „kurzfristig und nahezu kostenfrei unsere Abhängigkeit von Öl reduzieren und Millionen Tonnen an CO2 einsparen. Ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h außerhalb kann bis zu 4,7 Milliarden Liter Kraftstoff pro Jahr und 11,7 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.“ Ein geringerer Verbrauch würde zudem die Bürger/innen finanziell entlasten.
Auch Greenpeace fordert ein generelles Tempolimit in Deutschland, um CO₂-Emissionen im Verkehrssektor schnell und kosteneffizient zu senken. Als Teil eines Bündnisses von Umweltorganisationen setzt sich Greenpeace für 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen und 30 km/h innerorts ein. Durch die Senkung des Kraftstoffverbrauchs soll zugleich die Abhängigkeit von Ölimporten reduziert werden.
Der BUND gehört gleichfalls zum Bündnis der Institutionen, die sich für ein Tempolimit einsetzen. Er plädiert für 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen und eine Regelgeschwindigkeit von 30 km/h in Ortschaften. Damit würde der CO2 Ausstoß sofort sinken. Ein Tempolimit hätte noch viele andere positive Folgen, der BUND nennt gleich sieben Vorteile: Der CO2-Ausstoß sinkt sofort
* Es wird weniger Benzin verbraucht
* Es gibt weniger schwere Unfälle
* Der Verkehr läuft flüssiger; es gibt weniger Staus
* Der Verkehrslärm wird geringer
* Es gibt weniger Schadstoffe in der Luft
* Es entstehen Anreize, effizientere Fahrzeuge zu entwickeln.Der VCD (ein ökologisch ausgerichteter Verkehrsclub) vertritt ähnliche Forderungen. Er ist für ein Tempolimit von 120 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen und 30 km/h als Regelgeschwindigkeit innerorts. Diese Maßnahmen sollen den CO2-Ausstoß senken, die Verkehrssicherheit durch weniger schwere Unfälle (Vision Zero) erhöhen und den Verkehr effizienter gestalten.
Der ADAC war jahrzehntelang ein strikter Gegner von Tempolimits auf Autobahnen. Seit 2025 vertritt er jedoch eine neutrale Position. Eine Mitgliederumfrage hatte ergeben, dass sich 55% für und 41% gegen ein Tempolimit aussprachen. Seitdem bemüht sich der ADAC um eine wissenschaftlich aufbereitete Entscheidungsgrundlage. Beispielsweise regt er eine Temposteuerung über mehr Wechselverkehrszeichen entlang der Autobahnen an.
Angesichts der weltweiten Energiekrise fordert auch die Internationale Energieagentur (IEA) rasche Verhaltensänderungen zur Senkung des Energieverbrauchs. Im Zentrum steht dabei der Verkehrssektor, auf den laut IEA rund 45% des Ölverbrauchs entfallen. Selbst bei einem raschen Kriegsende würde es nach Ansicht der IEA bis zu sechs Monate dauern, um den Umfang der früheren Gas- und Öllieferungen aus der Region wieder zu erreichen. Um den Mineralölverbrauch zu senken, schlägt die IEA verschiedene Maßnahmen vor: Öffentliche Verkehrsmittel, Carsharing, Home-Office, Zufahrtbeschränkungen in Großstädten, Verbesserungen im Güterverkehr, weniger Flugreisen und Tempolimits – mindestens 10 km/h Reduzierung auf Autobahnen. Für Deutschland wird möglichst sofort ein Tempolimit von 100 km/h empfohlen.
Dass ein Tempolimit auf Autobahnen den Spritverbrauch und damit die CO2-Emissionen spürbar senkt, ist unstrittig. Da der Luftwiderstand bei höheren Geschwindigkeiten im Quadrat zunimmt, steigt der Kraftstoffverbrauch nicht nur proportional, sondern sogar exponentiell. Doppelte Geschwindigkeit bedeutet demnach vierfachen Energieaufwand. Ein Sprung von 100 auf 130 km/h klingt nach 30 km mehr Tempo, kostet aber 70% mehr Motorleistung. Eine Reduzierung der Geschwindigkeit von 130 auf 100 km/h senkt den Verbrauch um bis zu 30%, speziell bei Geländewagen (SUV). Ebenso deutlich sind die Einsparungen bei den CO2-Emissionen. Tempo 80 auf Landstraßen und 120 auf Autobahnen würden nach Berechnungen der Deutschen Umwelthilfe den verkehrsbedingten Ausstoß um knapp 12 Mio. t mindern. Das sind 8% der derzeit verursachten 145 Mio. t.
Es ist einleuchtend, dass ein Tempolimit auf Autobahnen die Wahrscheinlichkeit und die Schwere von Unfällen mindert. Die Verletzungsgefahr steigt bei hohem Tempo übermäßig stark, da die Aufprallenergie mit dem Quadrat der Geschwindigkeit wächst. Auch der Anhalteweg wird überproportional länger. Beispielsweise ist er bei 100 km/h mehr als dreimal so lang wie bei 50 km/h. Fachleute schätzen, dass ein generelles Tempolimit von 120 km/h die Zahl der Unfalltoten um ca. 35% und die der Schwerverletzten um ca. 26% senken würde.
Bei den im Bundestag vertreten Parteien sind die Positionen zum Tempolimit auf Autobahnen klar erkennbar. Die CDU ist dagegen, weil „es nichts bringt“, Söder hält ein Tempolimit für Ideologie, andere Politiker sprechen sogar von einer Panikmache. Die AfD ist pauschal gegen ein Tempolimit und fordert sogar die Abschaffung unbegründeter Tempolimits. SPD, Grüne und Linke befürworten ein Tempolimit auf Autobahnen, die SPD zwecks Verbesserung der Verkehrssicherheit, die Grünen zur Senkung des Spritverbrauchs, die Linke aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Umwelt- und Gesundheitsschutzes. Für SPD und Grüne ist ein Tempolimit nicht nur als Krisenreaktion, sondern als Dauerlösung erstrebenswert.
Weltweit gibt es nur wenige Staaten, wo kein Tempolimit auf Autobahnen besteht: Aufgrund politischer Entscheidungen gilt dies für Haiti, Mauretanien, Nordkorea und Somalia. Mangels Autobahnen gilt dies für Andorra, Bahamas, Grönland, Island, Liechtenstein, Malta, Moldawien, Nepal, Tschad und Vatikan.
Deutschlands Nachbarstaaten kennen alle ein Tempolimit, zumeist 130 km/h. Im Uhrzeigersinn sieht das wie folgt aus: Dänemark 130, Polen 140, Tschechei 130, Österreich 130, Schweiz 120, Frankreich 130, Luxemburg 130, Belgien 120, Niederlande tagsüber 100, nachts 120 oder 130. Zum Vergleich die Staaten der USA: zwischen 105 und 120 km/h, nur Texas erlaubt 137 km/h.
Ölpreiskrisen und Tempolimit sind für Deutschland keine neue Erfahrung. Die erste Ölkrise mit weltweiten Auswirkungen begann im Herbst 1973 als Folge des Jom-Kippur-Krieges von Ägypten, Syrien und anderen arabischen Staaten gegen Israel. Die OPEC-Staaten drosselten ihre Ölförderung und verhängten ein Embargo gegen israelfreundliche Staaten.
Der Ölpreis vervierfachte sich, der Benzinpreis stieg um 50%, die Regierung erließ ein Gesetz mit vier autofreien Sonntagen und einem Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen. Die Wirtschaft wurde von einer tiefen Rezession mit Inflation, Kurzarbeit und hoher Arbeitslosigkeit betroffen. Die Krise beendete die Wachstumsphase der Nachkriegszeit. Trotz dieser Probleme gab es unter dem Motto „Freie Fahrt für freie Bürger“ Protestaktionen gegen Tempolimit und Sonntagsfahrtverbot. Daher strich die Regierung schon 1974 die Begrenzungen wieder und ersetzte sie durch eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h auf Autobahnen.
Die Benzineinsparung durch Tempolimit und autofreie Sonntage lag unter den erhofften Werten. Das Sonntagsfahrverbot senkte den Verbrauch nur um 1,5%, da die wesentlichen Fahrtleistungen werktags stattfanden und für das Wochenende geplante Fahrten auf Samstag gelegt wurden. Das Tempolimit minderte den Verbrauch um knapp 1%. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es damals weitaus weniger Autobahnen gab, also viel weniger Verkehr einbezogen wurde. Wirksam war die Verdoppelung des Benzinpreises, so dass insgesamt der Benzinverbrauch um rund 4,5% sank.
Die zweite Ölpreiskrise (1979/80) wurde durch die iranische Revolution und den folgenden ersten Golfkrieg ausgelöst. Dies führte zu massiven Produktionsausfällen, einer Verdoppelung des Ölpreises und weltweit zu einer schweren Rezession. Hamsterkäufe trieben die Preise weiter nach oben. Die Bundesregierung setzte auf freiwillige Spaßmaßnahmen, Wärmedämmung und erneuerbare Energien. Sie führte die Sommerzeit ein, verzichtete jedoch auf ein Tempolimit. Spätestens die zweite Ölpreiskrise bewirkte ein gesteigertes Umweltbewusstsein.
Auf rund 30% aller deutschen Autobahnen gilt bereits ein Tempolimit. Ansonsten greift die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h. Sie ist zwar nur eine Empfehlung, ihr Überschreiten kann jedoch erhebliche rechtliche Wirkungen auslösen. So muss derjenige, der schneller fährt, im Schadensfall beweisen, dass der Unfall auch bei Einhalten der Richtgeschwindigkeit unvermeidbar gewesen wäre. Zudem kann er in Mithaftung genommen werden. Sowohl die Kasko- wie die Haftpflichtversicherung können ihre Leistungen kürzen.
Wer sich an die üblichen Regeln hält, darf in Deutschland beliebig schnell fahren, ohne strafrechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen. 2021 ist ein tschechischer Bürger mit seinem Bugatti Chiron auf der A2 bis zu 417 km/h gefahren. Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg entschied, dass dies angesichts einer leeren Autobahn keine Straftat sei.
Über Heiner Jüttner:
Der Autor war von 1972 bis 1982 FDP-Mitglied, 1980 Bundestagskandidat, 1981-1982 Vorsitzender in Aachen, 1982-1983 Landesvorsitzender der Liberalen Demokraten NRW, 1984 bis 1991 Ratsmitglied der Grünen in Aachen, 1991-98 Beigeordneter der Stadt Aachen. 1999–2007 kaufmännischer Geschäftsführer der Wassergewinnungs- und -aufbereitungsgesellschaft Nordeifel, die die Stadt Aachen und den Kreis Aachen mit Trinkwasser beliefert.
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Autofahrer: Benzin ist so teuer!
Auch Autofahrer:
(Auf dem Heckspoiler steht "Benzin verbrennen macht Spaß")
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Autofahrer: Benzin ist so teuer!
Auch Autofahrer:
(Auf dem Heckspoiler steht "Benzin verbrennen macht Spaß")
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Autofahrer: Benzin ist so teuer!
Auch Autofahrer:
(Auf dem Heckspoiler steht "Benzin verbrennen macht Spaß")
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Autofahrer: Benzin ist so teuer!
Auch Autofahrer:
(Auf dem Heckspoiler steht "Benzin verbrennen macht Spaß")
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Autofahrer: Benzin ist so teuer!
Auch Autofahrer:
(Auf dem Heckspoiler steht "Benzin verbrennen macht Spaß")
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Tankstellen: Spritpreise sinken weiter
Etwas Entspannung an der Zapfsäule: Der Absturz der Ölpreise kommt langsam bei den Tankstellen an. Die Kraftstoffpreise gehen weiter runter. Experten sehen aber noch "Luft nach unten".
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RE: https://mastodon.green/@VQuaschning/116380237296051422
#Autofahren ist über die letzten Jahrzehnte nicht teurer, sondern billiger geworden: Vor 50 Jahren und mit Durchschnittsverdienst musste für 100km Autofahrt 47 Minuten gearbeitet werden, auf dem aktuellen Höhepunkt des #Benzinpreis - Schocks nur noch 44 Minuten. (SZ, 10.4.26)
#Tempolimit
#TempolimitJetzt
#CO2Preismussbleiben
#Klimakatastrophe -
@tagesschau Hat wirklich jemand gedacht, dass die neue Regel in aktuellen Situation Preise senkt? Die Regel ist nicht schlecht. Aber sie wurde für Friedenszeiten gemacht und mit einem ganz anderen Ziel, nämlich dieses hektische Auf und Ab der Preise zu glätten und Vergleichbarkeit herzustellen. Deshalb bitte die Regel nicht wieder abschaffen!
Unabhängig davon brauchen wir derzeit eine genaue Beobachtung durch das Kartellamt und ggf. Abschöpfung von Übergewinnen!
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Überraschung!
Die Änderungen von Frau Reiche (CDU) dass Tankstellen nur noch einmal täglich Preise erhöhen dürfen, haben für konstant höhere Preise gesorgt!
Wer konnte das auch vorher wissen. Also eigentlich jeder mit einem Funken Verstand. Wirtschaftspartei CDU und so ... lächerlich.
#Tankstelle #Tankstellen #CDU #Union #Reiche #Wirtschaft #Benzinpreis #Dieselpreis #Spritpreise
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EU-Länder greifen mit mehreren Maßnahmen bei Spritpreisen ein
Der Preis für Diesel hat in Deutschland wieder ein Rekordhoch erreicht. Während hierzulande nur die 12-Uhr-Regel gilt, setzen andere Staaten in Europa auf Zuschüsse, Steuersenkungen und Preisdeckel.
#Dieselpreis #Benzinpreis #Spritpreise #Tankstelle #Steuer #EU
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#irankrieg
#ölpreis
#dieselpreis
#benzinpreis
#merznichtmeinkanzler
#cdunichtmeineparteiNa sowas!
Danke "FRITZE" MERZ
für NICHTS! -
#irankrieg
#ölpreis
#dieselpreis
#benzinpreis
#merznichtmeinkanzler
#cdunichtmeinepartei
Na sowas!Danke "FRITZE" MERZ
für NICHTS! -
So, Bingo. 💥 Tanken für 2,50 € pro Liter – oder wie es eigentlich heißen muss: fünf Mark! 🪙 🚗 😱
Trump🤝Merz🤝Reiche sind jetzt also ganz offiziell Die Grünen. 🟢 🤣
#Benzinpreis #TrumpEpsteinWar #MerzKannEsNicht #GasKathi #DieGrünen #Grüne
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Der Unterschied zwischen progressiver und konservativer Politik
- heute: #Tempolimit:SEIT JAHREN liegen viele Gründe dafür auf dem Tisch.
#Fossilisten verweigern sich aber.Jetzt steigt der Druck durch äußere (!) Einwirkungen, und Konservative (sprich: die #CDU!) müssen sich bewegen - #Machterhalt!
Dann heißt es nur: "Die Umstände haben sich ja geändert!"
- Einsicht, dass die eigene Kurzsichtigkeit scheiße war: Fehlanzeige.Wo kämen wir denn da auch hin, die CDU und Fehler!
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Ich fände ja eine adäquate politische Reaktion auf die Energiepreise wäre mindestens mal die Wiedereinführung des 9€ Tickets und eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung. Bei einer Merz geführten Regierung wird aber eher die Hölle zufrieren ..
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https://www.europesays.com/at/73722/ Katherina Reiche: Preisregel für Tankstellen soll ab Mittwoch gelten #Benzinpreis #BMWi #CDU #DeutscherBundestag #KatherinaReiche #Nachrichten #News #Politik #Schlagzeilen #Tankstelle #Welt #World #WorldNews
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https://www.europesays.com/at/73578/ Katherina Reiche: Preisregel für Tankstellen soll ab Mittwoch gelten #Benzinpreis #BMWi #CDU #DeutscherBundestag #KatherinaReiche #Nachrichten #News #Politik #Schlagzeilen #Tankstelle #Welt #World #WorldNews
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Führerscheinreform beschleunigen, Preisindex für das Deutschlandticket und mehr Schutz für Bahnpersonal. Die Verkehrsministerkonferenz ringt mit einer Fülle an Aufgaben. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick.#Politik #Deutschland #Deutschlandticket #Benzinpreis #Führerschein #Bundesländer #PatrickSchnieder #Verkehrspolitik
Auch Führerscheinreform kommt: Minister beschließen automatische Preissteigerung für Deutschlandticket -
Krieg im Iran: Dieselpreis klettert auf Rekordhoch (Statista + Kommentar)
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Seit Beginn des Irankrieges liest man überall, man könne doch jetzt nicht schlagartig Verbrenner und Gasheizung gegen Stromer und WP eintauschen. Das stimmt. Aber wessen Auto oder Heizung jünger als 10 Jahre ist, der hat sich bei der letzten Anschaffung bewusst für die umweltschädlichere, langfristig teurere und geopolitisch riskante Alternative entschieden und soll jetzt bitte nicht rumheulen. Die Fakten liegen schon zu lange auf dem Tisch.