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#bomben — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #bomben, aggregated by home.social.

  1. Breaking: Donald Trump erklärt Grund für Iran-Krieg

    Washington, D.C. (dpoi) – In einer Pressekonferenz hat US-Präsident Donald Trump heute den „eigentlichen“ Grund für den Krieg gegen den Iran enthüllt.
    „Viele Leute sagen: Warum dieser Krieg? Ist es wegen Sicherheit, wegen Politik, wegen irgendwas Kompliziertem? Falsch!“, erklärte Trump vor Journalisten. „Die Wahrheit ist
    markscheid.com/breaking-donald
    #Bomben #Iran #MamM #markscheid #USA

  2. @tagesschau

    Haben wir aber Glück das auch die #EU ein angebliches #Verbrenneraus auch aufheben möchte.

    2-3 #Bomben / #Drohnen reichen um uns auszuschalten

    Gut das es etliche #speditionen gibt die #ELkws haben.

  3. @greenpeace

    #Kriege verschmutzen die #Lebensbedingungen und schädigen Land, Wasser, Luft und die Systeme, von denen die #Menschen abhängen, noch lange nachdem die #Bomben gefallen sind.

    #Frieden und eine schnelle Abkehr von #Öl und #Gas müssen Hand in Hand gehen.

  4. „Die Demokratie fällt heute wieder vom Himmel“

    Heute Morgen weckte mich nicht der Muezzin. Heute weckte mich die Demokratie.
    Sie kam um 4:17 Uhr. Sehr pünktlich, sehr laut und offenbar mit großer Überzeugung. Das Fenster vibrierte, der Schrank auch, und meine Mutter rief aus der Küche: „Reza, steh auf! Die Freiheit ist wieder da!“
    Ich zog mir die Hose an
    markscheid.com/die-demokratie-
    #Bomben #Demokratie #Iran #Krieg #MamM #markscheid #Trump

  5. #Fahrrad fahren ist nicht teurer geworden.
    #EBike fahren ist nicht teurer geworden.
    #ÖPNV ist nicht teurer geworden.
    #Deutschlandticket für weite Strecken ist nicht teurer geworden.
    #Ökostrom ist nicht teurer geworden.

    Kein Mitleid mit keinem von euch.

    Die Kriegstoten, die Kriegsverwundeten, die Angehörigen der Kriegstoten, die Angehörigen der Kriegsverwundeten und die Wohnungslosen durch Trumps, Netanjahus und Putins #Bomben, #Drohnen und Terror tun mir leid.

    #Krieg #Terror #Gewalt

  6. #Iran: Zivilisten gefangen zwischen #Bomben und #Regime

    Die Zivilbevölkerung im Iran leidet unter Angriffen, abgeschaltetem Internet und fehlendem Schutz vor Bomben. Die Hoffnung auf einen schnellen #Regimewechsel schwindet, während die Angst vor weiterer Eskalation wächst.

    dw.com/de/iran-krieg-ziviliste

  7. @BlumeEvolution

    Im #Iran sterben #Menschen durch #Bomben und Du freust Dich über den #Erfolg der heuchlerisch-verlogenen wettbewerbsbedingt-konfusen Symptomatik im Verhältnis von 1:5, "Bravo" sehr "christlich" 👏🥴 Dabei müsste das nicht nur im #Sinne von #Jesus Christus mit Worten zur #Einladung in ein globales #Gemeinschaftseigentum OHNE wettbewerbsbedingt-konfuse Symptomatik geschehen, OHNE #Tote #Opfer❗️

  8. In #Nigeria: 35 Mio ernsthaft von #Hunger bedroht.

    Im Nordosten des Landes: Millionen #Vertriebene, #Gewalt, bewaffnete #Konflikte, #Terrorismus, #Entführungen, #Naturkatastrophen, #Klimawandel, #Armut, #Hungersnot, ...

    Fehlende #Finanzierung: mehr als 1 Mio Menschen könnten lebensnotwendige #Unterstützung mit #Lebensmitteln verlieren.

    Trumps #USA senden #Bomben statt #Hilfe - lassen Menschen (ver)hungern - Einstellung Finanzierung #USAID.

    - africanews.com/2026/01/22/over

  9. Militärdrohnen in Myanmar zerstören erneut Betrugsanlage

    " Die Zahl der Ausländer, die vor dem Vorgehen des Militärs in Myanmar gegen Betrüger fliehen, steigt weiter an. Gestern suchten 1.575 von ihnen aus 28 Ländern auf der thailändischen Seite Schutz. "

    thailandtip.info/2025/10/31/mi

    #Myanmar #Diktatur #Drohnen #Bomben #Scam #KKPark #Asien #Thailand

  10. “‘Der Krieg in Gaza ist zu Ende", tönt der Blackrock-Kriegsaktien-Lobbyist F. #Merz am Rande der Veranstaltung (14.10.25, 05:34, WDR 5). Und möchte die ‘Chancen’, die sich jetzt auftäten, nicht ungenutzt verstreichen lassen. 20 Länder, und ihre eitlen, gierigen Chefs, angeführt vom orangenen Halloween-Mörder-Kürbis, versammelten sich wegen #Gaza.

    Klingt nach Hilfe?

    Nö. Klingt für mich nach: wir haben an den #Bomben-Toten verdient. Jetzt verdienen wir am #Wiederaufbau.

    #Krieg #macht #reich

  11. #Bombenstimmung in Dresden. Bereits der 4. ☝🏼Fund bei den Abrissarbeiten der #Carolabrücke

    #Bomben waren, sind und bleiben #Scheiße (2)

    > #Bombenentschärfung in #Dresden: Evakuierung betrifft 17.000 Anwohner

    mdr.de/nachrichten/sachsen/dre

    > Am Standort der abgerissenen Carolabrücke in Dresden ist am Dienstag wieder ein #Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Wegen der Entschärfung am Mittwoch müssen 17.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

    Und "Danke", ihr #FCKNZS

  12. #Bomben waren, sind und bleiben #Scheiße. (1/2)

    > #80 Jahre nach #Atombomben-Abwurf: Warum in #Hiroshima #Rosen aus Eltville blühen

    hessenschau.de/kultur/80-jahre

    > Eltville am Rhein und die japanische Metropole Hiroshima haben eine außergewöhnliche Verbindung - durch Blumen. Die botanische Beziehung erwuchs aus einer besonderen Freundschaft vor einem traurigen Hintergrund.

    🌹 Nette Geste. 🌹

  13. #Streng_geheim “:

    #Helsing plant #Drohnenbomber mit großer Reichweite

    Eines der wertvollsten #europäischen #Rüstungs- #Start_ups will offenbar #autonome #Luftkampfsysteme bauen, die klassische Kampfjets ersetzen können. Interne Dokumente zeigen Pläne, die den #Platzhirschen #Airbus gefährden.

    Das #Rüstungs-Start-up #Helsing entwickelt unbemannte #Luftkampfsysteme, die #Bomben von mehreren Hundert Kilo tragen können.

    netzpolitik.org/2025/streng-ge

  14. **Krieg? Ernsthaft jetzt?! So wird das nichts.**

    Okay Leute, mal ganz ehrlich: Die USA mischen jetzt im Konflikt zwischen Israel und dem Iran mit. Und damit ist die Lage jetzt brandgefährlich. Was vorher schon übel genug war – fragt mal die Menschen vor Ort, die mit Raketen beschossen werden –, ist jetzt ein ausgewachsener Krieg. Game over für den Frieden.
    Und warum der ganze Mist? Weil mal wieder niemand Bock hatte, bis zum Ende zu reden. Diplomatie? Fehlanzeige. Stattdessen lässt man lieber die Bomben sprechen.

    Klar, die Vorstellung, dass noch ein Land Atombomben besitzt, ist alles andere als cool. Und ja, logisch hat Israel Angst, dass die Dinger irgendwann auf sie gerichtet werden. Aber rechtfertigt das allen Ernstes einen Krieg? Einen Krieg, der die ganze Region in Brand stecken und am Ende vielleicht die ganze Welt in den Abgrund reißen könnte?

    Denn eins muss jedem klar sein: Ein globaler Krieg wird nicht mehr mit Panzern und Gewehren geführt. Das wird ein nuklearer Albtraum. Und das bedeutet dann Zappenduster für uns alle. Auslöschung. Ende.
    Deshalb an alle, die da oben was zu sagen haben:

    **Hört auf, Bomben zu werfen! Setzt euch endlich an einen Tisch und verhandelt. SOFORT!**

    Vielen Dank an Angelika Pauly für ihren krassen Anti-Kriegs-Song, den wir hier für euch am Start haben!
    carow-verlag.de/wp-content/upl

    Ich bin übrigens Lily, die ihr sonst von der FUNime kennt. Die Verlagschefin hat mir hier den Platz freigemacht, damit ich mal unmissverständlich klarmachen kann, was Sache ist. Das ist meine Meinung – und die wollte ich mit euch teilen.

    #krieg #frieden #bomben #verhandeln #usa #israel #iran #makelovenotwar

  15. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  16. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  17. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  18. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  19. Neulich Abend unterhielt ich mich mit einem Freund, dessen Leben sich in vielerlei Hinsicht radikal von meinem unterschied – er ist fast zwanzig Jahre jünger als ich und in einem Haushalt aufgewachsen, der meinem überhaupt nicht glich. Wir sprachen darüber, wie wir beide im #Unterricht #Bücher unter unseren Schreibtischen lasen. Keine S#chulbücher, sondern eskapistische #Fantasy-#Literatur. Während der gesamten Mittelstufe hatte ich eine Linie quer über der Stirn, von der Stelle, an der die Kante des Schreibtisches in meine Haut drückte, während ich unter dem Tisch Bücher las.

    Ich hatte keine besonders gute Zeit in der Mittelstufe. Meine beiden besten Freunde waren gerade weggezogen, und unsere Mittelschicht-Nachbarschaft mit gemischten Einkommen war in ein wohlhabenderes Viertel umgesiedelt worden, um den Ort zu diversifizieren. Ich hatte nicht mehr nur einen #Mobber, wie in der #Grundschule, sondern etwa die Hälfte der Schule beteiligte sich an den Misshandlungen, die ich erlitt. (Ich hasse es wirklich, wie abfällig wir über „Mobbing“ sprechen, als wäre routinemäßiger körperlicher und emotionaler #Missbrauch etwas, das keiner weiteren Analyse bedarf.)

    Die Mittelschule war die Hölle. Sobald ich sie hinter mir hatte und auf die #Highschool ging, erinnere ich mich, dass ich mir dachte: „Warum habe ich nicht viele konkrete Erinnerungen an die letzten Jahre meines Lebens?“

    Die Mittelstufe war die Hölle, aber ich habe überlebt, und vielleicht habe ich überlebt, weil ich #Tolkien und #Heinlein und #Dumas und #Jacques und #Pierce und was auch immer für kitschige Fantasy-Romane ich mir jede Woche aus der #Bibliothek holte. Vielleicht habe ich überlebt, weil es das öffentliche #Bibliothekssystem gab. Vielleicht habe ich überlebt, weil es den Spieleladen gab, der Bücher über #Dungeons & #Dragons verkaufte – ich hatte niemanden zum Spielen, aber ich verbrachte viel Zeit damit, #Enzyklopädien über Welten zu lesen, die es nie gab.

    Daher habe ich die Bedeutung von spekulativer #Fiktion und #Eskapismus nie wirklich in Frage gestellt. Die Möglichkeit, für eine Weile nicht ich selbst zu sein, hatte schon immer einen sehr hohen Stellenwert. Am Ende der #Highschool fühlte ich mich mehr zur „Literatur“ hingezogen, insbesondere zu ängstlichen europäischen Männern wie #Camus und #Hesse, aber ich habe nie aufgehört, #Fantasy zu lesen.

    Ich möchte hier nicht einmal Bücher über Fernsehen, Videospiele, Filme und andere Formen der #Realitätsflucht stellen, obwohl Bücher immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben werden.

    Als ich das College abbrach, um Güterzüge zu fahren und gegen die Regierung zu kämpfen, flüchtete ich, nun ja, vor etwas. Ich befreite mich. Ich zahlte keine Miete mehr, ich arbeitete nicht mehr in einem regulären Job. Ich lebte in verlassenen Gebäuden und unter Brücken. Anstatt Würfel zu werfen, um Schlösser zu knacken, lernte ich, Schlösser zu knacken. Anstelle von Schatztruhen gab es Müllcontainer. Anstelle einer Abenteurergruppe hatte ich Tramper-Kumpels und eine Bezugsgruppe. Ich hatte den schwarzen Block und ich hatte #Waldverteidigung.

    Aber die ganze Zeit über las ich Bücher. Niemand verschlingt Romane so wie Baumpfleger – was zum Teufel soll man sonst den ganzen Tag machen?

    Als Kind habe ich „Der Hobbit“ wieder und wieder gelesen, aber als ich „Der Herr der Ringe“ zum ersten Mal las, war ich erwachsen, vielleicht 20 oder so, in einem Waldschutzlager im pazifischen Nordwesten. Ich hatte Wache. Ich und ein Freund saßen die ganze Nacht hinter einem Baumstamm neben einer Schotterstraße und verfolgten, wer rein- und rauskam, und informierten alle, wenn Polizisten auftauchten, um uns zu verhaften. Mein Begleiter schlief sofort ein, jede Nacht. Ich las „Herr der Ringe“ im Licht einer roten Stirnlampe. Ich entkam nicht einmal meiner Flucht, nicht wirklich, sondern verstärkte sie stattdessen. Hier war ich nun und lebte ein Leben voller Abenteuer, las über Leben voller Abenteuer.

    Und doch war ich mir trotz allem nicht sicher, ob es für einen Möchtegern-Revolutionär eine gute Zeitverwendung war, eskapistische Dinge zu schreiben. Klar, ich blieb lange auf, um zu lesen (oder Videospiele zu spielen, wenn ich einen Ort mit ausreichend Strom finden konnte). Aber so etwas tatsächlich zu machen? War es nicht wichtiger, etwas zu organisieren? Ich schrieb hier und da Geschichten, aber ich war zu schüchtern, um sie zu teilen. Was bedeutete das Schreiben schon, wenn im Wald Bäume fielen und im Ausland #Bomben fielen?

    Ich schrieb Ursula K. Le Guin einen Brief. Sie war eine meiner Heldinnen, eine pazifistische #Anarchistin, die so viele Bücher geschrieben hatte, die so vielen Menschen so viel bedeuteten. Ich schrieb ihr einen Brief an ihr Postfach und sagte: „Hallo, ich bin eine junge Autorin von anarchistischer #Belletristik und frage mich, welche Rolle Belletristik beim sozialen Wandel spielt. Kann ich dich für ein Zine dazu interviewen?“

    Sie antwortete mir per E-Mail und wir schrieben eine Weile miteinander. Ich erweiterte das Projekt von einem Zine zu einem Buch, in dem ich jeden anarchistischen Romanautor interviewte, den ich zu diesem Zeitpunkt finden konnte. So lernte ich die Rolle der Belletristik, insbesondere der spekulativen Belletristik, im sozialen Wandel kennen. Es gibt so viele Dinge: Belletristik stellt Fragen besser als sie Antworten liefert und fordert die Leser so heraus, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen; Belletristik gibt uns Vorbilder; Belletristik ermöglicht es uns, die Idee zu erforschen, dass die Gesellschaft grundlegend anders sein könnte (zum Besseren oder Schlechteren).

    Aber Fiktion ermöglicht uns auch, zu entkommen. Und das ist nicht falsch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages The Duty to Escape or: tolkien and le guin on escapist fantasy von @margaret: Die Pflicht zur Flucht oder: Tolkien und Le Guin über eskapistische Fantasien

    #Eskapismus #Anarchismus

  20. Erster Weltkrieg - 1914: Britische Flieger bombardieren Ziele im Rheinland

    Erst bombardieren deutsche Luftschiffe Lüttich und Antwerpen. In Deutschland liest man nur vom Bombenkrieg – bis britische Flieger über dem Rheinland kreisen.#ERSTERWELTKRIEG #Bomben #Luftschiff #FLUGZEUG #DEUTSCHLAND #Großbritannien #BELGIEN
    Erster Weltkrieg: 1914 - Britische Flieger bombardieren Rheinland

  21. 186.000 Getötete in #Gaza

    An die Wuppertaler Unterstützenden des offenen Briefes „Aus aktuellem Anlass: Kein Platz für Antisemitismus an Hochschulen“

    Sehr geehrter Herr Lutter, sehr geehrter Herr Bedenbender, sehr geehrter Herr Freudenberg, sehr geehrte Frau Gräsel, sehr geehrter Herr Hartung, sehr geehrter Herr Heinen, sehr geehrter Herr Johrendt, sehr geehrter Herr Jürges, sehr geehrte Frau König, sehr geehrte Frau Schneider, sehr geehrter Herr Grimm, sehr geehrter Herr Hunze, sehr geehrte Frau Lütke-Harmann,

    Sie haben am 2. Juli 2024 den offenen Brief „ Aus aktuellem Anlass: Kein Platz für Antisemitismus an Hochschulen“ unterzeichnet.

    Ich möchte Sie auf die folgende Veröffentlichung aufmerksam machen:

    „Counting the dead in Gaza: difficult but essential“ – Artikel von Rasha Khatib, Martin McKee und Salim Yusuf, erschienen am 5. Juli 2024 in The Lancet.

    Der Artikel bezieht sich auf die grosse Studie „Global burden of armed violence“, Geneva Declaratian Secretariat, Geneva 2008

    Es wird angenommen, dass die Zahl indirekter Todesfälle in modernen bewaffneten Auseinandersetzungen die Zahl direkter Todesfälle um den Faktor drei bis fünfzehn übersteigt. Die Autor:innen setzen für Gaza das Ergebnis konservativ mit dem Faktor vier an. Sie kommen unter dieser Annahme, bei Berücksichtigung von Unsicherheiten, zu dem Ergebnis, dass von Oktober 2023 bis zum 19. Juni 2024 circa 186.000 Menschen getötet wurden.

    Als angemessener historischer Vergleich der Belagerung einer Millionenstadt ist die Blockade von #Leningrad 1941 bis 1944 heranzuziehen. Hier wurde innerhalb von 28 Monaten schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung durch Hunger, Krankheit und Beschuss getötet. Dabei starben von den circa 1,1 Millionen Opfern etwa 16.000 direkt durch Waffengewalt. Die systematische Zerstörung der Infrastruktur durch die deutsche Armee war integraler Teil der deutschen Kriegsführung.

    Es gibt allerdings auch signifikante Unterschiede zwischen Leningrad und Gaza: Während Leningrad eine weitläufige Metropole mit Umland war, umfasst Gaza lediglich eine Fläche von 45 Quadratkilometern.

    Gaza ist mit über 12.000 Einwohner:innen pro Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte Ort der Welt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung sind #Kinder und #Jugendliche. Durch diese Faktoren liegt eine hohe #Vulnerabilität vor.

    Durch die #Blockade und die #Bombardierung seit dem 10. Oktober wurden alle Bereiche der #Infrastruktur zerstört. #Elektrizität, #Wasser und #Abwasser, #Strassen, #Krankenhäuser, #Schulen, #Universitäten sind Ziele systematischer Angriffe durch die israelische Armee.

    Daraus resultiert ein eklatanter Mangel an Wasser, an #Nahrungsmitteln, an #Medizin, an Dingen des täglichen Bedarfs. Durch gravierenden und langhaltenden Mangel hervorgerufene Schwäche führt zu Verbreitung vermeidbarer #Krankheiten, zum zunehmenden Sterben von Kranken, Alten und Kindern.

    Nahezu alle Bewohner:innen sind #Binnenvertriebene. Mehr als fünfzig Prozent der Wohngebäude sind zerstört. Unter den Trümmern werden mindestens 10.000 nicht geborgene Leichen vermutet.

    Alle Bürger:innen in Gaza sind seit neun Monaten in einer körperlicher und psychischen Extremsitation, die durch Verlust und Todesangst gekennzeichnet ist.

    Israel hat eine der modernsten #Streitkräfte weltweit. #Armee, #Luftwaffe und #Marine setzen Waffen aller Gattungen und Munition aller Kaliber in Gaza ein. 1000 Pfund #Bomben und 2000 Pfund Bomben werden in die Stadt mit der welthöchsten Bevölkerungsdichte abgeworfen.

    Es muss davon ausgegangen werden, dass die Kombination aller dieser Faktoren zu einer Beschleunigung der Sterblichkeit, führen wird.

    Es wäre deshalb die These zu prüfen, ob die Zahl an Getöteten in Gaza höher als Faktor vier, wie bei #Khatib, #McKee, #Yusuf, anzusetzen ist. Dann wäre die Zahl von 186.000 getöteten Einwohner:innen in Gaza überschritten.

    Der Stichtag des Artikels war der 19. Juni, seitdem ein weiterer Monat mit Blockade und unverminderter Bombardierung vergangen.

    Als #Lehrende und #Forschende sind Sie aufgefordert, die Hypothese von Khatib, McKee, Yusuf nach den Grundsätzen der #Wissenschaftlichkeit zu diskutieren.

    Geben Sie Ihre einseitige Position auf und ziehen Sie die einzige mögliche Schlussfolgerung aus der Analyse – verurteilen Sie dieses enorme #Kriegsverbrechen!

    Wuppertal, 20. Juli 2024

    Via @sebastianschroeder


    Foto © Mohamed Zanoun via activestills.org

    trueten.de/archives/13312-186. @palestine

  22. Bisher über 3000 #Raketen und #Drohnen und über 8500 ferngesteuerte #Bomben musste die #Ukraine in diesem Jahr ertragen. Und wir haben erst April. Mann kann es nicht oft genug wiederholen: Eine Unterstützung der Ukraine JETZT wird nicht nur die #Demokratie in der Ukraine bewahren, sondern auch uns langfristig viel weniger kosten und unsere #Sicherheit erhöhen. Sag ich als Grüner, als #Pazifist. Und auch meine Partei: gruenlink.de/2rwg 💛💙

  23. Hallo meine #Mastonauten, meine Nerdbatterie ist fast leer, also dachte ich mir wir spielen "Nenne ein Spiel das kein Schwein kennt"

    Regeln: Nenne ein #Game das du am besten noch Gut fandest, welches einfach niemand zu kennen scheint.

    Ich fange an, ihr postet einfach etwas drunter, lasst uns den Hashtag #NerdKettenBrief dafür einrichten.

    Mein #Videospiel ist: #SilentBomber auf der #Playstation, ein Isometrischer #3D #Action #Shooter, in dem wir uns durch Horden von #Robotern #bomben müssen

  24. 78. Jahrestag - Hiroshima mahnt

    Heute ist der 78. Jahrestag des #Atombombenabwurf​es auf Hiroshima. Das Netzwerk Friedenskooperative stellt eine umfangreiche Übersicht zu den Aktivitäten rund um die Gedenktage zur Verfügung. Aktuell finden sich in dem Terminkalender mehr als 80 Veranstaltungen bundesweit. Beteilige dich an den Aktionen! Hier findest du alle Infos und Termine.

    Es waren nur wenige Wochen zwischen dem ersten #Atomtest im US-Bundesstaat New Mexico und dem ersten Praxistest in #Hiroshima. Am 16. Juli 1945 war die im #Manhattan-Projekt entwickelte #Atombombe auf dem Testgelände bei #Alamogoro gezündet worden; ihre Sprengkraft betrug 21 Kilotonnen TNT. Die #Explosion war erfolgreich, aber über die tödliche Wirkung konnte der Test nichts Definitives aussagen. 20 Tage später detonierte die 12,5-Kilotonnen-Bombe mit dem niedlichen Namen "Little boy" in Hiroshima, drei Tage später eine weitere Bombe namens "Fat Man" über Nagasaki. Die Wirkung der #Bomben war kolossal: Zwischen 90.000 und 200.000 Menschen starben unmittelbar. Weitere 130.000 Menschen starben bis Jahresende. Bis 1950 war die Zahl der #Spätopfer in beiden Städten auf insgesamt 230.000 gestiegen. #Strahlenopfer sind auch heute noch in der dritten Generation zu beklagen. (RedGlobe)

    „Der obige Befehl ergeht an Sie auf Anweisung und mit Zustimmung des Kriegsministers und des Generalstabschefs der amerikanischen Streitkräfte.“ (Befehl an den General Carl #Spaatz, Oberkommandierender der amerikanischen strategischen #Luftwaffe für den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima)

    „Ich habe nie bereut und mich nie geschämt, denn ich glaubte damals, dass ich meine patriotische Pflicht tat, als ich den Befehlen folgte, die man mir gab.“ (Oberst Paul W. #Tibbets, der die Atombombe über Hiroshima ausklinkte)

    Obwohl #Japan zum damaligen Zeitpunkt militärisch bereits am Ende war, nahm die U.S. #Militärführung unter der Führung von US-Präsident #Truman zehntausende von Opfern in Kauf: 140.000 starben bis Ende 1945 an den Folgen des Abwurfs. Der zweite Atombombenabwurf auf Nagasaki geschah drei Tage später, am 9. August 1945. Die Opfer steigerten sich dadurch auf über 250.000.

    Lesetipps zum Thema vom Lebenshaus Alb:

    • "Der Fluss war voll von toten Menschen und ich konnte die Wasseroberfläche überhaupt nicht mehr sehen"

    • "Ich fühlte, dass die Stadt Hiroshima auf einen Schlag verschwunden war"

    • Was den Menschen von Hiroshima und Nagasaki Grauenhaftes widerfahren ist

    • Nacht der 100.000 Kerzen zum Hiroshimatag - “Verhängnisvollste Erfindung der Menschheitsgeschichte”

    Siehe auch:

    • "Erklärung der Weltkonferenz gegen Atomwaffen 2010", dokumentiert bei der "jungen Welt"

    • Democracy Now! Archive zu Hiroshima und Nagasaki

    • Die Geschichte von Shin's Dreirad

    trueten.de/archives/12874-78.-

  25. Im niedersächsischen Göttingen sind in der Nacht vier Zehn-Zentner-Bomben zur Detonation gebracht worden. Tausende Menschen mussten zuvor ihre Wohnungen verlassen. Drei Häuser wurden leicht beschädigt.
    Bombensprengung in Göttingen: Drei Häuser stärker beschädigt
  26. Im niedersächsischen Göttingen sind in der Nacht vier Zehn-Zentner-Bomben zur Detonation gebracht worden. Tausende Menschen mussten zuvor ihre Wohnungen verlassen. Drei Häuser wurden leicht beschädigt.
    Bombensprengung in Göttingen verläuft erfolgreich