home.social

#wissenschaftlichkeit — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #wissenschaftlichkeit, aggregated by home.social.

  1. 186.000 Getötete in #Gaza

    An die Wuppertaler Unterstützenden des offenen Briefes „Aus aktuellem Anlass: Kein Platz für Antisemitismus an Hochschulen“

    Sehr geehrter Herr Lutter, sehr geehrter Herr Bedenbender, sehr geehrter Herr Freudenberg, sehr geehrte Frau Gräsel, sehr geehrter Herr Hartung, sehr geehrter Herr Heinen, sehr geehrter Herr Johrendt, sehr geehrter Herr Jürges, sehr geehrte Frau König, sehr geehrte Frau Schneider, sehr geehrter Herr Grimm, sehr geehrter Herr Hunze, sehr geehrte Frau Lütke-Harmann,

    Sie haben am 2. Juli 2024 den offenen Brief „ Aus aktuellem Anlass: Kein Platz für Antisemitismus an Hochschulen“ unterzeichnet.

    Ich möchte Sie auf die folgende Veröffentlichung aufmerksam machen:

    „Counting the dead in Gaza: difficult but essential“ – Artikel von Rasha Khatib, Martin McKee und Salim Yusuf, erschienen am 5. Juli 2024 in The Lancet.

    Der Artikel bezieht sich auf die grosse Studie „Global burden of armed violence“, Geneva Declaratian Secretariat, Geneva 2008

    Es wird angenommen, dass die Zahl indirekter Todesfälle in modernen bewaffneten Auseinandersetzungen die Zahl direkter Todesfälle um den Faktor drei bis fünfzehn übersteigt. Die Autor:innen setzen für Gaza das Ergebnis konservativ mit dem Faktor vier an. Sie kommen unter dieser Annahme, bei Berücksichtigung von Unsicherheiten, zu dem Ergebnis, dass von Oktober 2023 bis zum 19. Juni 2024 circa 186.000 Menschen getötet wurden.

    Als angemessener historischer Vergleich der Belagerung einer Millionenstadt ist die Blockade von #Leningrad 1941 bis 1944 heranzuziehen. Hier wurde innerhalb von 28 Monaten schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung durch Hunger, Krankheit und Beschuss getötet. Dabei starben von den circa 1,1 Millionen Opfern etwa 16.000 direkt durch Waffengewalt. Die systematische Zerstörung der Infrastruktur durch die deutsche Armee war integraler Teil der deutschen Kriegsführung.

    Es gibt allerdings auch signifikante Unterschiede zwischen Leningrad und Gaza: Während Leningrad eine weitläufige Metropole mit Umland war, umfasst Gaza lediglich eine Fläche von 45 Quadratkilometern.

    Gaza ist mit über 12.000 Einwohner:innen pro Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte Ort der Welt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung sind #Kinder und #Jugendliche. Durch diese Faktoren liegt eine hohe #Vulnerabilität vor.

    Durch die #Blockade und die #Bombardierung seit dem 10. Oktober wurden alle Bereiche der #Infrastruktur zerstört. #Elektrizität, #Wasser und #Abwasser, #Strassen, #Krankenhäuser, #Schulen, #Universitäten sind Ziele systematischer Angriffe durch die israelische Armee.

    Daraus resultiert ein eklatanter Mangel an Wasser, an #Nahrungsmitteln, an #Medizin, an Dingen des täglichen Bedarfs. Durch gravierenden und langhaltenden Mangel hervorgerufene Schwäche führt zu Verbreitung vermeidbarer #Krankheiten, zum zunehmenden Sterben von Kranken, Alten und Kindern.

    Nahezu alle Bewohner:innen sind #Binnenvertriebene. Mehr als fünfzig Prozent der Wohngebäude sind zerstört. Unter den Trümmern werden mindestens 10.000 nicht geborgene Leichen vermutet.

    Alle Bürger:innen in Gaza sind seit neun Monaten in einer körperlicher und psychischen Extremsitation, die durch Verlust und Todesangst gekennzeichnet ist.

    Israel hat eine der modernsten #Streitkräfte weltweit. #Armee, #Luftwaffe und #Marine setzen Waffen aller Gattungen und Munition aller Kaliber in Gaza ein. 1000 Pfund #Bomben und 2000 Pfund Bomben werden in die Stadt mit der welthöchsten Bevölkerungsdichte abgeworfen.

    Es muss davon ausgegangen werden, dass die Kombination aller dieser Faktoren zu einer Beschleunigung der Sterblichkeit, führen wird.

    Es wäre deshalb die These zu prüfen, ob die Zahl an Getöteten in Gaza höher als Faktor vier, wie bei #Khatib, #McKee, #Yusuf, anzusetzen ist. Dann wäre die Zahl von 186.000 getöteten Einwohner:innen in Gaza überschritten.

    Der Stichtag des Artikels war der 19. Juni, seitdem ein weiterer Monat mit Blockade und unverminderter Bombardierung vergangen.

    Als #Lehrende und #Forschende sind Sie aufgefordert, die Hypothese von Khatib, McKee, Yusuf nach den Grundsätzen der #Wissenschaftlichkeit zu diskutieren.

    Geben Sie Ihre einseitige Position auf und ziehen Sie die einzige mögliche Schlussfolgerung aus der Analyse – verurteilen Sie dieses enorme #Kriegsverbrechen!

    Wuppertal, 20. Juli 2024

    Via @sebastianschroeder


    Foto © Mohamed Zanoun via activestills.org

    trueten.de/archives/13312-186. @palestine

  2. Lesenswerte Doppelrezension der Bücher "Männer, die die Welt verbennen" von @chrisstoecker und "Die Reue des Prometheus" von Peter #Sloterdijk von @BlumeEvolution auf Spektrum #Scilogs:

    »Mit 240+ Seiten plus Faktensheets und beeindruckenden Fußnotenapparat belegt der 1973 in Würzburg geborene Psychologe und SPIEGEL-Kolumnist Christian #Stöcker seinen Anspruch auf Sachlich- und #Wissenschaftlichkeit. Faktenreich und rasant präsentiert er in “Männer, die die Welt verbrennen” (2024 bei Ullstein) eine männliche “globale Allianz der #Verbrenner”: Diese reicht von #DavidKoch (USA) und internationalen Wissenschaftsleugner-Netzwerken über Wladimir #Putin (Russland) und dem Medienmogul Rupert #Murdoch (Australien) bis hinunter zur deutschen #ISNM (an deren Anti-Baerbock-Moses-Kampagne er auch meine Kritik erwähnt), zu Frank #Schäffler (FDP), Aserbaidschan-Lobbyisten der CDU und Ex-Kanzler #GerhardSchröder (Gazprom & SPD). Auch Friedrich #Merz, Jens #Spahn sowie Angela #Merkel (zwar Frau, aber eben auch CDU) kommen bei ihm nicht gut weg. Milde erfahren nur die #Grünen, die auch bei der regionalen Ablehnung von Windkraftanlagen oder bei der Agitation gegen Atomkraft- zugunsten von Kohlekraftwerken eben “intraökologische Konflikte” austrügen. […]

    Wäre die fossile Blockade der #Energiewende ausschließlich ein Problem liberaler und rechter Akteure, so bliebe das krasse, umweltpolitische Scheitern der sozialistischen Staaten und Regierungen von der Sowjetunion über “linke” Regierungen des heutigen Angola und alleine in Europa Dutzende sozialdemokratischer Regierungen bis zum neo-autoritären, „revolutionären“ Venezuela unerklärlich. Alles nur bedauerliche, fossile Einzelfälle? Oder doch #Ressourcenfluch?
    An diesem global beobachtbaren Widerspruch setzt der 1947 in Karlsruhe geborene Philosoph Peter #Sloterdijk in “Die Reue des Prometheus. Von der Gabe des Feuers zur globalen Brandstiftung” an. […]
    Laut dem begabten Großrauner Sloterdijk sei das fossile Versagen auch heute keinesfalls auf bürgerliche Bequemlichkeit, sondern vor allem auf eine verhängnisvolle Fehlentscheidung der Marxisten und generell #Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert zurück zu führen. Denn statt nach der vor allem auch von Christen betriebenen Abschaffung der #Sklaverei als “#Ausbeutung des Menschen durch den Menschen” eine wirklich gerechte und nachhaltige Gesellschaft zu gründen, hätte die entstehende Linke mit der Verschmelzung des Arbeits- und Energiebegriffes den Weg zur “Ausbeutung der Erde im Interesse des Menschen” (S. 46) geebnet. […] Neben zahlreichen katastrophal gescheiterten Links-Diktaturen mit Millionen von Toten sei damit bestenfalls eine “Ausbeutungsverschiebung” (S. 48) erreicht worden, die “moderne Gesellschaften eher Konsumvereinen” angleiche und sich nicht zuletzt in “expandierender, ja explodierender #Massentierhaltung” (S. 49) zeige. Die Gier sei also den Menschen nicht erst durch kapitalistische Lobbyisten und Werber eingetrichtert worden. “Die Erwartungen in bezug auf Teilhabe an den quasi anonym und massenhaft anströmenden Überflußgütern wurden für große Mehrheiten zu einer zweiten Natur. Die ‘Feuer des Neides’ trugen das Ihre bei, die konsumierenden Massen zu synchronisieren und zu verähnlichen.” (S. 55) So mündet Sloterdijks sehr Schweiz-Alpenraum-kompatible Argumentation zum Schutz der “#Mitwelt” (statt #Umwelt) in Aufrufe zu neuerlicher Natürlichkeit, Genügsamkeit und familiärer Bescheidenheit vor allem von Frauen bis hin zum “energetischen Pazifismus” (S. 61) und einer “Helvetisierung des Planeten” (S. 63), also der Zerlegung von Großstädten und großen Nationalstaaten in kleinere, föderale Kantone. Der globale Aufstieg rechtspopulistischer und nationalistischer Bewegungen bilde dagegen einen Anfall von “hyper-prometheischem Aufbegehren” (S. 68). Wenn der Philosoph hier auch ausdrücklich #Verschwörungsmythen eine Absage erteilt, so bezeichnet der Spektrum-Rezensent Josef König den sloterdijkschen Stil doch recht treffend als “elitären #Traditionalismus”.«

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  3. Lesenswerte Doppelrezension der Bücher "Männer, die die Welt verbennen" von @chrisstoecker und "Die Reue des Prometheus" von Peter #Sloterdijk von @BlumeEvolution auf Spektrum #Scilogs:

    »Mit 240+ Seiten plus Faktensheets und beeindruckenden Fußnotenapparat belegt der 1973 in Würzburg geborene Psychologe und SPIEGEL-Kolumnist Christian #Stöcker seinen Anspruch auf Sachlich- und #Wissenschaftlichkeit. Faktenreich und rasant präsentiert er in “Männer, die die Welt verbrennen” (2024 bei Ullstein) eine männliche “globale Allianz der #Verbrenner”: Diese reicht von #DavidKoch (USA) und internationalen Wissenschaftsleugner-Netzwerken über Wladimir #Putin (Russland) und dem Medienmogul Rupert #Murdoch (Australien) bis hinunter zur deutschen #INSM (an deren Anti-Baerbock-Moses-Kampagne er auch meine Kritik erwähnt), zu Frank #Schäffler (#FDP), Aserbaidschan-Lobbyisten der #CDU und Ex-Kanzler #GerhardSchröder (Gazprom & #SPD). Auch Friedrich #Merz, Jens #Spahn sowie Angela #Merkel (zwar Frau, aber eben auch CDU) kommen bei ihm nicht gut weg. Milde erfahren nur die #Grünen, die auch bei der regionalen Ablehnung von Windkraftanlagen oder bei der Agitation gegen Atomkraft- zugunsten von Kohlekraftwerken eben “intraökologische Konflikte” austrügen. […]

    Wäre die fossile Blockade der #Energiewende ausschließlich ein Problem liberaler und rechter Akteure, so bliebe das krasse, umweltpolitische Scheitern der sozialistischen Staaten und Regierungen von der Sowjetunion über “linke” Regierungen des heutigen Angola und alleine in Europa Dutzende sozialdemokratischer Regierungen bis zum neo-autoritären, „revolutionären“ Venezuela unerklärlich. Alles nur bedauerliche, fossile Einzelfälle? Oder doch #Ressourcenfluch?
    An diesem global beobachtbaren Widerspruch setzt der 1947 in Karlsruhe geborene Philosoph Peter #Sloterdijk in “Die Reue des Prometheus. Von der Gabe des Feuers zur globalen Brandstiftung” an. […]
    Laut dem begabten Großrauner Sloterdijk sei das fossile Versagen auch heute keinesfalls auf bürgerliche Bequemlichkeit, sondern vor allem auf eine verhängnisvolle Fehlentscheidung der Marxisten und generell #Arbeiterbewegung im 19. Jahrhundert zurück zu führen. Denn statt nach der vor allem auch von Christen betriebenen Abschaffung der #Sklaverei als “#Ausbeutung des Menschen durch den Menschen” eine wirklich gerechte und nachhaltige Gesellschaft zu gründen, hätte die entstehende Linke mit der Verschmelzung des Arbeits- und Energiebegriffes den Weg zur “Ausbeutung der Erde im Interesse des Menschen” (S. 46) geebnet. […] Neben zahlreichen katastrophal gescheiterten Links-Diktaturen mit Millionen von Toten sei damit bestenfalls eine “Ausbeutungsverschiebung” (S. 48) erreicht worden, die “moderne Gesellschaften eher Konsumvereinen” angleiche und sich nicht zuletzt in “expandierender, ja explodierender #Massentierhaltung” (S. 49) zeige. Die Gier sei also den Menschen nicht erst durch kapitalistische Lobbyisten und Werber eingetrichtert worden. “Die Erwartungen in bezug auf Teilhabe an den quasi anonym und massenhaft anströmenden Überflußgütern wurden für große Mehrheiten zu einer zweiten Natur. Die ‘Feuer des Neides’ trugen das Ihre bei, die konsumierenden Massen zu synchronisieren und zu verähnlichen.” (S. 55) So mündet Sloterdijks sehr Schweiz-Alpenraum-kompatible Argumentation zum Schutz der “#Mitwelt” (statt #Umwelt) in Aufrufe zu neuerlicher Natürlichkeit, Genügsamkeit und familiärer Bescheidenheit vor allem von Frauen bis hin zum “energetischen Pazifismus” (S. 61) und einer “Helvetisierung des Planeten” (S. 63), also der Zerlegung von Großstädten und großen Nationalstaaten in kleinere, föderale Kantone. Der globale Aufstieg rechtspopulistischer und nationalistischer Bewegungen bilde dagegen einen Anfall von “hyper-prometheischem Aufbegehren” (S. 68). Wenn der Philosoph hier auch ausdrücklich #Verschwörungsmythen eine Absage erteilt, so bezeichnet der Spektrum-Rezensent Josef König den sloterdijkschen Stil doch recht treffend als “elitären #Traditionalismus”.«

    scilogs.spektrum.de/natur-des-

  4. Ein Argument für diese Präventionsmaßnahme ist zufolge das Verhindern von Spitzenbelastungen in den Spitälern in der Wintersaison. Warum nicht mehr #Lufthygiene?
    Könnte in Verordnung geregelt werden, Orientierung an #Wissenschaftlichkeit.
    ots.at/presseaussendung/OTS_20

  5. Danke für die Meinung, @oliverherold

    Gerade auch beim Thema der #Wissenschaftlichkeit schlage ich - wie in der #Ebert-Studie - den neutralen Begriff der #Verschwörungserzählung vor, der diskutierbar ist, aber auch zum #Verschwörungsmythos werden kann. Eine wissenschaftliche #Theorie ist keine Verschwörungserzählung, der Begriff #Verschwörungstheorie daher m.E. sachlich falsch. Und, ja, in #Frankreich erfolgen bereits krasse Maßnahmen gegen die #Wasserkrise. t-online.de/nachrichten/panora

  6. Hallo 2023! Hinter uns liegt ein Jahr, das die Weltgemeinschaft besonders gefordert hat. Sicher ist: Es wird nicht das letzte #Krisenjahr gewesen sein.

    Lies hier, welche Schritte wir auf dem Weg in die politische Verantwortung im letzten Jahr gemacht haben und was wir für 2023 anstreben:

    diehumanisten.de/2023/01/01/ha

    #Humanismus #Menschrenrechte #StandwithUkraine #Klimawandel #Säkularisierung #Forschung #Wissenschaftlichkeit #Technologie #Transhumanismus #Tierwohl #Gesundheit #Pflege #Demokratie