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Erinnerung und Demonstration: Chemnitz gedenkt der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg
Mit zahlreichen Veranstaltungen haben Hunderte Menschen in Chemnitz an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg erinnert. Wie…
#Chemnitz #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Bombardierung #Demonstration #ErinnerungundDemonstration #Germany #Neumarkt #Sachsen #SvenSchulze #ZweiterWeltkrieg
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https://www.europesays.com/de/841079/ Trump und Hegseth beginnen „totalen Krieg“ gegen den Iran #AktuelleNachrichten #AktuelleNews #Bombardierung #Headlines #HRANA #Iran #Krieg #Nachrichten #News #Schlagzeilen #UnitedStates #UnitedStatesOfAmerica #US #USA #VereinigteStaaten #VereinigteStaatenVonAmerika #Völkerrecht
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Erinnerung als Konflikt: Dresden 81 Jahre nach der Bombardierung
https://freie-radios.net/mp3/20260226-erinnerungal-121118.mp3Datei herunterladen | In neuem Fenster abspielen | Audiolänge: 00:16:16 | Aufgenommen am 26. Februar 2026
Am 13. Februar 2026 jährt sich die Bombardierung Dresdens zum 81. Mal. Während in der Innenstadt der Opfer von 1945 gedacht wird, mobilisieren rechtsextreme Gruppen erneut zu einem sogenannten „Trauermarsch“. Auf der anderen Seite formieren sich Menschenkette und Blockadebündnisse. Die Polizei trennt die Versammlungen mit einem Großaufgebot.
Der Beitrag zeichnet die historischen Hintergründe der Luftangriffe nach, ordnet umstrittene Opferzahlen ein und zeigt, wie früh die Zerstörung Dresdens propagandistisch instrumentalisiert wurde. Er begleitet den aktuellen Aufmarsch, spricht mit Gegendemonstrierenden und beleuchtet die Rolle der Stadtgesellschaft – zwischen stillem Gedenken und aktivem Widerstand.
81 Jahre nach Kriegsende ist der 13. Februar in Dresden nicht nur ein Tag der Erinnerung. Er ist ein politischer Konfliktraum – und ein Streit um die Deutung der Geschichte.
Foto: Symbolbild von einer Demonstration am 13. Februar 2010 in Dresden. Gemacht von tonal decay (Lizenz: CC-BY)
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Zweiter Weltkrieg: Tausende gedenken in Dresden der Angriffe vom 13. Februar 1945
In Dresden ist der Bombardierung der Stadt kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs vor 81 Jahren gedacht worden. Am Abend…
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Menschenkette und Ablauf des Gedenken 2026
„Nötiger denn je“ Dresden bildet erneut Menschenkette Aktualisiert am 13.02.2026 – 15:45 UhrLe…
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„Dresden Widersetzen“ plant Blockaden gegen Neonazi-Aufmarsch am Samstag
Bombardierung Dresdens Bündnis will Neonazi-Aufmarsch mit Tausenden blockieren Aktualisiert am 11.02.2026 – 13:20 UhrLesedauer: 2 Min. Ein Banner…
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„Dresden Widersetzen“ plant Blockaden gegen Neonazis
Bombardierung Dresdens Bündnis will Neonazi-Aufmarsch mit Tausenden blockieren 09.02.2026 – 16:25 UhrLesedauer: 2 Min. Ein Banner von „Dresden…
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Menschenkette und Ablauf des Gedenkens 2026
„Nötiger denn je“ Dresden bildet erneut Menschenkette am 13. Februar 09.02.2026 – 14:38 UhrLesedauer: 2 Min. Ursula M.…
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Fake News vom Feinsten
USA stellen sich außerhalb des Völkerrechts
Mehr dazu bei https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/un-sicherheitsrat-venezuela-104.html
a-fsa.de/d/3M7
Link zu dieser Seite: https://www.a-fsa.de/de/articles/9386-20251225-fake-news-vom-feinsten.html
Link im Tor-Netzwerk: http://a6pdp5vmmw4zm5tifrc3qo2pyz7mvnk4zzimpesnckvzinubzmioddad.onion/de/articles/9386-20251225-fake-news-vom-feinsten.html
Tags: #USA #Völkerrecht #Seerecht #Bombardierung #Fischerboote #Venezuela #Souveränität #Regimewechsel #Ölquellen #Drogenhandel #UNO #Sicherheitsrat #Grundrechte #Menschenrechte -
So teuer war das Gedenken der vergangenen Jahre
Bis zu 240.00 Euro So unterschiedlich teuer ist Dresdens Gedenken am 13. Februar 25.09.2025 – 19:41 UhrLesedauer: 1…
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https://www.europesays.com/de/450009/ -
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Die israelische Armee hat in Gaza-Stadt erneut ein Hochhaus bombardiert und weitere Evakuierungen in eine ‚humanitäre Zone‘ nach Khan Younis angeordnet - mit dem Ziel, die Hauptstadt des Gazastreifens vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen.#Bombardierung #Gazastreifen #Israel #Israelisch-palästinensischerKonflikt #KriegIsraelsgegendieHamas
Israel intensiviert Angriffe auf Gaza-Stadt und ordnet neue Evakuierungen an -
Datenbank der israelischen Armee zeigt: Mindestens 83 % der Getöteten in Gaza waren Zivilisten
Geheime Infos vom Mai zeigen, dass Israel dachte, es hätte bei seinen Angriffen auf #Gaza etwa 8.900 Militante getötet, was auf einen Anteil an zivilen Opfern hindeutet, der in der modernen Kriegsführung kaum zu finden ist, so eine gemeinsame Untersuchung.
Daten aus einer internen Datenbank des israelischen #Geheimdienstes zeigen, dass mindestens 83 % der #Palästinenser, die bei Israels Angriff auf #Gaza getötet wurden, #Zivilisten waren. Das haben eine Untersuchung des +972 Magazine, Local Call und The Guardian ergeben.
Die Zahlen aus der geheimen Datenbank, in der die Todesfälle von Militanten der #Hamas und des Palästinensischen Islamischen Dschihad (#PIJ) erfasst sind, stehen in krassem Widerspruch zu den öffentlichen Erklärungen der israelischen #Armee und #Regierungsvertreter während des gesamten Krieges, die im Allgemeinen ein Verhältnis von 1:1 oder 2:1 zwischen zivilen Opfern und militanten Opfern angegeben haben. Stattdessen stützen die geheimen Daten die Ergebnisse mehrerer Studien, die darauf hindeuten, dass Israels #Bombardierung des #Gazastreifens Zivilisten in einem Ausmaß getötet hat, das in der modernen #Kriegsführung kaum Parallelen findet.
Die israelische Armee hat die Existenz der Datenbank bestätigt, die vom #Militärgeheimdienst (bekannt unter dem hebräischen Akronym „Aman“) verwaltet wird. Mehrere mit der Datenbank vertraute Geheimdienstquellen sagten, die Armee betrachte sie als einzige verlässliche Quelle für die Zahl der militanten Opfer. Mit den Worten eines von ihnen: „Es gibt keine andere Quelle, die man überprüfen kann.“
Die Datenbank enthält eine Liste mit 47.653 Namen von Palästinensern in Gaza, die #Aman als aktive Mitglieder der militärischen Flügel der Hamas und der PIJ betrachtet. Den Quellen zufolge basiert die Liste auf internen Dokumenten der Gruppen, die der Armee zugespielt wurden (die von +972, Local Call und The Guardian nicht überprüft werden konnten).
In der #Datenbank sind 34.973 Namen als Aktivisten der Hamas und 12.702 als #Aktivisten der Islamischen #Dschihad aufgeführt (eine kleine Anzahl ist als bei beiden Gruppen aktiv aufgeführt, wird aber nur einmal in der Gesamtzahl gezählt).
Nach den Daten, die im Mai dieses Jahres erhoben wurden, glaubte die israelische Armee, seit dem 7. Oktober etwa 8.900 Aktivisten getötet zu haben – 7.330 davon galten als sicher tot und 1.570 als „wahrscheinlich tot“. Die meisten von ihnen waren einfache Mitglieder, und die Armee vermutete, dass sie 100 bis 300 hochrangige Hamas-Mitglieder von insgesamt 750 in der Datenbank aufgeführten Personen getötet hatte.
Eine mit der Datenbank vertraute Quelle erklärte, dass jedem Namen auf der Liste, von dem die Armee sicher ist, dass er getötet wurde, eine bestimmte Information beigefügt ist, die diese Einstufung rechtfertigt. +972, Local Call und The Guardian haben die Zahlen aus der Datenbank bekommen, ohne Namen oder zusätzliche Geheimdienstberichte.
Die täglichen Gesamtzahlen der #Todesopfer, die vom #Gesundheitsministerium in Gaza veröffentlicht werden (und die Local Call letztes Jahr enthüllte, dass sie sogar vom israelischen #Militär als zuverlässig angesehen werden), unterscheiden nicht zwischen Zivilisten und Militanten. Wenn man aber die Zahlen der militanten Opfer aus der internen Datenbank der israelischen Armee vom Mai mit den Gesamtopferzahlen des Gesundheitsministeriums vergleicht, kann man ungefähr berechnen, wie hoch der Anteil der zivilen Opfer in den ersten drei Monaten des Krieges war, als die Zahl der Todesopfer bei 53.000 lag.
Wenn man davon ausgeht, dass alle sicheren und wahrscheinlichen #Todesfälle von Militanten in der Zahl der Todesopfer berücksichtigt wurden, bedeutet das, dass über 83 Prozent der Toten in Gaza Zivilisten waren. Wenn man die wahrscheinlichen Todesfälle nicht mitzählt und nur die sicheren Todesfälle berücksichtigt, steigt der Anteil der zivilen Todesopfer auf über 86 Prozent.
Die Geheimdienstquellen erklärten, dass die Gesamtzahl der getöteten Hamas- und PIJ-Kämpfer wahrscheinlich höher ist als die in der internen Datenbank erfasste Zahl, da diese weder Kämpfer umfasst, die getötet wurden, aber nicht namentlich identifiziert werden konnten, noch Gazaner, die an den Kämpfen teilgenommen haben, aber nicht offiziell Mitglieder der Hamas oder der PIJ waren, noch politische Persönlichkeiten der Hamas wie Bürgermeister und Minister, die Israel ebenfalls als legitime Ziele betrachtet (unter Verstoß gegen das #Völkerrecht).
Das heißt aber nicht unbedingt, dass der Anteil der zivilen Opfer niedriger ist als oben berechnet; er könnte sogar noch höher sein. Jüngste Studien deuten darauf hin, dass die Zahl der Todesopfer des Gesundheitsministeriums – die derzeit bei etwa 62.000 liegt – wahrscheinlich ebenfalls deutlich unter der Gesamtzahl der Opfer der israelischen Angriffe liegt, möglicherweise um mehrere Zehntausend.
Manipulation der Zahlen
Seit Beginn des Krieges haben israelische Beamte versucht, Vorwürfe der mutwilligen Tötung in Gaza zurückzuweisen, während die Zahl der palästinensischen Todesopfer rapide anstieg. Im Dezember 2023, als die Zahl der Todesopfer bereits bei 16.000 lag, sagte der internationale Sprecher der israelischen Armee, Jonathan #Conricus, gegenüber CNN, dass Israel für jeden getöteten Militanten zwei Zivilisten getötet habe – ein Verhältnis, das er als „enorm positiv” bezeichnete. Im Mai 2024, als die Zahl der Todesopfer bei 35.000 lag, behauptete Premierminister Benjamin #Netanjahu, dass das Verhältnis tatsächlich näher bei 1:1 liege, eine Behauptung, die er im September desselben Jahres wiederholte.Die genaue Zahl der Militanten, die Israel seit dem 7. Oktober getötet haben will, schwankt scheinbar ohne jede Logik. Im November 2023 deutete ein hochrangiger Sicherheitsbeamter gegenüber der israelischen Nachrichtenseite #Ynet an, dass Israel bereits über 10.000 Militante getötet habe. In einer offiziellen militärischen Einschätzung, die der Regierung im folgenden Monat vorgelegt wurde, sank diese Zahl auf 7.860.
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages "Israeli army database suggests at least 83% of Gaza dead were civilians" von Yuval Abraham in +972 Magazine, 21. August 2025
@israel @palestine @gaza #CapitalismIsADeathCult #StopTheWar
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„Die Negev ist für alle!“
Rede von @sebastianschroeder auf der Kundgebung „Beendet den Belagerungs- und Hungerkrieg! Stoppt den Genozid! Jetzt!“ am 14. Juni 2025 in Wuppertal
Guten Tag!
Mein Name ist Sebastian Schröder, ich bin gewähltes Mitglied in der Bezirksvertretung #Elberfeld-West in #Wuppertal und engagiere mich seit November 2023 in der #Palästina-Solidaritäts-Bewegung.
Wir protestieren heute gegen die #Blockade, #Bombardierung, #Besetzung und #Aushungerung von #Gaza! Stoppt endlich diesen Wahnsinn!
Doch auch in den besetzten Gebieten der #Westbank herrscht Unterdrückung, ebenso wie in #Israel selbst. Verschiedene Rechtssysteme trennen die palästinensischen Menschen von den jüdischen Israelis systematisch. B'Tselem, Human Rights Watch und Amnesty International haben in grossen Untersuchungen 2021 und 2022 festgestellt, dass in Israel #Apartheid vorliegt!
Wuppertal ist seit 1977 mit Beer Sheva verbunden, das ist die älteste Städtepartnerschaft zwischen #Deutschland und Israel. #BeerSheva ist die grösste und wichtigste Stadt in der Wüste #Negev, und Beer Sheva ist damit das Verwaltungszentrum dieser grossen Region im Süden von Israel Palästina.
Am Donnerstag, vorgestern, haben in Beer Sheba viele tausend Beduin:innen gegen ihre #Diskriminierung durch den israelischen Staat demonstriert. Die Beduin:innen sind die indigene Bevölkerung im Negev. Seit der Gründung des Staates Israel 1948 werden die Lebensbedingungen dieser Bevölkerungsgruppe permanent verschlechtert, um sie von ihrem Land zu vertreiben.
Zur vollständigen Rede.
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EILT: Protestaktion „Rote Linie: #Völkerrecht“
Einladung zu einer Protestaktion vor dem Auswärtigen Amt für die Einhaltung des Völkerrechts, für einen Waffenstillstand, gegen Waffenexporte an Israel!
Wann: 5. Juni 2025 um 11.30 Uhr
Wo: Auswärtiges Amt, Werderscher Markt 1, 10117 BerlinKundgebung zum Besuch des israelischen Außenministers!
STOPPT...
...das #Töten
...die #Blockade
...das #Aushungern
...die #Zerstörung
...die #Bombardierung
...die #Waffenlieferungen
...die #Vertreibung
...die #Besatzunghttps://blog.fiff.de/protestaktion-rote-linie-volkerrecht-einladung/
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„Wer sich dem Wasser nähert, riskiert sein Leben. Aber wenn wir das Meer verlassen, sterben wir.“
Von der #Fischereiindustrie in Gaza ist nach dem #Krieg und den jahrelangen israelischen Beschränkungen nur noch wenig übrig. Dennoch halten die #Fischer an ihrem #Lebensunterhalt fest.
Seit 17 Monaten hat Ahmed Al-Hissi, ein 54-jähriger Fischer aus dem Flüchtlingslager #AlShati in Gaza, seine Angelrute nicht mehr angerührt. Sie liegt noch immer im Lagerraum am Hafen, wo er sie kurz nach Beginn des israelischen Angriffs auf den #Gazastreifen verstaut hat, und er hat es nicht gewagt, sie herauszuholen – auch nicht nach dem #Waffenstillstand.
„Wir haben große Familien und die #Fischerei ist unsere einzige #Einnahmequelle“, erklärte er dem Magazin +972. “Wir warten immer noch darauf, dass die [israelische] #Armee uns erlaubt, zu fischen.“
Seit Jahren müssen die Fischer im Gazastreifen mit immer kleiner werdenden #Fischereizonen zurechtkommen, die im Rahmen der israelischen# Blockade des Gebiets verhängt wurden. Doch nach dem 7. Oktober kam die Branche vollständig zum Erliegen, da israelische #Marineschiffe regelmäßig das Feuer auf jeden eröffneten, der das Meer betrat. „Meine Söhne versuchten, vom Strand aus zu fischen, und trotzdem wurde auf sie geschossen“, berichtete Al-Hissi.
Nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Januar kehrte Al-Hissi, der seit seiner Jugend als Fischer tätig ist, mit seinen Söhnen zum Hafen zurück, in der Hoffnung, wieder arbeiten zu können. Sie fanden eine Szene der völligen Verwüstung vor: Alle Boote im Hafen waren zerstört worden. „Es war nichts mehr da“, sagte er. „Wir müssen ganz von vorne anfangen.“
Tatsächlich ist von der einst florierenden #Fischereiindustrie in Gaza nach anderthalb Jahren israelischer #Bombardierung kaum noch etwas übrig. Nizar Ayyash, der Vorsitzende der #Fischergewerkschaft in Gaza, schätzt den Schaden für die Branche auf etwa 75 Millionen US-Dollar. Nach Angaben des #Landwirtschaftsministeriums hat #Israel mindestens 200 Fischer getötet und bedroht, ins Visier nimmt und tötet sie auch nach dem Waffenstillstand weiterhin.
Al-Hissi kennt diese Gefahren besser als jeder andere: Zwei seiner Söhne wurden 2017 und 2021 von israelischen Streitkräften auf See erschossen. „Unter der israelischen #Besatzung war dieser Beruf für uns nie sicher“, erklärte er. „Schon vor dem Krieg.“
Rajab Abu Ghanem, 51, besaß ein großes Fischerboot, mit dem er jahrzehntelang jeden Tag aufs Meer hinausfuhr. Von seinem Haus im gehobenen Küstenviertel Sheikh Ijlin südlich von Gaza-Stadt aus konnte er das Wasser sehen. „Ich lebe dort seit meiner Kindheit“, sagte er gegenüber +972. „Tag und Nacht atmete ich die Meeresluft ein, und ich brauchte nur zehn Schritte zu gehen, um am Strand zu sein.“
Zu Beginn des Krieges wurden Abu Ghanem und seine Familie in das Zeltlager Al-Mawasi in der Nähe von Khan Younis im Süden des Gazastreifens vertrieben. Dort ging er gelegentlich an der Küste entlang und sah Fischer auf sehr kleinen Booten, die versuchten, mit Netzen und Angeln zu fangen, was sie konnten. „Die israelische Armee nahm sie weiterhin ins Visier, und in dem Gebiet, in dem sie ihre Netze auswarfen, gab es nur wenig Fisch“, berichtete er.
Als Abu Ghanem nach dem Waffenstillstand in den Norden des Gazastreifens zurückkehrte, fand er sein Haus schwer beschädigt und sein Boot zerstört vor. Aus Angst, von israelischen Kampfhubschraubern ins Visier genommen zu werden, hält er sich immer noch vom Wasser fern.
„Früher habe ich mit meinen Kindern an meinem Boot gearbeitet“, klagte er. “Ich kann nicht glauben, dass ich seit anderthalb Jahren nicht mehr im Meer war, um zu fischen. Ich weine jeden Tag, wenn ich auf das Meer schaue und nicht hineingehen kann.“
Von der Blockade zum Krieg
Die Fischereiindustrie im Gazastreifen befindet sich seit den 1990er Jahren im Niedergang, als die #Osloer Abkommen die erlaubten #Fischereizonen vor der Küste der Enklave einschränkten. Während das Abkommen eine Begrenzung auf 20 Seemeilen vor der Küste vorsah, erlaubte Israel palästinensischen Fischern niemals, sich weiter als 15 Seemeilen vor der Küste aufzuhalten, und verhängte in regelmäßigen Abständen noch viel strengere Beschränkungen. Diese Einschränkungen schränkten natürlich die Arten von Fischen ein, die sie fangen konnten, was zu einer übermäßigen Abhängigkeit von kleineren Fischen führte und das Gleichgewicht der Meeresfauna störte.Die israelische Blockade des Gebiets seit 2007 und die Aktivitäten amerikanischer und israelischer #Gasunternehmen, die in Küstennähe des Gazastreifens tätig sind, haben die Branche weiter geschwächt. Israelische Marineschiffe haben palästinensische Fischer regelmäßig angegriffen, sie rechtswidrig festgenommen und ihre Boote beschlagnahmt.
Trotz dieser Herausforderungen stieg die Zahl der registrierten Fischer, die im Gazastreifen arbeiten, in den Monaten vor dem Krieg auf 4.900 an, wobei weitere 1.500 Palästinenser in verwandten Berufen wie der #Fischreinigung, in #Eisfabriken oder als #Fischhändler beschäftigt waren. Laut Ayyash von der Fischergewerkschaft war dieses Wachstum jedoch in erster Linie auf den Mangel an anderen Arbeitsmöglichkeiten im Gazastreifen zurückzuführen.
Das ist nun alles weg. Durch die Bombardierung Israels wurde der Großteil der Fischerboote im #Gazastreifen zerstört und die meisten Fischer daran gehindert, sich dem Meer auch nur zu nähern.
Einige, wie der 35-jährige Subhi Nayef Abu Rayala, konnten sich jedoch trotz der Risiken nicht davon abhalten lassen. Er wurde aus Al-Shati im Norden nach #Rafah und dann nach Deir Al-Balah im Süden vertrieben – ohne seine Ausrüstung oder sein Boot – und schloss sich örtlichen Fischern an, die ihre eigenen Ängste überwanden und hinausfuhren, um in den seichten Gewässern zu fischen, was sie konnten. „Ich hatte Angst, aber ich bin Fischer und könnte ohne das Meer nicht überleben“, sagte er gegenüber +972.
Vor dem Krieg fuhr Abu Rayala nachts mit seinem Boot hinaus, wenn die Bedingungen am besten waren. Nach dem 7. Oktober wurde dies jedoch zu einem #Todesurteil. „Wir fuhren tagsüber hinaus, damit die israelischen Schiffe sehen konnten, dass wir nur in Küstennähe fischten“, erklärte er.
Jeden Morgen suchte Abu Rayala die Küste nach israelischen #Kampfhubschraubern ab. „Wenn sie da waren, bin ich nicht aufs Meer hinausgefahren, wenn nicht, bin ich angeln gegangen“, sagte er. ‚Wenn wir mit einem Fang zurückkamen, warteten am Strand Leute auf uns, die Fisch kaufen wollten, weil es in Gaza monatelang keine alternativen proteinreichen #Lebensmittel gab.‘ Aber die meisten nahrhafteren Fische, so stellte er fest, schwimmen in größeren Tiefen, als sie sicher erreichen konnten.
Seit seiner Rückkehr in den Norden nach dem #Waffenstillstand ist Abu Rayala jedoch nicht mehr aufs Meer hinausgefahren. „Ich dachte, es würde die Dinge einfacher machen, aber es stellte sich als das Gegenteil heraus“, sagte er gegenüber +972. „Jeder, der sich dem Wasser nähert, riskiert sein Leben.“
(...)
Weiterlesen in meiner Übersetzung des Beitrages ‘Anyone who goes near the water risks his life. But if we leave the sea, we die’ von Ruwaida Kamal Amer vom 17. Februar 2025 bei @972mag
#Gaza #Fishermen #Palestine #Palästina @palestine @israel #CapitalismIsADeathCult
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Heute vor 80 Jahren wurde #Tokio in einem Feuersturm aus Brandbomben verwüstet. Der Artikel des Tages erzählt von dieser schwersten konventionellen #Bombardierung der #Geschichte: https://www.dwds.de/wb/Bombenangriff
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Ich wünschte, sie wären nicht meine Feinde oder: über den Gang zum Schießstand
Wenn ihr es mir nachsehen könnt, handelt diese Geschichte nicht von #Zombies, aber es geht darin um einen #Zombiefilm. Der Film Malnazidos aus dem Jahr 2020, übersetzt als „Tal der Toten“, ist auf #Netflix verfügbar. Er handelt von einer anarchistischen Miliz im Spanischen #Bürgerkrieg, die gegen #Nazi-Zombies kämpft.
Es ist ein guter Film. Während der Film selbst eindeutig pro-revolutionär (und antifaschistisch) ist, beginnt der Protagonist als #Nationalist (der für #Franco und die faschistischen Kräfte kämpft), der kurz davor steht, von seiner eigenen Seite hingerichtet zu werden. Die größten Schurken sind die ausländischen autoritären Mächte: die Nazis (die Zombies erschaffen haben) und die #Stalinisten (die darauf warten, die #Revolution zu verraten und sich nur um die Macht kümmern).
In diesem #Essay geht es nicht wirklich um diesen Film, aber es gibt eine Szene, die früh im Film spielt, in der zwei der Nationalisten miteinander sprechen. Der ältere #Nationalist fragt den jüngeren #Nationalisten, einen jungen naiven Mann, warum er sich den Franco-Truppen angeschlossen hat. Der junge Mann, eigentlich eher ein Kind, sagt im Grunde: „Nun, ich mochte die Nonnen in meinem Dorf. Sie gaben uns Kekse. Die #Republikaner griffen die Nonnen an, also schloss ich mich ihnen an, um die Republikaner zu bekämpfen.“
Natürlich hatten die Nationalisten das Vertrauen dieses Kindes missbraucht und waren kurz davor, ihn zu töten, als der Film beginnt. Aber seine Begründung, ein einfaches, aus dem Bauch heraus gesprochenes „Ihr habt die Leute angegriffen, die nett zu mir waren“, war für ihn Grund genug, sich den Bösen anzuschließen.
Im Grunde ist „Das Tal der Toten“ ein #Kunstwerk, das im modernen #Spanien produziert wurde und versucht, mit dem #Bürgerkrieg abzurechnen, der eine halbe Million Menschen das Leben gekostet hat. (Natürlich waren die weitaus meisten Menschen, die in diesem Krieg getötet wurden, Zivilisten, die von den #Faschisten hingerichtet wurden.) Es ist ein Film, der versucht, damit abzuschließen, warum sich die Spanier nach Jahrzehnten einer wachsenden Rechts-Links-Spaltung ein paar Jahre lang gegenseitig umgebracht haben.
Also ... das ist etwas, worauf man als Amerikaner achten sollte.
Okay, ein weiterer Teil dieser Geschichte. Ich habe einen Freund, dessen Familie in #Deutschland alle Nazis waren. Er ist ein #Antifaschist wie er im Buche steht, ein liebenswerter Mann, ein Einwanderer der zweiten Generation. Er wurde einmal in einer Kneipenschlägerei niedergestochen, weil er seine Freundin gegen einen Mann verteidigte, der sie belästigte. Ich mag ihn. Seine Familie waren Nazis. Glücklicherweise ist Faschismus nicht genetisch bedingt.
Er hat mir die #Geschichte seiner Familie erzählt. Er hat sie nicht als Rechtfertigung für ihre Entscheidungen angeführt. Er sagte: „Meine ganze Familie lebte in #Südwestdeutschland und war jahrelang gegen die Nazis, aber dann bombardierten die Alliierten die Stadt und töteten in einer Nacht 90 % der Familie. Die restlichen 10 % schlossen sich dem Kampf gegen die Alliierten an.“
Ich denke ziemlich oft an diese Geschichte. Das Wort für „Soldat in der Nazi-Armee, der nicht ideologisch dem Faschismus verpflichtet ist“ ist „Nazi“. Es ist vollkommen vernünftig, sie zu bekämpfen, sie zu töten. Nur wenn wir eine ausreichend große Anzahl von ihnen töten, können wir die Nazis davon abhalten, ihr ganzes Nazi-Programm durchzuziehen. Aber ich kenne auch niemanden, der nicht versuchen würde, seine Familie zu rächen, wenn er 90 % seiner Familie in einer einzigen Nacht verlieren würde.
Ich denke, die #Bombardierung Deutschlands durch die #Alliierten ist eine der schwierigsten ethischen Fragen der Geschichte. Als #Anarchist glaube ich, dass es keine autoritärere Handlung gibt als Mord. Ich glaube, dass es niemals ethisch vertretbar ist, unschuldige Menschen zu töten, sondern nur, Menschen davon abzuhalten, Schaden anzurichten – wenn nötig mit Gewalt. Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass man keine Ballungszentren bombardieren sollte. (Es ist schon komisch, dass bestimmte Dinge außerhalb des Krieges offensichtlich erscheinen, wie z. B. „man sollte keine Wohnhäuser voller unschuldiger Menschen in die Luft jagen“, aber sobald es Krieg gibt, wird es zu einer Sache, über die die Menschen tatsächlich debattieren würden.)
Wer ist unschuldig? Sind die #Arbeiter auf dem #Todesstern unschuldig? Wahrscheinlich nicht – sie bedienen eine Todesmaschine, ob sie nun einen Blaster in der Hand halten oder nicht. Ich weiß nicht genug über Star Wars, um diese Analogie weiterzuführen. Aber ist irgendein Deutscher im Jahr 1943 unschuldig? Vielleicht. Vielleicht sind „Schuld“ und „Unschuld“ der falsche Rahmen. Vielleicht ist „Müssen diese Leute aufgehalten werden?“ die bessere Frage, weil sie weniger auf Dingen wie dem Bewusstsein, Schaden anzurichten, beruht. Damit Mord Mord ist, muss der Mörder denken: „Ich werde diese Person töten.“
All diese Fragen sind heikel. Menschen, die dir einfache Antworten verkaufen wollen, verkaufen dir etwas. Normalerweise verkaufen sie dir die einfache Antwort des Blutrausches. Gelegentlich verkaufen sie dir die einfache Antwort des #Pazifismus.
Freunde, die sich viel intensiver mit dem Zweiten Weltkrieg auseinandergesetzt haben als ich, haben mir gesagt, dass die Bombardierung von Ballungszentren durch die Alliierten den Krieg gegen den Faschismus nicht wesentlich vorangebracht hat, und ich möchte das glauben, weil ich glauben möchte, dass meine eigene einfache Antwort (dass es keine Möglichkeit gibt, ein Ballungszentrum ethisch zu bombardieren) nicht nur ethisch, sondern auch strategisch wahr ist.
Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass die Bombenangriffe der Alliierten die Familie meines Freundes zu Nazis gemacht und den Faschismus auf diese besondere Weise gestärkt haben.
Ich habe letztes Wochenende in der ländlichen Gegend der Appalachen, in der ich lebe, einen Kurs zum verdeckten Tragen von Waffen besucht, und die Schichten der Verschleierung gingen für mich besonders tief, weil ich Blue Jeans anzog und mein Bestes gab, um einen cisgender heterosexuellen Mann zu imitieren. Nicht alle waren überzeugt. Nun, genauer gesagt hatte ich den Eindruck, dass die unpolitischen Leute vom Land in der Klasse mit meinen Zöpfen und dem goldenen Körperschmuck absolut kein Problem hatten, aber dass eine beträchtliche Minderheit der Klasse ideologisch einer Position verpflichtet war, die mehr oder weniger das Gegenteil meiner eigenen war, und diese Leute durchschauten meine Verkleidung. Es ist sehr seltsam, mit Leuten auf einen Schießstand zu gehen und zu merken, dass viele von ihnen zwar deine Freunde sein könnten, einige von ihnen aber mit Schusswaffen übten, um dich und deine Freunde zu töten.
Ich selbst war dort, weil ich weiß, was manche Menschen #Transfrauen antun wollen, und ich habe mehr als genug Morddrohungen von Faschisten erhalten. Das hat mich zu #Schusswaffen gebracht, aber wenn ich ehrlich bin, macht mir das Schießen als Hobby mittlerweile Spaß, auch wenn ich sehr zwiespältige Gefühle in Bezug auf Schusswaffen habe.
Im Unterricht wurde größtenteils nicht über Politik gesprochen. Die Leute sprachen über die Jagd und über die Absurdität der Kriminalisierung von Marihuana. Wir sprachen über unsere Pick-ups und über unsere Waffen. Hier und da kam das Gespräch jedoch auf Politik und aktuelle Themen. Einige wenige sprachen über ihre Bewunderung für Elon #Musk und Donald #Trump. Ein Ausbilder sagte uns: „Mein bester Freund ist schwarz, es geht nicht um Rasse, aber Kamala #Harris ist böse. Man kann es in ihren Augen sehen.“ Sie sprachen alle wichtigen Themen an: Harris suche sich die #Rassenidentität aus, die ihr am besten passe. Musk kürze die Mittel für verschwenderischen Unsinn wie die „Untersuchung von #Transgender-Affen“ und die „Haltung von Garnelen auf Laufbändern“.
Niemand bot einen direkten Gegenpol an. Ich wollte es auf keinen Fall, nicht in dieser Umgebung. Ich wählte einen anderen Ansatz: „Ich mag einfach keinen von ihnen“, sagte ich. „Jeder Politiker lügt.“
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Weiterlesen in meiner Übersetzung Ich wünschte, sie wären nicht meine Feinde oder: über den Gang zum Schießstand des Beitrages von @margaret I Wish They Weren't My Enemies or: on going to the shooting range
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Ya Ghazze Habibti - Gaza, meine Liebe
Nach der Ermordung von mehr als 42.000 #Palästinensern, darunter 16.500 Kinder, marschiert das israelische #Militär nun im #Libanon ein und droht mit einem Krieg gegen den #Iran. In dem folgenden ausführlichen Bericht untersucht ein #Anarchist aus dem besetzten #Palästina die Geschichte des zionistischen #Kolonialismus und des palästinensischen #Widerstands, plädiert für ein antikoloniales Verständnis der Situation und untersucht, was es bedeutet, sich solidarisch mit den Palästinensern zu verhalten.
Ya Ghazze habibti, oh Gaza, meine Liebe. Gaza, das Napoleon, einer seiner vielen Besatzer, den Vorposten Afrikas nannte, das Tor zu Asien. Das liegt daran, dass er auf seinem Weg nach Norden durch Gaza zog und nach seiner Niederlage auf dem Rückweg nach Afrika erneut durch Gaza zog.
#Gaza, das aufgrund seiner geografischen Lage an der #Mittelmeerküste schon immer ein zentraler Punkt für vorbeiziehende Reiche, #Handelsrouten, #Besatzungen und #Kulturen war. Gaza, durch das die Via Maris verlief, die #Ägypten mit der #Türkei und #Europa verband. Gaza, durch das die #Griechen, die #Römer, das #Kalifat der #Rashidun, die #Kreuzfahrer, die #Mamelucken, die #Osmanen, die #Briten, die #Ägypter und zionistische Kräfte ihre Ansprüche geltend machten – und seine Geschichte als eine Geschichte von Besetzungen, Kriegen, #Gräueltaten und #Widerstand schrieben.
Gaza, meine Liebe, war schon immer ein #Schlachtfeld, stand aber auch immer still. Gaza, das 41.0001 seiner Einwohner begraben hat, gedenkt dem ein Jahr andauernden #Vernichtungskrieges, einer Zerstörung, die bereits das Ausmaß der #Bombardierung #Dresdens durch die Alliierten im Zweiten Weltkrieg übersteigt, und einer täglichen #Sterblichkeitsrate, die höher ist als bei jedem anderen Konflikt im 21. Jahrhundert.
Fast ein Jahr nach Beginn des #Völkermords sollte einiges klar sein. Die Zerstörung der #Hamas ist ein Nebenschaden. Das Hauptziel ist das Massenschlachten von Kindern, das die Zukunft des Gazastreifens ins Visier nimmt. Von den bisher gemeldeten 41.000 Toten sind etwa 16.500 #Kinder.
Aber Gaza ist nicht hilflos. Die Menschen in Gaza kämpfen, und ihr Mut und ihre Widerstandsfähigkeit sind eine Inspiration für die ganze Welt und die kommenden Generationen.
Bevor wir die aktuelle Situation erörtern, ist es wichtig, einen Blick auf die Geschichte zu werfen. Für diejenigen von uns, die in der Entität, dem Bauch des kolonialen Ungeheuers, aufgewachsen sind und dort leben, fühlt es sich an, als hätte die Geschichte am 7. Oktober begonnen. Dies ist die einzige Erzählung, die die #Israelis zu hören bekommen. Aber die Dinge passieren nicht einfach in einem Vakuum – und ähnliche Dinge sind schon einmal passiert, in ähnlichen #Entkolonialisierungs- und #Befreiungskriegen. Ein wenig historischer Hintergrund wird es uns ermöglichen, diese Ereignisse als Teil langfristiger Prozesse zu betrachten und zu verstehen.
Dann können wir über mögliche Zukunftsszenarien sprechen.
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Ausführlicher Beitrag von @CrimethInc aus dem Englischen übersetzt:
https://www.trueten.de/archives/13421-Ya-Ghazze-Habibti-Gaza,-meine-Liebe.html #Israel #Palestina
@palestine #Analyse #Hintergrund #Ghazze #Anarchismus #Anarchism #FreePalestine -
„Gezwungen, das Richtige so zu tun, dass es falsch aussieht“
Anfang dieses Jahres erschien in der Edition Tiamat der Sammelband „Nach dem 7. Oktober – Essays über das genozidale #Massaker und seine Folgen“, herausgeben von Tania Martini und Klaus Bittermann. Es war das erste im deutschsprachigen Raum erschienene Buch, das den 7. Oktober zum Thema hat. Aber wer nach #Informationen und #Analysen sucht – in diesem #Buch findet mensch sie nicht.
Adressiert ist das Buch an die linke Öffentlichkeit in Deutschland. Die vielen linken Organisationen und Menschen in Deutschland, die verschämt oder passiv-aggressiv schweigen oder die sogar die israelische Politik rechtfertigen, sollen durch das Buch genau darin bestätigt und bestärkt werden.
Nach rechtsstaatlichen Maßstäben hätten die Verbrechen vom 7. Oktober durch ein unvoreingenommenes #Justizsystem untersucht und dann über die Täter*innen und die Verantwortlichen geurteilt werden müssen. In einem zweiten Schritt hätten die Ursachen – die systematische #Ungleichheit und die historische #Ungerechtigkeit – verhandelt und im Kompromiss überwunden werden müssen. Nur dieser Prozess der Versöhnung kann den Konflikt lösen.
Stattdessen sieht die ganze Welt in #Gaza in allen Einzelheiten ein außergewöhnliches #Kriegsverbrechen, das in Heftigkeit, Ausmaß und Dauer so zuletzt im Zweiten Weltkrieg – bei der Belagerung von #Leningrad 1941–44 – verübt wurde. #Blockade, #Bombardierung, #Vertreibung, #Verschleppung und #Ermordung, #Zerstörung ganzer Stadtteile und jeglicher #Infrastruktur charakterisieren das Vorgehen der israelischen #Armee. Es sind unzählige rassistische und gewalttätige Erklärungen höchster Politiker*innen und Militärs belegt, ebenso ist die vollkommen entgrenzte #Kriegsführung der israelischen #Armee dokumentiert.
„Nach dem 7. Oktober“ bietet keine Analysen zum Verständnis der Ereignisse, sondern ausschließlich eine radikal pro-israelische Position, die der Rechtfertigung von Unverhältnismäßigkeit und #Entmenschlichung dient, wie im Folgenden dargelegt werden soll.
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#Rezension von @sebastianschroeder
https://www.trueten.de/archives/13319-Gezwungen,-das-Richtige-so-zu-tun,-dass-es-falsch-aussieht.html #israel @palestine
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Für palästinensische Eltern löst jeder Tag dieses Krieges existenzielle Ängste aus
In der Vernichtung des Gazastreifens sehen wir eine Vision unserer Zukunft als #Palästinenser innerhalb Israels. Sollen wir uns an unser Land klammern oder für die #Sicherheit unserer #Kinder sorgen und das Land verlassen?
Meine 3-jährige Tochter spielt gerne das, was wir das "Kartoffelspiel" nennen. Sie sitzt in einer Decke, während ich sie hochhebe und schwinge und dabei rufe: "Fünf Kilo Kartoffeln! Fünf Kilo Kartoffel!" Heutzutage finde ich dieses Spiel erschreckend. Es erinnert mich an die Videos von Kindern im #Gazastreifen, die die Leichenteile ihrer Geschwister in eine Decke einwickeln und sie so lange tragen, bis sie eine Beerdigung durchführen können. Vielleicht will ich meiner Tochter beweisen, wie stark ich bin, oder sie zum Lachen bringen, weil ich immer noch zustimme, dieses Spiel mit ihr zu spielen, wenn sie darum bittet. Aber ich verstehe, warum meine Frau versucht hat, uns das Spiel zu verbieten, wenn sie sieht, wie ich mich meinen #Traumata ergebe.
Für die Palästinenser in #Gaza waren es mehr als neun Monate unerbittlicher #Bombardierung. Für mich, einen Palästinenser in #Israel, waren es mehr als neun Monate ständiger Angst um meine Tochter und ihre Zukunft. Ich bin gegenüber den schrecklichen Videos noch nicht unempfindlich geworden: Jedes Bild eines palästinensischen Vaters, der den leblosen Körper seines Kindes hält, erinnert mich an die Gefahr, der meine Tochter hier ausgesetzt ist. Wenn mich der Krieg etwas gelehrt hat, dann die traurige Wahrheit, dass das Leben unserer Kinder wertlos ist, nicht nur für die israelische Gesellschaft, sondern für die ganze Welt - eine Welt, in der sie unerwünscht sind, die sie nach ihrer #Hautfarbe, #Religion und #Nationalität beurteilt und ihre Existenz als "demografisches Problem" betrachtet.
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186.000 Getötete in #Gaza
An die Wuppertaler Unterstützenden des offenen Briefes „Aus aktuellem Anlass: Kein Platz für Antisemitismus an Hochschulen“
Sehr geehrter Herr Lutter, sehr geehrter Herr Bedenbender, sehr geehrter Herr Freudenberg, sehr geehrte Frau Gräsel, sehr geehrter Herr Hartung, sehr geehrter Herr Heinen, sehr geehrter Herr Johrendt, sehr geehrter Herr Jürges, sehr geehrte Frau König, sehr geehrte Frau Schneider, sehr geehrter Herr Grimm, sehr geehrter Herr Hunze, sehr geehrte Frau Lütke-Harmann,
Sie haben am 2. Juli 2024 den offenen Brief „ Aus aktuellem Anlass: Kein Platz für Antisemitismus an Hochschulen“ unterzeichnet.
Ich möchte Sie auf die folgende Veröffentlichung aufmerksam machen:
„Counting the dead in Gaza: difficult but essential“ – Artikel von Rasha Khatib, Martin McKee und Salim Yusuf, erschienen am 5. Juli 2024 in The Lancet.
Der Artikel bezieht sich auf die grosse Studie „Global burden of armed violence“, Geneva Declaratian Secretariat, Geneva 2008
Es wird angenommen, dass die Zahl indirekter Todesfälle in modernen bewaffneten Auseinandersetzungen die Zahl direkter Todesfälle um den Faktor drei bis fünfzehn übersteigt. Die Autor:innen setzen für Gaza das Ergebnis konservativ mit dem Faktor vier an. Sie kommen unter dieser Annahme, bei Berücksichtigung von Unsicherheiten, zu dem Ergebnis, dass von Oktober 2023 bis zum 19. Juni 2024 circa 186.000 Menschen getötet wurden.
Als angemessener historischer Vergleich der Belagerung einer Millionenstadt ist die Blockade von #Leningrad 1941 bis 1944 heranzuziehen. Hier wurde innerhalb von 28 Monaten schätzungsweise ein Drittel der Bevölkerung durch Hunger, Krankheit und Beschuss getötet. Dabei starben von den circa 1,1 Millionen Opfern etwa 16.000 direkt durch Waffengewalt. Die systematische Zerstörung der Infrastruktur durch die deutsche Armee war integraler Teil der deutschen Kriegsführung.
Es gibt allerdings auch signifikante Unterschiede zwischen Leningrad und Gaza: Während Leningrad eine weitläufige Metropole mit Umland war, umfasst Gaza lediglich eine Fläche von 45 Quadratkilometern.
Gaza ist mit über 12.000 Einwohner:innen pro Quadratkilometer der am dichtesten besiedelte Ort der Welt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung sind #Kinder und #Jugendliche. Durch diese Faktoren liegt eine hohe #Vulnerabilität vor.
Durch die #Blockade und die #Bombardierung seit dem 10. Oktober wurden alle Bereiche der #Infrastruktur zerstört. #Elektrizität, #Wasser und #Abwasser, #Strassen, #Krankenhäuser, #Schulen, #Universitäten sind Ziele systematischer Angriffe durch die israelische Armee.
Daraus resultiert ein eklatanter Mangel an Wasser, an #Nahrungsmitteln, an #Medizin, an Dingen des täglichen Bedarfs. Durch gravierenden und langhaltenden Mangel hervorgerufene Schwäche führt zu Verbreitung vermeidbarer #Krankheiten, zum zunehmenden Sterben von Kranken, Alten und Kindern.
Nahezu alle Bewohner:innen sind #Binnenvertriebene. Mehr als fünfzig Prozent der Wohngebäude sind zerstört. Unter den Trümmern werden mindestens 10.000 nicht geborgene Leichen vermutet.
Alle Bürger:innen in Gaza sind seit neun Monaten in einer körperlicher und psychischen Extremsitation, die durch Verlust und Todesangst gekennzeichnet ist.
Israel hat eine der modernsten #Streitkräfte weltweit. #Armee, #Luftwaffe und #Marine setzen Waffen aller Gattungen und Munition aller Kaliber in Gaza ein. 1000 Pfund #Bomben und 2000 Pfund Bomben werden in die Stadt mit der welthöchsten Bevölkerungsdichte abgeworfen.
Es muss davon ausgegangen werden, dass die Kombination aller dieser Faktoren zu einer Beschleunigung der Sterblichkeit, führen wird.
Es wäre deshalb die These zu prüfen, ob die Zahl an Getöteten in Gaza höher als Faktor vier, wie bei #Khatib, #McKee, #Yusuf, anzusetzen ist. Dann wäre die Zahl von 186.000 getöteten Einwohner:innen in Gaza überschritten.
Der Stichtag des Artikels war der 19. Juni, seitdem ein weiterer Monat mit Blockade und unverminderter Bombardierung vergangen.
Als #Lehrende und #Forschende sind Sie aufgefordert, die Hypothese von Khatib, McKee, Yusuf nach den Grundsätzen der #Wissenschaftlichkeit zu diskutieren.
Geben Sie Ihre einseitige Position auf und ziehen Sie die einzige mögliche Schlussfolgerung aus der Analyse – verurteilen Sie dieses enorme #Kriegsverbrechen!
Wuppertal, 20. Juli 2024

Foto © Mohamed Zanoun via activestills.orghttps://www.trueten.de/archives/13312-186.000-Getoetete-in-Gaza.html @palestine