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1000 results for “vergauwen_simon”

  1. Liebesgrüße nach Toulouse oder: Nostalgie ist, was sie ist

    Gestern rollte ich meinen Koffer zur Rezeption des Universitätshotels in #Philly, bekleidet mit einem T-Shirt für die „Black Death“ (die Veranstaltung, keine Band) und einer Punkweste mit dem Abbild eines queeren antifaschistischen Märtyrers. Ich hatte mich seit ein paar Tagen nicht rasiert, da werde ich manchmal etwas faul. „Die Reservierung läuft auf Margaret Killjoy“, sagte ich. Ich habe keinen Ausweis, auf dem „Margaret Killjoy“ steht, und ich hatte mich schon darauf eingestellt, erklären zu müssen, dass er mich bei Google nach einem Foto suchen könne, falls nötig. Der Mann zuckte nicht mit der Wimper, er überprüfte meinen Ausweis nicht, und schon hatte ich meine Schlüssel und war auf dem Weg in mein Zimmer.

    Klasse ist eine seltsame Sache. Ich habe viel Zeit in Philly verbracht, nicht viel anders gekleidet und viel schlechter behandelt, aber jetzt war ich Gast der #Universität. Jetzt bin ich eine Schriftstellerin.

    Ich bin nur für einen Tag in der Stadt, nur um vor einigen Studenten an der Universität zu präsentieren und vorzulesen, und eines der seltsamsten Dinge am Dasein als Performerin ist, dass ich vier Tage auf Reisen verbringen werde, um fünfzehn Minuten vorzulesen und vielleicht weitere sechzig Minuten zu reden. Gestern Abend habe ich die ARC (die Vorabausgabe) von Avalon, Rise von Madeline #Ffitch zu Ende gelesen, einen Roman über #Antifaschisten in einer Kleinstadt in den #Appalachen, die versuchen, sich gegen eine wachsende Bedrohung durch weiße #Supremacist​en in ihrem Landkreis zu organisieren. Es ist fantastisch. Ich kann es gar nicht genug empfehlen. Ich weiß nicht, ob Madeline jemals eine Figur geschrieben hat, die nicht zutiefst fehlerhaft und damit zutiefst menschlich ist, und dieses Buch ist ein Ensemble aus Versagern, das deutlich macht, dass der #Antifaschismus voller schrecklicher Menschen ist (genau wie überall sonst), aber dennoch eindeutig die richtige Seite ist.

    (Merkt man, dass ich gerade daran arbeite, ihr einen Klappentext zu schreiben?)

    Das Buch ist vor allem eine Geschichte über Menschen, über mehrere Generationen von Menschen, über den Kampf, der seit Jahrhunderten andauert. Aber es ist auch eine Insider-Kritik an allem, was uns unerträglich macht, wie zum Beispiel die Weißen, die so besessen von akademischen Interpretationen des #Antirassismus sind, dass sie ihre Freundschaften mit Schwarzen versauen. Wo die Antifaschisten versagen, ist dort, wo sie Nuancen aus der Diskussion herausglätten (oder sich so sehr um Nuancen bemühen, dass sie es den Faschisten einfach ermöglichen, sich zu organisieren).

    Und es gibt darin eine Einstellung, auf die eine Figur immer wieder zurückkommt: #Nostalgie ist faschistisch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner authorisierten Übersetzung des Textes "To Toulouse, With Love or: nostalgia is what it is" von Margaret Killjoy / @margaret

    #Buchtipp #Toulouse #Anarchismus #TartesAuxLegumes

  2. Liebesgrüße nach Toulouse oder: Nostalgie ist, was sie ist

    Gestern rollte ich meinen Koffer zur Rezeption des Universitätshotels in #Philly, bekleidet mit einem T-Shirt für die „Black Death“ (die Veranstaltung, keine Band) und einer Punkweste mit dem Abbild eines queeren antifaschistischen Märtyrers. Ich hatte mich seit ein paar Tagen nicht rasiert, da werde ich manchmal etwas faul. „Die Reservierung läuft auf Margaret Killjoy“, sagte ich. Ich habe keinen Ausweis, auf dem „Margaret Killjoy“ steht, und ich hatte mich schon darauf eingestellt, erklären zu müssen, dass er mich bei Google nach einem Foto suchen könne, falls nötig. Der Mann zuckte nicht mit der Wimper, er überprüfte meinen Ausweis nicht, und schon hatte ich meine Schlüssel und war auf dem Weg in mein Zimmer.

    Klasse ist eine seltsame Sache. Ich habe viel Zeit in Philly verbracht, nicht viel anders gekleidet und viel schlechter behandelt, aber jetzt war ich Gast der #Universität. Jetzt bin ich eine Schriftstellerin.

    Ich bin nur für einen Tag in der Stadt, nur um vor einigen Studenten an der Universität zu präsentieren und vorzulesen, und eines der seltsamsten Dinge am Dasein als Performerin ist, dass ich vier Tage auf Reisen verbringen werde, um fünfzehn Minuten vorzulesen und vielleicht weitere sechzig Minuten zu reden. Gestern Abend habe ich die ARC (die Vorabausgabe) von Avalon, Rise von Madeline #Ffitch zu Ende gelesen, einen Roman über #Antifaschisten in einer Kleinstadt in den #Appalachen, die versuchen, sich gegen eine wachsende Bedrohung durch weiße #Supremacist​en in ihrem Landkreis zu organisieren. Es ist fantastisch. Ich kann es gar nicht genug empfehlen. Ich weiß nicht, ob Madeline jemals eine Figur geschrieben hat, die nicht zutiefst fehlerhaft und damit zutiefst menschlich ist, und dieses Buch ist ein Ensemble aus Versagern, das deutlich macht, dass der #Antifaschismus voller schrecklicher Menschen ist (genau wie überall sonst), aber dennoch eindeutig die richtige Seite ist.

    (Merkt man, dass ich gerade daran arbeite, ihr einen Klappentext zu schreiben?)

    Das Buch ist vor allem eine Geschichte über Menschen, über mehrere Generationen von Menschen, über den Kampf, der seit Jahrhunderten andauert. Aber es ist auch eine Insider-Kritik an allem, was uns unerträglich macht, wie zum Beispiel die Weißen, die so besessen von akademischen Interpretationen des #Antirassismus sind, dass sie ihre Freundschaften mit Schwarzen versauen. Wo die Antifaschisten versagen, ist dort, wo sie Nuancen aus der Diskussion herausglätten (oder sich so sehr um Nuancen bemühen, dass sie es den Faschisten einfach ermöglichen, sich zu organisieren).

    Und es gibt darin eine Einstellung, auf die eine Figur immer wieder zurückkommt: #Nostalgie ist faschistisch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner authorisierten Übersetzung des Textes "To Toulouse, With Love or: nostalgia is what it is" von Margaret Killjoy / @margaret

    #Buchtipp #Toulouse #Anarchismus #TartesAuxLegumes

  3. Liebesgrüße nach Toulouse oder: Nostalgie ist, was sie ist

    Gestern rollte ich meinen Koffer zur Rezeption des Universitätshotels in #Philly, bekleidet mit einem T-Shirt für die „Black Death“ (die Veranstaltung, keine Band) und einer Punkweste mit dem Abbild eines queeren antifaschistischen Märtyrers. Ich hatte mich seit ein paar Tagen nicht rasiert, da werde ich manchmal etwas faul. „Die Reservierung läuft auf Margaret Killjoy“, sagte ich. Ich habe keinen Ausweis, auf dem „Margaret Killjoy“ steht, und ich hatte mich schon darauf eingestellt, erklären zu müssen, dass er mich bei Google nach einem Foto suchen könne, falls nötig. Der Mann zuckte nicht mit der Wimper, er überprüfte meinen Ausweis nicht, und schon hatte ich meine Schlüssel und war auf dem Weg in mein Zimmer.

    Klasse ist eine seltsame Sache. Ich habe viel Zeit in Philly verbracht, nicht viel anders gekleidet und viel schlechter behandelt, aber jetzt war ich Gast der #Universität. Jetzt bin ich eine Schriftstellerin.

    Ich bin nur für einen Tag in der Stadt, nur um vor einigen Studenten an der Universität zu präsentieren und vorzulesen, und eines der seltsamsten Dinge am Dasein als Performerin ist, dass ich vier Tage auf Reisen verbringen werde, um fünfzehn Minuten vorzulesen und vielleicht weitere sechzig Minuten zu reden. Gestern Abend habe ich die ARC (die Vorabausgabe) von Avalon, Rise von Madeline #Ffitch zu Ende gelesen, einen Roman über #Antifaschisten in einer Kleinstadt in den #Appalachen, die versuchen, sich gegen eine wachsende Bedrohung durch weiße #Supremacist​en in ihrem Landkreis zu organisieren. Es ist fantastisch. Ich kann es gar nicht genug empfehlen. Ich weiß nicht, ob Madeline jemals eine Figur geschrieben hat, die nicht zutiefst fehlerhaft und damit zutiefst menschlich ist, und dieses Buch ist ein Ensemble aus Versagern, das deutlich macht, dass der #Antifaschismus voller schrecklicher Menschen ist (genau wie überall sonst), aber dennoch eindeutig die richtige Seite ist.

    (Merkt man, dass ich gerade daran arbeite, ihr einen Klappentext zu schreiben?)

    Das Buch ist vor allem eine Geschichte über Menschen, über mehrere Generationen von Menschen, über den Kampf, der seit Jahrhunderten andauert. Aber es ist auch eine Insider-Kritik an allem, was uns unerträglich macht, wie zum Beispiel die Weißen, die so besessen von akademischen Interpretationen des #Antirassismus sind, dass sie ihre Freundschaften mit Schwarzen versauen. Wo die Antifaschisten versagen, ist dort, wo sie Nuancen aus der Diskussion herausglätten (oder sich so sehr um Nuancen bemühen, dass sie es den Faschisten einfach ermöglichen, sich zu organisieren).

    Und es gibt darin eine Einstellung, auf die eine Figur immer wieder zurückkommt: #Nostalgie ist faschistisch.

    (...)

    Weiterlesen in meiner authorisierten Übersetzung des Textes "To Toulouse, With Love or: nostalgia is what it is" von Margaret Killjoy / @margaret

    #Buchtipp #Toulouse #Anarchismus #TartesAuxLegumes

  4. Frankfurt am Main ❤ Hure Jazmine Party 24/24


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  5. Berlin ❤ Transe TS Sugar Top Service


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  6. 11KM-Podcast: Wie Kriminelle mit geklautem Frittenfett verdienen

    In Deutschland klauen Diebe tonnenweise altes Frittenfett aus der Gastronomie und verkaufen es illegal weiter. 11KM über kriminelle Banden und ihr schmieriges Geschäft.

    ➡️ tagesschau.de/inland/gesellsch

    #11KM #Diebstahl

  7. Toch wel zonde dat #Mastodon nog steeds geen #geur ondersteunt (feature request?)... 😇

    Ik had een tv-serie gekocht via Marktplaats. Niks bijzonders, behalve de geur 😂 Deze mensen hebben waarschijnlijk zo'n geurverstuiver, waardoor hun woning, alles in hun woning en zijzelf inmiddels naar dat chemisch spul ruikt. Of ze verbouwen drugs, dat kan ook. Want ik heb geen benul hoe die dingen ruiken, behalve cannabis.

  8. Stellt euch das mal in der BRD vor!

    Mechanische Notentriegelung:
    China verbietet versenkbare Türgriffe

    Chinas Industrieministerium will elektronische Türgriffe ohne mechanische Notentriegelung verbieten. Tesla und andere müssen ihre Designs überarbeiten

    [Arschivvversjon]

    Da wäre aber was los! Nach zwei jahren in den fachausschüssen gäbe es einen geplanten ausstieg aus den motorisierten krematorien bis zum jahr 2040 und bis dahin eine „freiwillige selbstverpflichtung“ mit finanzjellen anreizen (also von steuergeldern oder schulden bezahlten subvenzjonen für die autoindustrie, nicht etwa irgendwelchen strafsteuern) für die autobauer, die den ausstieg aus todesfallenprodukten schneller „schaffen“, indem sie einfach die alten, mechanischen modelle für türöffner verbauen. Die funkzjonieren übrigens auch noch, wenn sie mal keinen strom haben. Und selbst das wäre umstritten, man spräche von wirtschaftserstickender bürokratie, überregulierung und fehlender technologieoffenheit in einem wichtigen zukunftsmarkt und der damit verbundenen gefährdung des wirtschaftsstandortes. Und überhaupt, die ganzen arbeitsplätzchen, denkt denn niemand an die ganzen arbeitsplätzchen in einer industrie, die seit jahrzehnten jeden handgriff automatisiert und wegrazjonalisiert hat, natürlich ohne dass die billiger produzierten scheißkarren deshalb gleich billiger geworden wären. Überall in PResse, glotze, bierzelt und auf veranstaltungen von CSU und FDP würde man diese gekwirlte intelligenzverachtende scheiße hören. Irgendein scheißkanzler würde schließlich unter dem jubel der bildzeitung und ihrer angeschlossenen fernsehsender den ausstieg aus dem ausstieg aus dem autokrematorium vorantreiben. Denn das auto ist für die deutschen ungefähr das, was die schusswaffe für den USA-bewohner ist: ein absurder fetisch, dem ohne ende leben geopfert werden dürfen und sollen, wegen wisstjaschon der freiheit, aber halleluja. Aber nicht falsch verstehen, die freiheit. Dumme arschlöcher mit p’litikhintergrund darf man immer noch nicht einfach als dumme arschlöcher bezeichnen, die haben sich extra einen besonderen rechtsschutz für beleidigte leberwürste gebaut. Und damit belegt, dass sie dumme arschlöcher sind.

    Aber keine sorge, so weit ist die BRD auch noch gar nicht. Dafür müssen hier erstmal fuffzich bis hundert leute hilflos im auto verbrennen, während sie in den längsten zwei minuten ihres lebens panisch nach möglichkeiten suchen, da schnell wieder rauszukommen, weil verbrennen doch ein bisschen unangenehm ist. Oder ein namhafterer p’litiker, der ist ja wertvoller als hundert von uns. Bis es so weit kommt, sieht hier doch niemand ein problem. Das wäre ja wirtschaftsschädlich, freiheitsfeindlich und ginge gegen das hl. auto.

    #Auto #Blah #BRD #Golem #Link #Wahnsinn

  9. 11KM-Podcast: Fake-Ausweise, Rezepte, Visa - auf der Spur der Fälscher

    Kriminelle verkaufen im Darknet gefakte Ausweise und Dokumente. 11KM erzählt, wie deutsche Ermittler die Werkstatt professioneller Fälscher ausheben und wer diese Fakes eigentlich kauft.

    ➡️ tagesschau.de/podcast-11km-fae

    #11KM #Pass #Fälscher

  10. Verkauf städtischer Grundstücke: Fünf Ausnahmen genehmigt

    AUDIO: Hamburg darf ausnahmsweise fünf Grundstücke verkaufen (1 Min) Stand: 02.04.2026 06:19 Uhr Hamburg verkauft keine städtischen Grundstücke…
    #Hamburg #Deutschland #Deutsch #DE #Schlagzeilen #Headlines #Nachrichten #News #Europe #Europa #EU #Germany #Grundbesitz #grundstücke #hamburg #Kauf #Stadt #Vorkaufsrecht
    europesays.com/de/914891/

  11. Bayern schüttet das Füllhorn aus

    In den letzten Jahren hat sich ein Hype für Kernfusion aufgebaut. Von dieser neuen Nukleartechnik, die nicht mehr schwere Kerne wie Uran oder Plutonium spalten, sondern leichte Wasserstoff-Isotope miteinander verschmelzen will, verspricht man sich die Lösung aller Energieprobleme. So war es zuletzt Bundeskanzler Merz, der seinen Glauben daran kundtat, dass es “in zehn, zwanzig Jahren” Fusionskraftwerke geben werde und dann könne man alle anderen Energieformen vergessen. Die Idee, nutzbare Energie zu gewinnen, wie es im Prinzip in der Sonne geschieht, ist nicht neu. Dementsprechend gibt es teure Großforschungszentren, in denen das versucht wird. In Europa ist das bekannteste Beispiel der International Thermonuclear Experimental Reactor, besser bekannt unter seiner Abkürzung ITER, im südfranzösischen Cadarache, etwa 70 Kilometer nördlich von Marseille. Dort soll mit Hilfe riesiger Magneten ein heißes Plasma von Wasserstoff-Atomen erzeugt werden, in dem es zu Fusionen kommen soll.

    Doch von ITER, einem Gemeinschaftsprojekt der EU, des Vereinigten Königreichs, der Schweiz, USA, Russlands, Chinas, Südkoreas, Indiens und Japans, ist in der Öffentlichkeit immer weniger die Rede. Denn internationale Zusammenarbeit stößt in den USA, aber auch in Europa auf starke Vorbehalte. Diese Situation machen sich kleine Privatunternehmen zunutze, um mit scheinbar kreativen Ideen und neuen Wegen in der Fusionstechnik ihrerseits staatliche Subventionen abgreifen. Mindestens vierzig solcher Startups gibt es inzwischen weltweit, andere Quellen sprechen sogar von siebzig Kleinfirmen. In Deutschland sind die bekanntesten Namen Focused Energy (Darmstadt), Proxima Fusion (München), Gauss Fusion (Hanau) und Marvel Fusion (München). Sie verfolgen zwei ziemlich verschiedene Ansätze. Proxima und Gauss beschäftigen sich mit Magnetfusion nach dem Muster von ITER. Dabei schwört Proxima auf das Modell des Stellarators, wie es in der Greifswalder Anlage Wendelstein 7-X realisiert wurde. Im Unterschied zur sog. Tokamak-Fusionsmaschine von ITER werden die Magneten im Stellarator derart angeordnet, dass sie ein ‘gewundenes Magnetfeld’ erzeugen, in dem das Plasma besser fokussiert werden kann. Das ist aber auch viel schwieriger zu bauen und noch störungsempfindlicher als der Tokamak.

    Hingegen setzt Focused Energy auf eine laser-getriebene Fusion, bei der extrem intensive, ultrakurze Laserimpulse kleine Wasserstoff-Targets zu Fusionen anregen soll. Diese Idee bekam durch ein erfolgreiches Experiment am kalifornischen Lawrence Livermore National Laboratory im Dezember 2022 Aufwind. Auch Marvel Fusion will mit Lasern Nuklearreaktionen provozieren und so nutzbare Energie freisetzen. Dieses Startup ist in gewisser Weise ein Ausreißer, denn es will eine Reaktion von Wasserstoff mit Bor herbeiführen, bei der keine Neutronen entstehen würden. Dafür wären allerdings zehnmal höhere Temperaturen als in den anderen Fusionsexperimenten erforderlich.

    Die Startups bemühen sich um eine Anschubfinanzierung durch staatliche Forschungsetats, die ihnen Seriosität attestiert, was sie wiederum für private Risiko-Investoren attraktiv macht. Ihre Öffentlichkeitsarbeit besteht weitgehend darin, den Gewinn eines neuen Partners als großen Erfolg zu feiern, was freilich über die Aussichten und Gefahren der jeweiligen Technologie nichts besagt. Das ist gewissermaßen zwangsläufig: Je mehr Investoren gewonnen werden können, desto eher ist man bereit, dem Konzept der jeweiligen Firma zu vertrauen.

    In diesem Subventions-Wettbewerb hat nun Proxima Fusion einen deutlichen Vorsprung errungen. Das Land Bayern will dem Startup, das aus dem Münchner Max-Planck-Institut für Plasmaphysik hervorgegangen ist, 400 Millionen Euro zur Verfügung stellen (FAZ, 27.2.2026). Damit soll in Garching zunächst ein Demonstrationsreaktor “Alpha” errichtet werden, dem ein erstes kommerzielles Kraftwerk “Stellaris” auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Gundremmingen folgen soll. Mit der bayrischen Vorlage soll der Bund motiviert werden, seinerseits eine Milliarde, gern auch mehr, beizusteuern. Ministerpräsident Söder (CSU) nutzte den Anlass, markige Ankündigungen auf Stammtischniveau von sich zu geben. Von seinem Umweltminister Markus Blume (CSU) wurde er fast noch übertroffen. Dieser ließ mit seiner Aussage tief blicken: „Das, was heute hier passiert, ist unsere Antwort auf den Atomausstieg – nämlich der Einstieg in die Kernfusion.“

    Marvel Fusion, das andere Münchner Startup, fand keine Erwähnung. Das heißt nicht, dass sie nicht gefördert würden. Aber vom Kuchen erhalten sie offenbar nur Krümel. Das ist durchaus interessant: An Marvel Fusion ist nämlich Siemens Energy beteiligt und das Verhältnis von Siemens zur CSU ist ähnlich innig wie das von Bayern München zum Freistaat.

    All das sind vielleicht nur Randbemerkungen in dem großen Märchen von der Kernfusion. Erstaunlich ist freilich dieses: Wie ist es eigentlich um die SMRs bestellt, die famosen kleinen Modularreaktoren, die uns die althergebrachte Kernspaltung angeblich ganz neu und anders verkaufen wollen? Was bleibt ihnen nach dem finanziellen “Kraftakt”, den Bayern für die Fusion unternehmen will? Um diese andere große Märchenerzählung ist es gerade ziemlich still geworden. Und davon, dass Bayern, allen voran Söder, den Rückbau seiner stillgelegten AKWs stoppen wollte, um sie wieder in Betrieb nehmen zu können, redet auch niemand mehr, nicht mal die Atomfanatiker von der AfD.

    Über Detlef zum Winkel:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  12. Goldgrube zu Lasten von Energiewende und Stromkund/inn/en

    • TransnetBW-Deal zeigt Fehlsteuerung der Energiewende
    • Verteilnetze und Speicher sind viel wichtiger als die teuren Fernleitungen

    Die EnBW möchte 49,9% ihres Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW verkaufen. Für die erste der beiden Tranchen wird heute der Verkauf gemeldet. Die geplanten jahrzehntelangen Gewinne aus SuedLink und Ultranet zu Lasten der Stromkund/inn/en sind gewiss längst eingepreist.

    In ihrer heutigen Preseemitteilung zum Verkauf der ersten von zwei geplanten Tranchen von je 24,95% der TransnetBW-Anteile preist die EnBW dies als Beitrag zur Energiewende, weil nur so der Finanzierungsbedarf der Energiewende-Projekte gesichert werden könne, der von ihr bundesweit auf insgesamt rund 600 Mrd. € beziffert wird, davon 126 Mrd. € für „neue #Stromleitungen und deren Modernisierung“. Alleine #Transnet BW benötige nämlich schon bis 2035 10 Mrd. € v.a. für die Mega-Fernleitungen #SuedLink und #Ultranet (bei beiden Leitungen ist Transnet nur der kleinere Partner).

    Was die #EnBW verschweigt: über die Jahre hinweg werden die kompletten Investitionskosten plus #Finanzierungskosten plus üppige garantierte Rendite nach und nach auf die Stromkund/inn/en umgelegt und werden so die #Netzumlagen und damit die #Strompreise erheblich verteuern. Die letztlich von den Kund/inn/en bezahlten Leitungen im Milliarden-Wert gehören dann aber den #Leitungskonzernen. Ein perfektes und risikoarmes Geschäftsmodell, für das nun #Sparkassen und Co. gerne der EnBW kurzfristig die Liquidität verbessern, um langfristig massiv zu profitieren. Diese Gewinnerwartung zu Lasten der Stromkund/inn/en düfte in den Kaufpreis, den die EnBW erhält, längst eingepreist sein, es werden sicher beide Seiten gewinnen.
    Verlieren wird neben den Stromkund/inn/en auch die #Energiewende. Denn das Geld, das in die Mega-Fernleitungen der Übertragungsnetzbetreiber fließt und damit falsche, zentralisierte #Marktverhältnisse zementiert, fehlt den echten Energiewende-Projekten wie dem Ausbau der Strom-Verteilnetze und dem Aufbau einer guten Speicher-#Infrastruktur. Dazu trägt erst recht die Selbstbedienungsmechanik bei, die in den Strom-Netzentwicklungsplänen steckt und grob falsche Anreize zum Bau unnötiger Fernleitungen setzt.

    An Konzerngewinnen lässt sich die Energiewende nicht ausrichten, im Gegenteil.
    Wir erinnern deshalb an die Grundprinzipien einer echten, dezentralen Energiewende:
    - Energiesparen
    - Energieeffizienz
    - Erneuerbare Energien

    Quelle: Pressemitteilung BBMN

    trueten.de/archives/12792-Gold

    #CapitalismIsADeathCult

  13. Goldgrube zu Lasten von Energiewende und Stromkund/inn/en

    • TransnetBW-Deal zeigt Fehlsteuerung der Energiewende
    • Verteilnetze und Speicher sind viel wichtiger als die teuren Fernleitungen

    Die EnBW möchte 49,9% ihres Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW verkaufen. Für die erste der beiden Tranchen wird heute der Verkauf gemeldet. Die geplanten jahrzehntelangen Gewinne aus SuedLink und Ultranet zu Lasten der Stromkund/inn/en sind gewiss längst eingepreist.

    In ihrer heutigen Preseemitteilung zum Verkauf der ersten von zwei geplanten Tranchen von je 24,95% der TransnetBW-Anteile preist die EnBW dies als Beitrag zur Energiewende, weil nur so der Finanzierungsbedarf der Energiewende-Projekte gesichert werden könne, der von ihr bundesweit auf insgesamt rund 600 Mrd. € beziffert wird, davon 126 Mrd. € für „neue #Stromleitungen und deren Modernisierung“. Alleine #Transnet BW benötige nämlich schon bis 2035 10 Mrd. € v.a. für die Mega-Fernleitungen #SuedLink und #Ultranet (bei beiden Leitungen ist Transnet nur der kleinere Partner).

    Was die #EnBW verschweigt: über die Jahre hinweg werden die kompletten Investitionskosten plus #Finanzierungskosten plus üppige garantierte Rendite nach und nach auf die Stromkund/inn/en umgelegt und werden so die #Netzumlagen und damit die #Strompreise erheblich verteuern. Die letztlich von den Kund/inn/en bezahlten Leitungen im Milliarden-Wert gehören dann aber den #Leitungskonzernen. Ein perfektes und risikoarmes Geschäftsmodell, für das nun #Sparkassen und Co. gerne der EnBW kurzfristig die Liquidität verbessern, um langfristig massiv zu profitieren. Diese Gewinnerwartung zu Lasten der Stromkund/inn/en düfte in den Kaufpreis, den die EnBW erhält, längst eingepreist sein, es werden sicher beide Seiten gewinnen.
    Verlieren wird neben den Stromkund/inn/en auch die #Energiewende. Denn das Geld, das in die Mega-Fernleitungen der Übertragungsnetzbetreiber fließt und damit falsche, zentralisierte #Marktverhältnisse zementiert, fehlt den echten Energiewende-Projekten wie dem Ausbau der Strom-Verteilnetze und dem Aufbau einer guten Speicher-#Infrastruktur. Dazu trägt erst recht die Selbstbedienungsmechanik bei, die in den Strom-Netzentwicklungsplänen steckt und grob falsche Anreize zum Bau unnötiger Fernleitungen setzt.

    An Konzerngewinnen lässt sich die Energiewende nicht ausrichten, im Gegenteil.
    Wir erinnern deshalb an die Grundprinzipien einer echten, dezentralen Energiewende:
    - Energiesparen
    - Energieeffizienz
    - Erneuerbare Energien

    Quelle: Pressemitteilung BBMN

    trueten.de/archives/12792-Gold

    #CapitalismIsADeathCult

  14. Goldgrube zu Lasten von Energiewende und Stromkund/inn/en

    • TransnetBW-Deal zeigt Fehlsteuerung der Energiewende
    • Verteilnetze und Speicher sind viel wichtiger als die teuren Fernleitungen

    Die EnBW möchte 49,9% ihres Übertragungsnetzbetreibers TransnetBW verkaufen. Für die erste der beiden Tranchen wird heute der Verkauf gemeldet. Die geplanten jahrzehntelangen Gewinne aus SuedLink und Ultranet zu Lasten der Stromkund/inn/en sind gewiss längst eingepreist.

    In ihrer heutigen Preseemitteilung zum Verkauf der ersten von zwei geplanten Tranchen von je 24,95% der TransnetBW-Anteile preist die EnBW dies als Beitrag zur Energiewende, weil nur so der Finanzierungsbedarf der Energiewende-Projekte gesichert werden könne, der von ihr bundesweit auf insgesamt rund 600 Mrd. € beziffert wird, davon 126 Mrd. € für „neue #Stromleitungen und deren Modernisierung“. Alleine #Transnet BW benötige nämlich schon bis 2035 10 Mrd. € v.a. für die Mega-Fernleitungen #SuedLink und #Ultranet (bei beiden Leitungen ist Transnet nur der kleinere Partner).

    Was die #EnBW verschweigt: über die Jahre hinweg werden die kompletten Investitionskosten plus #Finanzierungskosten plus üppige garantierte Rendite nach und nach auf die Stromkund/inn/en umgelegt und werden so die #Netzumlagen und damit die #Strompreise erheblich verteuern. Die letztlich von den Kund/inn/en bezahlten Leitungen im Milliarden-Wert gehören dann aber den #Leitungskonzernen. Ein perfektes und risikoarmes Geschäftsmodell, für das nun #Sparkassen und Co. gerne der EnBW kurzfristig die Liquidität verbessern, um langfristig massiv zu profitieren. Diese Gewinnerwartung zu Lasten der Stromkund/inn/en düfte in den Kaufpreis, den die EnBW erhält, längst eingepreist sein, es werden sicher beide Seiten gewinnen.
    Verlieren wird neben den Stromkund/inn/en auch die #Energiewende. Denn das Geld, das in die Mega-Fernleitungen der Übertragungsnetzbetreiber fließt und damit falsche, zentralisierte #Marktverhältnisse zementiert, fehlt den echten Energiewende-Projekten wie dem Ausbau der Strom-Verteilnetze und dem Aufbau einer guten Speicher-#Infrastruktur. Dazu trägt erst recht die Selbstbedienungsmechanik bei, die in den Strom-Netzentwicklungsplänen steckt und grob falsche Anreize zum Bau unnötiger Fernleitungen setzt.

    An Konzerngewinnen lässt sich die Energiewende nicht ausrichten, im Gegenteil.
    Wir erinnern deshalb an die Grundprinzipien einer echten, dezentralen Energiewende:
    - Energiesparen
    - Energieeffizienz
    - Erneuerbare Energien

    Quelle: Pressemitteilung BBMN

    trueten.de/archives/12792-Gold

    #CapitalismIsADeathCult

  15. Mastodon, do your magic:
    Falls irgendwer von den Berliner*innen zufällig Zelda - Tears of the Kingdom für die Switch verkaufen will, bitte pm an mich

    #zelda #zeldatearsofthekingdom #nintwndoswitch #berlin #verkauf #berlinbargain

  16. Back to Basics: Grundlagen der Spielleitung

    Ich habe das Spiel Mini D20 geschrieben, um irgendwann mit meinem Sohn und seinen Freunden etwas möglichst einfaches D&Diges spielen zu können. Dann traf mich die Erkenntnis, dass die es vielleicht irgendwann auch mal ohne mich spielen wollen. Je mehr ich darüber nachdachte, desto wahrscheinlicher kam mir diese Möglichkeit vor. Aus dieser Erkenntnis leitete ich den Wunsch ab, in dem Heft einen kurzen Teil darüber zu haben, wie man das Spiel leitet.

    Gar nicht so einfach

    Viele Rollenspiele haben so ein Kapitel nach dem Motto: „Was ist eigentlich Rollenspiel und wie macht man das?“. Seit ungefähr 20 Jahren skippe ich diese Artikel. Zumindest bei „Traditionellen Rollenspielen“. Um diese geht es in diesem Falle. Jedenfalls habe ich deshalb sowas nie geschrieben. Ich dachte immer, wer irgendein selbstgebasteltes Indie-Spiel von irgendeinem Typen auf irgendeinem Blog herunterlädt, wird sowas wohl kaum brauchen. Aber wie gesagt, ich wollte in diesem Heft mal zumindest die Basics niederschreiben, falls das Spiel doch mal in die Hände von Einsteiger:innen gerät.

    Und da ich sonst nix zu tun habe, dachte ich, ich schreibe hier auch nochmal kurz auf, was für mich die absoluten Basics sind. Wenn auch du solche Kapitel immer skipst, ist jetzt die letzte Gelegenheit noch auszusteigen.

    Illu von Gordy Higgins

    Nochmal zum Verständnis: Es geht hier um „trad-games“. Also solche mit einer Spielleitung und Spielenden im klassischen Sinne. Andere Rollenspiele funktionieren anders und haben darum auch andere Grundlagen.

    Der grundsätzliche Flow des Rollenspiels

    Eine traditionelle Rollenspielrunde folgt einem bewährten Rhythmus:

    1. Situationsbeschreibung: Die Spielleitung beschreibt einen Ort oder eine Situation. Der Detailgrad ist dabei Geschmackssache.
    2. Spielerreaktion: Die Spielenden stellen Fragen zu bestimmten Aspekten der Beschreibung oder kündigen Aktionen an.
    3. Konsequenzen: Die Spielleitung beantwortet die Fragen oder beschreibt, was die Aktion einer Spielfigur bewirkt. Wenn eine Aktion eine Chance hat, zu scheitern, wird (meistens) mit einem Würfelwurf entschieden, ob sie gelingt.

    Schritt 2 und 3 werden dann für gewöhnlich mehrfach hin- und hergespielt, bis die Spielfiguren in eine neue Situation oder an einen neuen Ort geraten. Dieser einfache Ablauf bildet das Rückgrat jeder Spielsitzung. Egal, ob es sich um einen intensiven Kampf oder um subtile Hofintrigen handelt.

    Intention der Spielenden

    Dieser grundsätzliche Flow birgt einige Fallstricke. Deren größter ist das Missverstehen der Intention einer Frage oder einer Aktion. Das ganze nachfolgende Thema hat Seth Skorkowsky mal in einem Video sehr plastisch erklärt. Ich finde es nur gerade nicht.

    Spielende haben oft eine Hoffnung, was passieren soll, wenn sie etwas tun. Ein Klassiker ist die Spielenden-Aussage: „Ich sehe mich auf dem Platz um“, woraufhin die Spielleitung einen halbstündigen Monolog über Architektur und Beschaffenheit der umliegenden Gebäude, die aktuelle Mode der Stadt, die vorherrschenden Gerüche und das Wetter hält. Der oder die Spielende quittiert mit: „Ach schade, ich dachte, es gäbe vielleicht eine Bibliothek hier.“

    Anderes Beispiel: „Ich ziehe mein Messer und bedrohe die Wache“. Woraufhin die Spielleitung sagt: „Der Wächter stellt fest, dass er für sowas zu schlecht bezahlt wird und rennt weg.“ Quittiert mit einem: „Mist, ich hatte gehofft, er ruft die anderen Wachen herbei, sodass unsere Schurkin freie Bahn durchs Fenster hat.“

    Besser kommunizieren

    Das sind Beispiele, die so oder so ähnlich bestimmt schon viele Spielleitungen erlebt haben. Wenn es auch dir so geht, schreib dir folgende Fragen auf die Handfläche, einen Zettel und/oder hinter die Ohren:

    „Was hoffst du, wird passieren?“ oder „Was hoffst du, zu finden?“

    Für die Spielenden ist es nämlich frustrierend, wenn ihre Pläne (die nur in ihrem Kopf existieren) nicht funktionieren. Und für die Spielleitung ist es frustrierend, wenn ihre Beschreibung scheinbar nie das gewünschte liefert. Aber reden hilft.

    Das „Ja, und…“

    Vor ein paar Jahren war es auf vielen Blog das große Ding. Demnach sollen Spielleitungen das immer sagen, wenn Spielende eine Frage haben. Also grundsätzlich zustimmen und den Gedanken weiterspinnen. So würde sich angeblich automatisch eine Handlung ergeben, die für alle Beteiligten befriedigend und interessant ist. Das ist natürlich Quatsch, weil viele Spielende dann einfach einen Weg des geringsten Widerstands finden, der selten interessant ist.

    Aber wenn du als Spielleitung sicher bist, dass du den Plan des/der Spielenden kennst und dieser dem Spielerlebnis nicht zuwider läuft, dann kannst du das tun. Die oben genannten Rückfragen führen sehr oft zu Situationen, in denen ein „Ja, und…“ wirklich eine gute Antwort ist.

    Meistens ist „Ja, aber…“ besser. Denn generell ist es Aufgabe der Spielleitung, immer wieder neue Hindernisse in den Weg der Spielenden zu legen, die diese dann überwinden müssen. Das habe ich mal HIER beschrieben.

    Kreativität belohnen

    Durchdachte Pläne verdienen Erfolg. Wenn Spielende sich die Mühe machen, eine clevere Strategie zu entwickeln, sollte diese nicht an einem unglücklichen Würfelwurf scheitern.

    • Senke Schwierigkeitsgrade für gut durchdachte Aktionen
    • Lasse besonders kreative Lösungen automatisch gelingen
    • Belohne „Out-of-the-box“-Denken, auch wenn es deine Pläne durchkreuzt

    Es gibt für die Spielenden fast nichts belohnenderes als ein „Wow, also daran hab ich wirklich nicht gedacht!“, ihrer Spielleitung. Umso schlimmer ist es, wenn dem ein „Also macht bitte etwas anderes“ folgt.

    Bei echt guten, kreativen oder einfach unterhaltsamen Ideen sollte die Spielleitung beide Augen zudrücken. Das ist die sogenannte „Rule of cool“. Denn am Ende spielen wir ja alle gemeinsam, um tolle, spannende und manchmal verrückte Momente zu erleben. Also sollte man diese Ideen als Spielleitung belohnen, damit die Spielenden öfter mal um die Ecke denken.

    Mach die Welt lebendig

    Vermeide statische Umgebungen. Die Welt reagiert auf die Aktionen der Charaktere. Lärm in einem Raum lockt zum Beispiel Verstärkung aus den Nebenräumen an. Oder Feinde rufen gezielt nach Verstärkung. Oder sie ziehen sich an einen Ort zurück, an dem Verstärkung ist oder der sich leichter verteidigen lässt.

    Realistische Konflikte gestalten

    Nicht jeder will kämpfen. Intelligente Wesen vermeiden unnötige Risiken und sie haben verschiedene Motivationen. Man kann meistens verhandeln, bedrohen, bestechen oder sonstiges. Wenn sich Feinde deutlich unterlegen fühlen oder in der Unterzahl sind, werden sie nicht viel Lust haben, zu kämpfen.

    Kommt natürlich auch ein bisschen auf die Spielgruppe an. Es kann auch ganz schön sein, ohne schlechtes Gewissen mal echte Bösewichte zu verhauen.

    Tempo halten

    Das sogenannte Pacing ist eine individuelle Sache. Manche Spielgruppen nehmen sich mit allem sehr viel Zeit und sind damit auch glücklich. Bei anderen kommt da schnell ein wenig Leerlauf oder Langeweile auf. Das ist wirklich etwas, was man sehr nach Gefühl machen muss. Ein echtes richtig oder falsch gibt es nicht. Aber um das Tempo zu steuern, beziehungsweise hoch zu halten, gibt es einige Tricks.

    • Setze sanften Zeitdruck, wenn Diskussionen zu lang werden.
    • Führe gelegentlich unerwartete Ereignisse ein. Es passieren auch dann Dinge, wenn die Spielenden sie nicht anstoßen.
    • Nutze „Wandernde Monster“ oder ähnliche Mechaniken.

    Flexible Abenteuer

    Plane Situationen, keine Lösungen. Deine Aufgabe ist es, interessante Herausforderungen zu schaffen, nicht die eine „richtige“ Lösung vorzugeben.

    • Überlege dir mögliche Konsequenzen für verschiedene Ansätze.
    • Sei bereit, spontan zu improvisieren.
    • Akzeptiere, dass Spieler überraschende Wege finden werden.

    Das spontane Improvisieren wirkt anfänglich ein wenig einschüchternd. Ist es aber nicht. Und auf jeden Fall ist es besser, mittelmäßig zu improvisieren, als zu sagen „Das könnt ihr nicht versuchen.“ Es muss ja nicht jeder Plan der Spielenden funktionieren. Aber sie sollten alles ausprobieren dürfen.

    Show, don’t tell

    Die Hauptaufgabe der Spielleitung ist das Beschreiben von Dingen. Das sollte man wörtlich verstehen. In dem Abenteuerheft vor dir mag stehen „Im Gang nach Süden ist ein wütender Oger“. Das bedeutet nicht, dass du den Spielenden sagen solltest „Im Gang nach Süden ist ein wütender Oger“.

    Du beschreibst so etwas wie „Aus dem Gang links ist ein hasserfülltes Brüllen zu hören. Als ihr euch nähert, könnt ihr im flackernden Halbdunkel einen gigantischen Schatten erkennen, der mit riesigen Fäusten auf die Wand einschlägt.“

    Es muss nicht so poetisch sein. Aber eben auch nicht einfach nüchtern die Fakten aufzählen. Du beschreibst, was die Charaktere der Spielenden wahrnehmen. Nutze dafür alle Sinne. Wie hört oder fühlt sich etwas an oder wie riecht es? Die Schlussfolgerungen, um was es sich bei dem Beschriebenen handelt, sollten die Spielenden selber ziehen.

    Man kann das gut üben, indem man einfach mal Dinge beschreibt, ohne sie beim Namen zu nennen. Ein Auto ist eine „Metallkiste mit vier Rädern. Hinten strömt aus einem Rohr stinkender schwarzer Rauch. Blendend helles Licht scheint aus mehreren Quellen. Ein bedrohliches grollen wird lauter, je schneller sich die Kiste bewegt.“

    Auf keinen Fall solltest du den Spielenden sagen, wie sich ihre Charaktere fühlen. Das entscheiden sie selbst.

    Die Stimmung lesen

    Passe dich der Gruppe an. Du kannst nicht gegen die Stimmung am Tisch arbeiten.

    • Bei ausgelassener Stimmung: Humor und Leichtigkeit betonen.
    • Bei ernster Atmosphäre: Drama und Spannung verstärken.
    • Bei unkonzentrierten Runden: Fokus durch direkte Ansprache zurückgewinnen.

    Es sind nicht immer alle Spielende auf einer Wellenlänge, was die generelle Stimmung in der Gruppe angeht. Der letzte Tipp wird sehr oft gegeben. Aber denke bitte daran: Nicht jede:r Spielende mag es, ins Spotlight gestellt zu werden!

    Der letzte und wichtigste Tipp darum zum Schluss: Spiel nur mit Leuten, die ungefähr an den gleichen Sachen Spaß haben wie du.

    Viel Erfolg!

    -Seba

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  17. Besser verkaufen durch Networking: Andere begeistern mit klaren Zielen - Nicht nur Führungskräfte brauchen Durchsetzungsvermögen. Wem es gelingt, andere für seine Ziele zu begeistern, kann diese schneller und leichter erreichen. Wichtiger Erfolgsfaktoren dafür sind Vertrauen und klare Spielregeln. #Erfolg #Kommunikation #Kunde #Marketing #Networking #OliverSchumacher #Verhandlung #Vertrieb #Ziel

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  18. #InspirationDerWoche: “Vergnügen ist nicht das #Ziel des Menschen, sondern #Wissen. Die Ursache all des Elends, das wir in der Welt haben, liegt darin, dass die Menschen das Vergnügen törichterweise für das anzustrebende Ideal halten”, Swami #Vivekananda

  19. Wesel/Duisburg: Cannabis Social Club startet Ausgabe

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  20. 6 Adressen für einen Besuch 2026

    Stöbern, feilschen, Schätze entdecken und Altes verkaufen – das geht auf einem Trödelmarkt. Mit dem Frühling startet traditionell…
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    europesays.com/de/939810/

  21. 6 Adressen für einen Besuch

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  22. #DerStandard:
    "
    Müllh-All-de
    Weltraumschrott-Experte: "Verbauen uns die Zukunft, wenn wir nicht aufpassen"

    Der Weltraum wird immer voller. Holger Krag, Leiter des ESA-Weltraumsicherheitsprogramms, erklärt, wie eine Art Müllabfuhr für den Orbit funktionieren könnte – und warum die Zeit drängt
    "
    derstandard.at/story/300000030

    25.2.2026

    #HolgerKrag #ESA #ESOC #Raumfahrt #SpaceFlight #Weltraum #Weltraummüll #Weltraumschrott #ZeroDebris #Zukunft

  23. #DerStandard:
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    25.2.2026

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  27. Meine sehr verehrten Damen & Herren, liebe Tröties,

    ich habe das unzweifelhafte Vergnügen euch darüber zu informieren, dass
    "Ashes to Ashes" in der #ARTEMediathek seit heute Nacht, also alle Folgen, abgerufen werden kann.
    Der geistige Nachfolger von "Life on Mars" widmet sich in 3x8 Folgen den Krimi-Mystery Geschicken einer Polizistin, die ins Koma fällt und im Großbritannien der 80er Jahre erwacht, mit allen seinen technischen wie auch menschlichen Rückständigkeiten.

    Ach was solls, hier ist ein Vorschuss-Lorbeeren-Link.
    arte.tv/de/videos/123331-002-A

    Selbst noch nicht gesehen.
    Uns allen viel Spaß!

    Herzlichsten Dank an @kalle für den Hinweis Ende April! Du siehst, er ist nicht untergegangen 😊

    #ARTE #AshesToAshes #Mediathek #Serie #Serien #Krimi #Mystery #Großbritannien #LifeOnMars #80er

  28. Meine sehr verehrten Damen & Herren, liebe Tröties,

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  29. #Mobilitätswende mit Stärkung des #ÖPNV, #Bahn, #Bus, #Umweltverbund ... wann, liebe #Bundesregierung ?

    Es ist kein zukunftsfähiger Politikansatz, #Klima|- und #Umwelt|ziele immer weiter abzuschwächen und das als Lösung zu verkaufen. Das zeugt von wenig Phantasie.

    tagesschau.de/inland/koalition