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#enbw — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #enbw, aggregated by home.social.

  1. 📣 Neue Kampagne gegen die EnBW 📣

    Überraschung für die EnBW zur Aktionärsversammlung: Gestern startete das WiK Karlsruhe mit einer Kletteraktion an der EnBW-Zentrale eine neue Kampagne.

    „Während die EnBW hier sehr auf ihren sozialen grünen Anstrich bedacht ist, tritt sie anderswo Menschenrechte mit Füßen“, erklärt einer der Kletternden.

    🧵1/4

    #WiderstandsKollektiv #Karlsruhe #EnBW

  2. Heutige Hauptversammlung der EnBW
    a) klarer Kurs 🧭 in unruhigen Zeiten;

    b) Energieversorgung ⚡️ in 🇩🇪 trotz Trump-Krieg sicher – weil #Ampel ihrerzeit diversifizierte;

    c) Der #Strom ⚡️ der #EnBW wurde 2025 günstiger und 🌍 klimaschonender;

    d) EnBW schüttet🥇 Rekorddividende (1,70€ 💶 je Aktie ➡️ 551.498.982,20€] aus!

    Danke allen, die daran mitgeschafft haben ‼️

    Ach ja:

    Wer wegen Abschreibungen (Irische
    See) das Gegenteil erzählte, war nicht ganz klug oder nicht ganz ehrlich.

    #Energiewende

  3. Bei den derzeit negativen Strompreisen fangen mittlerweile #tibber kunden an Ihre Freunde und Bekannte nach Hause zum Laden einzuladen. Ganz einfach weil sie damit Geld verdienen!

    Warum machen das eigentlich nicht auch öffentliche Ladeanbieter? Wenn ich tatsächlich Geld dafür bekomme, wenn ich in einem gewissen Zeitraum Strom abnehmen, dann kann ich doch über einen dynamisches Preismodell zu allen Zeiten mit negativen Strompreisen ein unschlagbar günstiges Angebot an meinen öffentlichen Ladesäulen machen.
    Das muss absolut nicht negativ sein, es reicht doch wenn ich als #EnBW, #Ionity oder #AralPulse ankündige am Sonntag an Schnellladesäulen für 25 cent laden zu können. Dann kann ich doch gigantische Strommengen abnehmen und nehme trotzdem noch eine gute Marge mit, wenn #Netzentgelte und Abschreibungen auf die #LadeInfrastruktur eingerechnet werden. Gibt es hier ein #Marktversagen oder habe ich etwas nicht beachtet?
    @BlumeEvolution @rahmstorf @akkudoktor.bsky.social @umwelthilfe @balkonsolar @VQuaschning

  4. Bei den derzeit negativen Strompreisen fangen mittlerweile #tibber kunden an Ihre Freunde und Bekannte nach Hause zum Laden einzuladen. Ganz einfach weil sie damit Geld verdienen!

    Warum machen das eigentlich nicht auch öffentliche Ladeanbieter? Wenn ich tatsächlich Geld dafür bekomme, wenn ich in einem gewissen Zeitraum Strom abnehmen, dann kann ich doch über einen dynamisches Preismodell zu allen Zeiten mit negativen Strompreisen ein unschlagbar günstiges Angebot an meinen öffentlichen Ladesäulen machen.
    Das muss absolut nicht negativ sein, es reicht doch wenn ich als #EnBW, #Ionity oder #AralPulse ankündige am Sonntag an Schnellladesäulen für 25 cent laden zu können. Dann kann ich doch gigantische Strommengen abnehmen und nehme trotzdem noch eine gute Marge mit, wenn #Netzentgelte und Abschreibungen auf die #LadeInfrastruktur eingerechnet werden. Gibt es hier ein #Marktversagen oder habe ich etwas nicht beachtet?
    @BlumeEvolution @rahmstorf @akkudoktor.bsky.social @umwelthilfe @balkonsolar @VQuaschning

  5. Bei den derzeit negativen Strompreisen fangen mittlerweile #tibber kunden an Ihre Freunde und Bekannte nach Hause zum Laden einzuladen. Ganz einfach weil sie damit Geld verdienen!

    Warum machen das eigentlich nicht auch öffentliche Ladeanbieter? Wenn ich tatsächlich Geld dafür bekomme, wenn ich in einem gewissen Zeitraum Strom abnehmen, dann kann ich doch über einen dynamisches Preismodell zu allen Zeiten mit negativen Strompreisen ein unschlagbar günstiges Angebot an meinen öffentlichen Ladesäulen machen.
    Das muss absolut nicht negativ sein, es reicht doch wenn ich als #EnBW, #Ionity oder #AralPulse ankündige am Sonntag an Schnellladesäulen für 25 cent laden zu können. Dann kann ich doch gigantische Strommengen abnehmen und nehme trotzdem noch eine gute Marge mit, wenn #Netzentgelte und Abschreibungen auf die #LadeInfrastruktur eingerechnet werden. Gibt es hier ein #Marktversagen oder habe ich etwas nicht beachtet?
    @BlumeEvolution @rahmstorf @akkudoktor.bsky.social @umwelthilfe @balkonsolar @VQuaschning

  6. Bei den derzeit negativen Strompreisen fangen mittlerweile #tibber kunden an Ihre Freunde und Bekannte nach Hause zum Laden einzuladen. Ganz einfach weil sie damit Geld verdienen!

    Warum machen das eigentlich nicht auch öffentliche Ladeanbieter? Wenn ich tatsächlich Geld dafür bekomme, wenn ich in einem gewissen Zeitraum Strom abnehmen, dann kann ich doch über einen dynamisches Preismodell zu allen Zeiten mit negativen Strompreisen ein unschlagbar günstiges Angebot an meinen öffentlichen Ladesäulen machen.
    Das muss absolut nicht negativ sein, es reicht doch wenn ich als #EnBW, #Ionity oder #AralPulse ankündige am Sonntag an Schnellladesäulen für 25 cent laden zu können. Dann kann ich doch gigantische Strommengen abnehmen und nehme trotzdem noch eine gute Marge mit, wenn #Netzentgelte und Abschreibungen auf die #LadeInfrastruktur eingerechnet werden. Gibt es hier ein #Marktversagen oder habe ich etwas nicht beachtet?
    @BlumeEvolution @rahmstorf @akkudoktor.bsky.social @umwelthilfe @balkonsolar @VQuaschning

  7. Bei den derzeit negativen Strompreisen fangen mittlerweile #tibber kunden an Ihre Freunde und Bekannte nach Hause zum Laden einzuladen. Ganz einfach weil sie damit Geld verdienen!

    Warum machen das eigentlich nicht auch öffentliche Ladeanbieter? Wenn ich tatsächlich Geld dafür bekomme, wenn ich in einem gewissen Zeitraum Strom abnehmen, dann kann ich doch über einen dynamisches Preismodell zu allen Zeiten mit negativen Strompreisen ein unschlagbar günstiges Angebot an meinen öffentlichen Ladesäulen machen.
    Das muss absolut nicht negativ sein, es reicht doch wenn ich als #EnBW, #Ionity oder #AralPulse ankündige am Sonntag an Schnellladesäulen für 25 cent laden zu können. Dann kann ich doch gigantische Strommengen abnehmen und nehme trotzdem noch eine gute Marge mit, wenn #Netzentgelte und Abschreibungen auf die #LadeInfrastruktur eingerechnet werden. Gibt es hier ein #Marktversagen oder habe ich etwas nicht beachtet?
    @BlumeEvolution @rahmstorf @akkudoktor.bsky.social @umwelthilfe @balkonsolar @VQuaschning

  8. #Gesetzeswidrig? Wie die #Gas-Lobby ihre eigene Ausschreibung formuliert!

    Die #Energiekonzerne #RWE und #EnBW haben die zentralen Inhalte für die Ausschreibung der ersten Reserve-Kraftwerke geliefert. Wenn der vorliegende Entwurf für die Ausschreibung von 9 GW flexibler Kraftwerksleistung so veröffentlich wird, handelt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gesetzeswidrig...

    #gewaltignachhaltig

    @gewaltignachhaltig

    youtube.com/watch?v=IrALWE3dZV0

  9. #Gesetzeswidrig? Wie die #Gas-Lobby ihre eigene Ausschreibung formuliert!

    Die #Energiekonzerne #RWE und #EnBW haben die zentralen Inhalte für die Ausschreibung der ersten Reserve-Kraftwerke geliefert. Wenn der vorliegende Entwurf für die Ausschreibung von 9 GW flexibler Kraftwerksleistung so veröffentlich wird, handelt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gesetzeswidrig...

    #gewaltignachhaltig

    @gewaltignachhaltig

    youtube.com/watch?v=IrALWE3dZV0

  10. #Gesetzeswidrig? Wie die #Gas-Lobby ihre eigene Ausschreibung formuliert!

    Die #Energiekonzerne #RWE und #EnBW haben die zentralen Inhalte für die Ausschreibung der ersten Reserve-Kraftwerke geliefert. Wenn der vorliegende Entwurf für die Ausschreibung von 9 GW flexibler Kraftwerksleistung so veröffentlich wird, handelt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gesetzeswidrig...

    #gewaltignachhaltig

    @gewaltignachhaltig

    youtube.com/watch?v=IrALWE3dZV0

  11. #Gesetzeswidrig? Wie die #Gas-Lobby ihre eigene Ausschreibung formuliert!

    Die #Energiekonzerne #RWE und #EnBW haben die zentralen Inhalte für die Ausschreibung der ersten Reserve-Kraftwerke geliefert. Wenn der vorliegende Entwurf für die Ausschreibung von 9 GW flexibler Kraftwerksleistung so veröffentlich wird, handelt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gesetzeswidrig...

    #gewaltignachhaltig

    @gewaltignachhaltig

    youtube.com/watch?v=IrALWE3dZV0

  12. #Gesetzeswidrig? Wie die #Gas-Lobby ihre eigene Ausschreibung formuliert!

    Die #Energiekonzerne #RWE und #EnBW haben die zentralen Inhalte für die Ausschreibung der ersten Reserve-Kraftwerke geliefert. Wenn der vorliegende Entwurf für die Ausschreibung von 9 GW flexibler Kraftwerksleistung so veröffentlich wird, handelt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche gesetzeswidrig...

    #gewaltignachhaltig

    @gewaltignachhaltig

    youtube.com/watch?v=IrALWE3dZV0

  13. Vom dänischen #Esbjerg und von #Hamburg aus baut der Energiekonzern #EnBW Deutschlands derzeit größten #Offshore_Windpark „He Dreiht“ auf der #Nordsee auf shorturl.at/3b8t8 Q: welt.de F: Unsplash CC

  14. Jetzt haben wir uns ja alle (zu Recht) empört, dass sich Gas-Kathi die Argumente von #EnBW hat schreiben lassen.
    Ich frage mich aber auch, warum ein Konzern, an dem das Land Baden-Württemberg unter grüner Regierung eine relevante Beteiligung hat, überhaupt Lobbyismus pro Gas macht.

    Habt ihr noch die Kontrolle über #EnBW, @Umweltministerium ? Welche Position hat der designierte Ministerpräsident?

    cc @GrueneBundestag

  15. Katherina #Reiche lässt sich offenbar Gesetze von Energiekonzernen wie #EnBW diktieren.

    Wer regiert hier eigentlich?

    Musik: Lucifer by Pufino | Quelle: freetouse

  16. Liebe @GrueneBundestag,
    leider ist der Landesverband, der im Aufsichtsrat der #enbw vertreten ist, hier nicht erreichbar. Vielleicht dürfte ich Euch ganz herzlich darum bitten die Strategie des Konzerns mal ganz einfach und für alle verständlich aufzuschreiben. Ein aufschlussreiches Infoplakat wäre herrlich.
    Ich blicke ehrlich gesagt nicht mehr durch, und verstehe den Vertrauensverlust in grüne Positionen bei derartigen Vorgängen durchaus. Gerade in #BadenWuerttemberg solltet Ihr doch in der Lage sein, die Zusammenhänge sinnvoll zu erklären.
    Vielen Dank für Euer Engagement!

    #Oezdemir #kretschmann #gruene
    @RegierungBW @lobbycontrol

  17. Liebe @GrueneBundestag,
    leider ist der Landesverband, der im Aufsichtsrat der #enbw vertreten ist, hier nicht erreichbar. Vielleicht dürfte ich Euch ganz herzlich darum bitten die Strategie des Konzerns mal ganz einfach und für alle verständlich aufzuschreiben. Ein aufschlussreiches Infoplakat wäre herrlich.
    Ich blicke ehrlich gesagt nicht mehr durch, und verstehe den Vertrauensverlust in grüne Positionen bei derartigen Vorgängen durchaus. Gerade in #BadenWuerttemberg solltet Ihr doch in der Lage sein, die Zusammenhänge sinnvoll zu erklären.
    Vielen Dank für Euer Engagement!

    #Oezdemir #kretschmann #gruene
    @RegierungBW @lobbycontrol

  18. Liebe @GrueneBundestag,
    leider ist der Landesverband, der im Aufsichtsrat der #enbw vertreten ist, hier nicht erreichbar. Vielleicht dürfte ich Euch ganz herzlich darum bitten die Strategie des Konzerns mal ganz einfach und für alle verständlich aufzuschreiben. Ein aufschlussreiches Infoplakat wäre herrlich.
    Ich blicke ehrlich gesagt nicht mehr durch, und verstehe den Vertrauensverlust in grüne Positionen bei derartigen Vorgängen durchaus. Gerade in #BadenWuerttemberg solltet Ihr doch in der Lage sein, die Zusammenhänge sinnvoll zu erklären.
    Vielen Dank für Euer Engagement!

    #Oezdemir #kretschmann #gruene
    @RegierungBW @lobbycontrol

  19. Liebe @GrueneBundestag,
    leider ist der Landesverband, der im Aufsichtsrat der #enbw vertreten ist, hier nicht erreichbar. Vielleicht dürfte ich Euch ganz herzlich darum bitten die Strategie des Konzerns mal ganz einfach und für alle verständlich aufzuschreiben. Ein aufschlussreiches Infoplakat wäre herrlich.
    Ich blicke ehrlich gesagt nicht mehr durch, und verstehe den Vertrauensverlust in grüne Positionen bei derartigen Vorgängen durchaus. Gerade in #BadenWuerttemberg solltet Ihr doch in der Lage sein, die Zusammenhänge sinnvoll zu erklären.
    Vielen Dank für Euer Engagement!

    #Oezdemir #kretschmann #gruene
    @RegierungBW @lobbycontrol

  20. Liebe @GrueneBundestag,
    leider ist der Landesverband, der im Aufsichtsrat der #enbw vertreten ist, hier nicht erreichbar. Vielleicht dürfte ich Euch ganz herzlich darum bitten die Strategie des Konzerns mal ganz einfach und für alle verständlich aufzuschreiben. Ein aufschlussreiches Infoplakat wäre herrlich.
    Ich blicke ehrlich gesagt nicht mehr durch, und verstehe den Vertrauensverlust in grüne Positionen bei derartigen Vorgängen durchaus. Gerade in #BadenWuerttemberg solltet Ihr doch in der Lage sein, die Zusammenhänge sinnvoll zu erklären.
    Vielen Dank für Euer Engagement!

    #Oezdemir #kretschmann #gruene
    @RegierungBW @lobbycontrol

  21. @tagesschau

    Wo seht ihr #EnBW? Nachdem sie selbstlos Frau #Reiche aus der Patsche geholfen hat, droht ihnen ja ein nicht unerhebliches Bußgeld.

  22. Der Skandal ist nicht, dass ein Ministerium bei Unternehmen um Rat bittet. Das hatte Habeck auch gemacht.

    Grüße gehen raus an den BDEW!

    Der Skandal ist, dass das verheimlicht wird.

    #Reiche #EnBW

  23. Ex-E.ON-Managerin Reiche macht Energiepolitik, und plötzlich schreibt EnBW dem Ministerium die Argumente gegen Batteriespeicher.

    Die fossile Industrie & ihr Kampf gegen eine lebenswerte Zukunft sitzen groß & breit im Bundeskabinett.

    #Reiche #EON #EnBW #Lobbyismus #Energiewende

  24. In Text 1 findet sich eine plausible Antwort auf die Frage aus der Überschrift von Text 2. #Reiche #EnBW

    Ich bin wirklich nicht sicher, dass schnell sinkende Strompreise die Priorität unserer Wirtschaftsministerin sind.

  25. In Text 1 findet sich eine plausible Antwort auf die Frage aus der Überschrift von Text 2. #Reiche #EnBW Ich bin wirklich nicht sicher, dass schnell sinkende Strompreise die Priorität unserer Wirtschaftsministerin sind.

  26. Die #EnBW hat in Öhringen-Eckartsweiler einen #Solarpark mit integriertem #Batteriespeicher in Betrieb genommen.

    Auf 5,72 Hektar erzeugen rund 10.000 #Solarmodule jährlich etwa 7 Millionen Kilowattstunden Strom für rund 2.500 Haushalte. Der #Batteriespeicher mit 6,1 Megawattstunden Kapazität ermöglicht eine flexible Einspeisung ins Netz. Die Anlage an der A6 ist auf 30 Jahre ausgelegt.

    pv-magazine.de/unternehmensmel

    #Photovoltaik #Energiewende #BadenWürttemberg #energy

  27. Während baden-württembergische Politiker auf innovative Verbrenner setzen, baut #EnBW (47% in Landesbesitz) bundesweit sein #Hybernetz aus. Widersprüchlicher kann die Energie- und Verkehrspolitik nicht sein.

  28. Kapitel 1, Auto-Vorbesitzer ist abgeschlossen. Der Vorbesitzer hatte sich nicht gerührt und nach drei Tagen wurde seine Kopplung mit dem Auto getrennt.

    Kapitel 2: Vorbesitzer-Registrierung an den EnBW-Ladestationen

    Ich war gestern zum ersten Mal an einer #EnBW-Ladestation, stöpsel das Auto ein, und plötzlich fängt das Ding einfach an zu laden, OHNE dass ich mich angemeldet habe.
    Nach 15 Minuten bricht der Ladevorgang plötzlich ab, und ich muss mich neu anmelden, um den Vorgang fortzusetzen.

    Stellt sich raus, dass EnBW ein Feature namens #AutoCharge hat, anhand derer das Fahrzeug nur über die MAC-Adresse identifiziert wird und das Laden automatisch beginnt. Sprich, der erste Ladevorgang lief noch über den Vorbesitzer, bis derjenige vermutlich das Laden in der App unterbrochen hat. 😂

  29. Ladetarife und -karten für Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich

    Dieses Jahr sind wir mit unserem Elektroauto Kia EV3 viel und lange unterwegs, vor allem im Ausland. Was erwartet uns also bei Ladeinfrastruktur und Preisen in Italien, Frankreich und Österreich?

    derschreiben.de/ladetarife-und

  30. Ladetarife und -karten für Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich

    Dieses Jahr sind wir mit unserem Elektroauto Kia EV3 viel und lange unterwegs, vor allem im Ausland. Was erwartet uns also bei Ladeinfrastruktur und Preisen in Italien, Frankreich und Österreich?

    derschreiben.de/ladetarife-und

  31. Ladetarife und -karten für Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich

    Dieses Jahr sind wir mit unserem Elektroauto Kia EV3 viel und lange unterwegs, vor allem im Ausland. Was erwartet uns also bei Ladeinfrastruktur und Preisen in Italien, Frankreich und Österreich?

    derschreiben.de/ladetarife-und

  32. Ladetarife und -karten für Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich

    Dieses Jahr sind wir mit unserem Elektroauto Kia EV3 viel und lange unterwegs, vor allem im Ausland. Was erwartet uns also bei Ladeinfrastruktur und Preisen in Italien, Frankreich und Österreich?

    derschreiben.de/ladetarife-und

  33. Ladetarife und -karten für Deutschland, Italien, Frankreich und Österreich

    Dieses Jahr sind wir mit unserem Elektroauto Kia EV3 viel und lange unterwegs, vor allem im Ausland. Was erwartet uns also bei Ladeinfrastruktur und Preisen in Italien, Frankreich und Österreich?

    derschreiben.de/ladetarife-und

  34. Das fossile Fukushima

    Der Irankrieg und die Energiepolitik

    Geschichte wiederholt sich nicht? Doch. Immer wenn die CDU den alten Energiekonzernen gefällig sein will, kommt die Weltgeschichte dazwischen. Das war am 11. März 2011 so. Und ist es seit dem 1. März 2026 wieder so.

    Der Angriff der USA und Israels auf den Iran im März 2026 droht für die Energieversorgung Europas ähnliche Folgen zu haben, wie Putins Überfall auf die Ukraine.

    Am 09. März sprang der Ölpreis zum ersten Mal seit langem auf über 100 Dollar pro Barrel. Der Gaspreis verdoppelte sich auf über 60 Euro die Megawattstunde. Es zeugt vom wirtschaftlichen ‚Sachverstand‘ der Bundeswirtschaftsministerin, wenn Katherina Reiche erklärt, es gäbe kein Mengen- sondern „bloß“ ein Preisproblem.

    Die Preise sind schlechte Nachrichten für Unternehmen, die heute schon unter hohen Energiepreisen leiden. Es wird teuer, die leeren Gasspeicher zu diesen Preisen aufzufüllen. Am Ende wird Heizen teurer. Und es sind schlechte Nachrichten für Autofahrende. Bild hat schon die „Tankwut“ ausgerufen..

    Noch können E-Auto-Besitzer an den verärgerten Tankstellenkunden fröhlich winkend vorbei fahren. Bleibt jedoch der Trend beim Gas, steigt auch der Strompreis. Für ihn ist die letzte eingespeiste Kilowattstunde entscheidend. Ist sie aus einem Gaskraftwerk, wird es teuer. Davor sind nur diejenigen gefeit, die einen Großteil ihres Stroms aus einer eigenen Solaranlage beziehen und damit fahren oder heizen.

    Fossiler Rollback

    Dieser Krieg trifft Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Katherina Reiche völlig unvorbereitet. Anstatt Deutschland und Europa entschlossen zu modernisieren, es zu dekarbonisieren und damit unabhängiger von fossilen Energien zu machen, setzten sie auf eine nostalgische Energiepolitik. Es wird von Kernfusion fantasiert und über kleine Atomreaktoren räsoniert. Weil die erst in Jahrzehnten kommen und nicht wettbewerbsfähig sind, setzt Schwarz-Rot auf eine Laufzeitverlängerung für Fossile.

    – Ausgerechnet als die E-Autos von Volkswagen die Teslas aus Europas Verkaufslisten zu verdrängen begannen, sollten Verbrenner länger zugelassen werden. Schwarz-Rot stufte Hybride, die auf der Straße viermal so viel CO2 ausstoßen als in ihrer Zulassung steht, als ‚klimaneutral‘ ein.

    – Die Vorgabe, dass 65% der Wärme erneuerbar sein muss, soll mit dem „Teuer-Heizen-Gesetz“ (Grüne) entfallen. Auch die Fernwärmeanbieter werden davon befreit. Die steigenden Gaspreise landen so in den privaten Haushalten, wenn es die kommunale Wärmeplanung oder der Vermieter so will. Dem Erdgas sollen „grüne Gase“ zugemischt werden. Zu diesen Gasen zählt Wasserstoff, der mit Erdgas erzeugt wurde und dann dem Erdgas wieder beigemischt wird. Unsinnig, aber teuer.

    – Statt Anreize für den Netzausbau zu schaffen, soll es ins Belieben von 800 örtlichen Verteilnetzbetreibern gestellt werden, ob sie Erneuerbare und Speicher ans Netz lassen. So werden nicht Netzausbau und Erneuerbare synchronisiert, sondern der Zubau von Erneuerbaren wird ausgebremst und Chancen für ein stabileres Netz liegengelassen.

    – Ungerührt sieht Katherina Reiche zu, wie die nächste Ausschreibung für Off-Shore-Wind leerläuft. Der drohende Fadenriss bei Off-Shore gefährdet 50.000 Arbeitsplätze in Norddeutschland.

    – Der Anreiz, zusätzliche Kapazitäten für PV-Strom auf privaten Dächern zu installieren, soll entfallen. In Zeiten, in denen Balkonkraftwerke boomen, sollen Haushalte von der EEG-Einspeisevergütung ausgeschlossen werden.

    – Auf Druck Deutschlands versprach die EU Donald Trump, Flüssiggas im Wert von 750 Milliarden zu kaufen.

    Selten sind die Interessen der Gaswirtschaft so eins zu eins von einer Regierung umgesetzt worden, wie durch die heutige Wirtschaftsministerin und ehemalige Gasmanagerin Katherina Reiche. Wer bei Trump und Musk den Kopf darüber schüttelte, wie unverfroren politische und wirtschaftliche Interessen verquickt werden, lernt nun, dass es das nicht nur in USA gibt.

    Fukushima

    Der Kampf um eine fossile Laufzeitverlängerung hat einen Vorläufer: Den Kampf der vier großen Energieunternehmen um eine atomare Laufzeitverlängerung 2011. E.on, RWE, Vattenfall und EnBW hatten den Ausbau der Erneuerbaren ignoriert und kräftig Marktanteile und an Unternehmenswert verloren. Um das auszugleichen, sollten ihre abgeschriebenen Atomkraftwerke länger laufen. Länger, als sie selbst im Atomkonsens von 2001 vertraglich zugesichert hatten. Solange diese Altanlagen ohne Kapitalkosten und mit geringen Personal- und Brennstoffkosten unfallfrei liefen, galten sie als „cash-cows“.

    Die gut finanzierte Kampagne der Energiekonzerne war erfolgreich. Die 2009 gewählte schwarz-gelbe Koalition vereinbarte, den Atomkonsens aufzukündigen und die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Dagegen demonstrierten Hunderttausende in Berlin, Gorleben und anderswo. Doch 2010 peitschte die Regierung von Angela Merkel das Gesetz durch den Bundestag.

    Doch Atomkraft funktioniert nicht unfallfrei. Am 11. März 2011 explodierten – ausgelöst durch einen Tsunami – die Reaktorblöcke in Fukushima. Die Hoffnung der Atomkonzerne auf einen Milliarden-Extraprofit zerstieb in einer Knallgaswolke.

    Mochte die Physikerin Angela Merkel der Atomkraft nicht völlig abgeneigt sein, eines hat sie immer vermieden. Sie ist nie zweimal gegen die gleiche Wand gerannt. Unter der Leitung von Klaus Töpfer wurde eine Kommission eingesetzt. Diese befand mit Zustimmung von BDI und IG Chemie, dass das Risiko der Nutzung der Atomkraft nicht unbegrenzt verantwortbar ist und empfahl zum rot-grünen Konsens von 2001 zurückzukehren.

    Palliative Wirtschaftspolitik

    Heute kämpft wieder eine Industrie mit einem nicht zukunftsfähigen Geschäftsmodell dafür, noch etwas länger Geld verdienen zu dürfen.

    2011 wussten die Atomkonzerne, dass niemand ein neues Atomkraftwerk bauen würde. Es wäre viel zu teuer und nicht wettbewerbsfähig gewesen. E.on und RWE hatten eine erteilte Genehmigung für ein neues Atomkraft in Großbritannien sogar zurückgegeben.

    2026 weiß die Gasindustrie, dass sie – trotz Trump – dauerhaft mit dem Verkauf von Erdgas keine Geschäfte machen wird. Physik, Ökonomie und Klimaschutz sprechen dagegen. Eine Wärmepumpe liefert mit einer Kilowattstunde Strom dreieinhalb Kilowattstunden Wärme. Doch während die Gaspreise explodieren, sinken die Kosten für erneuerbaren Strom.

    Dieser in Deutschland mit dem EEG ausgelöste Effekt hat globale Folgen. 2024 waren 92,5 Prozent aller weltweit neu installierten Stromkapazitäten erneuerbar. Kohle-, Öl-, Gas- und Atomkraftwerke teilten sich zusammen noch eine Marktnische von 7,5 Prozent. Die Zahlen für 2025 sehen ähnlich aus.

    Das ist einer der Gründe, warum die Autoindustrie weiß, dass der Verbrenner keine Zukunft hat. Europas Autoindustrie wird nur überleben, wenn sie sich schneller und nicht langsamer auf E-Mobilität umstellt. ‚Tankwut‘ war dann mal.

    Merz, Klingbeil und Reiche aber praktizieren das Gegenteil. Anstatt den Wandel zu forcieren, bestrafen sie Vorreiter. Erneuerer werden ausgebremst, nicht wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle subventioniert. Schwarz-Rot betreibt palliative Wirtschaftspolitik für nicht zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

    Resilienz

    Das alles war schon vor dem Irankrieg richtig. Die vom Irankrieg ausgelöste Ölkrise aber offenbart eine weitere Dimension. Es geht um Europas Resilienz und Souveränität. Es ist nicht Zufall, sondern Strategie, dass Trumps Kriegslust mit dem Vorhandensein von Öl- und Gasquellen korreliert, ob in Venezuela, in Nigeria, in Grönland oder im Iran.

    Es geht den USA um „Energie-Dominanz“. Dafür muss ihre Fähigkeit, global Preise zu gestalten gesichert werden. Europa soll in Abhängigkeit von fossilen Energien gehalten werden. Verteuert ein Krieg die Öl- und Gaspreise für den großen Rivalen China ist das willkommen. Willkommen ist auch, dass von gestiegenen Gaspreisen die US-Frackingindustrie profitiert. Sie kassieren Milliarden an Windfallprofits ein. Ihre halbe Milliarde Spenden für Trumps Wahlkampf war eine lohnende Investition.

    Zahlen müssen die Zeche Asien und Europa. China reagiert auf die fossile Energiedominanz der USA mit einer konsequenten Strategie: Elektrifizierung und Ausbau der Erneuerbaren. Die Hälfte der globalen Erneuerbaren der letzten zwei Jahre ging in China ans Netz.

    Schwarz-Rot hingegen versucht sich im fossilen Rollback. Der wird für Deutschland sehr teuer, wie die aktuelle Irankrise zeigt. Er ist ein Angriff auf Europas Souveränität. „Europäische Souveränität“ war die Botschaft von Friedrich Merz auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Sie war seine Antwort, auf das Ende der transatlantischen Zuverlässigkeit. Doch dieser Erkenntnis folgt kein Handeln .

    Freiheitsenergien

    Der Irankrieg könnte das fossile Fukushima sein. Deutschland muss anfangen, resilienter zu werden. Wie 2011 Merkel kann es die Laufzeitverlängerung beenden – diesmal für Fossile. Es muss konsequent auf den Ausbau heimischer erneuerbare Energien setzen. Es sind „Freiheitsenergien“ wie sie Christian Lindner in einem selten hellen Moment mal nannte. Es gilt, moderne Industriepolitik zu betreiben statt palliativer Wirtschaftspolitik.

    Angela Merkel hat ihre 180-Grad-Kehre 2011 nicht freiwillig gemacht. Sie stand unter massivem Druck der öffentlichen Meinung. Diesen Druck gilt es 2026 angesichts des Irankrieges wieder zu organisieren. 1700 Unternehmen in Deutschland haben das begriffen.

    Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung. Lesen Sie ergänzend auch: René Martens/MDR-Altpapier: “Wenn Sender sich beugen – Ob hier zu Lande im Ersten Programm oder ZDF, ob bei NBC, CBS, ABC oder Fox: Die Klimaberichterstattung geht seit 2023 zurück. Ist eine Trendumkehr noch denkbar?”

  35. Das fossile Fukushima

    Der Irankrieg und die Energiepolitik

    Geschichte wiederholt sich nicht? Doch. Immer wenn die CDU den alten Energiekonzernen gefällig sein will, kommt die Weltgeschichte dazwischen. Das war am 11. März 2011 so. Und ist es seit dem 1. März 2026 wieder so.

    Der Angriff der USA und Israels auf den Iran im März 2026 droht für die Energieversorgung Europas ähnliche Folgen zu haben, wie Putins Überfall auf die Ukraine.

    Am 09. März sprang der Ölpreis zum ersten Mal seit langem auf über 100 Dollar pro Barrel. Der Gaspreis verdoppelte sich auf über 60 Euro die Megawattstunde. Es zeugt vom wirtschaftlichen ‚Sachverstand‘ der Bundeswirtschaftsministerin, wenn Katherina Reiche erklärt, es gäbe kein Mengen- sondern „bloß“ ein Preisproblem.

    Die Preise sind schlechte Nachrichten für Unternehmen, die heute schon unter hohen Energiepreisen leiden. Es wird teuer, die leeren Gasspeicher zu diesen Preisen aufzufüllen. Am Ende wird Heizen teurer. Und es sind schlechte Nachrichten für Autofahrende. Bild hat schon die „Tankwut“ ausgerufen..

    Noch können E-Auto-Besitzer an den verärgerten Tankstellenkunden fröhlich winkend vorbei fahren. Bleibt jedoch der Trend beim Gas, steigt auch der Strompreis. Für ihn ist die letzte eingespeiste Kilowattstunde entscheidend. Ist sie aus einem Gaskraftwerk, wird es teuer. Davor sind nur diejenigen gefeit, die einen Großteil ihres Stroms aus einer eigenen Solaranlage beziehen und damit fahren oder heizen.

    Fossiler Rollback

    Dieser Krieg trifft Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Katherina Reiche völlig unvorbereitet. Anstatt Deutschland und Europa entschlossen zu modernisieren, es zu dekarbonisieren und damit unabhängiger von fossilen Energien zu machen, setzten sie auf eine nostalgische Energiepolitik. Es wird von Kernfusion fantasiert und über kleine Atomreaktoren räsoniert. Weil die erst in Jahrzehnten kommen und nicht wettbewerbsfähig sind, setzt Schwarz-Rot auf eine Laufzeitverlängerung für Fossile.

    – Ausgerechnet als die E-Autos von Volkswagen die Teslas aus Europas Verkaufslisten zu verdrängen begannen, sollten Verbrenner länger zugelassen werden. Schwarz-Rot stufte Hybride, die auf der Straße viermal so viel CO2 ausstoßen als in ihrer Zulassung steht, als ‚klimaneutral‘ ein.

    – Die Vorgabe, dass 65% der Wärme erneuerbar sein muss, soll mit dem „Teuer-Heizen-Gesetz“ (Grüne) entfallen. Auch die Fernwärmeanbieter werden davon befreit. Die steigenden Gaspreise landen so in den privaten Haushalten, wenn es die kommunale Wärmeplanung oder der Vermieter so will. Dem Erdgas sollen „grüne Gase“ zugemischt werden. Zu diesen Gasen zählt Wasserstoff, der mit Erdgas erzeugt wurde und dann dem Erdgas wieder beigemischt wird. Unsinnig, aber teuer.

    – Statt Anreize für den Netzausbau zu schaffen, soll es ins Belieben von 800 örtlichen Verteilnetzbetreibern gestellt werden, ob sie Erneuerbare und Speicher ans Netz lassen. So werden nicht Netzausbau und Erneuerbare synchronisiert, sondern der Zubau von Erneuerbaren wird ausgebremst und Chancen für ein stabileres Netz liegengelassen.

    – Ungerührt sieht Katherina Reiche zu, wie die nächste Ausschreibung für Off-Shore-Wind leerläuft. Der drohende Fadenriss bei Off-Shore gefährdet 50.000 Arbeitsplätze in Norddeutschland.

    – Der Anreiz, zusätzliche Kapazitäten für PV-Strom auf privaten Dächern zu installieren, soll entfallen. In Zeiten, in denen Balkonkraftwerke boomen, sollen Haushalte von der EEG-Einspeisevergütung ausgeschlossen werden.

    – Auf Druck Deutschlands versprach die EU Donald Trump, Flüssiggas im Wert von 750 Milliarden zu kaufen.

    Selten sind die Interessen der Gaswirtschaft so eins zu eins von einer Regierung umgesetzt worden, wie durch die heutige Wirtschaftsministerin und ehemalige Gasmanagerin Katherina Reiche. Wer bei Trump und Musk den Kopf darüber schüttelte, wie unverfroren politische und wirtschaftliche Interessen verquickt werden, lernt nun, dass es das nicht nur in USA gibt.

    Fukushima

    Der Kampf um eine fossile Laufzeitverlängerung hat einen Vorläufer: Den Kampf der vier großen Energieunternehmen um eine atomare Laufzeitverlängerung 2011. E.on, RWE, Vattenfall und EnBW hatten den Ausbau der Erneuerbaren ignoriert und kräftig Marktanteile und an Unternehmenswert verloren. Um das auszugleichen, sollten ihre abgeschriebenen Atomkraftwerke länger laufen. Länger, als sie selbst im Atomkonsens von 2001 vertraglich zugesichert hatten. Solange diese Altanlagen ohne Kapitalkosten und mit geringen Personal- und Brennstoffkosten unfallfrei liefen, galten sie als „cash-cows“.

    Die gut finanzierte Kampagne der Energiekonzerne war erfolgreich. Die 2009 gewählte schwarz-gelbe Koalition vereinbarte, den Atomkonsens aufzukündigen und die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Dagegen demonstrierten Hunderttausende in Berlin, Gorleben und anderswo. Doch 2010 peitschte die Regierung von Angela Merkel das Gesetz durch den Bundestag.

    Doch Atomkraft funktioniert nicht unfallfrei. Am 11. März 2011 explodierten – ausgelöst durch einen Tsunami – die Reaktorblöcke in Fukushima. Die Hoffnung der Atomkonzerne auf einen Milliarden-Extraprofit zerstieb in einer Knallgaswolke.

    Mochte die Physikerin Angela Merkel der Atomkraft nicht völlig abgeneigt sein, eines hat sie immer vermieden. Sie ist nie zweimal gegen die gleiche Wand gerannt. Unter der Leitung von Klaus Töpfer wurde eine Kommission eingesetzt. Diese befand mit Zustimmung von BDI und IG Chemie, dass das Risiko der Nutzung der Atomkraft nicht unbegrenzt verantwortbar ist und empfahl zum rot-grünen Konsens von 2001 zurückzukehren.

    Palliative Wirtschaftspolitik

    Heute kämpft wieder eine Industrie mit einem nicht zukunftsfähigen Geschäftsmodell dafür, noch etwas länger Geld verdienen zu dürfen.

    2011 wussten die Atomkonzerne, dass niemand ein neues Atomkraftwerk bauen würde. Es wäre viel zu teuer und nicht wettbewerbsfähig gewesen. E.on und RWE hatten eine erteilte Genehmigung für ein neues Atomkraft in Großbritannien sogar zurückgegeben.

    2026 weiß die Gasindustrie, dass sie – trotz Trump – dauerhaft mit dem Verkauf von Erdgas keine Geschäfte machen wird. Physik, Ökonomie und Klimaschutz sprechen dagegen. Eine Wärmepumpe liefert mit einer Kilowattstunde Strom dreieinhalb Kilowattstunden Wärme. Doch während die Gaspreise explodieren, sinken die Kosten für erneuerbaren Strom.

    Dieser in Deutschland mit dem EEG ausgelöste Effekt hat globale Folgen. 2024 waren 92,5 Prozent aller weltweit neu installierten Stromkapazitäten erneuerbar. Kohle-, Öl-, Gas- und Atomkraftwerke teilten sich zusammen noch eine Marktnische von 7,5 Prozent. Die Zahlen für 2025 sehen ähnlich aus.

    Das ist einer der Gründe, warum die Autoindustrie weiß, dass der Verbrenner keine Zukunft hat. Europas Autoindustrie wird nur überleben, wenn sie sich schneller und nicht langsamer auf E-Mobilität umstellt. ‚Tankwut‘ war dann mal.

    Merz, Klingbeil und Reiche aber praktizieren das Gegenteil. Anstatt den Wandel zu forcieren, bestrafen sie Vorreiter. Erneuerer werden ausgebremst, nicht wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle subventioniert. Schwarz-Rot betreibt palliative Wirtschaftspolitik für nicht zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

    Resilienz

    Das alles war schon vor dem Irankrieg richtig. Die vom Irankrieg ausgelöste Ölkrise aber offenbart eine weitere Dimension. Es geht um Europas Resilienz und Souveränität. Es ist nicht Zufall, sondern Strategie, dass Trumps Kriegslust mit dem Vorhandensein von Öl- und Gasquellen korreliert, ob in Venezuela, in Nigeria, in Grönland oder im Iran.

    Es geht den USA um „Energie-Dominanz“. Dafür muss ihre Fähigkeit, global Preise zu gestalten gesichert werden. Europa soll in Abhängigkeit von fossilen Energien gehalten werden. Verteuert ein Krieg die Öl- und Gaspreise für den großen Rivalen China ist das willkommen. Willkommen ist auch, dass von gestiegenen Gaspreisen die US-Frackingindustrie profitiert. Sie kassieren Milliarden an Windfallprofits ein. Ihre halbe Milliarde Spenden für Trumps Wahlkampf war eine lohnende Investition.

    Zahlen müssen die Zeche Asien und Europa. China reagiert auf die fossile Energiedominanz der USA mit einer konsequenten Strategie: Elektrifizierung und Ausbau der Erneuerbaren. Die Hälfte der globalen Erneuerbaren der letzten zwei Jahre ging in China ans Netz.

    Schwarz-Rot hingegen versucht sich im fossilen Rollback. Der wird für Deutschland sehr teuer, wie die aktuelle Irankrise zeigt. Er ist ein Angriff auf Europas Souveränität. „Europäische Souveränität“ war die Botschaft von Friedrich Merz auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Sie war seine Antwort, auf das Ende der transatlantischen Zuverlässigkeit. Doch dieser Erkenntnis folgt kein Handeln .

    Freiheitsenergien

    Der Irankrieg könnte das fossile Fukushima sein. Deutschland muss anfangen, resilienter zu werden. Wie 2011 Merkel kann es die Laufzeitverlängerung beenden – diesmal für Fossile. Es muss konsequent auf den Ausbau heimischer erneuerbare Energien setzen. Es sind „Freiheitsenergien“ wie sie Christian Lindner in einem selten hellen Moment mal nannte. Es gilt, moderne Industriepolitik zu betreiben statt palliativer Wirtschaftspolitik.

    Angela Merkel hat ihre 180-Grad-Kehre 2011 nicht freiwillig gemacht. Sie stand unter massivem Druck der öffentlichen Meinung. Diesen Druck gilt es 2026 angesichts des Irankrieges wieder zu organisieren. 1700 Unternehmen in Deutschland haben das begriffen.

    Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung.

    Über Jürgen Trittin:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  36. Das fossile Fukushima

    Der Irankrieg und die Energiepolitik

    Geschichte wiederholt sich nicht? Doch. Immer wenn die CDU den alten Energiekonzernen gefällig sein will, kommt die Weltgeschichte dazwischen. Das war am 11. März 2011 so. Und ist es seit dem 1. März 2026 wieder so.

    Der Angriff der USA und Israels auf den Iran im März 2026 droht für die Energieversorgung Europas ähnliche Folgen zu haben, wie Putins Überfall auf die Ukraine.

    Am 09. März sprang der Ölpreis zum ersten Mal seit langem auf über 100 Dollar pro Barrel. Der Gaspreis verdoppelte sich auf über 60 Euro die Megawattstunde. Es zeugt vom wirtschaftlichen ‚Sachverstand‘ der Bundeswirtschaftsministerin, wenn Katherina Reiche erklärt, es gäbe kein Mengen- sondern „bloß“ ein Preisproblem.

    Die Preise sind schlechte Nachrichten für Unternehmen, die heute schon unter hohen Energiepreisen leiden. Es wird teuer, die leeren Gasspeicher zu diesen Preisen aufzufüllen. Am Ende wird Heizen teurer. Und es sind schlechte Nachrichten für Autofahrende. Bild hat schon die „Tankwut“ ausgerufen..

    Noch können E-Auto-Besitzer an den verärgerten Tankstellenkunden fröhlich winkend vorbei fahren. Bleibt jedoch der Trend beim Gas, steigt auch der Strompreis. Für ihn ist die letzte eingespeiste Kilowattstunde entscheidend. Ist sie aus einem Gaskraftwerk, wird es teuer. Davor sind nur diejenigen gefeit, die einen Großteil ihres Stroms aus einer eigenen Solaranlage beziehen und damit fahren oder heizen.

    Fossiler Rollback

    Dieser Krieg trifft Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Katherina Reiche völlig unvorbereitet. Anstatt Deutschland und Europa entschlossen zu modernisieren, es zu dekarbonisieren und damit unabhängiger von fossilen Energien zu machen, setzten sie auf eine nostalgische Energiepolitik. Es wird von Kernfusion fantasiert und über kleine Atomreaktoren räsoniert. Weil die erst in Jahrzehnten kommen und nicht wettbewerbsfähig sind, setzt Schwarz-Rot auf eine Laufzeitverlängerung für Fossile.

    – Ausgerechnet als die E-Autos von Volkswagen die Teslas aus Europas Verkaufslisten zu verdrängen begannen, sollten Verbrenner länger zugelassen werden. Schwarz-Rot stufte Hybride, die auf der Straße viermal so viel CO2 ausstoßen als in ihrer Zulassung steht, als ‚klimaneutral‘ ein.

    – Die Vorgabe, dass 65% der Wärme erneuerbar sein muss, soll mit dem „Teuer-Heizen-Gesetz“ (Grüne) entfallen. Auch die Fernwärmeanbieter werden davon befreit. Die steigenden Gaspreise landen so in den privaten Haushalten, wenn es die kommunale Wärmeplanung oder der Vermieter so will. Dem Erdgas sollen „grüne Gase“ zugemischt werden. Zu diesen Gasen zählt Wasserstoff, der mit Erdgas erzeugt wurde und dann dem Erdgas wieder beigemischt wird. Unsinnig, aber teuer.

    – Statt Anreize für den Netzausbau zu schaffen, soll es ins Belieben von 800 örtlichen Verteilnetzbetreibern gestellt werden, ob sie Erneuerbare und Speicher ans Netz lassen. So werden nicht Netzausbau und Erneuerbare synchronisiert, sondern der Zubau von Erneuerbaren wird ausgebremst und Chancen für ein stabileres Netz liegengelassen.

    – Ungerührt sieht Katherina Reiche zu, wie die nächste Ausschreibung für Off-Shore-Wind leerläuft. Der drohende Fadenriss bei Off-Shore gefährdet 50.000 Arbeitsplätze in Norddeutschland.

    – Der Anreiz, zusätzliche Kapazitäten für PV-Strom auf privaten Dächern zu installieren, soll entfallen. In Zeiten, in denen Balkonkraftwerke boomen, sollen Haushalte von der EEG-Einspeisevergütung ausgeschlossen werden.

    – Auf Druck Deutschlands versprach die EU Donald Trump, Flüssiggas im Wert von 750 Milliarden zu kaufen.

    Selten sind die Interessen der Gaswirtschaft so eins zu eins von einer Regierung umgesetzt worden, wie durch die heutige Wirtschaftsministerin und ehemalige Gasmanagerin Katherina Reiche. Wer bei Trump und Musk den Kopf darüber schüttelte, wie unverfroren politische und wirtschaftliche Interessen verquickt werden, lernt nun, dass es das nicht nur in USA gibt.

    Fukushima

    Der Kampf um eine fossile Laufzeitverlängerung hat einen Vorläufer: Den Kampf der vier großen Energieunternehmen um eine atomare Laufzeitverlängerung 2011. E.on, RWE, Vattenfall und EnBW hatten den Ausbau der Erneuerbaren ignoriert und kräftig Marktanteile und an Unternehmenswert verloren. Um das auszugleichen, sollten ihre abgeschriebenen Atomkraftwerke länger laufen. Länger, als sie selbst im Atomkonsens von 2001 vertraglich zugesichert hatten. Solange diese Altanlagen ohne Kapitalkosten und mit geringen Personal- und Brennstoffkosten unfallfrei liefen, galten sie als „cash-cows“.

    Die gut finanzierte Kampagne der Energiekonzerne war erfolgreich. Die 2009 gewählte schwarz-gelbe Koalition vereinbarte, den Atomkonsens aufzukündigen und die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Dagegen demonstrierten Hunderttausende in Berlin, Gorleben und anderswo. Doch 2010 peitschte die Regierung von Angela Merkel das Gesetz durch den Bundestag.

    Doch Atomkraft funktioniert nicht unfallfrei. Am 11. März 2011 explodierten – ausgelöst durch einen Tsunami – die Reaktorblöcke in Fukushima. Die Hoffnung der Atomkonzerne auf einen Milliarden-Extraprofit zerstieb in einer Knallgaswolke.

    Mochte die Physikerin Angela Merkel der Atomkraft nicht völlig abgeneigt sein, eines hat sie immer vermieden. Sie ist nie zweimal gegen die gleiche Wand gerannt. Unter der Leitung von Klaus Töpfer wurde eine Kommission eingesetzt. Diese befand mit Zustimmung von BDI und IG Chemie, dass das Risiko der Nutzung der Atomkraft nicht unbegrenzt verantwortbar ist und empfahl zum rot-grünen Konsens von 2001 zurückzukehren.

    Palliative Wirtschaftspolitik

    Heute kämpft wieder eine Industrie mit einem nicht zukunftsfähigen Geschäftsmodell dafür, noch etwas länger Geld verdienen zu dürfen.

    2011 wussten die Atomkonzerne, dass niemand ein neues Atomkraftwerk bauen würde. Es wäre viel zu teuer und nicht wettbewerbsfähig gewesen. E.on und RWE hatten eine erteilte Genehmigung für ein neues Atomkraft in Großbritannien sogar zurückgegeben.

    2026 weiß die Gasindustrie, dass sie – trotz Trump – dauerhaft mit dem Verkauf von Erdgas keine Geschäfte machen wird. Physik, Ökonomie und Klimaschutz sprechen dagegen. Eine Wärmepumpe liefert mit einer Kilowattstunde Strom dreieinhalb Kilowattstunden Wärme. Doch während die Gaspreise explodieren, sinken die Kosten für erneuerbaren Strom.

    Dieser in Deutschland mit dem EEG ausgelöste Effekt hat globale Folgen. 2024 waren 92,5 Prozent aller weltweit neu installierten Stromkapazitäten erneuerbar. Kohle-, Öl-, Gas- und Atomkraftwerke teilten sich zusammen noch eine Marktnische von 7,5 Prozent. Die Zahlen für 2025 sehen ähnlich aus.

    Das ist einer der Gründe, warum die Autoindustrie weiß, dass der Verbrenner keine Zukunft hat. Europas Autoindustrie wird nur überleben, wenn sie sich schneller und nicht langsamer auf E-Mobilität umstellt. ‚Tankwut‘ war dann mal.

    Merz, Klingbeil und Reiche aber praktizieren das Gegenteil. Anstatt den Wandel zu forcieren, bestrafen sie Vorreiter. Erneuerer werden ausgebremst, nicht wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle subventioniert. Schwarz-Rot betreibt palliative Wirtschaftspolitik für nicht zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

    Resilienz

    Das alles war schon vor dem Irankrieg richtig. Die vom Irankrieg ausgelöste Ölkrise aber offenbart eine weitere Dimension. Es geht um Europas Resilienz und Souveränität. Es ist nicht Zufall, sondern Strategie, dass Trumps Kriegslust mit dem Vorhandensein von Öl- und Gasquellen korreliert, ob in Venezuela, in Nigeria, in Grönland oder im Iran.

    Es geht den USA um „Energie-Dominanz“. Dafür muss ihre Fähigkeit, global Preise zu gestalten gesichert werden. Europa soll in Abhängigkeit von fossilen Energien gehalten werden. Verteuert ein Krieg die Öl- und Gaspreise für den großen Rivalen China ist das willkommen. Willkommen ist auch, dass von gestiegenen Gaspreisen die US-Frackingindustrie profitiert. Sie kassieren Milliarden an Windfallprofits ein. Ihre halbe Milliarde Spenden für Trumps Wahlkampf war eine lohnende Investition.

    Zahlen müssen die Zeche Asien und Europa. China reagiert auf die fossile Energiedominanz der USA mit einer konsequenten Strategie: Elektrifizierung und Ausbau der Erneuerbaren. Die Hälfte der globalen Erneuerbaren der letzten zwei Jahre ging in China ans Netz.

    Schwarz-Rot hingegen versucht sich im fossilen Rollback. Der wird für Deutschland sehr teuer, wie die aktuelle Irankrise zeigt. Er ist ein Angriff auf Europas Souveränität. „Europäische Souveränität“ war die Botschaft von Friedrich Merz auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Sie war seine Antwort, auf das Ende der transatlantischen Zuverlässigkeit. Doch dieser Erkenntnis folgt kein Handeln .

    Freiheitsenergien

    Der Irankrieg könnte das fossile Fukushima sein. Deutschland muss anfangen, resilienter zu werden. Wie 2011 Merkel kann es die Laufzeitverlängerung beenden – diesmal für Fossile. Es muss konsequent auf den Ausbau heimischer erneuerbare Energien setzen. Es sind „Freiheitsenergien“ wie sie Christian Lindner in einem selten hellen Moment mal nannte. Es gilt, moderne Industriepolitik zu betreiben statt palliativer Wirtschaftspolitik.

    Angela Merkel hat ihre 180-Grad-Kehre 2011 nicht freiwillig gemacht. Sie stand unter massivem Druck der öffentlichen Meinung. Diesen Druck gilt es 2026 angesichts des Irankrieges wieder zu organisieren. 1700 Unternehmen in Deutschland haben das begriffen.

    Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung.

    Über Jürgen Trittin:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  37. Das fossile Fukushima

    Der Irankrieg und die Energiepolitik

    Geschichte wiederholt sich nicht? Doch. Immer wenn die CDU den alten Energiekonzernen gefällig sein will, kommt die Weltgeschichte dazwischen. Das war am 11. März 2011 so. Und ist es seit dem 1. März 2026 wieder so.

    Der Angriff der USA und Israels auf den Iran im März 2026 droht für die Energieversorgung Europas ähnliche Folgen zu haben, wie Putins Überfall auf die Ukraine.

    Am 09. März sprang der Ölpreis zum ersten Mal seit langem auf über 100 Dollar pro Barrel. Der Gaspreis verdoppelte sich auf über 60 Euro die Megawattstunde. Es zeugt vom wirtschaftlichen ‚Sachverstand‘ der Bundeswirtschaftsministerin, wenn Katherina Reiche erklärt, es gäbe kein Mengen- sondern „bloß“ ein Preisproblem.

    Die Preise sind schlechte Nachrichten für Unternehmen, die heute schon unter hohen Energiepreisen leiden. Es wird teuer, die leeren Gasspeicher zu diesen Preisen aufzufüllen. Am Ende wird Heizen teurer. Und es sind schlechte Nachrichten für Autofahrende. Bild hat schon die „Tankwut“ ausgerufen..

    Noch können E-Auto-Besitzer an den verärgerten Tankstellenkunden fröhlich winkend vorbei fahren. Bleibt jedoch der Trend beim Gas, steigt auch der Strompreis. Für ihn ist die letzte eingespeiste Kilowattstunde entscheidend. Ist sie aus einem Gaskraftwerk, wird es teuer. Davor sind nur diejenigen gefeit, die einen Großteil ihres Stroms aus einer eigenen Solaranlage beziehen und damit fahren oder heizen.

    Fossiler Rollback

    Dieser Krieg trifft Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Katherina Reiche völlig unvorbereitet. Anstatt Deutschland und Europa entschlossen zu modernisieren, es zu dekarbonisieren und damit unabhängiger von fossilen Energien zu machen, setzten sie auf eine nostalgische Energiepolitik. Es wird von Kernfusion fantasiert und über kleine Atomreaktoren räsoniert. Weil die erst in Jahrzehnten kommen und nicht wettbewerbsfähig sind, setzt Schwarz-Rot auf eine Laufzeitverlängerung für Fossile.

    – Ausgerechnet als die E-Autos von Volkswagen die Teslas aus Europas Verkaufslisten zu verdrängen begannen, sollten Verbrenner länger zugelassen werden. Schwarz-Rot stufte Hybride, die auf der Straße viermal so viel CO2 ausstoßen als in ihrer Zulassung steht, als ‚klimaneutral‘ ein.

    – Die Vorgabe, dass 65% der Wärme erneuerbar sein muss, soll mit dem „Teuer-Heizen-Gesetz“ (Grüne) entfallen. Auch die Fernwärmeanbieter werden davon befreit. Die steigenden Gaspreise landen so in den privaten Haushalten, wenn es die kommunale Wärmeplanung oder der Vermieter so will. Dem Erdgas sollen „grüne Gase“ zugemischt werden. Zu diesen Gasen zählt Wasserstoff, der mit Erdgas erzeugt wurde und dann dem Erdgas wieder beigemischt wird. Unsinnig, aber teuer.

    – Statt Anreize für den Netzausbau zu schaffen, soll es ins Belieben von 800 örtlichen Verteilnetzbetreibern gestellt werden, ob sie Erneuerbare und Speicher ans Netz lassen. So werden nicht Netzausbau und Erneuerbare synchronisiert, sondern der Zubau von Erneuerbaren wird ausgebremst und Chancen für ein stabileres Netz liegengelassen.

    – Ungerührt sieht Katherina Reiche zu, wie die nächste Ausschreibung für Off-Shore-Wind leerläuft. Der drohende Fadenriss bei Off-Shore gefährdet 50.000 Arbeitsplätze in Norddeutschland.

    – Der Anreiz, zusätzliche Kapazitäten für PV-Strom auf privaten Dächern zu installieren, soll entfallen. In Zeiten, in denen Balkonkraftwerke boomen, sollen Haushalte von der EEG-Einspeisevergütung ausgeschlossen werden.

    – Auf Druck Deutschlands versprach die EU Donald Trump, Flüssiggas im Wert von 750 Milliarden zu kaufen.

    Selten sind die Interessen der Gaswirtschaft so eins zu eins von einer Regierung umgesetzt worden, wie durch die heutige Wirtschaftsministerin und ehemalige Gasmanagerin Katherina Reiche. Wer bei Trump und Musk den Kopf darüber schüttelte, wie unverfroren politische und wirtschaftliche Interessen verquickt werden, lernt nun, dass es das nicht nur in USA gibt.

    Fukushima

    Der Kampf um eine fossile Laufzeitverlängerung hat einen Vorläufer: Den Kampf der vier großen Energieunternehmen um eine atomare Laufzeitverlängerung 2011. E.on, RWE, Vattenfall und EnBW hatten den Ausbau der Erneuerbaren ignoriert und kräftig Marktanteile und an Unternehmenswert verloren. Um das auszugleichen, sollten ihre abgeschriebenen Atomkraftwerke länger laufen. Länger, als sie selbst im Atomkonsens von 2001 vertraglich zugesichert hatten. Solange diese Altanlagen ohne Kapitalkosten und mit geringen Personal- und Brennstoffkosten unfallfrei liefen, galten sie als „cash-cows“.

    Die gut finanzierte Kampagne der Energiekonzerne war erfolgreich. Die 2009 gewählte schwarz-gelbe Koalition vereinbarte, den Atomkonsens aufzukündigen und die Laufzeiten der Atomkraftwerke zu verlängern. Dagegen demonstrierten Hunderttausende in Berlin, Gorleben und anderswo. Doch 2010 peitschte die Regierung von Angela Merkel das Gesetz durch den Bundestag.

    Doch Atomkraft funktioniert nicht unfallfrei. Am 11. März 2011 explodierten – ausgelöst durch einen Tsunami – die Reaktorblöcke in Fukushima. Die Hoffnung der Atomkonzerne auf einen Milliarden-Extraprofit zerstieb in einer Knallgaswolke.

    Mochte die Physikerin Angela Merkel der Atomkraft nicht völlig abgeneigt sein, eines hat sie immer vermieden. Sie ist nie zweimal gegen die gleiche Wand gerannt. Unter der Leitung von Klaus Töpfer wurde eine Kommission eingesetzt. Diese befand mit Zustimmung von BDI und IG Chemie, dass das Risiko der Nutzung der Atomkraft nicht unbegrenzt verantwortbar ist und empfahl zum rot-grünen Konsens von 2001 zurückzukehren.

    Palliative Wirtschaftspolitik

    Heute kämpft wieder eine Industrie mit einem nicht zukunftsfähigen Geschäftsmodell dafür, noch etwas länger Geld verdienen zu dürfen.

    2011 wussten die Atomkonzerne, dass niemand ein neues Atomkraftwerk bauen würde. Es wäre viel zu teuer und nicht wettbewerbsfähig gewesen. E.on und RWE hatten eine erteilte Genehmigung für ein neues Atomkraft in Großbritannien sogar zurückgegeben.

    2026 weiß die Gasindustrie, dass sie – trotz Trump – dauerhaft mit dem Verkauf von Erdgas keine Geschäfte machen wird. Physik, Ökonomie und Klimaschutz sprechen dagegen. Eine Wärmepumpe liefert mit einer Kilowattstunde Strom dreieinhalb Kilowattstunden Wärme. Doch während die Gaspreise explodieren, sinken die Kosten für erneuerbaren Strom.

    Dieser in Deutschland mit dem EEG ausgelöste Effekt hat globale Folgen. 2024 waren 92,5 Prozent aller weltweit neu installierten Stromkapazitäten erneuerbar. Kohle-, Öl-, Gas- und Atomkraftwerke teilten sich zusammen noch eine Marktnische von 7,5 Prozent. Die Zahlen für 2025 sehen ähnlich aus.

    Das ist einer der Gründe, warum die Autoindustrie weiß, dass der Verbrenner keine Zukunft hat. Europas Autoindustrie wird nur überleben, wenn sie sich schneller und nicht langsamer auf E-Mobilität umstellt. ‚Tankwut‘ war dann mal.

    Merz, Klingbeil und Reiche aber praktizieren das Gegenteil. Anstatt den Wandel zu forcieren, bestrafen sie Vorreiter. Erneuerer werden ausgebremst, nicht wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle subventioniert. Schwarz-Rot betreibt palliative Wirtschaftspolitik für nicht zukunftsfähige Geschäftsmodelle.

    Resilienz

    Das alles war schon vor dem Irankrieg richtig. Die vom Irankrieg ausgelöste Ölkrise aber offenbart eine weitere Dimension. Es geht um Europas Resilienz und Souveränität. Es ist nicht Zufall, sondern Strategie, dass Trumps Kriegslust mit dem Vorhandensein von Öl- und Gasquellen korreliert, ob in Venezuela, in Nigeria, in Grönland oder im Iran.

    Es geht den USA um „Energie-Dominanz“. Dafür muss ihre Fähigkeit, global Preise zu gestalten gesichert werden. Europa soll in Abhängigkeit von fossilen Energien gehalten werden. Verteuert ein Krieg die Öl- und Gaspreise für den großen Rivalen China ist das willkommen. Willkommen ist auch, dass von gestiegenen Gaspreisen die US-Frackingindustrie profitiert. Sie kassieren Milliarden an Windfallprofits ein. Ihre halbe Milliarde Spenden für Trumps Wahlkampf war eine lohnende Investition.

    Zahlen müssen die Zeche Asien und Europa. China reagiert auf die fossile Energiedominanz der USA mit einer konsequenten Strategie: Elektrifizierung und Ausbau der Erneuerbaren. Die Hälfte der globalen Erneuerbaren der letzten zwei Jahre ging in China ans Netz.

    Schwarz-Rot hingegen versucht sich im fossilen Rollback. Der wird für Deutschland sehr teuer, wie die aktuelle Irankrise zeigt. Er ist ein Angriff auf Europas Souveränität. „Europäische Souveränität“ war die Botschaft von Friedrich Merz auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Sie war seine Antwort, auf das Ende der transatlantischen Zuverlässigkeit. Doch dieser Erkenntnis folgt kein Handeln .

    Freiheitsenergien

    Der Irankrieg könnte das fossile Fukushima sein. Deutschland muss anfangen, resilienter zu werden. Wie 2011 Merkel kann es die Laufzeitverlängerung beenden – diesmal für Fossile. Es muss konsequent auf den Ausbau heimischer erneuerbare Energien setzen. Es sind „Freiheitsenergien“ wie sie Christian Lindner in einem selten hellen Moment mal nannte. Es gilt, moderne Industriepolitik zu betreiben statt palliativer Wirtschaftspolitik.

    Angela Merkel hat ihre 180-Grad-Kehre 2011 nicht freiwillig gemacht. Sie stand unter massivem Druck der öffentlichen Meinung. Diesen Druck gilt es 2026 angesichts des Irankrieges wieder zu organisieren. 1700 Unternehmen in Deutschland haben das begriffen.

    Dieser Beitrag ist eine Übernahme von der Homepage des Autors, mit seiner freundlichen Genehmigung.

    Über Jürgen Trittin:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  38. Im Sommer fahren wir mit dem Elektroauto in die Bretagne, Frankreich. Gibt es Empfehlungen, welche Ladekarte man dafür haben sollte?

    Wir haben #ewego und #EnBW.

    #elektroauto #elektromobilität #bretagne #frankreich #ladekarte