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#katharinareiche — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #katharinareiche, aggregated by home.social.

  1. Trumps China-Desaster

    Donald Trump konnte sich gar nicht mehr einkriegen vor Bewunderung des “fantastischen Führers” Xi Jingping, der einen “hervorragenden Job” mache. Tolle Geschäfte habe man abgeschlossen und man sei sich einig, dass die Straße von Hormus offenbleiben müsse und der Iran keine Mautgebühren kassieren dürfe. Daran hat China ein lebhaftes Interesse, bezieht es doch nicht unerhebliche Mengen iranisches Erdöl und Kunstdünger und andere Produkte aus der Region. Aber er musste kräftig bezahlen dafür: Zugang Chinas zu Chips von Nvidia, die bisher auf der roten Liste der “Dual Use”-Exportgüter standen. Und ein Zugeständnis, das  noch kein US-Präsident der Geschichte gemacht hat: über die geplanten Waffenverkäufe an Taiwan werde man “miteinander reden”. Und Trump nannte Xi einen “Freund”.

    Wie bitte? Der US-Präsident diskutiert mit dem Chef eines Landes, in dem es weder Demokratie, noch freie Wahlen, dafür aber ein “Social Rating System” für alle Bürger:innen  gibt, die Beziehungen der USA mit einem demokratischen Staat, auf den Xi Anspruch als “Provinz” erhebt?  Was bedeutet das für die Zuverlässigkeit und bündnispolitische Verlässlichkeit der US-Regierung in Fernost? Hat er die mal eben für einen Kauf von angeblich 200 Boeing-Fliegern (ursprünglich war mal von 500 Stück die Rede)  vielleicht auch ein bisschen US-Erdöl und Frackinggas, ein paar Teslas – Musk hatte Trump im Handgepäck – oder ob das neue iPhone 36 oder so wieder in China prozuziert und ggf. elektronisch mit Hintertüren vermint wird? Ist es das, was Donald Selbstüberschätz erreicht hat? Aber auch Xi schmeichelte Trumps Ego und bezeichnete ihr Verhältnis als “die wichtigste bilaterale Beziehung der Welt”.

    Peinliche Bilanz

    Noch nie ist ein US-Präsident gezwungen gewesen, in der VR China derart den “Hans Großmaul” zu markieren und gleichzeitig derart kleine Brötchen zu backen, wie Donald Trump.  Die Folgen des in seiner Hybris begonnenen Krieges gegen den Iran, der das Mullahregime nicht gefährdet, sondern offensichtlich stabilisiert hat und die Patsche, in die sich Trump in völliger Selbstüberschätzung hineinmanövriert hat, sprechen Bände. Der größte Abnehmer von Iranischem Öl bot nach Trumps Darstellung Hilfe an, indem er keine militärische Ausrüstung an den Iran liefern werde. Ein Schelm, der darin einen Deal zulasten Taiwans erkennt. In diese peinliche Lage hat sich der politische Stümper Trump selbst gebracht. Die unverhohlene Drohung Xi’s mit der “Thukydides.Falle” – dem Konflikt einer etablierten Führungsmacht mit einer aufstrebenden Macht – zeigt, dass Trump froh sein kann, von Xi Jingpin nicht noch klarer öffentlich gedemütigt worden zu sein.

    Trump vom Tiger zum Bettvorleger

    Die chinesische Reise könnte sich zum Anfang vom Ende der Trump’schen Politik der Korruption, Deals und persönlichen Bereichungen seines Regierungsclans erweisen. Denn anders als in Nahost, wo sein Familienclan vielfältige Geschäfte abschließen konnte, war das Terrain in China mit klaren politischen Zugeständnissen gepflastert. Taiwan, Japan, viele Insalstaaten im Südpazifik, bis nach Australien und Neuseeland, die die USA trachten, als Bündnispartner betrachten, werden nachdenklich werden, ob die USA noch ein verlässlicher Partner in Zukunft sein werden. Sie vollziehen damit nach, was die EU, Kanada und Neuseeland schon länger erleben: Die Unzuverlässigkeit der korrupten und kleptokratischen Regierung Trump und seiner prizipienlosen Oligarchen.

    Den “Westen” gibt es nicht mehr

    Die wichtigste Lehre aus den Ergebnissen des Trump-Besuchs in China muss sein, dass es damit endgültig “den Westen” nicht mehr gibt. Die EU-Staaten der NATO müssen sich um so dringender bemühen, ein militärisches und politisches Bündnis zu stärken und auszubauen, das ohne die USA auskommt. Das bedeutet, eine Öffnung für ein Mehr an ökonomischer und militärischer Zusammenarbeit der EU mit Kanada, Australien und Neuseeland, aber auch mit Großbritannien anzustreben und zu stabilisieren. Auch in Europa muss die EU darauf achten, seinen Einfluss im Nahen Osten und die Verantwortung für eine Friedenssicherung ernst zu nehmen. Die Haltung des Bundeskanzlers, “Israel und die USA würden dabei die Drecksarbeit erledigen” ist beschränkt, kurzsichtig und gibt eine europäische Rolle bei einem Friedens- und Versöhnungsprozess, den der Nahe Osten dringen braucht, von selbst auf. Das ist angesichts des irrlichternden Präsidenten Trump und dem unberechenbaren, wenn auch vielleicht bald abgewählten Netanjahu verantwortungslos. Es bräuchte Politiker vom Format Willy Brandts, jetzt Alternativen einer Friedensordnung im Nahen Osten und infolgedessen auch in Europa mit Russland zu denken und zu entwickeln.

    Mit Einfachdenkern und Lobbyisten kein Ausweg?

    Aber weder Merz, noch seine Entourage haben das intellektuelle Format, die sich anbehnende neue Weltordnung friedlich und strategisch zu denken, geschweige denn zu gestalten. Es ist eine bittere Realität, dass eine phantasielose Politikergeneration mit Rezeptanwendern und Interessenpolitikern wie Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Markus Söder und Generalsekretär Linnemann sowie Lobbyistin Reiche regiert, die für die Menschen keinerlei Zukunftskonzepte, geschweige denn Hoffnung, dass sich eine Gesellschaft zum Guten wendet, entwickeln können. Sie sind ja auch nicht durch wissenschaftliche Erkenntnisse – etwa über die CO² Bilanz von angeblichen Biofuels und mangelndem und viel zu teuren Biogas als Beimischung zum fossilen Erdgas in Heizungen zu überzeugen. Unbelehrbar setzen sie weiter auf fossile Energien im Interesse der Gas- und Öl-Lobby und werden dabei nur noch von den zivilisatorischen Lemmingen und Klimaleugnern der AfD übertroffen. DAS sind die wirklichen Stolpersteine und ökonomischen wie ökologischen Hindernisse, die einer wirtschaftlichen Erneuerung in Deutschland und Europa entgegenstehen.

    Ideen für den Planeten führen aus der Krise und dämmen Populismus ein

    Stellen Sie sich mal vor: Ein Planet steht vor dem globalen Ökokollaps, die Völker sind zerstitten und bedrohen sich gegensieitg mit Krieg, obwohl sie nix zu fressen haben, ihre Unterschichten zwischen Armut, Krankheit, Kriminalität und Hoffnungslosigkeit zerrieben werden. Gleichzeitig haben es einige wenige superreiche Spinner geschafft, unter Umgehung und Brechen von Gesetzen, sich nahezu unbegrenzte Daten und damit Macht über den Rest der Bevölkerung anzueignen und die Mehrheit der Individuen damit zu bedrohen oder auszubeuten. Die selben Korrupten sorgen dafür, dass Nachrichten und die Wahrheit nicht mehr relevant sind, indem sie weltweite Netze von Desinformation installieren, die ihre Helfer:innen (“Influencer”) hoch bezahlen und auf ihre Seite ziehen.

    Schöne neue Welt?

    Nein, Werte- Prinzipien- und Verfassungslos agierende Realpolitik, die auf Erhalt der Macht der Überreichen aus ist und den Klassenkampf von oben immer weiterführt und ihm versucht, ein Mäntelchen der Beschwichtigung umzuhängen., an das niemend wirklich glaubt. Weil dem so ist, ist es etwa für die Grünen ein schwerer Schlag und ein grober Fehler gewesen, einen Robert Habeck, in irgendwelche universitären Weiten ziehen zu lassen. Was die Grüne Partei in dieser Lage wirklich bräuchte, wäre die Entwicklung und Verbreitung eines durchaus wehrhaften Friedens- und gleichzeitig Gerechtigkeitsmodells für eine Erneuerung der Demokratie und einer wirklich sozialen Wirtschaft, die den Menschen dient, nicht umgekehrt. Den Antagonismus zu Oligarchien, Kleptokraten und neuen Faschisten zu entwickeln ist die Aufgabe der Stunde. Das gilt für Grüne ebenso wie Linke und soziale Liberale. Denn ein katastrophaler Mangel an positiven Zukunftsentwürfen und Hoffnung ist es, der immer mehr Menschen in die Arme der AfD treibt. Wenn schon eh alles den Bach runter geht, isses auch egal, dann sollen die doch mal gelassen werden – das ist die fatale Einstellung, die hinter den Umfragewerten der AfD im Osten steht.  Sie treibt immer mehr Menschen in die Arme derer, die ihnen nichts gutes tun wollen. Ob sie AfD, Farage oder Le Pen heissen.

     

  2. @tagesschau

    "Wir merken, dass Wissenschaftsfreiheit weltweit unter Druck ist. Bewusste, gezielte Störfeuer gegen die Wissenschaft. Leider auch in Deutschland, leider auch im Deutschen Bundestag." #dorotheebaer

    Sie hat eindeutig Recht, fragt sich nur warum nicht Sie, ihre politische Heimat und unser aller #merz sondern die #noafd im dann doch etwas schlampig daherkommenden Artikel zum "Bundestag" herhalten müssen? Vielleicht solltet ihr den Artikel noch mit ein paar Details zur Wissenschaftsferne versehen! #cdu #csu

    *#Regierung, #Bundestag:

    "#Merz sieht Klimaschutz in Politik überbewertet: „Es ist eben nicht so, dass morgen die Welt untergeht“
    [@Bundesregierung]

    "#Bayern lässt eigenes #Klimaziel fallen"
    sueddeutsche.de/bayern/klima-s

    "Wirtschaftsministerin könnte Energiewende 40 Milliarden Euro teurer machen" #katharinareiche
    tagesspiegel.de/politik/verfeh

    *#Wissenschaft
    Ökonom Ottmar Edenhofer: „Tankrabatt ist die falsche Maßnahme“
    rnd.de/politik/tankrabatt-ist-

    climate.ec.europa.eu/climate-c

  3. @tagesschau
    Wer hat denn von #friedrichmerz und #katharinareiche mehr erwartet, als #lobbyismus und schlechte, undurchsichtige Politik? Geliefert wie gewählt.
    Außer Bashing der @GrueneBundestag und @dielinke und ihre Wähler*Innen hat #merznichtmeinkanzler doch exakt nichts auf dem Kasten!
    Seine Berater #linnemann #soeder #frei #spahn und wie sie alle heißen stehen dem in nichts nach 🤡🤡🎪

  4. @tagesschau
    Wer hat denn von #friedrichmerz und #katharinareiche mehr erwartet, als #lobbyismus und schlechte, undurchsichtige Politik? Geliefert wie gewählt.
    Außer Bashing der @GrueneBundestag und @dielinke und ihre Wähler*Innen hat #merznichtmeinkanzler doch exakt nichts auf dem Kasten!
    Seine Berater #linnemann #soeder #frei #spahn und wie sie alle heißen stehen dem in nichts nach 🤡🤡🎪

  5. @tagesschau
    Wer hat denn von #friedrichmerz und #katharinareiche mehr erwartet, als #lobbyismus und schlechte, undurchsichtige Politik? Geliefert wie gewählt.
    Außer Bashing der @GrueneBundestag und @dielinke und ihre Wähler*Innen hat #merznichtmeinkanzler doch exakt nichts auf dem Kasten!
    Seine Berater #linnemann #soeder #frei #spahn und wie sie alle heißen stehen dem in nichts nach 🤡🤡🎪

  6. @tagesschau
    Wer hat denn von #friedrichmerz und #katharinareiche mehr erwartet, als #lobbyismus und schlechte, undurchsichtige Politik? Geliefert wie gewählt.
    Außer Bashing der @GrueneBundestag und @dielinke und ihre Wähler*Innen hat #merznichtmeinkanzler doch exakt nichts auf dem Kasten!
    Seine Berater #linnemann #soeder #frei #spahn und wie sie alle heißen stehen dem in nichts nach 🤡🤡🎪

  7. @tagesschau
    Wer hat denn von #friedrichmerz und #katharinareiche mehr erwartet, als #lobbyismus und schlechte, undurchsichtige Politik? Geliefert wie gewählt.
    Außer Bashing der @GrueneBundestag und @dielinke und ihre Wähler*Innen hat #merznichtmeinkanzler doch exakt nichts auf dem Kasten!
    Seine Berater #linnemann #soeder #frei #spahn und wie sie alle heißen stehen dem in nichts nach 🤡🤡🎪

  8. Denken wird ausgelagert

    Das Wirtschaftsministerium gibt ~15 Mio. Euro aus, damit die Ministerin denken und reden kann. Bei 20.000 Mitarbeitern. 5 Dinge, die sofort Berater sparen.
    #lorenzseeger

    youtube.com/shorts/4Cxrm8lbmxo

    #MehrheitMachen #Steuergeld #Verwaltung #Beratung #Ministerium
    #katharinareiche

  9. @GrueneBundestag
    Und die @Bundesnetzagentur warnt gleichzeitig vor steigenden Gaspreisen und rät Ressourcen zu schonen. So viel Durcheinander was #katharinareiche und #friedrichmerz da abliefern hat es in keiner @Bundesregierung vorher gegeben.
    #Klimawende #energiewende #cdu #spd

  10. Wie #Flüssiggas Wale attackiert | #FunFacts

    In dieser Folge von Fun Facts räumt #KathrinHartmann mit dem Märchen der „sauberen #Brückentechnologie “ auf und zeigt, warum für Reiches Gaspläne sogar EU-Vogelschutzgebiete und Schweinswale weichen sollen.

    tube.funfacts.de/w/kr5WBLQAKDY

    oder

    youtube.com/watch?v=pj9di2uUQo

    #LNG #Gaslobby #katharinareiche #wal
    #nordsee #vogelschutz

  11. #Das sollte der #LarsKlingbeil mal der #KatharinaReiche erzählen

    #LarsThomsen
    》Die Ingenieure der 2030er-Jahre《
    15.04.2026, #VDI Karlsruhe (#VereinDeutscherIngenieure e.V.)
    "Eine Schiffsladung voll #Solarpanels aus China, die in den Hafen nach Hamburg kommt, transportiert mehr Energie nach Deutschland als 85 Tanker mit Öl oder Gas."

    #klimaschutz #klimawandel #cdu #grüne #DieGrünen #GasKathi

    inv.nadeko.net/watch?v=VevZikS

  12. #Das sollte der #LarsKlingbeil mal der #KatharinaReiche erzählen

    #LarsThomsen
    》Die Ingenieure der 2030er-Jahre《
    15.04.2026, #VDI Karlsruhe (#VereinDeutscherIngenieure e.V.)
    "Eine Schiffsladung voll #Solarpanels aus China, die in den Hafen nach Hamburg kommt, transportiert mehr Energie nach Deutschland als 85 Tanker mit Öl oder Gas."

    #klimaschutz #klimawandel #cdu #grüne #DieGrünen #GasKathi

    inv.nadeko.net/watch?v=VevZikS

  13. #Das sollte der #LarsKlingbeil mal der #KatharinaReiche erzählen

    #LarsThomsen
    》Die Ingenieure der 2030er-Jahre《
    15.04.2026, #VDI Karlsruhe (#VereinDeutscherIngenieure e.V.)
    "Eine Schiffsladung voll #Solarpanels aus China, die in den Hafen nach Hamburg kommt, transportiert mehr Energie nach Deutschland als 85 Tanker mit Öl oder Gas."

    #klimaschutz #klimawandel #cdu #grüne #DieGrünen #GasKathi

    inv.nadeko.net/watch?v=VevZikS

  14. @Blumine @Tussi13
    Er meint sicherlich mit "geschafft", negativ in die Schlagzeilen zu kommen (Stadtbild, Brot, Brasilien, Töchter, Richterin, ...), Gerichtsverfahren wegen Grenzkontrollen zu verlieren und ganz vorne dran seine #BundesGasMinisterin #katharinareiche

    mastodon.social/@chrisstoecker

    Die richtige #Kompetenz scheint doch eher gering ausgeprägt bei #merz von @Bundesregierung

  15. Kurswechsel bei der #Energiewende: Warum die Politik jetzt wieder voll auf Gas setzt | #3satNANO

    3sat.de/wissen/nano/260420-sen

    > Trotz #Klimakrise: Deutschland forciert den #Gasausbau statt ErneuerbareEnergien zu stärken. Tausende Menschen haben gegen diesen „Rückschritt“ demonstriert.

    #GasKathi #KatharinaReiche

  16. KI auf Kollisionskurs

    Fachleute fordern: Bundesregierung muss KI auf Klima-Kurs bringen

    Der KI-Boom wird mehr und mehr zum Problem für Umwelt und Klima. Expert:innen haben jetzt für das Umweltministerium skizziert, wie eine nachhaltigere Alternative aussehen könnte. Ihr Gutachten vermeidet Kritik am aktuellen Kurs, die Empfehlungen laufen jedoch auf eine drastische Politikwende hinaus.

    Wie kann Künstliche Intelligenz ökologisch nachhaltiger und gleichzeitig zum Wettbewerbsvorteil für Deutschland und Europa werden? Das Bundesumweltministerium hat zu dieser Frage in der vergangenen Woche ein Gutachten von fünf Expert:innenveröffentlicht. Ihre klare Botschaft: Beides ist möglich, aber nur mit einem deutlichen Umsteuern in der KI-Politik.

    Während die Bundesregierung gerade die Regeln zu Umweltschutz und Energieeffizienz von Rechenzentren lockern will, weil sie sich als Konkurrentin in einem KI-Wettrennen mit den USA und China wähnt, warnt das Gutachten unter anderem: „Regulatorische Änderungen mit eng gefasstem Fokus und kurzfristiger Perspektive können zu langfristigen Problemen führen und dazu, dass die Ziele der Energiewende verfehlt werden.“

    Der Energiehunger der Künstlichen Intelligenz

    Die Ausgangslage für nachhaltige KI ist aktuell gleich im doppelten Sinne düster: Zum einen ist klar, dass der Energieverbrauch durch Rechenzentren, die für die Entwicklung und den Betrieb sogenannter Künstlicher Intelligenz gebaucht werden, rasant steigt. Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur betrug er in 2024 bereits 415 Terawattstunden, was nur knapp unter dem Stromverbrauch von Frankreich liegt, also der siebtgrößten Volkswirtschaft der Welt (449 Terawattstunden in 2024). Um den Energiehunger der KI zu stillen, setzen die großen KI-Firmen neben erneuerbaren auch massiv auf fossile, umweltschädliche Formen der Energiegewinnung, insbesondere Gas.

    Zum anderen ist aufgrund der großen Intransparenz der Branche weitgehend unbekannt, wie viel Strom und Wasser einzelne KI-Modelle oder Rechenzentren genau verbrauchen oder wie viele Treibhausgas-Emissionen sie verursachen. Auch die großen Versprechen, dass KI für nachhaltige Zwecke wie etwa intelligentes Energie-Management genutzt werden könne, warten überwiegend noch auf ihre Einlösung.

    Die ausgewiesenen Expert:innen Udit Gupta, Philipp Hacker, Lynn Kaack, Emma Strubell und Aimee van Wynsberghe haben im Auftrag des Umweltministeriums deshalb zahlreiche Vorschläge gemacht, wie die Situation verbessert werden könnte. Sie sagen: KI und Nachhaltigkeit müssten nicht im Widerspruch stehen. Deutschland habe eine gute Ausgangslage, um bei nachhaltiger KI eine globale Führungsrolle einzunehmen.

    Spezialisierte KI-Ansätze statt riesiger Modelle

    Eine zentrale Empfehlung der interdisziplinären Expert:innen-Gruppe ist ein realistischerer Blick auf die Vor- und Nachteile unterschiedlicher KI-Ansätze.

    Derzeit sei die Aufmerksamkeit auf die großen sogenannten General-Purpose-AI-Modelle (GPAI) konzentriert. Der englische Begriff lässt sich am besten als KI-Modelle mit allgemeinem Verwendungszweck übersetzen. Gemeint sind in der Regel generative Modelle wie GPT von OpenAI oder Claude von Anthropic. Diese Modelle sind gerade wegen ihres allgemeinen Problemlösungsanspruchs und der dahinterstehenden Technik des Reasonings, das logisches Schlussfolgern imitiert, besonders energieintensiv.

    Daneben gebe es jedoch auch andere vielversprechende Ansätze wie etwa kleinere KI-Modelle, die speziell zur Erfüllung konkreter Aufgaben trainiert werden. Diese seien oft besser zur Erfüllung von Aufgaben in der Industrie geeignet, etwa für Predictive Maintenance oder Bilderkennung für Krebsforschung. Viele Aufgaben erforderten gar nicht die Fähigkeiten von Allzweckmodellen oder profitieren nicht einmal davon.

    Je genauer man die Zielaufgabe für ein KI-Modell definieren könne, desto effizienter lasse es sich in der Regel gestalten. Die klare Empfehlung des Gutachtens: „Um den wirtschaftlichen Nutzen von KI zu maximieren und gleichzeitig ihren Ressourcenbedarf zu minimieren, ist es daher von entscheidender Bedeutung, Modelle entsprechend zu spezialisieren oder sie gezielt für bestimmte Aufgaben einzusetzen.“

    Der Fokus auf kleinere und spezifische Modelle passe zum deutschen und europäischen KI-Ökosystem, das stärker von kleineren und mittleren Unternehmen als von Tech-Giganten geprägt sei. Solche Modelle müssten durch gezielte Investitionen, Förderungen und Public-Private-Partnerships vorangetrieben werden. Dann könnten sich Nachhaltigkeit und ökonomische Wettbewerbsfähigkeit gegenseitig verstärken.

    „Die Zukunft ist offener, als wir denken“, so fasste Jurist Philipp Hacker von der Europa-Universität Viadrina die Hoffnung der Sachverständigen bei einer Vorstellung der Studie in Berlin zusammen. „Es ist nicht alternativlos, dass die GPAI-Modelle gewinnen.“ Die Anbieter der großen Modelle hätten bis heute kein tragfähiges Geschäftsmodell und ihre Modelle würden teilweise immer schlechter, Stichwort „Entshittification“, so Hacker.

    Intransparenz als Kernproblem

    Ein großes Problem bei einer nachhaltigeren Gestaltung der KI-Ökonomie ist dem Gutachten zufolge die massive Intransparenz der Branche. Weil entsprechende Informationen fehlen, könnten Nutzer:innen heute gar nicht das „am wenigsten problematische Modell“ auswählen, so Computerlinguistin Emma Strubell von der Carnegie Mellon University.

    Die Intransparenz sei nicht nur ein Problem für private, sondern auch für betriebliche Anwender:innen, die sich ein Bild von der Effizienz machen müssten. Auflagen für die Umweltberichterstattung müssten deshalb dringend um verpflichtende, standardisierte, unabhängig überprüfte und öffentlich zugängliche Informationen zu den Folgen von KI über den gesamten Lebenszyklus ergänzt werden.

    Die KI-Verordnung der EU enthalte hierzu beispielsweise nur rudimentäre Anforderungen, die erweitert werden müssten. Dabei sollten nicht nur Daten zum Energieverbrauch beim Training, sondern auch beim Gebrauch von KI-Modellen einfließen. Ebenso CO₂-Emissionen, die bei der Produktion spezialisierter Hardware wie etwa hochleistungsfähigen Grafikprozessoren entstehen.

    Bislang halten KI-Firmen solche Daten unter Verweis auf Geschäftsgeheimnisse unter Verschluss. Das öffentliche Informationsinteresse überwiege hier jedoch, so das Gutachten: „Der dringende Bedarf an Daten für ein wirksames Ressourcenmanagement und den Umweltschutz überwiegt die potenziellen Wettbewerbsnachteile, die mit der Offenlegung von Kennzahlen verbunden sind, die indirekt mit der Modellgröße zusammenhängen.“

    Darüber hinaus könnten Anbieter verpflichtet werden, ein „grünes Modell“ ihrer KI-Anwendungen anzubieten, das beispielsweise ohne rechenintensives Reasoning daherkomme, um Energieverschwendung durch unnötige Rechenoperationen zu vermeiden. Auch das staatliche Beschaffungswesen sollte als Hebel genutzt werden, um KI- und Cloud-Anbieter zu fördern, die auf Energieeffizienz, nachhaltige Energiequellen und öffentliche Transparenz setzen.

    Regeln für Rechenzentren müssen verschärft werden

    Auch Rechenzentren als wichtige KI-Infrastruktur stehen im Fokus des Gutachtens. Bei keiner Industrie steige der Energiebedarf derzeit so rasant an wie bei Rechenzentren, so Udit Gupta von der New Yorker Universität Cornell Tech bei der Vorstellung des Papiers. In bestimmten Regionen führe der Bau-Boom bereits heute zu Problemen mit der Energieversorgung. In Frankfurt am Main etwa gingen bereits 2022 knapp 30 Prozent des Stromverbrauchs auf das Konto von Rechenzentren.

    Auch hier gehen dem Gutachten zufolge die aktuellen Berichts- und Transparenzpflichten für Betreiber nicht weit genug. Statt tatsächlicher Verbrauchsmessungen würden sie häufig lediglich Schätzungen basierend auf dem Design ihrer Anlagen übermitteln. Ohne solche Angaben könne der tatsächliche Bedarf an Rechenkapazität nicht realistisch eingeschätzt und der Bau neuer Anlagen volkswirtschaftlich sinnvoll geplant werden. Zahlen aus den Niederlanden hätten erst kürzlich gezeigt, dass Rechenzentren dort vermutlich nur zu einem Drittel ausgelastet seien.

    Problematisch seien auch die zentralen Maßeinheiten für die Effizienz von Rechenzentren, der PUE-Wert, kurz für Power Usage Effectiveness, und der WUE-Wert, kurz für Water Usage Effectiveness. Beide Werte, die auch in den Nachhaltigkeitsberichten großer Rechenzentrumsbetreiber wie Amazon, Google oder Microsoft angegeben werden, geben keine Auskunft über den absoluten Verbrauch. Stattdessen sind es relative Effizienzwerte, was dazu führe, dass PUE und WUE sich zwar verbessern würden, der absolute Verbrauch jedoch drastisch steige, weil Einsparungen in immer noch größere Modelle investiert würden. Der PUE-Wert messe zudem nur den Energieverbrauch der Gebäude-Infrastruktur, etwa Kühlsystem und Beleuchtung, nicht den Verbrauch der tatsächlichen Energieinfrastruktur.

    Um hier für Verbesserungen zu sorgen, müssten den Expert:innen zufolge die Transparenz- und Berichtspflichten für Rechenzentren deutlich verschärft werden. Hierzu müsste der DIN-Standard für Rechenzentren ebenso angepasst werden wie die Europäische Energieeffizienz-Richtlinie und das deutsche Energieeffizienzgesetz. Wichtig seien unabhängig auditierte Verbrauchsmessungen, die zudem mindestens in aggregierter Form öffentlich zugänglich sein sollten. Auch bei Rechenzentren müsse der ganze Lebenszyklus ins Reporting einbezogen werden: von den Emissionen, die bei der Herstellung von Servern entstehen, bis zum Elektroschrott, nachdem Hardware aussortiert wird.

    Darüber hinaus könnten auch beim Design von Rechenzentren und der Energieversorgung große Fortschritte erzielt werden. So sollten etwa KI-Unternehmen verpflichtet werden, selbst für den Ausbau Erneuerbarer Energien in dem Maße zu sorgen, wie sie Strom verbrauchen. Rechenzentren sollten zudem Teil des Systems der CO₂-Bepreisung sein, damit Betreiber Folgekosten für die Umwelt nicht externalisieren können.

    Außerdem sollte der Staat die Entwicklung energieeffizienter Rechenzentren fördern, die auf die Bedürfnisse der deutschen Wirtschaft spezialisiert sind. Auch die Abwärme von Rechenzentren sollte weiterhin verpflichtend genutzt werden müssen, Ausnahmen davon reduziert werden.

    Auf Kollisionskurs

    Die Liste der Vorschläge der Expert:innen ist noch deutlich länger und zeigt, wie groß die Möglichkeiten wären, KI und Rechenzentren nachhaltiger zu gestalten. Zum aktuellen Kurs der Bundesregierung passen sie jedoch gar nicht. Diese sieht Deutschland und Europa in einem KI-Wettrennen mit den USA und China und setzt deshalb auf den Ausbau von KI-Kapazitäten um jeden Preis.

    Getrieben von Wirtschaftsverbänden wie BDI, Bitkom oder Eco hat Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) eine neue Rechenzentrumsstrategie erarbeiten lassen, die im März vom Bundeskabinett beschlossen wurde. Sie sieht vor, die Rechenzentrumskapazitäten in Deutschland bis 2030 mindestens zu verdoppeln und die KI-Kapazitäten bis dahin sogar zu vervierfachen. Hierfür sollen Umweltstandards gesenkt, Berichtspflichten gelockert und Planungsverfahren beschleunigt werden.

    Wirtschaftministerin Katharina Reiche (CDU) will zudem das deutsche Energieeffizienzgesetz so weit zurückfahren, dass es nur noch den Mindeststandards der entsprechenden EU-Richtlinie entspricht. Dabei haben Journalist:innen von Investigate Europe gerade erst aufgedeckt, wie erfolgreich große Tech-Konzerne gegen weitergehende Transparenzvorgaben in dieser Richtlinie lobbyiert hatten: Die EU-Kommission hat demzufolge bestimmte Abschnitte fast wortgleich von Microsoft kopiert, so dass die ohnehin schon schwammigen Kennzahlen zu Rechenzentren, die an Aufsichtsbehörden übermittelt werden müssen, nicht öffentlich gemacht werden dürfen.

    Es ist nun also an Umweltminister Carsten Schneider (SPD), die Vorschläge der von ihm beauftragten Expert:innen in die Debatte mit seinen Kolleg:innen zu bringen. Ob er die KI-Politik auf Klima-Kurs bringen kann, wenn er argumentiert, dass Deutschland und Europa von nachhaltiger KI auch wirtschaftlich profitieren könnten?

    Ingo Dachwitz ist Journalist und Kommunikationswissenschaftler. Seit 2016 ist er Redakteur bei netzpolitik.org und u.a. Ko-Host des Podcasts Off/On. Seine Themen sind Daten, Macht und die digitale Öffentlichkeit. Ingos Veröffentlichungen wurden mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem European Press Prize, dem Alternativen Medienpreis, dem Datenschutz-Medienpreis und zwei Grimme-Online-Awards. Sein Buch “Digitaler Kolonialismus: Wie Tech-Konzerne und Großmächte die Welt unter sich aufteilen” war für den Deutschen Sachbuchpreis nominiert und wurde als eines der Wissensbücher des Jahres 2025 geehrt. Ingo ist Mitglied des Vereins Digitale Gesellschaft, der Evangelischen Kirche und des Netzwerk Recherche. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Bluesky, FragDenStaat. Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  17. Moin #katharinareiche @BMWK. Machen Sie ihre Arbeit ordentlich und legen Sie #EU-rechtskonforme Gesetze vor! Ich bin sicher Ihre Arbeitsebene kann das wenn sie gelassen wird. Neues Kurzgutachten: "Energieeffizienzgesetz ungenügend, um europäisches Recht zu erfüllen. Kurz vor der Verbändeanhörung zur Novelle des Energieeffizienzgesetzes warnt eine juristische Stellungnahme vor gravierenden Rechtsverstößen: Der Gesetzentwurf verfehlt die Vorgaben der EU-Energieeffizienzrichtlinie und könnte sowohl unions- als auch verfassungswidrig sein."

    umweltinstitut.org/pressemitte

    #EnefG #Effizienzwende #Energieeffizienz #effizienzgesetz

  18. @Nobelgreen: "Mama, warum hast Du damals unsere Zukunft zerstört?" "Werd nicht frech Kind und jetzt iss dein Kobe Tartare - und lass nicht wieder den Kaviar und das Blattgold liegen, das wird mit gegessen, sonst fliegst du gleich nicht mit zum einkaufen" "Mir doch egal, der Hubschrauber ist mir eh viel zu laut".

    #gaskathie #katharinareiche #wirtschaftskompetenz #gier #volksverrat #establishment #fridaysforfuture #zukunft #nureineerde #keinplanetb #petrolheads

  19. @SBartsch

    Genau.

    Deswegen finde ich, dass #KatharinaReiche sofort zurücktreten sollte und wir schnellstmöglich weg vom #Erdgas sollten.

  20. @koehntopp
    Die Frage sollten doch eigentlich #JensSpahn #MarkusSoeder und #katharinareiche respektive @Bundesregierung beantworten können. Haben sie doch ziemlich sicher ökonomisch und technologieoffen bewertet.

    P.S. Vermutlich suchen sie hektisch wo sie diesmal abschreiben können😉
    @Recherchebuero_Schaumburg

  21. @koehntopp
    Die Frage sollten doch eigentlich #JensSpahn #MarkusSoeder und #katharinareiche respektive @Bundesregierung beantworten können. Haben sie doch ziemlich sicher ökonomisch und technologieoffen bewertet.

    P.S. Vermutlich suchen sie hektisch wo sie diesmal abschreiben können😉
    @Recherchebuero_Schaumburg

  22. @koehntopp
    Die Frage sollten doch eigentlich #JensSpahn #MarkusSoeder und #katharinareiche respektive @Bundesregierung beantworten können. Haben sie doch ziemlich sicher ökonomisch und technologieoffen bewertet.

    P.S. Vermutlich suchen sie hektisch wo sie diesmal abschreiben können😉
    @Recherchebuero_Schaumburg

  23. @koehntopp
    Die Frage sollten doch eigentlich #JensSpahn #MarkusSoeder und #katharinareiche respektive @Bundesregierung beantworten können. Haben sie doch ziemlich sicher ökonomisch und technologieoffen bewertet.

    P.S. Vermutlich suchen sie hektisch wo sie diesmal abschreiben können😉
    @Recherchebuero_Schaumburg