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Deutsch-indisches Dialogforum zu Rechtsfragen: Wissenschaftler der Universität Heidelberg organisieren internationale Tagung in Hyderabad
https://www.uni-heidelberg.de/de/newsroom/deutsch-indisches-dialogforum-zu-rechtsfragen
_________German-Indian Dialogue Forum on Legal Questions: Scholars at Heidelberg University organize international conference in Hyderabad
https://www.uni-heidelberg.de/en/newsroom/german-indian-dialogue-forum-on-legal-questions
#heidelberg #uniheidelberg #indien #konferenz #jura #ilc -
Fachkräfte rein, Facharbeit raus
In Scharen rennen junge, gebildete Menschen aus dem bevölkerungsreichsten Land der Erde auch nach Deutschland. Gleichzeitig lagert ein weiterer deutscher Konzern nach der Güter-Produktion auch die geistige Arbeit nach China aus.
„Ich komme aus Mumbai (alter Name Bombay)“, antwortet die 30-jährige indische Hautärztin entschuldigend auf die Frage, warum sie ihre neue Heimat Essen weniger mag als Köln. Die bis zu zehn unbezahlten Überstunden pro Woche standen dafür in den Arbeitsverträgen der Praxen in beiden Städten, sagte sie und setzte hinzu: „Aber in Indien waren es noch viel mehr Stunden.“ In Deutschland vermisse sie nur das „echte“ indische Essen und „mies“ sei hier einzig das Winterwetter. Lachend stimmt ihr 32-jähiger indischer Sitznachbar im Flieger nach Delhi zu, ein Informatiker. Aber er hätte mit sechs Wintern nun schon tapfer einen mehr überlebt, als die Hausärztin. Begeistert sind beide, dass sie es bei deutschen Behörden noch nie mit Korruption zu tun hatten. Auf die Frage, ob sie die deutsche Bürokratie nicht störe, winkt der Informatiker nur lachend ab: „Die ist in Indien noch schlimmer.“
Begeistert auf den Weg nach Delhi sind meine Sitznachbarn nicht. Beide werden für knapp 10 Tage und auch nur für Hochzeiten in ihr Geburtsland zurückkehren. Der junge Informatiker kündigt an, er werde acht Stunden stoisch am Flughafen in Delhi auf seinen Weiterflug nach Südindien warten: „Ich werde diese katastrophale Stadt (Delhi) nicht betreten.”
Das Warum wird jedem klar, sobald er die moderne Metro am Hauptbahnhof verlässt. Menschengeschrei, Autohupen und Gestank aus unzähligen Quellen begrüßen den Gast. Alles eingehüllt im üblichen Wintersmog. An etlichen Lagerfeuern stehen spindeldürre Rikscha-Fahrer. Am Rand der Brücke, die über den Bahnhof führt, sitzen oder liegen dutzende Obdachlose mit dreckigen Stoffbandagen als Schuhersatz. Auf der Straße werden Güter auf Holzkarren noch von Menschen oder Pferden gezogen – inmitten einer Abgas speienden Blechlawine. Neben den 34,6 Millionen Menschen in der indischen Hauptstand sind auch 13 Millionen motorisierte Fahrzeuge registriert.
Dieses Jahr hat die Regierungspartei BJP von Premierminister Narendra Modi auch die politischen Geschäfte der Hauptstadt übernommen. Anstatt wie bei den Wahlen versprochen, gegen die Luftverschmutzung vorzugehen, leugneten sie im Oktober zum Lichterfest Divali einfach dass es Smog gibth. Da die staatlichen Webseiten mit den Daten über Luftverschmutzung in einer Demokratie jedoch nicht andauernd abgeschaltet werden können und das Oberste Gericht jetzt selber nachprüfen möchte, wo die Daten geblieben sind, gibt es seit einem Monat einen neuen Trick a la Modi. Laster der staatlichen Behörden mit Wassersprühkanonen fahren nicht nur durch die Stadt, sondern besonders oft direkt an den Messstationen vorbei, um es dort „regnen“ zu lassen. Doch auch die Journalistin Sonal M. Kapoore und die Umweltaktivistin Bhavreen wiesen mit einem Vorort Besuch den „Beschiss“ nach: Anstatt 500 mg Feinstaub pro m³, wie ein paar Hundertmeter weiter gemessen, zeigte ihr Gerät direkt an der die beregneten Messtation nur „300“ mg Feinstaub der Größe pm 2,5 an.
Einen Monat später besuchte ich am 4. Dezember die gleiche Messtation in Anand Vihar/Delhi und sah immer noch das, was die beiden tapferen Damen berichtet hatten. Im Index der Pressefreiheit belegt Indien Rang 151. Auf der Hauptstraße fuhren Laster mit Sprühkanonen teilweise im Minutentakt an der Messstation vorbei. Auf der Rückseite fuhr eine „fahrende“ Sprühkanone andauernd hin und her, so dass sich an den entstehenden Pfützen die Tierwelt Delhis erfreuen konnte: Bussarde und ein paar der eine Millionen Straßenhunde Delhis. Die wollte die BJP-Stadtregierung jetzt nach und nach kastrieren lassen, doch das Oberste Gericht entschied: nicht nur kastrieren, sondern auch tiergerecht unterbringen.
Zu den Autofahrern ist die BJP-Regierung von Beginn an freundlicher: Das Problem mit den vielen unbezahlten Strafzetteln wegen Verkehrsdelikten sollte mit einem Preisnachlass von 50-70 Prozent für die säumigen Sünder gelöst werden. Von den 2,24 Millionen Bußgeldern die die Verkehrspolizei Delhis in diesem Jahr verhängt hat, wurden erst 55.075 bezahlt. Doch das Oberste Gericht hat bei so viel Freundlichkeit gegenüber einer „Bevölkerungsgruppe“ bedenken und Einspruch eingelegt .
Die Vorgänger Regierung der BJP in Delhi, die Aam Aadmi Party, hatte immerhin versucht, als eine Maßnahme gegen die Luftverschmutzung mehr Menschen in die Metro zu bekommen und verzichtete acht Jahre lang auf eine Preiserhöhung. Im Jahr 2018 hatte auch in Indien das Ergebnis einer Studie die Runde gemacht, nach der die Metro Delhis die zweitteuerste der Erde sei – im Verhältnis Durchschnittseinkommen zum Fahrpreis.
Die BJP-Regierung hat die Fahrpreise dann im August bis zu 10 Prozent erhöht. Dazu wird auf der Flughafen Metro-Linie jetzt jede Station mit einer Werbung angekündigt. Ungefähr so: Nächste Haltestelle Köln-Hauptbahnhof, gesponsert von Diebels/Anheuser-Busch.
So wie Delhi seit Februar 2025 hat die Modi-Regierung seit 2014 das ganze Land regiert. Was die boomenden Wirtschafsdaten der Modi-Regierung angeht, die auch unsere Wirtschaftsmedien gerne feiern, hier ein paar andere Zahlen: Im Vor-Corona Jahr 2019/20 hatte Indien das geringste Wirtschaftswachstum seit 11 Jahren und die höchsten Arbeitslosenzahlen seit 45 Jahren.
2023 sagte Ashoka Mody, Professor für Internationale Wirtschaftspolitik und ehemaliger Mitarbeiter der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds, dass Indiens hohe Wachstumszahlen in Relation zu den wirtschaftlichen Einbrüchen in den Corona-Jahren gesetzt werden müssen. India ist broken, lautet der Titel seines aktuellen Buches.
Am 4.Dezember ist der Wechselkurs der indischen Rupie zum US-Dollar auf ein Allzeittief gestürzt. Ebenso zum Euro. „Wie kann es sein, dass die Währung eines Landes dessen Wirtschaft boomt, abstürzt. Die Währung eurer schwächelnden europäischen Wirtschaft dagegen wertvoller wird?“, fragte mich gestern ein indischer Student.
Was den aktuellen Besuch Putins in Indien angeht. Es ist nebensächlich, wenn Putin sagt, Indien könne so viel Öl aus Russland kaufen, wie es möchte. Es wäre nur eine Meldung wert gewesen, wenn Narendra Modi gesagt hätte, er würde weiter viel Öl aus Russland kaufen. Aber dies hat er nicht. Dabei hätte Indien alles Recht der Erde, sich weiterhin nicht an den Sanktionen des Westens gegen Russland zu beteiligen. Dies beschrieb der indische Außenminister Subrahmanyam Jaishankar in einem Interview mit dem östereichischen Standard ausführlich. Zusammengefasst: Während der Westen Indien Jahrzehnte links liegen gelassen hat und auch noch den Erzfeind Pakistan unterstützte, war Russland immer für Indien da. Leider hat er in diesem Punkt Recht. Auch an den letzten Verrat erinnert sich noch jeder in Indien: 1999 hatten die USA mal wieder mal gemerkt, dass die pakistanischen Generäle sie an der Nase herumgeführt hatten – nun wollten sich die USA endgültig von Pakistan trennen und Indien zuwenden. Doch dann fielen im Jahr 2001 die Türme des World Trade Centers und die USA brauchten Pakistan mal wieder als Basecamp für einen Krieg in Afghanistan.
Zalando lagert nach China aus
Lebten im Jahr 2010 nur 48.000 Menschen aus Indien in Deutschland sind es heute etwa 280.000 (darunter 50.000 Studenten) und es werden noch viel mehr werden – vor allem Menschen mit qualifizierten Abschlüssen. Schon jetzt sind Menschen aus Indien die Bevölkerungsgruppe mit dem höchsten Durchschnittsverdienst in Deutschland.
Aber wenn die von der Wirtschaft geforderten Fachkräfte nun endlich zu uns kommen, warum entlässt dann der Online-Modekonzern Zalando nicht nur Mitarbeiter in Deutschland, sondern baut zur gleichen Zeit ein Technologiezentrum in Shenzhen/China auf ? Um nun auch an den gutbezahlten „Weiß-Kragen-Jobs“ zu sparen, zumindest die hatten europäische virtuelle Unternehmen (Konzerne) bis jetzt noch im Globalen Norden belassen, bestätigte enttäuscht ein hoher Zalando-Mitarbeiter einem meiner besten Freunde.
Warum dann Zalando nicht zumindest ins noch demokratische Indien auslagert, kann man sich vorstellen: In China gibt es kein Oberstes Gericht, das gegen Entscheidungen der Regierung Einspruch einlegen kann. Ebenso keine tapferen Journalistinnen und Wissenschaftlerinnen die Lügen der Regierung öffentlich machen.
Das soll jetzt kein Hetzen gegen China sein, was die reinen Zahlen angeht, sieht es dort viel besser aus, als in Indien. Es sollte eher eine Einleitung für ein paar Sätze an höhere Konzernmitarbeiter sein, sollten die zufällig hier hereinschauen: Haben Sie schon mal vom chinesischen Unternehmer und Milliardär Jack Ma gehört? Nachdem er 2020 die chinesische Regierung kritisiert hatte, verschwand er für drei Monate. Nach seiner Rückkehr klang er zahm wie ein Parteimitglied der Kommunistischen Partei Chinas.
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Doku | Arte: Fleischlos glücklich - Die Geschichte der Vegetarier
Vegetarische Ernährung liegt voll im Trend. Dabei handelt es sich keineswegs um eine Erfindung der Moderne: In der Geschichte gab es zahlreiche Persönlichkeiten und Bewegungen, die auf den Verzehr von Fleisch und Fisch verzichteten, von den indischen Jain-Mönchen über römische Philosophen bis zu den Mitgliedern der ersten "Vegetarian Society", die 1847 in London gegründet wurde.Vor allem junge Menschen ernähren sich heute zunehmend vegetarisch. Dabei handelt es sich keineswegs um einen modernen Trend, denn die Geschichte des Vegetarismus reicht bis in die Antike zurück. Anthropologinnen und Anthropologen wissen seit langem, dass Essen viel mehr ist als die Befriedigung eines physischen Grundbedürfnisses. Der Mensch hat als „Allesesser“ die Möglichkeit, auf bestimmte Nahrungsmittel zu verzichten, wodurch die Ernährung auch kulturelle, gesellschaftliche und politische Bedeutung erlangt. Das Töten von Tieren wirft seit jeher philosophische Fragen auf.
Die Idee einer fleischlosen Ernährung entstand bereits im 7. Jahrhundert vor Christus bei den Anhängern des Jainismus, einer indischen Religion. Das Streben nach Reinheit, die Ablehnung von Tierleid sowie gesundheitliche und seit einigen Jahrzehnten auch ökologische Erwägungen veranlassen Einzelpersonen und ganze Gruppen, sich dem Vegetarismus zuzuwenden: Beispiele dafür reichen von Jain-Mönchen und römischen Philosophen über die Mitglieder der 1847 in London gegründeten „Vegetarian Society“ bis hin zu buddhistischen Mönchen in Japan und Aktivistinnen und Aktivisten der Gegenwart...
Meine Meinung: Vegetarismus ist ja ganz nett, aber es löst nicht Problem des Tierleids und der Schäden die durch die Tierhaltung verursacht werden. Auch für die Produktion von Milch müssen Milliarden Tiere leiden und was ist wenn sie keine Milch mehr geben? Und wohin später mit den Kadavern? Vegetarische Ernährung geht mit der Ernährung aus Fleisch Hand in Hand. Nur wer gänzlich auf tierische Produkte verzichtet, kann in Sachen Ernährung ein wirklich ein ruhiges Gewissen haben.
#Doku #Vegetarismus #Vegetarische-Ernährung #Historisch #Aktuell #Fleischlos #Arte #2025-11-22 @dach
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Der Industriekonzern Thyssenkrupp will seine Stahlsparte wohl erstmal nicht mehr an den indischen Konkurrenten Jindal verkaufen.#WDR #Thyssenkrupp #Stahlsparte #Verkauf #abgesagt #Indien #Jindal #NRW
Thyssenkrupp verhandelt über den Verkauf seine Stahlsparte. Nun liegen die Gespräche auf Eis. -
In Nederland is de voormalige presentatrice en ‘koningin van de talkshows’ Sonja Barend (86) overleden. Ze was sinds 1966 decennialang een van de meest iconische presentatoren op de televisie in Nederland én in Vlaanderen.
#SonjaBarend #Barend #Nederland #VARA
https://nos.nl/artikel/2610145-televisiepresentator-sonja-barend-86-overleden
https://nos.nl/artikel/2610179-presentator-sonja-barend-1940-2026-was-de-koningin-van-de-talkshow
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[05:45] Hoe de iconische gameontwikkelaar Blizzard zijn smetteloze reputatie kwijtraakte
In een markt waar zoveel geld in omgaat als de game-industrie – bijna 200 miljard dollar omzet in 2023 – is het uitzonderlijk dat een ontwikkelaar veel autonomie krijgt van zijn distributeur. Slechts een handvol gerenommeerde studio’s, zoals Rockstar (Grand Theft Auto) en het zelfstandige Valve (Counter-Strike), kunnen het zich veroorloven om zelf te bepalen of ze de verkoopdatum van een spel vertragen of een project helemaal annuleren.
Ook Blizzard Entertainment hoorde lange tijd bij dat illustere gezelschap. De maker van belachelijk populaire games als World of Warcraft en Hearthstone hanteerde graag het mantra ‘het is af als het af is’. Gamers vonden het prima als een nieuw deel in een serie zes (Overwatch 2), elf (Diablo IV) of zelfs twaalf jaar (StarCraft II) later verscheen, want ze konden er blind op vertrouwen dat Blizzard kwaliteit boven kwantiteit stelde.
2008 was een keerpunt in Blizzards bestaan, tekent de Amerikaanse journalist Jason Schreier op in zijn uitvoerige boek Play Nice, over het miljardenbedrijf dat in 1991 met drie man begon als Silicon & Synapse op de campus van de Universiteit van Californië in Irvine. Na eerst onderdeel te zijn geweest van een firma voor onderwijssoftware en een Frans mediaconglomeraat, werd Blizzard in het jaar van de financiële crisis opgeslokt door uitgever Activision.
Onder bewind van de gewiekste bestuurder Bobby Kotick werd de studentikoze aanklootcultuur tot ongenoegen van veel werknemers omgeturnd in een hiërarchische melkkoe die bij voorkeur jaarlijks een nieuwe uitbreiding voor WoW moest uitpoepen. Ooit geliefde merken als Guitar Hero en Tony Hawk’s Pro Skater waren eerder al geofferd voor Koticks zucht naar eindeloze groei.
Schreier beschrijft op basis van ruim 350 interviews hoe het personeel zich opwond over ongelijke bonussen, het harteloze interne beoordelingssysteem en de commercie die steeds meer terrein won ten koste van de creativiteit. Prominente producenten namen in de jaren tien ontslag, matige remakes en exorbitante microtransacties besmeurden de torenhoge reputatie, en gekneveld door Activision ging de pc-versie van de afgelikte boterham Call of Duty op de servers van Blizzard draaien. Nog het meest vernederend: Blizzards ambitieuze entree in een genre dat nota bene uit een van zijn eigen games was ontstaan, werd een flop.
Het is verdrietig dat Blizzard niet langer de legendarische developer van weleer is. Met negens strooiende recensenten zijn geen garantie meer; meerdere gevallen van #MeToo-achtige praktijken kwamen naar buiten; en ook met Microsoft als nieuwe eigenaar vlogen honderden medewerkers de laan uit. Je gunt dit culturele imperium een StarCraft IV dat zo onwijs goed in elkaar zal steken dat het alle problemen uit het turbulente verleden doet vergeten. Alleen als het af is, natuurlijk.
Jason Schreier: ‘Play Nice: The Rise, Fall, and Future of Blizzard Entertainment’ (376 pagina’s, te koop bij uitgeverij Hachette)
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#200 #2023 #Rockstar #GrandTheft #Counter_Strike #BlizzardEntertainment #WorldofWarcraft #Hearthstone #zes #2 #elf #DiabloIV #twaalfjaar #StarCraftII #Blizzard #2008 #Blizzards #Amerikaanse #JasonSchreier #PlayNice #1991 #drie #Silicon&Synapse #UniversiteitvanCalifornië #Irvine #Frans #Activision #BobbyKotick #WoW #GuitarHero #Hawk’sProSkater #350 #jarentien #CallofDutyopdeserversvanBlizzarddraaien ## #Microsoft #StarCraftIV #TheRise #Fall #BlizzardEntertainment’ #376 #Hachette #zaterdag -
Ludo
2015
Aktuell auf NetflixIrish:
4 Freunde verstecken sich nach Ladenschluss in einer Shopping Mall. Die Gefahr ist nicht die Security, sondern ein altes Paar. Indischer Horror, erfrischend anders und leider nur mit Untertiteln. Praktische Effekte sind nicht Weltklasse, aber okay. Das Setting und Atmosphäre passen gut. Leider flacht der Film zum Ende immer mehr ab. Für mich war zu wenig Gore vorhanden. Einmal schauen reicht.
3% vol von 5
#molleundaction #filmkritik #horror #horrorfilm #ludo -
Dance Valley 2026: Op zaterdag 8 augustus 2026 keert Dance Valley terug naar de Velsen Valley in recreatiegebied Spaarnwoude. Het iconische festival behoort tot de langstlopende dance-evenementen van Nederland en verwacht dit jaar opnieuw meer dan 30.000 bezoekers te verwelkomen. Met een indrukwekkende line-up en een breed scala aan muziekstijlen belooft Dance Valley opnieuw een unieke ervaring te […] https://www.haarlemupdates.nl/2026/05/14/dance-valley-2026/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=mastodon #DanceValley #Haarlem #Spaarnwoude #Velsen #lineup
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Vrolijke klanken en kleurrijke gezichten van Milan Hulsing bij Stripdagen Haarlem: Tijdens de komende editie van Stripdagen Haarlem brengt illustrator en kunstenaar Milan Hulsing een muzikale expositie naar Hello I’m Local in Haarlem. In zijn tentoonstelling Mondo Pop neemt hij bezoekers mee op een visuele reis langs iconische zangers en artiesten uit Bollywood, Lollywood en de Arabische muziekcultuur. Sinds een… https://www.haarlemupdates.nl/2026/05/09/vrolijke-klanken-en-kleurrijke-gezichten-van-milan-hulsing-bij-stripdagen-haarlem/?utm_source=dlvr.it&utm_medium=mastodon #Haarlem #Stripdagen #Illustrator #MilanHulsing #MondoPop
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https://www.europesays.com/afrika/5822/ Hubschrauberflug und scharfe Ananas: Bachelor-Paar erlebt Abenteuer auf Mauritius #Abenteuer #Allgäu #Ananas #DennisGries #Hubschrauber #IndischenOzean #Instagram #KatjaGeretschuchin #Mauritius
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Weder wehrlose Opfer noch grausame Krieger: Kenntnisreich schildert Pekka Hämäläinen die Geschichte der indianischen Nationen Nordamerikas – sehr lesenswert. Eine Rezension
Dieses Buch erzählt gekonnt und detailliert die Geschichte des Widerstands gegen den Genozid auf dem nordamerikanischen Kontinent. Eine Rezension (Rezension zu Der indigene Kontinent von Pekka Hämäläinen)#Indigene #USA #Amerika #Nordamerika #Kolonialismus #Postkolonialismus #Indianer #VereinigteStaaten #Kultur #ErdeUmwelt
»Der indigene Kontinent«: Die wahre Geschichte der Ureinwohner Nordamerikas -
𝗣𝗮𝘂𝗹 𝗩𝗲𝗿𝗵𝗼𝗲𝘃𝗲𝗻: 𝘇𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿 𝗚𝗲𝗿𝗮𝗿𝗱 𝘄𝗮𝘀 𝗶𝗸 𝗻𝗼𝗼𝗶𝘁 𝗶𝗻 𝗛𝗼𝗹𝗹𝘆𝘄𝗼𝗼𝗱 𝗴𝗲𝗸𝗼𝗺𝗲𝗻
Regisseur Paul Verhoeven prijst scenarist Gerard Soeteman als "de man zonder wie ik nooit zo ver was gekomen in dit vak". Dat zegt de 86-jarige filmmaker zaterdag in een reactie op het overlijden van Soeteman. De twee mannen werkten zes decennia samen en maakten iconische films als Turks...
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Vor 20 Jahren traf der Tsunami die Küsten Südostasiens. 230.000 Menschen starben. Die Duisburger Kindernothilfe hilft immer noch.#Tsunami #Naturkatastrophe #Südostasien #Indonesien #Thailand #Seebeben #IndischerOzean #Sumatra #Phuket #KhaoLak #Flutkatastrophe #Wiederaufbau #Hilfsorganisationen #Überlebende #Frühwarnsystem #Gedenken #Jahrestag #2004 #Katastrophenhilfe #Entwicklungshilfe
20 Jahre Tsunami-Katastrophe: Wie NRW die Region bis heute unterstützt -
#Welttag für #Tsunami-#Aufklärung in der #UN (#VereinteNationen)
In diesem Jahr jährt sich der #Tsunami im Indischen Ozean zum 16. Mal, als 230.000 #Menschen in 14 #Ländern auf tragische Weise ums Leben kamen.
Seitdem haben sich die #Frühwarnsysteme nicht nur für den #Pazifik, sondern auch für den #IndischenOzean, die #Karibik, den #Nordostatlantik, das #Mittelmeer und andere Länder erheblich verbessert. Infolgedessen wurden viele Leben gerettet.
https://unric.org/de/021119-tsunami -
Auch mesophotische (unterster Bereich mit Licht, 30–150 m) #Korallenriffe sind vom #Klimawandel betroffen! Am #ChagosArchipel im #IndischenOzean wurden trotz kühlerer Tiefen #Bleichereignisse in 90m Tiefe entdeckt. Ursache war das Vordringen wärmeren Wassers beeinflusst durch natürliche Besonderheiten des Indischen Ozeans.
#DOI: 10.1038/s41467-023-42279-2
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USA – Assata Shakur: Meistgesucht, aber nie geschnappt | nd-aktuell.de
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1194352.usa-assata-shakur-meistgesucht-aber-nie-geschnappt.html
> 1979 wurde Assata Shakur, Mitglied der Black Liberation Army, spektakulär aus einem US-Gefängnis befreit, seit 1984 lebte sie auf Kuba. Nun ist Shakur, Patentante des weltberühmten Rappers Tupac, auf der Insel gestorben.
Am Ende haben die US-Behörden sie nicht gekriegt: Am vergangenen Donnerstag starb die schwarze Revolutionärin Assata Shakur auf Kuba, wo sie 1984 politisches Asyl erhalten hatte. Obwohl das FBI sie, als erste Frau überhaupt, auf der Liste der »meistgesuchten Terroristen« führte und eine Belohnung von zwei Millionen US-Dollar auf ihre Ergreifung ausgelobt hatte, schützte die Regierung in Havanna sie bis zuletzt vor dem Zugriff der USA.
"... Neben dem seit Jahrzehnten im Todestrakt sitzenden #MumiaAbuJamal und der Professorin #AngelaDavis war #Shakur eine der drei ikonischen Figuren der radikalen schwarzen Bewegung der Gegenwart.
Ihr #Widerstand gegen das Gefängnisregime in den #USA, ihr Ausbruch aus einer Haftanstalt 1979 und ihr Internationalismus sind für die abolitionistische und antirassistische Bewegung bis heute wichtige Referenzen. In Erinnerung bleibt Shakur aber auch wegen ihrer Autobiographie, in der sie die Entstehung und Transformation der radikalen marxistischen schwarzen Bewegung der 1960er und 1970er Jahre anhand der eigenen Lebensgeschichte erzählt. ...."Bitte lest den ganzen Text!
#Mumia -
#schweiz #iran : #bedrohung / #paranoia / #propaganda
(Todgeweihte Schweizer_innen!)
„Der Iran hat zwei Raketen auf einen US-Stützpunkt im Indischen Ozean gefeuert. Die Raketen flogen so weit wie noch nie.“
Siehe auch:
„Patriot-Lieferung an Schweiz verzögert sich um mindestens 5 Jahre“
https://www.srf.ch/news/schweiz/wegen-iran-krieg-patriot-lieferung-an-schweiz-verzoegert-sich-um-mindestens-5-jahre -
Gletscherseen im #Klimawandel – Die Studie eines multidisziplinären Teams aus neun Ländern mit Beteiligung der Uni Potsdam hat Ursachen, Dynamik und Auswirkungen der verheerenden #Flut im indischen #Sikkim im Oktober 2023 untersucht und ihre Ergebnisse nun in der Zeitschrift"Science" veröffentlicht. Mehr Infos: https://www.uni-potsdam.de/de/medieninformationen/detail/2025-01-31-gletscherseen-im-klimawandel-aus-der-katastrophalen-ueberschwemmung-in-sikkim-indien
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𝗩𝗮𝗻𝗮𝗳 𝗱𝗲𝘇𝗲 𝗱𝗮𝘁𝘂𝗺 𝗶𝘀 𝗱𝗲 𝘀𝗽𝗶𝗻-𝗼𝗳𝗳 𝘃𝗮𝗻 𝗙𝗹𝗼𝗱𝗱𝗲𝗿 𝘁𝗲 𝘇𝗶𝗲𝗻 𝗯𝗶𝗷 𝗩𝗶𝗱𝗲𝗼𝗹𝗮𝗻𝗱
Goed nieuws voor de fans van 'Flodder': de beruchte familie is terug van weggeweest. Veertig jaar na de iconische eerste film maakt Videoland ruimte voor een gloednieuwe spin-off, genaamd 'Kees Flodder'. De streamingsdienst kondigt woensdagmiddag aan dat de eerste afleveringen vanaf 18 mei...
https://www.rtl.nl/boulevard/artikel/5590854/vanaf-deze-datum-spin-flodder-videoland
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Gemeingut in BürgerInnenhand
https://www.gemeingut.org/civi-public/petition/sign/?sid=36&reset=1
"... Der Erhalt des SEZ liegt wegen seiner
geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Bedeutung #imInteressederAllgemeinheit und
erfüllt damit gleich mehrfach die Anforderungen des Berliner Denkmalschutzgesetzes.#Geschichtlich:
Im Wettstreit der politischen Systeme wurde das SEZ in #Ostberlin als Vorzeigebauwerk erbaut, von einer Westfirma, die dafür undercover einen 1972 aus dem Osten geflüchteten #Architekten beauftragte, #GünterReiß.#Künstlerisch
gelang auf diesem Weg ein #ikonischesWerk der #Ostmoderne, mit seiner markanten Dachkonstruktion und Farbgebung, den lichtdurchfluteten Innenräumen und elegant ineinandergreifenden Nutzungen.#Wissenschaftlich
ist das nach der Ölkrise gebaute SEZ für seine Zeit energetisch innovativ, unter anderem wurde die #Abwärme der #Eisbahn für das Heizen des #Schwimmbad s genutzt.#Städtebaulich
stellt das SEZ einen hervorragend gestalteten Übergang vom #VolksparkFriedrichshain zur Kreuzung Leninallee/Dimitroffstraße (heute Landsberger Allee/Danziger Straße) und zum dichtbesiedelten Wohngebiet dar.Sicher wollen Sie sich nicht dem Verdacht aussetzen, die #Architektur in #Westberlin für erhaltenswürdiger anzusehen als in Ostberlin.
Sie haben
im Westen den #Teufelsberg unter Schutz stellen lassen, das #ICCBerlin sowie Bauten der Internationalen #Bauausstellung von 1987.Im Osten waren es Plattenbauten und einige U-Bahnhöfe
– aber nicht das 1981 gebaute SEZ!Wieso nicht? ..."
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𝗦𝗵𝗮𝗸𝗶𝗿𝗮 16 𝗷𝗮𝗮𝗿 𝗻𝗮 𝗵𝗲𝘁 𝗶𝗰𝗼𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗪𝗮𝗸𝗮 𝗪𝗮𝗸𝗮 𝘁𝗲𝗿𝘂𝗴 𝗺𝗲𝘁 𝗻𝗶𝗲𝘂𝘄 𝗪𝗞-𝗹𝗶𝗲𝗱
Shakira (49) heeft een teaser gedeeld van haar nieuwe WK-nummer, dat ze binnenkort samen met Burna Boy (34) uitbrengt. De zangeres weet als geen ander hoe je een wereldhit scoort tijdens het voetbaltoernooi: in 2010 was ze verantwoordelijk voor het iconische 'Waka Waka', dat uitgroeide tot...
https://www.rtl.nl/boulevard/artikel/5599240/shakira-16-jaar-na-waka-waka-terug-wk-hit
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Es gibt einen europäischen Hebel gegen Trump – aber die alten weissen Männer sind dafür zu doof
Florian Rötzer (72) und Moshe Zuckermann (wird 77) raubten mir letzte Nacht meinen Schlaf. Vor einem halben Jahr haben sie ein Buch vollendet, und schon ist es veraltet. Lesen Sie selbst: “Sind die digitalen Medien ein Trojanisches Pferd, das die Menschen so verblödet, dass KI diese Leere auffüllen kann? – Wir haben ja zusammen ein Buch geschrieben. Früher hätte man von einem Briefwechsel gesprochen. Wir haben den Titel gewählt: ‘Durch die Wüste der Gegenwart’. Es ist schon etwa ein halbes Jahr her, dass wir das Manuskript abgeschlossen haben. Hast du denn seitdem etwas erlebt, was ein bisschen über das von uns festgestellte Wüstenartige hinausginge, vielleicht gar eine kleine Oase gesichtet?”
Was lehrt uns das? Sie wissen es nicht.
Was sagt es uns, wenn ein CDU-Mann in der hiesigen Medienöffentlichkeit der Erste ist, der einen WM-Boykott in die Debatte wirft? Hat er diese Agenda damit etwa kontaminiert. Die unverwüstliche Alina Schwermer/taz ordnet das wie immer angemessen ein:
“WM-Boykott als Ultima Ratio: Würden Sie wegen Trump auf Fußball verzichten? – Wenn Trump Grönland annektiert, sollte Europa dann die Fußball‑WM 2026 in Nordamerika boykottieren? Oder besser schon vorher damit drohen?”
Realistische oppositionelle Fussballfans kamen auf die gute Idee, den DFB in die Bredouille zu bringen, indem sie eine Urabstimmung über einen WM-Boykott zu fordern – für 2034! (in Saudi-Arabien). Insofern entbehrt die Formulierung des taz-Layouts “besser schon vorher”, gemünzt auf dieses Jahr, nicht einer gewissen satirischen Qualität. Denn gemünzt auf #boycottqatar2022 war ja die nicht vollkommen abwegige Ausrede: “zu spät”.
Ja gut, unter dem real existierenden Trump sind all diese Massstäbe umgeworfen. Weil er es kann.
Was also kann “Europa”? (was immer das sein mag)
Zu was ist ein politisches Gebilde unter dieser Bezeichnung fähig? Gelegentlich beansprucht die EU eine konsistente Verkörperung davon zu sein. Von neoliberaler Ideologie durch- und zersetzt hat sie den real existierenden Fussballkapitalismus als politische Kanonenkugel frei flottieren lassen. Kann sie ihn nun noch als Hebel nutzen. Ich fürchte nein. Obwohl er jetzt der ideale Hebel wäre.
Denn die Fussball-WM ist zweifellos in diesem Jahr das die Welt am meisten beherrschende Medienereignis. Möglicherweise im mehrheitlichen Rest der Welt weit mehr beherrschend, als im Gastgeberland USA selbst. Das möge Trumps Problem sein. Europas Problem sind die nächtlichen TV-Sendezeiten. Europas Stärke wiederum ist, dass es der ökonomisch stärkste Nachfrager dieses kapitalistischen Medienereignisses ist.
Dummerweise haben die dummen Mafiosi, die den europäischen Profifussball (der Herren) beherrschen, sich längst in die Fänge des Trump-Clans begeben. Ähnlich dämlich, wie sich der Fifa-Don Gianni Infantino schon im Darm von Donald Trump eingerichtet hat.
Die stärkste Waffe der europäischen Uefa ist die Champions League. Ihre Umstellung auf ein Ligasystem mit 36 Teilnehmern an acht Spieltagen ist medienstrategisch und sportlich gelungen. Und also ausbaufähig. Infantinos Versuch, das im letzten Sommer mit einer “Club-WM” in den USA zu kontern, ist nur so mittel gelungen: hohe Prämienkosten, aber nur geringe TV-Einnahmen (nur 25% der erwarteten).
Wenn irgendwas im Profifussball (der Herren) noch die erwarteten Einnahmen toppen kann, dann ist es die Uefa-eigene Champions League. Das Einzige, womit sie Gianni Infantino noch das Fürchten lehren kann. Logischerweise können die Europäer (die Herren) also damit auch Infantinos Wirtstier das Fürchten lehren.
Weltweiter Ausbau der Champions League als WM-Konkurrenz
Infantinos “Club-WM” war strategisch keine dumme Idee. Die Uefa hat mit der Champions League die Waffe in der Hand: Ausbau des Liga-Systems plus weltweite Einladung an aussereuropäische Teilnehmer.
Da der Kapitalismus die Tendenz hat, sportliche faire Wettbewerbe zugunsten von Planungssicherheit für Investor*inn*en ausserkraft zu setzen, könnte/muss die Politik das Zepter in die Hand nehmen. Die Champions League lädt also nicht nur die Copa-Libertadores-Halbfinalisten aus Südamerika zur Teilnahme ein. Sondern auch Spitzenclubs aus Afrika (Ägypten, Marokko, Nigeria, Südafrika, Cote d’Ivoire u.a.).
Ein Problem ist der riesige asiatische Markt, der zwar medial durchdrungen ist, aber (noch) kaum sportlich. In China ist das einstige Flaggschiff Guangzhou Evergrande Taobao F.C. in der bisher grössten Immobilienpleite der Geschichte des Kapitalismus untergegangen. So, als wenn die deutschen Steuerbehörden einem am Tegernsee, in der Nähe des Bundeskanzlers, wohnhaften Wurstfabrikanten ein lebenslängliches Betätigungsverbot im Fussball verordnet hätten.
In Indien, dem grössten Land der Welt, sieht es noch bescheidener aus. Allessandro del Piero, der 2006 noch dem “deutschen Sommermärchen” den sportlichen Gnadenschuss versetzt hatte, hat sich dort vergeblich um Entwicklungshilfe bemüht. Gerade darum muss die Uefa einen indischen Teilnehmer gewinnen, um den grössten Markt der Welt vor Trump zu erobern. Unser Autor Gilbert Kolonko steht gewiss für ein bescheidenes Beraterhonorar zur Verfügung.
In Trumps tödlicher Umarmung
Die Uefa hat die Vermarktung ihres fettesten Fisches in die Hände eines US-Vermarkters vergeben. Und der vergab die TV-Rechte für kommende vier Jahre an die Trump-Buddys von Paramount.
Sie raufen sich aktuell mit Netflix um das Monopol auf dem globalen Streaming-Abomarkt. Das ist kein Kampf Gut gegen Böse, sondern banale kapitalistische Vernichtungskonkurrenz – gemäss der Losung des grossen deutschen Führers Peter Thiel.
Es mag ja sein, dass Sie sich “nicht für Fussball interessieren”. Dann kommt es eben so, wie Eric Bonse/taz schreibt: “Trump greift nach Grönland und droht erneut mit Strafzöllen. Statt aufzuspringen und zurückzuschlagen, werden erst einmal Phrasen gedroschen.”
Tipp für die alten Männer
Die amtierenden spanischen Fussballweltmeisterinnen geben ein gutes Beispiel, wie revolutionär und gleichzeitig realpolitisch eine Männermafia im Fussballverband auf links gedreht wird. Ihre Vorgängerinnen im Weltmeisterinnen-Amt aus den USA gaben gegen Trump ein nicht minder gutes Beispiel ab.
Und jetzt DFB, Bundesregierung, Uefa, EU: DU!
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
𝗩𝗮𝗻 𝗛𝗲𝗶𝗱𝗶 𝗞𝗹𝘂𝗺 𝘁𝗼𝘁 𝗟𝗶𝘇𝘇𝗼: 𝗱𝗶𝘁 𝘇𝗶𝗷𝗻 𝗱𝗲 𝗺𝗲𝗲𝘀𝘁 𝗶𝗰𝗼𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗛𝗮𝗹𝗹𝗼𝘄𝗲𝗲𝗻-𝗼𝘂𝘁𝗳𝗶𝘁𝘀 𝗼𝗼𝗶𝘁
Halloween is het moment waarop Hollywood-sterren alles uit de kast halen. Van bloedstollend mooi tot gruwelijk hysterisch: RTL Boulevard heeft de meest iconische en spraakmakende celebrity-looks op een rijtje gezet.
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Die indische Jugend ist frustriert
Weltmacht Indien? Durchaus möglich in der Zukunft. Doch augenblicklich hat der Subkontinent elementare Sorgen mit den Menschen, die die Zukunft des Landes bestimmen sollen.
Der große Unterschied zwischen den Generationen der Älteren und der Jüngeren Indiens ist: Ein 50-jähriger aus einfachen Verhältnissen hat in der Regel an seinem eigenen Leben bemerkt, dass Indien in den letzten 25 Jahre Fortschritte gemacht hat. Selbst für Menschen aus der unteren Mittelschicht ist heutzutage mindestens der Besitz eines Motorrads und eines Smartphones normal. Alle paar Jahre ist sogar ein drei-Tages-Urlaub an berühmte Bergorte wie Darjeeling drin. Das selbst solche Orte wegen des lokalen Massentourismus zu hässlichen Betonwüsten mit Wassernot geworden sind, ist nebensächlich: Mann und Frau kennt dort den Unterschied zu früher nicht. Wichtig ist, dass die Nachbarn informiert werden können, dass man jetzt auch dort gewesen ist.
Noch wichtiger: Auch die Kinder des kleinen Mannes können heute höhere Schulbildung erringen, selbst wenn sie aus der untersten Kaste wie den Dalits stammen. Dafür wird „nur“ noch viel Fleiß und ein Computer gebraucht – fast jeder höhere Bildungs-Abschluss kann mit Hilfe des Internets per Fernstudium gemacht werden.
Ja, der eigene Stadtfluss ist eine stinkende Brühe und die Luft besonders im Winter durch Abgase verpestet, aber das war seit der eigenen Geburt schon immer so. Auch die Jugend Indiens hat nur verdreckte Luft und „schwarze“ Flüsse erlebt, aber durch das Internet wissen sie, dass dies nicht so sein muss. Doch viele von ihnen, deren Väter noch stolz auf ein eigenes Fahrrad waren, haben jetzt einen Master in Informatik oder ähnliche Abschlüsse. Aber die hat ihnen nicht Herr Modi geschenkt, die haben sie sich hart erarbeitet.
Selber schuld?
Aber wozu, wenn es viel zu wenig gutbezahlte Arbeit gibt, die ein Studium erfordert. Laut einer Studie gehören 83 Prozent aller Arbeitslosen in Indien der Altersgruppe der 15-29-Jährigen an. Das Consulting-Unternehmen Wheebox möchte offenbar mit seinem jährlichen skill report andere Schuldige präsentieren: Demnach sind knapp 44 Prozent aller frisch graduierten jungen Menschen für den indischen Arbeitsmarkt nicht zu gebrauchen. Junge Frauen schneiden dabei als „gebrauchsfähiger“ ab.
Dazu verbreiten die indischen Massenmedien regelmäßig die Meinungen aufstrebender, indischer Unternehmer-Millionäre, die 70, 84 oder 140 Arbeitsstunden pro Woche für angebracht halten. Dass der größte Rucksack für indische Studenten immer noch die schlechte Bildung an den kostenlosen Regierungsschulen ist, wird selten thematisiert. Dafür wird Bildung immer stärker privatisiert.
Brutaler Konkurrenzdruck
Der Konkurrenzdruck in Indien um Jobs unter jungen Menschen ist brutal. In den letzten drei Jahren sprach ich in Indien ausführlich mit etwa 300 jungen Menschen: 12- bis 16-Stunden-Arbeitstage in der IT-Branche sind keine Ausnahmen. Artikel und Studien bestätigen dies.
So gut wie jede gesprochene 30-Jährige fühlte sich schon ausgelaugt wie eine alte Frau, die mit den „Jüngeren“ nicht mehr mithalten kann. Die Selbstmordrate junger Frauen in Indien (15-29 Jahre), ist laut WHO sechs Mal höher als der weltweite Durchschnitt. Jedes Jahr nehmen sich 60.000 junge Menschen in Indien das Leben. Darunter 13.000 Studenten. Knapp eine Million junge Inder versucht es.Gleichzeitig sieht die Jugend das politische Personal ihres Landes: 46 Prozent der Abgeordneten des indischen Parlaments (Lok Sahba) sind verurteilte Kriminelle oder haben ein Strafverfahren laufen.
Zeitungen oder Massenmedien lesen und schauen die Jungen kaum: Sie wissen, dass die indischen Medien sich zu überwiegenden Teilen aus Werbe-Anzeigen der Regierung finanzieren. Im weltweiten Index der Pressefreiheit belegt Indien Platz 151.
Gleichzeitig geht es seit Jahren den „Helden“ der Jugend an den Kragen: Junge Youtuber, Comedian und politischen Kommentatoren werden von den „Herrschenden“ mit Strafanzeigen überflutet: Der Modi-kritische Influencer Dhruv Rathee lebt nach etlichen Strafanzeigen mittlerweile dauerhaft in Deutschland. Alleine auf Youtube hat er 30 Millionen (junge) Fans. In Mumbai wurde dieses Jahr ein Comedy-Club von Hindufanatikern kurz und klein geschlagen, in dem der beliebte Comedian Kunal Kamra aufgetreten war.
Keine Ruhe – nirgends
Selbst die jungen Menschen die dachten, sie hätten ihr Glück an einen der schönen Orte Indiens gefunden, bemerken gerade, dass sie nicht entkommen können. Tausende junge Menschen waren zum Beispiel aus den überfüllten Großstädten in die Nähe von Rishikesh direkt an den Ganges geflüchtet. Dort arbeiteten sie per Computer im Homeoffices und genossen die Ruhe, die Orte ausmachten, die früher bei den westlichen Hippies und Backpackern beliebt waren. Doch zu jedem indischen Fest, wie Divali und zu jedem Event, wie Weihnachten, kommt nun der einheimische Massentourismus. Über Tage bestehen dann alle Straßen im Umkreis von 40 Km aus einer hupenden und Abgase ausspeienden Blechlawine.
Selbst weiter oben in den Bergen gibt es kaum noch ruhigen Orte: Zuhauf lässt die Modi-Regierung Straßen für den religiösen Massentourismus bauen. Dazu riesige Staudämme zur Stromerzeugung, ebenfalls gegen alle wissenschaftlichen Ratschläge. Der lokalen Bevölkerung bleiben Erdrutsche, Tunneleinstürze, Überschwemmungen und Dammbrüche durch Gletscherbrüche und plötzlich absinkende Städte.
Für noch mehr Wachstum fördert die Modi-Regierung nun im Bergstaat Uttarakhand sogenannte Flugtaxis: Also massenweise Hubschrauber, die gutzahlende Kunden über den Stau des Massentourismus des einfachen Mannes zum Ziel bringen sollen. Für die lokale Bevölkerung kommt neben dem Dauer-Hupen noch Lärm aus dem Himmel dazu.
Entkommen ins Ausland
Ein Aufbegehren der indischen Jugend ist jedoch aktuell nicht in Sicht, denn noch besteht dank der überwiegend guten Bildungs-Abschlüsse Hoffnung (ins Ausland zu entkommen): Selbst kleinere deutsche IT-Firmen bekommen jede Woche ein Dutzend „Blindbewerbungen“ aus Indien, erzählten mir die Chefs von zwei IT-Buden. Auch deutsche Universitäten werden mit Anfragen geflutet: aktuell studieren schon mehr als 50.000 junge Menschen aus Indien an deutschen Universitäten.
Aber was wird sein, wenn der europäische Arbeitsmarkt an Fachkräften aus Indien gesättigt ist, oder rechte Regierungen das Kommen noch weiter erschweren? Im September kam es im Unionsstaat Ladakh zu Massenprotesten angeführt von jungen, unzufriedenen Menschen die zu schweren Ausschreitungen mit Toten führten.
Der Aufstand der Jugend in Bangladesch begann, als sie nichts mehr zu verlieren hatte und deswegen sogar ihr Leben aufs Spiel setzte. Alleine in den ersten Tagen des Aufstandes wurden 300 aufständische Studenten von Hasinas Schlägerbanden und der Polizei ermordet. Die jungen Menschen Bangladeschs hatten die schwarzen Flüsse und die verpestete Luft ertragen, solange es noch Hoffnung auf wirtschaftlichen Aufstieg gab. Doch als klar wurde, dass Premierministerin Hasina und ihre korrupte AwamiLiga das Land verkauft hatten, ging es los.
In Nepal waren die Umstände etwas anders. Die Wut richtete sich nicht nur gegen die Regierung, sondern gegen alle etablierten, politischen Parteien. Auch ahnte noch niemand das kommende Ausmaß von Gewalt, als die ersten demonstrierenden Umzüge friedlicher junger Menschen loszogen. Doch als die ersten Nachrichten von getöteten Demonstranten kamen, entlud sich die Frustration und Perspektivlosigkeit in Gewalt.
In Indien besteht jedoch berechtigte Hoffnung, dass es anders ausgeht
Mit bis zu 330 Sonnentagen im Jahr liegt die Energieunabhängigkeit sogar ohne Abgase auf dem Silbertablett. Mit der indischen Pharmaindustrie kann nur China mithalten (noch mit schockierenden Nebenwirkungen).
Mit 1,46 Milliarden vermeintlichen „Kunden“ kann es sich kaum eine Wirtschaft der Erde leisten, es sich mit Indien zu verscherzen. Auch hat das Land Atomwaffen und kein Trump der Welt kann Indien ernsthaft drohen.
Die Amtstage als handlungsstarker Premierminister sind für Narendra Modi schon lange lange vorbei. Er ist für seine hindunationalistischen BJP nur noch ein moderates Feigenblatt. Im September wurde er 75 Jahre alt. Seine hindunationalistische BJP hat kein Gesicht, das es der oberen Mittelklasse in der Zukunft als gemäßigt verkaufen kann. Das wissen selbst Abgeordnete der BJP.
Abwendung von “der Politik”
Schon mit Modi reichte es bei den Wahlen 2024 nur noch zu 36 Prozent. Seitdem muss die BJP mit zwei zusätzlichen (unzuverlässigen) Koalitionspartnern regieren. Den politischen Populismus wie Nationalismus, den die meisten Länder Europas noch vor sich haben, hat Indien nun schon 11 Jahre ausprobiert: Aber die Masse der jungen Menschen sieht darin keine Perspektive mehr. Für die Parlamentswahlen 2024 ließen sich nur noch 38 Prozent der Erstwähler registrieren.
Der im Vergleich zu Modi relativ junge Oppositionsführer Rahul Gandhi (55 Jahre) hat eine große Chance – er spricht von allen etablierten Politikern am besten die Sprache der Jugend. Doch er muss endlich seine Kongress-Partei in den Griff bekommen. Dort haben immer noch die alten korrupten Seilschaften gerade regional das Sagen. Auch diese korrupten Politiker waren es, die einen Populisten wie Modi erst möglich gemacht haben. Auch so etwas haben die meisten jungen Inder verstanden: Nicht Narendra Modi ist schuld an allem. Nur Modi fort und alles wird gut, reicht nicht. Rahul Gandhi hat nun Taten anzubieten, die der Masse der jungen Menschen glaubwürdig eine Perspektive in Aussicht stellt.
65 Prozent der indischen Bevölkerung sind jünger als 35 Jahre. Ältere Menschen können ihren Ärger über die Politik in der Regel nur alle paar Jahre bei Wahlen herauslassen. Jüngere Menschen dagegen haben die Energie, das jederzeit spontan zu tun. Neben Nepal und Bangladesch sind auch Sri Lanka und Nigeria aktuelle Beispiele.
Über Gilbert Kolonko:
Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.
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Drei Bergsteiger sterben bei Vulkanausbruch in Indonesien
Mindestens drei Menschen sind beim Ausbruch des indonesischen Vulkans Dukono ums Leben gekommen. Sie waren trotz eines Verbots auf dem Berg unterwegs. Der Dukono gehört zu den aktivsten Vulkanen des Landes.
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Evakuierungen wegen Überschwemmungen auf indonesischer Insel Bali
Wegen Überschwemmungen auf der indonesischen Ferieninsel Bali sind Hunderte Menschen evakuiert worden, darunter auch Touristen. Berichten zufolge erlebt die Insel eine der heftigsten Regenzeiten seit Jahren.
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Am MountainMonday gibt es von mir den Blick von der Caldera des Indonesischen Vulkans Bromo. Höhe ca. 2300m.
Vorne links ein aktiver Krater des Bromo und im Hintergrund ist der ebenfalls aktive Vulkan Semeru zu sehen. -
Tote und Vermisste nach Erdrutsch auf indonesischer Insel
Heftige Regenfälle haben auf der indonesischen Insel Java einen folgenschweren Erdrutsch ausgelöst. Mindestens sieben Menschen starben, Dutzende werden noch vermisst.
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accept Hantavirus, rupiah down to 16k points how is that? #whisper
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Dreckiges Leder für Deutschland
Im ost-indischen Kolkata wird Leder unter schlimmen Bedingungen für Mensch und Umwelt gegerbt. Deutsche Unternehmen sind die zweitgrößten Einkäufer, weil das Leder aus diesem Grund billig ist.
Weit über mir fliegt ein Zug Wildvögel und erinnert daran, dass ich mich in den östlichen Feuchtgebieten Kolkatas befinde. Seit 2002 sind sie durch die internationale Ramsar-Konvention geschützt. Die Männer auf den Bänken neben mir, in ihren verdreckten Hosen und Lungis (Wickelrock), albern miteinander herum, in diesem für Bengalen typisch lauten Tonfall, als wollten sie die 15,8 Millionen Bewohner im 20 Km entfernten Kolkata an den Gesprächen teilhaben lassen. Auch die Gemüse- Fleisch- und Fischstände aus Bambus auf der anderen Straßenseite nähren den Eindruck in einem Dorf zu sein, umgeben von intakter Natur.
Doch der intensive süß-saure Chemiegestank lässt keinen Zweifel, dass dies hier der Marktplatz des größten Gerbereiparks Asiens ist: Der Bantala Leder-Komplex.
Dann spaziere ich zwei Stunden über das 4,5 km² große Gelände mit seinen etwa 500 Gerbereien und Lederverarbeitungsbetrieben – jedes Jahr werden es mehr.
Seitdem die Behörden im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu, eine ehemalige Lederhochburg, verstärkt gegen die dreckigen Gerbereien vorgeht. wirbt die Chief Ministerin von West Bengalen, dass diese nach Bantala umsiedeln.
Auch die Gerbereien aus Kanpur im Bundesstaat Uttar Pradesh folgten. Dort regiert seit 2017 ein radikaler Hindu-Priester als Chief Minister, mit dem Künstlernamen Yogi Adityanath. Geboren als Herr Ajay Mohan Singh Bisht. Er hatte den Ledergerbereien in Kanpur aus einem Grund den Kampf angesagt: dort arbeiten vorwiegend Muslime. Offiziell tat „Yogi“ so, als wolle er damit die Umwelt schützen. Doch wie auch ich in einer Reportage aufzeigte, wurden die dreckigen Industrien in der Stadtmitte Kanpurs nicht geschlossen, denn sie wurden von Hindus geführt. Ihr kupfergefärbten Abwasser wurde ungefiltert über die Felder in einen Kanal geleitet.
Auch heute blubbert auf dem Bantala Leder-Komplex das chromverseuchte Abwasser in Kilometer langen Gräben vor sich hin. Es sickert auch aus den Gerbereien direkt auf die Wege, oder schießt aus kaputten Abwasserrohren.
Bei meinem letzten Besuch im Februar waren fast alle Wege und Straßen des Komplexes mit stinkenden Abwässern überschwemmt. Beim Reinigen der Kanalisation auf dem Gelände war einiges schief gegangen. Die Behörden warfen den Gerbereien vor, dass sie trotz der Kanalisationsarbeiten weiter Abwasser einleiteten. Drei Arbeiter starben in den Abwasserrohren. Am 25. November kam es zu einem Brand auf dem Gelände – sechs Arbeiter wurden verletzt. Vor drei Jahren geriert eine Gerberei in Brand. Die hauseigene Feuerwehr war völlig überfordert, so dass ihre Kollegen aus Kolkata anrücken mussten.
Als ich den Sektor 2 des Leder-Komplexes erreiche, bin ich schockiert: Es sieht noch schlimmer aus, als im letzten Jahr: Alle Wege sind mit toxischem Abwasser überschwemmt – die Stimmung unter den Arbeitern ist gereizt. Eine Gasse weiter steht ein Laster schräg auf der Kreuzung. Ein Reifen steckt in einem Straßenloch – Achsenbruch. Chemikalien laufen aus den beschädigten Fässern auf die ungepflasterte Straße. Nach Angaben der bengalischen Regierung hat sie 150.000 Millionen Euro in den Lederkomplex und in ein neues Abwassersystem investiert. Im September 2024 hieß es, die Arbeiten seien bald abgeschlossen – in wenigen Tagen beginnt das Jahr 2026.
“Warum fotografiserst du hier?”
Als ich ein Foto vom verunglückten Laster mache, kommt ein wütender Vorarbeiter auf mich zu: „Warum fotografierst du hier? Der Fahrer ist selber schuld. Der Sektor ist gesperrt, denn wegen Kanalisationsarbeiten, stehen auch die Gerbereien still.“ Ich gebe vor, zu einer Gerberei zu wollen, um mir Leder anzuschauen, das beruhigt ihn ein wenig: „Wir leiden gerade alle hier. Aber bald sieht alles wie neu aus“, sagte er nun gelassener. Ich lächle in mich hinein. Aus den Gerbereien in diesem Sektor läuft weiter das Abwasser heraus. An allen Mauern hängen Lederhäute in Massen zum Trocknen. Alles wie letztes Jahr, nur viel schlimmer.
Plötzlich lacht mich in Sektor 1 von einem Teestand ein bekanntes Gesicht an. Doch nach wenigen Augenblicken wechselt das Strahlen in ein leicht enttäuschtes Schmunzeln. Der 40-Jährige Kunal dachte wohl, er hätte einen potentiellen Kunden für seine Gerberei entdeckt. Ich setzte mich neben ihn. Mit einem Seufzer sagt er: „Ja, sieht immer noch böse aus“, in einem Ton, als hätten wir uns gestern gesehen. Auch die Straße hinter uns ist mit chemischen Abwassern überschwemmt. Kunal weiß, dass der wachsende Gerbereipark nicht gut für die Umwelt ist, aber ebenfalls, dass der dringend nötige Arbeitsplätze schafft. Alleine in und um Bantala sollen etwa 250.000 Menschen in der Lederindustrie beschäftigt sein. Kunal ist bewusst, dass das eigentlich ungefährliche Chrom III sich während des Gerbens oft genug in das giftige Chrom VI wandelt. Weil dieser Prozess nur aufwendig und teuer zu verhindern wäre, hat der Westen das Ledergerben ausgelagert. Deutschland ist seit Jahren der zweitgrößte Einkäufer von Lederprodukten aus Kolkata. Die EU als Verbund kauft aktuell 60 Prozent der hiesigen Lederprodukte, seitdem Trump die Einfuhrzölle auf Waren aus Indien massiv erhöht hat.
Aber Kunal kennt auch die alten Gerbereien inmitten Kolkatas in Tangra (New Chinatown). In Bantala stehen die Arbeiter in der Regel zumindest nicht mehr knöcheltief in einer chemischen Brühe. Trotzdem tragen immer noch viele Hauterkrankungen und andere Leiden von der Arbeit davon. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) stuft die berufsbedingte Exposition alleine durch Lederstaub als krebserregend für den Menschen ein. Laut der IARC haben Arbeiter in Ledergerbereien ein erhöhtes Risiko, Atemwegserkrankungen, Hauterkrankungen und verschiedene Krebsarten zu entwickeln, darunter Lungen-, Bauchspeicheldrüsen-, Nieren-, Blasen- und Hautkrebs .
Die 10 verseuchtesten Orte der Erde
Bis 2014 kauften die deutschen Einkäufer noch in Dhaka/Hazaribagh Bangladesch. Jahrzehntelang hatten vorwiegend deutsche Aktivisten und Umweltschützer über die schlimmen Zustände berichtet. Dazu wurde Hazaribagh im Jahr 2013 auch noch unter die 10 verseuchtesten Orte der Erde gewählt. Unter Druck gekommen wechselten die deutschen Einkäufer verstärkt nach Indien. Auch in Pakistan äußerten sich damals die Wirtschaftsmedien lobend über die hohen Wachstumszahlen Bangladeschs, ohne die Nebenwirkungen zu erwähnen. Also nicht anders als in Deutschland, wo bei Medien wie der Handelszeitung, oder der FAZ (Paywall) einzig schöne Zahlen aus Bangladesch zählen. So schrieb ich für die pakistanische Zeitung The Dawn eine Reportage aus Hazariabagh – 2013 war das in Pakistan noch möglich. Bei „uns“ hatte „nur“ das Luxemburger Wort Interesse.
Dafür kaufen nun verstärkt die Chinesen das Leder in Bangladesch und lassen es dann in Vietnam weiter verarbeiten – auch Peking achtet mittlerweile mehr auf die Umwelt und lagert die dreckigen Industrien langsam aus.
Über die andauernden Versicherungen der Leder-Komplex Betreiber, dass das Abwasser gereinigt wird, brauche ich mit Kunal nicht mehr sprechen. Auch laut einer aktuellen Studie übersteigen die Chromwerte der aus Bantala in den Kanal geleiteten Abwasser die Grenzwerte in Indien um das 70-fache.
In der gleichen Studie gaben in einer Umfrage unter 30 Arbeitern und Standbesitzern 22 an, dass sie sauberes gefiltertes Trinkwasser auf dem Gelände des Lederkomplexes in Plastikflaschen selber kaufen müssen. Auch das sehen wir beide hier an den Tee- und Essensständen.
Milch mit Chemikalien gepanscht
Auch wenn Kunal mit 40.000 Rupien im Monat (etwa 400 Euro) drei bis vier Mal so viel verdient wie ein Arbeiter in den Gerbereien, hat auch er es immer schwerer über die Runden zu kommen. Auch in Indien sind die Lebensmittelpreise seit Corona stark angestiegen. Ein Liter Milch von Nestle kostet zum Beispiel ungerechnet etwa einen Euro. Ein Liter auf dem Markt 60 bis 80 Cent. Doch obwohl es nur wenige Kontrollen gibt, kommen regemäßig Fälle ans Licht, in denen die Milch auf dem Markt zu 100 Prozent mit Chemikalien zusammen gepanscht wurde.
Vor sieben Jahren wurde das Vertrauen der Kunden Kolkatas bis ins Mark erschüttert: Auf dem Raja-Basar beschlagnahmte die Polizei 20 Tonnen Fleisch, das von Kadavern von Hunden und Katzen stammte. Laut der Behörden wurde das verrottete Fleisch mit Formalin gewaschen und gegen den Gestank mit einer Mischung aus Aluminium-Sulfat und Blei-Sulfat eingesprüht.
Da wundert es nicht, dass Nestlé India and Hindustan Unilever (HUL) auch in Indien schon den Lebensmittel- und Getränkemarkt kontrollieren. Also Tochterunternehmen eines börsenorientierten schweizer- und eines britischen Konzerns, die Wachstum brauchen, da ihre Aktionäre auf die Quartalszahlen starren. Da landet dann auch extra viel Zucker in indischen Nestle Produkten für Babynahrung. Unter den jungen, gebildeten Menschen Indiens heißt es scherzhaft: Nestle Produkte bestehen nur aus Milchpulver und Zucker. So gab Nestle nach dem „Zuckerskandal“ im Wirtschaftsjahr 2024/25 eben 25 Prozent mehr für Werbung in Indien aus: Insgesamt knapp 100 Millionen Euro.
Der 24 ha grosse Müllberg
Als ich mich auf der Rückfahrt im Rumpelbus nach Kolkata befinde, erscheint zwischen den Teichen, Gemüsefeldern und den Gräben mit pechschwarzem Abwasser die vertrauten Berge – eingehüllt in Nebelschwaden. Doch auch sie sind nur ein Trugbild. Es ist der 24 Hektar große Müllberg der Metropole der ständig am Kokeln ist. Das rotgefärbte Sickerwasser, das vom „Berg“ in die umliegenden Gemüsefelder fließt, enthält extrem hohe Konzentrationen von Chrom, Blei, Kadmium, Kupfer und Zink und verunreinigt das Grundwasser.
Seit Jahren sucht die Metropole nach einem neuen Ort für eine Müllhalde, aber sie findet keinen Platz.
Überall um Kolkata werden neue Hochhäuser und Industrien aus der Erde gestampft, auch „aus“ den geschützten Feuchtgebieten.
Doch ist es wirklich nur der Wahnsinn der politischen Verantwortlichen Kolkatas? Auch in Deutschland „schreien“ wirtschaftsfreundliche Medien im Namen der Industrie: Deutschland kann die Welt nicht alleine retten – wie aktuell verstärkt, wenn es um das Lieferkettengesetzt geht. Jede Verantwortung für billiges Leder, Textilien und Medikamente wird geleugnet. Dabei macht es die österreichische Firma Waldviertler vor: Lederschuhe aus heimischer und umweltfreundlicher Produktion. Wählt der Kunde dann noch einen mit austauschbarer Sohle hat er einen Schuh fürs Leben. Dazu gibt es seit langem pflanzliche Alternativen wie Tannine aus Eichenrinde zu chemischen Gerbmitteln wie Chrom.
Modi und der neoliberale Weltmarkt im Nacken
Die Chief Ministerin Mamata Banerjee des Bundesstaates West Bengalen, in dem Kolkata liegt, braucht Wachstum, wenn sie wieder gewählt werden möchte. Narendra Modi liegt ihr im Nacken und dem der neoliberale Weltmarkt. Die Gerbereien bringen Wachstum. Für eine anständige Wasserinfrastruktur ist dagegen kein Geld da. Wenn dann doch mal investiert wird, fehlt es an Zeit: Kolkata wächst wie der Gerberei-Komplex schneller als die Infrastruktur. Auch die Gerbereien Bantalas legen keine Pause ein, die Arbeiten an der Infrastruktur enden im Chaos und noch mehr Umweltverschmutzung.
Auf die katastrophalen Zukunftsfolgen für Kolkata und seine 15,8 Millionen Einwohner werde ich noch genauer eingehen. Die Frage ist nämlich nicht, ob die bengalische Mega-Metropole kollabiert, sondern wann.
Über Gilbert Kolonko aus Kolkata:
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