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#alinaschwermer — Public Fediverse posts

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  1. Globale Fanbewegung

    Die guten Nachrichten sind nicht von hier, sondern aus Afrika und Amerika

    Da fiel mir gestern morgen der Espresso-Löffel aus der Hand. Der Deutschlandfunk sendete diese Propaganda der Neofaschistin Giorgia Meloni, die den Rassismus zur italienischen Staatsräson erhoben hat, als “Nachricht”. Darauf muss mann als deutscher Konservativer, wie sie die DLF-Nachrichtenredaktion beherrschen, ja erstmal kommen. Der Weg dorthin ist offenbar kurz – und überwunden. Für solchen Trash kann es garnicht genug “Programmreform” geben.

    Zum “Brandmauer”-Gewese hat Wolfgang Storz/bruchstuecke das Nötige niedergeschrieben. Mal abgesehen davon, dass Signora Meloni besser selbst, wenn nicht dahinter, dann in eine solche hineingehört, bemerkt Storz ganz richtig, was der real existierenden metaphorischen Brandmauer fehlt: “Teil 2: Wir nutzen die Zeit und machen zeitgleich eine viel bessere Politik als die bisherige, um die AfD an Wahltagen zu dezimieren.” Stattdessen siehe bei Roland Appel.

    Doch es gibt auch gute Nachrichten aus der fremden Welt da draussen

    Die wie immer erstklassige Alina Schwermer/taz hat einen interessanten Interviewpartner aufgetan, der Informatives mitzuteilen hat:

    “Afrikanischer Fanaktivist über die Fifa: ‘Es ist der Anfang einer globalen Fanbewegung’ – Der Koordinator von ‘Football Supporters Africa‘, Adebayo Akande, erklärt, weshalb Fifa-Chef Infantino weg muss und was der afrikanische Fußball braucht.”

    Und über New York City schreibt Sebastian Moll/taz das:

    “New York City 25 Jahre nach 9/11: Anschlag auf ein Lebensgefühl – Neoliberales Luxusprojekt: Die Turbo-Gentrifizierung nach dem 11. September hat die New Yorker von ihrer eigenen Stadt entfremdet.”

    Fazit: der kapitalistische Gentrifizierungszug fährt mit gewaltigen PS, aber die Kräfte, die ihn aufhalten wollen, formieren sich. Die wichtigsten Wahlen dieses Jahres finden am 3. November statt.

  2. Wer solche Feinde hat

    Infantinos Erfolgswelle sind seine Gegner – “Das Grundproblem ist nicht, dass die Männer ihre Finanzmacht missbrauchen – sondern, dass sie sie haben.” (Alina Schwermer, taz)

    Wenn zu Ihren schärfsten Kritikern die hier, dazu der greise Sepp Blatter und der britische Premierminister gehören, Letzterer aus dem Land mit der hemmungslosesten Geldscheiss-Profilliga der Welt, in der sich die Investor*inn*en aus Arabien, USA, Russland und China die Türklinken ihrer Londoner Villen in die Hand geben und auf den Rennbahnen über ihre Pferde fachsimpeln – wenn das Ihre Gegner sind, können Sie nicht alles falsch gemacht haben.

    Der ARD-Videotext fasst Infantinos aktuelle Pläne zum Verkauf des Fussballs kompakt ab Seite 204 ff. zusammen. In der FAZ findet sich eine dpa/sid-Meldung. Hier berichtet der kicker paywallfrei. Und nah dran an der politischen Wirklichkeit ist mit seiner Einschätzung Volker Schulte/WDR-Sportschau: “Warum Infantino mit seinem Coup durchkommen könnte – Der WM-Investoren-Deal könnte Infantinos großer Coup werden, auch mit Blick auf die eigene Zukunft. Es bleiben zwei Hürden – eine ist die US-Justiz.”

    Schulte erkennt ansatzweise den Trick Infantinos, den zu verstehen die Euroäper sich in allzu hohen Kultur- und vor allem Ökonomieschranken eingemauert haben. Infantino schenkt es nur tröpfchenweise aus, aber es wirkt: die Gleichbehandlung von Klein und Gross. In der deutschen DFL kennen sie sowas nicht. Durch die Ungleichverteilung der TV-Gelder ist der sportliche Wettbewerb faktisch ausgeschaltet. Der Aufsteiger aus Gelsenkirchen, “Schalke” genannt, stänkert dagegen an. Was glauben Sie, wie weit die damit kommen werden? Dito die Uefa-Champions League: die Sieger werden noch reicher, das Fussvolk staunt und guckt zu.

    Niemand in Europa hat die Absicht, diese Ökonomie durch Gerechtigkeit zu ersetzen. Darum kommt Infantino damit durch, und hat sich politisch und ökonomisch bei den Mächtigsten dieser Welt abgesichert.

    Die Uefa bangt um die Weltnachfrage nach ihrem Spitzenprodukt, der Champions League. Hier treffen aktuell die besten Fussballmannschaften der Welt aufeinander, in international zusammengestellten Teams, und zwar bei Männern und Frauen. Die TV-Rechte für die nächsten vier Jahre hat sich Paramount gesichert, der Medienkonzern des trumpnahen Ellison-Clans. Wenn die Uefa diese Marktposition gegen den aggressiven Infantino verteidigen will, muss sie dieses Premiumprodukt des Entertainment dieser Welt für andere Kontinente öffnen.

    Wenn ich, nur mal so als Beispiel, ein indischer oder chinesischer Milliarden-Oligarch wäre, oder ein hoher karrieregeiler Funktionär der Kommunistischen Partei der Volksrepublik China, dann würde ich dieses Geschehen sehr aufmerksam beobachten, und mir professionelle Beratung organisieren (nein nicht mich, aus dem Alter bin ich raus).

    Ich hingegen würde Infantinos Frisör um Kommentierung bitten. Oder kommt Tom Theunissen mit dem schreiben nicht mehr hinterher?

  3. Zynismus in anderen Farben

    Es gibt einen europäischen Hebel gegen Trump – aber die alten weissen Männer sind dafür zu doof

    Florian Rötzer (72) und Moshe Zuckermann (wird 77) raubten mir letzte Nacht meinen Schlaf. Vor einem halben Jahr haben sie ein Buch vollendet, und schon ist es veraltet. Lesen Sie selbst: “Sind die digitalen Medien ein Trojanisches Pferd, das die Menschen so verblödet, dass KI diese Leere auffüllen kann? – Wir haben ja zusammen ein Buch geschrieben. Früher hätte man von einem Briefwechsel gesprochen. Wir haben den Titel gewählt: ‘Durch die Wüste der Gegenwart’. Es ist schon etwa ein halbes Jahr her, dass wir das Manuskript abgeschlossen haben. Hast du denn seitdem etwas erlebt, was ein bisschen über das von uns festgestellte Wüstenartige hinausginge, vielleicht gar eine kleine Oase gesichtet?”

    Was lehrt uns das? Sie wissen es nicht.

    Was sagt es uns, wenn ein CDU-Mann in der hiesigen Medienöffentlichkeit der Erste ist, der einen WM-Boykott in die Debatte wirft? Hat er diese Agenda damit etwa kontaminiert. Die unverwüstliche Alina Schwermer/taz ordnet das wie immer angemessen ein:

    “WM-Boykott als Ultima Ratio: Würden Sie wegen Trump auf Fußball verzichten? – Wenn Trump Grönland annektiert, sollte Europa dann die Fußball‑WM 2026 in Nordamerika boykottieren? Oder besser schon vorher damit drohen?”

    Realistische oppositionelle Fussballfans kamen auf die gute Idee, den DFB in die Bredouille zu bringen, indem sie eine Urabstimmung über einen WM-Boykott zu fordern – für 2034! (in Saudi-Arabien). Insofern entbehrt die Formulierung des taz-Layouts “besser schon vorher”, gemünzt auf dieses Jahr, nicht einer gewissen satirischen Qualität. Denn gemünzt auf #boycottqatar2022 war ja die nicht vollkommen abwegige Ausrede: “zu spät”.

    Ja gut, unter dem real existierenden Trump sind all diese Massstäbe umgeworfen. Weil er es kann.

    Was also kann “Europa”? (was immer das sein mag)

    Zu was ist ein politisches Gebilde unter dieser Bezeichnung fähig? Gelegentlich beansprucht die EU eine konsistente Verkörperung davon zu sein. Von neoliberaler Ideologie durch- und zersetzt hat sie den real existierenden Fussballkapitalismus als politische Kanonenkugel frei flottieren lassen. Kann sie ihn nun noch als Hebel nutzen. Ich fürchte nein. Obwohl er jetzt der ideale Hebel wäre.

    Denn die Fussball-WM ist zweifellos in diesem Jahr das die Welt am meisten beherrschende Medienereignis. Möglicherweise im mehrheitlichen Rest der Welt weit mehr beherrschend, als im Gastgeberland USA selbst. Das möge Trumps Problem sein. Europas Problem sind die nächtlichen TV-Sendezeiten. Europas Stärke wiederum ist, dass es der ökonomisch stärkste Nachfrager dieses kapitalistischen Medienereignisses ist.

    Dummerweise haben die dummen Mafiosi, die den europäischen Profifussball (der Herren) beherrschen, sich längst in die Fänge des Trump-Clans begeben. Ähnlich dämlich, wie sich der Fifa-Don Gianni Infantino schon im Darm von Donald Trump eingerichtet hat.

    Die stärkste Waffe der europäischen Uefa ist die Champions League. Ihre Umstellung auf ein Ligasystem mit 36 Teilnehmern an acht Spieltagen ist medienstrategisch und sportlich gelungen. Und also ausbaufähig. Infantinos Versuch, das im letzten Sommer mit einer “Club-WM” in den USA zu kontern, ist nur so mittel gelungen: hohe Prämienkosten, aber nur geringe TV-Einnahmen (nur 25% der erwarteten).

    Wenn irgendwas im Profifussball (der Herren) noch die erwarteten Einnahmen toppen kann, dann ist es die Uefa-eigene Champions League. Das Einzige, womit sie Gianni Infantino noch das Fürchten lehren kann. Logischerweise können die Europäer (die Herren) also damit auch Infantinos Wirtstier das Fürchten lehren.

    Weltweiter Ausbau der Champions League als WM-Konkurrenz

    Infantinos “Club-WM” war strategisch keine dumme Idee. Die Uefa hat mit der Champions League die Waffe in der Hand: Ausbau des Liga-Systems plus weltweite Einladung an aussereuropäische Teilnehmer.

    Da der Kapitalismus die Tendenz hat, sportliche faire Wettbewerbe zugunsten von Planungssicherheit für Investor*inn*en ausserkraft zu setzen, könnte/muss die Politik das Zepter in die Hand nehmen. Die Champions League lädt also nicht nur die Copa-Libertadores-Halbfinalisten aus Südamerika zur Teilnahme ein. Sondern auch Spitzenclubs aus Afrika (Ägypten, Marokko, Nigeria, Südafrika, Cote d’Ivoire u.a.).

    Ein Problem ist der riesige asiatische Markt, der zwar medial durchdrungen ist, aber (noch) kaum sportlich. In China ist das einstige Flaggschiff Guangzhou Evergrande Taobao F.C. in der bisher grössten Immobilienpleite der Geschichte des Kapitalismus untergegangen. So, als wenn die deutschen Steuerbehörden einem am Tegernsee, in der Nähe des Bundeskanzlers, wohnhaften Wurstfabrikanten ein lebenslängliches Betätigungsverbot im Fussball verordnet hätten.

    In Indien, dem grössten Land der Welt, sieht es noch bescheidener aus. Allessandro del Piero, der 2006 noch dem “deutschen Sommermärchen” den sportlichen Gnadenschuss versetzt hatte, hat sich dort vergeblich um Entwicklungshilfe bemüht. Gerade darum muss die Uefa einen indischen Teilnehmer gewinnen, um den grössten Markt der Welt vor Trump zu erobern. Unser Autor Gilbert Kolonko steht gewiss für ein bescheidenes Beraterhonorar zur Verfügung.

    In Trumps tödlicher Umarmung

    Die Uefa hat die Vermarktung ihres fettesten Fisches in die Hände eines US-Vermarkters vergeben. Und der vergab die TV-Rechte für kommende vier Jahre an die Trump-Buddys von Paramount.

    Sie raufen sich aktuell mit Netflix um das Monopol auf dem globalen Streaming-Abomarkt. Das ist kein Kampf Gut gegen Böse, sondern banale kapitalistische Vernichtungskonkurrenz – gemäss der Losung des grossen deutschen Führers Peter Thiel.

    Es mag ja sein, dass Sie sich “nicht für Fussball interessieren”. Dann kommt es eben so, wie Eric Bonse/taz schreibt: “Trump greift nach Grönland und droht erneut mit Strafzöllen. Statt aufzuspringen und zurückzuschlagen, werden erst einmal Phrasen gedroschen.”

    Tipp für die alten Männer

    Die amtierenden spanischen Fussballweltmeisterinnen geben ein gutes Beispiel, wie revolutionär und gleichzeitig realpolitisch eine Männermafia im Fussballverband auf links gedreht wird. Ihre Vorgängerinnen im Weltmeisterinnen-Amt aus den USA gaben gegen Trump ein nicht minder gutes Beispiel ab.

    Und jetzt DFB, Bundesregierung, Uefa, EU: DU!

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  4. “Sport ist Mord, …

    … Breitensport ist Massenmord”

    Das reimten wir schon in der Schule. Verharmlosung von Gewalt? Das glaubten wir damals, und hielten es für Tabubruch. Erst Jahre später wurde mir klar, dass es auch ein gesunder Widerstandsgeist gegen Sportlehrer war, die die Naziideologie der Körperertüchtigung noch nicht abgelegt hatten. Sport kann auch emanzipatorische Funktion haben. Aber bis heute ist das umkämpft. Im real existierenden Sport-Kapitalismus dominiert die Zurichtung. Wenn es nur die allgegenwärtige “Selbstoptimierung” wäre. Es geht noch schlimmer.

    Darauf machte mich mal wieder die fachkompetente Allina Schwrmer/Jungle World aufmerksam. “Ein Dokumentarfilm deckt systemische Gewalt im Kindersport auf: Tägliche Tränen, Schmerzen ohne Ende – Gewalt ist im Leistungssport, aber auch im Breitensport ein unterschätztes Problem. Die bestehenden Schutzkonzepte und Reformprogramme greifen zu kurz.”

    Den von ihr kritisch besprochenen Film gibt es hier: “Kinder im Spitzensport – Siegen um jeden Preis – Viele von ihnen opfern ihre Kindheit für den Spitzensport: Athlet*innen wie Turner*innen, Eiskunstläufer*innen, Hockey-, Tennis- oder Fußballspieler*innen. Bereits im Alter von unter zehn Jahren erleiden manche Kinder Trainingsverletzungen oder erkranken. 40 Jahre nachdem die unmenschlichen Trainingsbedingungen im Ostblock ans Licht kamen, hat der Spitzensport nichts dazugelernt.” Video 91 min., verfügbar bis 26.1.26. Regie: Pierre-Emmanuel Luneau-Daurignac.

    Über Martin Böttger:

    Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
    Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger

  5. Reality-TV

    Marrokanische Perle – vom Publikum unbemerkt, stellt das meiste Streaming-Zeug in den Schatten

    Obwohl doch Schatten in Marokko ein seltenes Luxusgut ist. Was die Menschen in der Refeudalisierung des Oligarchen-Kapitalismus erwartet, davon wissen die Marokkaner*innen einiges mehr, als Andere. Alina Schwermer/taz hat eben beschrieben, wie die Kommerzsport-Grossereignisse Land und Volk aussaugen, und sich Feudalclans die Taschen füllen: “Männerfußball-WM 2030 in Marokko: Viel Glitzer, viel Groll – Marokko investiert Milliarden für die WM. Es geht um wirtschaftliche Transformation, Tourismus und Außendiplomatie. Im Land wächst der Unmut.” Schauen Sie als Kontrastmittel und mit Blick auf die Wirklichkeit diesen Film, der bei den Festspielen in Cannes Premiere hatte, und den Arte Mittwochnacht versenkte:

    “Déserts: Für eine Handvoll Dirham – Mehdi und Hamid arbeiten für ein wenig seriöses Inkassounternehmen als Schuldeneintreiber. Da sie auch Schafe, Teppiche und andere Naturalien als Zahlungen annehmen, bleibt nach dem Abzweigen ihrer eigenen, großzügigen “Aufwandsentschädigung” wenig für ihren Auftraggeber übrig. Deswegen werden ihnen immer … – Sozialkritische Satire um eine entführte Frau. Regie: Faouzi Bensaïdi.” Verfügbar bis 6.11. In meinen Augen ein grösseres Werk als irgendeine WM.

    Hier zu diesem grossartigen Anblick der informative Wikipedia-Eintrag. Fragen Sie mich nicht, warum alle Begleitmedien so dröhnend darüber geschwiegen haben. Immerhin gibt es eine Rezension von Manfred Riepe/epd-Film. Sein Unbehagen über die Filmlänge konnte ich auf dem heimischen Sofa nicht nachvollziehen. Vielleicht hatte er als Profirezensent noch eine Anschluss-Verabredung? Im Gegenteil – eine willkommene Ablenkung von dem Trash, den wir uns sonst einverleiben. Viele Tagesschauen und ARD-Brennpunkte werden nach diesem Anblick verzichtbar. Künstlerisch besonders wertvoll.

    Ein cineastischer Höhepunkt der abgelaufenen TV-Woche.

  6. Kein Mitleid

    Eine weitere Nachhilfestunde des Fussballs für die Politik

    Die von mir hochgeschätzte Kollegin Alina Schwermer analysiert die Bürgerkriegslage beim mich massiv desinteressierenden Fussballkonzern aus dem süddeutschen Raum: “FC Bayern und das Hoeneß-Problem: Ohne Vision aus der Zeit gefallen – Vereinspatron Uli Hoeneß verschleißt beim FC Bayern mit Sportvorstand Max Eberl die nächste Topkraft. Das Problem ist auch eine überholte Klubkultur.” Wie immer analysiert sie völlig zutreffend. Allein bei ihrem Mitleid mit Max Eberl kann ich ihr schon lange nicht mehr folgen.

    Alle Fans von Borussia Mönchengladbach wissen, dass der ein aussergewöhnlich gescheiter Kerl ist. Von 2005-2022 hat er erfolgreich dafür gesorgt, dass dieses nichtssagende Kaff weltweit bekannt und im englischsprachigen Raum dieser Welt als nicht zu umgehender Zungenbrecher berüchtigt ist. Allein dadurch, dass dort seit 1960 ein Spitzenfussball gespielt wird, wie in Bonn noch nie im Leben gesehen hat. Ausser, als die Borussia mal zum Freundschaftsspiel mit Ihor Bjelanow und Christian Hochstätter im schönsten Stadion Bonns gegen den SV Beuel 06 angetreten war.

    Was die Borussia-Fans leider auch absolut nicht vergessen können, ist, wie er seine nachvollziehbare Burnout-Erkrankung kurze Zeit später zu therapieren versuchte. An Verstand hat es ihm noch nie gefehlt. Er wusste also immer genau, was er tut.

    Warum also erwähne ich das hier überhaupt?

    Weil das, was die Kollegin Schwermer da beschrieben hat, repräsentativ für die gegenwärtige Friedrich-Merz-und-Markus-Söder-Republik ist. Grosse Schnauze, und das weltweit, und nix dahinter. So, wie Eberls Konzern die Fussballwelt nicht mehr versteht, versteht die politische Führung der BRD nichts von Klimakatastrophe und Faschismusgefahr. Ist es Bosheit? Oder “nur” Dummheit? Das ist leider, leider zunehmend egal.

    Lesen Sie, nur mal so als Beispiel, diese lächerliche dpa-Meldung. In ihr erkennen Sie alles wieder, was die heutige Laberei in Hauptstadtberlin und den TV-Talkshows ausmacht: das Beste für unser Land und auch für alle Genannten selbst wäre, wenn sie einfach die Klappe hielten.

    Was die Laberheinis repräsentieren, ist das, wogegen die Mehrheit der Deutschen 1972 noch auf die Strasse gegangen ist, und zwar für die damals von Rechtsaußen bedrohte Bundesregierung Brandt/Scheel und den unvergesslichen Bundespräsidenten Gustav Heinemann aus Essen. Damals war Rot-Weiss Essen auch noch erste Liga. BRD und DDR stiegen in die UNO auf, gegen die Stimmen von CDU/CSU.

    Noch 1980 fühlte ich mich im Ruhrgebiet sicher und geschützt vor dem Rechtsausleger Franz-Josef Strauß – die damalige Bundestagswahl war eine der wenigen, bei denen ich SPD wählte. Weil ich allen Parteien, die ich wähle, immer Unglück bringe, wurde sie überraschend nicht stärkste Partei.

    Ab morgen fühle ich mich in Beuel sicherer als im Ruhrgebiet.

    Es sind die Demokrat*inn*en, die es so weit nicht hätten kommen lassen dürfen.

  7. Auf die Spitze getrieben

    Die EM gab dem Frauenfussball einen Push – weitere werden folgen. Wird das in Deutschland erneut verpennt?

    mit Update 28.7. und 29.7.

    “Gerade in Deutschland wird es nach der EM viele Mädchen geben, die in den Verein wollen”. sagt die 33-jährige Julia Losert in einem lesenswert-informativem taz-Interview von Alina Schwermer. “Zum Teil gibt es zu wenig Vereine für zu viele Mädels. Aber da sind wir ja wieder beim Thema. Auch reine Männervereine sollten den Mädels die Möglichkeit geben, erst mal Fuß zu fassen. Wenn es zu viel Nachfrage und zu wenige Angebot gibt, verlieren viele das Interesse.” Exakt so war es bei der Heim-WM 2011, als Deutschland im Viertelfinale knapp mit 0:1 n.V. gegen die späteren Weltmeisterinnen aus Japan ausschied. Wird sich das nun wiederholen? Die sich am Kassenhäuschen den Arsch breitsitzenden Männer des deutschen Vereinsfussballs werden es entscheiden.

    Die EM in der Schweiz hat jedenfalls ihre Schuldigkeit getan. Sie war gut organisiert, bot ausgezeichnete sportliche Leistungen, viele sehr, sehr knappe Spielentscheidungen mit dem Finale der Besten am Schluss. Wie die Deutschen haben die Britinnen, mit niederländischer Teamchefin, den überlegenen Spielstil der Spanierinnen entschlüsselt, und dabei ein minimales Quentchen mehr Kondition, und vor allem psychologische Stärke gezeigt, die fast jedes Elfmeterschiessen am Ende entscheidet. Anders als bei den Jungs, die sich in ihrer von milliardengepamperten Premier League hinter den international eingekauften Superstars hinten anstellen müssen, profitieren die britischen Frauen von der exzellenten materiellen Ausstattung ihrer im Geld schwimmenden Spitzenvereine in London und Manchester.

    In Europa läuft es gut für den Frauenfussball. Diese EM war dafür das Optimum.

    In vielerlei individueller und gesellschaftlicher Hinsicht sind diese Spitzensportlerinnen ihren ein Vielfaches an Geld einsammelnden männlichen Gegenstücken überlegen. Nehmen Sie nur mal die Charakterbildung der Weltfussballerin der letzten beiden Jahre, die Deutschland aus dem Turnier geschossen hatte, Aitana Bonmati – hier in einem faktenreichen SZ-Porträt ohne Paywll. Und auch Augsteins Freitag liess einen Kommentar von Alina Saha durch die Mauer blinzeln: “Queere Liebe bei der EM: Wenn Königin Fußball die Welt regiert – Die Welt könnte so schön sein, wenn sie sich eine Scheibe von den Frauen bei der Europameisterschaft in der Schweiz abschneiden würde”.

    Saha bringt mich auf einen aktuellen Tratschstand der hochwichtigen Frage “Wer mit wem?”, zu dem ich nach den von mir – in dieser Reihenfolge – hochverehrten Linda Bresonik, Inka Grings und Holger Fach, die von der einschlägigen deutschen Boulevardpresse durch jede Jauchepfütze gezogen worden waren, den Anschluss mutwillig verloren gab. Ein prominenter Bonner Kommunalpolitiker hat viele Jahre ein ähnliches Beziehungsmodell gelebt, wie diese drei es angeblich getan haben. What shalls? Dass Bresonik und Grings unter den dreckigen Medienumständen noch nationalmannschaftswürdige Leistungen zeigten – das möchte ich so mal von einem Vertreter meines Genders erleben. Aber ich schweife ab.

    Wagen wir lieber noch einen Blick hinaus in die wahre Welt. Nicht überall scheint die Sonne des Fussballs so wie in der reichen Schweiz. Darauf weist der Kicker-Autor Henning Middeldorf hin: “Turniere in Afrika und Südamerika: ‘Surreale Unterschiede’: Warum der restliche Frauenfußball neidisch Richtung EM blickt – Die EM in der Schweiz ist ein voller Erfolg – aber für den globalen Frauenfußball nicht normal. Parallel kämpfen Teams bei den Kontinentalturnieren in Afrika und Südamerika um Ansehen, Geld und Zuschauer. Und treten unter teils unwürdigen Bedingungen an.” So ist die Lage, wenn sie nicht von Antimigrationsmauern vernagelt wird.

    Update 28.7.

    Mit den EM-Bewertungen von Tanja Dückers/DLF-Kultur (Audio 8 min) stimme ich überein.

    Über 7 Mio. haben dem Finale ohne deutsche Beteiligung zugesehen. Das ist bemerkenswert viel und mehr, als bei manchem Männerspiel mit ebendieser. Frauenfussball ist somit für die Massenmedien im Kapitalismus Premiumware.

    Update 29.7.

    Und als häötte eine*r die Uhr danach gestellt, wird auch prompt ein neuer TV-Deal zur Champions-League der Frauen gemeldet.

  8. Exzellent

    Alina Schwermer – fachlich guter Fussballjournalismus ist möglich

    Endlich schreibt es mal eine, warum ich heute Abend für Spanien bin. Es ist legitim, den Gegnerinnen den Spass am Fussballspielen zu verleiden. Schön ist es nicht. Und es ist eine uralte deutsche Marotte.

    1982 bei der WM (der Herren) in Spanien war es, da spielte das Brasilien des Sócrates Brasileiro Sampaio de Souza Vieira de Oliveira den schönsten Fussball der Welt. Und schied mit 2:3 gegen Italien aus, weil seine Defensive Paolo Rossi von Lanerossi Vicenza nicht unter Kontrolle bekam. Beide Helden des Fussballs leider schon tot. Der Sieg des fussballerischen Spiels gegen die den-Spass-am-Fussball-nehmen-Strategie war dann im Finale der Flankenlauf von Bruno Conti zum verdienten 3:1 gegen den deutschen Rumpelfussball. Und der schönste Sieg der Gerechtigkeit war der jubelnde Antifaschist auf der Ehrentribüne – allemal schöner anzusehen als Helmut Kohl. Auch die Frauen Italiens werden es eines Tages so weit bringen.

    Heute aber spielen die Deutschen gegen Spanien, das Mass aller schönen Dinge im Fussball der Damen wie der Herren. Und es soll wieder so “funktionieren” wie gegen Frankreich. Lesen Sie dazu

    Alina Schwermer/taz: “Können oder wollen sie nicht? – Es ist Frauenfußball-EM und das deutsche Team steht unerwartet im Halbfinale. Denn das Spiel der Deutschen sieht oft aus, als sei es 2010 eingefroren.”

    Ein deutscher Sieg heute Abend ist denkbar. Aber ist er auch wünschbar? Ich bin ein Freund des schönen Spiels. Ich würde gerne mal überrascht.

    Ich war selbst ein selten mittelmässiger, meistens schlechter Fussballspieler (ohne Verein, nur Hobby). In den Deutschen erkenne ich mich ständig wieder. Gefallen tut mir das nicht. Ich bin gegen Krieg – für Kunst.

  9. #AlinaSchwermer & @tesselmiddag.bsky.social über ihren Kampf mit @fossilfreefootball.bsky.social gegen das #Sportswashing #Greenwashing #FIFA Integrität ist wirklich selten 🙏 Mit der Aufmerksamkeit wächst das Geld & die Gefahr! "Ich fühle mich benutzt, ein #Regime oder ein Produkt reinzuwaschen.."

    RE: https://bsky.app/profile/did:plc:zorx72vm56gtgv4hzl66q4zm/post/3lt7jfxxrul2e

  10. Sommer Fussballgott

    Das Champions-League-Finale ist schon gewesen

    mit Update 9.5.

    Und zwar vor einer Woche in Barcelona und gestern in Milano. Der etwas überraschende Sieger mit 7:6 Toren ist Internazionale Mailand. Die Halbfinalspiele Inters gegen Barca können als Finale gewertet werden. Das andere Halbfinale ist ein Kirmesspiel um den 3. Platz, zumal PSG ja gar nicht europäisch sondern qatarisch geführt ist, und also bei Asienmeisterschaften antreten müsste. Das Finale in der süddeutschen Landeshauptstadt kann die Uefa ausfallen lassen, zumal sich die dortigen Arroganz- und Umsatzweltmeister sowieso nur ärgern würden, dass sie nicht mehr mitspielen dürfen.

    So ganz überraschend war der Inter-Erfolg mit 4:3 nach Verlängerung am gestrigen Abend nicht mehr. Viele der jungen Barca-Talente haben ihre grosse Fussballerkarriere noch vor sich. Für sie war das noch nicht der Höhepunkt, sondern ein Schritt auf der Leiter in den Fussballerhimmel. Dass sie im Mailänder Hexenkessel nach einem 0:2 noch 3:2 zurückkamen, zeigte ihre schon erreichte Weltklasse. Dass sie das nicht 5 Minuten halten konnten, zeigte, was sie noch lernen müssen. Für etliche Inter-Stars war es dagegen die letzte Gelegenheit, was Grosses zu erreichen. Das haben sie mit diesen beiden epischen Spielen zweifellos schon geschafft.

    Es ist keine sonderlich steile These festzustellen, dass Simone Inzaghi das Coach-Duell gegen Hansi Flick klar für sich entschieden hat. Er hat nicht nur die richtige Spielstrategie gegen die Künstler aus Katalonien gewählt. Er hat auch zur richtigen Zeit die richtigen Leute eingewechselt. Ein Schlüsselspieler war Federico Dimarco, dem ich auch am hellichten Tag auf dem Bürgersteig nur ungern begegnen würde, und der – selbstverständlich nie allein sondern immer mit 1-2 Mitspielern – Lamine Yamal stilllegen sollte. Das gelang selbstverständlich nicht vollständig. Aber oft. Dimarco musste schon nach 55 Minuten ausgewechselt werden, und Yamal wurde prompt wirkungsvoller. Aber nicht mannschaftsdienlicher. Seit Garrincha hat die Welt so ein Talent nicht wieder gesehen … Naja, Libuda vielleicht? Aber beider Schicksal ist dem jungen Mann nicht zu wünschen.

    Das sportliche Ergebnis ist also so knapp wie gerecht. Das gestehe ich gern, auch wenn meine Sympathien eher auf dem Fútbol Total Barcas liegen, wie er einst von dem grossen Johan Cruyff inspiriert wurde.

    Ich bin voller Bewunderung für Yann Sommer, der auch gestern wieder eines seiner zahlreichen “besten” Spiele gemacht hat. Global und sportlich betrachtet waren es vielleicht wirklich die wichtigsten. Und seine Leistung als Anführer eines bemerkenswerten Teams war Weltspitze. Der Mann, der 10 Jahre in Mönchengladbach von Uwe Kamps betreut wurde, ist jetzt 36. Und offenbar auf dem Gipfel seines Leistungsvermögens. “Bestes Torwartalter” wird dazu in Fussballkreisen gefachsimpelt. Aber das ist leicht gesagt, und überhaupt nicht leicht gelebt.

    Meine Fussballkneipe war bei diesem fussballhistorischen Ereignis wieder nur dünn besetzt. Das Fachwissen ist also ebenfalls nur dünn gesät. Der deutsche Fussball kann bei der Ansicht dieser beiden Partien eine ganze Menge lernen. Aber die Mehrheit unseres Landes ist an sowas eben nicht interessiert, wie in der Politik. Die Uefa-Anstosszeiten erschweren das zusätzlich. Ein Schlusspfiff um Mitternacht wäre für die ins Bett genötigten Kinder kein konditionelles Problem. Ist es aber für uns selbstbestimmte Senioren …

    Update 9.5.

    Auch mein persönliches Ausflippen intelligent und exzellent auf den politischen Boden holend Alina Schwermer/taz: “Schönheit der Champions League: Michelangelos Heuschrecken – Die Champions League ist die vielleicht schönste Liga der Welt. Trotz aller Widerlichkeiten kann sich ihr kaum jemand entziehen.” Bravo, danke. Könnte das mal jemand an ihre Kolleg*inn*en in die Stadien und Redaktionen weiterleiten?

  11. Verletzungsunterbrechung

    Von deutscher Medienöffentlichkeit ignoriert – vom Publikum da draussen in der Welt nicht
    Zumindest die taz hat eine gute Ausrede: ihre Starspielerin Alina Schwermer ist in Australien, fiel aber durch Verletzung aus. Nun schreibt sie wieder, und zwar so gut, dass mann ihr alles Gute wünschen muss, denn eine bessere Auswertung der Frauen-WM in Australien und […]

    https://extradienst.net/2023/08/19/verletzungsunterbrechung/

  12. Wo ist der Ausschaltknopf?

    Mediendiät – der heisse Scheiss unserer Zeit
    Beim Bayrischen Rundfunk – der hatte angeblich noch ein “Kulturradio” – ereignet sich anscheinend derzeit eine “Programmreform”, die wir hier beim WDR schon seit gut zehn Jahren durch haben. Seinerzeit nahm ich als Hörer Abschied von diesem Sender, den ich mehrere […]

    https://extradienst.net/2023/08/07/wo-ist-der-ausschaltknopf/

  13. WM: Beeindruckender Start

    Der Star ist die “Mann”schaft
    Das war hart heute morgen. Den Anpfiff habe ich nicht geschafft. Aber dank modernster TV-Technologien doch alle wichtigen Szenen miterlebt. Die Gastgeberinnen aus Neuseeland legten gegen Norwegen mit dem Weltstar Ada Hegerberg einen 1:0 Traumstart hin. Neuseeland, naja, eigentlich global betrachtet eine […]

    https://extradienst.net/2023/07/20/wm-beeindruckender-start/

  14. Sie kennen Freddy nicht?

    Best of 14. März 2023
    Er killt ja nur Schwarze. Und gar nicht so “viele”. Was interessiert es also europäische Öffentlichkeiten? “Mit seiner Lebensdauer von über einem Monat schlägt Freddy den bisherigen Rekordhalter ‘John’, der sich im Jahr 1994 31 Tage lang hielt. Doch auch in Bezug auf die akkumulierten Energie […]

    https://extradienst.net/2023/03/15/sie-kennen-freddy-nicht/

  15. Von hinten

    Früher, als noch Zeitungen auf bedrucktem Papier gelesen wurden, hat montags die Mehrheit der Männer hinten angefangen: beim Sportteil. Tradition. Die Jungen haben sich dem nicht angeschlossen. Ich auch nicht. Seit zwei Jahrzehnten habe ich keine Zeitung mehr abonniert – zu teuer, zu viel Trash. Ich lese online, kostenlos. Sicher: die Geräte haben Geld gekostet, […]

    https://extradienst.net/2023/02/20/von-hinten/

  16. @sis_yphos für #Berlin hat @elminuto hier kürzlich ein sehr attraktives Alternativprogramm zu #BoykotQuatar verlinkt:
    metalhead.club/@elminuto/10935
    ... u.a. auch mit #taz -Beteiligung in Person von #AlinaSchwermer mit #Futopia ⚽
    astrastube.com/index.php?page=

    ...für andere Orte gibt es mW teilweise auch Alternativangebote... ? wer kennt da was?

    #Fruef @tazgetroete

  17. @FRUEFpodcast Glückwunsch zu & Alles Gute für Eure neue Instanz ! 🎉
    ⚽ ⛹️‍♀️ Da sind ja schon einige Fußballexpertinnen / Sportjournalistinnen versammelt und es werden hoffentlich noch mehr!

    Ich weiß nicht, ob sie in anderen Social Media-Welten überhaupt unterwegs ist, aber könnt Ihr bei diesem Anlass nicht vielleicht auch #AlinaSchwermer ins #Fediverse locken??
    #KommInsFediverseTaz 🐾

    Ein #taz-Kollege für Männerfußball ist auch schon kürzlich hier gelandet: @spitzentazler
    #TazImFediverse

    fyi: @abecker @tazgetroete @taz
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