#johancruyff — Public Fediverse posts
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#TakingABreakFromFilming
Dutch footballer #JohanCruyff with his Porsche 🚘 (c1968). -
https://www.europesays.com/es/544664/ El éxito del Barcelona es el éxito de Hansi Flick, un ciudadano culé con los ojos de Cruyff | Fútbol | Deportes #Competiciones #Deportes #Entrenadores #ES #España #FcBarcelona #flick #Fútbol #Futbolistas #JohanCruyff #LaligaEaSports #LamineYamal #Pedri #PrimeraDivisión #raphinha #RonaldKoeman #Spain #Sports #XaviHernández
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El éxito del Barcelona es el éxito de Hansi Flick, un ciudadano culé con los ojos de Cruyff
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#OnThisDay the Netherlands' greatest #football player ever died: Johan Cruyff. My obit from 24 March 2016. #JohanCruijff #JohanCruyff https://frankelbers.info/2016/03/24/dutch-soccer-great-johan-cruyff-dies/
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First Look At ‘Cruyff’ Docuseries Unveiling The Life & Legacy Of A Soccer Legend
#Documentary #News #BoxToBox #BoxToBoxFilms #Cruyff #FCBarcelona #Formula1DrivetoSurvive #JohanCruyff -
🧘 ■ Jordi Cruyff comparte el momento más difícil de su vida ante el diagnóstico de cáncer de su hija con 18 años ■ "Pensamos que el fútbol es lo más importante del mundo. Pero luego la realidad te da un bofetón".
https://www.huffingtonpost.es/life/jordi-cruyff-comparte-momento-mas-dificil-vida-diagnostico-cancer-hija-18nos-f202512.html?int=MASTODON_WORLD -
“Der Gott des Geldes wird immer größer, irgendwann verschlingt er alles.” (Christian Streich)
Erst vor einem Monat starb der Siegtorschütze für Internazionale Mailand beim Europapokal der Meister 1965: Jair da Costa traf in der 42. Minute. Benfica Lissabon stürmte vergeblich gegen diesen Rückstand an. Inter hatte den Catenaccio erfunden, Copyright Helenio Herrera. Es war die einzige Saison, in der ich – als damals 8-jähriger – ein Fussballbilder-Sammelalbum besass. Ich durchschaute sofort das mafiose Geschäftsmodell: unwichtige Spieler waren massenhaft in den zu erwerbenden Tütchen; die Guten und Begehrten wurden zum Goldstandard auf dem Schulhof. Das Geschäftsmodell rund um den Fussball hat sich im Prinzip nicht verändert. Es wurde nur viel grösser.
Bester Spieler beim vergeblich stürmenden und geschlagenen Benfica war der Mosambikaner Eusébio da Silva Ferreira, auch schon über 10 Jahre tot. Er avancierte ein Jahr später zum Torschützenkönig der ersten TV-Weltmeisterschaft in England.
Der damaligen europäischen Vorherrschaft des Catenaccio setzte 1972 der unvergessene Johan Cruyff persönlich ein Ende: das schlug Ajax Inter im gleichen Finale mit 2:0. Cruyff war als Spieler und Fussballlehrer und Strippenzieher der Gottvater des totaalvoetbal – er rettete ihn vor der Unansehnlichkeit und machte ihn erst zu dem überschätzten Medien- und Kapitalwert, der er heute ist. Sein legitimer fussballerischer Erbe ist bis heute der FC Barcelona geblieben.
Und nun achten Sie mal auf folgende Nahrungskette
Gewonnen hat gestern die Modelleisenbahn der qatarischen Despotenfamilie Al Thani. Mehrere Milliarden hat die ohne jede Fussballahnung für den Kauf der zerusten Spieler der Welt verbrannt. Was sie nicht wussten, als feudale Despoten (keine Frauen dabei) nicht wissen konnten, hat ihnen der selbstverständlich ebenfalls teuerst bezahlte Spanier Luis Enrique Martínez García irgendwie erfolgreich eingebimst: Fussball ist ein Teamsport. Wichtig ist nicht die VIP-Loge, sondern aufm Platz und in der Kabine.
Das asiatisch-arabische Grosskapital hat auf diese Weise gestern Inter 5:0 vom Platz gefegt. In einer süddeutschen Stadt, die immer glaubt, von allem Möglichen die “Hauptstadt” zu sein (nein, Köln ist nicht gemeint). Dieses 0:5 geschlagene Inter hatte zuvor den FC Barcelona in zwei berauschenden Spielen innerhalb einer Woche mit 3:3 und 4:3 n.V. aus dem Geldscheisswettbewerb geworfen. Und noch davor den ewigen deutschen Meister aller Zeiten (wenn er nicht gestorben ist, dann ist er es noch heute) der Herren und Damen. Was sagt uns das über das Niveau des deutschen Profifussballs (der Herren)? Ach, lassen wir das lieber …
Nach den Uefa-Mafiosi die Fifa-Mafiosi
In den nächsten Fussballwochen übernimmt der konkurrenzlose Weltherrscher Gianni Infantino zusammen mit seinem Buddy Donald Trump die Regie über die Weltmedien: die “Club-WM”. In zwei Wochen gehts los. Das deutsche Fachmedium hat schon seinen ganzen Laden auf links (oder rechts?) gedreht. Ganz so, wie Donald und sein ihn Donnerstag aufsuchender Fan Friedrich sich unternehmerisches Handeln vorstellen.
Eine “Club-WM”, bei der weder der spanische Meister FC Barcelona noch der englische Meister FC Liverpool “qualifiziert” sind, muss ein übler Scherz vom Gianni sein. Ich bin gespannt, was Leo Marchetti darüber noch auspacken wird. Ich guck so ein Kirmesturnier mit dem Arsch nicht an.
Das dachte sich wohl auch der solvente Apple-Konzern, mit dem die Fifa über die TV-Rechte geredet hatte: viel zu teuer. Und dann der Trick: die Fifa gab den vielleicht reichsten Massenmördern der Welt, den ل سعود die WM 2034. Dafür machten die eine grosszügige Kapitaleinlage beim Medien-Big Brother des Fussballs, dem dubiosen Oligarchen Blavatnik (Dazn, mit unzähligen blockübergreifenden Staatsbürgerschaften). Und der kaufte der notleidenden Fifa-Mafia für zufällig fast genau diesen Betrag die TV-Rechte an der Club-WM ab. So haben “alle” was davon. Also nicht “wir” – denken Sie nicht, dass die sich für uns interessieren.
Mechanismen des Geschäfts
So lautet die zynische Redensart zu diesem Geschehen. Das sehe ich anders. In bürgerlichen Demorkratien werden Politiker*innen gewählt, mit der Aufgabe das Zusammenleben ihrer Gesellschaften gemäss den Grundsätzen, den Grund- und Menschenrechten ihrer Verfassung zu regeln. Dazu gehören in vorderster Linie die Medien und Organisationen, über die die Menschen in diesen Gesellschaften über das Geschehen in ihrem Land und der Welt da draussen informiert werden. Der Fussball (der Herren) ist das Instrument, über das die Kräfte mit dem grössten Kapital versuchen, darüber die Herrschaft zu erringen und gegen gesellschaftliche öffentliche Kontrolle zu verteidigen.
Der allgemeine Denkfehler ist, sie wollten mit dem Fussball “Geld verdienen”. Nein, das ist so nicht, das tun sie nicht, und das wissen sie auch. Er ist das Werkzeug, um politisch relevante Massen zu erreichen, und mit Trash zu füttern (ganz so, wie sie es ja auch mit ihrer “KI/AI” machen). Es geht um Grösseres als Geld – um Medienmacht.
Und nun zeigen Sie mir die Politiker*innen, die dieses oligarchische und feudale Treiben unter demokratische Kontrolle zu bringen versuchen.
Während Sie suchen, freue ich mich zunächst mal auf die Frauen-EM. Da könnte es noch richtigen Sport geben.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
“Der Gott des Geldes wird immer größer, irgendwann verschlingt er alles.” (Christian Streich)
mit Update abends
Erst vor einem Monat starb der Siegtorschütze für Internazionale Mailand beim Europapokal der Meister 1965: Jair da Costa traf in der 42. Minute. Benfica Lissabon stürmte vergeblich gegen diesen Rückstand an. Inter hatte den Catenaccio erfunden, Copyright Helenio Herrera. Es war die einzige Saison, in der ich – als damals 8-jähriger – ein Fussballbilder-Sammelalbum besass. Ich durchschaute sofort das mafiose Geschäftsmodell: unwichtige Spieler waren massenhaft in den zu erwerbenden Tütchen; die Guten und Begehrten wurden zum Goldstandard auf dem Schulhof. Das Geschäftsmodell rund um den Fussball hat sich im Prinzip nicht verändert. Es wurde nur viel grösser.
Bester Spieler beim vergeblich stürmenden und geschlagenen Benfica war der Mosambikaner Eusébio da Silva Ferreira, auch schon über 10 Jahre tot. Er avancierte ein Jahr später zum Torschützenkönig der ersten TV-Weltmeisterschaft in England.
Der damaligen europäischen Vorherrschaft des Catenaccio setzte 1972 der unvergessene Johan Cruyff persönlich ein Ende: da schlug Ajax Inter im gleichen Finale mit 2:0. Cruyff war als Spieler und Fussballlehrer und Strippenzieher der Gottvater des totaalvoetbal – er rettete ihn vor der Unansehnlichkeit und machte ihn erst zu dem überschätzten Medien- und Kapitalwert, der er heute ist. Sein legitimer fussballerischer Erbe ist bis heute der FC Barcelona geblieben.
Und nun achten Sie mal auf folgende Nahrungskette
Gewonnen hat gestern die Modelleisenbahn der qatarischen Despotenfamilie Al Thani. Mehrere Milliarden hat die ohne jede Fussballahnung für den Kauf der teuersten Spieler der Welt verbrannt. Was sie nicht wussten, als feudale Despoten (keine Frauen dabei) nicht wissen konnten, hat ihnen der selbstverständlich ebenfalls teuerst bezahlte Spanier Luis Enrique Martínez García irgendwie erfolgreich eingebimst: Fussball ist ein Teamsport. Wichtig ist nicht die VIP-Loge, sondern aufm Platz und in der Kabine.
Das asiatisch-arabische Grosskapital hat auf diese Weise gestern Inter 5:0 vom Platz gefegt. In einer süddeutschen Stadt, die immer glaubt, von allem Möglichen die “Hauptstadt” zu sein (nein, Köln ist nicht gemeint). Nur halb so viele, wie im Vorjahr, als noch der BVB beteiligt war, wollten das Finale in der Glotze sehen — 6,2 Mio, das wäre für einen “Tatort” eine Blamage, und für einen ZDF-“Wilsberg” auch. Das 0:5 geschlagene Inter hatte zuvor den FC Barcelona in zwei berauschenden Spielen innerhalb einer Woche mit 3:3 und 4:3 n.V. aus dem Geldscheisswettbewerb geworfen. Und noch davor den ewigen deutschen Meister aller Zeiten (wenn er nicht gestorben ist, dann ist er es noch heute) der Herren und Damen. Was sagt uns das über das Niveau des deutschen Profifussballs (der Herren)? Ach, lassen wir das lieber …
Nach den Uefa-Mafiosi die Fifa-Mafiosi
In den nächsten Fussballwochen übernimmt der konkurrenzlose Weltherrscher Gianni Infantino zusammen mit seinem Buddy Donald Trump die Regie über die Weltmedien: die “Club-WM”. In zwei Wochen gehts los. Das deutsche Fachmedium hat schon seinen ganzen Laden auf links (oder rechts?) gedreht. Ganz so, wie Donald und sein ihn Donnerstag aufsuchender Fan Friedrich sich unternehmerisches Handeln vorstellen.
Eine “Club-WM”, bei der weder der spanische Meister FC Barcelona noch der englische Meister FC Liverpool “qualifiziert” sind, muss ein übler Scherz vom Gianni sein. Ich bin gespannt, was Leo Marchetti darüber noch auspacken wird. Ich guck so ein Kirmesturnier mit dem Arsch nicht an.
Das dachte sich wohl auch der solvente Apple-Konzern, mit dem die Fifa über die TV-Rechte geredet hatte: viel zu teuer. Und dann der Trick: die Fifa gab den vielleicht reichsten Massenmördern der Welt, den ل سعود die WM 2034. Dafür machten die eine grosszügige Kapitaleinlage beim Medien-Big Brother des Fussballs, dem dubiosen Oligarchen Blavatnik (Dazn, mit unzähligen blockübergreifenden Staatsbürgerschaften). Und der kaufte der notleidenden Fifa-Mafia für zufällig fast genau diesen Betrag die TV-Rechte an der Club-WM ab. So haben “alle” was davon. Also nicht “wir” – denken Sie nicht, dass die sich für uns interessieren.
Mechanismen des Geschäfts
So lautet die zynische Redensart zu diesem Geschehen. Das sehe ich anders. In bürgerlichen Demokratien werden Politiker*innen gewählt, mit der Aufgabe das Zusammenleben ihrer Gesellschaften gemäss den Grundsätzen, den Grund- und Menschenrechten ihrer Verfassung zu regeln. Dazu gehören in vorderster Linie die Medien und Organisationen, über die die Menschen in diesen Gesellschaften über das Geschehen in ihrem Land und der Welt da draussen informiert werden. Der Fussball (der Herren) ist das Instrument, über das die Kräfte mit dem grössten Kapital versuchen, darüber die Herrschaft zu erringen und gegen gesellschaftliche öffentliche Kontrolle zu verteidigen.
Der allgemeine Denkfehler ist, sie wollten mit dem Fussball “Geld verdienen”. Nein, das ist so nicht, das tun sie nicht, und das wissen sie auch. Er ist das Werkzeug, um politisch relevante Massen zu erreichen, und mit Trash zu füttern (ganz so, wie sie es ja auch mit ihrer “KI/AI” machen). Es geht um Grösseres als Geld – um Medienmacht.
Und nun zeigen Sie mir die Politiker*innen, die dieses oligarchische und feudale Treiben gemäss ihrem Amtseid unter demokratische Kontrolle zu bringen versuchen.
Während Sie suchen, freue ich mich zunächst mal auf die Frauen-EM. Da könnte es noch richtigen Sport geben.
Update abends
Märchenerzählung im ZDF – von “unserem Geld”?
Das Champions-League-Finale wurde im ZDF gezeigt. Wieviel der Sender dafür von unserem Geld bezahlt hat, wird als “Geschäftsgeheimnis” gehandhabt und nicht verraten. Sicher ist, dass darüber Verträge geschlossen werden, die zu dick und zu kompliziert sind, als dass sie ZDF-Fernsehratsmitgliedern auch nur zum Lesen gegeben werden. Obwohl: immerhin das bisherige ZDF-Verwaltungsratsmitglied Leonhard Dobusch (2022-25) könnte das gelesen haben, ist aber gegenüber uns, der Öffentlichkeit, zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Ich vermute das Absenden von “Trophy Men – Die Erfindung der Uefa Champions League” gehörte zum Pflichtenheft der TV-Übertragungsrechte. Knapp 1 Mio. hat sich das Zuschauen bei dieser Märchenerzählung um Mitternacht zugemutet. Produziert wurde das Werk von der Münchener “Constantin Film”, auf einem weit schlechteren journalistischen Niveau, als das unabhängig produzierte Meisterwerk der Ehrenfelder btf zum “FC Hollywood” (ebenfalls fürs ZDF), das nicht aus sondern über München war. Die Constantin Film gehört heute zu 100% der schweizerischen Highlight Communications, die – was für ein Zufall – auch 100%-Eignerin der in dem Filmchen abgefeierten Agentur “Team Marketing” ist. Und, darüber erfahren die Zuschauer*innen selbstverständlich nichts, ökonomisch massiv notleidend.
Im Klartext: Unternehmens-TV im ZDF-Programm. Das Absenden müsste der Lieferant bezahlen, statt umgekehrt. Lief aber nicht als überlanger Werbespot, sondern im angeblich werbefreien Nachtprogramm. Aufklärung darüber im Abspann wäre das Mindeste gewesen. So what, ZDF?
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“Der Gott des Geldes wird immer größer, irgendwann verschlingt er alles.” (Christian Streich)
Erst vor einem Monat starb der Siegtorschütze für Internazionale Mailand beim Europapokal der Meister 1965: Jair da Costa traf in der 42. Minute. Benfica Lissabon stürmte vergeblich gegen diesen Rückstand an. Inter hatte den Catenaccio erfunden, Copyright Helenio Herrera. Es war die einzige Saison, in der ich – als damals 8-jähriger – ein Fussballbilder-Sammelalbum besass. Ich durchschaute sofort das mafiose Geschäftsmodell: unwichtige Spieler waren massenhaft in den zu erwerbenden Tütchen; die Guten und Begehrten wurden zum Goldstandard auf dem Schulhof. Das Geschäftsmodell rund um den Fussball hat sich im Prinzip nicht verändert. Es wurde nur viel grösser.
Bester Spieler beim vergeblich stürmenden und geschlagenen Benfica war der Mosambikaner Eusébio da Silva Ferreira, auch schon über 10 Jahre tot. Er avancierte ein Jahr später zum Torschützenkönig der ersten TV-Weltmeisterschaft in England.
Der damaligen europäischen Vorherrschaft des Catenaccio setzte 1972 der unvergessene Johan Cruyff persönlich ein Ende: das schlug Ajax Inter im gleichen Finale mit 2:0. Cruyff war als Spieler und Fussballlehrer und Strippenzieher der Gottvater des totaalvoetbal – er rettete ihn vor der Unansehnlichkeit und machte ihn erst zu dem überschätzten Medien- und Kapitalwert, der er heute ist. Sein legitimer fussballerischer Erbe ist bis heute der FC Barcelona geblieben.
Und nun achten Sie mal auf folgende Nahrungskette
Gewonnen hat gestern die Modelleisenbahn der qatarischen Despotenfamilie Al Thani. Mehrere Milliarden hat die ohne jede Fussballahnung für den Kauf der zerusten Spieler der Welt verbrannt. Was sie nicht wussten, als feudale Despoten (keine Frauen dabei) nicht wissen konnten, hat ihnen der selbstverständlich ebenfalls teuerst bezahlte Spanier Luis Enrique Martínez García irgendwie erfolgreich eingebimst: Fussball ist ein Teamsport. Wichtig ist nicht die VIP-Loge, sondern aufm Platz und in der Kabine.
Das asiatisch-arabische Grosskapital hat auf diese Weise gestern Inter 5:0 vom Platz gefegt. In einer süddeutschen Stadt, die immer glaubt, von allem Möglichen die “Hauptstadt” zu sein (nein, Köln ist nicht gemeint). Dieses 0:5 geschlagene Inter hatte zuvor den FC Barcelona in zwei berauschenden Spielen innerhalb einer Woche mit 3:3 und 4:3 n.V. aus dem Geldscheisswettbewerb geworfen. Und noch davor den ewigen deutschen Meister aller Zeiten (wenn er nicht gestorben ist, dann ist er es noch heute) der Herren und Damen. Was sagt uns das über das Niveau des deutschen Profifussballs (der Herren)? Ach, lassen wir das lieber …
Nach den Uefa-Mafiosi die Fifa-Mafiosi
In den nächsten Fussballwochen übernimmt der konkurrenzlose Weltherrscher Gianni Infantino zusammen mit seinem Buddy Donald Trump die Regie über die Weltmedien: die “Club-WM”. In zwei Wochen gehts los. Das deutsche Fachmedium hat schon seinen ganzen Laden auf links (oder rechts?) gedreht. Ganz so, wie Donald und sein ihn Donnerstag aufsuchender Fan Friedrich sich unternehmerisches Handeln vorstellen.
Eine “Club-WM”, bei der weder der spanische Meister FC Barcelona noch der englische Meister FC Liverpool “qualifiziert” sind, muss ein übler Scherz vom Gianni sein. Ich bin gespannt, was Leo Marchetti darüber noch auspacken wird. Ich guck so ein Kirmesturnier mit dem Arsch nicht an.
Das dachte sich wohl auch der solvente Apple-Konzern, mit dem die Fifa über die TV-Rechte geredet hatte: viel zu teuer. Und dann der Trick: die Fifa gab den vielleicht reichsten Massenmördern der Welt, den ل سعود die WM 2034. Dafür machten die eine grosszügige Kapitaleinlage beim Medien-Big Brother des Fussballs, dem dubiosen Oligarchen Blavatnik (Dazn, mit unzähligen blockübergreifenden Staatsbürgerschaften). Und der kaufte der notleidenden Fifa-Mafia für zufällig fast genau diesen Betrag die TV-Rechte an der Club-WM ab. So haben “alle” was davon. Also nicht “wir” – denken Sie nicht, dass die sich für uns interessieren.
Mechanismen des Geschäfts
So lautet die zynische Redensart zu diesem Geschehen. Das sehe ich anders. In bürgerlichen Demorkratien werden Politiker*innen gewählt, mit der Aufgabe das Zusammenleben ihrer Gesellschaften gemäss den Grundsätzen, den Grund- und Menschenrechten ihrer Verfassung zu regeln. Dazu gehören in vorderster Linie die Medien und Organisationen, über die die Menschen in diesen Gesellschaften über das Geschehen in ihrem Land und der Welt da draussen informiert werden. Der Fussball (der Herren) ist das Instrument, über das die Kräfte mit dem grössten Kapital versuchen, darüber die Herrschaft zu erringen und gegen gesellschaftliche öffentliche Kontrolle zu verteidigen.
Der allgemeine Denkfehler ist, sie wollten mit dem Fussball “Geld verdienen”. Nein, das ist so nicht, das tun sie nicht, und das wissen sie auch. Er ist das Werkzeug, um politisch relevante Massen zu erreichen, und mit Trash zu füttern (ganz so, wie sie es ja auch mit ihrer “KI/AI” machen). Es geht um Grösseres als Geld – um Medienmacht.
Und nun zeigen Sie mir die Politiker*innen, die dieses oligarchische und feudale Treiben unter demokratische Kontrolle zu bringen versuchen.
Während Sie suchen, freue ich mich zunächst mal auf die Frauen-EM. Da könnte es noch richtigen Sport geben.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
“Der Gott des Geldes wird immer größer, irgendwann verschlingt er alles.” (Christian Streich)
mit Update abends
Erst vor einem Monat starb der Siegtorschütze für Internazionale Mailand beim Europapokal der Meister 1965: Jair da Costa traf in der 42. Minute. Benfica Lissabon stürmte vergeblich gegen diesen Rückstand an. Inter hatte den Catenaccio erfunden, Copyright Helenio Herrera. Es war die einzige Saison, in der ich – als damals 8-jähriger – ein Fussballbilder-Sammelalbum besass. Ich durchschaute sofort das mafiose Geschäftsmodell: unwichtige Spieler waren massenhaft in den zu erwerbenden Tütchen; die Guten und Begehrten wurden zum Goldstandard auf dem Schulhof. Das Geschäftsmodell rund um den Fussball hat sich im Prinzip nicht verändert. Es wurde nur viel grösser.
Bester Spieler beim vergeblich stürmenden und geschlagenen Benfica war der Mosambikaner Eusébio da Silva Ferreira, auch schon über 10 Jahre tot. Er avancierte ein Jahr später zum Torschützenkönig der ersten TV-Weltmeisterschaft in England.
Der damaligen europäischen Vorherrschaft des Catenaccio setzte 1972 der unvergessene Johan Cruyff persönlich ein Ende: da schlug Ajax Inter im gleichen Finale mit 2:0. Cruyff war als Spieler und Fussballlehrer und Strippenzieher der Gottvater des totaalvoetbal – er rettete ihn vor der Unansehnlichkeit und machte ihn erst zu dem überschätzten Medien- und Kapitalwert, der er heute ist. Sein legitimer fussballerischer Erbe ist bis heute der FC Barcelona geblieben.
Und nun achten Sie mal auf folgende Nahrungskette
Gewonnen hat gestern die Modelleisenbahn der qatarischen Despotenfamilie Al Thani. Mehrere Milliarden hat die ohne jede Fussballahnung für den Kauf der teuersten Spieler der Welt verbrannt. Was sie nicht wussten, als feudale Despoten (keine Frauen dabei) nicht wissen konnten, hat ihnen der selbstverständlich ebenfalls teuerst bezahlte Spanier Luis Enrique Martínez García irgendwie erfolgreich eingebimst: Fussball ist ein Teamsport. Wichtig ist nicht die VIP-Loge, sondern aufm Platz und in der Kabine.
Das asiatisch-arabische Grosskapital hat auf diese Weise gestern Inter 5:0 vom Platz gefegt. In einer süddeutschen Stadt, die immer glaubt, von allem Möglichen die “Hauptstadt” zu sein (nein, Köln ist nicht gemeint). Nur halb so viele, wie im Vorjahr, als noch der BVB beteiligt war, wollten das Finale in der Glotze sehen — 6,2 Mio, das wäre für einen “Tatort” eine Blamage, und für einen ZDF-“Wilsberg” auch. Das 0:5 geschlagene Inter hatte zuvor den FC Barcelona in zwei berauschenden Spielen innerhalb einer Woche mit 3:3 und 4:3 n.V. aus dem Geldscheisswettbewerb geworfen. Und noch davor den ewigen deutschen Meister aller Zeiten (wenn er nicht gestorben ist, dann ist er es noch heute) der Herren und Damen. Was sagt uns das über das Niveau des deutschen Profifussballs (der Herren)? Ach, lassen wir das lieber …
Nach den Uefa-Mafiosi die Fifa-Mafiosi
In den nächsten Fussballwochen übernimmt der konkurrenzlose Weltherrscher Gianni Infantino zusammen mit seinem Buddy Donald Trump die Regie über die Weltmedien: die “Club-WM”. In zwei Wochen gehts los. Das deutsche Fachmedium hat schon seinen ganzen Laden auf links (oder rechts?) gedreht. Ganz so, wie Donald und sein ihn Donnerstag aufsuchender Fan Friedrich sich unternehmerisches Handeln vorstellen.
Eine “Club-WM”, bei der weder der spanische Meister FC Barcelona noch der englische Meister FC Liverpool “qualifiziert” sind, muss ein übler Scherz vom Gianni sein. Ich bin gespannt, was Leo Marchetti darüber noch auspacken wird. Ich guck so ein Kirmesturnier mit dem Arsch nicht an.
Das dachte sich wohl auch der solvente Apple-Konzern, mit dem die Fifa über die TV-Rechte geredet hatte: viel zu teuer. Und dann der Trick: die Fifa gab den vielleicht reichsten Massenmördern der Welt, den ل سعود die WM 2034. Dafür machten die eine grosszügige Kapitaleinlage beim Medien-Big Brother des Fussballs, dem dubiosen Oligarchen Blavatnik (Dazn, mit unzähligen blockübergreifenden Staatsbürgerschaften). Und der kaufte der notleidenden Fifa-Mafia für zufällig fast genau diesen Betrag die TV-Rechte an der Club-WM ab. So haben “alle” was davon. Also nicht “wir” – denken Sie nicht, dass die sich für uns interessieren.
Mechanismen des Geschäfts
So lautet die zynische Redensart zu diesem Geschehen. Das sehe ich anders. In bürgerlichen Demokratien werden Politiker*innen gewählt, mit der Aufgabe das Zusammenleben ihrer Gesellschaften gemäss den Grundsätzen, den Grund- und Menschenrechten ihrer Verfassung zu regeln. Dazu gehören in vorderster Linie die Medien und Organisationen, über die die Menschen in diesen Gesellschaften über das Geschehen in ihrem Land und der Welt da draussen informiert werden. Der Fussball (der Herren) ist das Instrument, über das die Kräfte mit dem grössten Kapital versuchen, darüber die Herrschaft zu erringen und gegen gesellschaftliche öffentliche Kontrolle zu verteidigen.
Der allgemeine Denkfehler ist, sie wollten mit dem Fussball “Geld verdienen”. Nein, das ist so nicht, das tun sie nicht, und das wissen sie auch. Er ist das Werkzeug, um politisch relevante Massen zu erreichen, und mit Trash zu füttern (ganz so, wie sie es ja auch mit ihrer “KI/AI” machen). Es geht um Grösseres als Geld – um Medienmacht.
Und nun zeigen Sie mir die Politiker*innen, die dieses oligarchische und feudale Treiben gemäss ihrem Amtseid unter demokratische Kontrolle zu bringen versuchen.
Während Sie suchen, freue ich mich zunächst mal auf die Frauen-EM. Da könnte es noch richtigen Sport geben.
Update abends
Märchenerzählung im ZDF – von “unserem Geld”?
Das Champions-League-Finale wurde im ZDF gezeigt. Wieviel der Sender dafür von unserem Geld bezahlt hat, wird als “Geschäftsgeheimnis” gehandhabt und nicht verraten. Sicher ist, dass darüber Verträge geschlossen werden, die zu dick und zu kompliziert sind, als dass sie ZDF-Fernsehratsmitgliedern auch nur zum Lesen gegeben werden. Obwohl: immerhin das bisherige ZDF-Verwaltungsratsmitglied Leonhard Dobusch (2022-25) könnte das gelesen haben, ist aber gegenüber uns, der Öffentlichkeit, zur Verschwiegenheit verpflichtet.
Ich vermute das Absenden von “Trophy Men – Die Erfindung der Uefa Champions League” gehörte zum Pflichtenheft der TV-Übertragungsrechte. Knapp 1 Mio. hat sich das Zuschauen bei dieser Märchenerzählung um Mitternacht zugemutet. Produziert wurde das Werk von der Münchener “Constantin Film”, auf einem weit schlechteren journalistischen Niveau, als das unabhängig produzierte Meisterwerk der Ehrenfelder btf zum “FC Hollywood” (ebenfalls fürs ZDF), das nicht aus sondern über München war. Die Constantin Film gehört heute zu 100% der schweizerischen Highlight Communications, die – was für ein Zufall – auch 100%-Eignerin der in dem Filmchen abgefeierten Agentur “Team Marketing” ist. Und, darüber erfahren die Zuschauer*innen selbstverständlich nichts, ökonomisch massiv notleidend.
Im Klartext: Unternehmens-TV im ZDF-Programm. Das Absenden müsste der Lieferant bezahlen, statt umgekehrt. Lief aber nicht als überlanger Werbespot, sondern im angeblich werbefreien Nachtprogramm. Aufklärung darüber im Abspann wäre das Mindeste gewesen. So what, ZDF?
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“Der Gott des Geldes wird immer größer, irgendwann verschlingt er alles.” (Christian Streich)
Erst vor einem Monat starb der Siegtorschütze für Internazionale Mailand beim Europapokal der Meister 1965: Jair da Costa traf in der 42. Minute. Benfica Lissabon stürmte vergeblich gegen diesen Rückstand an. Inter hatte den Catenaccio erfunden, Copyright Helenio Herrera. Es war die einzige Saison, in der ich – als damals 8-jähriger – ein Fussballbilder-Sammelalbum besass. Ich durchschaute sofort das mafiose Geschäftsmodell: unwichtige Spieler waren massenhaft in den zu erwerbenden Tütchen; die Guten und Begehrten wurden zum Goldstandard auf dem Schulhof. Das Geschäftsmodell rund um den Fussball hat sich im Prinzip nicht verändert. Es wurde nur viel grösser.
Bester Spieler beim vergeblich stürmenden und geschlagenen Benfica war der Mosambikaner Eusébio da Silva Ferreira, auch schon über 10 Jahre tot. Er avancierte ein Jahr später zum Torschützenkönig der ersten TV-Weltmeisterschaft in England.
Der damaligen europäischen Vorherrschaft des Catenaccio setzte 1972 der unvergessene Johan Cruyff persönlich ein Ende: das schlug Ajax Inter im gleichen Finale mit 2:0. Cruyff war als Spieler und Fussballlehrer und Strippenzieher der Gottvater des totaalvoetbal – er rettete ihn vor der Unansehnlichkeit und machte ihn erst zu dem überschätzten Medien- und Kapitalwert, der er heute ist. Sein legitimer fussballerischer Erbe ist bis heute der FC Barcelona geblieben.
Und nun achten Sie mal auf folgende Nahrungskette
Gewonnen hat gestern die Modelleisenbahn der qatarischen Despotenfamilie Al Thani. Mehrere Milliarden hat die ohne jede Fussballahnung für den Kauf der zerusten Spieler der Welt verbrannt. Was sie nicht wussten, als feudale Despoten (keine Frauen dabei) nicht wissen konnten, hat ihnen der selbstverständlich ebenfalls teuerst bezahlte Spanier Luis Enrique Martínez García irgendwie erfolgreich eingebimst: Fussball ist ein Teamsport. Wichtig ist nicht die VIP-Loge, sondern aufm Platz und in der Kabine.
Das asiatisch-arabische Grosskapital hat auf diese Weise gestern Inter 5:0 vom Platz gefegt. In einer süddeutschen Stadt, die immer glaubt, von allem Möglichen die “Hauptstadt” zu sein (nein, Köln ist nicht gemeint). Dieses 0:5 geschlagene Inter hatte zuvor den FC Barcelona in zwei berauschenden Spielen innerhalb einer Woche mit 3:3 und 4:3 n.V. aus dem Geldscheisswettbewerb geworfen. Und noch davor den ewigen deutschen Meister aller Zeiten (wenn er nicht gestorben ist, dann ist er es noch heute) der Herren und Damen. Was sagt uns das über das Niveau des deutschen Profifussballs (der Herren)? Ach, lassen wir das lieber …
Nach den Uefa-Mafiosi die Fifa-Mafiosi
In den nächsten Fussballwochen übernimmt der konkurrenzlose Weltherrscher Gianni Infantino zusammen mit seinem Buddy Donald Trump die Regie über die Weltmedien: die “Club-WM”. In zwei Wochen gehts los. Das deutsche Fachmedium hat schon seinen ganzen Laden auf links (oder rechts?) gedreht. Ganz so, wie Donald und sein ihn Donnerstag aufsuchender Fan Friedrich sich unternehmerisches Handeln vorstellen.
Eine “Club-WM”, bei der weder der spanische Meister FC Barcelona noch der englische Meister FC Liverpool “qualifiziert” sind, muss ein übler Scherz vom Gianni sein. Ich bin gespannt, was Leo Marchetti darüber noch auspacken wird. Ich guck so ein Kirmesturnier mit dem Arsch nicht an.
Das dachte sich wohl auch der solvente Apple-Konzern, mit dem die Fifa über die TV-Rechte geredet hatte: viel zu teuer. Und dann der Trick: die Fifa gab den vielleicht reichsten Massenmördern der Welt, den ل سعود die WM 2034. Dafür machten die eine grosszügige Kapitaleinlage beim Medien-Big Brother des Fussballs, dem dubiosen Oligarchen Blavatnik (Dazn, mit unzähligen blockübergreifenden Staatsbürgerschaften). Und der kaufte der notleidenden Fifa-Mafia für zufällig fast genau diesen Betrag die TV-Rechte an der Club-WM ab. So haben “alle” was davon. Also nicht “wir” – denken Sie nicht, dass die sich für uns interessieren.
Mechanismen des Geschäfts
So lautet die zynische Redensart zu diesem Geschehen. Das sehe ich anders. In bürgerlichen Demorkratien werden Politiker*innen gewählt, mit der Aufgabe das Zusammenleben ihrer Gesellschaften gemäss den Grundsätzen, den Grund- und Menschenrechten ihrer Verfassung zu regeln. Dazu gehören in vorderster Linie die Medien und Organisationen, über die die Menschen in diesen Gesellschaften über das Geschehen in ihrem Land und der Welt da draussen informiert werden. Der Fussball (der Herren) ist das Instrument, über das die Kräfte mit dem grössten Kapital versuchen, darüber die Herrschaft zu erringen und gegen gesellschaftliche öffentliche Kontrolle zu verteidigen.
Der allgemeine Denkfehler ist, sie wollten mit dem Fussball “Geld verdienen”. Nein, das ist so nicht, das tun sie nicht, und das wissen sie auch. Er ist das Werkzeug, um politisch relevante Massen zu erreichen, und mit Trash zu füttern (ganz so, wie sie es ja auch mit ihrer “KI/AI” machen). Es geht um Grösseres als Geld – um Medienmacht.
Und nun zeigen Sie mir die Politiker*innen, die dieses oligarchische und feudale Treiben unter demokratische Kontrolle zu bringen versuchen.
Während Sie suchen, freue ich mich zunächst mal auf die Frauen-EM. Da könnte es noch richtigen Sport geben.
Über Martin Böttger:
Martin Böttger ist seit 2014 Herausgeber des Beueler-Extradienst. Sein Lebenslauf findet sich hier...
Sie können dem Autor auch via Fediverse folgen unter: @martin.boettger -
Das Champions-League-Finale ist schon gewesen
mit Update 9.5.
Und zwar vor einer Woche in Barcelona und gestern in Milano. Der etwas überraschende Sieger mit 7:6 Toren ist Internazionale Mailand. Die Halbfinalspiele Inters gegen Barca können als Finale gewertet werden. Das andere Halbfinale ist ein Kirmesspiel um den 3. Platz, zumal PSG ja gar nicht europäisch sondern qatarisch geführt ist, und also bei Asienmeisterschaften antreten müsste. Das Finale in der süddeutschen Landeshauptstadt kann die Uefa ausfallen lassen, zumal sich die dortigen Arroganz- und Umsatzweltmeister sowieso nur ärgern würden, dass sie nicht mehr mitspielen dürfen.
So ganz überraschend war der Inter-Erfolg mit 4:3 nach Verlängerung am gestrigen Abend nicht mehr. Viele der jungen Barca-Talente haben ihre grosse Fussballerkarriere noch vor sich. Für sie war das noch nicht der Höhepunkt, sondern ein Schritt auf der Leiter in den Fussballerhimmel. Dass sie im Mailänder Hexenkessel nach einem 0:2 noch 3:2 zurückkamen, zeigte ihre schon erreichte Weltklasse. Dass sie das nicht 5 Minuten halten konnten, zeigte, was sie noch lernen müssen. Für etliche Inter-Stars war es dagegen die letzte Gelegenheit, was Grosses zu erreichen. Das haben sie mit diesen beiden epischen Spielen zweifellos schon geschafft.
Es ist keine sonderlich steile These festzustellen, dass Simone Inzaghi das Coach-Duell gegen Hansi Flick klar für sich entschieden hat. Er hat nicht nur die richtige Spielstrategie gegen die Künstler aus Katalonien gewählt. Er hat auch zur richtigen Zeit die richtigen Leute eingewechselt. Ein Schlüsselspieler war Federico Dimarco, dem ich auch am hellichten Tag auf dem Bürgersteig nur ungern begegnen würde, und der – selbstverständlich nie allein sondern immer mit 1-2 Mitspielern – Lamine Yamal stilllegen sollte. Das gelang selbstverständlich nicht vollständig. Aber oft. Dimarco musste schon nach 55 Minuten ausgewechselt werden, und Yamal wurde prompt wirkungsvoller. Aber nicht mannschaftsdienlicher. Seit Garrincha hat die Welt so ein Talent nicht wieder gesehen … Naja, Libuda vielleicht? Aber beider Schicksal ist dem jungen Mann nicht zu wünschen.
Das sportliche Ergebnis ist also so knapp wie gerecht. Das gestehe ich gern, auch wenn meine Sympathien eher auf dem Fútbol Total Barcas liegen, wie er einst von dem grossen Johan Cruyff inspiriert wurde.
Ich bin voller Bewunderung für Yann Sommer, der auch gestern wieder eines seiner zahlreichen “besten” Spiele gemacht hat. Global und sportlich betrachtet waren es vielleicht wirklich die wichtigsten. Und seine Leistung als Anführer eines bemerkenswerten Teams war Weltspitze. Der Mann, der 10 Jahre in Mönchengladbach von Uwe Kamps betreut wurde, ist jetzt 36. Und offenbar auf dem Gipfel seines Leistungsvermögens. “Bestes Torwartalter” wird dazu in Fussballkreisen gefachsimpelt. Aber das ist leicht gesagt, und überhaupt nicht leicht gelebt.
Meine Fussballkneipe war bei diesem fussballhistorischen Ereignis wieder nur dünn besetzt. Das Fachwissen ist also ebenfalls nur dünn gesät. Der deutsche Fussball kann bei der Ansicht dieser beiden Partien eine ganze Menge lernen. Aber die Mehrheit unseres Landes ist an sowas eben nicht interessiert, wie in der Politik. Die Uefa-Anstosszeiten erschweren das zusätzlich. Ein Schlusspfiff um Mitternacht wäre für die ins Bett genötigten Kinder kein konditionelles Problem. Ist es aber für uns selbstbestimmte Senioren …
Update 9.5.
Auch mein persönliches Ausflippen intelligent und exzellent auf den politischen Boden holend Alina Schwermer/taz: “Schönheit der Champions League: Michelangelos Heuschrecken – Die Champions League ist die vielleicht schönste Liga der Welt. Trotz aller Widerlichkeiten kann sich ihr kaum jemand entziehen.” Bravo, danke. Könnte das mal jemand an ihre Kolleg*inn*en in die Stadien und Redaktionen weiterleiten?
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#CharlesDuhigg's #ThePowerOfHabit was full of great insights but there's one part, involving the insights of football coach #TonyDungy that has always intrigued me, though I didn't quite understand why until a a line in #JohanCruyff's memoir lit the lightbulb about how business could work:
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@PStaelens Zoals Johan Cruyff zei: "Als je één goal meer maakt dan de ander, dan win je." #logica #JohanCruyff
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Hartje voor Nederlands beste voetballer ooit… maar voor de rest van de dag alleen maar supporteren voor de Belgen.
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Lionel Messi hat das Spiel des FC Barcelona über viele Jahre dominiert. Sein Abgang wird schmerzhaft - aber geprägt haben den Verein andere.
Leere im Camp Nou - der FC Barcelona ohne Messi - DER SPIEGEL - Sport
#Sport #Fußball-News #LionelMessi #FCBarcelona #PrimeraDivisión #JohanCruyff