Pressemeldung
Vonovia veranlasste Absage des Lebenslaute-Konzerts in #Bochum.
Eine aktuelle Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) belegt: Die Absage des geplanten Lebenslaute-Konzerts „Viva la Musica – enteignet Vonovia!“ am 7. August 2026 im Kunstmuseum Bochum geht auf direkte Einflussnahme des Wohnungskonzerns Vonovia zurück.
Wie aus einem nun vorliegenden Schreiben der Vonovia SE vom 17. Juli 2026 an den Oberbürgermeister der Stadt Bochum hervorgeht, zeigte sich das Unternehmen „mehr als befremdet“ über die Ankündigung des Konzerts und dessen „offensichtlich populistische Slogans“. Vor dem Hintergrund der „vielen Verbindungen“ wünschte man sich „einen anderen Umgang miteinander“ – offenbar mit Erfolg: Am 28. Juli 2026 stornierte das Kunstmuseum Bochum die Raumbuchung mit der Begründung, man habe sich „auf die Art der Veranstaltung nicht einigen können“.
Diese Begründung wirkt angesichts einer internen E-Mail des Verwaltungsleiters vom 3. Juli bemerkenswert, in der es ausdrücklich heißt: „Eine Handhabe, das Konzert zu verbieten, gibt es nicht – und dies ist ja auch von Museumsseite her ausdrücklich gar nicht gewünscht.“
Der Vorfall ordnet sich ein in die anhaltende Kampagne des Immobilienkonzerns – des größten Europas – gegen die Anwendung von Artikel 15 GG. Vonovia agitiert damit gegen die Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände, wie sie per Volksentscheid in Berlin im September 2021 angestoßen wurde.
Lebenslaute sieht in dem Vorgang einen alarmierenden Eingriff in die Kunst- und Meinungsfreiheit durch einen offensichtlich übermächtigen Konzern. Ohne das IFG wären diese Hintergründe im Verborgenen geblieben. Die von der Regierungskoalition geplante Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes gefährdet daher genau diese Art von öffentlicher Aufklärung.
Deshalb fordert Lebenslaute:
#Informationsfreiheitsgesetz verteidigen!
Art15 GG verteidigen!
Viva la Musica – enteignet #Vonovia!