home.social

#bmi — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #bmi, aggregated by home.social.

  1. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🏭 Der dritte Post unserer Reihe beschäftigt sich mit höheren Anforderungen an die Cybersicherheit bestimmter Unternehmen und in der Bundesverwaltung.

    #NIS2 #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  2. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🏭 Der dritte Post unserer Reihe beschäftigt sich mit höheren Anforderungen an die Cybersicherheit bestimmter Unternehmen und in der Bundesverwaltung.

    #NIS2 #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  3. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🏭 Der dritte Post unserer Reihe beschäftigt sich mit höheren Anforderungen an die Cybersicherheit bestimmter Unternehmen und in der Bundesverwaltung.

    #NIS2 #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  4. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🏭 Der dritte Post unserer Reihe beschäftigt sich mit höheren Anforderungen an die Cybersicherheit bestimmter Unternehmen und in der Bundesverwaltung.

    #NIS2 #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  5. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🏭 Der dritte Post unserer Reihe beschäftigt sich mit höheren Anforderungen an die Cybersicherheit bestimmter Unternehmen und in der Bundesverwaltung.

    #NIS2 #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  6. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🛡️ Im zweiten Post unserer Reihe geht es um eine nationale Schutz-Infrastruktur gegen Cyberangriffe – den Cyberdome.

    #Cyberdome #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  7. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🛡️ Im zweiten Post unserer Reihe geht es um eine nationale Schutz-Infrastruktur gegen Cyberangriffe – den Cyberdome.

    #Cyberdome #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  8. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🛡️ Im zweiten Post unserer Reihe geht es um eine nationale Schutz-Infrastruktur gegen Cyberangriffe – den Cyberdome.

    #Cyberdome #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  9. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🛡️ Im zweiten Post unserer Reihe geht es um eine nationale Schutz-Infrastruktur gegen Cyberangriffe – den Cyberdome.

    #Cyberdome #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  10. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    🛡️ Im zweiten Post unserer Reihe geht es um eine nationale Schutz-Infrastruktur gegen Cyberangriffe – den Cyberdome.

    #Cyberdome #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  11. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    💻 Als erstes schauen wir auf Verbesserungen bei der Cybersicherheit von digitalen Produkten.

    #CRA #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  12. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    💻 Als erstes schauen wir auf Verbesserungen bei der Cybersicherheit von digitalen Produkten.

    #CRA #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  13. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    💻 Als erstes schauen wir auf Verbesserungen bei der Cybersicherheit von digitalen Produkten.

    #CRA #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  14. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    💻 Als erstes schauen wir auf Verbesserungen bei der Cybersicherheit von digitalen Produkten.

    #CRA #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  15. 1️⃣ Bundeskanzler ➕ 1️⃣7️⃣ Bundesministerinnen und -minister 🟰 1️⃣ Bundesregierung. Und die ist seit nunmehr einem Jahr im Amt. Wir schauen mit euch zurück, wie wir seitdem die Cybersicherheit in Deutschland gestärkt haben. Daran arbeiten @bmi und @BMDS gemeinsam mit uns als Cybersicherheitsbehörde des Bundes.

    💻 Als erstes schauen wir auf Verbesserungen bei der Cybersicherheit von digitalen Produkten.

    #CRA #BSI #BMI #Cybernation #CybernationDeutschland

  16. A longitudinal study of over 40,000 women over 30 years found that rheumatoid arthritis incidence increased with smoking and BMI, and decreased with number of pregnancies.

    Summary: medicalxpress.com/news/2026-05

    The summary emphasizes pregnancy; the paper identifies other potential causes.

    Original paper: link.springer.com/article/10.1

    #Science #RheumatoidArthritis #Pregnancy #Smoking #BMI

  17. A longitudinal study of over 40,000 women over 30 years found that rheumatoid arthritis incidence increased with smoking and BMI, and decreased with number of pregnancies.

    Summary: medicalxpress.com/news/2026-05

    The summary emphasizes pregnancy; the paper identifies other potential causes.

    Original paper: link.springer.com/article/10.1

    #Science #RheumatoidArthritis #Pregnancy #Smoking #BMI

  18. A longitudinal study of over 40,000 women over 30 years found that rheumatoid arthritis incidence increased with smoking and BMI, and decreased with number of pregnancies.

    Summary: medicalxpress.com/news/2026-05

    The summary emphasizes pregnancy; the paper identifies other potential causes.

    Original paper: link.springer.com/article/10.1

    #Science #RheumatoidArthritis #Pregnancy #Smoking #BMI

  19. A longitudinal study of over 40,000 women over 30 years found that rheumatoid arthritis incidence increased with smoking and BMI, and decreased with number of pregnancies.

    Summary: medicalxpress.com/news/2026-05

    The summary emphasizes pregnancy; the paper identifies other potential causes.

    Original paper: link.springer.com/article/10.1

    #Science #RheumatoidArthritis #Pregnancy #Smoking #BMI

  20. A longitudinal study of over 40,000 women over 30 years found that rheumatoid arthritis incidence increased with smoking and BMI, and decreased with number of pregnancies.

    Summary: medicalxpress.com/news/2026-05

    The summary emphasizes pregnancy; the paper identifies other potential causes.

    Original paper: link.springer.com/article/10.1

    #Science #RheumatoidArthritis #Pregnancy #Smoking #BMI

  21. "Fields of Gold" is a song written and performed by English musician #Sting. It first appeared on his fourth studio album, #TenSummonersTales (1993). The song, co-produced by Sting with #HughPadgham, was released as a single on 7 June 1993 by #AAndMRecords, reaching No. 16 on the #UKSinglesChart and No. 23 on the US #Billboard Hot 100. The song also reached No. 2 in Canada and No. 6 in Iceland. In 1994, it was awarded one of #BMI's Pop Songs Awards.
    youtube.com/watch?v=x8IN2NVS4f0

  22. "Fields of Gold" is a song written and performed by English musician #Sting. It first appeared on his fourth studio album, #TenSummonersTales (1993). The song, co-produced by Sting with #HughPadgham, was released as a single on 7 June 1993 by #AAndMRecords, reaching No. 16 on the #UKSinglesChart and No. 23 on the US #Billboard Hot 100. The song also reached No. 2 in Canada and No. 6 in Iceland. In 1994, it was awarded one of #BMI's Pop Songs Awards.
    youtube.com/watch?v=x8IN2NVS4f0

  23. "Fields of Gold" is a song written and performed by English musician #Sting. It first appeared on his fourth studio album, #TenSummonersTales (1993). The song, co-produced by Sting with #HughPadgham, was released as a single on 7 June 1993 by #AAndMRecords, reaching No. 16 on the #UKSinglesChart and No. 23 on the US #Billboard Hot 100. The song also reached No. 2 in Canada and No. 6 in Iceland. In 1994, it was awarded one of #BMI's Pop Songs Awards.
    youtube.com/watch?v=x8IN2NVS4f0

  24. "Fields of Gold" is a song written and performed by English musician #Sting. It first appeared on his fourth studio album, #TenSummonersTales (1993). The song, co-produced by Sting with #HughPadgham, was released as a single on 7 June 1993 by #AAndMRecords, reaching No. 16 on the #UKSinglesChart and No. 23 on the US #Billboard Hot 100. The song also reached No. 2 in Canada and No. 6 in Iceland. In 1994, it was awarded one of #BMI's Pop Songs Awards.
    youtube.com/watch?v=x8IN2NVS4f0

  25. "Fields of Gold" is a song written and performed by English musician #Sting. It first appeared on his fourth studio album, #TenSummonersTales (1993). The song, co-produced by Sting with #HughPadgham, was released as a single on 7 June 1993 by #AAndMRecords, reaching No. 16 on the #UKSinglesChart and No. 23 on the US #Billboard Hot 100. The song also reached No. 2 in Canada and No. 6 in Iceland. In 1994, it was awarded one of #BMI's Pop Songs Awards.
    youtube.com/watch?v=x8IN2NVS4f0

  26. Gefährdet uns alle

    Überwachungspaket: Diese Sicherheitspolitik gefährdet uns alle

    Wer bei Sicherheit nur an Verbrechensbekämpfung denkt, verliert vieles aus dem Blick. Genau das scheint die aktuelle Bundesregierung mit ihrem Überwachungspaket zu tun, doch das kann gefährlich werden. Ein Kommentar.

    Mehr Sicherheit sollen drei Gesetzentwürfe bringen, die das Bundeskabinett am heutigen Mittwoch beschlossen hat. Der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit“, der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus“ und der „Gesetzentwurf zur Änderung der Strafprozessordnung“ legen die Grundlage dafür, dass Ermittlungsbehörden Gesichtsbilder mit Aufnahmen aus dem Internet abgleichen können und automatisierte Datenanalysen durchführen dürfen. Warum sie das brauchen? Unter anderem wegen der „hohen abstrakten Bedrohungslage“, erklärt der Vorspann der Entwürfe.

    Dass dieses Paket jede Menge neue Überwachungsbefugnisse bringen soll und tief in Grundrechte eingreift, haben Datenschützer:innen und Bürgerrechtsorganisationen überdeutlich und immer wieder kritisiert. Darauf hören will die Bundesregierung offenkundig nicht.

    Eingeschränktes Sicherheitsverständnis

    Damit offenbart sie nicht nur, dass ihr die fachlichen Einwände egal sind und sie in Kauf nimmt, dass das heute geplante Gesetz später vor einem Verfassungsgericht wieder fallen könnte. Sie präsentiert auch ein hochgradig beschränktes Verständnis von Sicherheit. Und das gefährdet uns alle.

    Sicherheit ist in der Welt der Merz-Regierung ein Schlagwort, um Kontroll- und Ordnungspolitik durchzusetzen. Das ist kein neuer Kurs, auch Vorgängerregierungen setzten auf immer mehr Gesetzesverschärfungen im Namen der Sicherheit, während andere Sicherheitsbereiche aus dem Blick gerieten.

    Das war einmal anders. In seiner Regierungserklärung im Jahr 1969 sagte Willy Brandt: „Dauerhafte Sicherheit kann es in einer entwickelten Gesellschaft nur durch Veränderung geben.“ Und er sprach danach zuerst von Bildungspolitik und finanzieller Stabilität. Sein Verständnis und das der damaligen Politik machten nicht an Polizeibefugnissen und militärischer Stärke halt. Ja, auch Verbrechensbekämpfung und Militärbündnisse kamen in seiner Rede vor. Aber sie waren nicht die einzigen Aspekte eines Sicherheitsbegriffs, sondern zwei Faktoren von vielen, die in einer Gesellschaft wichtig sind.

    Sicherheit ist mehr als Verbrechensbekämpfung

    Wenn wir Sicherheit nur auf Verbrechensbekämpfung beziehen, verlieren wir die Gesamtheit unserer Lebensgrundlagen aus dem Blick.

    Sicherheit ist, dass Menschen in Ruhe gesunden können, wenn sie krank geworden sind – ohne dass sie Nachteile fürchten müssen. Und nicht, dass ein Bundeskanzler ihnen Müßiggang unterstellt und sie dazu aufruft, mehr zu arbeiten.

    Sicherheit ist, wenn sich eine Regierung darum kümmert, dass Menschen sich auch in Zukunft Strom, Heizung und Mobilität leisten können. Und nicht, dass sie sich mit einer fossilverliebten Energiepolitik an den untergangsgeweihten Status Quo klammert.

    Sicherheit ist, wenn Menschen sich ohne Angst frei entfalten und an der Gesellschaft teilhaben können – egal wo sie herkommen, wer sie sind oder ob sie in der Mehrheitsgesellschaft auffallen. Dazu passt weder der Kurs der Merz-Regierung zum Selbstbestimmungsgesetz noch zum Asylrecht und vielen anderen Bereichen.

    Sicherheit ist kein Supergrundrecht

    Und das wichtigste: Grundrechte müssen die Basis für jegliche Sicherheitspolitik sein. Denn ohne Grundrechte gefährden wir unsere Demokratie. Und eine Bundesregierung darf nicht selbst an deren Schwächung arbeiten. Sicherheit ist kein Supergrundrecht, wie der einstige CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich es vor mehr als zehn Jahren zu kolportieren versuchte.

    Wenn es schon ein Supergrundrecht geben soll, ist das zweifelsohne die unantastbare Menschenwürde. Sicherheit kommt in der Liste der Grundrechte so nicht vor. Doch umgekehrt sind die Rechte, die in unserer Verfassung verankert sind, Basis für jede Sicherheit, die wir als Menschen in einem demokratischen Staat haben können.

    Grundrechte können eingeschränkt werden, das stimmt. Aber dafür gibt es Voraussetzungen: Die entsprechenden Maßnahmen müssen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sein. Und dass das im Fall der derzeit vorgelegten Gesetzentwürfe der Fall wäre, daran – damit wieder zurück zur Kritik vom Anfang – zweifeln Fachleute stark.

    Ein Gegenteil von Sicherheit ist Verunsicherung

    Wir dürfen nicht aufhören, diese Kritik zu üben. An jeder einzelnen Maßnahme, die Grundrechte im Übermaß beschneiden. Wir dürfen auch nicht aufhören zu fordern, dass wir eine evidenzbasierte sogenannte Sicherheitspolitik brauchen, die sich aus mehr speist als performativer Innovationsinszenierung und schnellen technischen, vermeintlichen Antworten auf tieferliegende Probleme.

    Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass Sicherheit mehr ist als das, was in Polizei- und Strafgesetzen steht. Wer Menschen immer wieder verunsichert, versteht Sicherheit falsch. Und das kann schnell gefährlich werden.

    Anna Biselli  ist Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org. Sie interessiert sich vor allem für staatliche Überwachung und Dinge rund um digitalisierte Migrationskontrolle. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Telefon: +49-30-5771482-42 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

    Über Anna Biselli - netzpolitik:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  27. Gefährdet uns alle

    Überwachungspaket: Diese Sicherheitspolitik gefährdet uns alle

    Wer bei Sicherheit nur an Verbrechensbekämpfung denkt, verliert vieles aus dem Blick. Genau das scheint die aktuelle Bundesregierung mit ihrem Überwachungspaket zu tun, doch das kann gefährlich werden. Ein Kommentar.

    Mehr Sicherheit sollen drei Gesetzentwürfe bringen, die das Bundeskabinett am heutigen Mittwoch beschlossen hat. Der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit“, der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus“ und der „Gesetzentwurf zur Änderung der Strafprozessordnung“ legen die Grundlage dafür, dass Ermittlungsbehörden Gesichtsbilder mit Aufnahmen aus dem Internet abgleichen können und automatisierte Datenanalysen durchführen dürfen. Warum sie das brauchen? Unter anderem wegen der „hohen abstrakten Bedrohungslage“, erklärt der Vorspann der Entwürfe.

    Dass dieses Paket jede Menge neue Überwachungsbefugnisse bringen soll und tief in Grundrechte eingreift, haben Datenschützer:innen und Bürgerrechtsorganisationen überdeutlich und immer wieder kritisiert. Darauf hören will die Bundesregierung offenkundig nicht.

    Eingeschränktes Sicherheitsverständnis

    Damit offenbart sie nicht nur, dass ihr die fachlichen Einwände egal sind und sie in Kauf nimmt, dass das heute geplante Gesetz später vor einem Verfassungsgericht wieder fallen könnte. Sie präsentiert auch ein hochgradig beschränktes Verständnis von Sicherheit. Und das gefährdet uns alle.

    Sicherheit ist in der Welt der Merz-Regierung ein Schlagwort, um Kontroll- und Ordnungspolitik durchzusetzen. Das ist kein neuer Kurs, auch Vorgängerregierungen setzten auf immer mehr Gesetzesverschärfungen im Namen der Sicherheit, während andere Sicherheitsbereiche aus dem Blick gerieten.

    Das war einmal anders. In seiner Regierungserklärung im Jahr 1969 sagte Willy Brandt: „Dauerhafte Sicherheit kann es in einer entwickelten Gesellschaft nur durch Veränderung geben.“ Und er sprach danach zuerst von Bildungspolitik und finanzieller Stabilität. Sein Verständnis und das der damaligen Politik machten nicht an Polizeibefugnissen und militärischer Stärke halt. Ja, auch Verbrechensbekämpfung und Militärbündnisse kamen in seiner Rede vor. Aber sie waren nicht die einzigen Aspekte eines Sicherheitsbegriffs, sondern zwei Faktoren von vielen, die in einer Gesellschaft wichtig sind.

    Sicherheit ist mehr als Verbrechensbekämpfung

    Wenn wir Sicherheit nur auf Verbrechensbekämpfung beziehen, verlieren wir die Gesamtheit unserer Lebensgrundlagen aus dem Blick.

    Sicherheit ist, dass Menschen in Ruhe gesunden können, wenn sie krank geworden sind – ohne dass sie Nachteile fürchten müssen. Und nicht, dass ein Bundeskanzler ihnen Müßiggang unterstellt und sie dazu aufruft, mehr zu arbeiten.

    Sicherheit ist, wenn sich eine Regierung darum kümmert, dass Menschen sich auch in Zukunft Strom, Heizung und Mobilität leisten können. Und nicht, dass sie sich mit einer fossilverliebten Energiepolitik an den untergangsgeweihten Status Quo klammert.

    Sicherheit ist, wenn Menschen sich ohne Angst frei entfalten und an der Gesellschaft teilhaben können – egal wo sie herkommen, wer sie sind oder ob sie in der Mehrheitsgesellschaft auffallen. Dazu passt weder der Kurs der Merz-Regierung zum Selbstbestimmungsgesetz noch zum Asylrecht und vielen anderen Bereichen.

    Sicherheit ist kein Supergrundrecht

    Und das wichtigste: Grundrechte müssen die Basis für jegliche Sicherheitspolitik sein. Denn ohne Grundrechte gefährden wir unsere Demokratie. Und eine Bundesregierung darf nicht selbst an deren Schwächung arbeiten. Sicherheit ist kein Supergrundrecht, wie der einstige CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich es vor mehr als zehn Jahren zu kolportieren versuchte.

    Wenn es schon ein Supergrundrecht geben soll, ist das zweifelsohne die unantastbare Menschenwürde. Sicherheit kommt in der Liste der Grundrechte so nicht vor. Doch umgekehrt sind die Rechte, die in unserer Verfassung verankert sind, Basis für jede Sicherheit, die wir als Menschen in einem demokratischen Staat haben können.

    Grundrechte können eingeschränkt werden, das stimmt. Aber dafür gibt es Voraussetzungen: Die entsprechenden Maßnahmen müssen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sein. Und dass das im Fall der derzeit vorgelegten Gesetzentwürfe der Fall wäre, daran – damit wieder zurück zur Kritik vom Anfang – zweifeln Fachleute stark.

    Ein Gegenteil von Sicherheit ist Verunsicherung

    Wir dürfen nicht aufhören, diese Kritik zu üben. An jeder einzelnen Maßnahme, die Grundrechte im Übermaß beschneiden. Wir dürfen auch nicht aufhören zu fordern, dass wir eine evidenzbasierte sogenannte Sicherheitspolitik brauchen, die sich aus mehr speist als performativer Innovationsinszenierung und schnellen technischen, vermeintlichen Antworten auf tieferliegende Probleme.

    Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass Sicherheit mehr ist als das, was in Polizei- und Strafgesetzen steht. Wer Menschen immer wieder verunsichert, versteht Sicherheit falsch. Und das kann schnell gefährlich werden.

    Anna Biselli  ist Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org. Sie interessiert sich vor allem für staatliche Überwachung und Dinge rund um digitalisierte Migrationskontrolle. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Telefon: +49-30-5771482-42 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

  28. Gefährdet uns alle

    Überwachungspaket: Diese Sicherheitspolitik gefährdet uns alle

    Wer bei Sicherheit nur an Verbrechensbekämpfung denkt, verliert vieles aus dem Blick. Genau das scheint die aktuelle Bundesregierung mit ihrem Überwachungspaket zu tun, doch das kann gefährlich werden. Ein Kommentar.

    Mehr Sicherheit sollen drei Gesetzentwürfe bringen, die das Bundeskabinett am heutigen Mittwoch beschlossen hat. Der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit“, der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus“ und der „Gesetzentwurf zur Änderung der Strafprozessordnung“ legen die Grundlage dafür, dass Ermittlungsbehörden Gesichtsbilder mit Aufnahmen aus dem Internet abgleichen können und automatisierte Datenanalysen durchführen dürfen. Warum sie das brauchen? Unter anderem wegen der „hohen abstrakten Bedrohungslage“, erklärt der Vorspann der Entwürfe.

    Dass dieses Paket jede Menge neue Überwachungsbefugnisse bringen soll und tief in Grundrechte eingreift, haben Datenschützer:innen und Bürgerrechtsorganisationen überdeutlich und immer wieder kritisiert. Darauf hören will die Bundesregierung offenkundig nicht.

    Eingeschränktes Sicherheitsverständnis

    Damit offenbart sie nicht nur, dass ihr die fachlichen Einwände egal sind und sie in Kauf nimmt, dass das heute geplante Gesetz später vor einem Verfassungsgericht wieder fallen könnte. Sie präsentiert auch ein hochgradig beschränktes Verständnis von Sicherheit. Und das gefährdet uns alle.

    Sicherheit ist in der Welt der Merz-Regierung ein Schlagwort, um Kontroll- und Ordnungspolitik durchzusetzen. Das ist kein neuer Kurs, auch Vorgängerregierungen setzten auf immer mehr Gesetzesverschärfungen im Namen der Sicherheit, während andere Sicherheitsbereiche aus dem Blick gerieten.

    Das war einmal anders. In seiner Regierungserklärung im Jahr 1969 sagte Willy Brandt: „Dauerhafte Sicherheit kann es in einer entwickelten Gesellschaft nur durch Veränderung geben.“ Und er sprach danach zuerst von Bildungspolitik und finanzieller Stabilität. Sein Verständnis und das der damaligen Politik machten nicht an Polizeibefugnissen und militärischer Stärke halt. Ja, auch Verbrechensbekämpfung und Militärbündnisse kamen in seiner Rede vor. Aber sie waren nicht die einzigen Aspekte eines Sicherheitsbegriffs, sondern zwei Faktoren von vielen, die in einer Gesellschaft wichtig sind.

    Sicherheit ist mehr als Verbrechensbekämpfung

    Wenn wir Sicherheit nur auf Verbrechensbekämpfung beziehen, verlieren wir die Gesamtheit unserer Lebensgrundlagen aus dem Blick.

    Sicherheit ist, dass Menschen in Ruhe gesunden können, wenn sie krank geworden sind – ohne dass sie Nachteile fürchten müssen. Und nicht, dass ein Bundeskanzler ihnen Müßiggang unterstellt und sie dazu aufruft, mehr zu arbeiten.

    Sicherheit ist, wenn sich eine Regierung darum kümmert, dass Menschen sich auch in Zukunft Strom, Heizung und Mobilität leisten können. Und nicht, dass sie sich mit einer fossilverliebten Energiepolitik an den untergangsgeweihten Status Quo klammert.

    Sicherheit ist, wenn Menschen sich ohne Angst frei entfalten und an der Gesellschaft teilhaben können – egal wo sie herkommen, wer sie sind oder ob sie in der Mehrheitsgesellschaft auffallen. Dazu passt weder der Kurs der Merz-Regierung zum Selbstbestimmungsgesetz noch zum Asylrecht und vielen anderen Bereichen.

    Sicherheit ist kein Supergrundrecht

    Und das wichtigste: Grundrechte müssen die Basis für jegliche Sicherheitspolitik sein. Denn ohne Grundrechte gefährden wir unsere Demokratie. Und eine Bundesregierung darf nicht selbst an deren Schwächung arbeiten. Sicherheit ist kein Supergrundrecht, wie der einstige CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich es vor mehr als zehn Jahren zu kolportieren versuchte.

    Wenn es schon ein Supergrundrecht geben soll, ist das zweifelsohne die unantastbare Menschenwürde. Sicherheit kommt in der Liste der Grundrechte so nicht vor. Doch umgekehrt sind die Rechte, die in unserer Verfassung verankert sind, Basis für jede Sicherheit, die wir als Menschen in einem demokratischen Staat haben können.

    Grundrechte können eingeschränkt werden, das stimmt. Aber dafür gibt es Voraussetzungen: Die entsprechenden Maßnahmen müssen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sein. Und dass das im Fall der derzeit vorgelegten Gesetzentwürfe der Fall wäre, daran – damit wieder zurück zur Kritik vom Anfang – zweifeln Fachleute stark.

    Ein Gegenteil von Sicherheit ist Verunsicherung

    Wir dürfen nicht aufhören, diese Kritik zu üben. An jeder einzelnen Maßnahme, die Grundrechte im Übermaß beschneiden. Wir dürfen auch nicht aufhören zu fordern, dass wir eine evidenzbasierte sogenannte Sicherheitspolitik brauchen, die sich aus mehr speist als performativer Innovationsinszenierung und schnellen technischen, vermeintlichen Antworten auf tieferliegende Probleme.

    Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass Sicherheit mehr ist als das, was in Polizei- und Strafgesetzen steht. Wer Menschen immer wieder verunsichert, versteht Sicherheit falsch. Und das kann schnell gefährlich werden.

    Anna Biselli  ist Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org. Sie interessiert sich vor allem für staatliche Überwachung und Dinge rund um digitalisierte Migrationskontrolle. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Telefon: +49-30-5771482-42 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

    Über Anna Biselli - netzpolitik:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  29. Gefährdet uns alle

    Überwachungspaket: Diese Sicherheitspolitik gefährdet uns alle

    Wer bei Sicherheit nur an Verbrechensbekämpfung denkt, verliert vieles aus dem Blick. Genau das scheint die aktuelle Bundesregierung mit ihrem Überwachungspaket zu tun, doch das kann gefährlich werden. Ein Kommentar.

    Mehr Sicherheit sollen drei Gesetzentwürfe bringen, die das Bundeskabinett am heutigen Mittwoch beschlossen hat. Der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit“, der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus“ und der „Gesetzentwurf zur Änderung der Strafprozessordnung“ legen die Grundlage dafür, dass Ermittlungsbehörden Gesichtsbilder mit Aufnahmen aus dem Internet abgleichen können und automatisierte Datenanalysen durchführen dürfen. Warum sie das brauchen? Unter anderem wegen der „hohen abstrakten Bedrohungslage“, erklärt der Vorspann der Entwürfe.

    Dass dieses Paket jede Menge neue Überwachungsbefugnisse bringen soll und tief in Grundrechte eingreift, haben Datenschützer:innen und Bürgerrechtsorganisationen überdeutlich und immer wieder kritisiert. Darauf hören will die Bundesregierung offenkundig nicht.

    Eingeschränktes Sicherheitsverständnis

    Damit offenbart sie nicht nur, dass ihr die fachlichen Einwände egal sind und sie in Kauf nimmt, dass das heute geplante Gesetz später vor einem Verfassungsgericht wieder fallen könnte. Sie präsentiert auch ein hochgradig beschränktes Verständnis von Sicherheit. Und das gefährdet uns alle.

    Sicherheit ist in der Welt der Merz-Regierung ein Schlagwort, um Kontroll- und Ordnungspolitik durchzusetzen. Das ist kein neuer Kurs, auch Vorgängerregierungen setzten auf immer mehr Gesetzesverschärfungen im Namen der Sicherheit, während andere Sicherheitsbereiche aus dem Blick gerieten.

    Das war einmal anders. In seiner Regierungserklärung im Jahr 1969 sagte Willy Brandt: „Dauerhafte Sicherheit kann es in einer entwickelten Gesellschaft nur durch Veränderung geben.“ Und er sprach danach zuerst von Bildungspolitik und finanzieller Stabilität. Sein Verständnis und das der damaligen Politik machten nicht an Polizeibefugnissen und militärischer Stärke halt. Ja, auch Verbrechensbekämpfung und Militärbündnisse kamen in seiner Rede vor. Aber sie waren nicht die einzigen Aspekte eines Sicherheitsbegriffs, sondern zwei Faktoren von vielen, die in einer Gesellschaft wichtig sind.

    Sicherheit ist mehr als Verbrechensbekämpfung

    Wenn wir Sicherheit nur auf Verbrechensbekämpfung beziehen, verlieren wir die Gesamtheit unserer Lebensgrundlagen aus dem Blick.

    Sicherheit ist, dass Menschen in Ruhe gesunden können, wenn sie krank geworden sind – ohne dass sie Nachteile fürchten müssen. Und nicht, dass ein Bundeskanzler ihnen Müßiggang unterstellt und sie dazu aufruft, mehr zu arbeiten.

    Sicherheit ist, wenn sich eine Regierung darum kümmert, dass Menschen sich auch in Zukunft Strom, Heizung und Mobilität leisten können. Und nicht, dass sie sich mit einer fossilverliebten Energiepolitik an den untergangsgeweihten Status Quo klammert.

    Sicherheit ist, wenn Menschen sich ohne Angst frei entfalten und an der Gesellschaft teilhaben können – egal wo sie herkommen, wer sie sind oder ob sie in der Mehrheitsgesellschaft auffallen. Dazu passt weder der Kurs der Merz-Regierung zum Selbstbestimmungsgesetz noch zum Asylrecht und vielen anderen Bereichen.

    Sicherheit ist kein Supergrundrecht

    Und das wichtigste: Grundrechte müssen die Basis für jegliche Sicherheitspolitik sein. Denn ohne Grundrechte gefährden wir unsere Demokratie. Und eine Bundesregierung darf nicht selbst an deren Schwächung arbeiten. Sicherheit ist kein Supergrundrecht, wie der einstige CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich es vor mehr als zehn Jahren zu kolportieren versuchte.

    Wenn es schon ein Supergrundrecht geben soll, ist das zweifelsohne die unantastbare Menschenwürde. Sicherheit kommt in der Liste der Grundrechte so nicht vor. Doch umgekehrt sind die Rechte, die in unserer Verfassung verankert sind, Basis für jede Sicherheit, die wir als Menschen in einem demokratischen Staat haben können.

    Grundrechte können eingeschränkt werden, das stimmt. Aber dafür gibt es Voraussetzungen: Die entsprechenden Maßnahmen müssen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sein. Und dass das im Fall der derzeit vorgelegten Gesetzentwürfe der Fall wäre, daran – damit wieder zurück zur Kritik vom Anfang – zweifeln Fachleute stark.

    Ein Gegenteil von Sicherheit ist Verunsicherung

    Wir dürfen nicht aufhören, diese Kritik zu üben. An jeder einzelnen Maßnahme, die Grundrechte im Übermaß beschneiden. Wir dürfen auch nicht aufhören zu fordern, dass wir eine evidenzbasierte sogenannte Sicherheitspolitik brauchen, die sich aus mehr speist als performativer Innovationsinszenierung und schnellen technischen, vermeintlichen Antworten auf tieferliegende Probleme.

    Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass Sicherheit mehr ist als das, was in Polizei- und Strafgesetzen steht. Wer Menschen immer wieder verunsichert, versteht Sicherheit falsch. Und das kann schnell gefährlich werden.

    Anna Biselli  ist Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org. Sie interessiert sich vor allem für staatliche Überwachung und Dinge rund um digitalisierte Migrationskontrolle. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Telefon: +49-30-5771482-42 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

    Über Anna Biselli - netzpolitik:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  30. Gefährdet uns alle

    Überwachungspaket: Diese Sicherheitspolitik gefährdet uns alle

    Wer bei Sicherheit nur an Verbrechensbekämpfung denkt, verliert vieles aus dem Blick. Genau das scheint die aktuelle Bundesregierung mit ihrem Überwachungspaket zu tun, doch das kann gefährlich werden. Ein Kommentar.

    Mehr Sicherheit sollen drei Gesetzentwürfe bringen, die das Bundeskabinett am heutigen Mittwoch beschlossen hat. Der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse in der Polizeiarbeit“, der „Gesetzentwurf zur Stärkung digitaler Ermittlungsbefugnisse zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus“ und der „Gesetzentwurf zur Änderung der Strafprozessordnung“ legen die Grundlage dafür, dass Ermittlungsbehörden Gesichtsbilder mit Aufnahmen aus dem Internet abgleichen können und automatisierte Datenanalysen durchführen dürfen. Warum sie das brauchen? Unter anderem wegen der „hohen abstrakten Bedrohungslage“, erklärt der Vorspann der Entwürfe.

    Dass dieses Paket jede Menge neue Überwachungsbefugnisse bringen soll und tief in Grundrechte eingreift, haben Datenschützer:innen und Bürgerrechtsorganisationen überdeutlich und immer wieder kritisiert. Darauf hören will die Bundesregierung offenkundig nicht.

    Eingeschränktes Sicherheitsverständnis

    Damit offenbart sie nicht nur, dass ihr die fachlichen Einwände egal sind und sie in Kauf nimmt, dass das heute geplante Gesetz später vor einem Verfassungsgericht wieder fallen könnte. Sie präsentiert auch ein hochgradig beschränktes Verständnis von Sicherheit. Und das gefährdet uns alle.

    Sicherheit ist in der Welt der Merz-Regierung ein Schlagwort, um Kontroll- und Ordnungspolitik durchzusetzen. Das ist kein neuer Kurs, auch Vorgängerregierungen setzten auf immer mehr Gesetzesverschärfungen im Namen der Sicherheit, während andere Sicherheitsbereiche aus dem Blick gerieten.

    Das war einmal anders. In seiner Regierungserklärung im Jahr 1969 sagte Willy Brandt: „Dauerhafte Sicherheit kann es in einer entwickelten Gesellschaft nur durch Veränderung geben.“ Und er sprach danach zuerst von Bildungspolitik und finanzieller Stabilität. Sein Verständnis und das der damaligen Politik machten nicht an Polizeibefugnissen und militärischer Stärke halt. Ja, auch Verbrechensbekämpfung und Militärbündnisse kamen in seiner Rede vor. Aber sie waren nicht die einzigen Aspekte eines Sicherheitsbegriffs, sondern zwei Faktoren von vielen, die in einer Gesellschaft wichtig sind.

    Sicherheit ist mehr als Verbrechensbekämpfung

    Wenn wir Sicherheit nur auf Verbrechensbekämpfung beziehen, verlieren wir die Gesamtheit unserer Lebensgrundlagen aus dem Blick.

    Sicherheit ist, dass Menschen in Ruhe gesunden können, wenn sie krank geworden sind – ohne dass sie Nachteile fürchten müssen. Und nicht, dass ein Bundeskanzler ihnen Müßiggang unterstellt und sie dazu aufruft, mehr zu arbeiten.

    Sicherheit ist, wenn sich eine Regierung darum kümmert, dass Menschen sich auch in Zukunft Strom, Heizung und Mobilität leisten können. Und nicht, dass sie sich mit einer fossilverliebten Energiepolitik an den untergangsgeweihten Status Quo klammert.

    Sicherheit ist, wenn Menschen sich ohne Angst frei entfalten und an der Gesellschaft teilhaben können – egal wo sie herkommen, wer sie sind oder ob sie in der Mehrheitsgesellschaft auffallen. Dazu passt weder der Kurs der Merz-Regierung zum Selbstbestimmungsgesetz noch zum Asylrecht und vielen anderen Bereichen.

    Sicherheit ist kein Supergrundrecht

    Und das wichtigste: Grundrechte müssen die Basis für jegliche Sicherheitspolitik sein. Denn ohne Grundrechte gefährden wir unsere Demokratie. Und eine Bundesregierung darf nicht selbst an deren Schwächung arbeiten. Sicherheit ist kein Supergrundrecht, wie der einstige CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich es vor mehr als zehn Jahren zu kolportieren versuchte.

    Wenn es schon ein Supergrundrecht geben soll, ist das zweifelsohne die unantastbare Menschenwürde. Sicherheit kommt in der Liste der Grundrechte so nicht vor. Doch umgekehrt sind die Rechte, die in unserer Verfassung verankert sind, Basis für jede Sicherheit, die wir als Menschen in einem demokratischen Staat haben können.

    Grundrechte können eingeschränkt werden, das stimmt. Aber dafür gibt es Voraussetzungen: Die entsprechenden Maßnahmen müssen geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sein. Und dass das im Fall der derzeit vorgelegten Gesetzentwürfe der Fall wäre, daran – damit wieder zurück zur Kritik vom Anfang – zweifeln Fachleute stark.

    Ein Gegenteil von Sicherheit ist Verunsicherung

    Wir dürfen nicht aufhören, diese Kritik zu üben. An jeder einzelnen Maßnahme, die Grundrechte im Übermaß beschneiden. Wir dürfen auch nicht aufhören zu fordern, dass wir eine evidenzbasierte sogenannte Sicherheitspolitik brauchen, die sich aus mehr speist als performativer Innovationsinszenierung und schnellen technischen, vermeintlichen Antworten auf tieferliegende Probleme.

    Aber wir dürfen dabei nicht vergessen, dass Sicherheit mehr ist als das, was in Polizei- und Strafgesetzen steht. Wer Menschen immer wieder verunsichert, versteht Sicherheit falsch. Und das kann schnell gefährlich werden.

    Anna Biselli  ist Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org. Sie interessiert sich vor allem für staatliche Überwachung und Dinge rund um digitalisierte Migrationskontrolle. Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Telefon: +49-30-5771482-42 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 18 Uhr). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

    Über Anna Biselli - netzpolitik:

    Unter der Kennung "Gastautor:innen" fassen wir die unterschiedlichsten Beiträge externer Quellen zusammen, die wir dankbar im Beueler-Extradienst (wieder-)veröffentlichen dürfen. Die Autor*innen, Quellen und ggf. Lizenzen sind, soweit bekannt, jeweils im Beitrag vermerkt und/oder verlinkt.

  31. RE: systemli.social/@johannesgrune

    „Die Anwälte des Ministeriums wurden während der Verhandlung zweimal vom Senat scharf kritisiert: Die Akte enthalte eine „furchtbare Zitierweise” und die Verfahrensführung sei angesichts der Brisanz des Verfahrens „nicht immer der Sache angemessen”.“

    #BMI

  32. RE: systemli.social/@johannesgrune

    „Die Anwälte des Ministeriums wurden während der Verhandlung zweimal vom Senat scharf kritisiert: Die Akte enthalte eine „furchtbare Zitierweise” und die Verfahrensführung sei angesichts der Brisanz des Verfahrens „nicht immer der Sache angemessen”.“

    #BMI

  33. RE: systemli.social/@johannesgrune

    „Die Anwälte des Ministeriums wurden während der Verhandlung zweimal vom Senat scharf kritisiert: Die Akte enthalte eine „furchtbare Zitierweise” und die Verfahrensführung sei angesichts der Brisanz des Verfahrens „nicht immer der Sache angemessen”.“

    #BMI

  34. RE: systemli.social/@johannesgrune

    „Die Anwälte des Ministeriums wurden während der Verhandlung zweimal vom Senat scharf kritisiert: Die Akte enthalte eine „furchtbare Zitierweise” und die Verfahrensführung sei angesichts der Brisanz des Verfahrens „nicht immer der Sache angemessen”.“

    #BMI

  35. RE: systemli.social/@johannesgrune

    „Die Anwälte des Ministeriums wurden während der Verhandlung zweimal vom Senat scharf kritisiert: Die Akte enthalte eine „furchtbare Zitierweise” und die Verfahrensführung sei angesichts der Brisanz des Verfahrens „nicht immer der Sache angemessen”.“

    #BMI

  36. Jura­pro­fessor klagt erfolg­reich gegen #Binnengrenzkontrollen

    VG Koblenz: Es mangele für die Einführung der Binnengrenzkontrollen an einer tragfähigen Tatsachengrundlage, urteilte das VG. Angaben zu den erschöpften Kapazitäten bei Behörden und Einrichtungen seien derart vage, dass sie sich nicht auf ihre Plausibilität überprüfen ließen.

    lto.de/recht/nachrichten/n/vg-

    Die nächste Klatsche für #Bundesinnenministerium / #BMI und #Dobrindt (s.a. social.tchncs.de/@schlackenfuc).
    Noch mal: Wann werden wir eigentlich ausreichend vor Ignoranten (oder #Rechtsstaat-Feinden?) im BMI geschützt? Brauchen wir einen neuen Radikalen-Erlass?¿

    #Migration #Schengen

  37. Jura­pro­fessor klagt erfolg­reich gegen #Binnengrenzkontrollen

    VG Koblenz: Es mangele für die Einführung der Binnengrenzkontrollen an einer tragfähigen Tatsachengrundlage, urteilte das VG. Angaben zu den erschöpften Kapazitäten bei Behörden und Einrichtungen seien derart vage, dass sie sich nicht auf ihre Plausibilität überprüfen ließen.

    lto.de/recht/nachrichten/n/vg-

    Die nächste Klatsche für #Bundesinnenministerium / #BMI und #Dobrindt (s.a. social.tchncs.de/@schlackenfuc).
    Noch mal: Wann werden wir eigentlich ausreichend vor Ignoranten (oder #Rechtsstaat-Feinden?) im BMI geschützt? Brauchen wir einen neuen Radikalen-Erlass?¿

    #Migration #Schengen

  38. Jura­pro­fessor klagt erfolg­reich gegen #Binnengrenzkontrollen

    VG Koblenz: Es mangele für die Einführung der Binnengrenzkontrollen an einer tragfähigen Tatsachengrundlage, urteilte das VG. Angaben zu den erschöpften Kapazitäten bei Behörden und Einrichtungen seien derart vage, dass sie sich nicht auf ihre Plausibilität überprüfen ließen.

    lto.de/recht/nachrichten/n/vg-

    Die nächste Klatsche für #Bundesinnenministerium / #BMI und #Dobrindt (s.a. social.tchncs.de/@schlackenfuc).
    Noch mal: Wann werden wir eigentlich ausreichend vor Ignoranten (oder #Rechtsstaat-Feinden?) im BMI geschützt? Brauchen wir einen neuen Radikalen-Erlass?¿

    #Migration #Schengen

  39. Einmal mehr zur Erinnerung an das #BMI: Die ständig verlängerten #Grenzkontrollen sind rechtswidrig - das hat heute auch das Verwaltungsgericht Koblenz festgestellt, denn für eine Bedrohung fehle es einer "tragfähigen Tatsachengrundlage“. #Rechtsstaat vgko.justiz.rlp.de/presse-aktue...

    Identitätskontrolle an der lux...