home.social

#plattformokonomie — Public Fediverse posts

Live and recent posts from across the Fediverse tagged #plattformokonomie, aggregated by home.social.

fetched live
  1. Mangopay launcht mit „Echo“ eine zentrale Multi-PSP-Lösung, die Zahlungen plattformübergreifend verwaltet, Wallets zuordnet und Transparenz über Geldflüsse schafft. IT-Teams behalten volle Kontrolle über Payment-Flows, ohne bestehende PSP-Setups anpassen zu müssen.
    #Aktuell #Anwendung #Zahlungsverkehr #OnlinePayment #Payment #PlattformÖkonomie #PSP #Zahlungsverkehr
    it-finanzmagazin.de/multi-psp-...
    it-finanzmagazin.de/multi-psp-

  2. 📆 Berlin | 30.9.️
    Flexibel, prekär, unsichtbar: Arbeiten in der #Plattformökonomie
    Studierende zwischen Migration und Prekarität. Studienpräsentation mit Dr. Amrita Datta u. a. 👇
    rosalux.de/veranstaltung/es_de

  3. Jan Fehse – „Geliefert“ (2019)

    Der beste deutsche Film von Ken Loach stammt in Wirklichkeit von Jan Fehse. Zwei Jahre nach „Sorry We Missed You“ (2019, Blog) hat der Münchener die Geschichte vom Paketzusteller, der von der E-Commerce-Logistik-Maschine am Ende fast aufgefressen wird, erstaunlich präzise in’s Deutsche übersetzt. Ohne Bjarne Mädel wäre es vielleicht nur ein Remake geworden. Doch weil der Mann längst sein eigenes Genre bespielt, wurde es auch zu seinem ganz eigenen Film. (ARD, Wh.)

    Zum Blog: nexxtpress.de/mediathekperlen/
  4. Targobank und OLB bauen ein digitales Baufinanzierungsangebot auf Basis der Europace-Plattform, die Onboarding, Beratung und Kreditabschluss integriert. Ein durchgängiger, skalierbarer Workflow verbindet digitale Leadgewinnung mit persönlicher Beratung und automatisiertem Kreditentscheidungsprozess.
    #Aktuell #Anwendung #Baufinanzierung #PlattformÖkonomie #Targobank #Audio
    http...
    it-finanzmagazin.de/targobank-

  5. So aktuell vor den Ferien fällt mir wieder auf, welche ungeheuren Summen die Plattformen aus dem Markt ziehen. Für einen 2.000 Euro Ferienhaus-Besuch bleiben mehrere hundert Euro bei den - meist außereuropäischen - Plattformanbietern hängen.

    Wo bleibt die Hotel- und Ferienhausvermittlung nach dem Model von Ecosia, bei dem nur geringe Gebühren anfallen und ein großer Teil davon gemeinnützig investiert wird?

    Da bekomme ich fast Lust wieder zu gründen. 🤔🙆‍♂️

    #plattformökonomie #unplugbigtech

  6. Warum ich BizzFed gebaut habe – und warum mir das berufliche Netz gehören sollte

    Es gibt diesen Moment, den vermutlich viele kennen: Man öffnet ein berufliches Netzwerk, eigentlich nur, um eine einzige Nachricht zu beantworten – und zwanzig Minuten später scrollt man durch einen Feed, den man sich nie ausgesucht hat. Beiträge, die man nicht abonniert hat. Werbung, die einen kennt, ohne […]

    https://blog.hamdorf.org/bizzfed/
  7. Google, Meta oder Amazon erscheinen gern als neutrale Infrastruktur. @gsohn erinnert daran, dass sie längst Zugangsmacht ausüben: Wer Rankings, Sichtbarkeit und Voreinstellungen kontrolliert, steuert Märkte und Öffentlichkeit zugleich. Das Interessante daran: Das Kartellrecht hätte dafür längst Begriffe und Instrumente. Nur wird es erstaunlich zaghaft genutzt.
    #Kartellrecht #Plattformökonomie #DMA
    ichsagmal.com/das-kartellrecht

  8. Jugendschutz per Verbotsschild, Detox per Studie, digitaler Hausmeister per KI — willkommen in Social Media 2026

    Themen rund um die asozialen, algorithmischen Medien kuratiert: Das Social Media-Verbot in Australien wirkt wie von fast allen Experten erwartet nicht. Das wird die Europäer nicht davon abhalten, es auch zu versuchen. Lars hat ja ein Verbot noch in dieser Legislaturperiode in Deutschland vorhergesagt. Zwei Wochen Social-Media-Pause und man ist kognitiv zehn Jahre jünger? Klingt zu gut … Gunnar philosophiert über die vermietete Öffentlichkeit und Carla über die Entmenschlichung des Netzes. Alles gewürzt mit dem zumindest vorläufigen Ende meines #60Sekunden-Projekts.

    Kuratiert: Warum ich das #60Sekunden‑Projekt vorläufig stoppe

    Diese Kuratiert‑Folge rund um asoziale, algorithmische Medien beginnt ausnahmsweise mit einem Thema in eigener Sache: Mein #60Sekunden‑Experiment auf TikTok, Instagram und YouTube, wo ich regelmäßig meine Blogbeiträge in kurze Videos transformiert habe, pausiert vorerst.

    Nicht, weil mir die Themen ausgegangen wären oder die Lust, junge Menschen mit digitalen und politischen Inhalten zu erreichen. Sondern weil mir ein Abonnement von CapCut, das ich als zentrale Produktionsplattform genutzt habe, für ein experimentelles, nicht monetarisiertes Projekt schlicht zu teuer ist. ByteDance hat wohl die Preise geändert und ich kann nicht nur Coins hinzukommen, sondern müsste besagtes Abo abschließen. Sehr schade. Leider habe ich auch keine Alternative gefunden, die meiner Produktionsweise entgegenkommt.

    Jugendschutz per Bann: Australiens Social‑Media‑Verbot für Unter‑16‑Jährige

    Australien hat es vorgemacht, europäische Politiker jubelten — und Golem berichtet jetzt über das Erwartbare: Der seit Dezember 2025 geltende Social-Media-Bann für unter 16-Jährige ist weitgehend wirkungslos. Wer ein falsches Geburtsjahr einträgt, ist einfach drin. Das ist kein Versagen der Umsetzung, das ist das Konzept. Jugendschutz per Altersgrenze funktioniert im digitalen Raum genauso gut wie Tempolimit nur per Straßenschild — es beruhigt die Politik, nicht die Straße.

    Das wird europäische Regierungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht davon abhalten, es auch mit einem Verbot zu versuchen. Europa diskutiert Ausweiskontrollen und Mindestalter, während die eigentliche Baustelle — wie Plattformen strukturell auf Sucht ausgelegt sind und viel strenger reguliert werden müssten — politisch weitgehend unangetastet bleibt. Symbolpolitik ist billiger als Regulierung. Und Trump könnte ja Zölle verhängen.

    Social‑Media‑Detox: Zwei Wochen gegen zehn Jahre kognitiven Abbau?

    Die Washington Post berichtet über eine Studie, bei deren Ergebnis man sich die Augen reibt: Wer zwei Wochen weniger scrollt, soll laut Studie kognitiv so fit werden wie jemand, der zehn Jahre jünger ist. Kann man Schäden durch Social-Media-Nutzung also rückgängig machen? Das klingt nach Clickbait-Wissenschaft — und man sollte es mit der nötigen Skepsis einordnen.

    Trotzdem: Dass deutlich weniger Bildschirmzeit Aufmerksamkeit, Schlaf und mentale Gesundheit verbessert, ist eigentlich keine Überraschung mehr. Die Überraschung ist, wie stark die Effekte offenbar ausfallen. Wir reden ernsthaft darüber, dass Selbst-Entzug gesünder macht. Und die Plattformen verdienen ihr Geld damit, dass Menschen nicht aufhören können. Individuelle Gegenwehr gegen ein System, das darauf ausgelegt ist, genau das zu verhindern? Ob das gelingen kann? Individuell ja, in der Breite sicher nicht.

    Die vermietete Öffentlichkeit und der Daumen des Admins

    Passend dazu beschreibt Gunnar Sohn auf ichsagmal.com die „vermietete Öffentlichkeit“. Die alte Medienfrage lautete demnach: Wer spricht? Die neue lautet: Wem gehört der Raum, in dem gesprochen wird? Zwischen diesen beiden Sätzen liegt der ganze Verlust der digitalen Öffentlichkeit – vom versprochenen „Kaffeehaus auf Social Media“ hin zu Algorithmen, Aufmerksamkeitsökonomie, Hausordnungen, Zugriffszählern, Werbeauktionen und Moderationsnebel – oder gar keiner Moderation, weil das ja laut Trump und seinen Freunden Zensur ist.

    Öffentlichkeit ist nicht offen, nicht neutral, sondern privatisiert auf Twitter/X, Meta, LinkedIn, aber auch Mastodon‑Instanzen. Aus Debatte wird Traffic, aus Bürgern wird Nutzungsverhalten, meint Gunnar, und moniert, dass aus Betreibern Hausmeister mit Generalschlüssel werden, die per AGB und Admin‑Interface entscheiden, was und wer sichtbar ist und wer nicht.

    Ein wichtiger Unterschied fällt mir unter den Tisch: Bei den asozialen, algorithmischen chinesischen und US-amerikanischen Plattformen ist Moderation gar nicht gewollt. Im Fediverse und auf Mastodon wird zumindest moderiert, auch wenn es manchem nicht gefällt, wie und was moderiert wird. Und dezentrale Strukturen sorgen auf jeden Fall für mehr Vielfalt.

    Der Kernaussage von Gunnar zu Medienpolitik und digitaler Öffentlichkeit stimme ich zu: Es reicht nicht, von der einen zur anderen Plattform zu wechseln. Entscheidend ist, eigene Räume und Ausgänge zu behalten – Blogs, Newsletter, eigene Websites – statt sich vollständig in vermieteten Öffentlichkeiten einzurichten.

    „Das Internet stirbt“: Entmenschlichung vor und mit KI

    An Gunnar anschließend: Das Internet, von dem wir in den Neunzigern und Nullerjahren geträumt haben, existiert nicht mehr. Nicht weil die Technik versagt hätte, sondern weil das Geschäftsmodell es aufgefressen hat, schreibt Carla Siepmann auf netzpolitik.org. KI ist dabei nicht der Auslöser, sondern der Beschleuniger — die Entmenschlichung sozialer Medien begann mit Engagement-Metriken, algorithmischer Aufmerksamkeitsjagd und dem Umbau von Kommunikation in Werbe-Inventar. KI setzt das jetzt in anderen Geschwindigkeiten fort.

    Was bleibt, ist ein Feed, in dem echte menschliche Kommunikation kaum noch stattfindet. Ich schreibe seit über 17 Jahren Blog — und ich merke selbst, wie der Anteil authentischer Interaktion in sozialen Netzwerken abnimmt, während die schiere Menge an Inhalten zunimmt. Das Internet stirbt nicht an einem Herzinfarkt. Es stirbt daran, dass es systematisch optimiert und monetarisiert wurde, so dass nicht viel Menschliches mehr übrig ist. Klick as klick can, scroll as scroll can.

    Zuckerberg im Doppelpack: Der KI‑Avatar als Chef‑Double

    Apropos Entmenschlichung: Meta entwickelt laut manager magazin einen fotorealistischen KI-Avatar von Mark Zuckerberg — trainiert auf seine Stimme, seine Formulierungen, seine öffentlich geäußerten Strategien. Er soll als digitaler Zwilling intern mit Mitarbeitenden kommunizieren. Mark hat ja schließlich nicht für alle Zeit und die Mitarbeitenden gehören eingenordet.

    Das ist mehr als ein Effizienz-Experiment. Es ist die konsequente Verlängerung einer Plattformlogik, die Kommunikation schon lange von Verantwortung entkoppelt. Zuckerberg kann nicht überall sein — sein Avatar schon. Ob der digitale Zwilling richtig oder falsch liegt, falsch entscheidet oder falsch wirkt: Who cares? Das Zuckerberg-Double ist nicht das Ende dieser Logik, sondern erst ihr Anfang. Konzernchefs heute, Influencer morgen, Politiker übermorgen.

    Der von Gunnar postulierte Hausmeister Krause ist bald ein digitaler Zwilling, ein KI-gesteuerter Hausmeister. Von Alles für den Dackel, alles für den Club zu Alles für die Klickraten, alles für die Werbeeinnahmen von Zuckerberg und Konsorten. Und das voll automatisiert, agentisch.

    Nachtrag zum #60Sekunden‑Projekt: Was bleibt?

    Damit sind wir wieder beim #60Sekunden‑Projekt: Der Versuch, in genau diesen durch den Algorithmus gesteuerten Feeds – TikTok, Insta, YouTube – digitale Themen, Demokratie‑Fragen und Medienkritik in 60 Sekunden unterzubringen. Inhaltlich habe ich viel gelernt: Welche Themen funktionieren, wie stark man zuspitzen muss, wie sich Blog‑Texte in Videoform übersetzen lassen und wie unterschiedlich die Plattformen auf denselben Inhalt reagieren. Jetzt steht das Projekt vorerst still.

    Vielleicht ist genau das die kuratierte Botschaft dieser Folge: Wer heute junge Menschen erreichen will, muss durch Plattformen navigieren, die gleichzeitig problematisch, gesundheitlich belastend, politisch umkämpft und zunehmend automatisiert sind – und deren Tools einen immer höheren Preis verlangen. Die Frage ist nicht, ob wir dort präsent sein sollten, sondern wie lange wir es uns leisten können: ökonomisch, gesundheitlich und demokratisch.

    Good to know: Wie ich mit CapCut gearbeitet habe

    Mein Workflow in CapCut war im Kern simpel, aber für mich entscheidend: Erst entstand ein Voice-over-Text — meistens aus einem Blogbeitrag oder einer #9vor9-Folge heraus, von einer KI auf 60 Sekunden zugespitzt. Den fertigen Text habe ich dann in CapCuts Funktion „mit KI erstellen“ eingefügt, Format 9:16 gewählt, Länge rund 60 Sekunden, Stil „Black&White Comic“ oder „Noir Comic“ in Schwarz-Weiß, dazu eine passende deutsche KI-Stimme. CapCut hat daraus automatisch ein Kurzvideo gebaut — Text, generierte Szenen, Voice-over. Danach bin ich noch einmal durch, habe offensichtliche Fehler korrigiert, einzelne Szenen angepasst, und fertig.

    Genau diese Automatisierung war der Grund, warum das Projekt für mich überhaupt machbar war. Ohne diesen Grad an KI-Unterstützung wäre der Zeitaufwand für regelmäßige Kurzvideos nicht zu stemmen — nicht neben Blog, Podcast und Job. Dass das Experiment jetzt ausgerechnet am Preis von CapCut scheitert, hat eine gewisse Ironie: Die Plattformökonomie, über die ich in meinen Videos geredet habe, hat mich selbst eingeholt.

    Quellen (Auswahl)

    #60Sekunden #Bloggen #CapCut #DigitalDetox #Facebook #Fediverse #Instagram #Internet #Journalismus #Jugendschutz #KI #Kuratiert #LinkedIn #Mastodon #Meta #PlattformÖkonomie #Smartphone #SocialMedia #TikTok #Video #YouTube #Zuckerberg
  9. Das Internet stirbt: Soziale Medien sollten uns mit Freund:innen verbinden. Heute fluten KI-Obst, Fake-Clips und Bot-Kommentare die Feeds. Carla Siepmann auf @netzpolitik: Die Entmenschlichung sozialer Medien hat lange vor KI begonnen – jetzt wird sie nur noch beschleunigt. #DigitaleSouveränität #KI #Plattformökonomie netzpolitik.org/2026/breakpoin

  10. #Plattformökonomie - "Symptom einer Plattformökonomie, die auf maximale Geschwindigkeit, minimale Preise und extreme Fragmentierung optimiert ist. Plattformen subventionieren Lieferungen, Händler konkurrieren über Minibeträge, Konsumenten gewöhnen sich an Lieferzeiten, die nur durch permanente Effizienzsteigerung möglich sind. Das betrifft viele Branchen, von Elektronikartikeln bis Autos. In China hat sich dafür ein Begriff etabliert: 'Involution', auf Chinesisch: 内卷 (ausgesprochen: nèijuǎn). Gemeint ist ein Wettbewerb, der sich ein Rattenrennen liefert, ohne dass echte Produktivitätsgewinne entstehen. Die 'Geisterläden' sind eine zugespitzte Variante dieser Logik. Jeder optimiert: der Vermittler seine Marge, die Plattform ihre Gebühr, der Produzent seine Auslastung. Alle erhöhen den Einsatz – bis zur totalen Erschöpfung. Am Ende werden die Tortenstücke immer kleiner. Und die Erkenntnis wächst: Von Krümeln kann keiner leben." - Guter Beitrag von Martin Benninghoff - Eventl. € handelsblatt.com/meinung/kolum

  11. Der Webstuhl heißt jetzt Newsfeed.

    Meta, Alphabet, ByteDance besitzen den sozialen Graphen – und damit die Bedingungen, unter denen Reichweite verteilt wird. Das ist kein Marktversagen. Das ist Eigentum.

    Das AT-Protokoll macht den Graphen portabel. Dein Netzwerk gehört dir.

    40 Mio. Nutzer. 12 Mrd. € EU-Investment. Die Infrastruktur steht.

    1lr.de/marx

    #ATProtokoll #Bluesky #Dezentralisierung #Plattformökonomie

  12. Die Krise des Journalismus ist kein Produktproblem.
    Sie ist ein Strukturproblem.
    Plattformen kontrollieren Zugang & Erlöse, Verlage tragen die Kosten.
    Die Antwort: kluge Medienpolitik statt mehr Paywalls.
    Nicht jede Zeitung muss überleben.
    Aber der Journalismus schon.
    @gsohn

    #Journalismus #Medienpolitik #Plattformökonomie #Verlage
    ichsagmal.com/wenn-der-journal

  13. Was prägt heute unseren Blick auf die Welt? Sind es noch Künstler – oder längst Systeme? Und wie verändert KI unsere Vorstellung von visueller Kultur? Darum geht es in meiner Vorlesung „KI Ästhetik. Infrastrukturen visueller Kultur“ (LMU, SoSe 2026). #KI #VisualCulture #Plattformökonomie

    Vorlesung: KI Ästhetik — Haral...

  14. Was prägt heute unseren Blick auf die Welt? Sind es noch Künstler – oder längst Systeme? Und wie verändert KI unsere Vorstellung von visueller Kultur? Darum geht es in meiner Vorlesung „KI Ästhetik. Infrastrukturen visueller Kultur“ (LMU, SoSe 2026). #KI #VisualCulture #Plattformökonomie

    Vorlesung: KI Ästhetik — Haral...

  15. Was prägt heute unseren Blick auf die Welt?
    Sind es noch Künstler – oder Systeme?
    Und wie verändert KI unsere Vorstellung von visueller Kultur?

    Diese Fragen stehen im Zentrum meiner Vorlesung
    „KI Ästhetik. Infrastrukturen visueller Kultur“ im Sommersemester an der LMU.

    #KI #Plattformökonomie #VisualCulture #Sommersemester2026
    harald-klinke.de/lehrveranstal

  16. Interessanter #Podcast zur Entwicklung unseres Kaufverhaltens in Online Shops detektor.fm/wirtschaft/brand-e . Im zweiten Teil wird diskutiert, ob das klassische Produkt-Shopping durch Feeds abgelöst wird, das eher einem Stöbern nach Schnäppchen entspricht und wonit chinesische Plattformen extrem erfolgreich sind.

    #online #handel #plattformokonomie

  17. Es gibt eine stille Verschiebung im Umgang mit Künstlicher Intelligenz.
    Nicht spektakulär, nicht laut — eher infrastrukturell.

    Die primären Risikozonen sind erstaunlich banal formuliert und gerade deshalb so schwer zu diskutieren.

    1. Militärische und sicherheitsstaatliche Nutzung von KI

    Geschichte zeigt ein wiederkehrendes Muster:
    Neue Technologien werden zuerst oder besonders intensiv im militärischen und sicherheitspolitischen Kontext genutzt.

    KI bildet hier keine Ausnahme.

    Analysewerkzeuge, Mustererkennung, Prognosesysteme, Entscheidungsunterstützung — all das kann in zivilem Kontext sinnvoll sein.
    Aber im militärischen Kontext verschiebt sich der Zweck:

    • Zielerkennung
    • Risikoabschätzung von Personen
    • automatische Priorisierung von Bedrohungen
    • Entscheidungsbeschleunigung in Konflikten

    Das Problem ist nicht nur der Einsatz selbst.
    Das Problem ist die Intransparenz der Systeme, wenn sie sicherheitsstaatlich integriert werden.

    Demokratische Kontrolle funktioniert schlecht, wenn:

    • Modelle geheim sind
    • Trainingsdaten geheim sind
    • Entscheidungslogiken geheim sind

    Die Öffentlichkeit sieht dann nur noch die Wirkung der Maschine, nicht ihre Logik.

    2. Mögliche Massen- oder Bulk-Datenanalyse durch staatliche Systeme

    KI verändert den Maßstab.

    Was früher technisch kaum möglich war — die systematische Auswertung riesiger Datenmengen — wird plötzlich banal.

    Die Frage ist daher nicht mehr:
    Darf ein Staat bestimmte Daten erheben?

    Die neue Frage lautet:

    Was passiert, wenn alle vorhandenen Daten miteinander analysierbar werden?

    Beispiele möglicher Entwicklungen:

    • automatisierte Musteranalyse über Kommunikationsdaten
    • Verhaltensprofile über Plattformgrenzen hinweg
    • statistische Risikoabschätzungen für Personen oder Gruppen

    Die technische Möglichkeit erzeugt politischen Druck, sie auch zu nutzen.

    Nicht unbedingt aus böser Absicht.
    Oft aus einem klassischen Verwaltungsargument:

    Wenn wir es technisch können, warum sollten wir es nicht zur Sicherheit einsetzen?

    Damit entsteht ein strukturelles Problem:

    Die Grenze zwischen Ermittlungsarbeit und Massenauswertung verschwimmt.

    3. Gerichtliche Offenlegung großer Mengen von Nutzerdaten

    Ein weniger diskutiertes Risiko entsteht durch juristische Prozesse.

    Gerichte können Unternehmen verpflichten, große Mengen an Nutzerdaten herauszugeben.
    Mit KI-Systemen entstehen dabei neue Dimensionen.

    Nicht nur einzelne Datensätze werden relevant, sondern:

    • komplette Trainingsdaten
    • Kommunikationsprotokolle
    • Nutzungsstatistiken
    • Modellinteraktionen

    In großen Verfahren kann das bedeuten, dass enorme Datenmengen plötzlich juristisch zugänglich werden.

    Damit verschiebt sich die Rolle von Gerichten:

    Sie werden indirekt zu Gatekeepern für gigantische Datenarchive.

    Das kann sowohl im Interesse der Aufklärung als auch im Interesse staatlicher Analyse geschehen.

    4. Konflikte zwischen ursprünglicher Mission und kommerzieller Struktur

    Viele KI-Organisationen sind aus idealistischen Motiven entstanden:

    • Forschung
    • offene Entwicklung
    • gesellschaftlicher Nutzen

    Mit zunehmender Größe entstehen jedoch strukturelle Spannungen.

    Investitionen, Infrastrukturkosten und Marktposition erzeugen neue Zwänge:

    • Umsatzdruck
    • Plattformintegration
    • strategische Partnerschaften

    Die ursprüngliche Mission kann dadurch schleichend verschoben werden.

    Nicht durch eine einzelne Entscheidung, sondern durch viele kleine:

    • exklusive Modelle
    • geschlossene Schnittstellen
    • kommerzielle Prioritäten

    Die Organisation verändert sich — manchmal schneller als ihr Selbstbild.

    5. Integration in proprietäre Plattform-Ökosysteme

    KI entwickelt sich zunehmend innerhalb großer Plattformstrukturen.

    Das hat ökonomische Gründe:

    • Cloud-Infrastruktur
    • Rechenleistung
    • Datenzugang
    • Distribution

    Aber es hat auch strukturelle Folgen.

    Wenn KI-Werkzeuge tief in Plattformen integriert sind, entsteht ein neues Ökosystem:

    • Modelle werden Teil von Betriebssystemen
    • APIs werden Teil von Plattform-Lock-ins
    • Datenströme konzentrieren sich

    Das Ergebnis ist eine wachsende Abhängigkeit von wenigen Infrastrukturakteuren.

    Nicht unbedingt aus politischer Absicht.
    Sondern aus technischer und ökonomischer Logik.

    Das eigentliche Problem

    Die meisten dieser Entwicklungen passieren nicht plötzlich.

    Sie entstehen langsam:

    • durch technische Möglichkeiten
    • durch juristische Routinen
    • durch ökonomische Dynamiken
    • durch Sicherheitsargumente

    Deshalb wirken sie oft unauffällig.

    Aber zusammengenommen entsteht eine Frage, die bisher kaum beantwortet ist:

    Wer kontrolliert die Systeme, die Muster über ganze Gesellschaften erkennen können?

    Nicht nur technisch.
    Sondern institutionell.

    #KI #AI
    #Technologie
    #DigitaleGesellschaft
    #Datenschutz
    #Überwachung
    #Plattformökonomie
    #Technologiepolitik
    #Digitalpolitik
    #Gesellschaft

  18. Proton vs. Infinito.Nexus

    Sicherheit, Skalierbarkeit und digitale Souveränität im Vergleich Digitale Souveränität bedeutet heute mehr als verschlüsselte E-Mails oder ein sicheres VPN. Es geht um Kontrolle, Anpassbarkeit, Skalierbarkeit – und um eine Sicherheitsarchitektur, die mit den eigenen Anforderungen wächst. 🔐 Zwei unterschiedliche Ansätze stehen sich dabei gegenüber: Proton als spezialisierter Privacy-Dienst und Infinito.Nexus als offene, modulare Plattform für digitale Infrastruktur. […]

    blog.infinito.nexus/blog/2026/

  19. Souveränität entsteht nicht durch bessere Apps, sondern durch Kontrolle über Defaults, Schnittstellen und Betriebsmodelle.
    Europas Problem ist weniger fehlende Innovation als eine schwache Entscheidungsarchitektur.
    Der eigentliche Hebel liegt bei Staat, Regulierung und Großorganisationen: Wer Defaults setzt, gestaltet Märkte.
    Gefragt sind Übersetzer zwischen Technik, Governance und der politischen Ökonomie digitaler Ökosysteme.

    #DigitaleSouveränität #Plattformökonomie #Governance 🇪🇺

  20. RE: hostux.social/@blume_bob/11586

    @blume_bob mit einer Kolumne über das Handy als vermeintliches Kulturzugangsgerät, lesenwert.

    "Es ist wenig verwunderlich, dass die Debatte sich zunehmend um Suchtmechanismen, mentale Belastungen, Aufmerksamkeitseinbrüche und politische Forderungen nach Handyverboten dreht. #Schulen ringen mit dem Spannungsfeld zwischen pädagogischem Fortschritt und dem Schutz junger Menschen vor einem digitalen Ökosystem, das weit mehr kontrolliert, als es öffnet. Die Frage lautet heute nicht mehr, ob das Smartphone Zugang schafft – sondern: wer über diesen Zugang bestimmt."

    "Verschiedene Studien zeigen, dass #Smartphones in ihrer aktuellen Form weder neutrale Werkzeuge noch einfache Zugänge zur #Kultur sind, sondern Teil einer #Plattformökonomie, die Aufmerksamkeit extrahiert und besonders Kinder und #Jugendliche in riskante Nutzungsmuster zieht. Algorithmische #Personalisierung, variable Belohnungen, endloser Scroll [...]"

    #Kinder #Medien #Handyverbot #Medienkompetenz #FediEltern #FediLZ

  21. Der SPIEGEL berichtet über 20 Milliarden Dollar Investorengelder für xAI. Parallel bleibt X ein Ort, an dem pornografische Inhalte florieren und geduldet werden. Das ist kein Widerspruch, sondern Teil derselben Logik: Reichweite schlägt Regulierung, Kapital schlägt Ethik. Und am Ende stimmt der Profit.
    #Netzpolitik #Plattformökonomie #xAI
    Elon Musk: KI-Firma xAI sammelt 20 Milliarden Dollar bei Investoren ein spiegel.de/netzwelt/netzpoliti

  22. #Funkmast

    Politik der Gabe

    Ich arbeite an einem Paper über soziologische Gabentheorie und Plattformökonomie. Ich reflektiere in diesem Podcast meine Herangehensweise und wie sich diese durch das Gespräch mit meinem Professor verändert hat. Gabentausch als Begriff ist widersprüchlich - entweder man hat es mit Gabe oder mit Tausch zu tun. Hashtags: #Gabe #Gabentheorie #Soziologie #Plattformökonomie

  23. Im Rahmen eines #Lightningtalk​s auf dem #39C3 werde ich #soziologisch​e #Gabentheorie als Alternative zu kommerziellen Engagement-, Reichweiten- und Verhaltensmetriken ansprechen und freue mich auf inspirierende Gespräche darüber! Das Potenzial des Fediverse ist längst noch nicht ausgeschöpft.

    Literatur: Frank Adloff: Politik der Gabe;
    Dave Elder-Vass: Profit und Gabe in der digitalen Ökonomie

    #Soziologie #Gabe #Plattformökonomie

  24. Der Fahrzeugschein kommt ab sofort in die I-Kfz-App. Aber wo kommt die I-Kfz-App rein. 🤔

    Am Wochenende bin ich auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, den Fahrzeugschein ab sofort in die I-Kfz-App packen zu können.

    Das musste ich natürlich sofort ausprobieren und bin über die Funktionalität begeistert: Wenige kurze Dialoge durchklicken, Kennzeichen eingeben, Personalausweis ans Handy halten. Fertig. Fahrzeugschein ist da. Dauert keine Minute. 👍

    📢 Großes Lob an das Kraftfahrtbundesamt und die Entwicklerinnen und Entwickler der App. Die ist super!

    Die größte strategische Frage bleibt aber weiterhin offen, wie ich schon in meinem Post zur digitalen Brieftasche ("Staats-Wallet") ausgeführt habe:

    Das enorme Risiko für Europas Souveränität und die Abhängigkeit des Staates: Abseits der großen App-Stores der beiden Tech-Giganten gibt es keinen nennenswerten Markt für Smartphone-Apps. Aktuell scheint es auch I-Kfz nur über Google und Apple zu geben. Also private Distributionskanäle mit dem Zwang, sich dort als Nutzende zu registrieren.

    Dabei erlaubt der DMA inzwischen auch alternative App-Stores, wie bspw. den von Epic, die sich lange gegen die geschlossenen App-Stores und ihre horrenden Gebühren ("Renten") gewehrt haben. Das sollten wir für staatliche Apps nutzen. (Der Epic-Store funktioniert super ... 😉)

    Es sollte also (weiterhin) frühzeitig darauf geachtet werden, wie die Distributionskanäle jenseits der Plattformen für solch zentralen Apps aussehen. 🤷‍♂️

    #IKfz
    #StaatsWallet
    #DigitaleSouveränität
    #Plattformökonomie

  25. Ein Stack, der zusammenarbeitet: Warum Infinito.Nexus mehr ist als SaaS

    In der heutigen IT-Landschaft bieten nahezu alle großen Hoster eine Vielzahl an Tools und Diensten an: von Web-Apps über Datenbanken bis hin zu kompletten Entwicklungsumgebungen. Auf den ersten Blick scheint es, als könne man mit ein paar Klicks alles selbst zusammenstellen. Doch wer versucht hat, diese einzelnen Komponenten sicher, integriert und wartbar zu verbinden, weiß: Das ist leichter gesagt als getan. […]

    blog.infinito.nexus/blog/2025/

Share on Mastodon

Enter the server where you have an account.